{"id":104055,"date":"2023-09-19T15:39:02","date_gmt":"2023-09-19T13:39:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104055"},"modified":"2023-09-22T15:50:02","modified_gmt":"2023-09-22T13:50:02","slug":"wie-demokratisch-ist-unsere-demokratie-eine-demokratie-ist-das-schon-lange-nicht-mehr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104055","title":{"rendered":"Wie demokratisch ist unsere \u201eDemokratie\u201c? Eine Demokratie ist das schon lange nicht mehr"},"content":{"rendered":"<p>Ob wir wirklich in einer Demokratie leben und welche Qualit&auml;t diese hat &ndash; diese Fragen werden in der &ouml;ffentlichen Debatte nicht gestellt. Da hei&szlig;t es &ndash; in der Regel in Abgrenzung zu anderen L&auml;ndern und V&ouml;lkern, in Abgrenzung zu China und Russland zum Beispiel &ndash; wir im Westen lebten in einer Demokratie. Das wird so formuliert, als k&ouml;nnte man diese politische Lebensform bewahren, ohne daf&uuml;r zu sorgen. Weit gefehlt, wir sind heute Zeuge einer tiefgreifenden und fortwirkenden Erosion dessen, was Grundbedingungen und Voraussetzungen demokratischer Verh&auml;ltnisse w&auml;ren. An einigen Grundbedingungen will ich das festmachen. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_90\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-104055-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230919_Wie_demokratisch_ist_unsere_Demokratie_Eine_Demokratie_ist_das_schon_lange_nicht_mehr_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230919_Wie_demokratisch_ist_unsere_Demokratie_Eine_Demokratie_ist_das_schon_lange_nicht_mehr_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230919_Wie_demokratisch_ist_unsere_Demokratie_Eine_Demokratie_ist_das_schon_lange_nicht_mehr_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230919_Wie_demokratisch_ist_unsere_Demokratie_Eine_Demokratie_ist_das_schon_lange_nicht_mehr_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=104055-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230919_Wie_demokratisch_ist_unsere_Demokratie_Eine_Demokratie_ist_das_schon_lange_nicht_mehr_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"230919_Wie_demokratisch_ist_unsere_Demokratie_Eine_Demokratie_ist_das_schon_lange_nicht_mehr_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Sich ein realistisches Bild dar&uuml;ber zu verschaffen, welche demokratische Substanz unser Land und andere westliche L&auml;nder noch haben, ist auch deshalb wichtig, weil herausgehobene Personen des &ouml;ffentlichen Lebens die falsche Vorstellung von der demokratischen Qualit&auml;t unseres Landes nutzen, um andere V&ouml;lker und L&auml;nder wegen deren andersartiger politischer Struktur anzugreifen und abzuwerten. Typisch daf&uuml;r ist die deutsche Au&szlig;enministerin. Sie verteilt Etiketten an andere L&auml;nder, zuletzt nannte sie China eine Diktatur. Den Anspruch auf diese arrogante Etikettierung anderer L&auml;nder leitet sie von der Vorstellung ab, sie lebte in einer wirklichen Demokratie. Sie, Frau Baerbock, ist entgegen dieser ihrer Vorstellung ein lebendes Beispiel daf&uuml;r, dass es um die demokratische Qualit&auml;t unseres Landes schlecht bestellt ist. <\/p><p><strong>Kriterien demokratischer Meinungsbildung. Wie ist es um sie bestellt?<\/strong><\/p><p>Im Folgenden nenne ich &ndash; ohne Anspruch auf Vollst&auml;ndigkeit &ndash; einige Kriterien demokratischer Meinungsbildung und pr&uuml;fe daran, wie es in der Realit&auml;t um die Qualit&auml;t bestimmt ist. <\/p><ol>\n<li><strong>Vielfalt der Meinungsbildung durch Vielfalt der Medien, insbesondere der Printmedien, also der Zeitungen und Zeitschriften, und des privaten Radios<\/strong><\/li>\n<li><strong>Zus&auml;tzliche Garantie der Pluralit&auml;t durch &ouml;ffentlich-rechtliche Medien bei H&ouml;rfunk und Fernsehen, ihre Vielfalt und kritische Substanz <\/strong><\/li>\n<li><strong>Selbstbestimmung und Unabh&auml;ngigkeit der Parteien und anderer politischer Organisationen. Stattdessen das erstaunliche Ph&auml;nomen, von Einflussagenten&nbsp;durchsetzt zu sein.<\/strong><\/li>\n<li><strong>Abwesenheit von Kampagnen der Meinungsbildung<\/strong><\/li>\n<li><strong>Pluralit&auml;t und Unabh&auml;ngigkeit der Wirtschaft<\/strong><\/li>\n<li><strong>Unabh&auml;ngigkeit &ndash; Gleichschaltung durch sogenannte Experten<\/strong><\/li>\n<\/ol><p><strong>Zu Ziffer 1.: Vielfalt der Meinungsbildung durch Vielfalt der Medien, insbesondere der Printmedien, also der Zeitungen und Zeitschriften, und des privaten Radios<\/strong><\/p><p>Als ich in meiner Heimatstadt Heidelberg zur Schule ging, gab es dort zwei Zeitungen: die <em>Rhein-Neckar Zeitung<\/em> und das <em>Heidelberger Tageblatt<\/em>. Letzteres ist verschwunden. Jetzt gibt es ein Monopol, und dieses Monopol wird auch durch die Anzeigenbl&auml;tter nicht gest&ouml;rt.<\/p><p>Als ich im Umkreis von K&ouml;ln lebte, gab es in dort zwei unabh&auml;ngige Bl&auml;tter, den <em>K&ouml;lner Stadtanzeiger<\/em> und die <em>K&ouml;lnische Rundschau<\/em>. Heute gibt es dort keine unabh&auml;ngige <em>K&ouml;lnische Rundschau<\/em> mehr. Zur jetzigen Situation findet man im Netz:  <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Der K&ouml;lner Stadtanzeiger ist eine Regionalzeitung der&nbsp;DuMont-Mediengruppe&nbsp;und erscheint seit 1876. Seit den 80er Jahren kooperierte der KStA mit der Konkurrenzpublikation K&ouml;lnische Rundschau, 1999 wurden die Verlagsrechte der K&ouml;lnischen Rundschau von DuMont &uuml;bernommen.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>In Dortmund gab es fr&uuml;her zwei wichtige unabh&auml;ngige Bl&auml;tter, vor allem die <em>Westf&auml;lische Rundschau<\/em>  und dann noch die <em>WAZ<\/em>. Heute sind beide Bl&auml;tter im Eigentum der Funke Mediengruppe.<\/p><p>In Karlsruhe gibt es die <em>Badischen Neuesten Nachrichten<\/em>, die <em>BNN<\/em>, seit Jahren ein De-facto-Monopol.<\/p><p>In meiner jetzigen Heimat, in der S&uuml;dpfalz, existiert ein Zeitungsmonopol mit Ausstrahlung auf andere wichtige Teile unseres Landes. Die <em>Rheinpfalz<\/em> des Medienkonzerns der Familie Schaub beherrscht nicht nur weite Teile der Pfalz, zum gleichen Konzern geh&ouml;ren auch die <em>Stuttgarter Nachrichten<\/em> und die <em>Stuttgarter Zeitung<\/em>, die <em>S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/em> in M&uuml;nchen und die <em>Freie Presse<\/em> in Chemnitz. <\/p><p>So und &auml;hnlich ist das Bild in weiten Teilen der Bundesrepublik Deutschland. Von Pluralit&auml;t kann keine Rede sein und damit auch nicht von demokratischer Meinungsbildung.<\/p><p>Es ist auch davon auszugehen, dass die einzelnen Verlage und Medienkonzerne keine Anstrengungen unternehmen, um in den Verbreitungsbereich von Konkurrenten\/Kollegen einzubrechen. Ihre monopolartige Stellung garantiert jeweils den h&ouml;chsten Profit aus der Anzeigenakquisition und dem Verkauf der Bl&auml;tter. Der Markt ist aufgeteilt, die Meinungsbildung auch.<\/p><p><strong>Zu 2.: Zus&auml;tzliche Garantie der Pluralit&auml;t durch &ouml;ffentlich-rechtliche Medien bei H&ouml;rfunk und Fernsehen, ihre Vielfalt und kritische Substanz <\/strong><\/p><p>Die &ouml;ffentlich-rechtlichen Medien sollten im H&ouml;rfunk und im Fernsehen eine Garantie f&uuml;r die Vielfalt der Meinungsbildung darstellen. Das geschieht de facto nicht &ndash;&nbsp;weder beim bundesweit ausgestrahlten <em>Deutschlandradio<\/em> noch bei den Fernsehsendern <em>ZDF<\/em> und <em>ARD<\/em>. Es gibt Ausnahmen, das sei freudig zugestanden. Aber die wesentlichen Nachrichtensendungen und Magazine sind gepr&auml;gt vom gro&szlig;en Strom der Meinungen, wie wir ihn auch bei den meisten Printmedien erleben. <\/p><p><em>ARD<\/em> und <em>ZDF<\/em> lassen sich auch bereitwillig in Kampagnen der Meinungsbildung einbauen. Das haben wir gerade in den letzten Tagen bei Anne Will und <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/politik\/maybrit-illner\">Illner<\/a> beobachten k&ouml;nnen. Tobias Riegel hat auf den NachDenkSeiten die letzte Sendung von Anne Will analysiert: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103987\">ARD: Anne Will voll auf Kriegskurs &ndash; Und alle gegen Wagenknecht<\/a>. <\/p><p>Diese Medien, die eigentlich der demokratischen Balance und der Aufkl&auml;rung dienen sollten, nutzen schamlos die primitiven Methoden der Manipulation aus. Ich verweise in diesem Zusammenhang auf die in meinem Buch &bdquo;Glaube wenig. Hinterfrage alles. Denke selbst&ldquo; beschriebene Methode Nummer 8: <\/p><blockquote><p>\nAlle in der Runde sind der gleichen Meinung. Dann muss es ja richtig sein.\n<\/p><\/blockquote><p>In diesem Kapitel gibt es eine Passage, die ich zitiere, weil sie so einschl&auml;gig ist:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Oft reicht schon eine weniger komplette Einseitigkeit f&uuml;r die gezielte Manipulation<\/p>\n<p>Bei Talkshows kommt es immer wieder vor, dass die Besetzung nicht komplett einseitig ist, sondern um eine oder zwei kritische Stimmen erg&auml;nzt wird, vermutlich als Alibi und Glaubw&uuml;rdigkeitskatalysator. Sahra Wagenknecht kann davon ein Lied singen. Drei zu eins oder vier zu eins sind beliebte Konstellationen und wirksame Manipulationsmethoden.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Fazit: Wir m&uuml;ssen heute feststellen, dass die Herstellung der Pluralit&auml;t und damit einer gewissen Basis von demokratischer Willensbildung durch H&ouml;rfunk und Fernsehen nicht (mehr) funktioniert.<\/p><p><strong>Zu 3.: Selbstbestimmung und Unabh&auml;ngigkeit der Parteien und anderer politischer Organisationen. Stattdessen das erstaunliche Ph&auml;nomen, von Einflussagenten&nbsp;durchsetzt zu sein.<\/strong><\/p><p>Im Gemeinschaftskundeunterricht lernen wir, wie Parteien arbeiten und wie sie zusammengesetzt sind. Wir lernen dort nichts davon, dass dritte Gruppen und M&auml;chte in unseren Parteien &ndash; wie &uuml;brigens auch in den Medien &ndash; ihre Einflussagenten platzieren. Schon w&auml;hrend meiner Zeit im Bundestag, also zwischen 1987 und 1994, konnte man in Ans&auml;tzen beobachten und studieren, wie die Einfl&uuml;sse zum Beispiel der USA und der NATO auf eine Partei und ihre Willensbildung ablaufen. Das waren aber einzelne Kollegen und nicht die Gesamtgruppe bestimmende Ph&auml;nomene.<\/p><p>Sp&auml;ter dann konnten wir beobachten, dass der Einfluss von Personen, die im Interesse anderer Gruppen arbeiten, gewachsen ist. Ich erinnere daran, dass der fr&uuml;here stellvertretende Vorsitzende der IG Metall, Walter Riester, sowie die &Ouml;konomieprofessoren R&uuml;rup und Raffelh&uuml;schen im Interesse gro&szlig;er &ouml;konomischer Interessen zum Ziele der Teilprivatisierung der Altersvorsorge t&auml;tig wurden. Das ber&uuml;hrte ein wichtiges Element der gesellschaftlichen Regeln, eben die Altersvorsorge, aber noch nicht die Frage von Krieg und Frieden.<\/p><p>Heute wird mit Annalena Baerbock eine Einflussagentin Au&szlig;enministerin unseres Landes. Damit ist eine Grenze &uuml;berschritten. Vom Vorsitzenden des Ausw&auml;rtigen Ausschusses, Michael Roth, und den CDU-Vertretern Kiesewetter und R&ouml;ttgen m&uuml;ssen wir leider &Auml;hnliches annehmen. Auch der Posten der Vorsitzenden des Verteidigungsausschusses wird von einer Person besetzt, deren Fremdbestimmung deutlich erkennbar ist &ndash; von der FDP-Abgeordneten Strack-Zimmermann. <\/p><p><strong>Von unabh&auml;ngiger demokratischer Willensbildung k&ouml;nnen wir im Blick auf die deutsche Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik nicht mehr sprechen. Das ist eine fatale und h&ouml;chst gef&auml;hrliche Entwicklung.<\/strong><\/p><p><strong>Zu Ziffer 4.: Abwesenheit von Kampagnen der Meinungsbildung<\/strong><\/p><p>Kampagnen der Meinungsbildung sind ein altes Ph&auml;nomen. Ein herausragendes negatives Beispiel in der deutschen Geschichte ist die Kampagne des Antisemitismus und die damit verbundene verzerrte und b&ouml;sartige Darstellung von Juden. Verglichen damit harmlos war die Energiesparkampagne der Nationalsozialisten mithilfe der Figur <a href=\"https:\/\/www.hdg.de\/lemo\/zeitzeugen\/horst-lippmann-kohlenklau.html\">&bdquo;Kohlenklau&ldquo;<\/a>. Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg waren wir in West-Deutschland einer Kampagne gegen Marxismus, Kommunismus und die Russen ausgesetzt. Gemessen daran harmlos war die Kampagne zum sogenannten Wirtschaftswunder.<\/p><p>In den Siebzigerjahren des letzten Jahrhunderts erlebten wir dann eine Kampagne gegen besch&auml;ftigungsf&ouml;rdernde Konjunkturpolitik. Damals wurde die Parole &bdquo;Keynes is out&ldquo; verbreitet. Die Kampagne galt dem Versuch, die Arbeitsmarktlage zugunsten der Wirtschaft und zulasten der Arbeitnehmerschaft zu verschieben.<\/p><p>Wenig sp&auml;ter begann dann die Kampagne zum angeblich sterbenden Volk und die damit verbundene massive Thematisierung des demographischen Wandels. Sie zielte eindeutig darauf, die Privatisierung der sozialen Sicherungssysteme voranzutreiben &ndash; mit einem gewissen Erfolg -, die Durchsetzung der Riester-Rente, der R&uuml;rup-Rente und der staatlichen F&ouml;rderung von privaten Systemen der betrieblichen Altersvorsorge.<\/p><p>Das waren durchaus problematische Kampagnen, weil sie die sachlichen Erw&auml;gungen zur Gestaltung der gesellschaftlichen Regelungen erschwerten. Bei den Kampagnen zu Krieg und R&uuml;stung geht es aber dann um viel Gravierenderes: um die Erhaltung des Friedens.<\/p><p>Wie die Kampagnen dazu laufen, erleben wir t&auml;glich beim Blick in unsere &Ouml;ffentlichkeit und auf unsere Medien. Auf ein besonderes drastisches Beispiel will ich zum Abschluss dieses Kapitels noch hinweisen:<\/p><blockquote><p>\n<strong>Bundeskanzler:<\/strong><br>\n<strong>Scholz w&uuml;rde Wehrdienst heute nicht mehr verweigern<\/strong><br>\n&hellip;<br>\n<a href=\"https:\/\/www.rtf1.de\/news.php?id=32631\">rtf1.de\/news.php?id=32631<\/a>\n<\/p><\/blockquote><blockquote><p>\n<strong>Kiels OB Ulf K&auml;mpfer, einst Wehrdienstverweigerer, hat sich jetzt sogar mustern lassen<\/strong><br>\nAuch Kiels OB Ulf K&auml;mpfer (51, SPD) hat seine Haltung zum Wehrdienst ge&auml;ndert. Der Sozialdemokrat hat j&uuml;ngst sogar seine Verweigerung aus dem Jahr 1991 widerrufen. Aktuell nimmt der Politiker an einem milit&auml;rischen Bootcamp f&uuml;r F&uuml;hrungskr&auml;fte teil.<br>\n<a href=\"https:\/\/www.bild.de\/regional\/hamburg\/hamburg-aktuell\/habeck-wuerde-wehrdienst-nicht-mehr-verweigern-85276032.bild.html\">bild.de\/regional\/hamburg\/hamburg-aktuell\/habeck-wuerde-wehrdienst-nicht-mehr-verweigern-85276032.bild.html<\/a><\/p>\n<div class=\"imagewrap\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/230919-Demokratiekaputt.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/div>\n<\/blockquote><p>Das sind eindeutig Zeugnisse einer mit dem Ziel der massiven Umw&auml;lzung der &ouml;ffentlichen Meinung betriebenen Kampagne. Wir sind auf Aufr&uuml;stungskurs. Das tut der R&uuml;stungswirtschaft gut. Wir sind auf Kriegskurs. Das tut uns allen nicht gut.<\/p><p><strong>Wenn die Bildung der Meinung von Menschen und damit auch der &ouml;ffentlichen Meinung so sehr von Interessen und Kampagnen gepr&auml;gt ist, wie es zuvor sichtbar wurde, dann k&ouml;nnen wir nicht mehr von demokratischer Meinungsbildung sprechen. Die Meinungsbildung selbst und das Ergebnis an &ouml;ffentlicher Meinung und die daraus folgenden politischen Entscheidungen entsprechen nicht mehr den grundlegenden Interessen der Menschen. Das Ergebnis entspricht den finanziellen Interessen der Meinungsmacher und dem politischen Interesse von gewissenlosen Hasardeuren.<\/strong><\/p><p><strong>Wenn Ihnen dieser Text etwas an Erkenntnis gebracht hat oder Ihre eigenen Beobachtungen best&auml;tigt hat, dann bitte leiten Sie diese Analyse weiter. Sprechen Sie mit Freunden, mit Ihrer Familie und Bekannten &uuml;ber das dramatische Ph&auml;nomen der Besch&auml;digung der demokratischen Willensbildung in unserem Land. Diese Selbsterkenntnis ist &uuml;brigens auch wichtig f&uuml;r den besseren, friedlicheren Umgang mit anderen V&ouml;lkern und L&auml;ndern.<\/strong><\/p><p><em>Leserbriefe zu diesem Beitrag <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104247\">finden Sie hier<\/a>.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ob wir wirklich in einer Demokratie leben und welche Qualit&auml;t diese hat &ndash; diese Fragen werden in der &ouml;ffentlichen Debatte nicht gestellt. Da hei&szlig;t es &ndash; in der Regel in Abgrenzung zu anderen L&auml;ndern und V&ouml;lkern, in Abgrenzung zu China und Russland zum Beispiel &ndash; wir im Westen lebten in einer Demokratie. Das wird so<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104055\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":104056,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,126,123,182,183,11],"tags":[2965,3028,1544,1163,1973],"class_list":["post-104055","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-erosion-der-demokratie","category-kampagnentarnworteneusprech","category-medienkonzentration-vermachtung-der-medien","category-medienkritik","category-strategien-der-meinungsmache","tag-einflussagenten","tag-haltungsjournalismus","tag-kampagnenjournalismus","tag-meinungspluralismus","tag-monopolisierung"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/230919-Demokratiekaputt-cover.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/104055","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=104055"}],"version-history":[{"count":24,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/104055\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":104253,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/104055\/revisions\/104253"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/104056"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=104055"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=104055"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=104055"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}