{"id":10477,"date":"2011-08-18T08:56:57","date_gmt":"2011-08-18T06:56:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10477"},"modified":"2011-08-18T08:56:57","modified_gmt":"2011-08-18T06:56:57","slug":"hinweise-des-tages-1449","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10477","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute u. a. zu folgenden Themen: Euro-Krise, Englands Staatskrise, Steuerabkommen mit der Schweiz, Rot-Gr&uuml;ne macht Kasse, Schirrmacher, &Uuml;berwachung der Linken, Miniwachstum, hohe Wechselkurs des Schweizer Franken, Fitch widerspricht S&amp;P, B&ouml;rsensturz wirft Pensionskassen in Unterdeckung zur&uuml;ck, Hungersnot am Horn von Afrika, Europa fischt unser Meer leer, S&ouml;ldner sollen deutsche Schiffe sch&uuml;tzen, Umgang mit Ausl&auml;ndern in Bayreuth, Studium kann von der Steuer abgesetzt werden, INSM-Bildungsmonitor, wenn Pflege zum Risiko wird, Fukushima, Ude als Spitzenkandidat, das Letzte. (RS\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Euro-Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Englands Staatskrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Steuerabkommen mit der Schweiz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">ARD-exclusiv: Rot-Gr&uuml;n macht Kasse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Kommentare zu Frank Schirrmacher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">&raquo;Diese Typen lassen sich nicht in die Karten schauen&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Miniwachstum: Kurzer Traum vom Boom<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Schweizer Notenbank will teuren Franken schw&auml;chen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">USA behalten AAA-Rating &ndash; Fitch widerspricht Standard &amp; Poor`s<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">B&ouml;rsensturz wirft Pensionskassen in Unterdeckung zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Horn von Afrika: Hohe Nahrungsmittelpreise verschlimmern die Hungersnot<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Europa fischt unser Meer leer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Schwerbewaffnete S&ouml;ldner sollen deutsche Schiffe sch&uuml;tzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Umstrittener Umgang mit Ausl&auml;ndern in Bayreuth<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Urteil des Bundesfinanzhofs: Studium kann von der Steuer abgesetzt werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">INSM-Bildungsmonitor: Eine Studie f&uuml;r Unternehmer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Beatmungspatienten: Wenn Pflege zum Risiko wird<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Fukushima: radioaktiver Schwefel kam bis nach Kalifornien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Franz Maget &uuml;ber Ude als Spitzenkandidat: Die CSU ist schockiert &ndash; und selber schuld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Das Letzte: Ehre, wem Ehre geb&uuml;hrt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=10477&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Euro-Krise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Der Schweizer Soziologe Jean Ziegler &uuml;ber die Euro-Krise im Nachtmagazin<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/multimedia\/video\/ondemand100_id-video962520.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Dringend notwendig, einmal die Staaten von den Finanzm&auml;rkten abzukoppeln&rdquo;<\/strong><br>\nOskar Lafontaine im Gespr&auml;ch mit Dirk-Oliver Heckmann<br>\nOskar Lafontaine erinnert daran, dass die Linke bereits vor einigen Jahren Euro-Bonds vorgeschlagen hat. Damals habe die Regierung das abgelehnt. Doch &ldquo;das ist eben jetzt eine ganz neue Situation&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/interview_dlf\/1531348\/\">Deutschlandradio<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Kosten der Eurobonds: Das gro&szlig;e Horrorszenario<\/strong><br>\nDas M&uuml;nchener Wirtschaftsforschungsinstitut Ifo behauptet, Eurobonds k&ouml;nnten f&uuml;r Deutschland teuer werden &ndash; bis zu 47 Milliarden Euro j&auml;hrlich. Die Sch&auml;tzungen des Ifo-Instituts zu den Kosten der Eurobonds sind fragw&uuml;rdig.<br>\nWie falsch das Ifo-Institut mit seinen Einsch&auml;tzungen zuweilen liegt, zeigte sich gleich zu Beginn der Veranstaltung. Mehr als 70 Journalisten dr&auml;ngten sich in den Saal im Haus der Bundespressekonferenz, um der Pr&auml;sentation des M&uuml;nchner Wirtschaftsforschungsinstituts zum Thema Eurobonds beizuwohnen. Der Raum ist allerdings nur f&uuml;r 30 Personen konzipiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Die-Kosten-der-Eurobonds\/!76438\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Merkel und Sarkozy: zwei Staatschefs, ein Problem<\/strong><br>\nWas ist schlimmer: ein Absturz der Wirtschaft oder eine hohe Staatsverschuldung? Diese Frage stellt sich nicht abstrakt, sondern beschreibt die Alternative, mit der Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Pr&auml;sident Nicolas Sarkozy derzeit konfrontiert sind. Denn in beiden L&auml;ndern hat die Wirtschaft eine Vollbremsung hingelegt. In normalen Zeiten w&uuml;rde jetzt keine Regierung sparen oder eine &ldquo;Schuldenbremse&rdquo; debattieren. Denn jede Wirtschaft leidet, wenn der Staat seine Ausgaben k&uuml;rzt. Doch es sind keine normalen Zeiten. Die Staatsverschuldung in Frankreich und in Deutschland liegt bei &uuml;ber 80 Prozent der Wirtschaftsleistung. Das ist vielen B&uuml;rgern unheimlich.<br>\nMuss man also bedingungslos sparen, auch wenn dies die Wirtschaft in den Absturz treibt? Blo&szlig; nicht! Es w&auml;re Wahnsinn, jetzt eine Rezession zu riskieren. Denn die Staatsschulden w&uuml;rden dann nicht etwa sinken &ndash; sondern sogar noch weitersteigen. Und was ist mit dem Staatsbankrott? Eine Regierung kann doch nicht permanent Schulden machen! Stimmt. Aber deswegen muss sie noch lange nicht die Ausgaben k&uuml;rzen. Effizienter w&auml;re es, die Einnahmen zu erh&ouml;hen. So k&ouml;nnte der Spitzensteuersatz von derzeit 42 Prozent ruhig wieder steigen. Unter Helmut Kohl lag der bei 53 Prozent &ndash; und der Exkanzler war nicht gerade als Sozialist bekannt. Gerecht w&auml;re es au&szlig;erdem. Die Verm&ouml;genden haben den Staat schlie&szlig;lich wie eine Versicherung benutzt, die in der Finanzkrise ihren Besitz abzusichern hatte, indem Rettungspakete f&uuml;r Banken und Wirtschaft aufgelegt wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=a1&amp;dig=2011%2F08%2F17%2Fa0044&amp;cHash=0af3687a13\">taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Englands Staatskrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die Krawalle in Gro&szlig;britannien waren vorhersehbar<\/strong><br>\nUngez&uuml;gelter Kapitalismus, Gentrifizierung, die Ermunterung, &uuml;ber die eigenen Verh&auml;ltnisse zu leben: R. Atkinson und S. Parker &uuml;ber die Ursachen der Unruhen in England<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2011-08\/die-lehre-aus-london\">ZEIT Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Der nat&uuml;rliche Mensch in Tottenham<\/strong><br>\nGro&szlig;britannien als eine Gesellschaft ohne Vertrag: Der neue Gro&szlig;e Brand von London brach aus, weil der Staat keinen Schutz mehr bietet und darum keinen Gehorsam mehr erf&auml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/artikel\/C31399\/englands-staatskrise-der-natuerliche-mensch-in-tottenham-30486060.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Cameron spielt f&uuml;r die Galerie<\/strong><br>\nZuerst versagte die englische Polizei, als sie nach der Erschie&szlig;ung eines mutma&szlig;lichen Drogenh&auml;ndlers L&uuml;gen &uuml;ber einen Schusswechsel verbreitete. Nun versagt die Politik. Premierminister David Cameron ruft &ldquo;Null Toleranz&rdquo; aus, heuert einen Berater aus den USA an und sagt den &ldquo;verlogenen Menschenrechtsgesetzen&rdquo; den Kampf an. Das ist blinder Aktionismus. Demn&auml;chst wird das Unterhaus dar&uuml;ber debattieren m&uuml;ssen, ob den Krawallmachern der vorigen Woche die Sozialhilfe gestrichen werden soll. Cameron spricht von &ldquo;kranken Teilen der Gesellschaft&rdquo; und verspricht Heilung, indem man die &ldquo;kriminellen Elemente&rdquo; lange wegsperrt.<br>\nWer aber sind &ldquo;kriminelle Elemente&rdquo;? Abgeordnete, die durch Gesetze die Grundlagen f&uuml;r Recht und Ordnung schaffen sollen, haben bei ihren Spesenabrechnungen betrogen. Polizisten, die Recht und Ordnung durchsetzen sollen, haben sich bestechen lassen. Und die Boulevardzeitungen von Rupert Murdoch, die stets am lautesten nach Recht und Ordnung rufen, haben illegal Telefone angezapft. F&uuml;r all diese T&auml;ter hatte das kaum nennenswerte Konsequenzen. Nun aber wird eine Frau wegen ein paar gestohlener Shorts f&uuml;r f&uuml;nf Monate ins Gef&auml;ngnis gesteckt. Eine andere Frau soll in Sippenhaft genommen und aus ihrer Wohnung geworfen werden, weil ihr Sohn bei den Krawallen mitgemischt hat. Wenn man solch ungleiche Ma&szlig;st&auml;be anlegt, darf man sich nicht wundern, wenn es bald wieder zu Unruhen kommt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2011%2F08%2F16%2Fa0113&amp;cHash=55164e96d1\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Vor allem aber, wo bleiben die Verursacher der gro&szlig;en Krise, die auch f&uuml;r die klamme Staatskasse in Gro&szlig;britannien verantwortlich sind. Nur weil kaum irgendwelche Strafverfahren gegen die Profiteure der Krise laufen, bleiben sie doch die wirklich Kriminellen. Sie fahren ganze Staaten an die Wand und reden uns heute ein, die Reparaturkosten w&auml;ren ein Schuldenproblem der Staaten. Sie wollen nichts damit zu tun haben, dass durch ihr kriminelles Verhalten, heute allerorten Sparprogramme gefahren werden m&uuml;ssen, die u.a. den Gestaltungsraum einer schon recht knickrigen Politik in den sozialen Brennpunkten unserer St&auml;dte noch weiter einschr&auml;nkt.<br>\nIn den USA m&uuml;ssen die Verantwortlichen zumindest &ouml;ffentlich Stellung beziehen, auch wenn sie sich dann in den Verfahren freikaufen k&ouml;nnen &ndash; angeblich weil der konkrete Schuldnachweis zu schwierig und zu langwierig sie. Dabei wissen wir doch alle, wie es begonnen hat: Finanzinstitute versprachen &ldquo;Anlegern&rdquo; mit hochkomplexen Papieren Gewinne, ohne ausreichend &uuml;ber die Risiken zu informieren bzw. indem sie diese verschleierten. Und als der Zusammenbruch des Marktes abzusehen war, wurden diese Risikopapiere weniger Informierten angedreht und gleichzeitig auf einen Verfall dieser Papiere gewettet, so z.B. die Deutsche Bank. War da nicht einmal die Rede davon, die Entsorgung ihrer Schrottpapiere bei der IKB zu untersuchen? Stattdessen durfte Josef Ackermann nach dem von ihm selbst (!)ausgel&ouml;sten Alarm der Regierung Bankenrettungspl&auml;ne vorlegen, f&uuml;r die ihm die gro&szlig;en Finanzinstitute dieses Globus speziell im Falle der HRE ewig dankbar sein werden. Und, Frau Merkel, es ging nie um den kleinen Sparer. Den h&auml;tten sie billiger absichern k&ouml;nnen. Nehmen wir einmal zu ihren Gunsten an, dass die Politik nicht merkte, wie sie vor den Karren des Finanzkapitals gespannt wurde, so bleibt es dennoch beim heutigen Kenntnisstand h&ouml;chst unredlich, Randalierer und Stra&szlig;enpl&uuml;nderer als &ldquo;kriminelle Elemente&rdquo; abzutun oder wie in UK zu H&ouml;chststrafen zu verdonnern, wenn die Pl&uuml;nderer ganzer Volkswirtschaften au&szlig;erhalb bzw. &uuml;ber dem Gesetzes stehen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Passend dazu:<\/strong><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Steuerabkommen mit der Schweiz<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Amnestie f&uuml;r Steuerbetr&uuml;ger &ndash; Und weiter lockt die Schweiz<\/strong><br>\nIm Oktober 2010 feierten die Regierungen in Berlin und Bern noch optimistisch die Aufnahme von Verhandlungen f&uuml;r ein Schwarzgeld-Besteuerungs- Abkommen zwischen der Schweiz und Deutschland. 100 Milliarden Euro sollen wohlhabende Deutsche noch heute bei Schweizer Banken versteckt haben, sch&auml;tzen Steuerfahnder. Das Abkommen, das am 10. August paraphiert wurde, f&auml;llt jedoch schlecht f&uuml;r den deutschen Fiskus aus, schont die Steuerfl&uuml;chtlinge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/frontal21.zdf.de\/ZDFde\/inhalt\/31\/0,1872,8320223,00.html\">Frontal21<\/a><\/li>\n<li><strong>&laquo;Das macht jeden ehrlichen Steuerb&uuml;rger w&uuml;tend&raquo;<\/strong><br>\nDer deutsche Steuer- und Finanzexperte Sven Giegold ist Abgeordneter der Gr&uuml;nen im Europaparlament. Der Mitbegr&uuml;nder von Attac Deutschland &uuml;bt scharfe Kritik am Steuerabkommen zwischen der Schweiz und Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.woz.ch\/artikel\/archiv\/21053.html\">Schweizer Wochenzeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Fragt sich immer noch, warum der Abgeltungssteuersatz unterhalb des Spitzensteuersatzes liegen soll. Das ist nichts anderes, als eine Subvention f&uuml;r Steuerbetr&uuml;ger.<\/em><\/p>\n<p><strong>Ebenfalls passend dazu:<\/strong><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>ARD-exclusiv: Rot-Gr&uuml;n macht Kasse<\/strong><br>\nGerd Schr&ouml;der arbeitet f&uuml;r Gazprom, Joschka Fischer f&uuml;r die Konkurrenz. Gro&szlig;e Autos bedeuten ihm viel und Fischer legt Wert auf Statussymbole, erkl&auml;rt dessen alter Sponti-Kumpel Daniel Cohn-Bendit &ouml;ffentlich. Lockte das auch den ehemaligen gr&uuml;nen Staatssekret&auml;r Matthias Berninger aus dem Verbraucherschutzministerium ausgerechnet zum Schokoriegel-Multi &ldquo;Mars&rdquo;? Und war das der Grund, warum die fr&uuml;here SPD-Gesundheitsministerin aus NRW, Birgit Fischer, &ldquo;oberste deutsche Pharmalobbyistin&rdquo; wurde?<br>\nEs gibt gleich eine ganze Reihe rot-gr&uuml;ner Ex-Politiker, die ihre alten Ber&uuml;hrungs&auml;ngste lukrativ &uuml;berwunden haben &ndash; mit teilweise bizarren Wandlungen. Christoph L&uuml;tgert und sein Team durchleuchten in &ldquo;ARD-exclusiv&rdquo; das rot-gr&uuml;ne Business-Geflecht und m&uuml;ssen feststellen: Die N&auml;he von Politik und Wirtschaft war selten gr&ouml;&szlig;er.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/programm.daserste.de\/pages\/programm\/detail.aspx?id=F47431463A56086CED5F7323155388A9\">ARD &ndash; Text<\/a><br>\nQuelle 2:<a href=\"http:\/\/mediathek.daserste.de\/sendungen_a-z\/799280_reportage---dokumentation\/7943466_ard-exclusiv--rot-gr-n-macht-kasse?type=null\"> ARD &ndash; Video<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Kommentare zu Frank Schirrmacher<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Linke Kritik resozialisiert<\/strong><br>\n&ldquo;Ein Jahrzehnt enthemmter Finanzmarkt&ouml;konomie&ldquo; schrieb FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher in der FAS, &bdquo;entpuppt sich als das erfolgreichste Resozialisierungsprogramm linker Gesellschaftskritik&ldquo;. Ein starker erster Satz, dem er unter Bezugnahme auf den konservativen britischen Publizisten Charles Moore eine Fundamentalkritik an der Politik der letzten Jahrzehnte folgen lie&szlig;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/linke-kritik-resozialisiert\/-\/1472602\/9543256\/-\/index.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> FR-Kommentator Harry Nutt tituliert die NachDenkSeiten als &ldquo;linkes Forum&rdquo;, unterschl&auml;gt jedoch, da&szlig; der von ihm zitierte Historiker Paul Nolte im rechtskonservativ-neoliberalen Spektrum angesiedelt ist. Zudem erweckt Harry Nutt den Eindruck, auch Josef Fuchs von der Seite Wir in NRW Blog &auml;u&szlig;ere sich im Hinblick auf die aktuelle Kritik des FAZ-Herausgebers Frank Schirrmacher am politischen Konservatismus eher negativ. Dies ist jedoch mitnichten der Fall. Im <a href=\"http:\/\/www.wir-in-nrw-blog.de\/2011\/08\/wutburger-schirrmacher\/\">Beitrag von Josef Fuchs<\/a> hei&szlig;t es ganz unmissverst&auml;ndlich:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&bdquo;Ein Bundespr&auml;sident aus dem b&uuml;rgerlichen Lager&ldquo;, schreibt Schirrmacher, &bdquo;von dem man sich st&auml;ndig fragt, warum er unbedingt Bundespr&auml;sident werden wollte, schweigt zur gr&ouml;&szlig;ten Krise Europas, als glaube er selbst schon nicht mehr an die Rede, die er dann halten muss&ldquo;. Allein aus diesem Zitat spricht die ganze Verachtung und Entt&auml;uschung, die Schirrmacher f&uuml;r die f&uuml;hrenden Repr&auml;sentanten des Konservativismus noch &uuml;brig zu haben scheint. Ihm muss &ndash; angesto&szlig;en durch den britischen Publizisten und ehemaligen Thatcheristen Charles Moore &ndash; d&auml;mmern, von einer Politik verladen worden zu sein, die den Banken unter der Formel der Globalisierung die Freiheit gegeben hat, weltweit Gewinne zu machen und sich zu Hause die Verluste von den Steuerzahlern finanzieren zu lassen.<\/p><\/blockquote>\n<p><em>M&ouml;chte die &ldquo;linksliberale&rdquo; Frankfurter Rundschau im Hinblick auf &auml;eine kritische Bestandsaufnahme des politischen Konservatismus den FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher tats&auml;chlich rechts &uuml;berholen? H&auml;tte der FR-Kommentator Nutt darauf hingewiesen, da&szlig; die von Frank Schirrmacher ge&auml;u&szlig;erte Kritik auch auf die FDP sowie auf Teile von SPD und Gr&uuml;nen zutrifft, dann h&auml;tte sein Kommentar immerhin einen &ldquo;Mehrwert&rdquo; aufzuweisen gehabt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Von B&uuml;rgern, Linken und Wutb&uuml;rgern<\/strong><br>\nvon Harry Nutt<br>\nEin Jahrzehnt enthemmter Finanzmarkt&ouml;konomie&rdquo; schrieb FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher in der Sonntagszeitung seines Blattes, &ldquo;entpuppt sich als das erfolgreichste Resozialisierungsprogramm linker Gesellschaftskritik.&rdquo; Ein starker erster Satz, dem er unter Bezugnahme auf den konservativen britischen Publizisten Charles Moore eine Fundamentalkritik an der b&uuml;rgerlichen Politik der letzten Jahrzehnte folgen lie&szlig;. &ldquo;Es war ja nicht so, dass der Neoliberalismus wie eine Gehirnw&auml;sche &uuml;ber die Gesellschaft kam. Er bediente sich im imaginativen Depot des b&uuml;rgerlichen Denkens: Freiheit, Autonomie, Selbstbestimmung bei gleichzeitiger Achtung von individuellen Werten, die Chance, zu werden, wer man werden will, bei gleichzeitiger Z&auml;hmung des Staates und seiner Allmacht. Und gleichzeitig lieferte ihm die CDU ihren gr&ouml;&szlig;ten Wert aus: die Legitimation durch die Erben Ludwig Erhards, das Versprechen, dass Globalisierung ein Evolutionsprodukt der sozialen Marktwirtschaft wird. Ludwig Erhard plus AIG plus Lehman plus b&uuml;rgerliche Werte &ndash; das ist wahrhaft eine Killerapplikation gewesen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/berliner-zeitung\/archiv\/.bin\/dump.fcgi\/2011\/0817\/meinung\/0039\/index.html\">Berlinonline<\/a><\/li>\n<li><strong>TV-Tip: Hat die Linke doch recht? <\/strong><br>\nSendung am Donnerstag, 18.08.2011, 17.05 bis 17.50 Uhr<br>\nWie der Kapitalismus Werte zerst&ouml;rt<br>\nEs diskutieren:<br>\nProf. Dr. Elmar Altvater, Politikwissenschaftler und &Ouml;konom, Freie Universit&auml;t Berlin<br>\nProf. Dr. Thomas Straubhaar, Direktor des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts<br>\nGespr&auml;chsleitung: Eggert Blum<br>\nDie Banken rei&szlig;en die auf dem globalen Finanzmarkt erzielten Gewinne an sich und verteilen die Verluste auf die Steuerzahler aller L&auml;nder &ndash; sagt kein Linker, sondern der Thatcher-Biograph Charles Moore, bis vor kurzem ein neoliberaler Hardliner. Mit anderen Worten: Gewinne werden privatisiert, Verluste sozialisiert, die alte These der Linken. FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher greift sie auf und erkl&auml;rt: Die Konservativen h&auml;tten die klassischen b&uuml;rgerlichen Werte Freiheit, Autonomie, Selbstbestimmung an die Neoliberalen verraten und eine &ldquo;Verhunzung und Zertr&uuml;mmerung&rdquo; ihrer Ideale durch die Finanzm&auml;rkte zugelassen. Zerst&ouml;rt die Finanz- und Schuldenkrise am Ende die Grundlagen der Sozialen Marktwirtschaft &ndash; weil der Markt unregulierbar alles regiert? Hat die Linke somit seit langem prognostiziert, was Andere jetzt zugeben m&uuml;ssen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/swr2\/programm\/sendungen\/swr2-forum\/-\/id=660214\/nid=660214\/did=8284854\/qv0ek7\/index.html\">SWR2<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&raquo;Diese Typen lassen sich nicht in die Karten schauen&laquo;<\/strong><br>\nSteuerfrei Freunde bespitzeln: Linke Aktivisten in Freiburg lehnten unmoralisches Angebot des Staates ab. Ein Gespr&auml;ch mit Peter M&uuml;ller<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/08-17\/028.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Miniwachstum: Kurzer Traum vom Boom<\/strong><br>\nDie fr&uuml;hen BIP-Zahlen des Statistischen Bundesamts sind immer mit Vorsicht zu genie&szlig;en. Ob die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal tats&auml;chlich um 0,1 Prozent gewachsen ist oder nicht doch n&auml;her an den prognostizierten 0,4 Prozent liegt, wird erst dann feststehen, wenn sich niemand mehr wirklich daf&uuml;r interessiert. Aber die Tendenz ist klar: Die Konjunktur schw&auml;chelt, Europas Lokomotive verliert Tempo. Trotz h&ouml;herer Besch&auml;ftigung wird summa summarum weniger Geld ausgegeben. Daf&uuml;r gibt es ma&szlig;geblich zwei Gr&uuml;nde. Zum einen sind die Verbraucher nicht so recht in Stimmung. Angst vor Inflation und die st&auml;ndigen Hiobsbotschaften zur Euro-Krise haben sie verunsichert und zur Kaufzur&uuml;ckhaltung animiert. Zum anderen haben viele Deutsche nicht so viel im Portemonnaie, dass sie unbek&uuml;mmert shoppen k&ouml;nnen. Die Reall&ouml;hne sind eben trotz des Booms nicht gestiegen; und unter den neu geschaffenen Stellen sind viele unsichere Zeitarbeitsjobs. Daran krankt der Konsum. Deutschland braucht deshalb im Augenblick kein neues staatliches Konjunkturprogramm &agrave; la Abwrackpr&auml;mie. Den B&uuml;rgern w&auml;re schon geholfen, wenn sie angemessener an den fetten Gewinnen der Unternehmen beteiligt werden und die L&ouml;hne kr&auml;ftiger steigen. Und sie w&auml;ren ausgabefreudiger, h&auml;tten sie die Gewissheit, dass ihnen der Euro nicht bald unter den H&auml;nden wegbricht und die Euro-Zone in eine Rezession st&uuml;rzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/konjunktur\/:miniwachstum-kurzer-traum-vom-boom\/60092129.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Schweizer Notenbank will teuren Franken schw&auml;chen<\/strong><br>\nUm den Kurs des Schweizer Franken abzuwerten, hat die Nationalbank erneut mehr Geld in Umlauf gebracht. Doch an den M&auml;rkten bewirkte die Ma&szlig;nahme das Gegenteil.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2011-08\/schweiz-notenbank-franken\">ZEIT Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>USA behalten AAA-Rating &ndash; Fitch widerspricht Standard &amp; Poor`s<\/strong><br>\nDie Ratingagentur Fitch best&auml;tigt die einwandfreie Kreditw&uuml;rdigkeit der USA, auch der Ausblick f&uuml;r die Zukunft sei stabil. Die Analysten loben die gut aufgestellte US-Wirtschaft. Damit widersprechen sie dem Wettbewerber Standard &amp; Poor&rsquo;s, der mit der Abwertung der Vereinigten Staaten politisches Erdbeben ausgel&ouml;st hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/geld\/usa-behalten-aaa-rating-fitch-widerspricht-standard-poors-1.1131784\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>B&ouml;rsensturz wirft Pensionskassen in Unterdeckung zur&uuml;ck<\/strong><br>\nDie j&uuml;ngsten Turbulenzen an den Finanzm&auml;rkten d&uuml;rften den Pensionskassen in der Schweiz heftig zugesetzt haben. Die Anlagegesellschaft Swisscanto geht davon aus, dass viele Vorsorgeeinrichtungen in die Unterdeckung gefallen sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/boersenstuerze_werfen_viele_pensionskassen_in_unterdeckung_zurueck_1.11935645.html\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Auch in dieser Meldung wird wieder einmal die internationale Schuldenkrise als Ursache f&uuml;r die Kursst&uuml;rze an den Aktien- und Devisenm&auml;rkten genannt. Tats&auml;chlich ist der Schuldenkrise nur die Kehrseite der Finanzkrise, die immer noch nicht bew&auml;ltigt worden ist. Bereits 2008 haben die NachDenkSeiten auf die Schw&auml;che der kapitalgedeckten S&auml;ulen des Schweizer Rentensystems <a href=\"?p=3191\">hingewiesen<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Horn von Afrika: Hohe Nahrungsmittelpreise verschlimmern die Hungersnot<\/strong><br>\nDie Preise f&uuml;r lokal angebaute Grundnahrungsmittel sind am Horn von Afrika zuletzt dramatisch gestiegen. Damit wird sich die Hungerkatastrophe weiter verschlimmern, warnt die Weltbank. Die Organisation &bdquo;Luftfahrt ohne Grenzen&ldquo; plant weitere Hilfsfl&uuml;ge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/hohe-nahrungspreise-verschlimmern-hungersnot\/-\/1472596\/9540660\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Europa fischt unser Meer leer<\/strong><br>\nDer senegalesische Kleinfischerfunktion&auml;r Gueye beklagt Piraterie durch europ&auml;ische Fischkonzerne. Die Bev&ouml;lkerung vor Ort habe nun nicht genug Nahrung: &ldquo;Die von den gro&szlig;en Flotten &uuml;berfischten, k&uuml;stennahen Schwarmfische sind f&uuml;r uns ein Grundnahrungsmittel. Die UN-Ern&auml;hrungsorganisation FAO hat k&uuml;rzlich darauf hingewiesen, dass ihr Schwund die Nahrungsmittelversorgung in Westafrika ernsthaft bedroht.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2011%2F08%2F16%2Fa0093&amp;cHash=6140843646\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Schwerbewaffnete S&ouml;ldner sollen deutsche Schiffe sch&uuml;tzen<\/strong><br>\nSomalische Seer&auml;uber gef&auml;hrden den Welthandel &ndash; die Bundesregierung arbeitet deshalb an einem neuen&nbsp;Konzept f&uuml;r den Schutz deutscher Schiffe: Eins&auml;tze privater Sicherheitsfirmen sollen erleichtert werden, auch&nbsp;mit schweren Waffen. [&hellip;]<br>\nBereits vor Monaten hatte die Bundesregierung eine Kommission aus Experten mehrerer Ministerien gebildet, die intensiv mit&nbsp;den deutschen Reedern verhandelt. Seit Jahren verlangen die Reeder einen besseren Schutz deutscher Schiffe, lange&nbsp;schwebte ihnen die tempor&auml;re Stationierung von Soldaten oder Polizisten auf den Tankern und Containerschiffen vor. Den&nbsp;Einsatz privater Sicherheitsfirmen lehnten die Reeder lange ab, da sie die Kosten f&uuml;r S&ouml;ldner auf den Schiffen scheuten.&nbsp;Zudem w&auml;ren diese nicht befugt, schwere Waffen an Bord zu bringen.<br>\nGenau an diesem Punkt will die Koalition nun ansetzen. Im Gespr&auml;ch sind neue Regelungen im Waffenrecht, die den Einsatz&nbsp;von Sicherheitsfirmen mit schweren Waffen erm&ouml;glichen soll. Da die weltweit agierenden Agenturen &ndash; etwa die&nbsp;Nachfolgerfirma des skandalumwitterten US-Unternehmens Blackwater oder die Firma Dyncorps &ndash; jedoch undurchschaubar&nbsp;und schwer kontrollierbar sind, will die Bundesregierung bei der Auswahl der Firmen ein Mitspracherecht haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,780816,00.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Diese Meldung ist an Absurdit&auml;t kaum zu &uuml;bertreffen. Mehr als 3.000 der rund 3.600 Schiffe deutscher Reeder fahren nicht unter der deutschen Flagge, da man keine Steuern an den deutschen Staat abf&uuml;hren will und mit Billigflaggen Arbeitnehmerschutzrechte, Tarifl&ouml;hne und Sicherheitsauflagen au&szlig;er Kraft gesetzt werden. Nach internationalem Recht sind die Containerschiffe und Tanker, um die es hier geht, Hoheitsgebiet dieser Billigflaggenstaaten. F&uuml;r die Frage, ob S&ouml;ldner ihren Dienst an Bord dieser Schiffe aus&uuml;ben d&uuml;rfen, sind somit so schillernde Staaten wie Liberia, Antigua und Barbuda, die Marschall-Inseln oder Belize zust&auml;ndig. Der Umstand, dass sich Berlin &uuml;ber diese glasklaren Zust&auml;ndigkeiten hinwegsetzt, ist nicht weniger als ein eklatanter Bruch des V&ouml;lkerrechts &ndash; anstatt daf&uuml;r Sorge zu tragen, dass deutsche Reeder ihre Schiffe wieder unter deutscher Flagge fahren lassen, unterst&uuml;tzt Berlin die Steuerflucht der Branche.<br>\nZum Thema: <a href=\"?p=9614\">&ldquo;Milliarden-Subventionen ohne Gegenleistung&rdquo;<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/34\/34094\/1.html\">&ldquo;Wer sind hier eigentlich die Piraten?&rdquo;<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Umstrittener Umgang mit Ausl&auml;ndern in Bayreuth<\/strong><br>\nDas Ausl&auml;nderamt in Bayreuth steht massiv in der Kritik. Ausl&auml;ndische Studenten, Doktoranden und Wissenschaftler klagen &uuml;ber Schikanen. Von einem r&uuml;den Ton ist die Rede, von willk&uuml;rlichen Fristsetzungen und sogar von verz&ouml;gerten oder verweigerten Aufenthaltsgenehmigungen. An der Universit&auml;t will man nun mit einer Studie den Problemen auf den Grund gehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.mdr.de\/fakt\/Bayreuth102.html\">MDR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Urteil des Bundesfinanzhofs: Studium kann von der Steuer abgesetzt werden<\/strong><br>\nMiete, Studiengeb&uuml;hren, B&uuml;chergeld: Studenten k&ouml;nnen die Kosten ihrer Ausbildung in Zukunft leichter steuerlich geltend machen. Dem Staat drohen nach der Entscheidung des Bundesfinanzhofs damit Steuerausf&auml;lle in Milliardenh&ouml;he.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/karriere\/urteil-des-bundesfinanzhofs-studium-kann-von-der-steuer-abgesetzt-werden-1.1132031\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>INSM-Bildungsmonitor: Eine Studie f&uuml;r Unternehmer<\/strong><br>\n&raquo;Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft&laquo; reduziert Bildung auf &ouml;konomische Sichtweise<br>\nDer &raquo;Bildungsmonitor 2011&laquo; erhebt wie seine Vorg&auml;nger den Anspruch, die Bildungssysteme der 16 Bundesl&auml;nder wissenschaftlich zu untersuchen und nach ihrer Leistungsf&auml;higkeit zu bewerten. Doch wie aussagekr&auml;ftig sind die Ergebnisse wirklich?<br>\nGibt es durch Wettbewerb eine bessere Bildung? F&uuml;r die INSM ist die Antwort einfach. Mehr Wettbewerb in der Bildung schaffe mehr Qualit&auml;t; mehr Qualit&auml;t sorge f&uuml;r besser ausgebildete Fachkr&auml;fte; durch besser ausgebildete Fachkr&auml;fte wachse die deutsche Wirtschaft. Wettbewerb, so die Logik dieses Arguments, kennt keine Verlierer, sondern nur Gewinner. Ausgerechnet im Bildungsbereich soll Wettbewerb also zu anderen Ergebnissen f&uuml;hren als im Wirtschaftssystem? Bereits an dieser Argumentation der INSM zeigt sich: Die Denkfabrik der Unternehmer betreibt mehr Ideologie denn Wissenschaft&hellip;<br>\nDie m&ouml;gliche Interessenleitung werde aber kaum &ouml;ffentlich diskutiert. Diese Interessenleitung ergebe sich aber schon durch den &raquo;normativen Grundsatz&laquo; des Bildungsmonitors. &raquo;Haushaltskonsolidierung&laquo; sei der wichtigste &raquo;Wachstumstreiber&laquo;, hei&szlig;t es beispielsweise in der Einleitung der Studie aus dem letzten Jahr.<br>\nIn der &ouml;ffentlichen Debatte wird zudem meist ignoriert, dass der Bildungsmonitor lediglich eine &raquo;&ouml;konomische Sicht&laquo; auf die Bildungssysteme der Bundesl&auml;nder einnimmt. Mittel dazu ist das sogenannte Benchmarking, eine Methode, die Betriebswirtschaftlern dazu dient, ein Unternehmen so zu optimieren, dass es zum &raquo;Marktf&uuml;hrer&laquo; aufschlie&szlig;t. &Uuml;bertragen auf den Bildungssektor hei&szlig;t dies, dass mittels Benchmarking ein Wettbewerb zwischen den Bundesl&auml;ndern angesto&szlig;en werden soll.<br>\nDas Problem ist, dass die &Ouml;ffentlichkeit mit Zuschreibungen wie &raquo;bestes Bildungssystem&laquo; eine p&auml;dagogische Leistungsf&auml;higkeit assoziiert, die aber &uuml;berhaupt nicht Gegenstand des Bildungsmonitors ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/204645.eine-studie-fuer-unternehmer.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Siehe dazu nochmals <a href=\"?p=10463#h16\">Black Box Bildungsmonitor? Ein Blick hinter den Reiz des Rankings<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Beatmungspatienten: Wenn Pflege zum Risiko wird<\/strong><br>\nIn Deutschland gibt es Tausende Menschen, die nicht mehr selbstst&auml;ndig atmen k&ouml;nnen und deshalb auf Maschinen angewiesen sind. Auf der Intensivstation k&ouml;nnen die Betroffenen nur so lange bleiben, bis die akute Notfallbehandlung abgeschlossen ist. Spezielle Pflegeheime f&uuml;r sie gibt es kaum. Private Pflegedienste haben die L&uuml;cke erkannt und bringen die sogenannten Beatmungspatienten in Wohngemeinschaften unter. Weil dabei keine verbindlichen Standards f&uuml;r das Pflegepersonal gelten, kommt es immer wieder zu gravierenden Pflegem&auml;ngeln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.mdr.de\/fakt\/Beatmung100.html\">MDR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Fukushima: radioaktiver Schwefel kam bis nach Kalifornien<\/strong><br>\nForscher ermitteln Schwefelentstehung und Neutronenemission aus havarierten Reaktoren<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.scinexx.de\/wissen-aktuell-13781-2011-08-16.html\">scinexx<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Franz Maget &uuml;ber Ude als Spitzenkandidat: Die CSU ist schockiert &ndash; und selber schuld<\/strong><br>\nLandtagsvizepr&auml;sident Franz Maget wei&szlig;, was es bedeutet, f&uuml;r die Bayern-SPD als Spitzenkandidat in eine Wahl zu ziehen. Im Interview spricht der Vertraute von M&uuml;nchens Oberb&uuml;rgermeister &uuml;ber das pl&ouml;tzliche Interesse Udes an einer Kandidatur, wie sich die Debatte um die dritte Startbahn am M&uuml;nchner Flughafen im Wahlkampf auswirken k&ouml;nnte &ndash; und welche Rolle Udes Frau Edith spielt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/franz-maget-ueber-ude-als-spd-spitzenkandidat-die-csu-ist-schockiert-und-selber-schuld-1.1131699\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Das Letzte: Ehre, wem Ehre geb&uuml;hrt<\/strong><br>\nDie Bild-Zeitung hat f&uuml;r ihre Serie &bdquo;Geheimakte Griechenland&ldquo; (&bdquo;So haben uns die Griechen reingelegt&ldquo;) den Herbert-Quandt-Medienpreis erhalten. Nun ist die Emp&ouml;rung gro&szlig;. &bdquo;Unfassbar&ldquo; meint etwa Wolfgang Storz im Freitag und fragt: &bdquo;Z&auml;hlt differenzierte Berichterstattung gar nichts mehr?&ldquo; Als wenn es bei dem, was man in Deutschland unter Wirtschaftsjournalismus versteht, darauf ank&auml;me. Nein, Bild hat sich diesen Preis redlich verdient. Denn verliehen wird er &bdquo;im Gedenken an die Pers&ouml;nlichkeit und das Lebenswerk des Unternehmers Herbert Quandt&ldquo;. &ndash; Als Junior war Herbert Quandt unter der F&uuml;hrung seines Vaters G&uuml;nther mitverantwortlich f&uuml;r die Leitung eines der wichtigsten R&uuml;stungsbetriebe im Nationalsozialismus. Selbstverst&auml;ndlich wurden Zwangsarbeiter eingesetzt, es gab sogar ein firmeneigenes KZ. Was w&auml;re besser geeignet als die Bild-Berichterstattung &uuml;ber Griechenland, um zu beweisen, dass Quandts &bdquo;&Uuml;berzeugungen und Werte bis heute G&uuml;ltigkeit haben&ldquo;?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/jungleblog\/1202\/\">Jungle World<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute u. a. zu folgenden Themen: Euro-Krise, Englands Staatskrise, Steuerabkommen mit der Schweiz, Rot-Gr&uuml;ne macht Kasse, Schirrmacher, &Uuml;berwachung der Linken, Miniwachstum, hohe Wechselkurs des Schweizer Franken, Fitch widerspricht S&amp;P, B&ouml;rsensturz wirft Pensionskassen in Unterdeckung zur&uuml;ck, Hungersnot am Horn von Afrika, Europa fischt unser Meer leer, S&ouml;ldner sollen deutsche Schiffe sch&uuml;tzen, Umgang mit Ausl&auml;ndern in Bayreuth,<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10477\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-10477","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10477","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10477"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10477\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10480,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10477\/revisions\/10480"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10477"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=10477"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=10477"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}