{"id":104019,"date":"2023-09-19T11:30:20","date_gmt":"2023-09-19T09:30:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104019"},"modified":"2023-09-20T16:49:52","modified_gmt":"2023-09-20T14:49:52","slug":"kapitalismus-antikapitalismus-und-sozialwissenschaften-konferenz-um-das-werk-von-immanuel-wallerstein-in-paris","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104019","title":{"rendered":"Kapitalismus, Antikapitalismus und Sozialwissenschaften &#8211; Konferenz um das Werk von Immanuel Wallerstein in Paris"},"content":{"rendered":"<p>Am 11. und 12. September 2023, nicht ganz zuf&auml;llig am Jahrestag des Putsches gegen Salvador Allende in Chile, im 60. Jahr der Gr&uuml;ndung der Maison des Sciences de l&rsquo;Homme an der &Eacute;cole des Hautes &Eacute;tudes en Sciences Sociales EHESS in Paris, fand eine bemerkenswerte internationale Tagung statt. Sie war Immanuel Wallerstein gewidmet, der &ndash; neben dem Fernand Braudel Center FBC an der Universit&auml;t Binghamton, NY &ndash; hier jahrzehntelang ein zweites Standbein als Forscher und akademischer Lehrer hatte. Dies verband ihn mit der von Fernand Braudel gegr&uuml;ndeten Einrichtung in Paris. Von <strong>Andrea Komlosy<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_8931\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-104019-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230920-Konferenz-um-Immanuel-Wallerstein-Paris-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230920-Konferenz-um-Immanuel-Wallerstein-Paris-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230920-Konferenz-um-Immanuel-Wallerstein-Paris-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230920-Konferenz-um-Immanuel-Wallerstein-Paris-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=104019-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230920-Konferenz-um-Immanuel-Wallerstein-Paris-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"230920-Konferenz-um-Immanuel-Wallerstein-Paris-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Wallerstein hat bekanntlich den Begriff des Weltsystems zur Charakteristik der systematischen Verbindung von Regionen als Grundlage ihrer unterschiedlichen Stellung in der Weltwirtschaft, als Zentrum, Semiperipherie oder Peripherie, gepr&auml;gt. Auf dieser Basis entwickelte sich der Kapitalismus als weltumspannendes, dynamisches, Ungleichheit erzeugendes System. F&uuml;r die Erforschung und Vermittlung der Geschichte des Weltsystems, der Welt als System kann diese Tagung als Wegmarke betrachtet werden.<\/p><p>Die Forschungslandschaft zu Weltsystem, wie auch zur Welt- und Globalgeschichte, zerf&auml;llt trotz des Anspruchs auf Grenzen &uuml;berschreitende, interdisziplin&auml;re Kooperation in distinkte Forschungsr&auml;ume. Die deutschsprachige Forschung st&ouml;&szlig;t international auf relativ geringe Aufmerksamkeit.[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>] Das Englische als internationale Kommunikationssprache dr&auml;ngt sie an den Rand, was junge deutschsprachige ForscherInnen in die Arme des Englischen treibt. Dem h&auml;lt die Zeitschrift f&uuml;r Weltgeschichte als deutschsprachiges Organ f&uuml;r global- und welthistorische Debatten entgegen.<\/p><p>Die Dominanz des Englischen auf einer internationalen Tagung zu unterlaufen, stellt eine Rarit&auml;t dar. Die Maison des Sciences de l&rsquo;Homme hat dies mit der Wallerstein-Tagung ganz selbstverst&auml;ndlich getan, obwohl das Franz&ouml;sische vor allem unter jungen WissenschaftlerInnen nicht (mehr) zur Allgemeinbildung z&auml;hlt, schon gar nicht bei jenen mit englischer Muttersprache. Die Tagungssprache war Franz&ouml;sisch; allerdings referierten und diskutierten all jene, die kein oder nicht gut genug Franz&ouml;sisch beherrschten, auf Englisch &ndash; ein Kompromiss. Wer gar kein Franz&ouml;sisch sprach, konnte einem Gutteil der Vortr&auml;ge so allerdings nicht folgen. Es war beeindruckend, wie viele &auml;ltere, aber auch j&uuml;ngere KollegInnen aus der frankophonen Welt sich mit Wallersteins Systemtheorie auseinandersetzten.<\/p><p>Die f&uuml;nf Runden Tische mit je f&uuml;nf bis sechs ReferentInnen zusammenzufassen, ist ein Ding der Unm&ouml;glichkeit. Das Programm vermittelt einen <a href=\"https:\/\/www.fmsh.fr\/en\/events\/capitalism-anticapitalism-and-social-sciences-engaged-global-scale-around-works-immanuel\">&Uuml;berblick &uuml;ber Themen, Fragestellungen und TeilnehmerInnen<\/a>. Planung und Er&ouml;ffnung oblagen dem Pr&auml;sidenten der MSH, Antonin Cohen, Kathy Wallerstein, der Tochter Immanuels, sowie dem Doyen des Hauses, Maurice Aymard, Nachfolger Braudels, der ein Leben lang die Braudel&rsquo;schen Traditionen an der MSH hochh&auml;lt.<\/p><p>Ich klinkte mich online ein und vermittle hier, ohne Anspruch auf Vollst&auml;ndigkeit, einige subjektive Eindr&uuml;cke.<\/p><p>Es gab nur wenige Beitr&auml;ge, die in Wallersteins bahnbrechende Innovationen, die Welt als Einheit zu sehen, einf&uuml;hrten; dies konnte als bekannt vorausgesetzt werden. Ein j&uuml;ngerer Forscher, Yves-David Hugot (Universit&eacute; Paris-Nanterre), richtete seinen Blick auf die Genese von Wallersteins Gedankengeb&auml;ude. Er erinnerte insbesondere an Wallersteins Anf&auml;nge als Afrikanist mit seiner vergleichenden Studie zu Ghana und C&ocirc;te d&rsquo;Ivoire, die seiner Weltsystem-Theoriebildung vorherging und noch einen Modernisierungsoptimismus widerspiegelte. Wallersteins Werdegang als Wissenschaftler, der seine Forschungen gleichzeitig als gesellschaftsver&auml;ndernden Aktivismus verstand, erschloss sich mosaikartig aus den Perspektiven verschiedener WeggenossInnen, die Einblick in Momente der Zusammenarbeit sowie besonderer Werke (vier B&auml;nde Modernes Weltsystem, Utopistik, Rasse-Klasse-Nation, Die Sozialwissenschaften kaputt denken[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>], Bericht der Gulbenkian-Kommission Die Sozialwissenschaften &ouml;ffnen) vermittelten.<\/p><p>Das Bewegendste war wohl die R&uuml;ckschau auf gemeinsame Arbeit: Sie vermittelte den ganz besonderen Moment, der unter und mit Wallerstein und Terence Hopkins am Fernand Braudel Center FBC in Binghamton entstand: Einige der &auml;lteren ForscherInnen, die in den 1970er und 1980er Jahren in einer Form der Zusammenarbeit, die es so im heutigen Universit&auml;tssystem nicht mehr gibt, am Konzept Weltsystem arbeiteten, blickten zur&uuml;ck. Die DissertantInnen und MitarbeiterInnen kamen aus aller Welt; eine besondere Achse verband Binghamton jedoch mit Paris. So berichtete die bekannte Afrikahistorikerin Catherine Coquery-Vidrovich an der Universit&eacute; Paris Diderot, wie sie als junge Forscherin 1981 von Wallerstein eingeladen wurde, den Afrika-Schwerpunkt am Braudel Center abzudecken. Die mittlerweile alte Dame gab zu, dass ihr Englisch damals daf&uuml;r keineswegs ausreichend war, der Sprung ins kalte Wasser sich allerdings gelohnt hatte. Ihr Vorg&auml;nger war Walter Rodney, Historiker, engagierter Black-Power-Aktivist und Autor der bis heute viel gelesenen Studie &bdquo;How Europe underdeveloped Africa&ldquo;, der 1980 einem politischen Anschlag der Armee seines Heimatlandes, Guayana, zum Opfer fiel. <\/p><p>Auch Vidrovichs Nachfolger am FBC, der &Ouml;konom Yann Moulier-Boutang, Theoretiker der Arbeiterautonomie und 1968 ein aktiver Teilnehmer der K&auml;mpfe in Paris, sprach auf der Konferenz. Marta Petrusewicz, die nach mehreren Professuren schlie&szlig;lich in Kalabrien landete, geh&ouml;rte &uuml;berhaupt zu den ersten am FBC; als junge polnische Studentin hielt sie es 1976 kaum f&uuml;r m&ouml;glich, eine so breite und engagierte Debatte um die Weltsystemanalyse mitverfolgen zu k&ouml;nnen, auch wenn sie sp&auml;ter andere Zug&auml;nge f&uuml;r ihre Forschungen w&auml;hlte. Sie moderierte den Runden Tisch zu &bdquo;Kapitalismus, Post-Kapitalismus, Weltwirtschaft&ldquo;, an dem Beverley Silver (Baltimore) an die &bdquo;friendly debates&ldquo; zwischen Wallerstein, Andre Gunder Frank, Giovanni Arrighi und Samir Amin bei der Arbeit an zwei gemeinsamen B&auml;nden (Dynamik der Globalen Krise 1982, Transforming the Revolution 1989) erinnerte. Diese Debatten k&uuml;ndigten bereits die unterschiedliche Ausrichtung an, die die Weltsystem-Forschungen in den 1990er Jahren nehmen sollten.<\/p><p>Elaine Mokhtefi, ehedem antikoloniale Aktivistin im algerischen Befreiungskampf, enth&uuml;llte, unterst&uuml;tzt von historischen Fotographien, wie sie und der junge Wallerstein, damals Student an der Columbia Universit&auml;t, 1949\/50 gegen die alte Garde der World Federalist Organisation aufbegehrten und statt der Anpassung an den UN-Apparat radikal f&uuml;r aktive Entkolonisierung, Befreiung, Entwicklung eintraten: Unter Federf&uuml;hrung Wallerstein spaltete sich die Jugend als eigene Organisation namens &bdquo;World&ldquo; ab.<\/p><p>Den Organisatoren war es gelungen, viele Beteiligte am internationalen Netzwerk der Weltsystemforschung zum Zeitpunkt ihres H&ouml;henflugs in Binghamton als ReferentInnen zu gewinnen. Viele VertreterInnen der alten Garde schalteten sich auch online zu, sofern die Namen dies verrieten. Die R&uuml;ckblicke machten die Veranstaltung zu einem authentischen Erlebnis, sie verliehen ihr aber auch einen eher nostalgischen Charakter. Ob das, was damals erarbeitet wurde, heute noch relevant ist, wurde nicht thematisiert. Die Kritik, die Weiterentwicklung, das Verblassen, aber auch die Zur&uuml;ckweisung als eurozentrischer Schnee von gestern, der der Weltsystemanalyse in den letzten Jahrzehnten entgegenblies, kamen nicht aufs Tapet.<\/p><p>So konnte keine Br&uuml;cke zu neueren Ans&auml;tzen aus und Auseinandersetzungen mit der Weltsystemanalyse geschlagen werden. Zwar referierten eine Reihe von ForscherInnen &uuml;ber alle m&ouml;glichen Themen wie Arbeitsverh&auml;ltnisse, Feminismus, Rassismus, Migration, Marxismus, chinesischer Kapitalismus, Abh&auml;ngigkeit oder Befreiung, ohne in der Regel Wallerstein&rsquo;sche Inspiration, Weiterentwicklung oder Abweichungen anzusprechen. Wallerstein wurde st&auml;rker als historische Person gefeiert denn als Wegweiser f&uuml;r aktuelle Probleme.<\/p><p>Eine interessante Kontroverse ergab sich in Hinblick auf Wallersteins N&auml;he zu postmodernen, dekolonialen Ans&auml;tzen. W&auml;hrend Carlos Aguirre Rojas (Mexiko), der &uuml;ber die gro&szlig;e Bedeutung Wallersteins f&uuml;r die lateinamerikanische Forschung referierte, seine Verbindung mit post\/de\/kolonialen Ans&auml;tzen eines Quijano, Mignolo, Dussel oder Gro&szlig;vogl dezidiert bestritt, zeigte St&eacute;phane Dufoix (Universit&auml;t Paris Nanterre) anhand konkreter Kooperationen, Begegnungen und Konferenzen, dass Ans&auml;tze der Kolonialit&auml;t\/Dekolonialit&auml;t im Scho&szlig;e, im Dialog und mit direkter Beteiligung Wallersteins entwickelt wurden. Wallerstein &uuml;bernahm diese zwar nicht, h&auml;tte seine Hinwendung zur Infragestellung der etablierten Sozialwissenschaften ohne diese Inspiration nicht vollziehen k&ouml;nnen, so Dufoix. Auch die Forschungsgruppe zur Kolonialit&auml;t bildete sich in Binghamton zu der Zeit, als Anibal Quijano, einer ihrer Initiatoren, dort lehrte. Das Beispiel macht deutlich, dass Weltsystemanalyse kein fixes Konzept war, sondern neue Ans&auml;tze mit hervorbrachte und diese auch aufnahm. Der &Ouml;konom Robert Boyer (MSH Paris) f&uuml;hrte die gegenseitige Inspiration am Beispiel der zun&auml;chst am Nationalstaat orientierten Regulationstheorie vor, die im Zuge der globalen &Ouml;ffnung der Weltwirtschaft in den 1970er Jahren und den ver&auml;nderten geopolitischen Konstellationen der Gegenwart nicht mehr ohne weltsystemische Analysekategorien auskommen konnte. Vieles andere lebte von sehr allgemeinen Bez&uuml;gen zu Wallersteins Ans&auml;tzen.<\/p><p>Robert Boyer wagte auszusprechen, was allen TeilnehmerInnen bewusst war: Eine Pers&ouml;nlichkeit wie Immanuel Wallerstein kann das heutige akademische System nicht hervorbringen. Das ist wohl die h&ouml;chste Ehrerbietung, die ein Forscher-Aktivist von der Nachwelt erhalten kann.<\/p><p><em><strong>Zur Autorin:<\/strong> Andrea Komlosy betreibt Global-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte aus Weltsystem-Perspektive. Sie unterst&uuml;tzte die Publikation von Wallersteins Texten in deutscher Sprache, insbesondere die vier B&auml;nde Das Moderne Weltsystem und Utopistik im Promedia Verlag Wien. Komlosy ist Vorsitzende des <a href=\"http:\/\/www.vgws.org\">Vereins f&uuml;r die Geschichte des Weltsystems<\/a> und Mitherausgeberin der Schwerpunktnummer der Zeitschrift f&uuml;r Weltgeschichte, die sich mit der Rezeption Wallersteins und der Weltsystem-Analyse in verschiedenen Wissenschaftsbereichen und Disziplinen im deutschsprachigen Raum befasst.<\/em><\/p><p><small>Titelbild: Screenshot von <a href=\"https:\/\/www.fmsh.fr\/sites\/default\/files\/media\/files\/Programme%20Wallerstein.pdf\">fmsh.fr<\/a><\/small><\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<strong>Mehr zum Thema:<\/strong>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30031\">Kapitalismus im Kopf<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89874\">Stimmen aus Kuba: Kapitalismus, Unterentwicklung und das Ziel, beides zu &uuml;berwinden<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103723\">Der Putsch in Chile als Grundlage f&uuml;r die &bdquo;neoliberale Konterrevolution&ldquo; und die Chicago Boys<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53616\">Exzellenz au&szlig;er Konkurrenz: Die neuen Eliteuniversit&auml;ten sind die alten und der Rest geht baden.<\/a>\n<\/p><\/div><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/4e79540147b740ed8eb7eaad8b83febe\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] Der Verein f&uuml;r Geschichte des Weltsystems hat 2020 im Gedenken an Wallerstein eine Tagung zur Rezeption der Weltsystemanalyse im deutschsprachigen Raum veranstaltet, deren Ergebnisse 2022 als Jg. 22 der Zeitschrift f&uuml;r Weltgeschichte ZWG publiziert wurden: online unter <a href=\"https:\/\/globalhistory.univie.ac.at\/news-events\/einzelansicht\/news\/neuerscheinung-zeitschrift-fuer-weltgeschichte-22-2021-schwerpunkt-immanuel-wallerstein\/\">globalhistory.univie.ac.at<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] Unthinking Social Sciences wurde von Hans-Heinrich Nolte ins Deutsche &uuml;bersetzt unter dem Titel: Die Sozialwissenschaften kaputtdenken (1995). Nolte bem&uuml;hte sich, damit dem Angriff auf das Kategoriensystem der modernen Wissenschaft ad&auml;quat zum Ausdruck zu verhelfen, was ihm mitunter Kritik eintrug.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 11. und 12. September 2023, nicht ganz zuf&auml;llig am Jahrestag des Putsches gegen Salvador Allende in Chile, im 60. Jahr der Gr&uuml;ndung der Maison des Sciences de l&rsquo;Homme an der &Eacute;cole des Hautes &Eacute;tudes en Sciences Sociales EHESS in Paris, fand eine bemerkenswerte internationale Tagung statt. 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