{"id":10550,"date":"2011-08-26T08:37:03","date_gmt":"2011-08-26T06:37:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10550"},"modified":"2011-08-26T08:37:03","modified_gmt":"2011-08-26T06:37:03","slug":"hinweise-des-tages-1455","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10550","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Libyen; Diskussion um Steuererh&ouml;hungen; The Subprime Crisis: Is Government Housing Policy to Blame?; Fabian Fritzsche &ndash; Konjunkturbarometer oder Fieberthermometer der Emotionen?; Paul Krugman &ndash; Fiscalization Watch; Portugiesische H&auml;rte; Info-Grafik Sozialpolitik &ndash; Erwerbsminderungsrenten und F&uuml;rsorge; Jugendarbeitslosigkeit in der EU &ndash; Jung, gut ausgebildet, schnell k&uuml;ndbar; Arbeitslosigkeit: &Auml;ltere mit wenig Chancen auf neuen Arbeitsplatz; Rentenniveau sinkt bis 2030 um etwa 25 Prozent; Pflege zum Discounttarif; Westerwelle-Vertrauter Biesel wird Lobbyist f&uuml;r Air Berlin; Gro&szlig;britannien: Mechanismen der Eskalation; Erg&auml;nzung zu unserem Hinweis #16 vom 23. August; Zu guter Letzt: Der Schatten von Kohl (MB\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10550#h01\">Libyen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10550#h02\">Diskussion um Steuererh&ouml;hungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10550#h03\">The Subprime Crisis: Is Government Housing Policy to Blame?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10550#h04\">Fabian Fritzsche &ndash; Konjunkturbarometer oder Fieberthermometer der Emotionen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10550#h05\">Paul Krugman &ndash; Fiscalization Watch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10550#h06\">Portugiesische H&auml;rte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10550#h07\">Info-Grafik Sozialpolitik &ndash; Erwerbsminderungsrenten und F&uuml;rsorge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10550#h08\">Jugendarbeitslosigkeit in der EU &ndash; Jung, gut ausgebildet, schnell k&uuml;ndbar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10550#h09\">Arbeitslosigkeit: &Auml;ltere mit wenig Chancen auf neuen Arbeitsplatz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10550#h10\">Rentenniveau sinkt bis 2030 um etwa 25 Prozent<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10550#h11\">Pflege zum Discounttarif<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10550#h12\">Westerwelle-Vertrauter Biesel wird Lobbyist f&uuml;r Air Berlin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10550#h13\">Gro&szlig;britannien: Mechanismen der Eskalation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10550#h14\">Erg&auml;nzung zu unserem Hinweis #16 vom 23. August<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10550#h15\">Zu guter Letzt: Der Schatten von Kohl<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=10550&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Libyen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Peinlichkeiten f&uuml;r westliche Staatschefs w&auml;ren die Folge<\/strong><br>\nMuammar al-Ghadhafi ist praktisch gest&uuml;rzt, aber noch nicht gefasst. Will man ihn tot oder lebendig? Vielen d&uuml;rfte Ersteres lieber sein, sagt Geheimdienstexperte Erich Schmidt-Eenboom.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/ausland\/naher-osten-und-afrika\/Peinlichkeiten-fuer-westliche-Staatschefs-waeren-die-Folge\/story\/10589576\">Tagesanzeiger<\/a><\/li>\n<li><strong>&Auml;rzte ohne Grenzen: In Tripolis droht medizinischer Kollaps<\/strong><br>\n&Auml;rzte ohne Grenzen warnen vor einem Kollaps der medizinischen Versorgung in Tripolis. In der umk&auml;mpften libyschen Hauptstadt seien die Krankenh&auml;user voll mit Verwundeten, doch es fehle an medizinischem Material, Fachpersonal und Medikamenten, erkl&auml;rte die Hilfsorganisation am Donnerstag in Berlin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.aerzteblatt.de\/v4\/news\/news.asp?id=47106\">&Auml;rzteblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>Libya: SAS leads hunt for Gaddafi<\/strong><br>\nFor the first time, defence sources have confirmed that the SAS has been in Libya for several weeks, and played a key role in coordinating the fall of Tripoli.<br>\nWith the majority of the capital now in rebel hands, the SAS soldiers, who have been dressed in Arab civilian clothing and carrying the same weapons as the rebels, have been ordered to switch their focus to the search for Gaddafi, who has been on the run since his fortified headquarters was captured on Tuesday.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.telegraph.co.uk\/news\/worldnews\/africaandindianocean\/libya\/8721291\/Libya-SAS-leads-hunt-for-Gaddafi.html\">The Telegraph<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Mit dem UN-Mandat hat der Einsatz der britischen Spezialeinheiten nichts mehr zu tun. Aber angesichts der inzwischen aufgebauten Kriegsstimmung spielen solche v&ouml;lkerrechtlichen &bdquo;Feinheiten&ldquo; offenbar keine Rolle mehr.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Diskussion um Steuererh&ouml;hungen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Jakob Augstein &ndash; Erh&ouml;ht die Steuern!<\/strong><br>\nDeutschland ist ein ungerechtes Land, die Spaltung zwischen Arm und Reich nimmt zu. Doch wir k&ouml;nnen uns nicht aus der Krise sparen. Wenn wir unsere Demokratie retten wollen, m&uuml;ssen wir die Steuern erh&ouml;hen. [&hellip;]<br>\nDer Spitzensteuersatz ist in Deutschland so niedrig wie nie. 53 Prozent oder 56 Prozent waren fr&uuml;her normal. Heute sind es 42 Prozent. Wer alle Ausnahmen geltend macht, zahlt knapp &uuml;ber 30 Prozent. Das ist Wahnsinn. Der Staat kann es sich nicht mehr leisten, auf das Geld der Reichen zu verzichten. Der Berliner Finanzwissenschaftler Giacomo Corneo fordert f&uuml;r Spitzenverdiener einen Steuersatz von 66 Prozent. Recht hat er.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,782309,00.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Dutzende Reiche sind f&uuml;r h&ouml;heren Spitzensteuersatz<\/strong><br>\nWie in Frankreich fordert auch in Deutschland eine Gruppe Verm&ouml;gender mehr Abgaben. Ein Gespr&auml;ch mit Peter Vollmer<br>\nPeter Vollmer ist Mitglied der Initiative Verm&ouml;gender f&uuml;r eine Verm&ouml;gensabgabe<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/08-26\/027.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Revolution der Reichen<\/strong><br>\nDie Welt erlebt einen Aufstand der Besserverdienenden: In immer mehr L&auml;ndern fordern sie h&ouml;here Steuern &ndash; f&uuml;r sich selbst. Damit treiben die Wohlhabenden, darunter auch Jamie Dimon, die bislang zaudernde Politik vor sich her.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:agenda-die-revolution-der-reichen\/60095224.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Wenn &bdquo;die Reichen&ldquo; es wirklich ernst meinen, w&auml;re dies vielleicht der richtige Zeitpunkte, ihre &bdquo;Kettenhunde&ldquo; aus den Instituten und den Medien, die stets f&uuml;r Steuersenkungen eintreten, zur&uuml;ckzupfeifen und stattdessen den Instituten und Medien, die schon seit langem gegen dieses Wahnsinn anschreiben, finanzielle Unterst&uuml;tzung zukommen zu lassen. Ob wir das noch erleben d&uuml;rfen?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>The Subprime Crisis: Is Government Housing Policy to Blame?<\/strong><br>\nA growing literature suggests that housing policy, embodied by the Community Reinvestment Act (CRA) and the affordable housing goals of the government sponsored enterprises, may have caused the subprime crisis. The conclusions drawn in this literature, for the most part, have been based on associations between aggregated national trends. [&hellip;]<br>\nOur lender tests indicate that areas disproportionately served by lenders covered by the CRA experienced lower delinquency rates and less risky lending. Similarly, the threshold tests show no evidence that either program had a significantly negative effect on outcomes.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.federalreserve.gov\/pubs\/feds\/2011\/201136\/201136abs.html\">The Federal Reserve Board<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die &ndash; nun wohl nicht mehr haltbare &ndash; These, nach der die Sozialpolitik Clintons der Verursacher der Subprime-Krise gewesen sei, wird auch von deutschen &bdquo;&Ouml;konomen&ldquo; wie Hans-Werner Sinn oder Hans-Olaf Henkel verbreitet. Es ist jedoch nicht davon auszugehen, dass die Genannten sich von der Studie der Fed sonderlich beeindrucken lassen, zumal ihre Faktenresistenz mittlerweile legend&auml;r ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Fabian Fritzsche &ndash; Konjunkturbarometer oder Fieberthermometer der Emotionen?<\/strong><br>\nDass die B&ouml;rsen ein Art &bdquo;Konjunkturbarometer&ldquo; sind, ist berechtigterweise zu bezweifeln. Den Schwankungen auf den Aktienm&auml;rkten wird eine zu gro&szlig;e Bedeutung zugemessen. Denn Aktienk&auml;ufe orientieren sich immer seltener an eigenen Erwartungen und sind h&auml;ufig blo&szlig; eine Reaktion auf das Handeln anderer. Viel wichtiger f&uuml;r Konjunkturaussichten als der B&ouml;rsenhandel sind die Entwicklung von Rohstoffpreisen, L&ouml;hnen und Zinsen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/wirtschaftswunder\/index.php?op=ViewArticle&amp;articleId=2736&amp;blogId=16\">FTD G&auml;steblock<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Paul Krugman &ndash; Fiscalization Watch<\/strong><br>\nA correspondent informs me that Wolfgang Schaeuble, the German finance minister, has just given a speech asserting that excessive public debt caused the 2008 crisis. In fact, I&rsquo;m told, he said that<br>\nIt&rsquo;s actually undisputed among economists worldwide that one of the main causes &ndash; if not the main cause &ndash; of the turbulence &ndash; not just now, but already in 2008 &ndash; was excessive public debt everywhere in the world.<br>\nOK, we can prove that wrong immediately: I dispute it, Brad DeLong disputes it, Christy Romer disputes it, and I think we fall into the category of &ldquo;economists worldwide&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/krugman.blogs.nytimes.com\/2011\/08\/25\/fiscalization-watch\/\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Portugiesische H&auml;rte<\/strong><br>\nDen Portugiesen werden noch in diesem Jahr neue Opfer abverlangt. Wie Finanzminister V&iacute;tor Gaspar am Freitag in Lissabon erkl&auml;rte, wird eine urspr&uuml;nglich f&uuml;r 2012 geplante Mehrwertsteuererh&ouml;hung von 5 auf 23 Prozent bei Strom und Gas auf Ende 2011 vorgezogen. Die Mehreinnahmen sollen dazu beitragen, eine Haushaltsl&uuml;cke von etwa zwei Milliarden Euro zu schlie&szlig;en, die nach der &Uuml;bernahme der Regierungsgesch&auml;fte durch die konservativ-liberale Koalition festgestellt worden war. Portugal hatte im April als drittes Land der Eurozone Notkredite des Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) der Europ&auml;ischen Kommission und der Zentralbank (EZB) beantragen m&uuml;ssen. Im Gegenzug f&uuml;r eine Finanzspritze von insgesamt 78 Milliarden Euro verpflichtete sich das hochverschuldete Land gegen&uuml;ber der so genannten &lsquo;Troika&rsquo; zu drastischen Sparma&szlig;nahmen und umfassenden Strukturreformen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/w5M389\/149118\/Portugiesische-Haert.html\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Info-Grafik Sozialpolitik &ndash; Erwerbsminderungsrenten und F&uuml;rsorge<\/strong><br>\nSeit Inkrafttreten der Reform der Renten wegen verminderter Erwerbsf&auml;higkeit zum 1. Januar 2001 befinden sich die Zahlbetr&auml;ge neu bewilligter Erwerbsminderungsrenten (EMRenten) im Sinkflug.* Im Durchschnitt erreichen sie nicht einmal mehr F&uuml;rsorgeniveau. Rund sechs Prozent des Erwerbsminderungsrenten-Bestandes erhielten Ende 2009 aufstockende Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung (Sozialhilfe nach Kapitel 4 SGB XII). Vom Altersrenten-Bestand waren es rund 1,5 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ak-sozialpolitik.de\/dukumente\/2011\/2011-08-25%20EM-Renten%20und%20Fuersorge.pdf\">Arbeitnehmerkammer Bremen [PDF &ndash; 123 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Jugendarbeitslosigkeit in der EU &ndash; Jung, gut ausgebildet, schnell k&uuml;ndbar<\/strong><br>\nDie Wirtschaftskrise in Europa trifft vor allem die Jugend: Selbst Akademiker werden nur noch befristet angestellt, stecken in Praktika fest oder finden erst gar keinen Job. In Deutschland ist die Jugendarbeitslosigkeit noch relativ gering. Aber wie lange noch?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/karriere\/jugendarbeitslosigkeit-in-europa-jung-gut-ausgebildet-schnell-kuendbar-1.1134671\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Arbeitslosigkeit: &Auml;ltere mit wenig Chancen auf neuen Arbeitsplatz<\/strong><br>\nDer Anteil der neu eingestellten Menschen ab 50 Jahre ist weiterhin erschreckend niedrig &ndash; allen Absichtserkl&auml;rungen rund um den demografischen Wandel und dem sich abzeichnenden Fachkr&auml;ftemangel zum Trotz. Zwar stellt diese Gruppe &uuml;ber ein Viertel der Besch&auml;ftigten (26 Prozent), doch nur 13 Prozent unter allen neu Eingestellten, so die IAQ Studie. Tats&auml;chlich ist die Zahl der &auml;lteren Besch&auml;ftigten in absoluten Zahlen gestiegen ist &ndash; doch er der Grund daf&uuml;r sind die nachr&uuml;ckenden geburtenstarken Jahrg&auml;nge. Tatsache ist: Bei den &uuml;ber 50-J&auml;hrigen geht die Zahl der neu Eingestellten mit jedem Lebensjahr stetig zur&uuml;ck.<br>\nDer Trend in den vergangenen Jahren blieb gleich: Je &auml;lter, desto weniger Einstellungen. HBS, FNA, IAW\/Alters&uuml;bergangsreport 2011-03<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++8b6bcdb0-ce52-11e0-4d41-00188b4dc422\">DGB<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Rentenniveau sinkt bis 2030 um etwa 25 Prozent<\/strong><br>\nImmer mehr Ruhest&auml;ndler m&uuml;ssen nebenher jobben, um &uuml;ber die Runden zu kommen. Ein Gespr&auml;ch mit Alfred Spieler,  Referent f&uuml;r Sozialpolitik des Bundesverbandes der Volkssolidarit&auml;t:<br>\n&ldquo;Tatsache ist, da&szlig; die Einkommen der Neurentner r&uuml;ckl&auml;ufig sind. Zudem ist die Kaufkraft der Renten in den vergangenen Jahren gesunken, zum Beispiel durch Nullrunden oder Rentenanpassungen unterhalb der Preissteigerungsrate. Das k&ouml;nnte f&uuml;r viele Menschen ein Motiv sein, sich Geld hinzuzuverdienen, um ihre Renten aufzubessern. &hellip;  Armutsrente beziehen vor allem Niedrigverdiener sowie Menschen, die in nicht versicherungspflichtigen Minijobs t&auml;tig waren. All das sind Ursachen, warum Menschen ihre Rente aufbessern m&uuml;ssen, damit sie nicht die Grundsicherung beantragen m&uuml;ssen, die 2009 im Bundesdurchschnitt bei 663 Euro lag. &hellip; Erstens darf es nicht sein, da&szlig; die Lebensstandardsicherung seit 2000\/2001 immer weiter heruntergefahren wird. Langfristig wird das Rentenniveau bis 2030 um etwa 25 Prozent sinken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/08-25\/057.php\">Junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ein kurzer Bericht der Saarbr&uuml;cker Zeitung, der von einigen Zeitungen &uuml;bernommen wurde, das war es. Eine <a href=\"http:\/\/www.matthias-w-birkwald.de\/serveDocument.php?id=43.ccc.pdf%20\">Anfrage des Linken-Abgeordneten Matthias Birkwald [PDF &ndash; 1.2 MB]<\/a> hatte ergeben: &ldquo;Rund 660 000 Rentner m&uuml;ssen nebenher jobben&rdquo;. Wo bleibt das Echo, wo bleibt die Analyse? Man kann zu &lsquo;jungen Welt&rsquo; stehen wie man will, einzur&auml;umen ist, dass sie einem Fachmann die Gelegenheit gibt, darauf hinzuweisen: Die heutige Generation der jungen Erwachsenen wird rentenpolitisch verheizt. All die trickreichen Manipulatioen an der umlagefinanzierten Rente hatten keineswegs das Ziel, k&uuml;nftigen Generationen eine lebenswerte Existenz im Alter zu sichern. Schade, dass diese es nicht merken. Oder glaubt man in den Redaktionen des Landes, auch ganz pers&ouml;nlich, dass die sich auftuende Rentenl&uuml;cke durch private Altersvorsorge aufgefangen werden kann. Sie berichten doch tagt&auml;glich was mit Aktien und Staatsanleihen passieren kann, und tr&auml;umen weiter.<\/em><br>\n<em>Die Forderungen von Alfred Spieler sind nicht falsch, aber nicht konsequent genug. Man kann vielleicht das Aussetzen der Rentenanpassung 1978 und die Abkoppelung von der Lohnentwicklung in den Jahren 1979, 1980, 1981, 2000 und 2001 vergessen, aber <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rentenanpassungsformel\">die Rentenanpassungsformel<\/a>, inklusive des sogenannte Nachhaltigkeitsfaktors geh&ouml;ren beseitigt. Eine B&uuml;rgerversicherung im Sinne der ersten S&auml;ule des Schweizer Rentensystems sollte zumindest einmal durchgerechnet werden: Jeder, ob Arbeitnehmer, Selbstst&auml;ndiger, Beamter, Beamte, und jene B&uuml;rger, die allein von Verm&ouml;gen leben, muss einzahlen &ndash; ohne Beitragsbemessungsgrenze. Nehmen wir einen Beitragssatz von 15 Prozent, so m&uuml;sste ein Einkommensmillion&auml;r 150.000 Euro in die Rentenkasse einzahlen. Wie gesagt, man m&uuml;sste das mit verschiedenen Beitragss&auml;tzen einmal durchrechnen. Wetten. dass der Beitragssatz unter dem heutigen liegt. Eine gescheitere Wirtschaftspolitik w&auml;re auch nicht schlecht. Nat&uuml;rlich werden sich unsere Plutokraten wehren, aber die k&uuml;nftigen Generationen w&uuml;rden es uns danken.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Pflege zum Discounttarif<\/strong><br>\nF&uuml;nf Mal in den vergangenen dreieinhalb Jahren hat der medizinische Dienst der Krankenversicherung das H&amp;R Heim in Inzell kontrolliert. Bei der letzten Pr&uuml;fung im Juni wurden gravierende Missst&auml;nde festgestellt. Die Beh&ouml;rden wollen dem Heim den Betrieb untersagen. Dagegen k&auml;mpft H&amp;R.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/report\/-\/id=233454\/nid=233454\/did=8488192\/yg1kw4\/index.html\">ARD Report Mainz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Westerwelle-Vertrauter Biesel wird Lobbyist f&uuml;r Air Berlin<\/strong><br>\nDer ehemalige Staatssekret&auml;r im Ausw&auml;rtigen Amt, Martin Biesel, wird neuer Chef-Lobbyist von Deutschlands zweitgr&ouml;&szlig;ter Fluggesellschaft Air Berlin. Der langj&auml;hrige Vertraute von Au&szlig;enminister Guido Westerwelle (FDP) &uuml;bernimmt am 1. November den Posten als Direktor f&uuml;r internationale Verkehrsrechte und Vorstands-Bevollm&auml;chtigter f&uuml;r Politik, wie Air Berlin am Mittwoch mitteilte. Biesel gilt im Berliner Politikbetrieb als bestens vernetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.verkehrsrundschau.de\/westerwelle-vertrauter-biesel-wird-lobbyist-fuer-air-berlin-1057540.html\">Verkehrsrundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Gro&szlig;britannien: Mechanismen der Eskalation<\/strong><br>\nWo Ordnungen zerfallen, Eliten versagen, Beziehungen sich aufl&ouml;sen und Wertsch&auml;tzung ausbleibt, wird Gewalt zu einer h&ouml;chst attraktiven Quelle der Anerkennung. Die Botschaft der Jugendlichen lautet: &ldquo;Uns gibt es noch!&rdquo; Wie sind solche Unruhezyklen zu analysieren und zu erkl&auml;ren? Es sind immer drei zentrale Faktoren zu untersuchen: die gesellschaftlichen Hintergr&uuml;nde, das Agieren politischer Eliten und die Mechanismen der Eskalation.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2011%2F08%2F25%2Fa0136&amp;cHash=7e2d08a459\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die NachDenkSeiten selbst haben auf viele Artikel hingewiesen, die das Thema der &lsquo;riots&rsquo; in Gro&szlig;britannien thematisieren. Dar&uuml;ber hinaus wurden wir von allen Medien bis hin zu den Grenzen der Aufnahmef&auml;higkeit bedient. Dennoch verdient der Artikel von Wilhelm Heitmeyer ihre Aufmerksamkeit. Kaum jemand  kann wie er eine solche Kompetenz in Fragen der Integration und Jugendgewalt vorweisen. Zurzeit arbeitet sein Institut u.a. an dem bald abgeschlossenen Projekt, &ldquo;Zuwanderung, Figuration, Konflikt: Eine vergleichende sozialraumbezogene Analyse in Bradford und Duisburg&rdquo;:<\/em><br>\n<em>&ldquo;Zum einen sollen die Studien in den beiden mittelgro&szlig;en ehemaligen Industriest&auml;dten die Herausbildung und den Wandel der Gruppenfigurationen im Verh&auml;ltnis von Zuwanderern und Alteingesessenen seit Mitte der 50er Jahre rekonstruieren. Zum anderen soll der Vergleich der Figurationsprozesse zur Beantwortung der Fragen beitragen, warum es in Bradford wiederholt zu gewaltf&ouml;rmigen Gruppenkonflikten bzw. zu riots kam, und warum die grunds&auml;tzlich auch in Duisburg zu beobachtenden Gruppenkonflikte (z. B. der Gebetsrufkonflikt) trotz einiger, den lokalen Kontext betreffender Parallelen in z. B. &ouml;konomischer, demographischer und sozialstruktureller Hinsicht bislang nicht gewaltsam eskaliert sind. Das praktisch-politische Erkenntnisinteresse der vergleichenden Analyse zielt auf die Beantwortung der Fragen, wer wo und wie ansetzen sollte, um <a href=\"http:\/\/www.uni-bielefeld.de\/ikg\/projekte\/ZFK.html\">gewaltf&ouml;rmigen Gruppenkonflikten in den zugrunde liegenden Konstellationen vorzubeugen<\/a>.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Erg&auml;nzung zu unserem <a href=\"\/?p=10527#h16\">Hinweis #16 vom 23. August<\/a><\/strong><br>\nUnser Leser H.F. schickte uns folgende Mail an die taz in Kopie:\n<blockquote><p><em>Hallo,<\/em><br>\n<em>in Ihrem Artikel &ldquo;Geheime Partnerschaft&rdquo; vom 12. August beklagen Sie, dass der Inhalt der Forschungskooperation zwischen der Uni K&ouml;ln und Bayer geheim sei. Im Gegensatz hierzu sind Informationen zu der Kooperation im <a href=\"http:\/\/www.uniklinik-herzzentrum.de\/herz-und-thoraxchirurgie\/forschung\/pharmakologische-kardioprotektion\">internet frei zug&auml;nglich<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>Das dort aufgef&uuml;hrte Thema wird weltweit von mehreren Forschungsgruppen bearbeitet, wie den Publikationen zu entnehmen ist, zum Teil auch mit <a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed?term=BAY%2058-2667\">Unterst&uuml;tzung durch Bayer<\/a>.<\/em><br>\n<em>Ein wenig mehr Sorgfalt bei der journalistischen Recherche ist anzumahnen.<\/em><br>\n<em>Viele Gr&uuml;&szlig;e<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Herr F. hat Recht. Die NachDenkSeiten bedauern den Fehler.<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Der Schatten von Kohl<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/110826_schatten_von_kohl.jpg\" alt=\"Im Schatten von Kohl\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.harmbengen.de\/Zeitungscartoons.html\">Harm Bengen<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Libyen; Diskussion um Steuererh&ouml;hungen; The Subprime Crisis: Is Government Housing Policy to Blame?; Fabian Fritzsche &ndash; Konjunkturbarometer oder Fieberthermometer der Emotionen?; Paul Krugman &ndash; Fiscalization Watch; Portugiesische H&auml;rte; Info-Grafik Sozialpolitik &ndash; Erwerbsminderungsrenten und F&uuml;rsorge; Jugendarbeitslosigkeit in der EU &ndash; Jung, gut ausgebildet, schnell k&uuml;ndbar; Arbeitslosigkeit: &Auml;ltere mit wenig Chancen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10550\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-10550","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10550","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10550"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10550\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10553,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10550\/revisions\/10553"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10550"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=10550"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=10550"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}