{"id":103456,"date":"2023-09-07T08:39:09","date_gmt":"2023-09-07T06:39:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103456"},"modified":"2023-09-07T08:39:09","modified_gmt":"2023-09-07T06:39:09","slug":"hinweise-des-tages-4437","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103456","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103456#h01\">&ldquo;Werden Russland brauchen&rdquo;: Schallenberg spricht Klartext<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103456#h02\">Russian pilot who defected to Ukraine with helicopter gets $500,000 reward<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103456#h03\">Milit&auml;rexperte zu Offensive: &ldquo;Wie viele Reserven hat die Ukraine noch?&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103456#h04\">Einflussk&auml;mpfe um Rum&auml;nien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103456#h05\">Neiddebatte: B&uuml;rgergeld und Lohnabstandsgebot<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103456#h06\">Was die Bundesregierung noch alles tun will, um die Profite der Konzerne zu erh&ouml;hen: Da geht noch mehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103456#h07\">Hohe F&ouml;rderung f&uuml;r Solarstrom vom Dach f&uuml;r E-Autos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103456#h08\">Ampelkoalition verweigert Gespr&auml;ch mit R&uuml;gens LNG&ndash;Gegnern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103456#h09\">Druck von allen Seiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103456#h10\">Spalter am Ende: Teheran und Riad tauschen Botschafter aus.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103456#h11\">Neue Unruhen ersch&uuml;ttern Syrien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103456#h12\">Arm trotz Arbeit: Horrende Mieten machen in Italien Hunderttausende obdachlos.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103456#h13\">&Uuml;ber eine Reform des UN-Sicherheitsrates: Frage der Legitimit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103456#h14\">Neuer Bericht schockiert: Autohersteller sammeln Daten zur sexuellen Aktivit&auml;t ihrer Kunden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103456#h15\">Im hessischen Landtagswahlkampf sprechen die b&uuml;rgerlichen Parteien &uuml;ber alles M&ouml;gliche &ndash; nur nicht &uuml;ber den Krieg: Beredtes Schweigen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&ldquo;Werden Russland brauchen&rdquo;: Schallenberg spricht Klartext<\/strong><br>\nAu&szlig;enminister Alexander Schallenberg sagt zu &ldquo;Heute&rdquo;: &ldquo;Russland wird nicht von der Landkarte verschwinden.&rdquo; SP-Chef Babler kritisiert er scharf.<br>\nAu&szlig;enministerium am Minoritenplatz, der Hausherr sitzt in seinem B&uuml;ro im ersten Stock. &Uuml;ber der Couch f&uuml;r Besucher h&auml;ngt ein Werk des S&uuml;dtiroler K&uuml;nstlers Klaus Pobitzer, das Tiroler Gebirgssch&uuml;tzen zeigt. &ldquo;Ich mag das Bild sehr, es begleitet mich auf all meinen Stationen und ist das einzige hier, das ich selbst gekauft habe. Der Rest sind Leihgaben vom Belvedere&rdquo;, sagt Alexander Schallenberg beim &ldquo;Heute&rdquo;-Interview. Nachsatz: &ldquo;Ich habe es damals auch mit ins Kanzleramt genommen.&rdquo; (&hellip;)<br>\nWarum hat &Ouml;sterreich nie &ndash; und sei es als Symbol &ndash; die Botschaft in Moskau geschlossen?<br>\nIch hielte das f&uuml;r den falschen Zugang. Die Botschaften vor Ort sind unsere Augen und Ohren in der Welt. Wenn wir sie jetzt schlie&szlig;en, w&uuml;rden wir die dort lebenden Auslands&ouml;sterreicher sich selbst &uuml;berlassen. Ich glaube &ndash; gerade in Krisenzeiten &ndash; braucht es eine Au&szlig;enstelle und ich halte nichts von Abbruch von diplomatischen Beziehungen.<br>\nEs ist also auch in Ordnung, dass der russische Au&szlig;enminister eine B&uuml;hne bei der UNO-Vollversammlung geboten bekommt?<br>\nJa. Wir k&ouml;nnen ja nicht nur mit der Schweiz und Liechtenstein zusammenarbeiten. Die Welt ist nicht schwarz-wei&szlig;. Wir m&uuml;ssen zur Kenntnis nehmen: Wir werden Russland brauchen, wir werden China brauchen. Denken wir nur an den Kampf gegen den Klimawandel. Genauso, wie wir Plattformen wie die UNO oder die OSZE brauchen &ndash; das waren nie Klubs von Gleichgesinnten. Das war auf gut Wienerisch immer super zach. (&hellip;)<br>\nIn einem ZiB2-Interview forderten Sie, man solle zwischen Putin, seinen Schergen und 144 Millionen Russen unterscheiden. Hei&szlig;t das, dass man im Falle einer Macht&uuml;bernahme durch jemand anderen wieder &ldquo;Business as usual&rdquo; machen k&ouml;nne?<br>\nBusiness as usual sicher nicht. Aber bei aller verst&auml;ndlichen Emotionalit&auml;t m&uuml;ssen wir Augenma&szlig; und Pragmatismus bewahren. Russland wird nicht von der Landkarte verschwinden, es wird der gr&ouml;&szlig;te geografische Nachbar Europas bleiben. Wir d&uuml;rfen nicht den Fehler begehen, dass wir uns die Welt zurechtbiegen und dem Wunschdenken verfallen, indem wir L&auml;nder wie China, Russland oder andere Staaten, &ldquo;ghosten&rdquo; und &ldquo;canceln&rdquo;. Das geht vielleicht auf Twitter, aber nicht in der realen Welt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heute.at\/s\/werden-russland-brauchen-schallenberg-spricht-klartext-100289120\">Heute<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Wer auf solche Worte von der derzeit amtierenden deutschen Bundesau&szlig;enministerin warten sollte, wartet vermutlich auf den Sankt-Nimmerleins-Tag.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Russian pilot who defected to Ukraine with helicopter gets $500,000 reward<\/strong><br>\nRussian pilot Maxim Kuzminov, 28, defected with a Mi-8 helicopter in an operation planned with Ukrainian intelligence.<br>\nA Russian pilot who defected to Ukraine with a Mi-8 helicopter will receive a substantial reward of half a million dollars for changing sides and taking Russia&rsquo;s military equipment with him.<br>\nUkraine&rsquo;s military intelligence spokesman, Andriy Yusov, said on Ukrainian television on Tuesday that the money would be paid in the national currency, the hryvnia, and called on other Russian military personnel to follow suit and defect to Kyiv&rsquo;s side.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.aljazeera.com\/news\/2023\/9\/6\/russian-pilot-who-defected-to-ukraine-with-helicopter-gets-500000-reward\">Al Jazeera<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Milit&auml;rexperte zu Offensive: &ldquo;Wie viele Reserven hat die Ukraine noch?&rdquo;<\/strong><br>\nLange: [&hellip;]<br>\nDie Ukraine ist sehr gut darin &ndash; viel besser als Russland -, ihren Soldaten das Leben zu retten. Aber gerade bei dieser Offensive in diesen Minenfeldern ist es so, dass die Soldaten zwar gerettet werden k&ouml;nnen, aber dass sie h&auml;ufig leider Gliedma&szlig;en verlieren, dass sie starke Verbrennungen oder &auml;hnliche Verletzungen haben. Und viele sind auch sehr stark traumatisiert.<br>\nSie k&ouml;nnen nicht aufs Schlachtfeld zur&uuml;ckkehren. Die Ukraine wird deshalb auch eine weitere Mobilmachung brauchen, die ja auch schon angelaufen ist. [&hellip;]<br>\nNDR: Haben Sie den Eindruck, dass die NATO-Staaten die ukrainischen Soldaten ausreichend f&uuml;r diese Gegenoffensive trainiert haben? Oder passt das, was jetzt die NATO lehrt und gelehrt hat, gar nicht zu diesem Krieg in der Ukraine?<br>\nLange: Die ukrainischen Streitkr&auml;fte k&auml;mpfen nicht, wie man das an der F&uuml;hrungsakademie lernt oder wie es in der Bundeswehr-Taschenkarte steht. Sie verlassen sich sehr auf ihre eigene Kriegserfahrung seit 2014. Das ist aus taktischer Sicht manchmal gut, manchmal muss man das auch kritisch sehen. Insbesondere, wenn man immer wieder Vorst&ouml;&szlig;e von sehr kleinen Formationen, noch dazu ohne Luftunterst&uuml;tzung, gegen den artilleriestarken Gegner sieht.<br>\nWo die Ukraine weiter Unterst&uuml;tzung brauchen wird &ndash; das ist die Operationsf&uuml;hrung ab Brigadeebene aufw&auml;rts. Bei gr&ouml;&szlig;eren Formationen, wenn man sehr viel kommunizieren und sehr viele Elemente zusammenbringen muss, scheint es Schwierigkeiten zu geben. Das ist gerade jetzt ein Problem, wenn es darum geht, in einem riesigen Gel&auml;nde auf breiter Front anzugreifen.<br>\nDie NATO-Streitkr&auml;fte haben viel gelernt von den Ukrainern. Es gibt ganz viele neue Elemente in diesem Krieg, wo die Ukrainer eher uns etwas beibringen k&ouml;nnen und wir auch von ihnen lernen sollten &ndash; wo wir ihnen aber leider nicht helfen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/ukraine-interview-lange-100.html\">tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.:<\/strong> Was f&uuml;r ein Zynismus! Die Ukraine rettet eigene Leute, dummerweise, aber schwer verwundet. Also muss man die letzten Reserven mobilisieren. Warum? Damit die NATO dazu lernen kann? Ja, und der Krieg begann 2014.<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Ukraine-Eskalation: Nach Streubomben nun auch Uran-Munition aus den USA<\/strong><br>\nWashington will Geschosse mit abgereichertem Uran liefern. Russland droht, mit gleicher Munition zu antworten. Warum DU-Geschosse, Streubomben und Landminen den Krieg weiter verseuchen.<br>\nDie US-Regierung unter Pr&auml;sident Joe Biden wird laut Reuters erstmals die umstrittene panzerbrechende Munition mit abgereichertem Uran (Depleted Uranium, DU) an die Ukraine liefern. Damit folgt Washington Gro&szlig;britannien. Die britische Regierung hatte schon Ende April mitgeteilt, DU-Munition Anfang des Jahres geschickt zu haben.<br>\nDie Uran-Geschosse k&ouml;nnen von US-amerikanischen Abrams-Panzern abgefeuert werden. Die Panzer sollen in den kommenden Wochen in der Ukraine eintreffen. Die Munition stammt aus &uuml;bersch&uuml;ssigen US-Best&auml;nden, was es dem Pr&auml;sidenten erlaubt, sie in Notf&auml;llen auch ohne Zustimmung des US-Kongresses zu verschicken. Der Wert der Lieferung bel&auml;uft sich wahrscheinlich auf 240 bis 375 Millionen US-Dollar.<br>\nDie Entscheidung &ndash; offiziell soll sie diese Woche mitgeteilt werden &ndash; folgt einer fr&uuml;heren der US-Regierung, Streumunition an die Ukraine zu liefern, obwohl Bedenken hinsichtlich der Gefahren bestehen, die diese Waffen f&uuml;r die Zivilbev&ouml;lkerung darstellen. 20 Staaten haben der Lieferung von Streubomben an die Ukraine daher scharf kritisiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Ukraine-Eskalation-Nach-Streubomben-nun-auch-Uran-Munition-aus-den-USA-9295647.html\">Telepolis<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Abschieben in den Krieg<\/strong><br>\nKiew fordert von EU-Staaten, M&auml;nner, die als Fl&uuml;chtlinge aus der Ukraine gekommen sind, auszuliefern. Zwangsrekrutierung als Ziel.<br>\nKiew will erreichen, dass &shy;ukrainische M&auml;nner, die sich als Fl&uuml;chtlinge in der EU aufhalten, in ihr Herkunftsland zur&uuml;ckgeschoben werden. Auf diese Weise sollen die EU-Staaten der Kiewer Regierung erm&ouml;glichen, die eventuell an diese M&auml;nner ausgestellten Bescheinigungen &uuml;ber die Untauglichkeit zum Kriegsdienst zu &uuml;berpr&uuml;fen. Mit dem expliziten Ziel, diese Bescheinigungen f&uuml;r ung&uuml;ltig zu erkl&auml;ren und so neues Rekrutenmaterial zu gewinnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/458481.ukraine-krieg-abschieben-in-den-krieg.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Einflussk&auml;mpfe um Rum&auml;nien<\/strong><br>\nDeutsch-franz&ouml;sische Rivalit&auml;ten begleiten die milit&auml;rische Formierung Rum&auml;niens im Machtkampf gegen Russland. Schon seit Jahren kooperiert die Bundeswehr eng mit den rum&auml;nischen Streitkr&auml;ften, hat Anfang vergangenen Jahres die rum&auml;nische Luftraum&uuml;berwachung mit Eurofightern unterst&uuml;tzt und schickt Soldaten zum Aufbau des Multinationalen Korps S&uuml;dost in Rum&auml;nien, das derzeit aufgebaut wird. Frankreich wiederum f&uuml;hrt eine NATO-Battlegroup in dem s&uuml;dosteurop&auml;ischen Land &ndash; und zieht nun in Betracht, wie k&uuml;rzlich die franz&ouml;sische Tageszeitung Le Monde meldete, im Fall eines weiteren Truppenabzuges aus Westafrika zus&auml;tzliche Soldaten nach Rum&auml;nien zu schicken, um dort nicht nur die NATO-Positionen gegen Russland, sondern auch die eigene Stellung zu st&auml;rken. Die europ&auml;ische Rivalit&auml;t um Einfluss auf Rum&auml;nien ist alt. Sie reicht bis in das erste Drittel des 19. Jahrhunderts zur&uuml;ck, als ein rum&auml;nischer Staat noch gar nicht existierte. An der Rivalit&auml;t waren neben Frankreich und der deutschen Wirtschaft bzw. ab 1871 dem Deutschen Reich auch Russland und Gro&szlig;britannien beteiligt. Die Machtk&auml;mpfe zogen sich bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs hin.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9339\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Neiddebatte: B&uuml;rgergeld und Lohnabstandsgebot<\/strong><br>\nDas B&uuml;rgergeld wird um 12 Prozent erh&ouml;ht, die Mindestlohn-Steigerung gleicht die Inflation nicht aus, und der Zuwachs der Reall&ouml;hne ist minimal. Klar ist: hier l&auml;uft etwas schief. Darauf mit einer Neiddebatte zu antworten, ist grunds&auml;tzlich falsch. Die L&ouml;hne in Deutschland m&uuml;ssen rauf. (&hellip;)<br>\nLohn muss armutsfest sein und den Empf&auml;ngern den Gang zu irgendeinem Amt ersparen, um erst dort die Existenz sichernde Leistungen zu beantragen. L&ouml;hne m&uuml;ssen au&szlig;erdem die Binnennachfrage der Wirtschaft antreiben und so zum Wachstum beitragen, zumal jetzt klar absehbar ist, dass es mit einem weiterhin durch Export getriebenen Wachstum in Deutschland f&uuml;r lange Zeit vorbei sein wird. Das deutsche Gesch&auml;ftsmodell &ldquo;Exportweltmeister&rdquo; existiert nicht mehr. Es ist den eigenen Sanktionen zum Opfer gefallen. Deutschland muss daher mehr Binnennachfrage generieren, und das geht nur &uuml;ber steigende L&ouml;hne.<br>\nLohn muss zudem eine mobilisierende Funktion haben. Das hei&szlig;t, die ma&szlig;geblichen Politiker in Deutschland m&uuml;ssen ihr Denken und den Ton grundlegend &auml;ndern. Die Regierungspolitik in Deutschland arbeitet seit Jahren damit, die Angst vor einem drohenden sozialen Abstieg aufrechtzuerhalten. Sie m&uuml;sste dagegen die Bedingungen f&uuml;r die Freude am Aufstieg schaffen: Ausbildung f&ouml;rdern, Aufstiegsperspektiven er&ouml;ffnen, soziale Mobilit&auml;t erm&ouml;glichen. Davon ist man in Deutschland jedoch himmelweit entfernt.<br>\nStatt Solidarit&auml;t in der Gesellschaft zu f&ouml;rdern, f&ouml;rdert man Neid und Missgunst.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/freeassange.rtde.me\/meinung\/179822-neiddebatte-buergergeld-und-lohnabstandsgebot\/\">Gert Ewen Ungar in RT DE<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> &Auml;hnlich argumentieren die NachDenkSeiten von Beginn an &ndash; z.B. hier:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=780\">Hinweis: Am besten das Arbeitslosengeld II w&uuml;rde ganz gestrichen, um wieder einen Anreiz f&uuml;r Arbeitslose zu schaffen, Arbeit anzunehmen <\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2813\">Denkfehler 17: &raquo;Wir leben vom Export.&laquo;<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2101\">Lohnnebenkosten &ndash; die Wirklichkeit zerst&ouml;rt einen Mythos nach dem anderen<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4480\">Ziel der Einf&uuml;hrung von Hartz I-IV etc. ist der Aufbau des gr&ouml;&szlig;ten Niedriglohnsektors in der EU.<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Was die Bundesregierung noch alles tun will, um die Profite der Konzerne zu erh&ouml;hen: Da geht noch mehr<\/strong><br>\nDer Wunsch der Wirtschaft ist der Regierung Befehl. (&hellip;)<br>\nAuch durch steuerliche Ma&szlig;nahmen wolle man dazu beitragen, dass Investitionen jetzt get&auml;tigt und nicht aufgeschoben werden, so der Kanzler bei der Vorstellung des &bdquo;Zehn-Punkte-Plans f&uuml;r den Wirtschaftsstandort Deutschland&ldquo;. Das milliardenschwere Paket umfasst steuerliche Erleichterungen f&uuml;r Unternehmen, den Abbau von B&uuml;rokratie, Investitionen in den Klimaschutz, mehr Fachkr&auml;fte aus dem Ausland oder schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren. Viele Vorhaben seien bereits auf den Weg gebracht. Die aktuelle Abk&uuml;hlung der Konjunktur d&uuml;rfe nicht dazu f&uuml;hren, dass langfristige Zukunftsinvestitionen von Unternehmen gehemmt werden oder der Wohnungsbau noch weiter zur&uuml;ckgehe, hei&szlig;t es in dem Papier. Von zentraler Bedeutung der Regierungspl&auml;ne ist das sogenannte Wachstumschancengesetz aus dem FDP-gef&uuml;hrten Finanzministerium. Dies enth&auml;lt insgesamt 50 Ma&szlig;nahmen mit einem Gesamtvolumen von rund sieben Milliarden Euro pro Jahr ab 2024 und insgesamt &uuml;ber 32 Milliarden in den n&auml;chsten Jahren. Zun&auml;chst waren lediglich rund sechs Milliarden Euro j&auml;hrlich eingeplant. Kern ist eine Pr&auml;mie f&uuml;r Investitionen in den Klimaschutz: Unabh&auml;ngig vom Gewinn soll eine steuerliche Investitionszulage von 15 Prozent der Investitionssumme gezahlt werden. Dar&uuml;ber hinaus sollen Unternehmen von einer Ausweitung der Verlustverrechnung profitieren. (&hellip;)<br>\nDer Spitze der Unionsfraktion geht das alles nicht weit genug. Sie verabschiedete am vergangenen Freitag selbst ein B&uuml;ndel von Ma&szlig;nahmen, mit dem &ndash; so die Unionsspitze &ndash; &bdquo;die schw&auml;chelnde Wirtschaft angekurbelt sowie Menschen und Unternehmen schnell und sp&uuml;rbar entlastet werden sollen&ldquo;. In dem Papier mit dem Titel &bdquo;Anpacken: Wohlstand sichern, Wachstum schaffen&ldquo; hei&szlig;t es, dass die Sozialabgaben bei 40 Prozent gedeckelt werden m&uuml;ssten. (&hellip;)<br>\nDem &Uuml;berbietungswettbewerb zwischen Koalition und Union in Sachen Milliardengeschenke an die Wirtschaft scheinen keine Grenzen gesetzt und die Vorstellung, die Inanspruchnahme der Mittel zumindest an Bedingungen &ndash; wie Arbeitsplatzsicherung, Tarifbindung oder Mitbestimmung in den Betrieben &ndash; zu kn&uuml;pfen, sucht man in beiden Lagern vergeblich. W&auml;hrend so die Umverteilung von unten nach oben munter fortgesetzt wird, besch&auml;ftigt sich die &bdquo;linke Opposition&ldquo; wahlweise mit Identit&auml;tspolitik oder Selbstzerfleischung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/da-geht-noch-mehr-4783465\/%20\">Ulf Immelt in unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Hohe F&ouml;rderung f&uuml;r Solarstrom vom Dach f&uuml;r E-Autos<\/strong><br>\nDas Bundesverkehrsministerium plant ein F&ouml;rderprogramm zur Eigennutzung von Solarstrom f&uuml;r Elektrofahrzeuge. Daf&uuml;r stellt das Ministerium nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios bis zu 500 Millionen Euro zur Verf&uuml;gung.<br>\nWer seinen Strom am eigenen Wohnhaus erzeugt, ihn speichert und damit das eigene Elektroauto betreibt, soll ab dem 26. September staatlich gef&ouml;rdert werden. Das sagte Bundesverkehrsminister Volker Wissing, FDP, dem ARD-Hauptstadtstudio. (&hellip;)<br>\nDabei gelten folgende Voraussetzungen: Bis zu 10.200 Euro F&ouml;rderung gibt es f&uuml;r die Kombination aus eigener Photovoltaikanlage, Batteriespeicher und Ladestation. Sofern ein eigenes Elektroauto bereits vorhanden oder verbindlich bestellt ist. Nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios kann mit der maximalen F&ouml;rderh&ouml;he rechnen, wer sein E-Auto zus&auml;tzlich zum bidirektionalen Laden verwendet, also den Akku des Autos zus&auml;tzlich als Stromspeicher verwendet und &Uuml;bersch&uuml;sse in das Netz zur&uuml;ckspeist oder f&uuml;r das eigene Haus verwendet. Ansonsten liegt die F&ouml;rderh&ouml;chstgrenze bei 9.600 Euro.<br>\n&ldquo;Wir wollen die Menschen motivieren, ihre Dachfl&auml;chen zu nutzen, um mit Photovoltaik Energie zu erzeugen. Und gleichzeitig eben diese Energie auch speichern und im E-Fahrzeug nutzen zu k&ouml;nnen.&rdquo; Volker Wissing, FDP, Bundesverkehrsminister<br>\nDeswegen gebe es die kombinierte F&ouml;rderung von Photovoltaikanlagen, Zwischenspeicher und Ladem&ouml;glichkeit. (&hellip;)<br>\nKritik, dass nur Hausbesitzer mit eigenen Dachfl&auml;chen von der F&ouml;rderung profitieren k&ouml;nnen, weist Wissing zur&uuml;ck. Er denkt bei seinem F&ouml;rderprogramm vor allem an Eigenheim-Besitzer im l&auml;ndlichen Raum, die h&auml;ufig auf das Auto angewiesen sind. F&uuml;r sie wolle man einen Anreiz setzen, damit mehr Photovoltaik auf private Dachfl&auml;chen kommt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/deutschland-welt\/hohe-foerderung-fuer-solarstrom-vom-dach-fuer-e-autos,TohCgfn\">BR24<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Mit staatlichen Subventionen werden B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger f&uuml;r den Solarstrom vom Dach gelockt. So k&ouml;nnte noch mehr Solarstrom in das Netz eingespeist werden. Die Kosten f&uuml;r die Regulierungen von Angebot und Nachfrage im Stromnetz &ndash; bereits derzeit einige Milliarden Euro &ndash; k&ouml;nnten weiterhin steigen. Bereits Ende 2021 hat die <a href=\"https:\/\/www.bundesnetzagentur.de\/DE\/Fachthemen\/ElektrizitaetundGas\/Versorgungssicherheit\/Netzengpassmanagement\/Engpassmanagement\/Redispatch\/start.html\">Bundesnetzagentur u.a. geschrieben<\/a>: <\/em><\/p>\n<p><em>&ldquo;Der schrittweise Ausstieg aus der Kernenergie und die vermehrte Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien wirken sich auf die Lastfl&uuml;sse im Netz aus und f&uuml;hren dazu, dass Netzbetreiber h&auml;ufiger als bisher Redispatch-Ma&szlig;nahmen vornehmen m&uuml;ssen.&rdquo;<\/em><\/p>\n<p><em><em>Bitte lesen Sie dazu z.B. auch Bundesnetzagentur gibt zu: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97572#h06\">Gr&uuml;ne Energiewende &uuml;berfordert Stromnetz, Rationierung wird kommen<\/a> mit einer <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/verbraucher\/wiso\/blackout-in-deutschland--reale-gefahr-100.html\">Anmerkung und den Hinweis auf die ZDF-Dokumentation Blackout in Deutschland &ndash; Horrorszenario oder reale Gefahr?<\/a><\/em><\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Ampelkoalition verweigert Gespr&auml;ch mit R&uuml;gens LNG&ndash;Gegnern<\/strong><br>\nDas Programm ist &uuml;ppig: Wenn eine Delegation des Petitionsausschusses des Deutschen Bundestags am n&auml;chsten Dienstag auf R&uuml;gen aufschl&auml;gt, stehen beim ganzt&auml;tigen Besuch etliche Gespr&auml;chspartner bereit, um den Politikern aus Berlin das umstrittene LNG&ndash;Thema direkt vor Ort zu erkl&auml;ren. Vertreter der Deutschen Regas und von Gascade als Betreiber des Terminals und der Pipeline, Mitglieder des Tourismusverbandes und der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung des Hafens Mukran, der B&uuml;rgermeister der Stadt Sassnitz und auch Heiko Mira&szlig; als Vorpommern&ndash;Beauftragter der MV&ndash;Landesregierung werden den M&auml;nnern und Frauen aus der Bundeshauptstadt Auskunft geben. Fehlen werden im Reigen der Gespr&auml;chspartner aber Vertreter der B&uuml;rgerinitiativen und der Ostseebadgemeinde Binz, die seit Monaten gegen das LNG&ndash;Projekt protestieren und mittlerweile auch rechtlich gegen das geplante Fl&uuml;ssiggas&ndash;Terminal vorgehen. Simone Borchardt, CDU&ndash;Bundestagsabgeordnete aus Mecklenburg&ndash;Vorpommern und Mitglied des Petitionsausschusses, sch&uuml;ttelt verst&auml;ndnislos den Kopf. &bdquo;Es geht gar nicht, dass die SPD mit ihrem Delegationsleiter Bengt Berg alle Forderungen der CDU, auch mit Gegnern des Terminals zu sprechen, einfach vom Tisch wischt&ldquo;, betont Borchardt. Es k&ouml;nne nicht Anspruch von Bundestagsabgeordneten sein, bei einem Besuch und einem so umstrittenen Thema den Protest auf R&uuml;gen zu ignorieren und ihn auszugrenzen. Immer wieder werde in Sonntagsreden gesagt, dass man vor Ort um Akzeptanz bei den B&uuml;rgern werben wolle &ndash; doch genau dies werde jetzt mit F&uuml;&szlig;en getreten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nordkurier.de\/regional\/ruegen\/ampelkoalition-verweigert-gespraech-mit-ruegens-lng-gegnern-1883878\">Nordkurier<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Druck von allen Seiten<\/strong><br>\nASEAN-Gipfel: Staaten beraten &uuml;ber Umgang mit US-Provokation, Myanmar und engere Zusammenarbeit.<br>\nEs ist Gipfelwoche in Asien. Erst der Start des ASEAN-Gipfels in der indonesischen Hauptstadt Jakarta am Dienstag. Am Mittwoch und an diesem Donnerstag dann Spitzentreffen des s&uuml;dostasiatischen B&uuml;ndnisses mit seinen &raquo;Dialogpartnern&laquo;, darunter China, die USA und Indien. Ebenfalls am Donnerstag: Der East Asia Summit, auf dem ASEAN-Staaten mit China, Japan, S&uuml;dkorea und unter anderem den USA, Australien und Russland zusammenkommen. Dann reist der Gipfelzirkus aus Jakarta weiter in die indische Hauptstadt Neu-Delhi, wo am Wochenende der G20-Gipfel tagt: An weltpolitisch bedeutsamen Ereignissen herrscht in diesen Tagen auf dem asiatischen Kontinent kein Mangel. F&uuml;r das ASEAN-B&uuml;ndnis, dem zehn Staaten S&uuml;dostasiens angeh&ouml;ren, steht vor allem die eigene Geschlossenheit im Vordergrund. Der Zusammenschluss ist potentiell stark, mit seinen rund 660 Millionen Einwohnern erwirtschaftete er im vergangenen Jahr mehr als 3,6 Billionen US-Dollar. Damit w&auml;re er zusammengenommen bereits die f&uuml;nftgr&ouml;&szlig;te Volkswirtschaft der Welt, noch nach Deutschland, aber schon vor Indien. Tr&auml;te die Staatengemeinschaft geschlossen auf, w&auml;re sie eine wirkliche Macht. Das ist eines der Motive, die das B&uuml;ndnis in Jakarta dazu veranlassten, eine engere Zusammenarbeit auf den verschiedensten Feldern von der Ern&auml;hrungs&shy;sicherheit bis zur Digitalwirtschaft zu forcieren. Gef&auml;hrdet wird die Geschlossenheit von innen und von au&szlig;en. Im Innern des B&uuml;ndnisses sorgt vor allem Myanmar f&uuml;r Probleme. Seit dort am 1. Februar 2021 die Milit&auml;rs putschten, schie&szlig;en diese die Aufst&auml;nde mit brutaler Gewalt nieder. Die ASEAN sucht den Konflikt auf der Grundlage eines F&uuml;nf-Punkte-Plans beizulegen, hat damit aber keinen Erfolg. Myanmar wird daher zu Gipfeln vorl&auml;ufig nicht mehr eingeladen und darf den Vorsitz im B&uuml;ndnis, der ihm 2026 zust&uuml;nde, nicht &uuml;bernehmen. Der Boykott beginnt allerdings zu br&ouml;ckeln: Thailand hat k&uuml;rzlich mit der Milit&auml;rf&uuml;hrung verhandelt, veranlasst auch dadurch, dass es wegen der langen gemeinsamen Grenze am st&auml;rksten in Mitleidenschaft gezogen wird. Nun wird die ASEAN, wie in Jakarta beschlossen, eine Troika bilden, um den Konflikt zu bearbeiten. Skepsis bleibt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/458492.asean-gipfel-druck-von-allen-seiten.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Spalter am Ende: Teheran und Riad tauschen Botschafter aus.<\/strong><br>\nNach Jahren diplomatischer Eiszeit haben Iran und Saudi-Arabien am Dienstag erstmals wieder Botschafter ausgetauscht. Dieser symbolische Abschluss eines im M&auml;rz mit dem Vers&ouml;hnungsabkommen zwischen Teheran und Riad begonnenen Ann&auml;herungsprozesses zeigt: Wenn Washington seine Finger nicht im Spiel hat, ist Ungeahntes m&ouml;glich. Vorbereitet vom Irak und von Oman, war die Einigung letztlich unter Vermittlung Chinas zustande gekommen. Starke diplomatische Offensiven Washingtons zu ihrer Verhinderung waren ebenso erfolglos wie Bem&uuml;hungen zwei Monate sp&auml;ter, die Wiederaufnahme Syriens in die Arabische Liga zu verhindern. Dem NATO-gef&uuml;hrten Westen muss sp&auml;testens zu diesem Zeitpunkt klar geworden sein, dass sich der Wind gedreht hat. Der globale S&uuml;den nimmt seine Geschicke jetzt in die eigenen H&auml;nde. Zwar alles andere als ein Block mit einheitlichen Interessen, gibt es dort einen Grundkonsens: Die unipolare Weltordnung, in der ein Hegemon allen anderen seinen Willen aufzwingt, muss &uuml;berwunden, die Dominanz des Welthandels durch den US-Dollar beendet werden. In den Augen Washingtons ist das hochgef&auml;hrlich &ndash; wie die Vers&ouml;hnung ehemaliger Erzrivalen, die die US-Administrationen jahrzehntelang gegeneinander auspielen konnte und damit die Grundlage f&uuml;r die Durchsetzung eigener imperialistischer Interessen im Nahen und Mittleren Osten legte. (&hellip;) Nicht nur, aber auch deshalb steuert der globale S&uuml;den, seit Jahrzehnten Opfer von Wirtschaftskriegen, mit bilateralen Handelsvereinbarungen, der Verwendung regionaler W&auml;hrungen statt des US-Dollars und der Entwicklung von Alternativen zum US-dominierten SWIFT-System gegen. Ziel ist die langfristige Entdollarisierung des Welthandels &ndash; auch um Sanktionen umgehen zu k&ouml;nnen. Mit dem j&uuml;ngsten BRICS-Beschluss, sieben neue Mitglieder aufzunehmen, darunter ausgerechnet Iran und Saudi-Arabien, werden k&uuml;nftig nicht nur 80 Prozent der weltweit gef&ouml;rderten &Ouml;l- und Gasvorkommen in BRICS-L&auml;ndern gewonnen. Auch Washingtons Hoffnung, Teherans und Riads alte Feindschaft wieder aufleben lassen zu k&ouml;nnen, d&uuml;rfte sich mit der Einbindung beider in das B&uuml;ndnis als Illusion erwiesen haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/458516.spalter-am-ende.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Neue Unruhen ersch&uuml;ttern Syrien<\/strong><br>\nK&auml;mpfe um die Kontrolle &ouml;stlich des Euphrat.<br>\nDie kurdisch gef&uuml;hrten Syrischen Demokratischen Kr&auml;fte (SDF) k&auml;mpfen um die Kontrolle des Siedlungsgebietes arabischer St&auml;mme &ouml;stlich des Euphrat. Die von den USA gef&uuml;hrte &raquo;Internationale Allianz gegen den Islamischen Staat&laquo; (IS) hat beide Seite bewaffnet, um &ndash; so zumindest die offizielle Darstellung &ndash; &raquo;Restverb&auml;nde des geschlagenen IS&laquo; zu bek&auml;mpfen. Bei einem Treffen am vergangenen Samstag riefen US-amerikanische Offiziere beide Seiten zur Ruhe in dem strategischen &Ouml;lf&ouml;rdergebiet Syriens auf. Hunderte SDF-K&auml;mpfer wurden am vergangenen Wochenende mobilisiert, um verlorenes Terrain &ouml;stlich des Euphrat zur&uuml;ckzuerobern. Am vergangenen Dienstag gingen die SDF-Truppen nach Angaben arabischer Medien mit M&ouml;rsergranaten und Drohnen gegen Al-Tayanah, Dhebian und Al-Hawayej im Osten der Provinz Deir Ez-Zor vor. Auch der Ort Al Shuhail ist umk&auml;mpft. Ausl&ouml;ser der K&auml;mpfe war die Festnahme des Leiters des Milit&auml;rrates Deir Ez-Zor (DMC) Ende August. Rashid Abu Khawla war mit anderen DMC-Offiziellen zu einer Besprechung mit dem SDF-Milit&auml;rrat auf eine Milit&auml;rbasis in Hasakeh beordert worden, wo er festgenommen wurde. Die Festnahme des Leiters des Milit&auml;rrates l&ouml;ste eine massive Reaktion unter den arabischen St&auml;mmen aus. Hunderte K&auml;mpfer griffen SDF-Kr&auml;fte an, vertrieben sie aus Ortschaften und Kontrollpunkten &ouml;stlich des Euphrats. Die Gegenoffensive der SDF richtet sich laut Medienangaben nun gegen Ibrahim Al-Hafel, der dem Al-Aqidat Stamm vorsteht, der in Dhebian siedelt. Al-Hafel sei &raquo;Anf&uuml;hrer von Zwietracht und Aufwiegelung gegen die SDF&laquo;, hie&szlig; es. Der Mann wurde auf eine Fahndungsliste der SDF gesetzt. Korrespondenten in der Region berichteten, da&szlig; die SDF eine Ausgangssperre verh&auml;ngt und die K&auml;mpfe bisher mehr als 90 Tote auf beiden Seiten gefordert h&auml;tten. Auch Zivilisten seien get&ouml;tet worden. Die Stammesverb&auml;nde h&auml;tten mehrere Angriffe der SDF abgewehrt, Bewohner der umk&auml;mpften Orte seien auf das westliche Ufer des Euphrat geflohen, das von der syrischen Armee kontrolliert wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zlv.lu\/db\/1\/1450333555590\/0\">Karin Leukefeld in Zeitung vum L&euml;tzebuerger Vollek<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Arm trotz Arbeit: Horrende Mieten machen in Italien Hunderttausende obdachlos.<\/strong><br>\nNach einem Bericht von Eurostat m&uuml;ssen in Italien Familien mit einem &raquo;normalen&laquo; Einkommen, also einem Einkommen oberhalb der Armutsgrenze, durchschnittlich 33,8 Prozent f&uuml;r die Miete verwenden. Ein anderer Aspekt ist, da&szlig; laut Angaben karitativer Organisationen Ausl&auml;nder ohne Aufenthaltsgenehmigung etwa die H&auml;lfte der Obdachlosen in Italien stellen. Hinzu kommen vor allem Langzeitarbeitslose im Alter von 40 bis 50 Jahren, die keine Besch&auml;ftigung mehr finden, und Geschiedene, die von Armut bedroht sind und auf der Stra&szlig;e landen. Die meisten Obdachlosen gibt es in Gro&szlig;st&auml;dten wie Rom, Neapel und Mailand. Die am st&auml;rksten vom Obdachlosenproblem betroffene Stadt ist nach offiziellen Angaben Mailand mit mehr als 12.000 Menschen ohne Wohnung. Es folgt Rom mit etwa 8.000 Obdachlosen. Aber auch in den &raquo;reichen&laquo; St&auml;dten des Nordostens w&auml;chst die Zahl der Armen ohne Unterkunft. (&hellip;)<br>\nZum Heer der Obdachlosen kommen Jahr f&uuml;r Jahr Tausende Jugendliche, die nach dem Studium oder dem Lehrabschlu&szlig; keine Arbeit finden oder, wenn sie einen Arbeitsplatz haben, nicht genug verdienen, um eine Wohnung zu mieten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zlv.lu\/db\/1\/1482651159525\/0\">Gerhard Feldbauer in Zeitung vum L&euml;tzebuerger Vollek<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&Uuml;ber eine Reform des UN-Sicherheitsrates: Frage der Legitimit&auml;t<\/strong><br>\nDer russische Au&szlig;enminister Lawrow dr&auml;ngt auf eine Reform des UN-Sicherheitsrates (UNSC) durch die Aufnahme von bev&ouml;lkerungsreichen Staaten wie Indien, Brasilien und S&uuml;dafrika. Initiativen f&uuml;r eine Reform des UNSC gibt es seit langem. Auch von deutscher oder japanischer Seite. Die Frage ist daher, in welche Richtung der UNSC ver&auml;ndert, welche Stimmen zu Geh&ouml;r gebracht, welcher geopolitische Inhalt wirksam gemacht werden soll. Es steht au&szlig;er Frage, dass eine Aufnahme von Deutschland und Japan das undemokratische &Uuml;bergewicht der G7-Staaten weiter erh&ouml;hen w&uuml;rde. Die Zusammensetzung des Sicherheitsrats reflektiert die politisch-&ouml;konomische Situation am Ende des Zweiten Weltkrieges. Seine mit Veto-Macht ausgestatteten f&uuml;nf st&auml;ndigen Mitglieder (P5) sind die Siegerm&auml;chte des Krieges. Die USA standen 1945 f&uuml;r nahezu die H&auml;lfte der globalen Wirtschaftskraft und wollten die UNO als eine gro&szlig;e internationale Staatengemeinschaft konzipieren, die ihren aggressiven Weltmachtpl&auml;nen das PR-Image eines Wunsches der &bdquo;V&ouml;lkergemeinschaft&ldquo; zu verleihen in der Lage war und ist. Einzige &Auml;nderung: 1971 stimmte der US-gef&uuml;hrte Westen der Aufnahme der VR China in den UNSC an Stelle der bis dato geh&auml;tschelten taiwanesischen Separatisten zu, um Peking weiter in Frontstellung zu Moskau und in eine De-facto-Allianz mit Washington zu bringen. Auch die Erh&ouml;hung der Zahl der nichtst&auml;ndigen Mitglieder auf zehn ver&auml;nderte das Kr&auml;fteverh&auml;ltnis nicht. Das &Uuml;bergewicht der Staaten, wie Lawrow es ausdr&uuml;ckt, welche die Befehle der USA gehorsam ausf&uuml;hren, ist geblieben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/frage-der-legitimitaet-4783392\/\">Klaus Wagener in unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Neuer Bericht schockiert: Autohersteller sammeln Daten zur sexuellen Aktivit&auml;t ihrer Kunden<\/strong><br>\nLaut einer Untersuchung von Mozilla speichern Hersteller wie Kia und Toyota private Daten und geben sie an Dritte weiter. Dagegen wehren kann man sich nicht.<br>\nDie gemeinn&uuml;tzige Organisation Mozilla hat die Einhaltung des Datenschutzes bei 25 gro&szlig;en Autoherstellern &uuml;berpr&uuml;ft. Darunter BMW, Ford, Toyota, Tesla, Kia und Subaru. Die Studie wurde im Rahmen des Mozilla-Projekts &bdquo;Privacy Not Included&ldquo; durchgef&uuml;hrt und die Ergebnisse sind erschreckend: Keine der getesteten Marken hat den Test bestanden.<br>\nGrundlegende Datenschutz- und Sicherheitsstandards werden laut Mozilla nicht eingehalten. Nach Angaben der Forscher sammeln alle Hersteller pers&ouml;nliche Daten ihrer Nutzer. &Uuml;ber Kameras, Mikrofone, Sensoren und &uuml;ber gekoppelte Mobiltelefone in den Autos werden nicht nur der Standort und die Fahrtroute erfasst. Daten zur Herkunft der Autofahrer, zum Einwanderungsstatus und Gewicht werden aufgezeichnet. Zudem sammeln einige der getesteten Autos Details zur sexuellen Aktivit&auml;t, beispielsweise der Autohersteller Nissan.<br>\nWie die Daten genau erfasst werden, ist nicht bekannt. Nissan beh&auml;lt sich das Recht vor, &bdquo;Pr&auml;ferenzen, Merkmale, psychologische Trends, Veranlagungen, Verhalten, Einstellungen, Intelligenz, F&auml;higkeiten und Begabungen&ldquo; an Werbepartner, Strafverfolgungsbeh&ouml;rden und andere Dritte weiterzugeben und zu verkaufen. Zudem werden die intimen Daten nicht verschl&uuml;sselt und k&ouml;nnen dadurch sehr leicht gehackt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/neuer-bericht-schockiert-autohersteller-sammeln-daten-zur-sexuellen-aktivitaet-ihrer-kunden-li.386171\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Im hessischen Landtagswahlkampf sprechen die b&uuml;rgerlichen Parteien &uuml;ber alles M&ouml;gliche &ndash; nur nicht &uuml;ber den Krieg: Beredtes Schweigen<\/strong><br>\nWohnung, Lebensmittel, Mobilit&auml;t &ndash; das alles wird immer teurer. Die Hauptursachen sind die Sanktionen, die auch die Bundesregierung gegen andere L&auml;nder verh&auml;ngt, der Krieg in der Ukraine, den auch die Bundesregierung immer weiter anheizt, und die Preisaufschl&auml;ge, mit denen sich viele Gro&szlig;unternehmen gerade goldene Nasen verdienen. Das und die drohende Gefahr einer Ausweitung des Krieges in der Ukraine, der schnell zu einem regionalen Krieg inklusive des Einsatzes von Atomwaffen eskalieren kann, bestimmen das Leben der Menschen in Hessen. Und das sind die Punkte, von denen im Landtagswahlkampf auff&auml;llig wenig zu h&ouml;ren ist. Die Aufr&uuml;stung der Bundeswehr wird am Ende von den Menschen bezahlt werden. Vor allem AfD, FDP und CDU fordern in Hessen striktere Sparma&szlig;nahmen. Alle anderen sind einverstanden. Von der Linkspartei gab es im Landtag den Einwand, dass zu viel Sozialk&uuml;rzungen den sozialen Zusammenhalt gef&auml;hrden. Zum Krieg der NATO gegen Russland, zu Aufr&uuml;stung und Eskalationspolitik aber auch von dort kein Wort. Sicher, das sind keine klassischen landespolitischen Themen. Und dennoch: Kassel ist eine der deutschen R&uuml;stungsschmieden, der Frankfurter Flughafen ist neben den H&auml;fen in Hamburg und Bremen die wichtigste Drehscheibe f&uuml;r Milit&auml;rger&auml;t und Soldaten. Das Hauptquartier der US-Armee in Wiesbaden befehligt nach eigenen Angaben 41.000 US-Heeressoldaten. Von Wiesbaden aus werden jedes Jahr &uuml;ber sechzig Man&ouml;ver des US-Heeres in mehr als 75 L&auml;ndern mit &uuml;ber 80.000 Beteiligten kommandiert. Damit hat der Standort Wiesbaden eine ebenso gro&szlig;e milit&auml;rische Bedeutung wie das Hauptquartier der US-Luftwaffe in Europa, Ramstein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/beredtes-schweigen-4783451\/\">unsere zeit<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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