{"id":103325,"date":"2023-09-05T09:49:19","date_gmt":"2023-09-05T07:49:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103325"},"modified":"2023-09-05T12:11:34","modified_gmt":"2023-09-05T10:11:34","slug":"leserbriefe-zu-nicht-aiwanger-die-sz-ist-der-boese-bube-verkehrte-welt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103325","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eNicht Aiwanger, die SZ ist der b\u00f6se Bube. Verkehrte Welt!\u201c"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103064\">In diesem Beitrag<\/a> ist der Text des Aiwanger-Flugblattes wiedergegeben worden. Albrecht M&uuml;ller hat sich dazu und zur Person Hubert Aiwanger kritisch ge&auml;u&szlig;ert. Wir danken f&uuml;r die zahlreichen, interessanten und kritischen Leserbriefe. Hier eine Auswahl, die sehr lang geraten ist. <strong>Christian Reimann<\/strong> hat sie f&uuml;r Sie zusammengestellt.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Vorab einige erg&auml;nzende Anmerkungen von Albrecht M&uuml;ller:<\/strong><\/p><p>Es sind au&szlig;erordentlich viele Leserbriefe eingetroffen. Sie sind mehrheitlich kritisch. Viele sind schon fast eigene Essays der Absender und zugleich Belege f&uuml;r die Pr&auml;senz und Qualit&auml;t der NachDenkSeiten-Leserinnen und -Leser. Beim Lesen habe ich einiges gelernt und so zum Beispiel einen etwas freundlicheren Blick auf das Wirken von Hubert Aiwanger, insbesondere auf seine vern&uuml;nftige Rolle in der Corona-Zeit, gewonnen.<\/p><p>Bei der Formulierung des kritischen Textes &uuml;ber das Flugblatt, &uuml;ber Aiwanger und die S&uuml;ddeutsche Zeitung bin ich von meinen eigenen Erfahrungen als 13- bis 16-J&auml;hriger ausgegangen. Ich hatte damals, also Anfang der F&uuml;nfzigerjahre, schon gro&szlig;es Interesse an politischen Vorg&auml;ngen und speziell am Umgang mit der Nazizeit. Pr&auml;gend war unter anderem eine eigenartige Konstellation von Lehrerinnen und Lehrern am Heidelberger Helmholtz-Gymnasium. Wir hatten in der Quarta, also in der Sieben, einen betagten kurzsichtigen Englischlehrer, der gelegentlich weinend vor der Klasse stand und den Verlust seines Sohnes im Krieg beklagte. Der Kontrapunkt war ein Mathematiklehrer, der zwischen 1940 und 1945 Direktor des gleichen Gymnasiums war und ein bisschen degradiert worden war. Er hatte seine Nazivergangenheit und Kriegsbegeisterung nicht abgelegt; er erz&auml;hlte oft stundenlang und begeistert von Panzerschlachten. W&auml;hrend einer dieser Erz&auml;hlungen habe ich mich, damals 13 Jahre, zu Wort gemeldet und ihn darauf aufmerksam gemacht, dass wir Mathematikunterricht haben. Diese fr&uuml;he antimilitaristische Erfahrung habe ich &ndash; f&auml;lschlicherweise &ndash; auf die Jugendzeit Aiwangers und des ihm zugeschriebenen Flugblatts &uuml;bertragen. <\/p><p>Dabei habe ich nicht beachtet, dass die Mehrheit der jungen Menschen heute wie auch in der Zeit von Aiwangers Jugend nicht &auml;hnlich politisiert und antimilit&auml;risch aufw&auml;chst, wie das anfangs der F&uuml;nfzigerjahre in den Jugendkreisen meiner Heimat &uuml;blich war. Wir hatten zum Beispiel in unserem Dorf eine evangelische Jugend-Gruppe, in der wir uns kritisch mit der Wiederbewaffnung West-Deutschlands auseinandersetzten. Wir haben damals einschl&auml;gige Texte und B&uuml;cher pro und contra Krieg und Wiederbewaffnung gelesen und diskutiert, und sogar einen Demonstrationszug gegen die Wiederbewaffnung organisiert. Wir hatten im politischen Raum Vorbilder f&uuml;r den Widerstand gegen Milit&auml;r und Wiederbewaffnung, zum Beispiel den sp&auml;teren Bundespr&auml;sidenten Gustav Heinemann, der aus Protest gegen die Wiederbewaffnung die erste Regierung Adenauer verlie&szlig;, zum Beispiel auch Heinemanns Kompagnon Erhard Eppler.<\/p><p>Ich habe bei der Formulierung meines Textes nicht beachtet, dass dies in Hubert Aiwangers jugendlichem Umfeld anders war. Verstehen kann ich trotzdem nicht, dass man in Kenntnis der deutschen Geschichte und im Wissen um die Verbrechen in Auschwitz, Dachau und an vielen anderen Orten einen solchen Text formulieren kann. Insofern kann ich guten Gewissens meinen kritischen Text nicht zur&uuml;cknehmen. Allerdings h&auml;tte ich angesichts der Tatsache, dass der stellvertretende bayerische Ministerpr&auml;sident sein Bedauern ausgedr&uuml;ckt hat, meinen Text freundlicher formulieren k&ouml;nnen.<\/p><p>Die in meinem Text formulierte Einsch&auml;tzung, die Kampagne der S&uuml;ddeutschen Zeitung schade vermutlich dem stellvertretenden Ministerpr&auml;sidenten von Bayern bei den Wahlen nicht, halte ich nach wie vor f&uuml;r richtig. Sie wird ihm vermutlich nutzen. Damit widerspreche ich vielen Leserbriefschreibern. Diese gehen davon aus, die Kampagne der S&uuml;ddeutschen Zeitung w&uuml;rde Aiwanger schaden und sei auch so gedacht. Das halte ich f&uuml;r eine Fehleinsch&auml;tzung.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Morgen Herr M&uuml;ller,<br>\n&nbsp;<br>\nin der Welt, <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103064\">die Ihnen scheinbar vorschwebt<\/a>, m&ouml;chte ich nicht leben. Das ist eine Welt ohne Vergebung, ohne Gnade und mit ewiger Haft f&uuml;r vergangene Worte oder Taten, selbst f&uuml;r die von Jugendlichen. Ihnen reichen die Mittel des Strafrechts nicht, Sie m&ouml;chten auch noch Jahrzehnte sp&auml;ter etwas, das wie Rache wirkt, auch wenn Verfehlungen strafrechtlich l&auml;ngst verj&auml;hrt sind. Wollen Sie das wirklich, ein Richter sein jenseits der&nbsp;geltenden Rechtsnormen? SED-Funktion&auml;re in dem Land, in dem ich 30 Jahre lebte, waren das auch.<\/p><p>Erinnert Sie das nicht an Wahlk&auml;mpfe in den USA, wo man in der Vergangenheit der Kandidaten nach scheinbaren Verfehlungen sucht, mit denen man diese diskreditieren kann?&nbsp;<\/p><p>Das Flugblatt ist extrem unappetitlich. Aber noch viel unbek&ouml;mmlicher scheint mir eine Welt zu sein, in der jeder in der fernen Vergangenheit nach Dingen suchen darf, mit denen man Menschen kompromittieren und jenseits von geltenden Gesetzen sanktionieren kann. Falls Sie das f&uuml;r moralisch halten, w&uuml;rde mich das sehr irritieren. Das Wort Rechtsstaat verk&auml;me dann zur leeren Floskel. H&auml;tten die schwarzen S&uuml;dafrikaner nach Ende der Apartheid nach Ihren Ma&szlig;st&auml;ben gehandelt, h&auml;tten sie vielleicht alle Wei&szlig;en erschlagen oder unterdr&uuml;ckt. Dort war man kl&uuml;ger.<br>\n&nbsp;<br>\nBeste Gr&uuml;&szlig;e<br>\nReinhard Lange<\/p><p>Nachtrag: An meiner Mittelschule (In der DDR: Allgemeinbildende Polytechnische Oberschule) kursierte, als wir so 13 oder 14 Jahre alt waren folgender Witz: &ldquo;Wie viele Juden braucht man&nbsp;f&uuml;r die Olympischen Spiele? Antwort: 1.100&nbsp;und zwar 100 f&uuml;r das olympische Feuer und 1.000 f&uuml;r die Aschenbahn.&rdquo; Ich denke, wir waren damals alle schon in Buchenwald gewesen und wir kannten das Schicksal der Juden aus dem Unterricht gut und auch aus den Erz&auml;hlungen unserer Eltern, z.B. &uuml;ber die Kristallnacht. Pogromnacht sagte damals noch niemand. Keiner&nbsp;wollte Juden verbrennen oder verbrennen sehen. Wir empfanden das als grenzwertigen und sehr schwarzen Humor. Wie w&uuml;rden Sie heute &uuml;ber meine Klassenkameraden entscheiden lassen? Soll der Staatsschutz ermitteln? Sollen die damals 13j&auml;hrigen r&uuml;ckwirkend in Einrichtungen der Jugendhilfe eingewiesen werden und die &auml;lteren, falls sie heute B&uuml;rgermeister oder Abgeordnete oder leitende Angestellte sind, aus ihren Positionen entfernt werden? Denken Sie die Dinge bitte zu Ende. Sie haben doch sicher keine doppelten Standards.<\/p><p>Im Zweifel k&ouml;nnte&nbsp;Aiwanger ja Jugoslawien v&ouml;lkerrechtswidrig bombardieren. Das ist erwiesenerma&szlig;en straffrei m&ouml;glich und man darf danach Minister oder Kanzler bleiben. Aber Schr&ouml;der und Fischer haben ja als Jugendliche kein Flugblatt mit Auschwitz-Bezug verbreitet. Sie haben lediglich den Tod von Menschen zu verantworten. Oder muss man Aiwanger nur entnazifizieren? Dann k&ouml;nnte er noch Kanzler werden wie Kiesinger in einer Koalition mit der SPD, vielleicht mit Ihnen als Redenschreiber.&nbsp;<\/p><p>Gru&szlig;<br>\nRL<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo,<\/p><p>es ist gut, dass Autoren und Leser der Nachdenkseiten auch Kontroversen austragen.<\/p><p>M&uuml;llers Verachtung und Abscheu gegen&uuml;ber dem Text sind voll berechtigt. Allerdings verdr&auml;ngt er, dass das nicht kontrovers ist. Aiwanger selbst und auch der Bruder teilen heute ausdr&uuml;cklich diese Verurteilung des Textes. Wenn da auch nur ein winziger Vorbehalt erkennbar oder &ndash; begr&uuml;ndet &ndash; zu vermuten w&auml;re, w&uuml;rde ich M&uuml;llers Position zustimmen. Das ist nicht so und einschl&auml;gige Vorw&uuml;rfe sind leicht durchschaubar interessengeleitet. &Uuml;brigens: Mit den politischen Positionen der FW bin ich durchaus nicht einig.<\/p><p>Deshalb ist es f&uuml;r die Urteilsbildung wesentlich, den kontroversen Teil der Affaire in den Blick zu nehmen. Wenige Wochen vor der Wahl verbreitet die SZ massiv&nbsp;und bisher ohne Beweis den Verdacht, der FW-Spitzenkandidat habe diesen Text verfasst. Dieser Verdacht muss nach gegenw&auml;rtigem Kenntnisstand als falsch gelten. (Die zwischenzeitliche Themenverschiebung auf die Aktentasche soll davon nur ablenken.) Daf&uuml;r k&ouml;nnte ich noch minimales Verst&auml;ndnis haben, wenn dieser Text in irgendeiner nachvollziehbaren Weise zur Politik des H. Aiw. jetzt und in der Vergangenheit passen w&uuml;rde. Das ist nicht so. H. Aiw. steht politisch rechts und f&uuml;r eine bajuwarische Sprechweise. Das mindert nicht seinen Anspruch auf eine Behandlung durch die Medien, die den akzeptierten moralischen und rechtlichen Ma&szlig;st&auml;ben entspricht. Sonst handelt es sich nicht um eine normale Tendenzpresse, sondern um Kampfpresse. Die SZ als Kampfpresse ist das Thema und die Kontroverse und das ist leider nicht ganz neu.<\/p><p>Ein fortschrittlicher Zweck &ndash; der Kampf gegen rechts &ndash;&nbsp;heiligt nicht die Mittel. Schon die zunehmende Sprachform &ldquo;Kampf gegen rechts&rdquo; halte ich f&uuml;r einen Verfall des Debattenniveaus. Rechts ist ein normaler Teil des demokratischen Spektrums und &ndash; gef&auml;lligst &ndash; von rechtsextrem strikt zu unterscheiden. In dieser zunehmend autorit&auml;ren Debattenlandschaft kann man fast darauf warten, dass z.B. Herr Hofreiter (vulgo Panzer-Toni) demn&auml;chst fordert, ein Verbot der FW d&uuml;rfe nicht ausgeschlossen werden.<\/p><p>Nicht zuletzt: Meine klassisch linke Umgebung bringe ich gerne mit diesem Sprachspiel in Verlegenheit: Menschenrechte gelten auch f&uuml;r rechte Menschen.<\/p><p>J&uuml;rgen Kunze<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>So sehr ich Ihre Beitr&auml;ge zur politischen und gesellschaftlichen Entwicklung hier auf den Nachdenkseiten sch&auml;tze und ich mit vielen &uuml;bereinstimme, so f&uuml;hle ich mich bei diesem Ihren Beitrag doch aufgefordert, einen anderen Standpunkt zu &auml;u&szlig;ern.<\/p><p>Ich denke, wir sind uns darin einig, dass dieses Pamphlet Aiwangers, bemessen an den Worten und am Ausdruck der Sprache, wohl mehr als geschmacklos ist. Es ist ein v&ouml;llig gedankenfreies, empathiefreies Spielen mit den nationalsozialistischen Vernichtungsideen.<\/p><p>Allerdings, wenn ich den Text mehrmals lese, dann habe ich das Gef&uuml;hl, dass die Motivation dahinter nicht nationalsozialistisches Hassdenken ist, sondern eher jugendlicher Frust, vielleicht auch pubert&auml;res Gehabe und Aufbegehren. Eben gedankenfreies Spielen. Es ist daher keine prim&auml;r ideologische Hassschrift &ndash; und daher nach meinem Gef&uuml;hl auch wesentlich nachsichtiger einzuordnen.<\/p><p>Herr M&uuml;ller, Sie sehen es anders, aber f&uuml;r mich macht es einen Unterschied, ob die Worte ein 16-J&auml;hriger oder ein Erwachsener, beispielsweise jenseits der 30, geschrieben hat. Ein Jugendlicher sucht die Grenzen und testet sie aus. Auch spielt es schon eine Rolle, wie lange es her ist, als die Schrift verfasst wurde. 35 Jahre ist mehr als eine Generation lang.<\/p><p>Es gibt falsche und irrige Gedanken, die ich selbst vor vielen Jahren gedacht, gesagt und manchmal nach au&szlig;en ge&auml;u&szlig;ert habe, &uuml;ber die ich mich heute nur noch selbst wundern kann, da sie meinem heutigen Denken in keinster Weise mehr entsprechen.<\/p><p>Aber gerade die aufrichtige Reue, die innere Distanzierung, die ich heute dar&uuml;ber empfinde, gibt die Berechtigung und sogar die Pflicht, mich trotzdem an der gesellschaftlichen Meinungsbildung, an der &ouml;ffentlichen Diskussion zu beteiligen. Sich klein zu machen und sich zur&uuml;ckzuziehen, wegen Worten, die man in unangemessener Weise vor 30 Jahren ausgesprochen hat, w&auml;re ein falscher Weg. Die freie, soziale und politische Beteiligung darf nicht endlos in Frage gestellt werden. Das gilt meiner Meinung nach auch f&uuml;r Herrn Aiwanger in gleicher Weise.<\/p><p>Eine lebensl&auml;ngliche &Auml;chtung kann ich nicht guthei&szlig;en. Das w&uuml;rde bedeuten, dass man es f&uuml;r ausgeschlossen erachtet, eine Entwicklung als Mensch vollziehen zu k&ouml;nnen. Jeder Mensch ist zur Entwicklung und zur L&auml;uterung f&auml;hig. Jeder kann Fehler machen und sie sp&auml;ter eingestehen. Jeder Einzelne hat dadurch auch die Chance, sich selbst an sich selbst zu messen, und dadurch &uuml;ber sich hinauszuwachsen, ohne darauf angewiesen zu sein, lediglich eine andere Person, oder ein Gutmenschsein nachzuahmen. Und gerade ein solcher Mensch, im Bewusstsein eines Fehlers, kann ungeahnte soziale Kr&auml;fte entwickeln und sich f&uuml;r die Mitmenschen einsetzen &ndash; eben weil er sich einer Schuld bewusst ist und diese korrigieren m&ouml;chte.<\/p><p>Nicht umsonst stellt man ehemalige Kriminelle, Drogenh&auml;ndler, Drogenabh&auml;ngige vor Sch&uuml;ler, damit sie glaubhaft erz&auml;hlen, wie sie letztlich sich aus der schicksalhaften Situation befreien konnten. Sie werden sogar als Vorbilder vorgestellt. Nicht umsonst gibt es auch ein Jugendstrafrecht, das Taten von Jugendlichen anders bewertet als von Erwachsenen. Nicht umsonst verj&auml;hren die meisten Vergehen.<\/p><p>H&auml;tte Herr Aiwanger bis vor kurzem (sagen wir zwei Jahre) weiterhin im Sinne dieses Pamphlets gesprochen, sich entsprechend menschenverachtend ge&auml;u&szlig;ert und verhalten, dann w&uuml;rde ich Ihnen, Herr M&uuml;ller, vollstens zustimmen. Aber dar&uuml;ber ist scheinbar nichts bekannt. Das w&auml;re wohl auch l&auml;ngst medial breitgeschlagen worden.<\/p><p>Im &Uuml;brigen folgte dem Pamphlet anscheinend keine entsprechende Tat, die als &uuml;bergriffig, gewaltt&auml;tig oder nationalistisch bewertet werden k&ouml;nnte.<\/p><p>Die Denunziation aber ist eine Tat, die nahe an nationalsozialistische &sbquo;Kulturgebr&auml;uche&lsquo; heranreicht, begangen anscheinend vom Lehrer Aiwangers. Oder wie in aktuelleren Berichten geschildert durch ehemalige Mitsch&uuml;ler. Das halte ich f&uuml;r erb&auml;rmlich und kleingeistig. Die Denunziationsstellen, die heute gesetzlich eingerichtet werden sollen, die ja lediglich den Sinn haben, unerw&uuml;nschte Meinungen und &Auml;u&szlig;erungen zu sammeln und auszusortieren (seht: der unterst&uuml;tzt Putin, dieser &auml;u&szlig;ert sich demokratiefeindlich, der ist ein Nazi, usw.), die aber bedeuten, die Meinungsfreiheit zu unterminieren, Menschen gegeneinander aufzuhetzen, gerade diese sind Einrichtungen, die manchen nationalsozialistischen Handlungen (Denunziantentum, Blockwartsystem) recht nahe kommen. Doch diese Taten bleiben von der &Ouml;ffentlichkeit weitgehend unbehelligt. Wo ist dar&uuml;ber der Aufschrei der SZ?<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nFranz Stettwieser<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag Herr M&uuml;ller,<\/p><p>bevor ich Sie kritisiere, m&ouml;chte ich mich f&uuml;r Ihre Verdienste bedanken. Mit der Gr&uuml;ndung der Nachdenkseiten haben Sie ein wichtiges Projekt auf den Weg gebracht. Ohne die Nachdenkseiten g&auml;be es inzwischen so gut wie keine kritische Berichterstattung mehr aus dem linken Lager. Zudem haben Sie mit Ihren B&uuml;chern &uuml;ber Manipulationstechniken wohl nicht nur mir die Augen ge&ouml;ffnet, wie die Eliten ihre Ideen mit den Methoden der Meinungsmache durchsetzen.<\/p><p>Ihrem Beitrag zu dem Aiwanger-Flugblatt kann ich dennoch nicht zustimmen. Zun&auml;chst einmal haben Sie nat&uuml;rlich recht, wenn Sie hervorheben, dass die Inhalte des Pamphlets zutiefst menschenverachtend sind. Richtig finde ich auch, dass Sie den Text vollst&auml;ndig ver&ouml;ffentlicht haben. damit wir Leser &ndash; endlich &ndash; beurteilen k&ouml;nnen, um was es bei der Sache &uuml;berhaupt geht. Und ganz ohne Zweifel: Jedes Wort dieses grausamen Texts ist eine Ungeheuerlichkeit.<br>\nZu der Zeit, als Herr Aiwanger den Text geschrieben und\/oder verbreitet hat, war ich ungef&auml;hr genauso alt wie er. Allerdings besuchte ich kein Gymnasium, sondern blo&szlig; eine schn&ouml;de Realschule. Hetzerische Parolen, wie sie aus dem Pamphlet hervorgehen, waren damals nicht un&uuml;blich. Es war die Zeit der rassistischen Witze. Die Jugendlichen teilten sich in Gruppen, die f&uuml;r unterschiedliche Lebensstile und unterschiedliche politische Gesinnungen standen. Es gab Punker und Popper, M&uuml;slis und Metal Freaks, Grufties und Normalos.<\/p><p>Spr&uuml;che, wie sie in dem abgelichteten Flugblatt zitiert sind, h&ouml;rte man damals von den meisten aufgelisteten Gruppen, au&szlig;er von den M&uuml;slis und den Punkern. Man a&szlig; &bdquo;Mohrenk&ouml;pfe&ldquo; und &bdquo;Negerk&uuml;sse&ldquo;, Nacktschnecken nannte man &bdquo;Judenschnecken&ldquo; und wenn es sonntags irgendwo zum Essen ging, standen auf den Speisekarten so abscheuliche Gerichte wie &bdquo;Zigeunerschnitzel&ldquo;. &bdquo;Zehn kleine Negerlein&ldquo; war ein popul&auml;res Kinderlied, und wenn ein verdienter Mitarbeiter eines Unternehmens, der nicht mehr gebraucht wurde, von seinem Chef einen Tritt bekommen hat, quittierte man das mit Spr&uuml;chen wie: &bdquo;Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan&ldquo;. Das mag Ihnen gefallen oder nicht, es ist die Wahrheit.<\/p><p>Erzogen wurden wir Jugendliche damals von den Nachkommen der 68-er Generation, die sich als Weltenretter und ethisch h&ouml;herstehende Wesen verstanden. Wir haben viel Wichtiges von diesen Menschen gelernt und ich danke es ihnen bis heute, dass sie uns eine kritischere Einstellung zur Obrigkeit gelehrt haben. In mancher Beziehung nervten diese Leute aber auch; vor allem, wenn sie versuchten, uns unser jungentypisches Verhalten auszutreiben und uns alle in unterern&auml;hrte, birkenstocktragende Bessermenschen zu verwandeln. Wegen dieses stillen Konformit&auml;tsdrucks gefielen sich manche m&auml;nnliche Angeh&ouml;rige meiner Generation mit Spr&uuml;chen, wie wir sie in Aiwangers Pamphlet finden, gerade weil diese Spr&uuml;che so menschenverachtend und grausam waren. Aus meiner Sicht hatten solche Parolen wenig mit dem zu tun, was sie vordergr&uuml;ndig ausdr&uuml;ckten. F&uuml;r die meisten, die so redeten, ging es vielmehr darum, sich explizit gegen das zu stellen, was einem die Lehrer Tag f&uuml;r Tag eintrichterten. Es ging um Reaktanz. Es ging darum, sich von der Erwachsenenwelt m&ouml;glichst krass zu distanzieren.<\/p><p>Sie schreiben unterschwellig, der Text w&uuml;rde zeigen &bdquo;wes Geistes Kind der (Aiwanger) ist&ldquo;. Das d&uuml;rfe man ja wohl noch fragen, wenn nichts von einer L&auml;uterung bekannt sei. Dabei wissen Sie doch besser als jeder andere, dass Aiwanger nach so einer Medien-Attacke (die er gewisserma&szlig;en verdient hat) sagen k&ouml;nnte, was er wollte. Er w&uuml;rde seine Situation auf jeden Fall verschlechtern. Herr Aiwanger hat in der j&uuml;ngeren Vergangenheit &uuml;brigens durchaus gezeigt, &bdquo;wes Geistes Kind&ldquo; er ist. Er hat sich n&auml;mlich in einer Zeit, in der die gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in Deutschland wieder einmal Hochkonjunktur feierte, deutlich auf die Seite von denjenigen geschlagen, die von gro&szlig;en Teilen der Gesellschaft die S&uuml;ndenbockrolle zugeschrieben bekommen haben. Erinnern Sie sich noch? Aiwanger hat es gewagt, sich gegen &bdquo;die Bewegung&ldquo; zu stellen, als die Bundesregierung zwischen 2020 und 2022 r&uuml;cksichtlos gegen Menschen hetzte, die sich nicht als Versuchskaninchen f&uuml;r einen experimentellen Impfstoff zur Verf&uuml;gung stellen wollten. Aus meiner Sicht war das der gr&ouml;&szlig;te Angriff auf die Demokratie, die Menschenw&uuml;rde und die Freiheit, die es seit dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland gegeben hat. Und wer stellte sich auf die Seite der Verlierer? Aiwanger!<\/p><p>Sicher, nachdem der Druck zu gro&szlig; wurde, hat er seine Haltung revidiert und eine aus meiner Sicht opportunistische Position eingenommen. Bis dahin hatten ihn die Hy&auml;nen der Mainstream-Presse allerdings schon so durch den Kakao gezogen, dass ich mir an seiner Stelle l&auml;ngt einen Strick besorgt und mich aufgeh&auml;ngt h&auml;tte. Die &ldquo;linken&rdquo; Alt-Achtundsechziger a la Lindenberg, Niedecken und Gr&ouml;nemayer hetzten indessen gegen Ungeimpfte, als handele es sich bei dieser Minderheit um wahre Ausgeburten der H&ouml;lle. Sie wirkten dabei nicht viel souver&auml;ner als Bundeskanzler Scholz, als er die Friedensbewegten M&uuml;nchens k&uuml;rzlich als &bdquo;gefallene Engel&ldquo; titulierte.<\/p><p>Nochmals: Der Text, den Aiwanger da in seinem Schulranzen mit sich herumtrug, spottet jeder Beschreibung. Er ist grauenhaft, menschenverachtend und geschichtsvergessen. Wir sollten uns aber in Erinnerung rufen, dass es gerade Aiwanger gewesen ist, der sich in einer finsteren Zeit als einer der wenigen Politiker wenigstens einigerma&szlig;en bew&auml;hrt hat. W&auml;hrend des Corona-Terrors hat er sich eben nicht auf die Seite von denjenigen gestellt, denen es darum gegangen ist, unser Grundgesetz durch zweifelhafte Ma&szlig;nahmen zu einer besseren Hausordnung zu degradieren. Stattdessen hat er&nbsp;&ouml;ffentlich eine klare Gegenposition zum Mainstream eingenommen und sich offen auf die Seite der S&uuml;ndenb&ouml;cke gestellt. Das war mutig und hat vielen Kraft gegeben, die sich damals als &bdquo;Blinddarm der Gesellschaft&ldquo; und als &bdquo;Sozialparasiten&ldquo; haben beschimpfen lassen m&uuml;ssen. Er stand damit &uuml;brigens explizit auch auf der Seite der vielen Ausl&auml;nder, deren mangelnde Impfbereitschaft unsere Pressevertreter offen auf mangelnde Bildung, religi&ouml;se Verbohrtheit und fehlerhafte kulturelle Pr&auml;gungen zur&uuml;ckf&uuml;hrten. Haben Sie das schon vergessen, Herr M&uuml;ller?<\/p><p>Wenn ein Jugendlicher im Eifer des Gefechts einen anderen Jugendlichen erschl&auml;gt, ersticht oder auf andere Weise ermordet, wird das von unserer Rechtsordnung in vielen F&auml;llen zurecht als Jugends&uuml;nde betrachtet. Das Jugendstrafrecht findet sogar Anwendung, wenn ein Erwachsener bis 21 Jahre so handelt und er noch nicht &uuml;ber die notwendige Reife verf&uuml;gt, um das Unrecht seiner Tat einzusehen und nach dieser Einsicht zu handeln. Jugendstrafrecht bedeutet, dass die Strafe der Erziehung dient. Im Klartext hei&szlig;t das, die Rechtsordnung glaubt selbst bei jugendlichen M&ouml;rdern noch daran, dass man sie durch Erziehung l&auml;utern kann. Sie dagegen stellen die Frage, wes Geistes Kind einer IST, der im Alter von 17 Jahren ein fragw&uuml;rdiges Pamphlet verfasst oder verbreitet hat. Daf&uuml;r habe ich kein Verst&auml;ndnis, selbst wenn der Text, den Herr Aiwanger da vor vielen Jahren mit sich herum getragen hat, ohne Zweifel jeder Beschreibung spottet.<\/p><p>Ganz zum Schluss m&ouml;chte ich Ihnen noch ein kriminologisches Faktum mit auf den Weg geben: Jugendliche haben zu allen Zeiten und an allen Orten schon immer gegen die Rechtsordnung versto&szlig;en &ndash; zum Beispiel durch Volksverhetzung wie in dem Aiwanger-Pamphlet oder durch Raub&uuml;berf&auml;lle, Diebst&auml;hle oder Schlimmeres. Die allermeisten der jungen Delinquenten fangen sich wieder und f&uuml;hren als Erwachsene ein normkonformes Leben. Kriminologen sprechen in diesem Zusammenhang von einer Spontanremission, weil sich die kriminelle Phase meist von selbst erledigt, ohne dass es hierzu einer &auml;u&szlig;eren Intervention bedarf. Man kann sich das veranschaulichen, indem man die Kriminalit&auml;tsbelastung nach Altersstufen auf einer Kurve auftr&auml;gt. Das k&ouml;nnen Sie zum Beispiel hier&nbsp;Jugendkriminalit&auml;t: Aktuelle Entwicklung und Ausstieg&nbsp;nachlesen.Im Kern geht es bei der Aff&auml;re Aiwanger um die Frage, wie man mit einem Menschen umgehen sollte, der sich als junger Mensch nicht normkonform verhalten hat.<\/p><p>Meiner Meinung nach sollten Sie vorsichtig sein, wenn Sie aus dem Verhalten eines Menschen als Jugendlicher R&uuml;ckschl&uuml;sse auf das Verhalten dieses Menschen als Erwachsener ziehen m&ouml;chten. Aus diesem Grund finde ich in der Tat, dass die Aff&auml;re Aiwanger mehr eine Aff&auml;re der S&uuml;ddeutschen Zeitung als eine Aff&auml;re des stellvertretenden bayerischen Ministerpr&auml;sidenten ist.<br>\nVielleicht habe ich Sie mit meinen Argumenten ja zum Nachdenken angeregt, so wie Sie das normalerweise mit mir tun. Falls nicht, w&auml;re es sch&ouml;n, wenn Sie meinen Standpunkt wenigstens nicht als rechtes Gefasel beiseite wischen w&uuml;rde.Ob Sie diesen Leserbrief ver&ouml;ffentlichen oder nicht, ist mir egal, solange Sie im Falle einer Ver&ouml;ffentlichung nur mein K&uuml;rzel angeben.&nbsp;<\/p><p>F&uuml;r eine Antwort w&auml;re ich Ihnen sehr dankbar.<\/p><p>Mit freundlichen und wohlgesonnen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nM. F.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<br>\n&nbsp;<br>\nich meine, dass Sie sich irren! Nat&uuml;rlich kann kein Zweifel dar&uuml;ber bestehen, dass dieses Flugblatt absto&szlig;end und menschenverachtend war. Aber es gibt auch&nbsp; Rechte auf Pers&ouml;nlichkeitsentwicklung, Reue und Vergebung. Das gilt insbesondere bzgl. Verhaltensweisen, die man in (sp&auml;t)pubertierendem Alter gezeigt hat. Dabei d&uuml;rfen insoweit f&uuml;r Politiker keine anderen Ma&szlig;st&auml;be gelten als f&uuml;r B&uuml;rger. Dass, wie der Fraktionsvorsitzende der SPD im bayerischen Landtag behauptet hat, die mediale Kampagne nichts mit der Landtagswahl am 8. Oktober zu tun habe, ist offensichtlich Quatsch. Allerdings kenne ich Herrn Aiwanger nicht pers&ouml;nlich. Sollte er immer noch der Typ sein, der er zurzeit des Flugblatts allem Anschein nach war, muss er aus der Regierung entfernt werden.<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nMilitzer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>Ich muss Ihnen recht geben, dieses &bdquo;Machwerk&ldquo; ist unterirdisch.<\/p><p>Allerdings bleiben Fragen:<\/p><p>Gilt f&uuml;r Herrn Aiwanger nicht zun&auml;chst auch die Unschuldsvermutung? Sind Sie da nicht auch in eine der von Ihnen hinreichend beschriebenen Fallen getappt?<\/p><p>Auch Sie pl&auml;dieren doch daf&uuml;r, dass Menschen ihren Verstand gebrauchen\/entwickeln (so habe ich Sie zumindest bisher verstanden) &ndash; warum gestehen Sie Herrn Aiwanger nicht zu dies eventuell getan zu haben?<\/p><p>Gibt es in Zusammenhang mit der Ver&ouml;ffentlichung m&ouml;glicherweise Rechtsverst&ouml;&szlig;e? Die Unterlagen kommen ja offenbar von einem Lehrer; der w&auml;re ja wohl zur Verschwiegenheit verpflichtet.<\/p><p>Der Zeitpunkt der Ver&ouml;ffentlichung ist doch &auml;u&szlig;erst merkw&uuml;rdig; ich unterstelle mal die sogenannten &bdquo;interessierten Kreise&ldquo; haben das schon lange in der Schublade. Und damit w&auml;ren wir wieder bei den von Ihnen so treffend beschriebenen Manipulationstechniken.<\/p><p>Die Liste lie&szlig;e sich noch weiterf&uuml;hren; Fragen &uuml;ber Fragen&hellip;.<\/p><p>Ich muss auch feststellen, dass das Krisenmanagement von Herrn Aiwanger &auml;u&szlig;erst mangelhaft ist &ndash; vor allem, wenn wie behauptet, das Problem seit Jahren latent bekannt ist. Kann ein &bdquo;Politprofi&ldquo; echt so doof sein hier keine Strategie zu entwickeln?<\/p><p>Und so bleibt auch Ihnen und uns Allen wieder mal nur anzuraten:<\/p><p>Glaube wenig, Hinterfrage alles, Denke selbst!<\/p><p>Herzlichen Dank an Sie und Ihr Team f&uuml;r die wertvolle Arbeit &ndash; dank Ihnen verk&uuml;mmert der gesunde Menschenverstand nicht ganz so schnell!<\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nJosef M&uuml;ller<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>Erst einmal meine Hochachtung vor ihnen und ihrem Einsatz f&uuml;r eine bessere Welt. Ich verfolge dies seit Jahren mit Interesse und nahezu v&ouml;lliger Zustimmung.<\/p><p>Im obigen Beitrag kann ich Ihnen aber nicht mehr folgen.<br>\nIch bin auch schon 70, aber kann mich an meine Jugend noch gut erinnern.<br>\nEin solches Schreiben, als Jux gemeint, ohne jeglichen Bezug zur Realit&auml;t kenne ich zur Gen&uuml;ge.<br>\nIch w&uuml;rde es keinem meiner Jugendkameraden pauschal &uuml;bel nehmen.<br>\nDazu w&auml;re eine &Uuml;berpr&uuml;fung der Gesinnung (ob es in Anbetracht der dahinterstehenden Verbrechen) noch aufrechterhalten w&uuml;rde, notwendig.<\/p><p>Spr&uuml;che und &auml;hnliches aus dieser Zeit kenne ich noch genug. Keinem dieser Spr&uuml;cheklopfer w&uuml;rde ich ernsthaft eine derartige menschenfeindliche Gesinnung unterstellen.<br>\nEs war schlicht &ldquo;interessant und nur lustig&rdquo; so etwas von sich zu geben, ohne das eigentlich erforderliche Durchdenken, was es f&uuml;r Andere, Betroffene bedeutet.<\/p><p>Nein, es ist das Gleiche, was sich in unserer Gesellschaft breit macht, ein grunds&auml;tzliches Verurteilen von Aussagen und Handlungen, die ich bei rein einseitiger Betrachtung nicht teile.<\/p><p>Hochachtungsvoll<br>\nG&uuml;nter Mantoan<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo liebes Nachdenkseiten-Team,<\/p><p>Zuallererst: Dieses Pamphlet ist auch in meinen Augen ein ganz starkes St&uuml;ck und in keinster Weise zu tolerieren!<\/p><p>Jedoch stellen sich mir folgende Fragen:<\/p><p>Wurden die Sch&uuml;ler damals zu einer Erkl&auml;rung seitens der Lehrerschaft bzw. des Direktorats aufgefordert und was waren die Konsequenzen, die sie ziehen mussten?<br>\nGab es daraufhin Wiederholungsf&auml;lle in der gleichen Art?<br>\nWer und wann wurde dieser Vorfall bei Frau Esken (oder wem auch immer) gemeldet und was waren die Beweggr&uuml;nde dieser Person, es erst jetzt zu tun?<\/p><p>Vergessen wir nicht: Menschen k&ouml;nnen Fehler machen, k&ouml;nnen sie bereuen und k&ouml;nnen sich &auml;ndern.<\/p><p>Das gilt f&uuml;r alle &ndash; ob Kinder, Jugendliche oder Erwachsene.<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e<br>\nMartina R.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr M&uuml;ller!&nbsp;<\/p><p>Vielen Dank f&uuml;r die Klarstellung und vor allem, da&szlig; Sie den Text des &ldquo;Flugblattes&rdquo; &ouml;ffentlich machen.<br>\nDas hat mich in der medialen Diskussion n&auml;mlich bis jetzt am meisten gest&ouml;rt, da&szlig; man immer nur die sich darauf berufenden Anschuldigungen gegen Aiwanger zu h&ouml;ren bekam, nicht jedoch das Delikt selbst beurteilen durfte. Und die wenigsten von uns lesen die SZ, wo das Flugblatt wohl auch abgedruckt war.<\/p><p>Der Vorgang (also die von Ihnen genannten Leserbriefe) zeigt wohl auch, diesmal im negativen Sinn, wie gro&szlig; der Vertrauensverlust der Menschen in die gro&szlig;en Medien inzwischen ist, da&szlig; sie spontan, und wohl ohne Kenntnis der Tatsachen hier eine weitere Kampagne gegen einen unliebsamen Politiker vermuten, wie das ja in den meisten F&auml;llen inzwischen so ist. Es wird instinktiv das Gegenteil dessen, was in den Medien gemeldet wird, f&uuml;r wahr gehalten, was auch nicht hilfreich ist. So zerst&ouml;rt ist die Debattenkultur in diesem Lande inzwischen.&nbsp;<\/p><p>Das &ldquo;Flugblatt&rdquo; ist nat&uuml;rlich indiskutabel. Und wenn Aiwanger etwas damit zu tun hat, sollte er schleunigst den Hut nehmen. Aber trotz aller Beteuerungen f&uuml;hrender bayrischer Oppositionspolitiker ist es eben doch auch Wahlkampf, und die Ver&ouml;ffentlichung zu diesem Zeitpunkt sicher kein Zufall! Und wenn sich ausgerechnet eine Katharina Schulze, in Bayern Fraktionsvorsitzende der Gr&uuml;nen, dar&uuml;ber echauffiert, stellen sich mir die Nackenhaare auf! Denn sie selbst hat sich mehr als einmal schwer im Ton vergriffen. Bei vielen Themen MeToo genauso wie Corona. So forderte sie in der TAZ (13.2.22) &ldquo;Schlu&szlig; mit der Appeasementpolitik gegen&uuml;ber Querdenken&rdquo; und im Bayrischen Landtag sprach sie sich am 1.12.2021 allen Ernstes daf&uuml;r aus, Ungeimpften (!! nicht Infzierten!) den Zugang zum Handel zu verwehren. Sie also buchst&auml;blich auszuhungern! Das ist von der Sprache der Nazis in den 30er Jahren nicht mehr so weit enfernt!&nbsp;<\/p><p>Die Aufregung um Aiwanger mag sachlich begr&uuml;ndet sein. Moralisch aber emp&ouml;ren sich mal wieder die Falschen.&nbsp;&nbsp;<\/p><p>Gru&szlig; Ole.<\/p><ul>\n<li><a href=\"https:\/\/taz.de\/Gruene-Schulze-ueber-Corona-Demos\/!5828178\/\">taz.de\/Gruene-Schulze-ueber-Corona-Demos\/!5828178\/<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/youtu.be\/TpUYQssgQt8?t=181\">youtu.be\/TpUYQssgQt8?t=181<\/a><\/li>\n<\/ul><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>Ihre Haltung ist v&ouml;llig unverst&auml;ndlich. Zum einen hat er diesen Text nicht selbst verfasst. Wieso ist er dann schuldig? Dann: Nat&uuml;rlich ist es ein &uuml;bler Text. Aber welchen Unsinn haben wir in&nbsp; diesem Alter alle verfasst! Denke ich nur an unsere Abiturzeitung von 1967 &ndash; so pubert&auml;r und peinlich! Und wenn man man manche Publikation aus dieser Zeit liest, so findet man immer wieder Peinlichkeiten und Geschmacksverletzungen jeder Art- nicht nur von pubertierenden Jugendlichen. Also, lassen Sie doch mal das Kind im Dorf!<\/p><p>Aber dass Sie mit keinem Wort darauf eingehen , dass dieses Pamphlet ausgerechnet so kurz vor der Wahl ver&ouml;ffentlicht wird und dass eindeutig die Absicht des Rufmords besteht, das ist entt&auml;uschend. Zumindest h&auml;tten Sie doch die N&auml;he von SPD-Politikern wie Steinmeier etc. zu dem m&ouml;rderischen SED-Regime erw&auml;hnen m&uuml;ssen &ndash; hat sich von denen einmal f&uuml;r ihr Verhalten und ihre Texte entschuldigt?<\/p><p>Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Sie mit zweierlei Ma&szlig; messen.<\/p><p>MfG<br>\nGN<\/p><p><em><strong>Anmerkungen Albrecht M&uuml;ller:<\/strong><\/em><\/p><ol>\n<li><em>Mir ist nicht bekannt, dass Steinmeier der SED nahe stand oder nahe steht. Das ist frei erfunden.<\/em><\/li>\n<li><em>Auf den Versuch, mit der Ver&ouml;ffentlichung des Aiwanger zugeschriebenen Flugblatts Wahlen beeinflussen zu wollen, bin ich doch ausdr&uuml;cklich eingegangen.<\/em><\/li>\n<\/ol><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>11. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Nachdenkseiten, sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<br>\n&nbsp;<br>\nso emp&ouml;rend der Text des Flugblattes ist, es geht nicht daraus hervor mit welcher Absicht es verfasst wurde, es k&ouml;nnte auch als Provokation gemeint worden sein, ein 17 j&auml;hriger verf&uuml;gt zwar (um es mit Fromm auszudr&uuml;cken) &uuml;ber gen&uuml;gend &ldquo;manipulative Intelligenz&rdquo;, aber wohl noch nicht &uuml;ber die Vernunft eines Erwachsenen.<br>\n&nbsp;<br>\nVor einer Verurteilung sollte eine wirklich genaue Untersuchung stehen, das sind wir dem demokratischen Grundsatz der Unschuldsvermutung schuldig.<br>\n&nbsp;<br>\nDar&uuml;ber hinaus ist uns allen bewu&szlig;t, da&szlig; die &ldquo;Nazikeule&rdquo; heutzutage ein beliebtes Kampfmittel ist, um politische Gegner zu diskriminieren. Auch diese Tatsache sollte in einer umfassenden Untersuchung faktenbezogen ber&uuml;cksichtigt werden.<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nM. H&auml;usler<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>12. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Albrecht M&uuml;ller,<\/p><p>Ich bin schon erstaunt &uuml;ber Ihre Einsch&auml;tzung, die anscheinend von einem&nbsp;Menschenbild ausgeht, das besagt: einmal gefehlt, immer gefehlt.<\/p><p>Man kann gar nicht anders als die Aktion der SZ als eine (miese) politische Aktion zu sehen. Ob damit die Gr&uuml;nen oder S&ouml;der gest&auml;rkt oder die Freien geschw&auml;cht werden k&ouml;nnten, soll an dieser Stelle unber&uuml;cksichtigt bleiben.<br>\nAllem Anschein nach ist das Flugblatt der SZ schon l&auml;nger bekannt und man hat m&ouml;glicherweise nur auf den &bdquo;richtigen&ldquo; Moment gewartet, um es zu ver&ouml;ffentlichen. Der SZ ist es sogar wert, einen Gutachter einzuschalten, der feststellt, dass der Schreibmaschinentyp, mit dem das Flugblatt erstellt wurde, identisch ist mit einem Aufsatz, den Aiwanger dereinst geschrieben hat!<\/p><p>Zu untersuchen w&auml;re, wie es m&ouml;glich war, an diesen Aufsatz zu gelangen, der vor Jahrzehnten geschrieben wurde. Werden Schulunterlagen wirklich so lange aufbewahrt? Und wenn, wem war es m&ouml;glich, das Material mit eindeutigem Ziel ans Tageslicht zu hieven?<\/p><p>Zu den &bdquo;Jugends&uuml;nden&ldquo;: Dass die Rechtsprechung ein besonderes Jugendrecht formuliert hat, das nicht einem Rachegedanken folgt, sondern dem T&auml;ter erm&ouml;glichen soll, wegen eines Jugendlichen Fehlverhaltens nicht sein zuk&uuml;nftiges Leben zu zerst&ouml;ren, ist ein ausgesprochen humaner Gedanke, der davon ausgeht, dass sich Menschen &auml;ndern k&ouml;nnen!<\/p><p>In diesem Zusammenhang ist es gleichg&uuml;ltig, ob Aiwanger oder sein Bruder das Machwerk produziert hat. In jedem Fall ist es verj&auml;hrt.&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\nHier hat die SZ sich entweder zum&nbsp; Handlanger machen lassen oder gar selbst diese Schmutzkampagne inszeniert. Eine Zeitung, die derart aktiv in einen Wahlkampf eingreift, hat jedes journalistische Verst&auml;ndnis verspielt und wird damit von mir zur &bdquo;Unethischen Zeitung des Jahres&ldquo; gek&uuml;rt.<\/p><p>Wenn man meint, Aiwanger sei politisch nicht mehr tragbar, m&uuml;ssen aktuelle Belege geliefert werden.<\/p><p>Ansonsten vielen Dank f&uuml;r eure Arbeit.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nJoachim Gro&szlig;<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>13. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller,<\/p><p>ihre Emp&ouml;rung in allen Ehren, aber sie liegen falsch! Als ehemaliger Brandt-Wahlkampfhelfer, ex-Gr&uuml;n-Mitbegr&uuml;nder und Ex-Linksw&auml;hler und mit meinen heutigen 65 Jahren wei&szlig; ich noch sehr gut, wie provozierend ich mit 16 Jahren sein konnte. Dieses Flugblatt ist m.E. lediglich ein geschmacksverirrter Provokationsversuch eines gekr&auml;nkten Pubertierenden, dem auch leider sie eine gr&ouml;&szlig;ere Bedeutung Beimessen als n&ouml;tig. In ihrer AltSozi-Betroffenheit vergessen sie, das undurchdachte Provokationen von Jugendlichen diese nicht gleich zu Nazis und Antisemiten machen. Auch ich habe mit 16 u.a. &uuml;ber b&ouml;se Judenwitze gelacht, weil es einfach nur b&ouml;se Provokationen gegen das Establishment, gegen den gesellschaftlichen Mainstream und seine Doppelmoral waren. Sicherlich falsch kanalisiert, aber verzeihlich f&uuml;r Heranwachsende. Wie wollen sie denn als Sch&uuml;ler ihren mutma&szlig;lichen AltNazi-Lehrer provozieren? Durch Solidarit&auml;tsbekundungen mit Israel? Oder durch eine (verfehlte) Satire auf doppelmoralische B&uuml;rgerwettbewerbe? Hatten wir nicht Ministerpr&auml;sidenten, Bundespr&auml;sidenten und Bundesminister mit Nazi-Vergangenheit? Nach 45 wollte es doch angeblich niemand gewesen sein und alle zeigten sich so was von Betroffen &uuml;ber den Holocaust.<\/p><p>Im &uuml;brigen bin ich gegen die Herabsetzung des Wahlalters.<\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller, gehen sie bitte nochmal in sich, und richten sie ihr Augenmerk auf den eigentlichen Skandal!<\/p><p>Mit besten Gr&uuml;&szlig;en<br>\nH.Burghardt<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>14. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller&nbsp; ich verstehe in Grenzen die Emp&ouml;rung &uuml;ber das Aiwanger-Elaborat von vor drei&szlig;ig Jahren. Der oder die T&auml;ter waren 17 j&auml;hrige Sch&uuml;ler, die wohl auch bestraft wurden. Ich w&uuml;nschte, es g&auml;be &auml;hnliche nationale Aufregung &uuml;ber den Fall der beiden Lehrer, die eine Schule im Spreewald, Burg, verlassen mussten, weil Neonazis ihnen das Unterrichten unm&ouml;glich machten im Jahre 2023, Land Brandenburg. Als Nicht Bayerin ist mir die Landespolitik nicht sehr vertraut, aber wenn es rassistische Entgleisungen in der Landespolitik der letzten 30 Jahre gegeben h&auml;tte, w&auml;re das sicher in der Presse angekommen. Aber Wahlkampf belebt offenbar die Erinnerungskultur.<\/p><p>B.Isensee<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>15. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr M&uuml;ller,<\/p><p>es hat einen selbst ebenfalls gewaltig gest&ouml;rt und ge&auml;rgert, da&szlig; aus allen MSM-Rohren, angefangen beim Regierungsfunk ARD und ZDF,&nbsp; seit Tagen tagundnacht dar&uuml;ber gelabert wird, da&szlig; der Herr Aiwanger, der dem Dummschw&auml;tzer Lanz mal ganz hervorragend und erfreulich Paroli geboten hatte, als Sch&uuml;ler irgend ein Pamphlet im Ranzen gehabt haben soll. Nichts &ndash; also absolut &uuml;berhaupt gar nichts &ndash; ist in dieser verrottenden, verkommenden BRD unwichtiger als das! Und die SZ und Konsorten sollten sich endlich und &uuml;berhaupt mal darum k&uuml;mmern, was unsere Polit-(mitnichten)Elite so alles auf dem Kerbholz hat, zu aller erst bei dem die Politikrichtlinien bestimmen sollenden CumEX-Scholz.<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e<br>\nHartmut Wohler<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>16. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Miteinander,<br>\n&nbsp;<br>\nwenn ich das so verfolge , dann soll hier ein Kritiker der jetzigen &bdquo;Demokratie&ldquo; geschlachtet werden. Und das mit einem Jahrzehntealtem Flugblatt.<\/p><p>Ganz aktuell und was ich wesentlich schlimmer finde ist, das Herr Kiesewetter mit seinen &Auml;u&szlig;erungen vollkommen ungeschoren davon kommt.<\/p><p>Wer darf schon Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes ungeschoren als &bdquo; KZ-W&auml;rter &bdquo; bezeichnen ? MdB R. Kiesewetter !<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;ssen<br>\nDonald&nbsp; Fellendorf<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>17. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Albrecht M&uuml;ller!<\/p><p>Ich habe Verst&auml;ndnis f&uuml;r Ihre Argumentation. Allerdings w&auml;re dazu noch etwas anderes zu sagen.<br>\nDie Art von konzertierte Kampagne durch sogenannte Leitmedien gleicht Hetzjagden.<\/p><p>Und das ist &uuml;bel! Von dieser Art Kampagnen gab es in letzter Zeit so einige.<br>\nAus allen m&ouml;glichen Gr&uuml;nden. In den allermeisten F&auml;llen ohne jede Konsequenz.<\/p><p>F&uuml;r die Presse.<\/p><p>V&ouml;llig unabh&auml;ngig von den Gr&uuml;nden die jeweils dazu gef&uuml;hrt haben, ich denke das geht so nicht.<\/p><p>Nun sind zum Beispiel Ulrike Guerot und Till Lindemann absolut nicht zu vergleichen, was an beiden F&auml;llen gleich ist, ist die mediale Hetzjagd die orchestriert stattgefunden hat.<\/p><p>Und von dieser Art Berichterstattung, Geraune, Hetze, Clickbait gibt es eine Menge!<br>\nUnd das ist das Problem.<\/p><p>Beginnend immer mit einem Medium, und dann f&auml;llt der Rest des Chores ein.<br>\nDie einzelnen Medien muss ich hier gar nicht aufz&auml;hlen, die d&uuml;rften Ihnen bekannt sein.<\/p><p>Sch&ouml;nen Gru&szlig;!<br>\nAlexander Langenhagen<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>18. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller,<br>\n&nbsp;<br>\nder Verfasser des Pamphlets war wohl als Jugendlicher, wenn es denn ein Jugendlicher war, schlicht und ergreifend politisch unbedarft, wichtigtuerisch und saudumm.<br>\n&nbsp;<br>\nDa nun die Briefwahl f&uuml;r den bayerischen Landtag schon begonnen hat, ist es nicht so weit hergeholt, dass es Kreise geben mag, die den Vorsitzenden der Freien W&auml;hler politisch-moralisch &auml;chten wollen.<br>\n&nbsp;<br>\nDie Diskussion um dieses Pamphlet kann deshalb durchaus den Freien W&auml;hlern W&auml;hler in die Scheune treiben, statt sie abzuschrecken. Dann w&auml;re der Schuss nach hinten losgegangen.<br>\n&nbsp;<br>\nFreundliche Gr&uuml;sse<br>\nU.R.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>19. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>tats&auml;chlich bin ich verwundert , um nicht zu sagen ver&auml;rgert &uuml;ber das, was sie zum sogenannten &bdquo;Aiwanger- Flugblatt&ldquo; schreiben.<\/p><p>Der ganze Vorgang ist &uuml;ber 30 Jahre her, schlimmstenfalls ein dummer Jungenstreich.<\/p><p>Wollen sie uns weismachen, dass Herr Aiwanger (aufgrund des Flugblattes) Antisemit und Nazi ist und deshalb untragbar als Regierungsmitglied geworden ist?<\/p><p>F&auml;llt Ihnen nicht auf, dass es mittlerweile normal in unserem Land geworden ist, unliebsame Personen in die rechte Ecke zu stellen und damit politisch zu vernichten?<\/p><p>Ist es f&uuml;r Sie auch nicht auff&auml;llig, dass diese Vorw&uuml;rfe kurz vor der bayrischen Landtagswahl erhoben werden in einer konzertierten Aktion der SZ und des BR?<\/p><p>Ist es nicht viel mehr so, dass Herr Aiwanger einfach zu unbequem geworden ist, in dem er zum Beispiel auf der Demo in Erding gegen das Heizungsgesetz sinngem&auml;&szlig; sagte, die Menschen m&uuml;ssten sich die Demokratie zur&uuml;ckholen. Oder bei Lanz ebenfalls sinngem&auml;&szlig;, Deutschland sei nur formal eine Demokratie?<\/p><p>Wenn sie mich fragen, hat er damit den Nagel auf den Kopf getroffen. Dar&uuml;ber m&uuml;sste man in einer funktionierenden Demokratie diskutieren und nicht, ob er vor 35 Jahren ein geschmackloses Flugblatt in der Tasche hatte!<\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nCG<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>20. Leserbrief<\/strong><\/p><p>verehrtes NDS Team ,lieber Herr M&uuml;ller,<\/p><p>nat&uuml;rlich verfolgt die SZ das Ziel der politischem Zerst&ouml;rung Aiwangers zugunsten der Gr&uuml;nen mit dieser wohl terminierten Ver&ouml;ffentlichung.<\/p><p>Aber ich stimme Ihnen zu, da&szlig; das &Ouml;ffentlichmachen von &ldquo;Sauereien&rdquo; eigentlich auch die Aufgabe der Medien ist.Leider nehmen sich die Haltungsjournalisten aber nur Leute vor ,die ihrem gr&uuml;nen Weltbild nicht in den Kram passen,denn die Journalisten mit abweichender Haltung wurden ja l&auml;ngst aus den Redaktionen weg gemobbt und so kommt es derzeit eben zu diesem &rdquo; Propagandajournalismus.<\/p><p>Aber zum Thema Aiwanger: der Inhalt des Flugblattes ist alleinstehend komplett unverst&auml;ndlich,mu&szlig; sich aber doch auf irgend einen Vorgang oder Wettbewewerb an dieser Schule beziehen.F&uuml;r mich w&auml;re sehr interessant zu wissen auf was .<\/p><p>Ich stimme ihnen nicht zu,da&szlig; 16 j&auml;hrige&nbsp; ihr Handeln &uuml;berblicken k&ouml;nnen und vor allem politische Reife haben.Genau das Gegenteil ist der Fall,sie befinden sich in Ihrer aufr&uuml;hrerischen, unbesonnen Phase.Das Wahlalter herabzusenken ,genau das zeigt auch dieser Fall,ist absurd und skandal&ouml;s.Der Inhalt dieses Flugblatts ist nat&uuml;rlich abscheulich,aber erinnern Sie sich mal was in den 70igern zu RAF Zeiten alles an den Hausw&auml;nden in den St&auml;dten zu lesen war: z.b. : &ldquo;Buback,Ponto Schleier der n&auml;chste ist ein Bayer&rdquo; etc.,etc..Ich selbst,17 j&auml;hrig lief immer mit der roten Bibel von Mao und einem roten Stern an der abgewetzten Jacke in meiner bayerischen Schule rum,obwohl damals z.b. ein Pol Pot in Kambotscha w&uuml;tete.Da ging es doch viel mehr um Auffallen und Opposition als um durchdachte politische Meinung.Aber diese Zeiten waren auch viel freier und die Menschen gelassener als jetzt in der Hyperventilierer- Gesellschaft,da hat man sich,Gott sei Dank,noch so manchen Bl&ouml;dsinn erlauben k&ouml;nnen.<\/p><p>Die &rdquo; Jugends&uuml;nden eines Joschka Fischers und anderer sp&auml;ter f&uuml;hrender Politiker sollte man auch mal als Vergleich heranziehen.<\/p><p>Aber nun ist Steinigung angesagt..also steinigen und ein jeder Haltunsb&uuml;rger sollte schnell den ersten Stein werfen um gutes Vorbild zu sein.(w&uuml;rg)<\/p><p>mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en: K&auml;hlig Bruno<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>21. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr M&uuml;ller!<br>\n&nbsp;<br>\nIn der Sache gebe ich Ihnen absolut recht. Dass Sie jedoch &uuml;ber das m&ouml;gliche Motiv der SZ zum Zeitpunkt der Ver&ouml;ffentlichung nicht eingehen, macht mich nachdenklich. Insbesondere im Hinblick der Erfahrungen, die Sie selbst mit diesem Blatt machen mussten.<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nHeinz Weber<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>22. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>so sehr wir meistens Ihre Beitr&auml;ge sch&auml;tzen, so sehr k&ouml;nnen wir Ihnen hier nicht zustimmen.<\/p><p>Der Text ist sarkastisch und eine Satire, wenn auch geschmacklos. Mit 16 oder 17 Jahren sind viele Jugendliche rotzfrech und noch MINDERJ&Auml;HRIG. Irre ich mich, oder wurde in den NachDenkSeiten nicht vdLeyen vorgeworfen, sie h&auml;tte als Verteidigungsministerin bei Minderj&auml;hrigen, also bei 16 bis 17j&auml;hrige Kindern, f&uuml;r den Milit&auml;rdienst geworben? War da nicht von Kindersoldaten die Rede? Und jetzt soll das nicht gelten?<\/p><p>Warum zieht man dieses Pamphlet jetzt aus der Tasche? Sucht man in Zukunft schon bis in das Baby-Alter, ob sich irgendetwas Belastbares finden l&auml;sst? Und das zum richtigen Zeitpunkt? Nennt man das nicht Denunziantentum? Darf man sich geistig und seelisch nicht weiterentwickeln, nur k&ouml;rperlich?<\/p><p>&ldquo;Wes&rsquo; Geistes Kind ist der Verfasser des Flugblatts gewesen und ist er das heute noch? Das darf man doch wohl fragen, wenn nichts von einer L&auml;uterung bekannt ist.&ldquo; Haben Sie, Herr M&uuml;ller, Anzeichen, dass des Verfassers Geist noch immer derselbe ist wie mit 17? Inwiefern?<\/p><p>Au&szlig;erdem hat ja offenbar der Bruder diesen Text verfasst. Sippenhaft gab es doch unter Hitler, oder nicht? Gibt es sie jetzt auch in einer (noch) Demokratie?<\/p><p>&bdquo;Jenen Zeitgenossen, die den Jugend-Rabatt einfordern, ist in Erinnerung zu rufen, dass von verschiedenen Seiten die Herabsetzung des Wahlalters auf 16 Jahre gefordert worden ist, auch von Seiten der Freien W&auml;hler:&ldquo;<\/p><p>Noch hat Deutschland keine Herabsetzung des Wahlalters auf 16 Jahre und wir sind auch dagegen. Au&szlig;erdem gibt es unseres Wissens nach keine r&uuml;ckwirkenden Strafgesetze.<\/p><p>Dass S&ouml;der vorsichtiger in dieser Causa vorgeht, wundert uns nicht. Er m&uuml;sste um die herrschende Koalition f&uuml;rchten.<\/p><p>Vielleicht schauen Sie sich <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=TKE-V85LFDI\">das Interview mit dem deutsch-j&uuml;dische Historiker Michael Wolffsohn an<\/a>.<\/p><p>Von ihm haben wir Folgendes gelesen:&nbsp;&lsquo;Ist jenes Flugblatt antisemitisch? Es ist menschenverachtend, aber ist es deswegen automatisch antisemitisch? Antisemiten machen Juden als Juden ver&auml;chtlich. Sie fordern die Benachteiligung und sogar Ermordung. Kein Wort davon in diesem dreckigen Text. Merke: Nicht jeder Dreck ist zugleich antisemitisch.&nbsp;Als Jude wehre ich mich dagegen, dass Denunzianten uns Juden f&uuml;r ihre tagespolitischen Zwecke missbrauchen.<\/p><p>Mit besten Gr&uuml;&szlig;en<br>\nI.Bleier und G.Kessler<\/p><p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Reicht &bdquo;menschenverachtend&ldquo; nicht zur Emp&ouml;rung, muss &bdquo;antisemitisch&ldquo; hinzu kommen?<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>23. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Zu Herrn Aiwangers &bdquo;Entlastung&ldquo; gibt es zwei Punkte . Erstens kommen solche Dinge immer im Wahlkampf ans Tageslicht . Zweitens werden selbst M&ouml;rder , so nicht eine besondere Schwere der Schuld festgestellt wurde , nach 25 Jahren in der Regel wieder freigelassen , bei zur Tatzeit Jugendlichen werden noch weichere Samthandschuhe angezogen .<\/p><p>Doch diese Punkte &auml;ndern nichts an der in diesem Flugblatt deutlich werdenden Verachtung f&uuml;r die anderen Mitmenschen und deren eigener Lebensweise .<\/p><p>Solche Leute m&ouml;chte ich nicht gerne in Regierungsverantwortung sehen , kann aber nicht viel von Brandenburg aus dagegen tun . Aber es scheint heutzutage ja normal zu sein , an krankhafter Vergesslichkeit leidende oder die ganze Welt belehren wollende Leute Staaten regieren und international vertreten<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en&nbsp;<br>\nRalf Nethe&nbsp;<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>24. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag<\/p><p>Ich beziehe mich auf einen Artikel von Albrecht M&uuml;ller mit dem Titel <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103064\">&laquo;Nicht Aiwanger, die SZ ist der b&ouml;se Bube. Verkehrte Welt!&raquo;<\/a> und m&ouml;chte in diesem Zusammenhang ein paar Anmerkungen anbringen:<\/p><p>Ich stimme ja mit vielen Analysen und Bewertungen von Albrecht M&uuml;ller &uuml;berein, aber im Fall &laquo;Aiwanger&raquo; macht er es m.E. ein bisschen zu einfach. M.E. ist bereits der Kontext des Flugblattes v&ouml;llig unklar, wenn man nur den Text von Albrecht M&uuml;ller liest. In welchem Kontext entstand dieses Flugblatt? Wer hat es geschrieben und weshalb? Was war die Intention des Verfassers? Wollte der Verfasser einen &laquo;makaberen Scherz&raquo; machen? Wollte er die Opfer bewusst verh&ouml;hnen, war ihm das Leid der Opfer v&ouml;llig egal und vieles andere mehr m&uuml;sste man hier m.E. Wissen.<\/p><p>Dann: F&uuml;r Albrecht M&uuml;ller spielt es keine Rolle, ob der Verfasser des Flugblatts damals ein Jugendlicher von 16\/17 Jahre war. Nur stellt sich die Frage, weshalb es dann ein Jugendstrafrecht gibt. Hier wird ja auch davon ausgegangen, dass es kinder- und jugendspezifische Faktoren gibt, die es erlauben, ein abweichendes Verhalten eines Jugendlichen anders zu beurteilen als das eines Erwachsenen. Ich verweise beispielsweise auf folgendes Buch:<\/p><p>B&ouml;hnisch Lothar: Abweichendes Verhalten. Eine p&auml;dagogisch-soziologische Einf&uuml;hrung:<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.beltz.de\/fileadmin\/beltz\/inhaltsverzeichnisse\/978-3-7799-2187-5.pdf\">beltz.de\/fileadmin\/beltz\/inhaltsverzeichnisse\/978-3-7799-2187-5.pdf<\/a><\/p><p>Das heisst nat&uuml;rlich nicht, dass bei Jugendlichen der Wissensstand fehlt, dass ihr abweichendes Verhalten normwidrig ist. Aber gerade in der Jugendphase kann Abweichendes Verhalten beispielsweise als ein Bew&auml;ltigungsverhalten in kritischen Lebenssituationen verstanden werden und vieles andere mehr.<\/p><p>Wenn ich sonst sehe, wie gerade die Nachdenkseiten sehr differenziert und verstehensbasiert mit Russland im Kontext des Ukrainekrieges umgehen, m&uuml;sste man m.E. mit demselben Massstab auch bei Aiwanger rangehen. Das heisst nicht, dass man das Verhalten gutheisst, aber Kontextualisierung und Differenzierung sind m.E. wichtig.<\/p><p>Viele Gr&uuml;sse<br>\nDaniel Reinhard<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>25. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Werter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>die Lekt&uuml;re Ihres Beitrages &bdquo;Nicht Aiwanger, die SZ &hellip;&ldquo; l&auml;sst mich ver&auml;rgert zur&uuml;ck und treibt mich, Ihnen zu schreiben.<\/p><p>Ihrer gef&uuml;hlten &bdquo;entweder \/ oder&ldquo;-Argumentation setze ich ein &bdquo;sowohl \/ als auch&ldquo; entgegen.<\/p><p>Nat&uuml;rlich macht mich dieses Flugblatt und der Geist, der dahinter verborgen ist, fassungslos. Herr Aiwanger sollte von sich aus sofort die Konsequenzen ziehen und sich aus dem verantwortlichen politischen Leben verabschieden.<br>\nOhne Wenn und Aber!<\/p><p>Gleichzeitig widert mich aber auch der Kampagnen-Journalismus der SZ an. Mit der Instrumentalisierung dieses Pamphlets zu wahltaktischen Zwecken, anders kann die Terminierung der Publikation nicht verstanden werden, wird die Auseinandersetzung mit menschenverachtenden, rassistischen Gedanken zum tagespolitischen Strategiemittel herabgesetzt.<\/p><p>Mit dem fehlenden Respekt und Anstand, den die SZ-Redakteure damit andeuten, bewegen sie sich im &uuml;bertragenen Sinn de facto in der N&auml;he des &bdquo;Aiwanger-schen&ldquo; Gedankengutes.<\/p><p>F&uuml;r die SZ galt wohl der Spruch &bdquo;Der Zweck heiligt alle Mittel.&ldquo;<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nDr. Wolfgang Hoppe<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>26. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,&nbsp; Herzlichen Dank&nbsp;f&uuml;r diesen wichtigen Hinweis.<br>\n&nbsp;<br>\nDer Vorgang beweist nachdr&uuml;cklich, die fehlende Aufarbeitung der faschistischen Vergangenheit in der BRD. Und sie beweist, das die Menschen der BRD von Kindheit an staatlich zu dieser Vergesslichkeit erzogen wurden. Es geht nicht um Aiwanger an sich. der war damals fast noch ein&nbsp;Kind, was den Umgang mit Kindern&nbsp;damals so wie heute deutlich macht.&nbsp;&nbsp;Das beweist die SZ&nbsp;selbst. Es geht darum die Geschichte so umzuschreiben, das sie zum System passt. Und wenn dies aus&nbsp;der Feder von&nbsp;sogenannten Linken in der heutigen politischen Landschaft stammt, dann beweisen diese &ldquo;Linken&rdquo; das sie nicht allein menschenverachtende sondern faschistische, sprich auch rechtsradikale Propaganda&nbsp;betreiben. Goebbels h&auml;tte dieses Schreiben nicht besser aufsetzen k&ouml;nnen. Es sind keine Linken. Hinweis . Es sollte&nbsp;mal klar gemacht werden, warum sich die Faschisten Nationalsozialisten nannten. Es ist mit Namen wie mit Farben in der politischen Auseinandersetzung. Sie sind Bedeutungslos, aber rufen im Menschen bestimmte bildliche fast fotografische Regungen hervor. Es sollte denke ich immer das Ziel derer die hinter einem Namen und einer Farbe stehen herausgearbeitet und hinterfragt werden. Au&szlig;erdem sollte klar gemacht werden wer sie finanziell in jedweder Form unterst&uuml;tzt. Und das ist schwer genug, da diese Gruppierungen ja ihre wahren Neigungen hinter monstr&ouml;sen, mysteri&ouml;sen und pomp&ouml;sen Programmen und Statuten sowie&nbsp;Farben und irre leitenden Namen verstecken. Wer klar Schiff machen will, muss das mit allen Konsequenzen tun. Auch wenn es selbst dem eigenen Denken widerstrebt. Geschichte ist ein scharfes Schwert, wenn sie wirkungsvoll eingesetzt wird. Sie erfordert aber zuallererst eine unabh&auml;ngige Sichtweise von den System die die Menschheit durchlebt. Und das wiederum sehe ich kaum.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en J. Karsten<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>27. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Albrecht,<\/p><p>was einer der Aiwanger Br&uuml;der damals geschrieben hat und was beide wohl an der Schule verteilt hatten, ist an Geschmacklosigkeit schwer zu &uuml;berbieten. Da bin ich bei dir. Inhaltlich sehe ich zun&auml;chst keinen Antisemitismus, wie die Presse teilweise unterstellt.<\/p><p>Es geht um Verr&auml;ter und es ist offen, wer damit gemeint ist. Was war 1987 in Bayern und Deutschland los? .Streit um eine Wiederaufarbeitungsanlage? Friedensdemos, Sch&uuml;sse auf Polizisten in Frankfurt. Verpflichtender Aids Test in Bayern? Ann&auml;herung zwischen BRD und DDR? So etwa meine Erinnerung. K&ouml;nnte da eine &uuml;berkochende Wut bei Jugendlichen sich ein Ventil gesucht haben? Ich will das Schriftst&uuml;ck weder verharmlosen, noch relativieren, nur der geschichtliche Kontext w&auml;re interessant.<\/p><p>Was aber absolut nicht geht, ist die Verletzung von Datenschutz. Die Angelegenheit wurde intern an der Schule verhandelt und es gab wohl ein Referat als Strafe. Damit hat die Schule die Sache erledigt und zu den Akten gelegt. Wie kann es sein, dass ein Beamter solche internen Unterlagen eigenm&auml;chtig ver&ouml;ffentlicht? W&auml;re es zu einer Anklage gekommen, h&auml;tte eine Jugendkammer geurteilt und die &Ouml;ffentlichkeit w&auml;re ausgeschlossen gewesen. Die Strafe w&auml;re l&auml;ngst aus den Registern getilgt und nicht mehr relevant.<\/p><p>Nach 35 Jahren kann man einen Menschen nicht mehr nach einer jugendlichen Verfehlung beurteilen. Es gibt genug aktuelle Kritik an Aiwanger, das sollte heute im Vordergrund stehen.<\/p><p>Mit besten Gr&uuml;&szlig;en<br>\nM. M.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>28. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<br>\n&nbsp;<br>\ndas Erschreckende an dieser Ver&ouml;ffentlichung ist f&uuml;r mich die Ver&ouml;ffentlichung. Mein Gro&szlig;vater v&auml;terlicherseits wurde im Juli 1944 durch das Fallbeil ermordet. In meiner Familie war der Faschismus immer ein sehr schmerzhaftes Thema. Wie unertr&auml;glich muss es f&uuml;r Juden sein? Ich kann es nicht ermessen.<br>\n&nbsp;<br>\nSolche Flugbl&auml;tter rei&szlig;en Wunden auf.<br>\nDie Ver&ouml;ffentlichung aus egoistischem Interesse ist vielleicht noch widerlicher als die Jugendtat.<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nMartina Ballmann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>29. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller, <\/p><p>hier mein Kommentar zum Thema, den ich vorgestern auf unsere Seite gestellt habe: <\/p><p>Die &bdquo;Aff&auml;re Aiwanger&ldquo; und der (hoffentlich) absolute Tiefpunkt <\/p><p>Die &bdquo;Aff&auml;re Aiwanger&ldquo; zeigt die widerw&auml;rtig verlotterte Polit-Kultur auf, in der wir uns derzeit befinden. <\/p><p>Die einstmals ernsthaft gemeinte Warnung vor &bdquo;Antisemitismus&ldquo; ist mit den Jahren durch den inflation&auml;ren Gebrauch als Keule gegen politische Gegner v&ouml;llig entwertet und sch&auml;big geworden. Den derzeitigen Tiefpunkt hat der Begriff durch den j&uuml;ngsten Missbrauch der SZ erreicht. Weil vor 35 (f&uuml;nfunddrei&szlig;ig !!!) Jahren ein 17-j&auml;hriger Gymnasiast einen ziemlich geschmacklosen, aber ironisch gemeinten Text geschrieben hatte, in dem von Konzentrationslagern und Vergasung die Rede war, aber eigentlich nichts direkt Antisemitisches vorkam, weil dieser Text nun dem heute 52-j&auml;hrigen Politiker Aiwanger zugeschrieben wird, was einige anonyme Zeugen behaupten, soll dieser Politiker heute als Antisemit abgestempelt und zum Abschuss freigegeben werden k&ouml;nnen. Aiwanger ist offenbar einigen Leuten in Bayern im Weg und soll abger&auml;umt werden mit dem scheinbar f&uuml;r alles verwendbaren Antisemitismus-Vorwurf. <\/p><p>Welch ein Missbrauch! Was f&uuml;r eine Verharmlosung von schrecklichen Ereignissen in der Vergangenheit wird hier aus offensichtlich niedrigen Motiven betrieben! <\/p><p>In der &Ouml;ffentlichkeit wird gestritten, ob er es war oder nicht und wie der Text gemeint war. Aber kaum jemand emp&ouml;rt sich &uuml;ber das eklige Denunziantentum, das Ausgraben uralter Jugends&uuml;nden, den Missbrauch des Holocausts f&uuml;r kleinliche Politquerelen. Dass eine ehemals seri&ouml;se Zeitung sich daf&uuml;r hergibt! Dass so etwas m&ouml;glich ist! Man k&ouml;nnte kotzen! <\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e und Danke, dass es Sie gibt<br>\nBernhard Meyer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>30. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<br>\nsehr geehrte NDS-Team,<br>\n&nbsp;<br>\nvielen Dank f&uuml;r die wortgetreue &Uuml;bermittlung des skandal&ouml;sen, zynisch-sarkastischen Textes eines Jugendlichen von 16 oder 17 Jahren aus dem Jahr 1988.<br>\nIch frage mich allerdings, was bisher alle Medienvertreter, einschlie&szlig;lich Ihrer Person, Herr M&uuml;ller, davon abh&auml;lt, zu fragen, ob dieser Wortlaut nicht auch einfach nur die &Uuml;berforderung widerspiegelt, mit der dieser Sch&uuml;ler auf das im Geschichtsunterricht, erstmals (?) Geh&ouml;rte noch 1988 so heftig reagierte.<br>\nAuf etwas aus der deutschen Vergangenheit, das in seiner Herkunftsfamilie, der seiner Eltern und Gro&szlig;eltern vielleicht tabuisiert worden war.<br>\n&nbsp;<br>\nIch erinnere mich in diesem Zusammenhang an eine Frau, die heute &uuml;ber 80 Jahre alt sein d&uuml;rfte, die mir von dem traumatischen Erlebnis erz&auml;hlte, das sie nach dem Krieg in der Schule, noch als Grundsch&uuml;lerin, gehabt habe, nachdem &ldquo;die Engl&auml;nder&rdquo; angeordnet h&auml;tten, den Sch&uuml;lern in ihrem damaligen Besatzungsgebiet in Norddeutschland, die Bilder und Filme von Ausschwitz zu zeigen&hellip; Sie sei weinend von der Schule nach Hause gekommen, und ihre Eltern hatten lt. eigener damaliger Aussage angeblich von all&rsquo; dem Schrecklichen &ldquo;nichts gewusst&rdquo;.<br>\n&nbsp;<br>\nDieses Erlebnis schien die Frau dann fast lebenslang daran gehindert zu haben, sich mit der deutschen Geschichte ernsthaft auseinandersetzen zu wollen. &ndash; Hinzukam kam wohl auch f&uuml;r diese Frau, dass sich dann f&uuml;r sie als Jugendliche herausstellte, dass ihre Eltern so etwas wie systemgetreue Nazis gewesen waren.<br>\nReue und Einsicht lassen sich eben nicht erzwingen. &ldquo;Strafe ist kein Verhaltensmodell&rdquo;, so lautet eine P&auml;dagogenweisheit.<br>\nUnd, wie man in letzter Zeit wieder sieht, krankt ein Teil unserer Gesellschaft immer noch unter den nicht gerade zimperlichen Strafma&szlig;nahmen der &ldquo;Siegerm&auml;chte&rdquo; nach dem II. Weltkrieg<br>\nTrotzdem finde ich es richtig, dass die &ldquo;SZ&rdquo; mit der Ver&ouml;ffentlichung dieses &ldquo;Zeitdokuments&rdquo; noch einmal auf den Zustand der nicht verarbeiteten Nazizeit aufmerksam machte, womit allerdings auch die Erfolgsaussichten der CSU in den n&auml;chsten Landtagswahlen beeintr&auml;chtigt werden k&ouml;nnten.<br>\n&nbsp;<br>\nDas schreibt Ihnen eine ehemalig praktizierende, als systemische Familientherapeutin Ausgebildete.<br>\n&nbsp;<br>\nMit grunds&auml;tzlichem Dank f&uuml;r Ihre &Ouml;ffentlichkeitsarbeit<br>\nund herzlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\n&nbsp;<br>\nJohanna Michel-Br&uuml;ning<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>31. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Moin,<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103064\">nachdenkseiten.de\/?p=103064<\/a><\/p><p>Wenn ich die Ausgelobten Preise betrachte kommt dieses &ldquo;Flugblatt&rdquo; bei mir als sehr Schwarzer Humor an! <\/p><p>G&uuml;nter Weller<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>32. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Ich halte die Einsch&auml;tzung, die Ver&ouml;ffentlichung des Vorgangs um das Flugblatt schade den Freien W&auml;hlern, f&uuml;r h&ouml;chst zweifelhaft. Umgekehrt k&ouml;nnte ein Schuh d&rsquo;raus werden: Die Ver&ouml;ffentlichung und die Diskussion darum k&ouml;nnte den Freien W&auml;hlern konservative bis rechte bayerische W&auml;hler in die Scheunen treiben statt sie abzuschrecken. <\/p><p>Hallo Nachdenkseitenteam, <\/p><p>betrachte ich die Zeitschiene, in der der Vorfall begann das Alter, desjenigen, der sich dazu bekannte, den Beweggrund, der zur &ldquo;Provokation&rdquo; f&uuml;hrte <\/p><p>komme ich nicht umhin dar&uuml;ber nachzudenken, was sich in der Bundesregierung abspielte und wie da die Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit von im &uuml;brigen Erwachsenen OHNE Frustration&nbsp; zu bewerten ist. <\/p><p>Stichworte w&auml;ren da:&nbsp; Polizistenattacken, Hochstapler, L&uuml;gner, Betr&uuml;ger, Vergessliche usw. <\/p><p>Zur&uuml;ck zu den Beiden Geschwistern: Kollektivhaft, Sippenhaft wurde doch gerade wegen den Vorg&auml;ngen in dem Zeitraum , &uuml;ber das das &ldquo;Flugblatt &rdquo; handelt, verboten.<br>\nOder irre ich mich da. <\/p><p>Was bleibt ist im Strafgesetz unter Zeugnisverweigerungsrecht nachzulesen.<br>\nIch muss Niemanden belasten, der mir verwandschaftlich nahe steht. <\/p><p>Ich muss aber auch nichts zugeben, was ich nicht selbst verbrochen habe. <\/p><p>Pattsituation <\/p><p>S&ouml;ders 25 Fragen w&uuml;rde ich ihm direkt wieder unausgef&uuml;llt zur&uuml;ckgeben. <\/p><p>Meine Einsch&auml;tzung ist, das eher eine Flucht von W&auml;hlern, die ansonsten nicht w&uuml;ssten, wem sie eine Wahlstimme erteilen, eher den Freien W&auml;hlern &nbsp;gegeben wird.<br>\nMinisterpr&auml;sident S&ouml;der w&auml;re gut beraten,<br>\nden Ball flach zu halten. <\/p><p>Und die SZ&nbsp; wird demn&auml;chst neue Stellen ausschreiben m&uuml;ssen. Rufmord ist alles andere als ein Kavaliersdelikt. <\/p><p>Ferdinand von Schirach hatte dazu etwas sehr eindr&uuml;ckliches gesagt,<br>\nes darf nicht dazu f&uuml;hren, das eine Verdachtsberichtserstattung zur Vernichtung von Existenzen f&uuml;hren wird. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nD. Mittelbach<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>33. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo<\/p><p>zu dem im Betreff angegebenen Artikel moechte dann mal mein Befremden ausdruecken:<\/p><p>So sehr ich die Nachdenkseiten schaetze &ndash; aber der Beitrag geht ja nun wirklich in die voellig falsche Richtung.<\/p><p>Das meiste dazu ist ja schon in Kommentaren in anderen Publikationen zu dem Vorfall gesagt worden, das will ich hier nicht wiederholen.<\/p><p>z.B. <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Aiwanger-Lindemann-und-die-Sueddeutsche-Zeitung-Der-Skandal-als-Geschaeftsmodell-9288757.html?seite=al\">im Artikel in Telepolis<\/a> oder auch <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/dialog\/die-vorverurteilung-quillt-aus-allen-textstellen\/\">im Interview mit Timo Rieg im Overton Magazin<\/a><\/p><p>Das Flugblatt ist von vor 35 Jahren und gerade jetzt im Wahlkampf passend zur SZ gekommen &hellip; Zufaelle gibt&rsquo;s &hellip;.<br>\nUnd dann von Menschen, die sich nicht einmal trauen, mit ihren Namen dafuer einzustehen. Mit solchen Mitbuergern wird das Deutschland in dem wir alle gut und gerne leben doch noch ein bisschen heller.<\/p><p>&gt;&gt;Wer auf diesem Tripp unterwegs ist, sollte vorher besser mal den Text des Flugblattes lesen, um das es geht. <\/p><p>Und was folgt daraus?<\/p><p>Ueber den Inhalt muessen wir nicht streiten &ndash; der ist absolut inakzeptabel. Nur steht da nicht &ldquo;gezeichnet Hubert Aiwanger&rdquo; oder etwas Aehnliches.<\/p><p>&gt;&gt;Klar zu sein scheint jedoch, dass der bayerische Vize-Ministerpr&auml;sident dieses Blatt als 17-j&auml;hriger Sch&uuml;ler in seiner Tasche hatte.<\/p><p>Und nochmal: Was folgt daraus?<br>\nund btw:<br>\n&ldquo;Klar zu sein scheint &rdquo; : bisher war mir nicht bekannt das &ldquo;scheint zu sein&rdquo; inzwischen ein Beweis fuer etwas ist &hellip;<br>\nund selbst wenn er das Flugblatt in der der Tasche gehabt haben sollte: Daraus kann ich beliebige Spekulationen ableiten aber keine logischen Schluesse ziehen.<\/p><p>&gt;&gt;Wes Geistes Kind ist der Verfasser des Flugblatts gewesen und ist er das heute noch?<br>\n&gt;&gt;Das darf man doch wohl fragen, wenn nichts von einer L&auml;uterung bekannt ist.<\/p><p>Ernsthaft jetzt?&nbsp; Und der Verfasser ist natuerlich Hubert Aiwanger weil die SZ und ihre anonymen &ldquo;Informanten&rdquo;&nbsp; das sagen ?<br>\nUnd auch wenn er nicht der Verfasser ist haette er schon frueher von sich aus, aus freien Stuecken zugeben muessen das er sowas auch als 17 Jaehriger nie geschrieben h&auml;tte?<br>\nDiese Art der &ldquo;Argumentation&rdquo; habe ich bisher, soweit ich mich erinnere, in keinen Artikel der Nachdenkseiten gelesen. Und ich hoffe, das das eine Ausnahme bleibt.<\/p><p>Um die Ansichten eines Menschen zu ergruenden schaue ich mir an was er heute sagt und macht &mdash; und nicht was er vor 35 Jahren als 17 Jaehriger mal laut der Erinnerung von irgendwelchen feigen Menschen gemacht haben soll.<\/p><p>Man kann zu den Ansichten von Huber Aiwanger unterschiedlicher Auffassung sein (und ich bin sicher kein Anhaenger von ihm) &ndash; aber dann bitte seine aktuellen Aeusserungen mit Argumenten widerlegen aber nicht so.<\/p><p>Gruss<br>\nBernd Schemmer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>34. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>Ihr harsches Urteil &uuml;ber Herrn Aiwanger in Ihrem Artikel &ldquo;Nicht Aiwanger, die SZ ist der b&ouml;se Bube. Verkehrte Welt!&rdquo; ist nicht nachvollziehbar. Wenn alle Personen, die in jungen Jahren sich in irgendeiner Form unkorrekt verhalten haben, in Acht und Bann geschlagen werden, bleiben wohl nicht mehr viel &uuml;brig.<\/p><p>Ich glaube auch nicht, dass ein solches Pamphlet alleine Hinweise darauf liefert &bdquo;wes Geistes Kind&ldquo; jemand ist. Wenn sp&auml;ter keinerlei Hinweise auf genau diesen Geisteszustand auftauchen, steht eher zu vermuten, dass Wut, &Auml;rger, Entt&auml;uschung,&nbsp; Protest oder Provokation als Motive in Frage kommen.<\/p><p>Wie dem auch sei. Der Vorfall ist vierzig Jahre her. Wenn seitdem keinerlei weiteren Vorw&uuml;rfe gegen Herrn Aiwanger im Sinne des damaligen Pamphlets erhoben wurden, ist das Pamphlet v&ouml;llig irrelevant. Warum die SZ diese Geschichte dennoch brachte? Es riecht nach Wahlbeeinflussung.<\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nHajo Zeller<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>35. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr gesch&auml;tzter Albrecht M&uuml;ller, <\/p><p>an dieser &ldquo;Diskussion&rdquo; &ndash; die mir bis zu Ihrem heutigen Artikel entgangen ist &ndash; kann man doch sehr sch&ouml;n ablesen wer die Verharmloser des Holocausts bzw. der Nazi-Diktatur in Deutschland ab 1933 sind. <\/p><p>Gegen&uuml;ber der insbesondere in Deutschland nicht existierenden\/bewusst unterdr&uuml;ckten breiten Debatte\/Information rund um den Bandera\/Nazi-Kult in der Ukraine insb. seit 2014 wirkt diese Diskussion auf mich recht heuchlerisch. <\/p><p>Zudem polarisiert Aiwanger aufgrund seiner kritischen Einstellung w&auml;hrend der &ldquo;Corona-Zeit&rdquo; &ndash; was die gesamte Diskussion nicht einfacher machen d&uuml;rfte. <\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nAndreas Rommel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>36. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller,<\/p><p>Sie haben ja recht, dass der Inhalt der Pamphlets mehr als geschmacklos ist.<\/p><p>Ihrer Argumentation, die zu einer Forderung des R&uuml;cktritts f&uuml;hrt, kann ich jedoch nicht folgen, obwohl ich diesen Herrn weder w&auml;hlen w&uuml;rde noch sympathisch finde.<\/p><p>Im Unterschied zu Ihnen hatte ich als 16 j&auml;hriger Gymnasiast wohl auch nicht die von Ihnen geforderte sittliche Reife, denn es gibt an diese Zeit durchaus Erinnerungen, die mir manches damaliges Verhalten als sehr peinlich erscheinen lassen. Und ich m&ouml;chte mich fast 40 Jahre sp&auml;ter auch nicht rechtfertigen wollen f&uuml;r Dummheiten, die ich als Pubertierender damals gemacht habe.<\/p><p>Das Jugendstrafrecht zivilisierter Nationen ist eine gro&szlig;e humanit&auml;re, p&auml;dagogische und entwicklungspsychologische Errungenschaft, weil es eben an Jugendliche nicht die gleichen Ma&szlig;st&auml;be anlegt wie an Erwachsene.<\/p><p>Und schlie&szlig;lich: Ist es angesichts der riesigen Probleme und Skandale in diesem Land nicht geradezu obsz&ouml;n, sich auf 35 Jahre alte Jugends&uuml;nden von Politikern zu st&uuml;rzen?<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nWerner Fack  <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>37. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>Sie sind 25 Jahre &auml;lter als ich und haben als Kind noch so einiges vom Krieg und dem Terror der Nazis erleben m&uuml;ssen. Wahrscheinlich aber haben Sie den gr&ouml;&szlig;eren Horror erst erlebt, als nach dem Krieg die Verbrechen der Nazis an den Juden und anderen V&ouml;lkern der breiten &Ouml;ffentlichkeit bekannt wurden. Das&nbsp;als 7-10 Jahre altes Kind mitzuerleben, und sich dann st&auml;ndig fragen zu m&uuml;ssen, wer aus der eigenen Familie eventuell daran beteiligt war, muss doppelt schrecklich gewesen sein. Und die Tatsache, da&szlig; Sie und andere Kinder&nbsp;aus dieser Zeit bei Schulbeginn sicherlich viele Lehrer hatten, die &mdash; um es knallhart zu sagen &mdash; den N&uuml;rnberger Prozessen irgendwie entkommen waren, hat es bestimmt auch nicht leichter gemacht. <\/p><p>Darum kann ich Ihre Gef&uuml;hle, die dieses Flugblatt ausl&ouml;st, sehr gut verstehen. Dennoch muss ich Ihnen als jemand, dessen Schullaufbahn 1970 begann,&nbsp;ein klein wenig widersprechen. Auch wir hatten immer noch&nbsp;vereinzelte Lehrer, die morgens die Hacken zusammenschlugen, wenn sie den Klassenraum betraten. Nur den Arm haben sie unten gelassen&hellip; <\/p><p>Wenn ich dieses Flugblatt betrachte, erinnert mich das an meine Schulzeit in der Unter- und Mittelstufe. Ich will der Familie Aiwanger keine Absolution erteilen, und auch ich habe meine Probleme beim Betrachten des Textes, aber auch bei uns geisterten &auml;u&szlig;erst dumme Spr&uuml;che &uuml;ber Bev&ouml;lkerungsminderheiten und Angeh&ouml;riger andere Ethnien umher. Und was noch schlimmer war: viele Lehrer und Lehrerinnen zuckten nur mit den Schultern, wenn man sie darauf hinwies. Und das noch bis in die Oberstufe hinein! <\/p><p>Was mich aber an diesem Flugblatt ganz speziell irritiert, sind die einzelnen und speziellen Formulierungen. Der Verfasser richtet sich an &ldquo;alle Deutschen&rdquo;, die als &ldquo;Bewerber&rdquo; an einem &ldquo;Wettbewerb&rdquo; teilnehmen k&ouml;nnen. Die ausgeschriebenen Preise sind absolut geschmacklos, keine Frage. Aber wer w&auml;ren denn die &ldquo;Gewinner&rdquo; dieses &ldquo;Wettbewerbes&rdquo; und&nbsp;dieser &ldquo;Preise&rdquo;? So, wie ich das sehe, m&uuml;ssten das doch dann diejenigen sein, die am &ldquo;Wettbewerb&rdquo; teilgenommen haben, also &ldquo;alle Deutschen&rdquo;. Und wer sich selber als Preistr&auml;ger Nummer 1, also der &ldquo;gr&ouml;&szlig;te Vaterlandsverr&auml;ter&rdquo;, qualifiziert, muss demnach ein Deutscher sein.<\/p><p>Und genau das verwirrt mich an diesem Pamphlet so sehr.<\/p><p>Nehmen wir einen Moment lang an, die &ldquo;Preise&rdquo; w&auml;re etwas weniger morbid und widerw&auml;rtig gestaltet und formuliert. Dann h&auml;tte dieses Flugblatt in meinen Augen das Zeug zu einer bitterb&ouml;sen und triefend zynischen Satire, die zeigen soll, wie verlogen und doppelmoralisch der deutsche Umgang mit dem Thema WW2 und Naziterror auch am Ende der 80er Jahre immer noch war. Ich kann mir sogar mindestens zwei sehr bekannte deutsche Satiriker vorstellen, die diesen Text in ihrem ganz eigenem Zynismus auf der B&uuml;hne im entsprechenden Tonfall vortragen.<\/p><p>Wie gesagt: das Blatt verwirrt mich, ich wei&szlig; nicht, was der Verfasser wirklich damit ausdr&uuml;cken will. Auch ich kann nur spekulieren, und es liegt mir absolut&nbsp;fern, den Autor in Schutz zu nehmen. Aber wie Sie schon sagten: bisher steht nur gesichert fest, da&szlig; es im Ranzen des 17j&auml;hrigen Hubert Aiwanger steckte. Niemand wei&szlig;, warum es dort drin war, wie es dort hinein gelangt ist. Ob er es verteilen wollte oder wieder eingesammelt hat, wei&szlig; niemand au&szlig;er den damals Beteiligten und Anwesenden. <\/p><p>Was mich aber absolut nicht verwirrt, ist das Auftauchen eines 30 Jahre alten Schriftst&uuml;ckes genau jetzt, kurz vor einer Wahl, die f&uuml;r &ldquo;Seine Bajuwarische Eminenz, Markus Der Erste S&ouml;der&rdquo; gef&auml;hrlich werden kann. Und was mich auch nicht verwundert, ist die Tatsache, da&szlig; die SZ allen Anschein nach die Artikel zu der Gegenreaktion Aiwangers schon zuvor geschrieben hatten, inklusive des Gutachtens zur verwendeten Schreibmaschine. Und was auch nicht au&szlig;er Acht gelassen werden sollte, Widerw&auml;rtigkeit des Blattes hin oder her: wie gelangte dieses Blatt 30 Jahre sp&auml;ter an die &Ouml;ffentlichkeit? Wer hat den Auftrag gegeben, nach einem verwertbaren Skandal in der Familie Aiwanger zu suchen? Oder wer hielt sich f&uuml;r berufen, damit genau jetzt an die &Ouml;ffentlichkeit zu treten, statt schon beim ersten Antreten Aiwangers zu einer Wahl vor Jahren? <\/p><p>Das sind Fragen, die ebenfalls dringend gestellt und gekl&auml;rt werden m&uuml;ssen!<\/p><p>Wie gesagt: ich will weder Ihre Gef&uuml;hle zu diesem Blatt noch Ihre lebenslange politischen und gesellschaftlichen Erfahrungen zwischen 1940 und 1980 (dem Beginn meines politischen Beobachtens und Interessiertseins) infrage stellen. Es sind Gedanken, die mir beim Betrachten des Blattes und Verfolgen der sehr widerspr&uuml;chlichen und obskuren Berichterstattung dar&uuml;ber durch den Kopf gehen. Mediale Berichterstattung ist etwas, dem wir seit einigen Jahren absolut kein blindes Vertrauen mehr schenken d&uuml;rfen, besonders nicht im Voraus! Auch als ein Nicht-Bayer und Nicht-W&auml;hler der dortigen Parteien sage ich ganz klar: diese Schmutzkampagne muss aufgekl&auml;rt werden! Aber nicht von selbsternannten &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo;, die unter der Knute einer der Beteiligten stehen!<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nWolfgang Klein<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>38. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Albrecht M&uuml;ller<\/p><p>Was Sie und Ihr Team mit den Nachdenkseiten tun, ist ein unverzichtbarer<br>\nKompass der mir hilft, mich zu positionieren. Ich lese sie regelm&auml;&szlig;ig und seither wei&szlig; ich, nicht ich bin verr&uuml;ckt, sondern die Welt in der ich lebe.<\/p><p>Was den Fall Aiwanger und den Artikel in der S&uuml;ddeutschen Zeitung betrifft, teile ich Ihre Auffassung nicht.<\/p><p>Es geht mir nicht um die Person Aiwanger und dessen Funktion, sondern wie Sie die Dinge einordnen.<\/p><p>Knapp 60 j&auml;hrig will ich nicht vergessen, was ich als 16\/17 j&auml;hriger gesagt und getan habe. Dabei gibt es einiges, wof&uuml;r ich mich heute sch&auml;men k&ouml;nnte.<br>\nDazu geh&ouml;ren unter anderem auch Spr&uuml;che, sogenannte Judenwitze, die wir uns auf dem Schulhof erz&auml;hlt haben. Die stehen in ihrer absto&szlig;enden Widerw&auml;rtigkeit dem Inhalt des fraglichen Flugblattes in nichts nach.<\/p><p>Aber ich entscheide mich als Ergebnis bewusster &Uuml;berlegung, mich daf&uuml;r nicht zu sch&auml;men. Weil ich &uuml;berzeugt bin, dass es falsch ist, mit der Lebenserfahrung und dem gewachsenen Geist des jetzigen Alters die Worte und Taten eines Pubertierenden zu werten, als h&auml;tte man alles damals schon genauso wissen m&uuml;ssen. Wenn ich mich einer Wertung unterziehen sollte, dann doch bitte unter Ber&uuml;cksichtigung dessen, was ich in den vergangenen Jahrzehnten gesagt und getan habe. Das kann durchaus die Frage beinhalten, wie ich denn heute zu den besagten Spr&uuml;chen von damals stehe.<\/p><p>Sp&auml;testens mit 18, nach einem Besuch des Konzentrationslagers Dachau, w&auml;hrend dessen mir so unwohl war, dass mir physisch regelrecht &uuml;bel wurde, sind mir keine Judenwitze mehr &uuml;ber die Lippen gekommen. Nicht zuletzt weil mir klar wurde, dass mit der Vernichtung Homosexueller meinesgleichen auch betroffen waren.<\/p><p>Mein gewachsenes Misstrauen gegen&uuml;ber den Medien bezieht sich in gleichem Ma&szlig;e auch auf die S&uuml;ddeutsche Zeitung. Dass sie die Aiwangerbombe zum jetzigen Zeitpunkt z&uuml;ndet, ist ja kein Zufall. Dass sie damit, wie Sie vermuten, m&ouml;glicher Weise den Freien W&auml;hlern zu mehr Stimmen verhilft, kann dabei kaum beabsichtigt gewesen sein. Nein, dass ist wieder einmal in die Hysterietr&ouml;te geblasen um eine mediale Hinrichtung zu inszenieren. Was ja offenkundig auch funktioniert, dieses Vorgehen entspricht dem aktuellen Zeitgeist wo das Diffamieren zu etwas normalen geworden ist.<\/p><p>Wenn mich heute jemand mit den vor &uuml;ber 40 Jahren gemachten &Auml;u&szlig;erungen konfrontieren w&uuml;rde, ich k&ouml;nnte sie nicht ungeschehen machen. Das gilt allerdings auch f&uuml;r Hr. Aiwanger. Wie soll er denn reagieren, was ist die richtige Reaktion? Zudem ist die Unschuldsvermutung (ein in Vergessenheit geratener Begriff aus besseren Zeiten) noch aus einem weiteren Grund angebracht, solange nicht klar ist, ob nicht der Bruder oder sonst wer der Verfasser war.<\/p><p>Ich kann nicht wissen wie Hr. Aiwanger zu dem Papier steht, aber ihn allein daf&uuml;r im Kontext der anstehenden Wahlen jetzt anzuprangern, ist nach meinem Empfinden nicht richtig sondern hinterf&hellip;. Wer profitiert davon?<\/p><p>Mit Dank und besten Gr&uuml;&szlig;en<br>\n&ndash; Stephan Korth &ndash;<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>39. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Damen und Herren,<br>\n&nbsp;<br>\nman ist immer auf der richtigen Seite wenn man mit den W&ouml;lfen heult Insbesondere bei dem Thema Antisemitismus. Interessant war aber das Interview mit Herrn Wolffsohn (immerhin Enkel von Holocaust&uuml;berlebenden) zu diesem Thema. Er sprach &uuml;ber zweierlei Ma&szlig; unter Verweis auf die Untaten unseres ehemaligen Au&szlig;enministers J. Fischer. Polizisten halbtot pr&uuml;geln mutiert zum Kavaliersdelikt. Die Umwelt in der ein Jugendlicher aufw&auml;chst pr&auml;gen sein Verhalten. Dar&uuml;ber sollte die SZ mal recherchieren. Die Erkenntnis w&auml;re vielleicht sehr &uuml;berraschend. Alles was nicht an die &Ouml;ffentlichkeit kommt existiert f&uuml;r viele nicht. Welch ein Irrtum. Erinnert alles ein bisschen an die Untaten innerhalb der katholischen Kirche. Eine Vereinigung die sich die N&auml;chstenliebe auf die Fahnen geschrieben hat. Insbesondere die N&auml;chstenliebe. Na dann.<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nP. Ehrental<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>40. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Damen und Herren,<\/p><p>anbei ein Leserbrief von mir, mit der Bitte um Ver&ouml;ffentlichung.<\/p><p>Vielen Dank, Steffen Teichmann.<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/230906-lbs-Aiwanger-lb40.pdf\">&ldquo;Gedanken zur Eignung eines Politikers aufgrund der medialen Vorverurteilung von Hubert Aiwanger&rdquo; [PDF]<\/a><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>41. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Nachdenkseiten,<\/p><p>ich verstehe nicht , weshalb Albrecht M&uuml;ller die S&uuml;ddeutsche Zeitung in Schutz nimmt.<\/p><p>Diese halbgare Ver&ouml;ffentlichung einen Monat vor der Landtagswahl in Bayern ist eine gezielte Kampagne.<\/p><p>Vor 35 Jahren war Aiwanger ein Sch&uuml;ler und alles andere als eine reife Pers&ouml;nlichkeit. Nun zu schreiben,er w&auml;re &ldquo;als Minister nicht haltbar&rdquo; ist infam. Alles ,was der Mann in der langen Zeit geleistet hat , wird so in einem Handstreich weggefegt .<\/p><p>Dass sich die Gr&uuml;nen und SPD Bayern nun besonders profilieren wollen ,hat ja wohl ganz besondere Gr&uuml;nde in den Wahlprognosen.&nbsp;<\/p><p>Michael Singer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>42. Leserbrief<\/strong><\/p><p>An Ihrer Argumentation ist was dran. Absolut!<\/p><p>Aber ich w&uuml;nsche mir, dass die Nachdenkseiten mit den Genossinnen und Genossen &auml;hnlich umgehen, die bis heute die Verbrechen der DDR totschweigen.<\/p><p>Von unserem Leser J.P.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>43. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller,<\/p><p>nicht nur die SZ mischt hier mit sondern auch der BR. Hier mein Mail an die Chefin des BR<br>\n&nbsp;<br>\nGru&szlig;<br>\nHelmut Lang<\/p><p>Sehr geehrte Frau Wildermuth,<br>\n&nbsp;<br>\nwo wir sind ist vorne. Da wird mal ein unliebsamer Politiker namens Aiwanger zur medialen Schlachtbank gef&uuml;hrt und keiner regt sich dar&uuml;ber auf. Nat&uuml;rlich kann da der BR nicht abseits stehen,&nbsp;sondern mischt kr&auml;ftig mit Sie sollten sich merken: wer mit dem Finger auf andere zeigt mu&szlig; sich im Klaren sein, dass drei Finger auf ihn selbst zeigen.<br>\n&nbsp;<br>\n<a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Antisemitismus-Affaere-Hubert-Aiwanger-am-SZ-Pranger-9286135.html\">telepolis.de\/features\/Antisemitismus-Affaere-Hubert-Aiwanger-am-SZ-Pranger-9286135.html<\/a><br>\n&nbsp;<br>\nWenn ein CDU Bundestagsabgeordneter zu einem Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes sagt:&rdquo; Ihr seit ja schlimmer als KZ &ndash; W&auml;chter, dann hat das keine medialen Konsequenzen. Der &Ouml;ffentlich-Rechtliche SWR berichtet dar&uuml;ber und dann ist gut. Nun ist dieser CDU Mann auch f&uuml;r NATO und Waffenlieferungen ins neue Bundesland Ukraine. So einen kann man doch nicht wegen Volksverhetzung anzeigen. Doch das kann man. Es wird uns doch immer wieder erz&auml;hlt, dass vor dem Gesetz alle gleich sind. Aber manche sind eben gleicher. Schlie&szlig;lich gibt es &sect;&sect; 146 und 147 GVG.&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\nFreundliche Gr&uuml;&szlig;e aus dem Herzogthum Baden<br>\nHelmut Lang<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>44. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Damen und Herren,<br>\n&nbsp;<br>\nwir brauchen uns wohl nicht zu unterhalten, ob der Inhalt inhuman und menschenverachtend ist. Aber es bleiben eine Menge andere Fragen:<\/p><ul>\n<li>Bis dato ist angeblich nicht klar, WER der Verfasser ist, Hubert oder sein Bruder Helmut, der &auml;lter ist und die Verfassung aber zugegeben hat. Was glauben Sie was ich und andere Jugendliche alles in unseren Taschen hatten, ist das relevant? Sie verurteilen Hubert Aiwanger wie in einem Tribunal, obwohl Sie angeblich nicht wissen wer der Verfasser ist und nur der Tascheninhalt als Indiz herhalten muss.<\/li>\n<li>Strafunm&uuml;ndigkeit herrscht in diesem Land bis vierzehn Jahre, also gerade mal zwei\/drei Jahre j&uuml;nger als ein Junge der dieses Flugblatt angeblich entworfen hatte. Heute begehen vierzehnj&auml;hrige Morde und kommen ungeschoren davon und das nicht mehr als Einzelfall, Tendenz steigend &ndash; und weitgehend nicht in den Mainstreammedien hinreichend erw&auml;hnt. &bdquo;16-J&auml;hrige sind keine unwissenden Kinder mehr&ldquo;. Richtig, und Vierzehnj&auml;hrige so unendlich weit entfernt? Absenkung des Alters der Strafm&uuml;ndigkeit &uuml;berreif.<\/li>\n<li>Warum wirft das heute solche Wellen und wurde nicht schon 1987 &bdquo;abgearbeitet&ldquo;, sanktioniert und ad acta gelegt? Weil man heute einen Trumpf in der Hand hat, um die Geschicke Bayerns nach Gusto zu lenken bzw. die Z&uuml;gel nicht zu verlieren?<\/li>\n<li>Selbst Prof. Dr. Wolffsohn, geb&uuml;rtiger Israeli, m&ouml;chte nicht, dass die Juden und ihre Geschichte hier wieder als b&ouml;ser Fingerzeig benutzt und missbraucht werden. Aber wir Deutschen sind ja schon lange gewohnt uns selbst zu gei&szlig;eln, dazu bedarf es keines Auslandes.<\/li>\n<li>&bdquo;Die Ver&ouml;ffentlichung und die Diskussion darum k&ouml;nnte den Freien W&auml;hlern konservative bis rechte bayerische W&auml;hler in die Scheunen treiben statt sie abzuschrecken&ldquo;. Wo sehen Sie hier rechte W&auml;hler? Meinen Sie die AfD-W&auml;hler, dann gehen Sie dem Mainstream ebenso auf den Leim wie viele in diesem Land, welche rechts und links nicht unterscheiden k&ouml;nnen. Patriotismus ja, aber da ist noch ein weiter Weg bis rechts, wobei links auch ein Irrweg ist, wie die Zeit eindeutig zeigt.<\/li>\n<\/ul><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nEdgar Bauer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>45. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Nachdenkseiten,<\/p><p>nur ein kurzes statement: Meines Erachtens hat dieses Flugblatt eine Vorgeschichte, die wir nicht kennen, und somit das Ganze nicht deuten k&ouml;nnen. Ich lese es n&auml;mlich komplett anders als von Ihnen dargestellt: Der Zynismus ist derart &uuml;berh&ouml;ht, dass es eine Reaktion auf eine vielleicht nazifreundliche Diskussion innerhalb der Schule gewesen sein k&ouml;nnte. Eine &Uuml;berh&ouml;hung, die in der &Uuml;berzeichnung etwas klar machen will.&nbsp; Das sollte man bedenken.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nB.S.<\/p><p>P.S. F&uuml;r mich ist eher der Zeitpunkt des Auffindens und Publikmachens aussagekr&auml;ftig. Ein Herr Kiesewetter darf ungestraft den Holocaust banalisieren, aber bei einem Herrn Aiwanger sucht man jetzt nach jeder noch so lang zur&uuml;ckliegenden M&ouml;glichkeit der Diskreditierung, und findet dann dieses zugegebenerma&szlig;en geschmacklose Pamphlet aus der Schulzeit. &nbsp;<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>46. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, Sehr geehrtes Nachdenkseiten Team,<br>\n&nbsp;<br>\nbeim Lesen Ihres Artikels &ldquo;Nicht Aiwanger, die SZ ist der b&ouml;se Bube. Verkehrte Welt!&rdquo; musste ich das erste Mal vor mir selber zucken, was das Verst&auml;ndnis bzw. meine Gedanken zu einem Artikel aus Ihrem Haus angeht.<br>\n&nbsp;<br>\nIm Normalfall f&auml;llt mir ein &bdquo;Nachvollziehen&ldquo;, ein in den Autor versetztes Wahrnehmungsbild und \/ oder eine klare Haltung recht einfach, soweit man das heute noch von sich und den vielf&auml;ltigen Situationen sagen kann.<br>\nEbenfalls sind mir Ihre Artikel seit Jahren ein Wegbegleiter zum groben Kategorisieren und (oh Wunder, oh Wunder) regen zum sachlichen &bdquo;Nachdenken&ldquo; an.<br>\nHier er&ouml;ffnet sich mir aber ein (gedanklicher) Wiederspruch an sich.<br>\n&nbsp;<br>\nAls Baujahr 1979 und von einem politisch, akademischen und von Bildung gepr&auml;gten &bdquo;&auml;lteren&ldquo; Vater (Baujahr 1935) mit hohem Kommunikationstalent und dem Willen sein Wissen weiterzugeben, sind mir in der Schulzeit schon unterschiedliche Dinge im Verhalten zu der &bdquo;deutschen&ldquo; Vergangenheit aufgefallen. In diesem Zusammenhang &bdquo;stolperte&ldquo; ich &uuml;ber den Artikel und kam gedanklich ins &bdquo;Stocken&ldquo;.<br>\n&nbsp;<br>\nDas Verst&auml;ndnis Ihrerseits &uuml;ber die Wahl der Formulierungen und der Thematik in diesem &bdquo;Flugblatt&ldquo; ist nat&uuml;rlich nachvollziehbar, habe mich zus&auml;tzlich erinnert, dass zu diesen Jahren in der Schulzeit (leider) viele Witze &uuml;ber die Holokaust Zeit gemacht wurden. Diese Witze waren, um es diplomatisch zu formulieren, negativ der j&uuml;dischen Bev&ouml;lkerung gegen&uuml;ber ausgelegt.<br>\nOftmals habe ich das, auch damals schon, als Verarbeitungsprozess der &bdquo;Jugend&ldquo; gesehen mit der theoretischen Themenbew&auml;ltigung von Leid, Schuld und vielen Toten, mit den jeweiligen Einschl&auml;gen aus den famili&auml;ren Einfl&uuml;ssen. Einer Jugend in unserer westlichen Welt, in dieser Zeit, mit einem von den Wirtschaftsjahren befeuerten Wohlstandsleben, ist ein echtes Nachempfinden dieser Thematik sehr schwergefallen und ist es wie man &ouml;fters sehen kann auch heute noch so. (Hierf&uuml;r ist zus&auml;tzlich ein enormes Ma&szlig; an Empathie von N&ouml;ten). Das grunds&auml;tzliche thematische oder schulische Auseinandersetzen in breiter Masse zieht auch immer Schattenseiten mit sich.<br>\n&nbsp;<br>\nAllerdings waren die Gedanken nach dem Lesen des ver&ouml;ffentlichten &bdquo;Flugblattes&ldquo; eigentlich das genaue Gegenteil von den Vorw&uuml;rfen bzw. dem &bdquo;allgemeinen Entsetzen&ldquo;&hellip; meiner Wahrnehmung nach geht dies in die zynische Richtung (negativ zu Lasten der &bdquo;Rechten, der deutschen Bev&ouml;lkerung&ldquo;), da hier &bdquo;scheinbar&ldquo; die &bdquo;deutsche Bev&ouml;lkerung zur Bewerbung&ldquo; aufgerufen wird. Die &bdquo;ausgeschriebenen Preise&ldquo; sind f&uuml;r die &bdquo;Bewerber&ldquo;, daher empfinde ich es als Grundgedanken; &bdquo;mal mit den eigenen Methoden sp&uuml;ren lassen oder konfrontieren&ldquo;, aus Sicht der Verfasser.<br>\n&nbsp;<br>\nIch m&ouml;chte hier weder Position f&uuml;r oder gegen Herrn oder Familie Aiwanger beziehen, hier geht es mir ausschlie&szlig;lich um die (meine) Wahrnehmung dieser Zeilen, von damals Jugendlichen verfasst, und musste (an mir) feststellen, dass mir hier ein Widerspruch an sich bei der Beurteilung auff&auml;llt. Mit ist ein zynischer, ironischer auch mit schwarzem Humor angeregter Umgang mit so schwerwiegenden Themen nicht fremd und nach meiner Auffassung grunds&auml;tzlich lieber als sich mit Taten oder ernst zu nehmenden &bdquo;Aufrufen&ldquo;, die heute zum Teil Alltag sind, auseinander zu setzten.<br>\n&nbsp;<br>\nK&ouml;nnte man dies nicht auch mit einem falschen oder zu einseitigen Blickwinkel betrachtet haben? Liege ich mit der Einsch&auml;tzung, dass es auch als zynischer Aufruf und Konfrontation oder als gegenteilige &bdquo;Ironie&ldquo; an das &bdquo;Umfeld&ldquo; (aus pubert&auml;ren oder eventuell gruppendynamischen Gr&uuml;nden) verstanden werden k&ouml;nnte, falsch?<br>\n&nbsp;<br>\nMir ist nat&uuml;rlich Ihr Seitenhieb auf die Wahlberechtigung junger Generationen aufgefallen, eventuell ist mir auch nicht ausreichend in den Sinn gekommen, dass dies Ihr eigentlicher Gedankengang war und in diesem Kontext ein hinreichender Ansto&szlig; sein soll.<br>\n&nbsp;<br>\n&Uuml;ber den einen oder anderen weiteren Gedankengang Ihrerseits f&uuml;r mich w&auml;re ich dankbar, auch um meine Sicht in ein eventuell besseres Licht r&uuml;cken zu k&ouml;nnen.<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nV. S.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>47. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte NDS-Redaktion,<br>\nsehr geehrter Herr Albrecht M&uuml;ller, <\/p><p>man mag zu dem Flugblatt stehen, wie man will (Antisemitismus kann ich auf den ersten Blick nicht erkennen, wenn man im Hinterkopf beh&auml;lt, da&szlig; mit die ersten Insassen in KZs kritisch denkende Menschen waren, welche den Faschismus aufhalten wollten), aber wenn man Menschenverachtung als R&uuml;cktrittsgrund anf&uuml;hrt, dann mu&szlig; man im selben Atemzug mindestens 80% aller prominenten Politiker feuern, insbesondere jene, die gegen &ldquo;Ungeimpfte&rdquo; und Friedensaktivisten hetzten &amp; teilweise immer noch hetzen oder Waffen wie auch viel Geld (das man daf&uuml;r im Inland k&uuml;rzt) in die Ukraine schickt. <\/p><p>Hat man bereits vergessen, da&szlig; (weltweit) teilweise wieder &uuml;ber &ldquo;Lager f&uuml;r Ungeimpfte&rdquo; nachgedacht wurde? In China wurden ganze Wohnbl&ouml;cke zugenagelt, w&auml;hrend die Menschen in ihren Wohnungen hausten. Unter diesem Aspekt kann man das Flugblatt auch ganz anders werten, n&auml;mlich als ein Wachr&uuml;tteln zum Erkennen totalit&auml;rer Zust&auml;nde, wie sie sich heute nicht mehr nur regional begrenzen (&ldquo;3. Reich&rdquo;), sondern weltweit durch Digitalisierung (-&gt; Steuerung, &Uuml;berwachung, Kontrolle) und einem permanentem Ausnahmezustand (&ldquo;Corona v2.0&rdquo; steht vor der T&uuml;r, der &ldquo;Klimawandel&rdquo; ist noch lange nicht ausgestanden, und dann tobt in der Ukraine ja noch ein Krieg), welcher der Politik die Erosion demokratischer Prozesse erm&ouml;glicht. <\/p><p>Ein Flugblatt von vor Jahrzehnten? Fragen Sie doch mal Markus S&ouml;der, welche Leichen er im Keller hat; Eine kenne ich bereits, in seiner Rolle als Hardliner pro &ldquo;Corona-Ma&szlig;nahmen&rdquo;, die ihn schon lange h&auml;tten suspendieren m&uuml;ssen. Bayern war IMHO das einzige Bundesland, das zur &ldquo;Corona&rdquo;-Hochzeit den Menschen im Fernverkehr illegal FFP2-Atemschutzger&auml;te oktroyierte &amp; den medizinischen Datenschutz aushebelte, indem auf Maskenbefreiungsattesten f&uuml;r Jedermann einsehbar die medizinische Diagnose stehen mu&szlig;te, um vielleicht akzeptiert zu werden. Diese zutiefst entw&uuml;rdigenden Ma&szlig;nahmen sind auch menschenverachtend. <\/p><p>Ob S&ouml;der oder Aiwanger am Ende den Posten des Ministerpr&auml;sidenten bekleiden, spielt maximal in Nuancen in Bezug auf die allgemeine Politik eine Rolle. <\/p><p>Die Zeiten werden immer seltsamer, so auch die Debatten. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nMichael Schauberger<\/p><p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Sehr geehrter Herr Schauberger,<\/em><\/p><p><em>danke f&uuml;r Ihren Leserbrief. Ich will nach Lekt&uuml;re der ersten Zeile spontan mal fragen, wo in meinem Text die Behauptung vorkommt, das Flugblatt habe Antisemitismus enthalten.<\/em><\/p><p><em>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<\/em><br>\n<em>Albrecht M&uuml;ller<\/em><\/p><p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.S.:<\/strong> Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/em><\/p><p><em>Sie haben keine Behauptung aufgestellt, da&szlig; das Flugblatt Antisemitismus enthalte. Dies habe ich auch nicht so formuliert, sondern bewu&szlig;t allgemein gehalten.<\/em><\/p><p><em>Das war eine Einbringung von mir, weil sich die Medien, die Sie in Ihrem Artikel auch verlinken, &uuml;ber das Flugblatt mit KZ-Bezug nat&uuml;rlich mit Antisemitismus-Vorw&uuml;rfen &uuml;berschlagen, welches insbesondere auf der politischen B&uuml;hne einem K.O.-Argument gleicht. Gerade das ist aber, wie ich anmerkte, vorschnell geschossen, weil die ersten Insassen eben nicht (nur) Juden waren, sondern Oppositionelle, Dissidenten etc. (auch heute landen wieder Dissidenten im Gef&auml;ngnis oder erlangen zumindest empfindliche Strafen vor Gericht, siehe Richter Dettmar &amp; Co.).<\/em><\/p><p><em>Wie h&auml;tte ich es denn formulieren k&ouml;nnen, ohne, da&szlig; Sie den &ldquo;Antisemitismus&rdquo;-Begriff in Bezug auf sich oder Ihren Artikel setzen? Ich will gerne lernen, solche Mi&szlig;verst&auml;ndnisse &mdash; gerade bei solch diffizilen Begriffen &mdash; in Zukunft zu vermeiden.<\/em><\/p><p><em>Beste Gr&uuml;&szlig;e,<\/em><br>\n<em>Michael Schauberger<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>48. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Albrecht M&uuml;ller, <\/p><p>als Leser Ihres Buches &ldquo;Glaube wenig, Hinterfage alles, Denke selbst&rdquo; habe ich von Ihnen einiges gelernt. <\/p><p>Desto &uuml;berraschter bin ich, mit welcher Verve Sie sich in diese &ldquo;Schlammschlacht&rdquo; einmischen und ohne Recherche mit &ldquo;Dreck&rdquo; werden. <\/p><p>Als P&auml;dagoge und Therapeut, der ich lange mit verhaltensauff&auml;lligen m&auml;nnlichen Jugendlichen und erwachsenen Straft&auml;tern gearbeitet habe, m&ouml;chte ich auf das uns&auml;gliche, &ldquo;menschenverachtende Pamphlet&rdquo; von 1987 eingehen. <\/p><p>Wer von all den aufgeregten Schreiberlingen hat recherchiert, in welchem Kontext dieses Pamphlet entstanden ist. Gegen wen richtet es sich, war es &ldquo;geheim&rdquo; und nur in einer Klasse unterm Tisch gehandelt, oder wurde es im Treppenhaus und auf dem Schulhof verteilt. Welche Lehrerinnen und Lehrer bekamen es zu lesen und wie reagierten sie. Gab es Sanktionen, Diskussionen, die M&ouml;glichkeit zur &ldquo;L&auml;uterung&rdquo;. Wie schnell sind Sie mit Ihrem Urteil &ndash; Zitat: &ldquo;Wes Geistes Kind ist der Verfasser des Flugblattes gewesen und ist&nbsp; er das heute noch? Das darf man doch wohl fragen (so,so!?), wenn nichts von einer L&auml;uterung bekannt?&rdquo; Haben Sie recheriert, welche L&auml;uterung es gab. Sie k&ouml;nnen mir sicher gleich mitteilen, welche Manipulationsmethode Sie bei o.g. Zitat anwenden&hellip; <\/p><p>Und noch ein Zitat: &ldquo;Klar zu sein scheint(aha!?)&nbsp; jedoch dass der bayerische Vize-Ministerpr&auml;sident dieses Blatt als 17-j&auml;hriger Sch&uuml;ler in seiner Tasche hatte&rdquo; (so,so &ndash; Kontaktschuld!) <\/p><p>Nun zu den Jugendlichen von 1987\/88 in Aiwangers Klasse. Als Lehrer dieser Klasse und als geschichtsbewu&szlig;ter Mensch im Jahre 2023 mu&szlig; ich mich doch fragen, was reitet einen Jugendlichen sich so zu erbl&ouml;den und mit diesem unfassbaren und schrecklichen Geschehen in der deutschen Geschichte sich so skurrile Scherze zu erlauben. Das mu&szlig; von Seiten der P&auml;dagogen Konsequenzen haben, aber immer auch Herausforderung sein zum Dialog mit den jungen Menschen. <\/p><p>Was hat den Schreiber bewogen so etwas Uns&auml;gliches von sich zu geben? P&auml;d. Fachkr&auml;fte, die mit jungen Menschen &uuml;ber dieses unfassbare, industriell organiserten Massenmorden sprechen m&ouml;chten, weil es ihr Unterrichtauftrag ist, brauchen hier ein gro&szlig;es&rdquo;Fingerspitzengef&uuml;hl&rdquo;. Junge Menschen sind (nach Klaus Hurrelmann) produktiv-realit&auml;tsverarbeitende Individuen., d.h. sie machen sich Ihre eigenen Gedanken und merken schnell die gesellschaftlichen Widerspr&uuml;che zwischen offizieller Geschichtsschreibung und Vergangenheitsbew&auml;ltigung und den realen Verh&auml;ltnissen, die sie erleben. Wollte da jemand die Erwachsenen provozieren und auf die Verlogenheit hinweisen, die bis in die Gegenwart reicht. Wieviele Nazis waren lange Zeit in der Bundesrepublik in machtvollen Positionen, z.B. im BND und und ein KZ- Judenm&ouml;rder lebte bis zu seinen Tod unbehelligt in M&uuml;nchen unter seinem eigenen Namen, nur weil er der CIA und dem BND im Kampf gegen die &ldquo;Kommunisten&rdquo; in der Sowjetunion dienlich war. (Habe leider die Quelle im Bayrischen Fernsehen nicht mehr gefunden) <\/p><p>Die Kampagne gegen Aiwanger, dessen politische Ansichten ich nicht teile, ist so durchsichtig und sch&auml;big. Cicero hat das wunderbar auf den Punkt gebracht. Wir sollten uns nicht am Vernichten von Personen beteiligen, gerade auf dem Hintergrund unserer Geschichte. <\/p><p>MIt freundlichem Gru&szlig;<br>\nHorst-Uwe Scheck<\/p><p>Nachtrag: Ich habe die Quelle wieder gefunden, auf die ich in meinem Leserbrief hinweise:<\/p><p>&ldquo;Eichmanns geheimer Komplize&rdquo;, eine Reportage von Report M&uuml;nchen extra vom 09.04.2021&hellip;und die deutschen Leitmedien schweigen&hellip;<\/p><p>Sie echauffieren sich lieber &uuml;ber ein Flugblatt eines Sch&uuml;lers von 1988.<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.br.de\/fernsehen\/das-erste\/sendungen\/report-muenchen\/eichmann-100.html\">br.de\/fernsehen\/das-erste\/sendungen\/report-muenchen\/eichmann-100.html<\/a><\/p><p>Mit freundlichem Gru&szlig;<br>\nHorst-Uwe Scheck<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>49. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Vielen Dank, Herr M&uuml;ller, dass Sie den Nachdenkseiten-Lesern das Original des omin&ouml;sen Aiwanger-Flugblattes zur Verf&uuml;gung gestellt haben. Beim Lesen desselben fiel mir aber einiges auf:<br>\n&nbsp;<br>\n&bdquo;Wenn man einen Text mit Erwartungen auf einen bestimmten Sinn hin liest, zeigt sich denn auch ein solcher Sinn, und alles, was dagegen spricht, wird ausgeblendet.&ldquo; &nbsp;(Hans Georg Gadamer, in &bdquo;Wahrheit und Methode&ldquo;, 1960)<br>\n&nbsp;<br>\nAls Literaturwissenschaftlerin, die sich mit dem Problem der Interpretation von Texten besch&auml;ftigt,&nbsp; habe ich den Text des Aiwanger-Flugblatts genau gelesen, von oben (der &Uuml;berschrift) bis unten. Dabei fiel mir auf, dass sich die &bdquo;Einladung&ldquo; zu einem &bdquo;BUNDESWETTBEWERB: Wer ist der gr&ouml;&szlig;te Vaterlandsverr&auml;ter?&ldquo; an &bdquo;Jeden, der Deutscher ist und sich auf deutschem Boden aufh&auml;lt&ldquo; (Hervorhebung von mir), richtet. Die Einladung zu einem &bdquo;Vorstellungsgespr&auml;ch im Konzentrationslager Dachau&ldquo; richtet sich nach allen Regeln des Textverst&auml;ndnisses also an &bdquo;Deutsche&ldquo;. Die Annahme, dass sich die &bdquo;Einladung&ldquo; an deutsche Juden richtet, entbehrt jeglicher Textgrundlage. Die &bdquo;Einladung&ldquo; richtet sich an &bdquo;Deutsche&ldquo;, und Deutsche, die das Recht hatten, auf deutschem Boden zu leben, waren im Nazi-Sprech nur &bdquo;Arier&ldquo;.<\/p><p>Nat&uuml;rlich ist die Beschreibung der folgenden &bdquo;Preise&ldquo; eine Formulierung des Unvorstellbaren und Unaussprechlichen, wie man sie nur damaligen eingefleischten Nazis zuschreiben w&uuml;rde, jenem Auswurf der menschlichen Spezies zwischen Hannah Arendts &bdquo;Banalit&auml;t des B&ouml;sen&ldquo; und hasserf&uuml;llten Lustm&ouml;rdern.<\/p><p>Der Text ist mir ein R&auml;tsel: Sollte hier ein Jugendlicher in seinem Entsetzen &uuml;ber Verbrechen der eigenen Vorfahren zum Mittel der Satire gegriffen haben, indem er die &bdquo;Deutschen&ldquo; aufgefordert hat, sich in die Situation der Opfer hinein zu versetzen, indem er das Wort &bdquo;Juden&ldquo; mit &bdquo;Deutsche&ldquo; ersetzt hat? Man k&ouml;nnte einen solchen Versuch als etwas mi&szlig;gl&uuml;ckt und ziemlich mi&szlig;verst&auml;ndlich bezeichnen, aber was junge Menschen alles tun, um ihr Entsetzen auszudr&uuml;cken, sehen wir ja gerade bei den Klimaklebern.&nbsp;<\/p><p>Nun, jeder Text hat einen Kontext, und bevor ich nicht aufgrund anderer Quellen, die von Herrn Aiwangers jugendlicher Weltanschauung Zeugnis ablegen, Kenntnis habe, kann ich den Text seines damaligen Flugblattes nicht abschlie&szlig;end deuten.<\/p><p>Vielleicht kann mir ein anderer Nachdenkseiten-Leser oder -Autor dabei weiter helfen?<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;ssen &ndash; Joanne Nykrin-Schaller<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>50. Leserbrief<\/strong><\/p><p>&Auml;hnliche&nbsp; &ldquo;Ausw&uuml;chse&rdquo; sind mir bekannt von jungen Menschen, die nach &lsquo;Auschwitz-Klassenfahrten&rsquo; auf der R&uuml;ckfahrt im Reisebus sich in schlimmsten Obsz&ouml;nit&auml;ten ergingen.&nbsp;<\/p><p>All das bedarf sozialpsychologischer Untersuchungen, warum&nbsp; das Wissen um die Nazi-Mord-und Vernichtungsmaschinerie bei Menschen&nbsp;solche &lsquo;Reaktionen&rsquo; hervorrufen kann, trotz&nbsp; Aufkl&auml;rung und Vermittlung &uuml;ber all die barbarischen Verbrechen?<\/p><p>K&ouml;nnte dieses schreckliche Flugblatt nicht auch als Ausdruck einer seelischen &Uuml;berforderung gerade junger Menschen verstanden werden, dass AUSCHWITZ nie&rdquo;verarbeitet&rdquo; werden&nbsp;kann und es mehr braucht als Wissensvermittlung, z. B. die &lsquo;F&auml;higkeit zum Trauern&rsquo; ?&nbsp;<br>\nWurde die daf&uuml;r so notwendige Unterst&uuml;tzung und Begleitung den jungen Aiwanger-Br&uuml;dern zuteil?<\/p><p>Die politmediale Emp&ouml;rungsindustrie&nbsp; sollte sich angesichts all der Verwerfungen in diesem Lande Mitscherlichs &ldquo;Unf&auml;higkeit zu trauern&rdquo;&nbsp;zu Gem&uuml;te f&uuml;hren!<\/p><p>Traurige Gr&uuml;&szlig;e<br>\nUte Plass<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>51. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Albrecht M&uuml;ller, <\/p><p>als jahrelange Leserin und auch Spenderin Ihrer Nachdenkseiten macht mich Ihr Artikel zu dem Vorgang SZ\/Aiwanger wirklich fassungslos, und ich m&ouml;chte das nicht unwidersprochen so stehenlassen. <\/p><p>Ganz ehrlich, der antisemitische Kontext erschlie&szlig;t sich mir beim Lesen nicht. Ich halte das Blatt f&uuml;r ein reichlich geschmackloses, dummes Machwerk eines unreifen Jugendlichen. Vielleicht ein gr&uuml;ndlich daneben gegangener Versuch einer Satire? Zudem sollte die Zeit der Entstehung des Flugblattes ber&uuml;cksichtigt werden. Ob man&acute;s gut findet oder nicht: In den 80ern war man in vielen Dingen noch nicht so politisch korrekt, wie das jetzt der Fall ist. <\/p><p>N&auml;her eingehen m&ouml;chte ich aber auf ihr Argument, dass ein 16-j&auml;hriger Gymnasiast so viel von der deutschen Geschichte mitbekommen hat, dass sich derartiges Schreiben verbietet. Nat&uuml;rlich sind Jugendliche keine unwissenden Kinder mehr, was f&uuml;r eine Binsenweisheit! Aber &ndash; ich habe in meinem immerhin schon &uuml;ber sechzig Jahre w&auml;hrenden Leben bemerkt, dass es der Jugend und auch den jungen Erwachsenen oft gewaltig an Erfahrung (notgedrungen) und Information fehlt, um Geschichte und Zeitgeschehen vern&uuml;nftig einzuordnen. Im Leben der Jugend ist Geschichtsverst&auml;ndnis definitiv nicht die erste&nbsp; Priorit&auml;t! Meine Generation hat sich f&uuml;r Mao und Che Guevara begeistert und erst sp&auml;ter auch die dunklere Wahrheit &uuml;ber diese erfahren. Und auch die heutigen, oft weitgereisten jungen Leuten lassen sich nur allzu leicht vor die verschiedensten politischen und weltanschaulichen Karren spannen. Ich denke nicht, dass ein Mensch im Pubert&auml;tsalter charakterlich schon so festgelegt ist, dass er nicht mehr dazulernen und sich &auml;ndern kann, man also &uuml;ber ihn auf Grund seiner Ansichten in dieser Zeit kein lebenslang g&uuml;ltiges Urteil&nbsp; f&auml;llen kann. <\/p><p>Und was die S&uuml;ddeutsche Zeitung anbelangt, da braucht es schon eine geh&ouml;rige Portion Gutgl&auml;ubigkeit. So ein Zufall aber auch, dass man kurz vor der Wahl in Bayern dieses kompromittierende Detail aus dem fr&uuml;hen Leben eines etwas widerspenstigen Politikers publik macht. Und dabei m&ouml;chte ich anmerken, dass ich nicht zu seinen W&auml;hlern geh&ouml;re. Aber Hetzkampagnen gegen unbequeme Personen sind immer zu verurteilen, egal, ob uns diese Person passt oder nicht. <\/p><p>Mit freundlichem Gru&szlig;<br>\nLiane Stecher<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>52. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Nachdenkseiten,<\/p><p>nur ganz kurz: da&szlig; der Text unter aller Kanone ist, ist klar. Er richtet sich &ndash; offensichtlich gegen Deutsche. Nicht gegen Juden, ist also nicht antisemitisch, wie von interessierten Stellen zu Beginn der Affaire noch verbreitet wurde. Jeder Interessierte sollte sich fragen, wieviel Bl&ouml;dsinn er selbst im Alter von 17 Jahren verbreitet hat. Wenn aber ausgerechnet die SZ, die sich inzwischen als antirussisches, rassistisches Hetzblatt hervortut, hier glaubt, sich produzieren zu m&uuml;ssen &ndash; um Aiwanger im Wahlkampf zu schaden &ndash; wird es geschmacklos. Dies klarzustellen w&auml;re Eure Aufgabe.<\/p><p>Zur Klarstellung: als Linker bin ich kein Fan von Herrn Aiwanger.  <\/p><p>Dieter Heinert<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>53. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Herr M&uuml;ller,<\/p><p>danke Ihnen auch f&uuml;r diesen kritischen Artikel, aber hier muss ich doch teilweise widersprechen.<\/p><p>Ohne Zweifel ist dieses Flugblatt eine Schande und gerade auch ein zeitgeschichtlicher Hinweis, dass dieses Gedankengut damals (und vermutlich auch noch heute) noch weit verbreitet unter der sichtbaren Oberfl&auml;che existierte.<\/p><p>Ich glaube allerdings nicht an Zuf&auml;lle und so ist der Zeitpunkt der Ver&ouml;ffentlichung dieses Skandals letztlich nur eine weitere Kampagne eines &ldquo;Qualit&auml;tsmediums&rdquo;, um die Landtagswahl in Bayern zu beeinflussen. Stellen Sie sich nur vor, RT DE h&auml;tte so etwas zum rechten Zeitpunkt &uuml;ber gr&uuml;nes Spitzenpersonal ausgegraben (als es noch nicht zensiert wurde).<\/p><p>Da sich jetzt auch der Kriegsfreund Habeck und andere Schlauberger zur Sache zu Wort melden, sei einfach noch einmal daran erinnert, dass derzeit in der Ukraine mittelbar auch echte Nazis mit echten Waffen ausger&uuml;stet werden, kann man da die (m.E. gespielte) Emp&ouml;rung &uuml;ber dieses Nazipamphlet tats&auml;chlich glauben?<\/p><p>Herrn Aiwanger will ich damit nicht verteidigen, aber der ganze Vorgang erinnert sehr stark an andere Kampagnen und ich nehme einer zunehmend manipulierenden und verschweigenden Presse einfach nicht mehr ab, jetzt pl&ouml;tzlich &ldquo;Investigativ&rdquo; und &ldquo;kritisch&rdquo; aufzutreten, daf&uuml;r gebe es wei&szlig; Gott gewichtigere Anl&auml;sse, wo sie uns aber im Interesse der Regierenden eher in die Irre f&uuml;hren.<\/p><p>Insgesamt f&uuml;r mich ein weiterer unappetitlicher Vorgang mit fragw&uuml;rdigen Protagonisten auf allen Seiten &ndash; die Absicht erscheint einfach zu offensichtlich.<\/p><p>Der viel gepriesene Arbeitskr&auml;ftemangel wird, wenn &uuml;berhaupt, doch besonders deutlich beim derzeitigen politischen Personal.<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e<br>\nP.Sieber<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>54. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Albrecht M&uuml;ller,<\/p><p>ich gebe ihnen insofern recht, als wir in einer verkehrten Welt leben, in der die Gr&uuml;nen sich als braun entlarvten und die Roten sich einen gr&uuml;nen Anschein geben. Was aber die &ldquo;Aff&auml;re&rdquo; Aiwanger anbelangt m&ouml;chte ich ihnen widersprechen. Ich war noch nie W&auml;hler der Freien W&auml;hler und werde es auch nicht. Mich st&ouml;rt aber die Art und Weise wie in unserem Land Politik betrieben wird schon lange. Statt auf die Argumente politischer Gegner einzugehen wird in deren Vergangenheit gekramt, bis man etwas findet, das man f&uuml;r diese Schlammschlacht, die man als Politik ausgibt, gebrauchen kann. Deutsche Politiker und Medien scheinen sich da an unserem gro&szlig;en Bruder USA zu orientieren, wo die politische Auseinandersetzung auf einem Niveau stattfindet, die man schon fast als kriminell bezeichnen k&ouml;nnte. Ich z&auml;hle mich auch nicht zu den AFD W&auml;hlern, finde es jedoch absolut undemokratisch , wie mit ihr umgegangen wird.<\/p><p>Der SZ wurde diese Info (Flugblatt) gesteckt um einen politischen Gegner zu diffamieren und zu diskreditieren. Die SZ hat den Zeitpunkt (mit dem Beginn der Briefwahl in Bayern) wohl gew&auml;hlt, um in den Wahlkampf einzugreifen, denn die Info muss sie schon fr&uuml;her erhalten haben. Immerhin hatte sie Zeit, ein Gutachten &uuml;ber die benutzte Schreibmaschine in Auftrag zu geben. Die SZ hatte offenbar aber keine Zeit mehr, Herrn Aiwanger um eine Stellungnahme zu den Vorw&uuml;rfen die sie gegen ihn erhebt zu bitten, wie es das Presserecht vorschreibt. Ich lese die SZ (Sch&hellip; Zeitung) schon lange nicht mehr. Sie war von Beginn an transatlantisch ausgelegt, hat sich dem neoliberalen Zeitgeist verschrieben und hat sich w&auml;hrend der Corona Ma&szlig;nahmenkrise, wie auch jetzt im Ukrainekrieg nicht mit journalistischen Ruhm bekleckert, sondern agiert als Hetzblatt, wie alle anderen Mainstream Medien. (Seien sie anspruchsvoll, auch in der Hetze) Ich kenne einige dressierte SZ Leser, die ich fr&uuml;her einmal f&uuml;r intelligent hielt als sie studierten aber heute springen sie &uuml;ber jedes St&ouml;ckchen das die SZ ihnen hinh&auml;lt, sei es Assad, Putin oder Trump. Sie werden sich auch &uuml;ber Aiwanger bestens informiert f&uuml;hlen, obwohl sie nichts wissen, als das was die Medien in ihre K&ouml;pfe implementieren.<\/p><p>Das Flugblatt ist f&uuml;r mich ein Ausdruck sp&auml;tpubert&auml;rer Gef&uuml;hlswallungen eines einseitig politisierten Jugendlichen, der seine gesellschaftliche Reife noch nicht erreicht hat. Wenn wir anfangen Jugends&uuml;nden (vor 35 Jahren) als Stigma und damit als Ausschlusskriterium anzuerkennen, h&auml;tte Joschka Fischer, der bekanntlich einen Polizisten verpr&uuml;gelt hat, nie irgend ein Amt antreten d&uuml;rfen. Ich bin gegen eine Wahlberechtigung unter 18 Jahren, denn so richtig reif und lebenserfahren wird man erst, wenn man selbst Kinder erzogen hat.<\/p><p>Wer von uns ist eigentlich frei von S&uuml;nde, der werfe den ersten Stein. Ich habe vom Gutmenschentum a la B&auml;rbock, Hofreiter, Habeck und Konsorten die Schn&hellip; geh&ouml;rig voll und pl&auml;diere f&uuml;r Realismus und Diskurs, statt Diskriminierung. Man sollte Herrn Aiwanger an dem messen, was er jetzt sagt und tut, anstatt, wie die Ampelm&auml;nnchen (und -weibchen) die Nazik&auml;ule zu schwingen.<\/p><p>MfG ihr treuer NDS Leser<br>\nJ&uuml;rgen Dennerlein<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>55. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo NachDenkSeiten,<\/p><p>Ihr habt gerade einen sehr fragw&uuml;rdigen Beitrag &uuml;ber Aiwanger und die SZ ver&ouml;ffentlicht. Ich hab so den Eindruck, nachdem man bei Rammstein-Lindemann nicht zum erw&uuml;nschten Ziel gekommen ist, ist nun eben der n&auml;chste dran. Rufmord und Denunziation scheint mittlerweile zum guten Ton, besonders in den Medien, zu geh&ouml;ren. Dabei wird auch von Ihnen liebe NDS vergessen, dass genau das ein Anzeichen f&uuml;r eine aufkommende Diktatur ist und genau das zum Faschismus f&uuml;hrt(e).<\/p><p>Sehr schade, dass der ansonsten so ehrenhafte Herr Albrecht M&uuml;ller so denkt, was er da schreibt. Er sollte mal ein wenig &uuml;ber die &bdquo;Jugends&uuml;nden&ldquo; so mancher seiner ehemaligen SPD-Genossen nachlesen. Auch die sprichw&ouml;rtlichen &bdquo;Leichen im Keller&ldquo; so mancher Gr&uuml;ner und Genossen der Linkspartei, stehen da in nichts nach. Aber das ist ja dann &sbquo;Whataboutism&rsquo;. Einer der neuen Kampfbegriffe, mit dem man jede Fakten basierte Diskussion abw&uuml;rgen kann. Man sollte sich gelegentlich einige Reden der kommunistischen Genossen der Linkspartei auf ihren Parteitagen anh&ouml;ren. Da erf&auml;hrt man dann, wie diese edlen Erscheinungen der Sorte Mensch mit ihren Gegnern umgehen m&ouml;chten, wenn sie dereinst mal an der Macht sind. Da wird dann auch gleich mal &uuml;ber Erschie&szlig;ungen der Reichen gesprochen (<a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article206296277\/Linke-Konferenz-Erschiessungen-von-Reichen-Skandal-in-Kassel.html\">welt.de\/politik\/deutschland\/article206296277\/Linke-Konferenz-Erschiessungen-von-Reichen-Skandal-in-Kassel.html<\/a>), ohne dass das F&uuml;hrungspersonal faschistische Z&uuml;ge, oder gar Volksverhetzung in diesen Reden sehen wollen. Was sie ja gerne bei jeder anderen Gelegenheit bei ihren politischen Gegner tun. Bis auf ein paar sanfte Beschwichtigungen, man m&uuml;sse sie ja nicht gleich erschie&szlig;en, arbeiten (Vielleicht in einen Lager?), sollte auch erst mal gen&uuml;gen. Insofern ist die Debatte &uuml;ber das antisemitische Pamphlet einiger unreifer bayerischer Sch&uuml;ler, wo noch immer nicht klar ist, wer sie wirklich verfasst hat, recht heuchlerisch. Wenn dann noch die SZ in Schutz genommen wird, ist das Fass dann schon &uuml;bervoll. Mich hat das verdammt an die Hitlertageb&uuml;cher des Sterns erinnert. Man sollte nicht vergessen, dass hier ein paar ehemalige Lehrer und Sch&uuml;ler, in STASI-Manier und hinterr&uuml;cks ausfindig gemacht wurden, die aber bisher sch&ouml;n in der Deckung der Anonymit&auml;t bleiben wollen, die hier ein &uuml;bles politisches Spiel mitmachen, um einen ihnen unliebsamen Politiker abzus&auml;gen. F&uuml;r mich ist das KEINE Charakterst&auml;rke; sondern das Gegenteil. Ich w&uuml;rde nicht einmal meinen gr&ouml;&szlig;ten Feind, so ans Messer liefern, wie es hier getan wird. Und ich verachte solche Lehrer und ehemalige Mitsch&uuml;ler.<\/p><p>Herr M&uuml;ller bringt das Argument &bdquo;Wahl ab 16&ldquo; ins Spiel. Diese Argumentation erschlie&szlig;t sich mir nicht, im Bezug auf den Fall. Denn, wenn man mit 16 zwar reif und charakterlich gefestigt sein soll, um zu w&auml;hlen, aber NICHT f&uuml;r eine Straftat (bis hin zu Gewaltstraftaten) verantwortlich gemacht werden darf und das teilweise bis in die 20er hinein (Jugendstrafrecht). Dann sollte man auch nicht solche &uuml;blen Dinge, die 35 Jahre zur&uuml;ckliegen, so verachtenswert sie auch immer sind, so moralisch ausschlachten. Ich bin mir eben nicht sicher, ob die Urheber wirklich reif genug waren, f&uuml;r die Tragweite, die dies nun nach sich zieht. Und zeigen sie mir diesen tollen Menschen, der noch ganz genau wei&szlig;, was er vor 35 Jahren alles gesagt, getan oder geschrieben hat. Hier geht es einzig und alleine um Rufmord und &bdquo;canceln&ldquo;. Wo sie sonst immer so gerne gegen Cancel Culture schreiben.<\/p><p>Sie schreiben auch gerne und viel &uuml;ber die &bdquo;Corona-Zeit&ldquo; und die gew&uuml;nschte Aufarbeitung. Dann lesen sie mal dass hier, wie sich so manche gr&uuml;ne Politiker dazu &auml;u&szlig;ern. Das sind &uuml;brigens die, die &uuml;berall Nazis sehen, oder suchen, gerne von Toleranz und Demokratie schwadronieren. Ja, auch das passt zum Fall Aiwanger und den Medien. Die bei ihren gr&uuml;nen Lieblingskindern da nichts &Uuml;bles sehen wollen. Nur die b&ouml;sen Alternativen greifen sowas gelegentlich auf. Sie liebe NDS leider, in diesen Fall, auch nicht.<\/p><p><a href=\"https:\/\/apollo-news.net\/ich-verdiene-25-000-euro-im-monat-ich-kann-mir-die-ganzen-studien-kaufen-gruenen-politikerin-beschimpft-corona-aufarbeiter\/\">apollo-news.net\/ich-verdiene-25-000-euro-im-monat-ich-kann-mir-die-ganzen-studien-kaufen-gruenen-politikerin-beschimpft-corona-aufarbeiter\/<\/a><\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e<br>\nJ. G.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>56. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller,<\/p><p>als langj&auml;hriger, begeisterter Leser (und Unterst&uuml;tzer) der Nachdenkseiten ist mir Ihr Artikel zur Causa Aiwanger mit einer recht voreiligen Verurteilung sauer aufgesto&szlig;en.<\/p><p>Ihre Grunds&auml;tze sollten auch hier gelten: Glaube wenig, hinterfrage Alles, denke selber.<\/p><p>Ich habe bei der Causa Aiwanger den Eindruck, dass der zu &ldquo;Schmutzeleien neigende&rdquo; M. S&ouml;der sich viel f&uuml;r seine eigene Politikkarriere verspricht, wenn Aiwanger zur&uuml;cktritt und der Weg f&uuml;r eine CSU\/Gr&uuml;ne Koalition in Bayern frei wird. Oder zielt das schon auf eine CDU-CSU\/Gr&uuml;ne Koalition im Bund (mit S&ouml;der als Kanzler)?<\/p><p>Trotz meiner Kritik, weiter so Ihr Nachdenkseitenmacher!<\/p><p>Eine gute Zeit w&uuml;nscht<br>\nG. Rittmann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>57. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>bitte best&auml;tigen Sie, dass ich Ihren Beitrag richtig verstanden habe:<\/p><ul>\n<li>Hubert Aiwanger hat gesagt, er sei nicht der Verfasser des Flugblattes<\/li>\n<li>Helmut Aiwanger hat gesagt er sei der Verfasser des Flugblattes<\/li>\n<\/ul><p>Sie erw&auml;hnen das mit keinem Wort und schreiben &ldquo;Ob der stellvertretende bayerische Ministerpr&auml;sident und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger der Verfasser ist oder ob dies sein &auml;lterer Bruder Helmut war, ist nicht klar.&rdquo;, betreiben also Manipulation durch Weglassen<\/p><ul>\n<li>Sie spekulieren &ldquo;Klar zu sein scheint jedoch, dass der bayerische Vize-Ministerpr&auml;sident dieses Blatt als 17-j&auml;hriger Sch&uuml;ler in seiner Tasche hatte.&rdquo;<\/li>\n<li>Sie spekulieren &ldquo;Vermutlich hat es an seiner Schule damals schon eine Diskussion um diesen Vorgang gegeben.&rdquo;<\/li>\n<\/ul><p>Sie schreiben &ldquo;Es sei von einem 17-J&auml;hrigen oder einem 16-J&auml;hrigen verfasst worden.&rdquo;, lassen dabei weg, das Hubert Aiwanger nach eigener und nach Aussage des &auml;lteren Bruders, nicht der Verfasser ist und dass die &ldquo;verschiedenen Seiten&rdquo; das ebenfalls unterschlagen.<\/p><p>Dann ein l&auml;nger Abschnitt &uuml;ber den &ldquo;Verfasser&rdquo;, wobei sie weglassen, das dies nicht Hubert, sondern Helmut Aiwanger ist.<\/p><p>Ab dann beziehen Sie sich so auf &ldquo;Aiwanger&rdquo; bzw &ldquo;16-J&auml;hrige&rdquo;, als ob Hubert Aiwanger den Text geschrieben h&auml;tte.<\/p><p>Um den Text zusammenzufassen, so wie ich ihn (etwas &uuml;berspitzt formuliert) verstanden habe:<\/p><ul>\n<li>Sie behaupten, Hubert Aiwanger l&uuml;gt, wenn er sagt, er sei nicht der Verfasser des Flugblattes<\/li>\n<li>Sie behaupten, Helmut Aiwanger l&uuml;gt, wenn er sagt, er sei der Verfasser des Flugblattes.<\/li>\n<li>Sie behaupten, Hubert Aiwanger sei der Verfasser des Flugblattes<\/li>\n<li>Sie schreiben, &ldquo;Das darf man doch wohl fragen, wenn nichts von einer L&auml;uterung bekannt ist.&rdquo;, obwohl Helmut Aiwanger zitiert wird mit &ldquo;Ich sch&auml;me mich f&uuml;r diese Tat und bitte vor allem meinen Bruder um Verzeihung f&uuml;r die damals verursachten Schwierigkeiten, die auch noch nach 35 Jahren nachwirken.&rdquo;, wieder Manipulation durch weglassen. Und Hubert Aiwanger muss f&uuml;r nichts eine L&auml;uterung zeigen.<\/li>\n<li>Sie meinen,&nbsp; aufgrund der Behauptungen (sowohl von Ihnen als auch von Seiten einiger MSM) sei Hubert Aiwanger nicht mehr als Minister und stellvertretender Ministerpr&auml;sident zu halten, d.h Sie unterstellen ihm eine L&uuml;ge oder wollen ihn f&uuml;r eine vor 35 Jahren begangene Tat seines Bruder in Sippenhaft nehmen.<\/li>\n<li>Sie k&ouml;nnen es nicht fassen, dass S&ouml;der die Behauptungen nicht reichen und er &ldquo;noch mehr verlangt&rdquo;, d.h. sich nicht f&uuml;r die o.g. Sippenhaft ausspricht.<\/li>\n<\/ul><p>Bitte korrigieren Sie mich, wenn ich da etwas grundlegend falsch verstanden haben sollte.<\/p><p>Falls dies nicht der Fall sein sollte:&nbsp; M&ouml;chten Sie nicht noch einmal &uuml;ber ihren Beitrag schlafen, nachdenken und sich ggf. davon distanzieren?&nbsp; Ansonsten muss ich Ihnen zustimmen: &ldquo;Diese Argumentation macht sprachlos.&rdquo;<\/p><p>Mit freundlichem Gru&szlig;<br>\nThomas Paulsen<\/p><p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller, beispielhaft zu den ersten f&uuml;nf Zeilen:<\/strong> Ich lasse nichts weg, ich bezweifle allerdings die Korrektheit der Aussagen der Aiwanger-Br&uuml;der. Sie k&ouml;nnen richtig sein, sie k&ouml;nnen &ndash; abgesprochen &ndash; falsch sein.<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>58. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Nachdenkseiten, sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<br>\n&nbsp;<br>\neine Musik-Combo bzw. ihr S&auml;nger wird diffamiert wegen einer sehr lange schon auch bei anderen Combos bekannten Tatsache, weil die Gruppe in das &ldquo;b&ouml;se&rdquo; Moskau reisen will, um Konzerte zu geben.<br>\n&nbsp;<br>\nEin altes Pamphlet eines bayrischen Politikers &ndash; oder seines Bruders &ndash; wird hervorgekramt, um ihn zu diffamieren, weil er nicht mehr &ldquo;spurt&rdquo; (&ldquo;Markus Lanz&rdquo;); nicht mehr den n&uuml;tzlichen Idioten geben will.<br>\n&nbsp;<br>\nW&auml;hrend meiner Ausbildung in den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts, die damals auch noch Bildung beinhaltete, habe ich gelernt, dass Sippenhaft, Kontaktschuld und Vorverurteilung Methoden der Faschisten und Nationalsozialisten sind. Ich habe gelernt, warum die Verfassung des Landes Hessen und das Grundgesetz f&uuml;r die Bundesrepublik Deutschland so geschrieben wurden, wie sie geschrieben wurden. Deshalb habe ich auch 1993 bei meiner Verbeamtung frohen Mutes geschworen, die &ldquo;freiheitlich demokratische Grundordnung&rdquo; zu verteidigen. Orwellsche Verdrehungen waren damals nach meiner Erinnerung noch nicht das Problem.<br>\n&nbsp;<br>\nMeine beiden Gro&szlig;v&auml;ter sind lange vor meinem 17. Geburtstag gestorben. Die beiden &auml;ltesten Br&uuml;der meines Vaters haben ihre posttraumatischen Belastungsst&ouml;rungen als zweiter-Weltkriegs-Veteranen zum gr&ouml;&szlig;ten Teil mit ins Grab genommen. Die Einfl&uuml;sse von Schulkameraden, deren Gro&szlig;v&auml;ter noch gelebt haben, haben sich bis zu meinem 17. Geburtstag verfl&uuml;chtigt, so da&szlig; ich mich als Sozialdemokraten, Pazifisten und k&uuml;nftigen Kriegsdienstverweigerer gesehen habe. Das mit der Kriegsdienstverweigerung hat dann nicht funktioniert, weil in dem Anh&ouml;rungsausschu&szlig; alte Kameraden eines meiner Kriegsveteranen-Onkels sa&szlig;en und sich dann von mir zu einem 14 Seiten DIN A 4 Ablehnungsbescheid gen&ouml;tigt sahen. Aber wenigstens klappte es dann mit dem Wehrersatzdienst beim THW &ndash; was im Nachhinein gesehen auch nicht viel besser war (Fulda-Gap Strategie der NATO; das THW als Feigenblatt).<br>\n&nbsp;<br>\nVielleicht hat ja auch der Gro&szlig;vater von Herrn Aiwanger l&auml;nger &uuml;berlebt &ndash; genauso wie wohl der von Frau Baerbock?<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nUdo Mittendorf<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>59. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller,<br>\n&nbsp;<br>\nvon Ihrem Artikel halte ich wenig, um das mal vorsichtig auszudr&uuml;cken.<br>\n&nbsp;<br>\n<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103064\">Nicht Aiwanger, die SZ ist der b&ouml;se Bube. Verkehrte Welt!<\/a><br>\n&nbsp;<br>\nZu den Fakten<br>\nEs geht nicht darum wer ist der Halunke, sondern darum das eine Straftat nicht eine andere gerechtfertigt.<br>\nUnd es geht um der Zeitpunkt der Ver&ouml;ffentlichung bzw. um die Dauer der Verheimlichung.<br>\n&nbsp;<br>\nGesichert ist, das Hubert Aiwanger solche Flugb&auml;tter im Schulranzen hatte.<br>\nBehauptet wird von dem Bruder, das er der Autor war und diese Bl&auml;tter verteilte.<br>\nBehauptet wurde vo Bruder, das Hubert Aiwanger diese Flugbl&auml;tter wieder einsammelte. Also damit die Verbreitung verhindern wollte.<br>\nOb das stimmt was der Bruder behauptet wissen wir nicht.<br>\n&nbsp;<br>\nDie S&uuml;ddeutsche Zeitung behautete aber, das Hubert Aiwanger der Autor der Flugbl&auml;tter war und diese verbreitete.<br>\nWir wissen aber nicht ob das so war.<br>\n&nbsp;<br>\nDamit haben wir mindestens 3 kriminelle F&auml;lle<\/p><ol>\n<li>Die Erstellung und Verbreitung des Flugblattes und damit wahrscheinlich die Straftat der Volksverhetzung.<\/li>\n<li>Besitz eines Flugblattes im Schulranzen, das h&ouml;chstwahrscheinlich die Straftat der Volksverhetzung erf&uuml;llt.<br>\nWenn Hubert Aiwanger diese Flugbl&auml;tter tats&auml;chlich eingesammelt hat, um die Verbreitung zu verhindern, h&auml;tte er sie sofort zerrei&szlig;en m&uuml;ssen.<\/li>\n<li>Wenn sich die Behauptungen der S&uuml;ddeutschen Zeitung nicht best&auml;tigen sollten, haben wir mindestens die Strafttat der Diffamierung<\/li>\n<\/ol><p>&nbsp;<br>\nDer Fall in der Schule ist wohl sehr bekannt, so das ich mich frage, wie konnte jemand jahrelang Stellvertretender Ministerpr&auml;sident des gr&ouml;&szlig;ten Bundeslandes zu sein, ohne das eine Aufkl&auml;rung des Falles gefordert wird.<br>\n&nbsp;<br>\nDass das jetzt &ldquo;rein zuf&auml;llig&rdquo; vor der Wahl erfolgt und dann wahrscheinlich sogar mit Diffamierungen belegt wurde, sieht f&uuml;r mich nach einer Schlammschlacht aus, die mich an die Wahlk&auml;mpfe in den USA erinnert.<br>\n&nbsp;<br>\nSie schrieben<br>\n&nbsp;<br>\n&ldquo;Nicht Aiwanger, die SZ ist der b&ouml;se Bube. Verkehrte Welt!<\/p><p>Umgekehrt k&ouml;nnte ein Schuh d&rsquo;raus werden: Die Ver&ouml;ffentlichung und die Diskussion darum k&ouml;nnte den Freien W&auml;hlern konservative bis rechte bayerische W&auml;hler in die Scheunen treiben statt sie abzuschrecken.&rdquo;<\/p><p>Anmerkung<br>\nIch f&uuml;rchte mit dieser Einsch&auml;tzung haben Sie Recht.<br>\nAfD nahe Blogger schlachten das aus.<br>\nEin Zuwachs der AfD, deren Parteif&uuml;hrung in der Hayek Gesellschaft zur Umsetzung markradikaler Ideen ist, k&ouml;nnen wir nicht gebrauchen.<br>\n&nbsp;<br>\nVor der Wahl erwarte ich Sachthemen z.B. welche Konzepte gibt es zur Eind&auml;mmerung<\/p><ol>\n<li>der Kinderarmut<\/li>\n<li>Altersarmut<\/li>\n<li>Pflegenotstand<\/li>\n<li>Bildungsnotstand<\/li>\n<li>Zerfall der Infrastruktur<\/li>\n<li>Absinken des Produktivit&auml;tswachstums<\/li>\n<li>Abwanderung von Spitzenfachkr&auml;ften ins Ausland<\/li>\n<li>Wohnungsnot<\/li>\n<li>usw.<\/li>\n<\/ol><p>&nbsp;<br>\nGr&uuml;&szlig;e<br>\nDieter Gabriel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>60. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>ich halte es besonders in diesen Zeiten f&uuml;r notwendig, nicht in emotionale Aufgeregtheiten zu verfallen.<\/p><p>Das Flugblatt richtet sich an Volksverr&auml;ter, die zu einem Wettbewerb aufgerufen werden, sich in Dachau melden k&ouml;nnen und als Preise winken die eigene Ermordung oder Inhaftierung durch Gr&auml;ueltaten, die die Nationalsozialisten begangen haben. Nach Auffassung der heutigen Leser sind mit den Volksverr&auml;tern Juden gemeint, somit ist es ein antisemitisches Pamphlet. &nbsp;Das ist mir zu einfach.<br>\nWer ist f&uuml;r einen jungen Menschen 16 Jahre alt 1987 ein Volksverr&auml;ter? Ich habe mich in die Zeit zur&uuml;ckversetzt und spekuliere nat&uuml;rlich. Welche bundespolitischen Themen waren damals aktuell?<\/p><p>Es gab Auseinandersetzungen um Wackersdorf, das Jahr 1987 war gepr&auml;gt von der Barschel-Aff&auml;re und ihren Unappetitlichkeiten, es gab den Flick-Prozess mit der Aussage Steuerhinterziehung lohnt sich und Ende 1986 wurden die Ermittlungen gegen die Mitglieder des Volksgerichtshofs eingestellt und ein Deckmantel des Schweigens &uuml;ber die Juristen, die die Verbrechen der Nazis legitimiert hatten gedeckt.<\/p><p>Wir wissen nicht, wer mit den Volksverr&auml;tern gemeint ist, vielleicht bringt Aiwanger Licht in die Sache, aber ich glaube nicht dass zugeh&ouml;rt wird.<\/p><p>Ich sehe das Flugblatt als schwarze bitterb&ouml;se (und geschmacklose) Satire, in der Form sicher nicht zul&auml;ssig und zu Recht ger&uuml;gt, aber haben wir uns schon so sehr an die Zensurschere in unseren K&ouml;pfen gew&ouml;hnt, dass wir sie selbst anwenden? Sprache, Diskussionen, Auseinandersetzungen verliefen 1987 heftiger und ehrlicher.<br>\n&nbsp;<br>\nGrit Reichert<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>61. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Nachdenkseiten,<\/p><p>Ich bin entsetzt, dass Albrecht M&uuml;ller auch auf die mediale Hetze gegen Hubert Aiwanger aufspringt! Sollen jetzt ALLE Politiker ihre Schulranzen von vor 35 Jahren offenbaren, oder nur Herr Aiwanger? Vollkommen vergessen scheint, das damals eine CSU in Bayern regierte &ndash; Erwachsene in Regierungsverantwortung, keine minderj&auml;hrigen &bdquo;Titanic&ldquo;- und &bdquo;MAD&ldquo;-lesenden Schuljungs &ndash; <a href=\"https:\/\/www.queer.de\/detail.php?article_id=42063\">mit einem menschenverachtenden homophoben Weltbild<\/a>:&nbsp;Wenn der Beurteilungsma&szlig;stab von Politikern und Parteien nicht das Hier und Heute ist, sondern was sie vor 35 Jahren dachten und taten &ndash; dann m&ouml;chte wohl keiner mehr mit der CSU koalieren!? Der Ma&szlig;stab muss also das aktuelle Verhalten sein &ndash; man hat nie rassistische oder antisemitische &Auml;u&szlig;erungen von Hubert Aiwanger geh&ouml;rt &ndash; und nur darauf kommt es an. Au&szlig;erdem f&uuml;rchte ich, dass vor 35 Jahren auch rassistische &Auml;u&szlig;erungen in der Politik salonf&auml;hig waren, die sich zB an die Seite eines Wei&szlig; dominierten Apartheid-S&uuml;dafrika stellten. Vor diesem gesamtgesellschaftlichen Hintergrund ist es v&ouml;llig abstrus, sich einzig auf ein widerliches antisemitisches Flugblatt eines minderj&auml;hrigen Sch&uuml;lers zu st&uuml;rzen!? &nbsp;&nbsp;<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nSabine Matthes<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>62. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<br>\n&nbsp;<br>\nich sch&auml;tze Sie als unerm&uuml;dlichen Aufkl&auml;rer &uuml;ber die Manipulationsmethoden der &ldquo;Mainstream&rdquo;-Medien. Sie selbst haben ein Buch dar&uuml;ber verfasst, und ich kann nicht verstehen, da&szlig; sie es jetzt vergessen zu haben scheinen. Ich teile Ihre Abneigung gegen den reaktion&auml;ren Politiker Aiwanger, aber nicht Ihre Kurzsichtigkeit gegen&uuml;ber dem billigen Man&ouml;ver der SZ, mit einer krachenden Klatsche auf eine einzelne Fliege (bildlich gesprochen) von einem stinkenden Schei&szlig;haufen abzulenken.<br>\nEs gibt SZ-Kritiker, die vermuten, da&szlig; mit dieser SZ-Fliegenklatsche erreicht werden soll, da&szlig; die CSU\/FW-Regierungskoalition diskrediert wird, um die gr&uuml;ne Kriegspartei in Bayern an die Macht zu bringen. Es geht um eine urspr&uuml;nglich pazifistische Anti-NATO-Partei, die ihre eigenen Grunds&auml;tze und &ldquo;Umweltschutz&rdquo;-Ziele verraten hat und in der Ukraine nicht nur exzessive &ldquo;Umweltverschmutzung&rdquo; betreiben, sondern Ukrainer f&uuml;r die NATO sterben l&auml;&szlig;t und letztlich einen Atomkrieg provoziert, der die finale globale &ldquo;Umweltverschmutzung&rdquo; bewirken kann. Das halte ich f&uuml;r wesentlich kritikw&uuml;rdiger als diesen wo auch immer aufgetriebenen Schmierzettel, der Aiwanger angelastet wird.<br>\n&nbsp;<br>\nZu dem inkriminierten Flugblatt:<br>\nDer Verfasser, wer auch immer das war, hatte nicht alle Tassen im Schrank, erst recht, wenn er sich bewu&szlig;t als Nazi definiert hat. Ich vermisse jede Logik in diesem Penn&auml;ler-Machwerk. Wo soll der &ldquo;Antisemitismus&rdquo; zu finden sein ? Unterstellt, mit dem &ldquo;Wer ist der gr&ouml;&szlig;te Vaterlandsverr&auml;ter&rdquo; sei &ldquo;der Jude&rdquo; gemeint. Wieso sollte ausgerechnet &ldquo;Jeder, der Deutscher ist und sich auf deutschem Boden aufh&auml;lt&rdquo;, also im Nazi-Sinne ein Arier ist, als Belohnung f&uuml;r die Meldung von &ldquo;Vaterlandsverr&auml;tern&rdquo; (also Juden) selbst in einem KZ landen oder sonstwie gefoltert und umgebracht werden&nbsp;(&ldquo;Preise 1 &ndash; 1000&rdquo;) ? Der Text ist reiner Irrsinn und kann lediglich durch die geh&auml;ufte Verwendung von &ldquo;Reizw&ouml;rtern&rdquo; (Auschwitz, Dachau, Schornstein, Massengrab, Fallbeil, Gestapokeller) Aufmerksamkeit und Abscheu erregen.<br>\n&nbsp;<br>\nZur SZ:<br>\nmein Leserbrief, den ich an web.de zum Artikel &ldquo;<a href=\"https:\/\/web.de\/magazine\/politik\/ex-mitschueler-erhebt-schwerwiegende-vorwuerfe-hubert-aiwanger-38579390\">web.de\/magazine\/politik\/ex-mitschueler-erhebt-schwerwiegende-vorwuerfe-hubert-aiwanger-38579390<\/a>&rdquo; gesendet habe:<br>\n&gt;&gt;&rdquo;Haltet den Dieb!&rdquo; war schon immer die beste Taktik, von sich auf Andere abzulenken. Ausgerechnet die braune Kriegsf&uuml;hrung in Berlin (rot+gr&uuml;n+gelb=braun), die in Hitlers Fu&szlig;stapfen &ldquo;Russland ruinieren&rdquo; (Baerbock) will und daf&uuml;r zu gerne die ukrainische Jugend verbluten l&auml;&szlig;t, spielt sich als moderne deutsche AntiFa auf. Und ausgerechnet der st&auml;ndig von Ged&auml;chtnisausf&auml;llen heimgesuchte F&uuml;hrer Scholz, der nicht nur seine CUM-EX-UND-HOPP-Machenschaften vergessen hat, sondern auch, da&szlig; er mal Wehrdienstverweigerer war, der wagt es, den neu entdeckten Hitlerjungen Aiwanger an seine angeblichen Jugends&uuml;nden zu erinnern. Geht es noch grotesker ? Um Mi&szlig;verst&auml;ndnisse auszuschlie&szlig;en: ich bin kein Fan irgendeines deutschen Politikers. Ich wurde mit 19 als Kriegsdienstverweigerer anerkannt, unterst&uuml;tzt von meinem kriegsblinden Vater, der 1943 als 19-j&auml;hriger an die Ostfront geworfen wurde und 1944 in der Krimgegend durch Granatsplitter seine Augen, aber nicht seinen Verstand verloren hat.&lt;&lt;<br>\n&nbsp;<br>\nZum ritualisierten Anti-Antisemitismus:<\/p><p>Der bundesrepublikanische aggressive Anti-Antisemitismus ist erstens die billigste Masche, sich aus der historischen Schuld Deutschlands zu stehlen.<\/p><p>Das &ldquo;unermessliche Leid&rdquo; lasse sich ohnehin nicht (mehr) angemessen entsch&auml;digen, zumal man damit so lange gewartet hat, bis die letzten &Uuml;berlebenden gestorben sind. J&uuml;ngstes Beispiel: 2022 wurden 50 (!) Jahre nach dem Olympia-Attentat in M&uuml;nchen Hinterbliebene in Israel &ldquo;entsch&auml;digt&rdquo;.<\/p><p>Sp&auml;testens seit 1972 bl&uuml;ht der Anti-Antisemitismus, &uuml;ber die &Auml;chtung des BDS bis hin zur 2022 als &ldquo;Antisemita 15&rdquo; diffamierten &ldquo;Dokumenta 15&rdquo;.<\/p><p>Und ganz aktuell geht der bundesdeutsche ritualisierte Anti-Antisemitismus damit hausieren, da&szlig; er die letzten &uuml;berlebenden Zeitzeugen zu digitalisierten&nbsp;Hologrammen gemacht hat und als Avatare der bedingungslosen Israel-Unterst&uuml;tzung instrumentalisiert.<\/p><p><a href=\"https:\/\/blog.dnb.de\/das-interaktive-zeitzeugen-interview-von-kurt-s-maier-auf-tour\/\">blog.dnb.de\/das-interaktive-zeitzeugen-interview-von-kurt-s-maier-auf-tour\/<\/a><br>\n<a href=\"https:\/\/www.juedische-allgemeine.de\/kultur\/der-zeitzeuge-als-hologramm\/\">juedische-allgemeine.de\/kultur\/der-zeitzeuge-als-hologramm\/<\/a><br>\n&nbsp;<br>\nDer bundesrepublikanische aggressive Anti-Antisemitismus ist zweitens die billigste Rechtfertigung f&uuml;r die Unterst&uuml;tzung Israels als milit&auml;rischer Atom-St&uuml;tzpunkt des NATO-Westens in Nahost.<\/p><p>Es geht &uuml;berhaupt nicht um den Schutz von Juden. Der ist nur dann gew&auml;hrleistet, wenn man auf die Verst&auml;ndigung zwischen Israel und Pal&auml;stina hinarbeitet.<\/p><p>Solange der Konflikt existiert, sind &ldquo;die Juden&rdquo; b.z.w. Israelis von Antisemitismus bedroht.<\/p><p>Aber auch darum geht es ja nicht, denn der offen gehaltene &ldquo;Nahost-Konflikt&rdquo; bietet die beste Basis f&uuml;r eine st&auml;ndige Nahost-Einmischung des NATO-Westens, getarnt als &ldquo;Vergangenheitsbew&auml;ltigung&rdquo;, &ldquo;Wiedergutmachung&rdquo;, &ldquo;Friedensmission&rdquo; und &ldquo;Schutz der Juden&rdquo;.<br>\n&nbsp;<br>\nGru&szlig;<br>\nB. Weber<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>63. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<br>\n&nbsp;<br>\n<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103064\">in Ihrem Beitrag zur Causa Aiwanger vom 30.08.<\/a> schlie&szlig;en Sie von einem h&ouml;chst fragw&uuml;rdigen &bdquo;Flugblatt&ldquo; eines Jugendlichen auf die (offenbar zeitlose?) Gesinnung des heutigen stellvertretenden Ministerpr&auml;sidenten, dessen Abl&ouml;sung Sie fordern.<\/p><p>Auch wenn ich Ihre politischen Analysen in der Regel hoch sch&auml;tze, so haben Sie sich in dieser Frage meines Erachtens schwer vergriffen: Der literarische Status dieses &bdquo;Flugblatts&ldquo; ist in keiner Weise ein antisemitischer Hetz- oder Bekenntnistext, sondern eine &ndash; gleichwohl geschmacklose &ndash; Provokation eines Jugendlichen gegen eine damals wie heute zwangsp&auml;dagogische und hochmoralisch aufgeladene &bdquo;Erinnerungskultur&ldquo;, &uuml;ber die man auch unter Erwachsenen geteilter Meinung sein kann und darf.<\/p><p>Hubert Aiwanger, der noch nicht einmal als Autor dieser Provokation denunziert werden konnte, hat sich zeit seines aktiven politischen Lebens zu keinem Zeitpunkt antisemitisch oder faschistisch positioniert. Er hat sich freilich seine innere Distanz zu einem politischen Mainstream bewahrt, der seinerseits in vielen Aspekten (und zu Recht monieren Sie auf den Nachdenkseiten Menetekel wie die Corona-Politik oder die Kriegshetze gegen Russland oder eine sektiererische Klimadiskussion) totalit&auml;re Z&uuml;ge angenommen hat.<\/p><p>Ich f&uuml;rchte, Sie pr&uuml;geln den Falschen.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nDr. Thomas Busch<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>64. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte NDS-Redaktion,<br>\nSehr geehrter Herr M&uuml;ller, <\/p><p>Grunds&auml;tzliche Zustimmung zum Aiwanger-Text. Leider ergeben sich dennoch zwei Einw&auml;nde:<\/p><ol>\n<li>Die deutsche Gesellschaft hat Anfang des Milleniums einen Gewaltt&auml;ter (Ziegelsteine gegen Polizisten) und RAF-Sympathisanten zum Au&szlig;enminister gew&auml;hlt. Dieser Au&szlig;enminister zettelte einen v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriffskrieg mit der geschichtsrevisionistischen Begr&uuml;ndung &ldquo;Nie wieder Auschwitz!&rdquo; an. Dieser Mann wurde trotz seiner gewaltt&auml;tigen Handlungen in seiner Jugendzeit von der deutschen Gesellschaft vollst&auml;ndig rehabilitiert, obwohl sie es h&auml;tte besser wissen m&uuml;ssen.<br>\nFakt (in Bezug auf Aiwanger) ist: Sein Fehlverhalten war grob Sittenwidrig und h&auml;tte rechtliche Konsequenzen ZUM DAMALIGEN ZEITPUNKT haben m&uuml;ssen. Gewaltt&auml;tg war es nicht. Die eigentliche Frage: Wie tickt Aiwanger heute? Die Antwort: wir wissen es nicht, weil wir nicht in seinen Kopf sehen k&ouml;nnen. <\/li>\n<li>Die SZ hat sich des Begriffs Verleumdungsjournalismus verdient gemacht. Die SZ hat den Organisator der &ldquo;Druschba&rdquo;-Friedensfahrten genauso verleumdet genauso&nbsp; wie Sie, die Nachdenkseiten selbst, anno 2019. Nur um zwei Beispiele zu nennen. Von der antisemitischen Netanjahu Karikatur ganz zu schweigen. Mein letzter &ldquo;Lesegenuss&rdquo; dieser Schmonzette lautete so: in einer SZ-Kolumne wurden junge Frauen in Bl&uuml;mchenkleidern zu neuen Rechten erkl&auml;rt, wenn Sie bindungsorientierte Erziehung und Naturromantik bevorzugen und gleichzeitig die &ldquo;Wokeness&rdquo; ablehnen. Die Autorin dieses Machwerks war eine Initiatorin der Kampagne &ldquo;Impfen gegen Rechts&rdquo;. So geht Infantilisierung. <\/li>\n<\/ol><p>Es geht mir explizit nicht darum Aiwanger f&uuml;r sein antisemitisches Machwerk aus der Vergangenheit zu verteidigen. Die Schmutzk&uuml;belkampagnen-Methodik der SZ und das Messen mit zweierlei Ma&szlig; sollte aber als solches benannt werden. Das zu benennen ist nicht verkehrt. <\/p><p>Was die NDS betrifft, so k&ouml;nnen Sie sich entspannt zur&uuml;cklehnen, denn in dieser Causa gibt es nichts zu gewinnen. Pers&ouml;nlich empfand ich es auch erfrischend, dass sich die NDS bei diesem Thema bisher weitgehend herausgehalten und sich anderen Themen gewidmet hatte. Bitte Beibehalten! <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nDaniel Jacob <\/p><p>P.S.: Jenen Lesern die es anders sehen und unbedingt ein Statement von den NDS diesbez&uuml;glich erwarten, k&ouml;nnen sie als Antwort das Schlusswort des Bauers aus &ldquo;Max und Moritz&rdquo; wiedergeben der die Lausbuben zu Schrot verarbeitet hatte: &ldquo;WAT JEHT MICK D&Auml;T AN.&rdquo;<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>65. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>ich mu&szlig; gestehen, das mich Ihr Artikel etwas ratlos macht. Um es ganz klar zu sagen: Auch ich finde dieses Flugblatt des Sch&uuml;lers Hubert Aiwanger inhaltlich absto&szlig;end, zynisch, unvorstellbar empathielos und d&auml;mlich! Dem ist nichts hinzuzuf&uuml;gen und ich stimme Ihnen zu, das man von einem 16 oder 17j&auml;hrigen erwarten kann, das er sich anders verh&auml;lt als diese Sch&uuml;ler, die dieses Machwerk verfasst haben.<\/p><p>Und trotzdem geht mir die ganze Diskussion um dieses 35 Jahre alte St&uuml;ck Papier in diesem Land gewaltig gegen den Strich und ich m&ouml;chte das auch begr&uuml;nden. Wenn man den heute 58j&auml;hrigen Ulrich Guhl an den 16j&auml;hrigen Ulrich Guhl messen w&uuml;rde,der ich einst war, erg&auml;be das ein ziemlich schiefes Bild meiner Person mit dem ich kaum einverstanden w&auml;re. W&uuml;rde es Ihnen nicht &auml;hnlich ergehen? Es hat auch seinen Grund, das wir in diesem Land zwischen Erwachsenen- und Jugendstrafrecht unterscheiden und die Taten Heranwachsender anders bemessen als die Handlungen erwachsender T&auml;ter. Ich bin in der DDR aufgewachsen und kann mir au&szlig;erdem nur schwer vorstellen wie es war im Bayern der 80er Jahre zur Schule zu gehen aber ich frage mich schon in welchem Umfeld jemand als Mensch gereift sein mu&szlig; der solche Flugbl&auml;tter verfasst. Auch das sollten sich die fragen, die jetzt ein Urteil &uuml;ber Aiwanger f&auml;llen. Nebenbei gesagt: Wir leben in einem Land, in dem v&ouml;llig zu recht das Andenken der M&auml;nner vom 20.Juli 1944 in Ehren gehalten wird. Aber wie dachte z.B. Stauffenberg mit 16 oder 17? Fest steht das viele dieser M&auml;nner gl&uuml;hende Hitler-Anh&auml;nger waren als dieser noch von Sieg zu Sieg eilte. Und da waren diese Menschen nicht mehr 16 oder 17 sondern erwachsen. Es ist eben so eine Sache, wenn man einem Menschen nur nach einem winzigen Ausschnitt aus seiner Biographie beurteilt.<\/p><p>Aber darum geht es gar nicht wirklich. Was mich wirklich an der Causa Aiwanger anekelt ist die Doppelmoral die sich hier wieder deutlich zeigt. Zum einen sehe ich das an der gespielten Emp&ouml;rung mit der behauptet wird, das dieses Flugblatt die Opfer des Holocaust verh&ouml;hnt. Ja, das tut es! Aber nur die? Ich kann nicht sehen, das darin explizit nur die Juden genannt werden. In Auschwitz oder Dachau waren aber auch Kommunisten, Sozialdemokraten und Menschen aus allen m&ouml;glichen von Hitler &uuml;berfallenen L&auml;ndern eingekerkert und auch von ihnen wurden Tausende ermordet! Darunter &uuml;brigens auch Russen! Und nun werde ich mal so richtig zynisch! Ich stelle mir gerade vor, ein Sch&uuml;ler von heute w&uuml;rde ein Flugblatt mit demselben Inhalt wie das von Aiwanger verfassen-nur mit dem Unterschied, das er darin direkt auf Russen als Opfer seiner abartigen Tr&auml;ume anspielt. W&uuml;rde das &uuml;berhaupt negative Konsequenzen f&uuml;r ihn haben oder w&auml;re das nicht ein wunderbarer Start f&uuml;r eine politische Karriere z.B. bei den Gr&uuml;nen?<\/p><p>Ich will es ganz deutlich sagen: Ich habe Probleme mit der Emp&ouml;rung &uuml;ber das in der Tat ekelerregende 35 Jahre alte Flugblatt eines 16j&auml;hrigen Sch&uuml;lers solange ich in einem Land lebe in dem sich die,die sich &uuml;ber dieses Flugblatt erregen ein faschistisches Regime in Kiew hofieren, keinerlei Scham f&uuml;r die 27 Millionen durch die deutschen Faschisten ermordeten Menschen in der Sowjetunion empfinden sondern ganz im Gegenteil den alten Rassenhass wieder zu neuem Leben verholfen haben und durch deren Politik wieder Russen durch deutsche Waffen get&ouml;tet werden. Damit meine ich nat&uuml;rlich nicht Sie, Herr Albrecht! Ich meine die Verlogenheit und Doppelmoral, die mir in der Aiwanger-Diskussion entgegenschl&auml;gt, wenn ausgerechnet Mitglieder der Parteien die diese BRD derzeit regieren sich &uuml;ber dieses Flugblatt erregen.<\/p><p>Mir macht weniger dieses uralte Schriftst&uuml;ck eines offenbar fehlgeleiteten Jugendlichen Sorgen, das ein 16j&auml;hriger vor Jahrzehnten in seiner Schulmappe mit sich herumschleppte, sondern die Tatsache, das wir heute und jetzt in einem Staat leben, wo bekennende Russenhasser, die alles das was in diesem Flugblatt zum Ausdruck gebracht wird durchaus in Ordnung finden wenn es wieder auf den &laquo;Untermenschen&raquo; im Osten angewendet wird. Ich habe keinen Zweifel daran, das die besten Freunde dieser Russenhasser- n&auml;mlich die Machthaber in Kiew -bei diesem Gedanken geradezu jubeln w&uuml;rden! Ich finde die Tatsache tausendmal schlimmer als diese Jugendverfehlung Aiwangers das wir heute und jetzt in Zeiten leben, in denen bestimmte Personen erst dann richtig als Bundeskanzler, Au&szlig;en- oder Innenminister oder als Journalisten Karriere machen, wenn sie als Erwachsene den H&ouml;hepunkt ihrer moralischen Verkommenheit, Korruption, Verlogenheit, Kriegsgeilheit, Geldgier, Dummheit, Geltungssucht und ihres Hasses erreicht haben. Aiwanger ist da unser kleinstes Problem. Ich kenne die S&uuml;ddeutsche Zeitung nicht, aber ich habe jedenfalls noch nichts davon geh&ouml;rt das dieses Blatt irgendwie aus den medial gleichgeschalteten Rahmen f&auml;llt. Eine Zeitung die aber weder Waffenlieferungen noch Russophobie anprangert ist als Stimme moralischer Entr&uuml;stung unglaubw&uuml;rdig.<\/p><p>Ich sch&auml;tze Sie sehr und die Arbeit die Sie mit den Nachdenkseiten leisten und ich hoffe, dass Sie es mir nicht allzu &uuml;bel nehmen, wenn ich hier wirklich anderer Meinung bin als Sie. Ich bin und bleibe ein treuer Leser und unterst&uuml;tze Sie im Rahmen meiner M&ouml;glichkeiten auch. Ich finde es aber wirklich falsch, den Menschen Hubert Aiwanger von 2023 an den Hubert Aiwanger von 1988 zu messen. Sein Leben heute durch dieses wirklich schlimme Pamphlet von damals aus der Bahn zu werfen finde ich nicht richtig.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nUlrich Guhl<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>66. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Redaktion der Nachdenkseiten,<\/p><p>Ich habe ein paar Tage &uuml;berlegen m&uuml;ssen, wie und wo ich im Moment zu diesem Thema stehe.<br>\nDabei habe ich auch viel &uuml;ber meine Kindheit und Jugend nachgedacht.<\/p><p>Mit ca. 12 &ndash; 13 Jahren begann ich mit gro&szlig;er Begeisterung Plastikmodelle von &ldquo;D&uuml;senfliegern&rdquo; zu basteln und mich f&uuml;r deren Technik zu interessieren.<br>\nIch las Landser Heftchen, welche ich auf dem Dachboden meines Elternhauses fand.<br>\nMit dem Geschichtsuntericht auf unserem Gymnasium begannen dann unter uns Sch&uuml;lern Diskussionen dar&uuml;ber, wie &ldquo;wir&rdquo; den WK2 gef&uuml;hrt h&auml;tten und eben nicht verloren h&auml;tten.<br>\nDabei lernten wir auch die Gr&auml;ueltaten des Nazi-Regimes, besuchten lokale KZ-Gedenkst&auml;tten etc.<br>\nTrotzdem war ich und viele meiner Mitsch&uuml;ler im irrigem, jugendverkl&auml;rtem Glauben, es damals &ldquo;besser&rdquo; getan zu haben.<\/p><p>Mit diesen Erinnerungen an Handlungen und Taten bin ich wohl vordergr&uuml;ndig in gro&szlig;er N&auml;he zu Aiwanger.<\/p><p>Ich erinnere aber auch mehrere Sch&uuml;leraustausche mit unserer franz&ouml;sichen Partnerstadt, mit Engl&auml;ndern, sp&auml;ter US-Sch&uuml;lern und Tschechen (vor 1990).<br>\nDiese Begegnungen &ouml;ffneten mir im gleichen Zeitraum einen Blick in die Welt.<br>\nSehr pr&auml;gend und faszinierend, wenn man in einer l&auml;ndlichen Kleinstadt aufw&auml;chst.<\/p><p>Ebenso erinnere ich viele Gespr&auml;che und Erz&auml;hlungen mit meinem Opa, welcher im WK2 als Soldat in Frankreich, der UdSSR und Italien war.<br>\nDiese Erz&auml;hlungen, welche f&uuml;r meinen Opa nicht einfach waren und oftmals abgebrochen wurden, gingen auch zu Themen, wie in der Heimat das Nazi-Systrm funktionierte.<br>\nDass auf einmal ein namhafter Viehh&auml;ndler &ldquo;verschwand&rdquo; (weil j&uuml;discher Abstammung), dass H&auml;user, Vieh und Fahrzeuge beschlagnahmt wurden usw. usf.<\/p><p>Dies alles f&uuml;hrte in meinem weiteren Werdegang dazu, dass ich zwar z.B. noch meinen Wehrdienst absolvierte, aber die ersten Auslandseins&auml;tze in Somalia und sp&auml;ter dem Balkan von erster Minute an ablehnte.<br>\nKeiner meiner S&ouml;hne trat seinen Dienst mehr an und ich selbst sch&auml;tze meine Freunde und Bekannte mit Herk&uuml;nften aus allerlei L&auml;ndern und unterschiedlichsten Religionen sehr.<\/p><p>Wer nun meine Vita mit 16 &ndash; 17 Jahren auf den ersten Abschnitt meines Textes reduziert, mag vieles finden um mich als rechts und Anh&auml;nger des Nazi-Regimes zu verdammen.<br>\nDie damaligen Handlungen g&auml;ben das wohl her.<br>\nOb damit aber ein vollst&auml;ndiges Bild meiner Jugend und daraus ableitend ein korrektes Bild von mir heute abzuleiten w&auml;re, wage ich sehr zu bezweifeln.<\/p><p>Im Falle Aiwangers wird wohl auch nur ein Teil seiner Jugendzeit momentan beleuchtet und nicht eben alles. Und ja, Menschen, gerade wenn sie jung sind irren und verirren sich.<br>\nAber sie k&ouml;nnen Erkenntnis gewinnen, Einsicht erlangen und sich &auml;ndern.<br>\nDies sollte man evtl. bei einer Bewertung dieses Falles mit ber&uuml;cksichtigen.<\/p><p>Abschliessend bitte ich darum, in diesem Falle, meinen Namen nicht zu ver&ouml;ffentlichen.<br>\nZu dem Geschriebenen stehe ich gerne zu direkten Gespr&auml;chen bereit, m&ouml;chte aber f&uuml;r mich und meine Familie eine direkte &Ouml;ffentlichkeit in diesen Zeiten vermeiden.<\/p><p>mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nG. M.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>67. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrtes Nachdenkseiten-Team,<\/p><p>eigentlich sch&auml;tze ich Ihre Berichterstattung und viele Ihrer Beitr&auml;ge sind lesenswert.<br>\nHier verschl&auml;gt es mir aber die Sprache! Nicht nur, dass sie die illegale Ver&ouml;ffentlichung des &bdquo;Flugblatts&ldquo; anprangern, sie m&uuml;ssen es auch gleich selbst (doppelt) drucken.<br>\nSie machen es heute, sie sind nicht mehr 16. Sch&auml;men Sie sich!<\/p><p>Ja, es ist ein SZ-Skandal und es ist ein Nachdenkseiten-Skandal.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nS. Bernstein<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>68. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, <\/p><p>man wird &auml;lter, aber nicht weiser?<br>\nIhre Jugend ist viele, viele Jahre her.<br>\nIn Ihrem verantwortungsvollen Leben haben sie vieles vergessen, das ging gar nicht anders.<br>\nErfolgreich haben Sie die Untiefen des Lebens junger Leute hinter sich gelassen.<br>\nAu&szlig;erdem hat in Ihrer Jugend Auschwitz noch einen anderen Stellenwert gehabt. <\/p><p>Viele Jugendliche hat man mit dem Thema ziemlich genervt. Der Deutsche hat einen richtigen Besitzstolz auf seine schreckliche Vergangenheit. Das hat man ihm eingebl&auml;ut, nicht etwa, sich k&uuml;nftig vern&uuml;nftig zu verhalten. <\/p><p>Sie sind nun eines der Opfer, auf die es die heutigen Meinungsmacher abgesehen haben. Statt die Manipulation anzuprangern, kommt Ihr anerzogenes schlechtes Gewissen hoch. So wird es vielen gehen.<br>\nNebenbei leben wir in einem Rechtsstaat. Da gelten selbst schwere Verbrechen irgendwann als ges&uuml;hnt. Wenn Sie das nicht sehen k&ouml;nnen, m&uuml;ssen sie davon ausgehen, das hier Ihre Psyche mit Ihnen Ihr Unwesen treibt. <\/p><p>Nehmen wir einmal an, Herr Aiwanger w&auml;re ein Politiker, den sie beraten. Was w&uuml;rden sie jetzt empfehlen? <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nA.Hellmann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>69. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, verehrtes Team der Nachdenkseiten,<\/p><p>Ihr oben genannter Beitrag zeigt meines Erachtens die Schwierigkeiten beim Umgang mit dem Thema und mit politischen Gegnern in exemplarischer Deutlichkeit auf. Vorab, der Inhalt dieses &ldquo;Flugblatts&rdquo; ist ekelhaft und durch nichts zu relativieren. Ich denke allerdings, in diesem Zusammenhang darf auch die zeitlichen Einordnung der Ereignisse&nbsp; nicht unbeachtet bleiben. Bei aller Verurteilung des Aiwangerschen Verhaltens damals, worum geht es denjenigen, die das Thema hochgebracht haben denn heute wirklich? Wollen die tats&auml;chlich eine ehrliche und aufrichtige Aufarbeitung des Umgangs Deutschlands mit seinem belastenden Erbe oder geht es denen&nbsp;nur um die Vernichtung eines unbequemen politischen Gegners? In einem Land wie dem unsrigen mit seiner sehr fragw&uuml;rdigen Geschichte des Westteils ab 1945, ich denke nur exemplarisch an Globke, Gehlen usw. usf. mu&szlig; die Frage schon gestattet sein und eine fiktive Antwort darauf f&auml;llt&nbsp;nicht allzu positiv aus. Ich sehe deswegen hier eine nicht zu untersch&auml;tzende Gefahr, in politische R&auml;nke hineinzugeraten, denen es nicht um die Bek&auml;mpfung derartiger Ungeheuerlichkeiten geht, sondern einfach nur darum, diese als wirksames Werkzeug in der politischen Auseinandersetzung einzusetzen.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nIhr treuer Leser J&uuml;rgen Keller<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>70. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Zun&auml;chst herzlicher Dank f&uuml;r die Bereitstellung des Hetz- und Hasstextes in lesbarer Form.<br>\nZur Sache selbst, der Berufung auf pubert&auml;tsbedingte &ldquo;Entgleisungen&rdquo;:<\/p><p>In Bayern galten schon immer sehr unterschiedliche Ma&szlig;st&auml;be f&uuml;r die Zul&auml;ssigkeit dessen, was man als politische Meinung bezeichnet. Es wird gerne vergessen, dass v. a. ein gewisser Herr Strau&szlig; und z. B. das Haus derer von Thurn und Taxis eine Politik verfolgten, die der extremen politischen Rechten durch Integration beizukommen versuchte. Das ist nichts anderes als eine wissenschaftlich t&ouml;nende Version des dem Herrn Strau&szlig; zugeschriebenen Satzes, zwischen die dem Namen nach christliche und soziale Union und den rechten Rand d&uuml;rfe kein Blatt Papier passen.<\/p><p>Das ist mir bekannt, seit ich etwa 14-j&auml;hrig zum ersten Mal zur Direktorin der Schule gerufen wurde, in deren Auftrag ich&nbsp; die damals an Gymnasien verbreitete Schulplatzmiete&nbsp; betreute. Ich wurde belehrt,&nbsp; dass ich f&uuml;r die richtige Kultur zu werben hatte. Zur richtigen Kultur geh&ouml;rten weder der Kartenvorverkauf&nbsp; f&uuml;r das Kabarett &ldquo;Die Hintertreppe&rdquo; von Horst W. Blome noch Anmerkungen aus der letzten Bank zu S&auml;tzen der Lehrerin f&uuml;r Geographie, Geschichte und Deutsch wie z. B. &ldquo;Der Kaukasus geh&ouml;rt uns. Da waren wir Deutschen auch.&rdquo;<\/p><p>Sp&auml;ter lernte ich einen Schulleiter kennen, der in Sachen Meinungsvielfalt eher aufgeschlossen war. Ein kurzer Hinweis gen&uuml;gte, und der &ldquo;Bayernkurier&rdquo; im Studierraum der Oberstufe wurde erg&auml;nzt durch den &ldquo;Vorw&auml;rts&rdquo;. Der um die Verbreitung der russischen Sprache bem&uuml;hte Direktor nahm mich sp&auml;ter auch in Schutz, als Herr Strau&szlig; ihn aufforderte, mir wegen Haltungsfehlern die &ldquo;Reife&rdquo; zu verweigern, was mit Bezug auf die Schulleistungen formalrechtlich f&uuml;r die Gegenseite bedauerlicherweise nicht m&ouml;glich war.&nbsp;<\/p><p>Dass diese feinen Unterschiede nicht allein in Bayern gepflegt wurden, sondern auch in anderen Bundesl&auml;ndern, die traditionsgem&auml;&szlig; als &ldquo;Rote&rdquo; galten erfuhr ich als Jugendliche in Zusammenhang mit ersten grenz&uuml;berschreitenden Kontakten zu Gr&uuml;ppchen, die sich seinerzeit in Frankfurt oder Hannover trafen. So weit die Erinnerungen unter der &Uuml;berschrift &ldquo;Die rote Oma erz&auml;hlt&rdquo;.<\/p><p>Dass sich das Blatt inhaltlich irgendwie gewendet hatte, wurde mir klar, als der gleiche Journalist stellvertretender Chefredakteur des Lokalbl&auml;ttchens wurde, der uns anl&auml;sslich einer lautstarken Gegenveranstaltung zu einem Wahlkampfauftritt der NPD hinsichtlich unseres demokratieunw&uuml;rdigen Verhaltens belehrt hatte. Der stellvertretende Chefredakteur des Lokalbl&auml;ttchens trug in den letzten 3 Jahren nach bestem Wissen und Gewissen dazu bei, die von links vorgetragene Kritik an Impfunwilligen aufzugreifen und jegliche &ouml;ffentliche Kritik an der Coronapolitik als von rechts angeleitetes Tun zu bezeichnen. Leider nicht erfolglos. Dieser Art von Propaganda folgte vor Ort eine umfassende Schw&auml;chung der Friedensbewegung und der Arbeiterbewegung&nbsp; f&uuml;r existenzsichernde L&ouml;hne und Sozialleistungen. Als &ldquo;Up to date&rdquo; zu betrachten sind Verfechter einer durch Uranmunition gest&uuml;tzten weltweiten Bewegung gegen die verbrecherische Erzeugung von Kohlenstoffdioxid, angeblich frei von Partikularinteressen.&nbsp;<\/p><p>Der Sturm um den von Kindesbeinen an rechten Aiwanger soll dem nicht weniger rechten S&ouml;der einen Wahlkampfvorteil verschaffen. Nicht mehr und nicht weniger. Worum es ganz bestimmt nicht geht: faschistische Umtriebe hierzulande, die Teile der&nbsp; heute um die 70-j&auml;hrigen gegenw&auml;rtig dar&uuml;ber nachdenken lassen, ob es besser ist zu gehen als zu bleiben.<\/p><p>Wem n&uuml;tzt eine Verk&uuml;rzung der zugrunde liegenden Interessenkonflikte zwischen Kapital und Arbeit auf einen Streit um pubert&auml;r genannte pers&ouml;nliche Dispositionen eines Politikers in verantwortlicher Position? <\/p><p>Christa P. Meist<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>71. Leserbrief<\/strong><\/p><p>liebe NachDenkSeiten-Macher,<\/p><p>auch das kommt vor: Ich kritisiere einen Artikel in den NDS &ndash; und zwar den von Albrecht M&uuml;ller zu o.g. Thema!<\/p><p>Meine Anmerkungen hierzu:<\/p><ol>\n<li>Ja, das Flugblatt ist abscheulich!<\/li>\n<li>Vermutlich war Aiwanger daran auch beteiligt;<\/li>\n<li>Dass es erst jetzt auftaucht, ist zweifellos bewusste Wahlbeeinflussung;<\/li>\n<li>&ldquo;Er wurde vom Saulus zum Paulus!&ldquo; Ein ziemlich bekannter Spruch. Das hei&szlig;t: Im Leben von Menschen k&ouml;nnen sich Ansichten und Verhaltensweisen um 180 Grad drehen! Das ber&uuml;hmte Beispiel aus der Bibel ist der Apostel Paulus, auf den sich der Spruch auch urspr&uuml;nglich bezieht. Quelle: 1. Timotheus 1,12. &ndash; Dies gilt &uuml;brigens nicht nur f&uuml;r unreife, fehlgeleitete Jugendliche, wie im Fall Aiwanger.<br>\nPaulus hie&szlig; eigentlich Saulus, war j&uuml;discher Schriftgelehrter und als solcher hat er vor knapp 2000 Jahren Christen verfolgt &ndash; und es dann bereut und eine Kehrtwende vollzogen. Aus dieser pers&ouml;nlichen Kehrtwende gewinnt Paulus aber auch die Einsicht: Das, was mit mir geschehen ist, das kann jedem Menschen passieren! Deshalb macht er anderen Menschen immer wieder Mut: Jeder Mensch &ndash; und sei er noch so sehr in die falsche Richtung unterwegs &ndash; hat eine Chance zur Umkehr. Was Paulus damals erkannte, gilt auch noch heute.<\/li>\n<li>Ich zitiere Goethe: &ldquo;Der Irrtum ist recht gut, solange wir jung sind; man muss Ihn nur nicht ins Alter mitschleppen&rdquo; (Quelle: mdr Kultur in FB am 28.8.2023);<\/li>\n<li>Aiwanger hat sich in Sachen Corona-Wahn und Heizungswahn der Ampel als einer der wenigen f&uuml;hrenden Politiker als mutiger Demokrat gezeigt. Auch ist nicht erkennbar, dass er sich als erwachsener Politiker als Antisemit hervorgetan hat.<\/li>\n<li>Diese Beispiel ist ein Beleg daf&uuml;r, dass die Herabsetzung des Wahlalters auf 16 Jahre nicht verantwortbar ist. &ndash; Auch das Jugendstrafrecht verdeutlicht, indem mildere Strafen f&uuml;r Jugendliche vorgesehen sind, dass Verantwortlichkeit auch eine Frage der Reife bzw. des Alters ist.<\/li>\n<\/ol><p>Von unserem Leser E.B.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>72. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Damen und Herren, <\/p><p>bisher war ich der Meinung, die Nachdenkseiten w&uuml;rden neutral berichten, um das was im Mainstream zu lesen ist, sachlich aufkl&auml;ren. <\/p><p>In der Causa Aiwanger scheint mir dies nicht so zu sein, Sie bewegen sich genauso im Mainstream!!. <\/p><p>F&uuml;r mich ist dieses Flugblatt von vor 35 Jahren eine grausame Satire auf die Naziverbrechen. In diesem Flugblatt werden die Deutschen eingeladen, sich freiwillig zu melden, um diese Todesarten selbst zu erleiden. Es wird sich aber keiner melden!!<br>\nEs kommt weder das Wort Juden vor, noch ist es antisemetisch. Sobald bei uns in Deutschland das Wort Auschwitz f&auml;llt = Antisemitismus. <\/p><p>Auch Herr Wolffson betrachtet dies als eine eklige Angelegenheit, aber von Antisemitismus keine Spur. <\/p><p>Diese mediale Jagd und der Versuch den Politiker Aiwanger zu vernichten, erinnert mich stark an die Vernichtung der politischen Karriere des ehemaligen Bundespr&auml;sidenten Wulff. <\/p><p>Mit freundlichem Gru&szlig;<br>\nHeinz Sander<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>73. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hier irrt Albrecht M&uuml;ller, f&uuml;r ihn ist der skandal&ouml;se Inhalt des Flugblatts und der Umfang der sich daraus ergebenden moralischen Emp&ouml;rung der einzige Ma&szlig;stab zur Beurteilung des &bdquo;Falls Aiwanger&ldquo;. Hier steht er wahrscheinlich ziemlich allein. Die anderen heucheln nur Emp&ouml;rung, sind aber in Wahrheit hocherfreut, endlich eine Handhabe zur Demontage eines Politikers zu haben, der gesagt hat, &bdquo;die schweigende Mehrheit m&uuml;sse sich die Demokratie zur&uuml;ckholen&ldquo;. Ohne diese zutreffende Aussage h&auml;tte es diesen Wirbel nicht gegeben. Herr M&uuml;ller sollte doch zur Kenntnis nehmen, was seine Pressekollegen dazu sagen, wenigstens die Unverd&auml;chtigen: Die Weltwoche &nbsp;spricht von einem Jugendstreich, der zur Staatsaff&auml;re hochgekocht wird. Hier geht es um eine Provokation mit einem sehr brisanten Thema, nicht um Antisemitismus, auch bei den Ankl&auml;gern geht es nicht um die Verteidigung des Semitismus. Das Thema ist als Waffe hervorragend geeignet, weil sich niemand traut den Beschuldigten zu verteidigen (w&uuml;rden Sie mit Hitler verhandeln?). Leisten kann sich das der deutsch-j&uuml;dische Historiker Wolffson, der von politischer Hinrichtung und Denunziation spricht. Selten deutlich wird die NZZ, die damit &nbsp;den Journalismus allgemein (ungewollt) charakterisiert: &bdquo;Die SZ behandelt die Aussagen ihrer anonymen Quellen wie Gewissheiten. Aus ihrer Absicht macht sie keinen Hehl: Sechs Wochen vor der Landtagswahl sollen Aiwangers mit der CSU regierende Freie W&auml;hler in ihrem H&ouml;henflug gestoppt werden. Die SZ betreibt das Gesch&auml;ft von Aiwangers politischer Konkurrenz und nennt das Journalismus&hellip;. Letztlich zeigt das &lsquo;Auschwitz-Pamphlet&rsquo; in welchen Abgr&uuml;nden ein Journalismus landen kann, der sich von der eigenen Weltanschauung die Sinne benebeln l&auml;sst.&ldquo; Vor allem sollte Albrecht M&uuml;ller aber den Artikel von Dagmar Henn in RT D (29.8.23) zur Kenntnis nehmen: &bdquo;Die Ankl&auml;ger von Hubert Aiwanger, den Denunzianten eingeschlossen, halten sich f&uuml;r ungeheuer fortschrittlich. Dabei ist das, was sie tun, und das Menschenbild, das sie dabei antreibt, das reaktion&auml;rste, das sich finden l&auml;sst.&ldquo; Nach dem Jugendstrafrecht d&uuml;rfen einem Erwachsenen Verfehlungen aus seiner Jugendzeit nicht vorgehalten werden. Das Problem h&auml;tte damals in der Schule gel&ouml;st werden m&uuml;ssen. Henn verweist auch auf das damalige Umfeld: &bdquo;Die Redakteure der S&uuml;ddeutschen, die sich mit so viel Vergn&uuml;gen &uuml;ber diesen vermeintlichen Festschmaus st&uuml;rzten, sind sich vermutlich nicht einmal ansatzweise bewusst, wie reaktion&auml;r die Position ist, die sie eingenommen haben. Nicht nur, dass sie die Trennung zwischen Jugendlichen und Erwachsenen v&ouml;llig ignorierten und so taten, als k&ouml;nne man dem Hubert Aiwanger von heute alles zuschreiben, was der Hubert Aiwanger von damals getan oder gedacht hat. Nein, mehr noch, sie folgen in ihrer Erregung auch noch der derzeit grassierenden Mode, Wort und Tat nicht mehr voneinander zu unterscheiden und Aussagen so zu behandeln, als seien sie Taten.Die Reaktion heute mag damit zu tun haben, dass die meisten zu jung sind, um noch wirklichen T&auml;tern begegnet zu sein. Davon gab es mehr als genug in Deutschland, und in Bayern besonders. Wie den ehemaligen bayrischen Justizminister Seidl, der 1981 als letzter&nbsp; deutscher Minister, der als Nazijurist t&auml;tig war, zur&uuml;cktreten musste. Das war sieben Jahre vor dem besagten Flugblatt. Damals gab es auch ein vom bayrischen Kultusministerium verantwortetes Blatt namens &ldquo;Schule und Wir&rdquo;, das alle Sch&uuml;ler monatlich ihren Eltern bringen sollten, in dem beispielsweise ausf&uuml;hrlich argumentiert wurde, warum Schwarze aus genetischen Gr&uuml;nden weniger intelligent seien als Wei&szlig;e. Noch Mitte der 1980er f&uuml;hrte die CSU-Staatsregierung eine Debatte, ob man nicht die Gedenkst&auml;tte in Dachau schlie&szlig;en solle. Man m&uuml;sste auch das Umfeld wahrnehmen, ehe man dem jungen Aiwanger Vorhaltungen macht.&ldquo; Da hoffen wir&nbsp; doch mal, dass die Falschaussage unseres Bundeskanzlers zur Steueraffaire, die den Steuerzahler Millionen gekostet hat, auch solche moralische Aufregung erzielt oder die in die zig Tausende gehenden Toten in der Ukraine als Folge der deutschen Politik.<\/p><p>Wolfgang Doster<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>74. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>erg&auml;nzend zu Ihrem Artikel &uuml;ber Herrn Aiwanger, untenstehend ein Artikel der j&uuml;dischen Rundschau, der die heuchelnde Doppelmoral der sogenannten Leitmedien entlarvt:<br>\n<a href=\"https:\/\/juedischerundschau.de\/article.2021-01.wie-anetta-kahane-in-der-ddr-juden-denunzierte.html\">juedischerundschau.de\/article.2021-01.wie-anetta-kahane-in-der-ddr-juden-denunzierte.html<\/a><\/p><p>Ich kann mich nicht entsinnen, dass das Thema damals von unseren sogenannten Journalisten aufgegriffen wurde. Konsequenzen nat&uuml;rlich keine.<\/p><p>Und gestatten Sie mir noch eine Anmerkung. Das eine Frau Schulze, B90\/Gr&uuml;ne Bayern, sich erdreistet am vehementesten den R&uuml;cktritt von Aiwanger zu fordern setzt dem Ganzen die Krone auf. Die Dame wollte vor nicht allzu langer Zeit Ungeimpfte vom Einkauf im Supermarkt ausschlie&szlig;en. Dem ist nichts mehr hinzuzuf&uuml;gen.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nFrank Schramm<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>75. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Durchsichtig, sehr durchsichtig, was da in Bayern inszeniert wird.<\/p><p>Da wird ein Flugblatt aus den 80ern ausgegraben  und sogar ein Experte aufgeboten, der dessen Echtheit bezeugt, um die bayrischen Wahlen zum Landtag zu beeinflussen.<\/p><p>Der Text ist eine wilde Provokation eines Jugendlichen, andere malen Runen auf ihre Haut oder an W&auml;nde.<\/p><p>Warum ?<\/p><p>Um anzuecken, zu provozieren !! Wirkliche Nazi sind vermutlich wenige.<\/p><p>Die Reaktionen auf diesen vermeintlichen Skandal sind nur mehr peinlich.<\/p><p>Statt gegen gef&auml;hrliche  Nazi vorzugehen, z.B. den nazi Untergrund in D oder die in der Ukraine anzuprangern, die zum  letzten Kampf  [ZITAT:]  der wei&szlig;en Rasse gegen die von Semiten gef&uuml;hrten Bolschewisten aufrufen und ausgezogen sind, Russen zu t&ouml;ten, &hellip;<\/p><p>wird in Deutschland ein Sturm im Wasser -glas produziert. Lachhaft.<\/p><p>G.C.L<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>76. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Damen,<br>\nsehr geehrte Herren,<\/p><p>der Text ist &bdquo;so ungeheuerlich&ldquo; und &bdquo; jenseits des Begreifbaren&ldquo;.&nbsp; Albrecht M&uuml;ller mit Schaum vor dem Mund; so kennt man ihn ja gar nicht. Welches sind seine Argumente, mit denen die nunmehr tagelange Kampagne der SZ gerechtfertigt werden soll? 1. Der von den Journalisten ausgegrabene Text sei zynisch und &bdquo;oberfl&auml;chlich&ldquo; 2. Der Text zeige, wes Geistes Kind der Verfasser gewesen sei. 3.&nbsp;Es sei nichts von einer L&auml;uterung bekannt. 4.&nbsp;Schon mit 17 Jahren sei eine Person f&uuml;r ihre &Auml;u&szlig;erungen voll verantwortlich. So sei &bdquo;von verschiedenen Seiten&ldquo; die Herabsetzung des Wahlalters auf 16 Jahre gefordert worden. 5. Die&nbsp; Verfasser des Artikels h&auml;tten nicht die F&ouml;rderung der Gr&uuml;nen beabsichtigt, da die Ver&ouml;ffentlichung eher den Freien W&auml;hlern n&uuml;tzen werde.<\/p><p>Zu 2.: Dass Aiwanger der Verfasser des Flugblattes ist, ist zumindest nicht bewiesen. Bei demjenigen, in dessen Tasche das Flugblatt gefunden wurde, darauf zu schlie&szlig;en, wes Geistes Kind er ist, erscheint gewagt. (Oder wird etwa daraus, dass m&ouml;glicherweise sein Bruder der Verfasser war, darauf geschlossen, dass solch b&ouml;ses Blut auch in den Adern des Angeklagten flie&szlig;t?) Es ist nach allem was &uuml;ber die Sache bekannt geworden ist, zudem nicht unwahrscheinlich, dass dieses &lsquo;Werk&rsquo; in seiner Klasse kursierte und auch andere Sch&uuml;ler Exemplare in Besitzt (wenngleich nicht unvern&uuml;nftigerweise in ihren Schultaschen) hatten. Zu&nbsp;3.:&nbsp;Wenn man von dieser Person dennoch eine L&auml;uterung verlangt, so ergibt sich die Frage, wie sich diese vollziehen soll. Hierf&uuml;r den Umstand ausreichen zu lassen, dass die Person sich mehr als 30 Jahre lang nicht offen f&uuml;r den Nationalsozialismus oder dessen Gedankengut ausgesprochen hat, d&uuml;rfte eine durchaus vertretbare Auffassung sein. Zu 4.:&nbsp;Wenn teilweise die Herabsetzung des Wahlalters gefordert wird&nbsp; &#8209;&nbsp;schlie&szlig;t sich Albrecht M&uuml;ller dieser Forderung an? &#8209; , so ergibt sich daraus nicht, dass dies auch sinnvoll ist. Zu erinnern sei daran, dass im Zivilrecht mit guten Gr&uuml;nden die volle Gesch&auml;ftsf&auml;higkeit, also die F&auml;higkeit, z. B. allein ein Auto zu kaufen, erst ab einem Alter von 18 Jahren angenommen wird. Ob demgegen&uuml;ber die Stimmabgabe bei Wahlen eine weniger schwerwiegende Willenserkl&auml;rung ist, mag angezweifelt werden. Zu 5.: Welche Motive der Ver&ouml;ffentlichung zugrunde liegen, muss sich nicht daraus ergeben, welche Wirkung sie tats&auml;chlich hat.&nbsp; Journalisten sind bekanntlich nicht per se intelligente Wesen.<\/p><p>Die zahlreichen Leser der Nachdenkseiten, die der SZ unseri&ouml;sen Journalismus vorwerfen, d&uuml;rften sich durch diesen Beitrag nicht eines Besseren haben belehren lassen.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nRitter<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>77. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Redaktion,<\/p><p>&ldquo;Klar zu sein scheint jedoch, dass der bayerische Vize-Ministerpr&auml;sident dieses Blatt als 17-j&auml;hriger Sch&uuml;ler in seiner Tasche hatte (meine Hervorhebung&ldquo;). Das ist die Basis f&uuml;r die Verurteilung ?<\/p><p>Man h&auml;tte auch die &Uuml;berschrift w&auml;hlen k&ouml;nnen: &ldquo;Nichts Genaues wei&szlig; man nicht, aber &hellip;&rdquo;.<\/p><p>Ich kann und will nicht glauben, dass der Artikel tats&auml;chlich von Albrecht M&uuml;ller ist!<\/p><p>Peter Quitschau<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>78. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>bitte nehmen Sie meine Dankbarkeit zur Kenntnis, daf&uuml;r da&szlig; Sie einen Dreck als das einsch&auml;tzen, was er ist &ndash; ein bodenloser, menschenverachtender Dreck. Ich bin einundachtzig Jahre alt und mir ist schon viel begegnet, aber ein solches Schriftst&uuml;ck und solche Reaktionen darauf noch nicht. Ich mu&szlig; mich berichtigen, nat&uuml;rlich ist mir bei meinen Versuchen, die Nazizeit zu verstehen, einiges in den Quellen untergekommen, was aufs I-t&uuml;pfelchen zu dieser Geisteshaltung pa&szlig;t. Aber da&szlig; man sich damit gemein machen k&ouml;nnte, habe ich mir niemals vorstellen k&ouml;nnen. Wie es auch jenseits meiner Gedankenwelt liegt, da&szlig; man so was als Jugends&uuml;nde abtun k&ouml;nnte. Ich habe mein ger&uuml;ttelt Ma&szlig; an Jugends&uuml;nden selbst verbrochen, aber eine solche h&auml;tte ich schlicht nicht leisten k&ouml;nnen, wof&uuml;r ich meinen Eltern und ihrer Erziehung bis heute dankbar bin.<\/p><p>Mit herzlichen Gr&uuml;&szlig;en<\/p><p>Ihr<br>\nErnst Meist<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>79. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes Nachdenkseiten Team,<\/p><p>warum ausgerechnet jetzt, diese &bdquo;Aufregung&ldquo; um Aiwanger?<\/p><p>Der eigentliche Skandal meiner Meinung nach ist, dass so jemand mit dieser Vorgeschichte<br>\nunbehelligt Vize Ministerpr&auml;sident von Bayern werden konnte.&nbsp;<\/p><p>Oder?<\/p><p>Liebe Gr&uuml;&szlig;e&nbsp;<br>\nJens Biester<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>80. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes NDS Team,<br>\nlieber Herr M&uuml;ller,<\/p><p>eine interessante Stellungnahme, die auch zu spannenden Diskussionen unter den Kommentatoren gef&uuml;hrt hat.<\/p><p>Ich kann diesem &ldquo;einmal eine Jugends&uuml;nde begehen, und dann f&uuml;r alle Zeiten darunter leiden&rdquo; nicht zustimmen.<\/p><p>Wir haben nicht umsonst ein Strafrecht, das Jugendliche anders behandelt als Erwachsene. Wobei sich die Jugendrichter sehr oft daf&uuml;r entscheiden, dass dieses Strafrecht sogar bis zum 21. Lebensjahr gilt.<\/p><p>W&auml;re es damals zu einem Verfahren gekommen, es h&auml;tte sicherlich noch nicht einmal eine Strafe zur Folge gehabt, sondern wenn &uuml;berhaupt eine sehr geringe.<br>\nJugendlichen wird eben zugestanden, dass Fehler auch aufgrund geringer Lebenserfahrung und Information machen, und dass sie sich durchaus &auml;ndern k&ouml;nnen.<br>\nDie Akte w&auml;re danach zugeklappt worden und nicht mehr zur Anwendung gekommen.<br>\nJetzt wurde genau diese Linie &uuml;berschritten, das Jugendstrafrecht sozusagen au&szlig;er Kraft gesetzt.<br>\nDagmar Henn hat dazu eine hervorragende Analyse geschrieben: <a href=\"https:\/\/freedert.online\/meinung\/179209-wer-ist-hier-rechts-hubert\/\">freedert.online\/meinung\/179209-wer-ist-hier-rechts-hubert\/<\/a><\/p><p>Ferner steht im Focus der Bericht &uuml;ber die Aussage eines Mitsch&uuml;lers, der erkl&auml;rte, der ehemalige Lehrer (75) habe ihn zu einer Unterschrift &uuml;berredet mit den Worten:<br>\n&ldquo;Es ist an der Zeit, die braune Socke Aiwanger zu st&uuml;rzen.&ldquo;<br>\nBei dem Sch&uuml;ler handelt es sich um Roman Serlitzky, der im Schuljahr 1988\/89 bei einem bundesweiten Geschichtswettbewerb, ausgelobt vom damaligen Bundespr&auml;sidenten Richard von Weizs&auml;cker, mit dem zweiten Preis ausgezeichnet worden war. Seine Arbeit besch&auml;ftigte sich mit dem Todesmarsch von 67 j&uuml;dischen KZ-H&auml;ftlingen, die in den letzten Kriegstagen 1945 durch Mallersdorf-Pfaffenberg getrieben und anschlie&szlig;end erschossen wurden.<br>\n<a href=\"https:\/\/m.focus.de\/politik\/deutschland\/dann-sagte-mir-mein-ex-lehrer-jetzt-ist-an-der-zeit-den-aiwanger-zu-stuerzen_id_203254753.html\">m.focus.de\/politik\/deutschland\/dann-sagte-mir-mein-ex-lehrer-jetzt-ist-an-der-zeit-den-aiwanger-zu-stuerzen_id_203254753.html<\/a><\/p><p>All dies deutet doch eindeutig darauf hin, dass es um Machtkampf geht, um einen pers&ouml;nlichen Angriff.<br>\nGerade die NDS kennt das doch: Es wird mit Dreck geworfen, irgendwas davon bleibt h&auml;ngen.<\/p><p>Etwas aus der Jugendzeit auf jetzige Gesinnung abzuleiten, ohne daf&uuml;r Beweise zu haben, halte ich aus vorgenannten Gr&uuml;nden f&uuml;r mich nicht als einen korrekten Weg. Ebenso halte ich es f&uuml;r einen Kampf um die Macht und die Zerst&ouml;rung unliebsamer Parteien.&nbsp;<br>\nDass Scholz nach Aufkl&auml;rung ruft und Habeck nach Entlassung, das ist nach dem was die beiden sich leisten als L&uuml;gner geradezu l&auml;cherlich.<br>\nWenn wir bei jedem bis in die Jugendzeit oder gar Kindheit alles zur&uuml;ckbeleuchtet und untersuchen &ndash; wer darf dann den ersten Stein werfen?&nbsp;<br>\nWir bekommen allm&auml;hlich amerikanische Verh&auml;ltnisse bei den Wahlk&auml;mpfen<\/p><p>Liebe Gr&uuml;&szlig;e&nbsp;<br>\nSusanne Bur<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>81. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Albrecht M&uuml;ller,<br>\n&nbsp;<br>\nmit Erstauen habe ich Ihre Meinung zu dem Aiwanger-Thema vom 30. August auf den Nachdenkseiten gelesen. Ich kann nicht verstehen, wie ein kritischer Mensch wie Sie einer Zeitung wie der S&uuml;ddeutschen in dieser Sache beispringen kann.<br>\n&nbsp;<br>\nEin zugegebenerma&szlig;en haneb&uuml;chenes Flugblatt wurde vor 35 Jahren im Schultornister von Aiwanger gefunden. Er soll es weder verfa&szlig;t noch verteillt haben. Bis zum Beweis des Gegenteils mu&szlig; also davon ausgegangen werden. Darf ein Mensch hier im Land sich nicht mehr ein Flugblatt ansehen, auch wenn es der gr&ouml;&szlig;te Dreck ist? Oder haben wir jetzt schon Sippenhaft? Und das alles nach 35 Jahren. Unsere Politiker haben kriminelle Handlungen vor zwei Jahren begangen und einige haben nachweislich eine extremistische Vergangenheit.<br>\n&nbsp;<br>\nH&ouml;ren Sie sich bitte dazu an, was auf Reitschuster.de dazu gesagt wurde: <a href=\"https:\/\/rumble.com\/v3d1hb0-um-aiwanger-zu-diffamieren-sder-macht-den-hitler.-aber-bei-ihm-scheint-das-.html\">rumble.com\/v3d1hb0-um-aiwanger-zu-diffamieren-sder-macht-den-hitler.-aber-bei-ihm-scheint-das-.html<\/a><br>\n&nbsp;<br>\nBeste Gr&uuml;sse<br>\nRolf Freitag<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>82. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>zun&auml;chst bin ich sehr froh &uuml;ber Ihre hervorragenden Nachdenkseiten, die als 4. Gewalt zur Information und Meinungsbildung dringend notwendig sind, da sie in keiner Weise von den &bdquo;gro&szlig;en Medien&ldquo; geleistet wird. Besonders freut mich auch die Einbeziehung der vielf&auml;ltigen internationalen Medien. Daf&uuml;r m&ouml;chte ich mich bei Ihnen und Ihrem ganzen Team herzlich bedanken.<br>\n&nbsp;<br>\nMein Anliegen:<br>\n&nbsp;<br>\nIch habe zuerst nur das Pamphlet der Aiwangers gelesen und zum Einen das nicht als Antisemitismus betrachtet, weil die f&uuml;rchterlichen Preise, die dort ausgeschrieben sind, nur als auf die Spitze getriebene Ironie betrachtet werden k&ouml;nnen, keineswegs als Verharmlosung unser schrecklichen Vergangenheit an den Juden.<br>\n&nbsp;<br>\nDiese &Auml;u&szlig;erung der\/des Jugendlichen kann auch aus dem damaligen Zeitgeschehen verstanden werden. Die damalige rechte Partei der NPD war im Niedergang, daf&uuml;r wurden 1983 die rechten Republikaner gegr&uuml;ndet. Bei der Wahl 1986 erreichten die Republikaner in Bayern 3 %, 1990 stand die n&auml;chste Wahl an.<br>\n&nbsp;<br>\nK&ouml;nnte man das nicht so verstehen, dass die damals jungen Gymnasiasten aufzeigen wollten, dass ein W&auml;hler der rechten Republikaner riskiert, in einem dritten Reich aufzuwachen?<br>\n&nbsp;<br>\nProblem ist die Ansprache &bdquo;an die Vaterlandsverr&auml;ter&ldquo;. Bitte, wer war damals damit gemeint? &ldquo;. Lt. Wiktionairy: &bdquo;Eine Person, die sich gegen ihr Vaterland gewendet hat.&ldquo; Wir wissen nicht, wer damit gemeint war: Rechte W&auml;hler, wer f&uuml;r die Ostann&auml;herung war, wer nicht f&uuml;r die Ostann&auml;herung war , es ist v&ouml;llig unbestimmt. Eine heutige Erkl&auml;rung der Betroffenen ist problematisch.<br>\n&nbsp;<br>\nAuf jeden Fall finde ich es besch&auml;mend, Jugend(evtl)s&uuml;nden nach ca. 35 Jahren ausfindig zu machen und dar&uuml;ber jemanden zu st&uuml;rzen.<br>\n&nbsp;<br>\nWaltraud Faa&szlig;<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>83. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,&nbsp;<\/p><p>im Gegensatz zu&nbsp; vielen ihrer bisherigen Beitr&auml;ge, kann ich diesmal ihren Gedankeng&auml;ngen nicht folgen. Mich bedr&uuml;ckt dieses unglaubliche Denunziantentum, das sich ich Deutschland ungehindert breitmacht und das jeden Unbequemen aus dem Wege r&auml;umt, indem man ihn mit der moralischen Keule erschl&auml;gt. Nach f&uuml;nzig Jahren zieht einer ein widerliches Nazi-Flugblatt aus der Tasche und versucht damit einen unliebsamen Konkurrenten bei den anstehenden Wahlen in Bayern aus dem Feld zu schlagen. Das geht nat&uuml;rlich nicht, indem er sich in Bad T&ouml;lz auf den Markt stellt und den Aiwanger zur Sau macht.&nbsp; Dazu braucht&rsquo;s eine Zeitung. Was hat Aiwanger eigentlich verbrochen? Er hat dieses Flugblatt in seiner Schulmappe gehabt &ndash; verfa&szlig;t von seinem Bruder, wie der uns mitgeteit hat. Beide waren zur dieser Zeit minderj&auml;hrig, sie waren also nicht strafm&uuml;ndig. Rechtlich liegt also gegen Aiwanger nichts vor. Bleibt also nur die Moral. Die herrschende Moral ist bekanntlich die Moral der Herrschenden. Das sich Aiwanger von diesem Flugblatt distanziert hat, nutzt ihm nichts &ndash; man glaubt ihm nicht. Das reicht allemal, beweisen mu&szlig; man das nicht. Moral geht vor Recht. Mittlerweile kennt man auch den Denunzianten: seinen ehemaligen Lehrer. Sehr sp&auml;t hat der sich dazu entschlossen, diese &ldquo;braune Socke&rdquo; zu erledigen. Warum gerade jetzt? Ist Aiwanger wieder mit faschistischem Gedankengut aufgetreten? Offensichtlich nicht. Bleibt also doch nur die Moralkeule: einmal Nazi &ndash; immer Nazi. So einer kann sich nicht &auml;ndern.<\/p><p>Ich bin als Antifaschist erzogen worden und bin es bis heute geblieben. Mein Erziehungsberechtigter, mein Vater, hat von &rsquo;42 bis &rsquo;45 als freiwilliger Unteroffizier des F&uuml;hrers Engl&auml;nder, Russen und Amerikaner erschossen, bis er begriff, wof&uuml;r er in diesen Krieg gezogen ist. Im Gegensatz zu Aiwanger bin ich eine &ldquo;rote Socke&rdquo;. Nach der Wende hat man mich als besonders DDR-staatsnah nach der gleichen Methode aus dem Verkehr gezogen.<\/p><p>Der bayrische Oberzensor hat dem Aiwanger 25 Fragen gestellt, die dieser beantworten soll, bevor er sein &ldquo;absolvo te&rdquo; verk&uuml;nden wird (oder nicht). Bis dahin d&uuml;rfen alle nach Bedarf schreien: &ldquo;Kreuziget ihn, kreuziget ihn!&rdquo; Welche Fragen das sind, hat er nicht gesagt. Das ist f&uuml;r mich &ndash; gelinde gesagt &ndash; hochnotpeinlich.<\/p><p>Eigentlich ist mir der Aiwanger mitsamt seiner Partei wurscht. Es ist die Methode, die mir stinkt.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nDr. G&uuml;nter Pelzl<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>84. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller! <\/p><p>Mir f&auml;llt schon lange auf, dass in der politischen Debatte die gro&szlig;e Moralkeule dazu dient, von wesentlichen Dingen abzulenken. <\/p><p>So auch hier. &Uuml;ber den Inhalt des Flugblattes muss man nicht diskutieren. Ich w&uuml;rde hier aber auch von einer Jugends&uuml;nde sprechen, da der Verfasser bestimmt wusste, dass er mit solchen Formulierungen provozieren kann. Ein typisches pubert&auml;res Verhalten. <\/p><p>&Uuml;ber die Verlogenheit der Aufregung und eine massive Verurteilung hat schon telepolis sehr gut berichtet. <\/p><p>Ein weiterer Aspekt: Was hat diese Flugblatt mit meiner aktuellen Lebenswirklichkeit zu tun? Nichts!<br>\nAber wir haben einen Kanzler, der uns anl&uuml;gt, wir haben &ldquo;Freunde&rdquo;, die h&ouml;chstwahrscheinlich einen wesentlichen Teil unserer Infrastruktur in die Luft jagten, wir sind von Kriegstreibern umgeben, die ohne Scham Milliarden f&uuml;r R&uuml;stung ausgeben und und&hellip; <\/p><p>Wie sch&ouml;n, dass sich jetzt alle &uuml;ber ein 35 Jahre altes Flugblatt echauffieren. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nJohann-Peter Franz<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>85. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Gr&uuml;&szlig; Gott,<\/p><p>diesem Artikel, dem ich widerspreche, m&ouml;chte ich noch einen Artikel von Norbert H&auml;ring hinzuf&uuml;gen.<\/p><p><a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/news\/br-aiwanger\/\">norberthaering.de\/news\/br-aiwanger\/<\/a><\/p><p>Bayerischer Rundfunk: Im Zweifel gegen den Angeklagten Aiwanger und f&uuml;r den ARD-Partner S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/p><p>27. 08. 2023 | F&uuml;r den BR&nbsp;ist es kein Thema, dass die S&uuml;ddeutsche Zeitung kurz vor der Landtagswahl ohne Beweise schwere Anschuldigungen gegen den Spitzenkandidaten einer Partei aus dessen Jugend erhoben hat. Stattdessen meint der BR-Landespolitikchef, Aiwanger m&uuml;sse beweisen, dass sein Dementi und das Schuldeingest&auml;ndnis seines Bruders korrekt seien. Ein schlimmes Exemplar antijournalistischer Meinungsmache &ndash; und noch dazu mit nicht offengelegten Interessenkonflikten.<\/p><p>(&hellip;)<\/p><p>Die S&uuml;ddeutsche schrieb trotz eines Dementis des Verd&auml;chtigten, der Chef der Freien W&auml;hler, Hubert Aiwanger, stehe im Verdacht, als 16-J&auml;hriger ein antisemitisches Pamphlet verfasst zu haben. Sein Bruder Helmut hat die eigene Autorenschaft des Pamphlets inzwischen erkl&auml;rt.<\/p><p>Der Medienskandal besteht darin, dass die S&uuml;ddeutsche sich in unzul&auml;ssiger Verdachtsberichterstattung ergangen hat und keine Beweise vorlegen kann. Selbst abgesehen davon ist fragw&uuml;rdig und verd&auml;chtig, wenn kurz vor einer Wahl jahrzehntealte vermeintliche Jugends&uuml;nden von Kandidaten an die Presse durchgestochen werden.<\/p><p>(&hellip;)<\/p><p>Weil es leider in diesen Zeiten n&ouml;tig ist, will ich feststellen: Ich mag die Politik von Aiwanger nicht, weil sie mir zu konservativ im schlechten Sinne ist. Ihn selbst kenne ich nicht. Wer allerdings meint, mit Leuten, deren politische Einstellung einem nicht passt, d&uuml;rfe man umspringen wie man will, es tr&auml;fe ja keinen falschen, der ist dumm. Morgen kann das einen selbst oder andere, die man mehr mag, genauso treffen, wenn rechtsstaatliche Prinzipien und journalistische Integrit&auml;t erst einmal ausgehebelt sind.<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nIlse Bleier<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>86. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe NDSler,<br>\n&nbsp;<br>\nzun&auml;chst ein paar Disclaimer&hellip;:<br>\nIch bin kein bedingungsloser Aiwanger-Fan oder\/und FW-W&auml;hler, obwohl mir seine &bdquo;Erdinger Rede&ldquo; durchaus, nat&uuml;rlich relativ, gut gefallen hat.<br>\nObwohl ich in den 70ern an meinem Gymnasium durchaus auch am Austausch von Judenwitzen teilgenommen habe, war und bin ich nie ein Antisemit gewesen &ndash; im Gegenteil. Ich kann heute zwar keinen einzigen dieser &bdquo;Witze&ldquo; rekapitulieren, aber die waren aus heutiger, zigmal reiferer Sicht, sicherlich gruselig, ekelhaft und saudumm. &nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\nZweifellos erf&uuml;llt auch das &bdquo;Flugblatt der Aiwangers&ldquo; diese Kriterien, wenn es nicht sogar weit &uuml;ber die unmenschliche Qualit&auml;t von Judenwitzen hinausgeht.<br>\nDennoch glaube ich, dass Albrecht M&uuml;ller in seiner Bewertung des Vorganges nicht ganz richtig liegt. Zumindest geht es hier nicht darum, ob Aiwangers Jungendverhalten oder das SZ-Verhalten richtig oder falsch oder schlechter oder besser ist.<br>\nDas eine muss das andere nicht ausschlie&szlig;en und gerade Albrecht M&uuml;ller wei&szlig; genau, welche Qualit&auml;t heutzutage hinter der SZ steckt. Er weist zu Recht oft genug auf die Rolle der MSM hin. Nat&uuml;rlich f&auml;hrt die SZ eine Kampagne an, auch unabh&auml;ngig davon, welche Beweggr&uuml;nde und Ziele dahinterstecken m&ouml;gen und wer damit nun wem schaden oder nutzen m&ouml;chte. Eine Kampagne zu unterstellen, wird auch nicht dadurch falsch, dass, wie Albrecht M&uuml;ller richtig schlie&szlig;t, der Hubert Aiwanger und die Freien W&auml;hler am Ende vielleicht sogar von der Aff&auml;re profitieren&hellip;<br>\n&nbsp;<br>\nDie Einordnung des Kampagnen-Themas selbst sehe ich auch nicht so klar und eindeutig wie AM. Ob und wie Hubert Aiwanger heute noch dieses &bdquo;Geistes Kind&ldquo; ist, vermag ich nat&uuml;rlich nicht wirklich zu beurteilen. Anl&auml;sse zur Vermutung, er w&auml;re ein Antisemit, sind mir pers&ouml;nlich in den vergangenen Jahren nicht aufgefallen. Von daher bleibt bzgl. eine R&uuml;cktrittsforderung tats&auml;chlich nur die Interpretation des Vorgangs eines Jugendlichen in den 80er Jahren. Dabei tendiere ich eher dazu, den Vorgang selbst noch als &bdquo;Jugends&uuml;nde&ldquo; durchgehen zu lassen, auch in Erinnerung an meine eigene Unreife (wie auch teilweise Unwissenheit) in diesem Alter. Zumindest scheint es mir in dieser Altersstufe gravierende Abweichungen beim Reifegrad zu geben.<br>\nHeute ist mir zum Thema dieses Interview mit einer Zeitzeugin im Spiegel (!) untergekommen. Es wirft ein interessantes Licht auf die damalige Zeit und den Umgang mit Geschichte, insbesondere in Aiwangers Heimat Niederbayern: <a href=\"https:\/\/archive.ph\/QkwS2#selection-4143.1-4143.32\">Fall Hubert Aiwanger: Anna Rosmus &uuml;ber den Zeitgeist der Achtziger &ndash; DER SPIEGEL (archive.ph)<\/a><br>\n&nbsp;<br>\nOb Aiwangers Aufarbeitung der, ja, Medienkampagne klug und richtig ist, kann man wohl noch nicht abschlie&szlig;end beurteilen. Gegen einen sofortigen R&uuml;cktritt h&auml;tte ich prinzipiell auch Nichts einzuwenden. Aber diese Schwelle liegt ja heute erfahrungsgem&auml;&szlig; quer durch alle Parteien und Politiker-Altersklassen auch nicht mehr da, wo sie fr&uuml;her einmal lag&hellip;. . Von daher ist ein Verbleiben im Amt eben auch nicht &uuml;berraschend und auch nicht unertr&auml;glich.<br>\n&nbsp;<br>\nWie auch immer, vielleicht lenkt das Ganze mal wieder von den wirklich wichtigen Themen und politischen Hintergrundaktivit&auml;ten ab.<br>\n&nbsp;<br>\nSch&ouml;nen Gru&szlig;<br>\nMax Glogger<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>87. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>Ist die Aufregung von Ihnen um eine uralte Jugends&uuml;nde ernst gemeint ? Das kann doch nur ein Witz sein in die Hetzjagd auf Herrn Aiwanger einzusteigen,der, ganz zuf&auml;llig, neulich auf der B&uuml;hne mal seinem Unmut rausgerufen hat (Ihr habt doch den Arsch offen in Berlin)und ,schwupps,zaubert irgendwer&nbsp; diesen Schmierzettel aus dem Keller. Sonst sind Sie doch auch immer ,was ich voll unterst&uuml;tze,auf Seiten der diskreditierten&nbsp; (Stichwort G.Krone-Schmalz,D.Ganser,suspendierte Uniprofessoren usw.).<\/p><p>Fr&uuml;her wurden viel solch ein Mist geredet,z.B. beim Ausdauertraining draussen im Sportunterricht S&auml;tze wie &rdquo; Danke nochmal an die Juden f&uuml;r die Aschebahn&rdquo; oder &auml;hnliches.<\/p><p>Und nicht vergessen,in den 80er war ein 16 J&auml;hriger meiner Meinung nach sehr wohl anders drauf als heute.Und heutzutage gibt es jede Menge rassistisch angehauchter Scherznachrichten &uuml;ber z.B. WhatsApp,was ja einigen Polizisten auch schon zur Stolperfalle wurde.<\/p><p>Also ich pers&ouml;nlich finde es voll affig sich &uuml;ber ein 35 altes Quatschpapier aufzuregen.<\/p><p>Liebe Gr&uuml;&szlig;e Nicholas Jones&nbsp;<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>88. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Albrecht M&uuml;ller,<br>\n&nbsp;<br>\nDie Heuchlei &amp; die st&auml;ndigen Hetzkampagnen, wo st&auml;ndig irgendwelche Menschen als &ldquo;rechts&rdquo; oder &ldquo;NAZIs&rdquo; beschimpft werden, egal welcher politischen Ausrichtung sie nun entstammen, ob gegen Dr. Ganiele Ganser, Hubert Aiwanger, mRNA-Gentechnik-Skeptiker oder sonst wen (unter anderen werden progromartige Stimmungen erzeugt: &ldquo;KILL TILL&rdquo;), finde ich nur noch unertr&auml;glich, w&auml;hrend echte NAZI-T&auml;ter in Deutschland auch noch 1988 in Amt &amp; W&uuml;rden standen&hellip;<br>\nDass Sie Herr Albrecht M&uuml;ller (dessen NachDenkSeiten ja ebenso von diesen Hetzkampagnen betroffen ist) in das gleiche Horn pusten finde ich h&ouml;chstbefremdend.<\/p><p>WOLFFSOHN VERTEIDIGT AIWANGER: &bdquo;Es geht nicht um die Person. Es wird mit zweierlei Ma&szlig; gemessen&ldquo;<br>\n<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=TKE-V85LFDI\">youtube.com\/watch?v=TKE-V85LFDI<\/a><br>\n&nbsp;<br>\nVorneweg ich bin &uuml;berhaupt kein Anh&auml;nger von Hubert Aiwanger &ndash; zumal er viele uns&auml;glichen Entscheidungen seiner Amtsperiode von Markus S&ouml;der mitgetragen hat.<br>\nJa, das Flugblatt ist widerlich! Trotzdem, die Gesellschaft der man den Spiegel vorh&auml;lt erkennt ihr eigenes B&ouml;ses nicht &ndash; sie verurteilt denjenigen der das Spiegelbild zeigt. Man kann dieses Flugblatt nur aus der Zeit von 1988 verstehen. Etwas explizit &ldquo;Antisemitisches&rdquo; kann ich darin eigentlich nicht entdecken (zumal in KZs ebenso auch Sinti &amp; Roma oder andere Personen vernichtet wurden). Richtet sich dieses &ldquo;Traktat&rdquo; doch namentlich (in zweifelsfrei geschmacklos ironisch sarkastischer Weise) an den &ldquo;gr&ouml;&szlig;ten Vaterlandsverr&auml;ter [&hellip;] der Deutscher ist und sich auf deutschem Boden aufh&auml;lt&rdquo;.&nbsp; W E R&nbsp; k&ouml;nnte damit gemeint sein? Vielleicht die damaligen &ndash; gern &amp; oft noch pr&uuml;gelnden(!) &ndash; Eltern (und zum Teil sogar auch Lehrer)?! Damit k&ouml;nnte ebenso die Doppelmoral dieser &ldquo;bleiernen geistig-moralisch-gewendete-Helmut Kohl&rdquo; 80er Jahre gemeint sein. Eine Zeit in der diese ihre Kriegsenkel oftmals misshandelnden, traumatisierten Kriegskinder oder sogar straffreie(!) Alt-Nazi-Eltern zum Teil h&ouml;chstangesehene politische W&uuml;rdentr&auml;ger waren (man denke z. B. an Reinhard Gehlen oder an die Operation Overcast &amp; Paperclip). Wohingegen meine Generation der Kriegsenkel die &ldquo;Zeche&rdquo; (unter anderen mit k&ouml;rperlichen Z&uuml;chtigungen) f&uuml;r diese NS-Verbrechen &ldquo;zahlen&rdquo; durfte. Und dar&uuml;ber hinaus in der Schule (im Deutsch-, im Fremdsprachen-, im Geschichts-, im Geographie, im Philosophie-, im Gemeinschafts- &amp; Sozialkundeunterricht, usw. &amp; usf.) permanent mit einer &ldquo;&Uuml;berdosis NS-Geschichte&rdquo; (Vgl. Sabine Bode: Kriegsenkel &ndash; die Erben der vergessenen Generation) traktiert worden sind. Wir konnten es irgendwann einfach NICHT mehr ertragen(!) &ldquo;[&hellip;]w&auml;hrend der Schulzeit eine &Uuml;berdosis eingetrichtert [zu] bekommen[&hellip;]&rdquo; (Sabine Bode, Seite 19). Ich selber habe Jahrzehnte gebraucht, um mich von dieser st&auml;ndigen &ldquo;Gehirnw&auml;sche&rdquo; und den damit verbundenen Schuldkomplexen zu l&ouml;sen. Insofern ist dieses uns&auml;gliche Flugblatt f&uuml;r mich psychodynamisch SEHR GUT erkl&auml;rbar.<\/p><p>Quellenangabe:<br>\nKriegsenkel: Die Erben der vergessenen Generation von Sabine Bode <a href=\"https:\/\/www.medimops.de\/,bode-sabine\/\">https:\/\/www.medimops.de\/,bode-sabine\/<\/a><br>\nSchuldig geboren: Kinder aus Nazifamilien von Peter Sichrovsky <a href=\"https:\/\/www.medimops.de\/,peter-sichrovsky\/\">https:\/\/www.medimops.de\/,peter-sichrovsky\/<\/a><br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlich Gr&uuml;&szlig;en Stephan Baltzer<\/p><p>Sehr geehrter Herr Albrecht M&uuml;ller,<br>\n&nbsp;<br>\nich habe mich ziemlich &uuml;ber Ihren Podcast ge&auml;rgert: Ich bin Ende der 60er Jahre in Frankreich aufgewachsen &amp; wurde dort als Kind mit 5-6-7-8-9 Jahren wegen meiner deutschen Herkunft als NAZI &amp; &ldquo;sale boche&rdquo; beschimpft &ndash; mit 5 Jahren(!) &ndash; ich wusste garnicht was NAZIs sind!!! Ich habe im w&ouml;rtlichsten Sinne des Wortes in der Schulzeit in Frankreich&nbsp;meinen eigenen Kinderarsch zur &ldquo;Wiedergutmachung&rdquo; f&uuml;r die Verbrechen der NAZIs hinhalten &ldquo;d&uuml;rfen&rdquo;!<\/p><p>In Deutschland zur&uuml;ckgekehrt ging es gleich weiter mit der &ldquo;Gehirnw&auml;sche&rdquo; &amp; der &ldquo;&Uuml;berdosierung&rdquo; der NS-Geschichte in nahezu s&auml;mtlichen(!) Unterrichtsf&auml;chern. W&auml;hrend gleichzeitig mindestens hunderttausende (wenn nicht gar Millionen) NAZI-T&auml;ter der SS, der SA &amp; der Wehrmacht 1988 straffrei herumliefen. Diese davongekommenen NAZI-Verbrecher sind die &ldquo;wahren&rdquo; Vaterlandsverr&auml;ter! &Uuml;ber einen 17J&auml;hrigen Hubert Aiwanger mag man denken was man will, die Frage ist jedoch, ob sie z. B. genauso &uuml;ber Herrn G&uuml;nter Grass der meines Wissen damals mit 17 Jahren aus &Uuml;BERZEUGUNG(!) freiwillig zur Wehrmacht &amp; zur SS ging!<\/p><p>Ich bin kein politischer Anh&auml;nger von Hubert Aiwanger. Dass ausgerechnet aber die NachDenkSeiten in die gleiche (offenkundig wahlpolitisch motivierte) Hetzkampagne der S&uuml;ddeutschen sich einschwingt, finde ich unertr&auml;glich. Bei &ldquo;KILL-TILL-Lindemann&rdquo; (ich bin auch kein Ramstein-Fan) wurde bereits in der Wohnung &amp; im Studio eingebrochen &ndash; Gottseidank war er nicht zugegen, sonst l&auml;ge er wohl im Krankenhaus. Muss es erst Tote geben, bevor die Menschen endlich diese widerlichen Hetzkampagne unterlassen?<\/p><p>Was antworten Sie der Familie Aiwanger, wenn dieser (ggf. auch durch Ihre Hetze inspiriert) von irgendwelchen selbsternannten &ldquo;Antifaschisten&rdquo; umgebracht wird?!<\/p><p>Neben 6 Millionen Juden sind &uuml;ber 20 Millionen Slawen sowie viele, viele Sinti &amp; Roma von den NAZIs ermordet worden. Bemerkenswerter Weise ist immer &ldquo;nur&rdquo; vom Antisemitismus die Rede? Was ist (auch anl&auml;sslich der aktuellen Situation) eigentlich mit Antislawismus oder Antiziganismus??? Sinti &amp; Roma wurde (dank &ldquo;weitergepflegten&rdquo; Akten aus der NS-Zeit) bis weit in die 1980er Jahre(!) in Deutschland verfolgt! WER sind denn bittesch&ouml;n die Vaterlandsverr&auml;ter???<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nS. Baltzer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>89. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<br>\n&nbsp;<br>\nvielen Dank f&uuml;r Ihren richtigen und wichtigen Einordnungshinweis.<br>\n&nbsp;<br>\nDass es sich aber dennoch mit der Ver&ouml;ffentlichung durch die SZ so kurz vor der Wahl (Zeitpunkt!) um einen Manipulationsversuch handelt, werden auch Sie nicht anders sehen. Dass die SZ mit der Ver&ouml;ffentlichung die St&auml;rkung der Freien W&auml;hler (Zulauf Rechter) beabsichtigt h&auml;tte, steht ebenfalls nicht zu vermuten.<br>\n&nbsp;<br>\nAu&szlig;erdem m&uuml;ssten Sie unter dem Strich schon sagen, was das seinerzeitige Flugblatt mit dem heutigen Aiwanger zu tun hat: Ist es tats&auml;chlich relevant, was die heutige Politik und Amtsf&uuml;hrung anbelangt? Dass Sie Jugend heute und im bundesdeutsch\/bayrischen Nachkriegsmief mit seinem tausendj&auml;hrig angelernten Antisemitismus miteinander vergleichen, kann man auch anders sehen &ndash; ein solches Flugblatt heute zu entwerfen und zu verbreiten, g&auml;lte viel eher als Geistesschw&auml;che als damals.<br>\n&nbsp;<br>\nHerzliche Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nEJ<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>90. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>bez&uuml;glich des Inhalts des damals bei Hubert Aiwanger gefundenen Flugblatts stimme ich mit ihnen &uuml;berein: Er ist abscheulich! Der Verfasser wusste offenbar durchaus, wovon er schrieb, und hat absichtlich eine menschenverachtende Sprache verwendet. Und ich respektiere selbstverst&auml;ndlich auch ihre Sicht auf die Aff&auml;re. Allerdings kann ich Ihre Schlussfolgerung, dass die Erstellung eines derartigen Dokuments mit 16 (oder 17) Jahren absolut und endg&uuml;ltig unverzeihlich sei und eine Entlassung Aiwangers somit selbst 35 Jahre danach unausweichlich, nicht teilen.<\/p><p>Meiner Meinung nach handelt es sich hierbei um eine sogenannte Jugends&uuml;nde des selbst erkl&auml;rten Verfassers Helmut Aiwanger. Aber auch wenn es doch Hubert Aiwanger gewesen sein sollte: Offensichtlich h&auml;tte sich seine politische Weltsicht seit damals erheblich gewandelt, denn er ist ja seitdem nach meinem Wissensstand nicht ann&auml;hernd durch Holocaust-verharmlosende oder antisemitische &Auml;u&szlig;erungen oder Taten aufgefallen &ndash; was ich durchaus als den Nachweis einer L&auml;uterung betrachten w&uuml;rde.<\/p><p>Weiterhin m&ouml;chte ich daran erinnern, dass eine Reihe anderer heutiger oder fr&uuml;herer Spitzenpolitiker in ihrer Jugend oder als junge Erwachsene extremistischen Organisationen angeh&ouml;rt haben und in der Folge teilweise gar gewaltt&auml;tig wurden. Alle haben sie sich seitdem von diesen &Uuml;berzeugungen mehr oder weniger &ouml;ffentlich abgewandt und sich stark gem&auml;&szlig;igt, in manchen F&auml;llen gar regelrecht gedreht in ihrer Weltsicht. Dabei waren sie in ihren radikalen Zeiten s&auml;mtlich bereits &auml;lter als damals die Aiwanger-Br&uuml;der und sind trotz entsprechender Forderungen aus den Reihen des politischen Gegners sp&auml;ter nach Bekanntwerden ebenfalls nicht zur&uuml;ckgetreten oder entlassen worden. Was zeigt: 16- oder 17-j&auml;hrige sind zwar, wie Sie richtig feststellen, in aller Regel keine unwissenden Kinder mehr, aber ihre politischen Ansichten k&ouml;nnen sich danach durchaus noch erheblich &auml;ndern &ndash; nach meiner Erfahrung ist das vielleicht sogar eher die Regel als die Ausnahme, und setzt sich h&auml;ufig w&auml;hrend des gesamten Erwachsenenlebens fort.<\/p><p>Daher halte ich den an die NachDenkSeiten herangetragenen Verdacht, es handele sich bei der aktuellen &ldquo;Flugblatt-Aff&auml;re&rdquo; um eine gezielte politische Diffamierungskampagne, f&uuml;r sehr nachvollziehbar. Insbesondere wenn man den Zeitpunkt der Ver&ouml;ffentlichung kurz vor den bayerischen Landtagswahlen bedenkt, die Art der Verdachtsberichterstattung durch ein Medium, dass den Freien W&auml;hlern ablehnend gegen&uuml;bersteht, und den ehemaligen Lehrer als Quelle wahrnimmt, der anscheinend schon l&auml;nger versucht hat, Aiwanger pers&ouml;nlich und den FW als politischen Konkurrenten der von ihm unterst&uuml;tzten SPD durch Ver&ouml;ffentlichung des Flugblatts zu schaden. Dass der ganze Vorgang Aiwanger und seinen Freien W&auml;hlern letztlich zum politischen Vorteil gereichen k&ouml;nnte, w&uuml;rde an der von manchen vermuteten urspr&uuml;nglichen Absicht, die Gr&uuml;nen anstatt der FW in die bayerische Landesregierung zu hieven, nichts &auml;ndern.<\/p><p>Und auch wenn Hubert Aiwanger nicht gerade besonders souver&auml;n auf die Vorw&uuml;rfe reagiert hat, halte ich seine Entschuldigung f&uuml;r die durch den Flugblatttext ausgel&ouml;sten Verletzungen und seine Distanzierung von diesem f&uuml;r aufrichtig, und ich sehe anhand seines bekannten Verhaltens seit damals keinen Anlass, daran zu zweifeln. Damit w&auml;re f&uuml;r mich die Aff&auml;re von der Seite des Beschuldigten her abgeschlossen &ndash; allerdings k&ouml;nnte es durchaus noch interessant sein, einen genaueren Blick auf die Seite der Beschuldigter zu richten &hellip;<\/p><p>Vielen Dank f&uuml;r die NachDenkSeiten und freundliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nRainer Lanz<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>91. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>als langj&auml;hriger Leser und Unterst&uuml;tzer der Nachdenkseiten bin ich auch immer an Ihrer Meinung interessiert und unterst&uuml;tze sie auch sehr h&auml;ufig. Zu Ihrem j&uuml;ngsten Kommentar zur Aff&auml;re S&uuml;ddeutsche\/S&ouml;der\/Aiwanger bin ich allerdings kontr&auml;r anderer Ansicht.<\/p><p>Ich versuche das Thema in verschiedene Themenblocks aufzugliedern.<\/p><ol>\n<li>Die Ereignisse in den 80er Jahren.\n<ul>\n<li>Das Flugblatt ist in seinem Inhalt und seinem Ton absolut widerlich, dar&uuml;ber braucht man nicht diskutieren.<\/li>\n<li>Der Verfasser Herbert (gemeint ist wohl Hubert, A. M,) Aiwanger hat die Umst&auml;nde der Entstehung inzwischen aus seiner Sicht dargelegt, dass es sich um eine Kurzschlusshandlung nach einer narzistischen Kr&auml;nkung handelte, n&auml;mlich seinem Schulversagen, f&uuml;r das er damals der Schule die Schuld gab.&nbsp;<\/li>\n<li>In der Schultasche des j&uuml;ngeren Bruders Hubert fanden sich Exemplare des Flugblatts, wobei ungekl&auml;rt ist, ober er diese auslegen wollte oder ob er im Gegenteil die ausgelegten Flugbl&auml;tter wieder einsammeln wollte. Zeitpunkt und Umst&auml;nde der Entdeckung in seiner Schultasche sind offen.&nbsp;&nbsp;<\/li>\n<li>Es fand eine schulinterne Kl&auml;rung statt, in deren Verlauf sich Hubert Aiwanger entschuldigte und entsprechende Disziplinarmassnahmen, u. a. das Schreiben einen Aufsatzes &uuml;ber das menschenverachtende NS-Regime akzeptierte.<br>\nDamit war einerseits der Schulfrieden wieder hergestellt und im Interesse des Sch&uuml;lers dessen weitere Entwicklung nicht zerst&ouml;rt worden.<\/li>\n<li>Nicht anders w&auml;re der Ablauf gewesen, wenn es zu einer Anzeige gekommen und es eine Verhandlung vor dem Jugendgericht gegeben h&auml;tte. Denn das gerade hundert Jahre alte gewordene Jugendstrafrecht geht eben nicht davon aus, dass Jugendliche fertig ausgebildete Erwachsende sind sondern dass es sich noch um Menschen in der Entwicklung handelt, die durch Anleitung und F&ouml;rderung auf den rechten Weg gebracht werden k&ouml;nnen, Dies gilt sogar f&uuml;r jugendliche M&ouml;rder.<\/li>\n<li>Anscheinend ist keiner der Aiwanger-Br&uuml;der in den folgenden &uuml;ber 30 Jahren wieder durch irgendeine einschl&auml;gige &Auml;u&szlig;erung oder Tat aufgefallen, was f&uuml;r eine vollst&auml;ndige Rehabilitierung spricht.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Bei dieser Faktenlage &uuml;berrascht und irritiert mich Ihre unbarmherzige Aussage einmal Nazi &ndash; immer Nazi, mit der Sie ganz nebenbei alle Erkenntnisse der Jugendpsychologie und Jugendgerichtsbarkeit in den Abfalleimer schmei&szlig;en wollen.<\/p>\n<p>Sie schreiben:<\/p>\n<p>&ldquo;Es gibt im Deutschen einen treffenden, einschl&auml;gigen Ausdruck: &bdquo;Wes&rsquo; Geistes Kind der ist&ldquo;. &ndash; Wes&rsquo; Geistes Kind ist der Verfasser des Flugblatts gewesen und ist er das heute noch? Das darf man doch wohl fragen, wenn nichts von einer L&auml;uterung bekannt ist.&rdquo;<\/p>\n<p>&ldquo;Jenen Zeitgenossen, die den Jugend-Rabatt einfordern, ist in Erinnerung zu rufen, dass von verschiedenen Seiten die Herabsetzung des Wahlalters auf 16 Jahre gefordert worden ist, auch von Seiten der Freien W&auml;hler&rdquo;<\/p>\n<ul>\n<li>Hier k&ouml;nnte man h&ouml;chstens fragen, wes Geistes Kind der &auml;ltere Aiwanger zum Zeitpunkt des Flugblatts gewesen ist (siehe meine obigen Ausf&uuml;hrungen)&nbsp;&nbsp;<\/li>\n<li>&ldquo;Das darf man doch wohl fragen\/sagen&rdquo; ist &uuml;brigens eine Redewendung, die man geistigen Brandstiftern von rechts aus gutem Grund nicht durchgehen l&auml;sst.<\/li>\n<li>&ldquo;Wenn nichts von einer L&auml;uterung bekannt ist&rdquo; ist auch eine sehr gef&auml;hrliche Formulierung, die genau in die Beweislast-umkehr f&uuml;hrt, mit der jeder jederzeit und auch gegen jeden Rufmord seine Unschuld beweisen muss. Hatten wir das nicht schon mal bei den Radikalenerlassen der 70er Jahre? Will Frau Faeser das nicht gerade wieder ins Beamtengesetz einf&uuml;hren?&nbsp;<\/li>\n<li>&ldquo;Herabsetzung des Wahlalters auf 16 Jahre&rdquo; Egal wer dieses zeitgeistgerecht fordert, bekommt daf&uuml;r von mich keine Unterst&uuml;tzung gerade aus dem von mir oben genannten Grund des noch nicht voll ausgeformten Abschlusses der Entwicklung zum Erwachsenen. Die aktuellen Kinderkreuzz&uuml;ge von &ldquo;Fridays for Future&rdquo; bis zu den Klimaklebern von &ldquo;Last Generation&rdquo; sind da f&uuml;r mich abschreckende Beispiele. Und mit dem Ampelprojekt, durch das schon 14-J&auml;hrige mitten in der Pubert&auml;t und gegen den Willen der Eltern willk&uuml;rlich ihr Geschlecht &auml;ndern k&ouml;nnen, zeigt sich, was da noch mehr kommen wird.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>Nachwirkungen des Faschismus in der fr&uuml;hen Bundesrepublik\n<ul>\n<li>Bis 1963 war der Leiter des Bundeskanzleramts ein gewisser Hans Globke, der seinerzeitige Kommentator der N&uuml;rnberger Rassengesetze. Nachdem dieses b&uuml;rokratische Monster in erbarmungslosem Juristendeutsch die Entrechtung und Entmenschlichung der j&uuml;dischen Bev&ouml;lkerung im Faschistenstaat gerechtfertigt hatte, wurde er zur unantastbaren Figur der Adenauerzeit und durfte im sch&ouml;nen Bonn bis zu seinem Lebensende 1973 friedlich und unbehelligt leben, obwohl von ihm keine Entschuldigung f&uuml;r seine Taten oder gar eine L&auml;uterung bekannt wurde.<\/li>\n<li>Sie selbst hatten in Ihrer Karriere als Mitarbeiter f&uuml;r Karl Schiller in der Regierung eines Kurt-Georg Kiesinger mit zwei Parteimitgliedern der Verbrecherpartei zu tun, von denen der Kanzler auch noch eine wichtige Position im Reichspresseamt von Goebbels bekleidete. Mir ist nicht bekannt, ob sich diese Herren jemals f&uuml;r ihre Verstrickung in das M&ouml;rderregime entschuldigt haben.&nbsp;&nbsp;<\/li>\n<li>Auch der bayrische Ministerpr&auml;sident der 80er Jahre Franz-Joseph Strauss hatte als Mitglied des Nationalsozialistischen Kraftfahrkorps seinen braunen Schleier.<\/li>\n<\/ul>\n<p>All diese Personen und die stehen nur als Beispiel f&uuml;r zigtausend andere T&auml;ter und Mitmacher der faschistischen Diktatur haben keine pubert&auml;ren Gewaltphantasien verbreitet, sondern durch ihre t&auml;tige Unterst&uuml;tzung das m&ouml;rderische Tun einer kriminellen Bande erst m&ouml;glich gemacht.&nbsp;&nbsp;<\/p><\/li>\n<li>Cui bono?\n<ul>\n<li>Da es seinerzeit noch keine Massenspeicherung von Daten gab und das Treiben von zwei unbekannten Sch&uuml;lern niemanden au&szlig;erhalb ihrer Schule interessiert haben d&uuml;rfte, kann nur einer aus dem damaligen am Verfahren beteiligten Leitungspersonal der Schule Zugriff auf das Flugblatt gehabt haben und ist somit der Kreis der Informanten f&uuml;r die S&uuml;ddeutsche sehr klein.&nbsp;Ein Mann mit CSU-Parteibuch (sonst wird man in Bayern nicht Schulleiter), kristallisiert sich da schon heraus. Da er offensichtlich einen Verwahrungsbruch begangen hat, welcher ihn durchaus seine Beamtenpension kosten k&ouml;nnte, d&uuml;rfte da wenig Bekennermut zu erwarten sein.&nbsp;<\/li>\n<li>Profitieren wollte offensichtlich der Meister der &ldquo;Schmutzeleien&rdquo; (Seehofer &uuml;ber S&ouml;der). Einen unbequemen Konkurrenten einer Partei, die der CSU Stimmen wegnimmt per &ouml;ffentlichem Shitstorm aus dem Amt dr&auml;ngen und mit den Gr&uuml;nen willf&auml;hrige Partner im Geiste einbinden. Bei der Hexenjagd gegen Ungeimpfte passte zwischen S&ouml;der und Frau Schulze kein Blatt Papier. Den gnadenlosen, kalten Bestrafungsduktus der Hassrede dieser &ldquo;Gr&uuml;nen Hoffnung&rdquo; im Landtag sollte man sich ruhig noch mal zu Gem&uuml;te f&uuml;hren.&nbsp;<a href=\"https:\/\/twitter.com\/i\/status\/1695691111992295873\">twitter.com\/i\/status\/1695691111992295873<\/a><\/li>\n<li>Dass die S&uuml;ddeutsche so ein schlecht recherchiertes Machwerk (Verwechseln der Aiwanger-Br&uuml;der) mit vielen anonymen Zeugen und noch mehr Anleihen aus dem Reservoir von &ldquo;H&auml;tte, K&ouml;nnte, Offenbar, Wahrscheinlich&rdquo;, das hart an der Justiziabilit&auml;t vorbeischrammt, ver&ouml;ffentlicht hat, zeigt nur den Niveauverlust heutiger Haltungsjournalisten, die man besser Agitprop-Verbreiter nennen sollte. &Uuml;brigens haben da auch alle sonstigen &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; wie auf Kommando und mit identischer Schussrichtung zum Halali geblasen. Gerade Sie als Autor von &ldquo;Glaube wenig, Hinterfrage alles, Denke selbst&rdquo; sollten sich daran erinnern, wie im Streiflicht der S&uuml;ddeutschen anl&auml;sslich dieses Buchs &uuml;ber Sie hergezogen wurde. Die NZZ hat &uuml;ber die S&uuml;ddeutsche nichts Verkehrtes geschrieben.&nbsp;<\/li>\n<li>Zur allgemeinen Qualit&auml;t der Berufspolitiker kann ich abschlie&szlig;end nur sagen, dass beispielsweise die gegenw&auml;rtigen SPD-Vorsitzenden Esken und Klingbeil sowie ein Herr K&uuml;hnert es zu Zeiten von Willy Brandt und Helmut Schmidt nicht einmal zur Position des Hilfskassierers des OV Hintertupfingen gebracht h&auml;tten.&nbsp;<\/li>\n<li>Nachdem mich nacheinander SPD, Gr&uuml;ne und Linke entt&auml;uscht haben und die anderen Parlamentsparteien f&uuml;r mich nicht w&auml;hlbar sind, f&uuml;hle ich mich im in Wahlumfragen schon fast 10% erreichenden Pool der sonstigen Parteien ganz gut aufgehoben. Das weitet den Blick auf die politische Landschaft und sch&uuml;tzt vor parteipolitischem Tunnelblick.<\/li>\n<\/ul><\/li>\n<\/ol><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, ich w&uuml;rde mich freuen, wenn Sie sich noch einmal mit etwas Abstand mit dem Thema befassen und zu einer etwas weniger harschen Einsch&auml;tzung kommen w&uuml;rden.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nManfred Grzybek<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>92. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Empf&auml;nger,<br>\nLieber Albrecht M&uuml;ller<\/p><p><a href=\"https:\/\/de.rt.com\/meinung\/179209-wer-ist-hier-rechts-hubert\/\">de.rt.com\/meinung\/179209-wer-ist-hier-rechts-hubert\/<\/a><\/p><p>So einen Kommentar h&auml;tte ich mir von Heribert Prantl gew&uuml;nscht.&nbsp;<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en&nbsp;<br>\nKoch<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>93. Leserbrief<\/strong><br>\nWarum tut ihr Deutschen euch so schwer mit der Geschichte, mit euerer Geschichte? Und was ist an diesem Flugblatt denn so ungeheuerlich? Merkt ihr nicht, dass ein 16- oder 17 j&auml;hriger euch den Spiegel vorh&auml;lt? Habt ihr denn das Gef&uuml;hl der oder die Verfasserin h&auml;tten Freifl&uuml;ge durch KZ-Kamine, kostenlose Genicksch&uuml;sse und Kopfk&uuml;rzungen durchgef&uuml;hrt oder auch nur angeboten? Oder ist das Flugblatt etwa ein Werbegag? Warb da einer f&uuml;r die Nazi-Narrative? Merkt ihr wirklich nicht mehr das hier jemand zeigte dass ihr im Begriffe seid die ganze Scheisse 2WK zu wiederholen? Merkt ihr nicht das euch da jemand half gr&uuml;ndlich zu zeigen wie diese Scheisse konkret aussieht? Schaut euch das an, lest es durch, h&auml;ngt eine Kopie davon &uuml;ber euere Betten&hellip;.es sind einfach zu viele Nazis ungeschoren davongekommen, damals&hellip;.wer immer das geschrieben hat, ich w&auml;hle den vom Fleck weg, soviel ist schon mal ganz klar und sicher.<\/p><p>Erich von Sury<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>94. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<br>\n&nbsp;<br>\nich beziehe mich <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103064\">auf ihren Beitrag<\/a><br>\n&nbsp;<br>\nIch sch&auml;tze ihre Beitr&auml;ge in der Regel sehr, aber an dieser Stelle gesellen Sie sich leider zu den &bdquo;anderen&ldquo;, welche vorschnelle Schl&uuml;sse ziehen.<br>\n&nbsp;<br>\nSoweit ich verstanden habe, ist die Sache noch nicht klar, wieso der Brief in der Tasche Herr Aiwangers gewesen ist und was er vorhatte. Nun ihrerseits &bdquo;einfach&ldquo; eine Unhaltbarkeit Herrn Aiwangers aufgrund des Textes zu postulieren, finde ich nicht angemessen. Lassen doch auch sie bitte zuerst die Fakten sprechen und anschlie&szlig;end k&ouml;nnen Sie ein Urteil f&auml;llen.<\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nM. P.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>95. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller,<br>\n&nbsp;<br>\nich sch&auml;tze die Nachdenkseiten wirklich sehr und es kommt &auml;u&szlig;erst selten vor, dass ich mal mit einem Artikel nicht &uuml;bereinstimme. Beim Kommentar &ldquo;Nicht Aiwanger, die SZ ist der b&ouml;se Bube. Verkehrte Welt!&rdquo; ist dies aber der Fall.<br>\n&nbsp;<br>\nIch muss mich sehr &uuml;ber Ihre unbarmherzige Haltung gegen&uuml;ber Herrn Aiwanger wundern. Das Papier, was zweifellos ein extrem geschmackloser Witz und wahrscheinlich eine gezielte Provoklation gewesen ist, wurde mit 17 Jahren geschrieben. Es mag ja Ihre Meinung sein, dass man in diesem Alter schon reif genug ist, aber ich denke, da gibt es individuell sehr gro&szlig;e Unterschiede. Und vorallem die Tendenz zum Rebellischen. Wie dem auch sei, sollen wir wirklich eine Verfehlung im Jugendalter von vor 35 Jahren als Grundlage daf&uuml;r nehmen, einem Menschen jegliche politische Karriere abzusprechen? Warum gerade hier diese Unbarmherzigkeit, wenn a) T&auml;ter viel schlimmererer Taten (wie Gewaltdelikte) l&auml;ngst resozialisiert w&auml;ren und b) der Betreffende in neuerer Zeit keine auch nur ansatzweise in eine &auml;hnliche Richtung gehende &Auml;u&szlig;erungen get&auml;tigt hat?<br>\n&nbsp;<br>\nWelche Relevanz hat diese Begebenheit von vor 35 Jahren denn heute noch, au&szlig;er gegen eine Person verwendet zu werden?<br>\n&nbsp;<br>\nNein, wesentlich interessanter finde ich da als kritischer Nachdenkseiten-Leser Fragen zum Hintergrund dieser SZ-Ver&ouml;ffentlichung:<br>\n&nbsp;<br>\nWarum wurde hier eine Information &uuml;ber einen Minderj&auml;hrigen weitergegeben, die zweifelsohne der schulischen Schweigepflicht unterlag?<br>\nWarum wurde das Dokument so lange aufbewahrt?<br>\nWarum erfolgt die Ver&ouml;ffentlichung gerade jetzt, mitten im bayrischen Wahlkampf?<br>\n&nbsp;<br>\nEs ist mehr als offensichtlich, dass es sich wohl nicht um Investigativ-, sondern um klaren Kampagnenjournalismus handelt mit dem Ziel, den Wahlkampf zu beeinflussen und Aiwanger zum R&uuml;cktritt zu zwingen. Jetzt behauptet ein angeblicher Mitsch&uuml;ler der 7. &ndash; 9. Klasse, Aiwanger h&auml;tte einen Hitlergru&szlig; in der Schule gezeigt.<br>\n&nbsp;<br>\nIst das wirklich das Niveau, mit dem wir zuk&uuml;nftig Personen bewerten wollen? Auf dem Journalismus agieren soll?<br>\n&nbsp;<br>\nViele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nEin weiterhin treuer Leser<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>96. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Cui bono ?! &nbsp;Und wer hat&rsquo;s verwahrt ?! Und nach nach 35 (!) Jahren wieder &rsquo;neu&rsquo; aufgelegt ? Das w&uuml;rde mich schon eher interessieren, als der d&uuml;mmlich-dreiste Inhalt dieses Pamphlets, geschrieben von einem 16-17-j&auml;hrigen Jugendlichen 1987\/88<\/p><p>Und nein, Herr Albrecht; NEIN ! Ein Jugendlicher zur damaligen Zeit, schreibt als in damaliger Zeit aufgewachsener Jugendlicher, der &sbquo;was auch immer&lsquo; aufgeschnappt hat, sich br&uuml;sten will, sich hervortun, aber sicherlich nicht der Tragweite seines Handelns bewu&szlig;t. Und Sie selbst sind in dem Alter, der noch wie ich wissen muss, dass sogar in den 70-igern selbst bei vor Gericht verhandelten Kriegsverbrechen f&uuml;r Ausdr&uuml;cke ungestraft quer durch den Saal gerufen wurden, wenn z. B. Frauen als Zeugen bei den ekelerregenden Juden-Prozessen aussagten. Diese Typen erhielten dann eine &sbquo;Ermahnung&lsquo; ! Undenkbar, unvorstellbar, aber eben aus heutiger (!) Sicht in Retrospektive ! &nbsp;Und genauso ist die Sichtweise auf damals lebende Jugendliche, die keinesfalls die Reife hatten, wie die heutige Jugend. Da werden mir alle Eltern \/ Gro&szlig;-Eltern recht geben.&nbsp;<\/p><p>Und ohne abzulenken, jedoch weil&rsquo;s auch um die heutige Jugend geht: Es bedeutet ein Abw&auml;lzen von der h&ouml;chsten Verantwortung eines Amtes in unserem Deutschland, auf ein Kind, einen Jugendlichen, wenn mit 16 gew&auml;hlt werden darf. Darf der dann auch in den Bundestag &sbquo;gew&auml;hlt&rsquo; werden, also z. B. als ein Obersch&uuml;ler ?! Oder bleibt&rsquo;s bei der Vollj&auml;hrigkeit 18 Jahre mit Verf&uuml;gungsm&ouml;glichkeit von 40&rsquo;TEUR mtl. ?!&nbsp;<\/p><p>Vorrangig w&auml;re dann eher, zumindest zeitgleich, das Absenken der Strafm&uuml;ndigkeit auf 12 Jahren, wie&rsquo;s in den meisten L&auml;ndern der Erde &uuml;blich ist, bei uns bis 1952\/53. In dem immer wieder hochgelobten Land USA ist die Straf-TAT massgeblich f&uuml;r die Straf-Zuweisung, weniger bzw. nicht zwingend das Alter = im judikativen Sprachgebrauch: &hellip;Strafbarkeit erforderliche Einsicht&hellip;geistige und sittliche Entwicklung des Kindes \/ Jugendlichen. Und die beiden unter 14 Jahre alten M&auml;dchen, die ihre Klassenkameradin durch wohl 70 Messerstiche ermordeten, nachdem sie es nicht schafften, sie zu ersticken, waren sich ihrer Straftat mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bewu&szlig;t; warum sonst hatten sie sich zuvor der Tat erkundigt, ob sie wirklich nicht strafm&uuml;ndig sind ?! Oder der Junge, ein 14-15-j&auml;hriger, der einen Gleichaltrigen mit einem Stein vors&auml;tzlich erschlug und fragenden Pressevertretern grinsend den Stinkfeiner zeigte !? Und meine in diesem Kontext immerw&auml;hrende Frage nach dem Elternhaus, den erziehenden Eltern, leider nicht auf der Anklagebank sitzend, aber m. E. dahin geh&ouml;rend.<\/p><p>Mit freundlichem Gru&szlig;<br>\nWerner O. Hamann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>97. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,&nbsp;<\/p><p>bzgl. des Flugblattes teile ich eher die Meinung mit Roger K&ouml;ppel von der Weltwoche. Ein dummer Jungen Streich wird von vor 40(?) Jahren ausgegraben um ggfs. Aiwanger loszuwerden. Ja wenn man keine anderen Argumente hat, muss man eben schmutzige W&auml;sche waschen. Sie sagen das Flugblatt ist menschenverachtend. Ich behaupte, die Formulierungen lassen das eher nicht vermuten. Schlie&szlig;lich ist es ein &ldquo;Wettbewerb&rdquo;, der auf freiwilliger Basis erfolgt und an dem auch nur die Deutschen, als eigentliche Kriegsverbrecher teilnehmen k&ouml;nnen. Ist es geschmacklos? Sicherlich. Mit viel(!) schwarzen Humor k&ouml;nnte man es aber sogar ein wenig lustig finden (nicht, dass ich das tun w&uuml;rde).&nbsp;<\/p><p>Sollte das Pamphlet menschenverachtend gewesen sein, h&auml;tte man Hr. Aiwanger damals schon nach Jugendstrafrecht zur Rechenschaft ziehen k&ouml;nnen. Hat man aber nicht. Das daher heute noch ein Hahn nach dem Thema kr&auml;ht, verwundert.&nbsp;<\/p><p>Sie tappen in die gleiche Moralfalle, wie unsere werten Regierungsvertreter in Bezug auf Russland. Objektiv betrachtet war es damals nicht strafbar (also das Flugblatt) und heute also auch nicht.&nbsp;<\/p><p>Zudem hat es Hr. Aiwanger selbst wohl nicht verfasst und sein Bruder distanziert sich mittlerweile davon, insofern ist die Messe an der Stelle gesungen.<\/p><p>Die Moralkeule kann zu Hause bleiben<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e&nbsp;<\/p><p>H.D.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103064\">In diesem Beitrag<\/a> ist der Text des Aiwanger-Flugblattes wiedergegeben worden. Albrecht M&uuml;ller hat sich dazu und zur Person Hubert Aiwanger kritisch ge&auml;u&szlig;ert. Wir danken f&uuml;r die zahlreichen, interessanten und kritischen Leserbriefe. 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