{"id":105720,"date":"2023-10-24T08:37:43","date_gmt":"2023-10-24T06:37:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105720"},"modified":"2023-10-24T08:37:43","modified_gmt":"2023-10-24T06:37:43","slug":"hinweise-des-tages-4469","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105720","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105720#h01\">Wie die Wagenknecht-Partei die Medien d&uuml;piert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105720#h02\">Das Atomkriegsszenario<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105720#h03\">Bedrohlicher Aufmarsch der Gro&szlig;m&auml;chte rund um Israel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105720#h04\">Israel-Krieg: Ihr Deutschen habt Eure &bdquo;aus dem Holocaust erwachsene Verantwortung&ldquo; verraten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105720#h05\">Gaza unter Feuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105720#h06\">Offener Brief j&uuml;discher Intellektueller: Die Freiheit der Andersdenkenden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105720#h07\">Aufstand von EU-Mitarbeitern gegen Ursula von der Leyen: Doppelte Standards des Westens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105720#h08\">&Uuml;ber die alten und die neuen Bosse des ukrainischen Pr&auml;sidenten Selenskyj<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105720#h09\">CIA hilft seit 2015 im Schattenkrieg gegen Moskau<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105720#h10\">Zum Tanzen braucht es zwei &ndash; aber auch zu Verhandlungen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105720#h11\">&laquo;Eine verh&auml;ngnisvolle Freundschaft&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105720#h12\">Doppelte Abfuhr: Handelsstreit zwischen EU und USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105720#h13\">Der private Grundbesitz wird zum Mega-Problem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105720#h14\">Kitas verzweifelt wie nie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105720#h15\">Gute Demo, schlechte Demo<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wie die Wagenknecht-Partei die Medien d&uuml;piert<\/strong><br>\nDie Medienberichterstattung &uuml;ber Sahra Wagenknecht und ihre neue Partei war intensiv, aber war sie auch genau?<br>\nDas Warten hat ein Ende! Oder doch nicht? Zumindest nicht ganz. Also eigentlich gar nicht. Aber wir wissen mehr: Sahra Wagenknecht hat heute mit Weggef&auml;hrt:innen in der Bundespressekonferenz ihren Austritt aus der Partei Die Linke verk&uuml;ndet und gleichzeitig die Gr&uuml;ndung des Vereins &bdquo;B&uuml;ndnis Sahra Wagenknecht &ndash; F&uuml;r Vernunft und Gerechtigkeit&ldquo; verlautbart. Ist die bisher als Wagenknecht-Partei bezeichnete Neugr&uuml;ndung einer Partei damit geschehen? Nein. Daniel Friedrich Sturm, der Leiter des Hauptstadtb&uuml;ros des Tagesspiegels, titelt dennoch: &bdquo;Neue Partei im Bundestag&ldquo;.<br>\nEs ist nicht der erste Mangel an journalistischer Sorgfalt und Zur&uuml;ckhaltung, der bei den Ger&uuml;chten um die Bundestagsabgeordnete Sahra Wagenknecht in den letzten Monaten zutage getreten ist. Auf der Homepage des Vereins ist zu lesen, dass er &bdquo;den Zweck hat, die Gr&uuml;ndung einer neuen Partei zu unterst&uuml;tzen&ldquo;. Es ist nun also zumindest offiziell, dass eine Partei kommen soll. Zuvor hatte sich das Lager um die Bundestagsabgeordnete der Linken-Fraktion, deren Mitglied sie derzeit ja noch ist, bedeckt gehalten. Eine Medienstrategie, auf die dutzende Journalist:innen hereingefallen sind. Dadurch haben sie sich f&uuml;r die Zwecke von Wagenknecht instrumentalisieren lassen.<br>\nSo hat zum Beispiel seit Ende M&auml;rz alleine der Spiegel-Journalist Timo Lehmann &uuml;ber zwanzig (in Ziffern: 20!) Artikel zu Sahra Wagenknecht und der Neugr&uuml;ndung einer Partei um die Bundestagsabgeordnete geschrieben. Lehmanns Texte stellen einen guten Querschnitt &uuml;ber die zweifelhaften journalistischen Produkte zur Wagenknecht-Partei dar. [&hellip;]<br>\nNormalerweise ist die vierte Macht im Lande doch daf&uuml;r da, um die Politik kritisch vor sich herzutreiben. Im Fall der Wagenknecht-Partei hat deren Galionsfigur den Spie&szlig; herumgedreht und die Journalist:innen reihenweise zappeln lassen und zu ihren PR-Zwecken instrumentalisiert. Man kann es den Macher:innen vom B&uuml;ndnis Sahra Wagenknecht nicht einmal zum Vorwurf machen. So kann man eine Partei, die noch nicht einmal gegr&uuml;ndet ist, nat&uuml;rlich auch bewerben. Chapeau, Frau Wagenknecht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/politik\/wie-die-wagenknecht-partei-die-medien-duepiert-92597562.html\">FR Online<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Destruktiv nur f&uuml;r die Linkspartei<\/strong><br>\nDer Vorteil Wagenknechts ist, dass ihr nicht so einfach das in Deutschland unpopul&auml;re Etikett &bdquo;rechtspopulistisch&ldquo; angeh&auml;ngt werden kann. Das macht ihr Projekt so unberechenbar f&uuml;r alle Parteien. [&hellip;]<br>\nDie Abspaltung von der Linkspartei als den Egotrip einer Talkshow-Begabung zu erkl&auml;ren, geht an dieser Dimension vorbei und ist selbst Ausdruck der Ursache. Die klassischen Parteien sind offenbar zu beh&auml;big geworden, Entwicklungen aufzugreifen, die im Volk die Willensbildung bestimmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/sahra-wagenknecht-bsw-ist-nur-fuer-die-linkspartei-destruktiv-19263264.html%20\">FAZ<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Das Atomkriegsszenario<\/strong><br>\nMitten im Ukraine-Krieg und w&auml;hrend der Eskalation der K&auml;mpfe im Nahen Osten &uuml;bt die NATO Luftangriffe mit Atombomben gegen einen Feind mit den milit&auml;rischen F&auml;higkeiten Russlands. Das Man&ouml;ver Steadfast Noon, das den Einsatz von US-Nuklearwaffen durch die Luftstreitkr&auml;fte europ&auml;ischer Staaten &uuml;bt, hat am Montag vergangener Woche begonnen und dauert noch bis Donnerstag dieser Woche an. Hauptschauplatz ist dieses Jahr Italien. 13 Staaten sind beteiligt, darunter Deutschland. Erstmals in der Geschichte der &Uuml;bung hat die NATO eine kleine PR-Offensive gestartet und einigen handverlesenen Journalisten n&auml;here Details zu Steadfast Noon mitgeteilt; demnach wird ein Einsatz in einer &bdquo;hoch umk&auml;mpften Umgebung&ldquo; geprobt. Zugleich werden die nuklearen Dispositive in den NATO-Staaten modernisiert; die neuen US-Bomben vom Typ B61-12 k&ouml;nnen auch zu sogenannten taktischen Schl&auml;gen genutzt werden. Dies senkt die Schwelle zum Atomkrieg. Die Vereinigten Staaten, deren Bomben auch in Deutschland gelagert werden, verzichten erkl&auml;rterma&szlig;en nicht auf die Option eines nuklearen Erstschlages. Von einem solchen ist auch in NATO-Papieren die Rede.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9384\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Bedrohlicher Aufmarsch der Gro&szlig;m&auml;chte rund um Israel<\/strong><br>\nNach den USA hat offenbar auch China mehrere Kriegsschiffe in den Mittleren Osten geschickt. Russland bringt Kinschal-Raketen in Stellung.<br>\nDie EU hat vor einer gef&auml;hrlichen Eskalation in und um Israel gewarnt. Doch der milit&auml;rische Hintergrund dieser Warnung ist bisher reichlich vage geblieben.<br>\nDabei geht es l&auml;ngst nicht mehr &bdquo;nur&ldquo; um Gaza, den Norden Israels, den Libanon oder den Iran, wie zuletzt EU-Chefin von der Leyen behauptet hat.<br>\nDie gesamte Region gleicht einem Pulverfa&szlig;. So haben die USA zwei Flugzeugtr&auml;ger in das Krisengebiet geschickt und die Raketenabwehr im gesamten Nahen Osten verst&auml;rkt.<br>\nChina schickte mehrere Kriegsschiffe in den Mittleren Osten. Sie sind offenbar f&uuml;r Kuweit und Oman bestimmt. China k&uuml;ndigte an, seine Nahost-Politik mit Russland abzustimmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/bedrohlicher-aufmarsch-der-grossmaechte-rund-um-israel\/\">Lost in Europe<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Putins Erkl&auml;rungen in Peking enthalten eine Warnung an die USA<\/strong><br>\nPutins Aussagen nach seinem Treffen mit dem chinesischen Pr&auml;sidenten XI wirkten recht unspektakul&auml;r, wenn sie nicht eine deutliche Warnung an die USA enthalten h&auml;tten, die man leicht &uuml;bersehen konnte. Putin k&uuml;ndigte an, dass russische MiG-31-Kampfflugzeuge ab sofort mit Kinzhal-Raketen bewaffnet &uuml;ber den Schwarzen Meer patrouillieren w&uuml;rden. Putin wies darauf hin, dass diese &Uuml;berschallraketen &bdquo;eine Reichweite von &uuml;ber tausend Kilometern und eine Geschwindigkeit von Mach neun&ldquo; haben und sagte auch, dass die Entscheidung vor dem Hintergrund getroffen wurde, dass die USA zunehmend in den Ukraine-Konflikt hineingezogen w&uuml;rden. Und er erw&auml;hnte dabei auch den Nahostkonflikt, also den Krieg in Israel, wobei er hinzuf&uuml;gte:<br>\n&bdquo;Das ist keine Drohung, aber wir werden eine visuelle Kontrolle aus&uuml;ben, eine Kontrolle mit Waffen &uuml;ber das, was im Mittelmeer passiert.&ldquo;<br>\nDas war vielleicht keine Drohung an die USA, aber eine eindeutige deutliche Warnung. Der Grund ist, dass die USA gleich zwei Flugzeugtr&auml;ger-Gruppen ins &ouml;stliche Mittelmeer geschickt haben und dass die Kinzhal-Raketen, die von keiner Luftabwehr abgefangen werden k&ouml;nnen, in Fachkreisen auch als &bdquo;Flugzeugtr&auml;ger-Killer&ldquo; bezeichnet werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2023\/putins-erklaerungen-in-peking-enthalten-eine-warnung-an-die-usa\/\">Anti-Spiegel<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Israel-Krieg: Ihr Deutschen habt Eure &ldquo;aus dem Holocaust erwachsene Verantwortung&rdquo; verraten<\/strong><br>\nIsraelische Journalistin Amira Hass an Bundeskanzler Scholz: &ldquo;Ihre Aufgabe ist es, den Zerst&ouml;rungsfeldzug zu stoppen&rdquo;. Hier ihre komplette Nachricht auf Deutsch.<br>\nBundeskanzler Olaf Scholz sagte vor gut einer Woche: &ldquo;Das Leid und die Not der Zivilbev&ouml;lkerung im Gazastreifen werden nur noch zunehmen. Auch daf&uuml;r ist die Hamas verantwortlich.&rdquo;<br>\nAber gibt es eine Grenze f&uuml;r dieses zunehmende Leid, wenn man bedenkt, dass Sie und Ihre Kollegen im Westen Israel uneingeschr&auml;nkt unterst&uuml;tzt haben? Werden Sie es hinnehmen, dass 2.000 pal&auml;stinensische Kinder get&ouml;tet werden?<br>\nSind 80.000 &auml;ltere Menschen, die m&ouml;glicherweise an Dehydrierung gestorben w&auml;ren, wenn die Wasserversorgung aus Israel nicht wiederhergestellt worden w&auml;re, in Ihren Augen eine legitime Zunahme des Leidens?<br>\nSie sagten auch: &ldquo;Unsere eigene Geschichte, unsere aus dem Holocaust erwachsene Verantwortung macht es uns zur immerw&auml;hrenden Aufgabe, f&uuml;r die Existenz und f&uuml;r die Sicherheit des Staates Israel einzustehen. Diese Verantwortung leitet uns.&rdquo; Aber, Herr Scholz, es gibt einen Widerspruch zwischen diesem Satz und dem oben zitierten.<br>\n&ldquo;Das Leid und die Not werden zunehmen&rdquo; ist ein Blankocheck f&uuml;r ein verwundetes, verletztes Israel, das hemmungslos vernichten, zerst&ouml;ren und t&ouml;ten darf, und riskiert, uns und riskiert, uns alle in einen regionalen Krieg zu verwickeln, wenn nicht sogar in einen dritten Weltkrieg, der auch Israels &Uuml;berleben gef&auml;hrden w&uuml;rde, seine Sicherheit und Existenz.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Israel-Krieg-Ihr-Deutschen-habt-Eure-aus-dem-Holocaust-erwachsene-Verantwortung-verraten-9340622.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Gaza unter Feuer<\/strong><br>\nKrieg in Nahost: Israel intensiviert Bombardements und schiebt Bodenoffensive auf, Hilfslieferungen stocken.<br>\nIsrael hat seine Angriffe auf Gaza verst&auml;rkt. Allein am Sonntag seien mehr als 400 Pal&auml;stinenser get&ouml;tet worden, wie die Agentur WAFA am Montag mitteilte. Insgesamt wurden seit dem 7. Oktober 5.087 Pal&auml;stinenser get&ouml;tet, darunter 2.055 Minderj&auml;hrige. Die Bombardements h&auml;tten sich nicht auf Ziele im Norden und Westen des K&uuml;stenstreifens konzentriert, hie&szlig; es weiter. Auch die s&uuml;dlichen St&auml;dte Khan Junis und Rafah mit dem Grenz&uuml;bergang nach &Auml;gypten wurden getroffen, obwohl Israel die Einwohner Gazas aufgefordert hatte, ebendort Schutz vor einer bevorstehenden Bodenoffensive zu suchen. Unterdessen haben s&auml;mtliche Krankenh&auml;user in Gaza israelische Warnungen vor Luftangriffen erhalten, wie &ouml;rtliche Beh&ouml;rden am Montag meldeten. Allerdings soll Israel beschlossen haben, den &raquo;Bodenkrieg&laquo; aufzuschieben, bis zus&auml;tzliche US-Streitkr&auml;fte eintreffen. Das berichtete das israelische Armeeradio am Montag. Zuvor hatte US-Au&szlig;enminister Antony Blinken am Sonntag in einer Presseerkl&auml;rung verlautbaren lassen, dass die USA &raquo;eine Eskalation des Krieges zwischen Israel und der Hamas&laquo; unter Beteiligung von mit Iran verb&uuml;ndeten Kr&auml;ften erwarteten. Gemeint ist vor allem die libanesische Hisbollah, die angek&uuml;ndigt hatte, im Falle einer israelischen Bodenoffensive in den Krieg eingreifen zu wollen. Das soll die verst&auml;rkte US-Pr&auml;senz verhindern. Am Montag wurde berichtet, dass in der israelischen Stadt Eilat ein US-Transportflugzeug mit Kriegsmaterial f&uuml;r die israelische Armee gelandet sei. Die am Wochenende angelaufenen Hilfslieferungen f&uuml;r Gaza sind unterdessen kaum vorangekommen. Zu Redaktionsschluss war unklar, ob am Montag weitere 40 Lkw den Grenz&uuml;bergang in Rafah passieren konnten. Nach Einsch&auml;tzung der UNO w&auml;ren zur Versorgung der Menschen jedoch rund 100 Lastwagenladungen t&auml;glich n&ouml;tig. Mangel besteht insbesondere an Treibstoff, wie er nicht zuletzt zum Betrieb von Generatoren f&uuml;r Krankenh&auml;user n&ouml;tig ist. Israel hat nach dpa-Angaben bisher jedoch nur Lieferungen von Wasser, Nahrungsmitteln und Medikamenten zugestimmt. Drei pal&auml;stinensische Menschenrechtsgruppen fordern den UN-Sicherheitsrat auf, unverz&uuml;glich einen Waffenstillstand f&uuml;r Gaza auszurufen und Druck auf Israel auszu&uuml;ben, damit es die Angriffe auf den K&uuml;stenstreifen einstellt. Die Gruppen Al-Hak, Al-Mezan und das Pal&auml;stinensische Zentrum f&uuml;r Menschenrechte sagen, dass das Vers&auml;umnis des Sicherheitsrates, eine Waffenruhe zu fordern, &raquo;gr&uuml;nes Licht f&uuml;r anhaltende Greueltaten&laquo; der israelischen Armee an pal&auml;stinensischen Zivilisten gegeben habe, einschlie&szlig;lich des Massakers im Ahli-Hospital in Gaza-Stadt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/461668.krieg-in-nahost-gaza-unter-feuer.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Offener Brief j&uuml;discher Intellektueller: Die Freiheit der Andersdenkenden<\/strong><br>\n&Uuml;ber 100 in Deutschland beheimatete j&uuml;dische K&uuml;nstler:innen, Schrift&shy;stel&shy;le&shy;r:in&shy;nen und Wis&shy;sen&shy;schaft&shy;le&shy;r:in&shy;nen unterzeichnen diesen offenen Brief. Sie appellieren f&uuml;r Frieden und Meinungsfreiheit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Offener-Brief-juedischer-Intellektueller\/!5965154\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin B.W.:<\/strong> Ich bin sehr dankbar f&uuml;r diesen offenen Brief j&uuml;discher Menschen, der klarstellt: &bdquo;Wir lehnen insbesondere die Gleichsetzung von Antisemitismus und jeglicher Kritik am Staat Israel ab&ldquo;. Denn die Unterdr&uuml;ckung von Kritik an Israel, indem Kritik als Antisemitismus ge&auml;chtet wird, f&uuml;hrt erst dazu, dass die Politik Israels pauschal mit dem Judentum verkn&uuml;pft wird. Meiner dringenden Bitte an den Vorstand einer gro&szlig;en Friedensorganisation, bei der ich Mitglied bin, sich &ouml;ffentlich gegen die aktuelle Einschr&auml;nkung der freien Meinungs&auml;u&szlig;erung und Versammlungsfreiheit auszusprechen, wurde nicht nachgekommen. Offensichtlich fehlt es an Mut, sich entgegen dem Mainstream f&uuml;r die Erhaltung unserer Grundrechte einzusetzen. Diesen offenen Brief kann man daher auch als schallende Ohrfeige f&uuml;r Steinmeier, Scholz, Baerbock et al. sowie FAZ et al. ansehen und f&uuml;r alle demokratischen Organisationen in Deutschland, die sich nicht gegen die Einschr&auml;nkung unserer Grundrechte verwehrt haben.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Aufstand von EU-Mitarbeitern gegen Ursula von der Leyen: Doppelte Standards des Westens<\/strong><br>\nEin offener Brief kursiert in der EU-Kommission gegen Ursula von der Leyen. Grund sei ihre fehlende Kritik gegen Israels Milit&auml;reinsatz.<br>\nDie New York Times berichtet auf den Onlineseiten am Samstag, dass die arabische Welt EU-Kommissionspr&auml;sidentin Ursula von der Leyen immer sch&auml;rfer kritisiert. Bei einem Friedensgipfel am Samstag in Kairo, an dem auch Annalena Baerbock teilgenommen hat, haben arabische Vertreter den Westen beschuldigt, Israel uneingeschr&auml;nkt zu unterst&uuml;tzen und die Augen vor dem harten Vorgehen Israels gegen die Zivilbev&ouml;lkerung im Gaza-Streifen zu verschlie&szlig;en. Jordaniens K&ouml;nig Abdullah II. geh&ouml;rte zu einem der Kritiker.<br>\nAbdullah II. sagte laut New York Times: &bdquo;Das Leben der Pal&auml;stinenser ist weniger wichtig als das der Israelis. Unser Leben ist weniger wichtig als das Leben anderer. Die Anwendung des V&ouml;lkerrechts ist fakultativ, und die Menschenrechte haben Grenzen. Sie machen halt an Grenzen, halt an Rassen und halt an Religionen.&ldquo;<br>\nUrsula von der Leyen wird laut New York Times daf&uuml;r verantwortlich gemacht, dass der EU-Kommissar Oliv&eacute;r V&aacute;rhelyi (Kommissar f&uuml;r Europ&auml;ische Nachbarschaftspolitik) nach dem 7. Oktober, den Terrorangriffen der Hamas auf Israel, einen Stopp aller Hilfszahlungen an den Gaza-Streifen verk&uuml;ndet hatte. Stunden sp&auml;ter kl&auml;rte die EU-Kommissionspr&auml;sidentin von der Leyen auf, dass die Entwicklungshilfe gepr&uuml;ft, humanit&auml;re Hilfe aber weiter geleistet werde.<br>\nNun berichtet die New York Times, dass etwa 850 Mitarbeiter der EU-Kommission einen pers&ouml;nlichen Brief an Ursula von der Leyen unterschrieben h&auml;tten, der sie f&uuml;r ihre Gaza-Politik kritisiert.<br>\nLaut Euractiv hei&szlig;t es dort: &bdquo;Wir sind (&hellip;) besorgt &uuml;ber die bedingungslose Unterst&uuml;tzung einer der beiden Parteien durch die Europ&auml;ische Kommission, die Sie (Ursula von der Leyen, Anm. d. Red.) vertreten.&ldquo; Dann hei&szlig;t es weiter: &bdquo;Wir, eine Gruppe von Mitarbeitern der EU-Kommission und anderer EU-Institutionen, verurteilen vehement und aus pers&ouml;nlichen Gr&uuml;nden die terroristischen Angriffe der Hamas auf hilflose Zivilisten (&hellip;). Ebenso scharf verurteilen wir die unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ige Reaktion der israelischen Regierung auf die 2,3 Millionen pal&auml;stinensischen Zivilisten, die im Gaza-Streifen eingeschlossen sind. (&hellip;) Gerade wegen dieser Grausamkeiten sind wir &uuml;berrascht &uuml;ber die Haltung der Europ&auml;ischen Kommission und sogar anderer EU-Institutionen, die das f&ouml;rdern, was in der Presse als europ&auml;ische Kakophonie bezeichnet wurde.&ldquo;<br>\nDie EU drohe, ihre Autorit&auml;t zu verlieren, so der Brief. Internationales Recht, das der Westen durchsetzen wolle, m&uuml;sse f&uuml;r alle Parteien gelten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/israel-gaza-krieg-aufstand-von-eu-mitarbeitern-gegen-ursula-von-der-leyen-doppelte-standards-des-westens-li.2151509%20\">Berliner Zeitung <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Sehr mutig von den Mitarbeitern der EU-Kommission &ndash; und sehr berechtigt. Gut, dass sich an dieser Front etwas tut gegen die Selbstherrlichkeit und Heuchelei von Ursula von der Leyen. Von den Staats- und Regierungschefs kommt ja (fast) &uuml;berhaupt kein Widerspruch.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>EU-Beamte meutern gegen von der Leyen<\/strong><br>\nNicht nur Diplomaten und EU-Beobachter zweifeln am Kurs der Kommissionschefin. Auch mehr als 800 Mitarbeiter der Kommission und anderer Dienste protestieren gegen ihre Nahost-Politik.<br>\nIn einem Protestbrief verurteilen die Beamten und andere EU-Mitarbeiter zun&auml;chst die Terror-Attacke der Hamas.<br>\nSie distanzieren sich aber auch von dem &bdquo;Blankoscheck&ldquo;, den von der Leyen der Regierung in Israel ausgestellt hat. Damit w&uuml;rden &bdquo;Grundwerte&ldquo; der EU verletzt.<br>\nDie EU habe zudem &bdquo;doppelte Standards&ldquo; in Israel und in der Ukraine an den Tag gelegt, hei&szlig;t es in dem Schreiben, &uuml;ber das die &bdquo;Irish Times&ldquo;zuerst berichtete:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/eu-offizielle-meutern-gegen-von-der-leyen\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&Uuml;ber die alten und die neuen Bosse des ukrainischen Pr&auml;sidenten Selenskyj<\/strong><br>\nWer die Ukraine schon vor dem Kriegsausbruch kannte, der wusste es: Die Politik in der Ukraine wurde von einer Handvoll Oligarchen gesteuert &ndash; und von eben diesen Oligarchen auch ausgebeutet. Einer der ganz gro&szlig;en Player dabei war Igor Kolomoisky, der bei den letzten Pr&auml;sidentschaftswahlen mit seiner Medienmacht der Ziehvater von Wolodymyr Selenskyj war. Doch jetzt, wo Selenskyj nach der Geige der USA tanzt &ndash; tanzen muss &ndash;, ist Kolomoichsky zum Hindernis geworden und sitzt im Gef&auml;ngnis. Der Ukrainer Maxim Goldarb schildert diesen Wandel in f&uuml;nf Abschnitten. (cm)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/ueber-die-alten-und-die-neuen-bosse-des-ukrainischen-praesidenten-selenskyj\">Globalbridge<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>CIA hilft seit 2015 im Schattenkrieg gegen Moskau<\/strong><br>\nVerdeckte Eins&auml;tze von Eliteeinheiten, Dutzende Morde und Missionen gegen milit&auml;rische Ziele: Die Spione des ukrainischen Inlandsgeheimdienstes SBU und des Milit&auml;rgeheimdienstes GUR f&uuml;hren laut einem Medienbericht seit Jahren einen Schattenkrieg gegen die russischen Invasoren &ndash; auf besetztem eigenen Staatsgebiet, aber auch in Russland. So sei unter anderem die Autobombe, die im vergangenen Jahr die prominente russische Kriegsbef&uuml;rworterin Daria Dugina nahe Moskau t&ouml;tete, ein Anschlag der ukrainischen Dienste gewesen, berichtet die &ldquo;Washington Post&rdquo;. Auch die Sprengstoffanschl&auml;ge auf die Krimbr&uuml;cke gehen demnach auf deren Konto.  Der US-amerikanische Auslandsgeheimdienst CIA habe fast ein Jahrzehnt lang die ukrainischen Kollegen trainiert und daf&uuml;r Dutzende Millionen Dollar ausgegeben, schreibt das US-Medium unter Berufung auf Aussagen aus beiden Regierungen. Die Ausbildung konzentriere sich insbesondere auf die F&auml;higkeiten, Informationen &uuml;ber den Feind zu sammeln und verdeckte Eins&auml;tze hinter feindlichen Linien mit Spionen und Eliteeinheiten durchzuf&uuml;hren. Die CIA sei nicht in T&ouml;tungen involviert gewesen, hei&szlig;t es demnach aus der US-Regierung. Nach dem Anschlag auf Dugina, der ihrem Vater Alexander galt, hatten die USA die Ukraine &ldquo;ermahnt&rdquo;. Viele der verdeckten Missionen h&auml;tten milit&auml;rische Ziele gehabt und st&auml;rkten die Landesverteidigung.<br>\n Quelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/CIA-hilft-seit-2015-im-Schattenkrieg-gegen-Moskau-article24484153.html\">n-tv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Zum Tanzen braucht es zwei &ndash; aber auch zu Verhandlungen!<\/strong><br>\nIm M&auml;rz 2022 gab es eine reelle Chance, den am 24. Februar ausgebrochenen Krieg in der Ukraine friedlich zu beenden. Es war bereits ein Friedensvertrag ausgehandelt. Aber die USA mit ihrem heimlichen Interessenvertreter, dem britischen Premierminister Boris Johnston, legten das Veto gegen einen Frieden ein, es m&uuml;sse gek&auml;mpft werden. Doch dieses Thema wird in den westlichen Medien einfach totgeschwiegen. (cm)<br>\nIn einem k&uuml;rzlich ver&ouml;ffentlichten Interview in der Berliner Zeitung erkl&auml;rte Altkanzler Gerhard Schr&ouml;der, dass im Fr&uuml;hjahr 2022 &bdquo;die Ukrainer keinen Frieden vereinbart [haben], weil sie nicht durften. Die mussten bei allem, was sie beredet haben, erst bei den Amerikanern nachfragen.&ldquo;<br>\nDamit best&auml;tigt sich einmal mehr, auch wenn es immer noch weitestgehend ignoriert wird, dass wenige Wochen nach Beginn des milit&auml;rischen Konflikts in der Ukraine die Chancen auf eine schnelle Einigung und einen Frieden zwischen Russland und der Ukraine mehr als realistisch waren. Dies ist offensichtlich eine unbequeme Tatsache, die vielen nicht gef&auml;llt, insbesondere unter Experten in den verschiedenen transatlantischen Kreisen, die die &ouml;ffentliche Meinung in Europa so stark pr&auml;gen. Kritiker werden sagen, dass Schr&ouml;der ein neuer Chamberlain ist, der mit dem absoluten B&ouml;sen ein omin&ouml;ses Appeasement suchte und daher zur H&ouml;lle verurteilt werden muss.<br>\nAllerdings ist Schr&ouml;ders Aussage eben nicht die erste, die best&auml;tigt, dass die Amerikaner im M&auml;rz 2022 ein m&ouml;gliches Friedensabkommen zwischen der Ukraine und Russland sabotiert haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/zum-tanzen-braucht-es-zwei-aber-auch-zu-verhandlungen\/\">Globalbridge<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&laquo;Eine verh&auml;ngnisvolle Freundschaft&raquo;<\/strong><br>\nDr. Werner R&uuml;gemer, Publizist aus Deutschland, widmet seine berufliche T&auml;tigkeit der Aufdeckung gesellschaftlicher, politischer und sozialer Missst&auml;nde.<br>\nSein neuestes Buch &laquo;Verh&auml;ngnisvolle Freundschaft. Wie die USA Europa eroberten&raquo;, ist gerade angesichts des Konflikts in der Ukraine von Brisanz, ist doch die Ausrichtung europ&auml;ischer Politik, und insbesondere derjenigen Deutschlands an den USA, un&uuml;bersehbar. Auch f&uuml;r die Schweiz stellt sich die Frage, warum sie sich in ihrer Parteinahme f&uuml;r die Ukraine so sehr auf die USA ausrichtet.<br>\nIm Anschluss an einer vom &laquo;Schweizer Standpunkt&raquo; organisierten Diskussionsveranstaltung in Frauenfeld hatte die Redaktion die Gelegenheit, mit Werner R&uuml;gemer &uuml;ber sein neuestes Buch zu sprechen. Hier konnte er seine Positionen genauer erl&auml;utern. [&hellip;]<br>\nIn unseren Medien und Geschichtsb&uuml;chern steht, dass die USA uns Europ&auml;er, speziell Deutschland, befreit und den Zweiten Weltkrieg beendet haben. Was sagen Sie dazu?<br>\nEs war nur eine milit&auml;rische und auch da nur teilweise Befreiung. Zum Beispiel die Bundeswehr, die Geheimdienste, die Justiz, die Banken und Unternehmen der neugegr&uuml;ndeten Bundesrepublik Deutschland wurden bekanntlich meist von Ex-Nazis weitergef&uuml;hrt.<br>\nIm Zangengriff von Marshall-Plan und Nato lag die oberste Souver&auml;nit&auml;t Westeuropas bei den USA: milit&auml;risch, wirtschaftlich, marktm&auml;ssig, kulturell. Bei der Osterweiterung nach 1990 musste auf US-Druck in allen F&auml;llen zuerst die Nato-Mitgliedschaft vollzogen werden, erst danach durfte der jeweilige Staat EU-Mitglied werden. Dabei wurden in der Tendenz Oligarchen, rechtsgerichtete, nationalistische, auch rassistische Kr&auml;fte als regierungsf&auml;hig gef&ouml;rdert, am direktesten wohl in Ex-Jugoslawien. Die Volkswirtschaften wurden verarmt, Auswanderung und Wanderarbeit waren und sind die Folge.<br>\nDie USA, wie ich in dem Buch historisch dargestellt habe, haben viele Feinde und keine Freunde. Nach ihrem Anspruch sind die USA die &laquo;einzige Weltmacht&raquo; &ndash; andere Staaten werden je nach geopolitischer Opportunit&auml;t zu &laquo;Freunden&raquo;, in flexiblen Formen der Abh&auml;ngigkeit, und nur auf Zeit. Im Zweiten Weltkrieg war die Sowjetunion ein Freund, danach sofort der Todfeind. &Auml;hnlich war es dann mit China, aber auch mit Befreiungsbewegungen wie die in Vietnam, die zuerst gegen Japan unterst&uuml;tzt, dann als Todfeind bek&auml;mpft wurde.<br>\nUnd nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die kapitalistischen Staaten Westeuropas gef&ouml;rdert, freilich unter US-Hoheit und nur auf Zeit. &Uuml;brigens war wie heute dieser Freund zugleich der Standort f&uuml;r die US-Praxis des m&ouml;glichen nuklearen Erstschlags.<br>\nNach 1990 haben die USA die westeurop&auml;ischen Staaten dann schrittweise abgewertet und ausgew&auml;hlte, rechtsgerichtete osteurop&auml;ische Staaten wie Polen, Kroatien sowie Litauen, Estland und Lettland und auch die Ukraine politisch und wirtschaftlich aufgewertet, auch im Sinne einer Ost-Nato.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/schweizer-standpunkt.ch\/news-detailansicht-de-writschaft\/eine-verhaengnisvolle-freundschaft.html\">Schweizer Standpunkt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Doppelte Abfuhr: Handelsstreit zwischen EU und USA<\/strong><br>\nDer Schreck war so manchem Korrespondenten, der &uuml;ber die Ergebnisse des EU-USA-Gipfels berichtete, deutlich anzusp&uuml;ren. Zwei Streitpunkte gab es, die f&uuml;r die Wirtschaft in der EU und insbesondere auch in Deutschland potentiell folgenreich waren: die US-Strafz&ouml;lle auf Stahl und Aluminium und der Zugang zu Verg&uuml;nstigungen des Inflation Reduction Act (IRA). Bei beiden waren sich Insider vorab recht sicher gewesen, es werde zu einer Einigung kommen, die f&uuml;r die europ&auml;ische Seite vorteilhaft sei. Und was gab es? Einen doppelten Tritt in den Hintern. Washington fertigte seinen &raquo;Verb&uuml;ndeten&laquo; so umstandslos ab, wie Berlin gew&ouml;hnlich mit seinen &raquo;Partnern&laquo; aus der EU umspringt, wenn sie querschie&szlig;en. Dass als Begleitmusik dazu die &uuml;bliche klebrige transatlantische Lyrik aus der Gipfelerkl&auml;rung troff &ndash; &raquo;vereint durch unsere Werte&laquo; &ndash;, gab der unsanften Abfuhr f&uuml;r &raquo;Europa&laquo; eine besondere Note. Dabei ist die Abfuhr, die sich Kommissionspr&auml;sidentin Ursula von der Leyen bei US-Pr&auml;sident Joseph Biden abholte, in doppelter Hinsicht ein ernster Schlag. Zun&auml;chst &ouml;konomisch. Die Stahlstrafz&ouml;lle m&ouml;gen noch irgendwie verkraftbar sein; unter US-Pr&auml;sident Donald Trump waren sie ja schon eine Zeitlang in Kraft, ohne dass die EU komplett in den Abgrund gerissen worden w&auml;re. Die Ausgrenzung von den Verg&uuml;nstigungen des IRA k&ouml;nnte sich aber als anderes Kaliber erweisen. Bei Elektroautos sind die deutschen Kfz-Hersteller ohnehin schlecht aufgestellt; in China schwimmen ihnen die Felle davon. Ohne IRA-Zusch&uuml;sse wird sich auch in den USA kaum ein in Deutschland gefertigtes Elektroauto verscherbeln lassen, zumal die Konkurrenz aus Japan und aus S&uuml;dkorea Zugang zu den US-Verg&uuml;nstigungen erh&auml;lt. Das Nein aus Washington nimmt der deutschen Kfz-Industrie eine weitere Hoffnung. Politisch wiegt die Abfuhr mindestens ebensoschwer. Nicht, dass die Erkenntnis neu w&auml;re: Im Hauen und Stechen der Weltpolitik z&auml;hlt letzten Endes nur eines, n&auml;mlich die eigenen Interessen. Die decken sich manchmal auf beiden Seiten des Atlantiks, beispielsweise dann, wenn es darum geht, nicht unterordnungswillige Staaten wie Russland oder China in ihre Schranken zu weisen oder das jedenfalls zu versuchen. Das transatlantische B&uuml;ndnis reicht aber nur so weit wie die verbindenden Ziele.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/461704.doppelte-abfuhr.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Der private Grundbesitz wird zum Mega-Problem<\/strong><br>\nGlobale Mobilit&auml;t der Reichen und privater Grundbesitz sind ein explosives Gemisch. Zeit f&uuml;r grunds&auml;tzliche Fragen.<br>\nBesonders bunt treiben es die Spekulanten im Z&uuml;rcher Vorortsquartier Wollishofen. In einer Gross&uuml;berbauung am See soll, wie der &laquo;Blick&raquo; berichtet, die teuerste 3,5-Zimmer-Wohnung f&uuml;r 7590 Franken vermietet werden. Weiter oben im Quartier wird ebenfalls Platz f&uuml;r reiche Zuz&uuml;ger geschaffen: 39 Mieter stehen vor der K&uuml;ndigung. Sechs Mietsh&auml;user sollen abgerissen und durch Neubauten mit fast doppelt so vielen Wohnungen ersetzt werden. Klar ist jetzt schon, dass die Mieten (bisher 2400 Franken f&uuml;r eine 3-Zimmer-Wohung) massiv steigen werden. Wie eine Studie der ETH zeigt, verdienen die Mieter in den neu gebauten Wohnungen im Schnitt monatlich 3600 Franken mehr als die Vormieter. Mittelstand raus, globale Oberschicht rein.<br>\nGleiches passiert an allen Orten, die f&uuml;r die globale Oberschicht attraktiv sind. Diese verf&uuml;gt &uuml;ber ein Verm&ouml;gen, das laut McKinsey das 18-fache des globalen BIP betr&auml;gt, exponentiell w&auml;chst und jederzeit und &uuml;berall in Immobilienbesitz umgewandelt werden kann. Attraktiv ist ein Ort vor allem dank &ouml;ffentlichen Vorleistungen wie Verkehrsinfrastruktur, Schulen, Spit&auml;ler, Sicherheit &ndash; und tiefen Steuers&auml;tzen. Als Folge wird der Eintrittspreis nicht vom Staat, sondern von den Bodenbesitzern kassiert. Diese profitieren zudem davon, dass sich mit den Reichen auch die gut bezahlten T&auml;tigkeiten &ndash; Pharma, Finanz, Unternehmensberatung etc. &ndash; in die Hotspots verlagern. Gefolgt von einem Schwarm von Dienstleistern &ndash; Nannys, Kuriere, Personal Trainer etc.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/wirtschaft\/uebriges-wirtschaft\/der-private-grundbesitz-wird-zum-mega-problem\/\">Werner Vontobel auf Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Kitas verzweifelt wie nie<\/strong><br>\nKita-Tr&auml;ger entlassen derzeit Personal. Dabei gibt es einen Fachkr&auml;ftemangel. Die Kitas k&ouml;nnen die gestiegenen Kosten durch Inflation und h&ouml;here Geh&auml;lter aber nicht mehr stemmen. Vielen Einrichtungen droht sogar die Insolvenz. Das Land hat den freien Tr&auml;gern grade 100 Millionen Euro &Uuml;berbr&uuml;ckungshilfen versprochen. Das reicht nicht, sagen die Tr&auml;ger. Um Schlimmstes abzuwenden br&auml;uchte es mindestens das F&uuml;nffache, so die Forderung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/fernsehen\/westpol\/videos\/kitas-verzweifelt-wie-nie-100.html\">WDR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Gute Demo, schlechte Demo<\/strong><br>\nPolitik bekennt sich einseitig zur &raquo;Israel-Solidarit&auml;t&laquo;. Beteiligung an pal&auml;stinasolidarischen Demonstrationen in vielen St&auml;dten. (&hellip;)<br>\nTrotz der medialen Hetze und Repression gegen alle Formen von Pal&auml;stina-Solidarit&auml;t haben am Sonnabend Tausende Menschen in der BRD f&uuml;r die Befreiung Pal&auml;stinas und gegen die israelischen Angriffe auf Gaza demonstriert. Auch in Berlin demonstrierten am Sonnabend Tausende &ndash; trotz anhaltender Demoverbote &ndash; von Kreuzberg nach Neuk&ouml;lln. In D&uuml;sseldorf nahmen mehrere tausend Menschen an einer Pro-Pal&auml;stina-Demonstration teil. Ein Polizeisprecher sch&auml;tzte die Teilnehmerzahl auf 5.500, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtete. Kundgebungen gab es auch in K&ouml;ln, M&uuml;nster, Bielefeld und weiteren St&auml;dten. In Frankfurt am Main demonstrierten rund 700 Teilnehmer f&uuml;r Pal&auml;stina. In D&uuml;sseldorf zogen die Demonstranten vom Hauptbahnhof &uuml;ber die K&ouml;nigsallee zum Landtag. Auf den Spruchb&auml;ndern standen Parolen wie &raquo;F&uuml;r Frieden, Gerechtigkeit, Menschenw&uuml;rde in Pal&auml;stina&laquo; oder &raquo;Gegen Krieg, Gewalt und Aggression in Gaza&laquo;. Viele Teilnehmer schwenkten Pal&auml;stina-Fahnen. Anders als es die hetzerische Berichterstattung etwa des Boulevardblatts Bild nahelegte, blieb es friedlich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/461563.repression-gegen-pal%C3%A4stinenser-gute-demo-schlechte-demo.html\">junge Welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-105720","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/105720","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=105720"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/105720\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":105722,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/105720\/revisions\/105722"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=105720"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=105720"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=105720"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}