{"id":105337,"date":"2023-10-16T08:43:09","date_gmt":"2023-10-16T06:43:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105337"},"modified":"2023-10-16T08:43:09","modified_gmt":"2023-10-16T06:43:09","slug":"hinweise-des-tages-4463","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105337","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105337#h01\">Gewalteskalation in Nahost stoppen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105337#h02\">A Textbook Case of Genocide<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105337#h03\">Scott Ritter: Warum ich nicht mehr auf der Seite Israels stehe und es auch nie wieder tun werde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105337#h04\">Vor der humanit&auml;ren Katastrophe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105337#h05\">Robert Habeck zu Israel oder: Der Meister des Tunnelblicks<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105337#h06\">Ukrainisches Portal: Selenskyj forderte Journalisten auf, nicht &uuml;ber die Korruption zu schreiben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105337#h07\">Fabio De Masi: Verschw&ouml;rungs&ouml;konomie, oder warum es Deutschland schlecht geht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105337#h08\">US-Fl&uuml;ssigerdgas aus Fracking ist viel sch&auml;dlicher als Kohle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105337#h09\">Gebrochenes Versprechen der Ampel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105337#h10\">Rentenmodell &Ouml;sterreich: Warum wir die f&uuml;r 2024 geplante &ldquo;Aktienrente&rdquo; nicht brauchen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105337#h11\">Recht auf Wohnungstausch: Voraussichtlich keine Mehrheit im Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105337#h12\">&bdquo;In hohem Ma&szlig;e besorgniserregend&ldquo;: Jeder dritte Neuntkl&auml;ssler scheitert an Deutsch-Mindeststandards<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105337#h13\">Erschreckende Erkenntnis in Berlin: Azubis m&uuml;ssen im Auto wohnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105337#h14\">Nutzen und Risiken einer umstrittenen Forschungsmethode<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105337#h15\">Uganda: Deutscher Gourmet-Kaffee aus Afrika hat einen fatalen Beigeschmack<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Gewalteskalation in Nahost stoppen!<\/strong><br>\nDer DFG-VK Bundesverband verurteilt aufs Sch&auml;rfste die Gewalteskalation in Nahost durch den Angriff der Hamas und den Gegenangriff durch das israelische Milit&auml;r. Bereits &uuml;ber 1.000 Tote binnen weniger Tage auf beiden Seiten sind das bisherige Resultat dieser kriegerischen Auseinandersetzung.<br>\nF&uuml;r diesen Angriff der Hamas gibt es keine Rechtfertigung oder Entschuldigung. Weder die st&auml;ndigen Einschr&auml;nkungen der Rechte der Pal&auml;stinenser*innen durch Besatzung noch Siedlungsbau jenseits der gr&uuml;nen Linie oder die sehr schwierigen Lebensbedingungen in Gaza und der Westbank. Bomben und Raketen auf St&auml;dte, ein Angriff auf ein friedliches Musikfest, bei dem Feiernde get&ouml;tet oder verschleppt wurden, sind ein Verbrechen.<br>\nIn der israelischen Zivilgesellschaft gibt es auch Milit&auml;rdienstverweigernde, die aus Protest gegen die Unterdr&uuml;ckung der pal&auml;stinensischen Menschen ihren Reservistenstatus aufk&uuml;ndigten. Massenproteste gegen die Netanjahu-Regierung gab es in den letzten Monaten nicht nur wegen deren Pl&auml;nen, die Rechtsstaatlichkeit st&uuml;ckchenweise abzubauen. F&uuml;r diese Protestbewegung in Israel bedeutet der Angriff und der nun ausgerufene Kriegszustand die deutliche Einschr&auml;nkung ihrer Handlungsm&ouml;glichkeiten.<br>\nDer DFG-VK Bundesverband verlangt die sofortige und bedingungslose Freilassung aller Geiseln. Geiselnahme ist ein Kriegsverbrechen.<br>\nDie Gewaltspirale muss sofort gestoppt werden. Die Drohung des Ministerpr&auml;sidenten Benjamin Netanjahu, alle Orte in Schutt und Asche zu legen, von denen er annimmt, dass sich dort die Hamas versteckt, ist ebenso unertr&auml;glich wie die Eskalationsdrohungen und die Angriffe der Hisbollah aus dem Libanon und weitere Angriffe aus Syrien. Keine*r der Toten wird durch Vergeltung wieder lebendig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dfg-vk-hessen.de\/aktuell\/gewalteskalation-nahost\">Deutsche Friedensgesellschaft &ndash; Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen Landesverband Hessen<\/a>\n<p>dazu: <strong>Wachsende Kritik an Israels Vorgehen im Gazastreifen<\/strong><br>\nIsraels Vorgehen im Gazastreifen st&ouml;&szlig;t zunehmend auf Kritik. Luxemburgs Au&szlig;enminister Jean Asselborn warnt vor &raquo;verheerenden humanit&auml;ren Folgen&laquo;. Auch in anderen westlichen L&auml;ndern w&auml;chst das Unbehagen. (&hellip;)<br>\n&raquo;Die Zivilbev&ouml;lkerung in Gaza ist nicht die Hamas und kann nicht kollektiv f&uuml;r deren Gr&auml;ueltaten verantwortlich gemacht und bestraft werden&laquo;, schrieb Asselborn. Die &raquo;lebenswichtige humanit&auml;re Hilfe f&uuml;r die pal&auml;stinensische Bev&ouml;lkerung&laquo; m&uuml;sse aufrechterhalten werden.<br>\nDer dienst&auml;lteste Au&szlig;enminister der EU wies darauf hin, dass Gewalt zuletzt auch von Israelis ausgegangen sei. Im Westjordanland h&auml;tte &raquo;die zunehmende Gewalt der Siedler und die Zwangsumsiedlung pal&auml;stinensischer Gemeinden ein alarmierendes Ausma&szlig; erreicht&laquo;. Israel sei als Besatzungsmacht v&ouml;lkerrechtlich verpflichtet, den Schutz der Zivilbev&ouml;lkerung auch bei milit&auml;rischen Operationen zu gew&auml;hrleisten. (&hellip;)<br>\nKritik kommt auch von der Menschenrechtsorganisation Oxfam. Der Evakuierungsbefehl f&uuml;r den Gazastreifen sei &raquo;v&ouml;llig unmenschlich&laquo; und unm&ouml;glich auszuf&uuml;hren, sagte Oxfam-Exekutivdirektor Amitabh Behar. &raquo;Die israelische Regierung muss ihn sofort zur&uuml;cknehmen.&laquo; Die Krankenh&auml;user seien voll mit Frauen, Kindern und &auml;lteren Menschen, die sich nicht an einen anderen Ort begeben k&ouml;nnten. Auch f&uuml;r alle anderen gebe es &raquo;keine Nahrungsmittel, kein Wasser und kaum Unterk&uuml;nfte&laquo;. Israel m&uuml;sse sich an das humanit&auml;re V&ouml;lkerrecht halten, sagte Behar. &raquo;Es muss zwischen milit&auml;rischen und zivilen Zielen unterscheiden.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/luxemburgs-aussenminister-jean-asselborn-kritisiert-israel-fuer-angriffe-auf-gazastreifen-a-6966a53f-53f1-43ce-b5ef-b69a6d532ccc%20\">DER SPIEGEL <\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Immerhin, hier und da in der EU und in der &ldquo;westlichen Wertegemeinschaft&rdquo; tut sich etwas, wird auf die V&ouml;lkerrechtswidrigkeit von israelischen Milit&auml;roperationen und der Abriegelung des Gaza-Streifens hingewiesen. Von Deutschland und seiner Regierung werden wir solche klaren Worte leider nicht h&ouml;ren.<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Wer ver&auml;ndern will, muss verstehen<\/strong><br>\nUnser Korrespondent berichtet seit &uuml;ber 30 Jahren aus dem Nahen Osten. F&uuml;r Sicherheit brauche es politische L&ouml;sungen, schlie&szlig;t er aus den fr&uuml;heren Kriegen.<br>\nEs gibt zwei Worte, die &auml;hnlich klingen, aber doch Unterschiedliches meinen: &bdquo;Verst&auml;ndnis&ldquo; und &bdquo;Verstehen&ldquo;. Ich habe kein Verst&auml;ndnis daf&uuml;r, wenn unschuldige Menschen auf einer Raveparty oder in einem Kibbuz in Israel von Hamas-K&auml;mpfern niedergemetzelt werden. Genauso wenig, wie ich Verst&auml;ndnis daf&uuml;r aufbringe, wenn 2,3 Millionen Menschen im Gazastreifen kollektiv f&uuml;r diese f&uuml;rchterlichen Taten bestraft werden. Wer f&uuml;r diese Dinge Verst&auml;ndnis zeigt, sollte seinen moralischen Kompass neu ausrichten.<br>\nIch finde alles, was wir in den vergangenen Tagen gesehen haben, entsetzlich. Und wenn ich sicherstellen will, dass Derartiges nicht geschieht, wenn ich nach L&ouml;sungen suche, dann muss ich die Situation analysieren. Ich muss versuchen etwas zu &bdquo;verstehen&ldquo;, f&uuml;r das ich kein Verst&auml;ndnis habe.<br>\nIch verstehe, dass ganz Israel im Schock ist, dass viele dort nach einer milit&auml;rischen L&ouml;sung rufen, manche auch einfach nach Rache und Vergeltung. Eine Bodenoffensive soll das Problem l&ouml;sen, wir werden Hamas ausl&ouml;schen, hei&szlig;t es. Aber kann eine solche Offensive tats&auml;chlich eine strategische Ver&auml;nderung schaffen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Hamas-Angriff-auf-Israel\/!5963411\/%20\">taz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Immerhin gibt es auch solche vern&uuml;nftigen, abw&auml;genden Artikel in der taz, nicht nur Hetze wie <a href=\"https:\/\/taz.de\/Angriff-auf-Israel\/!5963299\/\">hier<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>A Textbook Case of Genocide<\/strong><br>\nIsrael has been explicit about what it&rsquo;s carrying out in Gaza. Why isn&rsquo;t the world listening?<br>\nOn Friday, Israel ordered the besieged population in the northern half of the Gaza Strip to evacuate to the south, warning that it would soon intensify its attack on the Strip&rsquo;s upper half. The order has left more than a million people, half of whom are children, frantically attempting to flee amid continuing airstrikes, in a walled enclave where no destination is safe. As Palestinian journalist Ruwaida Kamal Amer wrote today from Gaza, &ldquo;refugees from the north are already arriving in Khan Younis, where the missiles never stop and we&rsquo;re running out of food, water, and power.&rdquo; The UN has warned that the flight of people from the northern part of Gaza to the south will create &ldquo;devastating humanitarian consequences&rdquo; and will &ldquo;transform what is already a tragedy into a calamitous situation.&rdquo; Over the last week, Israel&rsquo;s violence against Gaza has killed more than 1,800 Palestinians, injured thousands, and displaced more than 400,000 within the strip. And yet Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu promised today that what we have seen is &ldquo;only the beginning.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jewishcurrents.org\/a-textbook-case-of-genocide\">JewishCurrents<\/a>\n<p>dazu: <strong>Ein Abgrund<\/strong><br>\nKrieg in Israel und Gaza: Warum die Linke ihren moralischen Kompass neu ausrichten muss [&hellip;]<br>\nDie Versuche der israelischen Rechten, den historischen und politischen Kontext des Massakers im S&uuml;den Israels auszuklammern &ndash; Versuche, die von der deutschen Mehrheitsgesellschaft und ihrer politischen Repr&auml;sentation in diesen Tagen weitgehend unkritisch &uuml;bernommen werden &ndash;, wirken bizarr reduktionistisch. Kontext ist nicht gleich Rechtfertigung. Kontext ist nicht gleich Verharmlosung. Kontext ist die Grundlage jeder ernstzunehmenden moralisch-politischen Bewertung.<br>\nIn diesem Fall lautet der Kontext: Zivilist*innen in Gaza werden infolge der Blockade seit 16 Jahren &uuml;berlebensnotwendige G&uuml;ter vorenthalten. Dem Gro&szlig;teil der Bev&ouml;lkerung wird nicht erlaubt, das Gebiet zu verlassen. Die meisten von ihnen haben ihr ganzes Leben in einer winzigen, umz&auml;unten Enklave verbracht. Medizinische Versorgung ist knapp, Zugang zu Lebensmitteln, Treibstoff und Elektrizit&auml;t, all das h&auml;ngt buchst&auml;blich von Israels Gutd&uuml;nken ab. &Uuml;ber 65 Prozent der in Gaza lebenden Menschen sind im Kinder- und Jugendalter. Die wenigsten von ihnen haben jemals eine politische Vertretung gew&auml;hlt.<br>\nDie Vereinten Nationen, UNWRA, diverse Menschenrechtsorganisationen und Rechtsexpert*innen haben seit vielen Jahren immer wieder auf die Illegalit&auml;t der Blockade Gazas hingewiesen. Dass diese Menschen dort leben, liegt auch daran, dass israelische Streitkr&auml;fte infolge des Unabh&auml;ngigkeitskrieges von 1948 und der israelischen Staatsgr&uuml;ndung unz&auml;hlige pal&auml;stinensische D&ouml;rfer zerst&ouml;rten, viele dort lebende Menschen t&ouml;teten und zahlreiche weitere vertrieben. Diese Episode ist in pal&auml;stinensischen Communities und unter Historiker*innen als Nakba bekannt.<br>\nWenige Stunden nach dem Massaker der Hamas twitterte ein Abgeordneter von Netanjahus Likud-Partei im israelischen Parlament: &raquo;Gerade jetzt, ein Ziel: Nakba! Eine Nakba, die die Nakba von 48 in den Schatten stellt.&laquo; Israels Verteidigungsminister Yoav Gallant k&uuml;ndigte V&ouml;lkerrechtsbr&uuml;che an, die Israel freim&uuml;tig umsetzte: &raquo;Wir haben eine vollst&auml;ndige Blockade &uuml;ber Gaza verh&auml;ngt. Kein Wasser, keine Lebensmittel, kein Gas, alles ist zu.&laquo; Am Dienstag, den 10. Oktober, gab Israels Armeesprecher Daniel Hagari bekannt, dass &raquo;Hunderte Tonnen Bomben&laquo; auf den Gazastreifen abgeworfen worden seien, und konstatierte, der Schwerpunkt liege &raquo;auf Besch&auml;digung, nicht auf Genauigkeit&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.akweb.de\/politik\/krieg-in-israel-und-gaza-die-linke-muss-ihren-moralischen-kompass-neu-ausrichten\/\">analyse &amp; kritik<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Das b&ouml;se Erwachen im Nahen Osten<\/strong><br>\nDie Explosion der Gewalt erschreckt in ihrer Brutalit&auml;t, &uuml;berrascht aber niemanden, der sich nicht erst seit vergangenen Samstag mit dem Konflikt in Israel besch&auml;ftigt.<br>\nAuf die Frage, was wirklich dahinter steckt, dass es jetzt zu diesem Ausbruch gekommen ist, findet man derzeit noch keine nachvollziehbare Antwort. Spekuliert wird in alle Richtungen. Folgende Fragen sind nach meinem Kenntnisstand aber eindeutig beantwortbar.<br>\nIst der Mossad dumm? NEIN.<br>\nHat man nichts aus der Lehre von Jom Kippur Krieg gelernt? NEIN.<br>\nWird die Grenze zu Gaza kaum &uuml;berwacht, so dass man problemlos Waffen reinschmuggelt? NEIN.<br>\nIst ein Camp in der N&auml;he der Grenze zu Gaza ohne Security denkbar? NEIN.<br>\nVersucht der Westen &ndash; allen voran die Schutzmacht USA &ndash; jetzt alles, die Situation zu deeskalieren? NEIN.<br>\nWurden Nachrichten &uuml;ber 40 Babys erst verbreitet, nachdem sie verifiziert wurden? NEIN. (&hellip;)<br>\nManche der neuen Israel-Experten behaupten inzwischen, die Aussage, dass die Hamas durch Israel gef&ouml;rdert wurde, sei &ldquo;antisemitisch&rdquo;, eine R&auml;ubergeschichte bzw. Fake. Dann verbreiten folgende Medien seit 2002 vermutlich antisemitische R&auml;uberfakes:<br>\n2002 United Press International Analysis: Hamas history tied to Israel<br>\n2009 Wall Street Journal How Israel Helped to Spawn Hamas<br>\n2010 International Middle East Media Center Wikileaks cable: Israeli intelligence chief encouraged Hamas takeover of Gaza Strip<br>\n2014 Washington Post How Israel helped create Hamas<br>\n2014 Gregor Gysi im Bundestag: Verdacht, dass der israelische Geheimdienst die Hamas gegr&uuml;ndet h&auml;tte.<br>\n2018 The Intercept Blowback How Israel Went From Helping Create Hamas to Bombing It<br>\n2019 The Jerusalem Post Netanyahu: Money to Hamas part of strategy to keep Palestinians divided<br>\n2023 Haaretz.com Why did Netanyahu want to strengthen Hamas?<br>\nWer jetzt von b&ouml;sem Erwachen spricht, hat bisher tief und fest geschlafen. In Bezug auf die israelische Regierung f&auml;llt es mir sehr schwer, das zu glauben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/tkp.at\/2023\/10\/14\/das-boese-erwachen-im-nahen-osten\/\">Andrea Drescher in tkp<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Seymour Hersh: Der Plan zur Ausl&ouml;schung von Hamas<\/strong><br>\nIsraels offensichtliche Missachtung des Wohlergehens der Bev&ouml;lkerung des Gazastreifens inmitten der erzwungenen Migration von mehr als einer Million hungernder Menschen hat die Aufmerksamkeit der Welt auf sich gezogen und zu einer zunehmenden internationalen Verurteilung gef&uuml;hrt, die sich gr&ouml;&szlig;tenteils gegen Premierminister Benjamin Netanjahu richtet.<br>\nDie n&auml;chste Etappe muss also bald kommen. In meinen Gespr&auml;chen der letzten Tage mit Vertretern Israels und anderer L&auml;nder, darunter auch mit Vertretern, mit denen ich seit dem Vietnamkrieg in Europa und im Nahen Osten zu tun hatte, habe ich Folgendes &uuml;ber den israelischen Plan zur Beseitigung der Hamas erfahren.<br>\nDas Hauptproblem f&uuml;r die israelischen Kriegsplaner besteht darin, dass sie trotz der Mobilisierung von mehr als 300.000 Reservisten z&ouml;gern, sich in Gaza-Stadt auf eine Stra&szlig;enschlacht mit der Hamas einzulassen. Ein Veteran der IDF, der in einem hohen Posten diente, erz&auml;hlte mir, dass die H&auml;lfte der israelischen Armee in den letzten zehn Jahren oder mehr mit dem Schutz der zunehmenden Zahl kleiner Siedlungen im Westjordanland besch&auml;ftigt war, wo sie von der pal&auml;stinensischen Bev&ouml;lkerung erbittert angefeindet werden. &ldquo;Die israelischen Planer haben kein Vertrauen in ihre Infanterie&rdquo;, sagte der Insider, und auch nicht in deren Bereitschaft, in den Krieg zu ziehen, was ein verh&auml;ngnisvoller Mangel an Kampferfahrung sein k&ouml;nnte.<br>\nDa die ausgehungerte Zivilbev&ouml;lkerung gezwungen ist, den Ort zu verlassen, sieht der israelische Einsatzplan vor, dass die Luftwaffe die verbleibenden Strukturen in Gaza-Stadt und anderswo im Norden zerst&ouml;rt. Gaza-Stadt wird es dann nicht mehr geben.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/seniora.org\/politik-wirtschaft\/seymour-hersh-der-plan-zur-ausloeschung-von-hamas\">Seniora.org<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/seymourhersh.substack.com\/p\/the-plan-to-wipe-out-hamas\">Seymour Hersh<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Scott Ritter: Warum ich nicht mehr auf der Seite Israels stehe und es auch nie wieder tun werde<\/strong><br>\nEin Zeitzeugen-Dokument als Pflichtlekt&uuml;re f&uuml;r jeden, der politisch Verantwortung f&uuml;r den Weltfrieden &uuml;bernehmen will.<br>\nDie Tore von Gaza<br>\n&ldquo;Die Angreifer kamen im Morgengrauen und besetzten schnell die Stadt. Die M&auml;nner wurden von den Frauen getrennt und erschossen. Einer der Angreifer &ouml;ffnete die T&uuml;r eines der H&auml;user und fand dort einen alten Mann stehen. Er erschoss ihn. Es hat ihm Spa&szlig; gemacht, ihn zu erschie&szlig;en&rdquo;, sagte ein Augenzeuge des Angriffs sp&auml;ter.<br>\nBald war die Stadt leer &ndash; die gesamte Bev&ouml;lkerung von 5.000 Menschen war entweder get&ouml;tet oder vertrieben worden, die &Uuml;berlebenden wurden auf Lastwagen verladen und nach Gaza gefahren. Die leeren H&auml;user wurden gepl&uuml;ndert. &ldquo;Wir waren sehr gl&uuml;cklich&rdquo;, sagte einer der Teilnehmer hinterher. &ldquo;Wenn du es nicht nimmst, wird es jemand anderes tun. Man hat nicht das Gef&uuml;hl, dass man es zur&uuml;ckgeben muss. Sie w&uuml;rden nicht zur&uuml;ckkommen.&rdquo;<br>\nEs klingt wie eine Geschichte, die von den Titelseiten der heutigen Zeitungen stammt, eine von vielen Geschichten dieser Art &ndash; zu viele, um sie zu z&auml;hlen &ndash;, die die Gr&auml;ueltaten an der Zivilbev&ouml;lkerung in den israelischen St&auml;dten und Kibbuzes beschreiben, die an den von der Hamas kontrollierten Gazastreifen angrenzen.<br>\nAber das ist sie nicht. Vielmehr handelt es sich um die Erinnerungen von Yaakov Sharett, dem Sohn von Moshe Sharett, einem der V&auml;ter Israels, einem Unterzeichner der israelischen Unabh&auml;ngigkeitserkl&auml;rung und Israels erstem Au&szlig;enminister und zweitem Premierminister. Yaakov Sharett erz&auml;hlte von der Eroberung der arabischen Stadt Bersheeba durch israelische Soldaten im Jahr 1948 w&auml;hrend des israelischen Unabh&auml;ngigkeitskrieges.<br>\nAls junger Soldat, der 1946 in der Negev-W&uuml;ste diente, wurde Sharett zum Mukhtar &ndash; dem Chef eines von elf Soldatenteams &ndash; ernannt. Er war Teil des geheimen &ldquo;11-Punkte-Plans&rdquo;, mit dem j&uuml;dische Au&szlig;enposten in der Negev-W&uuml;ste errichtet werden sollten, die als strategischer St&uuml;tzpunkt in der Region dienen sollten, wenn der erwartete Krieg zwischen israelischen Zionisten und Arabern ausbrechen w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/seniora.org\/politik-wirtschaft\/scott-ritter-warum-ich-nicht-mehr-auf-der-seite-israels-stehe-und-es-auch-nie-wieder-tun-werde%20\">Scott Ritter in Seniora.org<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Ich k&ouml;nnte &Auml;hnliches von meiner Studienreise 1964 nach Israel mit Quartier bei unseren Freunden in Haifa berichten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Vor der humanit&auml;ren Katastrophe<\/strong><br>\nEU-Kommissionspr&auml;sidentin Ursula von der Leyen ruft mit ihren &Auml;u&szlig;erungen w&auml;hrend ihrer Israel-Reise am vergangenen Freitag scharfe Kritik in der EU hervor. Von der Leyen hatte Israels Recht auf Selbstverteidigung betont, die Pflicht zur Einhaltung des V&ouml;lkerrechts bei den Operationen im Gazastreifen aber unerw&auml;hnt gelassen. Dies entspricht der &ouml;ffentlichen Position Berlins, torpediert allerdings Beschl&uuml;sse der EU. Der Schritt wiegt schwer: Dass Israel den Gazastreifen von Wasser, Energie sowie Nahrung abschneidet, bricht das internationale Recht ebenso wie die Tatsache, dass seinen Bombardements zahllose Zivilpersonen zum Opfer fallen. EU-Politiker warnen, von der Leyen setze die Union im Globalen S&uuml;den wieder einmal dem Vorwurf aus, doppelte Standards anzuwenden. Dies geschieht, w&auml;hrend der Gazakrieg auf weitere Staaten in der Region &uuml;berzugreifen droht. Iran ist dabei, gegen Israel gerichtete Kr&auml;fte etwa im Libanon zu koordinieren. Israelische Geheimdienstler bedauern, einst Mord- und Sabotageoperationen auf iranischem Territorium unterst&uuml;tzt zu haben: Diese Taten h&auml;tten beide L&auml;nder in ihre gegenw&auml;rtige Konfrontation getrieben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9374\">German Foreign Policy <\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Blankoscheck f&uuml;r Israel, scharfe Kritik an von der Leyen &ndash; und die neue EU-Krise<\/strong><br>\nIsrael und der Nahe Osten erleben dramatische Stunden. Der Hamas-Angriff und der israelische Einmarsch in Gaza fordern tausende Todesopfer, vor allem Zivilisten. Die Uno warnt vor Kriegsverbrechen und einem humanit&auml;ren Desaster.<br>\nDoch just in dem Moment, da die Krise in Gaza eskaliert und das israelische Milit&auml;r die R&auml;umung des Nordteils &ndash; also die Vertreibung von mehr als einer Million Menschen &ndash; anordnet, stellen f&uuml;hrende EU-Politiker einen Blankoscheck f&uuml;r Israel aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/blankoscheck-fuer-israel\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Robert Habeck zu Israel oder: Der Meister des Tunnelblicks<\/strong><br>\nEiner nach dem anderen scheinen sich die Minister der Ampelkoalition verpflichtet zu f&uuml;hlen, noch ein eigenes Bekenntnis zu Israel abzulegen. Nun hat auch Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck eine getragene Rede abgeliefert, und sein PR-Termin hat das Video mit dem (rechtlich nicht existenten) Titel &ldquo;Vizekanzler&rdquo; geschm&uuml;ckt, damit es auch ja wichtig genug genommen wird.<br>\nEs hat schon einen besonderen Geschmack, wenn Habeck seine pastorale Rede ausgerechnet mit Babi Jar als Beispiel des absoluten Schreckens best&uuml;ckt. Habeck, der ebenso getragen immer die &ldquo;Solidarit&auml;t mit der Ukraine&rdquo; beschw&ouml;rt, erz&auml;hlt ausgerechnet, wie er das Denkmal in Babi Jar besucht hat. Vermutlich war sein Fahrzeug so gut abgedunkelt, dass er unterwegs die Stra&szlig;ennamen nicht sehen konnte; die Stra&szlig;e, die aus der Innenstadt von Kiew zu dieser Gedenkst&auml;tte f&uuml;hrt, wurde n&auml;mlich vor einigen Jahren geschmackvollerweise nach Stepan Bandera benannt. Das ist ein klein bisschen so, als w&uuml;rde man eine Stra&szlig;e nach Auschwitz Heinrich-Himmler-Allee nennen; schlie&szlig;lich waren Bandera-Ukrainer die Gehilfen bei den Morden von Babi Jar.<br>\nAber Wahrnehmung und Emotion sind bei Habeck (und nicht nur bei ihm) etwas, das an- und abgeschaltet werden kann, wie es gerade seine Herren gebieten. Er ist ein vollendetes Produkt jener Indoktrination, die die Gr&auml;uel der Nazizeit auf Antisemitismus und Holocaust reduziert. Ein politisch &auml;u&szlig;erst n&uuml;tzlicher Schritt, denn gerade die zutiefst antikommunistischen Gr&uuml;nen h&auml;tten ein ernstes Problem damit, wenn das Wissen verbreiteter w&auml;re, dass die ersten Opfer der Nazis &ndash; Kommunisten waren.<br>\nDa beginnt dann die lange Liste all jener, die vergessen werden. Wie war das mit Griechen und Serben? Wie mit der franz&ouml;sischen R&eacute;sistance? Mit den K&auml;mpfern der Internationalen Brigaden, die aus franz&ouml;sischen Lagern an der spanischen Grenze in die deutschen KZs wanderten? Wie mit all den anderen Sowjetb&uuml;rgern, die zuf&auml;llig nicht j&uuml;discher Abstammung, aber hinterher genauso ermordet waren?<br>\nDa sind die deutschen Erf&uuml;llungsgehilfen sogar schlimmer als die Regierung der Vereinigten Staaten, die wenigstens so tut, als legte sie Wert darauf, dass beide Seiten die Genfer Konventionen achten. Habeck tut nicht einmal so.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/freeassange.rtde.me\/meinung\/183763-robert-habeck-zu-israel-oder-der-meister-des-tunnelblicks\/\">Dagmar Henn in RT DE<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Ukrainisches Portal: Selenskyj forderte Journalisten auf, nicht &uuml;ber die Korruption zu schreiben<\/strong><br>\nWie beeinflusst Kiew die journalistische Meinungsfreiheit w&auml;hrend der russischen Aggression? Die Chefredakteurin eines ukrainischen Portals berichtet.<br>\nNach der Ver&ouml;ffentlichung einer journalistischen Recherche &uuml;ber &uuml;berh&ouml;hte Preise f&uuml;r Produkte des Verteidigungsministeriums forderte der ukrainische Pr&auml;sident Wolodymyr Selenskyj bekannte Medien im Land privat auf, &uuml;ber das Thema Korruption bis zum Sieg nicht zu schreiben. Davon erz&auml;hlt die Chefredakteurin des Portals ZN.UA, Yulia Mostova, auf der Konferenz &bdquo;National Media Talk 2023&ldquo; in Kiew, wie das ukrainische Newsportal New Voice berichtet.<br>\nAuf die Frage des Moderators und Chefredakteurs des Medienhauses NV, Vitaly Sych, nach dem Einfluss der ukrainischen Beh&ouml;rden auf die Meinungsfreiheit w&auml;hrend der Konfrontation mit der russischen Aggression antwortete sie, dass dieser Fall &bdquo;eine kleine Geschichte ist, in der sich die Welt wie in einem Wassertropfen widerspiegelt&ldquo;. (&hellip;)<br>\nKollegen h&auml;tten Mostova von Selenskyjs Treffen mit Journalisten off-the-record, also &bdquo;unter drei&ldquo;, erz&auml;hlt: Sie selbst sei nicht eingeladen gewesen. Das Staatsoberhaupt habe die Presse aufgefordert, nicht &uuml;ber Korruption zu schreiben, hei&szlig;t es.<br>\n&bdquo;Und wissen Sie was? Was die Korruption betrifft, h&auml;tten wir diese Bedingungen akzeptiert, wenn der Pr&auml;sident ausgeglichen vorgegangen w&auml;re und gesagt h&auml;tte: &sbquo;Ich m&ouml;chte nicht, dass dieses Ph&auml;nomen unseren R&uuml;cken zerfrisst und die F&auml;higkeiten unserer Front beeintr&auml;chtigt&lsquo;&ldquo;. Mostova w&uuml;nschte sich, Selenskyj h&auml;tte den Journalisten vorgeschlagen, ihre Recherchen &uuml;ber die Korruption mit Beweisen an eine Ansprechperson in seinem Amt weiterzuleiten, und wenn keine Reaktion erfolge, dann k&ouml;nnten sie diese auch publizieren. Nach dem Motto: Geben Sie uns die Chance, uns zu korrigieren. Stattdessen habe es von Selenskyj kein solches Angebot gegeben, erkl&auml;rte die Journalistin. &bdquo;Er sagte: Schweigen bis zum Sieg. Sonst wird es keinen Sieg geben&ldquo;, so die Chefredakteurin von ZN.UA.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/selenskyj-forderte-journalisten-auf-stillschweigen-ueber-die-korruption-zu-bewahren-li.2149235\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Fabio De Masi: Verschw&ouml;rungs&ouml;konomie, oder warum es Deutschland schlecht geht<\/strong><br>\nUnter dem Vorwand, die Inflation zu bek&auml;mpfen, nimmt die Bundesregierung eine schwere Wirtschaftskrise in Kauf. Dahinter stecken knallharte Interessen, meint unser Autor.<br>\nBundeskanzler Olaf Scholz hatte ein Wirtschaftswunder versprochen. Was f&uuml;r eine Blamage: Denn die Ampel-Koalition jagt die Wirtschaft in den Keller, um dann Ma&szlig;nahmen gegen Wachstumsbremsen zu fordern. Dieser Wahnsinn hat Methode. Dabei sitzen die Wachstumsbremsen auf der Regierungsbank. Olaf Scholz, Robert Habeck und Christian Lindner sind eine in Zahlen gegossene wirtschaftliche Tr&uuml;mmertruppe.<br>\nSo meint Finanzminister Christian Lindner, es brauche eine B&uuml;rokratie-Pause, als g&auml;be es B&uuml;rokratie nur in Deutschland. Wie soll zu viel B&uuml;rokratie erkl&auml;ren, warum Deutschland von der internationalen Wirtschaftsentwicklung abgeh&auml;ngt wird? Man darf schon gl&uuml;cklich sein, dass Lindner die verheerende wirtschaftliche Bilanz seiner Regierung nicht mit kosmischen Schwingungen erkl&auml;rt. (&hellip;)<br>\nLindner kritisiert zwar die Abschaffung von Leistungstests bei den Bundesjugendspielen, aber w&uuml;rde &ouml;konomisch schon am Binden der Turnschuhe in der Umkleidekabine scheitern. Spanien hat etwa mit gezielten Eingriffen in den Markt, wie einer Besteuerung von Extragewinnen, Preisbremsen sowie Subventionen des &ouml;ffentlichen Nahverkehrs die Wirtschaft angekurbelt und die Inflation viel erfolgreicher bek&auml;mpft als Deutschland.<br>\nAuch China, die USA und Japan nehmen staatliche Defizite in Kauf, um in Zukunftstechnologien zu investieren. Die Inflationsraten gehen dabei international zur&uuml;ck. Deutschland ist die einzige gr&ouml;&szlig;ere Volkswirtschaft, die nominale Staatsausgaben senkt (mit Ausnahme der wachsenden R&uuml;stungsausgaben), und die einzige gr&ouml;&szlig;ere Volkswirtschaft, die schrumpft.<br>\nLindner behauptet mit seiner Verschw&ouml;rungs&ouml;konomie gegen jede Evidenz, es brauche eine Absenkung der Staatsausgaben, um die Inflation zu bek&auml;mpfen. Dabei haben wir es mit einer Angebots- oder Gewinninflation zu tun, die nicht durch zu hohe Nachfrage ausgel&ouml;st wurde. Zudem stellte der Internationale W&auml;hrungsfonds bereits 2009 in einer gro&szlig; angelegten L&auml;nderstudie unter dem Titel &bdquo;Public Debt, Money Supply and Inflation&ldquo; fest, dass f&uuml;r Industrienationen kein Zusammenhang zwischen Staatsverschuldung und Inflation best&uuml;nde. Und es ist noch nicht einmal gesichert, dass eine K&uuml;rzung der Staatsausgaben die Staatsverschuldung senkt. Es ist n&auml;mlich davon auszugehen, dass die negativen Effekte auf das Bruttoinlandsprodukt auch zu Erh&ouml;hung der Arbeitslosigkeit, h&ouml;heren Sozialtransfers und Verringerung der Steuereinnahmen f&uuml;hren werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/fabio-de-masi-verschwoerungs-oekonomie-warum-es-deutschland-schlecht-geht-li.2148902\">Fabio De Masi in Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>US-Fl&uuml;ssigerdgas aus Fracking ist viel sch&auml;dlicher als Kohle<\/strong><br>\nLNG verursacht mehr Treibhausgase als alle anderen fossilen Energietr&auml;ger, zudem sch&auml;digt es Gesundheit und Umwelt massiv.<br>\nDie ARD-Dokumentation &laquo;LNG um jeden Preis&raquo; demontiert die M&auml;r vom angeblich sauberen Fl&uuml;ssigerdgas LNG (Liquefied Natural Gas) aus den USA. Auf einer Recherchereise durch das Produktionsland bringt der Autor Michael H&ouml;ft erschreckende Fakten ans Licht: Die Gewinnung von Fl&uuml;ssigerdgas f&uuml;hrt zu radioaktiven Abf&auml;llen, vergifteten Fl&uuml;ssen und einer massiven Klimabelastung. Mit einer speziellen Kamera wird der enorme Austritt von Methan bei den F&ouml;rderanlagen sichtbar. Wissenschaftler protestieren: Es w&auml;re deutlich weniger klima- und gesundheitssch&auml;dlich, wenn man auf Kohle setzen w&uuml;rde, anstatt gefracktes Gas aus den USA zu importieren, die zu den gr&ouml;ssten LNG-Exporteuren weltweit geh&ouml;ren. Trotzdem will die EU bis 2030 50 Milliarden Kubikmeter LNG pro Jahr zus&auml;tzlich aus den USA kaufen. Das entspricht einem Drittel der Erdgasmenge, die Europa 2020 noch aus Russland bezogen hat. (&hellip;)<br>\nMichael H&ouml;ft beginnt seine Recherche in Texas. Am Golf von Mexiko stehen die LNG-Terminals, die das Gas f&uuml;r die Verschiffung nach Europa auf minus 162 Grad herunterk&uuml;hlen. Dieser Prozess ben&ouml;tige soviel Energie, dass ein Viertel der Gesamtenergie des Gases schon hier verloren gehe, sch&auml;tzen Experten. Auf dem Schiff m&uuml;sse dann noch weiter Gas eingesetzt werden, um das verbliebene LNG zu k&uuml;hlen. Dazu k&auml;men Gasverluste durch Lecks in der gesamten Lieferkette. &laquo;In Deutschland kommen nur noch 50 bis 70 Prozent des Gases an&raquo;, kritisiert der international anerkannte Professor Robert Howarth von der Cornell University. Schon das allein sei alles andere als klimafreundlich oder nachhaltig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/umwelt\/us-fluessigerdgas-aus-fracking-ist-viel-schaedlicher-als-kohle\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Gebrochenes Versprechen der Ampel<\/strong><br>\nDie Bundesregierung hat am Freitag klar den eigenen Koalitionsvertrag gebrochen. Deutschland enthielt sich bei der EU-Abstimmung &uuml;ber den Vorschlag der EU-Kommission, das umstrittene Pestizid Glyphosat f&uuml;r weitere zehn Jahre zu erlauben. Berlin stimmte also nicht mit Nein, sodass es keine ausreichende Mehrheit gegen die Zulassung gab &ndash; obwohl SPD, Gr&uuml;ne und FDP in ihrer Koalitionsvereinbarung versprochen hatten: &bdquo;Wir nehmen Glyphosat bis 2023 vom Markt.&ldquo;<br>\nDas k&ouml;nnen sie aber nicht, wenn die EU den weltweit meistverwendeten Pestizidwirkstoff weiterhin erlaubt. Dann d&uuml;rfte Deutschland auf seinem Gebiet den Einsatz nur noch etwas einschr&auml;nken.<br>\nDie Gr&uuml;nen &ndash; hier in Person von Bundes&not;agrarminister Cem &Ouml;zdemir &ndash; haben sich wieder einmal von der FDP unterbuttern lassen. &Ouml;zdemir hatte sich gegen eine neue Zulassung ausgesprochen. Aber wenn sich die Regierung nicht einigen kann, muss sie sich ihrer Gesch&auml;ftsordnung zufolge enthalten. Das hat &Ouml;zdemir veranlasst &ndash; anders als 2017 CSU-Agrarminister Christian Schmidt, der damals gegen den Willen des Koalitionspartners SPD f&uuml;r Glyphosat stimmte.<br>\n&Ouml;zdemir versucht jetzt sein Gesicht zu wahren. Er erkl&auml;rt, dass die Enthaltung wie ein Nein gewertet werde, weil es ja keine &bdquo;qualifizierte Mehrheit&ldquo; &ndash; 55 Prozent der EU-Mitgliedstaaten, auf die mindestens 65 Prozent der Bev&ouml;lkerung entfallen &ndash; f&uuml;r die Zulassung gegeben habe. Doch: Solange auch keine qualifizierte Mehrheit dagegenstimmt, kann die EU-Kommission ihren Vorschlag im Alleingang in Kraft setzen. Das wird sie sicherlich tun, denn sonst h&auml;tte sie ihn ja nicht pr&auml;sentiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/EU-Abstimmung-ueber-das-Pestizid-Glyphosat\/!5963397\/%20\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die FDP pocht doch immer auf den Koalitionsvertrag, wenn es z. B. um den Verzicht auf Steuererh&ouml;hungen geht &ndash; hier wie bei der Kindergrundsicherung ist der Koalitionsvertrag pl&ouml;tzlich wieder Altpapier. Nur mal zur Erinnerung: die Gr&uuml;nen haben wirklich *alle* Wahlversprechen von 2021 gebrochen. Statt &ldquo;keine&rdquo; nun doch Waffenlieferungen in Kriegsgebiete; statt Abr&uuml;stung und mehr Geld f&uuml;r die Entwicklungshilfe massive Aufr&uuml;stung und weniger Entwicklungshilfe; Reaktivierung von Kohlekraftwerken, umweltsch&auml;dliches Fracking-Gas, LNG und LNG-Terminals in Umweltschutzgebieten; Kotau vor der Kopf-ab-Diktaturen von Saudi-Arabien und Knickser in Katar, weil diese Staaten zwar in Jemen Krieg gegen die Bev&ouml;lkerung f&uuml;hren, aber Deutschland &Ouml;l und Gas liefern; statt Steuererh&ouml;hungen f&uuml;r Reiche und Gutverdiener das n&auml;chste milliardenteure Unternehmensteuergeschenk (&ldquo;Wachstumschancengesetz&rdquo;); statt mehr Sozialstaat noch mehr Sozialabbau (Baf&ouml;g, Mindestlohn, Kindergrundsicherung); noch niedrigere L&ouml;hne und h&ouml;here Mieten; und nun eben kein Verbot von Glyphosat. Wer hat nach der ersten Rot-Gr&uuml;nen Bundesregierung unter Schr&ouml;der und den ersten zwei Jahren Ampelregierung ernsthaft etwas Anderes erwartet?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Rentenmodell &Ouml;sterreich: Warum wir die f&uuml;r 2024 geplante &ldquo;Aktienrente&rdquo; nicht brauchen<\/strong><br>\nAuch im zweiten Teil der Konferenz &ldquo;Unsere Rente &ndash; Kein Spielball f&uuml;r BlackRock und Co. Menschenw&uuml;rdige Renten f&uuml;r alle &ndash; wie in &Ouml;sterreich!&rdquo;, die am Samstag im Kiezraum Berlin stattfand, wurden Strategien einer neoliberalen Rentenpolitik und entsprechende Gegenargumente vorgetragen.<br>\nDabei erl&auml;uterte der Publizist Dr. Werner R&uuml;gemer von der Initiative BlackRock-Tribunal die Hauptl&uuml;gen der Lobbyisten f&uuml;r die Rentenprivatisierung. Zudem legte der ehemalige Leiter der Abteilung Sozialpolitik der Arbeiterkammer Wien, Josef W&ouml;ss, am Beispiel &Ouml;sterreich dar, dass eine gesetzliche Rente finanzierbar und sicherer ist. Am Ende der Veranstaltung wurden L&ouml;sungsans&auml;tze f&uuml;r eine Rentenreform und Aktionsformen in Deutschland diskutiert. (&hellip;)<br>\n&ldquo;Es gibt kein Demografie-Problem&rdquo; in Deutschland, stellt R&uuml;gemer von der Initiative BlackRockTribunal gleich zu Beginn seines Referats klar. Denn im Gegensatz zu den offiziellen Verlautbarungen h&auml;tten wir mit 42 Millionen Arbeitnehmern hierzulande aktuell eine H&ouml;chstzahl an Besch&auml;ftigten. Die M&auml;r von immer mehr Rentnern im Verh&auml;ltnis zu sinkenden Besch&auml;ftigtenzahlen entspreche nicht der Realit&auml;t.<br>\nTats&auml;chlich resultiere das Armutsrentenniveau aus der stetig steigenden Zahl der Besch&auml;ftigten im Niedriglohnsektor. Das betreffe insbesondere die Frauen, von denen ein immer gr&ouml;&szlig;er werdender Anteil unterhalb der Armutsgrenze leben m&uuml;sse. Diese offensichtliche, &ouml;konomische Gewalt gegen&uuml;ber Frauen werde so gut wie nicht thematisiert. Dar&uuml;ber schweige sich insbesondere das ganze &ldquo;Gendergerechtigkeits-Protestmilieu&rdquo; aus, welches R&uuml;gemer als &ldquo;kapitalfromm&rdquo; bezeichnete.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/freeassange.rtde.me\/europa\/183267-rentenmodell-oesterreich-warum-wir-fuer\/%20\">RT DE<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Auch die NachDenkSeiten pl&auml;dieren seit langer Zeit f&uuml;r die St&auml;rkung der gesetzlichen Rente in Deutschland und lehnen private Renten wie eine &ldquo;Aktienrente&rdquo; entschieden ab. Zum Beispiel in diesem Beitrag von Albrecht M&uuml;ller aus dem Jahr 2012 kann das nachgelesen werden: Die F&ouml;rderung der privaten Altersvorsorge war schon immer eine von politischer Korruption bewirkte Fehlentscheidung. Jetzt alle Mittel <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13963\">auf gesetzliche Rente konzentrieren<\/a>. Bitte lesen Sie dazu u.a. auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93070\">Operation Aktienrente: &bdquo;Christian Lindner will mehr!&ldquo;<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92598\">Lindners Aktienrente ist da &ndash; ein Taschenspielertrick ohne Sinn und Verstand<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Recht auf Wohnungstausch: Voraussichtlich keine Mehrheit im Bundestag<\/strong><br>\nEin Recht auf Wohnungstausch bei garantiert gleichen Mieten &ndash; das will die Linkspartei in Deutschland durchsetzen. Doch ihr Vorschlag findet keine Mehrheit. Dabei ist in &Ouml;sterreich der Wohnungstausch seit 1982 gesetzlich geregelt und wird von Mietern auch genutzt.<br>\nDie Politik diskutiert gerade das Modell des Wohnungstausches. Dabei sollen vor allem &auml;ltere Menschen, deren Wohnung nach dem Tod des Ehepartners zu gro&szlig; geworden ist, mit Familien tauschen, deren Wohnung zu klein ist. Der Tausch erfolgt in der gleichen Stadt oder sogar im gleichen Viertel. (&hellip;)<br>\n43 Millionen Wohnungen gibt es in Deutschland. Sechs Prozent gelten als gro&szlig;, haben also mindestens drei Wohnr&auml;ume mehr als Bewohner. Das sind etwa zwei Millionen Wohnungen, die potentiell getauscht werden k&ouml;nnten. Die Linkspartei sieht hier zumindest eine Chance f&uuml;r Familien in Gro&szlig;st&auml;dten, die derzeit einfach keine bezahlbare Wohnung finden. Mehrere dieser Tausch-Plattformen gibt es bereits. Eine der gr&ouml;&szlig;ten hei&szlig;t &ldquo;tauschwohnung.com&rdquo;. Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer John Weinert erkl&auml;rt das Prinzip dahinter: &ldquo;Ob es die WG ist, die sich aufl&ouml;st, oder die Partnerschaft, die jetzt ohne Kinder dasteht, oder die &auml;ltere Seniorin, die nach dem Tod des Mannes in einer zu gro&szlig;en Wohnung lebt &ndash; unser Wunsch ist es, Jung und Alt miteinander im Tausch zu verbinden, weil wir das auch erleben, dass gerade die &auml;lteren Leute in den gro&szlig;en Wohnungen sind und die jungen Familien in den zu kleinen Wohnungen.&rdquo; (&hellip;)<br>\nDie Idee ist nicht neu: Schon zu DDR-Zeiten war der Wohnungstausch nicht nur gesetzlich festgeschrieben, sondern auch gelebte Realit&auml;t. Noch in den 1980er-Jahren wohnten vor allem junge Familien extrem beengt. Um &auml;ltere Menschen zu einem Wohnungstausch zu bewegen, gingen damals Beauftragte der St&auml;dte und Gemeinden direkt zu den Senioren nach Hause, um diese zum Tausch zu bewegen. Mehrere hundert Wohnungen wurden so im Jahr in ostdeutschen St&auml;dten getauscht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/deutschland\/politik\/wohnung-finden-wohnungstausch-100.html\">mdr<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&bdquo;In hohem Ma&szlig;e besorgniserregend&ldquo;: Jeder dritte Neuntkl&auml;ssler scheitert an Deutsch-Mindeststandards<\/strong><br>\nDie Deutsch-Leistungen von Neuntkl&auml;sslern haben sich einer Studie zufolge bedenklich verschlechtert. Etwa jeder Dritte scheiterte im vergangenen Jahr bei deutschlandweiten Tests an Mindeststandards f&uuml;r den mittleren Schulabschluss (MSA) im Bereich Lese- und H&ouml;rverst&auml;ndnis, mehr als jeder F&uuml;nfte verfehlte diese im Bereich Rechtschreibung. Das geht aus dem IQB-Bildungstrend hervor, der am Freitag zum Abschluss der Kultusministerkonferenz (KMK) in Berlin vorgelegt wurde.<br>\nIn der Studie wird einschr&auml;nkend darauf hingewiesen, dass die getesteten Neuntkl&auml;ssler noch ein Jahr Zeit haben, um die MSA-Standards zu erreichen. Der mittlere Schulabschluss wird in der Regel am Ende der zehnten Klasse erworben. Dennoch stieg im Vergleich zur Vorg&auml;ngeruntersuchung im Jahr 2015 der Anteil der Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler mit entsprechend gro&szlig;en Problemen im Bereich Lesen und Rechtschreibung jeweils um rund 9 Prozentpunkte, im Bereich Zuh&ouml;ren\/H&ouml;rverst&auml;ndnis sogar um 16 Prozentpunkte. Einziger Lichtblick: Im Fach Englisch werden Jugendliche laut der Untersuchung besser.<br>\nDie Ergebnisse best&auml;tigen einen schon l&auml;nger anhaltenden und viel diskutierten Trend: Mit den Leistungen in Kernf&auml;chern geht es bergab. Im vergangenen Jahr zeigten das die schlechten Testergebnisse bei Viertkl&auml;sslern in Mathe- und Deutsch. Nun wird bei den Neuntkl&auml;sslern deutlich, dass sie zunehmend Probleme mit Textverst&auml;ndnis und Schrift haben.<br>\nDie Studienautoren vom Institut zur Qualit&auml;tsentwicklung im Bildungswesen (IQB) nennen die Entwicklung &laquo;in hohem Ma&szlig;e besorgniserregend&raquo;. Allerdings stellt die Studie auch erhebliche Unterschiede zwischen den Bundesl&auml;ndern fest. Bayern und Sachsen schneiden demnach besser ab, Berlin, Bremen und Nordrhein-Westfalen schw&auml;cher.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.news4teachers.de\/2023\/10\/in-hohem-masse-besorgniserregend-jeder-dritte-neuntklaessler-scheitert-an-deutsch-mindeststandards\/%20\">News4Teachers<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Ob die fortschreitende Digitalisierung von Schulen diesen Prozess stoppen und umkehren kann, ist sehr fraglich. Aber die Bundesl&auml;nder <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100915#h07\">pochen auf versprochenes Geld f&uuml;r Schulen<\/a> (mit einer Anmerkung) ohne die didaktischen\/p&auml;dagogischen Konsequenzen insbesondere f&uuml;r die Sch&uuml;ler zu hinterfragen. Bitte lesen Sie dazu u.a. auch bzw. erneut<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50213\">Die Digitalisierung ist ein Experiment an unseren Kindern<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49529\">Der gemeinsame Nenner von etablierten Medien und Politik: Gedankenlosigkeit. Sichtbar bei der Digitalisierung in den Schulen.<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Erschreckende Erkenntnis in Berlin: Azubis m&uuml;ssen im Auto wohnen<\/strong><br>\nIn Berlin liegt die Ausbildungsquote weit unter dem Bundesdurchschnitt. Das darf nicht so bleiben, finden Senat, Wirtschaft und Gewerkschaften. Nur &uuml;ber den Weg dorthin herrscht Uneinigkeit. Seit einigen Wochen ist ein Streit &uuml;ber die Ausbildungsplatzumlage entbrannt, die noch der rot-gr&uuml;n-rote-Senat auf den Weg gebracht hatte. Die Idee: Wer ausbildet, bekommt die anfallenden Kosten erstattet, und wer sich weigert, beteiligt sich an den Ausgaben der anderen Unternehmen. (&hellip;)<br>\nEin funktionierendes Vorbild existiert im Berliner Baugewerbe. In der Branche wurde die Ausbildungsumlage bereits 1976 in Berlin eingef&uuml;hrt. In diesem Jahr wurden im Berliner Baugewerbe rund 300 neue betriebliche Ausbildungsvertr&auml;ge abgeschlossen, erkl&auml;rte Katarzyna Urbanczyk, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin der Fachgemeinschaft Bau, am Donnerstag im Rahmen eines Pressegespr&auml;chs. Allerdings h&auml;tten Unternehmen in der Branche Probleme, ausreichend Bewerber zu finden. Derzeit seien im Baugewerbe in Berlin noch 140 Lehrstellen unbesetzt.<br>\nUnd das kommt nicht von ungef&auml;hr. Denn die Lage f&uuml;r die Auszubildenden ist hart. &bdquo;Ein Gro&szlig;teil der Menschen, die in Berlin eine Ausbildung aufnehmen, kommen von au&szlig;erhalb&ldquo;, sagte der DGB-Bezirksjugendsekret&auml;r Jim Frindert der Berliner Zeitung. Dass die Auszubildenden in Berlin keine Wohnung finden, sei ein gro&szlig;es Problem. &bdquo;Nach vier Wochen, die sie im Auto leben mussten, wird ihnen klar, dass es so nicht weitergehen kann.&ldquo;<br>\nEin gro&szlig;er Schritt w&auml;re der Aufbau eines Auszubildendenwerkes nach dem Vorbild des Studierendenwerkes, das in diesem Jahr in Berlin 100-j&auml;hriges Bestehen feiert, sagte Frindert. Dann k&ouml;nnten die finanziellen, kulturellen und sozialen Interessen von Auszubildenden angemessen vertreten werden. Den Vorschlag hat bereits die Berliner Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe (SPD) ins Spiel gebracht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/berlin-wirtschaft-azubis-muessen-im-auto-wohnen-darum-finden-berliner-unternehmen-keinen-nachwuchs-li.2148302\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Nutzen und Risiken einer umstrittenen Forschungsmethode<\/strong><br>\nLassen sich Pandemien verhindern, indem der Mensch die Evolution des Virus vorwegnimmt &ndash; im Biosicherheitslabor? Seit Corona wird verst&auml;rkt diskutiert, ob diese Forschung uns sch&uuml;tzen kann &ndash; oder ob sie nicht eher die Gefahr einer Pandemie erh&ouml;ht. (&hellip;)<br>\nDie Corona-Pandemie hat die Debatte um die Gain-of-function-Forschung wieder neu befl&uuml;gelt. Einige Kritiker fordern eine &Auml;chtung. Zu ihnen geh&ouml;rt auch G&uuml;nter Thei&szlig;en, Genetiker an der Friedrich-Schiller-Universit&auml;t Jena. Das Risiko sei zu gro&szlig;, argumentiert er, dass ein scharfgestelltes Virus aus dem Labor entkommt.<br>\nThei&szlig;en weist darauf hin, &bdquo;wie gef&auml;hrlich es eigentlich ist, wenn man Viren, die ohnehin schon pathogen f&uuml;r den Menschen sind, aus Forschungszwecken noch gef&auml;hrlicher macht&ldquo;. Ein weiterer Kritikpunkt Thei&szlig;ens: Es sei &bdquo;unklar, ob man mit diesen Experimenten &uuml;berhaupt die Dinge erwischen w&uuml;rde, die in der Natur irgendwann einmal auftreten&ldquo;.<br>\nKritiker sehen auch die Gefahr, dass die Ergebnisse der Forschung missbraucht werden. So k&ouml;nnten sich zum Beispiel Bioterroristen die Resultate und Methoden zu Nutze machen, die von Forschern in Fachmagazinen ver&ouml;ffentlicht werden. (&hellip;)<br>\nEs ist das Dilemma der Gain-of-function-Forschung: Ohne sie sind wir blind f&uuml;r die Gefahr einer Pandemie. Mit ihr jedoch erh&ouml;hen wir das Risiko, dass sie ausbricht. (&hellip;)<br>\nIn Deutschland gibt es jede Menge Gesetze und Vorschriften f&uuml;r Experimente mit Viren und Bakterien. Zus&auml;tzlich haben die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die Leopoldina ein eigenes Gremium ins Leben gerufen: den Gemeinsamen Ausschuss zum Umgang mit sicherheitsrelevanter Forschung.<br>\nAu&szlig;erdem wurden sogenannte Kommissionen f&uuml;r Ethik in der Forschung (KEF) eingerichtet. Mittlerweile gibt es KEFs an fast jeder Universit&auml;t in Deutschland. Sie dienen als Anlaufstelle f&uuml;r Forschende, die ein m&ouml;glicherweise riskantes Projekt planen und sich nicht sicher sind, ob man es aus ethischen Gr&uuml;nden durchf&uuml;hren oder lieber lassen soll.<br>\nIn Europa wird ein Verbot der Gain-of-function-Forschung nur von einer kleinen Gruppe von Wissenschaftlern gefordert. In den USA schwankt die gesellschaftliche Haltung zu den scharfgestellten Viren seit jeher. Im Moment, nach der Pandemie, deuten die Zeichen wieder auf ein restriktives Vorgehen. So sind laut dem Global BioLabs Report zahlreiche Labore der h&ouml;chsten Sicherheitsstufe in Planung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/gain-of-function-forschung-viren-bakterien-evolution-labor-100.html%20\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Zu den Kritikern der Gain-of-function-Forschung in Deutschland geh&ouml;rt Prof. Wiesendanger. Bitte lesen\/sehen Sie dazu z.B. auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95966#h09\">Wir h&auml;tten die Pandemie verhindern k&ouml;nnen<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102651#h03\">Geheimdienst best&auml;tigt! C-Virus stammt gesichert aus Wuhan Labor! Interview mit Prof. Wiesendanger<\/a> mit einer Anmerkung. Interessant dazu sind u.a. auch die <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97348#h10\">Hinweise Das Corona-Laborvirus: Die unbequeme Wahrheit kommt ans Licht<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83905#h15\">US-Corona-Papst Fauci und die Lizenzzahlungen der Pharmaunternehmen<\/a> jeweils mit Anmerkungen, in denen weiterf&uuml;hrende Links enthalten sind.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Uganda: Deutscher Gourmet-Kaffee aus Afrika hat einen fatalen Beigeschmack<\/strong><br>\nWeltmarktproduktion ist seit der Kolonialzeit mit Menschenrechtsverletzungen verbunden. Was fr&uuml;her als normal erachtet wurde, wird aktuell mit den Debatten um Unternehmensverantwortung und Lieferkettengesetz leicht zum Imageschaden. Umso erstaunlicher ist es, wie die in Hamburg beheimatete Neumann Kaffee Gruppe mit der Historie ihrer Kaweri-Kaffeeplantage in Uganda umgeht. Diese konnte nur durch eine brutale Vertreibung der dortigen Siedler und Landraub vor mehr als 20 Jahren entstehen. Doch der weltweit f&uuml;hrende Rohkaffeedienstleister meint, er k&ouml;nne das Problem aussitzen. (&hellip;)<br>\n&bdquo;Ich bin im September in Hamburg gewesen, die Evangelische Akademie hatte Neumann vorab um ein Gespr&auml;ch gebeten, aber das Unternehmen reagierte nicht einmal&ldquo;, so Peter Kayiira. Der ehemalige Schulleiter in Mubende, etwa 200 Kilometer westlich der Hauptstadt Kampala gelegen, ist ein Sprecher der Vertriebenen. &bdquo;Tats&auml;chlich waren Leute von Neumann schon zu Jahresbeginn 2001 in Mubende. Sie haben sich Kaffeepflanzen angeschaut, Bodenproben genommen und waren &uuml;berrascht, wie hoch unsere Ertr&auml;ge ohne Chemieeinsatz waren&ldquo;, erinnert sich Kayiira. &bdquo;Damals waren wir uns noch nicht dar&uuml;ber im Klaren, was es mit diesem Unternehmen auf sich hat, aber wir haben das Logo auf den Autos gesehen und sp&auml;ter wiedererkannt.&ldquo;<br>\nDie Neumann Gruppe wusste also nicht nur, dass es eine ideale Gegend f&uuml;r den Kaffeeanbau, sondern auch eine besiedelte Region war, als sie dann einen Pachtvertrag &uuml;ber 99 Jahre f&uuml;r die gut 2.500 Hektar mit der ugandischen Regierung abschloss. Der Rest erschien irrelevant. Im August 2001 kam das Milit&auml;r, r&auml;umte das Land, zerst&ouml;rte H&auml;user und Ernten, ohne dass die Anwohner wenigstens ihr Eigentum h&auml;tten retten k&ouml;nnen. Bis heute haben die betroffenen Familien &ndash; es sind gut 400 &ndash; keine Entsch&auml;digung erhalten, bis heute klagen sie vor Gericht gegen Neumann und die ugandische Regierung. &bdquo;Es ist ein Skandal, dass die Vertriebenen bislang keinerlei Wiedergutmachung erhalten haben&ldquo;, emp&ouml;rt sich Gertrud Falk von der internationalen Menschenrechtsorganisation FIAN, die den Fall von Anfang an begleitet hat. &bdquo;Dass sich ein Gerichtsverfahren &uuml;ber 20 Jahre hinzieht, haben wir noch nie erlebt.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/frank-brassel\/uganda-deutscher-gourmet-kaffee-aus-afrika-hat-einen-fatalen-beigeschmack\">der Freitag<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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