{"id":106013,"date":"2023-10-30T14:04:58","date_gmt":"2023-10-30T13:04:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106013"},"modified":"2023-10-30T14:04:58","modified_gmt":"2023-10-30T13:04:58","slug":"leserbriefe-zu-balticconnector-chronologie-einer-geplatzten-verschwoerungstheorie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106013","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eBalticconnector \u2013 Chronologie einer geplatzten Verschw\u00f6rungstheorie\u201c"},"content":{"rendered":"<p>In der Nacht zum 8. Oktober wurde die Finnland und Estland verbindende Gaspipeline &bdquo;Balticconnector&ldquo; wegen eines Lecks abgeriegelt. Sofort wurde &bdquo;von offizieller Seite und willf&auml;hrigen Medien der beteiligten L&auml;nder&ldquo; &ndash; auch in Deutschland &ndash; die Verschw&ouml;rungstheorie in die Welt gesetzt, Russland sei schuld. Wenige Tage sp&auml;ter musste diese Behauptung revidiert werden, da als Verursacher des Lecks das chinesische Containerschiff <em>Newnew Polar Bear<\/em> ausgemacht wurde. Jens Berger zeichnet <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105776\">in seinem Artikel<\/a> die Entstehung und Weiterverbreitung dieser gezielten Desinformationskampagne nach. Wir danken f&uuml;r die interessanten Zuschriften, die <strong>Ala Goldbrunner<\/strong> zusammengestellt hat.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Am 10.10.23 berichtet der ZDF-Korrespondent Henner Hebestreit, der Bruder des Regierungssprechers, in einem Beitrag zun&auml;chst sachlich &uuml;ber den Vorgang. Doch dann sagt er: &bdquo;Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine und vor allem nach dem Anschlag auf die Pipeline Nordstream II beobachtet die K&uuml;stenwache des neuen Nato-Mitglieds Finnland die Ostsee zwischen Finnland und Russland sehr genau.&ldquo; Dann l&auml;sst er einen Vertreter der finnischen K&uuml;stenwache zu Wort kommen, der auf den &uuml;blichen Verd&auml;chtigen weist: &bdquo;Uns ist im Laufe des letzten Jahres aufgefallen, dass die russische Pr&auml;senz in de Ostsee definitiv zugenommen hat, sowohl mit Kriegsschiffen als auch mit zivilen Fahrzeugen.&ldquo;<\/p><p>Am Ende des Beitrags sagt Hebestreit scheinbar neutral: &bdquo;Ob die Leitung durch eine aktive Sabotage von einer unbekannten Macht besch&auml;digt wurde, ist offen. Die Nato hat ihren finnischen und estnischen Verb&uuml;ndeten Unterst&uuml;tzung zugesagt.&ldquo;<\/p><p>Man k&ouml;nnte sagen, Hebestreit hat seinen Job erf&uuml;llt, n&auml;mlich sachlich zu berichten und gleichzeitig einen Frame zu setzen, indem er Russland in seinen Bericht einbezieht. Er weckt beim Zuschauer Assoziationen, wer der Urheber der Zerst&ouml;rung gewesen sein k&ouml;nnte, ohne dies expressiv verbis auszudr&uuml;cken.<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e<br>\nRudi Brenzing<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr Berger,<\/p><p>eine wunderbare Recherche, auf die ich schon gewartet habe! &ndash; Es wird von unseren &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; ja grunds&auml;tzlich alles herangezogen, was sich gegen Russland irgendwie ausschlachten l&auml;sst. Immer das gleiche schamlose Suggestionsmuster.<\/p><p>Dazu m&ouml;chte ich an die Causa &ldquo;Kachowka-Staudamm&rdquo; vom 6. Juni morgens erinnern. Es war bis zum Abend &uuml;berhaupt nicht klar, was den Staudamm zum Bersten gebracht hat. Nichtsdestotrotz lehnte sich die preisgekr&ouml;nte ZDF-Starmoderatorin <strong>Mariette Slomka<\/strong> im Heute-Journal unverfroren dreist aus dem Fenster mit ihrer VT <em>[Anm.d.Red.: VT= Verschw&ouml;rungstheorie]<\/em><\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Wenn es die Russen waren &ndash; und davon gehen auch die westlichen Regierungen aus &ndash; dann war es eine monstr&ouml;se Tat. () .. ein gewaltiges Kriegsverbrechen&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Perfide darin der Zwischensatz, mit dem sie ihre Behauptung untermauert. Die Propaganda des Wolodymyr Selenskyj wird jeweils bereitwillig unkritisch weitergeleitet. Nachdem sich diese VT nicht aufrechterhalten lie&szlig;, war in der Folge nur noch vom Staudamm-Bruch die Rede, mit dem jeder Verdacht von evtl. fanatischen ukrainischen T&auml;tern abgelenkt wird.<\/p><p>Man muss diese Theorien einfach unter B&ouml;swilligkeit einordnen. Nachdem die Ursache am Balticconnector gekl&auml;rt ist, l&auml;sst sich die B&ouml;swilligkeit ja einfach gegen das Feindbild China umleiten. <\/p><p>mfg. S. Klar<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Damen und Herren der NDS-Redaktion,<\/p><p>Es sind nun mehrere Wochen vergangen, dass Florian Warweg in der Bundespressekonferenz die Frage gestellt hat, ob Bundeskanzler Scholz von der Sprengung des Pipelines informiert war, wie von Seymour Hersch behauptet, und lediglich die lapidare Antwort bekommen hat: &ldquo;Man w&uuml;rde Medienberichte nicht kommentieren&ldquo;.<br>\n&bdquo;Frech&ldquo; wie ich bin, habe ich am 04.10. eine E-Mail mit folgendem Inhalt ans Kanzleramt geschickt:<\/p><p>Sehr geehrter Herr Bundeskanzler!<\/p><p>&bdquo;In seinem neulich erschienen Bericht behauptet der angesehene amerikanische Journalist&nbsp; Seymour Hersch, Sie w&auml;ren von der bevorstehenden Sprengung des Nordstream-Pipelines&nbsp;unterrichtet. Das hei&szlig;t, Sie haben davon gewusst. Ich frage Sie nun: stimmt das? Ich bitte Sie&nbsp;um eine einfache und ehrliche Antwort: ja oder nein.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nGraham Nash&ldquo;<\/p><p>Erwartungsgem&auml;&szlig; habe ich keine Antwort bekommen.<br>\nIch bereue es zutiefst, diesen Mann gew&auml;hlt zu haben.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>bereits PLUTARCH wusste zu berichten : &bdquo;Nur ordentlich verleumden, irgendetwas wird schon h&auml;ngenblieben!&ldquo;<\/p><p>Nach dem die Anglo-Amerikaner und wahrscheinlich Norwegische Kr&auml;fte die Pipeline-NORDSREAM 2 sabotiert haben und Seymour Hersh durch seine Kontakte zu US-Geheimdienst-Kreisen darauf hinwies, wollte und will der Werte-Westen und seine Entourage davon nat&uuml;rlich nichts wissen.<\/p><p>Um die vermeintliche Unschuld der Anglo-Amerikaner in die Welt zu projizieren, wurde gebetsm&uuml;hlenartig die M&auml;r vom &bdquo;B&ouml;sen Putin &amp; seinen Gemeinen Russen&ldquo; verbreitet.<br>\nEr habe den Auftrag dazu erteilt, um von seinen Untaten abzulenken. Also False-Flag . . .!<\/p><p>Wie wir bereits wissen, ist Putin derjenige, der nicht nur einen v&ouml;lkerrechtswidrigen Krieg gegen die Ukraine und ihr faschistisches Regime angefangen hat, sondern auch derjenige ist, der das &bdquo;Deutsche Volk hungern und frieren l&auml;sst&ldquo; . . . alles wird teurer und wenn dem Westen eine Panne unterl&auml;uft, war es der Russe.<br>\nUnd eines ist beruhigend &bdquo;wenn ihr Kind die Versetzung nicht schafft . . . Schwamm dr&uuml;ber, das war der Russe, besser Putin!&ldquo;<\/p><p>Das die deutsche Medienlandschaft seit Jahren ein Sammelsurium von &bdquo;Parteibuch- Verdachts- Gesinnungs -Krisen -Skandal-Journalisten\/Innen&ldquo; ist, d&uuml;rfte auch dem letzten Menschen aufgefallen sein.<br>\nEs ist kaum noch Platz auf der &ldquo;Atlantik- Br&uuml;cke&rdquo; und Karriere macht, wer mit den W&ouml;lfen heult.<\/p><p>Voltaire sagte :&ldquo;Die Verleumdung ist schnell und die Wahrheit langsam!&ldquo;<\/p><p>Aber sie kommt immer ans Licht, auch wenn sich westliche Kreise stets dagegen verwehren.<\/p><p>Das aber Journalisten wider besseres Wissen dieses Spiel mitmachen, l&auml;sst nur einen Schlu&szlig; zu, den Oscar Wilde wie folgt beschrieben hat: &bdquo;Journalismus: Organisierte Verleumdung&ldquo;!<\/p><p>Oder noch besser dr&uuml;ckt es Ulrich Erckenbrecher aus: &bdquo;Den Journalismus soll die Pest holen. Das Problem ist nur, da&szlig; der Journalismus schon die Pest ist.&ldquo;<\/p><p>Es gibt, bei aller Kritik, aber auch Ausnahmen und die finden wir z.B.<br>\nbei alternativen Medien.<\/p><p>M f G<br>\nB. Schroeder<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Nacht zum 8. 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