{"id":106151,"date":"2023-11-03T08:55:51","date_gmt":"2023-11-03T07:55:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106151"},"modified":"2023-11-03T10:49:01","modified_gmt":"2023-11-03T09:49:01","slug":"hinweise-des-tages-4476","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106151","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106151#h01\">Politische Manipulation statt Journalismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106151#h02\">USA fordern Waffenpause, Deutschland war dagegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106151#h03\">Eine Region in Aufruhr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106151#h04\">Der Westen solidarisiert sich mit Israel: Aber f&uuml;r welche Werte k&auml;mpft er eigentlich?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106151#h05\">Warum weint niemand um Pal&auml;stinas Kinder?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106151#h06\">1,6 Millionen Frauen und Kinder in Gaza brauchen Waffenruhe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106151#h07\">Studie der B&ouml;ckler-Stiftung &ndash; Armut gef&auml;hrdet die Demokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106151#h08\">Wie Robert Habeck die deutsche Industrie retten will<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106151#h09\">Fachkr&auml;ftemangel: Scholz holt sich Abfuhr in Afrika &ndash; Deutschland nicht attraktiv<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106151#h10\">Arbeitsuchende, Arbeitslose, erwerbsf&auml;hige Leistungsberechtigte: L&auml;ndervergleich <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106151#h11\">UN-Debatte zu Kuba: &Uuml;berw&auml;ltigende Mehrheit gegen US-Wirtschaftskrieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106151#h12\">Libanon &ndash; Warten auf den Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106151#h13\">Nach Antisemitismusvorw&uuml;rfen: Verleumdungsprozess gegen Musiker Ofarim startet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106151#h14\">Israel schaltet riesige Onlinekampagne zu Gaza<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106151#h15\">Journalisten unter Beschuss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106151#h16\">Can you see the avocado?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Politische Manipulation statt Journalismus<\/strong><br>\nSprachregelungen f&uuml;r Mitarbeiter im &raquo;Ersten Deutschen Fernsehen&laquo; statt Objektivit&auml;t und Vielseitigkeit in der Berichterstattung.<br>\nWas die deutschen &raquo;Qualit&auml;tsjournalisten&laquo; in dem &raquo;Top-Fernsehqualit&auml;tsmedium&laquo; ARD &uuml;ber den Krieg im Nahen Osten sagen d&uuml;rfen und was nicht, steht in einer sage und schreibe 44-seitige Anweisung der Chef-Etage des immer noch meistgesehenen deutschen TV-Senders. Darin vergattert der offensichtlich f&uuml;r Manipulation und Volksverdummung verantwortliche Abteilungsleiter die Mitarbeiter des Senders dazu, sich in der Berichterstattung stromlinienf&ouml;rmig dem herrschenden Regierungs-Narrativ anzupassen. Sogar die Wortwahl zur Beschreibung von Tatbest&auml;nden wird in dem umfangreichen Glossar vorgeschrieben. Das wirft ein beeindruckendes Licht auf den &raquo;unabh&auml;ngigen demokratischen Journalismus&laquo; in der Bundesrepublik Deutschland. Wenn Zuschauer der ARD &ndash; die Abk&uuml;rzung f&uuml;r &raquo;Arbeitsgemeinschaft der &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland&laquo; wird zuweilen auch gern als &raquo;Allgemeiner Regierungsdienst&laquo; interpretiert &ndash; sich zunehmend wundern, warum sie in den Nachrichten und Kommentaren immer nur eine Meinung h&ouml;ren, was &uuml;brigens beim &raquo;Zweiten Deutschen Fernsehen&laquo; (ZDF) &ndash; auch gern &raquo;Zentraler Dumm-Funk&laquo; genannt &ndash; nicht besser, sondern meist noch schlechter ist, dann hat das damit zu tun, da&szlig; in den Anweisungen von oben nicht nur die Wortwahl zur Beschreibung von Fakten, sondern auch eine Liste mit den Namen von &raquo;Experten&laquo; vorgegeben wird, die zu bestimmten Themen eingeladen werden sollten, denn bei denen wei&szlig; man schon vorher, welche Meinung sie vertreten und welche &raquo;Fakten&laquo; sie anf&uuml;hren werden. Offensichtlich traut die ARD-Leitung ihren Mitarbeitern nicht einmal mehr zu, selbst&auml;ndig entsprechend den ohnehin bestehenden Vorgaben &raquo;politisch korrekt&laquo; zu denken. Das d&uuml;rfte daran liegen, da&szlig; die Regierungspolitik sowohl in Deutschland als auch im gesamten &raquo;kollektiven Westen&laquo; zunehmend zu einer surrealistischen Veranstaltung geworden ist. In diesem Irrenhaus k&ouml;nnen sich vor allem vernunftbegabte Wesen nur noch mit einem ausf&uuml;hrlichen &raquo;Glossar&laquo; &uuml;ber die &raquo;richtigen&laquo; Verhaltensweisen und die erwartete Wortwahl zurechtfinden. Die &raquo;Qualit&auml;tsjournalisten&laquo; der ARD werden von ihren Chefs buchst&auml;blich wie kleine Kindern behandelt, denen klipp und klar gesagt wird, wer zum Beispiel im israelisch-pal&auml;stinensischen Konflikt im &raquo;Recht&laquo; ist und wer &raquo;schuldig&laquo; ist, und denen vorgeschrieben wird, wie man den Konflikt im Fernsehen &raquo;richtig&laquo; interpretiert und welche Ausdr&uuml;cke verwendet werden sollen.<br>\nDem kritischen Internetportal &raquo;NachDenkSeiten&laquo; war das ARD-Glossar f&uuml;r den internen Gebrauch vor wenigen Tagen zugespielt worden. Albrecht M&uuml;ller, der ehemalige Planungschef im Bundeskanzleramt unter den Bundeskanzlern Willy Brandt und Helmut Schmidt und aktueller Betreiber der &raquo;NachDenkSeiten&laquo; meinte dazu, da&szlig; &raquo;die ARD nichts dem Zufall und schon gar nichts dem Verstand der eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter &uuml;berlassen will&laquo;. Zugleich hat er die ARD-Anweisungen an die eigenen und angeschlossenen Sendeanstalten mit dem Titel &raquo;Glossar Berichterstattung Nahostkonflikt. Zur internen Nutzung. Stand 18.10.2023&laquo; verlinkt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zlv.lu\/db\/1\/1458339217771\/0\">Rainer Rupp in Zeitung vum L&euml;tzebuerger Vollek<\/a>\n<p><em>Lesen Sie dazu: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105894\">44 Seiten Sprachregelung der ARD zum Nahostkonflikt &ndash; ein unglaublicher Skandal<\/a><\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>USA fordern Waffenpause, Deutschland war dagegen<\/strong><br>\nBeim EU-Gipfel hat Deutschland verhindert, dass sich EUropa f&uuml;r eine Waffenpause im Krieg gegen Hamas ausspricht. Die USA fordern sie trotzdem.<br>\n&bdquo;Ich denke, wir brauchen eine Pause&ldquo;, sagte US-Pr&auml;sident Biden. Dies sei auch n&ouml;tig, &bdquo;um die Gefangenen (aus Gaza) herauszuholen&ldquo;.<br>\nDerselben Meinung sind viele Israelis, die sich gegen Regierungschef Netanjahu und seinen Kriegskurs stellen.<br>\nVizekanzler Habeck will davon jedoch nichts wissen. Bei &bdquo;Lanz&ldquo; distanzierte er sich von den &bdquo;Pazifisten&ldquo;, die eine andere Nahost-Politik fordern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/usa-fordern-die-waffenpause-die-deutschland-verhindert-hat\/\">Lost in Europe<\/a>\n<p>dazu: <strong>Der leere Blick des Robert Habeck &ndash; und sein gef&auml;hrlicher Blankocheck f&uuml;r Israel<\/strong><br>\n&ldquo;Deutliche Worte zu Israel&rdquo;, wie die Berliner Zeitung Bundeswirtschaftsminister Robert Habecks j&uuml;ngsten Internetauftritt kommentierte, brauchen eigentlich keine neun Minuten. Ein kurzes &ldquo;H&ouml;rt auf!&rdquo; an die israelische Regierung w&auml;re genug. Wobei seit Nord Stream au&szlig;enpolitisch ohnehin egal ist, was aus Deutschland gesagt wird.<br>\nMan kann schon fast die Geschichtsstudenten vor sich sehen, die einmal die Funktion dieser Rede werden entziffern m&uuml;ssen. Sie ist auf solch vielfache Weise absurd, dass die ber&uuml;chtigten Reden von Angela Merkel im Vergleich wie geistige und rhetorische H&ouml;hepunkte wirken.<br>\nW&uuml;sste man nicht, dass Habeck so ist, so denkt, man w&uuml;rde angesichts seiner emotionslosen Mimik und der weit aufgerissenen Augen davon ausgehen, hinter ihm st&uuml;nde jemand mit geladener und entsicherter Waffe. Dann allerdings w&auml;re vermutlich die Aussage direkter.<br>\nKurz gefasst besagt diese Rede schlicht: Es ist uns egal, was Israel tut, wir unterst&uuml;tzen es, und alles andere ist antisemitisch. (&hellip;)<br>\nEs &uuml;berrascht nicht, wenn Habeck eine bizarre Version der Geschichte vertritt. Ganz nebenbei geht er den n&auml;chsten Schritt bei der Umschreibung des Zweiten Weltkriegs:<br>\n&ldquo;Der Zweite Weltkrieg war ein Vernichtungskrieg gegen Juden, f&uuml;r das Naziregime war die Vernichtung des europ&auml;ischen Judentums das Hauptziel.&rdquo;<br>\nSicher, der Mann ist Kinderbuchautor, kein Historiker. Aber irgendwann in seiner Schullaufbahn m&uuml;sste er gelernt haben, dass die Liste &ldquo;unwerten Lebens&rdquo; der Nazis ziemlich lang war. Das Hauptziel war, das l&auml;sst sich anhand der eingesetzten Mengen an Menschen und Material belegen, unzweifelhaft die Zerst&ouml;rung der Sowjetunion. Dies wahrzunehmen, k&auml;me aber mit der Liebe zu ukrainischen Nazis ins Gehege.<br>\nSelbstverst&auml;ndlich vertritt Habeck den im Westen &uuml;blichen doppelten Standard.<br>\n&ldquo;Putin l&auml;sst sich mit Vertretern der Hamas und der iranischen Regierung fotografieren und bedauert die zivilen Opfer im Gazastreifen, w&auml;hrend er zivile Opfer in der Ukraine schafft.&rdquo;<br>\nEr wei&szlig; wohl, dass Fotos diplomatischer Termine keine Hochzeitsfotos sind, und er wei&szlig; mit Sicherheit auch, dass die Zahl ziviler Opfer im Gazastreifen in drei Wochen die Zahl ziviler Opfer der milit&auml;rischen Sonderoperation in 20 Monaten &ndash; auf beiden Seiten, wohlgemerkt &ndash; &uuml;bertroffen hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/freeassange.rtde.me\/meinung\/185767-der-leere-blick-des-robert-habeck\/\">Dagmar Henn in RT DE<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Habecks Bekenntnis<\/strong><br>\nStaatsr&auml;son: Vizekanzler warnt vor Antisemitismus bei Muslimen und Linken. Lob von rechts.<br>\nGeht es ums Ganze, um die &raquo;Staatsr&auml;son&laquo;, schlie&szlig;en auch Feinde Freundschaft: Vizekanzler Robert Habeck (B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen) habe eine &raquo;historische Rede&laquo; gehalten, bescheinigte Bild ihm am Donnerstag. Julian Reichelt, ehemaliger Chefredakteur des Boulevardblatts, war ebenfalls voll des Lobs: &raquo;Was Robert Habeck hier sagt, ist an moralischer Klarheit, rhetorischer Brillanz und vor allem tief ber&uuml;hrender, aufrichtiger Empathie kaum zu &uuml;berbieten.&laquo; Er treffe den richtigen Ton &raquo;wie kein anderer in dieser Bundesregierung&laquo;, jubelte die CDU-Vizevorsitzende Karin Prien auf X. Fast vier Wochen nach Beginn der aktuellen Kriegshandlungen meldete sich der Wirtschaftsminister am Mittwoch nachmittag ausf&uuml;hrlich zu Wort. In einer &uuml;ber X verbreiteten Videoansprache schwang er die &raquo;Antisemitismuskeule&laquo; gegen Muslime und Linke und behauptete, die Solidarit&auml;t mit Israel werde &raquo;rasch br&uuml;chig&laquo; &ndash; obwohl Politiker und Leitmedien seit Tagen nicht anderes tun, als ihre Solidarit&auml;t mit Israel zu erkl&auml;ren. Die &ouml;ffentliche Debatte sei &raquo;aufgeheizt&laquo; und &raquo;verworren&laquo;. Er wolle mit dem Video dazu beitragen, sie zu entwirren, so Habeck. (&hellip;) Scharfe Kritik &uuml;bte dagegen der Berliner Autor und Journalist Tarek Ba&eacute;. Er schrieb in einer ausf&uuml;hrlichen Analyse der Rede bei X, Habeck habe &raquo;Muslime vor den Bus geworfen und Rassismus normalisiert&laquo;. So verwies Ba&eacute; auf den Satz: &raquo;W&auml;hrend es schnell gro&szlig;e Solidarit&auml;tswellen gibt, etwa wenn es zu rassistischen Angriffen kommt, ist die Solidarit&auml;t bei Israel rasch br&uuml;chig.&laquo; Tats&auml;chlich w&uuml;rden Opfer rassistischer Gewalt hierzulande oft im Stich gelassen, so Ba&eacute;. Habeck sage zwischen den Zeilen, dass Deutschland zuviel Interesse an Opfern von Rassismus zeige. Habecks spricht mit dem Vokabular des momentan von rechts angeheizten Kulturkampfes: &raquo;Wer hier lebt, lebt hier nach den Regeln dieses Landes. Und wer hier herkommt, muss wissen, dass das so ist und so auch durchgesetzt werden wird.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/462355.hetze-gegen-muslime-und-linke-habecks-bekenntnis.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Eine Region in Aufruhr<\/strong><br>\nDer Gazakrieg entfacht die arabische Welt: Die Wut richtet sich nicht nur gegen die milit&auml;rische Antwort Israels, sondern auch gegen den Westen.<br>\nDie Abstimmung am 27. Oktober war eindeutig. 120 Staaten votierten in der UN-Generalversammlung f&uuml;r eine von Jordanien eingebrachte Resolution f&uuml;r eine sofortige und dauerhafte Waffenruhe. Nur 14 Staaten stimmten dagegen, darunter Israel und die Vereinigten Staaten. Dass die Bundesrepublik sich mit 44 anderen enthielt, obwohl die verbreitete Erkl&auml;rung eher eine Ablehnung nahelegte, mag vor allem der &Uuml;berlegung geschuldet sein, die Gespr&auml;chskan&auml;le zu all jenen, die Israels Krieg gegen den Gazastreifen kritisch sehen, nicht abrei&szlig;en zu lassen.<br>\nDie in Deutschland verbreitete Sicht, Israel freie Hand f&uuml;r jegliches Vorgehen gegen die Hamas zu geben, ist im globalen Ma&szlig;stab jedenfalls eindeutig minorit&auml;r. Angesichts der unmenschlichen Grausamkeiten vom 7. Oktober wollte der politische Westen die Antwort darauf als Kampf gegen den Terrorismus framen. Dies kann schon jetzt als gescheitert angesehen werden. Sp&auml;testens seit den grausamen Bildern der Explosion im Al-Ahli-Al-Arabi-Krankenhaus in Gaza-Stadt ist die arabische Welt in Aufruhr. Ungeachtet dessen, dass der Ursprung dieses Unheils, welches vermutlich Hunderte Menschenleben kostete, weiterhin umstritten ist, war dies der Funke, der die Stra&szlig;en von Algier bis Amman, von Beirut bis Bagdad, in Brand setzte. Hunderttausendfach gingen die Menschen auf die Stra&szlig;e, in den sozialen Netzwerken explodierten die Solidarit&auml;tsbekundungen f&uuml;r Pal&auml;stina.<br>\nDie arabischen Staatschefs &ndash; die sich bis dahin in einem diffizilen Balanceakt versuchten zwischen dem ungeliebten, doch mittlerweile akzeptierten j&uuml;dischen Staat auf der einen und der als Befreiungsbewegung getarnten Terrororganisation auf der anderen Seite &ndash; waren nun gezwungen, Farbe zu bekennen. In einem beispiellosen diplomatischen Paukenschlag schlug der jordanische K&ouml;nig dem US-Pr&auml;sidenten die T&uuml;r ins Gesicht und sagte einen Vierergipfel mit dem pal&auml;stinensischen und dem &auml;gyptischen Staatsoberhaupt ab. Er sehe keine Grundlage, &bdquo;Krieg und Massaker zu beenden&ldquo;, Israel bringe die Region &bdquo;an den Rand des Abgrunds&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ipg-journal.de\/regionen\/naher-osten\/artikel\/eine-region-in-aufruhr-7093\/\">IPG<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Dieser Text ist zwar gespickt mit modischen Fremdw&ouml;rtern, die offensichtlich den hohen Standard des Autors bezeugen sollen, aber er ist ansonsten informativ.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Der Westen solidarisiert sich mit Israel: Aber f&uuml;r welche Werte k&auml;mpft er eigentlich?<\/strong><br>\nWenn der Westen in den Krieg geht, werden unsere Werte zitiert, die wir verteidigen wollen. Aber was ist von diesen Werten geblieben? Nicht viel. Ein Gastbeitrag.<br>\nNach der uneingeschr&auml;nkten Unterst&uuml;tzung der Ukraine musste sich der Westen auf die Seite Israels schlagen, dem Opfer der Massaker und Terroranschl&auml;ge der Hamas. Die westlichen Medien haben bereits begonnen, von einem &bdquo;Angriff gegen den Westen selbst&rdquo; zu sprechen, von einem Krieg, der alle westlichen L&auml;nder betrifft. Uns, so die Vorstellung, wurde von der Hamas der Krieg erkl&auml;rt, einer Terror-Organisation, die nicht einmal mehr als &bdquo;Feind&ldquo;, sondern als Bande &bdquo;menschlicher Tiere&ldquo; bezeichnet wird.<br>\nDer israelische Verteidigungsminister definierte die Mitglieder der Hamas mit deutlichen Worten: Es handle es sich um eine Gruppe wilder W&ouml;lfe, die ohne Skrupel get&ouml;tet werden m&uuml;ssen, da ihr Leben, ein tierisches Leben, kein Recht mehr darauf hat, gelebt zu werden. Wenn man in seinem Feind keinen Menschen mehr erkennt, scheint jede Gr&auml;ueltat gerechtfertigt zu sein.<br>\nAn diesem Punkt stellt sich jedoch die Frage: F&uuml;r welchen Westen k&auml;mpfen wir &uuml;berhaupt und welche &bdquo;Werte&ldquo; vertritt dieser Westen? Wohl nicht diejenigen, die sich um die &bdquo;Menschenrechte&ldquo; k&uuml;mmern und um die Verhinderung von kriegerischen Gr&auml;ueltaten. Das zeigt sich allein, wenn unsere &bdquo;Feinde&ldquo; des Westens als Subjekte definiert werden, die man vernichten muss.<br>\nSeltsam, dass sich heute kaum jemand mehr daran erinnert, wie vor nur drei Monaten in vielen westlichen Zeitungen Artikel erschienen sind, in denen von Israel als einer illiberalen Demokratie gesprochen wurde, nachdem Netanjahu die Rechte des Obersten Gerichtshofs ausgeweitet hatte, um ohne Widerst&auml;nde durchregieren zu k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/open-source\/israel-hamas-krieg-der-westen-solidarisiert-sich-mit-israel-aber-fuer-welche-werte-kaempft-er-eigentlich-li.2155047\">Paolo Becchi in der Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Nachtr&auml;glich Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Im ansonsten sehr guten Artikel hei&szlig;t es, Netanjahu h&auml;tte &ldquo;die Rechte des Obersten Gerichtshofs ausgeweitet&ldquo;. Da ist dem Autor sicher ein Fl&uuml;chtigkeitsfehler passiert. Die Rechte wurde nat&uuml;rlich nicht ausgeweitet, sondern beschnitten. Danke an den Leser, der uns auf den Fehler aufmerksam gemacht hat.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Warum weint niemand um Pal&auml;stinas Kinder?<\/strong><br>\nDie Eskalation im Nahen Osten ist in der vierten Woche. Deutschland weigert sich weiterhin, auf einen Waffenstillstand zu dr&auml;ngen, die &uuml;berw&auml;ltigende Mehrheit der Vereinten Nationen sieht das anders. Gaza ist weiterhin von der Versorgung abgeschnitten und wird bombardiert, erste israelische Bodentruppen r&uuml;cken vor. UZ sprach mit George Rashmawi, dem Sprecher der Pal&auml;stinensischen Gemeinde Deutschland, &uuml;ber die Situation in Gaza, die Hintergr&uuml;nde der Eskalation, westliche Doppelmoral und &uuml;ber die Chance auf Frieden in Nahost.<br>\nUZ: Weil du gerade die Doppelmoral des Westens angesprochen hast. Was sagst du zu der Weigerung der deutschen Au&szlig;enministerin, sich f&uuml;r einen humanit&auml;ren Waffenstillstand einzusetzen? Das, finde ich, ist ein gutes Beispiel f&uuml;r Doppelmoral von einer Frau, die sehr ausschweifend &uuml;ber ukrainische Kinder weinen kann.<br>\nGeorge Rashmawi: Wie kann sich Deutschland so was erlauben? Wir leiden bis jetzt unter der Entwicklung, die 1930er\/40er Jahre, als hier ein faschistisches Regime herrschte, das sechs Millionen Juden vergast hat. Viele Juden aus Europa sind zu uns emigriert, nach Pal&auml;stina. Sie hatten einen Traum, in Pal&auml;stina ihre Sicherheit zu finden, und die zionistische Bewegung wollte einen Staat auf Kosten des pal&auml;stinensischen Volkes errichten. Unter dem Motto: Ein Land ohne Volk f&uuml;r ein Volk ohne Land. Aber das Land war bev&ouml;lkert. Und das Land war sehr fruchtbar. Nicht wie Frau von der Leyen meint, sie h&auml;tten &ndash; sie meint die Zionisten &ndash; aus der W&uuml;ste ein fruchtbares Land gemacht. Das entspricht nicht der Wahrheit. Pal&auml;stina hat in den 1930er Jahren sogar Orangen nach Deutschland exportiert. Die erste Vertretung f&uuml;r Mercedes in der arabischen Welt war in Pal&auml;stina. Wir hatten Schulen &hellip;<br>\nDer Versuch, die pal&auml;stinensische Version der Entwicklung dieses Konflikts einfach au&szlig;er Acht zu lassen und die Adaption der zionistischen Version und besonders der rechten israelischen Version ist verdammt falsch.<br>\nDas ist ein Rassismus, der seinesgleichen sucht. Warum weint ihr, wenn die Kinder in der Ukraine get&ouml;tet werden, aber die Kinder in Pal&auml;stina nicht? Wenn israelische Kinder get&ouml;tet werden, muss man das betrauern. Aber das gilt auch, wenn die Kinder Pal&auml;stinas bombardiert werden und get&ouml;tet werden. Das ist &ndash; wie soll ich das formulieren &ndash; das ist nicht nur unmenschlich und das ist nicht nur Doppelmoral.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/warum-weint-niemand-um-palaestinas-kinder-4785188\/\">unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>1,6 Millionen Frauen und Kinder in Gaza brauchen Waffenruhe<\/strong><br>\nAufrufe zu einer tempor&auml;ren Waffenruhe haben nichts mit Antisemitismus zu tun, sondern mit Respekt des humanit&auml;ren V&ouml;lkerrechts.<br>\nDie Qassam-Brigaden als bewaffneter Arm der Hamas verf&uuml;gen laut arabischen Medien &uuml;ber etwa 40&rsquo;000 K&auml;mpfer. Unter der Herrschaft der Hamas leben im Gaza-Streifen 2,2 Millionen Einwohner. Fast drei Viertel von ihnen sind Frauen, Kinder und Jugendliche. Mehrere Tausend Frauen, Kinder und Jugendliche wurden bereits get&ouml;tet und weitere Tausende schwer verletzt. Hunderttausenden fehlt es an Trinkwasser, Essen und Medizin. Die Kanalisation funktioniert nicht mehr.<br>\n&laquo;Wenn beide Seiten das humanit&auml;re V&ouml;lkerrecht nicht beachten, steigt auch die Feindschaft auf beiden Seiten [&hellip;] Wir d&uuml;rfen eine absolute Verfeindung bis hin zur Entmenschlichung der anderen Seite nicht in Kauf nehmen&raquo;, erkl&auml;rte IKRK-Pr&auml;sidentin Mirjana Spoljaric am 29. Oktober in der &laquo;NZZ am Sonntag&raquo;. Als der UN-Sicherheitsrat am 23. Oktober eine humanit&auml;re Waffenpause ablehnte, habe sie sich &laquo;so niedergeschlagen wie selten gef&uuml;hlt&raquo;. Die USA, Grossbritannien, Frankreich und Japan stimmten dagegen. Die Schweiz enthielt sich der Stimme.<br>\nAm 27. Oktober verabschiedete dann die UN-Generalversammlung eine &ndash; wie immer unverbindliche &ndash; Resolution f&uuml;r einen sofortigen humanit&auml;ren Waffenstillstand. Diesmal stimmten die Schweiz und Frankreich daf&uuml;r, Deutschland enthielt sich der Stimme. Dagegen stimmten Israel, die USA, &Ouml;sterreich und Ungarn. Insgesamt waren 120 L&auml;nder daf&uuml;r, 14 dagegen und 45 enthielten sich der Stimme.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/welt\/16-millionen-frauen-und-kinder-in-gaza-brauchen-waffenruhe\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Studie der B&ouml;ckler-Stiftung &ndash; Armut gef&auml;hrdet die Demokratie<\/strong><br>\nDie Armut in Deutschland nimmt immer weiter zu. Mit Folgen f&uuml;r die Demokratie, warnt eine neue Studie der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. Denn viele &auml;rmere Menschen haben demnach wenig Vertrauen in demokratische Strukturen wie Politik, Polizei und Rechtsstaat.Viele Menschen mit wenig Einkommen haben ein geringeres Vertrauen in die demokratischen Institutionen als Menschen mit hohem Einkommen. Zu diesem Ergebnis kommt der am Donnerstag in Berlin vorgestellte &ldquo;Verteilungsbericht 2023&rdquo; des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der gewerkschaftsnahen Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. Die beiden Studienautoren ermittelten &ldquo;eine deutliche Korrelation zwischen Einkommensh&ouml;he und geringem Vertrauen in staatliche und demokratische Institutionen&rdquo;.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/gesellschaft\/boeckler-stiftung-demokratie-100.html\">Tagesschau<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.wsi.de\/fpdf\/HBS-008729\/p_wsi_report_90_2023.pdf%20\">Verteilungsbericht des WSI<\/a>\n<p>dazu: <strong>Studie: Armut ist Risiko f&uuml;r Demokratie &ndash; Indizien f&uuml;r Zunahme der Einkommensungleichheit in der Krise<\/strong><br>\nDie Einkommen in Deutschland sind heute sehr ungleich verteilt, wenn man die Entwicklung seit Ende der 1990er Jahre vergleicht. Zudem gibt es Indizien daf&uuml;r, dass die Einkommensungleichheit w&auml;hrend der Coronajahre erneut gestiegen ist und 2022 fast auf diesem H&ouml;chststand verharrte. Auch die Armutsquote liegt mit 16,7 Prozent 2022 sp&uuml;rbar h&ouml;her als vor Beginn der Pandemie, gegen&uuml;ber 2021 ist sie geringf&uuml;gig gesunken. Insbesondere dauerhafte Armut (mindestens f&uuml;nf Jahre in Folge) hat die gesellschaftliche Teilhabe schon vor der j&uuml;ngsten Teuerungswelle stark eingeschr&auml;nkt: Dauerhaft Arme m&uuml;ssen etwa deutlich h&auml;ufiger auf G&uuml;ter des allt&auml;glichen Lebens wie neue Kleidung oder Schuhe verzichten, sie k&ouml;nnen seltener angemessen heizen. Und sie machen sich zudem deutlich h&auml;ufiger Sorgen um ihre Gesundheit und sind mit ihrem Leben unzufriedener. Auch das Gef&uuml;hl, anerkannt und wertgesch&auml;tzt zu werden und das Vertrauen in demokratische und staatliche Institutionen h&auml;ngen stark mit dem Einkommen zusammen. Arme empfinden weitaus h&auml;ufiger als Menschen mit mehr Geld, &bdquo;dass andere auf mich herabsehen&ldquo;, wobei das Problem unter Menschen in dauerhafter Armut noch weitaus ausgepr&auml;gter ist als bei tempor&auml;rer Armut: Fast jede*r Vierte unter den dauerhaft Armen sagt, von anderen geringgesch&auml;tzt zu werden. Mit materiellen Einschr&auml;nkungen und dem Gef&uuml;hl geringer Anerkennung geht bei vielen Betroffenen eine erhebliche Distanz zu zentralen staatlichen und politischen Institutionen einher: Mehr als die H&auml;lfte der Armen hat nur wenig Vertrauen in Parteien und Politiker*innen. Rund ein Drittel vertraut dem Rechtssystem allenfalls in geringem Ma&szlig;e. Zu diesen Ergebnissen kommt der neue Verteilungsbericht des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung.<br>\n&bdquo;Wenn sich Menschen gesellschaftlich nicht mehr wertgesch&auml;tzt f&uuml;hlen und das Vertrauen in das politische System verlieren, dann leidet darunter auch die Demokratie&ldquo;, ordnen die Studienautor*innen Dr. Jan Br&uuml;lle und Dr. Dorothee Spannagel ihre Befunde ein. &bdquo;Wir sehen in Befragungen, dass Menschen mit niedrigen Einkommen von weiter wachsenden finanziellen Belastungen berichten &ndash; das geht bis in diesen Sommer hinein. Der Verteilungsbericht macht deutlich, welche Folgen das haben kann&ldquo;, erg&auml;nzt Prof. Dr. Bettina Kohlrausch, die wissenschaftliche Direktorin des WSI. &bdquo;Gleichzeitig reichen Sorgen &uuml;ber die soziale Ungleichheit weit &uuml;ber den Kreis der unmittelbar Betroffenen hinaus: F&uuml;r 44 Prozent der Erwerbspersonen, die wir im Juli befragt haben, war das ein gro&szlig;es Thema. Mehr und wirksameres politisches Engagement gegen Armut und Ungleichheit ist ein wesentlicher Ansatz, um die Gesellschaft zusammen- und funktionsf&auml;hig zu halten, gerade in Zeiten gro&szlig;er Ver&auml;nderungen und der Herausforderung durch Populisten.&ldquo;<br>\nIm Verteilungsbericht werten die WSI-Fachleute Br&uuml;lle und Spannagel die aktuellsten vorliegenden Daten aus zwei repr&auml;sentativen Befragungen aus: Erstens aus dem Mikrozensus, f&uuml;r den j&auml;hrlich etwa 800.000 Personen befragt werden. Die neueste Befragungswelle liefert &ndash; noch vorl&auml;ufige &ndash; Daten f&uuml;r 2022. Zweitens aus dem sozio-oekonomischen-Panel (SOEP), f&uuml;r das rund 15.000 Haushalte jedes Jahr interviewt werden, und das aktuell bis 2021 reicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/pressemitteilungen-2675-studie-armut-ist-risiko-fur-demokratie-53417.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wie Robert Habeck die deutsche Industrie retten will<\/strong><br>\nDas Problem: Habecks Industriestrategie ist in der Regierungskoalition von SPD, Gr&uuml;nen und FDP nicht abgestimmt. Manche wunderten sich, dass der gr&uuml;ne Minister damit vorprescht. Andere deuten es als den Versuch, den Gr&uuml;nen nach dem Debakel um das Heizungsgesetz wieder positiver in die Schlagzeilen zu bringen. Denn mit den Forderungen, die Habeck in der Industriestrategie erhebt, rennt er in der Wirtschaft, aber auch bei den Gewerkschaften, offene T&uuml;ren ein. Sie w&uuml;nschen sich Hilfe vom Staat in schwierigen Zeiten. (&hellip;)<br>\nZentraler Baustein in Habecks Industriestrategie ist ein stark subventionierter Strompreis. &Uuml;ber Jahrzehnte war es das deutsche Wirtschaftsmodell: Mit billiger Energie, vornehmlich Gas aus Russland, wurden Produkte gefertigt und teuer in die ganze Welt verkauft. Die Nation war Exportweltmeister, Made in Germany das Qualit&auml;tssiegel. Doch seit Russland die Ukraine &uuml;berfallen hat, kommt das Gas nicht mehr aus der Pipeline, sondern wird als teures Fl&uuml;ssiggas (LNG) mit Schiffen geliefert.<br>\nDie Energiepreise sind seither explodiert, in der Folge auch die Strompreise, die nun zu den h&ouml;chsten der Welt z&auml;hlen. F&uuml;r die B&uuml;rger lag der Strompreis zwischenzeitlich bei 40 Cent pro Kilowattstunde, die Industrie zahlt 24 Cent. Seit Monaten dr&auml;ngt Habeck darauf, einen staatlich subventionierten Industriestrompreis von sechs Cent pro Kilowattstunde einzuf&uuml;hren. (&hellip;)<br>\nDoch nicht nur Habeck, auch die Industrie und die Gewerkschaften warnen, dass es ohne einen subventionierten Strompreis nicht funktionieren kann. Es drohe &ldquo;der Verlust der energieintensiven Produktion und damit der Kern dessen, was die deutsche Industrie-Wertsch&ouml;pfungskette ausmacht&rdquo;, sagte der Wirtschaftsminister auf einer Industriekonferenz in Berlin. (&hellip;)<br>\nDer Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) warnt schon lange vor einem Abwandern der energieintensiven Betriebe ins Ausland. Das h&auml;tte schwerwiegende Folgen, wie BDI-Pr&auml;sident Siegfried Russwurm auf der Industriekonferenz betonte. &ldquo;Wenn es keine Chemie-Industrie in Deutschland mehr gibt, ist es illusorisch anzunehmen, dass die Automatisierung f&uuml;r Chemieanlagen weiter in Deutschland passiert.&rdquo;<br>\nEs gehe nicht nur darum, Gro&szlig;betriebe zu retten, sagte der zweite Vorsitzende der Industriegewerkschaft (IG) Metall, J&uuml;rgen Kerner. &ldquo;Ganz viele mittelst&auml;ndische, familiengef&uuml;hrte Unternehmen haben aktuell keine Perspektive mehr.&rdquo; Im ganzen Land gebe es eine gro&szlig;e Unsicherheit. Produktion werde ins Ausland verlagert oder eingestellt. &ldquo;Wir haben Aluminiumh&uuml;tten, die ihre Produktion einstellen, wir haben Gie&szlig;ereien und Schmieden, wo Auftr&auml;ge verloren gehen. Die Betriebsr&auml;te und die Insolvenzverwalter berichten von Entlassungen, Insolvenzen und Betriebsschlie&szlig;ungen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/wie-robert-habeck-die-deutsche-industrie-retten-will\/a-67266507\">DW<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Wie bei der rot-gr&uuml;nen Schr&ouml;der\/Fischer-Regierung m&ouml;chte Bundesminister Habeck eine Wirtschaftspolitik zugunsten gro&szlig;er und energieintensiver Konzerne betreiben. Erneut demonstriert er, dass er <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87735\">nicht inkompetent ist, sondern einfach nur mit dem Denken aufgeh&ouml;rt hat<\/a>. Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105771\">Offenbar hat Wirtschaftsminister Habeck einen Goldesel im Stall<\/a>. Daraus zitiert:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n<em>&ldquo;Er forderte gestern mal wieder die Subvention des Energie-Preises f&uuml;r die Industrie. Eine solche Subvention muss in der Regel durch Steuern finanziert werden. Was Habeck in die eine Tasche steckt, muss er aus einer anderen Tasche herausholen. Damit w&uuml;rde Habeck andere Teile der Wirtschaft und auch die Industrie belasten. Dass bei f&uuml;hrenden Politikern solche einfachen Zusammenh&auml;nge nicht pr&auml;sent sind, ist schon erstaunlich und beunruhigend.&rdquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Wie lange darf Herr Habeck noch vorf&uuml;hren, dass er &ouml;konomische Zusammeh&auml;nge kaum versteht, daf&uuml;r jedoch ein Experte f&uuml;r Kinderbuchliteratur (M&auml;rchen) ist?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Fachkr&auml;ftemangel: Scholz holt sich Abfuhr in Afrika &ndash; Deutschland nicht attraktiv<\/strong><br>\nBei der dritten Reise des Kanzlers nach Afrika nahm das Anwerben von Fachkr&auml;ften zur Bek&auml;mpfung des Fachkr&auml;ftemangels einen gro&szlig;en Raum ein. Scholz holte sich eine Abfuhr. Deutschland ist f&uuml;r ausgebildete Afrikaner nicht attraktiv. Der Kontinent bietet ihnen inzwischen gute Perspektiven.<br>\nIm russischen Fernsehen wird derzeit eine Serie mit dem Titel &ldquo;Fieber&rdquo; gezeigt. Die Rahmenhandlung ist schnell erz&auml;hlt. In einem afrikanischen Land bricht eine hochansteckende und meist t&ouml;dlich verlaufende Krankheit aus. Eine neue Variante des Ebola-Virus ist daf&uuml;r verantwortlich. Ein westliches Team vor Ort streicht aufgrund der Gefahr die Segel und reist ab. Die Mitarbeiter des afrikanischen Seuchenzentrums f&uuml;hlen sich im Stich gelassen. Sie wenden sich in ihrer Notlage an Russland, das im Gegensatz zum Westen zur Hilfe auch unter Gefahren bereit ist. Russland schickt eine gut ausger&uuml;stete Gruppe von Freiwilligen, bestehend aus Medizinern und Virologen. Da die afrikanische Kollegin in Sankt Petersburg studiert hat, ist die Kommunikation auf Russisch kein Problem. Russland rettet vielleicht nicht die ganze Welt, aber zumindest Teile Afrikas und baut zudem seine Beziehungen dorthin aus. Ein schlichter, aber sympathischer Plot.<br>\nNun mag man das f&uuml;r sehr weit hergeholt halten. Dass sich die Sympathien des afrikanischen Kontinents jedoch nicht mehr auf der Seite des Westens befinden, musste der deutsche Bundeskanzler bei seiner Reise durch Afrika feststellen. Auf seiner dritten Reise nach Afrika seit Amtsantritt besuchte Scholz Nigeria und Ghana.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/fromrussiawithlove.rtde.life\/meinung\/185744-fachkraeftemangel-scholz-holt-sich-abfuhr\/\">Gert Ewen Ungar auf RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Arbeitsuchende, Arbeitslose, erwerbsf&auml;hige Leistungsberechtigte: L&auml;ndervergleich Oktober 2023 (mit bremischen St&auml;dten)<\/strong><br>\nOktober 2023 (Stichtag 12.10.) 4,431 Millionen Arbeitsuchende &ndash; darunter: 2,607 Millionen registrierte Arbeitslose, davon 861.000 bei den Agenturen f&uuml;r Arbeit und 1,746 Millionen bei den Jobcentern. 165.000 (6,7 Prozent) mehr registrierte Arbeitslose als im Oktober 2022 &ndash; 97.000 mehr bei den Agenturen f&uuml;r Arbeit und 68.000 mehr bei den Jobcentern. (siehe Tabellen 1, 2 und 3). (1) 110.000 (8,5 Prozent) mehr arbeitslose M&auml;nner, 55.000 (4,7 Prozent) mehr arbeitslose Frauen als im Oktober 2022. (siehe Tabelle 4)<br>\nIm L&auml;ndervergleich reichten die Ver&auml;nderungsraten (Vorjahresvergleich) bei den registrierten Arbeitslosen insgesamt von +3,4 Prozent in Sachsen-Anhalt (ST) bis +11,2 Prozent in Hamburg (HH). (Land Bremen: +5,0 Prozent; Stadt Bremen: +3,8 Prozent; Bremerhaven: +9,2 Prozent; siehe Tabellen 1 und 7)<br>\nDie Ver&auml;nderungsraten (Vorjahresvergleich) bei den registrierten arbeitslosen Frauen reichten im L&auml;ndervergleich von +0,9 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern (MV) bis +12,3 Prozent in Hamburg (HH). (siehe Tabelle 4, Seite 6)<br>\nDie Ver&auml;nderungsraten (Vorjahresvergleich) bei den registrierten Arbeitslosen im Alter von unter 25 Jahren reichten im L&auml;ndervergleich von -0,8 Prozent im Land Bremen (HB) bis +20,5 Prozent in Sachsen (SN). (siehe Anhang, Seite 10)<br>\n3,911 Millionen erwerbsf&auml;hige Leistungsberechtigte (ELB &ndash; SGB II &ndash; Hartz IV), 2,1 Prozent (79.000) mehr als im Oktober 2022. Die Ver&auml;nderungsraten (Vorjahresvergleich) bei den ELB reichten im L&auml;ndervergleich von &#8209;1,2 Prozent in Sachsen-Anhalt (ST) bis +4,9 Prozent in Baden-W&uuml;rttemberg (BW).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/archiv-kurzmitteilungen\/1870-arbeitsuchende-arbeitslose-erwerbsfaehige-leistungsberechtigte-laendervergleich-oktober-2023-mit-bremischen-staedten.html\">BIAJ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>UN-Debatte zu Kuba: &Uuml;berw&auml;ltigende Mehrheit gegen US-Wirtschaftskrieg<\/strong><br>\n187 der 193 Mitgliedsl&auml;nder f&uuml;r sofortigen Stopp des Wirtschaftskriegs.<br>\nDer Plenarsaal der Vereinten Nationen wurde am Donnerstag zum Tribunal. Auf der Anklagebank sa&szlig;en die USA, Richter waren die 193 Mitgliedsl&auml;nder der Vereinten Nationen. Ihr nahezu einstimmig gef&auml;lltes Urteil fiel nach der zweit&auml;gigen Debatte in der UN-Vollversammlung f&uuml;r die USA vernichtend aus. 187 Staaten forderten die sofortige und bedingungslose Beendigung der seit &uuml;ber 60 Jahren gegen Kuba aufrechterhaltenen Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade. Wie &uuml;blich stimmten nur die USA selbst und Israel dagegen. Die Ukraine enthielt sich. Drei Staaten durften nicht abstimmen. In dieser Generalversammlung wurde erneut deutlich, dass die US-Regierung das mit Abstand isolierteste Regime der Welt ist. Zahlreiche Redner verurteilten die Regierungen in Washington auch f&uuml;r ihre anhaltenden Verst&ouml;&szlig;e gegen internationales Recht und die Missachtung der Weltgemeinschaft. &raquo;Wir besch&auml;ftigen uns heute zum 31. Mal mit einem Vorgang, der den Grunds&auml;tzen und Werten der Vereinten Nationen widerspricht und schon vor langer Zeit h&auml;tte gel&ouml;st werden m&uuml;ssen&laquo;, erkl&auml;rte die Vertreterin Kenias. &raquo;Die internationale Gemeinschaft hat die Nase voll von dieser perversen und sinnlosen Belagerung&laquo;, sagte Joaquin P&eacute;rez, der Vertreter Venezuelas.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/462342.unblock-cuba-un-debatte-zu-kuba-%C3%BCberw%C3%A4ltigende-mehrheit-gegen-us-wirtschaftskrieg.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Libanon &ndash; Warten auf den Krieg<\/strong><br>\nDer libanesische Interims-Ministerpr&auml;sident Najib Mikati, hat die Kriegsparteien in Gaza zu einem f&uuml;nft&auml;gigen Waffenstillstand aufgefordert. In dieser Zeit m&uuml;sse Hilfe die Menschen erreichen und es sollten Verhandlungen &uuml;ber einen st&auml;ndigen Waffenstillstand beginnen. Au&szlig;erdem m&uuml;sse diese Zeit genutzt werden, internationale Kontakte zu stabilisieren, um einen Gefangenenaustausch zwischen Israel und der Hamas sicherzustellen. Die internationale Gemeinschaft m&uuml;sse zudem auf die israelischen Angriffe im S&uuml;dlibanon reagieren forderte Mikati bei einer Sitzung der Interimsregierung in Beirut. Es gebe &raquo;M&auml;rtyrer, Opfer, zerst&ouml;rte H&auml;user, verbrannte Ernten und wirtschaftlichen und finanziellen Schaden&laquo;, so Mikati. J&uuml;ngstes Opfer war ein 16-j&auml;hriger Jugendlicher, der in der Nacht zu Mittwoch auf dem Nachhauseweg mit einem Motorrad von einer israelischen Drohne get&ouml;tet wurde. Der Libanon wird auf einen Krieg vorbereitet. Die Hisbollah, der Islamische Widerstand im S&uuml;den des Landes, setzt die israelische Armee mit gezielten Angriffen auf deren milit&auml;rische und &Uuml;berwachungsinfrastruktur s&uuml;dlich der Waffenstillstandslinie unter Druck, die &ndash; auch &raquo;Blaue Linie&laquo; genannt &ndash; seit dem Jahr 2000 von den Vereinten Nationen mit der UNO-Friedenstruppe f&uuml;r den Libanon (UNIFIL) kontrolliert wird. 49 K&auml;mpfer der Hisbollah sind bei ihrer Operation &raquo;Stra&szlig;e nach Jerusalem&laquo; seit Mitte Oktober get&ouml;tet worden. Am Freitag wird der Generalsekret&auml;r der Hisbollah, Hassan Nasrallah bei einer Trauerfeier f&uuml;r die gefallenen K&auml;mpfer der Organisation sprechen. Die Zahl der get&ouml;teten israelischen Soldaten ist unklar. Die israelische Armee greift mit Artillerie, Drohnen und Kampfjets an, der Versuch einer israelischen Milit&auml;reinheit auf libanesisches Gebiet vorzudringen, wurde zur&uuml;ckgeschlagen. Der Ort Dhayra, wenige Kilometer &ouml;stlich von Ras Naqoura, wurde wie auch der Ort Alma al-Shaab mehrfach von Israel beschossen. Dabei wurden gezielt W&auml;lder und landwirtschaftlich genutztes Land wie Olivenhaine, G&auml;rten und Weinst&ouml;cke in Brand gesetzt. Amnesty International berichtete, da&szlig; die israelische Armee bei den Angriffen auf den s&uuml;dlichen Libanon auch Wei&szlig;en Phosphor einsetze. Zahlreiche Menschen seien mit schweren Verbrennungen in Krankenh&auml;user eingewiesen worden, erkl&auml;rte die Regionalbeauftragte der Organisation Aya Majzoub. Nach dem internationalen humanit&auml;ren und Kriegsrecht ist der Einsatz von wei&szlig;em Phosphor in bewohnten Gebieten und gegen die Zivilbev&ouml;lkerung verboten. Die Regierung pr&uuml;ft eine Beschwerde beim UNO-Sicherheitsrat gegen den Einsatz dieser giftigen Munition.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zlv.lu\/db\/1\/1445074318412\/0\">Karin Leukefeld in Zeitung vum L&euml;tzebuerger Vollek<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Nach Antisemitismusvorw&uuml;rfen: Verleumdungsprozess gegen Musiker Ofarim startet<\/strong><br>\nVor zwei Jahren hatte Musiker Gil Ofarim schwerwiegende Vorw&uuml;rfe gegen den Mitarbeiter eines Hotels in Leipzig erhoben. Doch soll sich der Vorfall, der &uuml;ber soziale Netzwerke verbreitet und hohe Wellen geschlagen hatte, nach Meinung der Staatsanwaltschaft nicht zugetragen haben. Ofarim muss sich wegen falscher Verd&auml;chtigung und Verleumdung verantworten.<br>\nMehr als zwei Jahre nach Antisemitismusvorw&uuml;rfen von Gil Ofarim gegen einen Hotelmitarbeiter in Leipzig beginnt der Verleumdungsprozess gegen den Musiker. Zum Prozessauftakt vor dem Landgericht Leipzig am kommenden Dienstag ist mit einem gro&szlig;en &ouml;ffentlichen Interesse zu rechnen.<br>\nOfarims Anschuldigungen sorgten damals f&uuml;r gro&szlig;es Aufsehen und erhalten angesichts des Krieges im Nahen Osten aktuell ein besonderes Gewicht.<br>\nOfarim ist angeklagt, falsche Antisemitismusvorw&uuml;rfe gegen einen Mitarbeiter des Leipziger Hotels &ldquo;Westin&rdquo; erhoben zu haben. Der Musiker schilderte am 5. Oktober 2021 in einem in den sozialen Netzwerken verbreiteten Video, er sei von einem Hotelmitarbeiter beim Einchecken aufgefordert worden, eine Halskette mit Davidstern abzulegen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.gmx.net\/magazine\/panorama\/antisemitismusvorwuerfen-verleumdungsprozess-musiker-ofarim-38826104\">GMX<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Israel schaltet riesige Onlinekampagne zu Gaza<\/strong><br>\nIsrael hat eine Onlinekampagne zum Gazakrieg gestartet, die vor allem Menschen in Europa mit ersch&uuml;tternden Bildern und Berichten von dem Angriff der radikalislamischen Hamas auf Israel vom 7. Oktober konfrontieren soll. Dutzende Videos mit Bildern verbrannter Leichen, trauernder Familien und schnell hintereinander geschnittenen Schreien und Sirenen werden auf den offiziellen Social-Media-Kan&auml;len des israelischen Au&szlig;enministeriums und in bezahlten Werbekampagnen gezeigt. Dem Sprecher des israelischen Au&szlig;enministeriums Emmanuel Nahshon zufolge sind die Videos bereits mehr als eine Milliarde Mal angesehen worden. Laut der US-amerikanischen Marketingfirma Semrush hat die israelische Regierung bereits auf 8,5 Millionen US-Dollar f&uuml;r die Kampagne ausgegeben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/462398.israel-schaltet-riesige-onlinekampagne-zu-gaza.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Journalisten unter Beschuss<\/strong><br>\nDer j&uuml;ngste Nahostkrieg hat bisher mindestens 33 Journalisten und Medienmitarbeitern das Leben gekostet. Das zeigt eine Untersuchung des Komitees zum Schutz von Journalisten (Committee to Protect Journalists, CPJ), die Donnerstag ver&ouml;ffentlicht wurde. Demnach wurden 28 pal&auml;stinensische Medienvertreter, vier israelische und einer aus dem Libanon get&ouml;tet. Acht wurden verletzt, neun gelten als vermisst oder wurden verhaftet. Auch Familienangeh&ouml;rige von Journalisten wurden gezielt bedroht und get&ouml;tet. Die vier israelischen Journalisten kamen am 7. Oktober bei dem &Uuml;berfall der Kassam-Brigaden ums Leben, zwei auf dem Musikfestival, die beiden anderen in zwei Kibbuzim, wo sie mit ihren Familien wohnten, die auch get&ouml;tet wurden. Die meisten Journalisten starben in Gaza bei Angriffen der israelischen Armee. Die israelische Armeef&uuml;hrung erkl&auml;rte gegen&uuml;ber Reuters und AFP, dass sie die Sicherheit von Journalisten in Gaza &raquo;nicht garantieren&laquo; k&ouml;nne. Die Nachrichtenagenturen hatten die israelische Armee zum Schutz ihrer Mitarbeiter aufgefordert. Daraufhin hatte die Armee erkl&auml;rt, man ziele auf milit&auml;rische Hamas-Aktivit&auml;ten &uuml;berall in Gaza. Die Hamas suche bei ihnen absichtlich die N&auml;he von Journalisten und Zivilisten, daher &raquo;k&ouml;nnen wir f&uuml;r Ihre Mitarbeiter keine Garantie &uuml;bernehmen und fordern Sie nachdr&uuml;cklich auf, alle notwendigen Ma&szlig;nahmen f&uuml;r deren Sicherheit zu &uuml;bernehmen&laquo;. Journalisten in Kriegsgebieten tragen zumeist blaue Schutzwesten und -helme mit der Aufschrift &raquo;Presse&laquo;. Auch ihre Fahrzeuge sind entsprechend mit Gro&szlig;buchstaben beschriftet. Das hinderte die israelische Armee nicht, eine Gruppe deutlich gekennzeichneter Journalisten des katarischen Senders Al-Dschasira, von AFP und Reuters am 13. Oktober im S&uuml;dlibanon ins Visier zu nehmen. Dabei wurde der Reuters-Reporter Issam Abdallah get&ouml;tet, eine Fotografin von AFP wurde schwer verletzt. Das Fahrzeug der Gruppe, auf dem eine &Uuml;bertragungssch&uuml;ssel installiert war, brannte komplett aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/462366.pressefreiheit-in-gefahr-journalisten-unter-beschuss.html\">Karin Leukefeld in junge Welt<\/a>\n<p><em>Lesen Sie dazu auch: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106046\">31 get&ouml;tete Journalisten &ndash; wo bleibt der Protest gegen Israels Kriegsf&uuml;hrung?<\/a><\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Can you see the avocado?<\/strong><br>\nSara Roy &middot; A letter to President Biden<br>\nDear Mr President,<br>\nWhen does the death of a Palestinian child become unacceptable? Or perhaps I should ask the question this way: when will you assign a Palestinian life the same sanctity you assign an Israeli one?<br>\nYesterday Israel bombarded the Jabaliya refugee camp in Gaza. Part of the camp was destroyed and at least a hundred people were killed or injured. My friend the poet Mosab Abu Toha, his wife and children moved to Jabaliya recently after Israel warned them to leave their home in Beit Lahiya, a city north of the camp, because Beit Lahiya would be shelled. It was, and Mosab&rsquo;s home was destroyed. I have just heard from him after two days of frantic worry. &lsquo;The bombing in Jabaliya camp was just seventy metres away from us,&rsquo; he said. &lsquo;A whole neighbourhood was wiped out.&rsquo;<br>\nJabaliya is a familiar place to me although I haven&rsquo;t been there in several years. It is the largest of Gaza&rsquo;s eight refugee camps, with 26 schools, two health centres and a public library. More than 116,000 men, women and children live in an area of 1.4 square kilometres. Do you have any idea what it means to crowd over 100,000 people into half a square mile? Yet, despite the extreme population density, the camp is a vibrant community. What I remember most about my visits to Jabaliya are the children: they were everywhere, laughing and playing. I also loved the bustling markets, which I would visit with my women friends.<br>\nI must also tell you that, as a Jew and child of Holocaust survivors, I was welcomed into every home I visited in the camp. In fact, I was embraced. I still have a drawing done for me by the 12-year-old son of a friend of mine who wanted to go to art school in America.<br>\nI don&rsquo;t know if my friends and their families are among those murdered or injured by Israel. But I do know that this is not the first atrocity and it won&rsquo;t be the last if the barbarity continues to be justified by you and others with the power to stop it. You call for a &lsquo;humanitarian pause&rsquo;, which I do not understand. What does a pause mean in the middle of such carnage? Does it mean feeding people so they can survive to be killed the next day? How is that humanitarian? How is that humane? [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lrb.co.uk\/blog\/2023\/november\/can-you-see-the-avocado\">London Review of Books<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-106151","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/106151","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=106151"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/106151\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":106164,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/106151\/revisions\/106164"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=106151"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=106151"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=106151"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}