{"id":104445,"date":"2023-09-28T08:14:08","date_gmt":"2023-09-28T06:14:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104445"},"modified":"2023-09-28T08:14:08","modified_gmt":"2023-09-28T06:14:08","slug":"hinweise-des-tages-4452","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104445","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104445#h01\">Kritik an Kindergrundsicherung: &bdquo;Schon vor ihrem Beginn an ihrem wichtigsten Ziel gescheitert&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104445#h02\">Bundeskabinett will Weltraum-Strategie beschlie&szlig;en &ndash; f&uuml;r mehr Forschung, wirtschaftlichen Nutzen und Klimaschutz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104445#h03\">Konsumklima-Untersuchung: Deutsche sparen mehr &ndash; und w&uuml;rgen den Konsum ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104445#h04\">Zu US-Versuchen, China &ouml;konomisch zu isolieren: Sch&uuml;sse in beide Knie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104445#h05\">Unruhen im Kosovo (III)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104445#h06\">Wenn der deutsche Bundeskanzler vor den Vereinten Nationen spricht, geht keiner hin. Die Rest-Au&szlig;enpolitik erledigt Baerbock: Kein Bock auf Kriegspropaganda<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104445#h07\">Laut &bdquo;New York Times&ldquo; t&ouml;tete eine ukrainische Rakete 16 Menschen in der Ostukraine. Die Reaktion von Selenski und Co. auf den Bericht sprach B&auml;nde: Geistige Gesundheit in Kiew<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104445#h08\">Lateinamerikas Bodensch&auml;tze &ndash; Fluch und Segen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104445#h09\">Klartext in New York<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104445#h10\">Mit der Waffen-SS gegen Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104445#h11\">Friedensdemonstranten erinnern am 3. Oktober an Zwei-plus-Vier-Vertrag und setzen auf Frieden mit Russland: NATO-Gegner auf der Stra&szlig;e<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104445#h12\">Proteste gegen LNG-Terminal auf R&uuml;gen: Robert Habeck muss zur&uuml;ckrudern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104445#h13\">Wie Berlin zur Beute von Gier und Unf&auml;higkeit wurde, zeigt die Arte-Doku &bdquo;Capital B&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104445#h14\">Denk ich an Deutschland &hellip;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Kritik an Kindergrundsicherung: &bdquo;Schon vor ihrem Beginn an ihrem wichtigsten Ziel gescheitert&ldquo;<\/strong><br>\nMonatelang hat die Bundesregierung gerungen &ndash; am Mittwoch will das Kabinett die Kindergrundsicherung beschlie&szlig;en. (&hellip;)<br>\nDie Kindergrundsicherung soll viele Sozialleistungen b&uuml;ndeln. K&uuml;nftig soll Familien ein Leistung aus zwei Komponenten ausgezahlt werden: ein Basisbetrag in der H&ouml;he des Kindergeldes von 250 Euro sowie ein einkommensabh&auml;ngiger Betrag.<br>\nBei den j&uuml;ngsten Verhandlungen hatte sich die Bundesregierung unter anderem darauf geeinigt, den Sofortzuschlag von 20 Euro f&uuml;r Kinder von Asylbewerbern nicht zu verl&auml;ngern. Au&szlig;erdem soll der sogenannte Kindergeld&uuml;bertrag abgeschafft werden: Der Anteil des Kindergeldes, der nicht zur Sicherung des Lebensunterhalts des Kindes dient, wird momentan bei den Eltern angerechnet. Das hei&szlig;t, dass andere staatliche Leistungen bei ihnen entsprechend reduziert werden. Damit soll wegen des b&uuml;rokratischen Aufwands Schluss sein. (&hellip;)<br>\nDass es allerdings keine gr&ouml;&szlig;eren Leistungserh&ouml;hungen gibt, l&ouml;st beim Parit&auml;tischen Wohlfahrtsverband Kritik aus. &bdquo;Die sogenannte Kindergrundsicherung der Ampel ist schon vor ihrem Beginn an ihrem wichtigsten Ziel, der Bek&auml;mpfung von Kinderarmut, gescheitert&ldquo;, sagte der Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer Ulrich Schneider dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). &bdquo;Jedes f&uuml;nfte Kind in Deutschland w&auml;chst in Armut auf. Es ist schlicht unbegreiflich, dass sich die Bundesregierung trotzdem nicht zu einer Erh&ouml;hung der Leistungen durchringen konnte. Im Gegenteil droht f&uuml;r einige Kinder, zum Beispiel im Asylbewerberleistungsgesetz, sogar eine Verschlechterung.&ldquo;<br>\nGemeinsam mit anderen Organisationen fordert der Verband, minderj&auml;hrige Fl&uuml;chtlinge in die Kindergrundsicherung einzubeziehen. Alle Kinder h&auml;tten dieselben Rechte, etwa auf gesundes Aufwachsen, soziale Teilhabe und die Wahrung des menschenw&uuml;rdigen Existenzminimums, hei&szlig;t es in dem Aufruf der Organisationen, darunter auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), die Arbeiterwohlfahrt, die Diakonie und das Deutsche Kinderhilfswerk. Die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen verbiete eine Diskriminierung von Kindern aufgrund von Herkunft und Aufenthaltsstatus, kritisierte Doreen Siebernik von der GEW. Die Vizepr&auml;sidentin des Kinderhilfswerks, Anne L&uuml;tkes, sagte, gefl&uuml;chtete Kinder seien in erster Linie Kinder und br&auml;uchten von Anfang an eine Zukunftsperspektive. Dazu geh&ouml;re, dass sie bei der Kindergrundsicherung nicht schlechter behandelt w&uuml;rden als andere Kinder.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rnd.de\/politik\/kritik-an-kindergrundsicherung-keine-groesseren-leistungserhoehungen-B2YDVW4OEJFA3EZN5MV3E45F6A.html\">RND<\/a>\n<p>dazu: <strong>Kindergrundsicherung hat schlechte Chancen im Bundesrat<\/strong><br>\nF&uuml;r das Gesetz braucht die Ampel auch Stimmen von L&auml;ndern, in denen die Union mitregiert. Aber die sind kritisch. Bayern spricht von einem &ldquo;B&uuml;rokratie-Ungeheuer&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/kindergrundsicherung-bundesrat-mehrheit-paus-1.6256720\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Kabinett beschlie&szlig;t Kindergrundsicherung: Viel L&auml;rm um fast nichts<\/strong><br>\nIn der Debatte um Kinderarmut ist die Ampelkoalition tief gesunken. Was jetzt beschlossen wurde, ist d&uuml;rr. Aber mehr ist mit der FDP nicht drin.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Kabinett-beschliesst-Kindergrundsicherung\/!5959931\/%20%20\">taz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die Gr&uuml;nen und ihre Propagandisten (hier die taz) verstecken sich immer hinter der FDP, wenn die Gr&uuml;nen ihre Wahlversprechen in der Bundesregierung nicht umsetzen. Nur ist die FDP die kleinste Partei in der Ampelkoalition, und es sind vor allem die SPD und die Gr&uuml;nen, die j&auml;hrlich 20 Milliarden Euro mehr (!) in die Bundeswehr stecken und gerade das n&auml;chste sinnlose und teure Unternehmenssteuergeschenk (Wachstumschancengesetz) f&uuml;r 8 Milliarden Euro beschlossen haben, wodurch fast automatisch nur marginale Summen von 2,5 Milliarden Euro j&auml;hrlich f&uuml;r die Kindergrundsicherung &uuml;brig bleiben. Die alternative Erkl&auml;rung bzw. Erz&auml;hlung, die hier gebracht wird: die FDP verhindert mehr Geld f&uuml;r den Kampf gegen Kinderarmut, w&uuml;rde bedeuten, dass eine Partei, die 92 von 416 bzw. 22,11% aller Bundestagsabgeordneten der Ampel stellt, die wesentlich gr&ouml;&szlig;eren Delegationen von SPD und Gr&uuml;nen dominierte; angesichts so machtbewusster Politiker wie Olaf Scholz und Robert Habeck nat&uuml;rlich kompletter Unsinn.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Bundeskabinett will Weltraum-Strategie beschlie&szlig;en &ndash; f&uuml;r mehr Forschung, wirtschaftlichen Nutzen und Klimaschutz<\/strong><br>\nDabei sollen Genehmigungsverfahren gekl&auml;rt und eine &Uuml;berwachung von Weltraumaktivit&auml;ten sichergestellt werden. F&uuml;r eine nachhaltige und sichere Nutzung des Weltraums will die Bundesregierung zudem Weltraumm&uuml;ll vermeiden und reduzieren helfen. Man unterst&uuml;tze deshalb die EU und die Vereinten Nationen f&uuml;r ein &bdquo;Weltraum-Verkehrsmanagement, um Kollisionen im Weltall zu vermeiden&ldquo;, hei&szlig;t es in einem Papier des Wirtschaftsministeriums. Es wird ausdr&uuml;cklich betont, dass Raumfahrtinfrastruktur zunehmend Teil der kritischen Infrastruktur wird. &bdquo;Zur &Uuml;berwachung von Weltraumobjekten und Weltraumwetter plant die Bundesregierung den Auf- und Ausbau weiterer Weltraumlagef&auml;higkeiten im ressortgemeinsamen Weltraumlagezentrum.&ldquo;<br>\nZudem geplant, die Entwicklung &bdquo;geschlossener Wertsch&ouml;pfungsketten&ldquo; etwa beim Kleinsatellitenbau voranzutreiben. Um k&uuml;nftig die sichere Entsendung von Satelliten ins All zu garantieren, soll es mehr Offenheit f&uuml;r private Akteure bei der Raketenentwicklung geben. Dabei soll auch auf deutsche Entwickler von sogenannten Mikrolaunchern gesetzt und nach einer k&uuml;nftigen Alternative zu der europ&auml;ischen Gro&szlig;rakete Ariane 6 gesucht werden.<br>\nEin weiterer Schwerpunkt der Strategie liegt auf der Erdbeobachtung im Kontext des Klimawandels. Satelliten spielen eine entscheidende Rolle bei der Erfassung von Ver&auml;nderungen der Landoberfl&auml;che, der Meere und der Atmosph&auml;re, was f&uuml;r das Verst&auml;ndnis und die Bek&auml;mpfung des Klimawandels von gro&szlig;er Bedeutung ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/bundeskabinett-will-weltraum-strategie-beschliessen-fuer-mehr-forschung-wirtschaftlichen-nutzen-und--100.html\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Zahlreiche Bed&uuml;rfnisse von B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern bleiben auf der Strecke. Geld fehlt zum Beispiel f&uuml;r Schulen und Hochschulen, ein gutes Gesundheitssystem sowie f&uuml;r eine funktionierende Infrastruktur und eine gesetzliche Rente, die vor Altersarmut sch&uuml;tzt. Jedoch f&uuml;r das Milit&auml;r ist Geld vorhanden &ndash; nun auch f&uuml;r den Weltraum. Erinnert sei an Jens Bergers Beitrag <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74298\">Schweine im Weltall<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Konsumklima-Untersuchung: Deutsche sparen mehr &ndash; und w&uuml;rgen den Konsum ab<\/strong><br>\nDie hohen Energie- und Lebensmittelpreise f&uuml;hren dazu, dass viele B&uuml;rger ihr Geld weiter lieber zusammenhalten. F&uuml;r die Wirtschaft ist das keine gute Nachricht.<br>\nSparen, das gilt eigentlich als etwas Positives. Wer als Kind einst zum &raquo;Weltspartag&laquo; sein Taschengeld zur Sparkasse brachte, wurde gelobt und bekam mitunter noch ein kleines Pr&auml;sent. Gesamtwirtschaftlich aber kann Sparen auch eher schlecht sein, jedenfalls zu bestimmten Zeitpunkten. So ist es auch aktuell: Der Motor der Wirtschaft stottert, den Unternehmen k&ouml;nnte es helfen, wenn die B&uuml;rger mehr ausgeben w&uuml;rden &ndash; doch die halten ihr Geld gerade wieder etwas st&auml;rker zusammen.<br>\nDie Anschaffungsneigung nehme zwar minimal zu, und auch die Erwartungen hinsichtlich des Einkommens h&auml;tten sich stabilisiert, geht aus der neuesten Komsumklima-Untersuchung des N&uuml;rnberger Konsumforschungsunternehmens GfK  hervor, die am Mittwoch ver&ouml;ffentlicht wurde. &raquo;Ein deutlicher Anstieg der Sparneigung l&auml;sst das Konsumklima allerdings erneut sinken&laquo;, teilte GfK in N&uuml;rnberg mit. Die Sparneigung habe den h&ouml;chsten Stand seit April 2011 erreicht.<br>\n&raquo;Damit d&uuml;rften die Chancen auf eine Erholung der Konsumstimmung noch in diesem Jahr auf null gesunken sein&laquo;, sagte GfK-Konsumexperte Rolf B&uuml;rkl. Er macht daf&uuml;r vor allem die anhaltend hohe Inflationsrate verantwortlich. Lebensmittel- und Energiepreise seien stark gestiegen. &raquo;Somit wird der private Konsum in diesem Jahr keinen positiven Beitrag zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung leisten&laquo;, betonte B&uuml;rkl. Experten rechnen mit einer leichten Rezession. F&uuml;r eine signifikante Verbesserung der Binnennachfrage sei es absolut notwendig, dass die Inflationsrate von derzeit 6,1 Prozent wieder auf ein ertr&auml;gliches Ma&szlig; zur&uuml;ckgef&uuml;hrt werde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/gfk-konsumklima-deutsche-sparen-mehr-und-wuergen-den-konsum-ab-a-d95fa549-3ced-4c09-a830-17198ca8b691%20\">DER SPIEGEL <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> So so, jetzt ist also der Deutsche schuld, dass es &ldquo;der Wirtschaft&rdquo; so schlecht geht. Nur sind wahrscheinlich diejenigen, die &ldquo;zu wenig&rdquo; Geld ausgeben, vor allem die, die &uuml;berhaupt viel zu wenig Geld haben, weil die Reall&ouml;hne 2022 um 4% gesunken sind und die Erh&ouml;hungen der Sozialleistungen (Hartz IV\/B&uuml;rgergeld, Renten&hellip;) im Jahr 2023 ebenfalls weit hinter der Inflationsrate zur&uuml;ckgeblieben sind. Von &ldquo;Geld zusammenhalten&rdquo; kann da keine Rede sein, eher von dem Versuch, finanziell nicht noch mehr Probleme zu bekommen. W&auml;hrend die Leute mit vermehrter Sparneigung ganz offenbar die sind, denen es dank Rekorddividenden fantastisch geht und die eben viel zu viel Geld haben. Ehrlich: die Untersuchungen der GfK und der ganze Verein &uuml;berhaupt sind nicht nur nutzlos, weil sie weder analytische Erkl&auml;rungen noch vern&uuml;nftige Prognosen liefern k&ouml;nnen, sondern es handelt sich um wirklichkeitsverzerrende Propaganda.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Zu US-Versuchen, China &ouml;konomisch zu isolieren: Sch&uuml;sse in beide Knie<\/strong><br>\nIm August ver&ouml;ffentlichte der Londoner &bdquo;Economist&ldquo; eine umfassende Untersuchung &uuml;ber die Lieferstr&ouml;me zwischen den beiden gr&ouml;&szlig;ten Volkswirtschaften der Welt. Der direkte Handel sei zwar, wie von US-Pr&auml;sident Joe Biden lauthals verk&uuml;ndet, drastisch zur&uuml;ckgegangen &ndash; unter anderem wegen der schon von seinem Vorg&auml;nger erhobenen Z&ouml;lle gegen chinesische Produkte. Das Ergebnis, so die Londoner &Ouml;konomen, sei aber &bdquo;teuer und gef&auml;hrlich&ldquo;. Parallel zum R&uuml;ckgang der Importe aus China seien die aus anderen asiatischen L&auml;ndern und auch L&auml;ndern in Osteuropa oder Mittel- und Lateinamerika gestiegen &ndash; bei Anstieg von deren Importen aus China. Chinas Exporte von Fahrzeugteilen nach Mexiko h&auml;tten sich in den letzten f&uuml;nf Jahren mehr als verdoppelt und entsprechende Zahlen aus Indien, Vietnam und anderen L&auml;ndern seien teilweise regelrecht &bdquo;explodiert&ldquo;. &bdquo;Was ist da los?&ldquo; fragt das Blatt und gibt gleich die Antwort: &bdquo;Chinesische Waren werden einfach neu verpackt und &uuml;ber ein Drittland in die USA exportiert.&ldquo; Das ist der erste Schuss in das eine eigene Knie. Der zweite Schuss tut noch mehr weh: Weil die Strafz&ouml;lle gegen China nicht gegen&uuml;ber Indien und andere gegen China hofierte L&auml;ndern gelten, bekommen die dortigen Unternehmer faktisch eine Extra-Gewinnmarge aus Washington geliefert: Bei einem 20-prozentigen Zoll k&ouml;nnen sie auf chinesische Waren 10 Prozent draufschlagen und in die USA importieren. Und so haben sowohl die chinesischen Unternehmen als auch die indischen etwas davon, wenn die US-Amerikaner f&uuml;r chinesische Waren nun mehr zahlen. Das Ergebnis ist, &bdquo;dass die &ouml;konomischen Beziehungen zwischen China und anderen in die USA exportierenden L&auml;ndern gest&auml;rkt werden&ldquo;. In treuer Gefolgschaft der USA wird die EU vermutlich demn&auml;chst nach der Einfuhr von Z&ouml;llen auf chinesische Elektrofahrzeuge eine &auml;hnliche Erfahrung machen: Der Renault R5 f&auml;hrt mit einer chinesischen Batterie, die bald auf einen Verpackungsk&uuml;nstler wartet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/schuesse-in-beide-knie-4783970\/\">Manfred Sohn in unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Unruhen im Kosovo (III)<\/strong><br>\nEine neue Eskalation der Spannungen im Kosovo l&auml;sst einen etwaigen Abzug der Bundeswehr aus dem Gebiet erneut in weite Ferne r&uuml;cken. In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurden bei einem Angriff auf eine Polizeieinheit im Norden des Kosovo und bei anschlie&szlig;enden Gefechten ein Polizist und vier Angreifer get&ouml;tet. Vorausgegangen waren &uuml;ber Monate eskalierende Auseinandersetzungen zwischen der serbischsprachigen Minderheit im Norden des Gebiets und der Regierung in Pri&scaron;tina, die im Herbst vergangenen Jahres mit einem Streit um die Verwendung serbischer Kfz-Kennzeichen begonnen hatten und nun zu einer ersten bewaffneten Auseinandersetzung im gr&ouml;&szlig;eren Stil f&uuml;hrten. Eine weitere gewaltsame Zuspitzung der Lage wird nicht ausgeschlossen. Damit stehen nicht nur die j&uuml;ngsten Versuche der EU auf dem Spiel, im alten Konflikt zwischen Pri&scaron;tina und Belgrad erstmals die serbische Regierung zu beg&uuml;nstigen, um einen Keil zwischen Serbien und Russland zu treiben. Auch eine Aufstockung der NATO-Truppen ist nicht auszuschlie&szlig;en &ndash; in einer Zeit, in der das B&uuml;ndnis eigentlich alle Kr&auml;fte gegen Russland und China in Stellung zu bringen sucht, die Bundeswehr inklusive.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9358%20\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wenn der deutsche Bundeskanzler vor den Vereinten Nationen spricht, geht keiner hin. Die Rest-Au&szlig;enpolitik erledigt Baerbock: Kein Bock auf Kriegspropaganda<\/strong><br>\nSelbst &bdquo;Bild&ldquo; konnte es sich nicht verkneifen, den Auftritt von Olaf Scholz vor der UN-Vollversammlung am 19. September zwei Tage sp&auml;ter mit einem gro&szlig;en Foto vom sp&auml;rlich besetzten Haus zu illustrieren. Schlagzeile: &bdquo;Scholz auf der UN-(Voll)-Leerversammlung.&ldquo; Es habe &bdquo;Handygedaddel, Halbschlaf, lichte Reihen&ldquo; gegeben, ob denn niemanden interessiere, was &bdquo;unser Kanzler&ldquo; zu sagen habe? &bdquo;Bild&ldquo;-Trost: &bdquo;Immerhin Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock (42, Gr&uuml;ne) lauscht dem Kanzler aufmerksam.&ldquo; Baerbock z&auml;hlt m&ouml;glicherweise als &bdquo;niemand&ldquo;.<br>\n&Uuml;berraschend w&auml;rs nicht. Die Gr&uuml;ne nutzte ihre Auftrittsgelegenheiten bei den UN, um zum Beispiel zu verk&uuml;nden: &bdquo;Und ja, ich bin stolz, dass Deutschland jetzt eine feministische Au&szlig;enpolitik hat, aber ganz ehrlich, das war &uuml;berhaupt nicht einfach.&ldquo; Entsprechend waren die H&ouml;hepunkte ihrer USA-Reise: Treffen mit dem faschistoiden Texas-Gouverneur und Abtreibungsgegner Gregory Abbott, Interview mit dem unter woken Leuten eigentlich als &bdquo;Trump-Sender&ldquo; verschrienen &bdquo;Fox&ldquo;, Beleidigung des chinesischen Pr&auml;sidenten inklusive. Pekings Au&szlig;enministerium hielt das f&uuml;r eine &bdquo;offene politische Provokation&ldquo;. Immerhin gab es Aufmerksamkeit. Am 20. September schlie&szlig;lich lie&szlig; sich Baerbock in die ARD-Sendung &bdquo;Maischberger&ldquo; schalten und sprach &auml;hnlich offenherzig wie im Januar beim Europarat: &bdquo;Es geht eben bei diesem Russland-Krieg auch darum, ein Signal an andere L&auml;nder, andere Regime in der Welt zu senden.&ldquo; Das nahm, anders als vor acht Monaten, kaum jemand zur Kenntnis.<br>\nDas Desinteresse f&uuml;r Scholz entsprach solcher Null-Diplomatie. Seine einzige au&szlig;enpolitische Ambition laut Rede ist: Musterknabe der USA zu sein und mit dem Geldsack zu winken. Denn &bdquo;wir&ldquo; sind, verk&uuml;ndete er mit Blick auf die UN, &bdquo;zweitgr&ouml;&szlig;ter Geber nach den Vereinigten Staaten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/kein-bock-auf-kriegspropaganda-4784045\/\">Arnold Sch&ouml;lzel in unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Laut &bdquo;New York Times&ldquo; t&ouml;tete eine ukrainische Rakete 16 Menschen in der Ostukraine. Die Reaktion von Selenski und Co. auf den Bericht sprach B&auml;nde: Geistige Gesundheit in Kiew<\/strong><br>\nAm Mittwoch, dem 6. September, berichtete ARD-Korrespondentin Katja Garmasch aus Kiew in der &bdquo;Tagesschau&ldquo;, auf einem Markt in der Stadt Kostjantyniwka in der Ost&shy;ukraine seien durch den Einschlag einer russischen S-300-Rakete 16 Menschen get&ouml;tet und 34 verletzt worden. Am selben Tag seien die d&auml;nische Ministerpr&auml;sidentin Mette Frederiksen und US-Au&szlig;enminister Antony Blinken in Kiew zu Gast und dort finde der &bdquo;First Ladies and Gentlemen Summit&ldquo; statt. Vielleicht sei der russische Angriff ein &bdquo;Begr&uuml;&szlig;ungsfeuerwerk&ldquo; Putins f&uuml;r den am Vormittag ernannten neuen Kriegsminister Kiews, Rustem Umerow, und ein &bdquo;Signal an die ganze Welt&ldquo; und die internationalen G&auml;ste, dass es &bdquo;nirgendwo in der Ukraine sicher&ldquo; sei. Deutsche &bdquo;Taurus&ldquo;-Lieferungen seien n&ouml;tig, so Garmasch mit Hinblick auf die Explosion. Das Thema des Treffens der &bdquo;First Ladies and Gentlemen&ldquo; war &uuml;brigens &bdquo;geistige Gesundheit&ldquo;. Der Kiewer Pr&auml;sident Wladimir Selenski nannte das Geschehen in Kostjantyniwka eine &bdquo;Unversch&auml;mtheit des B&ouml;sen&ldquo; und ver&ouml;ffentlichte ein kurzes Video, das den Moment der Explosion in dem belebten Viertel zeigen soll, sowie Fotos von besch&auml;digten H&auml;userfassaden, Blutlachen auf dem Boden und Rettungskr&auml;ften, die Flammen l&ouml;schen. Offenbar war das ein Fehler. Denn am 18. September ver&ouml;ffentlichte die &bdquo;New York Times&ldquo; (NYT) eine Analyse, die sich auch auf dieses Material st&uuml;tzte sowie auf Satellitenbilder, Zeugenaussagen, &Uuml;berwachungskameras und &bdquo;soziale Medien&ldquo;. Das Ergebnis: Der Raketenbeschuss vom 6. September auf Kostiantyniwka wurde nicht von russischen Truppen ver&uuml;bt, es habe sich um eine fehlgeleitete Kiewer 9M38-Rakete gehandelt, die von einem mobilen Buk-Boden-Luft-Lenkwaffensystem abgefeuert wird. (&hellip;)<br>\nDie Reaktion in Kiew entsprach den Kriterien der dort vorwaltenden geistigen Gesundheit. Selenskis Berater Michail Podoljak schrieb am 19. September auf &bdquo;Telegram&ldquo;, solche Ger&uuml;chte wie im NYT-Bericht f&ouml;rderten &bdquo;Verschw&ouml;rungstheorien&ldquo;. Die Ukraine sei &bdquo;ausschlie&szlig;lich defensiv&ldquo;. Das Kiewer Internetportal &bdquo;glavcom.ua&ldquo;, das den NYT-Artikel als &bdquo;skandal&ouml;s&ldquo; klassifizierte, zitierte am selben Tag den Geheimdienst SBU, der verlautbarte, es handele sich um &bdquo;ein weiteres von der Russischen F&ouml;deration begangenes Kriegsverbrechen&ldquo;. (&hellip;)<br>\nAm Erscheinungstag des Artikels in der NYT feuerte &uuml;brigens der neue Kriegsminister Umerow alle bisherigen sechs Stellvertreter. Am 26. September berichtete &bdquo;Tass&ldquo;, dass Kiews Armee in den vergangenen 24 Stunden 85 Geschosse, darunter westliche HARM-Raketen und Raketen mit Streumunition, auf Wohngebiete der Donezker Volksrepublik abgefeuert h&auml;tten. In Donezk und in Gorlowka seien je zwei Menschen verletzt worden. Westliche Medien berichteten wie &uuml;blich &uuml;ber die ausschlie&szlig;lichen Defensivma&szlig;nahmen Kiews nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/geistige-gesundheit-in-kiew-4783999\/\">unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Lateinamerikas Bodensch&auml;tze &ndash; Fluch und Segen<\/strong><br>\nLateinamerika besitzt Bodensch&auml;tze in riesiger Menge und Vielfalt. Diese Sch&auml;tze wecken seit 500 Jahren Begehrlichkeiten.<br>\nRohstoffe sind f&uuml;r ihre Besitzer weniger ein Segen als vielmehr ein stetiges Risiko. Kaum ein anderes Land hat dem industrialisierten Norden der Erde so viel an Ressourcen zu bieten wie Argentinien. Gleichzeitig droht der 46 Millionen Menschen z&auml;hlenden Nation zum zehnten Mal seit der Republikgr&uuml;ndung eine Staatspleite. In diesem Kontext finden am 22. Oktober allgemeine Wahlen statt &ndash; mit der M&ouml;glichkeit, dass einen Monat sp&auml;ter noch eine Stichwahl zur Erk&uuml;rung des neuen Staatsoberhaupts abgehalten werden muss.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/umwelt\/rohstoffe\/lateinamerikas-bodenschaetze-fluch-und-segen\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Klartext in New York<\/strong><br>\n&raquo;Einfach Proafrikanisch&laquo;: Mali, Burkina Faso und Guinea l&auml;uten vor UN-Generalversammlung neue Zeiten ein. Niger Rederecht verweigert.<br>\nF&uuml;r die drei Staaten des Sahel, die sich zur Zeit mit aller Macht aus dem Klammergriff der einstigen Kolonialm&auml;chte Europas zu l&ouml;sen versuchen, begann die diesj&auml;hrige Generaldebatte der Vereinten Nationen in New York am Dienstag vergangener Woche mit gro&szlig;em &Auml;rger. Der Zeitplan sah vor, dass Malis Au&szlig;enminister Abdoulaye Diop sich am Sonnabend mit der &uuml;blichen Rede an die Welt&ouml;ffentlichkeit wenden konnte. F&uuml;r Burkina Fasos Staatsminister Bassolma Bazi&eacute; war ebenfalls Zeit f&uuml;r eine Ansprache eingeplant. Nigers neuer Au&szlig;enminister, Bakary Yaou Sangar&eacute;, aber suchte in den Unterlagen vergeblich nach dem Tag, an dem er sich im Namen seines Landes an die versammelten UN-Mitgliedstaaten h&auml;tte wenden k&ouml;nnen: Er stand nicht auf der Liste. Emp&ouml;rt fragte er bei den zust&auml;ndigen Stellen der Vereinten Nationen nach. Die Antwort, die Sangar&eacute; erhielt? Nun, au&szlig;er ihm hatte auch Hassoumi Massaoudou, einst Au&szlig;enminister des Ende Juli gest&uuml;rzten Pr&auml;sidenten Mohammed Bazoum, Rederecht beantragt. Massaoudou begr&uuml;ndete das damit, der Putsch, der Bazoum entmachtet habe, sei illegal. Bazoum sei daher, juristisch gesehen, weiter Nigers rechtm&auml;&szlig;iger Pr&auml;sident, und er weiter rechtm&auml;&szlig;iger Au&szlig;enminister. Wohl unter argem Druck stehend &ndash; die europ&auml;ischen Staaten dringen darauf, die &Uuml;bergangsregierung in Niamey nicht anzuerkennen &ndash;, entschied UN-Generalsekret&auml;r Ant&oacute;nio Guterres, die Entscheidung, wer f&uuml;r Niger sprechen d&uuml;rfe, einer speziell f&uuml;r solche Streitf&auml;lle geschaffenen UN-Kommission zu &uuml;bertragen. Die aber tagt erst wieder irgendwann im Herbst.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/459964.neokolonialismus-klartext-in-new-york.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Mit der Waffen-SS gegen Russland<\/strong><br>\nDer Skandal um den tosenden Beifall f&uuml;r einen ehemaligen Waffen-SS-Mann im kanadischen Parlament f&uuml;hrt zu ersten Konsequenzen. Der Parlamentssprecher in Ottawa, der den Mann als &bdquo;Held&ldquo; im Kampf &bdquo;f&uuml;r die ukrainische Unabh&auml;ngigkeit gegen die Russen&ldquo; gepriesen hatte, ist zur&uuml;ckgetreten. In Polen &uuml;berpr&uuml;ft die Regierung, ob sie ein Auslieferungsverfahren gegen den NS-Kollaborateur einleiten kann &ndash; seine Einheit, die Waffen-SS-Division Galizien, hat unter anderem Massaker an B&uuml;rgern Polens begangen. In den vergangenen Jahren wurde die Division regelm&auml;&szlig;ig in der Ukraine geehrt. Mitglieder weiterer Einheiten der Waffen-SS werden unter anderem in den baltischen Staaten gew&uuml;rdigt; noch im M&auml;rz dieses Jahres fand in Lettlands Hauptstadt Riga ein Gedenkmarsch zur ehrenden Erinnerung an lettische Mitglieder der Waffen-SS statt. Ursache f&uuml;r das Lob, mit dem die Waffen-SS&rsquo;ler bedacht werden, ist die Tatsache, dass sie gegen die Sowjetunion bzw. &bdquo;gegen Russland&ldquo; k&auml;mpften. Um den baltischen Staaten sowie der Ukraine nicht in den R&uuml;cken zu fallen, spricht sich die Bundesregierung mittlerweile gegen eine UN-Resolution aus, die die &bdquo;Glorifizierung des Nazismus&ldquo; verurteilt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9359\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Friedensdemonstranten erinnern am 3. Oktober an Zwei-plus-Vier-Vertrag und setzen auf Frieden mit Russland: NATO-Gegner auf der Stra&szlig;e<\/strong><br>\nUnser Autor ist Sprecher des Essener Friedensforums und aktiv im Bundesausschuss Friedensratschlag sowie beim Ostermarsch Rhein\/Ruhr.<br>\nDie Friedensbewegung an Rhein und Ruhr demonstriert seit fast zehn Jahren am 3. Oktober in Kalkar gegen die von der dortigen NATO-Luftleitzentrale ausgehende Gefahr f&uuml;r den Frieden. Sie begleitet auch die seit Jahren regelm&auml;&szlig;ig stattfindenden NATO-Atomkriegsman&ouml;ver &bdquo;Steadfast Noon&ldquo; und &bdquo;Cold Igloo&ldquo;. In Kalkar und seiner Nachbargemeinde Uedem befinden sich zus&auml;tzlich das &bdquo;Zentrum Weltraumoperationen&ldquo; und das milit&auml;rische &bdquo;Geoinformationszentrum&ldquo;. Damit kann die NATO satellitengest&uuml;tzt jedes Kriegsgeschehen in weiten Teilen der Erdkugel kontrollieren und ihre Luftwaffe steuern. Somit sind die Standorte in Kalkar und Uedem auch f&uuml;r die Steuerung und Kontrolle von Atomschl&auml;gen nutzbar. Dies bew&auml;hrte sich beim NATO-Gro&szlig;man&ouml;ver &bdquo;Air Defender 2023&ldquo;, f&uuml;r das die Strategen in Kalkar und Uedem das Szenario miterstellten und die Einsatzbefehle planten. Dort kamen auch die US-Atombomber F-35 zum Einsatz; damit ging es hier konkret um ein atomares Kampfgeschehen in Europa. Im Drehbuch des Man&ouml;vers war Deutschland zu einem Viertel von einer feindlichen Macht besetzt. Defender 2023 sollte dieses Gebiet zur&uuml;ckerobern. Die NATO bezog ihre Man&ouml;verplanung auf den Ukraine-Krieg, insofern ging es hier um einen Krieg mit der Atommacht Russland. Die wiederholten Warnungen vor der vermeintlichen russischen Gefahr sind jedoch irref&uuml;hrend: Rein milit&auml;risch gesehen verf&uuml;gt Russland nicht &uuml;ber Kr&auml;fte, die durch Polen hindurch einen &Uuml;berfall auf Deutschland ausf&uuml;hren k&ouml;nnten. Die NATO gibt circa das 15-Fache des russischen Milit&auml;rhaushalts f&uuml;r ihren Milit&auml;rsektor aus. Ein zweiter Feind gilt auch schon l&auml;nger als ausgemacht: Im Man&ouml;ver &bdquo;Kalkar Sky 22&ldquo; k&auml;mpften NATO-Soldaten gegen einen fiktiven Staat namens &bdquo;East Cerasia&ldquo;. Ohne die drei Buchstaben &bdquo;CER&ldquo; geht es gegen East-Asia, also gegen China. N&auml;chstes Jahr steht das Gro&szlig;man&ouml;ver &bdquo;Steadfast Defender&ldquo; an. Kalkar\/Uedem wird eine zentrale Rolle in der Steuerung des Man&ouml;vers spielen, es ist aktuell die Schaltzentrale f&uuml;r die F&uuml;hrung aller NATO-Luftbewegungen in Europa. Auf der Bundeswehr-Website liest man: &bdquo;Bei &sbquo;Real World Operations&lsquo; RWO ist das JFAC Joint Forces Air Component in Kalkar &hellip; f&uuml;r die Luftoperationen der NATO zust&auml;ndig.&ldquo; Die NATO schickt sich an, die &bdquo;Real World&ldquo; zu zerst&ouml;ren. Es ist zu hoffen, dass der Friedensaktionstag am 3. Oktober die Unterst&uuml;tzung erh&auml;lt, die gebraucht wird, um eine lebensrettende Wende durchzusetzen. In Kalkar und auch anderswo.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/nato-gegner-auf-der-strasse-4784022\/%20\">Bernhard Trautvetter in unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Proteste gegen LNG-Terminal auf R&uuml;gen: Robert Habeck muss zur&uuml;ckrudern<\/strong><br>\nDie Proteste auf R&uuml;gen gegen das LNG-Terminal lenken den Blick auf ein &uuml;berfl&uuml;ssiges, &ouml;kologisch gef&auml;hrliches Projekt. Und auf die Rolle der Gr&uuml;nen dabei. [&hellip;]<br>\nBeim genaueren Hinsehen zeigt sich: Der Bau der Pipeline durch das hochsensible &Ouml;kosystem Bodden &ndash; aufgrund des LNG-Beschleunigungsgesetzes ohne Umweltvertr&auml;glichkeitspr&uuml;fung &ndash; ist eine &ouml;kologische Katastrophe, die unter normalen Umst&auml;nden niemals genehmigt worden w&auml;re. Ganz zu schweigen von den St&ouml;rungen f&uuml;r Mensch und Natur, die das Terminal, das fl&uuml;ssiges Frackinggas regasifizieren soll, mit sich bringen wird. Aber normal war die Situation nicht, als Deutschland sich aus der Belieferung mit russischem Erdgas befreite und den Ausbau riesiger LNG-Kapazit&auml;ten in Angriff nahm; schlie&szlig;lich drohten Gasmangel und ein kalter Winter.<br>\nNur: Das gilt nicht mehr, wie eine j&uuml;ngste Studie des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung beweist. Die Speicher sind voll. Der LNG-Ausbau wird &Uuml;berkapazit&auml;ten produzieren, die dann in den Export gehen &ndash; die Gasindustrie jubelt &uuml;ber dieses Geschenk. Auf der Strecke bleibt die Klimaneutralit&auml;t bis 2045. Die Gr&uuml;nen stehen mit dem Festhalten an der damaligen Entscheidung auf der falschen Seite der Geschichte. Doch noch ist es nicht zu sp&auml;t zur&uuml;ckzurudern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Proteste-gegen-LNG-Terminal-auf-Ruegen\/!5959606\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Eins ist sicher: wer die Gr&uuml;nen w&auml;hlt, weil sie Wahlprogramme gegen den Krieg und gegen Waffenlieferungen ver&ouml;ffentlichen, wegen der sozialen Gerechtigkeit oder wegen der Umwelt, der bekommt Militarismus, Kriegsunterst&uuml;tzung, Waffenlieferungen in Kriegs- und Krisengebiete und an Diktatoren (Saudi-Arabien), Sozialabbau und Umweltschweinereien. Und zwar ganz unabh&auml;ngig von Inflation, Corona und dem Krieg in der Ukraine; schon vor der Bundestagswahl 2021 war klar, dass eine neue Bundesregierung mit den Gr&uuml;nen eine Reprise der Rot-Gr&uuml;nen Regierung vor 20 Jahren werden w&uuml;rde. Weil die beiden gr&uuml;nen Bundesvorsitzenden, Baerbock und Habeck, &ldquo;Realos&rdquo; (nur ein anderes Wort f&uuml;r Konservativ-Neoliberale) sind; aber auch, weil die Partei Die Gr&uuml;nen insgesamt seit der Schr&ouml;der-Fischer-Regierung, die ebenfalls &ndash; im exakten Gegensatz zum Wahlprogramm &ndash; Ziele wie Sozialabbau, Lohnk&uuml;rzungen und Kriegf&uuml;hren (und, zugegeben, hier und da ein kleines bisschen Umweltschutz) verfolgt hat, kein bisschen anst&auml;ndiger oder linker, sondern h&ouml;chstens noch schlimmer geworden ist. Weitere Belege daf&uuml;r sind die Gr&uuml;ne Landesregierung in Baden-W&uuml;rttemberg und die Schwarz-Gr&uuml;ne Regierung in Hessen. Wer auch immer eine gr&uuml;n-linke Hoffnung in die Gr&uuml;nen setzt, muss die letzten 25 Jahre komplett verschlafen haben.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wie Berlin zur Beute von Gier und Unf&auml;higkeit wurde, zeigt die Arte-Doku &bdquo;Capital B&ldquo;<\/strong><br>\nIn insgesamt viereinhalb Stunden zeigt die TV-Serie, wie Berlin den Berlinern nach dem Mauerfall abgekn&ouml;pft wurde. Viel lief falsch, Fehler will keiner gemacht haben.<br>\n3000 Polizisten r&uuml;ckten mit R&auml;umpanzern, Wasserwerfern und Hubschraubern an. Die vermummten Hausbesetzer, die eine ganze H&auml;userzeile sieben Monate lang gehalten hatten, warfen Pflastersteine und Asches&auml;cke von den D&auml;chern. Im November 1990, nur wenige Wochen nach dem Beitritt der DDR zur BRD, wurde die Mainzer Stra&szlig;e in Friedrichshain zum Schlachtfeld. Als &bdquo;B&uuml;rgerkrieg von westdeutschen Polizisten mit westdeutschen Haubesetzern in Ostberlin&ldquo; erlebte Andrej Holm damals die Szenerie &ndash; es waren seine ersten Demokratie-Erfahrungen mit dem neuen Staat. Die Alternative Liste unter Renate K&uuml;nast trat damals aus der Regierung mit der SPD aus. SPD-Senatoren wie Innensenator P&auml;tzold und Bausenator Nagel hatten die gewaltsame R&auml;umung verantwortet.<br>\nDie f&uuml;nfteilige Arte-Doku &bdquo;Capital B&ldquo; setzt in der Wendezeit ein &ndash; Capital steht sowohl f&uuml;r Hauptstadt als auch f&uuml;r das Kapital. Der Untertitel &bdquo;Wem geh&ouml;rt Berlin?&ldquo; bezieht sich nicht nur auf Besitzer und Besetzer, sondern wird weiter gefasst. &bdquo;Die Stadt geh&ouml;rt denjenigen, die sie gestalten &ndash; und nicht denjenigen, die sie besitzen, aufwerten und wieder verkaufen&ldquo;, fasst die Rapperin Sookee am Ende zusammen. Eigentum hei&szlig;t hier eher: Sich die Stadt zu eigen machen. Autor Florian Opitz setzt sich schon seit Jahren kritisch mit dem Kapitalismus auseinander. Seine Doku &bdquo;Der gro&szlig;e Ausverkauf&ldquo; &uuml;ber Privatisierungen weltweit bekam den Grimme-Preis.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/kultur-vergnuegen\/tv-medien\/arte-doku-capital-b-wie-berlin-zur-beute-von-gier-und-unfaehigkeit-wurde-li.435612\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Denk ich an Deutschland &hellip;<\/strong><br>\nEin neues Buch von Moshe Zimmermann und mir befasst sich eingehend mit der historischen Konstellation Deutschland-Israel-Pal&auml;stina, u.a. mit der Frage, was f&uuml;r einem Israel sich Deutschland solidarisiert.<br>\nEine Meldung in eigener Sache: In den kommenden Tagen erscheint im Westend-Verlag das Buch &ldquo;Denk ich an Deutschland&hellip; Ein Dialog in Israel&rdquo;. Das Buch ist das Ergebnis einer zwischen dem israelischen Historiker Moshe Zimmermann und mir w&auml;hrend eines Dreivierteljahrs gef&uuml;hrten E-Mail-Korrespondenz. Im Jahr 2022 erschien es zuerst in Israel auf Hebr&auml;isch. Nun liegt der Band in seiner deutschen Version vor.<br>\nDen Schwerpunkt des Dialogs bildet die Triade Deutschland-Israel-Pal&auml;stina, die historisch, soziologisch, sozial-psychologisch und kulturell beleuchtet wird. Diesem Projekt liegt die Absicht zugrunde, &uuml;ber die reichlich verzweigten Zusammenh&auml;nge dieser Konstellation samt diverser, sich aus ihr ergebenden thematischen Ableitungen Rechenschaft abzulegen, die sie bestimmenden Sachverhalte zu kl&auml;ren, mithin aufzukl&auml;ren. Dass dies notwendig ist, wei&szlig; jeder, der sich mit den historischen Strukturen dieser Konstellation, mit deren ideologischen Beladungen, kollektivpsychischen Befindlichkeiten und den gewichtigen politischen wie sozialen Auswirkungen befasst hat.<br>\nDie Koordinate Deutschland-Israel meint nicht nur die Beziehungen Deutschlands zum Staat Israel, sondern auch die damit einhergehenden Sedimentierungen des Verh&auml;ltnisses zu Juden und zum Zionismus. Von selbst versteht sich dabei die beide Seiten betreffende kollektivpsychische Neuralgie angesichts des von Deutschen an Juden im 20. Jahrhundert Verbrochenen. Gleichwohl geht die Fragestellung in diesen Band &uuml;bers Katastrophische hinaus und analysiert die philosophisch-ideologischen Impulse, die der Zionismus gerade aus der deutschen politischen Philosophie und den Ideologemen des deutschen Nationalismus im 19. 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