{"id":105806,"date":"2023-10-26T08:50:49","date_gmt":"2023-10-26T06:50:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105806"},"modified":"2023-10-26T08:50:49","modified_gmt":"2023-10-26T06:50:49","slug":"hinweise-des-tages-4471","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105806","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105806#h01\">Eklat im Sicherheitsrat der UNO<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105806#h02\">Veto-Heuchelei: Warum die UN unf&auml;hig sind, Gaza- und Ukraine-Krieg zu deeskalieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105806#h03\">J&uuml;dische Stimmen der Vernunft aus Israel, Deutschland und den USA zur Gewalteskalation im Nahen Osten: Die Besatzung ist die Ursache der Gewalt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105806#h04\">Warum wird Israel Apartheid gegen Pal&auml;stinenser vorgeworfen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105806#h05\">Professor Ilan Papp&eacute;  &ndash; Krise des Zionismus, Chance f&uuml;r Pal&auml;stina?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105806#h06\">The Intercept: Springer-Konzern ordnete bei News-App an, tote Pal&auml;stinenser herunterzuspielen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105806#h07\">Zur&uuml;ck in den Handelskrieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105806#h08\">In der Realit&auml;t sehen die Ideale der EU sehr mager aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105806#h09\">&ldquo;Nicht mehr nur die Buhm&auml;nner&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105806#h10\">Mehrheit daf&uuml;r, dass Wagenknecht bei Landtagswahlen antritt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105806#h11\">Die Machenschaften der USA hinter der Farce im S&uuml;dchinesischen Meer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105806#h12\">Pr&auml;sidentenwahl in Argentinien: Regierungskandidat gewinnt erste Runde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105806#h13\">Entlassungen beim DuMont-Verlag: Brutal vom Hof gejagt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105806#h14\">Corona-Studie mit &uuml;berraschendem Ergebnis &ndash; Masken waren eher wirkungslos<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Eklat im Sicherheitsrat der UNO<\/strong><br>\nRede von UNO-Generalsekret&auml;r Ant&oacute;nio Guterres zur Er&ouml;ffnung der Sitzung des UNO-Sicherheitsrates am 24. Oktober 2023.<br>\nIn der Tagung des Sicherheitsrates der UNO zur Lage im Nahen Osten am Dienstag kam es zu einem Eklat. Die Er&ouml;ffnungsrede von UNO-Generalsekret&auml;r Ant&oacute;nio Guterres stie&szlig; auf harsche Kritik des israelischen Botschafters, und Israels Au&szlig;enminister Eli Cohen sagte daraufhin ein geplantes Treffen mit dem Generalsekret&auml;r ab. &raquo;Ich werde den UNO-Generalsekret&auml;r nicht treffen. Nach dem 7. Oktober gibt es keinen Platz mehr f&uuml;r eine ausgewogene Position&laquo;, erkl&auml;rte er.<br>\nDoch nicht die Einsch&auml;tzung der Lage im Nahen Osten durch den Generalsekret&auml;r sind der Skandal, von dem in westlichen Medien die Rede ist, sondern das Verhalten der israelischen Vertreter in New York. Israels Botschafter bei der UNO, Gilad Erdan, verstieg sich sogar zu der Forderung, Generalsekret&auml;r Guterres solle zur&uuml;cktreten.<br>\nIm Folgenden ver&ouml;ffentlicht die &raquo;Zeitung vum L&euml;tzebuerger Vollek&laquo; die Rede des UNO-Generalsekret&auml;rs im vollen Wortlaut:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zlv.lu\/db\/1\/1473664692079\/0\">Zeitung vum L&euml;tzebuerger Vollek<\/a>\n<p>dazu: <strong>Nahost-Krieg: Eklat im Sicherheitsrat<\/strong><br>\nUN-Generalsekret&auml;r Guterres betont in New York, die Angriffe der Hamas gegen Israel seien nicht in einem Vakuum passiert und das pal&auml;stinensische Volk sei &ldquo;56 Jahre lang einer erdr&uuml;ckenden Besatzung ausgesetzt gewesen&rdquo;. Israel fordert daraufhin seinen R&uuml;cktritt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/un-guterres-krieg-palaestina-israel-ruecktritt-1.6293135%20\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Kein Freibrief: UN-Eklat wegen Guterres&rsquo; Gaza-Rede<\/strong><br>\nDie Vereinten Nationen haben es sich mit Israel verscherzt. Ihre Vertreter bekommen keine Einreisevisa mehr, teilte der israelische Botschafter bei der UNO in New York, Gilad Erdan, am Mittwoch mit. Als erstes habe es den Unter-Generalsekret&auml;r f&uuml;r Humanit&auml;re Angelegenheiten, den britischen Diplomaten Martin Griffiths, getroffen, erz&auml;hlte Erdan im israelischen Armeesender. Das passt gut, denn &uuml;ber humanit&auml;re Angelegenheiten will man gegenw&auml;rtig und vermutlich auch in den kommenden Monaten in Jerusalem ohnehin nicht sprechen. Israelische Regierungen verachten die UNO traditionell und sehen sich an deren Resolutionen grunds&auml;tzlich nicht gebunden. Aber was ist jetzt zus&auml;tzlich passiert, das zur generellen Visaverweigerung f&uuml;r Abgesandte der Weltorganisation gef&uuml;hrt hat? UN-Generalsekret&auml;r Ant&oacute;nio Guterres entschuldigt und rechtfertigt angeblich den Terror. Genauer gesagt: die verbrecherischen Handlungen bewaffneter Pal&auml;stinenser gegen Bewohnerinnen und Bewohner israelischer Kibbuzim und kleiner Ortschaften in der N&auml;he des Gazastreifens, die am 7. Oktober begangen wurden. So sehen es nicht nur Erdan, sondern auch Au&szlig;enminister Eli Cohen, der deswegen ein verabredetes Treffen mit Guterres absagte, Oppositionsf&uuml;hrer Benny Gantz und mit ihnen vermutlich die Mehrheit der Israelis.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/461837.kein-freibrief.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Veto-Heuchelei: Warum die UN unf&auml;hig sind, Gaza- und Ukraine-Krieg zu deeskalieren<\/strong><br>\nSeit den Angriffen Israels auf die Enklave wird von Menschenrechtsorganisationen, diversen Staaten, internationalen Beh&ouml;rden und Politikern weltweit immer eindringlicher ein Waffenstillstand gefordert, nicht zuletzt von UN-Generalsekret&auml;r Ant&oacute;nio Guterres. Doch diese Aufrufe sto&szlig;en weiter auf taube Ohren bei denen, die einen Bombenstopp veranlassen bzw. erzwingen k&ouml;nnten.<br>\nSicherlich, f&uuml;r die UN-Resolution am letzten Mittwoch stimmten zw&ouml;lf L&auml;nder, sogar Frankreich und die Vereinigten Arabischen Emirate. Der Stimme enthielten sich zudem Russland und Gro&szlig;britannien.<br>\nAber das ist irrelevant. Denn die USA stimmten dagegen. Ein Nein der Vereinigten Staaten bedeutet nach den Regeln des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen, dass der Antrag abgelehnt wird. Aus historischer Perspektive hei&szlig;t das auch, dass es einen solchen Aufruf an Israel von den UN nicht gegeben hat. Damit wird er sowie die Reaktion Israels darauf zugleich aus der Geschichtsschreibung gel&ouml;scht.<br>\nDas Veto der USA wurde von Menschenrechtsgruppen wie Human Rights Watch heftig kritisiert. Auff&auml;llig ist, dass die westlichen Staaten sich nicht zu dem Veto und seinen Folgen &auml;u&szlig;erten. Im &Uuml;brigen auch nicht der ukrainische Pr&auml;sident Wolodymyr Selenskyj, der zu Recht nach der russischen Invasion in die Ukraine das Vetorecht anprangerte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Veto-Heuchelei-Warum-die-UN-unfaehig-sind-Gaza-und-Ukraine-Krieg-zu-deeskalieren-9342937.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>J&uuml;dische Stimmen der Vernunft aus Israel, Deutschland und den USA zur Gewalteskalation im Nahen Osten: Die Besatzung ist die Ursache der Gewalt<\/strong><br>\nIn Deutschland soll die bedingungslose Solidarit&auml;t mit Israel trotz des barbarischen Krieges gegen die Menschen in Gaza &bdquo;B&uuml;rgerpflicht&ldquo; sein. Bundespr&auml;sident Walter Steinmeier forderte die Bev&ouml;lkerung auf einer Kundgebung &bdquo;Gegen Antisemitismus und f&uuml;r Solidarit&auml;t mit Israel&ldquo; am vergangenen Samstag in Berlin auf, &bdquo;diese B&uuml;rgerpflicht auch anzunehmen&ldquo;. Das bedeutet offenbar auch, sich gegen jene zu stellen, die f&uuml;r Frieden mit Pal&auml;stina auf die Stra&szlig;e gehen. Der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Zentralrats der Juden, Daniel Botmann, urteilte auf der Kundgebung: Die Demonstranten gingen aus purem Hass gegen Israel und die Juden auf die Stra&szlig;e. Er forderte: &bdquo;Schluss mit der Toleranz. Wer antisemitische Parolen schreit, muss notfalls auch abgeschoben werden. Wer die deutsche Staatsb&uuml;rgerschaft besitzt, muss empfindlich bestraft werden.&ldquo; Die Forderung &bdquo;Freiheit f&uuml;r Pal&auml;stina&ldquo; wird von Medien und Politik zu einer Losung von Terrorunterst&uuml;tzern umgedichtet. Kritik am Vorgehen Israels und der Besatzung Pal&auml;stinas wird als antisemitisch verleumdet. Vor allem in Berlin, aber auch in anderen St&auml;dten nimmt die Repression gegen die Pal&auml;stina-Solidarit&auml;tsbewegung zu. Das Recht auf Demonstrationen muss gerichtlich erstritten werden, manche Demo bleibt verboten. Es drohen Vereinsverbote und es kommt zu massiven Polizeieins&auml;tzen.<br>\nSelbst in Israel scheint Kritik an der Regierung und ein Diskurs &uuml;ber die Nahost-Politik eher m&ouml;glich zu sein als in diesem Land. Auch j&uuml;dische Organisationen kritisieren Israel und das Vorgehen gegen die Pal&auml;stinenser scharf. Wir dokumentieren auf dieser Seite j&uuml;dische Stimmen der Vernunft aus Israel, Deutschland und den USA, die die Gewalt der Hamas ebenso ablehnen wie die des israelischen Staates.<br>\nBreaking the Silence: Verhandelt!<br>\nDie Organisation &bdquo;Breaking the Silence&ldquo; &ndash; &bdquo;Das Schweigen brechen&ldquo; hat gemeinsam mit rund 30 Menschenrechtsorganisationen aus Israel eine Erkl&auml;rung abgegeben. &bdquo;Breaking the Silence&ldquo; ist eine Organisation von ehemaligen und aktiven Soldaten der israelischen Armee, deren Ziel es nach eigenen Angaben ist, &bdquo;die israelische &Ouml;ffentlichkeit mit der Realit&auml;t des t&auml;glichen Lebens in den besetzten Gebieten zu konfrontieren&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/die-besatzung-ist-die-ursache-der-gewalt-4785003\/%20\">unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Warum wird Israel Apartheid gegen Pal&auml;stinenser vorgeworfen?<\/strong><br>\nDer Apartheid-Vorwurf sei falsch und antisemitisch, hei&szlig;t es. Doch was sagen Menschenrechtler und Experten? Ein Blick hinter eine erhitzte Debatte.<br>\nDer Vorwurf der Apartheid im Zusammenhang mit Israels Politik gegen&uuml;ber den Pal&auml;stinensern f&uuml;hrt nicht selten zu heftigen Abwehrreaktionen. In der Tageszeitung Die Welt behauptete am 8. August dieses Jahres Felix Klein, der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, wer Israel Apartheid unterstelle, delegitimiere den j&uuml;dischen Staat. Denn das sei ein antisemitisches Narrativ.<br>\nKlein bezog sich dabei auf eine Analyse der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), ein Beratungsgremium der Bundesregierung, in der die wissenschaftliche SWP-Expertin Muriel Asseburg feststellte:\n<blockquote><p>\nPrima facie begeht Israel in den besetzten Gebieten das Verbrechen der Apartheid, das als Verbrechen gegen die Menschlichkeit eingestuft ist.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Amos Goldberg, Professor f&uuml;r Holocaust-Geschichte an der Hebr&auml;ischen Universit&auml;t Jerusalem und Mitherausgeber des Bands &ldquo;The Holocaust and the Nakba: A New Grammar of Trauma and History&rdquo;, antwortete in einem Gastbeitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung auf Kleins Vorwurf des Antisemitismus.<br>\nDie israelische Regierung, so Goldberg, bek&auml;mpfe Menschenrechte, Demokratie und Gleichheit und propagiere das Gegenteil: &ldquo;Autoritarismus, Diskriminierung, Rassismus und Apartheid&rdquo;.<br>\n&ldquo;Israel der Apartheid zu bezichtigen, ist nicht antisemitisch. Es beschreibt die Realit&auml;t&rdquo;, sagte er.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Warum-wird-Israel-Apartheid-gegen-Palaestinenser-vorgeworfen-9341940.html\">Telepolis<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Zweite Nakba<\/strong><br>\nIsrael setzt auf Vertreibung aus Gaza Richtung Sinai in &Auml;gypten. Ultrarechte Zionisten tr&auml;umen von j&uuml;discher Besiedelung in &raquo;evakuiertem&laquo; Gebiet.<br>\nIsrael steht kurz davor, Hunderttausende Bewohnerinnen und Bewohner des Gazastreifens, vielleicht die gesamte Bev&ouml;lkerung des winzig kleinen Gebiets, mehr als zwei Millionen Menschen, &uuml;ber den einzigen m&ouml;glichen Ausweg nach &Auml;gypten zu vertreiben. (&hellip;)<br>\nMehrere Unterorganisationen der Vereinten Nationen, darunter das Kinderhilfswerk UNICEF und das f&uuml;r Pal&auml;stina zust&auml;ndige Fl&uuml;chtlingshilfswerk UNRWA, geben die Zahl der Menschen, die seit Beginn des neuen Gaza-Krieges aus ihren Wohnungen fl&uuml;chten mussten, mit mehr als einer Million an. Ann&auml;hernd 600.000 von ihnen haben notd&uuml;rftig Unterkunft in den v&ouml;llig &uuml;berf&uuml;llten 150 Einrichtungen der UNRWA gefunden, wie die Organisation am Dienstag mitteilte. 40 Einrichtungen &ndash; Krankenh&auml;user, Gesundheitszentren, Schulen &ndash; wurden seit dem 7. Oktober durch Luftangriffe oder Beschuss besch&auml;digt, 35 Mitarbeiter der UNRWA wurden bisher get&ouml;tet. Das Gesundheitsministerium des Gazastreifens warnte am Montag, dass die medizinischen Dienste kurz vor dem Zusammenbruch st&uuml;nden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/461823.gazakrieg-zweite-nakba.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Professor Ilan Papp&eacute;  &ndash; Krise des Zionismus, Chance f&uuml;r Pal&auml;stina?<\/strong><br>\nEin Vortrag von Professor Ilan Papp&eacute;, Professor f&uuml;r Geschichte, Direktor des Europ&auml;ischen Zentrums f&uuml;r Pal&auml;stinastudien, Universit&auml;t Exeter, UK.<br>\nEs ist ersch&uuml;tternd, wie wenig wir &uuml;ber die Geschichte und die Kultur Pal&auml;stinas wissen. Gleiches gilt f&uuml;r die Geschichte und Kultur Israels. In dem Propaganda-Trommelfeuer der t&auml;glichen schrecklichen Bilder und Berichte &uuml;ber den unmenschlichen Krieg in Pal&auml;stina den moralischen Kompass zu behalten, ist extrem herausfordernd. Da ist es wichtig, einen Schritt zur&uuml;ck zu tun und sich helfen zu lassen: Ilan Papp&eacute; versucht in diesem Vortrag und bei der Beantwortung von Fragen von Studenten einen geschichtlichen Hintergrund f&uuml;r diese Situation zu skizzieren, ohne den man nicht verstehen kann, was vor sich geht. Gleichzeitig deutet er an, wie dies alles menschenw&uuml;rdig gel&ouml;st werden k&ouml;nnte.(am)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/seniora.org\/wunsch-nach-frieden\/der-wunsch-nach-frieden\/professor-ilan-pappe-krise-des-zionismus-chance-fuer-palaestina%20\">Seniora.org<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>The Intercept: Springer-Konzern ordnete bei News-App an, tote Pal&auml;stinenser herunterzuspielen<\/strong><br>\nDie Springer-App soll Redakteure angewiesen haben, pro-israelisch zu berichten. Upday hat Millionen Nutzer. Was The Intercept herausgefunden hat.<br>\nDas investigative, vielfach preisgekr&ouml;nte US-Nachrichtenmagazin The Intercept berichtet, dass Europas gr&ouml;&szlig;ter News-Aggregator (eine App, die Nachrichten sammelt und verbreitet), Redakteure angewiesen haben soll, pal&auml;stinensische Todesopfer herunterzuspielen. Diese Anweisung soll gekommen sein, nachdem seit letztem Wochenende der Internetzugang im Gazastreifen durch die st&auml;ndigen Bombardierungen der Enklave durch das israelische Milit&auml;r zum Erliegen gekommen war.<br>\nEs handelt sich dabei um Upday. Das ist eine App, die vom deutschen Medienkonzern Axel Springer SE betrieben wird und Millionen Nutzer in 30 L&auml;ndern hat. Man habe die Journalisten angewiesen, &uuml;ber den Krieg in Gaza mit einer pro-israelischen Tendenz zu berichten.<br>\nDas gehe, so The Intercept, aus Interviews mit Mitarbeitern und internen Dokumenten hervor, die der Redaktion in den USA vorliegen. Ein(e) Upday-Journalist(in), der\/die wegen der Folgen anonym bleiben m&ouml;chte, sagte dem US-Medium, dass es bei sogenannten Push-Nachrichten, die an Millionen von Handys gesendet werden, klare Vorgaben gebe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/The-Intercept-Springer-Konzern-ordnete-bei-News-App-an-tote-Palaestinenser-herunterzuspielen-9340740.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Zur&uuml;ck in den Handelskrieg<\/strong><br>\nDie EU und die Vereinigten Staaten stehen wom&ouml;glich vor einer neuen Eskalation ihres Handelskriegs. Versuche, das zu verhindern, sind beim EU-USA-Gipfel am vergangenen Freitag gescheitert. Auf dem Gipfel sollte zum einen ein Weg gefunden werden, die Verg&uuml;nstigungen des 369 Milliarden US-Dollar schweren Inflation Reduction Act (IRA) auch f&uuml;r Elektroautos zu erhalten, die aus der EU in die USA importiert werden. Das w&auml;re insbesondere f&uuml;r deutsche Kfz-Konzerne von gro&szlig;er Bedeutung gewesen. Das Bestreben schlug fehl: Washington hatte als Gegenleistung EU-Strafz&ouml;lle gegen China verlangt, die WTO-Regeln brechen und lediglich von Kommissionspr&auml;sidentin Ursula von der Leyen f&uuml;r gut befunden wurden. Nicht gelungen ist es au&szlig;erdem, eine L&ouml;sung f&uuml;r Stahl- und Aluminiumlieferungen aus der EU in die USA zu finden. US-Pr&auml;sident Donald Trump hatte Strafz&ouml;lle auf sie verh&auml;ngt, die sein Nachfolger Joe Biden ausgesetzt hatte, allerdings nur zum Teil sowie zeitlich beschr&auml;nkt; die Frist l&auml;uft aktuell ab. Setzen die USA die Strafz&ouml;lle wieder in Kraft, d&uuml;rfte die EU mit Gegenz&ouml;llen antworten. Die neuen Belastungen tr&auml;fen vor allem Deutschland in einer ernsten Wirtschaftskrise.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9386\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>In der Realit&auml;t sehen die Ideale der EU sehr mager aus<\/strong><br>\nWenn die EU am Mittwoch und Donnerstag Gastgeber des Global Gateway Forums ist, werden Staats- und Regierungschefs aus mehr als 20 L&auml;ndern an der Veranstaltung teilnehmen, um Fragen im Zusammenhang mit globalen Investitionen in die Infrastruktur zu er&ouml;rtern. Das Forum ziele darauf ab, &bdquo;mit China in strategischen Regionen zu konkurrieren&ldquo;, hei&szlig;t es in einem Bloomberg-Artikel, der sich auf ungenannte Quellen beruft. Die Veranstaltung findet nur eine Woche nach der erfolgreichen Durchf&uuml;hrung des dritten Belt and Road Forums f&uuml;r internationale Zusammenarbeit durch China statt. Ein EU-Beamter soll gesagt haben: &bdquo;Die EU-Kommission m&ouml;chte das Global Gateway Forum zu einem kleineren, aber gezielteren Gipfel machen als Chinas Belt and Road Forum.&ldquo;<br>\nDie Global-Gateway-Strategie wurde von EU-Kommissionspr&auml;sidentin Ursula von der Leyen im September 2021 angek&uuml;ndigt. In ihrer Rede zur Lage der Nation betonte sie &bdquo;eine neue &Auml;ra der Hyper-Wettbewerbsf&auml;higkeit&ldquo;. Obwohl der Strategie von Anfang an die Aufgabe dienen sollte, zur globalen Entwicklung beizutragen, lag der Fokus mehr auf ihren geopolitischen Ambitionen als auf Entwicklungszielen.<br>\nZhang Chenyang, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut f&uuml;r Europastudien der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften (CASS), erkl&auml;rte gegen&uuml;ber der Global Times, von der Leyen neige dazu, sich in internationalen Angelegenheiten allzu sehr an der Haltung der USA zu orientieren. Auf dem G7-Gipfel im Mai habe sie keine Gelegenheit ausgelassen, die Belt and Road Initiative (BRI) zu verleumden, urteilt der Experte.<br>\nDie EU habe gegen&uuml;ber der BRI eine konservative Haltung eingenommen, weil sie bef&uuml;rchte, dass China ihren Status in globalen Angelegenheiten gef&auml;hrden k&ouml;nne, glaubt Wang Yiwei, Direktor des Instituts f&uuml;r Internationale Angelegenheiten an der Renmin-Universit&auml;t von China.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/german.china.org.cn\/txt\/2023-10\/25\/content_116773869.htm\">German.China.org.cn<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&ldquo;Nicht mehr nur die Buhm&auml;nner&rdquo;<\/strong><br>\nNoch nie hat ein Fernsehteam derart nahe Einblicke in Deutschlands wichtigste Waffenschmiede erhalten wie das der ARD &ndash; vom Standort Unterl&uuml;&szlig; samt Panzer-Schie&szlig;platz bis zur Vorstandsetage in D&uuml;sseldorf, von wo aus Konzernchef Armin Papperger das Unternehmen zuletzt bis hinauf in die deutsch DAX-Elite f&uuml;hrte. &ldquo;Die Mitarbeiter waren immer &uuml;berzeugt davon, dass sie das Richtige tun&rdquo;, sagt Papperger, als er Anfang M&auml;rz dieses Jahres, am Morgen seines gr&ouml;&szlig;ten Erfolges, auf dem Weg zur Frankfurter B&ouml;rse ist. &ldquo;Es ist sch&ouml;n, dass man auch mal so gesehen wird.&rdquo; (&hellip;) Der Erste, der die Berliner Zeitenwende h&ouml;rbar nach Unterl&uuml;&szlig; brachte, war Verteidigungsminister Boris Pistorius, als er vergangenen Februar neben Papperger am Werkseingang in die Kameras sagte: &ldquo;Ich habe keine Ber&uuml;hrungs&auml;ngste mit der R&uuml;stungsindustrie, wir sind Partner.&rdquo; Er sagte das, ohne dass ihn jemand danach gefragt hatte, hielt es also selbst f&uuml;r bemerkenswert. Papperger legte dann gleich noch Pathos nach. Auch Rheinmetall, versprach er, m&uuml;sse &ldquo;jetzt Deutschland dienen.&rdquo; Ist die Zeitenwende inzwischen in der Belegschaft angekommen? &ldquo;Es ist nach au&szlig;en hin was passiert&rdquo;, best&auml;tigt Vorarbeiter Marco Cordes. &ldquo;Man f&uuml;hlt sich nicht mehr au&szlig;en vor, wie der, der halt in der R&uuml;stung arbeitet. Man wird nun im Bekanntenkreis auch mal interessiert gefragt: Na, was gibt&rsquo;s denn Neues bei Rheinmetall?&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/unternehmen\/rheinmetall-zeitenwende-100.html%20\">tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.S.:<\/strong> Auch die tagesschau hat keine &ldquo;Ber&uuml;hrungs&auml;ngste&rdquo; mit der R&uuml;stungsindustrie. Das ist ja auch wichtig in der &ldquo;Zeitenwende&rdquo;.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Bombengesch&auml;ft<\/strong><br>\n&raquo;Kaufen, wenn die Kanonen donnern&laquo; &ndash; das Wort des fr&uuml;hkapitalistischen Bankiers Carl Mayer von Rothschild gilt heute als Investorenregel. Wie sich herausstellt, gilt das auch durchaus w&ouml;rtlich: Zum 6. Deutsch-ukrainischen Wirtschaftsforum am Dienstag war zum Beispiel ein Vertreter der Flensburger Fahrzeugbau GmbH als Podiumsredner geladen. Wem der unscheinbare Name nichts sagt: Dort wurden vor ihrer Versendung in die Ukraine deutsche und d&auml;nische &raquo;Leopard&laquo;-Panzer kriegsklar gemacht. Es liegt in der Natur der Sache, dass Anschlussauftr&auml;ge nicht ausbleiben, zumal die Wege von der Front zu den Reparaturbasen in NATO-L&auml;ndern f&uuml;r die Bed&uuml;rfnisse des ukrainischen Milit&auml;rs zu lang sind. Das hei&szlig;t, der eine Teil des deutschen &raquo;unternehmerischen Engagements&laquo; f&uuml;r den &raquo;Wiederaufbau der Ukraine&laquo; besteht aus derjenigen Kapitalfraktion, f&uuml;r die genau umgekehrt Zerst&ouml;rung unmittelbarer Gesch&auml;ftsgegenstand ist. Siehe auch das Joint Venture unter Beteiligung von Rheinmetall f&uuml;r eine Panzerfabrik, die im kommenden Jahr in Betrieb gehen soll.<br>\nDie zweite Kapitalfraktion, die sich in der Ukraine &raquo;engagiert&laquo;, bilden Betreiber arbeitsintensiver Produktionen, f&uuml;r die sich m&ouml;glichst niedrige L&ouml;hne auszahlen. Auf dem Forum vertreten unter anderem durch den Autozulieferer Leoni, der schon lange vor dem Krieg in der Westukraine Kabelb&auml;ume zusammenfummeln lie&szlig;. Dort, so hei&szlig;t es jetzt vom Ostausschuss, sei &raquo;das Kriegsrisiko beherrschbar&laquo;. Und die dritte ist die offen neokoloniale Abteilung: ein Konzern wie Bayer, der von nat&uuml;rlichen Ressourcen und einem nahen Absatzmarkt f&uuml;r Agrarchemikalien jeder Art profitieren will. Plus die Umwelt- und Solarbranche, die mit der Bundesregierung im Interesse &uuml;bereinstimmt, aus der Ukraine, wenn da schon wegen der Zerst&ouml;rung des Staudamms von Kachowka in gro&szlig;en Landesteilen nichts mehr wachsen wird, doch wenigstens noch einen Solarpark f&uuml;r Habecks Energiewende zu machen. Mit k&uuml;rzeren und sichereren Leitungswegen als aus der Sahelzone.<br>\nGemeinsam ist allen drei Fraktionen, dass sie versuchen, das Interesse der Politik an &ouml;konomischer Pr&auml;senz deutscher Firmen in der Nachkriegsukraine in unmittelbar finanzielle Forderungen zu &uuml;bersetzen: 30 deutsche Unternehmen h&auml;tten sich derzeit um staatliche Investitionsgarantien f&uuml;r die Ukraine beworben, teilte der Ostausschuss der deutschen Wirtschaft mit und forderte, der Staat solle, anstelle der kommerziellen Versicherungen, das Bruchrisiko f&uuml;r deutsche Exporteure &uuml;bernehmen. Da hat sich Marx geirrt: Das Kapital wird mitnichten immer waghalsiger, je h&ouml;her der erwartete Profit ist.<br>\nUnd war da nicht noch was? Angesprochen auf das Thema Korruption, verplapperte sich DIHK-Chef Martin Wansleben am Dienstag morgen im Deutschlandfunk: &raquo;Wir empfehlen unseren Mitgliedern, an dieser Stelle sehr zur&uuml;ckhaltend zu sein.&laquo; Eben. Zum Schmieren geh&ouml;ren immer zwei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/461769.bombengesch%C3%A4ft.html\">Reinhard Lauterach in junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Mehrheit daf&uuml;r, dass Wagenknecht bei Landtagswahlen antritt<\/strong><br>\nIn Mitteldeutschland begr&uuml;&szlig;en viele Menschen dass Sahra Wagenknecht die Linkspartei verlassen hat, um eine eigene Partei zu gr&uuml;nden. Das zeigt das aktuelle Meinungsbild von MDRfragt. Rund 27.000 Menschen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Th&uuml;ringen haben sich binnen 24 Stunden an der Umfrage beteiligt. Befragte aus Th&uuml;ringen und Sachsen finden mehrheitlich: Wagenknechts B&uuml;ndnis sollte bei den Landtagswahlen im Herbst 2024 antreten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/deutschland\/politik\/mdrfragt-umfrage-wagenknecht-partei-100.html\">mdr<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Zur Spaltung der Linkspartei: Trennungsschmerz<\/strong><br>\nDas macht BSW nicht zu einem sozialistischen Verein, noch nicht einmal zwingend zu einem linken; aber zu einem, dessen Entwicklung f&uuml;r linke und sozialistische Kr&auml;fte relevant ist. Das Gleiche gilt auch f&uuml;r die Tatsache, dass einige der bekannten Gr&uuml;ndungsmitglieder zu den Organisatoren und Gesichtern der bisher gr&ouml;&szlig;ten Friedensdemonstration am 25. Februar in Berlin geh&ouml;rten. Welche konkrete Politik daraus erw&auml;chst, muss beobachtet, analysiert und vor allem diskutiert werden. Dass das kein Selbstl&auml;ufer wird, haben die Pressekonferenz am Montag und der anschlie&szlig;ende Trubel gezeigt. Die b&uuml;rgerlichen Journalisten interessierten sich in der begrenzten Fragezeit nicht f&uuml;r die Inhalte, sondern f&uuml;r absurde Nebens&auml;chlichkeiten, die dem deutschen Polit-Theater l&auml;ngst zur Hauptsache geworden sind. Auch die von allen guten Geistern und zehn Bundestagsabgeordneten verlassene Linkspartei besch&auml;ftigte sich vor allem mit Mandaten und Finanzen &ndash; als sei die korrekte Vollstreckung des Testamentes das Wichtigste am eigenen Ableben. Dabei war es der Parteivorstand selbst, der auf dem Sterbebett noch die Trennung von Wagenknecht forderte, um fortan einen r&ouml;chelnden Rosenkrieg zu f&uuml;hren. Dieser wird weitergehen. Es ist das Einzige, was der Rest-&bdquo;Linken&ldquo; noch Kontur verleiht. Was bleibt vom Programm der selbsternannten &bdquo;progressiven&ldquo; und &bdquo;Bewegungslinken&ldquo;, wenn der verhasste Gegenpol von dannen zieht? Ein Wirrwarr von unvermittelbaren Einzelmeinungen und individueller Betroffenheit. Wenn das alles ist, kann sich die Partei jauchzend in die Klinge st&uuml;rzen, die sie so lange an Wagenknecht gewetzt hat, oder endg&uuml;ltig in die Politiklosigkeit der anderen b&uuml;rgerlichen Wahlvereine entschlafen. So oder so &ndash; sch&ouml;n wird es nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/trennungsschmerz-2-4784992\/\">Vincent Cziesla in unsere zeit<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die Machenschaften der USA hinter der Farce im S&uuml;dchinesischen Meer<\/strong><br>\nDas S&uuml;dchinesische Meer war k&uuml;rzlich wieder in Aufruhr: Zwei philippinische Zivilschiffe und zwei Schiffe der Seepolizei drangen ohne Erlaubnis der chinesischen Beh&ouml;rden in die Gew&auml;sser um das Ren&rsquo;ai Jiao-Riff in den chinesischen Nansha-Inseln ein und kollidierten auf gef&auml;hrliche Weise mit den Schiffen der chinesischen Seepolizei und chinesischen Fischerbooten. Die chinesische Seite hat dann Ma&szlig;nahmen ergriffen, nachdem mehrere Runden der Abschreckung und Warnungen auf taube Ohren gesto&szlig;en waren.<br>\nDie philippinische Seite beschuldigte China der &bdquo;absichtlichen Provokation&ldquo;, w&auml;hrend das US-Au&szlig;enministerium umgehend eine Erkl&auml;rung abgab, in der die legitimen und rechtm&auml;&szlig;igen Strafverfolgungsma&szlig;nahmen Chinas zum Schutz der eigenen Rechte kritisiert wurden.<br>\nWas die Souver&auml;nit&auml;t des Ren&rsquo;ai Jiao-Riffs betrifft, so ist sich die internationale Gemeinschaft seit langem einig &ndash; es geh&ouml;rt zu den chinesischen Nansha-Inseln und Chinas Territorium. Vor 24 Jahren setzte sich ein philippinisches Kriegsschiff illegal auf den Strand des Riffs, was eine schwere Verletzung der territorialen Souver&auml;nit&auml;t Chinas darstellte. Um das Problem zu l&ouml;sen, hat China gro&szlig;e Zur&uuml;ckhaltung und Geduld bewahrt sowie auf vielen Ebenen und &uuml;ber mehrere Kan&auml;le intensive Kommunikation mit der philippinischen Seite gepflegt. F&uuml;r eine relativ lange Zeit haben China und die Philippinen durch Kommunikationen die Situation bez&uuml;glich des Ren&rsquo;ai Jiao-Riffs gut gehandhabt. Seit diesem Jahr sind die Philippinen jedoch wiederholt in die Gew&auml;sser in der N&auml;he der chinesischen Insel Huangyan und des Ren&rsquo;ai Jiao-Riffs eingedrungen, um absichtlich Unruhe zu stiften.<br>\nDer gr&ouml;&szlig;te Faktor hinter dem anormalen Verhalten der Philippinen sind die Vereinigten Staaten, die derzeit die so genannte &bdquo;Indo-Pazifik-Strategie&ldquo; forcieren. In der letzten Zeit haben hochrangige US-Beamte h&auml;ufig S&uuml;dostasien besucht, um die betreffenden L&auml;nder zu zwingen, sich f&uuml;r die USA oder f&uuml;r China zu entscheiden. Die USA wollen die Streitigkeiten im S&uuml;dchinesischen Meer nutzen, um Zwietracht zwischen China und den s&uuml;dostasiatischen L&auml;ndern zu s&auml;en und so Frieden und Stabilit&auml;t in der Region zu untergraben.<br>\nLetztendlich ist der Streit um das Ren&rsquo;ai Jiao-Riff eine bilaterale Angelegenheit zwischen China und den Philippinen, und die Vereinigten Staaten sind nicht daran beteiligt. Die philippinische Seite sollte so schnell wie m&ouml;glich die Illusion aufgeben, sich auf die Vereinigten Staaten verlassen zu k&ouml;nnen und aufh&ouml;ren, &Auml;rger und Provokationen auf See zu verursachen. Sie sollten das illegal beim Ren&rsquo;ai Jiao-Riff &bdquo;auf Grund&ldquo; liegende Kriegsschiff so schnell wie m&ouml;glich abschleppen und mit China zusammenarbeiten, um Frieden und Stabilit&auml;t im S&uuml;dchinesischen Meer und die gemeinsamen Interessen der L&auml;nder in der Region zu wahren.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/german.cri.cn\/2023\/10\/24\/ARTIoFC7IRPCVNJQKGZ084It231024.shtml%20\">CRI online<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/german.china.org.cn\/txt\/2023-10\/25\/content_116773529.htm\">German.China.org.cn<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Pr&auml;sidentenwahl in Argentinien: Regierungskandidat gewinnt erste Runde<\/strong><br>\nRegierungskandidat Sergio Massa hat die erste Runde der Pr&auml;sidentenwahl in Argentinien &uuml;berraschend gewonnen. Der von der linken Uni&oacute;n por la Patria (Union f&uuml;r das Vaterland) nominierte Wirtschaftsminister kam auf rund 36 Prozent der Stimmen, teilte das Wahlamt am Sonntagabend (Ortszeit) nach Ausz&auml;hlung fast aller Stimmen mit. Auf dem zweiten Platz landete mit 30 Prozent der ultrarechte Populist Javier Milei von der Partei La Libertad Avanza (Die Freiheit schreitet voran), der als Favorit galt. Die fr&uuml;here Innenministerin Patricia Bullrich vom konservativen Oppositionsb&uuml;ndnis Juntos por el Cambio (Gemeinsam f&uuml;r den Wandel) erzielte nur knapp 24 Prozent. Massa und Milei d&uuml;rften demnach am 19. November in einer Stichwahl gegeneinander antreten. Der k&uuml;nftige Pr&auml;sident tritt am 10. Dezember sein Amt an. &raquo;Argentinien braucht Stabilit&auml;t und Berechenbarkeit&laquo;, schrieb Massa nach seiner Stimmabgabe auf der Plattform X. Milei t&ouml;nte: &raquo;Wir sind in der Lage, die beste Regierung in der Geschichte zu bilden.&laquo; Die zweitgr&ouml;&szlig;te Volkswirtschaft S&uuml;damerikas steckt in einer tiefen Wirtschaftskrise: Die Inflationsrate liegt bei fast 140 Prozent, rund 40 Prozent der Menschen in dem einst reichen Land leben unter der Armutsgrenze. Die Landesw&auml;hrung Peso verliert gegen&uuml;ber dem US-Dollar immer weiter an Wert, der Schuldenberg w&auml;chst. Nach seinem Sieg bei den Vorwahlen galt Milei als Favorit in der ersten Wahlrunde. Der Ultrarechte will den US-Dollar als gesetzliches Zahlungsmittel einf&uuml;hren, die Zentralbank und viele Ministerien abschaffen und die Sozialausgaben radikal k&uuml;rzen. Massa hingegen setzte auf die eingespielte Wahlkampfmaschine der regierenden Peronisten und griff zuletzt tief in die Staatskasse, um die W&auml;hler bei Laune zu halten. Er ordnete massenhafte Neueinstellungen im &ouml;ffentlichen Dienst an, genehmigte h&ouml;here Freibetr&auml;ge bei der Einkommensteuer und gew&auml;hrte Einmalzahlungen f&uuml;r Angestellte und Rentner. Auch k&uuml;ndigte er ein Abkommen mit China zur Aufstockung der Reserven der Zentralbank an. Trotz Massas Erfolg in der ersten Runde ist das Rennen in der Stichwahl wieder v&ouml;llig offen. Zumindest ein Teil der konservativen und marktliberalen W&auml;hlerschaft der unterlegenden Kandidatin Bullrich k&ouml;nnte in der zweiten Runde zu Milei &uuml;berlaufen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zlv.lu\/db\/1\/1423757730379\/0\">Zeitung vum L&euml;tzebuerger Vollek<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Entlassungen beim DuMont-Verlag: Brutal vom Hof gejagt<\/strong><br>\nDer K&ouml;lner DuMont-Verlag hat ohne Vorwarnung rund 200 Angestellte seiner Druckerei entlassen. Nun setzt eine Protestwelle den Verlag unter Druck.<br>\nF&uuml;r 200 Festangestellte sowie zahlreiche befristet Besch&auml;ftigte der hauseigenen Druckerei des DuMont-Verlags war es ein Schock: Als sie Anfang Oktober wie gewohnt zur Arbeit gingen, hatte jemand ihre Arbeitspl&auml;tze leerger&auml;umt. Zu belichtende Druckerplatten, Beilagen oder Papierrollen &ndash; alles war am Feiertag zuvor mit Lkws nach Koblenz geschafft worden, wo fortan preisg&uuml;nstiger der K&ouml;lner Stadtanzeiger, die K&ouml;lnische Rundschau und das Boulevardblatt Express produziert werden. Ohne jede Vorwarnung erfuhren sie kurz darauf auf einer Betriebsversammlung, dass sie gefeuert seien und das Gel&auml;nde sofort zu verlassen h&auml;tten.<br>\nParallel dazu erkl&auml;rten die GesellschafterInnen Isabella Neven DuMont und Christian DuMont Sch&uuml;tte in einer Pressemitteilung, keine andere M&ouml;glichkeit zu sehen, als den Druckstandort zu schlie&szlig;en: &bdquo;Unabh&auml;ngig von der unternehmerischen Entscheidung gilt unser pers&ouml;nliches Bedauern allen betroffenen Mitarbeitenden.&ldquo; Der Mitarbeiterschaft, die teilweise in der zweiten oder dritten Generation f&uuml;r das Traditionsunternehmen mit einer in der Domstadt Jahrhunderte zur&uuml;ckreichenden Geschichte t&auml;tig ist, erschienen diese Worte wie blanker Hohn.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Entlassungen-beim-DuMont-Verlag\/!5965441\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Corona-Studie mit &uuml;berraschendem Ergebnis &ndash; Masken waren eher wirkungslos<\/strong><br>\nDas Tragen von Masken hat laut einer Meta-Studie auf das Infektionsgeschehen in der Bev&ouml;lkerung w&auml;hrend der Corona-Pandemie wahrscheinlich nur einen geringen oder m&ouml;glicherweise &uuml;berhaupt keinen Einfluss genommen. Das zumindest ergab eine Auswertung wissenschaftlicher Arbeiten durch die Cochrane-Gesellschaft &ndash; mit der Einschr&auml;nkung, dass f&uuml;r eine abschlie&szlig;ende Bewertung immer noch die n&ouml;tige Evidenz fehle. (&hellip;)<br>\nCochrane ist ein unabh&auml;ngiges internationales Netzwerk von Wissenschaftler:innen und Fachleuten aus dem Gesundheitswesen, das sich der evidenzbasierten Medizin verschrieben hat und dessen Arbeiten als Goldstandard gelten sowie Basis vieler medizinischer Leitlinien sind.<br>\nDie Cochrane-Gesellschaft hatte 78 Studien aus verschiedenen L&auml;ndern mit niedrigem, mittleren und hohen Einkommen ausgewertet, die 2009 &ndash; im Jahr der Schweinegrippe &ndash;, w&auml;hrend mehrerer Grippeperioden und w&auml;hrend der Corona-Pandemie erstellt wurden. Im Fokus stand die Wirksamkeit unterschiedlicher Regeln wie Masken und H&auml;ndewaschen in unterschiedlichen Umgebungen, etwa in Kliniken, Heimen, Schulen, B&uuml;ros oder in der Allgemeinheit. Mit dem Effekt von Masken in der &Ouml;ffentlichkeit und in Kliniken besch&auml;ftigten sich 17 Studien. Deren Tenor lautete, dass im Vergleich zum Tragen keiner Maske das Tragen wahrscheinlich keinen Unterschied dabei mache, wie viele Menschen eine Grippe oder Covid-19 bekommen.<br>\nDas traf auf Studien, bei denen es um medizinische Masken ging, ebenso zu wie auf solche, die sich mit N95\/P2-Atemschutzmasken (sie entsprechen unseren FFP2-Masken) besch&auml;ftigten. &Uuml;ber unerw&uuml;nschte Wirkungen des Maskentragens sei zudem nicht gut berichtet worden, hei&szlig;t es, &bdquo;Unbehagen&ldquo; sei erw&auml;hnt worden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/wissen\/maskenpflicht-waren-wirkungslos-corona-studie-ueberrascht-masken-92062735.html\">FR Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Was vor 2020 als Standard galt, wird nun als &ldquo;&uuml;berraschend&rdquo; bewertet: Masken taugen nicht zur Bek&auml;mpfung von Atemwegserkrankungen durch Viren. Bitte lesen Sie dazu z.B. auch bzw. erneut Wie die Maskenpflicht unsere Intelligenz beleidigt &ndash; <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60520\">Und wie sie uns vom Wesentlichen ablenkt<\/a>. Daraus zitiert: <\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n&ldquo;In &acute;normalen&acute; Zeiten w&auml;re der offizielle Zickzack-Kurs um die Masken und die nun erfolgte inhaltlich-wissenschaftlich nicht &uuml;berzeugende Verpflichtung eine lohnende Steilvorlage. Christian Lindner (FDP) hat sie bereits genutzt, als er treffend sagte: &acute;Masken waren erst unn&ouml;tig, dann waren sie Virenschleudern, dann waren sie eine H&ouml;flichkeitsgeste, dann waren sie ein dringendes Gebot, und heute gibt es eine Maskenpflicht.&acute;<\/p>\n<p>Eines sind die Masken anscheinend\/angeblich nicht: wirksam gegen Corona. Ich kann diese Frage nicht beurteilen, aber der Nutzen der Maskierung wird zumindest erheblich angezweifelt, anf&auml;nglich sogar vom Robert Koch-Institut und der WHO und bis heute von teils berufener Stelle. So bezeichnete Welt&auml;rztepr&auml;sident Frank Ulrich Montgomery die Verpflichtung zun&auml;chst als &acute;l&auml;cherlich&acute; und als teilweise und unter Umst&auml;nden sogar kontraproduktiv.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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