{"id":105060,"date":"2023-10-11T08:39:41","date_gmt":"2023-10-11T06:39:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105060"},"modified":"2023-10-11T08:39:41","modified_gmt":"2023-10-11T06:39:41","slug":"hinweise-des-tages-4460","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105060","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105060#h01\">Deutschland f&auml;llt noch tiefer in die Rezession<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105060#h02\">Teuerung bringt viele Menschen an Grenzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105060#h03\">&raquo;Jede Mieterh&ouml;hung ist eine faktische Lohnk&uuml;rzung&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105060#h04\">Letzter Akt: Debatte in der Linkspartei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105060#h05\">Die strategischen Fehler des Benjamin Netanyahu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105060#h06\">&bdquo;Blockade in Gaza ist v&ouml;lkerrechtlich verboten&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105060#h07\">&laquo;Iran oder Russland als Drahtzieher? Das sind Schnellsch&uuml;sse&raquo; <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105060#h08\">Olaf Scholz: Marx hat nur &bdquo;Quatsch&ldquo; hinterlassen: Das Ende der sozialdemokratischen Entspannungspolitik <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105060#h09\">Rojava: Krieg ohne Aufmerksamkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105060#h10\">&bdquo;Ein Erbe der Kolonialherrschaft&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105060#h11\">Wir haben in Afrika alles, was wir brauchen, um ein m&auml;chtiger, moderner und industrialisierter Kontinent zu werden.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105060#h12\">Die neue EU-Krise (1): Vom Kurs abgekommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105060#h13\">Osteuropa vor einer neuen Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105060#h14\">Regierungswechsel in Luxemburg: Christdemokraten dabei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105060#h15\">Parlamentarische Sprechblasen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Deutschland f&auml;llt noch tiefer in die Rezession<\/strong><br>\nDer Internationale W&auml;hrungsfonds geht von einer weltweit anhaltend schw&auml;chelnden Konjunktur aus. Laut Prognose schrumpft Deutschland jedoch als einzige bedeutende Volkswirtschaft &ndash; und st&auml;rker als bislang erwartet.<br>\nDie deutsche Wirtschaftsleistung d&uuml;rfte aus Sicht des Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) in diesem Jahr um 0,5 Prozent zur&uuml;ckgehen. Damit korrigierte der IWF seine Prognose vom Juli erneut nach unten. Damals hatte er noch einen R&uuml;ckgang um 0,3 Prozent vorausgesagt. Deutschland wird demnach dieses Jahr als einzige gro&szlig;e Volkswirtschaft schrumpfen.<br>\nIm kommenden Jahr soll die deutsche Wirtschaft hingegen laut Prognose wieder wachsen &ndash; und zwar um 0,9 Prozent. Das sind allerdings immer noch 0,4 Prozentpunkte weniger als im Juli angenommen. 2022 hatte die deutsche Wirtschaft noch um 1,8 Prozent zugelegt.<br>\nAls Gr&uuml;nde f&uuml;r den erwarteten R&uuml;ckgang nennt der Fonds die Schw&auml;che zinsempfindlicher Sektoren, geringere Nachfrage durch Handelspartner und folglich eine Schw&auml;che der Industrieproduktion. Gleichzeitig erholt sich die Weltwirtschaft nur langsam von den Folgen der Coronapandemie, dem russischen Krieg gegen die Ukraine und der hohen Inflation &ndash; das Wachstum ist historisch schwach. IWF-Chefvolkswirt Pierre-Olivier Gourinchas mahnt angesichts der weltweit angespannten Konjunktur: &raquo;Die Weltwirtschaft humpelt vor sich hin, sie sprintet nicht.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/iwf-prognose-zur-weltwirtschaft-deutschland-faellt-2023-noch-tiefer-in-die-rezession-a-5bc4b90a-5770-492c-8edb-3242f4a13adb\">DER SPIEGEL<\/a>\n<p>dazu: <strong>Deutschland schmiert ab<\/strong><br>\nIWF prognostiziert tiefe Rezession f&uuml;r BRD. Weltwirtschaft &raquo;humpelt&laquo; vor sich hin.<br>\nDie BRD rutscht immer tiefer in die Rezession. Das geht aus dem aktuellen Konjunkturausblick des Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) hervor, der einen st&auml;rkeren Wirtschaftsabschwung als noch im Juli prognostiziert: Im laufenden Jahr sei nun mit einem R&uuml;ckgang der deutschen Wirtschaftsleistung um 0,5 Prozent zu rechnen, teilte die Organisation am Dienstag bei ihrer Jahrestagung mit der Weltbank im marokkanischen Marrakesch mit. Im Sommer war noch ein Minus von 0,3 Prozent erwartet worden. Damit w&auml;re die BRD der einzige G7-Staat mit einer negativen Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts. F&uuml;r das kommende Jahr senkte der IWF seine Prognose sogar um 0,4 Prozentpunkte ab und rechnet nun mit einem geringen Wachstum von 0,9 Prozent. Auch 2024 w&uuml;rde Deutschland dadurch deutlich unter dem G7-Durchschnitt liegen. Der IWF begr&uuml;ndete die Flaute der deutschen Wirtschaft vor allem mit der &raquo;Schw&auml;che der zinssensiblen Sektoren und der geringeren Nachfrage der Handelspartner.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/460802.konjunkturprognose-deutschland-schmiert-ab.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Teuerung bringt viele Menschen an Grenzen<\/strong><br>\nEtwa jeder sechste Deutsche kann wegen der hohen Teuerung kaum seine Lebenshaltungskosten bezahlen. 17,2 Prozent von 2.059 Befragten w&auml;hlten in einer YouGov-Umfrage f&uuml;r die Postbank diese Antwortm&ouml;glichkeit auf die Frage, wie sie die Preissteigerungen wahrnehmen. In der Vergleichsumfrage aus dem Januar 2022 lag der Anteil derjenigen, die wegen der teils deutlich gestiegenen Preise f&uuml;r Lebensmittel und Energie an finanzielle Grenzen sto&szlig;en, nach Angaben der zum Deutsche-Bank-Konzern geh&ouml;renden Postbank vom Montag bei 11 Prozent. [&hellip;]<br>\nVolkswirte erwarten eine weitere Abschw&auml;chung der Inflation in den kommenden Monaten. Allerdings wird gern verschwiegen, da&szlig; dadurch die Preise nicht sinken &ndash; sie steigen nur etwas langsamer als bisher. [&hellip;]<br>\nDiejenigen, die Geld zur&uuml;cklegen, lassen es &uuml;berwiegend auf dem Girokonto liegen (47,6 Prozent) &ndash; obwohl die Mehrheit der Befragten (60,5 Prozent) angibt zu wissen, da&szlig; diese R&uuml;cklagen wegen der Inflation an Wert verlieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zlv.lu\/db\/1\/1490132256809\/0\">Zeitung vum L&euml;tzebuerger Vollek<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&raquo;Jede Mieterh&ouml;hung ist eine faktische Lohnk&uuml;rzung&laquo;<\/strong><br>\nDe Lapuente: Liebe Frau Lay, ist das Ma&szlig;nahmenpaket nach dem sogenannten Wohnungsgipfel ein Doppelwumms? Oder sind Sie entt&auml;uscht?<br>\nLay: F&uuml;r die Mieterinnen und Mieter war es eine einzige Entt&auml;uschung, denn f&uuml;r sie hat der Wohngipfel nichts gebracht. Mieterschutz stand noch nicht einmal auf der Tagesordnung und &uuml;berhaupt hat die Ampel noch nichts gegen die extremen Mieterh&ouml;hungen getan, die gro&szlig;e und kleine St&auml;dte in der Bundesrepublik erleben. Auch die versprochene Neue Wohngemeinn&uuml;tzigkeit, mit der nach Wiener Vorbild gemeinn&uuml;tzige Wohnungsunternehmen entlastet und gef&ouml;rdert werden sollen, statt, wie bisher gro&szlig;spurigste Wohnungskonzerne, l&auml;sst auf sich warten. Beim sozialen Wohnungsbau gab es auch nichts Neues. [&hellip;]<br>\nDe Lapuente: In Frankfurt &ndash; wie in anderen gro&szlig;en St&auml;dten auch &ndash; entstehen neue Quartiere, in denen sich normale Arbeitnehmer die Miete nie und nimmer leisten k&ouml;nnen. Besteht nicht die Gefahr, dass die dann investierten Milliarden Wohnraum schaffen, der wieder nur als Wertobjektiv gehandelt und im Leerstand gehalten wird?<br>\nLay: Ja genau. Was es nicht braucht, sind teure neue Wohnungen, die sich Normalverdiener*innen nicht leisten k&ouml;nnen. Doch genau das f&ouml;rdert die Bundesregierung jetzt auch noch mit einer neuen steuerlichen Sonderabschreibung f&uuml;r den Bau von Wohnungen &ndash; ohne soziale Standards. Statt den Bau irgendwelcher Wohnungen zu subventionieren &ndash; den Bau von Luxuswohnungen f&uuml;r Reiche &ndash; sollte bezahlbarer Wohnungsbau gef&ouml;rdert werden. Dazu braucht es die Neue Wohngemeinn&uuml;tzigkeit: dauerhaft bezahlbare Wohnungen, also Wohnungen f&uuml;r das Gemeinwohl. [&hellip;]<br>\nDe Lapuente: Die Armut und Lande w&auml;chst, Obdachlosigkeit scheint zuzunehmen. Ist nicht elementarer Bestandteil einer Wohnungsmarktregulierung, auch eine progressive Lohnpolitik zu machen?<br>\nLay: Jede Mieterh&ouml;hung ist eine faktische Lohnk&uuml;rzung. Schlimmer noch: Zurzeit steigen alle Preise in allen Bereichen stark an. Wenn die L&ouml;hne nicht in dem Ma&szlig;e steigen, wie die Inflation und die Mietsteigerungen zusammen, dann verlieren die Erwerbst&auml;tigen an Lebensstandard. In vielen Branchen gibt es aber nicht einmal einen vollst&auml;ndigen Inflationsausgleich. Und so k&ouml;nnen sich immer weniger Menschen das Wohnen leisten. Gleichzeitig w&auml;chst das Verm&ouml;gen vieler Unternehmenschefs ins Unermessliche und wird kaum besteuert. Deswegen ja: Reiche mehr besteuern, L&ouml;hne rauf, Mieten runter.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/hintergrund\/politik\/jede-mieterhoehung-ist-eine-faktische-lohnkuerzung\/\">Overton Magazin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Letzter Akt: Debatte in der Linkspartei<\/strong><br>\nDass Wagenknecht sich in aller Ruhe ausschlie&szlig;en l&auml;sst, d&uuml;rften nicht einmal die D&uuml;mmsten unter den 58 annehmen. F&uuml;r diese Richtung erf&uuml;llt der Ausschlussantrag gegen Wagenknecht, der ja allenthalben unterstellt wird, dass sie die Partei in K&uuml;rze verlassen will, dennoch eine wichtige Funktion: Es geht darum, in der kritischen Phase zwischen dem Wahldesaster und der mutma&szlig;lichen Abspaltung des sozialdemokratischen Parteifl&uuml;gels die Debatte strikt zu kontrollieren und keine andere &Uuml;berlegung zuzulassen als die, dass Wagenknecht f&uuml;r die ganze Misere verantwortlich ist.<br>\nDer Bankrott dieser Partei ergibt sich nicht aus diesem Antrag, sondern daraus, dass diese erschreckend einf&auml;ltige Diskursstrategie funktioniert. Es gibt im Parteivorstand keinen Genossen mehr, der nun aufst&uuml;nde und sagte, dass es jetzt aber mal reicht. Dass der letzte Akt der Parteigeschichte dieses Ausschlussverfahren ist, hat sogar die Linkspartei nicht verdient.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/460838.letzter-akt.html%20\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die strategischen Fehler des Benjamin Netanyahu<\/strong><br>\nPremier Netanyahu hat Israel gespalten &ndash; und damit den Terroristen von der Hamas in die H&auml;nde gespielt. Der Geheimdienst warnte offenbar vergeblich vor einer Explosion in den Pal&auml;stinensergebieten. [&hellip;]<br>\nDass eine Explosion in den Pal&auml;stinensergebieten kommen w&uuml;rde, davor hatten Geheimdienste und Milit&auml;rs schon lange gewarnt. Nach dem Wahlsieg im vergangenen November, der Benjamin Netanyahu nach knapp anderthalb Jahren wieder zur&uuml;ck an die Macht brachte, schmiedete er die rechtsextremste und ultrareligi&ouml;seste Koalition in der Geschichte des Staates Israel. Seine Regierung besteht aus Ultraorthodoxen, national-religi&ouml;sen Siedlern und Politikern aus seiner eigenen Likud-Partei, die seinem rechten Populismus &uuml;berwiegend folgen.<br>\nDie wichtigste Aufgabe, die sich Netanyahu im Januar vorgenommen hatte, war die Beendigung seiner eigenen juristischen Verfahren. Seit einigen Jahren muss er sich wegen mutma&szlig;licher Korruption als Angeklagter in drei F&auml;llen vor Gericht verantworten. Im Falle einer Verurteilung droht ihm m&ouml;glicherweise eine Gef&auml;ngnisstrafe. Auch um das zu verhindern, versucht die Regierung seit neun Monaten eine Justizreform umzusetzen, die das Ende der demokratischen Gewaltenteilung vorsieht, mit der Netanyahu seinen Prozess sofort beenden k&ouml;nnte.<br>\nDoch der Plan spaltet die israelische Gesellschaft. Massiver Widerstand formierte sich, die Demonstrationen und Proteste liefen seit Monaten, die Wirtschaft begann zu kriseln &ndash; aber auch die Sicherheit des Landes br&ouml;ckelte. Denn immer mehr Reservisten k&uuml;ndigten an, ihren freiwilligen Dienst aus Protest gegen die Pl&auml;ne der Regierung nicht mehr erf&uuml;llen zu wollen. Unter diesen Reservisten befanden sich viele Kampfpiloten. Der Generalstab, der Verteidigungsminister, alle warnten Netanyahu vor den Folgen.<br>\nNicht nur die Kampfkraft der Armee begann zu leiden, schlimmer noch: Die Feinde Israels beobachteten genau, wie sich Israel innenpolitisch selbst zerlegte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/ausland\/hamas-angriff-wie-benjamin-netanyahu-israel-politisch-und-militaerisch-schwaechte-a-2298763e-2009-47a2-9a7f-82995a7acd01\">DER SPIEGEL<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Israel kann nicht 2 Millionen Menschen in Gaza gefangen halten, ohne einen grausamen Preis daf&uuml;r zu bezahlen.<\/strong><br>\nAuch in Israel gibt es zum neu ausgebrochenen Krieg nicht nur eine Meinung. Gideon Levy beschreibt in der israelischen Zeitung &laquo;Haaretz&raquo; seit vielen Jahren die menschenverachtende Besatzungspolitik Israels. Hier sein Kommentar zum Angriff der Hamas-K&auml;mpfer auf Israel. [&hellip;]<br>\nDie Drohungen, Gaza &bdquo;platt zu machen&ldquo;, beweisen nur eines: Wir haben nichts gelernt. Die Arroganz bleibt bestehen, auch wenn Israel wieder einmal einen hohen Preis daf&uuml;r zahlt.<br>\nPremierminister Benjamin Netanjahu tr&auml;gt eine gro&szlig;e Verantwortung f&uuml;r das, was passiert ist, und er muss den Preis daf&uuml;r zahlen, aber es hat nicht mit ihm angefangen und es wird auch nicht enden, wenn er geht. Wir m&uuml;ssen jetzt bitterlich um die israelischen Opfer weinen, aber wir sollten auch um Gaza weinen. Gaza, dessen Bewohner gr&ouml;&szlig;tenteils von Israel geschaffene Fl&uuml;chtlinge sind. Gaza, das noch nie einen einzigen Tag der Freiheit erlebt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/israel-kann-nicht-2-millionen-menschen-in-gaza-gefangen-halten-ohne-einen-grausamen-preis-dafuer-zu-bezahlen\/\">Globalbridge<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&bdquo;Blockade in Gaza ist v&ouml;lkerrechtlich verboten&ldquo;<\/strong><br>\nDie von Israel angek&uuml;ndigte Total-Blockade im Gazastreifen ist v&ouml;lkerrechtswidirig. Dies hat die Uno klargestellt.<br>\nUN-Menschenrechtskommissar Volker T&uuml;rk kritisierte Israels Entscheidung, alle Lieferungen von Nahrungsmitteln, Wasser, Strom oder Benzin in den Gazastreifen einzustellen.<br>\nEs sei unter dem humanit&auml;ren V&ouml;lkerrecht &bdquo;verboten&ldquo;, Menschen das vorzuenthalten, was sie zum &Uuml;berleben brauchen, erkl&auml;rte er.<br>\nAuch UN-Generalsekret&auml;r Ant&oacute;nio Guterres zeigte sich besorgt. Medizinische G&uuml;ter, Nahrung, Treibstoff und andere humanit&auml;re Hilfsg&uuml;ter w&uuml;rden dringend ben&ouml;tigt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/total-blockade-in-gaza-ist-voelkerrechtlich-verboten\/\">Lost in Europe<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>More than 830 dead in Gaza since Saturday as shelling hits school, hospitals and homes<\/strong><br>\n&lsquo;There is no safe place in Gaza right now&rsquo; say humanitarian workers, as Israel bombs sole border crossing with Egypt, preventing refugees&rsquo; escape<br>\nFrightened residents of Gaza have described bombardments striking residential buildings, hospitals and schools across the enclave amid growing concern over destruction of civilian infrastructure as Israel pledges to enforce a full siege.<br>\nThe Palestinian health ministry said more than 830 people have been killed, with 4,250 wounded since Saturday.<br>\n&ldquo;I believe this is the most serious escalation I will face. I was born here in Gaza, I witnessed the previous escalations,&rdquo; said Nidal Hamdouna, a humanitarian worker with Norwegian-Danish organisation Church Aid.<br>\n&ldquo;The situation we are facing involves intensive airstrikes and shelling targeting different locations across the Gaza Strip, including my neighbourhood,&rdquo; he said, speaking from the northern edge of Gaza City. &ldquo;The issue is that there is no safe place to go to in Gaza right now.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/world\/2023\/oct\/10\/830-dead-in-gaza-since-saturday-as-shelling-hits-school-hospitals-and-homes\">The Guardian<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Der israelische Premierminister Netanjahu fordert die Pal&auml;stinenser auf, den Gazastreifen zu verlassen<\/strong><br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung)<br>\n&ldquo;Die israelischen Verteidigungskr&auml;fte werden ihre ganze Kraft einsetzen, um die F&auml;higkeiten der Hamas zu zerst&ouml;ren&rdquo;, sagte er in der zweiten Fernsehansprache, die seit Beginn der Widerstandsoperationen der Hamas gegen Israel und seine Besatzungstruppen ausgestrahlt wurde.<br>\n&ldquo;Wir werden sie zerst&ouml;ren und diesen dunklen Tag, den sie dem Staat Israel und seinen B&uuml;rgern auferlegt haben, gewaltsam r&auml;chen&rdquo;, drohte der rechtsgerichtete Politiker.<br>\n&ldquo;Ich sage den Bewohnern des Gazastreifens: Verlassen Sie jetzt den Gazastreifen, denn wir werden gewaltsam handeln. Alle Orte, an denen die Hamas stationiert ist, sich versteckt und operiert, werden wir in Tr&uuml;mmerinseln verwandeln.&rdquo;<br>\nNetanjahus &Auml;u&szlig;erungen wurden jedoch von Menschenrechtsaktivisten kritisiert, da sie nicht der Realit&auml;t in dem Gebiet entspr&auml;chen.<br>\nIn der Praxis haben die Bewohner des Gazastreifens keine M&ouml;glichkeit, die Enklave zu verlassen, da der Streifen von &Auml;gypten und Israel blockiert wird. In der Tat erhalten nur sehr wenige Pal&auml;stinenser eine Genehmigung zum Verlassen des Gazastreifens.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telesurenglish.net\/news\/Israeli-PM-Netanyahu-Warns-Palestinians-to-Leave-Gaza-20231007-0009.html\">Telesur<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&laquo;Iran oder Russland als Drahtzieher? Das sind Schnellsch&uuml;sse&raquo;<\/strong><br>\nStehen Russland oder der Iran hinter den Hamas-Terroranschl&auml;gen gegen Israel? &laquo;Sehr unwahrscheinlich&raquo;, sagt Roland Popp von der Milit&auml;rakademie MILAK an der ETH Z&uuml;rich. [&hellip;]<br>\nDer Iran spielt bei der Unterst&uuml;tzung der Hamas durchaus eine Rolle &ndash; so wie auch andere M&auml;chte in der Region, insbesondere Katar und die T&uuml;rkei, die historisch zu den Hauptgeldgebern der Hamas geh&ouml;ren. Doch man darf nicht den Fehler machen zu glauben, Iran ziehe im Hintergrund die Strippen und die Hamas sei quasi eine Marionette. Das geht an den Realit&auml;ten weit vorbei. Ich bin mir ziemlich sicher, dass diese Operation massgeblich von der Hamas geplant und nicht mit Verb&uuml;ndeten und Partnern im Ausland koordiniert wurde.<br>\nWieso gehen Sie davon aus?<br>\nGanz einfach: aus Gr&uuml;nden der operativen Sicherheit. Die Anschlagspl&auml;ne mussten absolut geheim gehalten werden, zumal das &Uuml;berraschungselement entscheidend war f&uuml;r den &laquo;Erfolg&raquo; der Hamas. Die Hamas muss das &uuml;ber einen sehr langen Zeitraum geplant haben, darauf deutet vieles hin &ndash; vor allem die enge Abstimmung der milit&auml;rischen Operationen mit psychologischer Kriegf&uuml;hrung und Informationskrieg.<br>\nSehen Sie Moskau in irgendeiner Weise involviert?<br>\nNein, das kann ich mir absolut nicht vorstellen. Was w&uuml;rde das Russland n&uuml;tzen? Die israelische Politik ist im Ukraine-Konflikt weit weniger anti-russisch eingestellt als etwa die europ&auml;ische. Derzeit wird Russland gern f&uuml;r alle Konflikte auf der Welt verantwortlich gemacht, vom Kaukasus bis nach Ostasien, weil Moskau den Westen m&ouml;glichst &uuml;berall herausfordern wolle. Das erscheint mir wie ein Zerrbild der absurden Vorstellungen aus der Fr&uuml;hphase des Kalten Krieges, wo man hinter jedem Brandherd den internationalen Kommunismus vermutete. Das sind Schnellsch&uuml;sse, vor denen man sich h&uuml;ten sollte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.20min.ch\/story\/angriff-auf-israel-iran-oder-russland-als-drahtzieher-das-sind-schnellschuesse-301842984100\">20minuten<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Olaf Scholz: Marx hat nur &bdquo;Quatsch&ldquo; hinterlassen: Das Ende der sozialdemokratischen Entspannungspolitik <\/strong><br>\nMit Olaf Scholz verk&uuml;ndete ausgerechnet ein sozialdemokratischer Bundeskanzler am 27. Februar 2022 das gr&ouml;&szlig;te Aufr&uuml;stungsprogramm in der Geschichte der Bundesrepublik. Und es soll nicht nur 100 Milliarden Euro extra f&uuml;r die Bundeswehr geben, k&uuml;nftig sollen auch zwei Prozent und mehr des Bruttosozialprodukts f&uuml;r R&uuml;stung ausgegeben werden. Eine Forderung der NATO, gegen die sich die SPD lange Zeit gewehrt hatte. Die radikale Kehrtwende der SPD in der Verteidigungspolitik wird begleitet von einer Abkehr der Sozialdemokratie von ihrer traditionellen Politik der Entspannung gegen&uuml;ber Russland. Laut FAZ vom 20. Oktober 2022 erkl&auml;rte der SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil: &bdquo;Die Aussage, dass es Sicherheit und Stabilit&auml;t in Europa nicht gegen, sondern nur mit Russland geben k&ouml;nne, habe keinen Bestand mehr. In dem geltenden Grundsatzprogramm der Partei aus dem Jahr 2007 wird hingegen die strategische Partnerschaft mit Russland als &sbquo;unverzichtbar&lsquo; f&uuml;r Deutschland und die Europ&auml;ische Union bezeichnet. Doch das soll sich nun &auml;ndern: Die SPD will ihre Grunds&auml;tze in der Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik auf dem Parteitag Ende 2023 neu formulieren.&ldquo; Seit selbst die Jungsozialisten auf diesen neuen Kurs eingeschwenkt sind, ist innerparteilicher Widerstand dagegen nicht zu erwarten. Nach dem von Gerhard Schr&ouml;der durchgesetzten sozialpolitischem Kahlschlag durch Hartz IV und der Erh&ouml;hung des Renteneintrittsalters liquidiert die SPD nun &ndash; unter Schr&ouml;ders fr&uuml;herem Generalsekret&auml;r Olaf Scholz &ndash; mit der Friedenspolitik die zweite S&auml;ule sozialdemokratischer Identit&auml;t. Die Zerst&ouml;rung der Wurzeln der Partei. Doch Scholz will es nicht dabei belassen. Nun geht er daran, auch die weltanschaulichen Wurzeln der Sozialdemokratie auszurei&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/rotfuchs.net\/files\/rotfuchs-ausgaben-pdf\/2023\/RF-308-10-23.pdf\">Rotfuchs<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Rojava: Krieg ohne Aufmerksamkeit<\/strong><br>\nSeit Tagen wird Nordsyrien heftig bombardiert, die Region steuert auf eine humanit&auml;re Katastrophe zu und die Welt schweigt. medico-Partner helfen vor Ort.<br>\nSeit Tagen zerst&ouml;rt die T&uuml;rkei die zivile Infrastruktur in Nordsyrien. Die Lebensgrundlagen der Bev&ouml;lkerung in der Region werden gezielt zerst&ouml;rt. Innerhalb von drei Tagen wurden &uuml;ber 145 Ziele in allen St&auml;dten getroffen. Bisher wurden Dutzende Menschen get&ouml;tet und verletzt, 80 Prozent der zivilen Einrichtungen sind zerst&ouml;rt: Wasser- und Energieversorgung, Krankenh&auml;user und Schulen, &Ouml;lfelder, Fabriken und Warenlager. Dabei setzt die t&uuml;rkische Armee Drohnen und Bomben aus Kampfflugzeugen ebenso ein wie Artillerie aus den t&uuml;rkisch besetzten Gebieten in den t&uuml;rkisch besetzten Gebieten Nordsyriens. Hunderttausende Menschen sind seit Tagen ohne Strom und Wasser, darunter Zehntausende intern Vertriebene. [&hellip;]<br>\nDie Angriffe durch das NATO-Mitglied T&uuml;rkei sind ein klarer Versto&szlig; gegen das V&ouml;lkerrecht. Die t&uuml;rkische Regierung legitimiert die Bombardierungen mit Verweis auf den PKK-Anschlag in Ankara vom 2. Oktober. Angeblich soll einer der Attent&auml;ter aus Nordostsyrien kommen &ndash; Beweise gibt es daf&uuml;r keine, aber das spielt ohnehin keine Rolle. Am 3. Oktober gab Au&szlig;enminister Fidan auf einer Pressekonferenz alle zivilen Ziele in Nordsyrien und Nordirak zum Abschuss frei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.medico.de\/blog\/krieg-ohne-aufmerksamkeit-19223\">medico<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&bdquo;Ein Erbe der Kolonialherrschaft&ldquo;<\/strong><br>\nIn den Staaten Afrikas nimmt der Protest gegen den zum 1. Oktober eingef&uuml;hrten CO2-Grenzausgleich der EU zu. Der Mechanismus (Carbon Border Adjustment Mechanism, CBAM) soll die energieintensiven Industrien in der Union, die zunehmende Summen f&uuml;r Emissionszertifikate ausgeben m&uuml;ssen, vor Konkurrenz aus Nicht-EU-Staaten sch&uuml;tzen und dazu dortigen Lieferanten, die energieintensive Waren in die Bundesrepublik liefern, neue Abgaben auferlegen. Seit dem 1. Oktober ist der CBAM formell in Kraft, zun&auml;chst allerdings in Form eines Probelaufs. Die Abgaben werden erst ab 2026 erhoben. Betroffen sind im ersten Schritt besonders Grundstoffe wie Eisen oder Aluminium. Die Ma&szlig;nahme trifft zahlreiche afrikanische Staaten sehr stark, da sie seit der Kolonialzeit auf die Funktion von Rohstofflieferanten festgelegt sind. Mosambik etwa, eines der &auml;rmsten L&auml;nder der Welt, das rund ein Viertel seiner Exporterl&ouml;se mit Aluminiumexporten in die EU erzielt, k&ouml;nnte durch den CBAM bis zu 2,5 Prozent seiner Wirtschaftsleistung einb&uuml;&szlig;en. S&uuml;dafrikas Handelsminister warnt vor dem Anstieg von Armut und Arbeitslosigkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9370\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wir haben in Afrika alles, was wir brauchen, um ein m&auml;chtiger, moderner und industrialisierter Kontinent zu werden.<\/strong><br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung)<br>\nUntersuchungen der Vereinten Nationen haben k&uuml;rzlich gezeigt, dass Afrika keineswegs &uuml;ber unzureichende Ressourcen verf&uuml;gt, sondern wahrscheinlich besser f&uuml;r die Industrialisierung ger&uuml;stet ist als fast jede andere Region der Welt&rdquo; [&hellip;]<br>\nAls F&uuml;hrer der ghanaischen Regierung entwickelte Nkrumah eine Politik zur Umkehrung dieses Trends, indem er das &ouml;ffentliche Bildungswesen (mit Schwerpunkt auf Wissenschaft und Technologie) f&ouml;rderte, einen robusten &ouml;ffentlichen Sektor aufbaute, um sein Land mit Infrastrukturen (einschlie&szlig;lich Elektrizit&auml;t, Stra&szlig;en und Eisenbahnen) zu versorgen, und einen Industriesektor entwickelte, der den Rohstoffen, die zuvor zu mageren Preisen exportiert worden waren, einen Mehrwert verleihen w&uuml;rde. Ein solches Projekt w&uuml;rde jedoch scheitern, wenn es nur in einem Land versucht w&uuml;rde. Aus diesem Grund war Nkrumah ein gro&szlig;er Verfechter der afrikanischen Einheit, was er in seinem Buch Africa Must Unite (1963) ausf&uuml;hrlich dargelegt hat. Seiner Entschlossenheit ist es zu verdanken, dass die afrikanischen L&auml;nder im selben Jahr, in dem sein Buch ver&ouml;ffentlicht wurde, die Organisation f&uuml;r Afrikanische Einheit (OAU) gr&uuml;ndeten. Im Jahr 1999 wurde aus der OAU die Afrikanische Union.<br>\nW&auml;hrend Ghana und Afrika kleine Schritte auf dem Weg zur nationalen und kontinentalen Souver&auml;nit&auml;t machten, hatten einige Leute andere Vorstellungen. Nkrumah wurde 1966 durch einen vom Westen unterst&uuml;tzten Putsch abgesetzt, f&uuml;nf Jahre nachdem Patrice Lumumba als Premierminister der Demokratischen Republik Kongo abgesetzt und anschlie&szlig;end ermordet worden war. Jeder, der ein Projekt f&uuml;r die Souver&auml;nit&auml;t des Kontinents und die W&uuml;rde des afrikanischen Volkes aufbauen wollte, wurde entweder abgesetzt, get&ouml;tet oder beides.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/popularresistance.org\/we-have-in-africa-everything-necessary-to-become-a-powerful-modern-and-industrialised-continent\/\">Popular Resistance<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Die neue EU-Krise (1): Vom Kurs abgekommen<\/strong><br>\nUkraine-Krieg, Fl&uuml;chtlingskrise, Rezession: Die EU steckt mal wieder in der Krise. Doch diesmal ist alles anders. Die 27 sind vom Kurs abgekommen &ndash; sie wissen nicht mehr, wof&uuml;r sie stehen. &ndash; Teil eins einer mehrteiligen Serie.<br>\nFr&uuml;her war klar, worum es ging: Frieden, Wohlstand und Stabilit&auml;t waren die Versprechen, mit denen die EU angetreten ist. Die deutsch-franz&ouml;sische Auss&ouml;hnung stand f&uuml;r Frieden, der Binnenmarkt f&uuml;r Wohlstand und der Euro f&uuml;r Stabilit&auml;t.<br>\nAus, vorbei. Der Frieden ist in der Ukraine verloren gegangen, die EU sucht ihn nicht einmal mehr. Der Binnenmarkt leidet unter kontraproduktiven Sanktionen und explodierenden Energiepreisen. Die Eurozone hat die Inflation nicht im Griff; die steigenden Lebenshaltungskosten gef&auml;hrden den Wohlstand.<br>\nDie EU hat alle Ziele verfehlt, die Politik ist vom Kurs abgekommen. Doch statt sich dies einzugestehen und Abhilfe zu suchen, wird die Krise verdr&auml;ngt. Fr&uuml;her gab es wenigstens noch Krisengipfel, um die Probleme zu l&ouml;sen. Heute gibt es nicht einmal mehr das.<br>\nBeim EPG-Gipfel in Granada wurde um den hei&szlig;en Brei herumgeredet. Die Ohnmacht in Bergkarabach und im Kosovo sollte ebenso wenig auffallen wie der tiefe Riss, der die EU sieben Jahre nach der ersten gro&szlig;en Fl&uuml;chtlingskrise 2015\/16 immer noch zerreisst.<br>\nStatt sich an die eigenen Versprechen zu erinnern und den Kurs neu zu bestimmen, suchen die EU-Politiker die Flucht nach vorn. Im Beitritt der Ukraine, Moldaus sowie der Westbalkan-L&auml;nder soll das neue, &bdquo;geopolitische&ldquo; Heil liegen. Bis 2030 soll alles geschafft sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/die-neue-eu-krise-1-vom-kurs-abgekommen\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Osteuropa vor einer neuen Krise<\/strong><br>\nIm Atlas der Weltwirtschaft 2022\/2023 hatten wir einen Sonderteil eingef&uuml;gt, der sich speziell mit den L&auml;ndern in Osteuropa auseinandersetzt, die Mitglied der EU und zum Teil sogar Mitglied der EWU sind. Einige L&auml;nder verzeichneten in den vergangenen zwei Jahrzehnten enorme Verluste an internationaler Wettbewerbsf&auml;higkeit, wie sich am realen effektiven Wechselkurs ihrer W&auml;hrungen feststellen l&auml;sst. Ein Szenario dieser Art droht jetzt wieder.<br>\nZwischen 2000 und 2022 gab es etwa in Bulgarien zwei massive Aufwertungssch&uuml;be im Vergleich zum Euroraum. Das kann man den Abbildungen 1 und 2 (beide aus dem Atlas) entnehmen: Der reale effektive Wechselkurs des Euro (die durchgezogene Linie in Abbildung 1) stieg zwischen 2000 und 2004 um 20 Prozent, blieb bis 2009 ungef&auml;hr konstant, fiel dann wieder ab und liegt seit gut f&uuml;nf Jahren ungef&auml;hr um zehn Prozent &uuml;ber seinem Ausgangswert von 2000. Das bedeutet, dass sich die Wettbewerbsf&auml;higkeit des Euroraums bis zum Beginn der weltweiten Finanzkrise 2008\/2009 verschlechterte, dann aber wieder verbesserte. Spiegelbildlich dazu stieg der Saldo der Leistungsbilanz der Eurozone deutlich an (die blauen Balken in der Grafik ragen mit Werten von 2 &frac12; Prozent in den positiven Bereich).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2023\/10\/10\/osteuropa-vor-einer-neuen-krise\/\">Relevante &Ouml;konomik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Regierungswechsel in Luxemburg: Christdemokraten dabei<\/strong><br>\nLuxemburg steht nach der Parlamentswahl vor einem Regierungswechsel. Die seit zehn Jahren regierende Dreierkoalition von Liberalen, Gr&uuml;nen und Sozialdemokraten ist wegen herber Verluste der Gr&uuml;nen abgew&auml;hlt. Nun bahnt sich ein Zweierb&uuml;ndnis zwischen den zwei st&auml;rksten Parteien an: Der konservativen Christlich-Sozialen Volkspartei (CSV) und den Liberalen (Demokratische Partei\/DP). Die beiden Parteien haben im Parlament eine komfortable Mehrheit mit 35 von 60 Sitzen. [&hellip;]<br>\nDie bisherige Dreier-Koalition war am Sonntag in Luxemburg abgew&auml;hlt worden. Das B&uuml;ndnis kam auf 29 Mandate &ndash; 2 Sitze zu wenig, um die Koalition fortsetzen zu k&ouml;nnen. Zuletzt hatte die Regierungskoalition eine knappe Mehrheit mit 31 von 60 Sitzen in der Abgeordnetenkammer.<br>\nLaut Wahlleitung verloren die Gr&uuml;nen im Vergleich zur Wahl 2018 f&uuml;nf Mandate &ndash; und kamen nur noch auf vier Sitze.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/news\/2023-10\/09\/in-luxemburg-deutet-sich-koalition-der-csv-mit-liberalen-an\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Parlamentarische Sprechblasen<\/strong><br>\nHeutigen politischen Debatten ist nicht vorzuwerfen, dass darin zu viel gestritten w&uuml;rde &mdash; vielmehr sagen alle Parteien ann&auml;hernd das Gleiche in zunehmend hohlen Worten.<br>\nFr&uuml;her ging es hoch her im Hohen Haus, wenn pr&auml;gnante K&ouml;pfe sich ebendiese in oftmals aggressiven Wortgefechten hei&szlig;redeten. Man stritt, jedoch mit einiger Substanz. Heute herrscht eher das Bild einer De-facto-Einheitspartei, die durch inszenierte Scharm&uuml;tzel &uuml;ber Geschmacksnuancen demokratische Verh&auml;ltnisse zu simulieren versucht. &Uuml;ber die ungef&auml;hre Marschrichtung sind sich ohnehin alle l&auml;ngst einig: weniger Freiheit f&uuml;r die B&uuml;rger, mehr Krieg und die Auspl&uuml;nderung des Landes durch m&auml;chtige Eliten. Wenn in diesem domestizierten Debattierklub noch irgendwo wirkliche Feindseligkeit mitschwingt, dann richtet sie sich gegen die B&uuml;rger. [&hellip;]<br>\nAbgesehen davon, dass ein sogenannter Wahlkampf immer ein peinliches und entw&uuml;rdigendes Schauspiel ist, vor allem in Zeiten wie diesen, wo zwar Wahlen stattfinden (sollen), man aber eine Wahl &mdash; im Sinne konkurrierender Interessen, Ideen und L&ouml;sungsans&auml;tze f&uuml;r gesellschaftliche Probleme &mdash; in keiner Weise hat, sondern blo&szlig; irgendeine vorgefertigte Namensliste ankreuzen darf, um hinterher zu erfahren, was &bdquo;alternativlos&ldquo; ist und wozu man folglich gezwungen werden muss.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.manova.news\/artikel\/parlamentarische-sprechblasen\">Manova<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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