{"id":103180,"date":"2023-09-03T11:45:54","date_gmt":"2023-09-03T09:45:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103180"},"modified":"2023-09-07T11:21:28","modified_gmt":"2023-09-07T09:21:28","slug":"ein-x-fuer-ein-u","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103180","title":{"rendered":"Ein X f\u00fcr ein U"},"content":{"rendered":"<p>Die extreme Linke nennt sich &bdquo;LinX&ldquo;, neuerdings sogar &bdquo;LinXX&ldquo;. Twitter wurde gerade in &bdquo;X&ldquo; umbenannt. Die gr&uuml;ne &bdquo;Extinction Rebellion&ldquo; (&bdquo;XR&ldquo;) will ihr &bdquo;X&ldquo; als Aussterbesymbol und Sanduhr verstanden wissen. Die fetischisierte &bdquo;X&ldquo;-Welt ist oft die des sch&ouml;nen Scheins und der hehren Ideale. Wer jedoch die Gesellschaft der kopfstehenden &bdquo;X&ldquo;-Welt mit der Wirklichkeit konfrontiert und sich ihren eigens&uuml;chtigen Regeln verweigert, wird gnadenlos ausgesperrt. Ein Essay von <strong>Katrin Starke<\/strong>. <\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_2811\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-103180-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230901-X-fuer-U-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230901-X-fuer-U-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230901-X-fuer-U-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230901-X-fuer-U-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=103180-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230901-X-fuer-U-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"230901-X-fuer-U-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Dass die Reichen und Ber&uuml;hmten einf&auml;ltig sind, l&auml;sst man ihnen durchgehen. Manche halten es f&uuml;r ein Zeichen ihres Genies. Zum Beispiel Joseph Beuys, beraubt um seine Absturz-Legende und den aus der Zeit gefallenen Hut als Markenzeichen, h&auml;tte weniger Aufmerksamkeit erregt. Und Horst Lichter (&bdquo;Bares f&uuml;r Rares&ldquo;) ohne seinen Kaiser-Wilhelm-Bart, kombiniert mit einer runden Peter-Lustig-Brille, k&ouml;nnte einpacken. Man kommt kaum von ihrem Anblick los und wei&szlig; nicht warum.<\/p><p>Das leicht Absurde, der Widerspruch in sich, ist das Geheimnis ihrer Erscheinung, die uns fesselt und in ihren Bann zieht. Anf&uuml;hrer mit komischen B&auml;rten sind alles andere als lustig. Was z&auml;hlt, sind Effekt und Erfolg. Wer etwas sein will, muss sich von der anonymen Masse abheben und eine Besonderheit darstellen, damit man ihn nicht etwa mit einem gew&ouml;hnlichen Hausmeister verwechselt. Und die Betonung liegt auf &sbquo;leicht&lsquo; absurd. Wenn der Erfolg ausbleibt, reicht es nicht, den Effekt zu steigern, immer gr&ouml;&szlig;ere B&auml;rte, Brillen und H&uuml;te aufzusetzen, dann wird es schrill wie gegenw&auml;rtig in Deutschland. Der Grat zwischen Wertsch&auml;tzung und Witzfigur ist schmal.<\/p><p>In diesem Sinn haben viele Mythen einen wahren Kern. Der ist aber selten dort zu finden, wo es der gut meinende, aber naive Geist vermutet und die Gro&szlig;en und Schlauen in ihrer eingebildeten Gott&auml;hnlichkeit uns weismachen wollen. Es steckt das Kalk&uuml;l dahinter, ihre Gesch&auml;fte durch den Anschein von exklusivem Wissen und h&ouml;heren Weihen anzukurbeln. Der Kapitalist greift in die magische Trickkiste, macht Theater und viel Aufhebens von sich und seinen Sachen und verspricht dem staunenden Publikum ein buchenswertes Erlebnis.<\/p><p><strong>Elon Musk und die &bdquo;X&ldquo;-Mystik<\/strong><\/p><p>Die n&auml;rrische Vorliebe f&uuml;r den Buchstaben &bdquo;X&ldquo; ist gewisserma&szlig;en der auff&auml;llige Bart und Wiedererkennungseffekt des umtriebigen Elon Musk. Er nennt seinen Sohn mit der S&auml;ngerin Grimes &bdquo;X&ldquo;. Er nannte das Unternehmen, das er gegr&uuml;ndet hatte, um Twitter zu kaufen, &bdquo;X Holdings&ldquo;. Seine Raketenfirma hei&szlig;t &bdquo;SpaceX&ldquo;.[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>]<\/p><p>Es ging durch die Presse, dass er seinen Kurznachrichtendienst &bdquo;Twitter&ldquo; in &bdquo;X&ldquo; umbenannt hat. Das lustige Twitter-V&ouml;gelchen wurde durch ein schwarzes, strenges &bdquo;X&ldquo; auf wei&szlig;em Grund ersetzt. Die weltweit in den K&ouml;pfen etablierte Marke und deren Erkennungszeichen fallen zu lassen w&uuml;rde beweisen, so einige Kommentatoren, dass Herr Musk an einer anderen Stelle einen Vogel hat, um im Bild zu bleiben. Schlie&szlig;lich w&auml;re das &bdquo;Twittern&ldquo; sogar in den Wortschatz eingegangen und kaum durch ein &bdquo;Xeeten&ldquo; zu ersetzen.<\/p><p>Der Anlass f&uuml;r die Umbenennung ist der Umbau zu einer allumfassenden Multifunktions-App. Die Zukunft wird zeigen, ob Musk richtig liegt, sich an die Spitze der &bdquo;X&ldquo;-Mystik zu stellen, die aus den Tiefen der Psyche des Westens aufsteigt und gerade die Runde macht. Andernfalls k&ouml;nnten seine merkw&uuml;rdigen Ideen von der Realit&auml;t eingeholt und unfreiwillig zur Lachnummer werden wie die antideutschen Linken und Hipster-Gr&uuml;nen von der wachsenden Zustimmung f&uuml;r die nationale AfD. Und da kommen wir unvermutet wieder auf das &bdquo;X&ldquo; zur&uuml;ck, das sich auch bei gewissen Linken und Gr&uuml;nen gro&szlig;er Beliebtheit erfreut.<\/p><p><strong>Lust und Leiden unter der Herrschaft von Ware, Geld und Kapital<\/strong><\/p><p>Die extreme Linke nennt sich &bdquo;LinX&ldquo;, neuerdings sogar &bdquo;LinXX&ldquo;. Hat also auch einen Vogel abgeschossen. Lange dachte ich ahnungslos, dass sie lediglich auf das &bdquo;x&ldquo; in Rosa Luxemburg verweist, die in einigen Punkten mit Lenin &uuml;ber Kreuz lag und deshalb von den Anarchisten und Trotzkisten als Kronzeugin gegen den richtigen Marxismus in Beschlag genommen wird.<\/p><p>Die gr&uuml;ne &bdquo;Extinction Rebellion&ldquo; (&bdquo;XR&ldquo;) will ihr &bdquo;X&ldquo; als Aussterbesymbol und Sanduhr verstanden wissen.[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>] Diese erinnern an das nahende Ende, das Leiden und den Tod. Da kommen wir der Wahrheit schon n&auml;her.<\/p><p>Lust und Leiden sind unter der Herrschaft von Ware, Geld und Kapital zwei Seiten einer Medaille. Ihr Angebot auf gr&uuml;ne Erl&ouml;sung der bedr&auml;ngten Kreatur schlie&szlig;t sich nahtlos an die dunklen Seiten der christlichen Traditionen und die liberale Ideologie des Westens an.<\/p><p>Die Amis wissen, wie man aus den &Auml;ngsten der Menschen Profit schl&auml;gt, eine weltliche Religionssekte aufzieht und die Jugend einer herzlosen kapitalistischen Welt einsammelt. Woher das &bdquo;X&ldquo;-Symbol kommt, sei ein R&auml;tsel, so der <em>Guardian<\/em>.[<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>]<\/p><p><strong>Die &Uuml;bertreibungen des Liberalismus erzeugen die verkehrte &bdquo;X&ldquo;-Welt<\/strong><\/p><p>Eine aufschlussreiche Erkl&auml;rung f&uuml;r die merkw&uuml;rdige &bdquo;X&ldquo;-Mode findet sich in einer historischen Studie, die im PapyRossa Verlag erschienen ist.[<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>] Der Autor Jens Schubert (&bdquo;Ein anderes &rsquo;68. Die Studentenunruhen in Leipzig 1768&ldquo;) erkundet die praktische Befreiungsideologie des Kapitalismus an der Schwelle zur Moderne und die entstehenden Konflikte. Er widerlegt die gef&auml;lligen idealistischen Erz&auml;hlungen und zeigt deren materiellen Ursprung.<\/p><p>Der Liberalismus entfesselte bekanntlich die F&auml;higkeiten und Kr&auml;fte des menschlichen Ichs. Das gelang ihm, weil die Einbildungen und Ideale der Menschen durch die K&auml;uflichkeit des bis dahin Unverk&auml;uflichen wundersam belebt wurden. Der Ausgangspunkt war der Erwerb exotischer und vollendeter Waren, die einst den Oberschichten vorbehalten waren.<\/p><p>Die &sbquo;Magie&lsquo; der besonderen Waren verbreitet seither die Ideen, Gedanken und Vorstellungen, bereits oben dazuzugeh&ouml;ren, ein Muster der Besten abzugeben und einen neuen, b&uuml;rgerlichen &sbquo;Adel&lsquo; zu verk&ouml;rpern. Doch der Adel und die Magie wurzeln im Mittelalter und der Mystik. Sie werden durch die &sbquo;edle&lsquo; und &sbquo;bezaubernde&lsquo; Warenform in die Tiefe der modernen Gesellschaft vermittelt und erzeugen Widerspr&uuml;che.[<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>]<\/p><p>Eine Folge ist der hedonistisch-libert&auml;re Lebensstil, der sich in den Gro&szlig;st&auml;dten, in denen viele Fremde und Adlige verkehrten, rasch durchsetzte. Jeder konnte und musste nun mit Hilfe von Geld und Kredit sowie zur Schau gestelltem Besitz und vornehmer Kleidung &ndash; heute Markensachen, teure Autos und Erlebnisse &ndash; aufregende und sozial erhebende Verwandlungen vollziehen, wollte er etwas gelten.<\/p><p><strong>Stutzer und Hipster<\/strong><\/p><p>Die erfolgshungrigen Stutzer kamen auf. Das sind die Vorg&auml;nger unserer Hipster. Man konnte sie damals schon an ihren markanten B&auml;rten, Brillen und eingek&uuml;rzter (&bdquo;gestutzter&ldquo;) Kleidung erkennen. Ihre leicht &uuml;berspannte Erscheinung kokettiert mit dem Nonkonformismus, als m&uuml;ssten sie sich und anderen st&auml;ndig das Gegenteil ihres vielmehr h&ouml;chst angepassten Sozialcharakters beweisen.[<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>]<\/p><p>Sie suchten die Vergn&uuml;gungsorte der besseren Gesellschaft (Theater, Konzert und Kaffeehaus) auf und verliehen sich durch ihr Auftreten eine hervorgehobene Bedeutung und Identit&auml;t. Die narzisstisch bed&uuml;rftigen Erwachsenen lenkten die Aufmerksamkeit auf sich, konnten den dr&uuml;ckenden Realit&auml;ten entfliehen und gesch&auml;ftst&uuml;chtig Bekanntschaften schlie&szlig;en.[<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>]<\/p><p><strong>Die Fetischwelt &bdquo;X&ldquo; &ndash; das &bdquo;wilde Feuer im Kopfe&ldquo;<\/strong><\/p><p>Ein Zeitgenosse klagte, der &bdquo;allgemeine Ueppigkeitsteufel ist losgelassen und peitscht sie durcheinander, man sollte denken, sie h&auml;tten das wilde Feuer im Kopfe, da&szlig; ihnen keinen Augenblick Ruhe l&auml;&szlig;t&ldquo;, &bdquo;die ganze Nation scheint ihrem Verstande entlaufen zu wollen.&ldquo;[<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>] Der Fetischismus von Ware, Geld und Kapital hatte alle ergriffen und schuf erstmals einen Kosmos abstrakter Wirklichkeit und vielfacher Abh&auml;ngigkeiten.[<a href=\"#foot_9\" name=\"note_9\">9<\/a>]<\/p><p>Die fetischisierte &bdquo;X&ldquo;-Welt des sch&ouml;nen Scheins und der hehren Ideale erhebt sich seither &uuml;ber der wirklichen Welt und ist wichtiger als diese geworden, um Spa&szlig; zu haben, erfolgreich zu sein und oben dazuzugeh&ouml;ren.<\/p><p><strong>Schluss mit lustig<\/strong><\/p><p>Wer jedoch die &sbquo;lustige&lsquo; Gesellschaft der kopfstehenden &bdquo;X&ldquo;-Welt mit der Wahrheit und Wirklichkeit konfrontiert und sich ihren eigens&uuml;chtigen Regeln, ihrem falschen Spiel und Fetischismus verweigert, wird gnadenlos ausgesperrt und verworfen. Das hat Goethe als junger Student in Leipzig leidvoll erfahren. Er lie&szlig; sich nicht korrumpieren, ertrug seine Verbannung und wuchs daran innerlich.[<a href=\"#foot_10\" name=\"note_10\">10<\/a>]<\/p><p>Ein Sinnbild f&uuml;r die gegenw&auml;rtig anstehende Ern&uuml;chterung und Zeitenwende gibt der Abschied vom unbeschwerten &bdquo;Twitter&ldquo;-V&ouml;gelchen, als dessen unvermeidliche Kehrseite erscheint das Leidens-&bdquo;X&ldquo;: Wer sich unangepasst &auml;u&szlig;ert, wird aus dem virtuellen Raum der neuen Medien ausgeschlossen und stirbt den sozialen Tod. Schluss mit lustig. Das &bdquo;X&ldquo; wird zum Symbol drohender Vernichtung.<\/p><p><strong>Diabolische Schmeichler und faustische Verstellungsk&uuml;nstler<\/strong><\/p><p>Zur&uuml;ck zu den Anf&auml;ngen der Bewusstseinsverkehrungen. Die Aufsteiger mussten zun&auml;chst die Gedanken ihrer Mitmenschen beherrschen lernen und eine spezielle Unvernunft erzeugen. Sie suchten die N&auml;he der Adeligen, Fremden und Gelehrten, schm&uuml;ckten sich wichtigtuerisch mit deren Gegenwart und Attributen, ahmten deren Reden, Gehabe und Leben nach und schl&uuml;pften schlie&szlig;lich wie Schauspieler in deren bunten Rock. Der Glanz und Schein gottgleicher Vollendung und Weltkenntnis sollte auf sie &uuml;bergehen, sie erstrahlen lassen und das Gegen&uuml;ber in Erstaunen und Bewunderung versetzen.<\/p><p>Die leichtf&uuml;&szlig;igen Meister dieser libert&auml;ren Sph&auml;ren entpuppten sich damals schon als eine Art diabolische Mischwesen aus Zauberer, Kom&ouml;diant und gerissenem Gesch&auml;ftemacher. Sie versprachen ihren ruhelosen J&uuml;ngern &ndash; wie Mephisto dem gescheiterten Intellektuellen Faust &ndash;, alle ihre Begierden zu erf&uuml;llen, also Wohlstand, Geld und Konsum, gesellschaftliche Beachtung, Ansehen und Aufstieg, nie enden wollende Vergn&uuml;gen, Macht und unglaubliche Freiheiten zu erlangen. Doch diese verkehren das Bewusstsein der urbanen Bewohner in eine &bdquo;Camera obscura&ldquo;. Das bedeutet ein Leben im Falschen, in der Fetischwelt &bdquo;X&ldquo; zu f&uuml;hren und die Deformation des Menschlichen, Sozialen, der Kultur und Wissenschaft durch Ideologieformen.[<a href=\"#foot_11\" name=\"note_11\">11<\/a>]<\/p><p><strong>Leipzig &ndash; die Welthandelsstadt und erste Metropole der &bdquo;X&ldquo;-Welt<\/strong><\/p><p>Von der verkehrten &bdquo;X&ldquo;-Welt der neuen Freiheiten, Fetische und Versprechen wurden insbesondere die Jugend, Studenten und Studierte, auch viele Selbstunternehmer und Gewerbetreibende wie magisch angezogen und kamen in Scharen. Deren erste angesagte Metropole war das vergn&uuml;gungss&uuml;chtige Leipzig, dem der Ruf und Mythos, ein &bdquo;Klein-Paris&ldquo; (Goethe) zu sein, vorauseilte. Es verdarb jedoch und ruinierte am Ende nicht wenige von ihnen.<\/p><p>Aufstrebende, wie den angehenden Dichter, verlangte es nach einem anregenden Leben, nach der Liebe der M&auml;dchen und den Chancen der Gro&szlig;stadt. Aber auch der Abhub aller Klassen versammelte sich dort in wachsender Zahl, um sein Gl&uuml;ck zu machen.<\/p><p><strong>Kulturkampf und Irrationalismus nach 1968<\/strong><\/p><p>Die hedonistisch-libert&auml;ren Gro&szlig;stadtbewohner der kapitalistischen Epoche sind wie einst ihrer Lust ergeben und erzeugen dadurch ihre Leiden und wachsende Irrationalit&auml;t. Aus den Studiosen des Rokokos sind die 1968er-Studentenbewegung und aus dieser wiederum die Hipster-Gr&uuml;nen und Lifestyle-Linken hervorgegangen. Die Bilder gleichen sich. Sie bet&auml;tigen sich heute wie damals als galante Selbstdarsteller und k&auml;ufliche Experten f&uuml;r die Zubereitung von gef&auml;lligem Wissens- und Moralsalat &agrave; la mode. Gegen die gew&ouml;hnliche Bev&ouml;lkerung, die angesichts der politischen Zumutungen immer h&auml;ufiger die Wirklichkeit und der Brechreiz ereilt, spielen sie sich als rigorose Gesinnungshelden auf. Die kritische Intelligenz wie Sahra Wagenknecht, die ihren vermeintlichen Tugenden und ihrem Gr&ouml;&szlig;enwahn die Huldigung verwehrt, wird angegriffen.<\/p><p>Der von den &rsquo;68ern eingel&auml;utete Kulturkampf hat die Restauration des Kapitalismus auf konsumgesellschaftlicher Stufe erst erm&ouml;glicht und die Ideologie des Liberalismus erneuert. Die Freiheit des Individualisten und der Kult um den abstrakten und entwurzelten Menschen wurden popularisiert. Sie m&uuml;nden in Formen extremer Selbstverwirklichung.<\/p><p><strong>Kult des abstrakten und entwurzelten Menschen<\/strong><\/p><p>Das Ferne, Fremde und Exotische wird wie die vollendete Ware verehrt und &uuml;ber alles gestellt. Zweifel sind Gottesl&auml;sterung. Das gute Eigene wird ver&auml;chtlich gemacht und verschwindet. Wahlverwandtschaften ersetzen nat&uuml;rliche und naturr&auml;umliche Gegebenheiten menschlichen Zusammenlebens, die &uuml;ber mehr als 1000 Jahre gewachsen sind. Das moralinsaure 19. Jahrhundert ist als grausam gr&uuml;ne Parodie und Kulturzersetzung zur&uuml;ckgekehrt.<\/p><p>Die Gesellschaft und Kultur als die letzten Grenzen, die sich der kapitalistischen Verwertung entgegenstellen, werden von den Nach-&rsquo;68er-Wohlstandskindern unter den &bdquo;Trompeten der bacchantischen Zerst&ouml;rungslust&ldquo; voll von &bdquo;unheimlichem Entz&uuml;cken&ldquo; niedergerissen, beklagte sich schon Heinrich Heine &uuml;ber ihre verdrehte Romantik. &bdquo;Das tummelt sich alles in s&uuml;&szlig;ester Verwirrung, und nur der gemeinsame Wahnsinn bringt eine gewisse Einheit hervor.&ldquo;[<a href=\"#foot_12\" name=\"note_12\">12<\/a>] Es ist ihr Tanz auf dem Vulkan, ihr b&uuml;rgerlicher Adel im Untergang &ndash; der Todeskult abstrakter Menschen des Westens.<\/p><p><strong>Die Kom&ouml;die &bdquo;X&ldquo; hat ausgespielt<\/strong><\/p><p>Der gegenw&auml;rtige kapitalistische Reproduktionszyklus, der mit dem Aufstieg der &sbquo;lustigen&lsquo; &rsquo;68er-Studenten begann, geht seinem Ende entgegen. Die letzten Ausl&auml;ufer des &sbquo;Goldenen Zeitalters des Kapitalismus&lsquo; weichen dem um sich greifenden Irrationalismus und rapiden Verfall.<\/p><p>In Zeiten abschmelzender materieller Basis und steigender Konkurrenz w&auml;chst der Druck zur weiteren Steigerung der absurden Kom&ouml;die &bdquo;X&ldquo;. Viele versuchen sich in schaustellerischer Selbstvermarktung, das hei&szlig;t, sich auf eine B&uuml;hne zu stellen und wie Horst Lichter in seiner bunten Maskerade und Joseph Beuys mit seiner Aktionskunst zu Idolen des Marktes zu machen. Das gl&uuml;ckt wenigen. Die Mehrzahl kann in der realen Welt kaum in W&uuml;rde leben und will sich nicht mehr erniedrigen und den Clown spielen.<\/p><p>Die Nachfrage nach den bisherigen Idealen und die Bindekraft der Erz&auml;hlungen und Imaginationen hat ihren H&ouml;hepunkt sichtlich &uuml;berschritten. Der Abfall vom liberalen westlichen Glauben ist un&uuml;bersehbar, sonst br&auml;uchte es keine &bdquo;Cancel culture&ldquo;, das ist das Ausschalten und Bestrafen unliebsamer Meinungen. Der Mythos der pers&ouml;nlichen Freiheit, dass es jeder durch eigene Anstrengungen nach &sbquo;oben&lsquo; schaffen kann, entzaubert sich. Die Aufstiegspfade haben sich geschlossen. Es gibt nur noch eine Richtung &ndash; nach unten.<\/p><p>Immer weniger k&ouml;nnen sich den immer gr&ouml;&szlig;eren Aufwand f&uuml;r die Rollenspiele und den Kult der Scheinwelt &bdquo;X&ldquo; noch leisten. Jahrelange Lern- und Lebensleistungen werden durch den neoliberalen Marktradikalismus einfach entwertet. Die jedes Mal neuen Versprechen werden wieder und wieder entt&auml;uscht. Arbeit und Anstrengungen lohnen sich nicht mehr. Die Absteiger verzichten darauf, ein vermeintlich besserer und moralisch gl&auml;nzender Mensch zu sein, weil sie in Wirklichkeit nur miese Jobs und keine Wohnung bekommen, nicht farbig genug sind, nichts mehr gelten und nicht mitspielen d&uuml;rfen. Sie empfangen Bitterkeit und w&auml;hlen AfD. Wer will es ihnen verdenken?<\/p><p><strong>Gr&uuml;ne Kreuzritter<\/strong><\/p><p>Auch die aufgedrehte Welt des Wohlstands und der hippen st&auml;dtischen Mittelschichten br&ouml;ckelt. An allen Ecken und Enden lugen die Schatten existenzieller Fragen hervor und traktieren sie mit dem &bdquo;Todestrieb&ldquo; (Sigmund Freud), sobald die Zahlung auszubleiben und das Interesse an ihnen und ihren Bildungswaren zu erl&ouml;schen drohen.[<a href=\"#foot_13\" name=\"note_13\">13<\/a>]<\/p><p>In der Krise, wenn die Umwandlungs- und Verwertungsprozesse des Kapitals ins Stocken geraten, der akademische Arbeitsmarkt &uuml;berquillt, die Hoffnungen und Versprechen sich nicht erf&uuml;llen, klaffen Anspruch und Wirklichkeit schmerzhaft auseinander. Hysterische Verzweiflung l&auml;sst sich aus den aggressiver werdenden Selbstent&auml;u&szlig;erungen ihres Echoraums vernehmen, denn der soziale Abstieg klopft auch an ihre T&uuml;r. Mit dem Ende ihrer Erz&auml;hlungen und der &sbquo;magisch&lsquo; gr&uuml;nen Blase der &bdquo;X&ldquo;-Welt verlieren sie ihre gesellschaftliche Subjektrolle und werden vom feudalen Tisch der Reichen, Sch&ouml;nen und Ber&uuml;hmten vertrieben.<\/p><p>In solchen Zeiten entpuppen sie sich mit historischer Regelm&auml;&szlig;igkeit als modern-romantische Ritter (Karl Marx) wie die Blumenkinder von gestern als regenbogenbunte und olivgr&uuml;ne Trommler von heute, denn sie wollen durchaus nicht ihre Freiheiten und Privilegien der allgemeinen gesellschaftlichen Vernunft und Notwendigkeit unterordnen.[<a href=\"#foot_14\" name=\"note_14\">14<\/a>]<\/p><p><strong>N&auml;he allen Faschismus zur mittelalterlichen Mystik<\/strong><\/p><p>Die Moralritter schreiben sich &bdquo;LinX&ldquo;, &bdquo;Antifaschist:innen&ldquo; und &bdquo;Feminist:innen&ldquo; aufs Panier und fordern den Kniefall vor ihnen und ihren geharnischten Einbildungen. Die besondere Eigenschreibung verweist auf den Bruch mit den Traditionen und die inhaltliche Umkehrung und Entleerung ins Absurde. &bdquo;Ihre Vorliebe f&uuml;r die Kreuzsymbolik aus dem Unbewussten aufsteigend dr&uuml;ckt nicht zuf&auml;llig die N&auml;he allen Faschismus zur mittelalterlich schwarzen Mystik aus.&ldquo;[<a href=\"#foot_15\" name=\"note_15\">15<\/a>]<\/p><p><strong>Hakenkreuz und US-Millionen<\/strong><\/p><p>Der bekannte &Ouml;sterreicher mit schrulligem B&auml;rtchen und Scheitel war gegen Satire und Kritik genauso &uuml;berempfindlich wie die Woken und Transen im weitesten Sinn heute. Er meinte, eine Besonderheit, n&auml;mlich ein verkannter K&uuml;nstler zu sein. Seine Begabung lag mehr darin, mit inszenierten Auftritten, gro&szlig;en Worten und Gesten andere emotional zu manipulieren und zu &uuml;berw&auml;ltigen. Der Rausch war das Werk jenes exaltierten Meisters der L&uuml;gen und des Todes im Zeichen des Hakenkreuzes. F&uuml;r die Fiktion einer vermeintlich besseren Gemeinschaft von Auserw&auml;hlten sollten die V&ouml;lker Opfer bringen, sich ihrem Willen unterwerfen und die Jugend den Krieg lieben. Das nennt man Faschismus. Der &sbquo;rot-gr&uuml;n-bunte&lsquo; Wahn ist davon nicht mehr weit entfernt.<\/p><p>Hitler schuf eine mystische Erz&auml;hlung und behauptete, von der Vorsehung, also einer &uuml;bernat&uuml;rlichen und gottgleichen Macht, an seinen Platz gestellt worden zu sein, um Deutschland zu retten. Vielmehr waren es das Finanz- und Monopolkapital und die k&auml;ufliche Presse vom Hugenberg-Konzern, die in Erwartung auf den r&auml;uberischen Krieg und den &bdquo;Lebensraum im Osten&ldquo; seine NSDAP und SA-Schl&auml;gerbanden mit Millionenspenden ausger&uuml;stet und gro&szlig; gemacht haben.<\/p><p><strong>Gr&uuml;ner Faschismus-Import aus den USA<\/strong><\/p><p>Hitlers Aufstieg hat erstaunliche Parallelen mit den Gr&uuml;nen und ihrer Ideologie, die heute wie damals den Aktion&auml;ren die Dividenden sichern. Sie entspringen beide einer lebensphilosophisch-reformerischen Ersatzreligion, die den kleinb&uuml;rgerlichen und jungurbanen Schichten die &Uuml;berlegenheit vor den arbeitenden Massen, Alten und Einheimischen garantiert sowie ein ewiges Heil und gutes Gewissen, aus denen sich konkrete Vorteile, Handlungslegitimationen und politisches Kapital schlagen lassen.[<a href=\"#foot_16\" name=\"note_16\">16<\/a>]<\/p><p>Die gr&uuml;ne Erweckungsbewegung der Gegenwart bis hoch zum Habeck-Graichen-Clan mit seinem bev&ouml;lkerungsfeindlichen Heizungsgesetz werden von angloamerikanischen Milliard&auml;ren &uuml;ber Stiftungen gef&ouml;rdert. Bereits Hitler und seine Wirtschaft, Medien und Politik bekamen gro&szlig;e Zuwendungen und freundschaftliche Unterst&uuml;tzung von US-Konzernen und der &Ouml;lindustrie, selbst w&auml;hrend des Krieges, das kann man in Werner R&uuml;gemers gerade erschienenem Buch &bdquo;Verh&auml;ngnisvolle Freundschaft&ldquo; nachlesen.[<a href=\"#foot_17\" name=\"note_17\">17<\/a>] Die Durchsetzung der imperialistischen Eigeninteressen der USA in Deutschland und Europa ist seit &uuml;ber 100 Jahren das Ziel. So bezahlt ausgerechnet die milliardenschwere &Ouml;l-Erbin Aileen Getty die erw&auml;hnte gr&uuml;ne &bdquo;Extinction Rebellion (XR)&ldquo;.[<a href=\"#foot_18\" name=\"note_18\">18<\/a>]<\/p><p>Die Klimaaktivisten der selbst ernannten Philanthropin werden von den staatlichen Zwangsmedienanstalten geh&auml;tschelt und von der Justiz nachsichtig behandelt. Klimakleber werben sogar mit Vortr&auml;gen an Polizeischulen.[<a href=\"#foot_19\" name=\"note_19\">19<\/a>] Dergleichen Wohlwollen und vorauseilenden Gehorsam des Staates gegen&uuml;ber dem faschistischen Terror gab es schon einmal in der Weimarer Republik, w&auml;hrend Arbeiter und Kommunisten von der Reaktion niedergemetzelt wurden.<\/p><p><strong>Vorliebe f&uuml;r mystisch aufgeladene Farben, Formen und Zeichen<\/strong><\/p><p>Auch die Vorliebe f&uuml;r die gleichen faschistischen Farben auf den Fahnen, das Schwarz-Wei&szlig;-Rot des preu&szlig;ischen Militarismus, ist kein Zufall. Die &sbquo;Antifa&lsquo;, die den guten Namen des Antifaschismus abscheulich missbraucht, hat dieselbe faschistische Farbgebung und die (hoffentlich) &sbquo;Letzte Generation&lsquo; der h&ouml;heren B&uuml;rgert&ouml;chter und B&uuml;rgers&ouml;hne mit ihrem schwarzen Herzen (!) vor wei&szlig;-roter Umrandung auch.<\/p><p>Die Pr&auml;ferenz f&uuml;r mystisch aufgeladene, faschistische und reaktion&auml;re Farben, Formen und Zeichen steigt dem absinkenden &sbquo;linken&lsquo; und &sbquo;gr&uuml;nen&lsquo; Rand des B&uuml;rger- und Kleinb&uuml;rgertums aus dem Unbewussten auf. Ihre elit&auml;ren Helden wie Musk mit dem schwarz-wei&szlig;en &bdquo;X&ldquo; in faschistisch strenger &Auml;sthetik kn&uuml;pfen an okkulte Moden und Machtfantasien abstrakter und entleerter Menschen an.<\/p><p>Die extremistischen US-Sch&ouml;pfungen von &sbquo;Antifa&lsquo; bis &sbquo;XR&lsquo; tendieren zum &sbquo;rot-gr&uuml;n-bunten&lsquo; Terror, um ihre politisch r&uuml;ckw&auml;rtsgewandten Ziele gegen die breite Bev&ouml;lkerung und Andersdenkende durchzusetzen. Die eigens&uuml;chtige Rettung ihrer geschichtlich &uuml;berholten Existenz als kleinb&uuml;rgerliche Klassenfraktion tarnt sich als die Rettung der Welt, des Klimas und der Fl&uuml;chtlinge. Dadurch k&ouml;nnen sie sich selbst f&uuml;r den Preis wachsender gesellschaftlicher Unvernunft als gesellschaftliche Handlungssubjekte setzen. Die Pseudorealit&auml;t &bdquo;X&ldquo;, in die sich der Westen hineinsteigert, wird monstr&ouml;s und immer absurder. Der allen an die Wand gemalte Untergang ist ihr eigener.<\/p><p><strong>Die sch&auml;rfste Waffe gegen den Faschismus: Chaplins &bdquo;XX&ldquo;-Satire<\/strong><\/p><p>Charlie Chaplin hat gegen die Faschisten und ihre Anstifter eine der sch&auml;rfsten ideologischen Waffen geschmiedet, die es gibt. Er drehte &bdquo;Der Gro&szlig;e Diktator&ldquo;, nahm die ihnen eigenen &Uuml;bertreibungen aufs Korn und gab sie schonungslos der L&auml;cherlichkeit preis. Er paraphrasierte und inflationierte ihre Symbolik zur Satire, machte aus dem einen Kreuz zwei &bdquo;XX&ldquo;, die &uuml;berall und st&auml;ndig erscheinen, selbst auf dem M&uuml;lleimer &ndash; ein Hinweis, wo sie hingeh&ouml;ren.[<a href=\"#foot_20\" name=\"note_20\">20<\/a>]<\/p><p>Chaplin h&auml;tte heute unendlich viel Stoff &ndash; von den Impfw&uuml;tigen &uuml;ber die Klimakleber und Hitzever&auml;ngstigten bis zur &sbquo;kulturellen Bereicherung&lsquo; durch Migranten und Muslime. Zur Kr&auml;ftigung der Lachmuskeln k&ouml;nnte er einen Kassenschlager nach dem anderen auf Politkasperle wie Scholz, Baerbock und Lauterbach produzieren, wenn es nicht so ernst w&auml;re und Deutschland und seine normale Bev&ouml;lkerung auf ein neues nationales Desaster zusteuerten.<\/p><p>Diese ist jedoch seit dem Terrorangriff auf die Nordstream-Gasleitungen und damit dem Niederrei&szlig;en eines der wirtschaftlichen Grundpfeiler des deutschen Exportmodells, das sich auf billige Energie aus Russland st&uuml;tzte, gef&auml;hrlich ins Wanken geraten und mit ihr jenes Reich der Illusionen, verlogenen Versprechen und falschen Geschenke. Schmerzliche Ern&uuml;chterung vom gro&szlig;en Rausch der Freiheit und des Wohlstands macht sich breit. Es geht nicht mehr auf Kosten anderer. Das Ende der bisherigen Erz&auml;hlungen und ihrer politischen Eliten kommt in Sicht.<\/p><p>Wenn dem Volk die aberwitzige Rechnung serviert wird und sein K&uuml;hlschrank leer und die Heizung kalt bleiben, wird es an den einf&auml;ltigen Gro&szlig;en, ihren Kopflangern und Kultobjekten keinen Gefallen mehr finden. Dann ist der Bart ab, und es l&auml;sst sich partout kein X mehr f&uuml;r ein U vormachen.<\/p><p><em>Leserbriefe zu diesem Beitrag <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103413\">finden Sie hier<\/a>.<\/em><\/p><p>Titelbild: kovop \/ Shutterstock<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] Barbara Ortutay, Elon Musk wants to offer Americans an &lsquo;everything app&rsquo; like China&rsquo;s WeChat. One hurdle? Habits, <em>Fortune<\/em> v. 15. Oktober 2022, https:\/\/fortune-com.translate.goog\/2022\/10\/15\/elon-musk-twitter-everything-app-xwechat-america-china\/?_x_tr_sl=auto&amp;_x_tr_tl=de&amp;_x_tr_hl=de&amp;_x_tr_hist=true, 31. Juli 2023.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] Artikel &bdquo;Extinction symbol&ldquo;, in: <em>Wikipedia<\/em>, <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Extinction_symbol\">https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Extinction_symbol<\/a>, 08. August 2023.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] Ebd.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] Jens Schubert, Ein anderes &rsquo;68. Die Studentenunruhen in Leipzig 1768, K&ouml;ln 2022.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] Vgl. ebd., S. 328.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] Ebd., S. 601.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] Vgl. ebd., S. 191 u. 302.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>] Moritz Cruciger, Leipzig im Profil, Solothurn 1799, S. 264-266, zit. n. Schubert 2022, S. 326.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_9\" name=\"foot_9\">&laquo;9<\/a>] Vgl. ebd., S. 219.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_10\" name=\"foot_10\">&laquo;10<\/a>] Ebd., S. 309.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_11\" name=\"foot_11\">&laquo;11<\/a>] Vgl. ebd., S. 92.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_12\" name=\"foot_12\">&laquo;12<\/a>] Heinrich Heine, Werke, Bd. 4: Franz&ouml;sische Zust&auml;nde &ndash; Die romantische Schule, 3. Buch I; Schubert 2022, S. 34.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_13\" name=\"foot_13\">&laquo;13<\/a>] Vgl. ebd., S. 35.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_14\" name=\"foot_14\">&laquo;14<\/a>] Vgl. Karl Marx, Marx-Engels-Werke (MEW), Bd. 1, S. 47 f.; vgl. Schubert 2022, S. 334 f.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_15\" name=\"foot_15\">&laquo;15<\/a>] Schubert 2022, S. 31.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_16\" name=\"foot_16\">&laquo;16<\/a>] Ebd., S. 29 u. 31.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_17\" name=\"foot_17\">&laquo;17<\/a>] Werner R&uuml;gemer, Verh&auml;ngnisvolle Freundschaft. Wie die USA Europa eroberten, K&ouml;ln 2023, S. 176-178 u. 199-218.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_18\" name=\"foot_18\">&laquo;18<\/a>] Aaron Baumgart, Ausgerechnet eine &Ouml;l-Erbin steckt den Klimaklebern haufenweise Geld zu, <em>Focus online<\/em> v. 05. Januar 2023, <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/panorama\/letzte-generation-ausgerechnet-oel-erbin-steckt-den-klima-kleberngeld-zu_id_182037211.html\">https:\/\/www.focus.de\/panorama\/letzte-generation-ausgerechnet-oel-erbin-steckt-den-klima-kleberngeld-zu_id_182037211.html<\/a>, 08. August 2023.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_19\" name=\"foot_19\">&laquo;19<\/a>] Hagen Stegm&uuml;ller \/ Robin M&uuml;hlebach, Klima-Kleber machen Werbung vor Polizei-Sch&uuml;lern, <em>BILD<\/em> v. 22. August 2023, <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/regional\/stuttgart\/stuttgart-aktuell\/aerger-um-vortrag-was-machen-klima-chaoten-an-derpolizei-hochschule-85122492.bild.html\">https:\/\/www.bild.de\/regional\/stuttgart\/stuttgart-aktuell\/aerger-um-vortrag-was-machen-klima-chaoten-an-derpolizei-hochschule-85122492.bild.html<\/a>, 23. August 2023.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_20\" name=\"foot_20\">&laquo;20<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=tVLQ8lNd1Pk\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=tVLQ8lNd1Pk<\/a>, 08. August 2023.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die extreme Linke nennt sich &bdquo;LinX&ldquo;, neuerdings sogar &bdquo;LinXX&ldquo;. Twitter wurde gerade in &bdquo;X&ldquo; umbenannt. Die gr&uuml;ne &bdquo;Extinction Rebellion&ldquo; (&bdquo;XR&ldquo;) will ihr &bdquo;X&ldquo; als Aussterbesymbol und Sanduhr verstanden wissen. Die fetischisierte &bdquo;X&ldquo;-Welt ist oft die des sch&ouml;nen Scheins und der hehren Ideale. Wer jedoch die Gesellschaft der kopfstehenden &bdquo;X&ldquo;-Welt mit der Wirklichkeit konfrontiert und sich<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103180\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":103181,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,126,201,123,205],"tags":[3041,1945,909,1865,1163,1310],"class_list":["post-103180","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-erosion-der-demokratie","category-ideologiekritik","category-kampagnentarnworteneusprech","category-neoliberalismus-und-monetarismus","tag-cancel-culture","tag-faschismus","tag-kapitalismus","tag-meinungsfreiheit","tag-meinungspluralismus","tag-sponsoring"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/shutterstock_2336739441.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/103180","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=103180"}],"version-history":[{"count":15,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/103180\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":103475,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/103180\/revisions\/103475"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/103181"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=103180"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=103180"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=103180"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}