{"id":103279,"date":"2023-09-04T08:26:24","date_gmt":"2023-09-04T06:26:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103279"},"modified":"2023-09-04T08:26:24","modified_gmt":"2023-09-04T06:26:24","slug":"hinweise-des-tages-4434","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103279","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103279#h01\">&bdquo;Wertebasierter V&ouml;lkermord&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103279#h02\">Ein Blick zur&uuml;ck ins Heute<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103279#h03\">Neuer Bericht: USA schicken Uranmunition in die Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103279#h04\">&bdquo;Wir arbeiten vom Territorium Russlands aus&ldquo; &ndash; ukrainischer Milit&auml;rgeheimdienst-Chef<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103279#h05\">Seekrieg aus Rostock<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103279#h06\">Linke Pazifisten, bitte nicht verzweifeln! Ein offener Brief an die SP Schweiz.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103279#h07\">Ein genauer Blick auf die Annexion der Krim<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103279#h08\">Arbeitsmigration rational betrachtet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103279#h09\">Die Bauern-Revolution<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103279#h10\">Kindergrundsicherung: F&uuml;r wen gibt Lindner Geld aus? F&uuml;r Unternehmen, nicht f&uuml;r Kinder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103279#h11\">Bildungsmonitor: der verzweifelte Wunsch nach Ingenieursstudenten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103279#h12\">Nach A2-Crash: Wann holen wir die Lkws von der Stra&szlig;e?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103279#h13\">Blindflug im sozialen Wohnungsbau<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103279#h14\">Fall Bonhoff: Ministerium best&auml;tigt Filz-Vorw&uuml;rfe &ndash; und wiegelt gleichzeitig ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103279#h15\">&bdquo;Schmutzige Denunzierung&ldquo;: ZDF soll wegen B&ouml;hmermann 100.000 Euro an Ex-BSI-Chef zahlen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&bdquo;Wertebasierter V&ouml;lkermord&ldquo;<\/strong><br>\nEin Ex-Chefankl&auml;ger des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) wirft Aserbaidschan, einem engen Kooperationspartner der Bundesrepublik, einen Genozid an der Bev&ouml;lkerung Berg-Karabachs vor. Wie Luis Moreno Ocampo urteilt, der von 2003 bis 2012 f&uuml;r den IStGH t&auml;tig war, f&uuml;hrt die seit Ende 2022 von Baku umgesetzte Blockade der international nicht anerkannten De-facto-Republik dazu, dass diese nicht mehr mit Lebensmitteln und Medikamenten versorgt werden kann; Moreno Ocampo beklagt, Aserbaidschan setze die &bdquo;unsichtbare Waffe&ldquo; des Hungers gegen die dortige Bev&ouml;lkerung ein. Deren Lage ist in der Tat desolat; es kommt zu ersten Hungertoten. Aserbaidschan kooperiert seit Jahren eng mit der Bundesrepublik und hat zuletzt zugesagt, seine Erdgaslieferungen nach Westeuropa von rund 12 auf 20 Milliarden Kubikmeter pro Jahr zu erh&ouml;hen. Bundeskanzler Olaf Scholz stufte das Land zuletzt als einen &bdquo;Partner von wachsender Bedeutung&ldquo; ein. W&auml;hrend Baku Berg-Karabach von der Versorgung abschneidet, beobachtet eine EU-Polizeieinheit unter Leitung eines deutschen Polizisten die Lage an der Grenze zwischen Armenien und Aserbaidschan. Auch Bakus Zusammenarbeit mit der NATO ist eng.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9335\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ein Blick zur&uuml;ck ins Heute<\/strong><br>\nJoschka Fischer hat die einst pazifistischen Gr&uuml;nen in eine Kriegspartei verwandelt. Wie die Gr&uuml;nen zu einer Nato-Olivgr&uuml;nen Truppe wurden, beschreibt Arno Luik Ende 2001 in diesem Essay &ndash; das immer oder wieder aktuell ist: Die Geschichte eines Verrats.<br>\nDarf man das? Darf man noch daran erinnern, woher die Gr&uuml;nen kommen? Kaum mehr zu glauben, aber wahr: Aus der Protestbewegung, der Friedens-, der Frauen-, der Anti-Atombewegung. Die Gr&uuml;nen &ndash; das war mal eine antiautorit&auml;re Partei, eine, die das Establishment, wie es fr&uuml;her hie&szlig;, vorf&uuml;hrte &ndash; respektlos und frech. Sand im Getriebe, das wollten sie sein. Konventionen? Nein, danke! Respekt vor Autorit&auml;ten? &bdquo;Mit Verlaub, Herr Pr&auml;sident, Sie sind ein Arschloch!&ldquo; Dieser Satz (f&uuml;r den er sich sofort entschuldigte) machte den jungen Abgeordneten Joschka Fischer, der schon immer gerne kr&auml;ftig zuschlug, bekannt: &bdquo;Es ist erwiesen&ldquo;, meinte er als 26-J&auml;hriger, &bdquo;dass bei den Nato-Truppen, auch bei der Bundeswehr und teilweise auch beim Grenzschutz, systematisch ge&uuml;bt wird, was zum Einmaleins des Milit&auml;rs im Kapitalismus geh&ouml;rt &hellip;: Folter.&ldquo;<br>\nTja, wenn Joschka Fischer eine Meinung hat, dann hat er sie tausendprozentig. Und keine Selbstzweifel, keine Skrupel, das gibt ihm Kraft. Und wenn er seine Meinung &auml;ndert, was h&auml;ufig geschieht, dann &auml;ndert er sie wieder tausendprozentig. Und tritt markig f&uuml;r eine Politik ein, die er kurz zuvor markig verurteilt hat.<br>\nBringt es also etwas? Soll man noch daran erinnern, dass im August 1995 Joschka Fischer gegen die Beteiligung deutscher Truppen in Ex-Jugoslawien war &ndash; wegen der deutschen Geschichte? Und dass er, ein paar Jahre sp&auml;ter, im Kosovokrieg vehement f&uuml;r den deutschen Truppeneinsatz k&auml;mpfte &ndash; eben wegen der deutschen Geschichte? Wegen Auschwitz, &bdquo;um ein neues Auschwitz&ldquo; zu verhindern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/hintergrund\/politik\/ein-blick-zurueck-ins-heute\/\">Arno Luik in Overton Magazin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Neuer Bericht: USA schicken Uranmunition in die Ukraine<\/strong><br>\nAuch die USA k&ouml;nnten der von Russland angegriffenen Ukraine Uranmunition schicken. Einem Bericht von Reuters zufolge wollen die USA panzerbrechende Munition mit abgereichertem Uran als Teil eines neuen Milit&auml;rhilfepakets schicken. Dies soll offiziell n&auml;chste Woche bekannt gegeben werden. Die Nachrichtenagentur beruft sich dabei auf Regierungsdokumente und zwei hochrangige US-Beamte.<br>\nDie Spezialmunition kann von amerikanischen Abrams-Panzern abgefeuert werden, die demn&auml;chst an die Ukraine geliefert werden sollen. Die US-Beamten erkl&auml;rten gegen&uuml;ber Reuters, dass der Wert und der Inhalt des j&uuml;ngsten Hilfspakets noch nicht feststehe, wobei der Wert wahrscheinlich zwischen 240 und 375 Millionen US-Dollar liegen werde.<br>\nDas Vereinigte K&ouml;nigreich hatte bereits Anfang des Jahres Munition mit abgereichertem Uran an die Ukraine geliefert, f&uuml;r die Vereinigten Staaten w&auml;re es das erste Mal.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/bericht-usa-schicken-uranmunition-in-die-ukraine-li.385120\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Was macht die Ukraine mit Streumunition? Zivilisten beschie&szlig;en!<\/strong><br>\nManchmal tut man in Kiew bei all dem antirussischen Rausch noch kurz so, als h&auml;tte man dort irgendwelche humanit&auml;ren Bedenken &ndash; wie bei der Streumunition. Und tut danach gleich wieder so, als w&uuml;rde sie nicht so eingesetzt, wie die Ukraine so etwas eben einsetzt &ndash; gegen die Zivilbev&ouml;lkerung. (&hellip;)<br>\nDie Kinder, die jetzt von der Streumunition bedroht sind, die im Donbass aufwachsen, mussten ihr ganzes Leben lang mit dem Donnern der Gesch&uuml;tze leben, mit dem Vibrieren des Bodens, mit den immer wiederkehrenden Sch&auml;den an ihren Schulen und Kinderg&auml;rten, mit der Gefahr selbst auf dem Spielplatz. Letztes Jahr erst mussten sie lernen, was Schmetterlingsminen sind. Vermutlich k&ouml;nnen sie Gesch&uuml;tze am Klang besser auseinanderhalten als Musikinstrumente. Das zu beenden, war einer der Ausl&ouml;ser der russischen Milit&auml;roperation.<br>\nEs w&auml;re so viel billiger, leichter, menschlicher gewesen, einfach die Wahrheit zu berichten. Bei jedem einzelnen Schritt der Eskalation geht einem dieser Gedanke durch den Kopf. Die Ukraine darf nicht verlieren? Sie hat l&auml;ngst verloren, nicht nur milit&auml;risch, auch zivilisatorisch. Aber bei einem Stellvertreterkrieg ist es nicht nur der Stellvertreter, der besch&auml;digt wird. Wenn Kiew dazu gebracht wird, immer weitere Grenzen zu &uuml;berschreiten, wenn es zu Kriegsverbrechen ermuntert wird wie dem Einsatz von Streumunition gegen Wohngebiete, wenn ganze Jahrg&auml;nge der m&auml;nnlichen Bev&ouml;lkerung f&uuml;r so etwas Nutzloses wie eine NATO-Mitgliedschaft ausgel&ouml;scht werden, dann sind es nicht nur die Ausf&uuml;hrenden, die ihre Menschlichkeit verlieren. Es sind ebenso die Auftraggeber.<br>\nUnd Deutschland kann seine Verantwortung nicht abstreiten. Solange es weiter Waffen und Geld nach Kiew schickt, tr&auml;gt es einen Teil der Schuld. Denn ein lauwarmer, kurzer Protest gegen die Lieferung von Streumunition ist nichts wert, keinen Pfifferling wert, sofern dem nicht eine entsprechende Handlungsweise folgt. Es mag sein, dass die deutsche Regierung keinerlei Einfluss hat, was die USA in die Ukraine liefern. Aber was Deutschland in die Ukraine liefert, das entscheidet sie immer noch selbst, und auch, ob &uuml;berhaupt etwas geliefert wird, seien es Waffen oder sei es Geld. In den Jahren, als der US-Pr&auml;sident Donald Trump hie&szlig;, w&auml;re es sogar m&ouml;glich gewesen, die Beteiligung am Projekt Ukraine ganz zur&uuml;ckzuziehen oder Druck auszu&uuml;ben, um die Minsker Vereinbarungen endlich umzusetzen. Es ist nicht passiert. Darum gehen selbst die Streubomben auch auf das deutsche Konto.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/freeassange.rtde.me\/meinung\/179258-was-macht-ukraine-mit-streumunition\/\">Dagmar Henn in RT DE<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&bdquo;Wir arbeiten vom Territorium Russlands aus&ldquo; &ndash; ukrainischer Milit&auml;rgeheimdienst-Chef<\/strong><br>\nDer Drohnenangriff auf den Flughafen von Pskow in Russland, bei dem vier Milit&auml;rflugzeuge getroffen wurden, ist nach ukrainischen Angaben von russischem Staatsgebiet aus ausgef&uuml;hrt worden. &bdquo;Die Drohnen, mit denen der Luftwaffenst&uuml;tzpunkt &sbquo;Kresty&lsquo; in Pskow attackiert wurde, wurden von Russland aus gestartet&ldquo;, erkl&auml;rte der ukrainische Geheimdienstchef Kyrylo Budanow. Bei dem Angriff in der Nacht zu Mittwoch seien zwei milit&auml;rische Transportflugzeuge des Typs IL-76 zerst&ouml;rt und zwei weitere &bdquo;ernsthaft besch&auml;digt&ldquo; worden.<br>\n&bdquo;Der Krieg muss auf andere Gebiete ausgedehnt werden &ndash; was f&uuml;r uns eindeutig Russland ist &ndash; und auf andere Gebiete, in denen sie Einfluss haben&ldquo;, sagte Budanow am Donnerstag in einem Interview, das auf der War-Zone-Website ver&ouml;ffentlicht wurde. &bdquo;Wir arbeiten vom Territorium Russlands aus&ldquo;.<br>\nOhne zu sagen, ob der Angriff von ukrainischen oder russischen Agenten ausgef&uuml;hrt wurde, erkl&auml;rte Budanow, dass die Drohnen auf die Oberseite des Flugzeugs &ndash; die Position der Treibstofftanks und einen kritischen Abschnitt des Fl&uuml;gelholms &ndash; zielten. The War Zone ver&ouml;ffentlichte auch Satellitenbilder von ausgebrannten Flugzeugen.<br>\nDer Kreml hatte nach dem Angriff angek&uuml;ndigt, Milit&auml;rexperten w&uuml;rden versuchen, mehr &uuml;ber die Drohnenrouten herausfinden, um solche Situationen in der Zukunft zu vermeiden. Die Region Pskow war bereits Ende Mai von Drohnenangriffen betroffen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/ukrainischer-militaergeheimdienst-chef-wir-arbeiten-vom-territorium-russlands-aus-li.384962%20\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers P.L.:<\/strong> &bdquo;Der Krieg muss auf andere Gebiete ausgedehnt werden &hellip;&ldquo; sagt ein ranghoher Vertreter Kiews im Interview &ndash; das passt wunderbar zur k&uuml;rzlich vermeldeten Absicht Kiews, einer der weltweit gr&ouml;&szlig;ten Kriegswaffenproduzenten zu werden. Kriegswaffen wozu? Wieso faseln hiesige PolitikerInnen immer noch vom Frieden, der durch westliche Waffenlieferungen angeblich gesichert werden soll? Das Budanow-Zitat ist doch nicht der erste Hinweis auf die Eskalationsabsichten Kiews.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Seekrieg aus Rostock<\/strong><br>\nDeutscher F&uuml;hrungsstab leitet multinationales Gro&szlig;man&ouml;ver &raquo;Northern Coasts 2023&laquo;. Ge&uuml;bt wird der Einsatz gegen Russland<br>\nKlappe, die n&auml;chste: Die Bundeswehr hat den Weltfriedenstag am Freitag genutzt, um erneut ein Ostseegro&szlig;man&ouml;ver als &Uuml;bung f&uuml;r einen m&ouml;glichen hei&szlig;en Krieg gegen Russland anzuk&uuml;ndigen. Rund 3.200 Soldaten aus insgesamt 14 L&auml;ndern werden ab dem kommenden Sonnabend (9. September) zu &raquo;Northern Coasts 2023&laquo; erwartet, um im Szenario eines klassischen zwischenstaatlichen Krieges taktische Operationen in k&uuml;stennahen Gew&auml;ssern zu proben. Schauplatz sind vor allem die Gew&auml;sser vor den K&uuml;sten Lettlands und Estlands einschlie&szlig;lich vorgelagerter Seegebiete, die russische Schiffe aus der Region um Sankt Petersburg nutzen m&uuml;ssen, um &uuml;ber die Ost- und die Nordsee in Richtung Atlantik zu fahren oder auch nur Kaliningrad auf dem Seeweg zu versorgen. Zum Einsatz kommen werden rund 30 Schiffe und U-Boote, bis zu 15 Luftfahrzeuge sowie Landeinheiten, die allerlei Operationen in enger Abstimmung miteinander &uuml;ben sollen. Sammel- und Ausgangspunkt ist der Hafen von Riga. Beteiligt sind neben den Ostseeanrainern unter anderem Italien, Frankreich und die USA.<br>\nNorthern Coasts 2023 zeigt: Rostock wird eine spezielle Bedeutung f&uuml;r k&uuml;nftige deutsche Seekriege erhalten. Im Rahmen der &Uuml;bung spielt Deu Marfor (Maritime Forces) eine besondere Rolle, ein F&uuml;hrungsstab f&uuml;r die Marinekriegf&uuml;hrung, der in der Hansestadt angesiedelt ist &ndash; beim neuen F&uuml;hrungszentrum der Deutschen Marine dort.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/458143.ostsee-seekrieg-aus-rostock.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Linke Pazifisten, bitte nicht verzweifeln! Ein offener Brief an die SP Schweiz.<\/strong><br>\nDer Schweizer Politologe an der Universit&auml;t Kyoto in Japan mit dem Forschungsschwerpunkt Neutralit&auml;t, Pascal Lottaz, liest seinen Schweizer SP-Parteikolleginnen und -kollegen, die die SP zu einer Kriegspartei haben werden lassen, die Leviten &ndash; unterwegs im Flugzeug in den Laptop gehackt, spontan und umso pers&ouml;nlicher und ehrlicher.<br>\nEine rote Schande<br>\nWer h&auml;tte je gedacht, dass es ausgerechnet die Schweizer Sozialdemokraten &ndash; die pazifistischen, Armee-ablehnenden, Zivildienst-aufbauenden, 1914-die-Landesverteidigung-verweigernden, alle-Arten-von-Waffenexport-verbieten-wollenden &ndash; Sozialdemokraten sein w&uuml;rden, die jetzt lauthals Waffen und Munition in vollen K&uuml;beln in einen Europ&auml;ische Krieg schleudern m&ouml;chten? Schweizer Kugeln f&uuml;r Europa, damit an der Ostfront mit noch mehr Gewallt noch mehr Menschen elendiglich krepieren d&uuml;rfen? Es ist eine rote Schande. Dass die geldgierige FDP so was will, verstehe ich ja noch, da macht&rsquo;s wenigstens Sinn, respektive hat Tradition. Aber die SP? Als linker Pazifist f&uuml;hlt man sich doch nur noch von Judas gek&uuml;sst.<br>\nSchon in der Coronahysterie hat die SP einen Grossteil ihrer Grundwerte verraten und das Durchregieren bis in die Stuben und K&ouml;rper der Bev&ouml;lkerung im Namen des Gutmenschentums bef&uuml;rwortet. Hinter diesen Einstellungen konnte man wenigstens noch die nackte Angst ums &Uuml;berleben vermuten. Menschen tun ja fast alles, wenn sie sich nur genug f&uuml;rchten. Aber die Waffenfrage l&auml;sst sich noch nicht mal damit entschuldigen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/linke-pazifisten-bitte-nicht-verzweifeln-ein-offener-brief-an-die-sp-schweiz\/\">Globalbridge<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Ein genauer Blick auf die Annexion der Krim<\/strong><br>\nDie Bev&ouml;lkerung der Krim sprach sich mehrmals f&uuml;r eine starke Autonomie aus und bei Ablehnung f&uuml;r einen Anschluss an Russland.<br>\nMit der UN-Resolution 68\/262 hat die UN-Generalversammlung die Annexion der Krim als gesetzeswidrig[i] und unrechtm&auml;ssig[ii] erkl&auml;rt. Sie st&uuml;tzte sich auf folgende Tatbest&auml;nde:\n<ul>\n<li>Das Budapester Memorandum von 1994 hat die territoriale Integrit&auml;t (Unverletzlichkeit) der Ukraine garantiert; <\/li>\n<li>Russland hat milit&auml;risch eingegriffen, um sich der Institutionen der Krim zu bem&auml;chtigen; <\/li>\n<li>Das Referendum im Jahr 2014, das die Beh&ouml;rden der Krim organisiert hatten, war unrechtm&auml;ssig. <\/li>\n<\/ul>\n<p>Im Westen stellt man die Abspaltung der Krim als einen Staatsstreich dar, der von Russland organisiert wurde. F&uuml;r Wikipedia war es sogar eine (milit&auml;rische) Besetzung. Auch Zeitungen wie die NZZ schreiben immer mal wieder von einer &laquo;russischen Besetzung&raquo; der Krim (zuletzt Auslandredaktor Ulrich von Schwerin am 26. August). Auch laut dem ZDF-Magazin &laquo;Frontal&raquo; vom 29. August &laquo;hat Russland die Krim besetzt&raquo;.<br>\nEine Untersuchung der j&uuml;ngsten Geschichte zwingt zu einer nuancierten und weniger einseitigen Sicht als diejenige, welche westliche Medien und Politiker darstellen.<br>\nDas Grundproblem besteht darin, dass vor 2014 weder die Sowjets noch die Ukrainer das Selbstbestimmungsrecht der Krim respektierten. Wiederholt und mehrheitlich haben die Einwohner der Krim ihren Willen bekundet, von Kiew eine Autonomie zu erhalten oder sogar unabh&auml;ngig zu werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/welt\/ein-genauer-blick-auf-die-annexion-der-krim\/\">Jacques Baud in Infosperber<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Arbeitsmigration rational betrachtet<\/strong><br>\nDer Nutzen der Arbeitsmigration ist viel kleiner und ihr Schaden viel gr&ouml;sser, als wir denken.<br>\nUnsere Vor- und Nachdenker sind gemeinhin die &Ouml;konomen und die Wirtschaftspolitiker (m&auml;nnliche Form bewusst gew&auml;hlt). Diese haben leider extrem enge und dogmatische Vorstellungen davon, was Wirtschaft ist, und wie sie unser Wohlergehen beeinflusst.<br>\nSie machen vor allem zwei entscheidende Fehler, und die hindern uns auch daran, vern&uuml;nftig &uuml;ber die Arbeitsmigration nachzudenken. \n<ul>\n<li>Fehler Nummer 1: Die &Ouml;konomen interessieren sich nur f&uuml;r das, was wir gegen Geld tun. <\/li>\n<li>Fehler Nummer 2: Sie untersch&auml;tzen die soziale Dimension massiv. Unser Wohlergeben h&auml;ngt zwar auch von dem ab, was wir mit der Arbeit produzieren, aber ebenso wichtig ist die mit der Arbeit verbundene oder dadurch erschwerte soziale Integration.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wenn unser Gl&uuml;ck nur vom Produkt der Erwerbsarbeit abh&auml;ngt, dann f&ouml;rdern wir den Wohlstand, indem wir die bezahlte Arbeit immer genau dort einsetzen, wo sie am meisten Bruttoinlandsprodukt (BIP) produziert. Das ist die &ouml;konomische Logik, die sich etwa hinter der &laquo;Personenverkehrsfreiheit&raquo; versteckt, welche in der EU als eine der &laquo;vier Grundfreiheiten&raquo; hochgehalten wird. Aus demselben Grund halten die &Ouml;konomen auch die &laquo;Flexibilit&auml;t der Arbeitsm&auml;rkte&raquo; f&uuml;r wohlstandsf&ouml;rdernd.  Die Arbeitskr&auml;fte ziehen weltweit dahin, wo ihre Arbeitskraft am meisten BIP generiert. (&hellip;)<br>\nDas ist ein doppelter Trugschluss. Erstens sind Arbeitskr&auml;fte immer auch Menschen, die in der Familie, in der Nachbarschaft und Vereinen und Parteien wichtige unbezahlte Arbeit leisten. Durch die Migration geht diese Arbeit verloren und die entsprechenden &laquo;Produktionsst&auml;tten&raquo; (die Familien und Nachbarschaften) werden entscheidend geschw&auml;cht. Noch wichtiger ist, dass dadurch auch soziales Kapital zerst&ouml;rt wird. Unbezahlte Arbeit mag zwar weniger produktiv sein, aber in Bezug auf den sozialen Nutzen ist sie der bezahlten Arbeit fast immer weit &uuml;berlegen.<br>\nDiese &Uuml;berlegung ver&auml;ndert auch den Blick auf die Migration. Nur leicht &uuml;berspitzt kann man es so formulieren: Die Arbeitskr&auml;fte wandern nicht dahin, wo sie am meisten verdienen, sondern dahin, wo das soziale Umfeld weniger kaputt ist. Sei es, weil es dort noch funktionierende Sozialsysteme gibt, sei es, weil sie dort auf die soziale Unterst&uuml;tzung der vor ihnen Gefl&uuml;chteten z&auml;hlen k&ouml;nnen. Auswanderung wird so zum doppelten Teufelskreis: Jeder Wegzug ist ein Grund mehr auszuwandern, und ein Grund mehr, dorthin zu ziehen, wo ein besseres soziales Umfeld lockt. (&laquo;Wir kennen dort schon ein paar Leute.&raquo;)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/wirtschaft\/arbeitsmigration-rational-betrachtet\/\">Werner Vontobel in Infosperber<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die Bauern-Revolution<\/strong><br>\nDie Proteste der Landwirte in Indien im Jahr 2021 geben Aufschluss &uuml;ber Big Ag in den USA und weltweit. Teil 1\/2.<br>\nNach 200 Jahren Herrschaft der Britischen Ostindien-Kompanie (EIC) wurden die indischen Landwirte durch die Verfassung des Landes vor Zwangsversteigerungen, Landraub, Unternehmensvertr&auml;gen und Ausbeutung gesch&uuml;tzt. Die Landwirtschaft in Indien wird nach wie vor von den Bundesstaaten kontrolliert, was bedeutet, dass jede Provinz das Recht hat, die Gesetze entsprechend ihren regionalen Bed&uuml;rfnissen zu erlassen. Doch die Modi-Regierung nutzte COVID-19 als Vorwand, um diese Gesetze zu verabschieden, ohne die Regierungen der Bundesstaaten oder die Landwirte zu konsultieren, was einen Verfassungsbruch darstellt. Die Landwirtschaftsgesetze werden zum ersten Mal Verk&auml;ufe an Unternehmen zulassen, die Begrenzung der Lagerkapazit&auml;ten f&uuml;r Verarbeiter beenden, die Vertragslandwirtschaft von Unternehmen rechtlich anerkennen und steuerfreie, private Mandis (Marktpl&auml;tze von Unternehmen) f&uuml;r indische Bauern einf&uuml;hren. Diese Politik rief jedoch Widerstand hervor. Die Bauern in Gandhis Indien folgen dem Ruf zu den Waffen, um ihr Vaterland, ihr Lebensmittelsystem und ihre W&uuml;rde gegen eine neue Welle der Korporatisierung zu verteidigen, die die Regierung von Premierminister Narendra Modi ausgel&ouml;st hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.manova.news\/artikel\/die-bauern-revolution\">Indra Shekhar Singh in manova<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Kindergrundsicherung: F&uuml;r wen gibt Lindner Geld aus? F&uuml;r Unternehmen, nicht f&uuml;r Kinder<\/strong><br>\nWer viel verdient, der erh&auml;lt viel Kindergeld &ndash; und wer arm ist, bekommt wenig: Wie der FDP-Finanzminister eine Sozialreform verhinderte, die sp&uuml;rbar Geld an &auml;rmere Eltern umverteilt h&auml;tte [&hellip;]<br>\nMit der neuen Kindergrundsicherung wollte Lisa Paus einen Paradigmenwechsel einleiten: Auch an B&uuml;rgergeldbeziehende sollte sie bedingungslos ausgezahlt werden. Und neben einem bedingungslosen Grundbetrag f&uuml;r jedes Kind sollten Eltern eine einkommensabh&auml;ngige Leistung nur bis zu einem festgelegten H&ouml;chstbetrag erhalten: je h&ouml;her das elterliche Einkommen, desto geringer die Zusatzleistungen. Ab einem bestimmten Jahreseinkommen sollten sie ersatzlos entfallen. So der Plan, den Lindner in wichtigen Teilen blockierte.<br>\nWas nun als Gesetz kommen wird: Der bedingungslose Grundbetrag soll &ndash; wie von Lisa Paus urspr&uuml;nglich geplant &ndash; dem Kindergeld in seiner jetzigen H&ouml;he entsprechen, also monatlich 250 Euro. Als gro&szlig;en Erfolg betont die Familienministerin, dass dieser an das soziokulturelle Existenzminimum angepasst wird. Sie meint damit, dass die H&ouml;he alle zwei Jahre anhand des Existenzminimumberichts vom Statistischen Bundesamt &uuml;berpr&uuml;ft und angepasst wird. Das ist sehr erfreulich &ndash; die Leistungen w&auml;ren aber auch ohne Kindergrundsicherung an die steigenden Lebenshaltungskosten angepasst worden. So wird aus Kindergeld Grundbetrag, sonst &auml;ndert sich nichts.<br>\nDie eigentliche Neuerung besteht nun in dem einkommensabh&auml;ngigen Kinderzusatzbetrag. Dieser wird nach Alter des Kindes und Einkommen der Eltern gestaffelt. Daf&uuml;r wird der bisherige Kinderzuschlag weiterentwickelt und, das ist ein Fortschritt: Auch die Kinder, deren Eltern B&uuml;rgergeld oder Sozialhilfe beziehen, werden in diese neu ausgestaltete Leistung aufgenommen. Der geplante Clou der Familienministerin war jedoch, dass diese Leistung f&uuml;r sie bedingungslos erfolgt &ndash; und genau damit konnte sie sich nicht durchsetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/lisa-yashodhara-haller\/kindergrundsicherung-kindergeld-fuer-reiche\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Bildungsmonitor: der verzweifelte Wunsch nach Ingenieursstudenten<\/strong><br>\nDas Institut der Deutschen Wirtschaft analysiert seit 2004 den Zustand des deutschen Bildungswesens. Diesmal ist es besonders beunruhigt, weil der Nachwuchs an Mathematikern und Technikern nicht gen&uuml;gt. Aber die Industrie, die hinter dem IW steht, hat diesen Zustand selbst herbeigef&uuml;hrt. (&hellip;)<br>\nDie Bildungsausgaben, auch ein Ergebnis dieser Studie, sind &uuml;brigens seit dem ersten Bildungsmonitor 2004 deutlich gestiegen, von 2005 bis 2021 um 87,7 Prozent. Das signalisiert, dass mangelnde Finanzierung nicht das Hauptproblem ist.<br>\nBezogen auf das Kernproblem f&uuml;r das IW, den fehlenden MINT-Nachwuchs, l&auml;sst sich das relativ einfach zusammenfassen. Nachdem diese Studieng&auml;nge immer schon eher von Kindern aus Nichtakademikerhaushalten belegt wurden und vor allem als M&ouml;glichkeit des sozialen Aufstiegs gedient haben, l&auml;sst sich das Problem nicht mit ein paar F&ouml;rdermittelchen hier und ein paar Lehrern dort l&ouml;sen. Manche Vorschl&auml;ge, die das IW macht, wie eine noch st&auml;rkere Akademisierung der vorschulischen Erziehung, sind geradezu kontraproduktiv, weil sie den Abstand zwischen der Lebenswelt der Kinder, aus denen das IW gerne Ingenieure machen w&uuml;rde, und den Betreuern noch erh&ouml;hen. Andere, wie eine st&auml;rkere Gestaltungsfreiheit der einzelnen Schulen, w&uuml;rden die Unterschiede zwischen den einzelnen Schulen verst&auml;rken, nicht verringern. L&ouml;sungen, die auf Kooperation setzen statt auf Konkurrenz, sind dem IW naturgem&auml;&szlig; fremd.<br>\nAber der Knackpunkt bei einem Aufsteigerstudium ist, dass es daf&uuml;r in der Gesellschaft tats&auml;chlich die M&ouml;glichkeit eines Aufstiegs ben&ouml;tigt. Sp&auml;testens seit dem Jahr 2005 ist Deutschland eine Abstiegsgesellschaft, ein Zustand, der sich in naher Zukunft noch deutlich verst&auml;rken d&uuml;rfte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/freeassange.rtde.me\/meinung\/179365-bildungsmonitor-verzweifelte-wunsch-nach-ingenieursstudenten\/\">Dagmar Henn auf RT DE<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Nach A2-Crash: Wann holen wir die Lkws von der Stra&szlig;e?<\/strong><br>\nImmer wieder kommt es zu schweren Unf&auml;llen mit Lkw-Beteiligung, wie vor sechs Wochen im bayerischen Landkreis Ansbach. J&auml;hrlich gibt es &uuml;ber 20.000 Unf&auml;lle mit Verletzten, an denen Lkws beteiligt sind, in fast 60 Prozent der F&auml;lle sind die Lkw-Fahrer:innen die Hauptverursacher:innen.<br>\nDie Unfallfolgen sind durch die Gr&ouml;&szlig;e und Masse der Lkws oft besonders schwer. Das Risiko, bei einem Lkw-Unfall get&ouml;tet zu werden, ist f&uuml;r Beteiligte mehr als viermal so hoch wie f&uuml;r die Insassen des Lkw.<br>\nAber das ist nicht der einzige Grund, warum Lkws nicht geeignet sind, massenhaft G&uuml;ter von A nach B zu transportieren. Ein anderer, wesentlicher Negativfaktor sind die Treibhausgase.<br>\nLkws verursachen rund zehn Prozent der globalen CO2-Emissionen. Zum Vergleich: Pkws sind f&uuml;r 7,4 Prozent der Emissionen verantwortlich. Zudem gibt es seit den 1990er-Jahren in Deutschland keinen R&uuml;ckgang bei den klimasch&auml;dlichen CO2-Emissionen im Verkehr.<br>\nUnd das liegt im Wesentlichen am Anwachsen des G&uuml;terverkehrs. Dessen Emissionen erh&ouml;hten sich zwischen 1995 und 2019 trotz technischer Verbesserungen von 39,3 auf 47,4 Millionen Tonnen, also um 21 Prozent.<br>\nInsgesamt verursachen Lkws in Deutschland derzeit gut ein Drittel der Treibhausgasemissionen im Verkehrssektor. Das liegt an der hohen Fahrleistung und am Verbrauch (30 bis 40 Liter pro 100 Kilometer).<br>\nDazu kommen hohe gesellschaftliche Kosten. Allein die Klimasch&auml;den des Lkw-G&uuml;terverkehrs belaufen sich auf rund 8,5 Milliarden Euro jedes Jahr. Dazu kommen Schadstoffe, L&auml;rm (verantwortlich f&uuml;r allein vier Milliarden Euro an Unkosten jedes Jahr) und Unf&auml;lle, aber auch andere Umweltkosten, Verlust von Landschaft sowie &Ouml;kosystemen und vielf&auml;ltige sch&auml;dliche Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit.<br>\nDie externen Kosten von Lkws belaufen sich in Deutschland laut Berechnungen von 2017 insgesamt auf 32,5 Milliarden Euro. Ferner belasten Laster die Infrastruktur wie Br&uuml;cken und Autobahnfahrbahnen. Sie sind Hauptverursacher von Sch&auml;den an Stra&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Nach-A2-Crash-Wann-holen-wir-die-Lkws-von-der-Strasse-9291250.html?seite=all\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Blindflug im sozialen Wohnungsbau<\/strong><br>\nNeue F&ouml;rderung f&uuml;r private Investoren ist wenig nachhaltig und geht zulasten der sozialen Bedarfe<br>\nCDU und SPD haben seit langem den Traum, private Investoren f&uuml;r den sozialen Wohnungsbau zu begeistern. Mit der Regierungs&uuml;bernahme durch die schwarz-rote Koalition und den neuen Wohnungsbauf&ouml;rderungsbestimmungen (WFB 2023) wittern sie nun ihre Chance, diesen Traum Realit&auml;t werden zu lassen.<br>\nUm private Bauherren f&uuml;r das jahrelang verschm&auml;hte Segment des gef&ouml;rderten Wohnungsbaus zu begeistern, wird die Wirtschaftlichkeit der F&ouml;rderung enorm verbessert. Denn renditeorientierte Investoren lassen sich nur f&uuml;r den sozialen Wohnungsbau gewinnen, wenn die Konditionen auch tats&auml;chlich Gewinne abwerfen. Daf&uuml;r greift das Land nun tief in die Tasche.<br>\nDer F&ouml;rdermittelaufwand steigt mit der WFB 2023 auf bis zu 300.000 Euro pro Wohnung und versechsfacht sich damit gegen&uuml;ber 2014 nahezu. Bei Baukosten von bis zu 4.200 Euro\/qm muss durch diesen immensen F&ouml;rdermitteleinsatz kein zus&auml;tzliches Fremdkapital auf dem Markt beschafft werden. Lediglich das notwendige Eigenkapital von 20% m&uuml;ssen Investoren fortan mitbringen, dieses wird jedoch durch den &uuml;ppigen F&ouml;rdermittelaufwand st&auml;rker verzinst als zuvor. Die F&ouml;rderung besteht je nach F&ouml;rderweg aus zinslosen und niedrigverzinsten Darlehen der &ouml;ffentlichen Investitionsbank IBB und einem nicht r&uuml;ckzahlbaren Baukostenzuschuss von bis 1.800 Euro\/qm. Eine weitere Neuerung sind die dynamisierten Kostenans&auml;tze, wonach die F&ouml;rdermittel nahezu automatisch mit steigenden Baukosten anwachsen. Eine parlamentarische Kontrolle &uuml;ber den Hauptausschuss, der zuvor neue Mittel freigeben musste, wurde ersatzlos gestrichen. Damit droht die Wohnungsbauf&ouml;rderung zu einem Fass ohne Boden zu werden, zumal Bauherren nicht mehr angehalten sind, m&ouml;glichst kosteneffizient zu bauen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bmgev.de\/mieterecho\/archiv\/2023\/me-single\/article\/blindflug-im-sozialen-wohnungsbau\/\">Berliner MieterGemeinschaft<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Fall Bonhoff: Ministerium best&auml;tigt Filz-Vorw&uuml;rfe &ndash; und wiegelt gleichzeitig ab<\/strong><br>\nF&ouml;rdergelder in Millionenh&ouml;he und gemeinsame Skiurlaube: Das Verkehrsministerium sieht darin &uuml;berhaupt kein Problem. Und das ist ein Problem.<br>\nNach den Berichten &uuml;ber Filz im Verkehrsministerium in den vergangenen Wochen best&auml;tigte Staatssekret&auml;r Stefan Schnorr am letzten Donnerstag auf einer Pressekonferenz, dass es tats&auml;chlich gemeinsame Urlaubsreisen des Abteilungsleiters Klaus Bonhoff mit Lobbyvertretern und Empf&auml;ngern von F&ouml;rdergeldern gab &ndash; und Bonhoff zugleich an Kommunikation zu F&ouml;rderanliegen beteiligt war. Es ist daher &auml;u&szlig;erst fragw&uuml;rdig, dass das Ministerium die Vorw&uuml;rfe trotzdem komplett zur&uuml;ckweist und keinerlei Problem in der Verstrickung sieht.<br>\nWir erl&auml;utern, warum sich die Filz-Vorw&uuml;rfe im Fall Bonhoff nun tats&auml;chlich erh&auml;rtet haben und der Umgang des Ministeriums mit dem Fall ungen&uuml;gend und problematisch ist. (&hellip;)<br>\nDas Ministerium r&auml;umte nun ein, dass Abteilungsleiter Bonhoff tats&auml;chlich mit den beiden Chefs des Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verbandes DWV gemeinsam in den Skiurlaub fuhr, wie Recherchen zuvor nahelegten. Das belegt, dass es sich hier nicht um beil&auml;ufige Bekanntschaften handelt, sondern dass es unverkennbar eine enge private Verbindung zwischen den Dreien gibt.<br>\nZum anderen best&auml;tigte das Ministerium, dass die Skifreunde aus dem Verband sich in Bezug auf F&ouml;rderanliegen pers&ouml;nlich an Bonhoff wandten und dieser die Anfragen dann auch weiterleitete (Quelle). Das belegt, dass Bonhoff an der Kommunikation zur Vergabe von F&ouml;rdergeldern beteiligt war und sich nicht auf Grund der privaten Verbindung vollst&auml;ndig aus der Angelegenheit heraushielt. Nach Angaben des Ministeriums erhielt der Wasserstoff- und Brennstoffzellenverband 1,4 Mio. Euro aus dem von Bonhoff verantworteten F&ouml;rdertopf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/kurzmeldung\/fall-bonhoff-ministerium-bestaetigt-filz-vorwuerfe-und-wiegelt-gleichzeitig-ab-110779\/\">LobbyControl<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>&bdquo;Schmutzige Denunzierung&ldquo;: ZDF soll wegen B&ouml;hmermann 100.000 Euro an Ex-BSI-Chef zahlen<\/strong><br>\nSeit dem 1. Juli hei&szlig;t die Pr&auml;sidentin des Bundesamtes f&uuml;r Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) Claudia Plattner. Die 50-j&auml;hrige Mathematikerin gilt als international erfahrene Cybersicherheitsexpertin und genau das soll auch der Grund gewesen sein, warum sie f&uuml;r Arne Sch&ouml;nbohm eingewechselt wurde: Sie sei besser f&uuml;r den Job geeignet. Der 54-j&auml;hrige Diplomwirt m&ouml;chte nun gegen das ZDF und wohl auch gegen Jan B&ouml;hmermann vor Gericht ziehen. 100.000 Euro Schmerzensgeld fordert er vom Sender. B&ouml;hmermann warf in seiner Sendung &bdquo;ZDF Magazin Royale&ldquo; im Oktober 2022 Sch&ouml;nbohm zweifelhaften Lobbyismus vor &ndash; danach wurde Sch&ouml;nbohm entlassen.<br>\nZur Erinnerung: Das &bdquo;ZDF Magazin Royale&ldquo;, von und mit Comedian Jan B&ouml;hmermann, brachte Arne Sch&ouml;nbohm mit einem Lobbyverein einer Firma in Verbindung, die mit dem russischen Geheimdienst zusammenarbeite. B&ouml;hmermann stellte Sch&ouml;nbohm als &bdquo;Cyber-Clown&ldquo; dar. Wenig sp&auml;ter musste der Ex-BSI-Chef seinen Hut nehmen. Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) entlie&szlig; ihn aus dem Amt, obwohl zu den Vorw&uuml;rfen aus der ZDF-Satire-Show schnell Zweifel aufkamen. Die Folge der Late-Night-Show wurde mittlerweile aus der ZDF-Mediathek entfernt und ist nur noch auf dem YouTube-Kanal vom &bdquo;ZDF Magazin Royale&ldquo; zu finden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/politik\/zahlen-zdf-soll-wegen-boehmermann-100-000-euro-an-ex-bsi-chef-zr-92492671.html\">FR Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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