{"id":104512,"date":"2023-10-03T09:00:56","date_gmt":"2023-10-03T07:00:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104512"},"modified":"2023-10-03T10:09:45","modified_gmt":"2023-10-03T08:09:45","slug":"misere-ohne-ende-die-wohnkosten-steigen-und-steigen-ein-neues-buch-zeigt-es-geht-auch-anders","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104512","title":{"rendered":"Misere ohne Ende? Die Wohnkosten steigen und steigen. Ein neues Buch zeigt: Es geht auch anders"},"content":{"rendered":"<p>Die Lage scheint aussichtslos. &Uuml;berall steigen die Wohnkosten. Wer als Mieter in einer deutschen Gro&szlig;stadt nach einer neuen Wohnung sucht und auf den freien Wohnungsmarkt angewiesen ist, muss tief in die Tasche greifen. Unter zw&ouml;lf Euro pro Quadratmeter (netto kalt) ist in den meisten St&auml;dten nichts mehr zu finden. Besonders rasant sind die Preise von Wohneigentum in den vergangenen Jahren gestiegen; auch wenn sie zurzeit wieder etwas sinken, liegen sie im Vergleich zu fr&uuml;her auf sehr hohem Niveau. M&uuml;ssen wir diese Preissteigerungen einfach hinnehmen? <strong>Caren Lay<\/strong> hat sich die M&uuml;he gemacht, nachzuforschen. Die langj&auml;hrige Expertin f&uuml;r Wohnen und Stadtentwicklung in der Fraktion der Linken im Bundestag stellte vor einigen Monaten ihr <a href=\"https:\/\/www.buchkomplizen.de\/wohnopoly.html?listtype=search&amp;searchparam=caren%20lay%20Wohnopoly\">neues Buch<\/a> &uuml;ber das Thema vor. Ihre zentrale These lautet: Die Spekulation mit Wohnraum verursacht die Mietenkrise. Ist das nicht etwas zu simpel? <strong>Hermann Kaienburg<\/strong> schildert in seiner Rezension die Ergebnisse ihrer Recherchen.<br>\n<!--more--><br>\nLeider haben wir uns zu sehr an die verbreitete Behauptung gew&ouml;hnt, an den Gesetzen des Marktes komme niemand vorbei. Das war aber nicht immer so. Nach dem Zweiten Weltkrieg verlie&szlig; sich kaum jemand gern auf den Markt. Die Bau- und Wohnungspolitik war streng reglementiert. Wegen der Kriegszerst&ouml;rungen herrschte gro&szlig;er Wohnungsmangel. Auf welche Instrumente zur Deckung des hohen Bedarfs st&uuml;tzte man sich damals?<\/p><p><strong>Wie ist es dazu gekommen?<\/strong><\/p><p>Das ist der Inhalt des ersten Kapitels. Er l&auml;sst sich in dem Satz zusammenfassen: Das Wohnen wurde zunehmend dem Markt &uuml;berlassen.<\/p><p>Nach dem Krieg lief es zun&auml;chst besser. Die damalige Mietpreisentwicklung fu&szlig;te auf:<\/p><ol>\n<li>&ouml;ffentlicher Mietpreisregulierung,<\/li>\n<li>der gemeinn&uuml;tzigen Wohnungswirtschaft,<\/li>\n<li>einem gro&szlig;en Anteil &ouml;ffentlicher Wohnungen,<\/li>\n<li>hohen Subventionen in den sozialen Wohnungsbau.<\/li>\n<\/ol><p>Wieso wurde dieses Erfolgsrezept preisgegeben?<\/p><p><strong>Wie die Mietpreisbindung abgeschafft wurde<\/strong><\/p><p>Schon 1918 gab es eine erste Regulierung der Mietpreise in Deutschland wegen der Wohnungsnot. Nach 1945 galten Bestimmungen, die de facto Mietenstopp bedeuteten, und zwar auf dem Niveau von 1936. 1949 erfolgte die Aufhebung der Mietpreisbindung f&uuml;r Neubauten. Nach und nach wurden allerlei Zuschl&auml;ge f&uuml;r Altbauten erlaubt. Das galt in der Bundesrepublik Deutschland f&uuml;r Altbauten bis Mitte der 1960er-Jahre; in Hamburg und M&uuml;nchen sogar bis Mitte der 1970er-Jahre, in Westberlin bis Ende der 1980er-Jahre. In der DDR gab es eine Mietpreisregulierung auch f&uuml;r Neubauten.<\/p><p>Lay berichtet, wie die Vermieter- und Immobilienlobby gegen die Regulierung agitierte. 1963\/64 entstand der L&uuml;cke-Plan, benannt nach Bundesbauminister Paul L&uuml;cke. Der freie Markt sollte nun auch in der Wohnungswirtschaft Einzug halten. Der Plan wurde gegen den Widerstand von SPD, Gewerkschaften und einigen L&auml;ndern durchgesetzt, allerdings in mehreren Stufen. Bis Ende 1963 sollte die Mietpreisbindung in 397 Kreisen aufgehoben werden (&bdquo;Wei&szlig;e Kreise&ldquo;), wo angeblich keine Wohnungsnot herrschte. Dort waren sofort 25 Prozent Erh&ouml;hung m&ouml;glich, zum Teil sogar 35 Prozent. In den &uuml;brigen 168 &bdquo;Schwarzen Kreisen&ldquo; fiel die Bindung einige Jahre sp&auml;ter. Die Folgen waren erheblich: steigende Mieten und viele K&uuml;ndigungen. Seither gelang es mit keinem der dann eingesetzten moderateren Mittel (vor allem der Einf&uuml;hrung von Mietenspiegeln Mitte der 1970er-Jahre und einer Mietpreisbremse 2015), den Mietpreisanstieg wieder zu stoppen. Die Mietpreisbremse zeigte z.B. kaum Wirkung; die Mieten stiegen 2015 bis 2021, also innerhalb von sechs Jahren, in K&ouml;ln um 25 Prozent, in Stuttgart um 31 Prozent und in Berlin um 44 Prozent.<\/p><p><strong>Das Ende der Wohnungsgemeinn&uuml;tzigkeit<\/strong><\/p><p>Die Abschaffung der Wohnungsgemeinn&uuml;tzigkeit 1990 gilt vielen Experten als der eigentliche S&uuml;ndenfall der deutschen Wohnungspolitik. Die Grundidee der Gemeinn&uuml;tzigkeit war: Ein Teil des Wohnungsmarktes soll gemeinn&uuml;tzig bewirtschaftet werden; dies wird vom Staat belohnt.<\/p><p>Lay geht kurz auf die Geschichte ein. 1840 wurde erstmals eine Gemeinn&uuml;tzigkeit eingef&uuml;hrt. In der Weimarer Republik erfuhr sie ihre erste Bl&uuml;te. Ab 1945 wurden so ca. vier Millionen Wohnungen gebaut; das waren ca. 30 Prozent der neu errichteten Wohnungen, in einigen St&auml;dten sogar 70 Prozent. In Gro&szlig;st&auml;dten geh&ouml;rten damals den Gemeinn&uuml;tzigen ca. 30 Prozent aller Wohnungen mit ca. acht Millionen Mietern.<\/p><p>Das Herzst&uuml;ck der Bestimmungen war die Kostenmiete, das hei&szlig;t, verlangt werden durfte nur, was zur Abzahlung und zum Unterhalt der Wohnung erforderlich war, also nicht die Marktmiete. Die Rendite war auf vier Prozent gedeckelt. Daf&uuml;r gab es Steuererleichterungen.<\/p><p>Ende der 1960er-Jahre erstellte das Bundesfinanzministerium ein Gutachten zur Abschaffung der Gemeinn&uuml;tzigkeit. In den 1980er-Jahren trat die CDU f&uuml;r die Abschaffung ein. Es gab von vielen Seiten Widerstand dagegen. Aber der Betrugsskandal der Neuen Heimat gab der Abschaffung Auftrieb. Als den eigentlichen Grund nennt Lay: Die Vorschrift der Kostenmiete verdarb der privaten Wohnungswirtschaft die Preise.<\/p><p>Bereits bei der Beschlussfassung 1990 war klar: Auch f&uuml;r den Staat w&uuml;rde das teuer, wegen steigender Ausgaben bei Wohngeld und Sozialhilfe. Die Ausgaben f&uuml;r Wohnkosten bei Hartz IV sind in den vergangenen Jahrzehnten stark gestiegen; sie betrugen zuletzt ca. 17 Milliarden Euro. [<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>] Die Kommunen mussten in den vergangenen Jahren oft die Wohnkostenzusch&uuml;sse f&uuml;r Hartz-IV-Betroffene erh&ouml;hen. Im Ergebnis finanziert der Staat also die Rendite der Wohnungskonzerne.<\/p><p><strong>Schwindender Anteil &ouml;ffentlicher Wohnungen<\/strong><\/p><p>Die Unternehmenssteuerreform von 2000 trug erheblich dazu bei, die Spekulation mit Immobilien zu f&ouml;rdern. Dies machte die Privatisierung von ehemals gemeinn&uuml;tzigen Wohnungen erst richtig attraktiv: Sie lockte die internationale Finanzspekulation an. Es folgte eine weitere Liberalisierung der Finanzm&auml;rkte, z.B. die Zulassung von Hedgefonds auf Wohnungsm&auml;rkten. Private Equity Fonds spielten bei den gro&szlig;en Wohnungsprivatisierungen eine entscheidende Rolle. [<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>] Diese mussten dank der Reform bei Transaktionen keine Steuern mehr zahlen. Sie kauften in gro&szlig;em Ma&szlig;stab Wohnungen und stie&szlig;en sie oft nach kurzer Zeit mit Gewinn wieder ab. 2010 besa&szlig;en sie schon 850.000 Wohnungen in Deutschland. 2005 gei&szlig;elte der SPD-Vorsitzende M&uuml;ntefering solche Fonds als &bdquo;Heuschrecken&ldquo;, obwohl es die SPD war, die ihre Entwicklung durch Steuerverzicht gef&ouml;rdert hatte.<\/p><p>In Ostdeutschland war die Lage zun&auml;chst anders. Der Einigungsvertrag &uuml;bertrug 1990 die staatlichen Wohnungen der DDR den Kommunen. Zugleich wurden ihnen aber die staatlichen Investitionen als Schulden in die B&uuml;cher geschrieben. Dadurch starteten die kommunalen Wohnungsgesellschaften hoch verschuldet ins geeinte Deutschland. Hilfen wurden nur gezahlt, wenn sie bis Ende 2003 15 Prozent der Wohnungsbest&auml;nde verkauft hatten. &bdquo;Das war Privatisierung per Gesetz.&ldquo; (S. 42)<\/p><p><strong>Der aufhaltsame Niedergang des sozialen Wohnungsbaus<\/strong><\/p><p>Die Bauleistung des sozialen Wohnungsbaus betrug in den 1950er-Jahren j&auml;hrlich ca. 350.000 Wohnungen, in einem Jahr wurden sogar 450.000 errichtet. Das heutige (bei Weitem verfehlte) Ziel von 100.000 Sozialwohnungen (von 400.000 Wohnungen insgesamt) nimmt sich demgegen&uuml;ber bescheiden aus.<\/p><p>In den 1980er-Jahren gab es ungef&auml;hr vier Millionen Sozialwohnungen in Deutschland. Heute sind es vermutlich unter einer Million. Experten sch&auml;tzen, dass f&uuml;nf Millionen Wohnungen f&uuml;r Bed&uuml;rftige fehlen.<\/p><p>Seit den 1960er-Jahren ging es bergab. Ursache war laut Lay die Orientierung der Politik auf Eigenheime. 2001 gab es eine wichtige &Auml;nderung. Bisher war ein relativ hoher Anteil der st&auml;dtischen Bev&ouml;lkerung sozialwohnungsberechtigt. Dies wurde nun stark reduziert auf Geringverdiener, kinderreiche Familien und diskriminierte Bev&ouml;lkerungsgruppen. Auch das Prinzip der Kostenmiete wurde abgeschafft. Die F&ouml;rdersumme wurde stark verringert: 1998 waren es noch 13 Milliarden D-Mark, 2001 nur noch 230 Millionen Euro. Die Zahl der Sozialwohnungen sank daher dramatisch. Die FDP und das Land Hessen (CDU-regiert) forderten, den sozialen Wohnungsbau ganz abzuschaffen. 2007 wurden nur noch etwas &uuml;ber 9.000 Sozialwohnungen gebaut. Noch 2016 entgegnete ein Bundestagsabgeordneter Caren Lay auf ihre Forderung nach mehr sozialem Wohnungsbau, man solle doch &bdquo;keine zweite Gropiusstadt&ldquo; bauen (S. 46).<\/p><p>2006 ging die Verantwortung f&uuml;r den Sozialen Wohnungsbau vom Bund auf die L&auml;nder &uuml;ber. Aber seit 2018 darf der Bund den sozialen Wohnungsbau wieder mitfinanzieren.<\/p><p>Ein gro&szlig;es Problem sind die Mietpreisbindungsfristen: Sie lagen bisher meist bei 15 Jahren. Dies ist ein wichtiger Grund f&uuml;r die Verringerung der Sozialwohnungen. Diese Befristung ist eine Fehlkonstruktion, die es in keinem anderen europ&auml;ischen Land gibt.<\/p><p>Nach der Finanzkrise 2008 gab es drastische Zinssenkungen, um die Wirtschaft anzukurbeln. Daraufhin fl&uuml;chtete noch mehr Kapital in die Finanzm&auml;rkte. Lay geht auch auf die Rolle Deutschlands als Paradies f&uuml;r Spekulation und Geldw&auml;sche ein.<\/p><p><strong>Praktiken der Wohnungskonzerne<\/strong><\/p><p>Die Methode vieler Konzerne besteht darin, alte Wohnungsbest&auml;nde zu kaufen, teuer zu sanieren und die Mieten stark zu erh&ouml;hen. Die &bdquo;Modernisierungsumlage&ldquo; erm&ouml;glicht es, die Modernisierung nicht nur von Mietern bezahlen zu lassen, sondern die Miete dauerhaft zu steigern.<\/p><p>Die Private-Equity-Gesellschaften (Lay nennt sie &bdquo;Geierfonds&ldquo;), die in den 2000er-Jahren gro&szlig; in das Gesch&auml;ft mit Wohnungen einstiegen, wollten vor allem das schnelle Gesch&auml;ft und zogen sich nach kurzer Zeit zur&uuml;ck. In der Folge entstanden gro&szlig;e Wohnungskonzerne. Der gr&ouml;&szlig;te Player ist Vonovia. 2021, vor &Uuml;bernahme der Deutsche Wohnen, verf&uuml;gte die Gesellschaft &uuml;ber 565.000 Wohnungen in Deutschland, &Ouml;sterreich und Schweden. Ende 2020 besa&szlig;en die sieben gr&ouml;&szlig;ten b&ouml;rsennotierten Wohnungskonzerne etwa eine Million Wohnungen in Deutschland.<\/p><p>Lay sieht in den Konzernen die Haupttreiber der Mietpreise. Ihre Mietensteigerungen seien deutlich h&ouml;her ausgefallen als die der Gesamtmietpreisentwicklung. Besonders zeige sich dies bei Vonovia und der Deutschen Wohnen in Berlin: 2013 bis 2017 gab es dort Mietpreissteigerungen von durchschnittlich 18,3 Prozent.<\/p><p>Vonovia gelang ein kometenhafter Aufstieg in wenigen Jahren. Der Konzern z&auml;hlt zu den 50 gr&ouml;&szlig;ten b&ouml;rsennotierten Aktiengesellschaften in der Eurozone. 2012 bis 2017 stiegen die Gewinne um 1.391 Prozent nach Steuern &ndash; also fast auf das 15-Fache. [<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>] Es gab f&uuml;rstliche Geh&auml;lter an der Spitze: 2017 verdiente CEO Rolf Buch 5,67 Millionen Euro pro Jahr. Au&szlig;erdem wurden hohe Dividenden ausgesch&uuml;ttet. Vonovia zahlte auch gut Steuern: in f&uuml;nf Jahren fast vier Milliarden Euro; &bdquo;[&hellip;] da dr&uuml;ckt man [in der Politik] offenbar gerne das eine oder andere Auge zu.&ldquo; (S. 58)<\/p><p><strong>Eldorado f&uuml;r internationale Immobilienspekulation<\/strong><\/p><p>Im Ausland wurden Investoren auf die g&uuml;nstigen Gesch&auml;ftsaussichten in Deutschland aufmerksam. Da der Anstieg der Immobilienpreise in Nachbarl&auml;ndern fr&uuml;her erfolgte, galten die relativ niedrigen Mieten in Deutschland als attraktive Bedingungen. &Uuml;ber die H&auml;lfte der privatisierten &ouml;ffentlichen Wohnungen wurden von internationalen Fonds und Investoren gekauft, allein 2004 bis 2006 zwei Drittel von angels&auml;chsischen Wirtschaftsunternehmen aus Gro&szlig;britannien, den USA, Kanada und Australien. Au&szlig;erdem waren dabei: der d&auml;nische Rentenfonds, ein chinesischer Staatsfonds, reiche Russen und der schwedische Konzern Heimstaden. Heimstaden kaufte im Dezember 2021 ca. 14.000 Wohnungen in Berlin und knapp 3.600 in Hamburg.<\/p><p>Die Deutsche Wohnen wurde von der Deutschen Bank gegr&uuml;ndet, aber gr&ouml;&szlig;ter Aktion&auml;r war 2020 die Investmentgesellschaft BlackRock. Zahlen sind oft schwer zu erhalten. 2018 besa&szlig;en private professionelle Anbieter fast vier Millionen Wohnungen &ndash; mehr als die Kommunen. In Berlin geh&ouml;ren 15 Prozent der Wohnungen b&ouml;rsennotierten Wohnungskonzernen, weitere 25 Prozent gro&szlig;en privaten Unternehmern oder Eigent&uuml;mern.<\/p><p><strong>Bodenspekulation<\/strong><\/p><p>46 Prozent der Deutschen leben in selbstgenutzten Eigenheimen oder Eigentumswohnungen (in Berlin 17 Prozent, in Bremen 28 Prozent, in Hamburg etwa ein Viertel). In den vergangenen Jahren sind die Preise in den gro&szlig;en deutschen St&auml;dten steil nach oben geschossen. Sie stiegen st&auml;rker als in den meisten anderen L&auml;ndern der Welt, z.B. in Berlin, Hamburg, M&uuml;nchen um 90 Prozent &ndash; das ist im internationalen Vergleich fast einzigartig. Dies ist gr&ouml;&szlig;tenteils auf gestiegene Bodenwerte zur&uuml;ckzuf&uuml;hren.<\/p><p>In Deutschland gab es seit Ende des 19. Jahrhunderts eine starke Bodenreformbewegung. Wegen der Liberalisierung des Wohnungsmarktes entbrannte in den sp&auml;ten 1960er-Jahren eine neue Debatte &uuml;ber Bodenspekulation. Die SPD setzte 1970 eine Kommission ein; f&uuml;hrend beteiligt war Hans-Jochen Vogel, damals M&uuml;nchner Oberb&uuml;rgermeister. Sie erarbeitete radikale Vorschl&auml;ge, aber keiner der Vorschl&auml;ge fand den Weg in ein Gesetz.<\/p><p><strong>Die &Uuml;berforderung von Politikern im Bundestag<\/strong><\/p><p>Die Abgeordneten des Bundestages sind kein repr&auml;sentativer Durchschnitt der Bev&ouml;lkerung. Viele in der politischen Klasse haben nie die Erfahrung gemacht, dass eine Mieterh&ouml;hung eine existenzielle Bedrohung sein kann. Viele profitieren von Immobilienaktien. In den Regierungsparteien herrschte eine Orientierung an den Mittelschichten vor; die Gro&szlig;e Koalition plante in ihrer letzten Legislaturperiode dreimal so viel Baukindergeld ein wie f&uuml;r den sozialen Wohnungsbau. Ein Grund daf&uuml;r war sicher auch, dass Arme weniger zur Wahl gehen, und viele Arme sind Ausl&auml;nder. Mitte 2020 &ndash; also noch zur Zeit der Gro&szlig;en Koalition &ndash; wurden die Mittel f&uuml;r den sozialen Wohnungsbau um ein Drittel gek&uuml;rzt.<\/p><p>Lay kritisiert die oft ungen&uuml;genden Sachkenntnisse vieler Politiker im Bundestag. &bdquo;Als Faustregel gilt: je komplizierter die Materie, desto ahnungsloser die Entscheider.&ldquo; (S. 88). Die Journalistin Utta Seidenspinner bezeichnete die rot-gr&uuml;ne Steuerreform des Jahres 2000 als einen &bdquo;Schildb&uuml;rgerstreich&ldquo; und mutma&szlig;t: &bdquo;Die Zauberlehrlinge aus der SPD hatten ihren eigenen Steuerpakt nicht verstanden.&ldquo; [<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>] Erst recht unklar d&uuml;rfte den Abgeordneten gewesen sein, welche Auswirkungen die Zulassung von Hedgefonds und des Handels mit Derivaten im Immobilienbereich haben w&uuml;rde. &bdquo;So m&uuml;ssen die meisten Abgeordneten Themen bearbeiten, auf denen sie nicht ausgebildet sind. Wir sind Amateure.&ldquo; (S. 89) [<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>] &bdquo;Wenigstens von denen, die die Hauptverantwortung auf einem Themengebiet haben, kann man verlangen, dass sie wissen, was sie tun.&ldquo; (S. 89)<\/p><p>Seit 2022 m&uuml;ssen Lobbyisten sich beim Deutschen Bundestag in ein Lobbyregister eintragen. Auch wenn dies zu Recht als immer noch ungen&uuml;gend kritisiert wird, gehen einige interessante Zahlen daraus hervor: Die Immobilienwirtschaft verf&uuml;gt &uuml;ber ein j&auml;hrliches Budget von etwa 8,2 bis 8,6 Millionen Euro mit 144 hauptamtlichen Lobbyisten. Dem stehen elf Hauptamtliche mit einem Budget von maximal 210.000 Euro auf Seiten der Mieter und Wohnungslosen gegen&uuml;ber.<\/p><p><strong>Eigene Fehler<\/strong><\/p><p>Lay &uuml;bt auch Selbstkritik, nicht nur an den Entscheidungen der rot-gr&uuml;nen Koalition unter Schr&ouml;der, sondern auch am Wohnungsverkauf in Berlin 2004 mit Zustimmung der PDS. Die Privatisierungswelle in den 1990er- und 2000er-Jahren kommt heute viele Kommunen teuer zu stehen.<\/p><p><strong>Ursachen der Preissteigerungen<\/strong><\/p><p>Trifft Lays These zu, dass vor allem die Spekulation mit Wohnraum die Mieten nach oben treibt? Betrachtet man die Entwicklung genauer, dann lassen sich f&uuml;r die starken Erh&ouml;hungen auch eine ganze Reihe anderer Ursachen nennen:<\/p><ul>\n<li>Die starke Nachfrage f&uuml;hrt zu einem Mangel an Wohnraum. Es ist nicht so sehr die kulturelle Attraktivit&auml;t der St&auml;dte (&bdquo;Schwarmstadt&ldquo;-These), die Menschen in die St&auml;dte lockt. In Hamburg ist zum Beispiel gro&szlig;enteils die hohe Zuwanderung aus weiter entfernten Gebieten daf&uuml;r verantwortlich. Dagegen kommt auch das viele Bauen nicht an. [<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>] Andere Gr&uuml;nde f&uuml;r den Wohnraummangel sind unter anderem die Zunahme von Single-Haushalten und die falsche Verteilung (z.B. wohnen &auml;ltere Menschen oft in gro&szlig;en Wohnungen, weil der Umzug in kleinere zu teuer ist).<\/li>\n<li>Seit einiger Zeit tragen steigende Baukosten zu h&ouml;heren Mieten bei Neubauten bei. Auch hier liegen verschiedene Gr&uuml;nde vor &ndash; unter anderem steigende Rohstoffpreise und Fachkr&auml;ftemangel.<\/li>\n<li>Modernisierungen, oft begr&uuml;ndet durch gesetzliche Vorschriften zur Senkung der Heizkosten (z.B. bessere Isolierung), k&ouml;nnen zurzeit mit acht Prozent j&auml;hrlich zur Erh&ouml;hung der Mieten ausgenutzt werden.<\/li>\n<li>Im gef&ouml;rderten Wohnungsbau tr&auml;gt das Auslaufen der Mietpreisbindung nach meist 15 bis 20 Jahren erheblich zu Preissteigerungen bei. Trotz des umfangreichen Neubaus von Sozialwohnungen sinkt die Zahl der preisgebundenen Wohnungen in Deutschland durch die Beendigung der Bindungen immer weiter ab.<\/li>\n<li>Die Mietenspiegel sind durch ihre falsche Konstruktion mitverantwortlich f&uuml;r die Preissteigerungen im Wohnungsmarkt. Sie erfassen nicht die Bestandsmieten, sondern nur Mietentgelte, die in den letzten Jahren neu vereinbart oder ver&auml;ndert wurden. Infolgedessen weisen sie meist gestiegene Preisspannen aus, die ihrerseits oft die Erh&ouml;hung von Mieten legitimieren.<\/li>\n<li>Dass die Grundst&uuml;cksspekulation eine treibende Kraft darstellt, ist un&uuml;bersehbar. Grundst&uuml;cke bleiben unbebaut und H&auml;user stehen leer, weil die Eigent&uuml;mer mit h&ouml;heren Grundst&uuml;ckspreisen rechnen.<\/li>\n<\/ul><p>Ursachen der Mietpreissteigerungen sind also nicht nur die Renditeinteressen der gro&szlig;en Wohnungskonzerne. Der Zuzug in die St&auml;dte spielt eine gro&szlig;e Rolle, ebenso die &ouml;kologischen Modernisierungen und die Entwicklung der Baukosten. Die Politik legitimiert viele Erh&ouml;hungen durch gesetzliche Regelungen und politische Entscheidungen, weil ja angeblich gegen den freien Markt nichts auszurichten ist.<\/p><p>Die gro&szlig;en b&ouml;rsennotierten Wohnungskonzerne besitzen insgesamt nur ca. eine Million Wohnungen in Deutschland; dies entspricht einem Anteil von etwas mehr als zwei Prozent am Gesamtbestand. Auch wenn man die von Lay ebenfalls ermittelte Zahl von vier Millionen Wohnungen, die sich im Besitz von privaten professionellen Anbietern befinden, zugrunde legt, bleibt der Anteil unter zehn Prozent. Selbst wenn die gro&szlig;en Wohnungsunternehmen, wie die Autorin am Beispiel Berlins belegt, Spielr&auml;ume bei den Mieten besonders schnell und weitgehend nutzen und damit die Preise treiben, ist ihr Anteil am Mietwohnungsmarkt zu gering, um als entscheidender Faktor zu gelten. Nicht einzelne Unternehmen sind Ursache der Entwicklung, sondern die Tatsache, dass die Preise dem freien Markt &uuml;berlassen werden wie eine beliebige Ware. Es kommt darauf an, den Wohnungsmarkt zu regulieren und ihm einen m&ouml;glichst hohen Anteil des vermieteten Wohnraums zu entziehen.<\/p><p><strong>Alternativen<\/strong><\/p><p>Welche Alternativen gibt es zur gegenw&auml;rtigen Wohnungspolitik?<\/p><p>Die Devise &bdquo;Bauen, bauen, bauen!&ldquo;, mit der einst der Hamburger B&uuml;rgermeister Olaf Scholz den Beginn einer massiven Baut&auml;tigkeit in der Hansestadt einleitete, um f&uuml;r eine Entspannung auf dem Wohnungsmarkt zu sorgen, hat sich als wenig erfolgreich erwiesen. Selbst wenn das Ziel der Bundesregierung, 400.000 Wohnungen (davon 100.000 Sozialwohnungen) pro Jahr in Deutschland neu zu errichten, eines Tages erreicht werden sollte, wird dies nicht ausreichen, die Lage auf dem Wohnungsmarkt so zu beeinflussen, dass auch die Mietpreise sinken. Der Zuzug in die Gro&szlig;st&auml;dte wird anhalten und vermutlich aufgrund der hohen Migrantenzahlen sogar noch zunehmen. Um den Drang in die Gro&szlig;st&auml;dte besser zu steuern, w&auml;re eine Umkehr in der Wirtschaftspolitik erforderlich, etwa durch massive Gewerbeansiedlung abseits der Metropolen. Diese ist nicht in Sicht und w&uuml;rde auf massiven Widerstand der Wirtschaftsverb&auml;nde und der wirtschaftsliberalen Eliten sto&szlig;en. Daher ist der Wohnungsbau unverzichtbar, auch wenn er nicht zur D&auml;mpfung der Mietpreise ausreichen wird.<\/p><p>Beim Wohnungsbau ist ein erheblich gr&ouml;&szlig;erer Anteil gef&ouml;rderter Projekte erforderlich. &bdquo;Einmal gef&ouml;rdert, f&uuml;r immer g&uuml;nstig&ldquo; &ndash; dies muss der Grundsatz im gef&ouml;rderten Wohnungsbau werden. Die Befristung der Mietpreisbindung muss aufgehoben werden. Im Ausland ist sie auch nicht &uuml;blich. Die Behauptung der Wohnungswirtschaft, eine dauerhafte Bindung sei unrentabel, weil nach so vielen Jahren grundlegende Sanierungen erforderlich seien, ist falsch und purer Lobbyismus. Dies zeigen auch Berechnungen der Hamburger Volksinitiative &bdquo;Keine Profite mit Boden und Miete&ldquo;: Wenn nach 30 bis 40 Jahren die anf&auml;nglichen Kredite getilgt sind, sind die Eigent&uuml;mer in der Regel besonders liquide, weil ein gro&szlig;er Teil der Kosten entf&auml;llt. Die Mietpreisbindung zu beenden ist daher unsinnig. Die Einnahmen aus den Mieten reichen f&uuml;r hohe Renovierungs- und Sanierungskosten aus, insbesondere wenn die &Uuml;bersch&uuml;sse nicht in private Taschen flie&szlig;en. [<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>]<\/p><p>Diese Ma&szlig;nahmen allein werden nicht gen&uuml;gen, um die gro&szlig;st&auml;dtischen Mieten f&uuml;r alle bezahlbar zu machen. Auch bei Bestandswohnungen m&uuml;ssen die Mieten effektiv gebremst und gedeckelt werden wie fr&uuml;her. Das Argument, dann werde der Wohnungsbau einbrechen, l&auml;sst sich entkr&auml;ften. Die Errichtung neuen Wohnraums sollte wie fr&uuml;her m&ouml;glichst weitgehend von Marktmechanismen entkoppelt werden.<\/p><p>Weitere flankierende Ma&szlig;nahmen k&ouml;nnten unter anderem sein:<\/p><ul>\n<li>die Wiedereinf&uuml;hrung der Gemeinn&uuml;tzigkeit im Wohnungsbau in Verbindung mit der Kostenmiete,<\/li>\n<li>eine vorausschauende Bodenpolitik der Kommunen, die Grundst&uuml;cksspekulation verhindert und den Boden m&ouml;glichst in kommunaler Hand bel&auml;sst,<\/li>\n<li>ein gro&szlig;er Anteil kommunaler Wohnungen,<\/li>\n<li>das Verbot, Miet- in Eigentumswohnungen umzuwandeln.<\/li>\n<\/ul><p>Eine Enteignung gro&szlig;er Wohnungskonzerne k&ouml;nnte vor allem in Berlin dazu beitragen, eine grundlegende Kehrtwende in der Wohnungspolitik einzuleiten und deutlich zu machen, dass Wohnen nicht zu Spekulationszwecken missbraucht werden darf.<\/p><p><strong>Res&uuml;mee<\/strong><\/p><p>All dies mag nicht besonders realistisch klingen. Aber wenn es gelingt, f&uuml;r das Menschenrecht auf Wohnen eine &auml;hnlich starke Bewegung in Gang zu setzen wie f&uuml;r die Umwelt, dann bestehen Chancen, dass die Politik sich in die richtige Richtung bewegt. Gelingt dies nicht, dann werden unsere St&auml;dte immer st&auml;rker in Viertel f&uuml;r Arme und f&uuml;r Reiche auseinanderfallen.<\/p><p>Caren Lay hat ein &uuml;beraus n&uuml;tzliches Buch geschrieben, das eine F&uuml;lle wichtiger Informationen enth&auml;lt. Besonders wertvoll ist der geschichtliche R&uuml;ckblick. Hand aufs Herz: Wer wusste vorher, dass die Wohnungswirtschaft nicht nur in der DDR, sondern auch in der BRD jahrzehntelang stark durch Preisvorgaben reguliert war und die Wohnkosten durch einen gro&szlig;en Anteil &ouml;ffentlicher Wohnungen, durch einen starken gemeinn&uuml;tzigen Sektor und durch hohe F&ouml;rderung des sozialen Wohnungsbaus ertr&auml;glich gehalten wurden? Der R&uuml;ckweg dahin wird politisch nicht einfach durchzusetzen sein, aber das Ziel ist klar &ndash; dies ist der Weg zu bezahlbarem Wohnraum in der Zukunft!<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><em>Caren Lay: <a href=\"https:\/\/www.buchkomplizen.de\/wohnopoly.html\">Wohnopoly. Wie die Immobilienspekulation das Land spaltet und was wir dagegen tun k&ouml;nnen<\/a>, Frankfurt\/Main 2022.<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] Zur Zeit der Abfassung des Buches (ca. 2021)<\/p><p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] Private Equity Fonds sind Verm&ouml;gensverwaltungsgesellschaften im mittleren Bereich, kleiner als z.B BlackRock, aber sie verfolgen h&auml;ufig h&ouml;here Gewinnziele. Dazu geh&ouml;ren zum Beispiel Blackstone und Carlyle. Sie haben ihren Sitz oft in Steueroasen. Sie kaufen eher Anteile mittelgro&szlig;er Firmen, nicht von Aktiengesellschaften; denn Letztere unterliegen st&auml;rkeren gesetzlichen Regelungen, z.B. betreffend die Ver&ouml;ffentlichung von Bilanzen. Vgl. Werner R&uuml;gemer: Die Kapitalisten des 21. Jahrhunderts, K&ouml;ln 2018, S. 62ff.<\/p><p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] Der rechnerische Verlust im Jahr 2022 ist vor allem auf umfangreiche Wertberichtungen bei den Immobilien zur&uuml;ckzuf&uuml;hren.<\/p><p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] Utta Seidenspinner: Wohnwahnsinn. Warum Mieten immer teurer und Eigentum unbezahlbar wird, Berlin 2018, S. 114, zit. nach Lay, Wohnopoly, S. 88.<\/p><p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] Hier sind nicht die normalen Abgeordneten gemeint, sondern die fachlich zust&auml;ndigen Politiker, nach denen die anderen sich richten.<\/p><p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] Den 76.800 Wohnungen, die in Hamburg von 2011 bis 2020 gebaut wurden, stand im selben Zeitraum ein Bev&ouml;lkerungszuwachs von ca. 134.300 Menschen gegen&uuml;ber, vor allem durch Zuwanderung aus dem europ&auml;ischen und au&szlig;ereurop&auml;ischen Ausland. Bei einer durchschnittlichen Wohnungsbelegung von 1,8 Personen reichten die Neubauten also gerade f&uuml;r das Bev&ouml;lkerungswachstum aus. Und die Zuwanderung ist seither weiter gestiegen!<\/p><p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] Wir haben nachgerechnet, in: <a href=\"https:\/\/keineprofitemitbodenundmiete.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Newsletter-10-2021-Stand-21.12..21.pdf\">Newsletter der Hamburger Volksinitiative &bdquo;Keine Profite mit Boden und Miete&ldquo;, Nummer 10\/2021, S. 1, insbesondere S. 4, Abschnitt Mietpreisbindung<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Lage scheint aussichtslos. &Uuml;berall steigen die Wohnkosten. Wer als Mieter in einer deutschen Gro&szlig;stadt nach einer neuen Wohnung sucht und auf den freien Wohnungsmarkt angewiesen ist, muss tief in die Tasche greifen. Unter zw&ouml;lf Euro pro Quadratmeter (netto kalt) ist in den meisten St&auml;dten nichts mehr zu finden. Besonders rasant sind die Preise von<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104512\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":104513,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[165,28,208,146],"tags":[284,2596,285,2268,2468,1785,2678,2151,1582,2557],"class_list":["post-104512","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-innen-und-gesellschaftspolitik","category-privatisierung","category-rezensionen","category-soziale-gerechtigkeit","tag-deregulierung","tag-gemeinnuetzigkeit","tag-hedgefonds","tag-immobilienmarkt","tag-immobilienspekulationen","tag-immobilienwirtschaft","tag-mietendeckel","tag-mietpreisbremse","tag-sozialer-wohnungsbau","tag-vonovia"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/231003_titel.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/104512","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=104512"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/104512\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":104664,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/104512\/revisions\/104664"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/104513"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=104512"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=104512"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=104512"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}