{"id":10394,"date":"2011-08-09T08:41:57","date_gmt":"2011-08-09T06:41:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10394"},"modified":"2011-08-09T08:41:57","modified_gmt":"2011-08-09T06:41:57","slug":"hinweise-des-tages-1442","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10394","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Finanzkrise; Casino-Kapitalismus; Nachtrag zu  Hinweis Nr. 3 vom 8.8.2011; Goldpreis schon &uuml;ber 1.700 Dollar &ndash; Bitte nicht blenden lassen!; ver.di: Der Kampf ist h&auml;rter geworden; Geldh&auml;user bitten die Armen zur Kasse; Demonstrationen in Israel: Aus der Mitte der Gesellschaft; Hungersnot in Afrika: Wenn die Hilfe pl&ouml;tzlich zum Problem wird; Richter zeigen H&auml;rte &ndash; Timoschenko bleibt in Haft; London calling; Sicherheitspolitik f&uuml;r die Mehrheit; Massaker von Oslo: Welche Waffen erlaubt der Kampf; Dumm gelaufen &ndash; Das politische Personal und seine Krise; S&uuml;ndenfall im H&ouml;rsaal; Islamischer Religionsunterricht in NRW &ndash; Muslimisch, jung, konservativ; Problemfall MDR &ndash; Quote, Kohle, Skandale; Die Perversion des Rechtsstaats; Bahnsteigkarte zur Revolte; zu guter Letzt: G7-Staaten opfern 99 Jungfrauen, um zornige Finanzm&auml;rkte zu bes&auml;nftigen (KR\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10394#h01\">Finanzkrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10394#h02\">Casino-Kapitalismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10394#h03\">Nachtrag zu  Hinweis Nr. 3 vom 8.8.2011<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10394#h04\">Goldpreis schon &uuml;ber 1.700 Dollar &ndash; Bitte nicht blenden lassen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10394#h05\">ver.di: Der Kampf ist h&auml;rter geworden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10394#h06\">Geldh&auml;user bitten die Armen zur Kasse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10394#h07\">Demonstrationen in Israel: Aus der Mitte der Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10394#h08\">Hungersnot in Afrika: Wenn die Hilfe pl&ouml;tzlich zum Problem wird<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10394#h09\">Richter zeigen H&auml;rte &ndash; Timoschenko bleibt in Haft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10394#h10\">London calling<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10394#h11\">Sicherheitspolitik f&uuml;r die Mehrheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10394#h12\">Massaker von Oslo: Welche Waffen erlaubt der Kampf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10394#h13\">Dumm gelaufen &ndash; Das politische Personal und seine Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10394#h14\">S&uuml;ndenfall im H&ouml;rsaal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10394#h15\">Islamischer Religionsunterricht in NRW &ndash; Muslimisch, jung, konservativ<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10394#h16\">Problemfall MDR &ndash; Quote, Kohle, Skandale<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10394#h17\">Die Perversion des Rechtsstaats<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10394#h18\">Bahnsteigkarte zur Revolte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10394#h19\">zu guter Letzt: G7-Staaten opfern 99 Jungfrauen, um zornige Finanzm&auml;rkte zu bes&auml;nftigen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=10394&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Finanzkrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Her mit den Eurobonds!<\/strong><br>\nDie Herabstufung der USA tut der Beliebtheit amerikanischer Staatsanleihen keinen Abbruch. Das zeigt: Size matters. Eine Gemeinschaftsanleihe w&uuml;rde die Bew&auml;ltigung der Euro-Krise erleichtern. [&hellip;]<br>\nDas muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Die USA verlieren ihr Spitzenrating &bdquo;AAA&ldquo; &ndash; und die Nachfrage nach amerikanischen Staatsanleihen steigt. Gleichzeitig sieht sich die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) gen&ouml;tigt, entgegen ihren eigenen Prinzipien in den Bond-Markt einzugreifen, um einen weiteren Kursverfall italienischer und spanischer Schuldtitel zu verhindern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/anleihen-devisen\/:schuldenkrise-her-mit-den-eurobonds\/60088892.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=\/meinungshungrige\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Land unter Schock &ndash; Welt voller Zweifel<\/strong><br>\nDie USA verlieren ihr Spitzenranking, und die Welt zittert vor den Folgen. Was nun auf die amerikanische und die globale Wirtschaft zukommt, wie gerechtfertigt das Urteil von Standard &amp; Poor&rsquo;s tats&auml;chlich ist und warum Deutschland von der neuen US-Note sogar profitieren k&ouml;nnte. Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Herabstufung. [&hellip;]<br>\nBrisant daran: Der Staat findet offenbar nicht mehr genug Gl&auml;ubiger, die seine Schulden finanzieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/geld\/standard-poors-stuft-die-usa-herab-land-unter-schock-welt-voller-zweifel-1.1128773\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung R.S.:<\/strong> Ja, genau, deshalb sind die Zinsen stetig gesunken (und die Preise f&uuml;r US-Staatsanleihen entsprechend gestiegen) &ndash; auch und insbesondere seit dem Schulden-Deal. Das w&auml;re nicht der Fall, wenn die USA nicht mehr gen&uuml;gend Gl&auml;ubiger finden w&uuml;rde. &Uuml;brigens, das Kaufprogramm der Fed ist Ende Juni ausgelaufen, und trotzdem sinken seitdem die Zinsen! Heute sind amerikanische zehnj&auml;hrige Staatsanleihen um 0,228 Prozentpunkte (8,93 % des Vortages) auf <a href=\"http:\/\/www.bloomberg.com\/apps\/quote?ticker=USGG10YR:IND\">2,33 % gesunken<\/a>, deutsche Anleihen gaben 0,085 Prozentpunkte (3,602 % vom Vortag) auf <a href=\"http:\/\/www.bloomberg.com\/apps\/quote?ticker=GDBR10:IND\">2,26 % nach<\/a>.<\/em><br>\n<em>Von wegen Vertrauensverlust!<\/em><br>\n<em>&Uuml;brigens, was der vermeintliche Vorteil Deutschlands am angeblichen Vertrauensverlust in amerikanischen Staatsanleihen betrifft, die Zinsrate f&uuml;r amerikanischen Staatsanleihen ist im gleichen Ma&szlig;e gesunken, wie die f&uuml;r deutsche Staatsanleihen, wobei die Zinsrate f&uuml;r Deutschland immer noch leicht unter der f&uuml;r die USA liegt.<br>\nMensch, diese Leute schreiben einen solchen Mist zusammen, man kann es kaum glauben!<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Euro-Retter riskieren Inflation<\/strong><br>\nDas n&auml;chste Tabu ist gebrochen. Die Europ&auml;ische Zentralbank will jetzt auch italienische Staatsanleihen aufkaufen. Mit dieser Politik n&auml;hert sie sich immer weiter ihrem amerikanischen Pendant, der Fed, an. Die Gefahr dabei: Die Inflation k&ouml;nnte steigen. [&hellip;]<br>\nDas gesamte Volumen der ausstehenden italienischen Staatsanleihen betr&auml;gt mehr als eine Billion Euro. &ldquo;Wenn die EZB mit so geringen Betr&auml;gen wie bisher operiert, kann sie h&ouml;chstens kurzfristig die M&auml;rkte beruhigen, aber nicht den Trend bei den Zinsen &auml;ndern&rdquo;, sagt Experte Scheide. [&hellip;]<br>\nEs gibt zudem noch einen anderen Mechanismus, der zur Geldentwertung f&uuml;hren kann: &ldquo;Wenn der Eindruck entsteht, die EZB verfolge eine weiche Geldpolitik, erh&ouml;ht das die Inflationserwartungen der Verbraucher &ndash; und damit am Ende auch die Teuerungsraten&rdquo;, sagt IfW-Experte Scheide.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,779037,00.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die Inflations&auml;ngste des SPIEGELS wirken vor dem Hintergrund der Schuldenkrise schon reichlich weltfremd. Weder in den USA, noch in der Eurozone haben die Interventionen der Zentralbanken bislang inflation&auml;re Wirkungen gehabt. Abstrakte und irrationale &Auml;ngste vor Inflation sind sein schlechter Ratgeber, wenn es darum geht, die Staatsfinanzierung vor dem destruktiven Einfluss der M&auml;rkte zu bewahren. Was der SPIEGEL jedoch verschweigt, ist, dass die FED &ndash; anders als die EZB &ndash; sehr wohl auch am Prim&auml;rmarkt Staatsanleihen kauft, womit Inflationsrisiken ausgeschlossen werden k&ouml;nnen. Wer jedoch bereits Interventionen am Sekund&auml;rmarkt f&uuml;r einen Tabubruch h&auml;lt, f&uuml;r den sind Anleihenk&auml;ufe auf dem Prim&auml;rmarkt nat&uuml;rlich Teufelswerk.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ulrike Herrmann &ndash; Die Krise st&auml;rkt Europa<\/strong><br>\nDie Eurokrise muss jeden B&uuml;rger verwirren. Immer wieder droht ein Crash, dann naht scheinbar Rettung, nur damit bald darauf eine neue Krise ausbricht. Griechenland, Irland, Portugal, jetzt Italien: Gibt es irgendein Muster in dieser Entwicklung?<br>\nSo unwahrscheinlich es klingen mag: Ja, es zeigt sich ein deutlicher Trend. Europa ist auf dem guten Weg zu einer vollst&auml;ndigen W&auml;hrungsunion. Oder um es pathetisch zu sagen: Bislang war die Krise eine Chance.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Euro-Krise\/!75918\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>James K. Galbraith: The Bad Deal<\/strong><br>\nThe debt agreement should finally make clear to Europeans that Barack Obama is not the progressive President they had hoped for. Instead, writes James K. Galbraith, he is a willful player in the Washington politics game.<br>\nWhat Barack Obama got from the debt deal was exactly what his sponsors have wanted: a long-term lock-in of domestic spending cuts, and a path toward severe cuts in the core New Deal and Great Society insurance programs &ndash; Social Security, Medicare and Medicaid. And, of course, no tax increases at all.<br>\nQuelle <a href=\"http:\/\/www.dw-world.de\/dw\/article\/0,,15295143,00.html\">DW-World.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Siehe auch: James Galbraith on How Fraud and Bad Economic Thinking Got Us in This Mess<\/strong><br>\nThe keynote lecture to the 5th annual &ldquo;Dijon&rdquo; conference on Post Keynesian economics.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nakedcapitalism.com\/2011\/08\/james-galbraith-on-fraud-and-how-bad-economic-thinking-got-us-in-this-mess.html\">naked capitalism<\/a><\/li>\n<li><strong>Paul Krugman &ndash; Credibility, Chutzpah and Debt<\/strong><br>\nIf there&rsquo;s a single word that best describes the rating agency&rsquo;s decision to downgrade America, it&rsquo;s chutzpah &mdash; traditionally defined by the example of the young man who kills his parents, then pleads for mercy because he&rsquo;s an orphan.<br>\nAmerica&rsquo;s large budget deficit is, after all, primarily the result of the economic slump that followed the 2008 financial crisis. And S.&amp; P., along with its sister rating agencies, played a major role in causing that crisis, by giving AAA ratings to mortgage-backed assets that have since turned into toxic waste.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2011\/08\/08\/opinion\/credibility-chutzpah-and-debt.html?_r=1\">New York Times<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Casino-Kapitalismus<\/strong><br>\nDie selbst ernannten Propheten des globalen Kapitalismus durchblicken das System nicht mehr. Fr&uuml;her h&auml;tte man die B&ouml;rsenbubis gemeine Blutegel genannt<br>\nWieder erlebten wir eine Woche der Panik, der Schreckensbotschaften, der Crash-Szenarien und Horrormeldungen an den internationalen Finanzm&auml;rkten. Erst jubelten die Analysten &uuml;ber das Ende des Schuldenstreites, der wie eine schlechte Inszenierung eines Shakespeare-Dramas von Demokraten und Republikanern in den USA aufgef&uuml;hrt wurde. Nun verzeichnen vor allen Dingen die riskanten Zockerpapiere dramatische Verluste &ndash; weil es angeblich an der Glaubw&uuml;rdigkeit der Staatsregierungen mangelt, ihre Haushaltsf&uuml;hrung in den Griff zu bekommen. Das Konzert des Wehklagens wird begleitet von Analystenstimmen auf dem Niveau von Bauernkalendern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1311802948536\/Internationale-Finanzmaerkte-Casino-Kapitalismus\">Der Standard<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Nachtrag zu  Hinweis Nr. 3 vom 8.8.2011<\/strong><br>\nZum <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10382#h03\">Kommentar zu Hinweis Nr. 3<\/a> vom 8.8.2011 betr. Kritik von China an den USA erreichte uns eine sch&ouml;ne Mail, die ein Blitzlicht auf die deutschen Medien wirft:\n<blockquote><p><em>Nein, sehr geehrte Redaktion der NDS, die Chinesen sind nicht &ldquo;richtig s&uuml;&szlig;&rdquo;. Vielmehr hat die gesamte deutsche Presse mal wieder von einer einzigen Agentur abgeschrieben. Zur Erl&auml;uterung mein nachstehender Leserbrief an die FTD.<\/em><\/p>\n<p><em>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<\/em><br>\n<em>J. S.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>&mdash;&mdash;&ndash; Original-Nachricht &mdash;&mdash;&ndash;<br>\nDatum: Mon, 08 Aug 2011 16:42:53 +0200<br>\nVon: &ldquo;J. S.&rdquo;<br>\nBetreff: Titelstory<\/p>\n<p>Sehr geehrtes Autorenkollektiv der heutigen Titelstory, <\/p>\n<p>Sie haben entweder geschlampt, indem Sie den dapd-Text &uuml;ber die chinesische Reaktion auf die Herabstufung der Bonit&auml;t der US-Anleihen ungepr&uuml;ft &uuml;bernommen haben, oder Sie verfolgen eine Absicht, die sich mir noch nicht erschlie&szlig;t. Denn China hat &uuml;ber Xinhua keineswegs &bdquo;gefordert&ldquo;, dass die USA ihre &bdquo;Milit&auml;r- und Sozialausgaben reduzieren m&uuml;ssten.&ldquo; Ein Blick in das Gesetzbuch erleichtert die Rechtsfindung, sagt der Jurist. Ein Blick in die Quelle sorgt f&uuml;r korrekte Berichterstattung, sagt der seri&ouml;se Journalist:<\/p>\n<p>&ldquo;<a href=\"http:\/\/news.xinhuanet.com\/english2010\/indepth\/2011-08\/06\/c_131032986.htm\">S&amp;P has already indicated that more credit downgrades may still follow. Thus, if no substantial cuts were made to the U.S. gigantic military expenditure and bloated social welfare costs, the downgrade would prove to be only a prelude to more devastating credit rating cuts, which will further roil the global financial markets all along the way.<\/a>&rdquo;<\/p>\n<p>Fazit: Xinhua hat S&amp;P zitiert.<\/p>\n<p>Es w&auml;re doch schade, wenn die FTD auf AA+ herabgestuft werden m&uuml;sste.<\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nJ. S.<\/p><\/blockquote>\n<p><em><strong>AM\/Die Lehre f&uuml;r die NDS:<\/strong> Wir d&uuml;rfen den deutschen Medien noch weniger glauben. Das wird schwierig.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Goldpreis schon &uuml;ber 1.700 Dollar &ndash; Bitte nicht blenden lassen!<\/strong><br>\nDer Preis des Goldes steigt und steigt. Ist es also eine gute Wertanlage? Fest steht: Schon fr&uuml;her schnellte der Goldpreis w&auml;hrend Krisen steil nach oben, um dann wieder einzubrechen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Goldpreis-schon-ueber-1700-Dollar\/!75873\/\">taz<\/a>\n<p><strong>dazu: Deutschland im Goldrausch<\/strong><br>\nDie Inflationsangst treibt bizarre Bl&uuml;ten. Tausende Sparer versuchen ihr Geld durch Edelmetall-Anlagen in Sicherheit zu bringen &ndash; koste es, was es wolle. report M&Uuml;NCHEN mit &uuml;berraschenden Enth&uuml;llungen &uuml;ber den Goldmarkt<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.br-online.de\/report-muenchen\/2011\/08\/08\/deutschland-im-goldrausch.html\">Report M&uuml;nchen<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>ver.di: Der Kampf ist h&auml;rter geworden<\/strong><br>\nLobbyarbeit f&uuml;r 1000 Berufe: Die Gesch&auml;ftsbedingungen der Dienstleistungsgewerkschaft haben sich verschlechtert. Vor gut zehn Jahren ging Verdi an den Start. Nach einem z&auml;hen Vorbereitungsprozess fusionierten die &Ouml;TV, die Gewerkschaften Handel, Banken, Versicherungen und Post, die IG Medien und die Deutsche Angestelltengewerkschaft (DAG) zur vereinten Dienstleistungsgewerkschaft. Das war dann damals mit 2,8 Millionen Mitgliedern die gr&ouml;&szlig;te deutsche Gewerkschaft. Inzwischen ist Verdi an der IG Metall vorbeigeschrumpft: Mit gut zwei Millionen Mitgliedern ist die Dienstleistungsgewerkschaft inzwischen kleiner als die Industriegewerkschaft mit 2,2 Millionen Metallern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/der-kampf-ist-haerter-geworden\/4471818.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ob Gerd Herzberg, bei Verdi f&uuml;r Finanzen zust&auml;ndig, seine Arbeit als Lobbyarbeit versteht? &ldquo;Lobbyarbeit f&uuml;r 1000 Berufe&rdquo; untertitelt der Tagesspiegel und unterstreicht einmal mehr, wie die Presse die manipulative Semantik der Arbeitgeberseite widerstandslos und unreflektiert schluckt. Zum einen geht es nicht um Berufe, sondern um arbeitende Menschen in bestimmten Branchen, vor allem aber ist das Wort Lobbyarbeit f&uuml;r eine Gewerkschaft vollkommen unangemessen. Zwischen der Organisation von Profitinteressen des Kapitals und dem Einsatz f&uuml;r angemessene L&ouml;hne und Arbeitsbedingungen liegen Welten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Geldh&auml;user bitten die Armen zur Kasse<\/strong><br>\nEs geht um essentielle Zahlungsfunktionen: F&uuml;r reine Guthabenkonten zahlen Kunden kr&auml;ftig. Die Institute treffen damit vor allem die Armen &ndash; solche Konten f&uuml;hren viele Hartz-IV-Empf&auml;nger. Der Verbraucherschutz h&auml;lt die Begr&uuml;ndung der Geldinstitute f&uuml;r die hohen Geb&uuml;hren f&uuml;r vorgeschoben. [&hellip;]<br>\nW&auml;hrend die F&uuml;hrung normaler Girokonten immer h&auml;ufiger kostenlos angeboten wird, sind die Geb&uuml;hren f&uuml;r die Guthabenkonten zuletzt kr&auml;ftig gestiegen. So hat beispielsweise die Frankfurter Sparkasse die monatliche Geb&uuml;hr k&uuml;rzlich um 1,50 Euro auf 8,40 Euro erh&ouml;ht &ndash; eine Menge Geld f&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;nger, die zum gr&ouml;&szlig;ten Kundenkreis f&uuml;r solche Konten z&auml;hlen. Bei der Deutschen Bank kosten solche Konten sogar 8,99 Euro. Auch die Berliner Sparkasse, die bislang mit 3,50 Euro verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig g&uuml;nstig war, passt sich jetzt an: Sie erh&ouml;ht den Preis im Oktober auf acht Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/geldhaeuser-bitten-die-armen-zur-kasse\/-\/1472780\/8786904\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Demonstrationen in Israel: Aus der Mitte der Gesellschaft<\/strong><br>\nDie alle Erwartungen &uuml;bersteigenden Teilnehmerzahlen bei den Demonstrationen &ndash; von 30 000 vor zwei Wochen zu nun &uuml;ber 300 000, &ndash; in einem 7-Millionen-Land eine Sensation &ndash; haben bei den Regierenden Angst ausgel&ouml;st und bei den Protestierern ein ebenso berechtigtes Selbstbewusstsein.  Nun verspricht Netanjahu nebul&ouml;s, bis Ende September den Entwurf einer neuen, sozialen Gesellschaftspolitik vorzulegen. Doch niemand nimmt ihm dieses Versprechen ab. Von seinem wichtigsten politischen Glaubensbekenntnis, demjenigen zu Gro&szlig;-Israel mit hunderttausenden Siedlern, hat er sich zwar auch &ouml;ffentlich vor zwei Jahren verabschiedet, indem er der &bdquo;Zwei-Staaten-L&ouml;sung&ldquo; z&auml;hneknirschend zustimmte. F&uuml;r deren Verwirklichung hat er seitdem aber nichts unternommen. Im Gegenteil: H&auml;tte er die f&uuml;r die Siedlungsaktivit&auml;ten verschleuderten Milliarden etwa zur Bek&auml;mpfung der Wohnungsnot aufgewendet, w&auml;ren die heutigen Proteste der Bev&ouml;lkerung wohl erheblich milder oder gar ganz ausgefallen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/aus-der-mitte-der-gesellschaft\/4473798.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Hungersnot in Afrika: Wenn die Hilfe pl&ouml;tzlich zum Problem wird<\/strong><br>\nDas UN-Weltern&auml;hrungsprogramm kauft in Ostafrika Getreide f&uuml;r die D&uuml;rreopfer ein &ndash; und treibt damit die Preise in die H&ouml;he.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/wenn-die-hilfe-ploetzlich-zum-problem-wird\/-\/1472596\/8771110\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Richter zeigen H&auml;rte &ndash; Timoschenko bleibt in Haft<\/strong><br>\nIm Prozess gegen Julia Timoschenko lehnt das Gericht deren Freilassung ab. Doch die Anh&auml;nger der fr&uuml;heren ukrainischen Regierungschefin machen weiter mobil. Und die internationale Kritik w&auml;chst: Die EU fragt, wie es um die Rechtsstaatlichkeit in der Ukraine bestellt ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/sorge-um-ukrainische-oppositionschefin-richter-zeigen-haerte-timoschenko-bleibt-in-haft-1.1129206\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Es ist erstaunlich, dass die deutschen Medien unisono die Verhaftung Timoschenkos aufs Sch&auml;rfste verurteilen. Julia Timoschenko (ihr Spitzname lautet &bdquo;Gasprinzessin&ldquo; ist durch dubiose Gesch&auml;fte mit russischen Gaslieferungen zu einem gro&szlig;en Verm&ouml;gen gekommen, sa&szlig; bereits mehrfach in Untersuchungshaft und stand bis Anfang 2004 sogar auf der Fahndungsliste von Interpol. Die aktuellen Vorw&uuml;rfe gegen Timoschenko sind ebenfalls <a href=\"http:\/\/www.wissen.de\/wde\/generator\/wissen\/services\/nachrichten\/ftd\/PW\/50182950.html\">nicht unbedingt aus der Luft gegriffen<\/a>. W&auml;hrend unsere Medien bei jeder Gelegenheit gegen Korruption in Russland wettern, betrachten sie die Ermittlungen gegen eine pro-westliche Politikerin in der Ukraine jedoch als Hinweis auf mangelnde Rechtsstaatlichkeit &ndash; wer soll das noch verstehen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>London calling<\/strong><br>\nDie Parallelen sind offensichtlich: 1985 wurden die Unruhen in Broadwater Farm, einer Siedlung im Londoner Stadtteil Tottenham, durch den Tod einer Anwohnerin ausgel&ouml;st, die unter nicht gekl&auml;rten Umst&auml;nden bei einer Polizeirazzia starb. Die Krawalle am Wochenende begannen, nachdem die Polizei am Donnerstag Mark Duggan, der auch in Broadwater Farm wohnte, erschossen hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Ausschreitungen-in-London\/!75896\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Sicherheitspolitik f&uuml;r die Mehrheit<\/strong><br>\nDie westliche Sicherheitspolitik in Gestalt der NATO st&ouml;&szlig;t an ihre Grenzen. Wer nicht ernsthaft bereit ist, den Hunger am Horn von Afrika zu lindern, der sollte auch schweigen, wenn es um die Idee einer humanit&auml;ren Intervention geht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theeuropean.de\/martin-hantke\/7580-die-dramatische-lage-der-nato#7580\">The European<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Massaker von Oslo: Welche Waffen erlaubt der Kampf<\/strong><br>\nBroders Buch &bdquo;Hurra, wir kapitulieren!&ldquo; von 2006 ist in f&uuml;nf Auflagen erschienen. Seine Verw&uuml;nschungen der &bdquo;Lust am Einknicken&ldquo; vor der Islamisierung Deutschlands lassen sich als &bdquo;tragikomischer Essay&ldquo; (Verlagswerbung) lesen oder als &bdquo;scharfsinnige Gesellschaftsanalyse&ldquo; (Frankfurter Allgemeine Zeitung). Verstanden wurden sie zumindest von den Anh&auml;ngern der &bdquo;political incorrectness&ldquo; als Ermunterung, die Debatte &uuml;ber Moslems in Deutschland als &bdquo;Kampf gegen islamischen Faschismus&ldquo; zu begreifen. Welche Waffen dieser Kampf verlangt und zul&auml;sst, dazu schweigt Broder. Das Arsenal des Massenm&ouml;rders Breivik geh&ouml;rt f&uuml;r ihn ganz sicher nicht dazu. Dennoch stellt sich die Frage: Tr&auml;gt der Autor Verantwortung f&uuml;r seine gedruckten Gedanken und gegebenenfalls &ndash; welche? In seinem Buch schreibt Broder: &bdquo;Es kommt nicht darauf an, was Bebel, Lassalle und Marx gemeint haben, sondern was Lenin, Stalin, Mao, Enver Hodscha und Walter Ulbricht daraus gemacht haben. &ldquo;Wenn das zutrifft, ist Broder zu w&uuml;nschen, dass Anders Breivik sein Buch nicht gelesen hat.<br>\n&ldquo;Wie die Appeasement-Politik gegen&uuml;ber Hitler die expansive Haltung der Nazis nur bef&ouml;rdert hat, so laufen die Europ&auml;er mit ihrer Politik der Beschwichtigung heute Gefahr, die Transformation Europas zu einem islamischen Kontinent zu beschleunigen.&rdquo; (Broder) -&ldquo;Es ist unser Recht und unsere Pflicht, beim Schutz unserer Identit&auml;t, unserer Kultur und unserer nationalen Souver&auml;nit&auml;t vor der Islamisierung mitzuwirken.&rdquo; (Breivik) &ndash; &ldquo;V&ouml;llig zu Recht halten die islamischen Fundamentalisten den Westen f&uuml;r schwach, dekadent und nicht einmal abwehrbereit. Wer als Reaktion auf Geiselentf&uuml;hrungen und Enthauptungen, auf Massaker an Andersgl&auml;ubigen, auf Ausbr&uuml;che kollektiver Hysterie mit der Forderung nach einem &bdquo;Dialog der Kulturen&ldquo; reagiert, der hat es nicht besser verdient.&rdquo; (Broder) &ndash; &ldquo;W&auml;hrend sich die Kolonisierung durch den Islam Jahr f&uuml;r Jahr immer weiter ausbreitet, hindert uns die irrationale Angst vor nationalem Denken, unseren eigenen nationalen\/ kulturellen Selbstmord aufzuhalten.&rdquo; (Breivik)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/kultur\/welche-waffen-erlaubt-der-kampf-\/-\/1472786\/8761014\/-\/view\/asFirstTeaser\/-\/index.html\">FR<\/a>\n<p><strong>dazu: Henryk M. Broder: Hurra, ich habe Wirkung!<\/strong><br>\nNun ist es in der Tat kein sch&ouml;nes Gef&uuml;hl, von einem Massenm&ouml;rder erw&auml;hnt zu werden. Es ist ein Restrisiko. Die Art aber, wie eine kausale Verbindung zwischen mir und dem Autor des 1500 Seiten starken Manifests hergestellt wird, sagt vor allem etwas &uuml;ber die Vorstellungswelt meiner Kritiker aus. Leider kann ein Gegenversuch nicht unternommen werden. Was w&auml;re aus dem gro&szlig;en blonden Retter des Abendlandes geworden, wenn er nicht das Interview gelesen h&auml;tte, das ich einer holl&auml;ndischen Zeitung gegeben habe? W&auml;re das Massaker ausgeblieben, h&auml;tte er sich zur Heilsarmee gemeldet und seine Waffensammlung bei eBay gegen eine Kiste Mozartkugeln getauscht? Keiner wei&szlig; es. Und weil dem so ist, werden Binsen produziert, wie man sie in jedem Bauernkalender findet. Hurra, ich habe Wirkung! Ein paar Worte, die ich beil&auml;ufig in einem Interview gesagt habe, haben aus einem Versager einen M&ouml;rder gemacht. Und das emp&ouml;rt einige meiner Kollegen nicht nur, es treibt sie in den gr&uuml;nen Wortneid.<br>\nWenn aber das gesagte und das geschriebene Wort die Wirkung h&auml;tte, die ihm angeblich innewohnt, dann w&auml;re in Deutschland, der Hochburg des Humanismus, das Nazi-Pack nie an die Macht gekommen. Lessings Ringparabel ist doch eher eine Aufgabe f&uuml;rs Abitur und keine Handlungsanleitung. Und was Breivik angeht: Er h&auml;tte seine Tat auch dann begangen, wenn ich mein Leben lang nur Bastelb&uuml;cher geschrieben h&auml;tte und Sarrazin nicht unter die Autoren gegangen w&auml;re. Einige meiner Kollegen sind da anderer Meinung. Sie sind davon &uuml;berzeugt, dass Worte Zutaten sind, also zu Taten f&uuml;hren. (Nur bei Attent&auml;tern, die sich auf den Koran berufen, machen sie eine Ausnahme.) Sie wollen die Welt ver&auml;ndern, nat&uuml;rlich zum Guten. Ich dagegen finde, die Welt ist schon genug ver&auml;ndert worden, jetzt kommt es wieder darauf an, sie so zu beschreiben, wie sie ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/print\/die_welt\/kultur\/article13529516\/Hurra-ich-habe-Wirkung.html\">Welt Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Schade dass Henryk M. Broder die Gelegenheit nicht nutzte, &uuml;ber die Grenzen und M&ouml;glichkeiten des geschriebene Wortes zu reflektieren. Dies w&auml;re in der Tat ein interessantes Unterfangen. Man h&auml;tte das Thema um die Fragestellung anreichern k&ouml;nnen, warum die &lsquo;Bergpredigt&rdquo; eine so schwache Position gegen&uuml;ber solchen Machwerken wie &ldquo;Die Protokolle der Weisen von Zion&rdquo; hatte. Stattdessen f&uuml;hrt Broder uns rechtzusammenhangslos von Tucholsky &uuml;ber Grass bis zur Ringparabel, um dann mit seinen &Auml;u&szlig;erungen in einem Interview ein Popanz aufzubauen, der sich leicht demontieren l&auml;sst. Dabei hat kein Mensch behauptet, dass seine Interview&auml;u&szlig;erungen Breivik zu seinen Untaten getrieben h&auml;tten. Christian Bommarius hat in der FR die These in den Raum gestellt, &ldquo;dass die Worte und Schriften eines bekannten Publizisten einen Teil des Resonanzraums bilden, in dem sich die Debatte &uuml;ber gesellschaftliche Fragen vollzieht, dass sie die Tonlage bestimmen, in der beispielsweise &uuml;ber Migration und Moslems in Deutschland gesprochen wird.&rdquo; Dem hat Broder letztlich entgegengesetzt, dass das gesagte und das geschriebene Wort keine oder kaum eine Wirkung habe. F&uuml;r einen Polemiker von hohen Graden wie Broder ein Armutszeugnis.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Dumm gelaufen &ndash; Das politische Personal und seine Krise<\/strong><br>\nSie haben den Staat systematisch &auml;rmer und schw&auml;cher gemacht. Sie haben die Finanzm&auml;rkte dereguliert und unkontrolliert wuchern lassen. Sie haben ganze L&auml;nder in den Ruin getrieben oder treiben lassen. Und nun stehen sie ratlos vor den Tr&uuml;mmern ihrer Taten und ihres Nichtstuns &ndash; unsere Politiker. Dummerweise sind die Tr&uuml;mmer auch die unseren. Und vor allem die Ausgleichszahlungen und Reparaturkosten werden die unseren sein. Was wir alle gemeinsam wissen und unsere Politiker zumindest ahnen werden: So wie bisher geht es nicht weiter. Mit Europa nicht und nicht mit der Weltwirtschaft. Und mit diesen Politikern wohl auch nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/mp3.podcast.hr-online.de\/mp3\/podcast\/derTag\/derTag_20110808.mp3\">HR2 Der Tag [Audio &ndash; mp3]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>S&uuml;ndenfall im H&ouml;rsaal<\/strong><br>\nDeutschlands Hochschulen sind dem Ansturm von Studenten nicht gewachsen.<br>\nDie Universit&auml;ten stellen vor allem Hilfskr&auml;fte mit befristeten Arbeitsvertr&auml;gen ein, um L&uuml;cken in der Lehre aufzuf&uuml;llen.<br>\nNeben der permanenten Suche nach externen Geldquellen bleibt den Professoren immer weniger Zeit f&uuml;r die Forschung.<br>\nFest steht allerdings: Wer einen der begehrten Pl&auml;tze an einer &ouml;ffentlichen Hochschule ergattert, findet dort immer schlechtere Bedingungen vor. Das belegen Berechnungen der Hochschulberatung CHE Consult, die der &ldquo;Welt am Sonntag&rdquo; exklusiv vorliegen. Danach kamen im Jahr 2007 im Bundesdurchschnitt rund 51 Studenten auf einen Professor. Drei Jahre sp&auml;ter waren es schon 53,5. Und selbst solche Relationen sind noch statistisch gesch&ouml;nt&hellip;<br>\nIm Jahr 2003 waren an deutschen Hochschulen der CHE zufolge 54 000 externe Lehrbeauftragte und 6500 sogenannte Lehrkr&auml;fte mit besonderen Aufgaben, beispielsweise Sprachlehrer, besch&auml;ftigt. Im vergangenen Jahr waren es bereits 84 000 beziehungsweise 8500 Lehrkr&auml;fte &ndash; ein Plus von zusammen mehr als 50 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/print\/wams\/finanzen\/article13530695\/Suendenfall-im-Hoersaal.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Was allerdings das Loblied des neuen Hamburger Uni-Pr&auml;sidenten Lenzen auf die Exzellenzinitiative mit dem Beitrag zu tun haben k&ouml;nnte, erschlie&szlig;t sich nur, wenn man bedenkt, dass Springers Welt irgendetwas positives zur verfehlten Hochschulpolitik meinte sagen zu m&uuml;ssen. Zur Kritik an der Exzellenzinitiative siehe <a href=\"\/?p=10162#h16\">hier<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Islamischer Religionsunterricht in NRW &ndash; Muslimisch, jung, konservativ<\/strong><br>\nIn Nordrhein-Westfalen soll es ab dem Schuljahr 2012\/13 islamischen Religionsunterricht geben. Bei der Gestaltung des Lehrplans ergreifen vor allem junge Konservative das Wort. Sie sind gebildet und selbstbewusst &ndash; doch sie verhindern die Ver&auml;nderung, die der Islam dringend braucht. Wir stehen an einem Wendepunkt. Wenn jetzt allein die etablierten Verb&auml;nde den Zugriff auf die Lehrpl&auml;ne und die Auswahl der Lehrkr&auml;fte erhalten, werden Generationen von ihren Vorstellungen gepr&auml;gt. Das w&auml;re so, als w&uuml;rden morgen alle Katholiken nach den Ma&szlig;st&auml;ben des K&ouml;lner Erzbischofs Kardinal Joachim Meisner erzogen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/karriere\/islamischer-religionsunterricht-in-nrw-muslimisch-jung-konservativ-1.1129037\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Problemfall MDR &ndash; Quote, Kohle, Skandale<\/strong><br>\nPolitfilz und gesch&auml;ftliche Sauereien, &uuml;belste Geldgeschichten und Stasi-Verwicklungen &ndash; das pr&auml;gt die 20-j&auml;hrige Geschichte des MDR. Die einmalige Karriere eines ARD-Senders, der bei seinen vielen Skandalen immer nur eines tat: sich zu wundern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/medien\/problemfall-mdr-das-geisterhaus-1.1128630\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Die Perversion des Rechtsstaats<\/strong><br>\nBildblog zur Berichterstattung der BILD in Fall G&auml;fgen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bildblog.de\/32476\/die-perversion-des-rechtsstaats\/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+bildblog+%28BILDblog%29\">Bildblog<\/a>\n<p><strong>Nochmals zum Hinweis: Entsch&auml;digung: Geld f&uuml;r G&auml;fgen bleibt beim Staat <\/strong><br>\n<em><strong>Dazu eine Anmerkung unseres Leser M.B.:<\/strong><\/em><br>\n<em>Ihr verbreitet heute die <a href=\"\/?p=10382#h13\">falsche Behauptung von hr-online<\/a>, dass das von Magnus G&auml;fgen erstrittene Geld beim Staat bleibt. Das ist so nicht richtig und d&uuml;rfte auch dem StA bekannt sein. Beachten Sie dazu bitte das Urteil des BGH vom 05.05.2011, das unter <a href=\"http:\/\/juris.bundesgerichtshof.de\/cgi-bin\/rechtsprechung\/document.py?Gericht=bgh&amp;Art=en&amp;sid=597111b376f38a3208ffd8dba7e75482&amp;nr=56411&amp;pos=0&amp;anz=1%20\">folgendem Link [PDF &ndash; 96.1 KB]<\/a> nach zu lesen ist. Der BGH schreibt darin:<\/em><\/p>\n<blockquote><p><em>&ldquo;Eine Zulassung der Pf&auml;ndung eines aus einer menschenunw&uuml;rdigen Haftunterbringung herr&uuml;hrenden Entsch&auml;digungsanspruchs zur Befriedigung offener Verfahrenskosten w&uuml;rde die Funktion der Genugtuung, der Sanktion und der Pr&auml;vention ebenso ins  Leere laufen lassen wie die Zulassung einer Aufrechnung. Denn mit dem Zugriff auf die Forderung des Strafgefangenen w&uuml;rden deren nachteilige Wirkungen verblassen.&rdquo;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p><em>Hier d&uuml;rfte das Anrechnungsverbot analog greifen. Das Landgericht Ffm hat die Entsch&auml;digung schon in der m&uuml;ndlichen Urteilsbegr&uuml;ndung ausdr&uuml;cklich als &ldquo;Strafe f&uuml;r das Land Hessen&rdquo; bezeichnet. Damit d&uuml;rfte eine Aufrechnung mit Schulden von M. G&auml;fgen unm&ouml;glich sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Bahnsteigkarte zur Revolte<\/strong><br>\nWenn der Deutsche heute die Revolte zelebriert, kauft er Eintrittskarten und schaut sich das an. Wenn er sich emp&ouml;ren will, l&auml;sst er sich von einem vorlesen, der das f&uuml;r ihn erledigt. Nachher f&uuml;hlt er sich als Informationselite und beschlie&szlig;t, dabei zu sein, sobald die Einladung zum Umsturz im Briefkasten liegt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/feynsinn.org\/?p=9538\">Feynsinn<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>zu guter Letzt: G7-Staaten opfern 99 Jungfrauen, um zornige Finanzm&auml;rkte zu bes&auml;nftigen<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-postillon.com\/2011\/08\/g7-wollen-99-jungfrauen-opfern-um.html\">Der Postillon<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Finanzkrise; Casino-Kapitalismus; Nachtrag zu Hinweis Nr. 3 vom 8.8.2011; Goldpreis schon &uuml;ber 1.700 Dollar &ndash; Bitte nicht blenden lassen!; ver.di: Der Kampf ist h&auml;rter geworden; Geldh&auml;user bitten die Armen zur Kasse; Demonstrationen in Israel: Aus der Mitte der Gesellschaft; Hungersnot in Afrika: Wenn die Hilfe pl&ouml;tzlich zum Problem wird;<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10394\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-10394","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10394","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10394"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10394\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10404,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10394\/revisions\/10404"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10394"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=10394"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=10394"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}