{"id":103569,"date":"2023-09-10T14:00:20","date_gmt":"2023-09-10T12:00:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103569"},"modified":"2023-09-10T01:28:58","modified_gmt":"2023-09-09T23:28:58","slug":"leserbriefe-zu-koeln-und-seine-staedtepartnerschaften-nichts-aus-der-geschichte-gelernt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103569","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eK\u00f6ln und seine St\u00e4dtepartnerschaften \u2013 Nichts aus der Geschichte gelernt\u201c"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103393\">Hier<\/a> weist Jens Berger darauf hin, dass die Stadt K&ouml;ln seit Oktober letzten Jahres eine Projektpartnerschaft mit der ukrainischen Stadt Dnipro habe. Die werde seit acht Jahren mit eiserner Hand von einem rechtsgerichteten Oligarchen namens Boris Filatow als B&uuml;rgermeister regiert. Zeitgleich habe K&ouml;ln seine seit 1988 laufende St&auml;dtepartnerschaft mit dem russischen Wolgograd, ehemals Stalingrad, eingefroren &ndash; mit der Begr&uuml;ndung, man k&ouml;nne keine Partnerschaft mit einem Land pflegen, das einen Angriffskrieg f&uuml;hre. Wir haben hierzu interessante E-Mails bekommen. Hier nun eine Auswahl der Leserbriefe, zusammengestellt von <strong>Christian Reimann<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr gesch&auml;tzter Jens Berger, <\/p><p>mein Herz klopft wie wild nach lesen Ihres Artikels! <\/p><p>Meine Abscheu &uuml;ber das was in Deutschland seit einiger Zeit schleichend aber offen f&uuml;r jede(n) erkennbar (insbesondere seit dem Maidan-Putsch 2014 in Kiew) und meines Erachtens (m.E.) selbstverst&auml;ndlich bewusst (!) wieder Einzug h&auml;lt, insbesondere veranlasst\/vorangetrieben durch h&ouml;chste, &ouml;ffentlich institutionelle Stellen auf kommunaler, L&auml;nder- und Bundesebene, kann ich nur schwer in Worte fassen! <\/p><p>Dennoch vielen Dank an Sie f&uuml;r die mutigen, klaren, deutlichen und aufkl&auml;renden\/entlarvenden Worte in ihrem Artikel! <\/p><p>M&ouml;ge Ihr Artikel vielen Millionen Menschen insbesondere in Deutschland zu mehr Erkenntnis verhelfen &ndash; nochmals Danke! <\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nAndreas Rommel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>danke f&uuml;r Ihren Artikel, der ein weiteres Mal dokumentiert, wie bei der Reaktion auf den Ukrainekrieg&nbsp;im Vergleich zu anderen, vom Westen gef&uuml;hrten Kriegen stets mit zweierlei Ma&szlig; gemessen wird. Unser engster Verb&uuml;ndeter, die USA, f&uuml;hrten nahezu w&auml;hrend der gesamten Geschichte dieses Staates Krieg, f&uuml;hrten Regierungsumst&uuml;rze in anderen L&auml;ndern durch oder zettelten sie an &ndash; sei bleiben unsere &ldquo;Freunde&rdquo;, auch wenn sie ab und zu auf dem Grund der Ostsee t&auml;tig werden. Der Masochismus Deutschlands kennt keine Grenzen.&nbsp; Millionen Tote gehen nach 1945 auf das Konto unseres wichtigsten Verb&uuml;ndeten &ndash; egal. Nichts wird an dem engen B&uuml;ndnis mit den USA r&uuml;tteln.&nbsp;&nbsp;Man wird den Eindruck der permanenten Heuchelei&nbsp; nicht los. Sie erw&auml;hnten bereits, dass K&ouml;ln keinerlei St&auml;dtepartnerschaften w&auml;hrend westlicher Angriffskriege ruhen lie&szlig;. Auch Russland lie&szlig; seine Partnerschaften mit deutschen St&auml;dten w&auml;hrend des deutschen Angriffskrieges auf Serbien nicht ruhen. Man sollte es in Deutschland hoch einsch&auml;tzen, dass die Russen nach all dem, was Deutschland dort im 2. Weltkrieg anrichtete ( und das war kein &uuml;blicher Angriffskrieg, sondern ein Vernichtungskrieg, der alle bis dahin geltenden Kriegsregeln au&szlig;er Kraft setzte) , dass Russland also nach all dem &uuml;berhaupt Partnerschaften mit&nbsp; deutschen St&auml;dten einging. An Stelle der Russen w&uuml;rde ich die jetzt unterbrochenen Partnerschaften auch nach Ende des Ukrainekrieges&nbsp;nicht mehr aufnehmen, sondern mir andere L&auml;nder daf&uuml;r suchen, die gegen&uuml;ber Russland weniger Schuld auf sich geladen haben und in denen in der &ouml;ffentlichen Debatte mehr Gerechtigkeitssinn herrscht. Es ist besch&auml;mend.<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e&nbsp;von Ihrem st&auml;ndigen Leser&nbsp; Fred Buttkewitz<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte NDS Redaktion und Herr Berger,<\/p><p>das zeigt f&uuml;r mich mal wieder wunderbar, wie verlogen die Kritik an der AFD hierzulande ist und es nicht wirklich um Kritik geht, sondern nur darum, das eigene fehlerhafte Handeln in ein besseres Licht zu r&uuml;cken.<\/p><p>W&uuml;rde man den Kampf gegen Rechts ernst nehmen, w&uuml;rden man sich auch nicht mit Ultrarechten im Ausland in ein Bett legen, so wie hier die Stadt K&ouml;ln.<\/p><p>Aber mit einer wirklichen Abgrenzung zu Rechten haben wir uns ja hierzulande schon immer schwer getan, deshalb &ldquo;redet&rdquo; man auch immer nur dar&uuml;ber und unterl&auml;sst es entsprechend zu handeln.<\/p><p>mfg<br>\nRonny Dietzsch<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Werter Herr Berger,<\/p><p>die BRD hat es zu keinem Zeitpunkt geschafft, sich vom Nationalsozialismus zu l&ouml;sen.<\/p><p>Das kann man mit endlosen Personalbesetzungen der beginnenden BRD belegen, und hat bis heute in weiteren Generationen nicht geendet.<\/p><p>Ganz nebenbei ist die Jugends&uuml;nde des Herrn Aiwanger ein guter Beleg, wie auch in den 60er Jahren das Gedankengut des 3. Reiches aktuell war.<\/p><p>Schaut man sich die KZ Gedenkst&auml;tten in ihrem aktuellen Stadium an, so ist auch hier der Geist zu sp&uuml;ren, die Schrecken des 2.WK weichzusp&uuml;len, zu verharmlosen und vergessen.<\/p><p>Bundeswehr Kasernen hie&szlig;en noch bis vor kurzer Zeit nach Nazi Helden, bis ein paar Friedensbewegte das &ouml;ffentlich bemerkbar machten. Traditionszimmer mit bewegter NS Vergangenheit in den Kasernen, oder auch eine Bandera Gedenkst&auml;tte auf dem Friedhof M&uuml;nchen &ndash; deutliche Hinweise, wie lebendig Nazi Gedankengut hier in der BRD ist.<\/p><p>&Uuml;brigens: das war in der DDR undenkbar.<\/p><p>Selbst das Ausw&auml;rtige Amt hie&szlig; auch damals schon so.<\/p><p>Seit Beginn des 2. Teils des Ukraine Krieges haben die Lenker dieses Landes alle Masken fallen gelassen. Hat man vor Februar 2022 noch geringe Nazistische Elemente bemerkt, so mutierte die Ukraine &ouml;ffentlich urpl&ouml;tzlich zu einem musterg&uuml;ltigen demokratischen Staat.<\/p><p>Und endlich k&ouml;nnen die Herrschenden &ouml;ffentlich Nazi Propaganda predigen, ohne sich hinter M&auml;ntelchen verstecken zu m&uuml;ssen. Dazu mu&szlig; man nicht in der NPD oder AfD sein, auch Gr&uuml;n und Schwarz sind&nbsp;schon l&auml;nger f&uuml;r neue Weltherrschaftspl&auml;ne zu haben.<\/p><p>Man sollte nicht vergessen, da&szlig; die BRD sich aktiv am erfolgreichen Verlauf des Maidan 2014 beteiligt hat. Ist doch die Ukraine in den Pl&auml;nen der westlichen Weltlenker der Hebel zur unumstrittenen Weltherrschaft.<\/p><p>Es ist also nur folgerichtig, da&szlig; ein parteiloser B&uuml;rgermeister zusammen mit seinem bunten Stadtrat ausnahmslos die Politik ausf&uuml;hrt, die von h&ouml;herer Seite vorgekaut wird und dabei den Ballast von irgendwelchem Friedensged&ouml;hns abwirft und sich stattdessen den eigentlichen Interessen zuwendet. Wo doch jetzt die Ukraine so vorbildlich demokratisch ist.<\/p><p>Seit dem Corona Spektakel habe ich verstanden, warum und wie das 3. Reich entstehen konnte, was ich mir nie vorstellen konnte.<\/p><p>Seit Februar 22 hoffe und bete ich (als Atheist), da&szlig; meine Enkel noch eine Zukunft haben, denn ich stehe t&auml;glich fassungslos vor den aktuellen Nachrichten.<\/p><p>Noch ein kleines Schmankerl aus der j&uuml;ngeren Geschichte: bis 1989 gab es offiziell die deutschen Staaten BRD und DDR.<\/p><p>Seitdem hei&szlig;t die BRD immer noch BRD &ndash; also Bundesrepublik Deutschland &ndash; , l&auml;&szlig;t sich aber &uuml;berall m&ouml;glichst als &lsquo;Deutschland&rsquo; bezeichnen, was im &ouml;ffentlichen Sprachgebrauch niemanden wundert und jeder so macht.<\/p><p>Und Deutschland war einmal&hellip;<\/p><p>traurige Gr&uuml;&szlig;e an die NDS<br>\nUlli Schott<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>die Bundesmarine besucht regelm&auml;&szlig;ig die Hafenstadt Riga. Bei jedem Besuch findet ein Open-Ship statt, ein Tag der offenen T&uuml;r. Diese Termine wurden und werden von Neonazis, SS-Bewunderern und schlichten Russenhassern f&uuml;r Dankbarkeits- und Unterst&uuml;tzungsbezeugungen wahrgenommen. Gut erinnere ich mich an meinen Besuch und den L&auml;nderkunde-Unterricht, in dem der verantwortliche Offizier zwei wesentliche Forderungen formulierte. Erstens sollte kein deutscher Soldat auf kompromittierenden Bildern auftauchen. Und zweitens sollte man &uuml;beraus gastfreundlich sein. Schlie&szlig;lich sei man EU- und Nato-Partner. Und nat&uuml;rlich lobten die Besucher die Leistungen der SS und der Wehrmacht in Lettland, gemischt mit Fl&uuml;chen f&uuml;r die russischen Letten.<\/p><p>Wenn es gegen den russischen Feind geht, ist offenbar alles erlaubt. Und nein, nichts ist gelernt aus der Geschichte.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nvon unserem Leser L.L.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>herzlichen Dank f&uuml;r diesen Artikel eines tats&auml;chlichen Skandals im Rahmen der St&auml;dtepartnerschaft (Projektpartnerschaft)&nbsp; K&ouml;ln &ndash; Dnipro. Wie kann eine deutsche Stadt einerseits diesen Schulterschluss mit Anh&auml;ngern von Nazi-Kollaborateuren schlie&szlig;en und andererseits die Partnerschaft mit Wolgograd &ldquo;ruhen lassen&rdquo;?&nbsp; Das ist doch ein Schlag ins Gesicht f&uuml;r die B&uuml;rger der ehemaligen Stadt Stalingrad und ein Schlag gegen uns alle als B&uuml;rger dieses Landes.<br>\nDas Foto der Beteiligten bei der Eintragung in das G&auml;stebuch der Stadt K&ouml;ln l&auml;sst tief blicken.<br>\nIch darf abschlie&szlig;end Ziff. 2.1 des&nbsp;aktualisierten Konzepts der Stadt K&ouml;ln zu St&auml;dtepartnerschaften (Stand Nov. 22) zitieren:<\/p><p>Werte und Grundpfeiler der st&auml;dtischen Au&szlig;enpolitik K&ouml;lns<\/p><ul>\n<li>Alle K&ouml;lner St&auml;dtepartnerschaften und internationalen Beziehungen bewegen sich auf dem Wertefundament der drei Generationen der Allgemeinen Menschenrechte, des internationalen V&ouml;lkerrechts, der Anerkennung des unverhandelbaren Existenzrechtes und der Sicherheit Israels, der &Uuml;berwindung von Feindbildern, der Vers&ouml;hnung und V&ouml;lkerverst&auml;ndigung in Europa und der ganzen Welt, der Kultur der Kooperation auf Augenh&ouml;he, der Freiheit, Demokratie und Selbstbestimmung aller V&ouml;lker &ndash; einschlie&szlig;lich des pal&auml;stinensischen Volkes &ndash; und des Friedens.<\/li>\n<\/ul><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e an Sie und das gesamte NDS-Team<br>\nKlaus Herrmann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Damen und Herren,<br>\nsehr geehrter Herr Berger,<br>\n&nbsp;<br>\nvor den &ouml;stlichen &ldquo;Toren&rdquo; der Stadt K&ouml;ln gibt es die Kreisstadt Bergisch Gladbach. Deren Stadtobere hatten nach den Berichten zu den aufgefundenen Toten in den Stra&szlig;en von Butcha (April 2022 ??), Tage nach dem Abzug der Russen, nichts besseres zu tun, als mit Butcha recht bald eine St&auml;dtepartnerschaft einzugehen.<br>\n&nbsp;<br>\nSeither weht vor dem Rathaus auch die gelb-blaue Fahne. Alle paar Tage berichtet die &ouml;rtliche Hofberichterstatterpresse &uuml;ber irgendwelche gemeinsame Aktionen.<br>\n&nbsp;<br>\nDie Nichtaufkl&auml;rung der Morde, das Unterlassen \/ Unterbinden einer international und neutral durchzuf&uuml;hrenden Untersuchung interessierte die Stadtoberen hier nicht, da die offizielle Schuldzuweisung ja keinen Zweifel lie&szlig;, da&szlig; &ldquo;es die Russen&rdquo; waren.<br>\n&nbsp;<br>\nWenn irgendwann eine andere Wahrheit ans Licht kommen sollte, wird es allerdings hierzulande auch niemanden st&ouml;ren, denn die &ldquo;normalen&rdquo; B&uuml;rger vor Ort und die dortigen Stadt-Offiziellen hatten ja sicher mit den Vorg&auml;ngen nichts zu tun, und bei St&auml;dtepartnerschaft geht es ja nur um das Miteinander und Kennenlernen der B&uuml;rger, hat mit Politik und deren schon mal &ldquo;unsauberen&rdquo; Begleiterscheinungen sicher nichts zu tun, auch nicht, wenn die Toten B&uuml;rger von Butcha komischerweise alle -zu denen es Bilder gab- wei&szlig;e Armbinden trugen, was ein Zeichen der Solidarit&auml;t mit den Russen war.<br>\n&nbsp;<br>\nUnd niemand hat vor Ort etwas mitbekommen??<br>\n&nbsp;<br>\nKommt mir aus der Geschichte irgendwie bekannt vor.<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en &ndash; Wolfgang Richter.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>ich habe mal in die Suchmaschine die Begriffe &ldquo;WDR Projektpartnerschaft mit der ukrainischen Stadt Dnipro&rdquo; eingegeben. Als einzige Seite des WDR die diese Projektpartnerschaft behandelt fand ich diese hier vom Februar 2023: <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/nachrichten\/landespolitik\/nrw-ukraine-100.html\">wdr.de\/nachrichten\/landespolitik\/nrw-ukraine-100.html<\/a> Nichts von dem was Sie berichten ist auf der Seite des WDR zu lesen. Vermutlich k&ouml;nnen unsere politisch Verantwortlichen ebenso wie die Redakteure des WDR sich nicht auch noch mit so unbequemen Wahrheiten besch&auml;ftigen. Wenn es um die Ukraine geht (oder grunds&auml;tzlich gegen Ru&szlig;land, China, usw.), dann wird man vom WDR sehr einseitig informiert. Man erf&auml;hrt so gut wie nichts von den rechtsextremen Haltungen vieler politischer F&uuml;hrungspersonen in der Ukraine. Und man hat dies auch zu Zeiten des ehemaligen ukrainischen Botschafters Melnyk feststellen k&ouml;nnen, dass die damaligen verbalen Ausf&auml;lle dieses Mannes kaum kritisiert worden sind. Eher hatte man den gegenteiligen Eindruck, dass man die seinerzeitigen Unversch&auml;mtheiten auch noch entschuldigte. Rechtsextreme und Antisemiten scheint es f&uuml;r den WDR und die anderen &Ouml;RR-Sender nur in der eigenen Bev&ouml;lkerung zu geben. Statt &uuml;ber derartige Skandale wie Sie ihn beschrieben haben zu informieren, informiert man uns lieber &uuml;ber irgendwelche Amerikaner die im Schlamm stecken geblieben sind. &Uuml;ber Karnevalsskandale wird man eher unterrichtet als &uuml;ber Rechtsextremismus in der Ukraine. Das ist das Niveau auf dem &ldquo;hier im Westen&rdquo; informiert wird. Die Redakteure dieses Senders sind ebenso wie die jetzigen politischen Entscheider hier bei uns von diesem Virus mit Namen Doppelmoral befallen. Dies l&auml;&szlig;t sich fast t&auml;glich in den Nachrichten des WDR nach h&ouml;ren. Am Beispiel Nawalny l&auml;&szlig;t sich dies immer wieder feststellen. Es gibt vermutlich mehr ausf&uuml;hrliche Meldungen des WDR &uuml;ber den &ldquo;Kremlkritiker&rdquo; Alexej Nawalny als &uuml;ber Julian Assange. Grunds&auml;tzlich wird die Abh&auml;ngigkeit von China als negativ dargestellt und die Abh&auml;ngigkeit von den USA wird erst gar nicht thematisiert. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass wir im WDR oder der ARD und dem ZDF so gut wie nichts von den rechtsextremen Machenschaften dieser &ldquo;ukrainischen Eliten&rdquo; h&ouml;ren. Wie will man sich gegen eine derartige Propaganda wehren? Der aufmerksame H&ouml;rer kommt doch nicht umhin zu vermuten, dass diese einseitigen Informationen das Ergebnis einer gesteuerten Kampagne ist. Ich h&ouml;re immer wieder in Gespr&auml;chen, dass viele Menschen nicht mehr bereit sind sich diese manipulierenden Informationen unseres &Ouml;RR&nbsp; anzuh&ouml;ren, sie schalten dann einfach ab. Leider gilt dies auch f&uuml;r die anderen MSM &ldquo;hier bei uns Westen&rdquo;. Und leider gibt es immer noch zu viele Menschen die den Berichten im &Ouml;RR uneingeschr&auml;nkt glauben schenken.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nRalf Glahn<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo liebes Team der Nachdenkseiten, liebe Leserinnen und Leser,<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;In Deutschland w&uuml;rde man wohl sagen, Filatow habe ein Problem mit der Abgrenzung zum rechten Rand.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Schlimmer. Ok&hellip;.&nbsp; In Deutschland w&uuml;rde man zun&auml;chst &ndash; wie dargestellt &ndash; den &uuml;bergro&szlig;en Teppich suchen, unter den man diese Geschichte kehren k&ouml;nnte. Wenn das jedoch nichts nutzt, dann w&uuml;rde man Kritiker, die die faschistische Ideologie dahinter verurteilen der &ldquo;Verharmlosung der NS-Diktatur&rdquo; bezichtigen und anklagen oder &ndash; wenn Personen entsprechend tituliert w&uuml;rden &ndash; sie dem Vorwurf der Beleidigung aussetzen. Will sagen: in Deutschland hat man schon immer alle Mittel und Wege genutzt, um die braunen Umtriebe zu verschleiern und unter den Teppich zu kehren. Mit der beispielhaften Anwendung (eher Vergewaltigung) von Gesetzen a la &ldquo;Verharmlosung der NS-Diktatur&rdquo;, um ausgerechnet jene mundtot zu machen, die vor dem Faschismus warnen und nicht etwa jene, die damit hausieren gehen oder ihn wieder gesellschaftsf&auml;hig machen (zB Manfred Weber, Fraktionsvorsitzender der EU-Fraktion EVP, der die sich selbst zum Faschismus bekennende Enkelin oder Urenkelin von Mussolini in seine Fraktion geholt hat), scheint man nun aber nochmal eine Schippe oben drauf legen zu wollen. Wei&szlig; nicht, ob es solche &ldquo;Justiz&rdquo;-Stunts fr&uuml;her auch schon gegeben hat. Daf&uuml;r bin ich dann doch zu jung.<\/p><p>Ich jedenfalls hab kein gutes Bild mehr von unserer &ldquo;Justiz&rdquo;.<\/p><p>&Uuml;brigens war es die Justiz in K&ouml;ln, die &ndash; unter gegen Friedensaktivisten gerichteten Mordaufrufen vor dem Gerichtsgeb&auml;ude (unbehelligt, wohlgemerkt) -, Anklage gegen eine Friedensaktivistin erhoben hat wegen angeblicher Bef&uuml;rwortung einer kriegerischen Aggression. Der Versuch Gr&uuml;nde f&uuml;r Russlands REAKTION (!!) auf bereits acht Jahre zuvor w&auml;hrenden Krieg zu finden (&lt;&gt; Guthei&szlig;en, was da passiert!!) und sein Recht zur freien Meinungs&auml;u&szlig;erung wahrnehmen zu wollen ist n&auml;mlich ebenso strafbar, wie es umgekehrt Faschist zu sein, sich offen f&uuml;r den Faschismus einzusetzen, im Dienste der NATO &uuml;ber 100 Menschen wegzubomben, den Irakkrieg mit 1,5 Mio Toten unter Zuhilfenahme von Ramstein zu verbrechen oder jetzt den Niger dann mit vll Mio Toten aushungern zu wollen bei dieser offensichtlich braun gef&auml;rbten deutschen &ldquo;Justiz&rdquo; nicht ist.<\/p><p>Ich kann diese Verbrecher nicht leiden, die das Recht verbiegen und zur Geisel nehmen, um &ndash; erb&auml;rmlich &ndash; ihre Macht zu demonstrieren.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nR.A.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Partnerschaften mit ukrainischen St&auml;dten bereiten deutschen St&auml;dten zunehmend Probleme<\/p><p>Ternopil ist eine Grossstadt in der Westukraine. Die rechtsextremistische Svoboda ist in der Stadt gut verankert. Auch der aktuelle B&uuml;rgermeister kommt aus diesem politischen Milieu. Aber Ternopil bem&uuml;hte und bem&uuml;ht sich intensiv um Partnerschaftsabkommen mit St&auml;dten in EU-L&auml;ndern, speziell Polen und Deutschland.<\/p><p>Doch 2020 machte man in Ternopil einen Fehler. Man benannte das st&auml;dtische Stadion nach Roman Schuchewytsch. Schuchewytsch war nicht nur ein gew&ouml;hnlicher Kollaborateur von Wehrmacht und SS. Er war als Vize-Kommandant der Legion &ldquo;Nachtigall&rdquo; 1941 wie auch als stellvertretender Befehlshaber des SS-Schutzmannschafts-Bataillons 201 im Zeitraum 1941\/42 an vorderster Stelle f&uuml;r die T&ouml;tung ukrainischer Juden verantwortlich. Aus beiden Einheiten rekrutierte sich dann nicht ganz unwesentlich das ukrainische Wachpersonal deutscher Konzentrationslager. Schuchewytsch selbst befehligte 1943\/44 die &ldquo;Ukrainische Aufstandsarmee&rdquo; (UPA), die in Wolhynien und Galizien ca. 80.000 polnische Dorfbewohner, z. T. bestialisch, ermordete.&nbsp;<\/p><p>Auf die auch f&uuml;r die Westukraine ungew&ouml;hnliche Faschisten-Ehrung durch die Widmung eines Stadions reagierten die Botschafter Israels und Polens mit geharnischten Protestschreiben. Die polnischen Partnerst&auml;dte Zamosc, Tarnow und Nysa erkl&auml;rten die Kooperation mit Ternopil f&uuml;r beendet, Elblag setzte sie aus, Jelenia Gora zeigte sich in einem Brief &ldquo;beunruhigt und ver&auml;rgert&rdquo;.<\/p><p>Das deutsche Iserlohn allerdings st&ouml;rte sich nicht am &ldquo;Roman-Schuchewytsch-Stadion&rdquo; und schloss im Juni 22 mit Ternopil ein &ldquo;Freundschaftsabkommen&rdquo;. Das nahe K&ouml;ln gelegene Erftstadt wurde dann auf Initiatve der &ouml;rtlichen Gr&uuml;nen im Juni 23 Partnerstadt Ternopils. Doch diesmal gab es Probleme. Die Linke in Erftstadt machte auf den inakzeptablen Umgang mit der faschistischen Vergangenheit in Ternopil &ouml;ffentlich aufmerksam. Auch SPD und Gr&uuml;ne zeigten sich nun betroffen. Am 11. September wird im Stadtrat dar&uuml;ber entschieden, ob die Partnerschaft beendet wird oder in anderer Weise auf das &ldquo;Roman-Schuchewytsch-Stadion&rdquo; reagiert wird.&nbsp; &nbsp;<\/p><p>Derweil wurde bekannt, dass Ternopil, offenbar auch mit Unterst&uuml;tzung deutscher Stellen, sich auch andernorts nach Partnerschaften umgesehen hat. Leverkusen und Braunschweig haben offensichtlich, aus welchen Gr&uuml;nden auch immer, fr&uuml;hzeitig &ldquo;abgewunken&rdquo;. Auch in Trier, wo Ternopil-Sympathisanten hunderte Unterschriften f&uuml;r eine St&auml;dtepartnerschaft sammelten, hat man die geplante Partnerschaft mit Blick auf die Probleme Erftstadts platzen lassen. Und pl&ouml;tzlich kommen auch andere ukrainische Hochburgen des Rechtsextremismus in den Fokus. Ivano-Frankivsk, unweit Ternopils in Galizien gelegen und mit einem pomp&ouml;sen Bandera-Denkmal ausgestattet, soll demn&auml;chst Partnerstadt von Koblenz werden. Mal sehen.&nbsp;<\/p><p>Richard Kallok<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103393\">Hier<\/a> weist Jens Berger darauf hin, dass die Stadt K&ouml;ln seit Oktober letzten Jahres eine Projektpartnerschaft mit der ukrainischen Stadt Dnipro habe. Die werde seit acht Jahren mit eiserner Hand von einem rechtsgerichteten Oligarchen namens Boris Filatow als B&uuml;rgermeister regiert. Zeitgleich habe K&ouml;ln seine seit 1988 laufende St&auml;dtepartnerschaft mit dem russischen Wolgograd, ehemals Stalingrad,<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103569\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-103569","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/103569","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=103569"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/103569\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":103621,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/103569\/revisions\/103621"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=103569"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=103569"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=103569"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}