{"id":10597,"date":"2011-09-02T08:46:12","date_gmt":"2011-09-02T06:46:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10597"},"modified":"2011-09-02T08:46:12","modified_gmt":"2011-09-02T06:46:12","slug":"hinweise-des-tages-1460","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10597","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Verbriefungen: Aus der Krise nichts gelernt; Joseph E. Stiglitz &ndash; Der Preis des 11. September; Griechenlands Verschuldung &ldquo;au&szlig;er Kontrolle&rdquo;; IZA-Forscher warnen vor steigender Ungleichheit durch US-Schuldendeal; Streit mit Euro-L&auml;ndern: IWF sieht riesige Kapitall&uuml;cke bei Europas Banken; Schwindende Kaufkraft &ndash; Das wahre Problem der Amerikaner; Spekulanten wetten gegen Banken; Jakob Augstein &ndash; Reise ans Ende der Macht; Mit Gro&szlig;mut kommt man nicht weiter; USA: Konzerne zahlen Chefs mehr als dem Staat; Regierung prognostiziert dramatischen Rentenr&uuml;ckgang; Keine Rente ohne Kinder; Anzeige gegen Heckler &amp; Koch; Das Depeschen-Desaster; Ein Prosit auf das Fahrtbier; Medienmeinung: Westerwelle aus dem Amt; zu guter Letzt: Deutsche Sprache, schwere Sprache (JB)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10597#h01\">Verbriefungen: Aus der Krise nichts gelernt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10597#h02\">Joseph E. Stiglitz &ndash; Der Preis des 11. September<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10597#h03\">Griechenlands Verschuldung &ldquo;au&szlig;er Kontrolle&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10597#h04\">IZA-Forscher warnen vor steigender Ungleichheit durch US-Schuldendeal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10597#h05\">Streit mit Euro-L&auml;ndern: IWF sieht riesige Kapitall&uuml;cke bei Europas Banken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10597#h06\">Schwindende Kaufkraft &ndash; Das wahre Problem der Amerikaner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10597#h07\">Spekulanten wetten gegen Banken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10597#h08\">Jakob Augstein &ndash; Reise ans Ende der Macht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10597#h09\">Mit Gro&szlig;mut kommt man nicht weiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10597#h10\">USA: Konzerne zahlen Chefs mehr als dem Staat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10597#h11\">Regierung prognostiziert dramatischen Rentenr&uuml;ckgang<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10597#h12\">Keine Rente ohne Kinder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10597#h13\">Anzeige gegen Heckler &amp; Koch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10597#h14\">Das Depeschen-Desaster<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10597#h15\">Ein Prosit auf das Fahrtbier<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10597#h16\">Medienmeinung: Westerwelle aus dem Amt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10597#h17\">zu guter Letzt: Deutsche Sprache, schwere Sprache<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=10597&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Verbriefungen: Aus der Krise nichts gelernt<\/strong><br>\nNachdem 2008 die Finanzm&auml;rkte weltweit einbrachen, wurde in Verbriefungen eine der Hauptursachen f&uuml;r den Fl&auml;chenbrand gesehen. Der Verbriefungsmarkt trocknete aus, weil das Vertrauen in dieses Finanzinstrument verloren gegangen war. Damals attestierte man der Finanzinnovation Verbriefung keine Zukunft mehr. Knapp drei Jahre nach dem Finanz-GAU wird jedoch deutlich: Gerade in den USA hat sich der Verbriefungsmarkt trotz seiner nach wie vor bestehenden systemischen Risiken wieder erholt. Immer noch fehlen ein einheitlicher Regulierungsrahmen und verbindliche Transparenz. Aus der Finanzkrise 2008 wurde kaum etwas gelern<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/documents\/publikationen\/73\/diw_01.c.378117.de\/11-35.pdf\">DIW Wochenbrief [PDF &ndash; 464 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Joseph E. Stiglitz &ndash; Der Preis des 11. September<\/strong><br>\nDie Terroranschl&auml;ge vom 11. September 2011 durch Al Qaeda sollten den Vereinigten Staaten schaden, und sie taten es, aber auf eine Weise, die sich Osama bin Laden vermutlich nie h&auml;tte vorstellen k&ouml;nnen. Pr&auml;sident George W. Bushs Reaktion auf die Anschl&auml;ge kompromittierte Amerikas Grundprinzipien, untergrub seine Wirtschaft und schw&auml;chte seine Sicherheit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/stiglitz142\/German\">Project Syndicate<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Griechenlands Verschuldung &ldquo;au&szlig;er Kontrolle&rdquo;<\/strong><br>\nDie Entwicklung der griechischen Schulden ist nach Einsch&auml;tzung einer von der Regierung eingesetzten Expertenkommission &ldquo;au&szlig;er Kontrolle&rdquo; geraten. Das bereits schon hohe Defizit des Staates, die starke Zunahme der Schulden und die tiefe Rezession h&auml;tten die Entwicklung &ldquo;zum &Auml;u&szlig;ersten getrieben&rdquo;, hei&szlig;t es in dem am Mittwochabend ver&ouml;ffentlichten Bericht der Fachleute. [&hellip;]<br>\nFinanzminister Evangelos Venizelos sagte in der vergangenen Woche, das Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde in diesem Jahr voraussichtlich um mehr als 4,5 Prozent sinken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1314652722675\/Expertenkommission-Griechenlands-Verschuldung-ausser-Kontrolle\">Der Standard<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>IZA-Forscher warnen vor steigender Ungleichheit durch US-Schuldendeal<\/strong><br>\nDer Kompromiss im US-Schuldenstreit birgt nach wie vor gro&szlig;e &ouml;konomische und politische Risiken f&uuml;r die Amerikaner. Ein Forscherteam des Bonner Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) hat in einer Studie analysiert, wie sich vergangene Steuerreformen auf die Einkommensverteilung ausgewirkt haben. Das wichtigste Ergebnis: Die Steuerreformen der vergangenen 30 Jahre konnten die steigende Ungleichheit der Markteinkommen nicht ausgleichen. Die IZA-Forscher pl&auml;dieren daf&uuml;r, die Steuersenkungen f&uuml;r Reiche aus dem Jahr 2001 auslaufen zu lassen, und warnen vor einer sich weiter versch&auml;rfenden Einkommensungleichheit in Folge der angek&uuml;ndigten K&uuml;rzungen der Staatsausgaben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/de\/news438373\">Informationsdienst Wissenschaft<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Das IZA ist eine neoliberale Lobbyorganisation. Wenn diese schon f&uuml;r h&ouml;here Steuern f&uuml;r Reiche pl&auml;dieren und vor K&uuml;rzungen der Staatsausgaben warnen, muss die Lage schon ernst sein.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das IZA (Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit) in Bonn wird geleitet vom DIW-Chef Klaus F. Zimmermann und gef&ouml;rdert von der Deutsche Post World Net. Das Institut  geh&ouml;rt also zu den neoliberalen Think-Tanks, das dementsprechend auch immer f&uuml;r Entstaatlichung und Steuersenkungen pl&auml;diert hat. Diese Weltsicht zeigt sich auch etwa in der Formulierung &bdquo;Die Steuerreformen der vergangenen 30 Jahre konnten die steigende Ungleichheit der Markteinkommen nicht ausgleichen.&ldquo; Interessant ist eigentlich nur, dass selbst dieses Institut daf&uuml;r pl&auml;diert, die Steuersenkungen f&uuml;r Reiche auslaufen zu lassen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Streit mit Euro-L&auml;ndern: IWF sieht riesige Kapitall&uuml;cke bei Europas Banken<\/strong><br>\nGrund f&uuml;r die drohende Kapitalschw&auml;che der Banken sind laut IWF die Staatsanleihen aus den europ&auml;ischen Schuldenl&auml;ndern Griechenland, Irland, Portugal, Spanien, Italien und Belgien. Die Geldh&auml;user h&auml;tten die Wertverluste dieser Anleihen noch nicht in ihren Bilanzen ber&uuml;cksichtigt. W&uuml;rden sie die Papiere zu Marktpreisen bilanzieren, w&uuml;rde die Kapitaldecke der Banken um bis zu 200 Milliarden Euro schrumpfen. Dieser Betrag k&ouml;nne sich noch deutlich erh&ouml;hen, wenn man auch die Anleihen anderer Banken ber&uuml;cksichtige, die die Institute ebenfalls in ihren Bilanzen halten. &ndash; Die spanische Finanzministerin Elena Salgado kritisierte die IWF-Sch&auml;tzung als &ldquo;verzerrt&rdquo;. Die Institution habe nur potentielle Verluste untersucht und dabei deutsche Bundesanleihen ignoriert, deren Wert gestiegen sei, sagte Salgado der &ldquo;FT&rdquo;. Besser als ihre europ&auml;ischen Konkurrenten stecken bisher die US-Banken offenbar die Schuldenkrise in Europa weg. Nach Einsch&auml;tzung der Rating-Agentur Fitch sei es den amerikanischen Instituten gelungen, sich von den Problemen in der Euro-Zone abzuschotten, hei&szlig;t es in einem Bericht der Agentur &uuml;ber die Finanzbranche. Sollte sich die Krise jedoch ausbreiten, k&ouml;nnten die US-Banken f&uuml;r die Risiken aus Europa anf&auml;lliger werden.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,783713,00.html\">Spiegel Online<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.ft.com\/intl\/cms\/s\/0\/16d26bc8-d3f5-11e0-b7eb-00144feab49a.html#axzz1Whtojv77\">Financial Times<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Argumentation der spanischen Finanzministerin schw&auml;chelt, wenn sie auf den Anstieg des Wertes deutscher Anleihen abstellt. Es geht gewiss nicht um deutsche Bundesanleihen. Dass neben den Gesch&auml;ftsbanken Banken auch Herr Trichet sich nicht freut, ist verst&auml;ndlich. Stellt doch die EZB die gr&ouml;&szlig;te Bad Bank f&uuml;r Staatsanleihen in Europa. Die Akteure sollten aber die Situation nicht besch&ouml;nigen, sondern sich der Situation stellen. Auch Andrea Enria, Chef der europ&auml;ischen Bankenaufsicht EBA, die den letzten Bankenstresstest durchgef&uuml;hrt hat, hat bereits auf die knappe Kapitalausstattung europ&auml;ischer Banken hingewiesen und deshalb gefordert, dass &uuml;ber den Euro-Rettungsfonds nicht nur Staaten sondern auch <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:brandbrief-der-eu-aufseher-bankenaufseher-schlagen-alarm\/60097421.html\">kriselnden Banken Geld geliehen werden m&uuml;sse<\/a>.<\/em><br>\n<em>Ob die US-Banken so viel besser da stehen, wie Fitch behauptet, mag in Bezug auf Staatsanleihen der EU-Peripherie stimmen, aber hat Fitch ber&uuml;cksichtigt, dass die US-Institute mit an die 30 Milliarden USD dick im Gesch&auml;ft mit CDS (Credit Default Swaps) sind. Die CDS herausgebende Bank ersetzt der Bank, die die CDS gekauft hat, den Schaden, den diese wegen des Ausfalls eines Schuldners erlitten hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Schwindende Kaufkraft &ndash; Das wahre Problem der Amerikaner<\/strong><br>\nEine Zahl sagt alles : Sie lautet 0,2 Prozent und bezeichnet das j&auml;hrliche Durchschnittswachstum der US-Verbraucherausgaben der letzten 14 Quartale &ndash; inflationsbereinigt. Noch nie seit dem Zweiten Weltkrieg war die Kaufkraft der amerikanischen Verbraucher so schwach. In dieser einen Zahl steckt viel von dem, was heute in der US-Wirtschaft &ndash; und in der globalen Wirtschaft &ndash; schiefl&auml;uft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/konjunktur\/:schwindende-kaufkraft-das-wahre-problem-der-amerikaner\/60098737.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=\/meinungshungrige\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Spekulanten wetten gegen Banken<\/strong><br>\nD&uuml;nne Kapitaldecke, taumelnde Aktienkurse: Den Banken geht es in diesen Tagen miserabel. Jetzt schie&szlig;en sich Hedgefonds auf die Geldh&auml;user ein, vor allem in Deutschland, Gro&szlig;britannien und den USA. Sie nutzen L&uuml;cken in der Regulierung &ndash; und wetten auf einen neuen Absturz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,783853,00.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Jakob Augstein &ndash; Reise ans Ende der Macht<\/strong><br>\nDie Krise des Euro und die Krise der schwarz-gelben Regierung haben die gleiche Ursache: den Unwillen der Politik zur Gestaltung [&hellip;]<br>\nNicht durch Zufall ist die Regierung der Kanzlerin Merkel zur gleichen Zeit unter Druck geraten wie der Euro. Der moderne Kapitalismus ist bis zum Punkt seiner Unvereinbarkeit mit der Demokratie gewachsen. Der Abstand zwischen dem, was das Recht ist und was die Regel, wird gr&ouml;&szlig;er. Wir sind im Terrorkrieg daran gew&ouml;hnt worden, uns in der Belagerung einzurichten: Die B&uuml;rgerrechte wurden zur putzigen Folklore vergangener Tage. In der Wirtschaftskrise droht den Rechten des Parlaments jetzt das gleiche Schicksal. Als sei der Einsatz, der auf dem Spiel steht, zu hoch, um ihn dem Gesetz zu unterwerfen: Was ist das Gesetz gegen die Sicherheit des Lebens und gegen die Sicherheit des Wirtschaftsverkehrs?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/politik\/1135-reise-ans-ende-der-macht\">Der Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Augstein hat zwar in seiner strukturellen Kritik, dass die Eliten das Volk entmachten Recht, aber er verkennt, dass durchaus eine Gestaltungsabsicht der Politik vorhanden ist. N&auml;mlich dass Merkel die Interessen der Finanzwirtschaft und das spezifisch deutsche Modell des Neoliberalismus auf europ&auml;ischer Ebene durchzusetzen versucht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Mit Gro&szlig;mut kommt man nicht weiter<\/strong><br>\nEinige &ldquo;Reiche&rdquo; wollen h&ouml;her besteuert werden. Was folgt daraus? Es lohnt ein Blick auf die Verteilungsdebatten seit den neunziger Jahren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Was-bringt-die-Reichensteuer\/!77301\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>USA: Konzerne zahlen Chefs mehr als dem Staat<\/strong><br>\nIn den USA ist eine Debatte &uuml;ber Managergeh&auml;lter neu entbrannt. Einer Studie zufolge bekommt ein Viertel der 100 bestbezahlten Top-Manager mehr Gehalt, als ihre Unternehmen Steuern zahlen. F&uuml;r die Untersuchung verglich das Institute for Policy Studies (IPS) die Geh&auml;lter von Vorstandsvorsitzenden mit den laufenden Ertragsteuern, die Unternehmen direkt an den Bund zahlen. Steuern im Ausland, des Bundesstaates und der Kommunen sowie latente Ertragsteuern lie&szlig;en sie au&szlig;en vor. Dabei kam f&uuml;r die besagten 25 Vorstandschefs ein Durchschnittsverdienst von 16,7 Millionen Dollar pro Jahr heraus. Die Chefs der S&amp;P-500-Unternehmen verdienen im Mittel knapp elf Millionen Dollar. Die Autoren der Studie bem&auml;ngeln unter anderem, der Flugzeugbauer Boeing habe nur 13 Millionen Dollar an Ertragsteuern gezahlt, seinem Chef Jim McNerney jedoch 13,8 Millionen Dollar &uuml;berwiesen. Das drastischste Beispiel ist der Mischkonzern General Electric: Chef Jeff Immelt verdiente 15,2 Millionen Dollar. Sein Unternehmen bekam 3,3 Milliarden Dollar Steuern zur&uuml;ck gezahlt.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/konzerne-zahlen-chefs-mehr-als-dem-staat\/-\/1472780\/10210044\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.ips-dc.org\/campaigns\/tax-dodging-ceos\/index.php\">Executive Excess 2011: The Massive CEO Rewards for Tax Dodging &ndash; Institute for Policy Studies<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Regierung prognostiziert dramatischen Rentenr&uuml;ckgang<\/strong><br>\nDas Arbeitsministerium geht davon aus, dass das Rentenniveau bis 2025 um etwa ein Zehntel sinkt. Die Opposition fordert deshalb eine steuerfinanzierte Garantierente.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2011-08\/rentenniveau-sinkt\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Im Artikel hei&szlig;t es, &ldquo;Das Ministerium sieht in dem R&uuml;ckgang eine Folge der rot-gr&uuml;nen Reform der gesetzlichen Rentenversicherung aus dem Jahr 2001. Die Regierung hatte damals die Riester-Rente als private Erg&auml;nzung eingef&uuml;hrt, das Rentenniveau wurde reduziert.&rdquo;.<\/em><br>\n<em>Es ist ein Trauerspiel. Die jetzige Regierung hat ja Recht, dass der R&uuml;ckgang eine Folge der rot-gr&uuml;nen &ldquo;Reform&rdquo; ist. Die SPD und Gr&uuml;ne tun mit ihren Forderungen nach einer Garantierente genau das, was sie auch an anderen Stellen tun, wie z.B. beim Thema Mindestlohn: sie fordern etwas, was der eigenen Politik zur Regierungszeit widerspricht. Die jetzige Regierung f&uuml;hrt diese Politik aber bewusst fort, wie Frau von der Leyen mit ihrer Ablehnung einer Garantierente zeigt.<\/em><br>\n<em>W&auml;hrend die Parteien sich gegenseitig eine Entwicklung in die Schuhe schieben, an der sie alle beteiligt waren und sind, bleiben zuk&uuml;nftige Rentner auf der Strecke.<\/em> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Die Politik der Bundesregierung hat dahin gef&uuml;hrt, wo wir heute sind. Sie hat systematisch das Rentenniveau abgesenkt und die allgemeine Propaganda war noch vor zwei Jahren so, dass man denken musste, allen Rentnern geht es auf Dauer gut. Das war damals schon falsch und wir haben darauf auch hingewiesen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Keine Rente ohne Kinder<\/strong><br>\nUrsache der drohenden Altersarmut ist nicht das sinkende Rentenniveau, sondern der seit Jahren konstant anhaltende Bev&ouml;lkerungsr&uuml;ckgang. Heute gibt die drohende Altersarmut die Kulisse ab, vor der sich jedes durchschnittliche Erwerbsleben abspielt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/keine-rente-ohne-kinder\/-\/1472602\/10064752\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Was nutzt es, eine hohe Geburtenrate zu haben, wenn die Kinder von heute morgen entweder keinen oder einen schlecht bezahlten Job bekommen, bei den sie &uuml;berhaupt nichts in die Rentenkassen einzahlen? Der uns&auml;glich schlechte Leitartikel von Katja Tichomirowa laviert zwischen Ungereimtheiten, offener PR f&uuml;r die private Altersvorsorge und offensichtlichen Verdrehungen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Anzeige gegen Heckler &amp; Koch<\/strong><br>\nNach Berichten &uuml;ber Funde von G-36-Gewehren aus deutscher Produktion in Libyen haben Friedensaktivisten den baden-w&uuml;rttembergischen Waffenhersteller Heckler &amp; Koch wegen illegaler Waffenlieferungen angezeigt. Wie Sprecher der Aktion &raquo;Aufschrei: Stoppt den Waffenhandel!&laquo; am Donnerstag in Stuttgart und Berlin mitteilten, werfe man der Firma aus Oberndorf am Neckar Verst&ouml;&szlig;e gegen das Kriegswaffenkontroll- und gegen das Au&szlig;enwirtschaftsgesetz sowie Beihilfe zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor. Zudem forderten Kampagnenvertreter von der Bundesregierung zu kl&auml;ren, wie die Waffen nach Libyen gelangt sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/09-02\/032.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Das Depeschen-Desaster<\/strong><br>\nWikileaks-Aff&auml;re: Aufdeckung ist nur dann etwas wert, wenn das Profis machen<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1314652793395\/Kommentar-von-Christoph-Prantner-Das-Depeschen-Desaster\">Der Standard<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Ein Prosit auf das Fahrtbier<\/strong><br>\nHamburg verbietet das Trinken von Alkohol in &ouml;ffentlichen Verkehrsmitteln. Hessen erw&auml;gt &Auml;hnliches. Wohin soll das f&uuml;hren? Ein Pl&auml;doyer f&uuml;r die Liberalit&auml;t.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/ein-prosit-auf-das-fahrtbier\/-\/1472602\/10244326\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Medienmeinung: Westerwelle aus dem Amt<\/strong><br>\nGuido Westerwelle soll nicht l&auml;nger Medienthema bleiben. FDP-Chef R&ouml;sler hat deshalb gestern auf den Tisch gehauen: &ldquo;[&hellip;] Ich halte deswegen auch die &ouml;ffentliche Debatte in dieser Frage f&uuml;r beendet.&rdquo; &ndash; Das war deutlich. Fragen der Journalisten zu Westerwelle wurden gar nicht zugelassen. Doch so oder so, die Medien waren sich fast ausnahmslos einig und haben Westerwelles Reputation schon im Vorfeld gnadenlos vernichtet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/fernsehen\/sendungen\/zapp\/medien_politik_wirtschaft\/westerwelle213.html\">NDR Zapp<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>zu guter Letzt: Deutsche Sprache, schwere Sprache<\/strong><br>\nDer Konjunkturaufschwung zum Jahresbeginn macht sich positiv in der Staatskasse bemerkbar. Das Defizit sank im ersten Halbjahr 2011 auf 0,6 Prozent der Wirtschaftsleistung (BIP), wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Dies sei die niedrigste Defizitquote seit dem ersten Halbjahr 2008.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/staatsdefizit108.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung eines unserer Leser:<\/strong> Bravo! Gibt es abgesehen von den Bundesligaergebnissen eigentlich noch eine Meldung, die man ernst nehmen kann?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung JB:<\/strong> Diese zwei S&auml;tze haben wirklich das Zeug dazu, in Journalismusseminaren als abschreckendes Beispiel pr&auml;sentiert zu werden. Als Jugendlicher dachte ich immer, solch sinnfreie Propaganda g&auml;be es nur bei der Aktuellen Kamera. Wie man sich doch t&auml;uschen kann.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Verbriefungen: Aus der Krise nichts gelernt; Joseph E. Stiglitz &ndash; Der Preis des 11. September; Griechenlands Verschuldung &ldquo;au&szlig;er Kontrolle&rdquo;; IZA-Forscher warnen vor steigender Ungleichheit durch US-Schuldendeal; Streit mit Euro-L&auml;ndern: IWF sieht riesige Kapitall&uuml;cke bei Europas Banken; Schwindende Kaufkraft &ndash; Das wahre Problem der Amerikaner; Spekulanten wetten gegen Banken; Jakob<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10597\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-10597","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10597","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10597"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10597\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10600,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10597\/revisions\/10600"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10597"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=10597"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=10597"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}