{"id":105734,"date":"2023-10-24T11:20:37","date_gmt":"2023-10-24T09:20:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105734"},"modified":"2023-10-24T11:20:37","modified_gmt":"2023-10-24T09:20:37","slug":"leserbriefe-zu-staatsraeson-ein-schwuelstiger-und-bloedsinniger-begriff","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105734","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201e\u201eStaatsr\u00e4son\u201c \u2013 ein schw\u00fclstiger und bl\u00f6dsinniger Begriff\u201c"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105462\">Hier<\/a> wird der Begriff &bdquo;Staatsr&auml;son&ldquo; in Verbindung mit der Verpflichtung Deutschlands, f&uuml;r die Existenz und die Sicherheit des Staates Israel einzustehen, hinterfragt. Albrecht M&uuml;ller meint, der Begriff sei nicht n&ouml;tig. Er sei &bdquo;bl&ouml;dsinnig, weil er uns in die H&auml;nde jedweder israelischen Regierung bringt&ldquo; und &bdquo;auch sch&auml;dlich, weil er den vielen vern&uuml;nftigen Menschen in Israel, die mit den Pal&auml;stinensern menschlich, friedlich und gut zusammenleben wollen, die Arbeit erschwert&ldquo;. Wir haben hierzu zahlreiche E-Mails bekommen. Danke daf&uuml;r. Hier nun eine Auswahl der Leserbriefe. <strong>Christian Reimann<\/strong> hat sie f&uuml;r Sie zusammengestellt.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter&nbsp;Herr M&uuml;ller,<\/p><p>vielen&nbsp;Dank f&uuml;r diesen Artikel. Er war l&auml;ngst f&auml;llig.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nSiegfried Ebert<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Her M&uuml;ller, <\/p><p>vorweg: Hundertprozentig einverstanden, Merkel und Scholz wollen sich profilieren mit dieser Aussage, diesem Standpunkt. Und gleichzeitig demjenigen ihre Servilit&auml;t versichern, in dessen Auftrag sie unterwegs sind (USA). <\/p><p>Die Gr&uuml;ndung des Staates Israel wurde von Gro&szlig;britannien initiiert, als milit&auml;rischer und politischer St&uuml;tzpunkt im Nahen Osten und ist heute f&uuml;r die USA genau das. <\/p><p>Sie haben darauf hingewiesen, dass das politische Spektrum in Israel keineswegs so homogen ist, wie es der Schwarz-Wei&szlig;-Blick der deutschen Regierung behauptet. <\/p><p>Was ist nun die Verpflichtung eines Deutschen, angesichts der Gr&auml;uel des Naziregimes gegen Juden in Europa? Und, genau so, gegen Russen und andere Slawische V&ouml;lker? Sie waren 1945 sieben Jahre alt und haben deshalb sicher keine direkte Schuld an diesen Verbrechen. Ich bin 1949 geboren, habe ich deswegen mit alldem nichts zu tun? Ich denke nein, so einfach ist es nicht. Schaut man sich Geschichte, Kultur, gesellschaftliche und famili&auml;re Beziehungen und Entwicklung genauer an, dann wird klar, dass so eine &ldquo;Schuld&rdquo;, die tiefere Einstellung und das Verhalten, das damit verbunden ist, &uuml;ber Generationen weiter tr&auml;gt. Schuld in Anf&uuml;hrungsstrichen, denn das was ich meine, ist weder mit juristischen Kategorien zu greifen, noch sollte es politisch missbraucht werden. <\/p><p>Mein Elternhaus steht in der N&auml;he des Stadtfriedhofs. Da haben wir als Kinder gespielt. In einem kleinen Teil des Gel&auml;ndes sah man nie Menschen, die Gr&auml;ber waren mit Efeu &uuml;berwuchert und auf den Grabsteinen stand eine fremde Schrift. Es hie&szlig;, das sei der &ldquo;Judenfriedhof&rdquo;. Was das mit den Juden auf sich hatte, habe ich erst sp&auml;ter verstanden. Aber als kleines Kind schon, dass man nicht dar&uuml;ber sprach. Das wurde ausgegrenzt. <\/p><p>Vergangenheit kann man nur bew&auml;ltigen, wenn man sich ihr bewusst stellt. Das hat nach 1945 nicht stattgefunden. Stattdessen hat man sich mit dem (vermeintlichen) Sieger (USA) identifiziert. Und war wieder wer, nahtlos, ohne Unterbrechung. Ich bin keineswegs der Meinung, dass Deutschland in Ewigkeit im B&uuml;&szlig;erhemd gehen muss. Aber ich bin auch der Meinung, dass so eine Schuld nicht verschwindet, blo&szlig; weil man nach 1945 geboren ist. Man muss als Deutscher mit beidem leben. Damit dass diese Vergangenheit nicht auszuradieren ist und damit, daraus zu lernen und es besser zu machen. <\/p><p>Besser machen. F&uuml;r mich ist Antisemitismus nicht nur der &ldquo;klassische&rdquo;, n&auml;mlich Diskriminierung von Menschen j&uuml;discher Kultur, j&uuml;dischen Glaubens oder Herkunft. Dass man &ldquo;Juden&rdquo; (genauer, Menschen im gerade genannten Sinne) als etwas besonderes, damit auch abseitiges stempelt, auch wenn es in vermeintlich&nbsp; positivem Sinne geschieht, ist genau so Diskriminierung. Juden sind Menschen wie andere auch, wie Bayern, Ostfriesen, Franzosen, Russen, etc.. Erst wer das begriffen hat, dem ist Antisemitismus fremd. <\/p><p>Anstatt den Staat Israel mit &ldquo;Staatsr&auml;son&rdquo; in den Himmel zu heben, sollte man lieber die Menschen j&uuml;discher Kultur, Tradition hervorheben, die etwas Positives f&uuml;r den Frieden und die Menschen geleistet haben. Um nur ein paar zu nennen, die mir spontan einfallen: Georg Kreisler, Leonard Cohen, Mel Brooks, Albert Einstein. Die Genannten sind Beispiele f&uuml;r einen pazifistischen und subversiven Charakter, den es in der j&uuml;dischen Kultur gibt. <\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nRolf Henze<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>vielen Dank f&uuml;r Ihren sehr informativen und wie ich finde sehr richtigen Beitrag.Ich kann Ihnen in jeder Hinsicht nur zustimmen.Ich denke auch, dass mit dieser &laquo;Staatsr&auml;son&raquo; gegenw&auml;rtige und zuk&uuml;nftige Generationen festgelegt werden sollen, wie sie &uuml;ber Israel und dessen Politik zu denken haben. Diese &laquo;Staatsr&auml;son&raquo; ist doch in Wahrheit nichts anderes als ein Maulkorb und eine Anweisung zum Denkverbot &uuml;ber politische Irrwege der gegenw&auml;rtigen rechten israelischen Regierung.Es hat mich immer gest&ouml;rt, dass Politiker wie Netanjahu den Holocaust als eine Art Generalamnestie benutzen, um einen Freibrief f&uuml;r eigene politische Verbrechen an der arabischen Bev&ouml;lkerung zu erhalten.<\/p><p>Au&szlig;erdem ist mir diese &laquo;Staatsr&auml;son&raquo; immer verd&auml;chtig gewesen.Kann es nicht sein, dass sie als eine Art Feigenblatt diente, um damit nach Au&szlig;en zu demonstrieren, wie sehr man doch die Verbrechen der Nazis bereut und wie zutiefst gel&auml;utert man nun ist?Ich frage mich n&auml;mlich ob Reue und Scham teilbar sind.Ich habe nie von einer &laquo;Staatsr&auml;ison&raquo; der Bundesrepublik in &auml;hnlicher Form gegen&uuml;ber der Sowjetunion und sp&auml;ter Russlands geh&ouml;rt, obwohl dieses Land bei weitem den gr&ouml;&szlig;ten Blutzoll gezahlt hat.Ich frage mich, wie ernst diese Reue gemeint ist angesichts der Tatsache das wir es mit der BRD mit einem Land zu tun haben in dem immer noch die KPD verboten ist, -obwohl Kommunisten die ersten Opfer der Nazis waren- in dem Leute wie Globke und Filbinger Karriere machen konnten und in dem wir heute mit einer Russlandhetze leben m&uuml;ssen die mich stark an die Rassenhetze der Nazis erinnert.Ist Reue und Scham also teilbar? Meiner Ansicht nach ist geteilte Scham geheuchelte Scham.In mir hat sich das unw&uuml;rdige Verhalten der bundesdeutschen Politik und der Medien anl&auml;&szlig;lich des 80.Jahrestages des &Uuml;berfalls Nazideutschlands auf die Sowjetunion tief eingebrannt.Ich bin mir sicher, das einzelne Menschen wie Sie, Herr Albrecht, ganz bestimmt eine tiefe Verantwortung gegen&uuml;ber dem j&uuml;dischen Volk angesichts des Holocausts empfinden-aber es f&auml;llt mir sehr schwer zu glauben das diese verordnete &laquo;Staatsr&auml;ison&raquo; Ausdruck echter Gef&uuml;hle seitens der offiziellen BRD-Eliten insgesamt ist.Nicht zuletzt l&auml;&szlig;t mich die bundesdeutsche Unterst&uuml;tzung f&uuml;r ein faschistisches Regime in Kiew am Antifaschismus der BRD zweifeln.<\/p><p>Wer den Holocaust aufrichtig verurteilt mu&szlig; geradezu aufschreien wenn wieder ein Volk nur wegen seiner Herkunft,seines Glaubens und seiner Kultur verfolgt wird.Wenn aus purem Rassenhass Pal&auml;stinenser unterdr&uuml;ckt und massenhaft ermordet werden, dann darf eine &laquo;Staatsr&auml;ison&raquo; niemanden verbieten, hinzuschauen und zu protestieren.Wenn Israel als Staat auf Irrwegen ist, dann m&uuml;&szlig;te es gerade unsere Aufgabe sein, die dortige F&uuml;hrung daran zu erinnern,wohin Rassenhass f&uuml;hren kann-eben wegen unserer Geschichte! Es gibt auch helfende Kritik!Die von Ihnen so treffend aufs Korn genommene &laquo;Staatsr&auml;ison&raquo; ist in meinen Augen ein Vehikel f&uuml;r zur Schau getragene Hypermoral,wie sie besonders f&uuml;r die Gr&uuml;nen typisch ist.Weil man sich als bedingungs- und kritikloser Freund Israels in Szene setzt ist man automatisch ein Teil der Achse des Guten!<\/p><p>Ich weiss das ich jetzt etwas schreibe, was vielleicht bei einigen Menschen tiefe Emp&ouml;rung ausl&ouml;sen wird.Vor einiger Zeit stand ich vor dem Holocaust-Denkmal in Berlin und ich war kurz zuvor in Buchenwald gewesen und habe das DDR-Mahnmal dort gesehen.Ich konnte einfach das Gef&uuml;hl nicht loswerden das man mit dem Berliner Denkmal durch die pure gewaltige Masse dieses Mahnmals etwas ausdr&uuml;cken wollte was man aufrichtig und gef&uuml;hlsm&auml;&szlig;ig gar nicht auszudr&uuml;cken vermag- weil man es nicht wirklich empfindet.Ein bisschen habe ich bei diesem Denkmal immer das Gef&uuml;hl das man hier mit blo&szlig;er Quantit&auml;t jeden Zweifel daran erschlagen will,das die BRD ein zutiefst vom Faschismus gel&auml;uterter Staat ist.&raquo;Seht her-wir haben so ein gro&szlig;es Denkmal errichtet weil wir so aufrichtig betroffen sind!&raquo;.In Buchenwald erlebt man hingegen aufrichtigen in der Kunst zum Ausdruck gekommenen Schmerz.Aber das ist sicher mein subjektiver Eindruck.Mir fehlen auch in diesem &laquo;besten Deutschland das es je gab&raquo; &auml;hnliche Denkm&auml;ler f&uuml;r die anderen V&ouml;lker,die Opfer der Nazibarbarei geworden sind- insbesondere f&uuml;r die V&ouml;lker die &ouml;stlich und s&uuml;dlich von uns leben!<\/p><p>Aufgabe der bundesdeutschen Republik h&auml;tte es von Anfang an sein m&uuml;ssen Israel daran zu erinnern das es auf die Dauer auch f&uuml;r Israel selbst nur von Vorteil sein kann mit seinen Nachbarn in Frieden zu leben.Stattdessen wird jedes Verbrechen gegen&uuml;ber den arabischen Nachbarn gedeckt und jede Kritik an Israel geradezu inflation&auml;r mit dem Totschlagargument &laquo;Antisemitismus&raquo; verunglimpft.Doch Apartheid bleibt Apartheid!Unrecht wird nicht dadurch Recht weil es jemand begeht dem einst selbst Unrecht widerfahren ist.Und wenn wir als Deutsche beim Unrecht gegen&uuml;ber den Pal&auml;stinensern wegschauen-ja,es sogar durch eine idiotische &laquo;Staatsr&auml;ison&raquo; decken-beweisen wir nur,das wir aus unseren Fehlern absolut nichts gelernt haben und auf eine gewisse Weise sch&auml;nden wir das Andenken der Juden,die in Auschwitz ermordet wurden ein zweites Mal.<\/p><p>Ulrich Guhl<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Ja, lieber Albrecht M&uuml;ller,<br>\n&nbsp;<br>\ndiese Frage stellt sich wirklich: Sollen wir uns 7? 70? 700? Jahre schuldig f&uuml;hlen&hellip;?<br>\n&nbsp;<br>\nIch mache mir dazu immer ein Gedankenexperiment: Nehmen wir an, es g&auml;be Reinkarnation wirklich &ndash; und ein kleiner j&uuml;discher Junge David wurde von den Nazis zu Tode gequ&auml;lt &hellip; und dann 20 Jahre sp&auml;ter wiedergeboren als deutscher Junge Stefan. Und Stefan ist links und macht sich Schuldvorw&uuml;rfe wegen der Nazitaten &ndash; aber dabei war er doch der, dem es ANGETAN wurde, er war doch damals DAVID! Das hei&szlig;t, er f&uuml;hlt sich schuldig f&uuml;r etwas, was ihm angetan wurde!<br>\n&nbsp;<br>\nDaran sieht man, wie sinnlos der Gedanke einer Volksschuld ist, finde ich.<br>\n&nbsp;<br>\nEs steht eigentlich JEDEM lieben und klugen Menschen auf der Welt gut zu Gesicht, die Augen offen zu halten, dass so etwas nie wieder passiert &ndash; egal, ob seine V&auml;ter auf der oder der Seite standen.<br>\n&nbsp;<br>\nUnd sagt man uns nicht immer: Wer heute noch was an seiner deutschen Volkszugeh&ouml;rigkeit festmacht, ist ewig gestrig &ndash; heute ist jeder weltoffen und bunt! Aber komisch: wenn es um die Erbschuld aus den Hitlerjahren geht, DA ist pl&ouml;tzlich meine deutsche Volkszugeh&ouml;rigkeit sehr wichtig!<br>\n&nbsp;<br>\nDass das alles von Anfang an nur eine Instrumentalisierung war &ndash; sieht man auch daran, dass man bei den RUSSEN nie sagte: &ldquo;Wir haben 27 Millionen Russen, die uns nichts getan hatten, auf dem Gewissen &ndash; nun m&uuml;ssen wir auf immer an der Seite Russlands und seiner Regierung stehen, egal, was sie f&uuml;r Mist baut!&rdquo;<br>\n&nbsp;<br>\nZu dem ganzen Trauerspiel in Pal&auml;stina &hellip; Ich verstehe schon den ersten Grundgedanken damals nicht: Wie konnte man einfach sagen: Die Pal&auml;stinenser wischen wir (wie Kr&uuml;mel auf einem Tisch) weg &ndash; und geben das Land den Juden, als S&uuml;hne f&uuml;r den Holocaust! Die Pal&auml;stinenser hatten doch den Juden nichts getan!!! Das waren doch die Deutschen! DIE h&auml;tten Land abgeben sollen &ndash; das w&auml;re fair gewesen! Was k&ouml;nnen denn die armen Pal&auml;stinenser daf&uuml;r?!<br>\n&nbsp;<br>\nAch schade, dass es kein sch&ouml;ner Garten geworden ist &ndash; f&uuml;r beide V&ouml;lker &ndash; das h&auml;tte ich ihnen am liebsten gew&uuml;nscht!<br>\n&nbsp;<br>\nNee, ich habe nichts f&uuml;r Staatsr&auml;sons, Erbschuldmechaniken oder Vokabelheftg&uuml;te &uuml;brig (so Vokabelhefte, wo drinsteht, welche Gruppen erstwichtig sind und welche nur zweitwichtig)! Es gibt doch blo&szlig; M-e-n-s-c-h-en &hellip; jeder hat einmal seine Augen zum allerersten Mal aufgemacht, sein Gesichtchen in die Welt gehalten und gelacht und gehofft, das Leben hier sei sch&ouml;n &hellip;<br>\n&nbsp;<br>\nMartin<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Albrecht M&uuml;ller, <\/p><p>Sie sprechen mir mit Ihrem Artikel aus der Seele. Aber hinter der Verwendung des Begriffs steckt durchaus Kalk&uuml;l. Wie &uuml;berhaupt Sprache und sprachliche Vereinfachungen immer mehr zur Methode der Manipulation werden. In diesem Zusammenhang verweise ich auf die um sich greifende Gleichsetzung von Antisemitismus und Kritik am Staat bzw. der Regierung Israels, die mich zunehmend nervt. J&uuml;ngstes Beispiel aus meinem Wohnort Witten: die zweimalige Entfernung einer israelischen Flagge vor dem Rathaus wird vom B&uuml;rgermeister und den zustimmenden Medien sofort ohne Erkl&auml;rung als Antisemitismus gebrandmarkt. Ich werde dem B&uuml;rgermeister empfehlen, anstatt die Entferner der israelischen Flagge zu verfolgen, besser eine pal&auml;stinensische Flagge neben die israelische zu h&auml;ngen &ndash; als Zeichen f&uuml;r den Wunsch nach eine Vers&ouml;hnung der beiden Parteien und als Zeichen f&uuml;r die Solidarit&auml;t mit den nicht-j&uuml;dischen Menschen in Pal&auml;stina und ihren berechtigten Interessen. <\/p><p>Damit ich nicht falsch verstanden werde: Ich habe vor vielen Jahren u.a. &uuml;ber Zwangsarbeit unter den Nazis im Zweiten Weltkrieg geforscht und kannte mich damals ziemlich gut in der Geschichte der Verfolgten des NS-Regimes aus. Am Staat Israel und seiner Politik &uuml;be ich heftige Kritik, sehr heftige wie auch viele israelische Menschen, Antisemitismus ist mir absolut fremd. <\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nUlrich Zumdick<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>&#65279;Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>ich bin ganz bei Ihnen, was den ersten Teil Ihrer &Uuml;berlegungen zur Staatsraison im Zusammenhang mit Israel betrifft. Man muss tats&auml;chlich den Eindruck gewinnen, dass die Bundesregierung die Politik Israels immer zu 100% unterst&uuml;tzt und dieser somit einen Blankoscheck ausstellt, vor dessen Gefahren wir eigentlich aus schmerzhafter historischer Erfahrung gewarnt sein m&uuml;ssten.<\/p><p>Anders verh&auml;lt es sich allerdings mit dem zweiten Teil Ihrer Ausf&uuml;hrungen, denen ich nicht so pauschal zustimmen kann.<\/p><p>Die Schuld, die Deutschland zur Zeit des Nationalsozialismus dem j&uuml;dischen Volk gegen&uuml;ber auf sich geladen hat, ist meiner Meinung nach so ungeheuerlich, dass es durchaus angemessen ist, wenn sich auch noch die Urenkel und Ururenkel der T&auml;tergeneration an diese Schuld erinnern lassen m&uuml;ssen. Ob sie es wollen oder nicht &ndash; sie sind nun einmal die Nachfahren eines Volkes, das ohne nennenswerten Widerstand die Horrortaten der Nazis zugelassen und in nicht unerheblichem Umfang unterst&uuml;tzt hat.<\/p><p>Andererseits darf diese zeitlose Verantwortung nicht dazu f&uuml;hren, die Augen vor den Gr&auml;ueltaten anderer, aktueller Regierungen und Regime zu verschlie&szlig;en.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nManfred Clauss<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe NDS-Redaktion,<\/p><p>f&uuml;r eine &ldquo;Staatsr&auml;son&rdquo; muss man erst einmal einen Staat haben (wollen). Deutsche Regierungen vermitteln etwa seit der Jahrtausendwende eher den Eindruck, der Staat sei ein angestaubtes Relikt einer fernen Vergangenheit. Der Begriff der Staatsr&auml;son bedeutet das Streben nach Sicherheit und Selbstbehauptung des Staates mit beliebigen Mitteln. In diesem Sinn ist die Staatsr&auml;son ein vernunftgeleitetes Interessenskalk&uuml;l einer Regierung, einzig der Aufrechterhaltung des funktionierenden Staatsgebildes verpflichtet. Ein Staat, der nicht f&auml;hig oder gewillt ist, seine Grenzen zu sch&uuml;tzen &ndash; n&auml;mlich dann, wenn Au&szlig;enstehende bestimmen, wie viele kommen, wann sie kommen und wohin sie gehen &ndash; wird schlicht und ergreifend zerfallen. Die moderne Demokratie gr&uuml;ndet auf zwei Voraussetzungen: dem Territorialstaat und der Nation, also dem Staatsvolk, gedacht als Einheit freier B&uuml;rger. Beides k&ouml;nnte verschwinden, zum einen durch die politische Internationalisierung wie im Falle der EU, zum anderen durch Globalisierung der Wirtschaft. Allerdings haben diese vermeintlichen Modernisierungssch&uuml;be durchaus auch anti- und vormoderne Effekte. Wer vorschnell das Ende des Staates fordern und feiern m&ouml;chte, sollte das bedenken.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nMichael Wrazidlo<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Das Schlagwort &bdquo;Staatsr&auml;son&ldquo; &ndash; ein Schlagwort, mit dem jedes Nachdenken niedergeschlagen wird &ndash; verdeckt die v&ouml;llig irregeleitete Verantwortung Deutschlands f&uuml;r die Sicherheit Israels. Die israelische Journalistin Amira Hass hat dieser Tage in der Zeitung Haaretz einen fiktiven Appell an Bundeskanzler Scholz publiziert. Dort sagt sie uns: &bdquo;Ihr Deutschen habt Eure Verantwortung, die sich &sbquo;aus dem Holocaust&lsquo; ergibt [&hellip;]  l&auml;ngst verraten. Ihr habt sie verraten durch eine vorbehaltlose Unterst&uuml;tzung eines Israels, das besetzt, kolonisiert, den Menschen Wasser entzieht, Land stiehlt, zwei Millionen Menschen in Gaza in einem &uuml;berf&uuml;llten K&auml;fig einsperrt, H&auml;user zerst&ouml;rt, ganze Gemeinden aus ihren H&auml;usern vertreibt und Siedlergewalt f&ouml;rdert.&ldquo; Mit der &bdquo;vorbehaltlosen&ldquo; Unterst&uuml;tzung wurde das verfehlt, was gefordert gewesen w&auml;re, n&auml;mlich zumindest in stiller Diplomatie immer wieder auf die Einhaltung der UNO-Resolutionen zu pochen. Vor allem h&auml;tte man nach dem Oslo-Abkommen die Umsetzung der Zwei-Staaten-L&ouml;sung anmahnen m&uuml;ssen. Die ist inzwischen unrealistisch geworden. Das st&auml;ndige Stillhalten bundesdeutscher Regierungen hat der Sicherheit Israels nicht gedient, wie sich sp&auml;testens jetzt zeigt. Was als Solidarit&auml;t beschworen wird, ist zur Komplizenschaft geworden. Verantwortung im Sinn von Amira Hass h&auml;tte vorausgesetzt, dass man die Vertreibung der Pal&auml;stinenser nicht blo&szlig; als Kollateralschaden der israelischen Staatsgr&uuml;ndung abgetan h&auml;tte, sofern man sie &uuml;berhaupt wahrnehmen wollte. Viele von uns haben sie fr&uuml;her sogar im Denkschema des europ&auml;ischen Kolonialismus als eine selbstverst&auml;ndliche Folge zivilisatorischer &Uuml;berlegenheit betrachtet. Au&szlig;erdem steht dem verantwortungsvollen Umgang das Bed&uuml;rfnis entgegen, &bdquo;das Verh&auml;ltnis zu Israel als exklusive Zweierbeziehung zu sehen, als ein deutsch-j&uuml;disches Wunder der Vers&ouml;hnung&ldquo; (Charlotte Wiedemann 2022). Die Instrumentalisierung des Holocaust, um den Bruch aller UN-Resolutionen und Abkommen zu rechtfertigen, die kritische Israelis ihren Regierungen vorgeworfen haben, wollte man von deutscher Seite nie wahrhaben. Das h&auml;tte die Harmonie gest&ouml;rt.<\/p><p>Von Anfang an war das Verh&auml;ltnis Deutschlands, das mit einem der gr&ouml;&szlig;ten Verbrechen der Geschichte belastet war, zu Israel unehrlich. 1952 setzte Konrad Adenauer gegen Widerst&auml;nde eine Entsch&auml;digungszahlung an Israel durch, die in Waren und Dienstleistungen im Wert von 3,5 Milliarden DM bestand. Mit diesem &bdquo;Wiedergutmachungsabkommen&ldquo; erkaufte sich die Bundesregierung die Entspannung im Verh&auml;ltnis der beiden Staaten und die internationale Rehabilitation. Von israelischer Seite nahm man in Kauf, dass die westdeutschen Institutionen durchweg mit alten Nazis besetzt waren. Aber Israel brauchte die Unterst&uuml;tzung des Westens, vor allem der USA, und wusste, dass die Bundesrepublik deren unverzichtbarer Frontstaat im Kalten Krieg war. Die DDR-F&uuml;hrung folgte in ihrer Israel-Politik der Moskauer Linie. Die Schuld an den Verbrechen des Deutschen Reichs w&auml;lzte sie auf die Kapitalistenklasse ab, so wie man sich im Westen mit Verweis auf die Nazis entlastete. Was in der DDR z&auml;hlte, war eine antifaschistische Haltung. Im Westen bem&uuml;hte sich viele Gruppen ernsthaft um eine Aufarbeitung der belastenden Vergangenheit. Aber der herrschende Diskurs blieb davon weitgehend unber&uuml;hrt. Man achte auf die Argumentationsmuster in Verlautbarungen und Feiertagsreden! Von der gel&auml;uterten Haltung sollte die vorbehaltlose Unterst&uuml;tzung Israels zeugen. Jede Kritik an der dortigen Politik l&ouml;ste den Antisemitismus-Vorwurf aus. Die Hysterie bei der Verfolgung von Antisemitismus ist verr&auml;terisch. F&uuml;r das Alltagsbewusstsein aufschlussreich ist auch, dass 1992 ein Rostocker Kommunalpolitiker in einer Diskussion mit Ignatz Bubis, dem damaligen Pr&auml;sidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, unterstellte, dessen Heimat sei Israel.<\/p><p>In der neuen Bundesrepublik brachte Gregor Gysi als Vorsitzender der Bundestagsfraktion Die Linke 2008 den Begriff Staatsr&auml;son im Zusammenhang mit den Nahostkonflikt in die Debatte ein, wobei er &uuml;brigens unter Bezugnahme auf den Juristen und Rechtsphilosophen Hermann Klenner klarstellte, Staatsr&auml;son bedeute historisch die Selbstbehauptung des Staates mit allen, auch unmoralischen Mitteln. B&ouml;swillig k&ouml;nnte man interpretieren, die absolute Solidarit&auml;t mit dem Staat Israel solle der moralischen Selbstbehauptung der Bundesrepublik im Kreis der Staatengemeinschaft dienen, und das mit allen Mitteln.<\/p><p>Von unserem Leser G.A.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>es ist bezeichnend: Jene, die mit Blick auf Israel die &ldquo;deutsche Staatsr&auml;son&rdquo; wie eine Monstranz vor sich hertragen, verweigern den Blick auf die deutsche Verantwortung auch gegen&uuml;ber dem pal&auml;stinensischen Volk. Denn ohne die durch den Holocaust an den europ&auml;ischen Juden bef&ouml;rderte Staatsgr&uuml;ndung Israels w&uuml;rden die Pal&auml;stinenser nach wie vor in ihren eigenen Staatsgrenzen leben.<\/p><p>Die Staatsgr&uuml;ndung Israels im Jahre 1948 ging mit massiven Kriegs- und V&ouml;lkerrechtsverbrechen einher: der Vertreibung von ca. 750.000 Pal&auml;stinensern aus ihrer Heimat, der Entv&ouml;lkerung von 11 Stadtteilen ehedem pal&auml;stinensischer St&auml;dte und mancherorts mit der T&ouml;tung aller m&auml;nnlichen Pal&auml;stinenser ab 14 Jahren. Die darauf folgenden Jahrzehnte waren bis zum heutigen Tag immer wieder gepr&auml;gt von v&ouml;lkerrechtswidrigen Annexionen (so z.B. Ost-Jerusalems), Vertreibungen, permanenten Dem&uuml;tigungen und Schikanen sowie einer &ldquo;Apartheidspolitik&rdquo; (so Amnesty International und Human Rights Watch) gegen die pal&auml;stinensische Bev&ouml;lkerung.<\/p><p>Wer glaubt, mit der Formel &ldquo;deutsche Staatsr&auml;son&rdquo; dies alles zukleistern zu k&ouml;nnen, zeigt einmal mehr, dass der vom Globalen S&uuml;den gegen die NATO und deren engste Verb&uuml;ndete erhobene Vorwurf der Doppelstandards seine volle Berechtigung hat.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nG&uuml;nter Kieren<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller, <\/p><p>Ich stimme Ihnen zu, dass der Begriff der &ldquo;Staatsr&auml;son&rdquo; unpassend ist, insbesondere aber deshalb, weil er von seiner potenziellen &ldquo;Rechtswirksamkeit&rdquo; her erhebliche Probleme schafft. Dies kommt in einem Beitrag der DW sehr gut zum Ausdruck: <\/p><p><a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/hamas-terror-gegen-israel-was-bedeutet-deutschlands-staatsr%C3%A4son\/a-67107688\">dw.com\/de\/hamas-terror-gegen-israel-was-bedeutet-deutschlands-staatsr%C3%A4son\/a-67107688<\/a><\/p><p>Allerdings erachte ich (Jahrgang 1960) die international sehr besondere Verantwortung Deutschlands gegen&uuml;ber Israel als etwas Andauerndes, das es &uuml;ber Generationen hinweg weiterzugeben gilt. Ich sehe das als einen zentralen Baustein unseres politischen Wertekanons.<\/p><p>Um es mit den Worten Willy Brandts auszudr&uuml;cken:<\/p><p>&hellip;. Die Frage der Schuld erledigt sich nicht mit der Abl&ouml;sung der Generationen. Sie wirkt (in uns) nach als geschichtliche Macht. &hellip; <\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e<br>\nThomas Schaefers<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>11. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<br>\nSehr geehrte Redaktion,<\/p><p>ich muss bei einem Punkt, den Sie schreiben, protestieren.<\/p><p>Sie schreiben: &bdquo;Sie kann machen, was sie will, sie kann zum Beispiel ein Hospital bombardieren und dabei gleich einige 100 Menschen zu Tode bomben&ldquo;.<\/p><p>Sie spielen wohl auf den Vorfall vor 2 Tagen an ?. Sie geben dem israelischen Milit&auml;r die Schuld, obwohl die Schuldfrage doch noch gar nicht gekl&auml;rt ist. Ganz im Gegenteil, es gibt Indizien, die daf&uuml;rsprechen, dass das israelische Milit&auml;r nicht die Verantwortung tr&auml;gt. Wie k&ouml;nnen Sie also etwas behaupten, wenn &nbsp;die Beweisf&uuml;hrung noch gar nicht abgeschlossen ist ?. Die Behauptung, dass es das israelische Milit&auml;r war, hat wohl die Hamas in die Welt gesetzt. Muss ich erst die BILD lesen, um zu erfahren, dass zum Beispiel der Deutschlandfunk diese Behauptung zur&uuml;ckgezogen hat ? Oder glauben Sie etwa dieser widerlichen M&ouml;rderbande&nbsp; namens Hamas ?<\/p><p>Sie behaupten oft, die Medien berichten (&uuml;ber manche Themen ) nur sehr einseitig und scheren sich nicht um die Quellen.<\/p><p>Bei allem Respekt, genas das tun Sie in diesem Fall allerdings auch !<\/p><p>Es ist mir aufgefallen, dass sie &uuml;ber die Massaker in Butscha 2022 nichts geschrieben haben.&nbsp; Sie haben sogar noch geschrieben, dass es sogar ukrainische Milit&auml;rs (!!!) gewesen sein k&ouml;nnte. Daran kann ich mich noch sehr genau erinnern.<\/p><p>Sind Sie &uuml;brigens immer noch dieser Meinung ? Wegen dieser Behauptung sind Sie &uuml;brigens auch bei der Gegneranalyse aufgetaucht. &nbsp;Dar&uuml;ber haben Sie sich ja auch beschwert.<\/p><p>Warum behaupten Sie im Fall der Bombardierung eines Krankenhauses, dass es &bdquo; Israel&nbsp; &bdquo; war, aber &uuml;ber Butscha&nbsp; schreiben sie nichts ?. Es ist mir auch aufgefallen, dass Sie &uuml;ber russische Kriegsverbrechen noch nie etwas geschrieben haben, es sei denn, ich habe es &uuml;bersehen.<\/p><p>Sie schreiben sogar noch &uuml;ber angebliche ukrainische Kriegsverbrechen. Einseitiger gehts nicht mehr.<\/p><p>Ihr Russland-Berichte stammen von Hr. Heyden, dem zumindest Kremln&auml;he attestiert wird und auf dessen Dienst alle anderen mittlerweile verzichten (Der Freitag usw).<\/p><p>K&ouml;nnen Sie mir das bitte erkl&auml;ren ?!<\/p><p>Bitte verstehen Sie mich nicht falsch, ich leider nicht unter Russophobie, die Vorgeschichte des Ukrainekrieges ist mir bekannt. Mir geht es nur um die Wahrheit, nicht um die D&auml;monisierung mancher Leute.<\/p><p>Ich gebe Ihnen sogar Recht, ich halte auch nichts von Phrasen, wie zum Beispiel einer uneingeschr&auml;nkten Solidarit&auml;t, wie das mal Gerhard Schr&ouml;der nach den Anschl&auml;gen am 11.09.2001 getan hat.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nJan Brandt<\/p><p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Der Leserbriefschreiber Brandt erhebt eine Reihe von Vorw&uuml;rfen. Leider ohne konkrete Quellen zu nennen. Mit einer Kritik hat er recht: ich habe, bevor die Umst&auml;nde weiter gekl&auml;rt waren, die Bombardierung eines pal&auml;stinensischen Krankenhauses Israel zugeschrieben. Dar&uuml;ber wird noch gestritten. Das Zwischenergebnis ist so, dass man die Behauptung, es sei Israel gewesen, nicht aufrechterhalten kann.<\/em><\/p><p><em>In Sachen Butscha haben wir ausdr&uuml;cklich geschrieben, dass wir uns kein abschlie&szlig;endes Urteil anma&szlig;en k&ouml;nnen. Siehe hier: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82610\">&bdquo;Butscha &ndash; leider sind wir nicht so hellsichtig wie Scholz, Lambrecht,&nbsp;Melnyk, Sievers (ZDF), Adler (DLF), die ARD und Co&ldquo;.<\/a><\/em><\/p><p><em>Dann bleibt noch anzumerken: Wenn andere Medien auf die Berichte von Ulrich Heyden verzichten, ist das deren Sache und sagt nichts dar&uuml;ber aus, was sachlich berechtigt ist. Schon die Bemerkung des Leserbriefschreibers Brandt, &bdquo;Heyden, dem zumindest Kremln&auml;he attestiert wird&hellip;&ldquo;, l&ouml;st Fragen aus, zum Beispiel: Wer attestiert? Wenn schon, dann bitte Ross und Reiter nennen.<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>12. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller,<br>\nliebes Nachdenkseiten-Team,<br>\n&nbsp;<br>\nwie bei vielen Ihrer Beitr&auml;ge stimme ich auch der Einsch&auml;tzung bez&uuml;glich &bdquo;deutscher Staatsr&auml;son&ldquo; zu, mit einer Abweichung:<br>\nich w&uuml;rde sogar noch weiter gehen und diese proklamierte &bdquo;Staatsr&auml;son&ldquo; nicht nur f&uuml;r k&uuml;nftige Generationen, sondern auch im Jetzt in Frage stellen bzw. anders interpretieren.<br>\n&nbsp;<br>\nDass Deutschland eine ganz besondere Verantwortung (!) f&uuml;r all diejenigen V&ouml;lker, Religionsgemeinschaften und Ethnien aufbringen m&uuml;sste, welche durch unser Land &ndash; unmittelbar oder mittelbar &ndash; enormes Leid und Unrecht erfahren haben, steht f&uuml;r mich au&szlig;er Frage. Und ebenso au&szlig;er Frage steht nat&uuml;rlich, dass Menschen j&uuml;dischen Glaubens oder j&uuml;discher Abstammung ganz besonders von der unfassbaren Brutalit&auml;t deutscher Staatsgewalt betroffen waren und insofern Deutschland seine diesbez&uuml;gliche Verantwortung nicht absch&uuml;tteln kann &ndash; vielleicht auch nicht in Zukunft. Eine schwierige und vielleicht auch unn&ouml;tige Diskussion &ndash; wenn &bdquo;Verantwortung&ldquo; entsprechend interpretiert w&uuml;rde.<br>\n&nbsp;<br>\nAllerdings sind ja leider j&uuml;dische Menschen nicht einmal die einzigen Opfer rechtloser, willk&uuml;rlicher Gewalt durch den deutschen Staat, wenn auch auf eine unfassbar brutale und explizit vernichtende Art und Weise. Ebenfalls betroffen, quantitativ sogar ein vielfaches mehr &ndash; wobei sich Vergleiche hier ohnehin verbieten &ndash; sind ja auch Russen und &uuml;berhaupt alle V&ouml;lker der ehemaligen Sowjetunion. Die Gesamtzahl aller Betroffenen ist ja noch weit umfangreicher, sp&auml;testens sicherlich beginnend mit dem deutschen Kolonialismus, auch da mit unfassbaren Verbrechen, &uuml;ber marginalisierte Gruppen wie Sinti und Roma bis hin in die j&uuml;ngste Vergangenheit mit beispielsweise Serbien und Afghanistan. Das ist nicht relativierend gemeint, sondern soll dem Vergessen gegen&uuml;ber anderen Opfern deutscher Gewalt entgegenwirken.<br>\nWo bleibt f&uuml;r all diese L&auml;nder und Ethnien der Ausdruck unserer Verantwortung?<br>\n&nbsp;<br>\nDann noch die Frage, welche ja immer wieder zurecht angesto&szlig;en wird: Wem gegen&uuml;ber gilt eigentlich heute diese besondere Verantwortung Deutschlands? Explizit dem Staat Israel gegen&uuml;ber, welcher ja w&auml;hrend des menschenverachtenden NS-Regimes noch gar nicht existiert hatte und der auch weder alle Menschen j&uuml;dischen Glaubens oder j&uuml;discher Herkunft noch alle Opfer des NS-Regimes repr&auml;sentiert? Oder doch zuallererst allen noch lebenden Betroffenen und den Nachfahren der Millionen Betroffenen, etwas weiter gefasst allen Menschen j&uuml;dischen Glaubens und j&uuml;discher Abstammung, die ja alle im Fokus der faschistischen Vernichtungsmaschinerie gestanden hatten &ndash; wie eben auch weitere betroffenen Gruppen?<br>\n&nbsp;<br>\nOder sollte diese besondere Verantwortung &ndash; aus dem Bewusstsein der Verbundenheit oder meinetwegen Unterschiedslosigkeit aller Menschen &ndash; oder wenigstens als Lehre aus der eigenen Geschichte nicht allen unterdr&uuml;ckten, marginalisierten und von Gewalt oder gar Vernichtung bedrohten Ethnien, V&ouml;lkern und Gruppen zuteilwerden? &hellip; aktuell also gerade insbesondere dem unfassbares Leid erfahrenden pal&auml;stinensischen Volk, nat&uuml;rlich den Betroffenen und Angeh&ouml;rigen des Hamas-Massakers und dar&uuml;ber hinaus allen verunsicherten Menschen in Israel, ebenso aber den von unserem Gaslieferanten Aserbaidschan bekriegten (ehemaligen) Einwohnern Bergkarabachs, den von der T&uuml;rkei immer wieder bombardierten Kurden, den weltweit vor Krieg und Gewalt Fl&uuml;chtenden und im Mittelmeer Ertrinkenden und vielen mehr?<br>\nWeshalb auch hier so unverst&auml;ndlich krass differierende Standards?<br>\n&nbsp;<br>\nUnd schlie&szlig;lich: Was bedeutet unsere (besondere) Verantwortung konkret? Es kann und darf doch nicht bedeuten, dass ein Staat, der auserw&auml;hlt worden ist als Repr&auml;sentant der Opfer des deutschen Staatsterrorismus in der NS-Zeit, obwohl er tats&auml;chlich nicht einmal alle Opfer repr&auml;sentiert, der jahrzehntelang V&ouml;lkerrecht (zB. etliche UNO-Resolutionen) missachtet, bedingungslos von Deutschland unterst&uuml;tzt wird, egal wie er agiert? Was, wenn er oder seine Vertreter schlie&szlig;lich selbst, wie im Falle Israels ja immer wieder berichtet, zum Unterdr&uuml;cker, zum rassistischen Apartheidsystem, zum Gewaltt&auml;ter wird oder Extremisten die Macht &uuml;bernehmen?<br>\n&nbsp;<br>\nDient dies tats&auml;chlich den Menschen in Israel? Muss unsere besondere Verantwortung nicht bedeuten, gerade das zu verhindern? Gerade aus dieser bestehenden besonderen Verbindung heraus?<br>\nM&uuml;sste uns unsere Verantwortung nicht eintreten lassen f&uuml;r Menschenw&uuml;rde, Frieden, Gewaltlosigkeit, Verstehen und fairen Interessensausgleich?<br>\nIst es nicht insofern v&ouml;llig inakzeptabel und vielleicht auch verfassungswidrig, wenn jetzt gerade in Deutschland nahezu jede Form der Solidarit&auml;tsbekundung mit dem pal&auml;stinensischen Volk repressiv unterdr&uuml;ckt wird?<br>\n&nbsp;<br>\nNach Wikipedia &bdquo;bedeutet (der Begriff Staatsr&auml;son) das Streben nach Sicherheit und Selbstbehauptung des Staates mit beliebigen Mitteln.&ldquo; (!)<br>\nWobei es auch deutlich gem&auml;&szlig;igtere Definitionen gibt.<br>\n&nbsp;<br>\nDoch kann es wirklich das Ziel einer demokratisch verfassten Republik sein, die &bdquo;Sicherheit&ldquo; eines bestimmten anderen Staates zu Lasten Dritter &bdquo;mit beliebigen Mitteln&ldquo; zu unterst&uuml;tzen? Jedes Vorgehen dieses anderen Staates bedingungslos zu unterst&uuml;tzen? Darf &ndash; wie ja auch schon im Falle der Ukraine immer wieder diskutiert &ndash; die Sicherheit eines Landes zu Lasten der Sicherheit und des Wohlergehens seiner Nachbarn gehen?<br>\n&nbsp;<br>\nIst das alles wirklich im Interesse Deutschlands? Ist das die folgerichtige Konsequenz aus den Verbrechen des NS-Regimes? Ist diese behauptete Staatsr&auml;son &uuml;berhaupt verfassungskonform?<br>\n&nbsp;<br>\nSollte nicht &ndash; wenn schon der Begriff Staatsr&auml;son in Folge der grausamen historischen deutschen Erfahrungen gebraucht werden muss &ndash; im Gegenteil das Eintreten Deutschlands f&uuml;r Frieden, f&uuml;r V&ouml;lkerverst&auml;ndigung &uuml;ber alle Bl&ouml;cke hinweg, f&uuml;r friedliche Unterst&uuml;tzung aller bedr&auml;ngten und unterdr&uuml;ckten V&ouml;lker, Ethnien und sonstigen Gemeinschaften zentraler Inhalt einer deutschen Staatsr&auml;son sein? W&auml;re das nicht sogar f&ouml;rderlicher auch f&uuml;r die Menschen in Israel?<br>\n&nbsp;<br>\nW&auml;re dies so, s&auml;he wohl die aktuelle Politik Deutschlands v&ouml;llig anders aus &ndash; und vielleicht auch die Welt als Ganzes.<br>\n&nbsp;<br>\nHerzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nPeter Langhammer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>13. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Albrecht M&uuml;ller,<\/p><p>Ich hatte soeben einen Leserbrief zum Thema Staatsr&auml;son an unsere Regionalzeitung (Waltroper Zeitung, Bauer-Verlag in Marl) geschickt, da sehe ich zum selben Thema den Beitrag in meinen geliebten Nachdenkseiten.<\/p><p>Da habe ich gedacht, dass mein Brief euch auch interessieren k&ouml;nnte. Der Bauer Verlag in seinem &uuml;berregionalen Angebot (6 St&auml;dte im Kreis Recklinghausen) hat in seinen Leserbriefen eine wesentlich gr&ouml;&szlig;ere Toleranz als alle anderen Zeitungen in unserer Gegend (z.B. WAZ).<\/p><p>Ich bin gespannt, ob seine Toleranz auch diesmal wieder reicht.<\/p><p>Mit solidarischen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nErnst-W. Belter<\/p><p>Leserbrief zu &bdquo;Blick hinter ein Bekenntnis&ldquo; vom 18.10.2023<\/p><p>In diesem Beitrag geht Christian Driessen der Frage nach, was die Aussage von Angela Merkel &bdquo;Die Sicherheit Israels ist deutsche Staatsr&auml;son&ldquo; eigentlich bedeutet. Seine Antwort ist, dass &bdquo;Deutschland f&uuml;r die Sicherheit Israels einsteht&ldquo; und bezweifelt, ob Deutschland das &uuml;berhaupt leisten kann, weil &bdquo;Israel sich mit den USA auf einen ungleich st&auml;rkeren Partner verlassen kann.&ldquo;<\/p><p>Ich denke, dass Merkels &bdquo;Staatsr&auml;son&ldquo; eine Zusammenfassung dessen ist, was man in den letzten Tagen nach dem brutalen &Uuml;berfall der Hamas auf Israel aus sehr vielen M&uuml;ndern geh&ouml;rt hat, n&auml;mlich dass Deutsche aufgrund der historischen Verantwortung den J&uuml;dinnen und Juden in Israel uneingeschr&auml;nkte oder bedingungslose Solidarit&auml;t zukommen lassen muss.<\/p><p>Dass Deutschland aufgrund des Holocaust eine historische Verantwortung hat, ist unbestritten und sollte nie vergessen werden. Aber uneingeschr&auml;nkte oder bedingungslose Solidarit&auml;t? Dazu habe ich einige Fragen:<\/p><p>Ist es deutsche Staatsr&auml;son, dass Israel <\/p><ul>\n<li>den Pal&auml;stinensern seit 75 Jahren jede wirtschaftliche, kulturelle und politische Entwicklung verwehrt?<\/li>\n<li>den gesamten Gazastreifen vor 16 Jahren zu einem gro&szlig;en Freiluftgef&auml;ngnis gemacht hat? &ndash; <\/li>\n<li>den gesamten Gazastreifen nach Raketenangriffen immer wieder bombardiert mit gro&szlig;en Zerst&ouml;rungen und tausenden Opfern?<\/li>\n<li>den Osloprozess und alle weiteren Bem&uuml;hungen um einen wirklichen Frieden immer wieder torpediert hat?<\/li>\n<li>im Gazastreifen in den letzten Jahren immer wieder willk&uuml;rliche T&ouml;tungen vorgenommen hat (in diesem Jahr vor dem Anschlag bis zu 300 Opfern), die nie weiter strafrechtlich verfolgt werden?<\/li>\n<li>allen Bewohnern des Gazastreifens Wasser, Lebensmittel und Energie entzieht?<\/li>\n<li>alle Bewohner im n&ouml;rdlichen Gaza zur Flucht aufgerufen werden?<\/li>\n<li>den fliehenden Pal&auml;stinensern kein Fluchtweg ge&ouml;ffnet wird?<\/li>\n<li>mit seiner &bdquo;Selbstverteidigung&ldquo; gegen V&ouml;lker- und Menschenrechte verst&ouml;&szlig;t?<\/li>\n<\/ul><p>In einem Staat, der alle diese Fragen mit &bdquo;Ja&ldquo; beantwortet, m&ouml;chte ich nicht gerne leben. <\/p><p>Der Begriff der Staatsr&auml;son ist letzten Endes sch&auml;dlich, weil er uns jedweder israelischen Regierung ausliefert, insbesondere der jetzigen mit ultraorthodoxen und sogar einigen offen faschistisch agierenden Mitgliedern. Sie kann machen, was sie will, zum Beispiel den Pal&auml;stinensern elementare Menschenrechte verweigern und fliehende Menschen bombardieren.<\/p><p>Der Begriff ist auch sch&auml;dlich, weil er den vielen vern&uuml;nftigen Menschen in Israel, die sich f&uuml;r einen Ausgleich mit den Pal&auml;stinensern f&uuml;r ein friedliches Zusammenleben engagieren, die Arbeit erschwert.<\/p><p>Meiner Meinung nach muss immer das Menschliche im Vordergrund stehen, d.h. bei aller Solidarit&auml;t m&uuml;ssen die Menschenrechte gewahrt bleiben.&nbsp;<br>\nAuch die Pal&auml;stinenser sind Menschen und keine &ldquo;menschlichen Tiere&rdquo; wie sie der faschistische Verteidigungsminister Galant genannt hat.<\/p><p>Ein Frieden kann nicht herbei gebombt werden, es kann nur eine friedliche L&ouml;sung geben, wenn beide Partner einander respektieren und mindestens dem anderen auch seine elementaren Rechte zugestehen.<\/p><p>Ernst-W. Belter, 18.10.2023<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105462\">Hier<\/a> wird der Begriff &bdquo;Staatsr&auml;son&ldquo; in Verbindung mit der Verpflichtung Deutschlands, f&uuml;r die Existenz und die Sicherheit des Staates Israel einzustehen, hinterfragt. Albrecht M&uuml;ller meint, der Begriff sei nicht n&ouml;tig. Er sei &bdquo;bl&ouml;dsinnig, weil er uns in die H&auml;nde jedweder israelischen Regierung bringt&ldquo; und &bdquo;auch sch&auml;dlich, weil er den vielen vern&uuml;nftigen Menschen in Israel,<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105734\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-105734","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/105734","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=105734"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/105734\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":105737,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/105734\/revisions\/105737"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=105734"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=105734"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=105734"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}