{"id":10575,"date":"2011-09-01T09:27:21","date_gmt":"2011-09-01T07:27:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10575"},"modified":"2011-09-01T09:27:21","modified_gmt":"2011-09-01T07:27:21","slug":"hinweise-des-tages-1459","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10575","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute u. a. zu folgenden Themen: Steuer-Debatte, nur wenige besitzen fast alles, Mindestlohn, bessere Arbeit ist m&ouml;glich, Arbeitsmarkt, am Rande der Realit&auml;t, wie der Aufstand der Jugend erkl&auml;rt wird, Alterssicherung, B&uuml;rgerversicherung, Krankenhausversorgung, Griff in die Mottenkiste, Riesendesaster f&uuml;r Telekom, ein Pfarrer gegen Rechts von der Staatsmacht verfolgt, Stuttgart 21, FDP und Westerwelle, Rankings, Fukushima, Menschen als Versuchskaninchen der USA, LobbyControl ausgezeichnet, zu guter Letzt. (RS\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Steuer-Debatte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Nur wenige besitzen fast alles<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Union zahlt Mindestlohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Bessere Arbeit ist m&ouml;glich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Arbeitsmarkt im August 2011<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Jobcenter Bamberg nicht nur am Rande der Legalit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Tom Strohschneider: 1968, Gewalt, Rotstift: Wie der Aufstand der Jugend erkl&auml;rt wird<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Alterssicherung: Denn eins ist sicher &ndash; der Rentenschock<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Studie: Beitrag f&uuml;r Versicherte k&ouml;nnte sinken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Anhaltender Umbruch in der Krankenhausversorgung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Griff in die Mottenkiste<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Riesendesaster f&uuml;r Telekom<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Ein Pfarrer gegen Rechts: Von der Staatsmacht verfolgt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Stuttgart 21 &ndash; R&uuml;ckbau der Gleise nicht genehmigt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">FDP und Westerwelle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Rankings: &ldquo;Das ist nicht seri&ouml;s&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Fukushima sucht nach einer Atomm&uuml;ll-Deponie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Menschen als Versuchskaninchen der USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">LobbyControl wird mit dem Fairness-Initiativpreis 2011 ausgezeichnet!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Zu guter Letzt: Chin Meyer erkl&auml;rt &ldquo;Finanzblase&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=10575&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Steuer-Debatte<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Reiche Deutsche wollen mehr Steuern zahlen<\/strong><br>\nWer viel verdient, soll mehr abgeben: Nach der Debatte in den USA und Frankreich fordern nun auch&nbsp;in Deutschland prominente Million&auml;re h&ouml;here Steuern. Zu den Unterzeichnern des Aufrufs geh&ouml;rt&nbsp;unter anderem der Popstar Marius M&uuml;ller-Westernhagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,783563,00.html\">Spiegel-Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wie nicht anders zu erwarten schl&auml;gt diese Debatte nun auch in Deutschland auf. Die NDS hatten den richtigen Riecher und haben dazu ja schon entsprechenden kommentiert.<br>\nIch w&uuml;rde aber unbedingt noch einmal darauf hinweisen, dass dies ein Ablekungsman&ouml;ver ist, das von der Mainstreampresse nat&uuml;rlich begierig aufgenommen wird. Sieht man die nachfolgenden Zitate reiht sich das ganze nahtlos in die Schuldenkrisen-Propaganda ein, die die Kosten des internationalen Finazcasinos in Staatsschulden umdefiniert.<br>\nWenn man das schon liest:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Der H&ouml;rger&auml;teunternehmer und Pr&auml;sident von Hannover 96, Martin Kind, erkl&auml;rte: &ldquo;Ich w&uuml;rde eine h&ouml;here Steuerbelastung akzeptieren &ndash; verbunden mit der Verpflichtung des Staates, die Mehreinnahmen ausdr&uuml;cklich zur Schuldentilgung zu verwenden.&rdquo;<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Und:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Prominentester Vertreter der spendablen Million&auml;re ist Popstar Marius M&uuml;ller-Westernhagen. &ldquo;Ein paar Prozentpunkte mehr Steuern machen Wohlhabende nicht arm&rdquo;, sagte er. &ldquo;Es werden sogar alle reicher, wenn die Einnahmen konsequent zur Schuldentilgung genutzt werden und Zukunft statt Zinsen schaffen.&rdquo;<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>.. dann sieht man auch, dass das Ganze so ernst nicht gemeint ist. Seit wann k&ouml;nnen die Wohlhabend hier das Privileg in anspruch nehmen zu bestimmen was mit ihrem Steuergeld geschieht? Einzig ein demokratisch legitimiertes Parlament entscheidet &uuml;ber die Verwendung der staatlichen Einnahmen.<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>F&uuml;r die verm&ouml;gendsten Franzosen solle deswegen eine Sonderabgabe mit &ldquo;vern&uuml;nftigem Ausma&szlig;&rdquo; eingef&uuml;hrt werden. Sie m&uuml;sse so kalkuliert werden, dass es nicht zu unerw&uuml;nschten Nebenwirkungen wie einer verst&auml;rkten Steuer- oder Kapitalflucht komme.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Auch daran sieht man ds es sich um eine Scheindiskussion handelt. Steuerhinterziehung sollte sich durchaus von staatlicher Seite verhindern lassen. Allerdings nicht mit windelweichen Abkommen, wie sie Deutschland gerade mit der Schweiz getroffen hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Neue SPD-Verm&ouml;gensteuer soll 10 Mrd. Euro bringen<\/strong><br>\nDie Partei w&uuml;nscht sich mehr Gerechtigkeit. F&uuml;r das neue Konzept sollen auch Erbschaft- und Einkommensteuer steigen. Gleichzeitig plant die SPD, den H&ouml;chstsatz bei der Einkommensteuer massiv anzuheben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:steuerkonzept-neue-spd-vermoegensteuer-soll-10-mrd-euro-bringen\/60098256.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Die SPD entdeckt immer dann wieder ihren sozialen Ader, wenn sie nicht an der Regierung ist. Offenbar hat sie vergessen, dass sie es war, die den Spitzensteuersatz massiv gesenkt hat.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Nur wenige besitzen fast alles<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/16-11-Besteuern-Sie-uns.gif\" alt=\"Nur wenige besitzen fast alles\" title=\"Nur wenige besitzen fast alles\"><\/p>\n<p>Grafik nach Deutsches Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wipo.verdi.de\/wirtschaftspolitik_aktuell\/data\/16-11-Besteuern-Sie-uns.pdf\">ver.di Wirtschaftspolitik aktuell Nr. 16 &ndash; August 2011 [PDF &ndash; 110 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Union zahlt Mindestlohn<\/strong><br>\nNach dem Abschied von der Wehrpflicht und dem Atomausstieg zeichnet sich in der CDU eine weitere ideologische Wende ab. Der Arbeitnehmerfl&uuml;gel der CDU forderte am Dienstag die Einf&uuml;hrung eines allgemeinen gesetzlichen Mindestlohnes, was umgehend von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) unterst&uuml;tzt wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/berliner-zeitung\/politik\/cdu-mindestlohn\/356850.php\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Wie deckt sich das aber mit den <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/multimedia\/video\/ondemand100_id-video970672.html\">Bemerkungen von Frau von der Leyen<\/a> am Ende dieses Beitrags?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Bessere Arbeit ist m&ouml;glich<\/strong><br>\nGenugtuung f&uuml;r 1-Euro-Jobber: Das Bundessozialgericht hat dem Missbrauch der 1-Euro-Jobs einen Riegel vorgeschoben. Nun sollte &ndash; politisch &ndash; ein Umdenken einsetzen: Statt 1-Euro-Jobs brauchen Langzeitarbeitslose Arbeitsstellen mit Perspektive, auch &ouml;ffentlich gef&ouml;rderte. Denn die Gerichtsentscheidung &auml;ndert nichts an der Fehlkonstruktion der 1-Euro-Jobs, die die rot-gr&uuml;ne Bundesregierung mit schwarz-gelber Unterst&uuml;tzung einf&uuml;hrte. 1-Euro-Jobs sind keine &ldquo;Arbeit&rdquo;, sondern nur &ldquo;Arbeitsgelegenheit&rdquo;. Den Betroffenen steht kein Lohn zu, sondern nur eine &ldquo;Mehraufwandsentsch&auml;digung&rdquo;. F&uuml;r viele ist das dem&uuml;tigend.<br>\nAbhilfe k&ouml;nnte ein &ouml;ffentlicher Besch&auml;ftigungssektor schaffen. Es gibt ja sinnvolle T&auml;tigkeiten in den Kommunen und sozialen Einrichtungen, f&uuml;r die kein Geld da ist: etwa als Hausmeister in Sportvereinen, als flexibler Babysitter bei eingeschr&auml;nkten Kita- und Hortzeiten, als Suppenk&uuml;chenhelfer oder Seniorenbetreuer. Der rot-rote Senat in Berlin hat Tausende solcher Stellen geschaffen &ndash; sozialversicherungspflichtig und nach Tarif bezahlt, wobei ein Mindestlohn von 7,50 Euro pro Stunde gilt. Das ist f&uuml;r den Staat kaum teurer, als Lebenshaltungskosten und Taschengeld f&uuml;r 1-Euro-Jobber zu &uuml;bernehmen. F&uuml;r die Betroffenen aber bedeutet solche Arbeit nicht nur mehr Geld, sondern mehr W&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2011%2F08%2F29%2Fa0103&amp;cHash=f54fc1c466\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Arbeitsmarkt im August 2011<\/strong><br>\nIm August 2011 wurden von der Statistik der BA insgesamt 2,945 Millionen Arbeitslose registriert, 238.000 bzw. 7,5% weniger als im August 2010. Von diesen 2,945 Millionen Arbeitslosen waren 867.000 (29,4%) im Rechtskreis SGB III und 2,078 Millionen (70,6%) im Rechtskreis SGB II(Hartz IV) registriert&hellip;<br>\nAls Arbeitsuchende waren im August 2011 insgesamt 5,120 Millionen Frauen und M&auml;nner registriert, 500.000 (8,9%) weniger als im August 2010. Die von der Statistik der BA ermittelte &bdquo;Unterbesch&auml;ftigung ohne Kurzarbeit&ldquo; betrug im August 2011 4,063 Millionen, 504.000 (11,0%) weniger als im August 2010.<br>\nNach vorl&auml;ufigen, hochgerechneten Daten hatten 792.000 (arbeitslose und nicht arbeitslose) Frauen und M&auml;nner Anspruch auf das beitragsfinanzierte Arbeitslosengeld (SGB III) und 4,571 Millionen Anspruch auf Arbeitslosengeld II. Bereinigt um die Zahl der etwa 77.000 sog. Aufstocker (gleichzeitiger Bezug von Arbeitslosengeld und Arbeitslosengeld II) hatten im August 2011 etwa 5,285 Millionen erwerbsf&auml;hige Frauen und M&auml;nner Anspruch auf Arbeitslosengeld (SGB III) bzw. Arbeitslosengeld II, 422.000 (7,4%) weniger als vor einem Jahr (BA- Monatsbericht, S. 18).<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/images\/stories\/2011-08-31_alo0811t.pdf\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) [PDF &ndash; 450 KB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/statistik.arbeitsagentur.de\/Statischer-Content\/Arbeitsmarktberichte\/Monatsbericht-Arbeits-Ausbildungsmarkt-Deutschland\/Monatsberichte\/Generische-Publikationen\/Monatsbericht-201108.pdf\">Bundesagentur f&uuml;r Arbeit, Der Arbeits- und Ausbildungsmarkt August 2011 [PDF &ndash; 1.7 MB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Arbeitslosigkeit ist statistisch weiter zur&uuml;ckgegangen, der R&uuml;ckgang hat sich jedoch deutlich abgeschw&auml;cht. W&auml;hrend im Mai noch ein Plus von 75.000 zu verzeichnen war, gab es bis Juni saisonbereinigt nur noch ein Plus von 49.000.<\/em><\/p>\n<p><em>Die Quantit&auml;t der Arbeit geht weiter zu Lasten der Qualit&auml;t: Die sozialversicherungspflichtige Vollzeitbesch&auml;ftigung hat um 1,7 Prozent, die sozialversicherungspflichtig Teilzeitbesch&auml;ftigung um 5,5 Prozent zugenommen. Auch die Zahl der ausschlie&szlig;lich geringf&uuml;gig entlohnten Besch&auml;ftigten hat leicht zugenommen. Nach ersten Hochrechnungen der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit betrug sie im Juni 4,93 Mio., das waren 17.000 oder 0,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Dar&uuml;ber hinaus &uuml;bten 2,52 Mio oder 8,9 Prozent der sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigten zus&auml;tzlich einen geringf&uuml;gig entlohnten Nebenjob aus, gegen&uuml;ber dem Vorjahr 160.000 oder 6,8 Prozent mehr.<\/em><\/p>\n<p><em>Die Arbeitnehmer&uuml;berlassung (sprich Leiharbeit) hat gegen&uuml;ber dem Vorjahr um 116.000 (+ 16,4%) zugenommen und ist damit der &bdquo;Wirtschaftszweig&ldquo; der (nach dem verarbeitenden Gewerbe und den wirtschaftlichen Dienstleistungen) mit am st&auml;rksten zugenommen hat.<\/em><\/p>\n<p><em>Der Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen belief im August auf 497.000.<br>\nHingegen belief sich im August die Unterbesch&auml;ftigung (ohne Kurzarbeit) auf 4.063.000. Gegen&uuml;ber dem Vormonat hat sie um 28.000 abgenommen.<br>\n(In der Unterbesch&auml;ftigungsrechnung nach dem Konzept der BA sind neben den Arbeitslosen die Personen enthalten, die an entlastenden Ma&szlig;nahmen der Arbeitsmarktpolitik teilnehmen oder zeitweise arbeitsunf&auml;hig erkrankt sind und deshalb nicht als arbeitslos gez&auml;hlt werden. Damit wird ein umfassenderes Bild vom Defizit an regul&auml;rer Besch&auml;ftigung in einer Volkswirtschaft gegeben.)<\/em><\/p>\n<p><em>Der Anteil der Langzeitarbeitslosen an allen Arbeitslosen blieb mit 33 Prozent im Vergleich zum Vorjahr unver&auml;ndert.<\/em><\/p>\n<p><em>Die Entlastung durch arbeitsmarktpolitische Instrumente (ohne Kurzarbeit) war im Vorjahresvergleich insgesamt deutlich r&uuml;ckl&auml;ufig: So gab es Abnahmen bei Besch&auml;ftigung schaffenden Ma&szlig;nahmen (einschlie&szlig;lich Besch&auml;ftigungszuschuss und B&uuml;rgerarbeit: -133.000), bei Ma&szlig;nahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung (einschlie&szlig;lich Eignungsfeststellungs- und Trainingsma&szlig;nahmen sowie der F&ouml;rderung Behinderter: -41.000), bei der F&ouml;rderung der Selbst&auml;ndigkeit (-25.000), bei der beruflichen Weiterbildung (einschlie&szlig;lich der F&ouml;rderung Behinderter: -26.000) sowie bei den vorruhestands&auml;hnlichen Regelungen (Saldo von -41.000).<\/em><\/p>\n<p><em>Interessant ist die Grafik (der nach einer anderen Methode berechneten) Erwerbslosenquoten in der EU. Sie zeigt insbesondere, wie dramatisch die Situation in den Eurokrisenl&auml;ndern Spanien, Griechenland, aber auch Irland und Portugal ist.<\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/erwerbslosenquoten_eu.gif\" alt=\"Erwerbslosenquoten in der EU\" title=\"Erwerbslosenquoten in der EU\"><\/p>\n<p>Quelle: Monatsbericht der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Jobcenter Bamberg nicht nur am Rande der Legalit&auml;t <\/strong><br>\nIn der Praxis werden Vorschriften, die betroffene Hilfeempf&auml;ngerInnen vor staatlichen &Uuml;bergriffen sch&uuml;tzen oder ihre Rechte sichern sollen sollen, h&auml;ufig nicht beachtet.<br>\nF&uuml;r Frau von der Leyen liegt es nur am Namen: Hartz IV klingt ihr nicht sch&ouml;n genug und deswegen sei das Image des Arbeitslosengeldes II auch so mies. F&uuml;r viele Bamberger\/innen ist das nicht das Problem. Sie werfen dem Jobcenter zunehmend Rechts&uuml;berschreitungen vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gal.bamberg.de\/index.php?id=1560&amp;tx_ttnews[tt_news]=243&amp;cHash=ae274045e19835ec8951b96f4ced0022\">Gr&uuml;ne alternative Liste Bamberg<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Tom Strohschneider: 1968, Gewalt, Rotstift: Wie der Aufstand der Jugend erkl&auml;rt wird<\/strong><br>\nSt&eacute;phane Hessels Parole &bdquo;Emp&ouml;rt Euch!&ldquo; hat die Massen schneller ergriffen, als es wohl manch freundliche Beachtung des d&uuml;nnen B&auml;ndchens gewollt hatte.<br>\nUmso m&auml;chtiger dr&auml;ngt das Echo von Hessels Forderung, jenes &bdquo;Aufbegehren der Jugend&ldquo; inzwischen in die Feuilletons. Das Angebot an Deutungen ist reichlich: Mal wird es mit nachholender b&uuml;rgerlich-demokratischer Modernisierung erkl&auml;rt, mal als kaum ausformuliertes Unbehagen der Abgeh&auml;ngten mit &bdquo;denen da oben&ldquo;, mal will man in den Demonstrationen einen Ausdruck der Krise der real existierenden parlamentarischen Repr&auml;sentation sehen, und mal spontane Ausbr&uuml;che in all ihrer Widerspr&uuml;chlichkeit. Wof&uuml;r demonstrieren die Jugendlichen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/community\/blogs\/tom-strohschneider\/1968-gewalt-rotstift-wie-der-aufstand-der-jugend-erklaert-wird\">Der Freitag Community<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Alterssicherung: Denn eins ist sicher &ndash; der Rentenschock<\/strong><br>\nWer nicht privat vorsorgt, kann im Alter ein Problem bekommen: Nach Angaben der Regierung wird das Niveau der Altersversorgung bis 2025 um zehn Prozent sinken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article13575308\/Denn-eins-ist-sicher-der-Rentenschock.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Immerhin nur ein Werbefenster f&uuml;r Riester- und\/oder R&uuml;rup-Rente.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung RS:<\/strong> &hellip;daf&uuml;r aber redaktionelle Werbung f&uuml;r die private Altersversorgung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Studie: Beitrag f&uuml;r Versicherte k&ouml;nnte sinken<\/strong><br>\nMit der von der Linken-Bundestagsfraktion geforderten B&uuml;rgerversicherung k&ouml;nnten die Beitr&auml;ge zur gesetzlichen Krankenversicherung in den n&auml;chsten zehn Jahren um rund ein Drittel von 15,5 auf 10,5 Prozent gesenkt werden. Zu diesem Ergebnis kommt der &Ouml;konom Klaus Bartsch in einer Studie, die am Mittwoch vorgestellt wurde. Die private Krankenversicherung als Vollversicherung soll abgeschafft werden. Beitr&auml;ge sollen k&uuml;nftig nicht nur auf den Arbeitslohn, sondern auch auf Eink&uuml;nfte aus Kapital oder Vermietungen (bis auf den Sparer-Pauschbetrag) gezahlt werden. Umgekehrt k&ouml;nnen auch Verluste geltend gemacht werden. Die bisherige Einkommensgrenze, bis zu der Beitr&auml;ge erhoben werden (derzeit bei 3700 Euro im Monat), soll langfristig abgeschafft werden. Au&szlig;erdem sollen Praxisgeb&uuml;hr und Zuzahlungen entfallen.&nbsp; Rund 60 Prozent der Versicherten w&uuml;rden durch die Einf&uuml;hrung einer solchen B&uuml;rgerversicherung finanziell entlastet, sagte die Linken-Politikerin Bunge. Auch f&uuml;r einen gesetzlich versicherten Gutverdiener mit einem Monatseinkommen von 5000 Euro brutto ergebe sich eine Ersparnis von 503 Euro im Jahr. Erst f&uuml;r Einkommen ab etwa 5800 Euro werde die Versicherung teurer. Die Quandt-Erbin und Milliard&auml;rin Susanne Klatten etwa, so Studien-Autor Bartsch, m&uuml;sste k&uuml;nftig Millionenbetr&auml;ge in die gesetzliche Krankenversicherung zahlen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/studie-beitrag-fuer-versicherte-koennte-sinken\/4561414.html\">Tagesspiegel<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/dokumente.linksfraktion.de\/download\/110826-bu-rgerversicherung-gesamt.pdf\">Linksfraktion [PDF &ndash; 610 KB]<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/dokumente.linksfraktion.de\/download\/die-linke-kb-studie-bv-endversion-final.pdf\">Linksfraktion [PDF &ndash; 650 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Anhaltender Umbruch in der Krankenhausversorgung<\/strong>\n<p><a href=\"upload\/bilder\/krankenhausversorgung.gif\"><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/krankenhausversorgung_th.gif\" alt=\"Krankenhausversorgung\" title=\"Krankenhausversorgung\"><\/a><\/p>\n<ul>\n<li>Die Grafik stellt die Entwicklung der Eckdaten der Krankenhausversorgung zwischen 1991 und 2010 als Indexverlauf dar. Die Ausgangswerte werden dabei auf 100 gesetzt, so dass sich erkennen l&auml;sst, um welchen Prozentsatz sich beispielsweise die Krankenhausf&auml;lle in dem zur&uuml;ckliegenden Zeitraum von 20 Jahren ver&auml;ndert haben. Der Anstieg auf 121,1 signalisiert demnach eine Erh&ouml;hung um 21,1 %.<\/li>\n<li>Immer mehr Menschen werden immer h&auml;ufiger station&auml;r behandelt und versorgt. Die Zahl der Krankenhausf&auml;lle steigt seit Jahren stetig an.<br>\nIm Jahr 2010 wurden &uuml;ber 18 Mio. F&auml;lle registriert. Dies entspricht 2.205 F&auml;lle je 10.000 Einwohner; gegen&uuml;ber 1991 (1.822 F&auml;lle je 10.000 Einwohner) errechnet sich ein Anstieg um 21,1 %. Trotz dieser Erh&ouml;hung von Fallzahlen und Fallquoten hat sich die Zahl der Krankenhausbetten verringert &ndash; von 665.565 auf 502.716. Je 10.000 Einwohner werden 2010 noch 61,5 Betten bereitgehalten &ndash; gegen&uuml;ber 83,2 Betten im Jahr 1991. Dies entspricht einem R&uuml;ckgang von 26,1 %.<\/li>\n<li>Auch die Zahl der Krankenh&auml;user hat sich infolge von Stilllegungen kleiner Einrichtungen oder von Zusammenschl&uuml;ssen kontinuierlich verringert.<br>\nDurch den Privatisierungstrend verschiebt sich zugleich die Tr&auml;gerschaft: Mehr als ein Drittel aller Krankenh&auml;user wird 2010 von privat- und gewinnwirtschaftlichen Unternehmen betrieben.<\/li>\n<li>Die gegenl&auml;ufigen Trends von Fallquoten und Bettenquoten lassen sich durch die stark sinkende Verweildauer erkl&auml;ren. Die durchschnittliche Verweildauer je Fall liegt im Jahr 2010 nur noch bei 7,9 Tagen &ndash; gegen&uuml;ber 14 Tagen im Jahr 1991. Dies ist gleichbedeutend mit einem<br>\nR&uuml;ckgang von 43,6 %.<\/li>\n<li>Die sinkende Verweildauer ist nur zu einem Teil Folge neuer diagnostischer, therapeutischer und operativer Verfahren. Von grundlegender Bedeutung f&uuml;r den Umbruch in der Krankenhausversorgung sind die Ver&auml;nderungen in der Krankenhausfinanzierung. Denn die diagnosebezogenen Fallpauschalen setzen f&uuml;r die Kliniken &ouml;konomische Anreize f&uuml;r einen m&ouml;glichst kurzfristigen Aufenthalt.<\/li>\n<li>Eine sinkende Verweildauer ist keinesfalls automatisch ein gesundheitspolitischer Erfolgsindikator. Kommt es aus allein oder vorrangig aus wirtschaftlichen Gr&uuml;nden zu einer fr&uuml;hzeitigen Entlassung, die medizinisch fragw&uuml;rdig ist, wird von &bdquo;blutigen Entlassungen&ldquo; gesprochen. Neben den gesundheitlichen Risiken f&uuml;r die Patienten kann eine solche Praxis aber auch im Endeffekt zu Mehrkosten f&uuml;hren. Denn den Einsparungen bei der station&auml;ren Versorgung sind dann Mehrausgaben bei der ambulanten Behandlung und bei der h&auml;uslichen Krankenpflege gegen&uuml;berzustellen. Erhebliche Mehrausgaben k&ouml;nnen auch durch eine erneute Krankenhauseinweisung (&bdquo;Dreht&uuml;r-Effekt&ldquo;) entstehen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialpolitik-aktuell.de\/tl_files\/sozialpolitik-aktuell\/_Politikfelder\/Gesundheitswesen\/Datensammlung\/PDF-Dateien\/abbVI32.pdf\">Sozialpolitik aktuell.de [PDF &ndash; 130 KB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> In <a href=\"http:\/\/www.sozialpolitik-aktuell.de\/\">Sozialpolitik aktuell in Deutschland<\/a> finden Sie wieder eine Reihe interessanter neuerer Daten und Dokumente, u.a.:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Der Mindestlohn &ndash; Zwischen Teufelszeug und Heilsbringer (KAS)<\/em><\/li>\n<li><em>Daten des Gesundheitswesens 2011 (Bundesministerium f&uuml;r Gesundheit)<\/em><\/li>\n<li><em>Gewerkschaftliche Anforderungen an den &ldquo;Rentendialog&rdquo; der Bundesregierung (DGB)<\/em><\/li>\n<li><em>&Ouml;ffentlich gef&ouml;rderte sozialversicherungspflichtige Besch&auml;ftigung in Deutschland (FES)<\/em><\/li>\n<li><em>Alters&uuml;bergangsreport: Neueinstellungen im Alter &ndash; Tragen sie zu verl&auml;ngerten Erwerbsbiografien bei? (IAQ)<\/em><\/li>\n<li><em>Arbeitszufriedenheit in Deutschland sinkt langfristig (IAQ)<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Griff in die Mottenkiste<\/strong><br>\nEs muss frustrierend sein, wenn man sich an seine Scheuklappen gew&ouml;hnt hat. St&auml;ndig diese eingeschr&auml;nkte Sicht! Wie soll man sehen, was links und rechts ist? Es ist praktisch unm&ouml;glich. Eine L&ouml;sung ist nicht in Sicht, denn, nun ja, man tr&auml;gt ja Scheuklappen. Dieses Dilemma, das eigentlich nur Kopfsch&uuml;tteln ausl&ouml;sen kann, plagt Thomas Schmoll, der in der FTD unter der &Uuml;berschrift &ldquo;Deutschland ist kein AAA-Musterknabe&rdquo; erkl&auml;rt, dass wir an einem riesigen Schuldenproblem leiden und endlich sparen m&uuml;ssen, um das Problem in den Griff zu kriegen. Dabei fasst er sehr, sehr tief in die Mottenkoste: Hans Eichel dient als Narrativ, um den &ldquo;mangelnden Willen der Politik&rdquo; zu belegen, vor jeder Wahl w&uuml;rden &ldquo;die Wohlt&auml;tigkeitsschleusen ge&ouml;ffnet&rdquo;, und &ldquo;harte Einschnitte, besonders im Sozialbereich&rdquo; traue sich niemand. Ja, das ist schon ein Drama. Denn bekanntlich hat Deutschland ja seine Schulden in den letzten zehn Jahren veranderthalbfacht, weil die Hartz-IV-Empf&auml;nger so &uuml;ber unsere Verh&auml;ltnisse leben (oder ihre, das ist beim inflation&auml;ren Gebrauch dieser Phrase nicht wirklich klar).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/oeffingerfreidenker.blogspot.com\/2011\/08\/griff-in-die-mottenkiste.html\">Oeffinger Freidenker<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Riesendesaster f&uuml;r Telekom<\/strong><br>\nAmerikanische Kartellgesetze werden zur H&uuml;rde f&uuml;r die &Uuml;bernahme von T-Mobile USA durch AT&amp;T. Das Justizministerium hat Klage eingereicht. Platzt der Kauf, muss AT&amp;T drei Milliarden Dollar Entsch&auml;digung an die Deutsche Telekom zahlen.<br>\nDie Telekom bleibt wom&ouml;glich auf ihrer Tochter T-Mobile USA sitzen. Das US-Justizministerium hat n&auml;mlich am Mittwoch Klage gegen die geplante &Uuml;bernahme des Mobilfunkers durch den Telekommunikationsgiganten AT&amp;T eingereicht&hellip;<br>\nVorstandschef Ren&eacute; Obermann hat nicht nur mit Milliardeneinnahmen durch den Verkauf geplant. Auch seine Konzernstrategie w&uuml;rde nicht mehr aufgehen. Er will sich auf das europ&auml;ische Gesch&auml;ft konzentrieren.<br>\nDurch eine &Uuml;bernahme durch AT&amp;T w&uuml;rde Wettbewerb im Mobilfunkmarkt geschw&auml;cht. Aus diesem Grund versto&szlig;e die Transaktion gegen die Kartellgesetze. Die US-Regierung hat die Klage bei einem Bundesgericht in Washington eingereicht. Der Deal sollte ein Volumen von 39 Milliarden Dollar (27 Milliarden Euro) haben, davon 25 Milliarden in bar.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/riesendesaster-fuer-telekom\/-\/1472780\/10092522\/-\/\">FR<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.washingtonpost.com\/business\/industries\/justice-department-blocks-atandt-from-39-billion-acquisition-of-t-mobile-usa\/2011\/08\/31\/gIQAgumyrJ_story.html?wpisrc=al_national\">Washinton Post: Justice Dept sues to block AT&amp;T, T-Mobile merger as likely to raise prices, reduce competition<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ein Pfarrer gegen Rechts: Von der Staatsmacht verfolgt<\/strong><br>\nLothar K&ouml;nig, Jugendpfarrer im th&uuml;ringischen Jena, f&uuml;hlt sich an Willk&uuml;r und Rechtlosigkeit in der DDR erinnert. Die s&auml;chsische Justiz verd&auml;chtigt den Geistlichen, R&auml;delsf&uuml;hrer einer linken Schl&auml;gertruppe zu sein, ermittelte gegen den Pfarrer wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung und beschuldigt ihn des schweren Landfriedensbruchs.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/frontal21.zdf.de\/ZDFde\/inhalt\/0\/0,1872,8332832,00.html\">Frontal 21<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/hauptnavigation\/startseite\/#\/beitrag\/video\/1424642\/Pfarrer-von-der-Staatsmacht-verfolgt\">ZDF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Stuttgart 21 &ndash; R&uuml;ckbau der Gleise nicht genehmigt<\/strong><br>\nDer Bahn steht beim Bau des Milliardenprojekts Stuttgart 21 eine weitere H&uuml;rde bevor. Der vollst&auml;ndige Abriss des bestehenden Gleisvorfeldes muss nach einem Medienbericht gesondert genehmigt werden. Die Stadt Stuttgart hatte der Bahn diese Grundst&uuml;cke abgekauft, mit dem Ziel, sie zu bebauen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/nachrichten\/bw\/-\/id=1622\/nid=1622\/did=8532074\/1n9wv6v\/index.html\">SWR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>FDP und Westerwelle<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Westerwelle d&uuml;piert R&ouml;sler<\/strong><br>\nAuch nach dem Bekenntnis der FDP zu Au&szlig;enminister Guido Westerwelle geht in der FDP der Streit um die Libyen-Politik weiter. Insbesondere das Verh&auml;ltnis zwischen Westerwelle und Parteichef Philipp R&ouml;sler erweist sich dabei als schwer belastet.<br>\nW&auml;hrend die Bundestagsfraktion auf ihrer Herbstklausur in Bergisch-Gladbach zusammensitzt, widersprach Westerwelle &uuml;ber seinen Sprecher der Darstellung R&ouml;slers, er habe in der Diskussion &uuml;ber den Libyen-Einsatz den Kurs vorgegeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/fdpklausur134.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<li><strong>Querelen in der FDP: Objekt Westerwelle<\/strong><br>\nChristian Lindner kann, wenn es sein muss, messerscharf formulieren. Der FDP-Generalsekret&auml;r kann aber auch sagen: &bdquo;Es gab eine Akzentuierung. Wir haben eine Gesamtbotschaft, um die es ja auch geht. Die Gesamtbotschaft ist klargestellt und die Gesamtbotschaft hei&szlig;t, Deutschland hat Respekt vor der Leistung der westlichen Verb&uuml;ndeten.&ldquo; Wie bitte? Gewiss, es war fr&uuml;h, vor sieben Uhr am Mittwoch im Deutschlandfunk. Neben der Gesamtbotschaft gab es auch eine hartn&auml;ckige Teilbotschaft, die Au&szlig;enminister Guido Westerwelle bis vor kurzem &uuml;berbrachte: &bdquo;Die Sanktionen haben Gaddafi den Nachschub abgeschnitten.&ldquo; Zur Gesamtbotschaft hatte sich am Dienstagabend, zu Beginn der Fraktionsklausur in Schloss Bensberg, Philipp R&ouml;sler durchaus verst&auml;ndlicher als sein Generalsekret&auml;r ge&auml;u&szlig;ert: &bdquo;In au&szlig;enpolitischen Fragen habe ich klar nochmals in der letzten Woche als Parteivorsitzender die Linie der FDP, der Liberalen, vorgegeben. Der Bundesau&szlig;enminister ist dieser Linie auch ebenso klar gefolgt.&ldquo; Deshalb sei die Debatte jetzt beendet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/artikel\/C30923\/querelen-in-der-fdp-objekt-westerwelle-30494789.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Jenseits der Frage, ob die Bundesregierung im Falle Libyen richtig entschieden hat, und jenseits der Machtspiele innerhalb der FDP, ist wenig beachtet am Dienstagabend etwas sehr Sonderbares geschehen. Der Parteivorsitzende Philipp R&ouml;sler hat gesagt, dass der Bundesau&szlig;enminister der Linie der Partei formuliert durch den Parteivorsitzenden zu folgen habe. R&ouml;sler hat sich dadurch, weit mehr als ihm lieb sein kann, als echter Westerwellerianer ausgewiesen. Er hat n&auml;mlich zwei Dinge durcheinandergebracht, die letztlich auch das Scheitern Westerwelles erkl&auml;ren: Er hat es nicht geschafft zwischen dem Parteipolitiker und dem Politiker im Amt zu unterscheiden. Der Politiker in der Partei ist zun&auml;chst dieser verpflichtet w&auml;hrend der Politiker im Staat dem Gemeinwohl verpflichtet ist. Nat&uuml;rlich darf auch der Staatsmann nicht seine Partei aus dem Auge verlieren, aber es mag der Moment kommen, indem er sich zwischen dem Wohl der Partei und dem des Gemeinwohls entscheiden muss. Sowohl die Kanzlerin als auch die Minister m&uuml;ssen sich in dieser Situation immerzu stellen. R&ouml;sler hat allerdings, inwiefern ihm das klar war, steht auf einem anderen Blatt, die Direktive herausgegeben, dass sich ein Minister der Linie der Partei unterzuordnen habe. Und hat dabei ganz in Westerwellscher Manier die Linie der Partei f&uuml;r sich beansprucht. Nat&uuml;rlich lag Westerwelle mit seiner Betonung der aktiven Rolle Deutschlands in Libyen ziemlich daneben, aber dies h&auml;tte auf einer informellen Ebene diskutiert werden m&uuml;ssen und nicht in eine Direktive m&uuml;nden d&uuml;rfen. Doch solche Formulierungen wird die Botschaft transportiert, dass Au&szlig;enpolitik nichts anderes als Parteipolitik ist, dass das politische Mandat immer parteipolitisches Mandat ist.- Nat&uuml;rlich wird sich jeder Politiker mit der Frage auseinandersetzen m&uuml;ssen, wie er Regierungsamt und Parteipolitik verbindet, aber so einseitig und platt ist diese Beziehung nicht.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Rankings: &ldquo;Das ist nicht seri&ouml;s&rdquo; <\/strong><br>\nRankings seien eine Gefahr f&uuml;r die wissenschaftliche Vielfalt: Ein Gespr&auml;ch mit dem Mediziner Karl Max Einh&auml;upl, Chef der Charit&eacute;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2011\/35\/C-Ranking\">Die Zeit<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Fukushima sucht nach einer Atomm&uuml;ll-Deponie <\/strong><br>\nWohin mit verseuchtem Kl&auml;rschlamm und kontaminierter Erde? Weil eine Lagerst&auml;tte fehlt, vergraben Japaner jetzt radioaktiven Abfall auf Schulh&ouml;fen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wissen\/umwelt\/2011-08\/dekontamination-japan-entsorgung\">Die Zeit<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Menschen als Versuchskaninchen der USA<\/strong><br>\nIn den 1940er Jahren missbrauchten amerikanische &Auml;rzte 1300 Guatemalteken in einer Testreihe: Im Auftrag der US-Gesundheitsbeh&ouml;rden infizierten sie wehrlose Menschen mit Syphilis- und Trippererregern. Erst jetzt werden die Verbrechen bekannt &ndash; und die zynisch-n&uuml;chternen Notizen der Mediziner.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/syphilisversuche-in-guatemala-vor-jahren-menschen-als-versuchskaninchen-der-usa-1.1137055\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>LobbyControl wird mit dem Fairness-Initiativpreis 2011 ausgezeichnet! <\/strong><br>\n&Uuml;ber 58 Prozent der abgegebenen Stimmen gingen an uns &ndash; danke an alle, die uns gew&auml;hlt haben! Das Kuratorium der Fairness-Stiftung hatte neben LobbyControl die Klima-Allianz (37,6 %,) und Glocalist Medien (4,1 %) f&uuml;r den Preis nominiert. Der Fairness-Initiativpreis wird allj&auml;hrlich als Publikumspreis der Fairness-Stiftung vergeben und w&uuml;rdigt Initiativen des 21. Jahrhunderts, die sich in speziellen Themenfeldern f&uuml;r mehr Fairness in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft einsetzen.<br>\nDie Fairness-Stiftung versteht darunter auch die &bdquo;Transparenz und Verst&auml;ndlichkeit von gesellschaftlich relevanten Entscheidungen und Handlungen&ldquo; sowie einen &bdquo;lebens- und demokratief&ouml;rdernder Umgang mit Menschen durch Organisationen und Medien&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2011\/08\/lobbycontrol-erhalt-fairness-initiativpreis-2011\/\">Pressemitteilung LobbyControl<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Herzlichen Gl&uuml;ckwunsch!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Chin Meyer erkl&auml;rt &ldquo;Finanzblase&rdquo; <\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=h_hnY3KHpa0\">YouTube<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute u. a. zu folgenden Themen: Steuer-Debatte, nur wenige besitzen fast alles, Mindestlohn, bessere Arbeit ist m&ouml;glich, Arbeitsmarkt, am Rande der Realit&auml;t, wie der Aufstand der Jugend erkl&auml;rt wird, Alterssicherung, B&uuml;rgerversicherung, Krankenhausversorgung, Griff in die Mottenkiste, Riesendesaster f&uuml;r Telekom, ein Pfarrer gegen Rechts von der Staatsmacht verfolgt, Stuttgart 21, FDP und Westerwelle, Rankings, Fukushima, Menschen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10575\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-10575","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10575","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10575"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10575\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10578,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10575\/revisions\/10578"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10575"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=10575"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=10575"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}