{"id":103833,"date":"2023-09-16T15:00:57","date_gmt":"2023-09-16T13:00:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103833"},"modified":"2023-09-15T19:01:25","modified_gmt":"2023-09-15T17:01:25","slug":"leserbriefe-zu-ard-sommerinterview-mit-alice-weidel-geschichtsrevisionismus-ist-offenbar-wieder-salonfaehig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103833","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eARD-Sommerinterview mit Alice Weidel \u2013 Geschichtsrevisionismus ist offenbar wieder salonf\u00e4hig\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Jens Berger diskutiert <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103700\">hier<\/a> die Aussage der AfD-Co-Bundesvorsitzenden Alice Weidel im ARD-Sommerinterview, nach der der 8. Mai 1945 nicht ein Tag der Befreiung, sondern eine Niederlage gewesen sei. Sie w&uuml;rde anders als ihr Parteifreund Tino Chrupalla &bdquo;nie die &sbquo;Niederlage des eigenen Landes befeiern&rsquo; &ndash; schon gar nicht mit den &sbquo;ehemaligen Besatzern&rsquo;&ldquo;. So lange es gegen Russland gehe, scheine der Weidel&rsquo;sche Geschichtsrevisionismus durchaus opportun und salonf&auml;hig zu sein. Nicht die AfD sei in der Mitte der Gesellschaft angekommen, sondern der &bdquo;bellizistische anitrussische Mainstream von Medien und Politik ist bei dem Geschichtsrevisionismus der AfD angekommen&ldquo;. Zahlreiche Leserinnen und Leser haben uns in interessanten E-Mails ihre Meinung hierzu mitgeteilt. Hier nun eine Auswahl der Leserbriefe, zusammengestellt von <strong>Christian Reimann<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger!<\/p><p>Wie wahr Ihre Ausf&uuml;hrungen doch sind. Die dem gegenw&auml;rtigen Militarismus dienlichen Narrative halten bedauerlicherweise Einzug in den Mainstream. Deshalb ist ja das Dagegenhalten so wichtig.<\/p><p>Danke daf&uuml;r.<\/p><p>Gestatten Sie mir abschlie&szlig;end einen nicht nur redaktionellen Hinweis: Der Begriff &rdquo; Drittes Reich&rdquo; ist ein Nazibegriff und sollte heutzutage generell in Anf&uuml;hrungszeichen geschrieben werden.<\/p><p>Mit herzlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nJ&uuml;rgen Scherer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger, <\/p><p>&ldquo;Ist die AfD in der Mitte der Gesellschaft angekommen? Nein. Der bellizistische anitrussische Mainstream von Medien und Politik ist bei dem Geschichtsrevisionismus der AfD angekommen. Und das ist noch schlimmer.&rdquo; <\/p><p>&ldquo;Alternative f&uuml;r Deutschland&rdquo; nennen sie sich. Als die Partei gegr&uuml;ndet wurde war mir klar, ein Rechtsableger der CDU kann niemals eine Alternative in einem demokratischen Deutschland sein. In den letzten Jahren konnten einem Zweifel kommen, wenn einzelne AfDler der verheerenden Politik der Mainstreamparteien in einigen Punkten widersprochen haben. <\/p><p>Danke f&uuml;r die Klarstellung, das ist keine Alternative! Das ist der Rettungsanker der Rechten, falls der CDU die Puste ausgeht. Allerdings tut die SPD alles, damit das niemals geschehen wird. <\/p><p>Hatte neulich eine kleine Nachhilfestunde in Geschichte. Wie konnte es mit Deutschland so weit kommen? Mitte des 19ten Jahrhunderts (1848) gab es deutsche L&auml;nder mit fortschrittlicher Entwicklung, das r&uuml;ckst&auml;ndigste war Preussen. Da war die Frage, wird in einem vereinigten Staat Preussen &ldquo;deutsch&rdquo; (also fortschrittlich) werden oder wird dieses Deutschland preussisch? Leider ist letzteres eingetreten. Und so ist es geblieben, ein im Grunde militaristischer Obrigkeitsstaat. Inzwischen aber wieder offen militaristisch. <\/p><p>Manche warnen vor dem Dritten Weltkrieg. Andere meinen, er habe schon l&auml;ngst begonnen. Wenn ich die Entwicklung seit 1945 Revue passieren lasse, denke ich, der Zweite Weltkrieg hat noch gar nicht aufgeh&ouml;rt. <\/p><p>Rolf Henze<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<br>\n&nbsp;<br>\nder 8. Mai, nach russischer Sichtweise der 9. Mai, ist beides: Tag der Befreiung und Tag der Niederlage. W&auml;hrend die russische Armee im Jahr 1994 aus Ostdeutschland abzog, sind die USA als westliche Supermacht in Deutschland geblieben und koordinieren von hier aus, wie z.B. beim v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Irak 2003, ihre Milit&auml;reins&auml;tze. Diese politische Beschr&auml;nkung der Souver&auml;nit&auml;t Deutschlands ist eine Folge der milit&auml;rischen Niederlage Deutschlands. Sie muss dringend aufgel&ouml;st werden. Dann werden auch willf&auml;hrige deutsche Regierungen, die durch Sanktionen und Waffenlieferungen die Interessen Deutschlands verletzen, verschwinden. Gleichzeitig ist der 8. Mai aber auch Tag der Befreiung vom Nazi-Regime und seinem Terror. An beides sollten sich die Deutschen erinnern, allerdings &ndash; 78 Jahre nach Kriegsende &ndash; ohne masochistische oder rituelle Schuldbekenntnisse.<br>\n&nbsp;<br>\nDass Frau Weidel den Besuch des Vorsitzenden Chrupalla (oder des Bundestagsabgeordneten der LINKEN Klaus Ernst) beim russischen Botschafter am 9. Mail als Fehler darstellt, macht deutlich, dass die offizielle, vern&uuml;nftige Position der AfD der Abschaffung der Russland-Sanktionen innerhalb der Partei umstritten und politische Verhandlungsmasse ist. Im &Uuml;brigen ignoriert Weidel die tats&auml;chliche Bedeutung des 9. Mai f&uuml;r Russland. Bereits Stalin erkl&auml;rte, dass &ldquo;die Hitler kommen und gehen, aber das deutsche Volk bleibe&rdquo;, und brachte so zum Ausdruck, dass er die Deutschen keineswegs auf ihre nazistische Vergangenheit festnageln wollte. Allerdings ist der 9. Mai f&uuml;r die V&ouml;lker der ehemaligen Sowjetunion &ndash; unabh&auml;ngig von den jeweiligen Regierungen! &ndash; der Tag des physischen und nationalen &Uuml;berlebens und insoweit von erheblicher politischer Bedeutung. Das gilt es zu respektieren. Die Gedenkveranstaltung des russischen Botschafters war insoweit eine Gelegenheit, jenseits des Russland-Ukraine-Kriegs im Hinblick auf eine ferne politische Zukunft eine Minimalverbindung zwischen Deutschland und Russland zu wahren. Dank Frau Weidel stellt sich heraus, dass auch die AfD wie alle anderen Parteien dazu nicht in der Lage ist.<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nHae-Joo Chang<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseiten, lieber Jens Berger,<\/p><p>Bravo und vollste Zustimmung zum Artikel &bdquo;ARD-Sommerinterview mit Alice Weidel &ndash; Geschichtsrevisionismus ist offenbar wieder salonf&auml;hig&ldquo;. Auch unsere Au&szlig;enministerin gl&auml;nzt ja dadurch, dass sie die schrecklichen Teile der Deutschen Geschichte ausblendet oder auf absurde Weise umdeutet. Vor der Organisation &bdquo;Atlantic Council&ldquo; sagte Frau Baerbock im Mai 2021:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Und mein eigener Gro&szlig;vater k&auml;mpfte dort [1945] an diesem Fluss [Oder], an dieser Grenze. Und ich stand dort 2004 auf dieser Br&uuml;cke, die offensichtlich wieder aufgebaut war zwischen Polen und Deutschland, als Joschka Fischer als Au&szlig;enminister, zusammen mit seinem Kollegen von der polnischen Seite, erneut die Wiedervereinigung Europas feierte. Und das war wirklich der Moment, als ich dachte, wow, wir stehen nicht nur auf den Schultern von Joschka Fischer, sondern auch auf denen unserer Gro&szlig;v&auml;ter, die es m&ouml;glich machten, dass L&auml;nder die Feinde waren erneut nicht nur in Frieden, sondern in Freundschaft zusammen sind. Und auf diesem Grund stehe ich weiterhin, f&uuml;r ein Europa k&auml;mpfend, das in Freundschaft lebt, in einem gemeinsamen, integrierten Markt.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Hitlers Wehrmachtssoldaten waren es nach Annalena Baerbock also, die es m&ouml;glich machten, dass in Europa Frieden und Freundschaft einzog. Wow, bei diesem verqueren Geschichtsverst&auml;ndnis von Frau Baerbock wundert man sich auch nicht &uuml;ber die Widmung, die sie ihrer neuen Autobiographie voranstellt:<\/p><p>&ldquo;Das Buch ist meiner Gro&szlig;mutter und all den Generationen gewidmet, die gelitten, gek&auml;mpft und so viel getan haben.&rdquo; Was die Generation im faschistischen Deutschland im Speziellen so alles getan hat und wof&uuml;r sie gek&auml;mpft hat, will Baerbock offensichtlich gar nicht wissen &ndash; Hauptsache es ging gegen &ldquo;den Russen&rdquo;. Und deshalb hat Frau Baerbock wohl auch nichts gegen ukrainische faschistische Bandera Verehrer. Die sind schlie&szlig;lich auch gegen &ldquo;den Russen&rdquo;.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nThomas Arnold<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger und NDS Redaktion,<\/p><p>wunderbarer kann man doch nicht zeigen, wie verlogen die Kritik an der AFD ist, wenn solche No-Go&acute;s kaum medialen Anklang finden.<\/p><p>W&auml;re der Kampf gegen Rechts ehrlich, dann m&uuml;sste die ganze Bundesrepublik im Aufstand sein.<\/p><p>Dabei finde ich aber interessant, dass ich selbst mich auch nicht wirklich &uuml;ber die Aussage aufrege. Das liegt aber nicht daran, dass ich die Aussage harmlos finde, vielmehr ist das eine Abnutzungserscheinung. Man hat selbst schon so viel emotionale Energie in die Verurteilung der AFD investiert, so das es scheint dass diese langsam aufgebraucht ist.<\/p><p>Sollte es noch mehr Menschen geben denen es &auml;hnlich geht, dann haben wir hier eine wirkliche Gefahr f&uuml;r unsere Demokratie, da wir die Rechten also aufgrund von emotionaler Resignation wieder akzeptieren, dauert dann wohl nicht mehr lange bis wir uns auch wieder damit abfinden wenn diese uns Regieren.<\/p><p>mfg<br>\nRonny Dietzsch<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes Nachdenkseiten-Team,<br>\n&nbsp;<br>\nich m&ouml;chte gern meinen Senf zum Artikel &ldquo;ARD-Sommerinterview mit Alice Weidel &ndash; Geschichtsrevisionismus ist offenbar wieder salonf&auml;hig&rdquo; von Jens Berger beitragen, auch wenn ich vielleicht ein bisschen am Thema vorbeischramme, denn Ich habe das Weidel-Interview nicht gesehen und kann deshalb allein anhand dieses Artikels nichts dazu sagen, ohne mir ein vollst&auml;ndiges Bild gemacht zu haben. Mir ist nur etwas ganz anderes in den Sinn gekommen: Wenn der 8. Mai 1945 als Tag der Befreiung gelten soll, wer wurde denn da befreit und von wem? Die Deutschen hatten doch in der Mehrzahl alles mitgemacht oder zumindest geduldet (so sind sie heute noch). Wollten sie &uuml;berhaupt befreit werden vom Nationalsozialismus? Auch kamen die alten Schergen nach dem Krieg ja wieder auf verantwortungsvolle Posten. Befreit wurden vor allem die Konzentrationslager (perfiderweise wurde und wird der Beitrag der Russen dabei heute total &bdquo;vergessen&ldquo;) und damit wurde dem Holocaust ein Ende gemacht, aber der Rest&hellip; Der Faschismus wurde nie aufgearbeitet, sondern existiert in den K&ouml;pfen selbst der Nachfolgegenerationen weiter oder kann nur allzu leicht wieder erweckt werden, wie man heute nur allzu deutlich sieht. Der zweite Knackpunkt: Man kann den 8. Mai als Tag des Kriegsendes feiern, aber in gewisser Weise kann man ihn auch als Niederlage verstehen, wenn auch vielleicht nicht im Weidelschen Sinne. Denn seitdem ist Deutschland endg&uuml;ltig Vasall der USA, quasi als Dank daf&uuml;r, dass die westlichen Alliierten England und USA gro&szlig;e St&auml;dte zerst&ouml;rten und vor allem die Zivilbev&ouml;lkerung t&ouml;teten, w&auml;hrend sie das VW-Werk und andere Industrien unbeschadet lie&szlig;en, sich die Technologie selbst zunutze machten und als gro&szlig;z&uuml;gige Good-Will-Aktion sp&auml;ter ein paar Rosinenbomber schickten.<\/p><p>Ute Wolter<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Damen und Herren,<\/p><blockquote><p>\n&hellip;&rdquo;oder einem Volk, das nach innen wie nach au&szlig;en gemordet und gesch&auml;ndet hat wie wohl kein anderes Volk in der Menschheitsgeschichte?&rdquo;&hellip;.\n<\/p><\/blockquote><p>sch&ouml;n dass diese Aussage mit einem Fragezeichen versehen wurde. F&uuml;r Deutschland mag dies stimmen. Nicht aber bei weltweiter Betrachtung von V&ouml;lkermorden, Ausrottung, Versklavung bis hin zur Abh&auml;ngigmachung von Drogen (China und das durch Engl&auml;nder verabreichte Opium&hellip;) die britischen Untaten in Indien und S&uuml;dafrika u.a.m&hellip; Auch die Sp&auml;tfolgen des Einsatzes von Chemiewaffen (agent orange) und\/oder Uranmunition (DU Munition) oder dem Einsatz von Atomwaffen gegen die Zivilbev&ouml;lkerung und deren Folgewirkungen&nbsp; durch unsere Freude des Friedens werden so gut wie gar nicht beachtet. Von den Zust&auml;nden in Nahost ganz zu schweigen. Nur in Deutschland wird alles penibel aufgearbeitet.<br>\n&nbsp;<br>\nAndere V&ouml;lker weisen diese Akribie der Vergangenheitsaufarbeitung nicht auf. Im Gegenteil, dort werden T&auml;ter mit Friedensnobelpreisen beh&auml;ngt und wir applaudieren dazu noch.<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nP. Ehrental<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag Herr Berger,<\/p><p>ich bin seit ca. 2 Jahren ein interessierter Leser der Nachdenkseiten. Als Freund der Meinungsvielfalt sind mir die Nachdenkseiten ebeson wie z.B. die Weltwoche, TE und Telepolis f&uuml;r meine Meinungsbildung wichtig geworden.<\/p><p>&Uuml;ber Ihren Kommentar habe ich mich aber gerade ge&auml;rgert. Nachdem ich die lange geplante kleine Spende auf den Weg gebracht habe, m&ouml;chte ich Ihnen die Gr&uuml;nde f&uuml;r diesen &Auml;rger kurz &uuml;bermitteln.<\/p><p>Vorbemerkung. Meine Antwort erfolgt ohne Kenntnis des Interviews. Seit drei Jahren verzichten meine Frau und ich auf den &Ouml;RR. Auch, weil z.B. die Sommerinterviews i.d.R sehr einseitig, oft unfair und inhaltlich meistens belanglos sind.<\/p><p>Jetzt zu Ihrem Kommentar:<\/p><ol>\n<li>Sowohl bei Twitter oder in der WELT gibt es doch wieder die &uuml;bliche Emotionalisierung.<\/li>\n<li>Bei jedem anderen Politiker des politischen Mainstreams h&auml;tte es nach meiner Erfahrung keine Resonanz gegeben.<\/li>\n<li>Das Sommerinterview, das Denkmal der Schande oder den Vogelschiss jetzt wieder auszugraben, ist nicht unstatthaft, entspricht aber trotzdem eher BILD oder Welt Niveau.  <\/li>\n<li>Wer diese Damen und Herren als Vorl&auml;ufer des Faschismus betrachtet, relativiert die Nazischrecken und spielt auch noch das Spiel der M&auml;chtigen mit.<\/li>\n<li>Ob die AfD -wie sie selber behauptet- eine wirkliche Alternative ist, wird sich ja erst dann erweisen, wenn sie an den Fleischt&ouml;pfen der Macht angekommen ist. Bis dahin ist eine gesunde Skepsis nat&uuml;rlich mehr als berechtigt (siehe die Entwicklung der Gr&uuml;nen).<\/li>\n<li>Wer dagegen eine Gefahr f&uuml;r Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und totalit&auml;re Entwicklungen ist, kann sp&auml;testens seit Corona ohne Lupe oder akademische Weihen tagt&auml;glich erlebt werden. Es ist die sogenannte Mitte, die sich radikalisiert hat und B&uuml;rgerrechte, Meinungsvielfalt oder den Wohlstand der &bdquo;kleinen Leute&ldquo; zu jeder Zeit mit und ohne Anlass zu opfern bereit ist.<\/li>\n<\/ol><p>Trotzdem: Danke f&uuml;r Ihre engagierte Arbeit und ihre vielen Artikel mit gro&szlig;em Nutzen f&uuml;r die Leser!<\/p><p>Alles Gute und beste Gr&uuml;&szlig;e<br>\nEwald Adams<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag Herr Berger, <\/p><p>es ist doch interessant, mal &uuml;ber Befreiung und Niederlage nachzudenken. Wie wird es in der Ukraine sein? <\/p><p>Wir wollen ja auch andere Meinungen gelten lassen. Nat&uuml;rlich war es unsere Niederlage.<br>\nWenn man so etwas richtig besieht, kann man dar&uuml;ber nachdenken, was falsch gelaufen ist.<br>\nBefreiung bringt zwar erleichtertes Aufatmen aber keine Aufarbeitung. <\/p><p>Heute sind wir ganz erstaunt, wie ein Land so schnell faschistisch werden kann. Wir haben es nicht aufgearbeitet. Das unsere &ldquo;Befreier&rdquo; uns nur umgepolt haben, haben wir auch nicht gemerkt. So begeistert waren wir. Damit meine ich die westlichen Befreier.<br>\nDie Russen sehe ich nicht als Befreier an. Die haben sich selbst befreit, wir haben sie eigentlich nicht interessiert. <\/p><p>Willy Brandt gegen Hitler zu setzen ist zu kurz und einfach gedacht. Die deutschen Verbrechen sind &uuml;bel, aber sie sind nicht die einzigen auf der Welt. Wir neigen dazu, uns aus Stolz unsere Verbrechen nicht klein reden zu lassen. Wir haben auch da Gro&szlig;es geleistet, so muss man es wohl sehen. Wir schlagen uns auf die Schulter, wir haben ges&uuml;hnt, es wird nicht wieder vorkommen. Ab und zu gei&szlig;eln wir uns ein wenig wohlig. <\/p><p>Die &lsquo;Befreiung&rsquo; hat uns garantiert, dass wir gute Menschen sind, die nur von den Nazis missbraucht wurden. Deshalb freuen wir uns so. Und es wird nicht wieder vorkommen &hellip; <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nA.Hellmann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\nin der Tat d&uuml;rften derartige &Auml;u&szlig;erungen in Bezug auf die &ldquo;Niederlage des Deutschen Reichs&rdquo; vielen sauer aufsto&szlig;en, insbesondere denjenigen, die sich politisch links verorten. Zur Kernidentit&auml;t linker Bewegungen geh&ouml;rt nun mal die Solidarit&auml;t mit den Schwachen, mit den Opfern. Aber ein kritischer Geist wie Sie d&uuml;rfte sich dessen bewusst sein, dass die unreflektierte Identifikation mit den Opfern des Nazi-Terrors eine gef&auml;hrliche Sache ist. W&uuml;rden sich alle bundesrepublikanischen B&uuml;rger mit den Opfern des 3. Reichs identifizieren, wer w&uuml;rde dann T&auml;ter-Verantwortung &uuml;bernehmen? Angenehmer ist es freilich, sich ein bisschen als Opfer zu f&uuml;hlen ohne einen echten Preis daf&uuml;r gezahlt zu haben, ohne ein wirkliches Risiko eingegangen zu sein. Wir wissen ja, T&auml;ter sind immer die anderen&hellip;<br>\n&nbsp;<br>\nSo beschleicht mich auch manchmal der Verdacht, bei der weit verbreiteten Identifikation mit der Opferperspektive gehe es oft weniger um eine kritische Auseinandersetzung mit auch heute noch bestehenden Abgr&uuml;nden in sich selbst, seiner Familie oder seinem direkten Umfeld, als vielmehr darum, sich nachtr&auml;glich auf die richtige Seite der Geschichte zu schlagen, um sich damit f&uuml;r zuk&uuml;nftige Moralkonflikte eine moralische Schutzschicht zu erschleichen. Das ist ziemlich billig und birgt die Gefahr, echte und eben auch dezidiert linke Widerstandsk&auml;mpfer, die Leib und Leben im Kampf gegen die Diktatur riskiert haben, zu trivialisieren.<\/p><p>Niemand von uns kann sagen, ob wir selbst 1945 das Kriegsende als Befreiung oder Niederlage empfunden h&auml;tten, ob wir T&auml;ter, Opfer oder beides gleichzeitig gewesen w&auml;ren. Im Nachhinein so zu tun als ob, grenzt an Heuchelei. Ebenso wenig k&ouml;nnen wir wissen, ob Frau Weidel aufgrund ihres manchmal renitenten Auftretens, ihrer Polemik gegen staatliche Bevormundung, Kriegswirtschaft und antirussische Propaganda ihrerseits nicht selbst zum Opfer der Nazi-Herrschaft geworden w&auml;re und die Befreiung herbeigesehnt h&auml;tte, statt sich &uuml;ber die Kriegsniederlage zu gr&auml;men&nbsp; &ndash; oder vielleicht beides gleichzeitig.<\/p><p>Das mag denjenigen, die es sich im eindimensionalen politischen Lagerdenken h&auml;uslich eingerichtet haben, gefallen oder nicht. Und wollten die Attent&auml;ter um Stauffenberg eine Befreiung von Hitler nicht gerade deswegen, weil sie sich erhofften, damit eine Niederlage des Deutschen Reichs abzufedern oder gar zu verhindern? F&uuml;r die &ldquo;p&ouml;belhaften&rdquo; Opfer der Nazi-Ideologie hatten sie zwar recht wenig Mitleid, h&auml;tten deren Mitbefreiung aber wohl in Kauf genommen.&nbsp;<\/p><p>&ldquo;Ambivalenz aushalten&rdquo; konnte man zu diesem Thema in der TAZ vom 21.7.2022 lesen. Dort findet sich &uuml;brigens auch ein interessanter Verweis auf die gef&uuml;hlte Opferschaft der Deutschen, die jahrzehntelang eine ehrliche Aufarbeitung der NS-Zeit verhindert hat und es vielleicht immer noch tut.&nbsp;<\/p><p>Abgesehen davon nehme ich es einem Land, in dem weite Bev&ouml;lkerungsteile sich durch das Ausscheiden in einer l&auml;ppischen Fu&szlig;ball-WM kr&auml;nken lassen, nicht ab, das es einen totalen milit&auml;rischen Untergang als Befreiung begr&uuml;&szlig;en w&uuml;rde. &nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\nViele Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nP.K.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>11. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>den 8. Mai als Niederlage, gar als Katastrophe zu empfinden ist doch f&uuml;r einen Deutschen v&ouml;llig normal. Das hat doch mit Geschichtsrevisionismus oder Sympathie f&uuml;r das NationalSOZIALISTISCHE (!) System nichts zu tun.<\/p><p>Wissen Sie wie viel Deutsche NACH der sogenannten Befreiung gestorben sind? Millionen! In Prag wurden deutsche Soldaten als lebende Fackeln an Laternen aufgeh&auml;ngt um Herrn Benes zu begr&uuml;&szlig;en.  In der Pfalz oder in Baden wurde von unseren franz&ouml;sischen Freunden massenhaft vergewaltigt! Wenn ich mich recht erinnere hatten die UNS den Krieg erkl&auml;rt. Von den Rheinwiesenlagern, den Bombardements auf wehrlose St&auml;dte, der Vertreibung im Osten usw. brauchen wir erst gar nicht zu reden.<\/p><p>Ich habe als 20 J&auml;hriger (bin jetzt 60) den Playboy gelesen, da war damals ein Interview mit einem bekannten m&auml;nnlichen Schauspieler. Auf die Nachfrage wie er als kleiner Junge den 8. Mai konkret erlebt hat, kam die gleiche Antwort: Niederlage! Ich glaube nicht, dass dieser Herr verd&auml;chtig ist irgendwelche Sympathien f&uuml;r die NS-Diktatur zu hegen. Ich &uuml;brigens auch nicht. Aber das Gequatsche von der Befreiung ist krank und verlogen.<\/p><p>Ansonsten sch&auml;tze ich die Nachdenkseiten, gerade wegen ihrer Haltung in Corona und gegen&uuml;ber Russland bzw. dem Ukraine Krieg.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nDr. Henning Lorenz<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>12. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>sie schreiben zu Recht:&ldquo;V&ouml;lkerrechtlich ist es nat&uuml;rlich unstrittig, dass der 8. Mai 1945 der Tag der Niederlage Deutschlands im Zweiten Weltkrieg ist.&ldquo;<\/p><p>&nbsp;Warum dann die rei&szlig;erische &Uuml;berschrift:&ldquo;ARD-Sommerinterview mit Alice Weidel &ndash; Geschichtsrevisionismus ist offenbar wieder salonf&auml;hig&ldquo;. Sie schreiben weiter:&ldquo;Ob man diesen Tag f&uuml;r Deutschland als Niederlage oder Befreiung ansieht, ist jedoch keine v&ouml;lkerrechtliche Frage, sondern eine Frage, mit welchem Deutschland man sich identifiziert; mit dem Deutschland Willy Brandts oder mit dem Deutschland Adolf Hitlers?&ldquo;. Es ist keine Ja-Nein-Frage sondern eine gro&szlig;e Grauzone. Ein so komplexes Thema l&auml;sst sich nicht zu einer einfachen Bekenntnis Angelegenheit reduzieren.<\/p><p>Das Deutschland Willy Brandts gibt es schon lange nicht mehr, das deutsche &bdquo;Volk&ldquo;(Vorsicht, der Begriff wirft Sie heut zu Tage in die rechte Ecke) ist auch schon lange kein guter Nachbar mehr.<\/p><p>Sie schreiben weiter meines Erachtens richtig:&ldquo;Revisionisten und Altnazis waren im damaligen politisch-gesellschaftlichen Gebr&auml;u aus Vertriebenenverb&auml;nden, CDU und FDP weitaus einflussreicher, als es uns die heute erz&auml;hlte Geschichte weismachen will&ldquo;, als wollten Sie das Gegenargument, &bdquo;Nazis sind von den Amis in F&uuml;hrungspositionen gebracht worden, weil sonst keiner da war, um das neue Deutschland gegen die Sowjetunion zu positionieren&ldquo;, von vorn herein entkr&auml;ften.<\/p><p>Betrachtet man die damalige BRD genau, erkennt man das sie von Alt-Nazis beherrscht wurde.<\/p><p>Personen wie Willy Brandt und Richard von Weizs&auml;cker sind bis heute die absolute positive Ausnahme. Die Deutschen durften durch Willy Brandt und Richard von Weizs&auml;cker kurze Zeit aufatmen und sich nicht mehr schuldig f&uuml;hlen.<\/p><p>Doch diese Zeit ist sp&auml;testens seit Corona endg&uuml;ltig vorbei und wir sind wieder da, wo wir schon einmal waren. Die Impfpflicht konnte gerade noch abgewehrt werden, doch nun entscheidet die WHO. Was passiert mit den Menschen, die sich nicht Impfen lassen wollen, wenn die Impfpflicht von der WHO eingefordert wird. Internierungslager hatten wir schon in Australien.<\/p><p>M&ouml;chten Sie Alice Weidel empfehlen eine Befreiung Deutschlands, die es nie gab, denn diese Behauptung ist Geschichtsrevisionismus, bei den West-Alliierten zu feiern? Weder da noch dort. Und das ist auch richtig so, denn Deutschland hat am 8.5.1945 eine Niederlage erlitten und nichts daraus gelernt. Der Scho&szlig; ist fruchtbar noch, aus dem das kroch.<\/p><p>Mit AFD Bashing bek&auml;mpft man nur ein Symptom.<\/p><p>MfG<br>\nT. H.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>13. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Zum  Interview mit der  Politikerin vom Rechten Rand :<\/p><p>Dass nicht nur die, die Niederlage und Kapitulation des Deutschen Reichs, besser: des Dritten Reichs, besser: der Braunen Diktatur als Niederlage Deutschlands empfindet, sondern viele Deutsche, erkl&auml;rt m.E. auch das jetzige Verhalten Deutschlands in der Ukraine : gegen die Rrrrrussen.<\/p><p>Genau so wie 1942 mit den Hilfstruppen aus ganz Europa gegen den Feind im Osten, gegen die Bolschewisten! Vom Nordkap bis zum Schwarzen Meer.<\/p><p>Bis sie = wir gewinnen. Und wenn&rsquo; s bis 2032 dauert.<\/p><p>W&auml;r&rsquo;s nicht so tragisch, man k&ouml;nnte von einem Treppenwitz der Geschichte sprechen.<\/p><p>G.C.L.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>14. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag Herr Berger,<\/p><p>ein kurzer Blick ins Netz verr&auml;t mir: Der Sturm der Entr&uuml;stung &uuml;ber Frau Weidels Weltkriegs&auml;u&szlig;erung ist nicht ausgeblieben. Entsprechende Schlagzeilen finden sich in den online-Angeboten von so namhaften Mainstream-Medien wie Spiegel, Merkur, Stern, Welt, Bild, t-online, rnd, usw. &nbsp;Dazu kommt: &bdquo;unsere Niederlage&ldquo; kann der Ausgang des Zweiten Weltkriegs sowieso nicht gewesen sein, weil die meisten gegenw&auml;rtig lebenden Menschen in den Jahren 1939 bis 1945 noch gar nicht auf der Welt waren.<\/p><p>Mit den &bdquo;Niederlagen&ldquo; und &bdquo;Befreiungen&ldquo; ist das so eine Sache. Realistisch betrachtet ist am achten Mai 1945 nur jener Teil der in Deutschland lebenden Menschen &bdquo;befreit&ldquo; worden, der unter der Herrschaft der Nazis gelitten hat. Alle anderen Mitl&auml;ufer und Nutznie&szlig;er des Nationalsozialismus haben aus meiner Sicht das Kriegsende zurecht als Niederlage betrachtet. Wenn ich damals gelebt h&auml;tte, w&auml;ren mir hochstehende Begriffe wie &bdquo;Befreiung&ldquo; &ndash; von der falschen Seite ge&auml;u&szlig;ert &ndash; h&ouml;chst dubios erschienen. Aus manchen M&uuml;ndern m&uuml;ssen solche Worte wie ein selbsts&uuml;chtiges Flehen nach Gnade geklungen haben. Meine Gro&szlig;mutter erz&auml;hlte mir zu ihren Lebzeiten noch sehr bildhafte Geschichten zu diesem Thema. Auf der Grundlage solcher Berichte und aus den Erfahrungen der letzten drei Jahre w&uuml;rde ich daher annehmen, dass nicht mehr als 20 bis 30 Prozent der Deutschen am achten Mai 1945 tats&auml;chlich befreit worden sind. Alle anderen d&uuml;rften sich zu Recht als Besiegte gesehen haben.<\/p><p>Als sp&auml;t Geborener, der niemals den Druck einer echten Diktatur erfahren hat, wei&szlig; ich nicht wirklich, ob ich damals zu den &bdquo;Befreiten&ldquo; oder zu den &bdquo;Besiegten&ldquo; gez&auml;hlt h&auml;tte. Deshalb w&uuml;rde ich mich im Zweifel lieber den fiktiv Besiegten zuordnen als zu jenen Mutigen, die damals tats&auml;chlich den Kampf gegen die Diktatur aufgenommen haben. In meiner Familie gab es Vertreter beider Seiten. Aus dieser Masse ragte als besonders schillernde Figur mein Urgro&szlig;vater hervor, der sich als SPD Funktion&auml;r niemals von den braunen Horden hatte unterkriegen lassen. Mein ganzes Leben ist er mir ein Vorbild gewesen, obwohl er zu jung verstorben ist, als dass ich ihn noch h&auml;tte kennenlernen d&uuml;rfen. Letztlich hat ihm die Geschichte recht gegeben. Deshalb war er im Mai 1945 ein Befreiter, w&auml;hrend viele andere Besiegte waren.<\/p><p>Wie Frau Weidel zu ihrem Zitat steht und aus welchen Gr&uuml;nden sie sich so ausgedr&uuml;ckt hat, wie sie sich eben ausgedr&uuml;ckt hat, ist mir nicht bekannt. Doch wenn wir bei den Tatsachen bleiben, steht fest, dass sie sich an den meisten totalit&auml;ren Tendenzen der letzten Jahre nicht aktiv beteiligt hat. Sie hat weder gegen Ungeimpfte gehetzt, noch hat sie sich als herausragende Kriegstreiberin hervorgetan. Sie verwendet keine Gendersprache, sie bekennt sich nicht zu autorit&auml;ren Ma&szlig;nahmen, sie bastelt nicht am Untergang unserer Wirtschaft, sie hetzt nicht gegen die b&ouml;sen Russen: Ich habe auch noch nie geh&ouml;rt, dass sie uns mit Insekten f&uuml;ttern oder uns mit abstrusen pseudowissenschaftlichem Krimskrams in die Irre f&uuml;hren m&ouml;chte. Insofern muss ich sagen: Wenn man Alice Weidel an ihren Taten misst, hat sie bis jetzt erstaunlich wenig Schaden angerichtet. Deshalb und aus den anderen beschriebenen Gr&uuml;nden bin ich der Auffassung, dass Frau Weidels &Auml;u&szlig;erungen zum Ende des Zweiten Weltkriegs (noch) keinen zivilisatorischen Dammbruch darstellen &ndash; ganz im Gegensatz zu all den Notstandsgesetzen der Corona-Jahre und zum j&uuml;ngst verabschiedeten Digital Services Act der EU. Am Ende k&ouml;nnten solche Gesetze das Aus f&uuml;r die Nachdenkseiten und alle zeitkritischen Internetportale bedeuten. Finden Sie nicht, dass das eher einen Bericht wert w&auml;re, als die gedankenlosen &ndash; oder auch nicht gedankenlosen &ndash; &Auml;u&szlig;erungen einer Alice Weidel?<\/p><p>&Uuml;brigens: Lassen Sie sich nicht t&auml;uschen! Mein Herz schl&auml;gt immer noch eher links &ndash; schon im Gedenken an meinen Urgro&szlig;vater. Doch was mir in den letzten Jahren an &ldquo;Hass und Hetze&rdquo; aus linken M&uuml;ndern zuteil geworden ist, werde ich garantiert nie vergessen! Das war bodenlos! Wie sagte Ignazio Silone doch so treffend: &ldquo;Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: &lsaquo;Ich bin der Faschismus&rsaquo;. Nein, er wird sagen: &lsaquo;Ich bin der Antifaschismus&rsaquo;.&raquo; Genau so ist es gelaufen. Und genau so l&auml;uft es immer noch.&nbsp;<\/p><p>Sie d&uuml;rfen diesen Leserbrief, sofern sie das m&ouml;chten, gerne mit meinem Namen ver&ouml;ffentlichen.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nMichael Freuding<\/p><p>P.S.: Soweit ich wei&szlig;, ist der einzige offizielle Untersuchungsausschu&szlig; zur Corona-Politik von der AfD-Fraktion in Brandenburg initiiert worden (aus dem Ged&auml;chtnis). Ist das nicht erstaunlich?<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>15. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Die Frage des Interviewers war, warum sie (Frau Weidel) nicht in der russischen Botschaft im Mai 2023 an der Feier zur Kapitulation Deutschlands teilgenommen h&auml;tte. Sie antwortet:<\/p><p>&bdquo;Ich habe f&uuml;r mich entschieden; es ist eine pers&ouml;nliche Entscheidung gewesen, aus politischen Gr&uuml;nden, &hellip; auch aus dem Hintergrund der Fluchtgeschichte meines Vaters &hellip; nicht daran teilnehmen.&ldquo; Daraus jetzt eine &bdquo;Identifikation Weidels mit dem Dritten Reich&ldquo; abzuleiten, ist doch m. E. sehr weit hergeholt. Dieser Teil des Interviews umfasst mal gerade ungef&auml;hr zwei Minuten von &uuml;ber 30 Minuten des Interviews.<\/p><p>Sich daran dann hochzuziehen, und alles andere, &ndash; die vielen brennenden politischen Fragen, die Frau Weidel klug und immer sachlich, mit Fakten belegt, geantwortet hat &ndash;, einfach wegzulassen, das ist eines guten Journalisten (und ich halte Sie durchaus f&uuml;r einen guten Journalisten, Herr Berger) nicht w&uuml;rdig. Themen wie Altersarmut, Abwanderung von Fachkr&auml;ften, Schul- und Bildungsmisere, Corona-Politik, Heizungsgesetz, EU-Politik, Ukraine-Krieg &ndash; da hat sie n&auml;mlich den Interviewer, Herrn Matthias Dei&szlig;, ganz sch&ouml;n alt aussehen lassen. &Uuml;brigens sind das oft Positionen, die ich auch auf den &bdquo;Nachdenkseiten&ldquo; schon h&auml;ufiger lesen konnte.<\/p><p>Das immer wieder erneut vorgetragene Narrativ von der &bdquo;rechtsextremen Partei AfD&ldquo; greift doch schon lange nicht mehr. Ich bin da mal dem Vorschlag von Roger K&ouml;ppel (Weltwoche) gefolgt und habe mir mal das Parteiprogramm der AfD angeschaut: Volksabstimmungen nach Schweizer Vorbild, Gewaltenteilung gew&auml;hrleisten, Trennung von Amt und Mandat. Das sind Forderungen nach mehr Demokratie! Nat&uuml;rlich gibt es einige Punkte aus diesem Parteiprogramm (z. B. zum Islam), die ich nicht teile, aber rechtsradikal? Zeigen Sie mir doch mal, Herr Berger, wo Sie da rechtsradikale Tendenzen sehen?<br>\n&nbsp;<br>\nDr. Karsten Karad<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>16. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>ich f&uuml;hle mich gen&ouml;tigt, Ihnen zu widersprechen. Deutschland wurde nicht am 8.Mai 1945 befreit. Deutschland wurde milit&auml;risch besiegt und hat bedingungslos kapituliert.<\/p><p>Befreit wurden in diesen Tagen die Juden und Kommunisten, Kriegsgefangene und sonstige Lagerinsassen.<\/p><p>Von einer Befreiung Deutschlands zu sprechen ist geschichtlich falsch. Als w&auml;re das Land von einigen Nazis in Geiselhaft genommen worden. Nein Herr Berger, die Deutschen waren &uuml;berwiegend die Nazis, die andere L&auml;nder &uuml;berfallen hatten. Diese L&auml;nder wurden befreit.<\/p><p>Die Nazis, das war Deutschland. Und es ist gut, dass es besiegt wurde.<\/p><p>Meine Gro&szlig;eltern waren auch dabei, die f&uuml;hlten sich nicht befreit, sondern besiegt. Befreit wurde die Generation meiner Eltern, die ohne diese abscheuliche Ideologie aufwachsen durften.<\/p><p>Die Befreiung Deutschland vollzog sich nach dem 8.Mai 1945 in kleinen Schritten. Angefangen mit der Gr&uuml;ndung der BRD 1949. Die von der UDSSR gegr&uuml;ndete DDR war da noch lange nicht frei.<\/p><p>Von einer echten Befreiung kann man erst seit 1989 sprechen, als die Wiedervereinigung ihren Lauf nahm. Davor war Deutschland besetzt von den Alliierten, und eben nicht frei.<\/p><p>Die milit&auml;rische Niederlage m&uuml;ssen wir nicht feiern, wir waren n&auml;mlich nicht dabei. Was wir feiern sollten, ist die Freiheit, die wir st&uuml;ckweise bekamen. Und diese Freiheit sollten wir uns jetzt nicht mehr nehmen lassen.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en M. M.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>17. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<br>\n&nbsp;<br>\nrein sachlich betrachtet war es doch kein Tag der Befreiung, es war der Tag von dem an Deutschland bis jetzt von den Amerikanern\/Siegerm&auml;chten (bis auf Russland) besetzt ist. Und bitte jetzt nicht damit argumentieren, dass das ja NATO-St&uuml;tzpunkte sind.<br>\n&nbsp;<br>\nW&auml;re Ihnen wohler, wenn Frau Seidel ausdr&uuml;cklich von der Befreiung vom Nationalsozialismus gesprochen h&auml;tte?!<br>\n&nbsp;<br>\nLangsam mache ich mir etwas Sorgen, dass auch hier bei den Nachdenkseiten etwas Einzug h&auml;lt was ich in den letzten Jahren von jeglicher Partei\/jeglichem Politikern gewohnt bin: etwas falsch verstehen WOLLEN, damit man sich k&uuml;nstlich aufregen und dagegen zu Felde ziehen kann.<br>\n&nbsp;<br>\nEs war keine Befreiung, es wurde nur ein Regime gegen ein anderes getauscht, und dieses neue Regime ist nicht weniger gef&auml;hrlich als das alte, bringt seit Jahrzehnten Millionen Menschen in aller Welt wegen einer Ideologie und Machtanspruch um (inklusive einem Quasi-Genozid an den amerikanischen Ureinwohnern), steckt Unsummen in die R&uuml;stung um andere Menschen ihrer L&auml;nder und Rohstoffe zu berauben, installiert Marionettenregierungen nach Regimechanges, &nbsp;besitzt Folterlager, ist von Korporatismus durchsetzt, hat ein &uuml;bersteigertes Sendungsbewusstsein als &bdquo;god&acute;s own country&ldquo;, hat sich in unseren deutschen Gesetzen Mitspracherechte (Abh&ouml;ren, etc) einr&auml;umen lassen, Rassentrennung bis in die 60&acute;er Jahre (wenn nicht inoffiziell bis heute), Wolfowitz-Doktrin die nichts anderes als die Rechtfertigung von Angriffskriegen ist, PNAC, &bdquo;Die einzige Weltmacht: Amerikas Strategie der Vorherrschaft&ldquo; von Zbigniew Brzezi&#324;ski und und und&hellip; <a href=\"https:\/\/www.google.com\/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=&amp;cad=rja&amp;uact=8&amp;ved=2ahUKEwj1hszd86SBAxW4xgIHHWJgB9cQFnoECCoQAQ&amp;url=https%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2FDie-einzige-Weltmacht-Zbigniew-Brzezinski%2Fdp%2F386445249X&amp;usg=AOvVaw1mqDRGL4fXgwddb4Y5trOz&amp;opi=89978449\">google.com\/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=&amp;cad=rja&amp;uact=8&amp;ved=2ahUKEwj1hszd86SBAxW4xgIHHWJgB9cQFnoECCoQAQ&amp;url=https%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2FDie-einzige-Weltmacht-Zbigniew-Brzezinski%2Fdp%2F386445249X&amp;usg=AOvVaw1mqDRGL4fXgwddb4Y5trOz&amp;opi=89978449<\/a><br>\n&nbsp;<br>\nWollen Sie da jetzt ernsthaft von Befreiung sprechen?! Kl&auml;ren Sie mich bitte mal auf, wo da noch ein massiv gravierender Unterschied zu dem alten, abgrundtief b&ouml;sen Nazi-Regime in Deutschland ist.<br>\nUnd jetzt kommen Sie mir bitte nicht alleinig mit der Shoa, die in der Tat als widerw&auml;rtigst und b&ouml;se zu bezeichnen ist &ndash; andere L&auml;ndern haben im Lauf der Geschichte weit mehr (ihrer eigenen) Menschen, prozentual und absolut aufs schlimmste ums Leben gebracht.<br>\nDer Ami und seine Lakaien (unter anderem Deutschland und die NATO) sind ganz sicher nicht die Guten, aber so was von sicher nicht.<br>\n&nbsp;<br>\nWir\/unsere Politiker wissen das alles und machen dennoch mit. Das nennt man Beihilfe! Gegen angebliche KZs im ehemaligen Jugoslawien zu Felde ziehen, aber bei Guantanamo die Augen verschlie&szlig;en! Unsere westlichen, ach was sage ich &ndash; fast alle Politiker sind Verbrecher oder zumindest hochgradig amoralisch!<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nJ&ouml;rg Poggemeyer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>18. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger!<\/p><p>Ihr profundes Wissen in den technischen, finanziellen Belangen sch&auml;tze ich sehr. Beim Thema AfD kommen Sie leider irgendwie nicht weiter und suchen dann immer jeden noch so kleinen, Ihrer Meinung nach, Widerspruch. Frau Weidels Aussage kann ich nur vollumf&auml;nglich zustimmen. Ich w&uuml;rde auch nicht auf einer Feier der Besatzer die Niederlage meiner eigenen Gro&szlig;v&auml;ter beiwohnen. Schon aus Respekt ihnen gegen&uuml;ber. Einer zwei Jahre in russischer Gefangenschaft, der andere nur mit einem Arm heimgekehrt. Beide waren trotzdem liebe Gro&szlig;v&auml;ter und haben nie &uuml;ber die Russen auch nur ein schlechtes Wort verloren. Deswegen ist es mir v&ouml;llig egal, ob Sie es Kapitulation oder Niederlage nennen und damit moralisch sich positionieren. Ihre Behauptung, gemordet wie kein anderes Volk in der Geschichte, ist ebenfalls nicht haltbar. Fragen Sie mal alle &uuml;ber 150 L&auml;nder die Gro&szlig;britannien mit Krieg &uuml;berzogen hat und wahlweise kolonialisierte, wie freundlich das &uuml;ber die B&uuml;hne ging. Und zwar &uuml;ber Jahrhunderte!<\/p><p>Da Sie sich ja selbst immer als Linker bezeichnen, wei&szlig; ich, dass wir in dieser Frage eher nicht zusammenkommen. Ist aber nicht schlimm. Was mich nur wirklich interessieren w&uuml;rde, haben Sie keine Gro&szlig;v&auml;ter die f&uuml;r ihr Land gek&auml;mpft haben?<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e, L. Bauer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>19. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>nein, ich kann Ihrem Artikel nicht zustimmen. Zumal das Recht, pers&ouml;nliche Entscheidungen zu treffen auch f&uuml;r Frau Weidel gilt.<\/p><p>Frau Weidel sagte:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;das ist eine pers&ouml;nliche Entscheidung gewesen wo ich f&uuml;r mich pers&ouml;nlich entschieden habe, auch mit der Fluchtgeschichte meines Vaters, daran nicht teilzunehmen.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>&bdquo;Ob man diesen Tag f&uuml;r Deutschland als Niederlage oder Befreiung ansieht, ist jedoch keine v&ouml;lkerrechtliche Frage, sondern eine Frage, mit welchem Deutschland man sich identifiziert&ldquo; Nein, nicht nur. Es spielen auch pers&ouml;nliche Hintergr&uuml;nde eine wesentliche Rolle. Es macht einen Unterschied, ob man den 8.Mai als Tag der Niederlage betrachtet, weil der &bdquo;geliebte F&uuml;hrer&ldquo; ins Jenseits entwich, die &bdquo;herrliche&ldquo; nationalsozialistische Zukunft brutal beendet wurde, oder man diesen Tag als Tag der Niederlage empfindet, weil man seine Heimat in Ostpreu&szlig;en, seine Fabrik in Schlesien oder sein Hotel in Pommern verlor. Das w&auml;ren dann pers&ouml;nliche Gr&uuml;nde. Genauso kann man die sowjetische Besatzungsmacht als Besatzer empfunden haben, wenn man nach Kriegsende zur Zwangsarbeit nach Sibirien oder auch in ein umfunktioniertes KZ gewandert ist. Ich selbst, Jahrgang 1959 und in der DDR aufgewachsen, habe die sowjetischen Soldaten nie als Besatzer empfunden. Sie haben sich in den 60er und 70er Jahren auch nicht so benommen. Aber ich kann verstehen, wenn andere das anders sehen. Mit &bdquo;Geschichtsrevisionismus&ldquo; hat das nicht das Geringste zu tun. Ich identifiziere mich weis Gott nicht mit dem Volk Adolf Hitlers, nur weil ich dem Rittergut in Westpreu&szlig;en nachtrauere oder dem Onkel, der 1953 von einem, sowjetischen Panzer &uuml;berfahren wurde.<\/p><p>Nun Gut, den &bdquo;Vogelschiss&ldquo; vom Herrn Gauland, wie lange wollen Sie da noch drauf rumreiten? Er hatte sich schon mehrfach daf&uuml;r entschuldigt, nun ist es doch mal langsam gut.<\/p><p>F&uuml;r mich ist es Geschichtsrevisionismus, wenn die Altparteien und die gleichgeschalteten Medien aus Stalin einen &bdquo;Kumpel&ldquo; Hitlers machen. Frei nach dem Motto: Der Hitler- Stalin Packt war der Beginn des 2. Weltkrieges den Deutschland gemeinsam mit Russland (da wird mal gerne nicht von der Sowjetunion gesprochen) entfachte. Erst durch die Landung der Amerikaner wurde das Nazireich niedergerungen. Solche Worte sind heute wieder zu h&ouml;ren.<\/p><p>Aber egal, wie. Es lie&szlig;e in normalen Zeiten sich trefflich dar&uuml;ber diskutieren. Nur leben wir nicht in normalen Zeiten. Ich warte auf den Tag, an dem der langhaarige Gr&uuml;ne Hofreiter in Berlin br&uuml;llt:&ldquo;Wollt ihr den totalen Krieg&ldquo; Wenn das so weiter geht, wird es nicht mehr lange dauern. Bis dahin gilt f&uuml;r mich:<br>\nDanke AfD, Ihr seit die Einzigen, die es geschafft haben, das Coronaunrecht vor einen Untersuchungsausschuss zu bringen<\/p><p><a href=\"https:\/\/multipolar-magazin.de\/artikel\/pandemiemanager-ausschuss\">multipolar-magazin.de\/artikel\/pandemiemanager-ausschuss<\/a><\/p><p>Danke AfD, Ihr habt den Skandal der &bdquo;Scheingeh&auml;lter&ldquo; welche &Ouml;RR Journalisten von Regierungspolitikern erhielten aufgedeckt:<\/p><p><a href=\"https:\/\/jungefreiheit.de\/kultur\/medien\/2023\/journalisten-regierung-gez\/\">jungefreiheit.de\/kultur\/medien\/2023\/journalisten-regierung-gez\/<\/a><\/p><p>Und vor allen Dingen: Danke AfD, Ihr seit die einzige Partei im Bundestag, die gegen Waffenlieferungen in die Ukraine stimmen.<\/p><p>Zur Zeit ist f&uuml;r mich die AfD die einzige w&auml;hlbare Partei im Bundestag. Ich w&uuml;rde begr&uuml;&szlig;en, wenn Frau Wagenknecht eine linke Alternative gr&uuml;ndet und mit diese Alternative nicht der &bdquo;Brandmauer&ldquo; gegen die AfD beitritt sondern versucht, Gemeinsamkeiten zu finden und in einer Koalition mit der AfD gerne m&auml;&szlig;igenden Einflu&szlig; auf manch v&ouml;lkische Redner aus&uuml;bt. Dies ist allerdings nur Wunschgedanke. Andernfalls m&uuml;ssen wir W&auml;hler diese undemokratische, W&auml;hler verachtende &bdquo;Brandmauer&ldquo; einrei&szlig;en. Das erreicht man nur, indem man der AfD soviel Stimmen gibt, das eine Regierung ohne sie nicht mehr m&ouml;glich ist. Es ist &bdquo;Gefahr im Verzug&ldquo; und diese Gefahr kommt nicht von Rechts.<\/p><p>&mdash;<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;ssen<br>\nRalf Binde<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>20. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Hr. Jens Berger, <\/p><p>habe als gut Sechsj&auml;hrige in Soldin ( wei&szlig; gar nicht, ob das Ostpommern oder Westpreu&szlig;en war) den Einmarsch der Russen und die &Auml;ngste der Frauen um mich herum miterlebt. <\/p><p>Panzer in den engen Kleinstadtstra&szlig;en, die alles zerdepperten, russische Soldaten, die Frauen verfolgten &hellip; <\/p><p>Das waren reale Erlebnisse eines Kindes. <\/p><p>Nat&uuml;rlich habe ich sp&auml;ter gelernt, wer, wie was, wieso &mdash; <\/p><p>War gl&uuml;hende Verehrerin Willi Brandts, &uuml;berwarf mich deshalb mit meinem Vater &hellip; <\/p><p>Musste mich erst mal schlau machen zum Thema &ldquo;Geschichtsrevisionismus&rdquo; &hellip; <\/p><p>Den Vorwurf an Frau Weidel in Ihrem Artikel verstehe ich trotzdem nicht. Bin &uuml;ber SPD-Gr&uuml;ne-Linke&nbsp; W&auml;hlerin inzwischen soweit, die AFD w&auml;hlen zu wollen, weil selbst eine kommende Wagenknecht-Partei mir zu viel Staatseinfluss suggeriert. <\/p><p>Freundlichst Gudrun Harms<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>21. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrtes Nachdenkseitenteam,<br>\nsehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>ich m&ouml;chte Ihnen und den Lesern von Nachdenkseiten eine andere Sicht des 8. Mai, dem &bdquo;Tag der Befreiung&ldquo; aufzeigen, als Sie, Herr Berger, in Ihrem Artikel verdeutlichen und mit &bdquo;Geschichtsrevision&ldquo; bezeichnen, gegen die man vorgehen m&uuml;sste.<\/p><p>Diese andere Sichtweise kommt aus meiner Erfahrung in der DDR.<\/p><p>Am einfachsten f&uuml;r mich und vielleicht auch verst&auml;ndlichsten f&uuml;r Sie und die Leser ist es, wenn ich Ihnen den gek&uuml;rzten Brief an meine Tochter zu ihrem Geburtstag am 7. Mai schicke. Dieser Brief ist vom 07.05.2021:<\/p><p>Liebe &hellip;, ich freue mich, dass du da bist, auf dieser Welt lebst, atmest, lachst, weinst, w&uuml;tend bist oder &auml;ngstlich &ndash; das und so vieles mehr macht das Leben aus. Zu deinem Geburtstag vor 36 Jahren will ich dir von vor deiner Geburt erz&auml;hlen. Die &Auml;rzte haben deinen Geburtstermin um den 1. Mai herum datiert. Ich hoffte, es w&uuml;rde nicht der 1. Mai. Denn der wurde mit roten Fahnen und DDR-Fahnen als Tag der Arbeiterklasse gefeiert. Ich habe &uuml;berhaupt nichts gegen Arbeiter, aber ich hatte etwas dagegen, dass da alle hin mussten, sie wurden dazu gezwungen in Reihen zu marschieren und ein HOCH auf den Arbeiter- und Bauernstaat zu rufen. Wer nicht zu diesen verordneten Demos ging, war ein Feind des Staates und der Arbeiterklasse. Freie Meinungs&auml;u&szlig;erung, Gewissensbisse, die man vielleicht hatte, z&auml;hlten da nicht. Wer sich nicht einreihte, war Feind. Ich hatte es gut, ich arbeitete in der Kirche, da musste ich das nicht mitmachen. Aber ich erinnere mich an die Zeit, als ich noch im Kindergarten arbeitete; da sollte ich zu solchen Demos &ndash; und ich weigerte mich. Es war nicht mein Staat, der da bejubelt wurde. Konsequenzen blieben nicht aus: Einzelgespr&auml;che mit den Vorgesetzten, gro&szlig;e Runde in der Volksbildung mit mir, in der ich vorgef&uuml;hrt wurde, Gesinnungsschn&uuml;ffelei, Verbote, Androhung von Versetzung oder Entlassung. Der 1. Mai, ein rotes Tuch f&uuml;r mich, da solltest du nicht geboren werden. Man drohte mir, dass sie dich nach 7 Tagen &bdquo;&Uuml;berf&auml;lligkeit&ldquo; holen w&uuml;rden. Am 6. Mai wurde ich daf&uuml;r schon mal &bdquo;vorbereitet&ldquo; &ndash; gegen meinen Willen. Der interessierte niemanden; was ist schon der Wille einer einzelnen Person! Man machte mit mir, was &Auml;rzte f&uuml;r richtig hielten. Ich wurde rasiert, damit du geholt werden konntest ohne langes Tamtam. Vor lauter Angst, dass mit Spritzen und Tabletten die Geburt eingeleitet wird, und vor lauter Ekel, dass du am 8. Mai geboren werden k&ouml;nntest, war Gott mir gn&auml;dig: du bist am 7. Mai, 23:05 Uhr geboren &ndash; ganz normal. Bis heute bin ich dankbar, dass ich dir am 7. Mai zum Geburtstag gratulieren kann. Denn am 8. Mai wurde in der DDR der &bdquo;Tag der Befreiung durch die ruhmreiche Sowjetarmee&ldquo; gefeiert. &bdquo;Von der Sowjetunion lernen, hei&szlig;t siegen lernen&ldquo;, so der Slogan. Von massenweisen Hinrichtungen keine Rede, und von Gulags nicht, auch nicht vom sowjetischen Einmarschieren in Ungarn, DDR, CSSR oder Polen, auch nicht von der Angst meiner Mutter und der Frauen 1945, von den sowjetischen Soldaten vergewaltigt zu werden. &bdquo;Tag der Befreiung durch die ruhmreiche Sowjetarmee&ldquo; &ndash; Was f&uuml;r eine Farce. Befreit von was? Zu was? Gulag war in der Sowjetunion f&uuml;r all die angesagt, die es wagten auch nur anderes zu denken oder sich anders anzuziehen oder sich anderes zu bewegen als es das System vorschrieb. Stalin griff da mit harter Hand durch. Und so sollte es in der DDR auch gemacht werden. Von wegen Freiheit. Der Aufst&auml;nde dagegen &ndash; alle nieder gemetzelt. So sieht die Befreiung aus. Von einer Diktatur und totalit&auml;ren Regime, das Menschen mordet und einsperrt, die ihn nicht in den Kram passen,  in die andere Diktatur und das andere totalit&auml;re Regime.<\/p><p>Alle mussten in der DDR in die Deutsch-sowjetische Freundschaft (DSF) einzahlen und nat&uuml;rlich dazu geh&ouml;ren. Und wehe nicht: Dann warst du ein Feind des Volkes. Die Befreiung vom Nationalsozialismus wurde instrumentalisiert f&uuml;r Zwecke des Eingesperrt seins, der Freiheitsberaubung und des Denkverbotes. Der 8. Mai stand unter dem Vorzeichen &bdquo;Denke, was der Staat denkt&ldquo; und &bdquo;Glaube an den antifaschistischen Schutzwall und die ruhmreiche Sowjetunion. Beide wollen dein Bestes&ldquo;. Du glaubst nicht, wie ich darunter gelitten habe. Ich war &uuml;ber sechs Jahre in der Volksbildung der DDR t&auml;tig,<\/p><p>und wei&szlig; daher, von was ich rede. Ich habe damals gek&auml;mpft, damit ich wenigstens ein St&uuml;ck meiner Freiheit und Ehrlichkeit behalten kann, bin auch der DSF ausgetreten bzw. habe nicht mehr bezahlt &ndash; was f&uuml;r ein Theater und eine Angstmache danach. Du bist am 7. Mai geboren &ndash; und ich hatte immer die Hoffnung, dass du ein Kind der Freiheit bist. Ein Kind, das Unterw&uuml;rfigkeit ablehnt und auf ein gesundes, aufrichtiges, gewaltfreies Menschsein setzt. Du bist jetzt &hellip; Jahre auf diesem sch&ouml;nen Erdenstern. Da hast du schon viel erlebt. Ich bin &hellip; Jahre &auml;lter und sp&uuml;re meine Sensibilit&auml;t gegen&uuml;ber allem, was meine Freiheit, meine Eigenverantwortlichkeit einschr&auml;nkt und meine Identit&auml;t bedroht. Zurzeit f&uuml;hle ich mich v&ouml;llig verarscht von einer Regierung und ihren Helferlein, die nichts anderes macht, als mir zu verordnen, was ich zu tun und zu lassen habe. Ich bef&uuml;rchte, das wird sich auch ohne Corona fortentwickeln. Das n&auml;chste Szenario wird die Klimakrise sein; da wird wieder verboten, verordnet und eingeschr&auml;nkt. Ich will und werde aber keine Untertanin sein. Das war ich zu DDR-Zeiten nicht und auch nicht in der BRD. Du bist am 7. Mai geboren, um Fesseln der Unfreiheit zu sprengen, freie B&uuml;rgerin zu sein und im aufrechten Gang den Frieden und die Gerechtigkeit zu leben &ndash; und dazu gratuliere ich dir. Deine Mutti<\/p><p>von unserer Leserin K.E.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>22. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Ich sch&auml;tze die Beitr&auml;ge von Jens Berger sowie der ganzen Nachrichtenseiten-Redaktion sehr und bedanke mich f&uuml;r das Engagement.<\/p><p>Ich bin auch kein (noch) AfD-W&auml;hler, aber Ihr Beitrag ist schon sehr tendenzi&ouml;s: nat&uuml;rlich hatte die Niederlage Deutschlands furchtbare Auswirkungen auf sehr viele Menschen, nicht zu vergessen f&uuml;r Passagiere auf der Wilhelm Gussloff. Ich finde es absolut verst&auml;ndlich, dass jemand diese Trag&ouml;die nicht feiern will (insbesondere wenn man damit eine pers&ouml;nliche Erfahrung dazu hat). Das hei&szlig;t aber sicherlich nicht automatisch, dass die, die es sagen, nicht froh sind, dass das Nazi-Regime nicht gestoppt wurde. Bitte bleiben Sie objektiv. Es geht gerade um viel, ob links oder rechts &hellip;<\/p><p>von unserem Leser O.S.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>23. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr Berger,<\/p><p>ernsthaft? Aus der von Frau Weidel ausdr&uuml;cklich aus privaten Gr&uuml;nden und wegen der Fluchtgeschichte ihres Vaters erfolgten Nicht-Teilnahme an einem Empfang anl&auml;&szlig;lich des Tags der Befreiung konstruieren sie so einen Aufreger?<\/p><p>Sind wir denn noch im Sommerloch?<\/p><p>Gibt es denn keine wirklichen Probleme mehr in diesem Lande, die man ansprechen k&ouml;nnte oder war es einfach mal wieder Zeit, etwas gegen die AfD zu schreiben, um bei einer gewissen Klientel zu punkten?<\/p><p>Wissen Sie, ich bin alles andere als ein Geschichtsrevisionist und ich pers&ouml;nlich bin sehr froh, da&szlig; Deutschland den Krieg nicht gewonnen hat. Aber den Tag zu feiern, als ein gro&szlig;er Teil Deutschland unter die Herrschaft der USA gefallen ist, die bis heute anh&auml;lt und f&uuml;r die wir alle &ndash; und nicht nur wir &ndash; gerade einen hohen Preis zahlen?<\/p><p>Kann man machen, wenn man m&ouml;chte; wenn man es nicht tut ist man aus meiner Sicht aber nicht automatisch ein Geschichtsrevisionist.<\/p><p>Auch dann nicht, wenn man aus pers&ouml;nlichen Gr&uuml;nden nicht auf einen russischen Empfang zum gleichen Thema gehen m&ouml;chte.<\/p><p>So sehr ich viele ihrer Artikel bei den NDS sch&auml;tze, hier kommt es mir gerade vor, als w&uuml;rden Sie auf eine fast &ldquo;woke&rdquo; Art einen Skandal zu erzeugen versuchen, der schlicht und einfach keiner ist. Auch und gerade, weil auch Frau Weidel sich immer wieder gegen den Krieg gegen Russland ausspricht.<br>\nIn dem Zusammenhang lohnt die Suche nach Revisionismus vermutlich (wieder mal) eher in Richtung Frau Baerbock, die gerade eine (jetzt schon?) Biographie vorbereitet&hellip;<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nRobert Dettmering<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>24. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Jens Berger,<br>\n&nbsp;<br>\nZu Ihrem Artikel &nbsp;fiel mir spontan ein Zitat von Walter Lippmann ein:<\/p><blockquote><p>&nbsp;<br>\n&bdquo;Erst wenn die Kriegspropaganda der Sieger Einzug gefunden hat in die Geschichtsb&uuml;cher der Besiegten und von der nachfolgenden Generation geglaubt wird, kann die Umerziehung als wirklich gelungen angesehen werden.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Bei der Lekt&uuml;re Ihres o.g. Artikels kam mir der Gedanke, da&szlig; das alliierte &nbsp;Ziel vollst&auml;ndig erreicht wurde.<br>\n&nbsp;<br>\nIhre ebenso argumentationslose wie diffamierende Feststellung, da&szlig; Frau Weidel sich mit dem 3. Reich identifiziert, wenn sie vom 8. Mai 45 statt von Befreiung von Niederlage spricht, macht mich sprachlos und ist Ihrer unw&uuml;rdig.<br>\n&nbsp;<br>\nWarum sollte der 8. Mai 1945 ein Tag der Befreiung sein? Die Alliierten selbst haben es anders gesehen. In der alliierten Direktive JCS 1067&nbsp; heisst es: Deutschland wird nicht besetzt zum Zwecke seiner Befreiung, sondern als ein besiegter Feindstaat.<br>\n&nbsp;<br>\nWas ist Revisionismus in der Geschichtswissenschaft? Das infrage-Stellen des Alten, das Neu-bewerten alter und die Erforschung neuer Fakten. Insoweit ist Revisionismus das, was in jeder wissenschaftlichen Disziplin tagt&auml;glich stattfinden sollte. Warum ausgerechnet in der Geschichtswissenschaft nicht? Warum m&uuml;ssen hier die Inhalte festzementiert sein f&uuml;r die Ewigkeit? Vielleicht, weil das speziellen Interessen dient?<br>\n&nbsp;<br>\nDie Abkehr von der Alleinschuld Deutschlands am WK I war ein z&auml;her Prozess, er ist bis heute nicht abgeschlossen. Es wird noch 50 Jahre dauern, bis man den Kriegsbeginn 1939 nicht mehr simplifizierend, aber erziehend, einen &Uuml;berfall auf Polen nennen wird.<br>\n&nbsp;<br>\nAber zur&uuml;ck zur &bdquo;Befreiung&ldquo;: Sind Sie der Ansicht, da&szlig; die 17 Mio Deutschen, die nach dem 8. Mai in die Stalinsche Knechtschaft &uuml;berf&uuml;hrt wurden, dies als Tag der Befreiung sehen? Oder die 12 Millionen Vertriebenen, von denen weit &uuml;ber 2 Millionen auf ihrer &bdquo;unfreiwilligen Wanderschaft&ldquo; erschlagen, bestenfalls erschossen wurden, oder einfach verhungert und erfroren sind?<br>\nMeinen Sie die Sudetendeutschen, die in Prag auf dem Wenzelsplatz an Laternenmasten aufgeh&auml;ngt, mit Benzin &uuml;bergossen und angez&uuml;ndet wurden?<br>\nMeinen Sie die &uuml;ber eine Million Kriegsgefangen in amerikanischer &bdquo;Verwahrung&ldquo; auf den Rheinwiesen, die man elendiglich krepieren lie&szlig;?<br>\nMeinen Sie die 2 Millionen vergewaltigten Frauen, M&auml;dchen, Kinder? Oder die in den Wintern 1946 und 1947 aufgrund alliierter Nahrunsmittelkarenz Verhungerten?<br>\n&nbsp;<br>\nEs gibt wohl kein Volk, das seinen Peinigern auch noch vor Dankbarkeit die F&uuml;&szlig;e k&uuml;sst, ausser dem Deutschen.<br>\n&nbsp;<br>\nWelche Freiheit hat das Deutsche Volk nach 1945 oder in seiner Gesamtheit nach 1990&nbsp; gewonnen?&nbsp; Da&szlig; wir einen Kanzler stellen d&uuml;rfen, der debil grinsend dabei steht, wenn der amerikanische Pr&auml;sident einen freundschaftlichen Anschlag auf unsere Energieversorgung ank&uuml;ndigt?<br>\n&nbsp;<br>\nNein Herr Berger, Befreiung stelle ich mir irgendwie anders vor.Wir sind kein befreites Land, wir sind ein besiegtes Land.<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichem Gru&szlig;<br>\nDr. Meinhard Maurer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>25. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Jens Berger schreibt:<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Ob man diesen Tag f&uuml;r Deutschland als Niederlage oder Befreiung ansieht, ist jedoch keine v&ouml;lkerrechtliche Frage, sondern eine Frage, mit welchem Deutschland man sich identifiziert; mit dem Deutschland Willy Brandts oder mit dem Deutschland Adolf Hitlers?&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Hier wird leider ein wichtiger Aspekt uebersehen, Herr Berger, denn das Land (und seine Unterstuetzer) , das eine Nazikultur hervorgebracht hatte, wurde auch zum Unterdruecker des demokratischen meist linken Teils der Bev&ouml;lkerung. Neben all den Juden sind n&auml;mlich auch Kommunisten und Sozialisten in Gef&auml;ngnisse, Zuchth&auml;user und Konzentrationslager geschickt worden.&nbsp;<\/p><p>Und dieser Teil Deutschlands wurde mit Weidels &Auml;usserung als Gegenstandslos erkl&auml;rt. Fuer sie gibt es nur EIN Deutschland, und das wurde besiegt und dann auch noch von der Sovietunion.<\/p><p>Fuer Menschen, die nach einer Alternative fuer Deutschland suchen, sind solche Figuren hoffentlich nicht anziehungswuerdig.<br>\n&nbsp;<br>\nNebenbei bemerkt ist auch die Analogie entscheidend, Hitlerzeit mit Brandtzeit zu vergleichen ist nicht zwingend logisch.&nbsp;<\/p><p>mit freundlichen Gruessen<br>\nHorst Grun<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jens Berger diskutiert <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103700\">hier<\/a> die Aussage der AfD-Co-Bundesvorsitzenden Alice Weidel im ARD-Sommerinterview, nach der der 8. Mai 1945 nicht ein Tag der Befreiung, sondern eine Niederlage gewesen sei. Sie w&uuml;rde anders als ihr Parteifreund Tino Chrupalla &bdquo;nie die &sbquo;Niederlage des eigenen Landes befeiern&rsquo; &ndash; schon gar nicht mit den &sbquo;ehemaligen Besatzern&rsquo;&ldquo;. So lange es<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103833\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-103833","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/103833","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=103833"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/103833\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":103925,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/103833\/revisions\/103925"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=103833"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=103833"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=103833"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}