{"id":103282,"date":"2023-09-04T09:21:18","date_gmt":"2023-09-04T07:21:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103282"},"modified":"2023-09-04T16:37:21","modified_gmt":"2023-09-04T14:37:21","slug":"halb-volles-oder-halb-leeres-glas-anmerkungen-zur-aktuellen-tarifrunde-der-eisenbahn-und-verkehrsgewerkschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103282","title":{"rendered":"Halb volles oder halb leeres Glas? Anmerkungen zur aktuellen Tarifrunde der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft"},"content":{"rendered":"<p>Wie die Gewerkschaft der <em>Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG)<\/em> am 28. August 2023 bekanntgab, haben ihre stimmberechtigten Mitglieder in der Urabstimmung mit einer knappen Mehrheit von 52,3 Prozent beschlossen, dass sie die in der Schlichtung vorgeschlagenen Regelungen als Tarifabschluss 2023 annehmen, bei einer Wahlbeteiligung von 65,3 Prozent.[<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103282#foot_01\" name=\"note_01\">01<\/a>] Damit war der unbefristete Streik abgewendet.[<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103282#foot_02\" name=\"note_02\">02<\/a>] Die parallel laufenden Verhandlungen der EVG bei rund 50 Bahn- und Busgesellschaften seit Februar 2023 hatten polarisiert. Teile der &Ouml;ffentlichkeit hatten nach anf&auml;nglichem Verst&auml;ndnis die angeblich &uuml;berzogenen Forderungen der EVG beklagt und die in der Schlichtung vom Juli 2023 erreichten Ergebnisse f&uuml;r v&ouml;llig ausreichend erkl&auml;rt. Sogar Stimmen nach der gesetzlichen Einschr&auml;nkung des Streikrechts waren laut geworden. Teile der Gewerkschaftsbasis der EVG beklagten hingegen eine falsche Strategie und entt&auml;uschende Ergebnisse. Ist das Glas nun halb leer oder halb voll? Von <strong>Michael Kraus<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_3971\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-103282-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230904-Tarifrunde-EVG-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230904-Tarifrunde-EVG-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230904-Tarifrunde-EVG-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230904-Tarifrunde-EVG-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=103282-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230904-Tarifrunde-EVG-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"230904-Tarifrunde-EVG-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Grund genug, sich diese au&szlig;ergew&ouml;hnliche Tarifrunde genauer anzusehen. Im Zentrum der Erl&auml;uterungen soll dabei der Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn AG (DB AG) stehen, weil das Unternehmen nicht nur den Bahnverkehr in Deutschland immer noch wesentlich bestimmt, sondern auch weil der Autor als Mitarbeiter des Unternehmens und der Interessenvertretung dort den besten Einblick hat.<\/p><p><strong>Einstieg in die Tarifrunde: &bdquo;Gemeinsam geht mehr&ldquo;<\/strong><\/p><p>Begonnen hatte die Tarifrunde der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) au&szlig;erordentlich basisdemokratisch. Im Vorfeld waren die gesch&auml;ftsf&uuml;hrenden Vorstandsmitglieder Cosima Ingenschay und Kristian Loroch, die dann auch die EVG-Verhandlungsleiter in der Tarifrunde 2023 waren, durchs Land gereist. Auf den sechs Stationen Leipzig, N&uuml;rnberg, Mainz, Cottbus, Hannover und Oberhausen hatten sie von Ende Mai bis Anfang Juni 2022 die Pr&auml;ferenzen der Gewerkschaftsbasis abgefragt, in Form von Zukunftswerkst&auml;tten unter dem Motto &bdquo;Tarif vor Ort&ldquo;. Als Ergebnis entschied man sich f&uuml;r keine reine Entgeltrunde mit m&ouml;glichst gro&szlig;em Volumen, was angesichts der hohen Inflation gut nachvollziehbar gewesen w&auml;re. Man wollte stattdessen weitere Forderungen wie beispielsweise notwendige Ver&auml;nderungen in der Entgeltstruktur verhandeln, die aufs Tarifvolumen angerechnet werden. Mit der Anhebung bestimmter Entgelte sollten zum einen die st&auml;ndig steigenden Anforderungen st&auml;rker finanziell vergolten werden und zum anderen die Eingangsstufen angehoben werden, um die Kluft zwischen den Gering- und Hochverdienern ein wenig zu schlie&szlig;en. Die Zukunftswerkst&auml;tten kamen bei der Basis sehr gut an und unterstrichen den Anspruch der EVG als eine Mitmach- und Beteiligungsgewerkschaft.[<a href=\"#foot_03\" name=\"note_03\">03<\/a>]<\/p><p>Eine weitere &Uuml;berraschung ergab sich bei der Forderungsaufstellung. Vorab hatte intern eine Entgeltforderung von 500 Euro pro Monat mit 12 Monaten Laufzeit kursiert &ndash; orientiert an der ver.di-Forderung unter anderem f&uuml;r die Bus- und Eisenbahngesellschaften im &Ouml;ffentlichen Dienst.[<a href=\"#foot_04\" name=\"note_04\">04<\/a>] Doch die hohe Inflation und der Fachkr&auml;ftemangel im Schienenverkehrsbereich aufgrund zu niedriger Entgelte und anstrengender Arbeitsbedingungen taten ihre Wirkung an der Gewerkschaftsbasis. Unter deren Druck beschloss die EVG-Tarifkommission am 07.02.2023 auf der gemeinsamen Auftaktveranstaltung in Fulda einstimmig die gr&ouml;&szlig;te Tarifforderung in ihrer Geschichte, ihre Vorg&auml;ngerorganisationen GdED und Transnet mitgerechnet. Die EVG wollte bei einer Laufzeit von 12 Monaten 650 Euro Entgelterh&ouml;hung pro Monat f&uuml;r alle Besch&auml;ftigten erreichen, alternativ mindestens 12 Prozent Entgelterh&ouml;hung (f&uuml;r Auszubildende und dual Studierende jeweils die H&auml;lfte), sowie eine Fortschreibung bisheriger Errungenschaften durchsetzen &ndash; wie etwa die von der Deutschen Bahn AG zuvor gek&uuml;ndigten Sozialeinrichtungen &bdquo;Fonds soziale Sicherung&ldquo; und &bdquo;WoMo-Fonds&ldquo; (Wohnung und Mobilit&auml;t).[<a href=\"#foot_05\" name=\"note_05\">05<\/a>] Dies war zugleich auch die h&ouml;chste Tarifforderung der Gewerkschaften im SPD-nahen Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) f&uuml;r einen Fl&auml;chentarifvertrag in der aktuellen Tarifrunde 2022\/2023.[<a href=\"#foot_06\" name=\"note_06\">06<\/a>] Diese Punkte forderte die EVG zeitgleich in rund 50 Bahn- und Busgesellschaften, unter dem solidarischen Motto &bdquo;Gemeinsam geht mehr&ldquo;. Die EVG-Mitglieder reagierten &uuml;berwiegend sehr positiv. Selbst vielen Mitgliedern der rivalisierenden, streikfreudigen GDL (Gewerkschaft Deutscher Lokomotivf&uuml;hrer) n&ouml;tigten die hohe Forderung und die anschlie&szlig;ende Streikbewegung einigen Respekt ab, wie bei zahlreichen bahninternen Diskussionen zu sp&uuml;ren war.<\/p><p><strong>Verhandlungsstrategien: Zwei Z&uuml;ge auf Konfrontationskurs<\/strong><\/p><p>Nach dem Beschluss am 07.02.2023 stellten die EVG-Verhandlungsf&uuml;hrer ihre Tarifforderung der Deutschen Bahn AG unmittelbar und somit knapp drei Wochen vor der ersten Verhandlung zu. Die alten Tarifvertr&auml;ge liefen bis zum 01.03.2023. Die EVG sagte &ouml;ffentlich, dass sie nicht die &uuml;bliche &bdquo;Tariffolklore&ldquo; des Arbeitgebers erleben, sondern ab Anbeginn ernsthaft verhandeln wollte. Gleichwohl legte der Arbeitgeber bei der ersten Verhandlung am 28.02.2023 kein schriftliches Angebot vor, sondern Gegenforderungen.[<a href=\"#foot_07\" name=\"note_07\">07<\/a>] Das Bestehen auf schnellen Verhandlungen war aus Arbeitnehmersicht schon deshalb erforderlich, weil die EVG mit der Hypothek eines Realeinkommensverlusts aus dem Jahr 2022 von minus 6,4 Prozent in die Tarifrunde 2023 einstieg. Denn im Jahr 2022 gab es laut dem g&uuml;ltigen Tarifvertrag nur 1,5 Prozent Tariferh&ouml;hung bei einer offiziellen Inflationsrate von 7,9 Prozent.[<a href=\"#foot_08\" name=\"note_08\">08<\/a>] Diesen vergleichsweise niedrigen Abschluss hatte die Gewerkschaft in der Coronazeit verhandelt, als die Ums&auml;tze eingebrochen waren und die Deutsche Bahn AG mit Milliarden Euro aus dem Bundeshaushalt unterst&uuml;tzt werden musste.[<a href=\"#foot_09\" name=\"note_09\">09<\/a>] Die EVG verzichtete aus Solidarit&auml;t und hoffte nun 2023 auf einen &bdquo;Nachschlag&ldquo; aufgrund der hohen Inflation. Au&szlig;erdem stand die EVG-Spitze bei Verhandlungsbeginn am 28.02.2023 unter hohem Zeitdruck, weil sie parallel mit 50 Unternehmen verhandelte und angesichts der F&uuml;lle an Terminen keine Zeit verlieren wollte.<\/p><p>Erheblichen R&uuml;ckenwind f&uuml;r ihre Forderungen erhielt die EVG &ouml;ffentlich wie intern dadurch, dass die DB AG das Grundentgelt der Top-Manager bereits zum Januar 2023 um bis zu 14 Prozent angehoben hatte. Der Vorstand begr&uuml;ndete dies damit, dass die Deutsche Bahn AG ohnehin weniger als andere Konzerne in Deutschland zahlen und beim Kampf um qualifiziertes Personal wettbewerbsf&auml;hig bleiben m&uuml;sse.[<a href=\"#foot_10\" name=\"note_10\">10<\/a>] Pikanterweise gilt dies allerdings in noch gr&ouml;&szlig;erem Ma&szlig;e f&uuml;r die zigtausenden Besch&auml;ftigten im Betriebsdienst, f&uuml;r die der Arbeitgeber das Argument aber nicht z&auml;hlen l&auml;sst, obwohl die DB AG und die gesamte Branche heute schon tausende Stellen insbesondere f&uuml;r die Zugfahrten (Lokf&uuml;hrer und Zugbegleitpersonal), in den Werkst&auml;tten f&uuml;r die Instandhaltung sowie auf den Stellwerken nicht besetzen k&ouml;nnen.[<a href=\"#foot_11\" name=\"note_11\">11<\/a>] Dass der Bahnvorstand im Mai 2023 f&uuml;r das abgelaufene Jahr 2022 eine Rekord-Erfolgsbeteiligung von &uuml;ber 100 Millionen Euro an 30.000 F&uuml;hrungskr&auml;fte der rund 210.000 deutschen Bahnbesch&auml;ftigten aussch&uuml;ttete, heizte die Stimmung in der Tarifrunde zus&auml;tzlich an.[<a href=\"#foot_12\" name=\"note_12\">12<\/a>] Es entstand der Eindruck einer Zwei-Klassen-Gesellschaft: Die &bdquo;Malocher&ldquo; sollen unter anderem mit dem Argument der angeblich &bdquo;leeren Kassen&ldquo; billig abgespeist werden, w&auml;hrend die &bdquo;Topetagen&ldquo; sich schamlos selbst bedienen.<\/p><p>Der zun&auml;chst &ouml;ffentlich stark unter Druck stehende Personalvorstand der Deutschen Bahn AG, Martin Seiler, spielte auf Zeit. Als mit allen Wassern gewaschener fr&uuml;herer Betriebsrat und Gewerkschafter wollte er die EVG damit vermutlich &bdquo;weichkochen&ldquo;, weil er den Leidensdruck der Besch&auml;ftigten aufgrund des Realeinkommensverlusts 2022 und der weiterhin hohen Inflation sehr gut kannte. Auch wusste Seiler ganz genau, dass viele Bahnbesch&auml;ftigte aufgrund ihres niedrigen Einkommens jeden Euro dringend brauchen &ndash; und er dachte wohl, dass sie zu Zugest&auml;ndnissen bereit sind, wenn man sie nur lange genug &bdquo;h&auml;ngen l&auml;sst&ldquo;. Besonders unw&uuml;rdig war dabei das Gezerre um die Durchsetzung des gesetzlichen Mindestlohns von 12,00 Euro beim 100-prozentigen Staatsbetrieb Deutsche Bahn AG. Immerhin 2.000 Kolleginnen und Kollegen wurde dieser bis dato in den Entgelttabellen vorenthalten. Zudem spekulierte Seiler wom&ouml;glich darauf, dass er die bisher noch in keiner Tarifrunde erprobte, neue vierk&ouml;pfige EVG-Spitze um Martin Burkert (Vorsitz), Cosima Ingenschay (stellvertretender Vorsitz), Kristian Loroch (stellvertretender Vorsitz) und Frank Hauenstein[<a href=\"#foot_13\" name=\"note_13\">13<\/a>] leichter zu Zugest&auml;ndnissen n&ouml;tigen k&ouml;nnte als vielleicht deren Vorg&auml;nger.<\/p><p>So machte Personalvorstand Seiler &ouml;ffentlich Stimmung gegen die angeblich krawall- statt sachorientierte EVG und schoss sich auf die Verhandlungsf&uuml;hrer Kristian Loroch und Cosima Ingenschay ein, wie bisher nur auf den GDL-Vorsitzenden Klaus Weselsky. Die EVG habe &bdquo;Ma&szlig; und Mitte verloren&ldquo; und er warf ihr Verantwortungsverweigerung vor.[<a href=\"#foot_14\" name=\"note_14\">14<\/a>] Tats&auml;chlich verlie&szlig;en Seiler und Co. selbst zwei der vier ersten Verhandlungsrunden voreilig und ohne plausible Erkl&auml;rung. Die Folge der Konfrontationspolitik des Arbeitgebers waren eine explosive Stimmung an der Gewerkschaftsbasis sowie zwei gewerkschaftliche Warnstreiks am 27. M&auml;rz 2023 und am 21. April 2023 mit hoher Beteiligung und einem enormen Millionenschaden f&uuml;r das Unternehmen.[<a href=\"#foot_15\" name=\"note_15\">15<\/a>] Die bisherige Strategie des Arbeitgebers des Spielens auf Zeit war erst einmal gescheitert, folglich zog er h&auml;rtere Register und versuchte mit einer Einstweiligen Verf&uuml;gung den vom 14. bis 16.05.2023 geplanten dritten Warnstreik vor dem Arbeitsgericht in Frankfurt am Main zu verbieten. Dies wiederum traf die bisher strikt sozialpartnerschaftlich orientierte und sozialdemokratisch gepr&auml;gte EVG unvorbereitet. Man stimmte &ndash; aufgrund eines Fehlers beim Streikaufruf, der lediglich die Durchsetzung des gesetzlichen Mindestlohns als Ziel des 50-Stunden-Warnstreiks benannte &ndash; in einem Vergleich vor dem Arbeitsgericht dem Streikverzicht bei der Deutschen Bahn AG zu. Der Arbeitgeber musste daf&uuml;r nur schriftlich zusagen, den gesetzlichen Mindestlohn von 12 Euro pro Stunde f&uuml;r rund 2.000 Besch&auml;ftigte beim Staatskonzern umzusetzen und k&uuml;nftige Tariferh&ouml;hungen darauf anzurechnen.[<a href=\"#foot_16\" name=\"note_16\">16<\/a>] Nach dieser juristischen wie kommunikativen Schlappe verzichtete die EVG weitgehend auf eine eigene Kommunikation in der &Ouml;ffentlichkeit wie auch gegen&uuml;ber den eigenen Mitgliedern in der Tarifrunde 2023. Wochenlang herrschte Funkstille, w&auml;hrend im Hintergrund intensive Verhandlungen mit dem Unternehmen folgten.<\/p><p>In die entscheidende Phase trat die Tarifrunde, als EVG-Verhandlungsf&uuml;hrer Kristian Loroch am 14. Juni 2023 an die Presse trat und davon sprach, dass wesentliche Knackpunkte mit der DB AG gel&ouml;st seien. Konkret erw&auml;hnte er die Anerkennung des gesetzlichen Mindestlohns und den weiteren Einbezug von Busgesellschaften und DB Cargo AG &ndash; den chronischen &bdquo;Verlustbringern&ldquo; und deshalb aktuellen &bdquo;Pr&uuml;gelknaben&ldquo; des Bahnvorstands &ndash; in den Konzerntarifvertrag. Jetzt gehe es wesentlich nur noch um die H&ouml;he der Entgelterh&ouml;hung und die Laufzeit des neuen Tarifvertrags bei der Deutschen Bahn AG.[<a href=\"#foot_17\" name=\"note_17\">17<\/a>] Ab dem 20. Juni 2023 schloss die EVG dann mit dem Arbeitgeberverband AG MOVE die ersten Tarifvertr&auml;ge bei den sogenannten nichtbundeseigenen Eisenbahnen oder &bdquo;NE-Bahnen&ldquo; ab. Kristian Loroch lobte diese Abschl&uuml;sse als Vorbild f&uuml;r die DB AG.[<a href=\"#foot_18\" name=\"note_18\">18<\/a>] Anstatt die Kampfst&auml;rke der EVG bei der Deutschen Bahn AG zu nutzen, um auch bei den NE-Bahnen und Bussen einen guten Abschluss zu erzielen, lief es also umgekehrt: Die Abschl&uuml;sse bei den Betrieben mit den schw&auml;cheren Streikbataillonen sollten nun die st&auml;rkere Deutsche Bahn AG &bdquo;mitziehen&ldquo;. Die Tarifabschl&uuml;sse mit den NE-Bahnen behinderten die EVG auch in ihrem Kampf bei der DB AG: Sie musste nun teilweise wieder Z&uuml;ge fahren lassen und schr&auml;nkte damit die Streikm&ouml;glichkeiten auf den Stellwerken &ndash; einer sehr wirksamen &bdquo;Streikhochburg&ldquo; &ndash; ein.<\/p><p>Abgesehen von diesen kurzen Signalen durch Kristian Loroch &uuml;berlie&szlig; die Gewerkschaft die &ouml;ffentliche B&uuml;hne weitgehend Personalvorstand Martin Seiler und Kritikern, die sich auf die EVG einschossen und deren vermeintlich &bdquo;&uuml;berzogene&ldquo; Forderungen gei&szlig;elten[<a href=\"#foot_19\" name=\"note_19\">19<\/a>]. Bahnintern machte sich die GDL-Konkurrenz &uuml;ber die juristische Schlappe der EVG lustig. Vereinzelt tauchte in der &Ouml;ffentlichkeit sogar die Forderung nach einer Einschr&auml;nkung des gewerkschaftlichen Streikrechts wieder aus der rechten, neoliberalen Mottenkiste auf.[<a href=\"#foot_20\" name=\"note_20\">20<\/a>] Dies wurde interessanterweise nicht nur prompt von EVG und DGB[<a href=\"#foot_21\" name=\"note_21\">21<\/a>], sondern auch von der im Deutschen Beamtenbund DBB organisierten, konkurrierenden GDL sofort scharf zur&uuml;ckgewiesen.[<a href=\"#foot_22\" name=\"note_22\">22<\/a>] Zusammen mit einem mehrfach nachgebesserten, vermeintlich gro&szlig;z&uuml;gigen Angebot des Arbeitgebers kippte jedoch die Stimmung in der &Ouml;ffentlichkeit. Au&szlig;erdem hatten die zwei Warnstreiks bei der Deutschen Bahn AG sowie die drei Warnstreiks bei den meisten weiteren Bahn- und Busgesellschaften ihre Spuren auch bei den Besch&auml;ftigten hinterlassen. Im Gegensatz etwa zur IG-Metall-Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie 2018[<a href=\"#foot_23\" name=\"note_23\">23<\/a>] gab es seitens der EVG f&uuml;r ihre Mitglieder n&auml;mlich aus Kostengr&uuml;nden keine Streikgelder. Folglich mussten die streikenden Besch&auml;ftigten den Verdienstausfall f&uuml;r die bis zu 50-st&uuml;ndigen Warnstreiks selbst &uuml;bernehmen, was die oft geringverdienenden Kolleginnen und Kollegen angesichts der noch immer hohen Inflation vor gewaltige Probleme stellte. Somit schien aus Sicht der EVG-Verhandlungsf&uuml;hrung unklar zu sein, ob weitere Warnstreiks mit weiterhin hoher Beteiligung verlaufen w&uuml;rden und ob man einen unbefristeten Streik erfolgreich durchstehen k&ouml;nnte.<\/p><p><strong>Die Schlichtung als Notanker &ndash; f&uuml;r die DB AG oder die EVG-Spitze?<\/strong><\/p><p>Nach langen und kontroversen internen Debatten beschloss der EVG-Bundesvorstand am 21.06.2023 das Scheitern der Tarifverhandlungen mit der Deutschen Bahn AG und die Einleitung der Urabstimmung &uuml;ber einen unbefristeten Streik, vor allem wegen der vom Arbeitgeber gew&uuml;nschten langen Laufzeit von 27 Monaten. Der Arbeitgeber hatte eine tabellenwirksame Entgelterh&ouml;hung von rund 12 Prozent f&uuml;r die niedrigen, 10 Prozent f&uuml;r die mittleren und 8 Prozent f&uuml;r die hohen Entgeltgruppen angeboten, sowie eine steuerfreie Inflationsausgleichspr&auml;mie von 2.850 Euro.[<a href=\"#foot_24\" name=\"note_24\">24<\/a>] Es war dies die erste Streik-Urabstimmung der EVG seit 1992, wenn man ihre Vorg&auml;ngerorganisationen Transnet und GdED mit einbezieht.[<a href=\"#foot_25\" name=\"note_25\">25<\/a>] Der Druck lag somit wieder auf Seiten der Deutschen Bahn AG, die als letzten Joker nun prompt eine Schlichtung durch neutrale Dritte vorschlug. Bei der EVG-Spitze schienen die Nerven blank zu liegen, denn der eigentlich nicht an der Verhandlung beteiligte Vorsitzende Martin Burkert stimmte spontan &ouml;ffentlich dem Vorschlag der Schlichtung zu. Ob man hierbei wusste, worauf man sich einl&auml;sst &ndash; n&auml;mlich einen fertigen Vorschlag der Schlichter ohne Einflussm&ouml;glichkeit der Gewerkschaft &ndash;, ist unklar. Wom&ouml;glich war auch einfach die Angst vor der eigenen Courage bei der EVG-Spitze zu gro&szlig;, also die Furcht vor einem unbefristeten Streik, der ohne ausreichende Beteiligung der Belegschaften und ohne R&uuml;ckendeckung der &Ouml;ffentlichkeit scheitern k&ouml;nnte. So lie&szlig; man sich am 29.06.2023 auf das ungewisse Abenteuer mit der Schlichtung ein.[<a href=\"#foot_26\" name=\"note_26\">26<\/a>]<\/p><p>Beide Seiten benannten jeweils eine Person als Schlichterin bzw. Schlichter. F&uuml;r die EVG wurde die Wirtschafts- und Arbeitsmarktexpertin Heide Pfarr (SPD) benannt, f&uuml;r die Deutsche Bahn AG der fr&uuml;here Bundesinnen- und Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizi&egrave;re (CDU).[<a href=\"#foot_27\" name=\"note_27\">27<\/a>] Heraus kam ein 140-seitiger Text der sogenannten Schlichtungsempfehlung. Das Ergebnis lag, wie von Tarifexpertinnen und -experten nicht anders erwartet, sehr nahe beim letzten Angebot des Unternehmens. Dies kann bei einer Schlichtung auch gar nicht anders sein, da schlie&szlig;lich die Schlichtungsvertreter beider Seiten zu einem gemeinsamen Ergebnis kommen m&uuml;ssen. Die Schlichtung schlug im Wesentlichen 410 Euro monatliche Entgelterh&ouml;hung f&uuml;r alle Besch&auml;ftigten vor, mit 25 Monaten Laufzeit (statt die 27 Monate im vorherigen Angebot des Arbeitgebers), sowie 2.850 Euro steuerfreie Inflationsausgleichspr&auml;mie, eine Erh&ouml;hung der Ausbildungsverg&uuml;tung um 205 Euro (und eine steuerfreie Inflationsausgleichspr&auml;mie f&uuml;r Nachwuchskr&auml;fte von 1.425 Euro) und die Wiedereinsetzung der sozialen Einrichtungen &bdquo;Fonds Soziale Sicherung&ldquo; und &bdquo;WoMo-Fonds&ldquo;.[<a href=\"#foot_28\" name=\"note_28\">28<\/a>] Rechnet man nur die 410 Euro pro Monat und die 25 Monate Laufzeit, so bot der mit derzeit knapp 30 Milliarden Euro verschuldete Konzern den Kolleginnen und Kollegen etwas mehr als ein Drittel der urspr&uuml;nglichen EVG-Forderung von 650 Euro pro Monat auf 12 Monate Laufzeit.[<a href=\"#foot_29\" name=\"note_29\">29<\/a>]<\/p><p>Zahlreiche Basisgliederungen der EVG sowie viele Einzelmitglieder sprachen sich gegen das Schlichtungsergebnis und f&uuml;r einen unbefristeten Streik aus. Ihr Fazit: Die EVG war als Besch&auml;ftigten-Tiger gesprungen und als Bettvorleger des Bahnvorstands gelandet. Sie bem&auml;ngelten viele Punkte, vor allem die lange Laufzeit des Tarifvertrags, die Verschlechterung der Arbeitsbedingungen bei den chronisch defizit&auml;ren Bereichen &ndash; der DB Cargo AG und den Busgesellschaften &ndash; sowie die Spaltung der Belegschaften durch eine zus&auml;tzliche Anhebung nur eines Teils der Entgelttabellen am Ende der Laufzeit des Tarifvertrags Ende M&auml;rz 2025.[<a href=\"#foot_30\" name=\"note_30\">30<\/a>] Sie sahen dies als eine klare Abkehr vom EVG-Tarifmotto &bdquo;Gemeinsam geht mehr&ldquo; bzw. &bdquo;Gemeinsam bleibt gemeinsam&ldquo; sowie vom gewerkschaftlichen Solidarit&auml;tsprinzip. Manche riefen sogar zur Gr&uuml;ndung eines Aktionskomitees Bahn auf.[<a href=\"#foot_31\" name=\"note_31\">31<\/a>] Zudem wurde beklagt, dass die EVG bei vielen kleineren und weniger kapitalstarken Konkurrenzunternehmen der Bahn, den sogenannten &bdquo;NE-Bahnen&ldquo;, einen besseren Abschluss erreicht h&auml;tte. Konkret vereinbarte die Gewerkschaft bei vielen NE-Bahnen eine h&ouml;here tabellenwirksame Entgelterh&ouml;hung und eine k&uuml;rzere Laufzeit, meist 420 Euro im Monat bei nur 21 Monaten Laufzeit.[<a href=\"#foot_32\" name=\"note_32\">32<\/a>] Das Angebot der Deutschen Bahn AG war im Wesentlichen vor allem in drei Punkten besser: 1) Fortf&uuml;hrung der sozialen Einrichtungen; 2) h&ouml;here steuerfreie Inflationspr&auml;mie; 3) Anhebung von drei der sechs Entgeltgruppen[<a href=\"#foot_33\" name=\"note_33\">33<\/a>] &ndash; Funktionsgruppen 1, 3 und 5 &ndash; zum Ende der Tariflaufzeit Ende M&auml;rz 2025, was rund 70.000 Besch&auml;ftigte finanziell besserstellen wird.[<a href=\"#foot_34\" name=\"note_34\">34<\/a>]<\/p><p><strong>Eine ungew&ouml;hnliche Urabstimmung mit vorhersehbarem Ergebnis<\/strong><\/p><p>Dass die EVG-Spitze unbedingt einen unbefristeten Streik vermeiden wollte, machten die offiziellen Stellungnahmen deutlich, in denen die vermeintlichen Vorz&uuml;ge des Schlichtungsergebnisses betont und vor den Risiken eines unbefristeten Streiks gewarnt wurde. Man habe viel erreicht und alles bis dato in der Tarifrunde Erreichte sei bei einer Ablehnung des Schlichtungsergebnisses gef&auml;hrdet.[<a href=\"#foot_35\" name=\"note_35\">35<\/a>] Die erste Urabstimmung seit 1992 und die erste vollst&auml;ndig elektronische Urabstimmung, noch dazu eine Urabstimmung &uuml;ber ein Schlichtungsergebnis, stellte die Gewerkschaft vor eine organisatorische Herausforderung, die von der EVG allerdings erfolgreich gemeistert wurde. Bei den acht Mitgliedsorganisationen im Deutschen Gewerkschaftsbund, so auch bei der EVG, liegt die Zustimmungsquote f&uuml;r einen unbefristeten Streik einheitlich bei &uuml;ber 75 Prozent. Mit dieser hohen H&uuml;rde will man eine gute Streikbeteiligung sicherstellen. Das am 28. August 2023 verk&uuml;ndete Ergebnis der am 11. August 2023 gestarteten Urabstimmung von 52,3 Prozent Ja-Stimmen zum Schlichtungsergebnis liegt deutlich &uuml;ber den notwendigen 25 Prozent, um einen unbefristeten Streik auszuschlie&szlig;en, und 65,3 Prozent sind auch eine ordentliche, repr&auml;sentative Wahlbeteiligung mitten in der Urlaubssaison.[<a href=\"#foot_36\" name=\"note_36\">36<\/a>] Dennoch zeigte die Urabstimmung das Bild einer zerrissenen Gewerkschaft: Ein Drittel stimmte zu, ein Drittel lehnte ab, ein Drittel nahm gar nicht teil.<\/p><p>Das Abstimmungsergebnis kam f&uuml;r fast niemanden &uuml;berraschend, weil viele Besch&auml;ftigte dringend die Entgelterh&ouml;hung brauchen und weil nicht wenige au&szlig;erdem unsicher waren, ob ein unbefristeter Streik &uuml;berhaupt erfolgreich verlaufen w&uuml;rde. &bdquo;Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach&ldquo;, so sahen es zahlreiche der vom Bahnvorstand in der sechsmonatigen Tarifrunde letztlich erfolgreich &bdquo;weichgekochten&ldquo; Kolleginnen und Kollegen. Das materielle Tarifergebnis kann sich zwar im Vergleich zu anderen Tarifabschl&uuml;ssen der DGB-Gewerkschaften in den letzten 12 Monaten durchaus sehen lassen.[<a href=\"#foot_37\" name=\"note_37\">37<\/a>] Der Tarifabschluss ist auch der teuerste in der Geschichte der Deutschen Bahn AG.[<a href=\"#foot_38\" name=\"note_38\">38<\/a>] Doch das Tarifergebnis von insgesamt rund 14,5 Prozent Entgeltsteigerung bis Laufzeitende, einschlie&szlig;lich der Entgeltstrukturverbesserung ab April 2025, d&uuml;rfte angesichts der Inflationsraten 2022 (7,9 Prozent), 2023 und 2024 (erwartet werden rund 6,0 Prozent und 3,0 Prozent[<a href=\"#foot_39\" name=\"note_39\">39<\/a>]) bis zum Ende der Laufzeit am 31. M&auml;rz 2025 dennoch einen klaren Reallohnverlust bedeuten.[<a href=\"#foot_40\" name=\"note_40\">40<\/a>] Es bleibt ein schaler Beigeschmack sowohl bei der langen Laufzeit des Tarifvertrags und der punktuellen Spaltung der Belegschaft im Tarifergebnis als auch beim Weg dorthin. Aus EVG-Sicht ist durchaus eine gr&ouml;&szlig;ere Austritts- bzw. &Uuml;bertrittswelle zur konkurrierenden GDL zu bef&uuml;rchten, weshalb abschlie&szlig;end ein Blick auf Lob und Kritik geworfen werden soll.<\/p><p><strong>Bewertung der Tarifrunde aus gewerkschaftlicher Sicht<\/strong><\/p><p>Lobend zu erw&auml;hnen sind an der EVG-Tarifrunde 2023 erstens die beteiligungsorientierten, basisdemokratischen &bdquo;Zukunftswerkst&auml;tten&ldquo; zur Ermittlung der Tarifforderung, die man f&uuml;r die n&auml;chsten Tarifrunden unbedingt beibehalten sollte. Zweitens &uuml;berraschte die EVG positiv mit ihrer hohen und gut begr&uuml;ndeten Tarifforderung, wobei ihr dies nach dem Tarifabschluss &bdquo;um die Ohren flog&ldquo;, weil sie an der Forderung nach 650 Euro pro Monat bzw. 12 Prozent Entgeltsteigerung f&uuml;r 12 Monate gemessen wurde. Drittens war es sehr l&ouml;blich, dass man versuchte, f&uuml;r 50 Unternehmen solidarisch gleichzeitig zu verhandeln. So wurde die Verhandlungsmacht gerade bei kleineren Unternehmen deutlich gesteigert, die &ndash; nur auf sich gestellt &ndash; wohl einen schlechteren Abschluss erzielt h&auml;tten. Freilich ist die Frage, ob sich die EVG mit dieser Strategie nicht verhoben hat, weil sich die Tarifrunde dadurch sehr lange hinzog und der Abschluss bei der DB AG eher schlechter wurde, als er ohne die 49 anderen Gesellschaften geworden w&auml;re.<\/p><p>Viertens waren die k&auml;mpferischen, professionell organisierten und sehr wirkungsvollen Warnstreiks &auml;u&szlig;erst beachtlich, insbesondere die erstmals durchgef&uuml;hrten 24- bis 50-st&uuml;ndigen Warnstreiks mit einer Rekordbeteiligung von bis zu 35.000 Bahnerinnen und Bahnern.[<a href=\"#foot_41\" name=\"note_41\">41<\/a>] Dass die EVG-Spitze gezielt den Schulterschluss mit ver.di suchte und f&uuml;r den 27. M&auml;rz 2023 zum gemeinsamen bundesweiten Warnstreik anl&auml;sslich der Tarifverhandlungen im &Ouml;ffentlichen Dienst aufrief, war eine hervorragende Idee. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im gesamten &ouml;ffentlichen Verkehrssektor b&uuml;ndelten damit gemeinsam ihre Macht und setzten ein starkes solidarisches Zeichen.[<a href=\"#foot_42\" name=\"note_42\">42<\/a>] F&uuml;r die &bdquo;erste Halbzeit&ldquo; der Tarifrunde kann man somit ein &auml;u&szlig;erst positives Fazit ziehen und sollte die meisten dieser Punkte beibehalten.<\/p><p>In der zweiten H&auml;lfte der Tarifrunde wurde es dann z&auml;h und es h&auml;uften sich die Fehler. Der Hauptkritikpunkt liegt vermutlich in der mangelnden strategischen Aufstellung der EVG: Man rechnete mit einem schnellen Ergebnis bei der Deutschen Bahn AG und wollte dieses dann auf die &uuml;brigen Bahn- und Busgesellschaften &uuml;bertragen. Man hatte nicht vorhergesehen, dass DB-Personalvorstand Martin Seiler die k&auml;mpferische Aufstellung der EVG mit einem radikalen 180-Grad-Kurswechsel beantworten und die Sozialpartnerschaft faktisch aufk&uuml;ndigen w&uuml;rde. Das Verhalten des Bahnvorstands gegen&uuml;ber der EVG unterschied sich kaum mehr von dem gegen&uuml;ber der GDL, die man seit Jahren als &bdquo;feindliche Organisation&ldquo; behandelt. So lenkten am Schluss &uuml;berraschend zahlreiche Konkurrenten der Deutschen Bahn AG, die &bdquo;NE-Bahnen&ldquo;, vor dem Platzhirsch DB AG ein und unterschrieben einen neuen Tarifvertrag mit der EVG. Dies zog das Volumen f&uuml;r den sp&auml;teren Tarifabschluss bei der Deutschen Bahn AG eher nach unten. F&uuml;r die Zukunft wird sich die EVG strategisch so aufstellen m&uuml;ssen, dass sie nicht mehr von der &bdquo;Kampfstrategie&ldquo; eines Martin Seiler &uuml;berrumpelt wird und einen &bdquo;Plan B&ldquo; in der Tasche hat.<\/p><p>Der zweite gro&szlig;e Fehler wurde gemacht, als man den vom 14. Mai bis 16. Mai 2023 geplanten 50-Stunden-Warnstreik mit dem Mindestlohn begr&uuml;ndete. Dies war einerseits ein gro&szlig;artiger Akt der Solidarit&auml;t, doch andererseits gab der Personalvorstand Martin Seiler bei diesem verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig kleinen und kosteng&uuml;nstigen Thema gerne vor dem Arbeitsgericht Frankfurt am Main nach. Damit war der aufwendig geplante Warnstreik letztlich hinf&auml;llig geworden, weil dem Arbeitsgericht die Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit des Streiks nicht mehr gegeben schien. F&uuml;r Warnstreiks wird man k&uuml;nftig zentrale Forderungen als Streikzielbeschl&uuml;sse benennen m&uuml;ssen und nicht nur vermeintlich kleine &bdquo;Nebenforderungen&ldquo;. Der dritte gro&szlig;e Fehler war die Entscheidung, den Besch&auml;ftigten f&uuml;r Warnstreiks kein Streikgeld aus der Gewerkschaftskasse zu bezahlen. Zum einen ist kritisch zu hinterfragen, ob die EVG-Kassen tats&auml;chlich so leer sind, wenn zuletzt 1992 unbefristet gestreikt wurde. Zum anderen n&uuml;tzen volle Kassen nichts, wenn daf&uuml;r die Streikfront nicht steht. Die IG Metall hat das verstanden und mit der Einf&uuml;hrung der 24-Stunden-Warnstreiks im Jahr 2015 auch zugleich die optionale Zahlung von Streikgeld in ihre Satzung aufgenommen; davon sollte die EVG lernen.[<a href=\"#foot_43\" name=\"note_43\">43<\/a>]<\/p><p>Der vierte Fehler bestand darin, dass man anscheinend mehr Angst vor dem unbefristeten Streik hatte als der Arbeitgeber Deutsche Bahn AG und sich daher gerne in die Schlichtung &bdquo;rettete&ldquo;. Wom&ouml;glich geschah dies seitens der EVG-Spitze auch teilweise in Unkenntnis der Mechanismen und man dachte ernsthaft, dass man bei einer Schlichtung noch nachverhandeln k&ouml;nne, was aber nicht der Fall ist. Zu &uuml;berpr&uuml;fen ist dabei auch die Arbeitsverteilung im gesch&auml;ftsf&uuml;hrenden Vorstand, wenn der Vorsitzende nicht am Verhandlungstisch sitzt, aber &uuml;ber die Medien den Verzicht auf die sofortige Urabstimmung zugunsten der Schlichtung verk&uuml;ndet &ndash; und damit ein wesentliches Druckmittel f&uuml;r ein besseres Ergebnis ohne Not &bdquo;herschenkt&ldquo;. Erfolgreiche Tarifpolitik beruht auch auf einer klaren Rollenverteilung: Wer nicht am Verhandlungstisch sitzt, der h&auml;lt sich heraus, zumindest &ouml;ffentlich. Diese Rollenverteilung kann nur aus zwingenden Gr&uuml;nden aufgehoben werden, etwa bei der Nutzung des nicht am Verhandlungstisch befindlichen Vorsitzenden als &bdquo;Joker&ldquo;, was hier jedoch nicht der Fall war.<\/p><p>Als f&uuml;nften Lerneffekt sollte die EVG-F&uuml;hrung die Frage der Kommunikation mitnehmen. Anfangs gelang es noch sehr gut, teilweise auch unterst&uuml;tzt von den Medien, die eigenen Forderungen und Positionen in die &Ouml;ffentlichkeit zu bringen. Mit der Zuspitzung der Auseinandersetzung wurde dies immer schwerer und nach der Niederlage vor dem Arbeitsgericht Frankfurt am Main am 14.05.2023 wurde die Kommunikation fast vollst&auml;ndig eingestellt. So machte man zwar keinen weiteren Fehler, lie&szlig; jedoch die eigenen Mitglieder im Unklaren und &uuml;berlie&szlig; dem Gegner kampflos das Feld. Als man die Kommunikation wieder startete, drang eine Kakophonie an T&ouml;nen in die &Ouml;ffentlichkeit. Erst erkl&auml;rte der gesch&auml;ftsf&uuml;hrende Vorstand, dass man mit dem letzten Angebot des Arbeitgebers leben k&ouml;nnte. Dann widerrief der Bundesvorstand diese Orientierung und beschloss die Einleitung der Urabstimmung, zur Erleichterung vermutlich eines Gro&szlig;teils der Gewerkschaftsbasis.[<a href=\"#foot_44\" name=\"note_44\">44<\/a>] Kurz darauf jedoch verk&uuml;ndete der Gewerkschaftsvorsitzende Martin Burkert f&uuml;r den gesch&auml;ftsf&uuml;hrenden Vorstand die Annahme der vom Bahnvorstand vorgeschlagenen Schlichtung anstelle der direkten Urabstimmung.[<a href=\"#foot_45\" name=\"note_45\">45<\/a>] Hier k&ouml;nnten auch unterschiedliche Orientierungen eine Rolle gespielt haben &ndash; sozialpartnerschaftlich versus konfliktorientiert. In jedem Fall sollte eine Gewerkschaft bei einer Tarifrunde in ihrer Kommunikation und strategischen Ausrichtung einig auftreten, nach innen wie nach au&szlig;en. Am leichtesten gelingt dies, wenn man sich inhaltlich einig ist und wenn eine Person offiziell den Hut aufhat.<\/p><p>Ob die EVG nun angesichts ihrer gesammelten Erfahrungen in dieser Tarifrunde dauerhaft vom traditionell sozialpartnerschaftlichen Kurs auf einen st&auml;rker konfliktorientierten Kurs gegen&uuml;ber der Deutschen Bahn AG und der gesamten Branche umschwenkt, wie das die GDL bereits seit 2008 praktiziert, bleibt abzuwarten. Klar ist, dass in Zeiten knapper Kassen und einer reaktion&auml;ren Zeitenwende in der Bundespolitik &ndash; Stichwort: &bdquo;Kanonen statt Butter&ldquo; &ndash; nur &uuml;ber den Kampf eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen auch im Verkehrsbereich gelingen kann, und dass es eine sozial&ouml;kologische Verkehrswende nur mit guter Arbeit gibt. Klar ist auch, dass ein auf Profit ausgerichteter Bahnsektor keinen wesentlichen Beitrag zur Verkehrswende leisten kann und dass die EVG in diesem Sinne unter anderem die Privatisierung der Beh&ouml;rde Bundesbahn (Umwandlung in die Deutsche Bahn AG 1994) kritisch hinterfragen sollte; die &Uuml;berf&uuml;hrung von Schienennetz, Bahnh&ouml;fen und Energiesparte der DB AG in eine gemeinwohlorientierte Infrastrukturgesellschaft ab dem Jahr 2024 k&ouml;nnte hierf&uuml;r einen neuen Diskussionsanlass bieten.[<a href=\"#foot_46\" name=\"note_46\">46<\/a>] Klar ist nicht zuletzt, dass man &uuml;ber den k&uuml;nftigen Kurs &ndash; st&auml;rker sozialpartnerschaftlich oder st&auml;rker konfliktorientiert &ndash; eine Verst&auml;ndigung in der Gewerkschaft erreichen muss, weil eine gespaltene Organisation keine nachhaltigen Erfolge erzielen kann. Von dieser grunds&auml;tzlichen Orientierung h&auml;ngt es wohl auch ma&szlig;geblich ab, ob man das Glas nach dieser au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Tarifrunde 2023 als eher halb voll oder eher halb leer betrachtet.<\/p><p>Zum Autor: <em><strong>Michael Kraus<\/strong><\/em><em>, geboren 1975, ist Politikwissenschaftler. Er ist ehemaliger Hauptamtlicher der DGB-Gewerkschaften NGG (Nahrung-Genuss-Gastst&auml;tten) und IG Metall (Industriegewerkschaft Metall) sowie seit 12 Jahren wissenschaftlicher Mitarbeiter verschiedener Betriebsr&auml;te. Er ist zudem seit 20 Jahren ehrenamtlich in der Gewerkschaftsbewegung aktiv, bei IG Metall, DGB, NGG und EVG (Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft). Seit 2022 arbeitet er als B&uuml;roleiter und wissenschaftlicher Referent beim Betriebsrat der Zentrale der Deutschen Bahn Cargo AG in Mainz.<\/em><\/p><p>Titelbild: Shutterstock \/ Jiaye Liu<\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<strong>Mehr zum Thema:<\/strong><br>\n<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96919\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96919<\/a><br>\n<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75073\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75073<\/a><br>\n<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86210\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86210<\/a><br>\n<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83833\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83833<\/a>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_01\" name=\"foot_01\">&laquo;01<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1175862.tarifkonflikt-deutschen-bahn-blaues-auge-fuer-die-evg-fuehrung.html\">nd-aktuell.de\/artikel\/1175862.tarifkonflikt-deutschen-bahn-blaues-auge-fuer-die-evg-fuehrung.html<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_02\" name=\"foot_02\">&laquo;02<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.evg-online.org\/meldungen\/details\/news\/10917\/\">evg-online.org\/meldungen\/details\/news\/10917\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_03\" name=\"foot_03\">&laquo;03<\/a>] <a href=\"https:\/\/imtakt.evg-online.org\/ausgaben\/2022-\/-05\/tarif-vor-ort-mit-rueckenwind-in-die-naechste-tarifrunde\">imtakt.evg-online.org\/ausgaben\/2022-\/-05\/tarif-vor-ort-mit-rueckenwind-in-die-naechste-tarifrunde<\/a> und <a href=\"https:\/\/express.evg-online.org\/aktuell\/vorbereitung-zur-tarifrunde\/tarif-vor-ort\/\">express.evg-online.org\/aktuell\/vorbereitung-zur-tarifrunde\/tarif-vor-ort\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_04\" name=\"foot_04\">&laquo;04<\/a>] <a href=\"https:\/\/gesundheit-soziales-bildung.verdi.de\/tarifbereiche\/oeffentlicher-dienst\/++co++7545973c-4970-11ed-ba9f-001a4a160111\">gesundheit-soziales-bildung.verdi.de\/tarifbereiche\/oeffentlicher-dienst\/++co++7545973c-4970-11ed-ba9f-001a4a160111<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_05\" name=\"foot_05\">&laquo;05<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/150063\/5435481\">presseportal.de\/pm\/150063\/5435481<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_06\" name=\"foot_06\">&laquo;06<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.wsi.de\/de\/forderungen-37241.htm\">wsi.de\/de\/forderungen-37241.htm<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.wsi.de\/de\/tarifrunde-2023-forderungen-44291.htm\">wsi.de\/de\/tarifrunde-2023-forderungen-44291.htm<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_07\" name=\"foot_07\">&laquo;07<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.evg-online.org\/meldungen\/details\/news\/tarifrunde-2023-db-ag-provoziert-durch-destruktives-verhalten-fruehe-arbeitskaempfe-kein-schriftl\/\">evg-online.org\/meldungen\/details\/news\/tarifrunde-2023-db-ag-provoziert-durch-destruktives-verhalten-fruehe-arbeitskaempfe-kein-schriftl\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_08\" name=\"foot_08\">&laquo;08<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.deutschebahn.com\/de\/presse\/pressestart_zentrales_uebersicht\/Einigung-mit-der-EVG-Tarifrunde-bei-der-DB-abgeschlossen-6865210\">deutschebahn.com\/de\/presse\/pressestart_zentrales_uebersicht\/Einigung-mit-der-EVG-Tarifrunde-bei-der-DB-abgeschlossen-6865210<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Presse\/Pressemitteilungen\/2023\/01\/PD23_022_611.html\">destatis.de\/DE\/Presse\/Pressemitteilungen\/2023\/01\/PD23_022_611.html<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_09\" name=\"foot_09\">&laquo;09<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.evg-online.org\/tarifpolitik\/news-2021\/tarifverhandlungen-erfolgreich-abgeschlossen-betriebsfrieden-wiederhergestellt\/\">evg-online.org\/tarifpolitik\/news-2021\/tarifverhandlungen-erfolgreich-abgeschlossen-betriebsfrieden-wiederhergestellt\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_10\" name=\"foot_10\">&laquo;10<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/wirtschaft\/deutsche-bahn-top-manager-kriegen-deutlich-mehr-grundgehalt\/\">businessinsider.de\/wirtschaft\/deutsche-bahn-top-manager-kriegen-deutlich-mehr-grundgehalt\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_11\" name=\"foot_11\">&laquo;11<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.evg-online.org\/meldungen\/details\/news\/tarifrunde-2023-erhebliche-belastung-der-bisher-geuebten-sozialpartnerschaft-10511\/\">evg-online.org\/meldungen\/details\/news\/tarifrunde-2023-erhebliche-belastung-der-bisher-geuebten-sozialpartnerschaft-10511\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_12\" name=\"foot_12\">&laquo;12<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/investigativ\/ndr-wdr\/deutsche-bahn-boni-100.html\">tagesschau.de\/investigativ\/ndr-wdr\/deutsche-bahn-boni-100.html<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_13\" name=\"foot_13\">&laquo;13<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.evg-online.org\/ueber-uns\/struktur-der-evg\/vorstand-der-evg\/\">evg-online.org\/ueber-uns\/struktur-der-evg\/vorstand-der-evg\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_14\" name=\"foot_14\">&laquo;14<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/finanzen\/boerse\/ticker\/tarifstreit-bei-deutsche-bahn-vorstand-seiler-fordert-evg-umgehend-zur-fortsetzung-der-verhandlungen-auf\/0DACEC00B942A251\/\">t-online.de\/finanzen\/boerse\/ticker\/tarifstreit-bei-deutsche-bahn-vorstand-seiler-fordert-evg-umgehend-zur-fortsetzung-der-verhandlungen-auf\/0DACEC00B942A251\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_15\" name=\"foot_15\">&laquo;15<\/a>] <a href=\"https:\/\/express.evg-online.org\/tarifverhandlungen-kat\/nachrichten\/die-wut-unserer-kolleginnen-und-kollegen-ist-riesengross\/\">express.evg-online.org\/tarifverhandlungen-kat\/nachrichten\/die-wut-unserer-kolleginnen-und-kollegen-ist-riesengross\/<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.evg-online.org\/tarifpolitik\/tarifrunde-2023\/live-ticker-zur-tarifrunde-2023\/\">evg-online.org\/tarifpolitik\/tarifrunde-2023\/live-ticker-zur-tarifrunde-2023\/<\/a> sowie <a href=\"https:\/\/www.evg-online.org\/tarifpolitik\/tarifrunde-2023\/zweiter-bundesweiter-warnstreik\/\">evg-online.org\/tarifpolitik\/tarifrunde-2023\/zweiter-bundesweiter-warnstreik\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_16\" name=\"foot_16\">&laquo;16<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/wirtschaft\/beitrag\/2023\/05\/bahn-warnstreik-evg-eilantrag-einigung-kein-warnstreik.html\">rbb24.de\/wirtschaft\/beitrag\/2023\/05\/bahn-warnstreik-evg-eilantrag-einigung-kein-warnstreik.html<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.deutschebahn.com\/de\/presse\/pressestart_zentrales_uebersicht\/Streik-abgewendet-DB-und-EVG-schliessen-Vergleich-vor-Gericht-10634370\">deutschebahn.com\/de\/presse\/pressestart_zentrales_uebersicht\/Streik-abgewendet-DB-und-EVG-schliessen-Vergleich-vor-Gericht-10634370<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_17\" name=\"foot_17\">&laquo;17<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/mobilitaet\/2023-06\/deutsche-bahn-evg-tarifeinigung\">zeit.de\/mobilitaet\/2023-06\/deutsche-bahn-evg-tarifeinigung<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_18\" name=\"foot_18\">&laquo;18<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.evg-online.org\/tarifpolitik\/tarifrunde-2023\/transdev-gruppe-durchbruch-bei-tarifverhandlungen-erster-abschluss-mit-420-euro-mehr-im-monat\/\">evg-online.org\/tarifpolitik\/tarifrunde-2023\/transdev-gruppe-durchbruch-bei-tarifverhandlungen-erster-abschluss-mit-420-euro-mehr-im-monat\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_19\" name=\"foot_19\">&laquo;19<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.noz.de\/deutschland-welt\/politik\/artikel\/streik-bei-der-bahn-forderungen-der-evg-sind-ueberzogen-44980721\">noz.de\/deutschland-welt\/politik\/artikel\/streik-bei-der-bahn-forderungen-der-evg-sind-ueberzogen-44980721<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_20\" name=\"foot_20\">&laquo;20<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article244162821\/Mehrheit-der-Deutschen-spricht-sich-fuer-Einschraenkung-des-Streikrechts-aus.html\">welt.de\/politik\/deutschland\/article244162821\/Mehrheit-der-Deutschen-spricht-sich-fuer-Einschraenkung-des-Streikrechts-aus.html<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/deutschland\/panorama\/bahn-streik-122.html\">mdr.de\/nachrichten\/deutschland\/panorama\/bahn-streik-122.html<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_21\" name=\"foot_21\">&laquo;21<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.evangelisch.de\/inhalte\/215312\/01-05-2023\/dgb-vorsitzende-fahimi-warnt-vor-einschraenkung-des-streikrechts\">evangelisch.de\/inhalte\/215312\/01-05-2023\/dgb-vorsitzende-fahimi-warnt-vor-einschraenkung-des-streikrechts<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_22\" name=\"foot_22\">&laquo;22<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/claus-weselsky-im-interview-der-bahnvorstand-faehrt-so-gut-wie-nie-zug-er-wird-in-limousinen-kutschiert_id_189202875.html\">focus.de\/politik\/deutschland\/claus-weselsky-im-interview-der-bahnvorstand-faehrt-so-gut-wie-nie-zug-er-wird-in-limousinen-kutschiert_id_189202875.html<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_23\" name=\"foot_23\">&laquo;23<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.igmetall.de\/tarif\/was-sind-eigentlich-24-stunden-warnstreiks\">igmetall.de\/tarif\/was-sind-eigentlich-24-stunden-warnstreiks<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.igmetall.de\/service\/leistungen\/streikgeld-was-mitgliedern-im-arbeitskampf-zusteht\">igmetall.de\/service\/leistungen\/streikgeld-was-mitgliedern-im-arbeitskampf-zusteht<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_24\" name=\"foot_24\">&laquo;24<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/tarifverhandlungen-bahn-evg-102.html\">tagesschau.de\/wirtschaft\/tarifverhandlungen-bahn-evg-102.html<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_25\" name=\"foot_25\">&laquo;25<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/archiv\/1992-dauerte-streik-zwoelf-tage-hintergrund-erst-zwei-unbefristete-flaechen-streiks-im-oeffentlichen-dienst\/2218586.html\">handelsblatt.com\/archiv\/1992-dauerte-streik-zwoelf-tage-hintergrund-erst-zwei-unbefristete-flaechen-streiks-im-oeffentlichen-dienst\/2218586.html<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_26\" name=\"foot_26\">&laquo;26<\/a>] <a href=\"https:\/\/express.evg-online.org\/tarifverhandlungen-kat\/die-kombination-von-schlichtung-und-urabstimmung-bedeutet-direkte-mitgliederbeteiligung\/\">express.evg-online.org\/tarifverhandlungen-kat\/die-kombination-von-schlichtung-und-urabstimmung-bedeutet-direkte-mitgliederbeteiligung\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_27\" name=\"foot_27\">&laquo;27<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/wirtschaft\/ein-sommer-ohne-bahnstreiks-schlichtungsplaene-werden-konkret,Tj9iRMg\">br.de\/nachrichten\/wirtschaft\/ein-sommer-ohne-bahnstreiks-schlichtungsplaene-werden-konkret,Tj9iRMg<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_28\" name=\"foot_28\">&laquo;28<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.evg-online.org\/index.php?id=1942\">evg-online.org\/index.php?id=1942<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_29\" name=\"foot_29\">&laquo;29<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.ruhrbarone.de\/urabstimmung-bei-der-evg-deutsche-bahn-vor-triumph-ueber-die-gewerkschaft\/222881\/\">ruhrbarone.de\/urabstimmung-bei-der-evg-deutsche-bahn-vor-triumph-ueber-die-gewerkschaft\/222881\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_30\" name=\"foot_30\">&laquo;30<\/a>] Es gibt Verbesserungen bei den Funktionsgruppen 1 (Anlagen- und Fahrzeuginstandhaltung), 3 (Bahnbetrieb und Netze) und 5 (Bahnservice und Vertrieb). Erst in der n&auml;chsten Tarifrunde ab 2025 sollen auch die Funktionsgruppen 2 (Zugbildung\/-bereitstellung Schieneng&uuml;terverkehr), 4 (Lokfahrdienst) und 6 (Allgemeine Aufgaben) profitieren. Die Zugest&auml;ndnisse bei den &bdquo;Verlustbringern&ldquo; umfassen unter anderem eine Stunde l&auml;ngere Arbeitszeit bei den Busgesellschaften (39,5 statt 38,5 Stunden\/Woche) sowie die K&uuml;rzung von Pausenzeiten bei der DB Cargo AG (pauschale Verg&uuml;tung von Umkleide- und Waschzeiten statt einer Zeitgutschrift sowie nur noch 62 Stunden &ndash; statt bisher 72 Stunden &ndash; arbeitsfreie Bl&ouml;cke zwischen den Arbeitsphasen).<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_31\" name=\"foot_31\">&laquo;31<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.wsws.org\/de\/articles\/2023\/08\/06\/ugcm-a06.html\">wsws.org\/de\/articles\/2023\/08\/06\/ugcm-a06.html<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.wsws.org\/de\/articles\/2023\/08\/09\/evgs-a09.html\">wsws.org\/de\/articles\/2023\/08\/09\/evgs-a09.html<\/a> sowie <a href=\"https:\/\/www.wsws.org\/de\/articles\/2023\/08\/15\/meke-a15.html\">wsws.org\/de\/articles\/2023\/08\/15\/meke-a15.html<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.wsws.org\/de\/articles\/2023\/08\/23\/bahn-a23.html\">wsws.org\/de\/articles\/2023\/08\/23\/bahn-a23.html<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_32\" name=\"foot_32\">&laquo;32<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.evg-online.org\/tarifpolitik\/tarifrunde-2023\/tarifrunde-2023-abschluesse-bei-den-ne-bahnen-schlichtung-bei-der-db-ag\/\">evg-online.org\/tarifpolitik\/tarifrunde-2023\/tarifrunde-2023-abschluesse-bei-den-ne-bahnen-schlichtung-bei-der-db-ag\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_33\" name=\"foot_33\">&laquo;33<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.evg-online.org\/tarifpolitik\/tarifvertraege-aktuell\/ab-2017\/basistv-uetv-fgr-funktionsgruppenspezifische-tarifvertraege\/\">evg-online.org\/tarifpolitik\/tarifvertraege-aktuell\/ab-2017\/basistv-uetv-fgr-funktionsgruppenspezifische-tarifvertraege\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_34\" name=\"foot_34\">&laquo;34<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.evg-online.org\/index.php?id=1942\">evg-online.org\/index.php?id=1942<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_35\" name=\"foot_35\">&laquo;35<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.evg-online.org\/meldungen\/details\/news\/evg-bundesvorstand-empfiehlt-annahme-der-schlichtungsschlussempfehlung-10868\/\">evg-online.org\/meldungen\/details\/news\/evg-bundesvorstand-empfiehlt-annahme-der-schlichtungsschlussempfehlung-10868\/<\/a> und <a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/der-abschluss-bei-der-deutschen-bahn-tarifpolitik-in-zeiten-von-krise-und-krieg\/\">diefreiheitsliebe.de\/politik\/der-abschluss-bei-der-deutschen-bahn-tarifpolitik-in-zeiten-von-krise-und-krieg\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_36\" name=\"foot_36\">&laquo;36<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.evg-online.org\/meldungen\/details\/news\/10917\/\">evg-online.org\/meldungen\/details\/news\/10917\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_37\" name=\"foot_37\">&laquo;37<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.wsi.de\/de\/abschluesse-37240.htm\">wsi.de\/de\/abschluesse-37240.htm<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.wsi.de\/de\/tarifrunde-2023-abschluesse-44292.htm\">wsi.de\/de\/tarifrunde-2023-abschluesse-44292.htm<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_38\" name=\"foot_38\">&laquo;38<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/kompromissvorschlag-im-tarifstreit-bahn-schlichter-legen-ergebnis-vor-10217092.html\">tagesspiegel.de\/wirtschaft\/kompromissvorschlag-im-tarifstreit-bahn-schlichter-legen-ergebnis-vor-10217092.html<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_39\" name=\"foot_39\">&laquo;39<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.mehrwertsteuerrechner.de\/inflation\/inflation-deutschland\/prognose\/\">mehrwertsteuerrechner.de\/inflation\/inflation-deutschland\/prognose\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_40\" name=\"foot_40\">&laquo;40<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.stern.de\/news\/bahnbeschaeftigte-stehen-vor-bisher-hoechstem-lohnzuwachs---einigung-bei-schlichtung-33685904.html\">stern.de\/news\/bahnbeschaeftigte-stehen-vor-bisher-hoechstem-lohnzuwachs&mdash;einigung-bei-schlichtung-33685904.html<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.wsws.org\/de\/articles\/2023\/08\/09\/evgs-a09.html\">wsws.org\/de\/articles\/2023\/08\/09\/evgs-a09.html<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_41\" name=\"foot_41\">&laquo;41<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.evg-online.org\/tarifpolitik\/tarifrunde-2023\/live-ticker-zur-tarifrunde-2023\/\">evg-online.org\/tarifpolitik\/tarifrunde-2023\/live-ticker-zur-tarifrunde-2023\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_42\" name=\"foot_42\">&laquo;42<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/warnstreik-verkehr-101.html\">tagesschau.de\/wirtschaft\/warnstreik-verkehr-101.html<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_43\" name=\"foot_43\">&laquo;43<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.igmetall.de\/service\/leistungen\/streikgeld-was-mitgliedern-im-arbeitskampf-zusteht\">igmetall.de\/service\/leistungen\/streikgeld-was-mitgliedern-im-arbeitskampf-zusteht<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_44\" name=\"foot_44\">&laquo;44<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.evg-online.org\/tarifpolitik\/tarifrunde-2023\/tarifverhandlungen-mit-db-ag-gescheitert-evg-bundesvorstand-beschliesst-urabstimmung\/\">evg-online.org\/tarifpolitik\/tarifrunde-2023\/tarifverhandlungen-mit-db-ag-gescheitert-evg-bundesvorstand-beschliesst-urabstimmung\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_45\" name=\"foot_45\">&laquo;45<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/bahn-streik-wie-der-evg-chef-die-schlichtung-organisierte-19034546.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2\">faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/bahn-streik-wie-der-evg-chef-die-schlichtung-organisierte-19034546.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_46\" name=\"foot_46\">&laquo;46<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.deutschebahn.com\/resource\/blob\/10467300\/6f78fbcdf53c15ef0263e382e2c6e447\/20230330_Faktenblatt_InfraGo-data.pdf\">deutschebahn.com\/resource\/blob\/10467300\/6f78fbcdf53c15ef0263e382e2c6e447\/20230330_Faktenblatt_InfraGo-data.pdf<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.allianz-pro-schiene.de\/presse\/pressemitteilungen\/gemeinwohl-infrastruktur\/\">allianz-pro-schiene.de\/presse\/pressemitteilungen\/gemeinwohl-infrastruktur\/<\/a>\n<\/p><\/div><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/cde2ce33cc314fc5886b01baa13d566b\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie die Gewerkschaft der <em>Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG)<\/em> am 28. August 2023 bekanntgab, haben ihre stimmberechtigten Mitglieder in der Urabstimmung mit einer knappen Mehrheit von 52,3 Prozent beschlossen, dass sie die in der Schlichtung vorgeschlagenen Regelungen als Tarifabschluss 2023 annehmen, bei einer Wahlbeteiligung von 65,3 Prozent.[<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103282#foot_01\" name=\"note_01\">01<\/a>] Damit war der unbefristete Streik abgewendet.[<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103282#foot_02\"<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103282\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":103283,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,109,73],"tags":[1152,268,1233,365,319,317,693,1176,324],"class_list":["post-103282","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-gewerkschaften","category-verkehrspolitik","tag-basisdemokratie","tag-deutsche-bahn","tag-evgtransnet","tag-inflation","tag-lohnentwicklung","tag-mindestlohn","tag-schlichtung","tag-streik","tag-tarifvertraege"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/shutterstock_2280762485.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/103282","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=103282"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/103282\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":103317,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/103282\/revisions\/103317"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/103283"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=103282"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=103282"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=103282"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}