{"id":104388,"date":"2023-09-26T15:13:34","date_gmt":"2023-09-26T13:13:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104388"},"modified":"2023-09-27T12:53:37","modified_gmt":"2023-09-27T10:53:37","slug":"nach-dem-angriff-von-aserbaidschan-wer-schuetzt-die-menschen-in-nagorni-karabach","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104388","title":{"rendered":"Nach dem Angriff von Aserbaidschan: Wer sch\u00fctzt die Menschen in Nagorni-Karabach?"},"content":{"rendered":"<p>Russland, das seit 1991 eine neutrale Position im Karabach-Konflikt eingenommen hat und seit 2020 mit einer 2.000 Mann starken Friedenstruppe in Karabach vertreten ist, hat nicht viele Mittel, um die humanit&auml;re Situation in &bdquo;Arzach&ldquo; zu verbessern. Die armenische F&uuml;hrung hat sich trotz &uuml;ber hundert Jahre w&auml;hrender guter Beziehungen von Moskau abgewendet und sucht ihr Heil jetzt beim &bdquo;kollektiven Westen&ldquo;, ohne dass dieser Armenien Versprechungen wirtschaftlicher oder milit&auml;rischer Art gemacht hat. Eine Analyse von <strong>Ulrich Heyden<\/strong>, Moskau.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_8103\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-104388-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230927-Menschen-in-Nagorni-Karabach-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230927-Menschen-in-Nagorni-Karabach-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230927-Menschen-in-Nagorni-Karabach-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230927-Menschen-in-Nagorni-Karabach-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=104388-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230927-Menschen-in-Nagorni-Karabach-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"230927-Menschen-in-Nagorni-Karabach-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Seit dem Angriff der Armee Aserbaidschans auf die international nicht anerkannte &bdquo;Republik Nagorni-Karabach&ldquo; am 19. September leben 120.000 Menschen &ndash; darunter 30.000 Kinder &ndash; in der &bdquo;Bergrepublik&ldquo; unter &bdquo;h&ouml;chstem Risiko&ldquo;, <a href=\"https:\/\/www.ng.ru\/cis\/2023-09-24\/1_8834_karabakh.html\">erkl&auml;rte<\/a> der ehemalige Ministerpr&auml;sident von Karabach, Ruben Bardanjan. Die Hauptstadt Stepanakert ist seit zehn Monaten von aserbaidschanischen Truppen blockiert. Vor der Blockade seien t&auml;glich 400 Laster mit Waren nach Stepanakert gekommen, jetzt k&auml;men t&auml;glich nur noch zwei. 13.550 Karabach-Einwohner wurden nach Angaben der armenischen Regierung nach Armenien <a href=\"https:\/\/t.me\/SputnikARM\/61393\">evakuiert<\/a> und in provisorischen Unterk&uuml;nften untergebracht (<a href=\"https:\/\/t.me\/SputnikARM\/61389\">Video vom Kulturzentrum der armenischen Stadt Goris<\/a>). <\/p><p>Die Regierung von Aserbaidschan verspricht die &bdquo;Reintegration&ldquo; der Bev&ouml;lkerung von Karabach. Doch ob die Armenier in Karabach ihre Sprache und Kultur weiter pflegen k&ouml;nnen, ist mehr als ungewiss. Denn die Beziehungen zwischen Armeniern und Aserbaidschanern sind seit den Pogromen an Armeniern 1988 im aserbaidschanischen Sumgait gespannt. 1991 erkl&auml;rte sich Berg-Karabach, dass nur durch einen Korridor mit Armenien verbunden ist (Karte: <a href=\"https:\/\/ru.wikipedia.org\/wiki\/%25D0%259D%25D0%25B0%25D0%25B3%25D0%25BE%25D1%2580%25D0%25BD%25D0%25BE-%25D0%259A%25D0%25B0%25D1%2580%25D0%25B0%25D0%25B1%25D0%25B0%25D1%2585%25D1%2581%25D0%25BA%25D0%25B0%25D1%258F_%25D0%25A0%25D0%25B5%25D1%2581%25D0%25BF%25D1%2583%25D0%25B1%25D0%25BB%25D0%25B8%25D0%25BA%25D0%25B0#\/media\/%25D0%25A4%25D0%25B0%25D0%25B9%25D0%25BB:Artsakh_Republic_1994-2020.svg\">Artsakh Republic 1994-2020 &ndash; &#1053;&#1072;&#1075;&#1086;&#1088;&#1085;&#1086;-&#1050;&#1072;&#1088;&#1072;&#1073;&#1072;&#1093;&#1089;&#1082;&#1072;&#1103; &#1056;&#1077;&#1089;&#1087;&#1091;&#1073;&#1083;&#1080;&#1082;&#1072; &mdash; &#1042;&#1080;&#1082;&#1080;&#1087;&#1077;&#1076;&#1080;&#1103; (wikipedia.org)<\/a>), f&uuml;r unabh&auml;ngig von Aserbaidschan.<\/p><p><strong>Tote in Karabach<\/strong><\/p><p>Baku bezeichnete den Angriff seiner Truppen auf Karabach am 19. September als &bdquo;antiterroristische Operation&ldquo; zur &bdquo;Wiederherstellung der verfassungsm&auml;&szlig;igen Ordnung&ldquo;. Der Angriff dauerte nur einen Tag. Bereits einen Tag sp&auml;ter begannen Kapitulationsverhandlungen mit den Vertretern von Karabach. <\/p><p>Mit seinem Angriff, an dem 60.000 aserbaidschanische Soldaten teilnahmen, brach Baku den Waffenstillstand mit Karabach, der nach dem Angriff der aserbaidschanischen Armee im Herbst 2020 mit Hilfe von Moskau <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66734\">ausgehandelt worden war<\/a>. <\/p><p>Bei dem mit Artillerie und Luftwaffe durchgef&uuml;hrten Angriff wurden nach russischen Medienberichten 31 Menschen in Karabach get&ouml;tet. Es gab zahlreiche Verletzte und eine unbekannte Zahl von Zivilisten gilt als vermisst. Au&szlig;erdem wurden sechs Soldaten der russischen Friedenstruppe get&ouml;tet, die den im Herbst 2020 geschlossenen Waffenstillstand zwischen Karabach und Aserbaidschan &uuml;berwachte. <\/p><p>Der Pr&auml;sident von Aserbaidschan, Ilham Alijew, entschuldigte sich bei Wladimir Putin pers&ouml;nlich f&uuml;r den Tod der russischen Soldaten. Alijew versicherte Putin, f&uuml;r die Sicherheit der Bev&ouml;lkerung von Karabach werde in Zusammenarbeit mit der russischen Friedenstruppe gesorgt.<\/p><p>Doch es kam zu weiteren Trag&ouml;dien. Am 26. September explodierte in Karabach ein Benzin-Depot. Nach Angaben von <a href=\"https:\/\/t.me\/SputnikARM\/61397\">Sputnik-News<\/a> wurden 275 Menschen verletzt. Sieben Menschen starben.  <\/p><p><strong>Kapitulation nach &bdquo;Antiterroristischer Operation&ldquo;<\/strong><\/p><p>Am 20. September &ndash; nur einen Tag nach Kriegsbeginn &ndash; fuhr eine Delegation von Karabach in die aserbaidschanische Stadt Jewlach, wo von ihr eine Kapitulationserkl&auml;rung unterschrieben wurde. <\/p><p>Die Vertreter von Karabach verpflichteten sich, die 2.500 Mann starke Karabach-Armee aufzul&ouml;sen. 1.000 Karabach-Soldaten waren bei dem aserbaidschanischen Angriff bereits gefallen oder verwundet worden. Der Karabach-Armee war au&szlig;erdem <a href=\"https:\/\/lenta.ru\/news\/2023\/09\/20\/karabah\/?ysclid=ln01zcdiyj11960505\">die Munition ausgegangen<\/a>. <\/p><p>Es wurde ein Waffenstillstand und die vollst&auml;ndige Entwaffnung der &bdquo;Arzach&ldquo;-Streitkr&auml;fte vereinbart. Die &Uuml;bergabe von Panzern und Schusswaffen der Karabach-Einheiten wird von der russischen Friedenstruppe &uuml;berwacht. Aserbaidschanische Beh&ouml;rden ver&ouml;ffentlichten <a href=\"https:\/\/az.sputniknews.ru\/20230925\/minoborony-ar-opublikovalo-spisok-konfiskovannogo-u-armyanskikh-separatistov-oruzhiya-458978563.html\">Fotos<\/a> von beschlagnahmten Waffen der Karabach-Streitkr&auml;fte.<\/p><p>Die russische Friedenstruppe &uuml;bernahm die Versorgung der Einwohner Karabachs mit Lebensmitteln. Aserbaidschan behauptet, es liefere ebenfalls Lebensmittel an die Bev&ouml;lkerung, doch Beweise f&uuml;r diese Behauptung wurden bisher nicht vorgelegt. <\/p><p><strong>Russischer Kommentator: &bdquo;Russland kann nicht armenischer sein als die Armenier selbst&ldquo;<\/strong><\/p><p>Baku nutzte f&uuml;r den Angriff auf die &bdquo;Bergrepublik&ldquo; einen juristischen &bdquo;R&uuml;ckzieher&ldquo; von Jerewan: Der Ministerpr&auml;sident Armeniens, Nikol Paschinjan, der 2018 im Laufe einer &bdquo;bunten Revolution&ldquo; an die Macht gekommen war, hatte im Oktober 2022 in Prag erkl&auml;rt, dass Nagorni-Karabach zum Territorium von Aserbaidschan geh&ouml;rt. Bis 2022 hatte Paschinjan erkl&auml;rt, Karabach geh&ouml;re nicht zu Aserbaidschan.<\/p><p>Als nach dem Angriff von Aserbaidschan Vorw&uuml;rfe aus Jerewan kamen, Russland h&auml;tte nichts zum Schutz der Menschen in Karabach getan, erkl&auml;rte der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow, Jerewan selbst h&auml;tte erkl&auml;rt, dass Karabach zu Aserbaidschan geh&ouml;re. <\/p><p>Russland hatte immer die Position vertreten, dass Karabach Teil von Aserbaidschan ist. Moskau hatte aber in den Friedensverhandlungen der letzten Jahrzehnte immer eine neutrale Position eingenommen, die dem Ziel diente, eine humane L&ouml;sung f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung von Karabach auszuhandeln. Zu einem Kompromiss war aber Jerewan bis 2022 nicht bereit. <\/p><p>In Teilen der politisierten russischen Bev&ouml;lkerung kam es angesichts des zur&uuml;ckhaltenden Kurses des Kreml im Konflikt um Karabach zu Unmuts&auml;u&szlig;erungen. Zu diesem Unmut erkl&auml;rte im russischen Radio-Sender &bdquo;Goworit Moskwa&ldquo; ein Sprecher, &bdquo;Russland kann nicht armenischer sein als die Armenier selber&ldquo;. <\/p><p><strong>Zunehmende Spannungen zwischen Jerewan und Moskau<\/strong><\/p><p>Die F&uuml;hrung Armeniens ist in den letzten Wochen demonstrativ auf Distanz zu Russland gegangen. Kennzeichnend daf&uuml;r waren zwei Ereignisse. <\/p><p>Am 7. September wurden in Armenien der prorussische Blogger Mikael Badaljan und der Journalist des russischen Portals &bdquo;Sputnik&ldquo;, Aschot Geworkjan, festgenommen. Dem Sputnik-Journalisten warf man Waffenhandel vor. Das russische Au&szlig;enministerium reagierte auf die Verhaftung mit scharfem Protest. <\/p><p>Vom 11. bis 20. September f&uuml;hrten die armenischen Streitkr&auml;fte zusammen mit US-Streitkr&auml;ften das Man&ouml;ver &bdquo;Eagle Partner 2023&ldquo; durch. <\/p><p><strong>Stra&szlig;enproteste in Jerewan<\/strong><\/p><p>In Jerewan gibt es seit der Kapitulation der Streitkr&auml;fte von Karabach t&auml;glich <a href=\"https:\/\/t.me\/SputnikARM\/61382\">Proteste und Stra&szlig;enblockaden<\/a>. Die Demonstranten werfen dem armenischen Ministerpr&auml;sidenten Paschinjan &bdquo;Verrat&ldquo; vor. Die armenische Polizei nimmt t&auml;glich <a href=\"https:\/\/t.me\/SputnikARM\/61392\">Protestierende fest<\/a>. <\/p><p>F&uuml;r die Bev&ouml;lkerung von Armenien ist die erneute Niederlage in Karabach nur schwer zu verkraften, denn im Krieg 2020, als Aserbaidschan Karabach mit S&ouml;ldnern aus Syrien und t&uuml;rkischen Bayraktar-Drohnen angriff, k&auml;mpften viele B&uuml;rger Armeniens auf Seiten der Streitkr&auml;fte von Nagorni-Karabach. Tausende Armenier fielen 2020 im Kampf. Zu der Stimmung in Karabach und Armenien 2020 siehe auch meine <a href=\"https:\/\/youtu.be\/O9MHg6p6Z1c\">Videoreportage<\/a>, die ich vor Orte drehte.<\/p><p><strong>Blitzableiter Russland<\/strong><\/p><p>Den Vorwurf des &bdquo;Verrats&ldquo; versuchte der armenische Ministerpr&auml;sident Paschinjan am 24. September mit scharfen Angriffen gegen Russland <a href=\"https:\/\/vz.ru\/world\/2023\/9\/24\/1231859.html\">abzuwehren<\/a>. Die Analyse der Situation habe gezeigt, so Paschinjan, &bdquo;dass das Sicherheitssystem und die Verb&uuml;ndeten, auf die wir lange hofften, es sich zur Aufgabe gemacht haben, unsere Verletzlichkeit zu zeigen und die Unm&ouml;glichkeit Armeniens ein unabh&auml;ngiger Staat zu sein.&ldquo; Man wolle Armenien zu einer Kolonie machen. Mit &bdquo;man&ldquo; war Russland gemeint. <\/p><p>Armenien ist seit dem Ende der Sowjetunion mit Russland &uuml;ber das Verteidigungsb&uuml;ndnis ODKB und die eurasische Wirtschaftsgemeinschaft verbunden.<\/p><p>Armenien m&uuml;sse seine Au&szlig;enpolitik jetzt neu ausrichten, erkl&auml;rte Paschinjan. Armenien verst&auml;rkt jetzt seine Kontakte zum &bdquo;kollektiven Westen&ldquo;, der schon seit langem mit seinen Beratern in Armenien aktiv ist.<\/p><p>Doch was kann der Westen Armenien anbieten, <a href=\"https:\/\/ria.ru\/20230926\/armeniya-1898576110.html\">fragt<\/a> der russische Kommentator Pjotr Akopow. Der Westen k&ouml;nne Armenien nicht aus seiner wirtschaftlichen Dauerkrise heraushelfen. Und die Verbindung zu Russland k&ouml;nne Jerewan nicht kappen, da in Russland mehr Armenier leben als in Armenien selbst. <\/p><p>Russische Kommentatoren weisen au&szlig;erdem darauf hin, dass Karabach von Armenien nie als Subjekt des V&ouml;lkerrechts anerkannt wurde. Auch haben westliche Staaten eine Anerkennung von Karabach als Subjekt des V&ouml;lkerrechts nicht in Aussicht gestellt. <\/p><p>Vertreter Russlands argumentieren, man habe Jerewan in der Karabach-Frage nicht unterst&uuml;tzen k&ouml;nnen, da der armenische Ministerpr&auml;sident selbst erkl&auml;rt hat, dass Karabach zu Aserbaidschan geh&ouml;rt. <\/p><p>Russland ist an Stabilit&auml;t an seiner S&uuml;dgrenze interessiert. Diese Stabilit&auml;t garantiert zurzeit der t&uuml;rkische Pr&auml;sident Erdogan, der, um Putin zu treffen, vor kurzem sogar nach Sotschi flog. Dass Armenien unter Paschinjan immer mehr in den Einflussbereich westlicher Think Tanks und Milit&auml;rs r&uuml;ckt und Russland seinen Einfluss im Kaukasus vollends zu verlieren droht, ist f&uuml;r die F&uuml;hrung in Moskau ein viel gr&ouml;&szlig;eres Problem als die milit&auml;rischen Operationen von Aserbaidschan gegen Nagorni-Karabach, die Russland nicht direkt betreffen. <\/p><p><strong>Treffen der Pr&auml;sidenten in Granada<\/strong><\/p><p>Nach russischen Medienberichten ist f&uuml;r den 5. Oktober ein Treffen zwischen dem Pr&auml;sidenten von Aserbaidschan und dem Ministerpr&auml;sidenten Armeniens in der spanischen Stadt Granada geplant. Auf diesem Treffen wolle Jeweran die Frage der Sicherheit f&uuml;r die Menschen in Karabach in den Mittelpunkt stellen. Der Ministerpr&auml;sident Armeniens erkl&auml;rte, wenn die Bem&uuml;hungen scheitern, mit internationaler Hilfe f&uuml;r die Sicherheit der Menschen in Karabach zu sorgen, werde die Regierung von Armenien &bdquo;die Aufgabe &uuml;bernehmen, die Br&uuml;der und Schwestern aus Nagorni-Karabach in Armenien aufzunehmen&ldquo;. Paschinjan brachte auch die Entsendung einer UNO-Friedenstruppe ins Gespr&auml;ch.<\/p><p>Es stellt sich die Frage, warum der Ministerpr&auml;sident Armeniens nicht eher &uuml;ber eine L&ouml;sung f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung von Karabach nachgedacht hat und die Menschen jetzt im Hauruck-Verfahren in Behelfsunterk&uuml;nften untergebracht werden m&uuml;ssen. Wollte er Russland medienwirksam vorf&uuml;hren?<\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<p><strong>Mehr zum Thema Nagorni-Karabach<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67136\">In Berg-Karabach gab es seit 1991 schon zweimal Krieg und Deutschland schaute weg. Eine Reportage (nachdenkseiten.de)<\/a> (2020)<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68582\">Putin, Pipelines und der Krieg um Berg-Karabach (nachdenkseiten.de)<\/a> (2021)<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66734\">Nagorni-Karabach: Friedensschluss in letzter Minute (nachdenkseiten.de)<\/a> (2021)<\/p>\n<\/div><p><small>Titelbild: Viacheslav Lopatin \/ shutterstock.com<\/small><br>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/dedd2a7f86a643268c731ef9ebf8d422\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Russland, das seit 1991 eine neutrale Position im Karabach-Konflikt eingenommen hat und seit 2020 mit einer 2.000 Mann starken Friedenstruppe in Karabach vertreten ist, hat nicht viele Mittel, um die humanit&auml;re Situation in &bdquo;Arzach&ldquo; zu verbessern. Die armenische F&uuml;hrung hat sich trotz &uuml;ber hundert Jahre w&auml;hrender guter Beziehungen von Moskau abgewendet und sucht ihr Heil<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104388\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":104389,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,107,171],"tags":[1947,2964,282,2963,2102,259],"class_list":["post-104388","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-audio-podcast","category-militaereinsaetzekriege","tag-armenien","tag-aserbaidschan","tag-buergerproteste","tag-bergkarabach","tag-geostrategie","tag-russland"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/shutterstock_1824749210.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/104388","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=104388"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/104388\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":104434,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/104388\/revisions\/104434"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/104389"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=104388"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=104388"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=104388"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}