{"id":104736,"date":"2023-10-05T08:05:26","date_gmt":"2023-10-05T06:05:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104736"},"modified":"2023-10-05T08:05:26","modified_gmt":"2023-10-05T06:05:26","slug":"hinweise-des-tages-4456","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104736","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104736#h01\">Einig gegen Asylrecht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104736#h02\">Mit ihrem Kriegskurs zerschl&auml;gt die Regierung die soziale Infrastruktur und zeigt auf Fl&uuml;chtlinge: Alles geht kaputt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104736#h03\">Wunschdenken statt Realpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104736#h04\">Wahlen in der Slowakei: Viel Kritik, aber auch ein paar positive Kommentare, z.B. aus Tschechien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104736#h05\">Bergkarabach ist erobert, aber der Krieg geht weiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104736#h06\">Ukraine-Krieg: Ist die Verweigerung von Waffenlieferungen rechts?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104736#h07\">Alte Verb&uuml;ndete<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104736#h08\">Wie ein fr&uuml;herer oberster Soldat der USA in Europa die Katze aus dem Sack lie&szlig;: der Kalte Krieg ging nie zu Ende und was das alles mit der deutschen Einigung zu tun hat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104736#h09\">Kanzler schwimmt nach Anfrage zu Cum-Ex: &ldquo;Kanzler Scholz l&uuml;gt und erfindet Kalendereintrag&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104736#h10\">Bundesregierung treibt Wettbewerb und das Ausbluten des Gesundheitssystems voran: Lauterbach auf Linie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104736#h11\">Deutscher Ethikrat &ndash; Alena Buyx und der Balken im Auge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104736#h12\">Von wegen ein Volk: Die skandal&ouml;se Enteignung des Ostens ist weiter tabu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104736#h13\">Prozess in M&uuml;nchen: Andrea Tandler bricht in Maskenaff&auml;re ihr Schweigen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Einig gegen Asylrecht<\/strong><br>\nEU-Rat verst&auml;ndigt sich auf Kompromiss zu &raquo;Krisenverordnung&laquo;. Berlin br&uuml;stet sich mit &raquo;Humanit&auml;t&laquo;, faktisch erhalten Gefl&uuml;chtete keinen Schutz mehr.<br>\nDie politische und mediale Hetze der vergangenen Wochen hat den Weg bereitet f&uuml;r den am Mittwoch beschlossenen &raquo;Kompromiss&laquo; zur sogenannten Krisenverordnung &ndash; letzter Baustein der &raquo;Reform&laquo; des Gemeinsamen Europ&auml;ischen Asylsystems (GEAS), wie es hie&szlig;. Konkret beinhaltet die Verordnung versch&auml;rfte Ma&szlig;nahmen, wenn eine &raquo;&Uuml;berlastung&laquo; der Asylsysteme drohe. Schutzsuchende k&ouml;nnten etwa bei ansteigenden Zahlen l&auml;nger in Asylhaft gehalten werden, zudem k&ouml;nnte der Kreis der Menschen vergr&ouml;&szlig;ert werden, die unter den repressiven und asylrechtswidrigen Grenzverfahren zu leiden h&auml;tten. Und Berlin ist stolz: Der Kompromiss ber&uuml;cksichtige &raquo;unsere Vorschl&auml;ge zu Humanit&auml;t und Ordnung. Daf&uuml;r haben Nancy Faeser und ich in Br&uuml;ssel bis zur letzten Minute hart und erfolgreich gerungen&laquo;, schrieb Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock von B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen auf X. Was f&uuml;r die EU-Technokraten und ihre Pendants in den Mitgliedstaaten jedoch mehr z&auml;hlt, wird an der Aussage des amtierenden Au&szlig;enministers von Spanien, das die EU-Ratspr&auml;sidentschaft innehat, deutlich: &raquo;Mit der heutigen Einigung sind wir nun in einer besseren Position, um bis zum Ende dieses Semesters eine Einigung &uuml;ber den gesamten Asyl- und Migrationspakt mit dem Europ&auml;ischen Parlament zu erzielen&laquo;, so Fernando Grande-Marlaska in der Pressemitteilung des EU-Rats. Denn nach der EU-Wahl im kommenden Juni k&ouml;nnten alle Bestrebungen der vergangenen Jahre, nicht erw&uuml;nschte Einwanderung zu verhindern, dahin sein. F&uuml;r das GEAS sind dahingehend zahlreiche Versch&auml;rfungen vorgesehen. Betont wurde von Grande-Marlaska, dass &raquo;diese au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Ma&szlig;nahmen&laquo; der Genehmigung des Rats bed&uuml;rften und &raquo;im Einklang mit den Grunds&auml;tzen der Notwendigkeit und Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit und unter voller Wahrung der Grundrechte von Drittstaatsangeh&ouml;rigen und Staatenlosen&laquo; greifen m&uuml;ssten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/460390.eu-grenzregime-einig-gegen-asylrecht.html\">junge Welt<\/a>\n<p>dazu: <strong>Migrationspolitik: Gr&uuml;nen-Basis rebelliert gegen Parteif&uuml;hrung<\/strong><br>\nNach dem Ja der Ampel zur EU-Asylreform brodelt es in der Partei. Vergeblich versuchen Au&szlig;enministerin Baerbock und Fraktionschefin Ha&szlig;elmann, die Br&uuml;sseler Einigung als Erfolg zu verkaufen.<br>\nOffenbar ahnte man bei den Gr&uuml;nen schon, was sich da zusammenbraut. Die EU-Staaten hatten sich am Mittwochmittag erst Minuten zuvor auf einen Krisenmechanismus zur Eind&auml;mmung illegaler Migration nach Europa verst&auml;ndigt, da lie&szlig; Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock auch schon ihre Deutung des Beschlusses verschicken: &ldquo;Wir haben in Br&uuml;ssel bis zur letzten Minute hart und erfolgreich darum gerungen, dass es nicht zu einer Aufweichung von humanit&auml;ren Mindeststandards kommt&rdquo;, erkl&auml;rte Baerbock. Man begr&uuml;&szlig;e die erreichten Verbesserungen, sagte wenig sp&auml;ter auch Fraktionschefin Britta Ha&szlig;elmann. Die Botschaft aus der Gr&uuml;nen-F&uuml;hrung: Man habe ja getan, was machbar gewesen sei. Das Ergebnis k&ouml;nne sich nun sehen lassen.<br>\nDoch genau daran gibt es innerhalb der Partei inzwischen erhebliche Zweifel.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/gruene-eu-asylreform-kritik-basis-parteispitze-1.6271721\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Mit ihrem Kriegskurs zerschl&auml;gt die Regierung die soziale Infrastruktur und zeigt auf Fl&uuml;chtlinge: Alles geht kaputt<\/strong><br>\nSanft war die R&uuml;ge des Kanzlers gegen&uuml;ber seinem derzeitigen Herausforderer: &bdquo;Was Herr Merz vorgetragen hat, entspricht nicht der rechtlichen Lage in Deutschland. Ich finde, dass man besser auf seine Worte aufpassen sollte.&ldquo; Das war eine deutliche Absetzbewegung gegen&uuml;ber seinem eigenen Gesundheitsminister, der am selben Tag in der &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung verlauten lie&szlig;, die &Auml;u&szlig;erung sei &bdquo;infam&ldquo;. Merz tue so &bdquo;als w&uuml;rden die Menschen eine Flucht vort&auml;uschen, um sich in Deutschland die teure Zahnbehandlung zu erschleichen&ldquo;. Im gleichen Atemzug z&uuml;ndelte er munter mit, es g&auml;be in Deutschland &bdquo;keine Terminnot bei Dentisten&ldquo;. Wenn dem so ist, liegt das am ehesten daran, dass sich ein gro&szlig;er Teil der Bev&ouml;lkerung eine Zahnbehandlung nicht mehr leisten kann. Bei anderen Fach&auml;rzten ist die Terminnot gro&szlig;. Lange Wartezeiten oder Praxen, die keine Patienten mehr aufnehmen &ndash; das sind die Erfahrungen von Millionen Menschen im Lande &ndash; und damit entlarven sich der Sinn des CDU-Man&ouml;vers und der recht sanften Reaktion des deutschen Regierungschefs. Ganz offensichtlich zerfallen gegenw&auml;rtig die Infrastruktur und die soziale Versorgung in diesem Lande: Z&uuml;ge fahren versp&auml;tet oder gar nicht mehr, Schulen rotten vor sich hin, der Gesundheitsminister appelliert an Eltern, doch bitte keine Kindermedizin zu horten, weil sonst Engp&auml;sse bei Antibiotika oder Fiebers&auml;ften entstehen k&ouml;nnten &ndash; f&uuml;r all das werden Schuldige gesucht und sind nun mit den 300.000 Ausreisepflichtigen gefunden, auf die der Volkszorn gelenkt werden soll.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/alles-geht-kaputt-4784289\/\">Manfred Sohn in unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Wunschdenken statt Realpolitik<\/strong><br>\nDeutsche &Ouml;konomen prophezeien f&uuml;r 2023 &raquo;Konjunkturabschwung&laquo;. Aber danach soll es aufw&auml;rts gehen. Ganz bestimmt. [&hellip;]<br>\nDie bislang viert- bzw. f&uuml;nftgr&ouml;&szlig;te Volkswirtschaft der Erde (je nach Berechnungsweise) schrumpft. In diesem Jahr laut Gutachten &raquo;nur&laquo; um 0,6 Prozent. Das hat auch damit zu tun, da&szlig; ein solcher Brocken mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) von rund vier Billionen Euro im Vorjahr nicht so schnell ins Rutschen kommt. Aber wehe, wenn er Fahrt aufnimmt. Deutschland sei wieder der &raquo;kranke Mann Europas&laquo;, schrieb der &raquo;Economist&laquo; im August. (&hellip;)<br>\nObwohl sich die Wirtschaft auf der Insel selbst nicht besser pr&auml;sentiert, war das eine Art Startschu&szlig; f&uuml;r moderate Kritik auch in den deutschen &raquo;Leitmedien&laquo; am BRD-Regierungskurs. Im Fr&uuml;hjahr 2023 war das noch anders. Da wurde zwar die seit 2022 grassierende Inflation beklagt. Dennoch gefielen sich Politiker und &Ouml;konomen in Wunschdenken. So vermuteten die genannten Institute damals f&uuml;r das Gesamtjahr ein leichtes BIP-Wachstum von 0,3 Prozent. Die &raquo;Ampelregierung&laquo; gab sich sogar noch optimistischer. Die neue Prognose bedeutet kein Umdenken der Auguren. Sie r&auml;umen einen Abschwung ein, behaupten aber, da&szlig; der 2024 vorbei sein werde. Dann soll die Wirtschaft wieder wachsen. (&hellip;)<br>\nUrsachenforschung bleibt indes weitgehend aus. Bei den Instituten aus Berlin, Kiel, Essen, Halle und M&uuml;nchen setzt man lieber auf optimistische Ausblicke und umgedeutete Zusammenh&auml;nge. Und wer etwa die &raquo;Tagesschau&laquo; konsumiert, kann alles in Kurzform bekommen. Dort ist aus der Nachricht l&auml;ngst ein Mantra geworden: Die Energieknappheit habe sich durch den &raquo;russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine&laquo; zu einem Problem entwickelt &ndash; nicht etwa wegen der Sanktionen des Westens. Kausalit&auml;ten oder politisch unerw&uuml;nschte Implikationen des globalen Verwertungsprozesses sind kaum gefragt. Ohnehin verst&auml;rkt sich der Eindruck, da&szlig; die Regierenden keine Ahnung vom Kapitalismus haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zlv.lu\/db\/1\/1438110508106\/0\">Zeitung vum L&euml;tzebuerger Vollek<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wahlen in der Slowakei: Viel Kritik, aber auch ein paar positive Kommentare, z.B. aus Tschechien<\/strong><br>\nAm letzten Wochenende wurde in der Slowakei gew&auml;hlt. Gewinner der Wahlen war Robert Fico mit seiner Partei &laquo;SMER &ndash; die Sozialdemokraten&raquo;, mit 23 Prozent der Stimmen. Da Fico im Wahlkampf angek&uuml;ndigt hatte, im Falle eines Sieges und seiner R&uuml;ckkehr ins Amt des Ministerpr&auml;sidenten werde die Slowakei keine Waffen mehr an die Ukraine liefern, hagelte es in fast allen gro&szlig;en westeurop&auml;ischen Medien harte Kritik. Aus dem Nachbarland Tschechien aber zum Beispiel gab es auch prominente positive Stimmen. Drei Ausz&uuml;ge aus solchen Kommentaren &ndash; und eine bemerkenswerte Antwort Ficos auf eine Drohung aus Br&uuml;ssel.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/wahlen-in-der-slowakei-viel-kritik-aber-auch-ein-paar-positive-kommentare-z-b-aus-tschechien\/\">Globalbridge<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Bergkarabach ist erobert, aber der Krieg geht weiter<\/strong><br>\nAserbaidschan hat mit seiner j&uuml;ngsten Milit&auml;roffensive in Bergkarabach Hunderte von Menschen get&ouml;tet und unz&auml;hlige Armenierinnen und Armenier vertrieben. Doch seine Expansionspl&auml;ne sind damit nicht am Ende.<br>\nAm 19. September startete die aserbaidschanische Armee eine gro&szlig; angelegte Invasion in der &uuml;berwiegend von Armenierinnen und Armeniern bewohnten Region Bergkarabach. Die F&uuml;hrung des abtr&uuml;nnigen Gebiets (auf Armenisch auch Republik Karabach oder Republik Arzach genannt) kapitulierte innerhalb von 24 Stunden und willigte ein, ihr Territorium an Aserbaidschan zu &uuml;bergeben sowie sich Ende dieses Jahres selbst aufzul&ouml;sen. Der Sturz von Arzach kostete hunderte Menschenleben und f&uuml;hrte zur massenhaften Vertreibung und Flucht der armenischen Bev&ouml;lkerung aus Bergkarabach.<br>\nDass die Republik Arzach nun ihrem baldigen Ende entgegengeht, ist drastisch ver&auml;nderten Hegemonie- und Machtverh&auml;ltnissen in der Region geschuldet. Die Lage hat sich seit dem sogenannten 44-Tage-Krieg im Herbst 2020 deutlich zu Aserbaidschans Gunsten verschoben. Vor allem konnte sich Aserbaidschan Vorteile erschlie&szlig;en, indem es inmitten gr&ouml;&szlig;erer geopolitischer Turbulenzen Partnerschaften mit den lokal dominierenden M&auml;chten, von der T&uuml;rkei &uuml;ber Russland bis hin zu westlichen L&auml;ndern, aufgebaut hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/bergkarabach-armenien-aserbaidschan-kriegszustand\">Jacobin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Ukraine-Krieg: Ist die Verweigerung von Waffenlieferungen rechts?<\/strong><br>\nn Deutschland sind einst friedensbewegte Kreise entsetzt: In den USA und der Slowakei sollen Milit&auml;rhilfen beendet werden. Was w&auml;re eine wirklich internationalistische Position?<br>\nZwei au&szlig;enpolitische Ereignisse der letzten Tage haben einen Gro&szlig;teil der deutschen Medien in Aufregung versetzt. In der Slowakei ist die Partei des sozialdemokratischen Politikers Robert Fico gest&auml;rkt worden. Die Pr&auml;sidentin hat ihn nun mit der Regierungsbildung beauftragt. Innenpolitisch verspricht Fico einen etwas sozialeren Kapitalismus, au&szlig;enpolitisch will er die Waffenlieferungen an die Ukraine kappen.<br>\nW&auml;hrend noch lange nicht klar ist, ob das Wahlversprechen Bestand haben wird, wenn Fico eine Koalitionsregierung bilden kann, wird ihm jetzt schon vorgeworfen, ein Putin-Freund zu sein und die Ukraine im Stich lassen zu wollen. Das wird auch den Republikanern in den USA vorgeworfen, die daf&uuml;r verantwortlich sind, dass zur Abwehr eines finanziellen Shutdowns ein Nothaushalt beschlossen worden ist, in der keine Milit&auml;rhilfen f&uuml;r die Ukraine enthalten sind.<br>\nF&uuml;r den au&szlig;enpolitischen Redakteur der taz, Dominic Johnson, handelt es sich dabei um einen &ldquo;Dammbruch der Rechten&rdquo;. Ein Absatz in Johnsons Artikel tr&auml;gt die &Uuml;berschrift &ldquo;Rechtsextreme Rhetorik wird salonf&auml;hig&rdquo;.<br>\nHier wird suggeriert, dass nur Rechte und gar Rechtsextreme ein Interesse daran haben, dass einmal die Milit&auml;rhilfe f&uuml;r die Ukraine stockt. Dabei wird unterschlagen, dass neben Antimilitaristen und Pazifisten auch anf&auml;ngliche Bef&uuml;rworter der Waffenhilfe aus dem b&uuml;rgerlich-demokratischen Spektrum das Geschehen inzwischen als blutigen Abnutzungskrieg bewerten, der durch Verhandlungen beendet werden muss.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Ukraine-Krieg-Ist-die-Verweigerung-von-Waffenlieferungen-rechts-9324313.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Alte Verb&uuml;ndete<\/strong><br>\nDie Bundeswehr bindet Teile der Streitkr&auml;fte Kroatiens in ihren im Aufbau begriffenen multinationalen Logistikverbund ein. Wie die Streitkr&auml;ftebasis berichtet, nehmen kroatische Milit&auml;rs bereits heute als Beobachter an deutsch-ungarischen &Uuml;bungen teil, bei denen Truppen aus der Bundesrepublik und aus Ungarn gemeinsame logistische Operationen proben. Ab n&auml;chstem Jahr, so hei&szlig;t es, sei eine aktive Integration kroatischer Einheiten in die Strukturierte Partnerschaft in der Logistik (SpiL) m&ouml;glich, die Berlin und Budapest etabliert haben. Wirtschaftlich und politisch ist Kroatien schon heute eng an Deutschland gebunden. Die Bundesrepublik ist sein bedeutendster Handelspartner und ein wichtiger Investor in dem s&uuml;dosteurop&auml;ischen Land; dar&uuml;ber hinaus bestehen enge politische Beziehungen, die sich auch auf Kroatiens Nachbarland Bosnien-Herzegowina auswirken. Sie gehen zur&uuml;ck auf die entscheidende Rolle, die die Bundesrepublik in den 1990er Jahren bei der Abspaltung Kroatiens von Jugoslawien spielte. Bonn setzte diese damals unter Inkaufnahme erheblicher Konflikte mit Frankreich sowie innerhalb der NATO durch, der Kroatien heute freilich l&auml;ngst angeh&ouml;rt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9365\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wie ein fr&uuml;herer oberster Soldat der USA in Europa die Katze aus dem Sack lie&szlig;: der Kalte Krieg ging nie zu Ende und was das alles mit der deutschen Einigung zu tun hat<\/strong><br>\n&bdquo;Russland war und ist seit Jahrzehnten eine existentielle Gefahr f&uuml;r Europa und die Vereinigten Staaten&hellip;&hellip; In diesem Krieg geht es um soviel mehr als nur um  die Ukraine&ldquo;<br>\nBen Hodges, ehemaliger Oberkommandierender der NATO- Streitkr&auml;fte in Europa, 27. September 2023, bei 60 Minutes [&hellip;]<br>\nKurzum, w&auml;hrend die allermeisten Ost-und Westdeutschen in den Tagen und Monaten der Jahre 1989 und 1990 vor allem damit besch&auml;ftigt waren, das Geschehene zu begreifen, einzuordnen und einen politischen Willen zu entwickeln (in Ostdeutschland f&uuml;hrte das in der einzigen freiheitlichen Wahl zur Volkskammer im M&auml;rz zur Zustimmung zum Konzept eines Beitritts nach Art 23 GG), bestand die internationale Aufgabe darin eine neue &bdquo;Ordnung&ldquo; in die entstandene &bdquo;Unordnung&ldquo; zu bringen, ohne den Prozess der demokratischen Umw&auml;lzungen in Mittel- und Osteuropa, einschlie&szlig;lich in der Sowjetunion, zu gef&auml;hrden.<br>\nOffiziell wurde das damals zun&auml;chst mit dem Zwei-Plus-Vier-Vertrag und mit der Zustimmung der damaligen Europ&auml;ischen Gemeinschaften (Rat und Parlament) zur deutschen Einigung erreicht, aber auch im Rahmen der KSZE in Paris im November 1990 festgemacht.<br>\nAus den Verabredungen jener Zeit resultiert der (russische) Vorwurf, dass damals die Sowjetunion mit dem falschen Versprechen betrogen wurde, dass die deutsche Einigung auf keinen Fall zu einer Osterweiterung der NATO f&uuml;hren w&uuml;rde. Das wurde sp&auml;ter bestritten, bzw. so interpretiert, als h&auml;tte es sich allein darum gehandelt, dass sich die NATO-Truppenstationierung nicht auf Ostdeutschland ausdehnen sollte, so wie es auch im Zwei-Plus-Vier-Vertrag fixiert ist.<br>\nEin Blick in die Archive legt die Versprechen offen, die Gorbatschow gegeben und dann gebrochen wurden.<br>\nEr zeigt auch, dass Gorbatschow und Bush in Malta im Dezember 1989 die Perspektive eines geeinten Deutschlands besprachen und Gorbatschow damals die Hoffnung damit verband, dass das zu einem gemeinsamen europ&auml;ischen Haus f&uuml;hren w&uuml;rde.<br>\nArchivaufzeichnungen belegen ebenfalls, dass Gorbatschow nicht gegen einen Nato-Beitritt des geeinten Deutschlands war und ergo auch nicht gegen einen permanenten Fu&szlig; der USA in Europa, immer unter der Voraussetzung, dass die USA und die Sowjetunion das neu Entstehende gemeinsam gestalten w&uuml;rden.  Gorbatschows Vorstellung war, beide Milit&auml;rbl&ouml;cke in eine europ&auml;ische Sicherheitsarchitektur zu &uuml;berf&uuml;hren. Die europ&auml;ische Verankerung der Sowjetunion war f&uuml;r ihn auch eine Voraussetzung f&uuml;r das Gelingen der Perestroika.<br>\nArchiv-Dokumente zeigen, dass sich Gorbatschow bei dem wichtigen Treffen mit Bush in Camp David Anordnungen widersetzte, die er von der Moskauer F&uuml;hrung mit auf den Weg bekommen hatte &ndash; die lehnte die deutsche Einigung unter den gegebenen Umst&auml;nden ab.<br>\nGorbatschow hatte Vertrauen in die Versprechen des Westens, hatte er doch selbst in Malta 1989 Bush versichert, dass er einer w&auml;re, der sein Wort h&auml;lt. Das sei Garant f&uuml;r Vertrauen. Er hatte die Rechnung ohne den Wirt gemacht.<br>\nDie Ablehnung einer Nato-Erweiterung und die Forderung nach einer gesamteurop&auml;ischen Sicherheitsstruktur erhielt auch Jelzin aufrecht. Er wurde ebenfalls betrogen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/petraerler.substack.com\/p\/wie-ein-fruherer-oberster-soldat\">Petra Erler<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Kanzler schwimmt nach Anfrage zu Cum-Ex: &ldquo;Kanzler Scholz l&uuml;gt und erfindet Kalendereintrag&rdquo;<\/strong><br>\nOlaf Scholz verwickelt sich im Cum-Ex-Skandal immer mehr in Widerspr&uuml;che. Selbst dem Kanzleramt f&auml;llt es zunehmend schwer, die Erinnerungsl&uuml;cken und verwirrenden Aussagen des Kanzlers stichhaltig zu erkl&auml;ren.<br>\nDer Kanzler ist clever, wenn es darum geht, mit Vorw&uuml;rfen zum umstrittenen Treffen mit dem Warburg-Banker Christian Olearius umzugehen. Er gibt nur das zu, was &ouml;ffentlich bekannt wird. Bis dahin bezieht er sich auf Erinnerungsl&uuml;cken und fehlende Terminkalendereintr&auml;ge. Viele Kritiker sagen, er verh&ouml;hne damit das Parlament, das in Ausschusssitzungen und parlamentarischen Untersuchungsaussch&uuml;ssen Klarheit schaffen wollte: Hat der ehemalige Erste B&uuml;rgermeister Hamburgs und heutige Kanzler Einfluss auf ein Steuerverfahren in Hamburg genommen?<br>\nJetzt hat sich der Kanzler aber offenbar in der eigenen Argumentation verheddert. Und auf Anfrage der Fraktion &ldquo;Die Linke&rdquo; im Bundestag, die t-online exklusiv vorliegt, reagiert die Bundesregierung schmallippig und ver&auml;rgert. Hat der Kanzler einen Kalendereintrag zu einem Treffen mit Christian Olearius erfunden &ndash; und l&uuml;gt er &uuml;ber seine Erinnerungsl&uuml;cken?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/deutschland\/innenpolitik\/id_100251562\/cum-ex-skandal-kanzler-scholz-luegt-und-erfindet-kalendereintrag-.html\">t-online<\/a>\n<p>dazu: <strong>Justiz sch&uuml;tzt Scholz: Neue Enth&uuml;llungen in Cum-ex-Aff&auml;re.<\/strong><br>\nDie Behauptung, vor dem Gesetz seien alle gleich, ist wohl einer der wichtigsten Propaganda-Slogans b&uuml;rgerlich-kapitalistischer Justiz. Wie realit&auml;tsfern die Aussage ist, zeigt nun einmal mehr der Umgang mit den Verstrickungen von Bundeskanzler Olaf Scholz in die Cum-ex-Machenschaften der Hamburger Privatbank M. M. Warburg. Dass diese im dreistelligen Millionenbereich Steuergelder gestohlen hat, steht fest. Auch dass Scholz seinen Einfluss auf die Finanzverwaltung der Hansestadt geltend machte, um dem Geldhaus die R&uuml;ckzahlung zu ersparen, ist offensichtlich. Und allm&auml;hlich wird auch deutlich, warum er trotzdem nicht auf der Anklagebank sitzt. N&auml;mlich aus &raquo;R&uuml;cksicht auf die Stellung&laquo; als Bundeskanzler, wie es in einem Vermerk der Staatsanwaltschaft K&ouml;ln, &uuml;ber den der Stern am Dienstag berichtete, unmissverst&auml;ndlich hei&szlig;t. Bei dem Dokument handelt es sich um die erforderliche schriftliche Begr&uuml;ndung, warum die Ermittlungen gegen Scholz Ende letzten Jahres eingestellt worden waren. Wobei die damals leitende Staatsanw&auml;ltin, Anne Brorhilker, eher eine Begr&uuml;ndung liefert, warum das Verfahren aus ihrer Sicht h&auml;tte fortgef&uuml;hrt werden m&uuml;ssen. So geht es in dem Vermerk etwa um &raquo;Ungereimtheiten in den Aussagen von Olaf Scholz&laquo; und dessen &raquo;auff&auml;llig h&auml;ufige Berufung auf Erinnerungsl&uuml;cken&laquo; sowie &raquo;die Behauptung, es habe trotz des gewichtigen und brisanten Steuerfalls der M. M. Warburg nahezu keine Kommunikation oder Akteneintr&auml;ge gegeben.&laquo; Brorhilker wird in Justizkreisen sehr gesch&auml;tzt, sie gilt als die erfolgreichste Cum-ex-Ermittlerin in Deutschland, ist seit zehn Jahren an dem Thema dran und hat auch daf&uuml;r gesorgt, dass Warburg zumindest einen Teil der gestohlenen Gelder an den Fiskus zur&uuml;ckzahlen musste. Aber den Kanzler in Erkl&auml;rungsn&ouml;te zu bringen, das ging offenbar zu weit. So landete die Cum-ex-Klage des Hamburger Staranwalts Gerhard Strate gegen Scholz zwar noch auf ihrem Tisch, aber der Generalstaatsanwalt setzte ihr eine so enge Frist, dass eine Pr&uuml;fung der Beweise unm&ouml;glich war und das Verfahren eingestellt werden musste. Auch den zwischenzeitlich erh&auml;rteten Vorwurf, Scholz habe den Untersuchungsausschuss der Hamburger B&uuml;rgerschaft belogen, darf sie nicht mehr pr&uuml;fen. Das machen jetzt ihre Kollegen vor Ort. Und f&uuml;r den nicht unwahrscheinlichen Fall, dass weitere Vorw&uuml;rfe gegen den Kanzler auftauchen, wurde mit einer dauerhaften Entmachtung der aufs&auml;ssigen Staatsanw&auml;ltin gleich vorgesorgt. So lie&szlig; NRW-Justizminister Benjamin Limbach vergangene Woche die erst vor zwei Jahren eingerichtete K&ouml;lner Cum-ex-Abteilung aufspalten und plazierte einen engen Vertrauten an der Spitze. Der kennt sich mit Jugendstrafrecht aus, nicht mit Steuerdelikten &ndash; und darf dieses Kompetenzdefizit k&uuml;nftig in den Dienst der Stabilit&auml;t des kapitalistischen Staates stellen. Brorhilker hingegen geht nun mit ihren F&auml;higkeiten wieder kleine Fische fangen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/460425.justiz-sch%C3%BCtzt-scholz.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Bundesregierung treibt Wettbewerb und das Ausbluten des Gesundheitssystems voran: Lauterbach auf Linie<\/strong><br>\nDie vom Bund urspr&uuml;nglich gew&uuml;nschte Einteilung der Krankenh&auml;user in verschiedene Versorgungslevel konnte Lauterbach gegen die Bundesl&auml;nder nicht durchsetzen. &Uuml;ber ein sogenanntes Transparenzgesetz, mit dem er nicht durch den Bundesrat muss, wird er trotzdem eine Level-Einteilung durch die Hintert&uuml;r vornehmen. Damit wird aus seiner Sicht Patientinnen erm&ouml;glicht, sich gute Krankenh&auml;user auszusuchen. Die Begr&uuml;ndung, durch solche Rankings werde &bdquo;die intrinsische Motivation&ldquo; der Besch&auml;ftigten in den Krankenh&auml;usern gest&auml;rkt, ist noch unanst&auml;ndiger. Das Ziel wird sein, &uuml;ber diese Transparenzrankings den Druck auf Kliniken zu erh&ouml;hen &ndash; bis hin zu Schlie&szlig;ungen. Auch wenn nun nicht mehr &ndash; wie zun&auml;chst vorgesehen &ndash; die M&ouml;glichkeit besteht, Druck auf schlecht gelistete Kliniken durch finanzielle Sanktionen auszu&uuml;ben. Auch ohne Level-Einteilung f&uuml;hrt die Reform dazu, dass unter der &Uuml;berschrift &bdquo;sektor&uuml;bergreifende Versorger&ldquo; kleinere Krankenh&auml;user vor Ort umgewandelt werden in Mischungen aus Pflegeheimen und ambulanten Versorgungszentren, die keine Notfallversorgung mehr anbieten und vom Rettungsdienst nicht angefahren werden d&uuml;rfen. Passend dazu wird die T&uuml;r ge&ouml;ffnet, in diesen Kleinstkrankenh&auml;usern die vollst&auml;ndige Refinanzierung der Pflegepersonalkosten aufzugeben, so dass dort wieder der Wettbewerb &uuml;ber Personalabbau er&ouml;ffnet wird. Ohnehin werden die Konzerne mit wachen Augen darauf achten, wie sich in diesem Segment &ndash; &auml;hnlich wie mit Rehakliniken und Medizinischen Versorgungszentren &ndash; Gewinne erzielen lassen, gerade weil in diesen H&auml;usern h&auml;ufig keine gewerkschaftlichen Strukturen und Tarifvertr&auml;ge vorhanden sind. Bundesweit einheitlich wird die Einteilung der erbrachten Krankenhausleistungen in 65 Leistungsgruppen eingef&uuml;hrt. Krankenh&auml;user d&uuml;rfen diese Leistungen dann nur noch erbringen, wenn sie auch die noch festzulegenden Qualit&auml;tskriterien erf&uuml;llen. (&hellip;)<br>\nAuch wird durch eine Hinterlegung der einzelnen DRGs zu diesen Leistungsgruppen das Fallpauschalensystem stabilisiert. Und da diese Kriterien noch nicht festgelegt sind, birgt dies zus&auml;tzliche Risiken, dass ungewollte Krankenh&auml;user geschlossen werden. Die Begr&uuml;ndung w&auml;re dann, dass sie ja &ndash; leider &ndash; die Qualit&auml;t nicht liefern, die man erwarten darf. Es ist der Komplexit&auml;t der Krankenhausfinanzierung geschuldet, dass sich eine Bundesregierung hinstellen kann, von &bdquo;weniger Markt&ldquo; spricht und dabei in Wirklichkeit den Wettbewerb und das Ausbluten des Gesundheitssystems vorantreibt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/lauterbach-auf-linie-4784283\/\">unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Deutscher Ethikrat &ndash; Alena Buyx und der Balken im Auge<\/strong><br>\nAlena Buyx, Vorsitzende des Ethikrates, bedauert, dass es &bdquo;uns genommen wurde, die Jahre der Pandemie aufzuarbeiten&ldquo;. Das ist reinste Heuchelei, die von eigenem Versagen und Fehleinsch&auml;tzungen ablenken soll. Der Ethikrat zeigt damit erneut, wie &uuml;berfl&uuml;ssig er ist. [&hellip;]<br>\n&bdquo;Uns ist es ja genommen worden&ldquo;, so Frau Buyx zur besten Sendezeit, &bdquo;nach dieser furchtbaren Zeit der Pandemie, gemeinsam aufzuarbeiten und zu heilen. Und das w&auml;re so wichtig gewesen, gerade mit Blick auf die Jungen. Da gab es so eine unerwiderte Solidarit&auml;t &ndash; so haben wir das genannt &ndash;, und ich w&uuml;rde mir wirklich w&uuml;nschen, dass wir da st&auml;rker hingucken.&ldquo; [&hellip;]<br>\nVon &bdquo;unerwiderter Solidarit&auml;t&ldquo; der Jungen spricht Buyx und meint damit wohl, dass in den Jahren 2020 und 2021 monatelang Kinderg&auml;rten und Schulen geschlossen wurden, was Kinder und Jugendliche nicht nur daran hinderte zu lernen, sondern auch daran, ihre Freunde zu treffen, Sport zu treiben, sich zu bewegen und all das zu tun, was f&uuml;r ihre Entwicklung so wichtig ist. Das w&auml;re an sich schon fragw&uuml;rdig. Geradezu zynisch wird die Sache jedoch, wenn sie im weinerlichen Ton der Dankbarkeit daherkommt, verpackt in den Vorwurf der unerwiderten Solidarit&auml;t seitens der Erwachsenen.<br>\nDenn nicht erwiderte Solidarit&auml;t setzt Solidarit&auml;t voraus. Und Solidarit&auml;t erfolgt freiwillig. Doch die Kinder und Jugendlichen haben nicht aus freien St&uuml;cken solidarisch gehandelt, sie wurden gezwungen. Durch Beschl&uuml;sse von Ministerpr&auml;sidenten, durch Beschl&uuml;sse der Bundesregierung und nicht zuletzt mit Segen des Ethikrates, dem Frau Buyx vorsitzt. Mehr noch: Die Heranwachsenden wurden in eine Situation gen&ouml;tigt, die ihnen teilweise erheblich geschadet hat, ihre Freiheitsrechte massiv einschr&auml;nkte und zudem epidemiologischer Nonsens war. Diese Zwangsma&szlig;nahmen seitens der Regierung in einen Akt der Solidarit&auml;t der Jugendlichen umzum&uuml;nzen, ist schlicht unversch&auml;mt.<br>\nNoch dreister wird die Aussage von Buyx&rsquo;, wenn man sie vor einen allgemeingesellschaftlichen Hintergrund h&auml;lt. Denn wer genau hat denn die Regierung ethisch beraten? Wer genau hat w&auml;hrend der Pandemie jede Grundrechtsverletzung, jede Beschr&auml;nkung der Freiheit mitgetragen? Es war unter anderem: der deutsche Ethikrat. Und es war dessen Vorsitzende Alena Buyx, die es zur moralischen Pflicht erkl&auml;rte, sich impfen zu lassen, und noch im November 2021 die Ma&szlig;nahmen &bdquo;schrittweise hocheskalieren&ldquo; wollte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/innenpolitik\/deutscher-ethikrat-alena-buyx-corona-aufarbeitung\">Cicero<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Von wegen ein Volk: Die skandal&ouml;se Enteignung des Ostens ist weiter tabu<\/strong><br>\nDaniela Dahn spricht von feindlicher &Uuml;bernahme. &ldquo;Verschw&ouml;rung&rdquo; hei&szlig;t es von Kritikern. &Uuml;ber die unangenehme Wahrheit der deutschen Einheitsgeschichte.<br>\nAm Dienstag war es wieder so weit. Jeden 3. Oktober im Jahr wird an die deutsche Einheit, an die Wiedervereinigung der beiden Deutschlands 1990 erinnert. Es ist sicherlich ein positives Datum, neben den vielen unangenehmen und schrecklichen in der deutschen Geschichte.<br>\nFeiern ist also durchaus angebracht. Wenn da nicht die Tatsache w&auml;re, dass vielen dabei nicht wirklich zum Feiern zumute ist. Diesmal war es der Aufstieg der rechtsextremen AfD im Osten, der den politischen Feiertagsreden seinen Tribut abkn&ouml;pfte. Beim Festakt in der Hamburger Elbphilharmonie erkl&auml;rte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) etwas verschn&ouml;rkelt: &ldquo;Auch in herausfordernden Zeiten wie diesen geht es darum, Horizonte zu &ouml;ffnen.&rdquo;<br>\nAber um Horizonte zu er&ouml;ffnen, braucht es eine ehrliche Bestandsaufnahme. Ein R&uuml;ckblick auf das, was geschehen ist und weiter wirkt.<br>\nLeider ist es aber so, dass viele, wenn nicht die meisten, die in Deutschland Einfluss und Meinungsmacht haben, davor die Augen verschlie&szlig;en und eine Historie konstruieren, die vom bundesrepublikanischen Westen und den Gewinnern der Einheit erz&auml;hlt wird.<br>\nDie Publizistin Daniela Dahn, einstiges Gr&uuml;ndungsmitglied des Demokratischen Aufbruchs, hat den Mut und die intellektuelle F&auml;higkeit, eine andere Perspektive einzunehmen. Sie betrachtet viele damalige Forderungen weiter als unerf&uuml;llt. Ihre Abrechnung bringt Unangenehmes zutage.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Von-wegen-ein-Volk-Die-skandaloese-Enteignung-des-Ostens-ist-weiter-tabu-9325226.html\">Telepolis<\/a>\n<p>dazu: <strong>Der Westen erbt, der Osten geht leer aus: Die deutsche Teilung dauert an<\/strong><br>\nAuch 34 Jahre nach dem Mauerfall steht die Grenze: Einkommensunterschiede werden kleiner, auch die Renten gleichen sich an. Beim Thema Erben aber klaffen alte und neue Bundesl&auml;nder auseinander [&hellip;]<br>\nDie Wiedervereinigung vollzog auch die Abl&ouml;sung des Wirtschaftssystems der DDR durch die Soziale Marktwirtschaft. Das &ouml;ffentliche Verm&ouml;gen, rechtlich als Volkseigentum gefasst, sollte von einer Treuhandanstalt verwaltet und verteilt werden. Die Treuhand, so die Ursprungsidee, sollte den Menschen im Osten Anteile zu je einem Sechzehnmillionstel, also einen pro B&uuml;rger:in zukommen lassen. Das w&auml;re eine gerechte Aufteilung dessen gewesen, was in &uuml;ber 40 Jahren von der gesamten ostdeutschen Gesellschaft erarbeitet worden war. Doch zu dieser Verteilung des Verm&ouml;gens kam es nicht.<br>\nStattdessen wurde die Treuhand zur Eigent&uuml;merin von 8.000 Kombinaten und Betrieben, die z&uuml;gig reorganisiert und privatisiert werden sollten. Auch 50.000 Immobilien und mehr als 25.000 Kleinbetriebe z&auml;hlten dazu. Allerdings blieben diese nicht etwa bei den Ostdeutschen: 85 Prozent des gesamten einstigen Volkseigentums gingen an Westdeutsche, zehn Prozent wurden von internationalen Investoren gekauft, und lediglich f&uuml;nf Prozent blieben in ostdeutschem Besitz.<br>\nDie Bilanz war vernichtend. Was erschwerend hinzukam: War die Treuhand 1990 noch Arbeitgeberin von insgesamt vier Millionen Ostdeutschen, hatten drei Millionen davon bis 1994 ihren Job verloren. So gesehen waren die neuen Bundesl&auml;nder nach der Wiedervereinigung dreifach gebeutelt: Die DDR insgesamt wurde zu einem einzigen Irrweg erkl&auml;rt, Millionen B&uuml;rger:innen verloren ihren Arbeitsplatz, und das Kapital wurde nicht verteilt, sondern an die Meistbietenden verkauft &ndash; ein Wettbewerb, bei dem die Ostdeutschen nicht mithalten konnten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/martyna-berenika-linartas\/reicher-westen-armer-osten-die-deutsche-teilung-geht-weiter\">der Freitag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Prozess in M&uuml;nchen: Andrea Tandler bricht in Maskenaff&auml;re ihr Schweigen<\/strong><br>\n&ldquo;Es ging mir niemals darum, zu betr&uuml;gen&rdquo;, sagt die wegen Steuerhinterziehung angeklagte Unternehmerin zum Auftakt ihres Prozesses. In ihrer Aussage will sie auch ihr Bild in der &Ouml;ffentlichkeit gerader&uuml;cken. [&hellip;]<br>\nZu Beginn ihrer &Auml;u&szlig;erung ging die Angeklagte auf das Bild ein, das aus ihrer Sicht in der &Ouml;ffentlichkeit von ihr gezeichnet werde: &ldquo;Da sitzt sie, die Tochter eines CSU-Amigos.&rdquo; Tandler betonte, dass sie weder Mitglied der CSU sei noch politisch aktiv. &ldquo;Ich wurde in die Familie des ehemaligen CSU-Generalsekret&auml;rs hineingeboren&rdquo;, sagte Tandler. &ldquo;Aber daf&uuml;r kann ich nichts.&rdquo; Der Eindruck, dass da eine Politikertochter, die noch nie gearbeitet habe, den Staat in einer Krisensituation abzocke, sei falsch. Die 40-J&auml;hrige sei ihr Leben lang gewohnt gewesen, zu arbeiten &ndash; zum Beispiel als Bedienung auf dem Oktoberfest. Mit einer Werbeagentur habe sie sich nach dem Studium selbst&auml;ndig gemacht und sich dabei nie auf die Hilfe ihres Politikervaters gest&uuml;tzt. Ihr sei nicht klar gewesen, &ldquo;dass der Name Tandler wertvoll sein k&ouml;nnte&rdquo;, sagte sie in Bezug auf die Maskendeals.<br>\nZweifel daran weckt eine Chatnachricht, die das Gericht am Mittwochnachmittag zeigte. In einer Nachricht an einen Gesch&auml;ftspartner wies Tandler ausdr&uuml;cklich auf den politischen Hintergrund ihres Vaters hin &ndash; und zog den Schluss, dadurch &ldquo;glaubhaft&rdquo; als Vermittlerin auftreten zu k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/andrea-tandler-steuerhinterziehung-prozess-muenchen-csu-bayern-maskenaffaere-corona-1.6270964\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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