{"id":10554,"date":"2011-08-26T16:45:18","date_gmt":"2011-08-26T14:45:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10554"},"modified":"2011-08-26T16:45:18","modified_gmt":"2011-08-26T14:45:18","slug":"hinweise-des-tages-ii-25","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10554","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Steuermilliarden &ndash; Wie sich die Banker in Br&uuml;ssel die Regeln selber machen; Thomas Fricke &ndash; F&uuml;r eine Ordnungspolitik 3.0; Slavoj &#381;i&#382;ek &ndash; Der autorit&auml;re Kapitalismus ist der Gewinner der Krise; A Huge Housing Bargain &mdash; but Not for You; Steuerabkommen mit der Schweiz &ndash; Fahnder laufen Sturm; Konsumklima-Umfrage &ndash; Krisenangst treibt Deutsche in die Gesch&auml;fte; Griechenland schafft Uni-Asyl ab: Polizei darf wieder Razzia machen; Frankreich: Sparen mit Disneyland; Grundsicherung &ndash; Nach der Protokollnotiz; Kursverluste bedrohen Renten der Amerikaner; Die Milchm&auml;dchenrechnung &ndash; Wenn Stra&szlig;en und Schulen privatisiert werden; Versicherungs-Check: Fragw&uuml;rdige Empfehlungen; Ich will kein Sozialschmarotzer sein!; Der T&uuml;rkei ist die EU wurst; H&auml;rtere Strafen l&ouml;sen Probleme nicht (JB)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10554#h01\">Steuermilliarden &ndash; Wie sich die Banker in Br&uuml;ssel die Regeln selber machen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10554#h02\">Thomas Fricke &ndash; F&uuml;r eine Ordnungspolitik 3.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10554#h03\">Slavoj &#381;i&#382;ek &ndash; Der autorit&auml;re Kapitalismus ist der Gewinner der Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10554#h04\">A Huge Housing Bargain &mdash; but Not for You<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10554#h05\">Steuerabkommen mit der Schweiz &ndash; Fahnder laufen Sturm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10554#h06\">Konsumklima-Umfrage &ndash; Krisenangst treibt Deutsche in die Gesch&auml;fte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10554#h07\">Griechenland schafft Uni-Asyl ab: Polizei darf wieder Razzia machen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10554#h08\">Frankreich: Sparen mit Disneyland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10554#h09\">Grundsicherung &ndash; Nach der Protokollnotiz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10554#h10\">Kursverluste bedrohen Renten der Amerikaner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10554#h11\">Die Milchm&auml;dchenrechnung &ndash; Wenn Stra&szlig;en und Schulen privatisiert werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10554#h12\">Versicherungs-Check: Fragw&uuml;rdige Empfehlungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10554#h13\">Ich will kein Sozialschmarotzer sein!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10554#h14\">Der T&uuml;rkei ist die EU wurst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10554#h15\">H&auml;rtere Strafen l&ouml;sen Probleme nicht<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=10554&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Steuermilliarden &ndash; Wie sich die Banker in Br&uuml;ssel die Regeln selber machen<\/strong><br>\nDen Deutschen ist mulmig, nicht nur den deutschen Unternehmen. Und das zu Recht. T&auml;glich werden wir Zeuge, wie ein entfesseltes Finanzsystem Wirtschaft, Wohlstand und Gesellschaft gef&auml;hrdet. B&ouml;rsen spielen verr&uuml;ckt, M&auml;rkte geraten au&szlig;er Kontrolle, Hedgefonds wetten gegen den Euro. Und die Politik? Wirkt hilflos und getrieben. Dabei hatten sich Politiker nach der Bankenkrise 2008 mit dem Ruf nach radikaler Z&auml;hmung der Finanzm&auml;rkte doch &uuml;berboten. Aber wo sind die dringenden Reformen geblieben? Wo sind die Regeln, die das Spekulieren wirklich einschr&auml;nken? Fehlanzeige. Stephan Stuchlik, Kim Otto und Andreas Orth haben sich auf die Suche nach den Gr&uuml;nden gemacht. Und fanden Lobbyisten, die einen echt guten Job gemacht haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/monitor\/sendungen\/2011\/0825\/bruessel.php5\">WDR Monitor<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.H.:<\/strong> Die gestrige Sendung ist ein Paradebeispiel daf&uuml;r, wie ganze Staaten &uuml;ber den Tisch gezogen werden. Man wei&szlig; nicht, wor&uuml;ber man sich mehr &auml;rgern soll: &uuml;ber die Selbstverst&auml;ndlichkeit, mit der hier versucht wird, den Casino-Betrieb blo&szlig; nicht zu behindern oder &uuml;ber die offensichtliche Dreistigkeit unserer so genannten Volksvertreter (z.B. CSU-Mann Ferber), die auch noch abstreiten von Lobbyisten beeinflusst zu werden, wenn die Tatsachen vor ihnen auf dem Tisch liegen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Thomas Fricke &ndash; F&uuml;r eine Ordnungspolitik 3.0<\/strong><br>\nSeit Ausbruch der Finanzkrise &uuml;ben Deutschlands Ordnungslehrer verzweifelt das Neinsagen. Mal zu Konjunkturpaketen, mal zum Verstaatlichen von Banken. Mal zu Griechenland-Hilfe, Rettungsschirm und Wirtschaftsregierung. Jetzt auch zu Notenbanken, die Staatsanleihen kaufen. Und zu Euro-Bonds. Das Argument ist stets &auml;hnlich: All das wirke gegen die Marktkr&auml;fte und sende den Krisenl&auml;ndern schlechte Signale. Klingt nachvollziehbar. Die Frage ist nur, was die Alternative ist. Und ob es der Markt in so heikler Lage regeln w&uuml;rde. Da wachsen selbst bei prominenten Ordoliberalen derzeit rapide Zweifel. Gut m&ouml;glich, dass es auf den gewaltig instabilen Finanzm&auml;rkten des 21. Jahrhunderts nicht reicht, eherne Grundregeln aus Vorzeiten der Geldglobalisierung zu preisen. Und dass die Ordnungslehre schnell ein Update br&auml;uchte, um (auch) f&uuml;r solche Krisen hilfreiche Rezepte zu bieten. Mehr als Neinsagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:kolumne-thomas-fricke-fuer-eine-ordnungspolitik-3-0\/60095608.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Slavoj &#381;i&#382;ek &ndash; Der autorit&auml;re Kapitalismus ist der Gewinner der Krise<\/strong><br>\nDer Philosoph Slavoj &#381;i&#382;ek ist einer der wortgewaltigsten Kritiker des Kapitalismus. Im Interview erz&auml;hlt er, warum er wenig von den Protesten in London und Madrid h&auml;lt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/kultur\/2011-08\/slavoj-zizek-interview\/komplettansicht\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>A Huge Housing Bargain &mdash; but Not for You<\/strong><br>\nThe largest transfer of wealth from the public to private sector is about to begin. The federal government will be bulk-selling the massive portfolio of foreclosed homes now owned by HUD, Fannie Mae and Freddie Mac to private investors &mdash; vulture funds.<br>\nThese homes, which are now the property of the U.S. government, the U.S. taxpayer, U.S. citizens collectively, are going to be sold to private investor conglomerates at extraordinarily large discounts to real value. [&hellip;]<br>\nThe U.S. taxpayer will get pennies on the dollar for these homes and then be allowed to rent them back at market rates.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.thestreet.com\/story\/11224917\/1\/a-huge-housing-bargain--but-not-for-you.html\">The Street<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Steuerabkommen mit der Schweiz &ndash; Fahnder laufen Sturm<\/strong><br>\nDie Schweiz &ndash; hier ist ein Schatz versteckt. Ein Schwarzgeldschatz. Denn auf den Konten von Schweizer Banken haben verm&ouml;gende Deutsche gesch&auml;tzte 100 Milliarden Euro gebunkert. Unversteuert. Und dieser Mann verk&uuml;ndet jetzt, er werde einen Teil des Schatzes heben. Durch ein Steuerabkommen mit der Schweiz. F&uuml;r die gesch&auml;tzt 100 Milliarden Verm&ouml;gen werde die Schweiz vorerst knapp zwei Milliarden an Steuern nach Deutschland &uuml;berweisen, freut sich der Minister. Er will den Schweizer Banken in Zukunft Vertrauen schenken und das Schweizer Bankgeheimnis respektieren. Steuerfahnder und Geldw&auml;sche-Ermittlern geht das viel zu weit. Denn laut dem geplanten Abkommen d&uuml;rfen sie Kriminelle nicht mehr wie bislang mit Hilfe angekaufter Bankkundendaten verfolgen. Die Fahnder m&uuml;ssen nun mit ansehen, wie die Schweizer Banken das Abkommen feiern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/monitor\/sendungen\/2011\/0825\/steuer.php5\">WDR Monitor<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Konsumklima-Umfrage &ndash; Krisenangst treibt Deutsche in die Gesch&auml;fte<\/strong><br>\nDie deutschen Verbraucher erwarten laut einer Umfrage eine Verschlechterung der Wirtschaftslage. Auch ihre eigene Einkommenssituation bewerten sie skeptischer. Trotzdem wollen sie k&uuml;nftig mehr Geld ausgeben. Konsumforscher erkl&auml;ren den Widerspruch mit der Angst vor steigender Inflation.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/service\/0,1518,782321,00.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Einfach nur noch grotesk. Schauen wir doch mal, wozu &ndash; laut GfK &ndash; die Angst vor Inflation bisher gef&uuml;hrt hat:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>26.10.2007: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,513724,00.html\">Neuer Geiz &ndash; Preis-Angst verdirbt Deutschen die Kauflaune<\/a><\/em><br>\n<em>Die Angst vor steigenden Preisen dr&uuml;ckt auf die Kauflaune der Deutschen. Das zeigt der GfK-Konsumklimaindex<\/em><\/li>\n<li><em>28.11.2007: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,520082,00.html\">Konsumklima-Index &ndash; Inflation verdirbt Deutschen die Kauflaune<\/a><\/em><br>\n<em>Ausgerechnet im Weihnachtsgesch&auml;ft! Die zuletzt stark gestiegenen Preise f&uuml;r Energie und Lebensmittel lassen die Deutschen knausern. Das von der GfK ermittelte Konsumklima hat sich &uuml;berraschend deutlich eingetr&uuml;bt.<\/em><\/li>\n<li><em>27.04.2011: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,759177,00.html\">GfK-Index &ndash; Inflation und Japankrise tr&uuml;ben Konsumklima<\/a><\/em><br>\n<em>H&ouml;here Preise, die Atomkatastrophe in Japan, politische Unruhen in Nordafrika und Nahost: Die Welt macht unsichere Zeiten durch &ndash; und den Deutschen verdirbt das die Kauflaune. Der Einkaufsindex der Gesellschaft f&uuml;r Konsumforschung ist leicht gesunken.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Jeder Jahrmarkts-Weissager, jedes Horoskop in der Yellow Press ist seri&ouml;ser und zuverl&auml;ssiger.<\/em><br>\n<em>Was mi&szlig;t die GfK da eigentlich? Nat&uuml;rlich w&uuml;rden die Leute gerne mehr ausgeben, aber dazu w&uuml;nschen sie sich sicher mehr Geld, oder nicht? Die GfK mu&szlig; uns mal den Trick erkl&auml;ren, wie man mit immer weniger Geld immer mehr ausgeben kann.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Griechenland schafft Uni-Asyl ab: Polizei darf wieder Razzia machen<\/strong><br>\nAls Folge der Milit&auml;rdiktatur wurden Griechenlands Hochschulen polizeifreie R&auml;ume. Sozialisten und Konservative stimmten jetzt in seltener Eintracht f&uuml;r das Aus des weltweit einmaligen Uni-Asyls. Damit kann die Polizei ab sofort bei Unruhen und Kriminalf&auml;llen in Universit&auml;ten und Hochschulen ebenso eingreifen wie in anderen &ouml;ffentlichen Geb&auml;uden und Anlagen. &ldquo;Das Uni-Asyl wurde (bislang) missbraucht und verdreht&rdquo; sagte Bildungsministerin Anna Diamantopoulou im griechischen Parlament. &ldquo;Es wird abgeschafft.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Griechenland-schafft-Uni-Asyl-ab\/!76871\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Interessant ist der Zeitpunkt, der unter das Motto zu stellen w&auml;re: Was alles Sparprogramme so mit sich bringen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Frankreich: Sparen mit Disneyland<\/strong><br>\nUnd sie wurden erh&ouml;rt. 16 der reichsten Franzosen hatten Anfang der Woche an die Regierung von Pr&auml;sident Nicolas Sarkozy appelliert, hohe Einkommen und Verm&ouml;gen st&auml;rker zu besteuern. Frankreichs Reiche, die &uuml;ber ein Arbeits- und Kapitaleinkommen von &uuml;ber 500 000 Euro pro Jahr verf&uuml;gen, sollen k&uuml;nftig mit einer Sonderabgabe von drei Prozent zur Kasse gebeten werden &ndash; allerdings nur so lange, bis die franz&ouml;sische Neuverschuldung unter die im Maastricht-Vertrag erlaubte Obergrenze von drei Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) gesunken ist. Allerdings hatte die Regierung k&uuml;rzlich die Abschaffung der von Sarkozy eingef&uuml;hrten Steuerobergrenze mit einer Reform der Steuer auf gro&szlig;e Verm&ouml;gen verbunden. Nach eigenen Angaben verzichtet sie damit auf Einnahmen von zwei Milliarden Euro. Mit 200 Millionen Euro wird das Aufkommen aus der jetzt angek&uuml;ndigten Sondersteuer nur zehn Prozent dessen wettmachen, was dieses Geschenk kostet. Das finden selbst die 16 Autoren des Aufrufs an die Regierung absurd, wie einer von ihnen erkl&auml;rt: &bdquo;Man ergreift eine symbolische Ma&szlig;nahme, um dem Volk weiszumachen, dass man die Reichen zur Kasse bittet.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/sparen-mit-disneyland\/4540168.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wir alle sind gespannt, ob die Franzosen noch einmal auf diesen Blender hereinfallen. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Grundsicherung &ndash; Nach der Protokollnotiz<\/strong><br>\nSeit der Hartz-Reform im Fr&uuml;hjahr bekommen Tausende Behinderte weniger Geld. Die Koalition redet sich heraus, und die Betroffenen k&ouml;nnen sich kaum wehren. Ein Hausbesuch<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/politik\/1134-nach-der-protokollnotiz\">Der Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin I.R.:<\/strong> Paradox ist dazu, dass erwerbsf&auml;hige erwachsene Leistungsberechtigte nach SGB II den vollen Regelsatz erhalten.<\/em><br>\n<em>Die neue Regelbedarfsstufe 3 betrifft ausschie&szlig;lich Menschen mit Behinderung &ndash; sie erhalten lediglich 80 % des Bedarfs von erwachsenen Leistungsberechtigten ohne Behinderung.<br>\nDas BSG hat in seinem Urteil B 8 SO 8\/08 R vom 19.05.2009 bereits festgestellt: &ldquo;Dies w&auml;re jedoch mit dem allgemeinen Gleichheitssatz des Art. 3 Abs 1 GG nicht vereinbar, weil bezogen auf die Minderung des Regelsatzes bzw der Regelleistung wegen Annahme einer Haushaltsersparnis zwischen der Personengruppe der SGB-XII- und SGB-II-Leistungsempf&auml;nger keine sachlichen Gr&uuml;nde f&uuml;r eine unterschiedliche Behandlung erkennbar sind.&rdquo;<\/em><br>\n<em>Diese geplante K&uuml;rzung des Regelsatzes ist also diskriminierend und somit nicht nur wegen der fehlenden Bedarfsermittlung verfassungswidrig.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Kursverluste bedrohen Renten der Amerikaner<\/strong><br>\nIn den Vereinigten Staaten ist die Altersvorsorge deutlich st&auml;rker am Kapitalmarkt orientiert als hierzulande. Ein Kurssturz am Aktienmarkt l&ouml;st dort deshalb existenzielle Sorgen aus. Viele Rentner f&uuml;rchten, l&auml;nger zu leben, als das Geld reicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/artikel\/C31163\/altersvorsorge-kursverluste-bedrohen-renten-der-amerikaner-30491607.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Siehe dazu auch unseren <a href=\"\/?p=10527#h07\">Hinweis #7 vom 23. August<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die Milchm&auml;dchenrechnung &ndash; Wenn Stra&szlig;en und Schulen privatisiert werden<\/strong><br>\nIn fast jeder deutschen Stadt gibt es sie: so genannte Public-Private-Partnership-Projekte. Nicht mehr die Gemeinde baut Stra&szlig;en oder Schulen, sondern Privatunternehmen und verdienen damit Geld. Doch was nach einer guten Sache f&uuml;r beide Seiten klingt, hat T&uuml;cken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.br-online.de\/bayern2\/dossier-politik\/privatisierung-staat-wirtschaft-ID1313839643232.xml\">BR2<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Versicherungs-Check: Fragw&uuml;rdige Empfehlungen<\/strong><br>\nVergleichsportale im Internet geben sich unabh&auml;ngig &ndash; doch gelistet wird nur, wer daf&uuml;r auch bezahlt. Sonst tauchen auch gro&szlig;e Versicherungen im Vergleich erst gar nicht auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/fragwuerdige-empfehlungen\/-\/1472780\/9551212\/-\/view\/printVersion\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ich will kein Sozialschmarotzer sein!<\/strong><br>\nSie arbeitet rund um die Uhr. Sechs Tage pro Woche und oft bis zu 15 Stunden am Tag. Michaela Kopp ist Multijobberin. Um &uuml;ber die Runden zu kommen, hat die allein erziehende Mutter von zwei Kindern gleich drei Arbeitsstellen. Kein Einzelfall.<br>\n80 Stunden arbeiten f&uuml;r 1200 Euro.<br>\nEin normaler Arbeitstag beginnt f&uuml;r Manuela Kopp bereits um 2.30 Uhr: mit Zeitungen austragen. Nach einem kurzen Fr&uuml;hst&uuml;ck zu Hause macht sie die Kinder f&uuml;r die Schule fertig. Und um acht Uhr geht sie dann zur Arbeit in einem Apotheken-Gro&szlig;handel und bleibt dort bis zum Mittag. Nachmittags schneidet die gelernte Friseurin dann noch Haare.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/tv\/sterntv\/tageloehner-und-multijobber-ich-will-kein-sozialschmarotzer-sein-1719551.html\">Stern<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Der T&uuml;rkei ist die EU wurst<\/strong><br>\nDer wichtigste Grund, warum Europa bei t&uuml;rkischen Politikern, Journalisten und Intellektuellen kaum noch eine Rolle spielt, ist einfach: Die T&uuml;rkei boomt. Der wichtigste Grund, warum Europa derzeit kaum noch eine Rolle spielt, ist nicht so sehr der Frust &uuml;ber die europ&auml;ische Hinhaltetaktik, sondern die v&ouml;llig ver&auml;nderte &ouml;konomische Situation. Anders als vor zehn Jahren, steht die T&uuml;rkei heute nicht mehr als Bittsteller vor den Toren Europas. Tats&auml;chlich ist das Selbstbewusstsein am Bosporus in den letzten Jahren gemeinsam mit den Wachstumsraten enorm angestiegen. F&uuml;hrende Mitglieder der Regierung machen kaum noch ein Hehl daraus, dass iher Meinung nach die T&uuml;rkei die EU derzeit weniger braucht als anders herum. Selbst in Deutschland wird diese Sicht vor allem aus Wirtschaftskreisen best&auml;tigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2011%2F08%2F26%2Fa0082&amp;cHash=2926b7d51b\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die taz sollte doch ein wenig besser recherchieren. O.K., die T&uuml;rken d&uuml;rfen auf ihre Wachstumsraten stolz sein, aber wir sollten uns fragen: Von welchem Niveau aus? Vor allem aber, womit will die T&uuml;rkei sein steigendes Handelsbilanzdefizit finanzieren. Dieses Defizit betrug 2010 gegen&uuml;ber der EU 19 Mrd. Euro (2009: 8 Mrd.) Kein Wunder, dass das  europ&auml;ische Exportkapital freien Zugang zum t&uuml;rkischen Markt w&uuml;nscht. Die europ&auml;ischen Exporte haben von 2009 bis 2010 um 39 Prozent zugelegt, dagegen konnte die T&uuml;rkei nur um 16 Prozent zulegen. Die Hoffnungen von Daimler, Philips  &amp; Co. sind verst&auml;ndlich, Kleinvieh macht auch Mist. Denn eines ist auch klar: Die T&uuml;rkei ist mit 4,5 Prozent an den au&szlig;ereurop&auml;ischen Exporten und mit 2,8 Prozent an den Importen nicht gerade der dominante Handelspartner. Da ist die Schweiz <a href=\"http:\/\/epp.eurostat.ec.europa.eu\/cache\/ITY_OFFPUB\/KS-SF-11-039\/EN\/KS-SF-11-039-EN.PDF\">mit 8 Prozent und 6 Prozent schon wichtiger [PDF &ndash; 109 KB]<\/a>.<\/em><br>\n<em>F&uuml;r die T&uuml;rkei ist die EU allerdings sehr wichtig: Sie exportierte im Mai dieses Jahres 46,8% seiner Gesamtexporte in die EU &ndash; von wegen, die T&uuml;rkei brauche die EU derzeit weniger als anders herum.<\/em><br>\n<em>Dass die EU mit der Aufnahme der T&uuml;rkei in finanz- und w&auml;hrungspolitischer Hinsicht heute besser dast&uuml;nde, kann nur ein Nicht-&Ouml;konom wie Herfried M&uuml;nkler behaupten. Wir w&uuml;rden mit der T&uuml;rkei nur ein weiteres Land mit einer defizit&auml;ren Handelsbilanz in die EU hereinholen, das zudem gegen&uuml;ber unserem derzeitigen Problemkind Griechenland ein ca. dreimal niedrigeres Pro-Kopf-Einkommen aufweist: Griechenland: 26.910 USD, T&uuml;rkei: 9.712 USD (2010). &ndash; Fazit: F&uuml;r den ungehinderten Zugang des europ&auml;ischen Exportkapitals, sch&ouml;ner w&auml;re noch eine W&auml;hrungsunion, m&uuml;sste der europ&auml;ische Steuerb&uuml;rger &uuml;ber die nun geltenden Strukturfonds riesige Summen in die T&uuml;rkei transferieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>H&auml;rtere Strafen l&ouml;sen Probleme nicht<\/strong><br>\nPsychologen fordern mehr Pr&auml;vention und einen kritischen Blick auf unsere Gesellschaft<br>\nNach den Unruhen in London und anderen St&auml;dten reagierte die britische Regierung mit H&auml;rte. Politik und Justiz setzen auf die abschreckende Wirkung rasch verh&auml;ngter unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig langer Haftstrafen. Juristen kritisieren bereits die Unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit der Strafen in einigen F&auml;llen und sehen eine Welle von Berufungsverfahren auf die britische Justiz zukommen. Auch der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) warnt vor der durchaus nicht auf britische B&uuml;rger beschr&auml;nkten Illusion, der Jugendgewalt durch h&auml;rtere Bestrafungen Herr zu werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/bildungsklick.de\/a\/80056\/haertere-strafen-loesen-probleme-nicht\/\">Bildungsklick<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Steuermilliarden &ndash; Wie sich die Banker in Br&uuml;ssel die Regeln selber machen; Thomas Fricke &ndash; F&uuml;r eine Ordnungspolitik 3.0; Slavoj &#381;i&#382;ek &ndash; Der autorit&auml;re Kapitalismus ist der Gewinner der Krise; A Huge Housing Bargain &mdash; but Not for You; Steuerabkommen mit der Schweiz &ndash; Fahnder laufen Sturm; Konsumklima-Umfrage &ndash;<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10554\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-10554","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10554","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10554"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10554\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10556,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10554\/revisions\/10556"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10554"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=10554"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=10554"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}