{"id":10430,"date":"2011-08-12T09:03:07","date_gmt":"2011-08-12T07:03:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10430"},"modified":"2011-08-12T11:50:23","modified_gmt":"2011-08-12T09:50:23","slug":"hinweise-des-tages-1445","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10430","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: 1. Aufruhr in Gro&szlig;britannien; Der inszenierte Crash; Peter Bofinger &ndash; Miesenmeister der Welt, schaut auf Deutschland!; It&rsquo;s the Economy, Dummkopf!; Euroland &ndash; bezahlt wird doch; Steuer gegen Armut: Die Finanztransaktionssteuer (FTS); Athen bekommt Steuerhinterziehung nicht in den Griff; SPD muss diesen Deal stoppen; Knapp eine Million offene Stellen; Jugenderwerbslosigkeit in Deutschland ist eine der niedrigsten in der EU; Monatlich 69.000 Sanktionen nach dem SGB II; Rund 4.000 bisher befristet Besch&auml;ftigte der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) erhalten einen unbefristeten Arbeitsvertrag; &Uuml;berwachung nach Dresden-Demo &ndash; Razzia bei Anti-Nazi-Pfarrer; Noam Chomsky:  Die USA im freien Fall; Wie Orb&aacute;n Ungarns Demokratie zerlegt; Gl&uuml;cklose Suche nach Geldern f&uuml;r Steuergeschenke; Ob &ouml;ffentlich-rechtlich oder kommerziell: Programme und Personen austauschbar; CSU Bundesinnenminister Friedrich hofiert Rechtspopulisten; das Letzte: NPD-Wahlkampf: &ldquo;Gas geben&rdquo;-Slogan emp&ouml;rt Berliner Politiker (MB\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10430#h01\">Aufruhr in Gro&szlig;britannien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10430#h02\">Der inszenierte Crash<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10430#h03\">Peter Bofinger &ndash; Miesenmeister der Welt, schaut auf Deutschland!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10430#h04\">It&rsquo;s the Economy, Dummkopf!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10430#h05\">Euroland &ndash; bezahlt wird doch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10430#h06\">Steuer gegen Armut: Die Finanztransaktionssteuer (FTS)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10430#h07\">Athen bekommt Steuerhinterziehung nicht in den Griff<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10430#h08\">SPD muss diesen Deal stoppen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10430#h09\">Knapp eine Million offene Stellen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10430#h10\">Jugenderwerbslosigkeit in Deutschland ist eine der niedrigsten in der EU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10430#h11\">Monatlich 69.000 Sanktionen nach dem SGB II<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10430#h12\">Rund 4.000 bisher befristet Besch&auml;ftigte der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) erhalten einen unbefristeten Arbeitsvertrag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10430#h13\">Betriebsbedingte K&uuml;ndigungen : Und raus bist du<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10430#h14\">Noam Chomsky:  Die USA im freien Fall<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10430#h15\">Wie Orb&aacute;n Ungarns Demokratie zerlegt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10430#h16\">Gl&uuml;cklose Suche nach Geldern f&uuml;r Steuergeschenke<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10430#h17\">Ob &ouml;ffentlich-rechtlich oder kommerziell: Programme und Personen austauschbar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10430#h18\">Islamgegner m&uuml;ssen wohl kaum unter einem Radikalenerlass leiden: Paranoia und Polemik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10430#h19\">das Letzte: NPD-Wahlkampf: &ldquo;Gas geben&rdquo;-Slogan emp&ouml;rt Berliner Politiker<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=10430&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Aufruhr in Gro&szlig;britannien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wut ohne B&uuml;rger &ndash; Aufruhr in Gro&szlig;britannien<\/strong><br>\nEs geht auch ganz ohne politische Forderungen: einfach auf die Stra&szlig;e und anz&uuml;nden, was da so herumsteht. Das ist &ndash; im wahrsten Sinne des Wortes &ndash; ein Fanal. Die Gedanken, wer und was damit gemeint ist, m&uuml;ssen sich die anderen machen &ndash; nicht die jugendlichen Randalierer. Es w&auml;re f&uuml;r viele Briten, zumal die britischen Politiker, wohl das erste Mal, dass sie sich Gedanken machen &uuml;ber ihre abgeh&auml;ngte Unterschicht und deren hoffnungslosen Nachwuchs. Denn in Gro&szlig;britannien geht es noch etwas h&auml;rter zu als im Rest des alten Europas &ndash; die Reichen sind reicher, die Armen &auml;rmer, die Gegens&auml;tze krasser. Die Briten waren schlie&szlig;lich die ersten, die ihre Sozialsysteme geschleift haben. Sie sind, was das angeht, weiter als wir. Weshalb man beim Blick auf die Insel vielleicht auch in die eigene Zukunft schaut&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/mp3.podcast.hr-online.de\/mp3\/podcast\/derTag\/derTag_20110811.mp3\">HR2 Der Tag [Audio &ndash; mp3]<\/a><\/li>\n<li><strong>Cameron droht mit dem Einsatz der Armee<\/strong><br>\nDie Botschaft ist klar &ndash; der Staat wird mit aller H&auml;rte durchgreifen:\n<ul>\n<li>Um neue Krawalle zu verhindern, bleiben auch in den n&auml;chsten Tagen noch rund 16.000 Polizisten in London im Einsatz.<\/li>\n<li>Sollten die Krawalle erneut eskalieren, k&ouml;nne auch die Armee eingesetzt werden, k&uuml;ndigte Cameron an. &ldquo;Es sind alle Optionen auf dem Tisch.&rdquo;<\/li>\n<li>Zudem bekommt die Polizei st&auml;rkere Kompetenzen, Schlagst&ouml;cke d&uuml;rften schon jetzt eingesetzt werden, binnen 24 Stunden k&ouml;nnten Wasserwerfer zur Hilfe kommen.<\/li>\n<li>Einsatzkr&auml;fte d&uuml;rfen au&szlig;erdem vermummten Gewaltt&auml;tern die Gesichtsmasken abnehmen &ndash; vorher war das, ebenso wie der Einsatz von Wasserwerfern, untersagt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/0,1518,779674,00.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Den Einsatz der Armee im Innern, das nennt man in anderen L&auml;ndern wie Libyen oder Syrien B&uuml;rgerkrieg von oben.<\/em><br>\n<em>Und noch etwas: &bdquo;Aus Kreisen der britischen Regierung war zudem zu h&ouml;ren, dass erwogen wird, soziale Netzwerke wie Twitter zu st&ouml;ren, &uuml;ber die die Ausschreitungen teilweise organisiert wurden&ldquo;, hei&szlig;t es weiter in dem Bericht. Wir wollen die Protestbewegungen in &Auml;gypten oder Algerien nicht mit den Gewaltausbr&uuml;chen in Gro&szlig;britannien vergleichen, aber wurden nicht die Internetnetzwerke in den nordafrikanischen L&auml;ndern geradezu als neues demokratisches Element des Freiheitskampfes gelobt? Und was f&uuml;r eine Emp&ouml;rung gibt es gegen die Internetzensur in China?<\/em><br>\n<em>Oder: Wie sagte doch Cameron: In Teilen der britischen Gesellschaft &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Strassenschlachten-in-britischen-Staedten\/!76034\/\">herrsche vollkommene Verantwortungslosigkeit<\/a>&ldquo; . Er meinte damit nat&uuml;rlich nicht das Treiben der Investmentbanker oder Spekulanten in der Londoner City.<\/em><br>\n<em>Den Sachschaden nach den Krawallen in Gro&szlig;britannien sch&auml;tzt Cameron auf bis zu 200 Millionen Pfund (umgerechnet 228 Millionen Euro). Wir wollen die Randale und die Pl&uuml;nderungen gewisse nicht verharmlosen, aber wie hoch war der Schaden der durch den Handel mit vergifteten Derivaten entstanden ist und was hat Cameron dagegen unternommen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>What the papers say about riots aftermath<\/strong><br>\nIt was a day of reckoning and reflection for national newspapers in what appears to be the aftermath of the &ldquo;English&rdquo; riots (as the BBC reminds us).<br>\nIt was a day to mourn the three men killed in the Birmingham riot and a day to celebrate their bravery.<br>\nIt was also a day to ask more pertinent questions about the reasons why young people went on the rampage in our towns and cities.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.guardian.co.uk\/media\/greenslade\/2011\/aug\/11\/london-riots-national-newspapers\">Guradian<\/a><\/li>\n<li><strong>Da hilft nur eine ganz andere Politik!<\/strong><br>\nNach den Ausschreitungen in Gro&szlig;britannien sieht Philosophie-Professor Raymond Geuss aus Cambridge die Politik am Ende ihrer M&ouml;glichkeiten. Im Interview mit tagesschau.de erkl&auml;rt Geuss, wie es &uuml;berhaupt so weit kommen konnte. Sein Rat: ein radikaler Neuanfang, der die &Ouml;konomie des Landes komplett umstrukturiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/geuss100.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<li><strong>Europas verlorene Jugend<\/strong><br>\nIn Gro&szlig;britannien w&uuml;tet eine Generation, die sich verlassen f&uuml;hlt. Wie ist die Situation in anderen EU-L&auml;ndern?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/europas-verlorene-jugend\/4486172.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Immerhin der Versuch einer vergleichenden Einordnung, wenn auch die Jugend in Italien, Griechenland oder auch osteurop&auml;ische Staaten nicht ber&uuml;cksichtigt wurde.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Politikwissenschaftler nennt Jugendgewalt sozialpolitisches Problem<\/strong><br>\nGr&uuml;nde f&uuml;r Ausschreitungen in Gro&szlig;britannien<br>\nChristoph Butterwegge im Gespr&auml;ch mit Gerd Breker<br>\nDie Regierung sollte die Jugendkrawalle in Gro&szlig;britannien ernster nehmen, so Christoph Butterwegge. Der Politikwissenschaftler aus K&ouml;ln nennt als Motiv der Krawalle die &ldquo;Angst vor dem sozialen Absturz&rdquo;. In Deutschland seien diese Zust&auml;nde erst nur &ldquo;ansatzweise&rdquo; vorhanden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/interview_dlf\/1526886\/\">Deutschlandfunk<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Heribert Prantl &ndash; Instant-Angst mit Schauderlust<\/strong><br>\nEchte Sorge, Rechthaberei oder egozentrische Profilierungssucht? Kaum brennt es in London, flackert hier die Debatte hoch, ob und wann die Gewalt uns erreicht. Deutsche Politastrologen verwenden schlechte Nachrichten aus aller Welt allzu gern f&uuml;r ihre Zwecke &ndash; das Kalk&uuml;l erinnert an T&uuml;tensuppen: aufrei&szlig;en, Wasser rein, hochkochen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/2.220\/deutsche-reaktion-auf-britische-krawalle-instant-angst-mit-schauderlust-1.1130074\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Genau in der Sekunde, in der ich diesen Link f&uuml;r die Zusammenstellung kopiere, h&ouml;re ich im Radio, dass der britische Premier Cameron bei weiteren Ausschreitungen den Einsatz der Armee im Landesinneren plant. Wetten, dass diese Vorschl&auml;ge demn&auml;chst von deutschen Sicherheitspolitikern oder solchen, die sich daf&uuml;r halten, kommen werden &hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Der inszenierte Crash<\/strong><br>\nFinanzm&auml;rkte sind offenbar nicht so effizient, wie es das Lehrbuch sie erscheinen l&auml;sst. Vielmehr folgen Entscheidungen der Finanzmarktakteure einem Eigenleben und Eigeninteressen. Viele H&auml;ndler und Verm&ouml;gensverwalter haben an einem starken Auf und Ab der B&ouml;rsenkurse Interesse, weil sie an jeder einzelnen Transaktion mitverdienen. Volatilit&auml;t ist dann eine gerne genutzte Rechtfertigung, Portfolios umzuschichten, zu kaufen oder zu verkaufen und damit Provisionen oder Geb&uuml;hren einzustreichen&hellip;<br>\nBevor auf dem weiten Parkett der Weltb&ouml;rsen eine gro&szlig;e Auff&uuml;hrung geboten wird, treffen sich hinter der B&uuml;hne still und heimlich ein Bonit&auml;tsw&auml;chter und ein Spekulant. Der Bonit&auml;tsw&auml;chter k&uuml;ndigt an, ein Land in der Kreditw&uuml;rdigkeit herabzustufen. Daraufhin verkauft der Spekulant blitzartig gro&szlig;e Pakete der betroffenen Staatsanleihen &ldquo;leer&rdquo;. Das hei&szlig;t, er verkauft heute zu hohen Kursen Staatsanleihen, die er noch gar nicht besitzt, die er sp&auml;ter, wenn die Kurse gefallen sein werden, zu g&uuml;nstigen Preisen kaufen wird.<br>\nDann &ouml;ffnet sich der Vorhang, es folgt der erste Akt. Nun gibt der Bonit&auml;tsw&auml;chter einem gebannt zuh&ouml;renden Weltpublikum die Herabstufung der Kreditw&uuml;rdigkeit eines Landes &ouml;ffentlich bekannt. Der zweite Akt ist durch allgemeine Hektik und Panik gepr&auml;gt. Er beginnt mit der Erwartung fallender Kurse und endet mit einer Selbsterf&uuml;llung genau dieser Prognose. Im dritten Akt kauft der Spekulant zu g&uuml;nstigen Kursen jene Staatspapiere, die er vor Vorstellungsbeginn bereits weiterverkauft hatte.<br>\nIm Epilog treffen sich &ndash; wiederum au&szlig;erhalb des Scheinwerferlichts &ndash; Bonit&auml;tsw&auml;chter und Spekulant und freuen sich diebisch &uuml;ber den Gewinn, der durch die erfolgreiche Wette auf Kursverluste, die sie selber angeheizt hatten, m&ouml;glich wurde.<br>\nDer B&ouml;rsen-Crash der letzten Tage hat mit tats&auml;chlichen realen Ver&auml;nderungen der Wirtschaft wenig bis gar nichts zu tun. Er hat Verm&ouml;gen in Billionenh&ouml;he vernichtet. Das ist schmerzlich f&uuml;r die Betroffenen. In der realen Wirtschaft finden die Chaostage der Finanzm&auml;rkte jedoch kein Spiegelbild: Weder Firmen, Maschinen, Anlagen noch die Infrastruktur sind zerst&ouml;rt worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/geld\/boersen-und-weltwirtschaft-der-inszenierte-crash-1715589.html\">Stern<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Und das aus der Feder eines neoliberalen Hardliners Thomas Straubhaar<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Peter Bofinger &ndash; Miesenmeister der Welt, schaut auf Deutschland!<\/strong><br>\nFast alle Industriestaaten &auml;chzen unter enormen Schulden, ihr Problem: Die Staatseinnahmen sind viel zu niedrig. Pleitestaaten m&uuml;ssen jetzt die Steuern erh&ouml;hen &ndash; auf ein &auml;hnliches Niveau wie in der Bundesrepublik. [&hellip;]<br>\nAber wie ist es m&ouml;glich, in absehbarer Zeit wieder zu ausgeglichenen &ouml;ffentlichen Haushalten zu gelangen? Bei den OECD-L&auml;ndern mit den h&ouml;chsten Defiziten &ndash; Irland, den USA und Japan &ndash; liegt das Problem eindeutig auf der Einnahmenseite. Mit Staatseinnahmen, die nur rund ein Drittel des Bruttoinlandsprodukts betragen , bewegen sich diese L&auml;nder am unteren Ende der OECD-Rangliste. Umgekehrt geh&ouml;ren die Hochsteuerl&auml;nder Schweden und Finnland zu den Staaten mit den geringsten Haushaltsdefiziten.<br>\nWenn es in diesen L&auml;ndern gel&auml;nge, ihre Staatseinnahmen auf das deutsche Niveau (43,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts) anzuheben, w&auml;re schon viel gewonnen. Japan und die USA k&ouml;nnten einen &Uuml;berschuss in ihren &ouml;ffentlichen Haushalten vorweisen, und Irland w&auml;re immerhin in der Lage, die Drei-Prozent-Defizit-Grenze des Maastricht-Vertrags einzuhalten (siehe Tabelle). Noch besser w&uuml;rde sich die Situation der Staatsfinanzen darstellen, wenn die Einnahmen auf den Durchschnitt der Euro-Zone (44,8 Prozent) angehoben werden k&ouml;nnten. Nur noch Gro&szlig;britannien und Griechenland h&auml;tten dann Probleme mit dem Stabilit&auml;ts- und Wachstumspakt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,779326,00.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Richtig erkannt, aber warum sollten die genannten Staaten die Steuern nur auf das deutsche Niveau heben? Auch Deutschland hat kein Ausgaben-, sondern ein <a href=\"\/?p=10165\">Einnahmenproblem<\/a>. W&uuml;rden die OECD-Staaten kollektiv ihre Steuers&auml;tze auf das bundesdeutsche Niveau vor der Wiedervereinigung anheben, g&auml;be es das vermeintliche Schuldenproblem nicht mehr.<\/em>  <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es ist wohl davon auszugehen, dass der Titel dieses Artikels nicht von Peter Bofinger stammt, sondern von der Spiegelredaktion zu verantworten ist. Zurzeit laufen schon gen&uuml;gend Leute herum, die meinen, dass zumindest Europa am deutschen Wesen genesen sollte &ndash; so der ziemlich schwachsinnige Vorschlag der Merkel-Regierung, europaweit eine Schuldenbremse und automatische Sanktionsmechanismen einzuf&uuml;hren. Der Sanktionsmechanismus des Stabilit&auml;tspaktes ist bekanntlich auch dem deutschem Wesen geschuldet. Bofinger hat nat&uuml;rlich recht, wenn er dazu r&auml;t, die Einnahmeseite der Krisenstaaten zu st&auml;rken, und wenn er den Sparkurs dieser Volkswirtschaften f&uuml;r kontraproduktiv h&auml;lt. Allerdings vernachl&auml;ssigt Bofinger die Tatsache, dass eben auch Deutschland spart, sowohl was die materielle wie auch die immaterielle Infrastruktur unseres Landes betrifft. Insofern sollte sich Deutschland wiederum, Skandinavien zum Vorbild nehmen. Sehr optimistisch ist die Annahme Bofingers von einem j&auml;hrlichen Wirtschaftswachstum von 4 Prozent bis 2023. Realistischerweise m&uuml;ssen wir davon ausgehen, dass entwickelte Volkswirtschaften selbst bei sehr g&uuml;nstigen Voraussetzungen durchschnittlich h&ouml;chstens zwischen 2 und 3 Prozent in den n&auml;chsten Jahrzehnten wachsen werden. Dieser Umstand verweist darauf, dass wir die sozialen Ungleichgewichte, die sich an der weiteren Polarisierung der Einkommen ablesen l&auml;sst, und die infrastrukturellen L&uuml;cken unseres Landes nur noch &uuml;ber schwierige aber notwendige Verteilungsk&auml;mpfe beseitigen k&ouml;nnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>It&rsquo;s the Economy, Dummkopf!<\/strong><br>\nWith Greece and Ireland in economic shreds, while Portugal, Spain, and perhaps even Italy head south, only one nation can save Europe from financial Armageddon: a highly reluctant Germany. The ironies&mdash;like the fact that bankers from D&uuml;sseldorf were the ultimate patsies in Wall Street&rsquo;s con game&mdash;pile up quickly as Michael Lewis investigates German attitudes toward money, excrement, and the country&rsquo;s Nazi past, all of which help explain its peculiar new status.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vanityfair.com\/business\/features\/2011\/09\/europe-201109\">Vanity Fair<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Eine sehr empfehlenswerte Au&szlig;ensicht.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: It&rsquo;s the Political Economy, Stupid!<\/strong><br>\nSometimes living in the world of ideas makes it harder to understand the real one. If you happen to be an economist, and the time is now, that is true in spades. Take Paul Krugman, for instance. After bemoaning the terrible policy choices of the last two years, he writes, &ldquo;I&rsquo;m still trying to make sense of this global intellectual failure.&rdquo; It&rsquo;s as if the core problem is that political leaders didn&rsquo;t learn their macroeconomics well enough.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/econospeak.blogspot.com\/2011\/08\/its-political-economy-stupid.html\">Econospeak<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Euroland &ndash; bezahlt wird doch<\/strong><br>\nDie Eurozone ist noch l&auml;ngst nicht gerettet. Denn es reicht nicht aus, wenn Griechen und Spanier zum Sparen gezwungen werden. Ein Ausweg aus der Krise verlangt Wachstumsimpulse. Und eine europ&auml;ische Solidarit&auml;t, zu der sich die Deutschen erst noch durchringen m&uuml;ssen.<br>\nDiese neue, national verengte Haltung Deutschlands droht die Eurozone zu sprengen. Wenn sich n&auml;mlich die europ&auml;ische Geldpolitik nach den deutschen Interessen richtet, werden die riesigen strukturellen Ungleichgewichte nur noch weiter anwachsen. Dann aber m&uuml;ssen die Deutschen entweder f&uuml;r die Korrektur dieser Ungleichgewichte zahlen oder sich damit abfinden, dass der Euro nicht prim&auml;r den deutschen Interessen dient. Sollten sie beides ablehnen, kann der Euro nicht &uuml;berleben.<br>\nDerzeit ist schwer zu sagen, wie die deutsche Regierung sich in dieser Frage verhalten wird. Sobald das Thema &ldquo;Rettung vor einem Staatsbankrott&rdquo; auftaucht, liefert Angela Merkel eine einstudierte Pantomime ab, die ihren Unwillen zu weiteren deutschen Zahlungen ausdr&uuml;cken soll&hellip;<br>\nHistorisch betrachtet hat sich die Position Deutschlands damit auf verbl&uuml;ffende Weise umgekehrt. W&auml;hrend des gesamten 20. Jahrhunderts war die gr&ouml;&szlig;te Gefahr f&uuml;r die Stabilit&auml;t in Europa, dass Deutschland sich zu Besonderem berufen f&uuml;hlte. Im 21. Jahrhundert liegt die gr&ouml;&szlig;te Gefahr f&uuml;r die europ&auml;ische Stabilit&auml;t darin, dass Deutschland sich weigern k&ouml;nnte, seine besondere Berufung anzunehmen. Das hei&szlig;t: Nur wenn die deutschen Steuerzahler &ndash; wie widerwillig auch immer &ndash; einzusehen verm&ouml;gen, dass sie zur &Uuml;bernahme dieser Last verpflichtet sind, wird der Euro &uuml;berleben. Aber sch&ouml;n wird es nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2011\/08\/12.mondeText1.artikel,a0010.idx,1\">Le Monde diplomatique<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong><\/em> <em>Au&szlig;erdem in der heutigen August-Ausgabe von Le Monde diplomatique:<\/em> <\/p>\n<ul>\n<li><em>HAMA IST DAS ZENTRUM DES SYRISCHEN AUFSTANDS. Die Versuche des Assad-Regimes, die Proteste mit Gewalt zu ersticken, erreichten mit Beginn des Ramadan einen neuen H&ouml;hepunkt. Angesichts des wachsenden internationalen Drucks forciert das Regime die Gewalt, denn die Zeit spielt gegen Assad. Bis kurz vor der Besetzung der Stadt am 31. Juli, bei der die Armee nach Augenzeugenberichten &uuml;ber 70 Menschen t&ouml;tete, befand sich Alain Gresh in Hama. In Le Monde diplomatique berichtet er aus der belagerten Stadt.<\/em><\/li>\n<li><em>WELCHE AUSWIRKUNGEN DER RAMADAN nicht nur auf die Revolution in Syrien, sondern auch auf die Proteste in Jemen, Libyen, Tunesien und &Auml;gypten haben k&ouml;nnte, erkl&auml;rt die Journalistin Charlotte Wiedemann und vermutet: Die religi&ouml;sen Vibrationen werden die politischen Ereignisse beschleunigen.&rdquo;<\/em><\/li>\n<li><em>FORDLANDIA: 1927 verk&uuml;ndete Henry Ford, dass er am Amazonas Gummib&auml;ume anpflanzen und mitten im Regenwald eine Stadt gr&uuml;nden wolle. Das utopische Projekt scheiterte grandios wie Greg Grandin in seiner Reportage berichtet.<\/em><\/li>\n<li><em>S&Uuml;DSUDAN: Der neue Staat steht ohne alles da: ohne Institutionen, ohne Infrastruktur und ohne anerkannt Hierarchien. Wieso im abgelegenen Magwi County trotzdem ein bisschen gefeiert wird, erkl&auml;rt die Journalistin Anne-Felicitas G&ouml;rtz.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Das vollst&auml;ndige Inhaltsverzeichnis der aktuellen Ausgabe <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/.aktaus\">finden Sie hier<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Steuer gegen Armut: Die Finanztransaktionssteuer (FTS)<\/strong><br>\nWir sind ein Zusammenschluss von 83 Mitgliedsorganisationen und fordern seit Oktober 2009 mit unserem Offenen Brief an die Bundesregierung die Einf&uuml;hrung einer Finanztransaktionssteuer. Aus den Einnahmen sollen Ma&szlig;nahmen zur Armutsbek&auml;mpfung und zum Umweltschutz finanziert werden.<br>\nBislang war der Finanzsektor weitestgehend von einer Besteuerung ausgenommen und selbst nach der j&uuml;ngsten Weltfinanzkrise weigern sich viele Finanzmarktakteure, einen Beitrag zur Folgenbek&auml;mpfung zu leisten. Die Aussicht, dies &uuml;ber eine Finanztransaktionssteuer zu erzwingen, ist im Rahmen der G20, der Europ&auml;ischen Union sowie der Eurozone so gut wie nie. Die entscheidende Diskussion f&uuml;r Europa beginnt im Herbst, wenn seitens der EU Kommission die Ergebnisse einer Untersuchung zu den Auswirkungen der Einf&uuml;hrung einer Finanztransaktionssteuer sowie ein Legislativvorschlag vorgelegt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.steuer-gegen-armut.org\/home.html\">Transaktionssteuer: Steuer gegen Armut<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Athen bekommt Steuerhinterziehung nicht in den Griff<\/strong><br>\nDas hochverschuldete Griechenland bekommt eines seiner gr&ouml;&szlig;ten Probleme nicht in den Griff: Die Steuerhinterziehung hat trotz aller Bem&uuml;hungen der Steuerfahnder immer noch gro&szlig;e Ausma&szlig;e.<br>\nDies gilt besonders auf den Touristeninseln der &Auml;g&auml;is. Beamte haben zwischen Ende April und bis zum 8. August bei Stichproben auf 15 Inseln 750 Unternehmen &uuml;berpr&uuml;ft. In 490 davon wurden Unregelm&auml;&szlig;igkeiten festgestellt. Dies gab am Donnerstag die zust&auml;ndige Fahnderbeh&ouml;rde (SDOE) in Athen bekannt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/newsticker.sueddeutsche.de\/list\/id\/1191431\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Siehe: Alternative zum Totsparen: <a href=\"\/?p=7773\">Die Reichen m&uuml;ssen bluten<\/a>. Der R&uuml;ckstand bei den Steuereinnahmen erkl&auml;rt sich zum Teil nat&uuml;rlich durch die Rezession, die das angestrebte Plus bei direkten und indirekten Steuern (Mehrwertsteuer) reduziert hat. Aber der gr&ouml;&szlig;ere Teil des R&uuml;ckstands r&uuml;hrt von ausstehenden Steuerschulden und den mangelnden Erfolgen im Kampf gegen die Steuerhinterziehung. Die L&ouml;sung dieser Probleme ist in Griechenland eine Aufgabe von strategischer Bedeutung. Man muss sich immer wieder in Erinnerung rufen, dass allein das Eintreiben der steuerlichen Au&szlig;enst&auml;nde (in H&ouml;he von ca. 23 Mrd. Euro) und eine Eind&auml;mmung des Steuerbetrugs (der den Fiskus j&auml;hrlich mindestens 30 Mrd. Euro kostet) eine m&ouml;gliche Zahlungsunf&auml;higkeit des Staates mit einem Schlag abwenden w&uuml;rde.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>SPD muss diesen Deal stoppen<\/strong><br>\nDie Schweiz hat ganze Arbeit geleistet: Im Steuerabkommen mit Deutschland, &uuml;ber das in den letzten Monaten verhandelt wurde, hat die Steueroase praktisch alle ihre Ziele erreicht. Gegen eine einmalige, vergleichsweise niedrige Nachzahlung verzichtet Deutschland f&uuml;r alle Zeiten darauf, Steuerfl&uuml;chtlinge und ihre Helfer in den Banken strafrechtlich zu belangen. In Zukunft werden nun zwar auch Kapitaleink&uuml;nfte in der Schweiz besteuert &ndash; aber die Konteninhaber d&uuml;rfen weiterhin anonym bleiben. Die deutschen Beh&ouml;rden haben dadurch keine M&ouml;glichkeit, die Angaben der Schweizer Banken zu &uuml;berpr&uuml;fen. Au&szlig;erdem steht zu bef&uuml;rchten, dass k&uuml;nftig auch andere Staaten auf &auml;hnliche Ausnahmeregeln dr&auml;ngen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Steueramnestie-Abkommen\/!76060\/\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Knapp eine Million offene Stellen<\/strong><br>\nIm zweiten Quartal 2011 gab es 974.000 offene Stellen auf dem ersten Arbeitsmarkt, zeigt eine Arbeitgeberbefragung des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Das sind rund 190.000 mehr als im zweiten Quartal 2010, aber auch etwa 80.000 Stellen weniger als im ersten Quartal 2011.<br>\n&bdquo;Zwar hat die Entwicklung an Dynamik verloren, die Arbeitskr&auml;ftenachfrage liegt jedoch relativ stabil auf einem hohen Niveau&ldquo;, erkl&auml;rten die N&uuml;rnberger Arbeitsmarktforscher am Donnerstag.<br>\nIn Ostdeutschland suchten die Arbeitgeber im zweiten Quartal 2011 knapp 160.000 neue Mitarbeiter. Damit blieb hier das Stellenangebot im Vergleich zum Vorquartal weitgehend unver&auml;ndert. In den alten Bundesl&auml;ndern fanden Arbeitsuchende dagegen nicht mehr so viele Jobangebote wie zu Beginn des Jahres: 815.000 Stellen waren dort zu besetzen, 77.000 weniger als im Vorquartal.<br>\nDas IAB erfasst viermal j&auml;hrlich das gesamte Stellenangebot, also auch jene Stellen, die nicht den Arbeitsagenturen gemeldet werden. Im zweiten Quartal 2011 wurden rund 8.000 Arbeitgeber aller Wirtschaftsbereiche befragt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/doku.iab.de\/grauepap\/2011\/os1102.pdf\">IAB [PDF &ndash; 39.3 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Siehe dazu: <a href=\"\/wp-print.php?p=10008\">Wie kommt die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit zu den gemeldeten Stellen?<\/a><\/em><br>\n<em>Mit dieser Meldung von einer Million offener Stellen will das IAB, als Abteilung der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit, wohl den Eindruck erwecken, den drei Millionen Arbeitslosen st&uuml;nden eine Million offene Stellen gegen&uuml;ber. Es wir das alte Vorurteil gesch&uuml;rt: Wer arbeiten will, findet auch Arbeit.<\/em><br>\n<em>Aber was soll diese Zahl eigentlich aussagen? Im Jahr 2010 gab es mehr als neun Millionen Arbeitssuchende und eine genauso gro&szlig;e Zahl von Arbeitsfindenden. Jeden Monat werden nahezu 800.000 Personen arbeitslos und die gleiche Anzahl <a href=\"\/upload\/pdf\/110517_studie_vollbeschaeftigung.pdf\">verl&auml;sst die Gruppe der Arbeitslosen wieder [PDF &ndash; 1.4 MB]<\/a>. Diese Zahl von einer Million offener Stellen ist ein von Arbeitgebern (!) ermittelter Momentausschnitt, die eigentlich nichts &uuml;ber eine Belebung des Arbeitsmarktes aussagt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Jugenderwerbslosigkeit in Deutschland ist eine der niedrigsten in der EU<\/strong><br>\nIm Juni 2011 waren 9,1 % oder 430 000 junge Menschen im Alter von 15 bis 24 Jahren erwerbslos. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) anl&auml;sslich des internationalen Tags der Jugend am 12. August 2011 mit. Nach diesen um saisonale und irregul&auml;re Einfl&uuml;sse bereinigten Ergebnissen hatte Deutschland im Juni die drittniedrigste Jugenderwerbslosenquote von allen Mitgliedsstaaten der Europ&auml;ischen Union (EU) nach den Niederlanden (7,1 %) und &Ouml;sterreich (8,2 %).<br>\nAllerdings war im Juni 2011 die deutsche Jugenderwerbslosenquote immer noch h&ouml;her als die allgemeine Erwerbslosenquote bezogen auf Erwerbspersonen im Alter von 15 bis 74 Jahren. Diese lag bereinigt bei 6,1 %.<br>\nIn allen EU-Staaten zusammen waren im Juni 2011 &uuml;ber f&uuml;nf Millionen junge Menschen zwischen 15 und 24 Jahren erwerbslos. Die Jugenderwerbslosenquote lag im EU-Mittel bei 20,5 % und damit deutlich &uuml;ber der deutschen Quote. Die weitaus h&ouml;chste Erwerbslosenquote hatte Spanien, wo im Juni fast jeder zweite (45,7 %) im Alter von 15 bis 24 Jahren erwerbslos war. Ebenfalls bemerkenswert ist die Situation in Griechenland: Nach den verf&uuml;gbaren aktuellsten Zahlen lag dort im M&auml;rz 2011 die Jugenderwerbslosenquote bei 38,5 %.<br>\nArbeitsmarktpolitische Ma&szlig;nahmen und das System der dualen Berufsausbildung waren unter anderem daf&uuml;r verantwortlich, dass der Anstieg im Vergleich zu anderen EU-Staaten moderat ausfiel.<br>\nUngeachtet der im europ&auml;ischen Vergleich g&uuml;nstigen Arbeitsmarktlage sind junge Menschen in Deutschland aber nicht nur h&auml;ufiger mit Erwerbslosigkeit konfrontiert als die Gesamtbev&ouml;lkerung, sondern auch deutlich h&auml;ufiger atypisch besch&auml;ftigt als im Bev&ouml;lkerungsdurchschnitt. Meist befinden sie sich dabei in einem befristeten Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnis. 2010 waren im Jahresdurchschnitt 36,8 % der jungen Erwerbst&auml;tigen in Deutschland atypisch. 27,3 % waren befristet besch&auml;ftigt. Bezogen auf alle Erwerbst&auml;tigen zwischen 15 und 64 Jahren, lagen diese Anteile bei 22,4 % beziehungsweise 7,9 %. Personen, die sich noch in Ausbildung befinden oder als Sch&uuml;ler\/-in oder Student\/-in einer Erwerbst&auml;tigkeit nachgehen, werden bei dieser Betrachtung nicht ber&uuml;cksichtigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2011\/08\/PD11__293__132.psml\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Auch diese &bdquo;Erfolgs&ldquo;-Meldung ist nur die halbe Wahrheit. Selbst im <a href=\"http:\/\/www.bmbf.de\/de\/berufsbildungsbericht.php\">amtlichen Berufsbildungsbericht 2011<\/a> kann man im Datenreport nachlesen:<\/em> <\/p>\n<blockquote><p><em>&bdquo;Ende 2009 befanden sich nach Berechnungen des BIBB bundesweit 165.365 Auszubildende in einer &ouml;ffentliche gef&ouml;rderten au&szlig;erbetrieblichen Ausbildungsformen, das waren insgesamt 10,5% aller Auszubildenden.&ldquo;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p><em>Der <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/presse\/++co++556499b2-6026-11e0-4408-00188b4dc422\">DGB nennt<\/a>, wenn man das &bdquo;&Uuml;bergangssystem&ldquo; insgesamt erfasst, noch viel erschreckendere Zahlen: &bdquo;Allein im Jahr 2010 landeten mehr als 320.000 Jugendliche in den Warteschleifen und Ersatzma&szlig;nahmen des so genannten &sbquo;&Uuml;bergangssystems&rsquo;. Und dies ohne Aussicht auf eine qualifizierte Ausbildung, die zu einem Berufsabschluss f&uuml;hrt.&ldquo;<\/em><br>\n<em>Gerade beim &Uuml;bergang von der Schule in den Beruf r&auml;chte sich, das der Ausbildungspakt von Bundesregierung und Spitzenverb&auml;nden der Wirtschaft auch Jugendliche f&uuml;r versorgt z&auml;hlt, die keinen Ausbildungsplatz erhalten, sich aber mit Bewerbungstrainings, Praktika und Einstiegsqualifizierungen &uuml;ber Wasser hielten.<\/em><br>\n<em>Nun ist es immer noch besser in einem sog. &bdquo;&Uuml;bergangssystem&ldquo; als auf der Stra&szlig;e zu landen, aber wenn man zwischen 165.000 bis 320.000 Jugendliche hinzuz&auml;hlt, die defacto auch ohne Arbeit oder ohne Ausbildungsplatz sind, dann relativiert sich die &bdquo;Erfolgs&ldquo;-Meldung des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zu den anderen L&auml;ndern erheblich.<\/em> <\/p>\n<p><em>Und so sieht die Situation aus einem anderen Blickwinkel aus: <\/em><\/p>\n<p><strong>SGB II-Leistungsberechtigte im Alter von 15 bis unter 25 Jahren im April 2011<\/strong><br>\nIm April 2011 lebten in der Bundesrepublik Deutschland 9,5 Prozent (866.000) der insgesamt etwa 9,1 Millionen jungen Menschen im Alter von 15 bis unter 25 Jahren in SGB II-Bedarfsgemeinschaften (Hartz IV). Die vom Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) berechneten Quoten reichen in den L&auml;ndern von 21,1 Prozent in Berlin bis 3,8 Prozent in Bayern und in den 412 Kreisen von 22,1 Prozent in der Stadt Bremerhaven bis 1,1 Prozent in den Landkreisen Eichst&auml;tt und Freising.<br>\n34.900 (4,0%) der 866.000 Leistungsberechtigten im Alter von 15 bis unter 25 Jahren gelten rechnerisch als &bdquo;nicht erwerbsf&auml;hig&ldquo; (Sozialgeld-Empf&auml;nger\/innen), 831.100 (96,0%) als &bdquo;erwerbsf&auml;hig&ldquo; (Arbeitslosengeld II-Empf&auml;nger\/innen).<br>\nVon den 831.100 erwerbsf&auml;higen Leistungsberechtigten im Alter von 15 bis unter 25 Jahren gelten 19,6 Prozent (162.600) als &bdquo;arbeitslos&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/archiv-kurzmitteilungen\/36-texte-biaj-kurzmitteilungen\/130-sgb-ii-leistungsberechtigte-im-alter-von-15-bis-unter-25-jahren-im-april-2011-.html\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ)<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Monatlich 69.000 Sanktionen nach dem SGB II<\/strong><br>\nDie durchschnittliche H&ouml;he der Leistungsk&uuml;rzungen nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch (SGB II) betrug im vergangenen Jahr 125 Euro. Pro Monat wurden dabei etwa 69.000 Sanktionen ausgesprochen. Der wichtigste Sanktionsgrund war mit 41.500 F&auml;llen das Meldevers&auml;umnis, gefolgt von der Verletzung einer Pflicht in der Eingliederungsvereinbarung (12.000) und der Weigerung, eine zumutbare Arbeit, Ausbildung oder eine sonstig vereinbarte Ma&szlig;nahme aufzunehmen oder fortzuf&uuml;hren (8.500). Diese Zahlen gehen aus einer Antwort der Bundesregierung (17\/6722) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (17\/6193) hervor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2011_08\/2011_320\/01.html\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Zur Kritik an den Instrumenten zur Eingliederung von Arbeitslosen ins Erwerbsleben nach SGB II: Zumutbare Arbeit und Sanktionspraxis &ndash; Zu <a href=\"\/wp-print.php?p=10250\">den Neuregelungen im SGB II<\/a><\/em><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/110812_01.png\" alt=\"Monatlich 69.000 Sanktionen nach dem SGB II\"><br>\n<em>Quelle: <a href=\"http:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/1396\/umfrage\/leistungsempfaenger-von-arbeitslosengeld-ii-jahresdurchschnittswerte\/\">Statista<\/a><\/em><br>\n<em>Es gibt rd. 5 Millionen Alg II-Leistungsempf&auml;nger, 69.000 wurden sanktioniert, das sind knapp 1,4 Prozent. Von dem oft behaupteten Missbrauch kann also keine Rede sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Rund 4.000 bisher befristet Besch&auml;ftigte der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) erhalten einen unbefristeten Arbeitsvertrag<\/strong><br>\nDas ist n&ouml;tig geworden, nachdem das Bundesarbeitsgericht im M&auml;rz 2011 in einem Urteil festgestellt hatte, dass die BA die Befristung von Arbeitsverh&auml;ltnissen nicht damit begr&uuml;nden k&ouml;nne, dass ein von ihr aufgestellter Haushaltsplan Haushaltsmittel f&uuml;r befristete Arbeitsvertr&auml;ge vorsehe. Wie die Bundesregierung in ihrer Antwort (17\/6657) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (17\/6524) weiter schreibt, ist das Verfahren zur endg&uuml;ltigen Unterbringung der betroffenen Besch&auml;ftigten noch nicht abgeschlossen. F&uuml;r die &uuml;berwiegende Zahl der Mitarbeiter sei aber bereits eine passgenaue Stelle gefunden worden, hei&szlig;t es in dem Schreiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2011_08\/2011_320\/02.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Betriebsbedingte K&uuml;ndigungen : Und raus bist du<\/strong><br>\nDie Krise ist zur&uuml;ck &ndash; und mit ihr die Angst vieler Arbeitnehmer, den eigenen Job zu verlieren. Wen Unternehmen am ehesten vor die T&uuml;r setzen d&uuml;rfen &ndash; und wo der Gesetzgeber Grenzen zieht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/karriere\/arbeitsrecht\/tid-13977\/betriebsbedingte-kuendigungen-und-raus-bist-du_aid_390496.html?drucken=1\">Focus<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers P.S.:<\/strong> Dass die Probleme schon vor der eigentliche Auslese begonnen haben, w&uuml;rde ich mal blind unterschreiben&hellip; Ansonsten liest sich dieser Artikel wie ein Arbeitgeberanleitung zur Massenk&uuml;ndigung, geschrieben in einem Tonfall, der sich &uuml;ber die zurecht strengen und rigiden gesetzlich-sozialen Auswahlkriterien beschwert. Und das beste: Auf keiner einzigen der 5 (!) Seiten des Artikels wird erw&auml;hnt, dass ein vorhandener Betriebsrat vor jeder (!) K&uuml;ndigung angeh&ouml;rt werden muss, denn ohne diese Anh&ouml;rung ist jede K&uuml;ndigung von Anfang an unwirksam. Allein die Formulierung: &ldquo;Besser stellen sich da schon jene, die einen Posten im Betriebsrat ergattert haben (&hellip;)&rdquo; ist selbstredend.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Noam Chomsky:  Die USA im freien Fall<\/strong><br>\n&ldquo;Es ist eine weit verbreitete Ansicht, dass sich die USA, die von der Welt noch vor wenigen Jahren als ein Koloss mit unvergleichlicher Macht und un&uuml;bertroffener Anziehungskraft bejubelt wurden, im freien Fall befinden und endg&uuml;ltig unterzugehen drohen,&rdquo; schreibt Giacomo Chiozza in der gegenw&auml;rtigen Ausgabe der Zeitschrift Political Science Quarterly.<br>\nDiese Ansicht ist tats&auml;chlich weit verbreitet. Und das mit Recht, obwohl noch einige Bereiche funktionieren. Zun&auml;chst sei festgestellt, dass der Niedergang der US-Macht sofort nach ihrem H&ouml;hepunkt am Ende des Zweiten Weltkriegs begann, und dass die begeistert gefeierten &ldquo;Erfolge&rdquo; nach den Golfkriegen in den 1990er Jahren nur einer Selbstt&auml;uschung entsprangen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zmag.de\/artikel\/die-usa-im-freien-fall\">znet<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Wie Orb&aacute;n Ungarns Demokratie zerlegt<\/strong><br>\nUngarns Regierungschef entfernt sich von Demokratie, Rechtstaatlichkeit und Europa. Viktor Orb&aacute;n beschneidet in atemberaubenden Tempo Kontrollinstanzen, reguliert die Presse, pr&uuml;ft Zwangsarbeit und Arbeitslager &ndash; die krisen&uuml;berforderte EU schaut zu. Ist Br&uuml;ssel derart besch&auml;ftigt mit der Rettung des Euro, dass andere Themen mittlerweile gar nicht mehr verhandelt werden k&ouml;nnen? Ist das kleine, randst&auml;ndige Ungarn zu unwichtig f&uuml;r die Agenda? Oder ist die EU einfach nicht gewappnet f&uuml;r Brutalpopulisten wie den ungarischen Ministerpr&auml;sidenten Viktor Orb&aacute;n? Das Schweigen, mit dem Europa Orb&aacute;ns Politik quittiert, ist jedenfalls besorgniserregend.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/demontage-der-ungarischen-demokratie-der-brutalpopulist-macht-die-eu-schweigt-1.1126940\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es mag ja sein, dass Eurokrise, Finanzkrise, Bankenkrise, Fukushima, Massaker in Oslo und Syrien, Hunger in Somalia, Revolten in englischen St&auml;dten  interessanter sind, als relativ unblutige Vorg&auml;nge in Ungarn. Da unsere Regierungen anscheinend bereits mit der Eurokrise &uuml;berfordert sind &ndash; die Bundesregierung hat gerade sehr originell Stresstests und Schuldenbremsen nach deutschem Vorbild f&uuml;r die Eurozone empfohlen mit einem Stabilit&auml;tsrat, der bei schlechtem Wirtschaften Sanktionen verh&auml;ngt &ndash; m&uuml;ssen wir dankbar sein, dass wenigstens die SZ darauf hinweist, wie Viktor Orban die Werte, auf die sich die Europ&auml;ische Union gr&uuml;ndet, mit F&uuml;ssen tritt. Ganz folgerichtig formuliert Orban: &ldquo;Die Welt, in deren Werterahmen wir unsere Leben gelebt haben, verliert an Bedeutung&rdquo;, und das in Tusn&aacute;df&uuml;rd&ouml;, in einem Teil Rum&auml;niens, der fr&uuml;her ungarisch war. Nicht eine Institution der EU oder der Mitgliedstaaten, sondern der US-Botschafterin in Budapest blieb es vorbehalten in der Tageszeitung Magyar Nemzet Anfang August zu schreiben, dass Ungarn weiter die Freiheit der Presse, die Unabh&auml;ngigkeit der Justiz sowie freie und korrekte Wahlen gew&auml;hrleisten m&uuml;sse. &ldquo;Es ist nicht erlaubt, dass (in Ungarn) das System eine oder eine andere Partei favorisiert&rdquo;. Die absolute parlamentarische Mehrheit, &uuml;ber die Ungarns rechtsnationale Regierungspartei FIDESZ verf&uuml;gt, k&ouml;nne dazu f&uuml;hren, dass &ldquo;die Gewaltenteilung hinweggefegt wird&rdquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Gl&uuml;cklose Suche nach Geldern f&uuml;r Steuergeschenke<\/strong><br>\nFDP-Generalsekret&auml;r Lindner blitzt mit Vorschlag zu Ungunsten &auml;lterer Arbeitsloser selbst in den Reihen der eigenen Koalition ab<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/150294\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.H.:<\/strong> Entweder ich hab das woanders &uuml;bersehen, oder die Qualit&auml;tsmedien haben sich dieses Ergusses nicht angenommen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Ob &ouml;ffentlich-rechtlich oder kommerziell: Programme und Personen austauschbar<\/strong><br>\nAm 11. September geht es los: G&uuml;nter Jauch moderiert im &bdquo;Ersten&ldquo; die sonntagabendliche Polit-Talkshow. Als letztes ARD-Gremium hat der WDR-Verwaltungsrat zugestimmt. Trotz einiger Bedenken. Denn Jauch moderiert au&szlig;erdem weiterhin beim Kommerzsender RTL. Verwechselbarkeit und Austauschbarkeit des &Ouml;ffentlich-rechtlichen mit dem Kommerzfernsehen werden somit in einer weiteren Personenidentit&auml;t manifest: Jauch hier und Jauch da. Als ob es nur diese Sorte Jahrmarktverk&auml;ufer im Ma&szlig;anzug g&auml;be. &bdquo;Quotengarant&ldquo; f&uuml;r die einen, Typ &bdquo;Ladenschwengel&ldquo; f&uuml;r die anderen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201108101676\/hintergrund\/medien\/ob-oeffentlich-rechtlich-oder-kommerziell-programme-und-personen-austauschbar.html\">Hintergrund<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> S. dazu Georg Schramm, <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=2qk0sPb90kQ\">die Klofrauen der medialen Bed&uuml;rfnisanstalten und die emotionale Pissrinne<\/a>.<\/em><br>\n<em>Passend zu <a href=\"\/?p=1347\">dem Artikel eine Zeitreise ins Jahr 2006 &hellip;<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Islamgegner m&uuml;ssen wohl kaum unter einem Radikalenerlass leiden: Paranoia und Polemik<\/strong><br>\nSeit dem Attentat von Norwegen stehen manche hauptberuflichen &ldquo;Islamkritiker&rdquo; nun selbst in der Kritik. Sie m&uuml;ssen sich die Frage gefallen lassen, inwieweit ihre antimuslimische Weltsicht auch den M&ouml;rder von Oslo geleitet hat &ndash; immerhin berief sich Breivik, um seinen Wahn zu rechtfertigen, in seinem &ldquo;Manifest&rdquo; auf einschl&auml;gig bekannte Islamgegner wie den Blogger &ldquo;Fjordman&rdquo; oder Henryk M. Broder.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!75989\/\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>das Letzte: NPD-Wahlkampf: &ldquo;Gas geben&rdquo;-Slogan emp&ouml;rt Berliner Politiker<\/strong><br>\nEinen Monat vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus sorgt die rechtsextreme NPD mit einem Wahlplakat f&uuml;r Aufregung. Zu sehen sind der NPD-Bundesvorsitzende Voigt auf seinem Motorrad &ndash; und der Slogan &ldquo;Gas geben&rdquo;, den manche Berliner als Provokation lesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,779022,00.html\">Spiegel<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: 1. Aufruhr in Gro&szlig;britannien; Der inszenierte Crash; Peter Bofinger &ndash; Miesenmeister der Welt, schaut auf Deutschland!; It&rsquo;s the Economy, Dummkopf!; Euroland &ndash; bezahlt wird doch; Steuer gegen Armut: Die Finanztransaktionssteuer (FTS); Athen bekommt Steuerhinterziehung nicht in den Griff; SPD muss diesen Deal stoppen; Knapp eine Million offene Stellen; Jugenderwerbslosigkeit<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10430\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-10430","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10430","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10430"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10430\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10437,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10430\/revisions\/10437"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10430"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=10430"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=10430"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}