{"id":103216,"date":"2023-09-01T16:30:15","date_gmt":"2023-09-01T14:30:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103216"},"modified":"2023-09-01T16:08:59","modified_gmt":"2023-09-01T14:08:59","slug":"hinweise-des-tages-ii-598","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103216","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103216#h01\">Sie f&uuml;rchten Kriegsm&uuml;digkeit &ndash; und Wahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103216#h02\">&raquo;Eine Nachkriegsordnung ist nicht ohne oder gar gegen Russland m&ouml;glich&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103216#h03\">Pl&auml;doyer f&uuml;r eine behutsame De-Industrialisierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103216#h04\">Schuldenbremse: Ein Scheitern mit Ansage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103216#h05\">&Ouml;konom rechnet mit Meseberg-Gesetz ab: &bdquo;Dem Niedergang wird tatenlos zugesehen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103216#h06\">Schwache Konjunktur: Zahl der Arbeitslosen im August weiter gestiegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103216#h07\">Wie die Propaganda das ukrainische Kanonenfutter in Deutschland rettet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103216#h08\">Anschl&auml;ge auf Nord Stream: Warum die Bundesregierung Aufkl&auml;rung zu vernebeln scheint?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103216#h09\">Zeitenwende an den Unis: Nun soll auch dort das Milit&auml;r Einzug halten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103216#h10\">D&uuml;rre in Syrien: Die Kinder tragen die Wasserlast<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103216#h11\">Von der Leyens Vorschlag: Ein Klimakommissar von Shell<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103216#h12\">Droht ein Praxissterben?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103216#h13\">Schutz vor Coronavirus und Grippe Dahmen r&auml;t zu Masken im Gesundheitsbereich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103216#h14\">Faktencheck der ZEIT-Retrospektive zum &ldquo;Sturm auf den Reichstag&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Sie f&uuml;rchten Kriegsm&uuml;digkeit &ndash; und Wahlen<\/strong><br>\nIn der EU breitet sich Kriegsm&uuml;digkeit aus. Zum Antikriegstag am 1. September sollte dies eigentlich eine gute Nachricht sein. Doch die EU-Au&szlig;enpolitiker sehen das v&ouml;llig anders &ndash; sie bauen vor, damit die Ukraine weiter gegen Russland k&auml;mpfen kann, auch nach den Wahlen 2024.<br>\nDass es die &bdquo;war fatigue&ldquo;, die Kriegsm&uuml;digkeit gibt, war beim Treffen der EU-Au&szlig;enminister in Toledo ein offenes Geheimnis. &bdquo;Ich sp&uuml;re, dass es eine Erm&uuml;dung gibt, dass einige L&auml;nder ersch&ouml;pft sind&ldquo;, sagte der litauische Au&szlig;enminister Landsbergis.<br>\nDass die Kriegsm&uuml;digkeit begr&uuml;ndet ist, liegt auf der Hand. Die ukrainische Gegenoffensive stockt, bei der Rekrutierung der Soldaten herrschen Willk&uuml;r und Korruption, immer mehr M&auml;nner suchen sich der Zwangsrekrutierung zu entziehen.<br>\nGrund zu Sorge hat man auch im Westen. Bei der Europawahl im Juni 2024 k&ouml;nnte die M&uuml;digkeit in Protest oder &bdquo;Populismus&ldquo; umschlagen, da die etablierten Parteien keine Alternative zum Kriegskurs bieten. Sie weigern sich sogar, dar&uuml;ber zu diskutieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/sie-sprechen-von-kriegsmuedigkeit\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&raquo;Eine Nachkriegsordnung ist nicht ohne oder gar gegen Russland m&ouml;glich&laquo;<\/strong><br>\nMan muss kein Verst&auml;ndnis f&uuml;r den au&szlig;enpolitischen Kurs Russlands haben &ndash; aber verstehen, wie dieses gro&szlig;e Land in Osteuropa tickt, sollte man schon.<br>\nDenn nur das Verstehen macht eine L&ouml;sung in Konfliktsituation greifbar. Eben auch im Ukrainekrieg. Dar&uuml;ber und warum Ihre B&uuml;cher nun &ndash; ab kommenden Montag &ndash; beim Westend Verlag erscheinen, hat sich Roberto De Lapuente mit der Journalistin und Russlandkennerin Gabriele Krone-Schmalz unterhalten.<br>\nDe Lapuente: Liebe Frau Krone-Schmalz, Ihre B&uuml;cher &raquo;Russland verstehen?&laquo; und &raquo;Eiszeit&laquo; waren zuletzt ohne Verlagsheimat. Was ist geschehen?<br>\nKrone-Schmalz: Nach Kriegsausbruch haben der Beck-Verlag und ich bef&uuml;rchtet, dass die Titel, vor allem die Untertitel Gef&uuml;hle verletzen oder zynisch wirken k&ouml;nnten. (&raquo;Der Kampf um die Ukraine und die Arroganz des Westens&laquo; und &raquo;Wie Russland d&auml;monisiert wird und warum das so gef&auml;hrlich ist&laquo;) Deshalb haben wir beschlossen, diese beiden Titel vor&uuml;bergehend aus dem Verkehr zu ziehen. Nach den weiteren Entwicklungen bin ich allerdings der Meinung, dass sie &ndash; erg&auml;nzt um ein weiteres Kapitel &ndash; f&uuml;r das Verstehen der Gesamtsituation hilfreich sind. Und der Westend Verlag hat das genauso gesehen.<br>\nDe Lapuente: &raquo;Russland verstehen&laquo; also &ndash; wer das m&ouml;chte, wird schnell in eine Schublade gesteckt. W&auml;re es aber nicht wichtig zu verstehen, wie dieses gro&szlig;e Land in Osteuropa tickt, um dessen au&szlig;enpolitischen Motive nachzuvollziehen?<br>\nKrone-Schmalz: &raquo;Verstehen&laquo; ist nicht identisch mit &raquo;Verst&auml;ndnis haben&laquo;. Eigentlich simpel. Ich muss Zusammenh&auml;nge verstehen, im Sinne von begreifen, um intelligent und sinnvoll handeln zu k&ouml;nnen. Wenn ich die Dinge nicht verstehe, kann ich f&uuml;r Schwierigkeiten und Probleme keine tragf&auml;higen L&ouml;sungen finden und riskiere zudem unn&ouml;tige Fehler zu machen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/dialog\/eine-nachkriegsordnung-ist-nicht-ohne-oder-gar-gegen-russland-moeglich\/\">Overton Magazin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Pl&auml;doyer f&uuml;r eine behutsame De-Industrialisierung<\/strong><br>\nIn der hitzigen Debatte &uuml;ber eine drohende De-Industrialisierung sind beide Extrempositionen gef&auml;hrlich. Deutschland hat allen Grund, sich um seine Industrie zu sorgen. Aber eine behutsame De-Industrialisierung sollte zugelassen werden.<br>\nDie Sorge um die Zukunft der deutschen Industrie ist berechtigt. Eine schockartige, eruptive De-Industrialisierung Deutschlands w&auml;re zweifellos katastrophal. Von den Energiepreisschocks seit Ausbruch des Ukraine-Kriegs war die ohnehin schon pandemiebedingt strauchelnde Wirtschaft hierzulande &uuml;berdurchschnittlich betroffen. Die deutsche Industrie weist einen ausgepr&auml;gten Energiehunger auf. Der Gasanteil am Energiemix ist zwar nicht exzeptionell hoch, aber Deutschland hatte sich mehr als andere auf sichere Lieferungen aus Russland verlassen. Entsprechend schnell erfolgten Produktionseinbr&uuml;che in den energieintensivsten Bereichen, insbesondere in der chemischen Industrie. Weitere Herausforderungen wie der vom amerikanischen Inflation Reduction Act angesto&szlig;ene Subventionswettlauf und die scharfe EZB-Zinspolitik traten und treten weiterhin hinzu.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/27-2023\/pladoyer-fur-eine-behutsame-de-industrialisierung\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Schuldenbremse: Ein Scheitern mit Ansage<\/strong><br>\nSchuldenbremse ist eine &ouml;konomische Fehlkonstruktion. Mit ihrer Blindheit gegen&uuml;ber Investitionen wird sie den Anforderungen der Zukunft nicht gerecht. Da eine Abschaffung kaum absehbar ist, muss die Landesregierung &uuml;ber einen Investitionsfonds daf&uuml;r sorgen, dass in Niedersachsen wieder mehr investiert wird, meint das #schlaglicht 28\/2023.<br>\nVor Kurzem hat die Wochenzeitung The Economist in zwei Artikeln die &ouml;konomische Lage in der Bundesrepublik analysiert. Dabei hat sich das renommierte Blatt &ndash; linker Tendenzen eher unverd&auml;chtig &ndash; unter anderen auch mit der Schuldenbremse besch&auml;ftigt. Das Urteil fiel deftig aus: Von einem &bdquo;Fetisch&ldquo; und einer &bdquo;Neigung zur Selbstverletzung&ldquo;, die eine marode Infrastruktur mit verstopften Stra&szlig;en, einer unterfinanzierten Bahn und einem geringen Breitbandausbau zu verantworten haben, war die Rede. Ein Weckruf aus dem Ausland, der Konsequenzen nach sich ziehen sollte.<br>\nDenn die Geschichte der Schuldenbremse ist die Geschichte einer &ouml;konomischen Fehlkonstruktion. Solange die Konjunktur l&auml;uft, fallen die Probleme zwar geringer aus, weil damit auch die Steuereinnahmen steigen und der Staat seinen finanziellen Aufgaben besser nachkommen kann. Wenn die wirtschaftliche Dynamik jedoch nachl&auml;sst und mehr Ausgaben zum Gegensteuern gefragt w&auml;ren, verbietet der gesetzliche Hemmschuh ausgerechnet diese Gegenreaktion und tr&auml;gt damit zu einer Vertiefung der Krise bei. Das kleine Einmaleins der Wirtschaftspolitik wird ad absurdum gef&uuml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/niedersachsen.dgb.de\/schlaglicht\/++co++9f06f900-4733-11ee-b7a9-001a4a160123\">DGB Niedersachsen #schlaglicht<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&Ouml;konom rechnet mit Meseberg-Gesetz ab: &bdquo;Dem Niedergang wird tatenlos zugesehen&ldquo;<\/strong><br>\nIn Meseberg legt die Bundesregierung nur kleine Wirtschaftsreformen vor. &Ouml;konomen warnen vor langer Krise und Ansteckungsgefahr f&uuml;r die EU.<br>\nDie deutsche Wirtschaft rutscht tiefer in die Krise. Laut der j&uuml;ngsten Konjunkturprognose des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) wird sich die Rezession bis zum Jahresende verst&auml;rken. Das Bruttoinlandsprodukt werde um fast 0,5 Prozent niedriger ausfallen als im Vorjahr, denn Deutschland bef&auml;nde sich in einer &bdquo;Schockstarre&ldquo;. Weil die deutschen Unternehmen besonders von den globalen Schwankungen betroffen seien, bek&auml;men sie die weltweiten Probleme in diesem Jahr umso h&auml;rter zu sp&uuml;ren. [&hellip;]<br>\nKern der wirtschaftlichen Misere seien die immer noch zu hohen Energiepreise, erkl&auml;rte IW-Pr&auml;sident Michael H&uuml;ther. Deshalb m&uuml;sse die Bundesregierung die Stromsteuer auf das europ&auml;ische Mindestniveau absenken und die Netzentgelte reformieren. Der Kanzler solle seinen Widerstand gegen den staatlich gedeckelten Industriestrompreis aufgeben, der Solidarit&auml;tszuschlag m&uuml;sse endg&uuml;ltig abgeschafft und Anreize wie eine &bdquo;Investitionspr&auml;mie&ldquo; und das Wachstumschancengesetz auf den Weg gebracht werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/bundesregierung-hilflos-in-meseberg-dem-niedergang-wird-tatenlos-zugesehen-li.383310\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Schwache Konjunktur: Zahl der Arbeitslosen im August weiter gestiegen<\/strong><br>\nDie Konjunkturflaute treibt die Arbeitslosenzahl auch im August weiter nach oben &ndash; 2,696 Millionen Menschen hatten laut offiziellen Zahlen keinen Job. Der Arbeitsmarkt sei dennoch in einer &ldquo;soliden Grundverfassung&rdquo;, erkl&auml;rte die Bundesagentur.<br>\nDie Zahl der Arbeitslosen in Deutschland hat im August weiter zugenommen. Die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit verzeichnete 2,696 Millionen Arbeitslose. Das seien etwa 79.000 mehr als im Juli und 148.000 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Punkte auf 5,8 Prozent.<br>\n&ldquo;Die Sommerpause und die schwache Konjunktur hinterlassen ihre Spuren auf dem Arbeitsmarkt&rdquo;, sagte die Chefin der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA), Andrea Nahles. Dennoch befinde sich der Arbeitsmarkt weiterhin in einer &ldquo;soliden Grundverfassung&rdquo;, erl&auml;uterte sie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/konjunktur\/arbeitslosenzahlen-august-100.html\">tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wie die Propaganda das ukrainische Kanonenfutter in Deutschland rettet<\/strong><br>\nSchon eigenartig, dass deutsche Politiker gleichzeitig betonen, die Ukraine k&auml;mpfe auch f&uuml;r die deutsche Freiheit, und gleichzeitig eine Viertelmillion ukrainischer M&auml;nner in Deutschland belassen. Und dass nicht einmal die ewigen Forderer in Kiew etwas anderes verlangen. [&hellip;]<br>\nTheoretisch k&ouml;nnte also eine der sonst so lautstarken F&uuml;hrungsgestalten in Kiew, die stetig neue Waffenlieferungen fordern, diese Forderungen um das fehlende Kanonenfutter erweitern. Wenn inzwischen der Nachschub an Personal so knapp ist wie der an Granaten, w&auml;re das logisch. Aber es geschieht nicht. Warum?<br>\nAn der &uuml;berragenden Humanit&auml;t des Westens kann es nicht liegen. Die Ukrainer, die gerade in der Steppe verbluten, um zum zehnten Mal ein zerst&ouml;rtes, bedeutungsloses Dorf zu erst&uuml;rmen, unterscheidet einzig der Aufenthaltsort von jenen Ukrainern, die in Deutschland sind. Und vielleicht noch das Verm&ouml;gen &ndash; schlie&szlig;lich ist selbst diese Fahrt nicht umsonst, und an der ukrainischen Grenze d&uuml;rften schon fr&uuml;h Schmiergelder erforderlich gewesen sein. Was bedeutet, diejenigen, die in Deutschland sind, sind vermutlich etwas wohlhabender als jene, die in der Ukraine sind. Der Kontostand ist aber keine Rechtskategorie. Und das Schicksal des Kanonenfutters in der Ukraine interessiert in Deutschland auch nicht wirklich.<br>\nDas Problem ist eher ein propagandistisches. So widerspr&uuml;chlich es ist, M&auml;nner in Deutschland unterzubringen, die nach den Aussagen deutscher Politiker eigentlich die Freiheit des Westens verteidigen sollen &ndash; w&uuml;rde man sie in ihre Heimat zur&uuml;ckschicken, w&auml;re das nicht folgenlos. Denn auch wenn das Regierungshandeln weder in Deutschland noch in der Ukraine nicht einmal ansatzweise etwas mit Mitgef&uuml;hl zu tun hat, es war der Appell an das Mitgef&uuml;hl, der genutzt wurde, um die Deutschen dazu zu bekommen, den Krieg der Ukraine zu unterst&uuml;tzen. Die Fl&uuml;chtlinge von dort waren daf&uuml;r das willkommene Hilfsmittel; so &auml;hnlich war es bereits mit Bosnien gelaufen, und vermutlich mit Syrien beabsichtigt. Unterschwellig wird zus&auml;tzlich an die Sorge appelliert, es k&ouml;nnten noch mehr kommen, wenn die Ukraine verliert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/freeassange.rtde.live\/meinung\/179457-wie-propaganda-ukrainische-kanonenfutter-in\/\">Dagmar Henn auf RT DE<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Anschl&auml;ge auf Nord Stream: Warum die Bundesregierung Aufkl&auml;rung zu vernebeln scheint?<\/strong><br>\nBundesanwaltschaft und Medien favorisieren die ukrainische Spur mit der Jacht Andromeda &ndash; eine Ablenkung?<br>\nMittlerweile scheint es zu gelingen, die offiziell unaufgekl&auml;rten Anschl&auml;ge auf die Nord Stream-Pipelines aus der &Ouml;ffentlichkeit verschwinden zu lassen. Zuletzt kamen nach Vermutungen von Seymour Hersh auf der Grundlage eines Informanten aus US-Geheimdienstkreisen, dass die USA, letztlich Pr&auml;sident Biden, f&uuml;r die Anschl&auml;ge verantwortlich seien, weitere Versionen auf. Sie gingen Richtung Ukraine, aber auch das f&uuml;r alle Beschuldigungen stets zur Verf&uuml;gung stehende Russland als S&uuml;ndenbock kam nat&uuml;rlich ins Visier, weil russische Milit&auml;rschiffe in der N&auml;he der Anschlagstellen unterwegs gewesen sein sollen oder weil die Russen eine falsche Spur gelegt h&auml;tten.<br>\nVon Anfang an wurden die Ermittlungen &uuml;ber die T&auml;ter des Anschlags auf eine wichtige Energieinfrastruktur Deutschlands verschleppt, musste man den Eindruck gewinnen, obgleich Bundeskanzler Scholz immer wieder versprach, die Schuldigen zu ermitteln und zu bestrafen. Gemeinsame Ermittlungen von Deutschland, Schweden und D&auml;nemark kamen schnell zum Erliegen. Angesichts des Anschlags kam man zwar kaum umhin, von einem staatlichen Akteur zu sprechen. Aber dann tauchte in den Medien pl&ouml;tzlich im M&auml;rz 2023 ein Hinweis auf Ermittlungen der Bundesanwaltschaft auf, die eine ukrainische Spur verfolgen w&uuml;rde, ganz ohne staatlichen Hintergrund, vor allem was die Ukraine betrifft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/top-story\/anschlaege-auf-nord-stream-warum-die-bundesregierung-aufklaerung-zu-vernebeln-scheint\/\">Overton Magazin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Zeitenwende an den Unis: Nun soll auch dort das Milit&auml;r Einzug halten<\/strong><br>\nForschungsministerin Bettina Stark-Watzinger stellt explizit die sogenannte Zivilklausel zur Disposition, also die Selbstverpflichtung der Universit&auml;ten, nur f&uuml;r zivile Zwecke zu forschen<br>\nEine heilige Kuh in der deutschen Wissenschaft ist die fein s&auml;uberliche Trennung von Grundlagen- und Anwendungsforschung. Das hat historische Gr&uuml;nde, denn nach der Verstrickung der Wissenschaft in die rassistische und expansive Politik der Nationalsozialisten hatten die Alliierten &ndash; und insbesondere die USA &ndash; nach dem Krieg gro&szlig;es Interesse daran, zu verhindern, dass sich deutsche Forschung noch einmal dem Milit&auml;r dienstbar machte. Gleichwohl sahen sie die Forschungsleistung der Deutschen f&uuml;r den Aufbau Westeuropas als so relevant an, dass sie f&uuml;r gute Bedingungen f&uuml;r die Grundlagenforschung sorgten. Forthin gerierte sich die Wissenschaft in der Bundesrepublik politikfern. Der Einsatz f&uuml;r Frieden oder Abr&uuml;stung konnte eine Karriere beenden.<br>\nIn einem k&uuml;rzlich in der FAZ erschienenen Beitrag nimmt Forschungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) die Wissenschaft nun aber in ungewohnter Deutlichkeit politisch in die Pflicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/ulrike-baureithel\/zeitenwende-an-den-unis-nun-soll-auch-dort-das-militaer-einzug-halten\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>D&uuml;rre in Syrien: Die Kinder tragen die Wasserlast<\/strong><br>\nIn Syrien macht Trockenheit den Menschen zu schaffen und Krankheiten breiten sich aus. T&auml;gliches Wasserholen pr&auml;gt besonders das Leben der Kleinsten.<br>\nMit gro&szlig;en Plastikbeh&auml;ltern unter dem Arm gesellt sich Muhammad in die Schlange zu einigen Kindern und Frauen. Der Zehnj&auml;hrige wartet, dass er an der Reihe ist, seine Beh&auml;lter aus den Wassertanks zu f&uuml;llen, die im Hof einer Notunterkunft in Hassakeh aufgestellt sind. Die Stadt im Nordosten Syriens ist die wohl durstigste des Landes. Mehr als eine Million Menschen in Hassakeh und Umgebung leiden unter Wassermangel. Die Lasten tragen vor allem die Kinder. Das Wasser, das sie tagein, tagaus in ihre Plastikbeh&auml;lter f&uuml;llen, wiegt oftmals mehr als sie selbst.<br>\nMuhammad richtet seine Augen zum Himmel und seufzt. Er hat es eilig: &bdquo;Ich habe Hunger&ldquo;, sagt er, &bdquo;meine Mutter wartet, dass ich Wasser bringe, damit sie Essen zubereiten kann.&ldquo; Mit seinen Eltern und zwei Schwestern ist Muhammad aus Ras al-Ain an der Grenze zur T&uuml;rkei vertrieben worden. Die T&uuml;rkei und prot&uuml;rkische syrische Gruppen hatten im Oktober 2019 eine Milit&auml;r&shy;ope&shy;ra&shy;tion auf der syrischen Seite der Grenze gestartet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Duerre-in-Syrien\/!5920711\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Von der Leyens Vorschlag: Ein Klimakommissar von Shell<\/strong><br>\nDie Pr&auml;sidentin der EU-Kommission schl&auml;gt als neuen Ressortleiter f&uuml;r die Klimapolitik einen Parteifreund und ehemaligen Mitarbeiter eines &Ouml;lkonzerns vor.<br>\nMit dem Abgang von Frans Timmermans, der in den Niederlanden bei den kommenden Wahlen als Spitzenkandidat eines B&uuml;ndnisses seiner Sozialdemokraten mit den dortigen Gr&uuml;nen antritt, ist der Posten des EU-Kommissars f&uuml;r Klimafragen vakant. Timmermans war unter anderem f&uuml;r die Ausarbeitung der Klimaschutzpolitik der EU und f&uuml;r die Verhandlungen auf den j&auml;hrlichen UN-Klimakonferenzen verantwortlich.<br>\nNun hat Kommissionspr&auml;sidentin Ursula von der Leyen (CDU) den niederl&auml;ndischen Christdemokraten Wopke Hoekstra als Nachfolger vorgeschlagen, nach dem dieser von der niederl&auml;ndischen Regierung nominiert worden war. Hoekstra ist derzeit in Den Haag stellvertretender Premierminister und Au&szlig;enminister.<br>\nLaut seinem offiziellen Lebenslauf hat Hoekstra von 2002 bis 2004 f&uuml;r den &Ouml;lkonzern Shell und danach bis 2017 f&uuml;r den weltweit t&auml;tigen Unternehmensberater McKinsey gearbeitet. Letzteres hielt ihn allerdings nicht davon ab, sich in den niederl&auml;ndischen Senat w&auml;hlen zu lassen. Im Lobbyismus scheint der Kandidat also bestens ge&uuml;bt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Von-der-Leyens-Vorschlag-Ein-Klimakommissar-von-Shell-9288773.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Droht ein Praxissterben?<\/strong><br>\n&Auml;rztefunktion&auml;re beklagen einen wirtschaftlichen Notstand von Arztpraxen. Doch die Probleme liegen woanders: in den veralteten Versorgungsstrukturen und einer vernachl&auml;ssigten ambulanten Grundversorgung.<br>\nBerichte &uuml;ber angeblich vor dem Ruin stehende Arztpraxen f&uuml;llen das Sommerloch in den Medien. &Auml;rztefunktion&auml;re warnen vor einem &bdquo;Praxissterben&ldquo;, obwohl es daf&uuml;r keine wirklichen Anhaltspunkte gibt. Es ist ein sich j&auml;hrlich wiederholendes Ritual: Die Kassen&auml;rztliche Bundesvereinigung (KBV) und der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-SV) m&uuml;ssen sich bis Ende August auf einen Orientierungswert f&uuml;r die Anhebung der von der GKV an die regionalen Kassen&auml;rztlichen Vereinigungen (KV) zu entrichtenden Budgets des kommenden Jahres einigen. Das ist wie bei Tarifverhandlungen mit ger&auml;uschvollen Kampagnen verbunden.<br>\nSie werden untermalt mit Reportagen &uuml;ber lange Wartezeiten und &uuml;berf&uuml;llte Arztpraxen. Diese Probleme haben ihre Wurzeln aber nicht in einer Sparwut der Krankenkassen, sondern in Strukturm&auml;ngeln der &auml;rztlichen Versorgung, f&uuml;r die auch die konservative Standespolitik von &Auml;rzteverb&auml;nden verantwortlich ist. Auf jeden Fall kann von einer allgemeinen Unterfinanzierung der &auml;rztlichen Versorgung im GKV-System keine Rede sein. Dort wird gutes Geld verdient, das allerdings nicht leistungsgerecht auf die Praxen verteilt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/27-2023\/droht-ein-praxissterben\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Schutz vor Coronavirus und Grippe Dahmen r&auml;t zu Masken im Gesundheitsbereich<\/strong><br>\nIm Herbst mehren sich die Grippef&auml;lle, und auch die Zahl der Corona-Erkrankungen ist zuletzt auf niedrigem Niveau gestiegen. Der Gr&uuml;nen-Gesundheitsexperte Dahmen pl&auml;diert daher daf&uuml;r, in Pflegeeinrichtungen oder Kliniken wieder eine Schutzmaske zu tragen.<br>\nDer gesundheitspolitische Sprecher der Gr&uuml;nen-Bundestagsfraktion, Janosch Dahmen, hat empfohlen, im Herbst wieder Masken zu tragen. &ldquo;Um sich vor akuten Atemwegserkrankungen zu sch&uuml;tzen, kann es auch in diesem Herbst sinnvoll sein, in Pflegeeinrichtungen, Kliniken und anderen Teilen des Gesundheitswesens eine Schutzmaske zu tragen&rdquo;, sagte Dahmen dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/gesellschaft\/dahmen-corona-masken-100.html\">tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Masken sch&uuml;tzen nicht vor Corona-Viren, das m&uuml;sste Dahmen bekannt sein. Die Viren werden haupts&auml;chlich &uuml;ber Aerosole &uuml;bertragen, die sich durch Masken nicht aufhalten lassen &ndash; anders als Tr&ouml;pfchen. Unverst&auml;ndlich, dass der Arzt Dahmen solchen Unsinn erz&auml;hlt und die ARD das auch noch abdruckt. Ist halt Qualit&auml;tsjournalismus.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Faktencheck der ZEIT-Retrospektive zum &ldquo;Sturm auf den Reichstag&rdquo;<\/strong><br>\nZw&ouml;lf Autoren waren an der vierseitigen ZEIT-Titelstory zum &ldquo;Sturm auf den Reichstag&rdquo; beteiligt, anl&auml;sslich des dritten Jahrestags des Ereignisses. Ein Kommentar und Faktencheck. [&hellip;]<br>\nEin neuer Leitartikel der ZEIT Online zum &ldquo;Sturm auf den Reichstag&rdquo; ist erschienen &ndash; der Versuch einer Geschichtsschreibung &uuml;ber das Ereignis. Eine sorgf&auml;ltige Hintergrundrecherche stand dabei augenscheinlich nicht im Vordergrund. Stattdessen st&uuml;tzt sich der Artikel auf quasi-heroische Interviews mit den gef&auml;hrlichen Reichstagsst&uuml;rmern: Es wird berichtet, man habe 133 Beteiligte des Reichstagssturmes kontaktiert, die sich mithilfe der Antifa-nahen Recherchegruppe Friedensdemo Watch identifizieren lie&szlig;en. Von diesen 133 h&auml;tten sich 45 per Mail, telefonisch oder per Messenger-Nachricht bei den ZEIT-Journalisten zur&uuml;ckgemeldet. Mit 13 Personen habe man sich anschlie&szlig;end zu einem pers&ouml;nlichen Gespr&auml;ch getroffen. [&hellip;]<br>\nGro&szlig;e Teile des Artikels handeln von gescheiterten Gespr&auml;chsversuchen mit Protagonisten des &ldquo;Sturmes&rdquo;, die unbestreitbar Unterhaltungswert haben, aber nicht wesentlich zum Erkenntnisgewinn beitragen. Selbst diejenigen, die bereit waren, mit den ZEIT-Journalisten zu reden, antworteten oft trotzig mit Aussagen wie: &bdquo;Wir w&uuml;rden es wieder tun&ldquo;. F&uuml;r die ZEIT sind solche vermeintlich gescheiterten Interviews dennoch perfektes Material; denn die Kernbotschaft, die sie ihren Lesern vermitteln will, lautet: Der gef&auml;hrliche Terrorist und Demokratiefeind lauert nebenan. Der ganz normale B&uuml;rger &ndash; dein Nachbar! &ndash; k&ouml;nnte ein Staatsfeind sein. Das freundliche, harmlos erscheinende Rentnerehepaar etwa, das dir letzte Woche noch Kaffee und Erdbeertorte serviert hat, k&ouml;nnte beim Reichstagssturm dabei gewesen sein &ndash; denn Staatsfeind sein ist neuer Volkssport. Die Frage nach dem Warum stellt die ZEIT-Retrospektive nicht. F&uuml;r sie ist jeder &ldquo;Staatsfeind&rdquo; auch automatisch &ldquo;Demokratiefeind&rdquo; &ndash; ganz so, als w&auml;ren Staat und Demokratie ein und dasselbe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.velazquez.press\/p\/faktencheck-der-zeit-retrospektive\">Aya Vel&aacute;zquez<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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