{"id":104247,"date":"2023-09-22T15:47:53","date_gmt":"2023-09-22T13:47:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104247"},"modified":"2023-09-22T15:47:53","modified_gmt":"2023-09-22T13:47:53","slug":"leserbriefe-zu-wie-demokratisch-ist-unsere-demokratie-eine-demokratie-ist-das-schon-lange-nicht-mehr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104247","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eWie demokratisch ist unsere \u201eDemokratie\u201c? Eine Demokratie ist das schon lange nicht mehr\u201c"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104055\">In diesem Beitrag<\/a> wird hinterfragt, ob &bdquo;wir wirklich in einer Demokratie leben und welche Qualit&auml;t diese hat&ldquo;. Albrecht M&uuml;ller meint, wir seien &bdquo;heute Zeuge einer tiefgreifenden und fortwirkenden Erosion dessen, was Grundbedingungen und Voraussetzungen demokratischer Verh&auml;ltnisse w&auml;ren&ldquo;. Anhand einiger Grundbedingungen &ndash; z.B. Vielfalt der Meinungsbildung durch Vielfalt der Medien sowie Abwesenheit von Kampagnen der Meinungsbildung und Pluralit&auml;t und Unabh&auml;ngigkeit der Wirtschaft &ndash; werde das festgemacht. Wir haben hierzu interessante Leserbriefe erhalten. Danke daf&uuml;r. Es folgt eine Auswahl, die <strong>Christian Reimann<\/strong> f&uuml;r Sie zusammengestellt hat.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseiten, lieber Albrecht M&uuml;ller,<\/p><p>vielen Dank f&uuml;r den treffenden Artikel zum aktuellen beklagenswerten Zustand unserer Demokratie. Besonders bedr&uuml;ckend empfinde ich die umfassende Kampagne von Politik und Medien, den &uuml;berwunden geglaubten Militarismus in Deutschland wieder gesellschaftsf&auml;hig zu machen. Es wird gelogen, manipuliert und agitiert, dass die Balken krachen.<\/p><p>Die Frankfurter Rundschau berichtet: &bdquo;W&auml;hrend der Ukraine Krieg schon mehr als eineinhalb Jahre dauert, suchen die Beh&ouml;rden aktuell nach hunderttausenden Wehrpflichtigen, die den Dienst an der Waffe offenbar ablehnen.&ldquo; Das ist erstaunlich, vermitteln doch die Medien tagt&auml;glich den Eindruck, als w&uuml;rden die ukrainischen Soldaten allesamt voller Begeisterung in den Kampf ziehen um die Freiheit Europas zu verteidigen. Dem ist wohl nicht so. Ukrainer wollen wohl lieber leben, als f&uuml;r Selenskis patriotische Parolen sterben. W&auml;hrend die Kriegsbegeisterung in der Ukraine offenbar schwindet, w&auml;chst sie in Deutschland. Olaf Scholz und Robert Habeck verk&uuml;nden, sie w&uuml;rden heute den Kriegsdienst nicht mehr verweigern. Der Kieler Oberb&uuml;rgermeister hat seine Kriegsdienstverweigerung offiziell widerrufen, ebenso ein SPIEGEL Journalist, der daraus gleich noch einen SPIEGEL Artikel gebastelt hat. Ich selbst habe den Kriegsdienst verweigert und bin heute noch stolz darauf. Ich musste sogar noch in einer peinlichen und unw&uuml;rdigen Verhandlung mein Gewissen pr&uuml;fen lassen. Ich erinnere mich mit Schaudern daran, wie dem&uuml;tigend und &uuml;bergriffig ich diese Prozedur erlebte. Ich habe gro&szlig;en Respekt vor allen ukrainischen Wehrpflichtigen, die den Kriegsdienst verweigern. F&uuml;r Politiker, die heute nicht mehr dazu stehen, in ihrer Jugend den Kriegsdienst verweigert zu haben, habe ich nur Verachtung &uuml;brig.<\/p><p>Mit freundlichem Gru&szlig;<br>\nThomas Arnold<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Redaktion,<\/p><p>zum Artikel &ldquo;Wie demokratisch ist unsere Demokratie? Eine Demokratie ist das schon lange nicht mehr&rdquo; von Albrecht M&uuml;ller m&ouml;chte ich dem geneigten Leser ein Buch von Wolfgang Koschnick empfehlen, das 2016 auch bei den NachDenkseiten Erw&auml;hnung fand. Es tr&auml;gt den ganz &auml;hnlich klingenden Titel &ldquo;Eine Demokratie haben wir schon lange nicht mehr&rdquo;. Der Inhalt hat es in sich, ich kenne bisher kein vergleichbares Buch, das die Fehlkonstruktionen unseres parlamentarischen Systems so konzentriert und verst&auml;ndlich darstellt. Es wird klar, dass Reformen aussichtslos sind, denn die bestehenden Strukturen sind auf Selbsterhalt gepolt, sie verfolgen ihre eigenen (undemokratischen) Ziele. Nach wie vor eine erschreckend empfehlenswerte Lekt&uuml;re!<\/p><p>MfG,<br>\nMarcel Klinkhammer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Herr M&uuml;ller, Ihr Text ist ein Muss! Klimakleber singen wahrlich keine Lobeslieder auf &ldquo;unsere&rdquo; gesellschaftlichen Zust&auml;nde, die sich bedrohlich versch&auml;rfen. Es sind hilflose Winseleien und keine Ges&auml;nge. Und des Volkes Willen dr&uuml;cken sie so nicht aus. Aber sie dr&uuml;cken einen Willen aus &ndash; mit Sekundenkleber. Dabei geht es &ldquo;nur&rdquo; um das Klima. Und das Volk wird langsam unduldsam! In diesem unseren Lande (Duktus Helmut Kohl) geht es nun&nbsp; langsam an&rsquo;s Eingemachte &ndash; n&auml;mlich um den Souver&auml;n: DAS VOLK. Ein sehr wesentliches Merkmal einer rechtsstaatlichen Demokratie ist die Meinungsfreiheit. A. M&uuml;ller l&auml;sst uns in den NDS immer wieder wissen, wie gef&auml;hrdet dieses Grundrecht zur Zeit ist. K&uuml;rzlich (15. September) war der internationale Tag der Demokratie. Dazu passt im Sinne dieses Textes , was ich jetzt gerade lese: &ldquo;Familienministerin finanziert Plakatkampagne gegen Medium von Ex-Planungschef von Willy Brandt&rdquo;. Das ist nicht der erste Fall von Versuchen, dieses &ldquo;Medium&rdquo; mundtot zu machen.<\/p><p>Am Ende seines Textes bittet M&uuml;ller die Leser doch diese seine Analyse weiterzuleiten. Ich w&uuml;rde gerne wissen, wie viele Leser dies schon getan haben und welche Erfahrungen sie machen. Obwohl ich das in sehr dezenter Weise getan habe, musste ich erfahren, dass das zu einem Verlust von Bekannten (Freunden?) -bis in den Familienkreis- gef&uuml;hrt hat. Ich bin im gleichen Alter wie der Autor und kann solche Erfahrungen daher leichter wegstecken &ndash; es werden ja ohnehin immer weniger Freunde! Das geh&ouml;rt zum lebenslangen Lernprozess. Junge Leute aber f&uuml;hlen, dass der Meinungswind recht frostig ist &ndash; sie sind vorsichtig geworden. Eine Vorsicht, die der &ldquo;liberalen&rdquo; Demokratie nicht gut tut.<\/p><p>Roth (SPD!), Kiesewetter, Strack-Z, Baerbock (&ldquo;&hellip;..dann m&ouml;chte ich auch liefern, egal was MEINE deutschen W&auml;hler denken &hellip;.&rdquo;), K&auml;mpfer (von dem h&ouml;re ich das erste Mal &ndash; schicken wir ihn doch in den Kampf!) Habeck u.v.a.m &ndash; alle sind sie die menschgewordene Ausdrucksform sterbender demokratischer Kriterien. M&uuml;ssen wir wirklich glauben, dass die Weltenuhr auf 1 Minute vor dem Armaggedon steht? Mit Sekundenkleber kann man die Zeit nicht anhalten.<\/p><p>Dieter M&uuml;nch<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe NDS-Redaktion,<\/p><p>bleibt noch zu erg&auml;nzen, dass die EU zwar keine Despotie ist, sich aber in den letzten Jahren zunehmend zu einem liberal-autorit&auml;ren Regime entwickelt hat. Schlie&szlig;lich werden dort viele Gesetze erlassen, die jeweils in nationales Recht umgesetzt werden m&uuml;ssen. Es fehlen ein gemeinsamer Diskursraum und gesamteurop&auml;ische Parteien. Europa ist nach etlichen Erweiterungsrunden schlichtweg zu heterogen, als dass es eine gemeinsame Identit&auml;t geben k&ouml;nnte (siehe Fl&uuml;chtlingspolitik). Es gibt keinen europ&auml;ischen &ldquo;demos&rdquo;. Das Parlament hat kein Initiativrecht und auch kein Budgetrecht. Regierungen werden nicht aus dem Parlament heraus gew&auml;hlt. Gemessen an nationalstaatlichen Standards kann man dem europ&auml;ischen Mehrebenensystem keinen &ldquo;demokratischen&rdquo; Charakter attestieren.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nMichael Wrazidlo<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Albrecht M&uuml;ller,<\/p><p>ich wollte schon immer mal die Frage in den Raum werfen: Was verstehen wir &uuml;berhaupt unter &ldquo;Demokratie&rdquo; ?<\/p><p>Gen&uuml;gt uns als Unterschied zu einer Diktatur, dass unsere Demokratie nur in Krisenzeiten (Corona) zur Diktatur wird, aber danach zur Demokratie zur&uuml;ckkehrt &ndash; w&auml;hrend eine Diktatur ja IMMER Diktatur ist? Oder sollte sich eine Demokratie AUCH IN KRISENZEITEN von einer Diktatur unterscheiden? Wenn ja &ndash; wie?<\/p><p>Gen&uuml;gt uns eine Demokratie, wo die Macht der Regierung nur ZEITLICH begrenzt ist, oder sollte sie auch SEITLICH begrenzt sein?<\/p><p>Seitlich = Leitplanken, Verfassungsgrunds&auml;tze, dass eine Regierung nicht ALLES machen darf, was sie will. Oder gen&uuml;gt uns, dass ihre Macht zeitlich begrenzt ist, weil, sie werden schon aufpassen, was sie tun, wenn sie nach 4 Jahren wiedergew&auml;hlt werden wollen!<\/p><p>Spannende Fragen &ndash; da k&ouml;nnen viele Deutsche mal in sich hineinhorchen, was sie dazu sagen.<\/p><p>Frau Merkel durfte ja schon 2009 in ihrer Rede in Allensbach ohne gro&szlig;e Kritikwelle sagen &ndash; wohlgemerkt in einer bewussten Rede, kein ungl&uuml;cklicher Versprecher in einem Interview! &ndash; also hier Merkel in a nutshell:<\/p><p>&ldquo;Aber genau deshalb bin ich auch zutiefst davon &uuml;berzeugt, dass [&hellip;] uns die repr&auml;sentative Demokratie f&uuml;r bestimmte Zeitabschnitte die M&ouml;glichkeit gibt, Entscheidungen zu f&auml;llen, dann innerhalb dieser Zeitabschnitte auch f&uuml;r diese Entscheidungen zu werben und damit Meinungen zu ver&auml;ndern. Wir k&ouml;nnen im R&uuml;ckblick auf die Geschichte der Bundesrepublik sagen, dass all die gro&szlig;en Entscheidungen keine demoskopische Mehrheit hatten, als sie gef&auml;llt wurden. Die Einf&uuml;hrung der Sozialen Marktwirtschaft, die Wiederbewaffnung, die Ostvertr&auml;ge, der Nato-Doppelbeschluss, das Festhalten an der Einheit, die Einf&uuml;hrung des Euro und auch die zunehmende &Uuml;bernahme von Verantwortung durch die Bundeswehr in der Welt &ndash; fast alle diese Entscheidungen sind gegen die Mehrheit der Deutschen erfolgt. Erst im Nachhinein hat sich in vielen F&auml;llen die Haltung der Deutschen ver&auml;ndert. Ich finde es auch vern&uuml;nftig, dass sich die Bev&ouml;lkerung das Ergebnis einer Ma&szlig;nahme erst einmal anschaut und dann ein Urteil dar&uuml;ber bildet.&rdquo;<\/p><p>Das ist f&uuml;r mich aber 1:1 das Regierungsverst&auml;ndnis einer SED-Vorsitzenden !!!!!<\/p><p>ZUERST entscheiden wir, das ZK, in unserer Weisheit, was zu tun ist &ndash; UND HINTERHER sorgen die Medien f&uuml;r Zustimmung im Volk. Auch die SED wollte ja nicht frontal gegen das Volk regieren, sondern ND und Aktuelle Kamera bem&uuml;hten sich, es f&uuml;rs Volk sch&ouml;n zu verkaufen. Und f&uuml;r Merkel hei&szlig;t Demokratie: Man kann f&uuml;r bestimmte Zeitabschnitte rigoros Fakten schaffen &ndash; sogar direkt gegen den Willen des Volkes, wie sie stolz hervorhebt &ndash; man muss dann nur Medien haben, die im Nachhinein das dumme Volk &uuml;berzeugen, dass das gut war.<\/p><p>Ich fasse das so zusammen: F&uuml;r Merkel ist &ndash; sogar ohne Krisenzeiten! &ndash; immer Diktatur, mit dem einzigen Unterschied, dass man alle 4 Jahre einen neuen Diktator w&auml;hlen darf.<\/p><p>D.h., Habeck &amp; Baerbock ziehen jetzt nur sch&auml;rfer durch, was Merkel bereits 2009 vorgezeichnet hatte: Wir sind mit unserm gr&uuml;nen Eifer jetzt an der Macht &ndash; weil ja gew&auml;hlt &ndash; und d&uuml;rfen nun f&uuml;r 4 Jahre alles durchziehen, was wir wollen!<\/p><p>Sie denken damit aber nur konsequent zu Ende, was Merkel schon 2009 &ndash; und sogar stolz! &ndash; ank&uuml;ndigte.<\/p><p>Tja, oft wird ja gefragt, ob wir zu einem neuen Hitler hindriften mit unserer zerbr&ouml;ckelnden Demokratie. Und dann hei&szlig;t es: Nein, mit den Gr&auml;ueltaten der zw&ouml;lf Hitlerjahre l&auml;sst sich NICHTS vergleichen! Aber wer neben Hitler gern vergessen wird &ndash; ist Honecker.<\/p><p>Und bei Honecker-Verh&auml;ltnissen sind wir beinah schon wieder &hellip;<\/p><p>Warum gingen wir dann 1989 auf die Stra&szlig;e?, frag ich mich.<\/p><p>P.S. zu der Parole: Wir d&uuml;rfen doch &ndash; aus Liebe &ndash; auf andern L&auml;ndern herumbomben, bis die auch Demokratie machen!<\/p><p>Dazu frag ich immer im Vergleich: Bombt denn China &ndash; auch aus reiner Liebe nat&uuml;rlich &ndash; auf uns herum, bis wir Feng Shui machen?<\/p><p>Martin<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller,<\/p><p>wie demokratisch ist unsere repr&auml;sentative &ldquo;Demokratie&rdquo;.<\/p><ol>\n<li>Die Ver&auml;nderung des Demokratiebegriffs bis zur Unkenntlichkeit erkl&auml;rte Professor Mausfeld.\n<p>Demokratie als Volksherrschaft steht vielleicht noch auf einer alten Briefmarke !<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=nMTjmnA_ZY4&amp;t=1s\">&ldquo;Repr&auml;sentative Demokratie als Herrschaftsinstrument: Prof.Mausfeld &uuml;ber eine Wahleliten-Oligarchie&rdquo;<\/a><\/p><\/li>\n<li>Der gro&szlig;e Staatsmann Perikles sagte, in einer Demokratie setzen sich die Interessen der Mehrheit der Bev&ouml;lkerung durch.\n<p>mehr<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=nocS-cD4whE&amp;t=153s\">&ldquo;Oskar Lafontaine: &ldquo;Deutschland ist keine Demokratie, sondern eine Oligarchie&rdquo;&rdquo;<\/a><\/p>\n<p>mehr<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/politik\/politbarometer-49-euro-ticket-bewertung-bundesregierung-100.html\">&ldquo;ZDF-Politbarometer : Unzufriedenheit mit Ampel-Arbeit<\/a><br>\nDie Zufriedenheit mit der Ampel-Koalition ist auf ihren bisher niedrigsten Stand gesunken. Nach 46 Prozent vor zwei Wochen meinen jetzt noch 43 Prozent der Befragten, dass die Regierung ihre Arbeit eher gut macht.<\/p>\n<p>und<\/p>\n<p>&ldquo;<a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/politik\/politbarometer-ampel-nato-verteidigungsausgaben-102.html\">ZDF-Politbarometer : Mehrheit nimmt Ampel als zerstritten wahr.<\/a><\/p>\n<p>Nur 40 Prozent sind der Meinung, dass die Regierung ihre Arbeit eher gut macht, 54 Prozent sagen &ldquo;eher schlecht&rdquo;.<\/p><\/li>\n<li>Die Meinungsfreiheit im Journalismus wird durch das Betriebsverfassungsgesetz verhindert !\n<p>&ldquo;<a href=\"https:\/\/www.riffreporter.de\/de\/gesellschaft\/journalismus-gesinnung-versus-haltung\">Gesinnung oder Haltung: Kl&auml;rung in einer journalistischen Wertedebatte<\/a><\/p>\n<p>Verlegerschutz im Betriebsverfassungsgesetz<\/p>\n<p>So regelt noch heute der Paragraph 118&nbsp;des Betriebsverfassungsgesetzes, dass genau dieses Betriebsverfassungsgesetz in sogenannten Tendenzbetrieben und Religionsgemeinschaften in Teilen nicht gilt.<\/p>\n<blockquote><p>\n&bdquo;Auf Unternehmen und Betriebe, die unmittelbar und &uuml;berwiegend 1. politischen, koalitionspolitischen, konfessionellen, karitativen, erzieherischen, wissenschaftlichen oder k&uuml;nstlerischen Bestimmungen oder 2. Zwecken der Berichterstattung oder Meinungs&auml;u&szlig;erung, auf die Artikel 5&nbsp;Abs. 1&nbsp;Satz 2&nbsp;des Grundgesetzes Anwendung findet, dienen, finden die Vorschriften dieses Gesetzes keine Anwendung, soweit die Eigenart des Unternehmens oder Betriebs dem entgegensteht.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Das hei&szlig;t also: Durch den Tendenzschutz im Betriebsverfassungsgesetz werden die Verleger nach wie vor gesch&uuml;tzt. Die Mitbestimmungsrechte der Mitarbeiter und die Mitwirkung von Gewerkschaften wird erheblich eingeschr&auml;nkt.<\/p>\n<p>Journalistische Haltung und die Tendenz<\/p><\/li>\n<\/ol><p>Vor diesem Hintergrund m&uuml;ssen wir die gegenw&auml;rtige Situation sehen. Wir sind hier aktuell mit Forderungen konfrontiert, Journalisten m&uuml;ssten eine Haltung haben. Zugleich m&uuml;ssen wir zur Kenntnis nehmen, dass inzwischen diese Haltung dann h&auml;ufig nicht von einer politischen Gesinnung unterschieden wird, mitunter werden die beiden Begriffe auch schlicht verwechselt.<\/p><p>Gr&uuml;&szlig;e<br>\nDieter Gabriel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104055\">In diesem Beitrag<\/a> wird hinterfragt, ob &bdquo;wir wirklich in einer Demokratie leben und welche Qualit&auml;t diese hat&ldquo;. 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