{"id":10572,"date":"2011-08-31T08:28:09","date_gmt":"2011-08-31T06:28:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10572"},"modified":"2011-08-31T08:28:09","modified_gmt":"2011-08-31T06:28:09","slug":"hinweise-des-tages-1458","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10572","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Albrecht M&uuml;ller &ndash; Willkommen in der Bananenrepublik Deutschland; Die Zunft der &Ouml;konomen hat ein Problem; &Uuml;bersicht Bankenrettungsmittel des Bundes (Soffin); Vor dem n&auml;chsten gro&szlig;en Knall und einer neuen &Auml;ra; Das Geld vermehrt sich, wenn man es den Reichen wegnimmt; Jeffrey D. Sachs &ndash; Die &Ouml;konomie des Gl&uuml;cks; George Magnus &ndash; Give Karl Marx a Chance to Save the World Economy; Wie der Monopolen-Kapitalismus pleite ging und wer davon profitiert hat; Griechenland &ndash; Die fetten Zeiten sind vor&uuml;ber; Island will Spekulanten zur&uuml;ckholen; &Auml;rger &uuml;ber Mustersch&uuml;ler Deutschland; Arbeitsmarkt: Gewerkschafter verrei&szlig;en Billiglohnstudie; Wirtschaft verlangt mehr Horte an Grundschulen; Konzentrierte Armut; Steuerprivileg Flugverkehr: rund 10 Milliarden j&auml;hrlich; Mit Neusprech zur Vollbesch&auml;ftigung; Steuerpolitik der Gr&uuml;nen &ndash; Kritik am Spitzensteuersatz (KR\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10572#h01\">Albrecht M&uuml;ller &ndash; Willkommen in der Bananenrepublik Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10572#h02\">Die Zunft der &Ouml;konomen hat ein Problem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10572#h03\">&Uuml;bersicht Bankenrettungsmittel des Bundes (Soffin)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10572#h04\">Vor dem n&auml;chsten gro&szlig;en Knall und einer neuen &Auml;ra<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10572#h05\">Das Geld vermehrt sich, wenn man es den Reichen wegnimmt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10572#h06\">Jeffrey D. Sachs &ndash; Die &Ouml;konomie des Gl&uuml;cks<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10572#h07\">George Magnus &ndash; Give Karl Marx a Chance to Save the World Economy<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10572#h08\">Wie der Monopolen-Kapitalismus pleite ging und wer davon profitiert hat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10572#h09\">Griechenland &ndash; Die fetten Zeiten sind vor&uuml;ber<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10572#h10\">Island will Spekulanten zur&uuml;ckholen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10572#h11\">&Auml;rger &uuml;ber Mustersch&uuml;ler Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10572#h12\">Arbeitsmarkt: Gewerkschafter verrei&szlig;en Billiglohnstudie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10572#h13\">Wirtschaft verlangt mehr Horte an Grundschulen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10572#h14\">Konzentrierte Armut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10572#h15\">Steuerprivileg Flugverkehr: rund 10 Milliarden j&auml;hrlich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10572#h16\">Mit Neusprech zur Vollbesch&auml;ftigung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10572#h17\">Steuerpolitik der Gr&uuml;nen &ndash; Kritik am Spitzensteuersatz<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=10572&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Albrecht M&uuml;ller &ndash; Willkommen in der Bananenrepublik Deutschland<\/strong><br>\nIn letzter Zeit wird von einschl&auml;gigen deutschen Medien wie der Bild-Zeitung mit dem Finger auf Griechenland gezeigt: Schaut, wie korrupt die sind! Schaut, wie unf&auml;hig sie sind! &ndash; Diese st&auml;ndigen Angriffe auf ein anderes Volk haben den f&uuml;r die deutschen Betreiber und die Politik angenehmen Nebeneffekt, dass wir als sauber und vern&uuml;nftig dastehen. Die Attacken auf Griechenland dienen der Selbstbeweihr&auml;ucherung.<br>\nDazu gibt es jedoch keinerlei Anlass. Denn unser Land in der Mitte Europas ist inzwischen zu einem Hort der politischen Korruption und daraus folgender politischen Entscheidungen geworden. Panorama hat mit seinen Beitr&auml;gen &uuml;ber Carsten Maschmeyer und Gerhard Schr&ouml;der, &uuml;ber Walter Riester und Bert R&uuml;rup am Fall der Riester-Rente und R&uuml;rup-Rente gezeigt, wie es bei uns zugeht. Wir zerst&ouml;ren das Vertrauen in eines der besten Systeme der Altersvorsorge, die Gesetzliche Rente, damit private daran verdienen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/panorama.blog.ndr.de\/2011\/08\/29\/willkommen-in-der-bananenrepublik-deutschland\/\">Panorama Blog<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die Zunft der &Ouml;konomen hat ein Problem<\/strong><br>\nDie Zunft der &Ouml;konomen hat die Finanzkrise nicht vorhergesehen, sondern mit verursacht. Doch wer Kritik &uuml;bt, gilt als Nestbeschmutzer. [&hellip;]<br>\nFest steht: Die Krise hat das Renommee der &Ouml;konomen arg ramponiert. Gleich eine ganze Reihe von B&uuml;chern rechnete mit der Branche ab. Politiker fragten s&uuml;ffisant, wozu Volkswirte &uuml;berhaupt zu gebrauchen seien, wenn sie doch keine Krise kommen sehen. [&hellip;] Auch in der Bev&ouml;lkerung haben Volkswirte kein gutes Image. Laut einer Studie der Universit&auml;t K&ouml;ln liegen sie bei der Reputation meilenweit hinter anderen Berufsgruppen &ndash; und nur knapp vor Astrologen. Mit diesen werden &Ouml;konomen denn auch gern verglichen und als Glaskugelleser verspottet &ndash; vor allem, weil sie mit ihren Wachstumsprognosen oft so danebenliegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article13574206\/Die-Zunft-der-Oekonomen-hat-ein-Problem.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Wenn man bedenkt, welche Volkswirte in den deutschen Medien herumgereicht werden, verwundert es nicht im Geringsten, dass Volkswirte bei der Bev&ouml;lkerung ein miserables Image haben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&Uuml;bersicht Bankenrettungsmittel des Bundes (Soffin)<\/strong><br>\nStand: Juli 2011\n<ul>\n<li>Summe der aktuellen Kapitalhilfen: 17,7 Mrd. &euro;<\/li>\n<li>Summe der aktuellen Garantien: 32,2 Mrd. &euro;<\/li>\n<li>Summe Gesamthaftung f&uuml;r Bad Banks mit Haftungsrisiko f&uuml;r den Bund: 223,9 Mrd. &euro;<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"\/upload\/pdf\/110831_uebersicht_bankenrettungsmittel_des_bundes_(Soffin).pdf\">Soffin [PDF &ndash; 17.3 KB]<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu passend: Bankenaufseher bangt um Europas Geldkonzerne<\/strong><br>\nEs ist ein Alarmsignal: Der Chef der europ&auml;ischen Bankenaufsicht fordert laut &ldquo;Financial Times Deutschland&rdquo; in einem Brandbrief, angeschlagene Kreditinstitute direkt mit Staatshilfen zu st&uuml;tzen. Damit unterst&uuml;tzt er einen Vorsto&szlig; von IWF-Chefin Lagarde &ndash; Deutschland h&auml;lt von der Idee nichts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,783235,00.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Vor dem n&auml;chsten gro&szlig;en Knall und einer neuen &Auml;ra<\/strong><br>\nDie M&auml;rkte erweisen sich als uneffizient und unrational, sie haben buchst&auml;blich keine Ahnung, sind aber imstande, das Schlimmste anzurichten. Schon in der fr&uuml;hen Real- und Kreditwirtschaft war jeder Kredit, war jede Investition eine Spekulation auf die Nachfrage nach dem hergestellten Gut. Kam die Nachfrage nicht zustande, waren die eingesetzten Gelder und Arbeitsmengen vertan. Doch im finanzmarktgetriebenen Kapitalismus geht es nicht mehr um solche Irrt&uuml;mer, die der Markt &bdquo;regelt&ldquo;. Hier geht es um Wetten auf die Entwicklung der Preise und der Devisen, auf Derivate aller Art. Die reale Wirtschaft spielt in diesem System kaum noch eine Rolle. 2010 machten alle auf der Welt hergestellten G&uuml;ter und Dienste, wie sie in den Bruttoinlandsprodukten der einzelnen L&auml;nder aufgef&uuml;hrt sind, zusammen 63 Billionen Dollar aus.<br>\nAllein das Volumen der au&szlig;erb&ouml;rslich gehandelten Finanzderivate &ndash; das Wetten auf Entwicklungen von Wertpapieren &ndash; betrug 601 Billionen $, also fast das Zehnfache. Die Devisengesch&auml;fte kamen gar auf ein Volumen von 955 Billionen $. (Spiegel, 34\/2011) Nur 5 % dieser Devisengesch&auml;fte drehten sich um die Finanzierung von Exporten und Importen. &Uuml;ber 900 Billionen wurden rein spekulativ eingesetzt.<br>\nEinem realen Wirtschaftsprodukt von 63 Billionen steht also mehr als das Zwanzigfache an reinen Finanzspekulationen gegen&uuml;ber.<br>\nWarren Buffetts Aufruf zu mehr Steuergerechtigkeit ist ein fauler Trick<br>\nDieser Mahner f&uuml;r Steuergerechtigkeit hat 2010 nach eigenen Angaben (a.a.O.) ganze 42 Millionen Dollar als versteuerbares Einkommen ausgewiesen, f&uuml;r das er einen Steuersatz von 17,4 % entrichten musste. Nimmt man sein Verm&ouml;gen von 80 Milliarden Dollar, mit dem er h&ouml;chst erfolgreich arbeitet &ndash; sein Investmentfonds holt das Doppelte der Konkurrenten herein &ndash; dann h&auml;tte demnach Buffett selbst eine Profitquote auf das eigene Verm&ouml;gen von rund 0,05 % erzielt. Das ist l&auml;cherlich und zeigt, dass nicht nur an der Steuerquote, sondern auch an der Ermittlung des zu versteuernden Einkommens gearbeitet werden muss.<br>\nBuffetts Flucht nach vorne will den &bdquo;gerechten Anteil&ldquo; der Milliard&auml;re an der Staatssanierung auf ein Minimum beschr&auml;nken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.isw-muenchen.de\/download\/finanzkrise-cs-20110829.pdf\">isw &ndash; Institut f&uuml;r sozial-&ouml;kologische Wirtschaftsforschung e.V. [PDF &ndash; 112 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Das Geld vermehrt sich, wenn man es den Reichen wegnimmt<\/strong><br>\nEine Replik auf Harald Martensteins Kolumne &ldquo;Das Geld der Reichen reicht nicht ewig&rdquo;<br>\n&bdquo;Sorry, ich habe damit ein logisches Problem&ldquo;, entschuldigt sich Harald Martenstein auf der ersten Seite der Sonntagsausgabe des Berliner Tagesspiegels. In der &Uuml;berschrift seiner Kolumne warnt er: &bdquo;Das Geld der Reichen reicht nicht ewig&ldquo;. Die beginnt mit einer absatzlangen Aufreihung vorurteilsbeladener Plattit&uuml;den &uuml;ber &bdquo;die linken Parteien&ldquo;. &bdquo;Geld ist genug da&ldquo;, w&uuml;rden die immer sagen und &bdquo;man muss die Reichen quetschen, bis sie quietschen.&ldquo;<br>\nHab ich da etwas verpasst, denke ich und schrecke auf. Eine kurze Internet-Recherche beruhigt mich aber. Weder beherrschen &bdquo;linke Parteien&ldquo; die Politik- und Medienlandschaft in Deutschland, noch finde ich auch nur bei einer der im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien die Forderung &bdquo;man muss die Reichen quetschen, bis sie quietschen.&ldquo; Das h&auml;tte mich auch gewundert. Da sind Martenstein wohl die ideologischen Pferde durchgegangen. Oder gilt es jetzt schon als schick, sich als Neoliberaler zu outen, nur weil einige Konservative beginnen, den Linken Recht zu geben?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=172&amp;Itemid=2\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Jeffrey D. Sachs &ndash; Die &Ouml;konomie des Gl&uuml;cks<\/strong><br>\nWir leben in einer Zeit gr&ouml;&szlig;ter &Auml;ngste. Obwohl der weltweit vorhandene Reichtum noch nie so gro&szlig; war, herrschen gleichzeitig gro&szlig;e Unsicherheit, Unruhen und Unzufriedenheit. In den Vereinigten Staaten glaubt die Mehrheit der Menschen, das Land befinde sich &bdquo;auf der falschen Spur&ldquo;. Pessimismus macht sich breit. Dasselbe lie&szlig;e sich f&uuml;r viele andere Orte sagen.<br>\nVor diesem Hintergrund ist die Zeit gekommen, die grundlegenden Quellen des Gl&uuml;cks in unserem Wirtschaftsleben neu zu &uuml;berdenken. Das unerbittliche Streben nach einem h&ouml;heren Einkommen f&uuml;hrt eher zu einer beispiellosen Ungleichheit und Verunsicherung als zu mehr Gl&uuml;ck und Zufriedenheit. Der wirtschaftliche Fortschritt ist wichtig und kann die Lebensqualit&auml;t wesentlich verbessern, aber nur, wenn er zusammen mit anderen Zielen verfolgt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/sachs181\/German\">Project Syndicate<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>George Magnus &ndash; Give Karl Marx a Chance to Save the World Economy<\/strong><br>\nPolicy makers struggling to understand the barrage of financial panics, protests and other ills afflicting the world would do well to study the works of a long-dead economist: Karl Marx. The sooner they recognize we&rsquo;re facing a once-in-a-lifetime crisis of capitalism, the better equipped they will be to manage a way out of it.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bloomberg.com\/news\/2011-08-29\/give-marx-a-chance-to-save-the-world-economy-commentary-by-george-magnus.html\">Bloomberg<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wie der Monopolen-Kapitalismus pleite ging und wer davon profitiert hat<\/strong><br>\nDie staatlichen Retter haben die Finanzindustrie vor dem Kollaps bewahrt, sich dabei aber hoffnungslos verschuldet. Die privaten Schulden wurden gewisserma&szlig;en gegen staatliche Schulden ausgetauscht. Der Finanzsektor hat seine Probleme in die Staatshaushalte verlagert. In den USA hat die Verschuldung zwischen 2007 und 2010 um 31,6% zugenommen, in Japan um 32,6%, in Gro&szlig;britannien um 35,2 % und in Deutschland um 21,7%. Bei den meisten kapitalistischen Staaten ist die Staatsverschuldung inzwischen nahe einem Anteil von 90% am BIP oder hat diese Marke bereits &uuml;berschritten. Die &Ouml;konomen Kenneth Rogoff und Carmen Reinhart sch&auml;tzen, dass Schuldenquoten von 90 Prozent und mehr die Wohlstandschancen drastisch verringern und infolge der Zinslasten den Handlungsspielraum der Regierungen rigoros einengen.<br>\nDie Finanzkrise kehrte zur&uuml;ck als staatliche Schuldenkrise. Ihr zerst&ouml;rerisches Potenzial wirkt um so heftiger, als die Politik keinerlei Konsequenzen aus der Finanzkrise 2007\/08 gezogen hatte&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.isw-muenchen.de\/download\/finanzkrise-fs-20110829.pdf\">isw &ndash; Institut f&uuml;r sozial-&ouml;kologische Wirtschaftsforschung e.V. [PDF &ndash; 95.1 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Griechenland &ndash; Die fetten Zeiten sind vor&uuml;ber<\/strong><br>\nJedes vierte Gesch&auml;ft in der Athener Innenstadt musste in den letzten anderthalb Jahren schlie&szlig;en. Wie der griechische Mittelstand versucht, &uuml;ber die Runden zu kommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Schuldenkrise-in-Griechenland\/!77136\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Island will Spekulanten zur&uuml;ckholen<\/strong><br>\nDie Zentralbank von Island setzte am 17. August den Leitzins im Lande um einen viertel Prozentpunkt auf 4,5 Prozent hoch. Es war die erste Anhebung seit der Bankenkrise im Lande, die vor mehr als drei Jahren begann. Zugleich erh&ouml;hte die Zentralbank den wirtschaftlichen Ausblick f&uuml;r das Gesamtjahr 2011. Gelockert wurden &uuml;berdies strenge Kapitalkontrollen, die Krone-Guthaben im Wert von 4,3 Mrd. Dollar festgesetzt hatten.<br>\nAll diese Schritte deuten f&uuml;r Experten auf eine Wiederkehr der Carry-Trades, bei denen Kapital in niedrig verzinsten W&auml;hrungsr&auml;umen aufgenommen und in h&ouml;her verzinslichen W&auml;hrungsm&auml;rkten wie eben der Isl&auml;ndischen Krone angelegt werden. Die Praxis erfreute sich vor der Finanzkrise des Jahres 2008 gro&szlig;er Beliebtheit.<br>\n&ldquo;Die Zentralbank hat signalisiert, dass sie die T&uuml;r f&uuml;r Carry-Trades &ouml;ffnen will&rdquo;, deutet &Ouml;konom Asgeir Jonsson vom Verm&ouml;gensverwalter Gamma in Reykjavik den Schritt. Seiner Ansicht nach wird das Konzept aufgehen: &ldquo;Die Gier kennt keine Grenzen und Carry-Traders werden immer wieder kommen, wenn nur die Zinsen anziehend genug sind&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/konjunktur\/:carry-trades-island-will-spekulanten-zurueckholen\/60097593.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=\/politik\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&Auml;rger &uuml;ber Mustersch&uuml;ler Deutschland<\/strong><br>\nNazi-Vergleiche, w&uuml;ste Beschimpfungen &ndash; Kommentatoren haben sich auf die deutsche Strategie in der Schuldenkrise eingeschossen. Die Bundesregierung wird als unsozial dargestellt, weil sie Euro-Bonds ablehnt. Die Kritiker fordern: Deutschland soll f&uuml;hren, aber die Partner nicht bevormunden. [&hellip;]<br>\nZwar argumentieren die Kommentatoren unterschiedlich, doch im Kern geht ihre Kritik in dieselbe Richtung: Deutschland soll in der Euro-Krise mehr auf die Befindlichkeiten der anderen L&auml;nder eingehen. Ein bisschen &ldquo;deutscher&rdquo; will man in der Wirtschafts- und Finanzpolitik durchaus werden &ndash; aber eben nur ein bisschen.<br>\nDenn die deutsche Strategie funktioniert nicht &uuml;berall. Sparen, sparen, sparen, predigt die Bundesregierung den hochverschuldeten Staaten. Zusammen mit Frankreich will Deutschland allen Euro-Staaten eine Schuldenbremse verordnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,783206,00.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Der mangelnde volkswirtschaftliche Sachverstand von SPIEGEL Online ist wirklich himmelschreiend. Nat&uuml;rlich kann die &bdquo;deutsche Strategie&ldquo; schon rein rechnerisch nicht &uuml;berall funktionieren, da die &Uuml;bersch&uuml;sse des Einen immer zwingend die Defizite des Anderen sein m&uuml;ssen. Vielleicht ist es vielmehr die vor allem in Deutschland grassierende volkswirtschaftliche Inkompetenz, die bei unseren Nachbarn Aversionen ausl&ouml;st.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Arbeitsmarkt: Gewerkschafter verrei&szlig;en Billiglohnstudie<\/strong><br>\nJeder vierte Geringverdiener schafft den &Uuml;bergang in ein besser bezahltes Arbeitsverh&auml;ltnis &ndash; das besagt eine Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft. Doch die Interpretation ist umstritten: Gewerkschafter werfen den Autoren vor, Dumpingl&ouml;hne zu rechtfertigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,783355,00.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wirtschaft verlangt mehr Horte an Grundschulen<\/strong><br>\nJede siebte Grundschule bietet keine Nachmittagsbetreuung an. Vor allem in Westdeutschland gibt es noch viel Bedarf. Die Wirtschaft fordert mehr Ausbau der Betreuung. Denn wenn die fehlt, kommen berufst&auml;tige Eltern in die Bredouille<br>\nDie Nachmittagsbetreuung von Grundschulkindern ist nach einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) unter 5000 Grundschulen in vielen Gebieten mangelhaft. Das Angebot decke den Bedarf nicht. Selbst in Schulen, die Betreuung anb&ouml;ten, w&uuml;nschten sich Eltern zus&auml;tzliche Betreuung. &bdquo;Dieser Nachfrage muss dort, aber insbesondere auch an den Schulen nachgekommen werden, die bisher noch keine Betreuung anbieten&ldquo;, verlangte Kammern-Pr&auml;sident Hans Heinrich Driftmann. Vor allem in Westdeutschland m&uuml;sse das Angebot st&auml;rker und schneller ausgeweitet werden, um an das weitgehend gute Betreuungsniveau in Ostdeutschland Anschluss zu finden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/artikel\/C31151\/bildung-wirtschaft-verlangt-mehr-horte-an-grundschulen-30493943.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Dazu schrieb ein FAZ-Leser M.A. um 13.41 Uhr einen passenden Kommentar:<\/em><br>\n<em>&bdquo;Nachdem der Anteil der klassischen Unternehmenssteuern, n&auml;mlich die K&ouml;rperschaftsteuer, an der Finanzierung des Gemeinwesens auf nicht mehr wahrnehmbare Gr&ouml;&szlig;enordnungen geschrumpft ist, nehmen die Forderungen der Unternehmen an die Leistungen des Staates best&auml;ndig zu.<\/em><br>\nDie Allgemeinheit soll<\/p>\n<ul>\n<li><em>den &ldquo;Aufstockern&rdquo; das mickrige Gehalt aufbessern, damit diese billigen Arbeitskr&auml;fte nicht verhungern (Achtung: Satire!)<\/em><\/li>\n<li><em>den Zeitarbeitern die arbeitslose Zeit ausgleichen<\/em><\/li>\n<li><em>die Arbeitgeberanteile an den Sozialversicherungen &uuml;bernehmen<\/em><\/li>\n<li><em>mehrsprachige, mulitipotente &ldquo;MINT&rdquo;-Absolventen unter 20 Jahren zur Verf&uuml;gung stellen (m&ouml;glichst 5 je Arbeitsstelle, das schafft Wettbewerb)<\/em><\/li>\n<li><em>exzellent ausgebildete Ausl&auml;nder je nach Bedarf im- bzw. exportieren<\/em><\/li>\n<li><em>und nun auch noch die Kinderbetreuung &uuml;bernehmen.&ldquo;<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Konzentrierte Armut<\/strong><br>\nIn deutschen Gro&szlig;st&auml;dten w&auml;chst mit der sozialen Ungleichheit die Polarisierung zwischen Arm und Reich. 20 Jahre neoliberaler Stadtentwicklungspolitik haben ihre Spuren hinterlassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/kultur\/konzentrierte-armut\/-\/1472786\/9901284\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Steuerprivileg Flugverkehr: rund 10 Milliarden j&auml;hrlich<\/strong><br>\nSubventionsunfug. Krise in der deutschen Luftverkehrsbranche aufgrund zu hoher Belastungen f&uuml;r die Airlines? Davon kann nach Ansicht des &ouml;kologischen Verkehrsclubs Deutschland (VCD) nicht die Rede sein. Der Flugverkehr wird als einziger Verkehrstr&auml;ger in hohem Ma&szlig;e subventioniert.<br>\nDer Treibstoff, das Kerosin, ist steuerfrei und auf Fl&uuml;ge ins Ausland wird keine Mehrwertsteuer erhoben. Damit genie&szlig;t ausgerechnet der Flugverkehr ein enormes Steuerprivileg.<br>\n&bdquo;Nach Berechnungen des Umweltbundesamtes erfreut sich der Luftverkehr an einem Steuerprivileg von j&auml;hrlich rund 11,5 Milliarden Euro. Die Luftverkehrssteuer, die aktuell von den Airlines so harsch kritisiert wird, vermindert die Beg&uuml;nstigung lediglich um eine Milliarde Euro. Das hei&szlig;t, der Flugverkehr in Deutschland wird weiterhin mit 10,5 Milliarden Euro subventioniert&rdquo;, betont Heiko Balsmeyer, Luftverkehrsexperte des &ouml;kologischen Verkehrsclub VCD.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.glocalist.com\/news\/kategorie\/politik\/titel\/steuerprivileg-flugverkehr-rund-10-milliarden-jaehrlich\/\">Glocalist<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Mit Neusprech zur Vollbesch&auml;ftigung<\/strong><br>\nWer Unpopul&auml;res verkaufen will, der muss sich etwas einfallen lassen. Politiker und Lobbyisten lassen sich daf&uuml;r gern neue Begriffe einfallen, die vom wahren Kern des Problems ablenken sollen. Da werden dann Kriege zu humanit&auml;ren Interventionen, aus der Vorratsdatenspeicherung wird die Mindestdatenspeicherung und das unbeliebte Hartz IV soll durch einen neuen Namen ein besseres Image erhalten. Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), die von den Arbeitgeberverb&auml;nden der Metall- und Elektroindustrie finanziert wird, kn&ouml;pft sich nun den Niedriglohn vor: der sei eigentlich ein Einstiegslohn, findet die INSM und versucht das auch gleich mit einem passenden Gutachten zu belegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/35\/35399\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Steuerpolitik der Gr&uuml;nen &ndash; Kritik am Spitzensteuersatz<\/strong><br>\nWieviel Steuern muten die Gr&uuml;nen Gutverdienern zu? Wirtschaftspolitikerinnen der Fraktion protestieren gegen einen h&ouml;heren Spitzensteuersatz von 49 Prozent. [&hellip;]<br>\nDie Gr&uuml;nen-Abgeordneten Kerstin Andreae und Christine Scheel wenden sich in einem Papier, das der taz vorliegt, gegen einen Spitzensteuersatz von 49 Prozent. Wer bei Unternehmen Existenzgr&uuml;ndungen und kreativen Reichtum f&ouml;rdern wolle, &ldquo;ist klug beraten Luft zum Atmen zu lassen&rdquo;, schreiben sie. Aus wirtschaftspolitischer Sicht empfehle sich ein &ldquo;sensibler Umgang&rdquo; mit Belastungen, sonst w&uuml;rde Investitionskraft geschm&auml;lert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Steuerpolitik-der-Gruenen\/!77167\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Die Gr&uuml;nen sind in der Mitte angekommen. Was unterscheidet diese Partei eigentlich &uuml;berhaupt noch von der FDP?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Albrecht M&uuml;ller &ndash; Willkommen in der Bananenrepublik Deutschland; Die Zunft der &Ouml;konomen hat ein Problem; &Uuml;bersicht Bankenrettungsmittel des Bundes (Soffin); Vor dem n&auml;chsten gro&szlig;en Knall und einer neuen &Auml;ra; Das Geld vermehrt sich, wenn man es den Reichen wegnimmt; Jeffrey D. Sachs &ndash; Die &Ouml;konomie des Gl&uuml;cks; George Magnus<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10572\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-10572","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10572","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10572"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10572\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10574,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10572\/revisions\/10574"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10572"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=10572"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=10572"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}