{"id":10520,"date":"2011-08-22T09:00:11","date_gmt":"2011-08-22T07:00:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10520"},"modified":"2014-09-09T15:13:50","modified_gmt":"2014-09-09T13:13:50","slug":"die-liebe-der-kinder-montag-22-8-2011-22-45-h-bei-ard","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10520","title":{"rendered":"DIE LIEBE DER KINDER \u2013 Montag, 22.8.2011, 22.45 h bei ARD"},"content":{"rendered":"<p>Machen Sie mal Pause von der Politik und von der &uuml;blichen Meinungsmache. Mein Neffe Franz M&uuml;ller hat einen sehenswerten Film gedreht. Im Folgenden Kurzinhalt und verschiedene Kritiken von taz, S&uuml;ddeutsche Zeitung, FAZ, tvspielfilm. Albrecht M&uuml;ller.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Kurzinhalt<\/strong><br>\n&nbsp;<br>\nNach einer Kontaktanzeige treffen sich Robert und Maren auf einer Rastst&auml;tte in der Mitte des Lebens. Ein Motelbett, ein R&uuml;ckzieher, ein &Uuml;berfallsbesuch, der Umzug in die gemeinsame Patchwork-Wohnung. Es geht schnell, &bdquo;eine dieser Begegnungen, von denen es nicht viele gibt&ldquo; sagt Maren, &bdquo;irgendwas fehlt immer&ldquo; sagt Robert lakonisch, als Maren zweifelt. Maren, die nicht leicht zufrieden zu stellende Intellektuelle, Robert der sanfte Pragmatiker, immer wieder &uuml;berraschend geistreich und sensibel, doch zuweilen zu stumpf und ignorant &ndash; f&uuml;r Maren. Theater oder Karaoke? Oder beides? Als sich Marens Tochter und Roberts Sohn in eine naive ungest&uuml;me Liebe st&uuml;rzen, erscheint die Beziehung der Eltern mit einem Mal wie m&uuml;hsame Bastelei &hellip;<br>\nTrailer: <a href=\"http:\/\/www.dieliebederkinder.de\">www.dieliebederkinder.de<\/a><\/p><p><strong>TAZ<\/strong><br>\n<a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=ku&amp;dig=2011%2F08%2F18%2Fa0153&amp;cHash=44e237e349\">DVD Kritik<\/a><\/p><p><strong>S&uuml;ddeutsche Zeitung &ndash;&nbsp; 26.8.2010<br>\nWas fehlen muss &ndash; von Fritz G&ouml;ttler<br>\nLied der Freiheit &ndash; Franz M&uuml;llers &lsquo;Die Liebe der Kinder&rsquo;<\/strong><br>\nSo, jetzt besorg ich mal was zu trinken, sagt der Chef zu seinem Mitarbeiter, sie haben gerade den Garten eines Kunden vom Wildwuchs befreit. Mit einer Flasche und zwei Gl&auml;sern kehrt er aus dem Haus zur&uuml;ck &ndash; die werden schon nichts dagegen haben, erkl&auml;rt er, dass wir uns eine Flasche ihres Roten geholt haben. Die Utopie, von der dieser Film erz&auml;hlt, ist v&ouml;llig frei vom Besitzdenken, vom Begriff des Eigentums, materiell wie immateriell, was Geld oder B&uuml;cher, Respekt oder Liebe angeht. Einer der sch&ouml;nsten Filme dieses Jahres, er zeigt uns, was Freiheit ist, wie wenig sie kostet und wie schmerzhaft sie sein muss.<br>\nDass er Baumschneider ist, hat der Mann Robert der Frau Maren verschwiegen, als er sich im Internet mit ihr in Verbindung setzte. Er gab sich als Umweltsch&uuml;tzer aus, um soziales Gef&auml;lle zu kaschieren, sie arbeitet in einer Bibliothek, schreibt eine wissenschaftliche Biografie. Sie merkt es, als sie sich dann in einer Autobahnrastst&auml;tte zusammensetzen (ganz phantastisch: Marie-Lou Sellem, Alex Brendem&uuml;hl), ist kurz sauer, dann ziehen sie zusammen und sind nun, was man eine Patchwork-Familie nennt, sie bringt ihre Tochter, er seinen Sohn ins Haus. Kurze Zeit sp&auml;ter &ouml;ffnet sie nachmittags die T&uuml;r ihrer Tochter, da liegt die mit dem Sohn gemeinsam im Bett.<br>\nDiese Liebe der Kinder, der radikale, unnachgiebige, b&ouml;se Amour fou der Teenager ist ein Test f&uuml;r die Liebe der Eltern, die Kinder wollen weg, in die Unabh&auml;ngigkeit, die Ukraine. Das klingt, so kurz erz&auml;hlt, sehr kompliziert, aber es entwickelt sich ganz nat&uuml;rlich in den Bildern von Franz M&uuml;ller, der im K&ouml;lner Filmclub 813 arbeitete und 2003 den sch&ouml;nen &lsquo;Science Fiction&rsquo; drehte. Diese Bilder sind klar und vollkommen wie Skizzen, in ihnen finden Abgekl&auml;rtheit und Impulsivit&auml;t zusammen wie bei den gro&szlig;en Regisseuren, von Hawks und Cassavetes bis zu Thome und Demy. Irgendetwas fehlt immer, hei&szlig;t es mal, in der Liebe, im Kino, genau das macht ihre Gr&ouml;&szlig;e aus.<\/p><p><strong>Frankfurter Allgemeine Zeitung &ndash; 28.8.2010<br>\nDie Liebe der Kinder &ndash; von Michael Althen<br>\nLIEBESWUNDER<\/strong><br>\nMan k&ouml;nnte sagen, dass Franz M&uuml;llers Film fast franz&ouml;sisch ist in seiner Art, der Liebe bei der Arbeit zuzusehen. Ihrem Hin und Her zwischen Gl&uuml;ck und Alltag. In der Tat fallen einem auch kaum deutsche Vergleiche ein f&uuml;r dieses kleine Wunder an emotionaler Genauigkeit. Zwei Menschen um die vierzig (Marie-Lou Sellem und Alex Brendem&uuml;hl) lernen sich im Internet kennen, treffen sich auf einer Autobahnrastst&auml;tte, gehen ins Motel, &uuml;berlegen es sich anders und kommen doch zusammen. Sie arbeitet in einer Bibliothek und schreibt an einem Buch und hat sich einen einfachen Mann gew&uuml;nscht. Den bekommt sie auch: Er ist Baumschneider, aber die Klischees greifen nicht in diesem Film. In der Liebe ist nichts nur einfach. Besonders nicht, wenn jeder ein halbw&uuml;chsiges Kind in die Beziehung bringt. Und schon gar nicht, wenn die sich auch ineinander verlieben. Wie diese zwei Lieben konkurrieren und sich spiegeln, erz&auml;hlt M&uuml;ller mit einer atemberaubenden Umsicht und zeigt, dass es nichts Abenteuerlicheres gibt als einen Film, dem die Liebe als Thema gen&uuml;gt.<\/p><p><strong>TV Spielfilm:<br>\nDie Liebe der Kinder<br>\nDrama von Franz M&uuml;ller (&ldquo;Kein Science-Fiction&rdquo;).<\/strong><br>\nNicht lange nachdem sie sich im Internet kennengelernt haben, zieht Bibliothekarin Maren (Marie-Lou Sellem) beim Baumschneider Robert (toll: Deutschspanier &Agrave;lex Brendem&uuml;hl) ein. Sie bringt die 17-j&auml;hrige Tochter Mira mit, die sich sofort mit Roberts Teensohn Daniel versteht. Als die Kinder sich ineinander verlieben, droht die Beziehung der Eltern zu zerbrechen&hellip;<br>\nDas klingt schwerg&auml;ngig, doch Franz M&uuml;ller erz&auml;hlt sein Drama um ernsthafte Kinder und unreife Erwachsene leichtf&uuml;&szlig;ig, teils mit verbl&uuml;ffendem Humor.<br>\nTiefgang, federleicht: ein kleines Meisterwerk.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tvspielfilm.de\/tv-programm\/sendung\/die-liebe-der-kinder,107020000907.html\">www.tvspielfilm.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Machen Sie mal Pause von der Politik und von der &uuml;blichen Meinungsmache. Mein Neffe Franz M&uuml;ller hat einen sehenswerten Film gedreht. Im Folgenden Kurzinhalt und verschiedene Kritiken von taz, S&uuml;ddeutsche Zeitung, FAZ, tvspielfilm. 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