{"id":105132,"date":"2023-10-13T13:30:23","date_gmt":"2023-10-13T11:30:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105132"},"modified":"2023-10-13T12:43:38","modified_gmt":"2023-10-13T10:43:38","slug":"leserbriefe-zu-bundesregierung-ausdruecklich-dagegen-die-ukrainische-oun-b-und-bandera-als-antisemitisch-zu-bezeichnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105132","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eBundesregierung \u201eausdr\u00fccklich\u201c dagegen, die ukrainische OUN-B und Bandera als \u201eantisemitisch\u201c zu bezeichnen\u201c"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104774\">In diesem Beitrag<\/a> vertritt Florian Warweg die These, nach der in der Bundesregierung ein &bdquo;haarstr&auml;ubender Geschichtsrevisionismus&ldquo; um sich greife. Das Ausw&auml;rtige Amt hatte in einer Antwort auf eine Anfrage der Linksfraktion zum Thema &bdquo;Rechtsextreme Auspr&auml;gungen der ukrainischen Geschichtspolitik&ldquo; erkl&auml;rt, man mache sich die Bewertung &acute;bestimmter historischer Gruppierungen&acute; wie die der mit den Nazis kollaborierenden OUN-B unter Stepan Bandera als rechtsextrem oder antisemitisch &acute;ausdr&uuml;cklich nicht zu eigen.&acute; Wir haben hierzu interessante Leserbriefe erhalten. Danke daf&uuml;r. Hier eine Auswahl. <strong>Christian Reimann<\/strong> hat sie f&uuml;r Sie zusammengestellt.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Einmal mehr weht der Hauch des Orwell&rsquo;schen Wahrheitsministeriums durch deutsche Lande. Was vorher antisemitisch war ist es jetzt ausdr&uuml;cklich nicht mehr.<\/p><p>Ein Geschichtsrevisionismus, der das Oberste zuunterst kehrt. Ich h&auml;tte nicht gedacht, dass es in Deutschland noch zu meinen Lebzeiten dazu kommen wird. Schon gar nicht unter einer SPD-Regierung. Jetzt wei&szlig; ich es besser. Danke Allen, die das und das Folgende noch verhindern k&ouml;nnen.<\/p><p>L. Salomons<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Kollegen,<\/p><p>es ist zwar nicht verwunderlich, macht aber dennoch fassungslos, wie die dreiste Instrumentalisierung des offiziellen Anti-Antisemitismus hier zum Ausdruck kommt. Selbst kritische Juden wie Zuckermann werden in die Antisemitismus-Ecke gestellt und die Verehrer eines tausendfachen realen Judenm&ouml;rders sind die Guten, weil brauchbar gegen Russland. Das erinnert mich an ein Radiointerview mit dem aus Deutschland stammenden israelischen Politiker und Friedensaktivisten Uri Avneri (1923-2018) vor einigen Jahren. Eine deutsche Mainstream-Journalistin fragte ihn abschlie&szlig;end Beifall heischend, wie er die konsequente pro-j&uuml;dische Politik in Deutschland beurteile. Er antwortete zu ihrer &Uuml;berraschung ziemlich trocken, ihm seien die deutschen Philosemiten genauso unheimlich wie die deutschen Antisemiten.<\/p><p>Vielen Dank f&uuml;r Eure Arbeit und herzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nHagen K&uuml;hn<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr gesch&auml;tzter Florian Warweg, <\/p><p>zun&auml;chst an Sie meinen riesigen Dank f&uuml;r Ihre andauernde und mutige T&auml;tigkeit in der &ldquo;H&ouml;hle des L&ouml;wen&rdquo;! <\/p><p>Wie in der BPK von Seiten der Regierungs-\/Ministeriumssprecher bzw. in dem ihnen vorliegenden Antwortschreiben der Bundesregierung (Bundesdrucksache 20\/8177),) versucht wird eine meiner Meinung nach zweifelsfrei faschistische\/nazistische Organisation wie die der OUN(B) als Widerstandsgruppe\/-k&auml;mpfer darzustellen\/zu verteidigen beleidigt meines Erachtens den normalen Menschenverstand und grenzt aus meiner Sicht an die &ldquo;Banalit&auml;t des B&ouml;sen&rdquo;! <\/p><p>F&uuml;r mich pers&ouml;nlich steht au&szlig;er Frage das in der Ukraine 2014 (Stichwort &ldquo;Maidan-Putsch&rdquo;) genau die politisch faschistischen\/rassistischen\/nazistischen Parteien\/Organisationen\/Gruppierungen bewu&szlig;t an die Macht gebracht wurden, welche gemeinsam mit der Wehrmacht\/dem deutschen Nazitum w&auml;hrend des 2. Weltkriegs gegen Russland\/die UDSSR gek&auml;mpft haben. <\/p><p>Zu Beginn der russischen Milit&auml;roperation tauchten hier in Deutschland Menschen ukrainischer Herkunft auf die offen auf z.b. T-Shirts und Schildm&uuml;tzen das SS-Symbol der &ldquo;Wolfsangel&rdquo; trugen. Die Wolfsangel wurde in der Zeit des Nationalsozialismus von nationalsozialistischen Organisationen und SS-Einheiten benutzt. Dieses Nazisymbol der Wolfsangel wurde z.B. von der ukrainischen &ldquo;Brigade Asow&rdquo; &uuml;bernommen &ndash; das Abzeichen des Regiments zeigt eine blaue Wolfsangel auf gelbem Grund. <\/p><p>Das Nazisymbol der Wolfsangel sehe ich heute in Deutschland nicht mehr &ndash; wer auch immer da interveniert hat. Dagegen vermehrt jedoch das Symbol der Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN) &ndash; den Dreizack bzw. den &ldquo;Falken im Sturzflug&rdquo; (je nach Betrachtungsweise). <\/p><p>Auch das tragen\/zur Schau stellen des &ldquo;Dreizacks&rdquo; insbesondere durch ukrainische zugereiste Menschen (so geschehen erst wieder vor ein paar Tagen im &Ouml;PNV) halte ich f&uuml;r eine unertr&auml;gliche Zumutung, da ich auch dieses Symbol als ein Nazisymbol betrachte! <\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e in politisch schrecklichen\/albtraumhaften Zeiten<br>\nAndreas Rommel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Verehrte Nachdenkseiten-Redaktion,<\/p><p>man ist fassungslos angesichts dieser Kaltschn&auml;uzigkeit der Antwort der Bundesregierung, aber inzwischen nicht mehr &uuml;berrascht.<\/p><p>Die bedingungslose Unterst&uuml;tzung eines Regimes, das die Verehrung dieser Nazi-Kollaborateure quasi als nationale Identifikation betreibt, ist die eigentliche Zeitenwende und diese begann nicht erst im Februar 2022, sondern schon l&auml;ngst davor, sp&auml;testens jedoch mit der T&auml;uschung des gew&auml;hlten ukrainischen Pr&auml;sidenten Janukowytsch durch die &ldquo;Garantiem&auml;chte&rdquo; des Maidan im Februar 2014 eben zugunsten dieser rechtsextremen Kr&auml;fte. Man kann es nur als Schande bezeichnen, aber es ist mehr. Die Gewissheiten der langen friedlichen Nachkriegsperiode werden in Windeseile &uuml;ber Bord geworfen und im Grunde best&auml;tigt sich gerade jetzt an Deutschland, dass es eben doch der Regelfall ist, dass insbesondere die politisch Verantwortlichen aus der Geschichte nichts lernen. Historisch betrachtet befinden wir uns in einer sehr gef&auml;hrlichen Entwicklung (man denke z.B. an das lange &ldquo;friedliche&rdquo; 16. Jahrhundert als Vorperiode um verheerenden 30j&auml;hrigen Krieg), die gerade von einer solch opportunistischen und geschichtsvergessenen Regierung mit vorangetrieben wird.<\/p><p>Muss denn wirklich erst wieder der ganze Kontinent in Tr&uuml;mmern liegen, bevor wieder Vernunft einzieht? Dieses Mal w&auml;re es daf&uuml;r aller Wahrscheinlichkeit nach dann aber sowieso zu sp&auml;t..<\/p><p>Besorgte Gr&uuml;&szlig;e<br>\nP.Sieber<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Warweg,<\/p><p>zu Ihrer Frage auf der BPK, warum die Regierung Hitlers Verb&uuml;ndete ausdr&uuml;cklich nicht als antisemitisch bezeichnet&hellip;<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104774\">nachdenkseiten.de\/?p=104774<\/a><\/p><p>Es handelt sich ja effektiv um einen von vielen Versuchen, die T&auml;ter zu sch&uuml;tzen. &Auml;hnlich war es bei der Frage, was die Regierung dazu sagt, wenn deutsche Panzer mit den Symbolen der Nazi-Kollaborateure geschm&uuml;ckt auftauchen. &ldquo;Panzer, welche Panzer?&rdquo; &ldquo;Ach, diese Leopard-Panzer. Wir wissen nicht, woher die kommen.&rdquo; Auf wie viele Arten kann man einer Frage eigentlich noch ausweichen&hellip;<\/p><p>Wurde eigentlich schon jemals eine Antwort nachgereicht, die dann auch tats&auml;chlich auf die Frage eingeht?<\/p><p>Haben Sie schon einmal dar&uuml;ber nachgedacht, all diese vermeintlichen Einzelf&auml;lle in einem Buch aufzulisten? Ohne eine solche Auflistung bleibt die Erkennung des offensichtlichen Musters vermutlich denjenigen vorbehalten, die die Versuche, Russland zu destabilisieren, schon seit Jahren beobachten. Ein Buch, das anhand von realen Ereignissen auflistet, wie diese Destabilisierungsversuche im Alltag aussehen, w&uuml;rde das Muster und die Strategie sichtbar machen. Ich denke an eine Art der Zusammenstellung wie das Buch &ldquo;M&ouml;ge die gesamte Republik mit dem Finger auf sie zeigen&rdquo; von Marcus Kl&ouml;ckner zur Impfkampagne, vielleicht auch das englische Buch &ldquo;The New Normal Reich&rdquo;. Vielleicht haben Sie ja einen Lesetipp.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nP.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrtes Team der Redaktion,<br>\nsehr geehrter Herr Warweg, <\/p><p>zun&auml;chst vielen Dank f&uuml;r ihre unerm&uuml;dliche, aufkl&auml;rerische Arbeit!<\/p><p>Ich habe nur eine Frage bzgl. der Antwort der Bundesregierung auf die Anfrage der Linksfraktion:<br>\nIst es dann nicht naheliegend, dass Teile der Regierung, hier besonders die Gr&uuml;nen, eine faschistische Ideologie vertreten?<\/p><p>Klar, deren Kommunikationsstil erinnert mich an finstere Zeiten, nach zwei Jahren Regierungsbeteiligung haben die nichts als gequirlte Sch&hellip;&hellip; fabriziert, aber so eine offensichtliche Leugnung der Verbrechen der OUN-B m&uuml;sste doch eine Klagewelle lostreten, das denen h&ouml;ren und sehen vergeht. <\/p><p>Ich bleibe fassungslos zur&uuml;ck.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nPatrick Kersting<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo liebes Team der Nachdenkseiten, liebe Leserinnen und Leser,<\/p><p>was soll man dazu sagen? Welch gro&szlig;e Probleme die deutschen Eliten (zumindest ein gewisser Teil davon) mit der Anerkennung und Aufarbeitung ihrer faschistischen Vergangenheit (???) haben? Es wird geleugnet, bewusst get&auml;uscht und in ihr Gegenteil verkehrt.<\/p><p>Es werden Leute verurteilt, die vor dem Offensichtlichen, weil immer offener zutage Tretenden WARNEN. Auf Parallelen hinweisen (die nun schon deutlicher nicht mehr sein k&ouml;nnen) wird als &ldquo;Verharmlosung der Verbrechen der NS-Diktatur&rdquo; vor deutschen Gerichten absichtlich falsch gedeutet. Tats&auml;chliche Verharmlosung, weil zB Geschichtsklitterung &ndash; wie im vorliegenden Fall &ndash; wird hingegen nicht geahndet. Wenn man 1 und 1 zusammenz&auml;hlt, dann kommt man drauf, dass es einen Kampf gegen rechts nicht gibt sondern einen Kampf gegen Kritiker rechter Ideologien. Offensichtlich will man daf&uuml;r sorgen, dass sich der braune Geist wieder ungehindert ausbreiten kann, jeglicher Widerstand und Widerspruch gleich im Keim erstickt wird.<\/p><p>Doch warum wird jeder, der dem Narrativ widerspricht und zB Frieden statt Waffen fordert als &ldquo;rechtsradikal&rdquo; beleidigt und beschimpft? Man versucht nicht etwa bei der pseudolinken und meist sehr oberfl&auml;chlichen bubble zu punkten? Diese Leute wissen ganz genau, dass rechte Ideologie im Volk nicht so gut ankommt. Also versuchen sie von ihrer eigenen rechten Ideologie abzulenken, indem sie mit dem Finger auf Andere zeigen (auch schon mehrfach von Herrn M&uuml;ller angesprochene Manipulationsmethoden).<\/p><p>Doch es wird immer offensichtlicher wie weit rechts unsere Eliten eigtl stehen. Ob das jedoch die pseudolinke bubble begreift, die vielfach selber nur zum Schein &ldquo;links&rdquo; ist, weil sie ihr wahres Etikett &ldquo;rechts&rdquo; zu schmuddelig findet, das m&ouml;chte ich mal offen lassen. Diese Leute glauben, indem sie sich selber ein anderes Etikett geben und in den Chor mit einstimmen alle Anderen als rechts zu titulieren, seien sie bereits selber links. Doch weit gefehlt. Die (vielfach rechten) Eliten, die Macht derart brachial und Argumentfrei (&ldquo;du vertrittst nicht meine Meinung, also spreche ich dir das Menschsein ab, gehe nicht auf Deine Belange ein, cancel dich etc&rdquo;) zu verteidigen, ist eine urrechte Eigenschaft. Stichwort Machtsicherung (Sicherung der Macht der Kapitalisten und Ausbeuter) durch rechte Schl&auml;gertrupps auf den Stra&szlig;en, die jegliche Abweichung ahnden. Wir sind kurz davor. Und einige haben diesen Punkt bereits erreicht (der deutschen Justiz, dem Staatsapparat ist es passenderweise auch vollkommen egal, wenn vor deutschen Amtsgerichten offen zu Mord an Friedensaktivisten aufgerufen wird).<\/p><p>Die Menschen fallen leider in gro&szlig;er Zahl auf die Falschen herein. Ich will gar nicht von mir behaupten, dass ich da immer richtig liege. Der Punkt ist jedoch der, dass man zu seinen Fehlern steht und eine Korrektur einleitet. Nur das bedeutet innerlich zu wachsen.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nR.A.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Warweg,<br>\n&nbsp;<br>\nich bewundere Ihre Geduld in Bezug auf das unqualifizierte Geplapper der BPK.<br>\nIch habe in Bezug auf ihre konkreten Fragen noch nie wirklich etwas Substanzielles von den dort hochbezahlten Beamten geh&ouml;rt.<\/p><p>Offensichtlich ist das auch die Qualifikation dort: Reden ohne etwas zu sagen.<br>\nWas f&uuml;r ein Unterschied zu den komplexen und kompetenten Stellungnahmen eines Herrn Putin auf der letzten Valdai Konferenz. Da bleibt in Bezug auf unser Personal wohl nur Fremdsch&auml;men.<br>\n&nbsp;<br>\nGleichwohl ist es dennoch wichtig, immer wieder nachzubohren.<br>\nUnd f&uuml;r dieser Ausdauer geb&uuml;hrt Ihnen mein Respekt.<br>\nIch k&ouml;nnte das vor Ort nicht aushalten&hellip;.<br>\n&nbsp;<br>\nEgal, zur Sache.<br>\nDer Punkt auf den ich Sie ansprechen m&ouml;chte ist der Paragraph 130 StGB.<br>\nAktuell werden K&uuml;nstler etc. ja damit geradezu verfolgt, wenn sie nur ansatzweise einen Bezug von den Coronama&szlig;nahmen und der Gesinnungsjustiz hin zu der damaligen Zeit herstellen.<br>\nEben mit dem Vorwurf der Verharmlosung der NS Verbrechen und des Holocaust.<br>\n&nbsp;<br>\nWenn aber ein Aussenministerium eine Bande damaliger NS-Verbrecher derart in Schutz nimmt bzw. die von denen ver&uuml;bten Verbrechen schlicht nicht zugeben m&ouml;chte, die M&ouml;rder von damals als solche also nicht bezeichnen m&ouml;chte, zumal einige dieser Gruppen z.B. die SS Galizien (dort war der Nazi, dem sie in Kanada applaudiert haben, aktiv) sogar in N&uuml;rnberg als NS-Verbrecher verurteilt wurden (und zwar pauschal), dann stellt das nach meinem Rechtsempfinden exakt genau eine &ndash; um nicht zu sagen &ldquo;DIE&rdquo;- Verharmlosung der NS-Verbrechen und somit eine Straftat nach Paragraph 130 StGB dar. Und dies sogar um Welten st&auml;rker, als man es bisher Coronakritikern vorwarf.<br>\n&nbsp;<br>\nAufgrund der Offensichtlichkeit nehme ich an, dass Sie das in der Redaktion auch diskutiert haben und m&ouml;chte wissen, wie Sie die Erfolgsaussichten einer Anzeige dbzgl. bewerten oder ob Sie sogar planen, das Aussenministerium diesbez&uuml;glich anzuzeigen, zumal Sie sicher &uuml;ber gute Kontakte zu Rechtsexperten verf&uuml;gen.<br>\n&nbsp;<br>\nIch habe sogar selbst schon erwogen derart aktiv zu werden, lebe aber seit Ewigkeiten im Ausland und habe keine wirklichen Kontakte mehr zu Deutschland. Von daher w&uuml;rde mich Ihre Einsch&auml;tzung sehr interessieren.<br>\n&nbsp;<br>\nBitte bleiben Sie weiter stark.<br>\n&nbsp;<br>\nBeste Gr&uuml;&szlig;e<br>\nS. Silber<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Werte NDS-Redaktion<\/p><p>Dass das Ausw&auml;rtige Amt sich jetzt auch noch um die &bdquo;Sekund&auml;rverantwortung&ldquo; der finalen Geschichtsklitterung &nbsp;zu sorgen hat, &uuml;berrascht in keiner Weise. Aber was genau will man sich denn &bdquo;nicht zu eigen machen&ldquo;? Solcherlei hilflos Fahrl&auml;ssiges &ndash; quasi d&uuml;mmlichst aus der H&uuml;fte Geschossenes an vorgestanzter Sprachregelung &ndash; &nbsp;ist zwischenzeitlich ja Usus, eher wohl einzig noch erlaubte Verlautbarungsm&ouml;glichkeit. Selbst bei nachmittern&auml;chtlichem Zappen auf &Ouml;RR-Haupt- und Spartenkan&auml;len (letzte Nacht 5.\/6.10. z.B. auf Ph&ouml;nix): Geschichte und belegte Fakten dazu haben keine Daseinsberechtigung mehr.&nbsp;<\/p><p>In der Anfrage (der Linksfraktion) wird auf das Jahrbuch zur Antisemitismusforschung (aus dem Jahr 2014) verwiesen: &bdquo;&bdquo;Die F&uuml;hrer der OUN sahen ihre Organisation auf gleicher Ebene mit solchen europ&auml;ischen faschistischen Bewegungen wie den Nationalsozialisten, den italienischen Faschisten oder der Usta&scaron;a.&ldquo; Gutes Stichwort: Usta&scaron;a! Es geht &bdquo;n&auml;mlich&ldquo; auch anders, wenn man bzw. frau denn so wollte. Kroaten vs. Serben, besser das &ndash; zumindest derzeit &ndash; allein erlaubte Narrativ: gute Kroaten vs. b&ouml;se Serben. Aus einem rein zuf&auml;liig von heute stammenden Artikel &bdquo;&nbsp;<br>\n<a href=\"https:\/\/www.counterpunch.org\/2023\/10\/06\/return-to-bosnia-herzegovina-in-the-low-tech-killing-fields-of-jasenovac\/\">&bdquo;In the Low-Tech Killing Fields of Jasenovac&ldquo;<\/a>:&nbsp;<\/p><p>Ein Matthew Stevenson &bdquo;erz&auml;hlt&ldquo; von einem seiner Besuche<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;In einem kleinen B&uuml;ro abseits des Hauptplatzes fand ich einen Wachmann vor einem Fernseher, der sich bereit erkl&auml;rte, auf meine Taschen aufzupassen, w&auml;hrend ich die Museumsausstellungen besichtigte und &uuml;ber das Gel&auml;nde des ehemaligen Konzentrations- und Vernichtungslagers spazierte, das von August 1941 bis 1945 in Betrieb war.<\/p>\n<p>Low-Tech-T&ouml;tungsfelder&nbsp;<\/p>\n<p>Die Daten &auml;hneln denen der Besetzung Jugoslawiens durch die Nazis (Deutschland griff Belgrad am 6. April 1941 an, dem Ostersonntag), aber in diesem Fall waren die Gef&auml;ngnisaufseher und W&auml;chter einheimische Kroaten, die der faschistischen Ustaschi-Regierung in Zagreb treu waren.<br>\nDie meisten der 100 000 Opfer in diesem Lager (die genaue Zahl ist umstritten) waren Serben, Juden (viele aus Sarajewo) und Roma, aber auch dissidente Kroaten und Bosnier wurden dort ermordet. Am grausamsten war vielleicht, dass die Opfer von Hand get&ouml;tet wurden &ndash; durch Erschie&szlig;en, Schlagen mit Schaufeln auf den Kopf, Erh&auml;ngen an Laternenpf&auml;hlen, Ertr&auml;nken im nahe gelegenen Fluss oder erfrieren lassen. Jasenovac war ein Low-Tech-T&ouml;tungsfeld.<\/p>\n<p>Ich kann nicht sagen, dass mir gefiel, was ich in den Vitrinen sah &ndash; viele Bilder von Lagerh&auml;ftlingen, die zum Tode verurteilt wurden, und andere, die einen fr&ouml;hlichen Hitler zeigen, der seinen kroatischen Gefolgsmann Ante Paveli&#263; gr&uuml;&szlig;t &hellip; Dann ging ich zur&uuml;ck ins Museum und kaufte ein Exemplar eines Bildbandes, den ich beim Rundgang durch das Museum gesehen hatte.<\/p>\n<p>Schwierige Wahrheiten ver&ouml;ffentlichen&nbsp;<\/p>\n<p>Bei dem Buch handelt es sich um eine umfassende Geschichte des Lagers Jasenovac, die mit Text und Schwarz-Wei&szlig;-Fotos erz&auml;hlt wird. Das Beeindruckendste an dem Band ist, dass der Herausgeber das Kulturministerium der Republik Kroatien ist. Im Vorwort schreibt der Kulturminister: &ldquo;Diese Gedenkst&auml;tte ist ein Ort der Untersuchung und der Forschung, aber vor allem ein Ort des Lernens f&uuml;r neue Generationen, ein Ausdruck unseres Engagements f&uuml;r die weitere professionelle und wissenschaftlich fundierte Erforschung der Verbrechen und der Opfer des Ustascha-Konzentrationslagers Jasenovac. Die Gedenkst&auml;tte Jasenovac ist ein wichtiger Ausdruck unseres Bekenntnisses zu antifaschistischen Werten und ein Bekenntnis zu europ&auml;ischen Werten auf dem Weg der Vergangenheitsbew&auml;ltigung und auf dem Weg nach Europa&ldquo;. (Zitat Ende)\n<\/p><\/blockquote><p>Vielleicht sollte sich mal Frau Deschauer nebst ihrer Vorturnerin daran ein Beispiel nehmen? Mitnichten! Da sollte doch eher Frau Au&szlig;enministerin aus &bdquo;Germania&ldquo; mit ihrem Kollegen aus Zagreb mal ein ernstes W&ouml;rtchen reden. Mit dem Tenor, versteht sich:&nbsp;&bdquo;Was unterstehen Sie sich! Sowas d&uuml;rfen wir uns nicht zu eigen machen!&ldquo;<\/p><p>Nur mal so, mit besten Gr&uuml;&szlig;en und einem Dank an Herrn Warweg f&uuml;r sein unerm&uuml;dliches Wirken.<\/p><p>Michael Kohle<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Wer Antisemit ist, bestimme ich mit meiner Richtlinienkompetenz. <\/p><p>Der Bundeskanzler <\/p><p>In seinen Mund gelegt von Ralph Sch&ouml;pke<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104774\">In diesem Beitrag<\/a> vertritt Florian Warweg die These, nach der in der Bundesregierung ein &bdquo;haarstr&auml;ubender Geschichtsrevisionismus&ldquo; um sich greife. Das Ausw&auml;rtige Amt hatte in einer Antwort auf eine Anfrage der Linksfraktion zum Thema &bdquo;Rechtsextreme Auspr&auml;gungen der ukrainischen Geschichtspolitik&ldquo; erkl&auml;rt, man mache sich die Bewertung &acute;bestimmter historischer Gruppierungen&acute; wie die der mit den Nazis kollaborierenden<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105132\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-105132","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/105132","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=105132"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/105132\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":105135,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/105132\/revisions\/105135"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=105132"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=105132"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=105132"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}