{"id":104005,"date":"2023-09-19T08:41:34","date_gmt":"2023-09-19T06:41:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104005"},"modified":"2023-09-19T08:41:34","modified_gmt":"2023-09-19T06:41:34","slug":"hinweise-des-tages-4445","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104005","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104005#h01\">&raquo;Taurus&laquo; vor Abschuss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104005#h02\">China bestellt deutsche Botschafterin in Peking ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104005#h03\">Keine L&uuml;ge mehr: Sanktionsregime des Westens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104005#h04\">Bomben f&uuml;r Notkredite: Wie die USA Pakistan dazu brachten, der Ukraine Waffen zu liefern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104005#h05\">&raquo;Das begann nicht erst mit dem Ukraine-Krieg&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104005#h06\">Libyen: Ein politisch geteiltes Land hat in einer Notlage erst recht schlechte Karten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104005#h07\">Wohnungskrise versch&auml;rft sich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104005#h08\">Erholung r&uuml;ckt in weite Ferne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104005#h09\">&bdquo;Aufkommensneutrale Grundsteuerreform&ldquo; &ndash; Kommunale Spitzenverb&auml;nde r&uuml;cken von Zusage ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104005#h10\">&bdquo;Russen nicht willkommen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104005#h11\">&bdquo;Kriegspropaganda&ldquo;: Studenten-Protest gegen Ausstellung von Gr&auml;uelfotos in der HU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104005#h12\">&Uuml;ber den Schmerz des Verschweigens. Pal&auml;stinenser:innen in Deutschland und in der Schweiz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104005#h13\">Die Bauern-Revolution<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104005#h14\">S&ouml;der will in Bayern staatliche Verhaltenslenkung mit programmiertem Geld einf&uuml;hren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104005#h15\">AfD, CDU und FDP in Th&uuml;ringen: Die Brandbeschleunigungsmauer und das Kapital<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&raquo;Taurus&laquo; vor Abschuss<\/strong><br>\nUkraine: Vor Ramstein-Treffen w&auml;chst Druck auf Bundesregierung, Kiew weitreichende Marschflugk&ouml;rper zu liefern.<br>\nVor der f&uuml;r den Dienstag geplanten n&auml;chsten Runde der innerwestlichen Absprachen im &raquo;Ramstein-Format&laquo; (&raquo;Ukraine-Kontaktgruppe&laquo;) w&auml;chst der Druck auf Berlin, Kiew &raquo;Taurus&laquo;-Marschflugk&ouml;rper zu liefern. NATO-Generalsekret&auml;r Jens Stoltenberg lobte die fr&uuml;heren Lieferungen &auml;hnlicher Raketen durch Frankreich und Gro&szlig;britannien. Die BRD habe bereits gezeigt, dass ihre Lieferungen an die Ukraine &raquo;einen Unterschied machten&laquo;, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Der CDU-Abgeordnete Roderich Kiesewetter hatte am Sonntag abend in der ARD erkl&auml;rt, er rechne mit raschen Entscheidungen bei dem Ramstein-Treffen auf dem exterritorialen US-St&uuml;tzpunkt bei Kaiserslautern. &Auml;hnliches hatte Omid Nouripour von den Gr&uuml;nen bereits letzte Woche gefordert. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hatte am Freitag erkl&auml;rt, die Entscheidung &uuml;ber eine Lieferung brauche so lange, wie sie eben brauche. Der Minister spielte im &uuml;brigen die Bedeutung der &raquo;Taurus&laquo;-Raketen herunter: Nur ein Teil von ihnen sei einsatzf&auml;hig, bei einem anderen m&uuml;sse die Software neu programmiert werden. Diese scheinbar technische Frage ist die politisch entscheidende: Wohin soll mit den &raquo;Taurus&laquo;-Raketen geschossen werden k&ouml;nnen? Bisher hat die Bundesregierung versucht, den Eindruck zu erwecken, sie wolle verhindern, dass dies auch Ziele im Inneren Russlands sein k&ouml;nnten. Deshalb sei sie mit den Herstellern im Gespr&auml;ch dar&uuml;ber, die Reichweite der Geschosse entsprechend zu reduzieren. Andererseits h&auml;lt sich der ukrainische Pr&auml;sident Wolodimir Selenskij die Entscheidung &uuml;ber Angriffe in Russland selbst ausdr&uuml;cklich offen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/459342.konflikt-in-osteuropa-taurus-vor-abschuss.html\">junge Welt<\/a>\n<p>dazu: <strong>Pistorius k&uuml;ndigt 400-Millionen-Euro-Hilfspaket an<\/strong><br>\nVerteidigungsminister Pistorius hat die Lieferung von weiterer milit&auml;rischer Hilfe an die Ukraine im Wert von 400 Millionen Euro angek&uuml;ndigt. &ldquo;Taurus&rdquo;-Marschflugk&ouml;rper seien nicht Teil dieses Pakets.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/deutschland-ruestungshilfe-ukraine-100.html\">tagesschau<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Verteidigung: Stoltenberg macht Berlin Druck<\/strong><br>\nDer Generalsekret&auml;r der Nato, Jens Stoltenberg, hat den Druck auf die Ampel-Koalition verst&auml;rkt, ihre Verteidigungsausgaben zu erh&ouml;hen. &ldquo;Im Kalten Krieg, als Konrad Adenauer oder Willy Brandt regierten, lagen die Verteidigungsausgaben bei drei bis vier Prozent der Wirtschaftsleistung&rdquo;, sagte Stoltenberg den Zeitungen der Funke Mediengruppe. In seiner norwegischen Heimat sei es &auml;hnlich gewesen. &ldquo;Wir haben das damals geschafft, und wir m&uuml;ssen es heute wieder schaffen.&rdquo; Stoltenberg erinnerte an den Beschluss des Nato-Gipfels in Vilnius, wonach zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts f&uuml;r die Milit&auml;rausgaben f&uuml;r die Bundeswehr &ldquo;das Minimum&rdquo; seien. Er gehe davon aus, dass viele Verb&uuml;ndete dieses Ziel &uuml;bertreffen d&uuml;rften. (&hellip;)<br>\nStoltenberg rechnet nicht mit einem schnellen Ende der K&auml;mpfe in der Ukraine. &ldquo;Die meisten Kriege dauern l&auml;nger, als bei ihrem Ausbruch erwartet wurde. Deswegen m&uuml;ssen wir uns auf einen langen Krieg in der Ukraine vorbereiten.&rdquo; Zwar w&uuml;nschten sich alle &ldquo;einen schnellen Frieden&rdquo;, m&uuml;ssten aber gleichzeitig erkennen: Wenn die Ukrainer &ldquo;aufh&ouml;ren zu k&auml;mpfen, wird ihr Land nicht mehr existieren&rdquo;. Erst wenn der russische Staatschef Wladimir Putin und sein Land die Waffen ruhen lie&szlig;en, werde es Frieden geben. Nach einem Friedensschluss braucht die Ukraine aus Stoltenbergs Sicht Sicherheitsgarantien. Es gebe &ldquo;keinen Zweifel, dass die Ukraine am Ende in der Nato sein wird&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/politik\/stoltenberg-nato-deutschland-ukraine-krieg-russland-100.html\">ZDF<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>China bestellt deutsche Botschafterin in Peking ein<\/strong><br>\nEine Aussage von Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock (Gr&uuml;ne) &uuml;ber den chinesischen Staats- und Parteichef Xi Jinping schl&auml;gt diplomatische Wellen. Wie ein Sprecher des Ausw&auml;rtigen Amtes dem SPIEGEL auf Anfrage best&auml;tigte, wurde die deutsche Botschafterin Patricia Flor in Peking am Sonntag in das chinesische Au&szlig;enministerium einbestellt. Dies geschah, nachdem Baerbock dem US-Sender Fox News ein Interview gegeben hatte.<br>\nDarin nannte sie Xi einen Diktator. China reagierte mit gro&szlig;er Emp&ouml;rung: Baerbocks &Auml;u&szlig;erungen seien &raquo;extrem absurd und eine schwere Verletzung der politischen W&uuml;rde Chinas und eine offene politische Provokation&laquo;, sagte die chinesische Au&szlig;enministeriumssprecherin Mao Ning. Peking sei &raquo;zutiefst unzufrieden&laquo; und werde auf diplomatischem Wege gegen&uuml;ber der deutschen Seite vorstellig werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/ausland\/china-bestellt-deutsche-botschafterin-in-peking-ein-a-b9e56263-3d5b-4635-94ea-138f5349ed76\">DER SPIEGEL <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu u.a. auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103079\">&bdquo;Kulturwandel&ldquo; im Ausw&auml;rtigen Amt: Baerbock will, dass deutsche Diplomaten mehr auf Social Media gegen Russland und China austeilen<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103966#h06\">Annalena Baerbock vergleicht Xi Jinping mit Putin und nennt ihn einen Diktator<\/a> mit Anmerkungen.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>China wegen Baerbock-&Auml;u&szlig;erung &uuml;ber Xi emp&ouml;rt<\/strong><br>\nChinas Au&szlig;enministerium hat die Worte von Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock, die den chinesischen Staats- und Parteichef Xi Jinping als Diktator bezeichnet hat, am Montag als &bdquo;&auml;u&szlig;erst absurd&ldquo; zur&uuml;ckgewiesen. Die Kommentare der deutschen Seite seien &bdquo;eine ernsthafte Verletzung der politischen W&uuml;rde Chinas und eine offene politische Provokation&ldquo;, sagte Au&szlig;enamtssprecherin Mao Ning am Montag auf der t&auml;glichen Pressekonferenz des Ministeriums in Peking. Am Sonntag war die deutsche Botschafterin Hildegard Flor in Peking ins Au&szlig;enministerium einbestellt worden. Das best&auml;tigte das Ausw&auml;rtige Amt auf Anfrage der F.A.Z.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/china-empoert-wegen-baerbocks-aeusserung-ueber-xi-als-diktator-19182086.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin S.B.:<\/strong> Baerbock ist unsere oberste Diplomatin, als Au&szlig;enministerin stellt sie als offizielle Vertreterin unseres Landes das Bild in der Welt dar, wie Deutschland (angeblich) tickt. Die Aufgabe eines Diplomaten ist Beziehungen zu kn&uuml;pfen, zu verbessern, &uuml;berhaupt aufrecht zu erhalten &ndash; die Aufgabe ist sicherlich nicht sich als &bdquo;Kriegsministerin&ldquo; l&auml;cherlich zu machen. Nicht nur, dass sie Russland ruinieren will, so en passant Russland den Krieg erkl&auml;rt (ach, ein Versehen, war nicht so gemeint!), ob sie den Arabern Feminismus beibringen will&hellip; bei ihr muss man Blut und Wasser schwitzen, ob sie nicht in einem Satz ihrer unm&ouml;glichen Reden wieder mal einem Land den Krieg erkl&auml;rt oder zumindest die Regierungschefs beleidigt. Sie ist ein Trampel, ein Elefant im Porzellanladen, und gef&auml;hrlich f&uuml;r Deutschlands Sicherheit. Daneben sind ihre sprachlichen Ausrutscher und Kreation neuer Worte (Ostkokaine&hellip;) schon legend&auml;r und f&uuml;llen ein W&ouml;rterbuch. Ihr &bdquo;English for advanced beginners&ldquo; ist mir nicht ganz so wichtig, es gibt Dolmetscher. Aber eine Au&szlig;enministerin, die noch nicht einmal die eigene Muttersprache beherrscht und als Diplomatin andere L&auml;nder ruinieren will &ndash; das geht gar nicht. Null, gar nichts, versteht die von anderen Kulturen und wie man sich in anderen L&auml;ndern benimmt. Dass sie noch im Amt ist zeigt mir auch die Schw&auml;chen unseres Kanzlers.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Keine L&uuml;ge mehr: Sanktionsregime des Westens<\/strong><br>\nKann man sich lauthals zum Kampf gegen Hunger und Armut bekennen und gleichzeitig Hunderte Millionen Menschen von ihrer Versorgung abschneiden? Na klar! Die westlichen Staaten aka &raquo;Wertegemeinschaft&laquo; machen es vor. Deutschland zum Beispiel. Wohlfeile T&ouml;ne, auch das eine oder andere Milli&ouml;nchen hat die Bundesregierung immer wieder zur Hand, wenn sie sich damit als globale Wohlt&auml;terin aufspielen kann. Gleichzeitig geht sie mit harten Sanktionen gegen missliebige Staaten vor; oft noch weiter reichende US-Sanktionen billigt sie in der Regel umstandslos. Wen die Sanktionen treffen, das wei&szlig; man seit Jahren &ndash; die einfache Bev&ouml;lkerung, die vom Zugang zu G&uuml;tern des Alltagsbedarfs, oft auch zu Nahrung, zu Medikamenten abgeschnitten wird. J&uuml;ngstes Exempel ist Niger, eines der &auml;rmsten L&auml;nder der Welt. Millionen hungern dort bereits seit Jahrzehnten. Seit dem Putsch Ende Juli wird jetzt unter Beifall des zufriedenen Berlins mittels drakonischer Sanktionen auch noch die Einfuhr von Lebensmitteln blockiert. Man darf raten, wozu das f&uuml;hrt. Mit diesem schreienden Missstand hat nun eine Gruppe von elf Staaten, angef&uuml;hrt von Russland, die Vereinten Nationen in New York konfrontiert. Am Montag wollte die UNO auf einem eigenen Gipfel ihre Nachhaltigkeitsziele bekr&auml;ftigen, deren erste zwei lauten: &raquo;keine Armut&laquo;, &raquo;kein Hunger&laquo;. Die elf Staaten kennen die Folgen von Sanktionen aus eigener leidvoller Erfahrung und dringen darauf, derlei Ma&szlig;nahmen endlich einzustellen, statt sie, wie der Westen es tut, immer h&auml;ufiger als Mittel des Wirtschaftskriegs zu nutzen, bevorzugt gegen &ouml;konomisch eindeutig unterlegene Gegner &ndash; siehe Niger. Dabei wollen die elf Staaten es nicht bei Worten belassen: Sie ziehen, wie am Montag gemeldet wurde, die Blockade von mindestens vier geplanten UN-Erkl&auml;rungen in Betracht, in denen &ndash; wie &uuml;blich in gedrechselten Worten mit sorgenvoll mahnendem Unterton &ndash; stolze Ziele f&uuml;r den Fortschritt der Menschheit verk&uuml;ndet werden sollten; Ziele, die f&uuml;r Staaten, die mit Sanktionen &uuml;berzogen werden, sowieso nicht erreichbar sind. Das Motto der elf: lieber keine Erkl&auml;rung als noch eine L&uuml;ge mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/459375.keine-l%C3%BCge-mehr.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Bomben f&uuml;r Notkredite: Wie die USA Pakistan dazu brachten, der Ukraine Waffen zu liefern<\/strong><br>\nWas haben der Sturz von Imran Kahn und IWF-Kredite mit dem Ukraine-Krieg zu tun? The Intercept enth&uuml;llt einen geheimen US-Deal. Es geht um Erpressung und Demokratieverachtung.<br>\nIm April 2022 unterst&uuml;tzten die USA das pakistanische Milit&auml;r bei dem Vorhaben, ein Misstrauensvotum zu organisieren, um Premierminister Imran Khan abzusetzen. Im Vorfeld der Absetzung &auml;u&szlig;erten Diplomaten des US-Au&szlig;enministeriums gegen&uuml;ber ihren pakistanischen Amtskollegen ihre Ver&auml;rgerung &uuml;ber die, wie sie es nannten, &ldquo;aggressiv neutrale&rdquo; Haltung Pakistans zum Ukraine-Krieg unter Khan.<br>\nAls der Konflikt begann, befand sich Khan, der damals Premierminister war, auf dem Weg nach Moskau zu einem seit Langem geplanten bilateralen Treffen mit dem russischen Pr&auml;sidenten Wladimir Putin. Der Besuch emp&ouml;rte Washington.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Bomben-fuer-Notkredite-Wie-die-USA-Pakistan-dazu-brachten-der-Ukraine-Waffen-zu-liefern-9309023.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&raquo;Das begann nicht erst mit dem Ukraine-Krieg&laquo;<\/strong><br>\nIrland: Konservative Regierung will Neutralit&auml;t vollst&auml;ndig aufgeben. Diese wurde bereits mehrfach verletzt. Ein Gespr&auml;ch mit Edward Horgan<br>\nAngesichts der stattfindenden globalen Blockbildung gegen Russland und China erh&ouml;ht sich der Druck auf Staaten, die sich der Neutralit&auml;t verpflichtet hatten. Wie neutral ist die Republik Irland noch?<br>\nNicht vollst&auml;ndig, die Regierung versucht alles, um die Neutralit&auml;t abzuschaffen &ndash; obwohl Umfragen zeigen, dass 75 Prozent der Bev&ouml;lkerung daran festhalten wollen. Irland ist aktiv am Ukraine-Krieg beteiligt: Irische Truppen trainieren &shy;ukrainische Soldaten nicht nur f&uuml;r die Minenr&auml;umung, sondern auch in der Handhabe von Schusswaffen. Irland hat Seite bezogen und das widerspricht internationalem Recht und der Neutralit&auml;t. Einige Politiker haben ihr Auge auf hohe EU-Posten geworfen, auch unser Regierungschef (Leo Varadkar, jW), und daher machen sie alles, was die EU w&uuml;nscht, selbst wenn das nicht im Interesse der irischen Bev&ouml;lkerung ist. [&hellip;]<br>\nBei den Wahlen in zwei Jahren wird die republikanische Sinn F&eacute;in wohl die st&auml;rkste Partei werden. Was erwarten Sie von einer Sinn-F&eacute;in-gef&uuml;hrten Regierung?<br>\nSie werden es nicht schaffen, allein zu regieren und brauchen daher einen Koalitionspartner. Aber ich hoffe dennoch, dass sie die Neutralit&auml;t weiter respektieren und verteidigen werden. Das Problem geht &uuml;ber Irland hinaus: Fast alle EU-Mitglieder sind in der NATO, und die anderen kooperieren im Rahmen des &raquo;Partnership for Peace&laquo;-Programms eng mit der NATO. Die EU hat dadurch ihre politische Selbstst&auml;ndigkeit aufgegeben. Auch Deutschland hat seine Souver&auml;nit&auml;t aufgegeben, als es nicht scharf dagegen protestiert haben, dass die USA die Nord-Stream-Pipeline gesprengt haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/459118.blockfreiheit-das-begann-nicht-erst-mit-dem-ukraine-krieg.html%20\">junge Welt <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Moritz M&uuml;ller:<\/strong> Eine Stimme der Vernunft von einem Major a.D.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Libyen: Ein politisch geteiltes Land hat in einer Notlage erst recht schlechte Karten<\/strong><br>\nIm Osten Libyens hat General Khalifa Haftar das Sagen, der von westlichen Regierungen nicht anerkannt wird. Ausgerechnet hier liegen die &uuml;berschwemmten Gebiete. Die Hilfe aus dem Westen kommt nur z&ouml;gerlich<br>\nAls das urspr&uuml;nglich kalte Sturmtief &bdquo;Daniel&ldquo; Landstriche Bulgariens, der T&uuml;rkei und besonders Griechenlands unter Wasser setzte, konnten Klimakatastrophen-Skeptiker noch denken, es handele sich m&ouml;glicherweise um ein Ausnahmeph&auml;nomen. Eine solche Verharmlosung verbietet sich, nachdem &bdquo;Daniel&ldquo; &uuml;ber dem extrem erw&auml;rmten Mittelmeer zu einem tropischen Wirbelsturm reifte und bei seiner Ankunft in Ostlibyen Staud&auml;mme und -mauern brechen lie&szlig;. Landmassen wurden abgerissen und ins Meer gesp&uuml;lt. Eine Fl&auml;che von ungef&auml;hr 20.000 Quadratkilometern ist teils vollkommen &uuml;berflutet. Vermutlich muss man bis zu 20.000 Todesopfer beklagen. 40.000 Menschen soll es gelungen sein, vor den Wassermassen zu fliehen.<br>\nDiese Katastrophe kann als ein erstes, pl&ouml;tzlich eingetretenes Gro&szlig;ereignis des l&auml;ngst begonnenen Klimawandels gesehen werden. Es wirkt hoffentlich nachdr&uuml;cklicher auf politische Entscheidungstr&auml;ger, die sich von seit L&auml;ngerem auftretenden Geschehnissen wie Hunger produzierenden D&uuml;rren oder viele Tote verursachenden Hitzeperioden nur in Ma&szlig;en alarmiert f&uuml;hlen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/sabine-kebir\/libyen-ein-geteiltes-land-hat-in-einer-notlage-erst-recht-schlechte-karten\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wohnungskrise versch&auml;rft sich<\/strong><br>\nBaugenehmigungen in Bundesrepublik brechen ein. Erneut &raquo;Wohnungsbaugipfel&laquo; im Kanzleramt.<br>\nDie Bau- und Wohnungskrise in der BRD spitzt sich weiter zu. Nach einem Einbruch bei den Baugenehmigungen im ersten Halbjahr um rund ein Viertel lag die Zahl nun auch im Juli 2023 mit minus 31,5 deutlich unter dem Vorjahreswert, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Bewilligt wurde demnach im Juli der Neu- oder Umbau von 21.000 Wohnungen hierzulande &ndash; und damit 9.600 weniger als vor Jahresfrist. Von Januar bis einschlie&szlig;lich Juli 2023 sank die Zahl der Baugenehmigungen f&uuml;r Wohnungen nach Angaben der Wiesbadener Beh&ouml;rde zum Vorjahreszeitraum um 27,8 Prozent auf 156.200 Wohnungen. Zehn Monate hintereinander ist die Zahl der Baugenehmigungen nun zweistellig zur&uuml;ckgegangen. &raquo;Zum R&uuml;ckgang der Bauvorhaben d&uuml;rften weiterhin vor allem steigende Baukosten und zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen beigetragen haben&laquo;, erkl&auml;rten die Statistiker den Negativtrend. Anders ausgedr&uuml;ckt: F&uuml;r Immobilienkonzerne ist der Wohnungsbau schlichtweg unrentabel geworden, weshalb dieser peu &agrave; peu eingestellt wird. Gebaut wird fast nur noch im profitablen hochpreisigen Segment &ndash; ben&ouml;tigt wird aber eigentlich g&uuml;nstiger Wohnraum. Laut Angaben der Gewerkschaft IG BAU haben mehr als elf Millionen Mieterhaushalte in der Bundesrepublik einen Anspruch auf eine Sozialwohnung. Von diesen gibt es allerdings nur noch 1,1 Millionen. Die Zahl der Sozialwohnungen nimmt seit Jahren rapide ab. Gab es in den 1990er Jahren noch knapp vier Millionen, waren es schon 2010 nur noch 1,66 Millionen. Um die Wohnungskrise zu bek&auml;mpfen, hat sich die Regierung das Ziel von j&auml;hrlich 400.000 neuen Wohnungen, davon 100.000 Sozialwohnungen, gesetzt. Das d&uuml;rfte sie allerdings deutlich verfehlen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/459343.wohnungsnot-wohnungskrise-versch%C3%A4rft-sich.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Erholung r&uuml;ckt in weite Ferne<\/strong><br>\nDie chemisch-pharmazeutische Industrie hat im zweiten Quartal 2023 ihre Talfahrt fortgesetzt. Alle Indikatoren &ndash; Produktion, Kapazit&auml;tsauslastung, Preise und Umsatz &ndash; sanken. Auch der Blick in die Zukunft hat sich in Deutschlands drittgr&ouml;&szlig;ter Industriebranche weiter eingetr&uuml;bt. Die Unternehmen rechnen f&uuml;r das zweite Halbjahr mit einer weiteren Verschlechterung der Gesch&auml;ftslage. Angesichts einer zunehmenden Nachfrageschw&auml;che muss die Hoffnung auf eine Erholung verschoben werden. Ob und in welchem Umfang die Branche in Zukunft von einem globalen Aufschwung profitieren kann, ist angesichts immenser Standortnachteile mehr als fraglich.<br>\n&bdquo;Die Lage ist ernst und die Stimmung dementsprechend schlecht&ldquo;, stellt VCI-Pr&auml;sident Markus Steilemann fest. &bdquo;Hohe Energiepreise und &Uuml;berregulierung gehen vielen deutschen Unternehmen zunehmend an die Substanz. Nat&uuml;rlich nehmen wir als Branche wahr, dass die Politik nicht die Augen vor den aktuellen Problemen verschlie&szlig;t. Aber Worte sind noch keine Taten. Die Bundesregierung muss den Alarmruf der energieintensiven Industrie ernst nehmen. Uns eint der Wille, die Deindustrialisierung zu stoppen. Ein entscheidender Schritt ist ein international wettbewerbsf&auml;higer Strompreis. Deshalb brauchen wir einen Br&uuml;ckenstrompreis und die Beibehaltung des Spitzenausgleichs. Die Zeit dr&auml;ngt. Die Zeit zu handeln ist jetzt.&ldquo; (&hellip;)<br>\nF&uuml;r das Gesamtjahr 2023 rechnet der VCI mit einem Produktionsr&uuml;ckgang von 8 Prozent. Bei r&uuml;ckl&auml;ufigen Preisen wird der Branchenumsatz in diesem Jahr voraussichtlich um 14 Prozent sinken. (&hellip;)<br>\nDie Chemieproduktion ging im Vergleich zum Vorquartal um 1,2 Prozent zur&uuml;ck. Im Vorjahresvergleich entsprach dies einem Minus von 8 Prozent. Die Kapazit&auml;tsauslastung der Branche sank erneut und lag zuletzt bei 77,3 Prozent. (&hellip;)<br>\nDie Erzeugerpreise gaben in den vergangenen Monaten deutlich nach und lagen 3,1 Prozent niedriger als ein Quartal zuvor. Damit waren chemische und pharmazeutische Erzeugnisse 0,5 Prozent g&uuml;nstiger als ein Jahr zuvor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.vci.de\/presse\/pressemitteilungen\/erholung-rueckt-in-weite-ferne-wirtschaftliche-lage-der-chemiebranche.jsp\">VCI<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&bdquo;Aufkommensneutrale Grundsteuerreform&ldquo; &ndash; Kommunale Spitzenverb&auml;nde r&uuml;cken von Zusage ab<\/strong><br>\nKommunale Spitzenverb&auml;nde hatten eine aufkommensneutralen Grundsteuerreform versprochen. Davon ist nun so nicht mehr die Rede. Immobilienbesitzer haben Einspr&uuml;che gegen 3,25 Millionen Bescheide eingelegt.<br>\nDie kommunalen Spitzenverb&auml;nde r&uuml;cken von ihrer Zusage einer aufkommensneutralen Grundsteuerreform 2025 ab. Es gelte zwar nach wie vor, dass die Kommunen aus der Reform keinen finanziellen Nutzen ziehen wollten, sagte die stellvertretende Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrerin des Deutschen St&auml;dtetages Verena G&ouml;ppert gegen&uuml;ber WELT AM SONNTAG.<br>\n&bdquo;Klar ist aber auch: Beschlossene oder aktuell geplante Steuerentlastungen der Bundesregierung, wie das Wachstumschancengesetz, werden bei vielen Kommunen zu wachsenden Haushaltsdefiziten f&uuml;hren. Es kann deshalb sein, dass einzelne St&auml;dte gezwungen sind, zum Ausgleich die Kommunalsteuern zu erh&ouml;hen&ldquo;, sagte G&ouml;ppert.<br>\nWenn Bund und L&auml;nder die Gemeinden nicht mit ausreichenden Mitteln versorgten, k&ouml;nnten sie zu harten Konsolidierungsma&szlig;nahmen gezwungen sein. &bdquo;Dazu geh&ouml;rt auch, ihre eigenen Einnahmen anzuheben&ldquo;, sagte G&ouml;ppert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article247494136\/Aufkommensneutrale-Grundsteuerreform-Kommunale-Spitzenverbaende-ruecken-von-Zusage-ab.html%20\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die voraussichtliche Anhebung der Grundsteuer wird bei der FDP-WELT skandalisiert, weil jede Steuererh&ouml;hung b&ouml;se ist, und ist doch angesichts der hohen Inflationsraten, vor allem aber der chronischen und gewollten Unterfinanzierung der Kommunen nur logisch, ein Akt der Notwehr. Gleich das n&auml;chste Unternehmensteuergeschenk (&ldquo;Wachstumschancengesetz&rdquo;) wird die Kommunen weitere 2 Milliarden Euro kosten &ndash; woher soll das Geld denn kommen? Von den Bundesl&auml;ndern, die trotz chronischer Unterfinanzierung von der Bundesregierung ebenfalls um weitere 2 Milliarden erleichtert werden, sicher nicht. &bdquo;Die Kommunalhaushalte sind strukturell schlicht unterfinanziert.&rdquo; &ndash; immerhin wird das von der WELT erw&auml;hnt. Im Endeffekt nur ein weiterer Baustein in der seit Jahrzehnten andauernden Umverteilung von unten nach oben, hier wie sonst immer durch eine regressiv wirkende Steuer von den Wohnenden zu den (Gro&szlig;-)Unternehmen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&bdquo;Russen nicht willkommen&rdquo;<\/strong><br>\nRussinnen und Russen d&uuml;rfen ab sofort nicht mehr mit dem Auto in die EU einreisen und m&uuml;ssen teilweise sogar Gegenst&auml;nde ihres pers&ouml;nlichen Alltagsbedarfs an der Grenze zur&uuml;cklassen, darunter Laptops und Kleidung. Dies ist das Resultat einer mehrt&auml;gigen Debatte &uuml;ber eine aktualisierte Regelung der EU zur Umsetzung der Russland-Sanktionen, die in der vergangenen Woche Wellen geschlagen hat. Das Verbot, mit in Russland registrierten Autos in die EU einzureisen, wird inzwischen in Finnland, den baltischen Staaten und Polen umgesetzt; Norwegen zieht dies in Betracht. Litauen will dar&uuml;ber hinaus jegliche Mitnahme von Gegenst&auml;nden des pers&ouml;nlichen Bedarfs unterbinden. W&auml;hrend russische Exiloppositionelle energisch protestieren &ndash; die Ma&szlig;nahme trifft auch sie &ndash;, hat das Gericht der Europ&auml;ischen Union (EuG) geurteilt, dass Sanktionen gegen russische Gesch&auml;ftsleute sogar dann zul&auml;ssig sind, wenn diese weder den Ukraine-Krieg noch die russische Regierung unterst&uuml;tzen. Demnach gen&uuml;gt es, ein einflussreicher Gesch&auml;ftsmann in einer nicht unbedeutenden Branche der russischen Wirtschaft zu sein, um sanktioniert zu werden. Der in Rechtsstaaten &uuml;bliche Schuldnachweis ist nicht mehr n&ouml;tig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9348\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&bdquo;Kriegspropaganda&ldquo;: Studenten-Protest gegen Ausstellung von Gr&auml;uelfotos in der HU<\/strong><br>\nScharfe Kritik an Pr&auml;sidentin und Professoren der Berliner Humboldt-Universit&auml;t. Ausl&ouml;ser ist eine Ausstellung mit dem Titel &bdquo;Russian War Crimes&ldquo;, die im Foyer gezeigt wurde.<br>\nEine Fotoausstellung unter dem Titel &bdquo;Russian War Crimes&ldquo; in der Humboldt-Universit&auml;t (HU) sorgt f&uuml;r Emp&ouml;rung unter einer Gruppe von Studenten und Mitarbeitern der Uni. Mitglieder der Organisation International Youth and Students for Social Equality (IYSSE) haben in einem &ouml;ffentlichen Statement am Montag massive Kritik an der Ausstellung im Foyer des Hauptgeb&auml;udes ge&uuml;bt. Die Ausstellung zeigt Fotografien, die seit Beginn des Krieges in der gesamten Ukraine aufgenommen wurden. Im Mittelpunkt stehen die Opfer russischer Kriegsverbrechen.<br>\n&bdquo;Die Ausstellung hat keinen wissenschaftlichen Wert, sondern dient dazu, die russische Seite zu d&auml;monisieren und den grauenhaften Stellvertreterkrieg in der Ukraine mit weiteren Waffenlieferungen zu befeuern&ldquo;, hei&szlig;t es in dem Schreiben, das von Gregor Link, einem Mitglied der Gruppe, verfasst wurde. Explizite Kritik richtete sich an die Hochschulprofessoren J&ouml;rg Baberowski und Herfried M&uuml;nkler.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/politik-kriegspropaganda-studenten-protest-gegen-ausstellung-von-graeuelfotos-in-der-hu-berlin-li.418045\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&Uuml;ber den Schmerz des Verschweigens. Pal&auml;stinenser:innen in Deutschland und in der Schweiz<\/strong><br>\nDie pal&auml;stinensische Geschichte ist von Gewalt- und Fluchterfahrungen gepr&auml;gt. Doch diese vielfache Traumatisierung kann in Europa oft nicht ge&auml;u&szlig;ert werden. Dies &auml;ndert sich mit der j&uuml;ngsten Generation.<br>\nWiederholt wurde in Deutschland 2023 kollektives Gedenken und Betrauern der Nakba im &ouml;ffentlichen Raum verboten, so best&auml;tigte das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg ein polizeiliches Verbot der &bdquo;Demonstration f&uuml;r das Grundrecht auf Versammlungs- und Meinungsfreiheit zum 75. Jahrestag der Nakba&ldquo; Ende Mai in Berlin. Mit solchen offiziellen Verboten erreicht die jahrzehntelange Tabuisierung pal&auml;stinensischer Identit&auml;t und Gewalterfahrung einen H&ouml;hepunkt.<br>\nDas Tabu der israelischen Staatsgewalt, deren Betroffene Pal&auml;stinenser:innen sind, ist in Deutschland und der Schweiz gesellschaftlich tief verankert. Es kommt als soziale Norm zum Ausdruck und &auml;ussert sich in impliziten und expliziten Sprechverboten, aber auch in Denk- und F&uuml;hlverboten, wie z. B. keine Empathie zu f&uuml;hlen. Das Tabu ist so wirkm&auml;chtig, dass nicht nur die Gewalterfahrung, die Pal&auml;stinenser:innen erleiden, sondern Pal&auml;stinensisch-Sein per se zu etwas sozial Verworfenem wird. Der pal&auml;stinensisch-amerikanische Literaturwissenschaftler Edward Said schrieb 1992, die pal&auml;stinensische Erfahrung sei so unangenehm, so skandal&ouml;s nahe der j&uuml;dischen, dass man zuweilen nicht einmal das Wort Pal&auml;stina aussprechen k&ouml;nne. Diese N&auml;he f&uuml;hrt dazu, dass pal&auml;stinensische Sichtbarkeit peinlich ber&uuml;hrt &ndash; auch die Betroffenen selbst &ndash;, weshalb sie bedrohlich wirkt und abwesend gemacht werden soll.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/geschichtedergegenwart.ch\/ueber-den-schmerz-des-verschweigens-palaestinenserinnen-in-deutschland-und-in-der-schweiz\/\">Geschichte der Gegenwart<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die Bauern-Revolution<\/strong><br>\nDie Proteste der Landwirte in Indien im Jahr 2021 geben Aufschluss &uuml;ber Big Ag in den USA und weltweit. Teil 2\/2.<br>\nNach einem Jahr der Proteste und Hunderten von Toten haben die Bauern den l&auml;ngsten gewaltfreien Protest in Indien gewonnen. Aber die Geschichte des Widerstands gegen die Agrarindustrie &mdash; sowohl in Indien als auch in den USA &mdash; zeigt, dass noch viel Arbeit vor der Bewegung der Landwirte liegt. Auch f&uuml;r die Europ&auml;er sind diese Informationen wichtig. W&auml;hrend Wirtschaftskr&auml;fte weltweit vereint ihre Macht aus&uuml;ben und konzentrieren, sind auch Widerstandsbewegungen gut beraten, voneinander zu lernen.<br>\nLetzten Monat fand ich mich nach einer Reise zur n&ouml;rdlichen Grenze Delhis auf verdorrtem Asphalt wieder, als ich mit einer Gruppe von Bauern spazieren ging. Es war ihre letzte Nacht in dem 12 Meilen langen Lager, in dem sie seit letztem Jahr gelebt hatten, und es lag eine Feier in der Luft. Die Regierung von Premierminister Narendra Modi hatte kapituliert und drei von ihr erlassene Gesetze aufgehoben, die den indischen Agrarmarkt radikal ver&auml;ndert h&auml;tten.<br>\nDer versmogte Himmel war fast orange, w&auml;hrend der gelbe Mond im Osten aufging. Um eine Polizeisperre zu umgehen, begaben wir uns auf einen staubigen Weg, der an einem Abwasserkanal entlangf&uuml;hrte. Wir kamen an Hunderten von provisorischen Unterk&uuml;nften aus Plastik, Segeltuch und Holz vorbei. Als wir die Grenze zu Singhu erreichten, bemerkten wir, dass sich eine Gruppe von 500 Menschen um eine B&uuml;hne versammelt hatte, um die Abschlussrede des Bauernf&uuml;hrers Balbir Singh Rajewal zu h&ouml;ren.<br>\nObwohl es den Landwirten gelungen war, die neuen Gesetze vorerst abzuwehren, erkl&auml;rte Rajewal der Menge, dass der Kampf noch lange nicht vorbei sei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.manova.news\/artikel\/die-bauern-revolution-2%20\">Indra Shekhar Singh in Manova<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Den ersten Teil k&ouml;nnen Sie <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103279#h09\">hier nachlesen<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>S&ouml;der will in Bayern staatliche Verhaltenslenkung mit programmiertem Geld einf&uuml;hren<\/strong><br>\nBayerns Ministerpr&auml;sident Markus S&ouml;der plant staatliche Verhaltenslenkung mit programmiertem digitalen Geld f&uuml;r Asylbewerber. Getreu der &uuml;blichen Strategie der Bargeldabschaffer und Sozialingenieure, bei den Schw&auml;chsten anzufangen, k&uuml;ndigte er an, abgelehnten Asylbewerbern nur noch spezielle Bezahlkarten zu geben, die lediglich den Kauf bestimmter Waren und Dienste erlauben.<br>\nAls geh&ouml;rten Alkohol und Zigaretten zu den gr&ouml;&szlig;ten Problemen der Zuwanderung, sagte S&ouml;der der Bild am Sonntag:<br>\n&bdquo;Mit der Chipkarte k&ouml;nnen sie beim Discounter oder B&auml;ckereien und Metzgereien f&uuml;r den t&auml;glichen Bedarf einkaufen: zum Beispiel Lebensmittel, Kleidung, Hygiene-Artikel. Den Inhalt dieses Warenkorbs besprechen wir gerade mit den zust&auml;ndigen Beh&ouml;rden.&ldquo;<br>\nSo reden machtgeile Sozialingenieure, die es genie&szlig;en, im Detail &uuml;ber das Leben von Menschen zu bestimmen, die sich nicht wehren k&ouml;nnen.<br>\nDabei macht er sich zu nutze, dass viele Menschen sich daran st&ouml;ren, dass ein sehr gro&szlig;er Anteil der abgelehnten Asylbewerber trotz fehlendem Schutzanspruch sehr lange oder dauerhaft in Deutschland bleiben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/bargeld-widerstand\/soeder-asylbewerber\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>AfD, CDU und FDP in Th&uuml;ringen: Die Brandbeschleunigungsmauer und das Kapital<\/strong><br>\nCDU und FDP haben im Th&uuml;ringer Landtag gemeinsam mit der AfD abgestimmt. Dass es dabei um die Grunderwerbssteuer ging, ist kein Zufall. Die Skandalisierung des Vorgangs verdeckt seine &ouml;konomischen und sozialen Hintergr&uuml;nde<br>\nDer th&uuml;ringische Landtag hat auf Antrag der CDU und mit den Stimmen von AfD und FDP sowie ein paar Fraktionslosen die Grunderwerbssteuer von 6,5 auf f&uuml;nf Prozent gesenkt. Dies solle der Familienf&ouml;rderung dienen.<br>\nDas Argument ist sozialdemagogisch. Vom Steuerrabatt profitieren am meisten diejenigen, die die gr&ouml;&szlig;ten Geldverm&ouml;gen zum Grunderwerb &uuml;brighaben: Unternehmen f&uuml;r den Ankauf von Gewerbefl&auml;chen, Immobilienkonzerne, die ganze Stadtteile kaufen und spekulativ weiterver&auml;u&szlig;ern, Finanzdienstleister, die ihnen daf&uuml;r Kredite geben und Zinsen kassieren. In der zweiten Liga laufen betuchte Mittelschichtler auf, um erhebliche Ersparnisse vor der Inflation zu sch&uuml;tzen, indem sie diese in so genanntes Betongold umtauschen. Kleinverdiener werden von der Steuersenkung nichts abbekommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/georg-fuelberth\/afd-cdu-und-fdp-in-thueringen-die-brandbeschleunigungsmauer-und-das-kapital\">der Freitag<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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