{"id":103563,"date":"2023-09-10T09:00:56","date_gmt":"2023-09-10T07:00:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103563"},"modified":"2023-09-08T13:28:42","modified_gmt":"2023-09-08T11:28:42","slug":"hinweise-der-woche-324","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103563","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103563#h01\">Ein Herz f&uuml;r Panzer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103563#h02\">Kindergrundsicherung: F&uuml;r wen gibt Lindner Geld aus? F&uuml;r Unternehmen, nicht f&uuml;r Kinder <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103563#h03\">Schuldenbremse &ndash; gegen alle &ouml;konomische Vernunft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103563#h04\">Die deutsche und die globale Malaise &ndash; aus der Sicht der Neoklassik <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103563#h05\">The realists were right <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103563#h06\">&ldquo;Werden Russland brauchen&rdquo;: Schallenberg spricht Klartext <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103563#h07\">&bdquo;Wertebasierter V&ouml;lkermord&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103563#h08\">Arbeitsmigration rational betrachtet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103563#h09\">&raquo;Die Tagesschau hat sich zu einem Herrschaftsinstrument umfunktionieren lassen&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103563#h10\">Deutsche Russland-Berichterstattung: Ina Ruck und das Backpulver<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ein Herz f&uuml;r Panzer<\/strong><br>\nDen Haushaltsentwurf kann ich in einem Satz zusammenfassen: Diese Regierung hat ein Herz f&uuml;r Panzer, aber nicht f&uuml;r Kinder. 85,5 Milliarden Euro &ndash; nach NATO-Kriterien &ndash; will die Bundesregierung im n&auml;chsten Jahr f&uuml;r die Bundeswehr ausgeben. Keine Bundesregierung hat bisher so r&uuml;cksichtslos aufger&uuml;stet wie diese Regierung. In weniger als 100 Tagen hat sie ein Sonderverm&ouml;gen f&uuml;r Aufr&uuml;stung in H&ouml;he von 100 Milliarden Euro beschlossen. Sie ist aber nicht in der Lage, die Kindergrundsicherung in vier Jahren umzusetzen. Das ist ein Armutszeugnis. Bundesfinanzminister Lindner hat die Vorgabe gemacht, dass alle Ministerien ihre Budgets k&uuml;rzen m&uuml;ssen, au&szlig;er das Verteidigungsministerium. Das ist der Weg in eine Kriegswirtschaft. Die Bundeswehr kann mit vollen H&auml;nden das Geld weiter aus dem Fenster werfen. Mehr Geld f&uuml;r die Bundeswehr bedeutet nicht mehr Sicherheit. Das 100-Milliarden-Euro-Sonderverm&ouml;gen ist ein Konjunkturprogramm f&uuml;r deutsche und US-R&uuml;stungskonzerne. Wir brauchen aber ein Konjunkturprogramm f&uuml;r die zivile Wirtschaft, f&uuml;r Bildung, Wissenschaft und Gesundheit. Alle Probleme in diesem Land schiebt die Bundesregierung auf den Krieg Russland gegen Ukraine. Wenn wirklich alle unsere Probleme mit diesem Krieg zusammenh&auml;ngen, warum gibt es dann von der Bundesregierung keinen einzigen Vorschlag f&uuml;r einen Waffenstillstand? Seit dem russischen &Uuml;berfall auf die Ukraine hat Deutschland der Ukraine bereits Hilfen im Gesamtwert von knapp 22 Milliarden Euro zur Verf&uuml;gung gestellt. Das sind zwei Milliarden Euro mehr, als die Bundesregierung im n&auml;chsten Jahr insgesamt f&uuml;r Bildung und Forschung ausgeben will. Ein Waffenstillstand w&auml;re gut f&uuml;r die Ukraine und f&uuml;r die ganze Weltbev&ouml;lkerung. Die Bundesregierung macht die R&uuml;stungsindustrie reich und die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger arm. Wenn wir einen Waffenstillstand erreichen, k&ouml;nnten wir uns alle K&uuml;rzungen im Haushalt sparen und vor allem Menschenleben retten. Wir haben Personal- und Investitionsnotst&auml;nde im Gesundheitswesen, in der Bildung, im &ouml;ffentlichen Verkehr und den Kommunen. Wir sind auf dem direkten Weg in eine Wirtschaftskrise. SPD, Gr&uuml;ne und FDP wollen in dieser Situation die Schuldenbremse wieder anziehen. Das hat mit wirtschaftlichem Sachverstand nichts zu tun.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/458445.ein-herz-f%C3%BCr-panzer.html\">Gesine L&ouml;tzsch in junge Welt<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Sozialabbau und Aufr&uuml;stung<\/strong><br>\nAmpel legt gr&ouml;&szlig;ten Milit&auml;rhaushalt seit 1945 auf. Zehn Thesen zum Niedergang in Deutschland und zu einer drohenden direkten Beteiligung am Ukraine-Krieg.<br>\nVon Sevim Dagdelen<br>\nUnter dem Motto &raquo;Den Frieden und die Zukunft gewinnen, nicht den Krieg&laquo; hat das K&ouml;lner Friedensforum am 1. September zu einer Diskussionsveranstaltung eingeladen. Anlass war der Weltfriedenstag. Die Bundestagsabgeordnete Sevim Dagdelen hat vor dem Hintergrund der aktuellen Haushaltsdebatte des Deutschen Bundestags zehn Thesen formuliert, die an dieser Stelle von jW dokumentiert werden. (jW)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/458347.haushaltsdebatte-im-bundestag-sozialabbau-und-aufr%C3%BCstung.html\">Sevim Dagdelen in junge Welt<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Diese Haushaltspolitik ist Wahnsinn &ndash; und nicht nur Christian Lindner tr&auml;gt Schuld<\/strong><br>\nAlles k&uuml;rzen au&szlig;er die R&uuml;stungsausgaben: SPD, Gr&uuml;ne und FDP f&uuml;hren Deutschland mit ihrem Haushaltsentwurf in eine Zukunft, die noch unsicherer wird<br>\nSo ist die Lage: Deutschlands Wirtschaft, die sich einen gro&szlig;en Niedriglohnsektor g&ouml;nnte und sich die Nachfrage nach deutschen Autos und Maschinen aus China und dem Rest der Welt besorgte, befindet sich im Koma. Denn die fetten Jahre im Export sind vorerst vorbei. Chinas Wirtschaft lahmt. Die Schwellenl&auml;nder bilden als Reaktion auf den Wirtschaftskrieg neue Allianzen.<br>\nStatt Pipelinegas importieren etliche EU-Staaten nun schlicht vermehrt Fl&uuml;ssiggas aus Russland. Deutschland macht mit Aserbaidschan dicke Energie-Gesch&auml;fte, obwohl selbiges &uuml;ber 100.000 Armenier in Bergkarabach einer Hungerkatastrophe aussetzt. Die USA und China r&uuml;sten derweil auch &ouml;konomisch auf und schieben Investitionen in gr&uuml;ne Technologien an. Es tobt zudem l&auml;ngst ein Wettkampf um die Kontrolle &uuml;ber den Datenkapitalismus.<br>\nWas hingegen tut die Bundesregierung aus SPD, Gr&uuml;nen und FDP? Mitten in der Krise will sie die au&szlig;ergew&ouml;hnliche Notlage beenden, die es ihr erm&ouml;glichte, trotz Schuldenbremse Investitionen auch &uuml;ber Kredite zu finanzieren.<br>\nKanzler Olaf Scholz (SPD) verspricht ohne Ironie ein gr&uuml;nes Wirtschaftswunder, w&auml;hrend Deutschland Schlusslicht beim Wachstum ist und seit Jahren wegen zu geringer &ouml;ffentlicher Investitionen von der Substanz lebt. Wie soll der Umbau der Verkehrs- und Energiesysteme gelingen, was soll Menschen, die sich nach Sicherheit sehnen, Hoffnung auf ein gutes Leben machen, wenn diese Regierung alles k&uuml;rzt, was nicht bei drei auf den B&auml;umen ist?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/fabio-de-masi\/diese-haushaltspolitik-ist-wahsinn-und-nicht-nur-christian-lindner-traegt-schuld\">Fabio De Masi in der Freitag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Kindergrundsicherung: F&uuml;r wen gibt Lindner Geld aus? F&uuml;r Unternehmen, nicht f&uuml;r Kinder<\/strong><br>\nWer viel verdient, der erh&auml;lt viel Kindergeld &ndash; und wer arm ist, bekommt wenig: Wie der FDP-Finanzminister eine Sozialreform verhinderte, die sp&uuml;rbar Geld an &auml;rmere Eltern umverteilt h&auml;tte [&hellip;]<br>\nMit der neuen Kindergrundsicherung wollte Lisa Paus einen Paradigmenwechsel einleiten: Auch an B&uuml;rgergeldbeziehende sollte sie bedingungslos ausgezahlt werden. Und neben einem bedingungslosen Grundbetrag f&uuml;r jedes Kind sollten Eltern eine einkommensabh&auml;ngige Leistung nur bis zu einem festgelegten H&ouml;chstbetrag erhalten: je h&ouml;her das elterliche Einkommen, desto geringer die Zusatzleistungen. Ab einem bestimmten Jahreseinkommen sollten sie ersatzlos entfallen. So der Plan, den Lindner in wichtigen Teilen blockierte.<br>\nWas nun als Gesetz kommen wird: Der bedingungslose Grundbetrag soll &ndash; wie von Lisa Paus urspr&uuml;nglich geplant &ndash; dem Kindergeld in seiner jetzigen H&ouml;he entsprechen, also monatlich 250 Euro. Als gro&szlig;en Erfolg betont die Familienministerin, dass dieser an das soziokulturelle Existenzminimum angepasst wird. Sie meint damit, dass die H&ouml;he alle zwei Jahre anhand des Existenzminimumberichts vom Statistischen Bundesamt &uuml;berpr&uuml;ft und angepasst wird. Das ist sehr erfreulich &ndash; die Leistungen w&auml;ren aber auch ohne Kindergrundsicherung an die steigenden Lebenshaltungskosten angepasst worden. So wird aus Kindergeld Grundbetrag, sonst &auml;ndert sich nichts.<br>\nDie eigentliche Neuerung besteht nun in dem einkommensabh&auml;ngigen Kinderzusatzbetrag. Dieser wird nach Alter des Kindes und Einkommen der Eltern gestaffelt. Daf&uuml;r wird der bisherige Kinderzuschlag weiterentwickelt und, das ist ein Fortschritt: Auch die Kinder, deren Eltern B&uuml;rgergeld oder Sozialhilfe beziehen, werden in diese neu ausgestaltete Leistung aufgenommen. Der geplante Clou der Familienministerin war jedoch, dass diese Leistung f&uuml;r sie bedingungslos erfolgt &ndash; und genau damit konnte sie sich nicht durchsetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/lisa-yashodhara-haller\/kindergrundsicherung-kindergeld-fuer-reiche\">der Freitag<\/a>\n<p>dazu: <strong>Nina (30) ist arm: &bdquo;Mein Leben, das ich als Kind hatte, wiederholt sich gerade&ldquo;<\/strong><br>\nDie Berlinerin wuchs mit einer alleinerziehenden Mutter ohne Geld auf. Sie sitzt trotz Studiums wieder in der Armutsfalle. &bdquo;Ab wann bin ich arm?&ldquo; &ndash; Teil 11 der Serie.<br>\nNina K. hat seit langem mal wieder eine ruhige Nacht verbracht, ihre Tochter hat durchgeschlafen. Sie klingt erleichtert, als sie es erz&auml;hlt. Manchmal kriegt die Kleine Wutanf&auml;lle, schmei&szlig;t sich auf den Boden und die 30-J&auml;hrige versucht, sie zu beruhigen und abzulenken. &bdquo;Sie ist sehr agil, es ist gerade ein Vollzeitjob mit ihr.&ldquo; Sie erz&auml;hlt es liebevoll. T&auml;glich geht sie mit ihrer zweij&auml;hrigen Tochter raus, damit sie rennen und toben kann. Jetzt spielt das M&auml;dchen ruhig in einer Ecke im Wohnzimmer, schleicht sich immer wieder ran, um ihre Mutter zu kneifen. &bdquo;Das ist ganz neu, das macht sie st&auml;ndig.&ldquo; Die Berlinerin, die anonym bleiben m&ouml;chte, l&auml;chelt.<br>\nNina ist 30 Jahre alt und alleinerziehend. Von ihrem Freund trennte sie sich kurz nach der Geburt ihrer Tochter Maria. Seitdem ist sie auf sich allein gestellt, der Vater zahlt Unterhalt, sagt die zierliche Frau mit den langen blonden Haaren. &bdquo;Ich komme klar, es ist aber auch nicht immer einfach, es ist eben eine Doppelbelastung.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/ab-wann-bin-ich-arm-nina-30-studentin-alleinerziehend-li.384581\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Schuldenbremse &ndash; gegen alle &ouml;konomische Vernunft<\/strong><br>\nLaut Handelsblatt antwortete der fr&uuml;here SPD-Finanzminister Peer Steinbr&uuml;ck auf die Frage, was von seiner Amtszeit im Ged&auml;chtnis bleiben werde: &bdquo;Es wird die Schuldenbremse sein. Darauf bin ich stolz.&ldquo; Das klingt nach einer Erfolgsgeschichte. Tats&auml;chlich aber war das Instrument der Schuldenbremse von Anfang an umstritten und steht jetzt wieder im Mittelpunkt einer kontroversen Debatte. [&hellip;]<br>\nEs ist in h&ouml;chstem Ma&szlig;e verwunderlich, dass das Argument, die Erwachsenengeneration von heute lebe mit schuldenfinanzierten Leistungen auf Kosten ihrer Kinder und Enkel, seit vielen Jahrzehnten unerm&uuml;dlich vorgetragen wird, obwohl es nicht einmal einer Theorie bedarf, um diese Behauptung ad absurdum zu f&uuml;hren. Ein kurzer Blick in die Empirie reicht aus. [&hellip;]<br>\nEine wachsende Staatsverschuldung wird oft als gef&auml;hrlich angesehen, weil sie angeblich die Zinss&auml;tze in die H&ouml;he treibt, das Wirtschaftswachstum bremst und die Inflation anheizt. Diese Einsch&auml;tzung ist nicht nur unzutreffend, sondern sie unterschl&auml;gt auch die Vorteile, die Haushaltsdefizite und Staatsverschuldung f&uuml;r die &uuml;brige Volkswirtschaft haben. [&hellip;].<br>\nSinnvoll w&auml;re die schnellstm&ouml;gliche Abschaffung der Schuldenbremse. Doch daf&uuml;r bedarf es einer Grundgesetz&auml;nderung, also einer Zwei-Drittel-Mehrheit im Bundestag. Wenig deutet darauf hin, dass es in absehbarer Zeit dazu kommen k&ouml;nnte. Also d&uuml;rfte die jetzige Diskussion in Zukunft weitergehen, begleitet von Schattenhaushalten an der Schuldenbremse vorbei. Schilda l&auml;sst gr&uuml;&szlig;en: Zuerst wird ohne jede Not eine g&auml;nzlich &uuml;berfl&uuml;ssige Schuldenbremse eingef&uuml;hrt, die &ndash; zumindest l&auml;ngerfristig &ndash; gar nicht funktionieren kann, um dann mit allen m&ouml;glichen kreativen Tricks (etwa milliardenschweren Sonderfonds wie dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds, dem Klima- und Transformationsfonds, dem Sonderverm&ouml;gen Bundeswehr etc.) zu versuchen, diese selbst auferlegte Schuldenregel zu umgehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/28-2023\/die-schuldenbremse-gegen-alle-okonomische-vernunft\/\">G&uuml;nther Grunert auf Makroskop<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers B.A.:<\/strong> Es geht um die Schuldenbremse. &Uuml;ber die ist zwar schon Einiges geschrieben worden, aber dieser Artikel sticht durch seine klare und &uuml;berzeugende Argumentation und die Einbeziehung unterschiedlicher, oft nicht erw&auml;hnter Aspekte hervor. Wirklich lesenswert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die deutsche und die globale Malaise &ndash; aus der Sicht der Neoklassik<\/strong><br>\nAuf einmal klagen sie alle. Mit enormer Verz&ouml;gerung haben in Deutschland auch die Berufsoptimisten in den Medien mitbekommen, dass etwas grunds&auml;tzlich schiefl&auml;uft. Deutschland sei wieder Schlusslicht in Europa, stellt selbst der britische Economist fest und verweist auf den R&uuml;ckgang des BIP in diesem Jahr.  Mich wundert allerdings, dass liberale &Ouml;konomen, die sich selbst als Neoklassiker bezeichnen w&uuml;rden, nicht viel aktiver an der Debatte teilnehmen und wenigstens wichtige Aspekte zu einer Theorie der Krise beisteuern. Aber die neoklassischen Autoren sind immer rasch auf dem Holzweg, weil sie die makro&ouml;komischen Implikationen ihrer eigenen Theorie nicht wahrhaben wollen und folglich gebetsm&uuml;hlenartig die Regierungen f&uuml;r die Malaise verantwortlich machen. M&auml;rkte k&ouml;nnen ja grunds&auml;tzlich nicht falsch liegen und f&uuml;hren, wenn man sie nur wirken l&auml;sst, immer rasch zum Gleichgewicht.<br>\nIm Spiegel haben sich vergangene Woche nicht weniger als elf Autoren in einer Titelgeschichte an einer Diagnose des schwerkranken Patienten Deutschland versucht (hier die Online-Version) und haben ein Sammelsurium von Ursachen und Therapien produziert, das in Sachen intellektueller Verwirrung seinesgleichen sucht. Vom vermeintlichen Fachkr&auml;ftemangel &uuml;ber die schwache Digitalisierung, den hektischen Klimaschutz bis hin zur &uuml;berm&auml;chtigen deutschen B&uuml;rokratie reichen die &bdquo;Erkl&auml;rungen&ldquo; f&uuml;r eine wirtschaftliche Schw&auml;che, die allerdings, wenn man es n&uuml;chtern betrachtet, etwa ein Jahr alt ist.<br>\nHinzu kommt, dass Deutschland in einigen Sch&auml;tzungen dieses Jahr zwar ganz hinten liegt, es aber keinen Zweifel daran geben kann, dass die konjunkturelle Abschw&auml;chung inzwischen ganz Europa erfasst hat. Ja, sie ist sogar ein globales Ph&auml;nomen. So &uuml;berm&auml;chtig die deutsche B&uuml;rokratie auch sein mag, auf die Entwicklung des wichtigsten deutschen Handelspartners China hat sie noch keinen Einfluss.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2023\/09\/04\/die-deutsche-und-die-globale-malaise-aus-der-sicht-der-neoklassik\/\">Relevante &Ouml;konomik<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Paradebranche unter Druck<\/strong><br>\nDie deutsche Kfz-Industrie steht auf der heute beginnenden Automesse IAA zum ersten Mal nicht als Leitbranche im Zentrum der globalen Aufmerksamkeit. Besonderes Interesse gilt Herstellern von Elektroautos aus China, das von Experten als F&uuml;hrungsland bei der Produktion batteriebetriebener Fahrzeuge eingestuft wird. Die Volksrepublik ist auf der M&uuml;nchener IAA in diesem Jahr zweitgr&ouml;&szlig;tes Ausstellerland nach der Bundesrepublik. Sie ist im ersten Quartal 2023 dank des rasanten Wachstums ihrer Kfz-Konzerne in der Elektromobilit&auml;t zum gr&ouml;&szlig;ten Autoexporteur weltweit aufgestiegen &ndash; vor Deutschland und Japan. Chinesische Elektroautohersteller dominieren den Inlandsmarkt und beginnen nun den europ&auml;ischen, insbesondere auch den deutschen Markt zu erobern. Mittlerweile k&ouml;nnen sich 42 Prozent der potenziellen deutschen K&auml;ufer vorstellen, ein Elektrofahrzeug aus der Volksrepublik zu erwerben. F&uuml;r die Bundesrepublik k&ouml;nnte sich das als folgenreich erweisen: Der Kfz-Sektor ist die mit Abstand bedeutendste Branche der deutschen Industrie. Die deutschen Beh&ouml;rden begleiten die M&uuml;nchner IAA mit einer Welle harter Repression; Amnesty International wirft ihnen Menschenrechtsverletzungen vor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9336\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>The realists were right<\/strong><br>\nAs the much-hyped counteroffensive against Russian forces stalls, the West is asking hard questions about the war in Ukraine.<br>\nEighteen months into the war in Ukraine the breathless hype that characterised early media coverage has curdled into doom. This is the deepest trough of despair that the wartime media has entered yet: the past month of reporting has given us new admissions about a war that increasingly appears to be locked in bloody stalemate, along with a portrait of Ukraine and its leadership shorn of the rote glorification and hero worship of the conflict&rsquo;s early days. The deadlock has increasingly resembled brutal, unabating, First World War-style combat, with the Ukrainian army rapidly depleting artillery ammunition supplied by the West. Distant audiences, who always treated the war as a team sport, and Ukraine as an underdog defying the odds against a larger aggressor, are thinning out; surely many will soon turn their attention to the partisan conflict of the forthcoming US presidential election. Optimists say the change in the media&rsquo;s tone is indicative of little more than the inevitable pendulum swings of war and that Ukraine may yet emerge victorious. But such a view elides a host of unavoidable realities.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.newstatesman.com\/the-weekend-essay\/2023\/09\/ukraine-war-realists-right\">The New Statesman<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&ldquo;Werden Russland brauchen&rdquo;: Schallenberg spricht Klartext<\/strong><br>\nAu&szlig;enminister Alexander Schallenberg sagt zu &ldquo;Heute&rdquo;: &ldquo;Russland wird nicht von der Landkarte verschwinden.&rdquo; SP-Chef Babler kritisiert er scharf.<br>\nAu&szlig;enministerium am Minoritenplatz, der Hausherr sitzt in seinem B&uuml;ro im ersten Stock. &Uuml;ber der Couch f&uuml;r Besucher h&auml;ngt ein Werk des S&uuml;dtiroler K&uuml;nstlers Klaus Pobitzer, das Tiroler Gebirgssch&uuml;tzen zeigt. &ldquo;Ich mag das Bild sehr, es begleitet mich auf all meinen Stationen und ist das einzige hier, das ich selbst gekauft habe. Der Rest sind Leihgaben vom Belvedere&rdquo;, sagt Alexander Schallenberg beim &ldquo;Heute&rdquo;-Interview. Nachsatz: &ldquo;Ich habe es damals auch mit ins Kanzleramt genommen.&rdquo; (&hellip;)<br>\nWarum hat &Ouml;sterreich nie &ndash; und sei es als Symbol &ndash; die Botschaft in Moskau geschlossen?<br>\nIch hielte das f&uuml;r den falschen Zugang. Die Botschaften vor Ort sind unsere Augen und Ohren in der Welt. Wenn wir sie jetzt schlie&szlig;en, w&uuml;rden wir die dort lebenden Auslands&ouml;sterreicher sich selbst &uuml;berlassen. Ich glaube &ndash; gerade in Krisenzeiten &ndash; braucht es eine Au&szlig;enstelle und ich halte nichts von Abbruch von diplomatischen Beziehungen.<br>\nEs ist also auch in Ordnung, dass der russische Au&szlig;enminister eine B&uuml;hne bei der UNO-Vollversammlung geboten bekommt?<br>\nJa. Wir k&ouml;nnen ja nicht nur mit der Schweiz und Liechtenstein zusammenarbeiten. Die Welt ist nicht schwarz-wei&szlig;. Wir m&uuml;ssen zur Kenntnis nehmen: Wir werden Russland brauchen, wir werden China brauchen. Denken wir nur an den Kampf gegen den Klimawandel. Genauso, wie wir Plattformen wie die UNO oder die OSZE brauchen &ndash; das waren nie Klubs von Gleichgesinnten. Das war auf gut Wienerisch immer super zach. (&hellip;)<br>\nIn einem ZiB2-Interview forderten Sie, man solle zwischen Putin, seinen Schergen und 144 Millionen Russen unterscheiden. Hei&szlig;t das, dass man im Falle einer Macht&uuml;bernahme durch jemand anderen wieder &ldquo;Business as usual&rdquo; machen k&ouml;nne?<br>\nBusiness as usual sicher nicht. Aber bei aller verst&auml;ndlichen Emotionalit&auml;t m&uuml;ssen wir Augenma&szlig; und Pragmatismus bewahren. Russland wird nicht von der Landkarte verschwinden, es wird der gr&ouml;&szlig;te geografische Nachbar Europas bleiben. Wir d&uuml;rfen nicht den Fehler begehen, dass wir uns die Welt zurechtbiegen und dem Wunschdenken verfallen, indem wir L&auml;nder wie China, Russland oder andere Staaten, &ldquo;ghosten&rdquo; und &ldquo;canceln&rdquo;. Das geht vielleicht auf Twitter, aber nicht in der realen Welt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heute.at\/s\/werden-russland-brauchen-schallenberg-spricht-klartext-100289120\">Heute<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&bdquo;Wertebasierter V&ouml;lkermord&ldquo;<\/strong><br>\nEin Ex-Chefankl&auml;ger des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) wirft Aserbaidschan, einem engen Kooperationspartner der Bundesrepublik, einen Genozid an der Bev&ouml;lkerung Berg-Karabachs vor. Wie Luis Moreno Ocampo urteilt, der von 2003 bis 2012 f&uuml;r den IStGH t&auml;tig war, f&uuml;hrt die seit Ende 2022 von Baku umgesetzte Blockade der international nicht anerkannten De-facto-Republik dazu, dass diese nicht mehr mit Lebensmitteln und Medikamenten versorgt werden kann; Moreno Ocampo beklagt, Aserbaidschan setze die &bdquo;unsichtbare Waffe&ldquo; des Hungers gegen die dortige Bev&ouml;lkerung ein. Deren Lage ist in der Tat desolat; es kommt zu ersten Hungertoten. Aserbaidschan kooperiert seit Jahren eng mit der Bundesrepublik und hat zuletzt zugesagt, seine Erdgaslieferungen nach Westeuropa von rund 12 auf 20 Milliarden Kubikmeter pro Jahr zu erh&ouml;hen. Bundeskanzler Olaf Scholz stufte das Land zuletzt als einen &bdquo;Partner von wachsender Bedeutung&ldquo; ein. W&auml;hrend Baku Berg-Karabach von der Versorgung abschneidet, beobachtet eine EU-Polizeieinheit unter Leitung eines deutschen Polizisten die Lage an der Grenze zwischen Armenien und Aserbaidschan. Auch Bakus Zusammenarbeit mit der NATO ist eng.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9335\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Arbeitsmigration rational betrachtet<\/strong><br>\nDer Nutzen der Arbeitsmigration ist viel kleiner und ihr Schaden viel gr&ouml;sser, als wir denken.<br>\nUnsere Vor- und Nachdenker sind gemeinhin die &Ouml;konomen und die Wirtschaftspolitiker (m&auml;nnliche Form bewusst gew&auml;hlt). Diese haben leider extrem enge und dogmatische Vorstellungen davon, was Wirtschaft ist, und wie sie unser Wohlergehen beeinflusst.<br>\nSie machen vor allem zwei entscheidende Fehler, und die hindern uns auch daran, vern&uuml;nftig &uuml;ber die Arbeitsmigration nachzudenken. \n<ul>\n<li>Fehler Nummer 1: Die &Ouml;konomen interessieren sich nur f&uuml;r das, was wir gegen Geld tun.<\/li>\n<li>Fehler Nummer 2: Sie untersch&auml;tzen die soziale Dimension massiv. Unser Wohlergeben h&auml;ngt zwar auch von dem ab, was wir mit der Arbeit produzieren, aber ebenso wichtig ist die mit der Arbeit verbundene oder dadurch erschwerte soziale Integration.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wenn unser Gl&uuml;ck nur vom Produkt der Erwerbsarbeit abh&auml;ngt, dann f&ouml;rdern wir den Wohlstand, indem wir die bezahlte Arbeit immer genau dort einsetzen, wo sie am meisten Bruttoinlandsprodukt (BIP) produziert. Das ist die &ouml;konomische Logik, die sich etwa hinter der &laquo;Personenverkehrsfreiheit&raquo; versteckt, welche in der EU als eine der &laquo;vier Grundfreiheiten&raquo; hochgehalten wird. Aus demselben Grund halten die &Ouml;konomen auch die &laquo;Flexibilit&auml;t der Arbeitsm&auml;rkte&raquo; f&uuml;r wohlstandsf&ouml;rdernd.  Die Arbeitskr&auml;fte ziehen weltweit dahin, wo ihre Arbeitskraft am meisten BIP generiert. (&hellip;)<br>\nDas ist ein doppelter Trugschluss. Erstens sind Arbeitskr&auml;fte immer auch Menschen, die in der Familie, in der Nachbarschaft und Vereinen und Parteien wichtige unbezahlte Arbeit leisten. Durch die Migration geht diese Arbeit verloren und die entsprechenden &laquo;Produktionsst&auml;tten&raquo; (die Familien und Nachbarschaften) werden entscheidend geschw&auml;cht. Noch wichtiger ist, dass dadurch auch soziales Kapital zerst&ouml;rt wird. Unbezahlte Arbeit mag zwar weniger produktiv sein, aber in Bezug auf den sozialen Nutzen ist sie der bezahlten Arbeit fast immer weit &uuml;berlegen.<br>\nDiese &Uuml;berlegung ver&auml;ndert auch den Blick auf die Migration. Nur leicht &uuml;berspitzt kann man es so formulieren: Die Arbeitskr&auml;fte wandern nicht dahin, wo sie am meisten verdienen, sondern dahin, wo das soziale Umfeld weniger kaputt ist. Sei es, weil es dort noch funktionierende Sozialsysteme gibt, sei es, weil sie dort auf die soziale Unterst&uuml;tzung der vor ihnen Gefl&uuml;chteten z&auml;hlen k&ouml;nnen. Auswanderung wird so zum doppelten Teufelskreis: Jeder Wegzug ist ein Grund mehr auszuwandern, und ein Grund mehr, dorthin zu ziehen, wo ein besseres soziales Umfeld lockt. (&laquo;Wir kennen dort schon ein paar Leute.&raquo;)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/wirtschaft\/arbeitsmigration-rational-betrachtet\/\">Werner Vontobel in Infosperber<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&raquo;Die Tagesschau hat sich zu einem Herrschaftsinstrument umfunktionieren lassen&laquo;<\/strong><br>\nDer &ouml;ffentlich-rechtliche Rundfunk ist am Ende: Das ist nicht nur f&uuml;r viele im Land eine Tatsache &ndash; sondern auch der Titel eines Buches von Volker Br&auml;utigam und Friedhelm Klinkhammer. [&hellip;]<br>\nDe Lapuente: Haben Sie ein aktuelles Beispiel? Was ist Ihnen heute &uuml;bel aufgesto&szlig;en bei der Tagesschau?<br>\nKlinkhammer: Die Tagesschau berichtete k&uuml;rzlich &uuml;ber die Scholz-Bedenken, Marschflugk&ouml;rper an Kiew zu liefern, weil die Selensky-Regierung das deutsche Waffenmaterial zu milit&auml;rischen Angriffen in Russland nutzen k&ouml;nnte &ndash; eine Eskalation mit un&uuml;bersehbaren Folgen f&uuml;r Deutschland. Die Redaktion behauptete mit Blick auf die Skepsis des Kanzlers, Scholz sei bez&uuml;glich der Waffenlieferungen &raquo;wieder einmal ein Getriebener&laquo;. Aber wer eigentlich da den Kanzler &raquo;treibt&laquo; und warum, das wurde nat&uuml;rlich nicht gesagt: Die transatlantisch kriegsabgerichtete Meute des deutschen Mainstreams, ARD-aktuell inklusive. Diese Art der perfiden und versteckten Kriegshetze regt mich besonders auf, weil sie nicht sofort ins Auge springt und deshalb umso wirksamer die Urteilsbildung der Zuschauer manipuliert.<br>\nDe Lapuente: Und bei Ihnen, Herr Br&auml;utigam &ndash; waren Sie heute zufrieden mit den Nachrichten und wie man sie vortrug?<br>\nBr&auml;utigam: Ich habe mir vorhin die 15-Uhr-Ausgabe angeschaut. Die zweite Meldung an diesem bis dahin f&uuml;r mich friedlich gewesenen 17. August ging so: &raquo;Der russische Krieg gegen die Ukraine hat Sorgen vor Angriffen auf EU-Territorium gesch&uuml;rt. Deutschland will seine Raketenabwehr verbessern und setzt dabei auf israelische Milit&auml;rtechniken, genauer: auf das System Arrow3. Nun kann der Milliardendeal starten.  Die USA, die an der Entwicklung des Systems beteiligt sind, machten den Weg daf&uuml;r frei. Arrow3 soll bis Ende 2025 einsatzf&auml;hig sein und Teil eines europ&auml;ischen Luftverteidigungssystems werden &hellip;&laquo; Nach dieser geballten Ladung Meinungsmache war ich satt, noch bevor die verbl&ouml;dende Meldung zu Ende war. Restlos satt. Quintessenz: &raquo;Raketen gegen die Kriegsgefahr&laquo;. Das Ganze ist so intelligent wie &raquo;Schnaps gegen den Alkoholismus&laquo;. Glaubt hier irgendeiner, dass morgen der Russe zur&uuml;ckkommt? Die Tagesschau verklickert uns diesen aggressiven &raquo;Wir-m&uuml;ssen-uns-verteidigen&laquo;-Stuss, ohne dass bei ihr der Blitz einschl&auml;gt. WIR SIND DIE GUTEN!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/hintergrund\/politik\/die-tagesschau-hat-sich-zu-einem-herrschaftsinstrument-umfunktionieren-lassen\/\">Overton Magazin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Deutsche Russland-Berichterstattung: Ina Ruck und das Backpulver<\/strong><br>\nAn einem bizarren Tweet der ARD-Korrespondentin Ina Ruck zeigt sich die ganze Problematik der einseitigen, desinformierenden deutschen Berichterstattung aus und &uuml;ber Russland. Was eventuell als Witz gedacht war, entpuppt sich als f&uuml;r die deutsche Wirtschaft sehr teuer.<br>\nEs ist ein merkw&uuml;rdiger Tweet, mit dem die ARD-Russland-Korrespondentin Ina Ruck eine noch merkw&uuml;rdigere Diskussion auf dem Kurznachrichtendienst X angesto&szlig;en hat.<br>\nRuck ver&ouml;ffentlichte das Bild einer Backpulverpackung und &uuml;berschrieb den Beitrag mit &ldquo;Guten Morgen aus dem Moskauer Supermarkt&rdquo;. Nun hat Moskau mehr als einen Supermarkt, der Artikel ist irref&uuml;hrend gew&auml;hlt, und ja, die Backpulverpackung sieht aus, als w&auml;re sie von Dr. Oetker, aber es steht Dr. Baker drauf. [&hellip;]<br>\nDas Familienunternehmen Dr. Oetker hat sich aus Russland zur&uuml;ckgezogen. Zwei ehemalige Manager haben die Marke &uuml;bernommen und f&uuml;hren sie unter dem Namen Dr. Baker weiter. Ein entsprechendes Werk befindet sich in der Stadt Belgorod. All diese Informationen enth&auml;lt Ruck vor. Sie sind aber wichtig zur Einordnung.<br>\nNein, es handelt sich nicht um ein Nachahmer-Produkt, auch nicht um Ideenklau. Das Unternehmen Dr. Oetker hat seine russischen Aktiva verkauft. Die Wertsch&ouml;pfung findet jetzt in Russland statt und kommt auch nur Russland zugute. Das sind f&uuml;r Deutschland keine guten Nachrichten, zumal Dr. Oetker nicht das einzige Unternehmen ist, das auf Einnahmen aus Russland verzichtet. Ina Ruck macht einen Witz auf Deutschlands Kosten. Hohe Kosten.<br>\nNeben den deutschen Autobauern hat sich auch der deutsche Chemie-Riese Henkel aus Russland zur&uuml;ckgezogen. Henkel hat sein Russlandgesch&auml;ft zun&auml;chst abgespalten und schlie&szlig;lich verkauft. Die Henkel-Werke in Russland werden inzwischen von der Firma Lab Industries betrieben, hinter der sich eine russische Finanzholding verbirgt. Die Produkte, die fr&uuml;her Persil, Pril, Schauma, Vernel und Fa hie&szlig;en, haben ihre Namen behalten, sie werden jetzt nur in kyrillischen Buchstaben dargestellt. Am Verpackungsdesign hat sich nichts ge&auml;ndert. Wie auch bei Dr. Baker handelt es sich nicht um Ideenklau, sondern um eine vertragliche Vereinbarung.<br>\nAuch bei den ehemaligen Henkel-Marken findet jetzt der gesamte Wertsch&ouml;pfungsprozess in Russland und unter Ausschluss Deutschlands statt. F&uuml;r den Henkel-Konzern, der stark im Russlandgesch&auml;ft investiert war, ein schmerzlicher Verlust. Henkel hat sich immerhin ein zehnj&auml;hriges R&uuml;ckkaufsrecht gesichert und hofft vermutlich auf die R&uuml;ckkehr rationalen Denkens in die deutsche Politik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/freedert.online\/meinung\/179934-deutsche-russland-berichterstattung-ina-ruck\/\">Gert Ewen Ungar auf RT DE<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Baerbock will China und Russland canceln<\/strong><br>\nIn einer Rede im Au&szlig;enministerium vor Diplomaten und Vertretern der deutschen Wirtschaft skizzierte Baerbock ihr au&szlig;enpolitisches Programm. Das sieht eine vollst&auml;ndige Entkoppelung der Weltwirtschaft von Russland und China vor. Baerbock ist sicher, dass dies gelingt.<br>\nIn ihrer Rede zur Er&ouml;ffnung des Wirtschaftstags der Konferenz der Leiter der deutschen Auslandsvertretungen stellte Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock (B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen) die wirtschaftspolitischen Leitlinien deutscher Au&szlig;enpolitik vor. Dabei wurde deutlich, dass die deutsche Au&szlig;enministerin plant, die Kooperation mit allen L&auml;ndern zu st&auml;rken, au&szlig;er mit Russland und China. Diese will sie im globalen Handel isolieren. [&hellip;]<br>\nSie macht in ihrer Rede deutlich, dass sie weiterhin die Konfrontation mit Russland und China sucht und an einer Zweiteilung der Welt arbeitet. Baerbock m&ouml;chte die Ost-West-Trennung des Kalten Kriegs wieder aufleben lassen. Ob Deutschland tats&auml;chlich &uuml;ber die wirtschaftliche St&auml;rke verf&uuml;gt, dies bewerkstelligen zu k&ouml;nnen, werden die n&auml;chsten Jahre zeigen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/freeassange.rtde.me\/inland\/180019-baerbock-will-china-und-russland\/\">RT DE<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. 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