{"id":104008,"date":"2023-09-19T09:00:30","date_gmt":"2023-09-19T07:00:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104008"},"modified":"2023-09-20T15:17:32","modified_gmt":"2023-09-20T13:17:32","slug":"bildungswende-jetzt-buendnis-ruft-fuer-samstag-zu-bundesweiten-protesten-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104008","title":{"rendered":"Bildungswende-Jetzt!-B\u00fcndnis ruft f\u00fcr Samstag zu bundesweiten Protesten auf"},"content":{"rendered":"<p>Am Samstag wird es bundesweite Proteste gegen die grassierende Bildungsmisere in Deutschland geben. Angesichts eines in Jahrzehnten kaputtgek&uuml;rzten Systems ist es allerh&ouml;chste Zeit und muss Auftakt zu noch viel mehr Gegenwehr sein. Ein Kommentar von <strong>Ralf Wurzbacher<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_8711\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-104008-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230920-Bildungswende-Jetzt-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230920-Bildungswende-Jetzt-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230920-Bildungswende-Jetzt-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230920-Bildungswende-Jetzt-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=104008-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230920-Bildungswende-Jetzt-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"230920-Bildungswende-Jetzt-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>F&uuml;r all jene, die es noch nicht bemerkt oder ihre Lektion nicht gelernt haben: Wir leben in der &bdquo;Bildungsrepublik Deutschland&ldquo;. 2008 auf dem Dresdner Bildungsgipfel durch die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ausgerufen und wirkm&auml;chtig seit bald 15 Jahren, sind ihre Fehlleistungen allgegenw&auml;rtig. Zum Beispiel bekommt das in diesen Tagen eine Grundschullehrerin in Sachsen-Anhalt zu sp&uuml;ren. Weil sie sich weigerte, eine dem gesamten Lehrk&ouml;rper aufgen&ouml;tigte Extrastunde zu leisten, wurde sie vom Land <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/sachsen-anhalt\/stendal\/lehrerin-kuendigung-klage-gruende-102.html\">fristlos gek&uuml;ndigt<\/a> &ndash; nach 39 Dienstjahren, in denen sie in Vollzeit und praktisch ohne Fehlzeiten t&auml;glich vor knapp 30 Kindern wacker ihre Frau gestanden hatte. <\/p><p>Birgit Pitschmanns Motiv, als 60-J&auml;hrige ihre &bdquo;Arbeitskraft erhalten&ldquo; zu wollen, um bis zur Rente durchzuhalten, l&auml;sst das Bildungsministerium nicht durchgehen. Dann lieber noch eine P&auml;dagogin weniger, von denen wegen jahrzehntelanger <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57765\">Fehlplanung und Spardiktate<\/a> allein im Land mindestens 1.000 und bundesweit mehrere Zehntausend fehlen. Was der Kultusministerkonferenz (KMK) dazu einf&auml;llt, haben die NachDenkSeiten im Februar rapportiert: Sp&auml;terer Ruhestandseintritt, Unterrichtsverpflichtung erh&ouml;hen, gr&ouml;&szlig;ere Klassen, Teilzeitbesch&auml;ftigung beschr&auml;nken, jeden Hans und Franz f&uuml;r den Dienst an der Tafel rekrutieren und mit mehr &bdquo;Achtsamkeit&ldquo; zum Burnout. &Uuml;bersetzt: &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93325\">Alles, was die Misere herbeigef&uuml;hrt hat, soll jetzt aus der Misere f&uuml;hren<\/a>&ldquo;.<\/p><p><strong>Mangel immer und &uuml;berall<\/strong><\/p><p>Im Namen der &bdquo;Bildungsrepublik&ldquo; wurde aber noch so viel mehr verbrochen. Hier nur ein kleiner Ausschnitt aus der langen Liste der Verheerungen: In den Kitas mangelt es an fast 400.000 Betreuungspl&auml;tzen, wof&uuml;r 300.000 zus&auml;tzliche Erzieherinnen und Erzieher n&ouml;tig w&auml;ren. Ein Viertel aller Sch&uuml;ler kann nach Ende der vierten Klasse nicht richtig lesen. Jedes Jahr bleiben 50.000 junge Menschen ohne Schulabschluss. Die Universit&auml;ten sind &uuml;berlaufen, die Betreuungsquoten mies und fast ein Drittel eines Studienjahrgangs bricht vorzeitig ab. Es mangelt an Ausbildungspl&auml;tzen, Lehrlinge werden nicht selten zu Hungerl&ouml;hnen ausgebeutet, w&auml;hrend in systemrelevanten Bereichen der Gesellschaft Fachkr&auml;ftemangel herrscht, etwa in der Pflege. <\/p><p>Der Investitions- und Sanierungsstau in allen Sektoren des Bildungswesens ist horrend: Um die Schulen baulich in Schuss zu bringen, br&auml;uchte es nach offiziellen Sch&auml;tzungen nahezu 50 Milliarden Euro, bei den Kitas sind es zehn Milliarden Euro, bei den Hochschulen 60 Milliarden Euro. Und wo, wie aktuell in Berlin, eine sogenannte Schulbauoffensive Abhilfe schaffen soll, werden zig Milliarden Euro <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103681\">in die Taschen von Bankern und Baul&ouml;wen man&ouml;vriert<\/a>. So wird der Bildungsnotstand zur Goldgrube von Privatisierern.  <\/p><p><strong>Versagen im Abonnement<\/strong><\/p><p>All das zeigt: Die &bdquo;Bildungsrepublik&ldquo; ist ein monstr&ouml;ses L&uuml;gengebilde. Das l&auml;sst sich am einfachsten an Zahlen festmachen. Als die Kanzlerin seinerzeit in Dresden den gro&szlig;en Neuanfang proklamierte, versprach sie, ab 2015 mindestens zehn Prozent des deutschen Bruttoinlandsproduktes (BIP) f&uuml;r Bildung und Forschung aufbringen zu wollen. Dabei war das bereits eine Mogelpackung. International &uuml;blich sind bei der Bemessung einzig die &ouml;ffentlichen Aufwendungen, w&auml;hrend Deutschland auch die Ausgaben von Privathaushalten und Unternehmen miteinbezieht. Diese wachsen seit Jahren kontinuierlich, was insbesondere auf den Boom bei Privatschulen und in der Nachhilfe zur&uuml;ckgeht. Die Branche ist dominiert von Finanzinvestoren (Private-Equity-Fonds) und ein echter Krisengewinnler. Das Versagen des &ouml;ffentlichen Schulwesens l&auml;sst die Kasse klingeln. <\/p><p>Aber obwohl die privaten Ausgaben f&uuml;r Bildung in die Berechnung einflie&szlig;en, hat Deutschland das Zehn-Prozent-Ziel in den zur&uuml;ckliegenden acht Jahren nicht ein einziges Mal erreicht, sondern um im Schnitt j&auml;hrlich 20 Milliarden Euro verfehlt. Bittere Ironie: Noch am n&auml;chsten dran war man zu Corona-Zeiten, als die Wirtschaft schw&auml;chelte, das BIP deshalb in den Keller rauschte und Kinder &uuml;ber Monate Lernr&uuml;ckst&auml;nde per Homeschooling aufbauten, die sie bis heute nicht aufgeholt haben. Noch eindr&uuml;cklicher wird das deutsche Scheitern aber beim Blick auf die Konkurrenz. Um mit D&auml;nemark oder Schweden mitzuhalten, w&auml;ren pro Jahr 50 beziehungsweise 70 Milliarden Euro mehr an Mitteln erforderlich. Wollte es Deutschland auf das Niveau von Norwegen schaffen, des &Uuml;berfliegers unter den Industriestaaten, m&uuml;sste die Politik j&auml;hrlich 120 Milliarden Euro zus&auml;tzlich locker machen. 2022 haben die &ouml;ffentlichen Haushalte in Bund, L&auml;ndern und Kommunen insgesamt knapp <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/2526\/umfrage\/entwicklung-der-oeffentlichen-bildungsausgaben\/\">176 Milliarden Euro<\/a> bereitgestellt &ndash; als Klassenprimus m&uuml;ssten es mal eben 70 Prozent mehr sein. <\/p><p><strong>Sterben geht &uuml;ber Studieren<\/strong><\/p><p>Die Ampelregierung setzt andere Priorit&auml;ten. Der in den Bundestag eingebrachte Haushalt 2024 sieht f&uuml;r das kommende Jahr 71 Milliarden Euro f&uuml;rs deutsche Milit&auml;r vor. 20 Milliarden Euro, 1,2 Milliarden Euro weniger als im laufenden Jahr, bleiben f&uuml;r Bildung &uuml;brig. Massiv gek&uuml;rzt wird mit einem Minus von 25 Prozent bei der Bundesausbildungsf&ouml;rderung (BAf&ouml;G). Die F&ouml;rderzahlen verharren auch nach der j&uuml;ngsten Reform von vor einem Jahr auf dem k&uuml;mmerlichen Stand von zuletzt noch elf Prozent aller Studierenden, versprochen hatte Bildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) eine &bdquo;Trendumkehr&ldquo;. Au&szlig;erdem versprach sie, noch in der laufenden Legislaturperiode mit einer gro&szlig;en Strukturreform nachzulegen. Die wurde mit dem Budgetplan praktisch beerdigt. Darauf versteht sich die Regierung ohnehin besser, wobei sie mit dem 100-Milliarden-Euro-Sonderverm&ouml;gen f&uuml;r die Bundeswehr buchst&auml;blich &uuml;ber Leichen geht.  <\/p><p>Die Entwertung von Bildung ist indes l&auml;ngst nicht nur ein Problem finanzieller Art. Dazu kommt die weitgehende Sinnentleerung der Begrifflichkeit. Heute heimst jeder Politiker bei Sonntagsreden Beifall blo&szlig; daf&uuml;r ein, das Wort in den Mund zu nehmen. Von wegen &bdquo;bessere und mehr Bildung&ldquo; braucht das Land. Schlie&szlig;lich sei das &bdquo;unser wichtigster Rohstoff&ldquo; und die &bdquo;sicherste Investition in die Zukunft&ldquo;. Bildung in dieser Perspektive versteht sich nur mehr als Eintrittsticket in den Arbeitsmarkt, als Garant f&uuml;r &bdquo;Chancengerechtigkeit&ldquo; im Kontext &ouml;konomischer Selbstoptimierung und Selbstverwertung. <\/p><p><strong>Mitl&auml;ufer braucht das System<\/strong><\/p><p>Der Triumphzug dieser Engstirnigkeit ist nahezu total: An den Hochschulen verdr&auml;ngen technische und Wirtschaftsf&auml;cher die Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften immer mehr. Industriell gesponserte Drittelmittelforschung geht einher mit schrumpfenden &ouml;ffentlichen Hochschuletats. Die Schulen werden &uuml;berschwemmt mit Unterrichtsmaterial von Unternehmen, Stiftungen und Lobbyisten, &uuml;berall gibt es Bem&uuml;hungen, ein separates Fach Wirtschaft zu etablieren. Selbst so fortschrittlich anmutende Projekte wie der Ausbau von Kitapl&auml;tzen und Ganztagsschulen entspringen zuallererst dem &uuml;bergeordneten Interesse der Arbeitgeber, damit Papi und Mami gef&auml;lligst beide ihre Haut zu Markte tragen k&ouml;nnen. Dann gen&uuml;gt es auch, wenn Schulen und Kinderg&auml;rten zu reinen Verwahranstalten verkommen, zu denen sie heute &ndash; bei allem Engagement &uuml;berlasteter und &uuml;berforderter Lehrer und Erzieherinnen &ndash; schon vielfach geworden sind. <\/p><p>Bildung kann und sollte so viel mehr sein: Sie m&uuml;sste zur Selbstverwirklichung bef&auml;higen, zur Selbstreflexion, zur Ausbildung von Menschlichkeit und Solidarit&auml;t, zu kritischem Denken, dazu, die Widerspr&uuml;che und Zerst&ouml;rungskr&auml;fte unseres polit-&ouml;konomischen Systems zu erkennen und infrage zu stellen. Unter den Bedingungen und aufgrund der Selbsterhaltungskr&auml;fte des Kapitalismus darf Bildung dies aber gerade nicht leisten. Ben&ouml;tigt werden Mitl&auml;ufer, keine Mitdenker, Geistlosigkeit statt Geistreichtum. <\/p><p><strong>Raus auf die Stra&szlig;e!<\/strong><\/p><p>Wer das alles nicht l&auml;nger hinnehmen will, hat am kommenden Sonnabend die M&ouml;glichkeit, Flagge zu zeigen. Am 23. September steigen in bundesweit knapp 30 St&auml;dten Proteste gegen die deutsche Bildungsmisere &ndash; unter anderem in Kiel, Hamburg, Bremen, K&ouml;ln, Leipzig, Erfurt, Hannover, Mainz, Saarbr&uuml;cken, Freiburg und M&uuml;nchen. Initiator ist das B&uuml;ndnis <a href=\"https:\/\/bildungswende-jetzt.de\/\">&bdquo;Bildungswende Jetzt!&ldquo;<\/a>, dem sich &uuml;ber 170 Organisationen angeschlossen haben, darunter Sch&uuml;ler- und Elternverb&auml;nde, Gewerkschafter, Sozialarbeiter und Erzieherinnen. Sie alle eint die &Uuml;berzeugung: So wie jetzt kann, darf es nicht weitergehen. <\/p><p>Beteiligt sind die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, der Bundeselternrat, das Bundeselternnetzwerk der Migrantenorganisationen f&uuml;r Bildung &amp; Teilhabe (bbt), der Bundesverband der Kita- und Schulf&ouml;rdervereine, Greenpeace, Fridays for Future, der Bildungsrat von unten, Omas for Future und viele mehr. Eine gleichnamige <a href=\"https:\/\/www.change.org\/p\/bildungswende-jetzt-4-forderungen-f%C3%BCr-ein-zukunftsf%C3%A4higes-bildungssystem-bundeskanzler\">Onlinepetition<\/a>, die sich an Bundeskanzler, Bundesminister, Bundestagsabgeordnete und die Bundesl&auml;nder richtet, z&auml;hlt inzwischen &uuml;ber 83.000 Unterst&uuml;tzer. <\/p><p><strong>Sonderverm&ouml;gen Bildung<\/strong><\/p><p>Im Zentrum stehen vier Forderungen: &bdquo;Schule und Kitas zukunftsf&auml;hig und inklusiv gestalten&ldquo;, eine &bdquo;Ausbildungsoffensive&ldquo; f&uuml;r Lehrer und Erzieher, die Ausrichtung eines &bdquo;Bildungsgipfels&ldquo; unter Beteiligung der Zivilgesellschaft sowie die Schaffung eines &bdquo;Sonderverm&ouml;gens Bildung&ldquo; von 100 Milliarden Euro im Verbund mit einer Steigerung der j&auml;hrlichen Bildungs- und Forschungsausgaben auf zehn Prozent des BIP. Die Punkte decken sich in Teilen mit Vorschl&auml;gen der Partei Die Linke, die die Parteichefin Janine Wissler und die Bundestagsabgeordnete Nicole Gohlke am Montag der &Ouml;ffentlichkeit vorgestellt haben. Auch sie verlangen eine sofortige Geldspritze von 100 Milliarden Euro, dazu ein Ende des gegliederten Schulsystems, die vollst&auml;ndige Abschaffung des Bund-L&auml;nder-Kooperationsverbots in Bildungsfragen und ein bundeseinheitliches Bildungsrahmengesetz.   <\/p><p>&bdquo;Das Bildungssystem steht vor dem Kollaps&ldquo;, hei&szlig;t es in einem <a href=\"https:\/\/www.die-linke.de\/fileadmin\/user_upload\/Entschlossen_gegen_den_Bildungsnotstand_01.pdf\">Positionspapier<\/a> der Partei. Der Lehrkr&auml;ftemangel, Unterrichtsverk&uuml;rzung, fehlende Investitionen in Schulen w&uuml;rden daf&uuml;r sorgen, dass Bildungschancen in Deutschland immer ungerechter nach Herkunft und Elternhaus verteilt w&uuml;rden. Der sozialen Ungleichheit soll mit einer &bdquo;Schule f&uuml;r alle&ldquo; und gemeinsamem Lernen von der 1. bis zur 10. Klasse begegnet werden. Lehrerinnen und Lehrer sollten unabh&auml;ngig von der Schulform gleich bezahlt werden, von unterrichtsfremden T&auml;tigkeiten befreit und durch Schulpsychologen und Schulsozialarbeiter unterst&uuml;tzt werden. <\/p><p>Daneben hat die Linkspartei einige ziemlich streitbare Rezepte auf Lager: Demnach sollen Schulnoten, Sitzenbleiben und Hausaufgaben wegfallen, um ein &bdquo;Lernen ohne Druck und Angst&ldquo; zu erm&ouml;glichen. &bdquo;Kinder und Jugendliche wollen die Welt verstehen, Probleme l&ouml;sen und Ergebnisse ihrer Anstrengungen erreichen und nicht nur f&uuml;r Tests und Pr&uuml;fungen b&uuml;ffeln.&ldquo; Ob das die richtige Antwort auf den allgemeinen Niveauverfall an den Schulen ist, sei dahingestellt. Eines aber kann man der Partei nicht ankreiden: sich als Trittbrettfahrer der bevorstehenden Proteste zu bet&auml;tigen. In ihrem Pressematerial findet sich kein Wort zu &bdquo;Bildungswende-Jetzt!&ldquo;. Warum eigentlich nicht?  <\/p><p><small>Titelbild: B&uuml;ndnis Bildungswende<\/small><\/p><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg06.met.vgwort.de\/na\/9fda23cd0a8c4d48858352c4faaccd27\" alt=\"\" title=\"\" height=\"1\" width=\"1\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Samstag wird es bundesweite Proteste gegen die grassierende Bildungsmisere in Deutschland geben. Angesichts eines in Jahrzehnten kaputtgek&uuml;rzten Systems ist es allerh&ouml;chste Zeit und muss Auftakt zu noch viel mehr Gegenwehr sein. 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