{"id":106196,"date":"2023-11-05T09:00:59","date_gmt":"2023-11-05T08:00:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106196"},"modified":"2023-11-06T08:37:51","modified_gmt":"2023-11-06T07:37:51","slug":"hinweise-der-woche-332","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106196","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106196#h01\">Pistorius sieht Gefahr eines Kriegs in Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106196#h02\">&bdquo;Deutschland kriegstauglich machen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106196#h03\">Sahra Wagenknecht im Interview: &bdquo;Unsere Partei darf nicht von Spinnern gekapert werden&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106196#h04\">Pal&auml;stinenser in Deutschland: &bdquo;Ist unser Leben weniger wert?&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106196#h05\">Eine Region in Aufruhr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106196#h06\">Studie der B&ouml;ckler-Stiftung &ndash; Armut gef&auml;hrdet die Demokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106196#h07\">J&uuml;dische Wissenschaftlerin Judith Butler verurteilt Israels &ldquo;V&ouml;lkermord&rdquo; in Gaza<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106196#h08\">Baerbocks Au&szlig;enministerium schweigt zu Julian Assange &ndash; Dagdelen: &bdquo;Vollkommen inakzeptabel&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106196#h09\">Abschieben und abwerben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106196#h10\">Can you see the avocado?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Pistorius sieht Gefahr eines Kriegs in Europa<\/strong><br>\nDer Konflikt in Nahost und Russlands Krieg gegen die Ukraine sollten auch in der deutschen Gesellschaft Konsequenzen haben, fordert Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius. Der SPD-Politiker sagte in der ZDF-Sendung &ldquo;Berlin direkt&rdquo;: &ldquo;Wir m&uuml;ssen uns wieder an den Gedanken gew&ouml;hnen, dass die Gefahr eines Krieges in Europa drohen k&ouml;nnte.&rdquo; Deutschland m&uuml;sse wehrhaft sein, das gelte sowohl f&uuml;r die Bundeswehr als auch f&uuml;r die Gesellschaft: &ldquo;Wir m&uuml;ssen kriegst&uuml;chtig werden&rdquo;, so Pistorius. Zugleich werde Deutschland im Nahost-Konflikt alles daf&uuml;r tun, dass es zu keiner weiteren Eskalation komme. Vorw&uuml;rfe, die Bundesregierung sei bei der sogenannten Zeitenwende zu langsam, wies Pistorius zur&uuml;ck. &ldquo;Viel mehr Tempo geht gar nicht.&rdquo; Man habe nicht nur ein Sonderverm&ouml;gen f&uuml;r die Bundeswehr in H&ouml;he von 100 Milliarden Euro aufgelegt, sondern auch Strukturen ver&auml;ndert. Wohl aber sei die Bundeswehr lange vernachl&auml;ssigt worden, sagte Pistorius: &ldquo;Das alles l&auml;sst sich, was in 30 Jahren verbockt worden ist, sorry wenn ich das so sage, und runtergewirtschaftet worden ist, nicht in 19 Monaten wieder einholen.&rdquo; Deutschland werde aber bereits Ende dieses Jahrzehnts ganz anders dastehen. Zuvor hatte sich Wirtschaftsminister Robert Habeck f&uuml;r mehr Geld f&uuml;r die Bundeswehr ausgesprochen. Der Gr&uuml;nen-Politiker sagte, dar&uuml;ber m&uuml;sse rechtzeitig debattiert werden &ndash; und zwar, bevor das Sonderverm&ouml;gen auslaufe. &ldquo;Wenn wir die Zeitenwende ernst nehmen, muss Deutschland f&uuml;r seine Sicherheit mehr tun. Daf&uuml;r werden wir f&uuml;r die Bundeswehr viel Geld brauchen.&rdquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/politik\/pistorius-zeitenwende-ukraine-israel-100.html\">ZDF<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/politik\/berlin-direkt\/berlin-direkt-vom-29-oktober-2023-100.html\">Berlin direkt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers E.W.:<\/strong> Kriegsminister Pistorius forderte u.a. einen Mentalit&auml;tswechsel in der Bev&ouml;lkerung und erkl&auml;rte (ab min. 11:44) &ldquo;wir m&uuml;ssen kriegst&uuml;chtig werden&rdquo;. Ein Horror das mittlerweile Politiker &ouml;ffentlich in einem &ouml;ffentlich-rechtlichen Sender so etwas unwidersprochen(!) zum Besten geben k&ouml;nnen. Kriegsvorbereitung ist angesagt, Landesverteidigung war gestern. Ich kann nur hoffen das Mentalit&auml;tswechsel in der Bev&ouml;lkerung so ausf&auml;llt, dass diese kriegsvorbereitende Politik endlich abgew&auml;hlt wird! In allen Sozialetats soll gestrichen werden, zugunsten einer nie dagewesenen Aufr&uuml;stung. Unfassbar!!<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin I.S.:<\/strong> Fassungslos. Wie k&ouml;nnen wir das einfach so hinnehmen? Wir sollen uns an KRIEG gew&ouml;hnen??? Meine S&ouml;hne sind 20 und 23 Jahre alt. Soll ich mich schonmal an den Gedanken gew&ouml;hnen, dass sie bald als Soldaten sterben? Ja, ich wei&szlig;. Er hat es geschickt formuliert. Gefahr. Drohen. K&ouml;nnte. Damit wir zun&auml;chst erstmal die weitere Aufr&uuml;stung hinnehmen. Leute, geht auf die Stra&szlig;e. Protestiert. Seid laut! Geht endlich auf die Stra&szlig;e und protestiert!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&bdquo;Deutschland kriegstauglich machen&rdquo;<\/strong><br>\nVerteidigungsminister Boris Pistorius sucht die deutsche Bev&ouml;lkerung auf einen m&ouml;glichen Krieg einzuschw&ouml;ren und fordert, die Bundesrepublik m&uuml;sse &bdquo;kriegst&uuml;chtig werden&ldquo;. &bdquo;Wir m&uuml;ssen uns wieder an den Gedanken gew&ouml;hnen, dass die Gefahr eines Krieges in Europa drohen k&ouml;nnte&ldquo;, &auml;u&szlig;erte Pistorius am Sonntagabend. Seine Forderung hat er am gestrigen Dienstag bekr&auml;ftigt. Bereits am Freitag hatte er in einer Rede an der Hamburger F&uuml;hrungsakademie der Bundeswehr vor rund 300 Offizieren erkl&auml;rt, die 100 Milliarden Euro Sonderschulden (&bdquo;Sonderverm&ouml;gen&ldquo;), die Kanzler Olaf Scholz unmittelbar nach Beginn des Ukraine-Kriegs zur Aufr&uuml;stung der Bundeswehr bereitgestellt hatte, reichten allenfalls bis 2027 oder 2028 aus. Vizekanzler Robert Habeck spricht sich bereits heute ausdr&uuml;cklich f&uuml;r ein zweites Schuldenprogramm zur Finanzierung der weiteren Waffenbeschaffung aus. Weil Deutschland milit&auml;risch auf B&uuml;ndnisse angewiesen sei, erkl&auml;rt Pistorius Kritik an NATO und EU zur Gef&auml;hrdung der &bdquo;Sicherheit Deutschlands&ldquo;; er engt damit die Bandbreite &ouml;ffentlich akzeptierter Meinungen weiter ein. Dar&uuml;ber hinaus dringt er auf einen &bdquo;Mentalit&auml;tswechsel&ldquo; in der Bev&ouml;lkerung hin zu gr&ouml;&szlig;erer &bdquo;Wehrhaftigkeit&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9391\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Sahra Wagenknecht im Interview: &bdquo;Unsere Partei darf nicht von Spinnern gekapert werden&ldquo;<\/strong><br>\nWagenknecht gr&uuml;ndet eine eigene Partei. Hier spricht sie &uuml;ber den gescheiterten Plan zur Rettung der Linken, ostdeutsches Gesp&uuml;r f&uuml;r Bevormundung und dar&uuml;ber, was konservativ ist. [&hellip;]<br>\nWarum haben Sie als bekannteste und beliebteste Politikerin der Linken nie f&uuml;r den Parteivorsitz kandidiert? Wer au&szlig;er Ihnen h&auml;tte das Ruder rumrei&szlig;en k&ouml;nnen?<br>\nIch habe schon lange keine innerparteiliche Mehrheit mehr. Zumindest nicht bei den Funktion&auml;ren. Wir haben ja immer wieder versucht, die Schwerpunkte der Linken zu ver&auml;ndern, aber es ist uns nicht gelungen. Das Problem ist nicht nur die Parteif&uuml;hrung, sondern auch, dass sie mit ihrem Fokus auf kleine aktivistische Milieus beim aktiven Teil der Partei gro&szlig;e Unterst&uuml;tzung hat.<br>\nGregor Gysi sagte dem Spiegel, dass er Sie fast dazu gebracht h&auml;tte, in der Linken zu bleiben. Sie beide h&auml;tten sogar ein Papier mit gemeinsamen Positionen verfasst. Auch die Parteichefs w&auml;ren, obwohl es ihnen nicht richtig gefallen habe, einverstanden gewesen. Allerdings h&auml;tten diese dann Ihre Friedensdemo nicht ausreichend unterst&uuml;tzt, woraufhin Sie nicht mehr an einer L&ouml;sung interessiert gewesen w&auml;ren. Ist das richtig?<br>\nNein. Die Parteivorsitzenden hatten das Papier zur Strategie der Linken, auf das sich Gysi und ich vor gut einem Jahr geeinigt hatten und das sehr vern&uuml;nftig war, nicht unterst&uuml;tzt. Sonst h&auml;tte es die von Gysi vorgeschlagene Pressekonferenz ja gegeben. Die Kundgebung war erst Ende Februar 2023. Aber es ist m&uuml;&szlig;ig, dar&uuml;ber zu spekulieren, ob dann alles anders gekommen w&auml;re. Ein gemeinsames Papier h&auml;tte sicher nicht gereicht, damit die Linke das Vertrauen der W&auml;hler zur&uuml;ckgewinnt.<br>\nSie sagen immer, die Linke habe sich in den vergangenen Jahren ver&auml;ndert. Aber trifft das nicht auch auf Sie selbst zu?<br>\nSicherlich, wenn Sie sich meine gesamte Biografie anschauen, ist das so. Aber wenn Sie meine B&uuml;cher lesen, wird Ihnen auffallen, dass ich meine wirtschaftspolitischen Positionen schon seit vielen Jahren vertrete.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/sahra-wagenknecht-im-interview-unsere-partei-darf-nicht-von-spinnern-gekapert-werden-li.2153124\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Pal&auml;stinenser in Deutschland: &bdquo;Ist unser Leben weniger wert?&ldquo;<\/strong><br>\nDer Terror der Hamas und die Bombardierung des Gazastreifens durch das israelische Milit&auml;r haben auch Folgen f&uuml;r die Pal&auml;stinenser in Deutschland. Der Kontakt zu den Verwandten bricht immer wieder ab und viele haben Angeh&ouml;rige verloren<br>\nIn Deutschland lebt die gr&ouml;&szlig;te pal&auml;stinensische Diasporagemeinschaft Europas. Viele der hier lebenden Pal&auml;stinenser:innen sind pers&ouml;nlich stark von dem Beschuss des Gazastreifens durch das israelische Milit&auml;r betroffen.<br>\nder Freitag: Danke, dass Du Dich bereit erkl&auml;rt hast, dieses Gespr&auml;ch zu f&uuml;hren. Du bist in Gaza aufgewachsen, hast dort studiert, Dich f&uuml;r Frauenrechte engagiert, lebst seit 2016 in Deutschland und arbeitest hier als Sozialarbeiterin. Der Gro&szlig;teil Deiner Familie lebt immer noch in Gaza.<br>\nSarah A.*: Alle meine Erinnerungen sind dort. Ich vermisse mein Leben in Gaza, die Menschen, unser Haus, unseren Garten, die Orangenb&auml;ume, Spazierengehen, Teetrinken abends am Meer. Jetzt ist alles zerst&ouml;rt. Die Stra&szlig;e am Meer, wo wir uns immer abends trafen, um ein bisschen Freiheit zu sp&uuml;ren, wurde zerst&ouml;rt.<br>\nIn den letzten Tagen hast Du mehrere Familienmitglieder durch die Bombardierungen des israelischen Milit&auml;rs verloren. Das ist kein leichter Schritt, in einem intimen Moment der Trauer an die &Ouml;ffentlichkeit zu gehen.<br>\nMeine Eltern und Geschwister sind alle in Europa. Aber meine Cousinen, Tanten, Onkel, Nichten und Neffen sind im Gazastreifen. Ich habe 30 Familienmitglieder in Nord Gaza verloren. 14 davon sind Kinder unter 15 Jahren. Ich habe es &uuml;ber Facebook erfahren. Zuerst sah ich nur die Namen, dann habe ich weiter gesucht und sah die Bilder der Get&ouml;teten. Vor einer Woche habe ich noch mit einigen geschrieben, dann brach aber der Kontakt ab. Der letzte Kontakt war am 8. Oktober. Dann gab es keinen Strom mehr. Ich kann es nur schwer beschreiben, wie es sich anf&uuml;hlt, eine Liste mit 30 Namen zu sehen: Gro&szlig;vater, Gro&szlig;mutter, Mutter, Vater, Kinder, Enkelkinder. Eine ganze Familie wurde ausgel&ouml;scht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/palaestinenser-in-deutschland-ist-unser-leben-weniger-wert\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Eine Region in Aufruhr<\/strong><br>\nDer Gazakrieg entfacht die arabische Welt: Die Wut richtet sich nicht nur gegen die milit&auml;rische Antwort Israels, sondern auch gegen den Westen.<br>\nDie Abstimmung am 27. Oktober war eindeutig. 120 Staaten votierten in der UN-Generalversammlung f&uuml;r eine von Jordanien eingebrachte Resolution f&uuml;r eine sofortige und dauerhafte Waffenruhe. Nur 14 Staaten stimmten dagegen, darunter Israel und die Vereinigten Staaten. Dass die Bundesrepublik sich mit 44 anderen enthielt, obwohl die verbreitete Erkl&auml;rung eher eine Ablehnung nahelegte, mag vor allem der &Uuml;berlegung geschuldet sein, die Gespr&auml;chskan&auml;le zu all jenen, die Israels Krieg gegen den Gazastreifen kritisch sehen, nicht abrei&szlig;en zu lassen.<br>\nDie in Deutschland verbreitete Sicht, Israel freie Hand f&uuml;r jegliches Vorgehen gegen die Hamas zu geben, ist im globalen Ma&szlig;stab jedenfalls eindeutig minorit&auml;r. Angesichts der unmenschlichen Grausamkeiten vom 7. Oktober wollte der politische Westen die Antwort darauf als Kampf gegen den Terrorismus framen. Dies kann schon jetzt als gescheitert angesehen werden. Sp&auml;testens seit den grausamen Bildern der Explosion im Al-Ahli-Al-Arabi-Krankenhaus in Gaza-Stadt ist die arabische Welt in Aufruhr. Ungeachtet dessen, dass der Ursprung dieses Unheils, welches vermutlich Hunderte Menschenleben kostete, weiterhin umstritten ist, war dies der Funke, der die Stra&szlig;en von Algier bis Amman, von Beirut bis Bagdad, in Brand setzte. Hunderttausendfach gingen die Menschen auf die Stra&szlig;e, in den sozialen Netzwerken explodierten die Solidarit&auml;tsbekundungen f&uuml;r Pal&auml;stina.<br>\nDie arabischen Staatschefs &ndash; die sich bis dahin in einem diffizilen Balanceakt versuchten zwischen dem ungeliebten, doch mittlerweile akzeptierten j&uuml;dischen Staat auf der einen und der als Befreiungsbewegung getarnten Terrororganisation auf der anderen Seite &ndash; waren nun gezwungen, Farbe zu bekennen. In einem beispiellosen diplomatischen Paukenschlag schlug der jordanische K&ouml;nig dem US-Pr&auml;sidenten die T&uuml;r ins Gesicht und sagte einen Vierergipfel mit dem pal&auml;stinensischen und dem &auml;gyptischen Staatsoberhaupt ab. Er sehe keine Grundlage, &bdquo;Krieg und Massaker zu beenden&ldquo;, Israel bringe die Region &bdquo;an den Rand des Abgrunds&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ipg-journal.de\/regionen\/naher-osten\/artikel\/eine-region-in-aufruhr-7093\/\">IPG<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Dieser Text ist zwar gespickt mit modischen Fremdw&ouml;rtern, die offensichtlich den hohen Standard des Autors bezeugen sollen, aber er ist ansonsten informativ.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Studie der B&ouml;ckler-Stiftung &ndash; Armut gef&auml;hrdet die Demokratie<\/strong><br>\nDie Armut in Deutschland nimmt immer weiter zu. Mit Folgen f&uuml;r die Demokratie, warnt eine neue Studie der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. Denn viele &auml;rmere Menschen haben demnach wenig Vertrauen in demokratische Strukturen wie Politik, Polizei und Rechtsstaat.Viele Menschen mit wenig Einkommen haben ein geringeres Vertrauen in die demokratischen Institutionen als Menschen mit hohem Einkommen. Zu diesem Ergebnis kommt der am Donnerstag in Berlin vorgestellte &ldquo;Verteilungsbericht 2023&rdquo; des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der gewerkschaftsnahen Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. Die beiden Studienautoren ermittelten &ldquo;eine deutliche Korrelation zwischen Einkommensh&ouml;he und geringem Vertrauen in staatliche und demokratische Institutionen&rdquo;.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/gesellschaft\/boeckler-stiftung-demokratie-100.html\">Tagesschau<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.wsi.de\/fpdf\/HBS-008729\/p_wsi_report_90_2023.pdf\">Verteilungsbericht des WSI<\/a>\n<p>dazu: <strong>Studie: Armut ist Risiko f&uuml;r Demokratie &ndash; Indizien f&uuml;r Zunahme der Einkommensungleichheit in der Krise<\/strong><br>\nDie Einkommen in Deutschland sind heute sehr ungleich verteilt, wenn man die Entwicklung seit Ende der 1990er Jahre vergleicht. Zudem gibt es Indizien daf&uuml;r, dass die Einkommensungleichheit w&auml;hrend der Coronajahre erneut gestiegen ist und 2022 fast auf diesem H&ouml;chststand verharrte. Auch die Armutsquote liegt mit 16,7 Prozent 2022 sp&uuml;rbar h&ouml;her als vor Beginn der Pandemie, gegen&uuml;ber 2021 ist sie geringf&uuml;gig gesunken. Insbesondere dauerhafte Armut (mindestens f&uuml;nf Jahre in Folge) hat die gesellschaftliche Teilhabe schon vor der j&uuml;ngsten Teuerungswelle stark eingeschr&auml;nkt: Dauerhaft Arme m&uuml;ssen etwa deutlich h&auml;ufiger auf G&uuml;ter des allt&auml;glichen Lebens wie neue Kleidung oder Schuhe verzichten, sie k&ouml;nnen seltener angemessen heizen. Und sie machen sich zudem deutlich h&auml;ufiger Sorgen um ihre Gesundheit und sind mit ihrem Leben unzufriedener. Auch das Gef&uuml;hl, anerkannt und wertgesch&auml;tzt zu werden und das Vertrauen in demokratische und staatliche Institutionen h&auml;ngen stark mit dem Einkommen zusammen. Arme empfinden weitaus h&auml;ufiger als Menschen mit mehr Geld, &bdquo;dass andere auf mich herabsehen&ldquo;, wobei das Problem unter Menschen in dauerhafter Armut noch weitaus ausgepr&auml;gter ist als bei tempor&auml;rer Armut: Fast jede*r Vierte unter den dauerhaft Armen sagt, von anderen geringgesch&auml;tzt zu werden. Mit materiellen Einschr&auml;nkungen und dem Gef&uuml;hl geringer Anerkennung geht bei vielen Betroffenen eine erhebliche Distanz zu zentralen staatlichen und politischen Institutionen einher: Mehr als die H&auml;lfte der Armen hat nur wenig Vertrauen in Parteien und Politiker*innen. Rund ein Drittel vertraut dem Rechtssystem allenfalls in geringem Ma&szlig;e. Zu diesen Ergebnissen kommt der neue Verteilungsbericht des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung.<br>\n&bdquo;Wenn sich Menschen gesellschaftlich nicht mehr wertgesch&auml;tzt f&uuml;hlen und das Vertrauen in das politische System verlieren, dann leidet darunter auch die Demokratie&ldquo;, ordnen die Studienautor*innen Dr. Jan Br&uuml;lle und Dr. Dorothee Spannagel ihre Befunde ein. &bdquo;Wir sehen in Befragungen, dass Menschen mit niedrigen Einkommen von weiter wachsenden finanziellen Belastungen berichten &ndash; das geht bis in diesen Sommer hinein. Der Verteilungsbericht macht deutlich, welche Folgen das haben kann&ldquo;, erg&auml;nzt Prof. Dr. Bettina Kohlrausch, die wissenschaftliche Direktorin des WSI. &bdquo;Gleichzeitig reichen Sorgen &uuml;ber die soziale Ungleichheit weit &uuml;ber den Kreis der unmittelbar Betroffenen hinaus: F&uuml;r 44 Prozent der Erwerbspersonen, die wir im Juli befragt haben, war das ein gro&szlig;es Thema. Mehr und wirksameres politisches Engagement gegen Armut und Ungleichheit ist ein wesentlicher Ansatz, um die Gesellschaft zusammen- und funktionsf&auml;hig zu halten, gerade in Zeiten gro&szlig;er Ver&auml;nderungen und der Herausforderung durch Populisten.&ldquo;<br>\nIm Verteilungsbericht werten die WSI-Fachleute Br&uuml;lle und Spannagel die aktuellsten vorliegenden Daten aus zwei repr&auml;sentativen Befragungen aus: Erstens aus dem Mikrozensus, f&uuml;r den j&auml;hrlich etwa 800.000 Personen befragt werden. Die neueste Befragungswelle liefert &ndash; noch vorl&auml;ufige &ndash; Daten f&uuml;r 2022. Zweitens aus dem sozio-oekonomischen-Panel (SOEP), f&uuml;r das rund 15.000 Haushalte jedes Jahr interviewt werden, und das aktuell bis 2021 reicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/pressemitteilungen-2675-studie-armut-ist-risiko-fur-demokratie-53417.htm%20\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>J&uuml;dische Wissenschaftlerin Judith Butler verurteilt Israels &ldquo;V&ouml;lkermord&rdquo; in Gaza<\/strong><br>\nIm Interview erkl&auml;rt Berkeley-Professorin, warum sie von Genozid spricht. Politik und Medien w&uuml;rden Opfer in zwei Klassen einteilen. Hier ihre Forderungen.<br>\nJudith Butler ist US-amerikanische Philosophin und politische Kommentatorin. Sie ist Professorin an der University of California, Berkeley, und Inhaberin des Hannah-Arendt-Lehrstuhls an der European Graduate School. Au&szlig;erdem ist sie Mitglieder des Beirats der Jewish Voice for Peace.<br>\nButler ist Autorin zahlreicher B&uuml;cher, darunter &ldquo;The Force of Nonviolence: An Ethico-Political Bind und Parting Ways. Jewishness and the Critique of Zionism&rdquo;. Ihr j&uuml;ngster Beitrag f&uuml;r London Review of Books tr&auml;gt die &Uuml;berschrift &ldquo;The Compass of Mourning&rdquo;.<br>\nZusammen mit Dutzenden j&uuml;dischen Schriftstellern und K&uuml;nstlern hat Butler k&uuml;rzlich einen offenen Brief an US-Pr&auml;sident Biden unterzeichnet, in dem sie einen sofortigen Waffenstillstand fordern. Zu den Unterzeichnern des Briefes geh&ouml;rten auch V, ehemals Eve Ensler, Masha Gessen und der Dramatiker Tony Kushner.<br>\nDas Interview f&uuml;hrten Amy Goodman und Nermeen Shaikh. Es handelt sich um eine gek&uuml;rzte Version.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Juedische-Wissenschaftlerin-Judith-Butler-verurteilt-Israels-Voelkermord-in-Gaza-9348476.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Baerbocks Au&szlig;enministerium schweigt zu Julian Assange &ndash; Dagdelen: &bdquo;Vollkommen inakzeptabel&ldquo;<\/strong><br>\nDer australische Investigativjournalist sitzt seit viereinhalb Jahren im britischen Hochsicherheitsgef&auml;ngnis Belmarsh im S&uuml;dosten Londons.<br>\nDie Regierung habe den offenen Brief &bdquo;zur Kenntnis genommen&ldquo;, hei&szlig;t es nun in einer Antwort des Ausw&auml;rtigen Amts auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsabgeordneten Sevim Dagdelen und der Linke-Fraktion. Das Schreiben liegt der Berliner Zeitung vor. Man verfolge &bdquo;die &ouml;ffentlich stattfindende Diskussion &uuml;ber den Fall kontinuierlich&ldquo;. (&hellip;)<br>\nDer Fall Assange besch&auml;ftigt seit Jahren nicht nur die &Ouml;ffentlichkeit, sondern auch Regierungen und Gerichte. Der Wikileaks-Gr&uuml;nder ist seit 2019 in britischer Auslieferungshaft. Ihm und seiner Plattform wird Spionage vorgeworfen, die USA fordern seine Auslieferung. Wikileaks hatte gemeinsam mit internationalen Medien Ausz&uuml;ge aus Milit&auml;rprotokollen ver&ouml;ffentlicht, die unter anderem Kriegsverbrechen der USA w&auml;hrend der Kriege in Afghanistan und im Irak belegen. In den Vereinigten Staaten drohen Assange 175 Jahre Haft.<br>\nDie Linke-Fraktion wollte in ihrer Anfrage wissen, ob sich die Bundesregierung in den vergangenen Monaten gegen&uuml;ber den Briten und den Amerikanern daf&uuml;r eingesetzt habe, dass Assange nicht ausgeliefert und freigelassen wird. Sie verweist auf einen Bundestagsbeschluss vom 7. Juli 2022.<br>\nDamals hatte eine Parlamentsmehrheit einer entsprechenden Petition zugestimmt. Die Beschlussempfehlung des Petitionsausschusses ist nicht &ouml;ffentlich, sie liegt der Berliner Zeitung aber vor. Darin hei&szlig;t es etwa: &bdquo;Mit der Petition wird gefordert, die psychologische Folter des Journalisten Julian Assange und den damit verbundenen Angriff auf die Pressefreiheit in Deutschland und Europa zu verurteilen.&ldquo; Weiterhin werde verlangt, &bdquo;sich f&uuml;r die sofortige Freilassung von Julian Assange einzusetzen und f&uuml;r dessen Nichtauslieferung an die USA zu pl&auml;dieren&ldquo;. Dort drohe ihm eine Verurteilung, die nach Ma&szlig;st&auml;ben der Vereinten Nationen nicht akzeptabel sei.<br>\nLetztlich stimmte der Bundestag zu: Die Bundesregierung soll sich auf Wunsch des Parlaments f&uuml;r die Freilassung von Assange engagieren.<br>\nDas Ausw&auml;rtige Amt unter Baerbock war bislang sehr zur&uuml;ckhaltend in der Angelegenheit. Auch diesmal hei&szlig;t es in der Antwort an die Linke-Fraktion: &bdquo;Die Bundesregierung verfolgt den Auslieferungsprozess gegen Herrn Assange aufmerksam.&ldquo; F&uuml;r das Verfahren zust&auml;ndig sei die britische Justiz, deren Unabh&auml;ngigkeit man achte. Derweil habe die Bundesregierung &bdquo;keinen Zweifel daran, dass die britische Justiz rechtsstaatliche Prinzipien anwendet und die Menschenrechte achtet&ldquo;. Zu laufenden Verfahren und vertraulichen Gespr&auml;chen mit anderen Regierungen &auml;u&szlig;ere man sich grunds&auml;tzlich nicht. (&hellip;)<br>\nDie Linke-Fraktion hat der Bundesregierung einen umfassenden Fragenkatalog geschickt. Viele Antworten erhielt sie nicht &ndash; auch nicht auf die Frage, ob es sich &bdquo;bei der Verfolgung von Julian Assange um einen Angriff auf die Pressefreiheit&ldquo; handle. Auf eine Anfrage der Berliner Zeitung, ob und wem gegen&uuml;ber Baerbock das Thema auf ihrer USA-Reise im September angesprochen habe, &auml;u&szlig;erte sich das Ausw&auml;rtige Amt ebenfalls nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/baerbocks-aussenministerium-schweigt-zu-julian-assange-linke-vollkommen-inakzeptabel-li.2153901\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Abschieben und abwerben<\/strong><br>\nBundeskanzler Olaf Scholz w&uuml;nscht von Nigeria eine st&auml;rkere Belieferung Deutschlands mit Fl&uuml;ssiggas und verlangt die umstandslose R&uuml;cknahme nigerianischer Fl&uuml;chtlinge. Scholz, der am Sonntag und am Montag erst in der Hauptstadt Abuja, dann in der Wirtschaftsmetropole Lagos Gespr&auml;che f&uuml;hrte, setzt damit seine Versuche fort, die Erdgasimporte aus afrikanischen L&auml;ndern zwecks Ersetzung russischen Gases zu erh&ouml;hen &ndash; ein Schritt, der bereits im vergangenen Jahr einiges Kopfsch&uuml;tteln ausgel&ouml;st hat: Zuvor hatte die Bundesregierung afrikanische L&auml;nder immer wieder zum Ausstieg aus der F&ouml;rderung fossiler Energietr&auml;ger aufgefordert. Parallel zur verst&auml;rkten Abschiebung von Nigerianern will Berlin laut Scholz &bdquo;Talente&ldquo; aus dem Land zur Erwerbsarbeit bei deutschen Unternehmen gewinnen &ndash; ein Beitrag zum brain drain, der Entwicklungsl&auml;ndern dringend ben&ouml;tigte und teuer ausgebildete Fachkr&auml;fte nimmt. Scholz f&uuml;hrte in Nigeria au&szlig;erdem Gespr&auml;che &uuml;ber die Entwicklung in Niger; dort wollte die EU im Sommer mit nigerianischer Hilfe eine Milit&auml;rregierung st&uuml;rzen, die zuvor einen prowestlichen Pr&auml;sidenten entmachtet hatte und das Land zu echter Unabh&auml;ngigkeit von den Ex-Kolonialm&auml;chten f&uuml;hren will.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9390\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Can you see the avocado?<\/strong><br>\nSara Roy &middot; A letter to President Biden<br>\nDear Mr President,<br>\nWhen does the death of a Palestinian child become unacceptable? Or perhaps I should ask the question this way: when will you assign a Palestinian life the same sanctity you assign an Israeli one?<br>\nYesterday Israel bombarded the Jabaliya refugee camp in Gaza. Part of the camp was destroyed and at least a hundred people were killed or injured. My friend the poet Mosab Abu Toha, his wife and children moved to Jabaliya recently after Israel warned them to leave their home in Beit Lahiya, a city north of the camp, because Beit Lahiya would be shelled. It was, and Mosab&rsquo;s home was destroyed. I have just heard from him after two days of frantic worry. &lsquo;The bombing in Jabaliya camp was just seventy metres away from us,&rsquo; he said. &lsquo;A whole neighbourhood was wiped out.&rsquo;<br>\nJabaliya is a familiar place to me although I haven&rsquo;t been there in several years. It is the largest of Gaza&rsquo;s eight refugee camps, with 26 schools, two health centres and a public library. More than 116,000 men, women and children live in an area of 1.4 square kilometres. Do you have any idea what it means to crowd over 100,000 people into half a square mile? Yet, despite the extreme population density, the camp is a vibrant community. What I remember most about my visits to Jabaliya are the children: they were everywhere, laughing and playing. I also loved the bustling markets, which I would visit with my women friends.<br>\nI must also tell you that, as a Jew and child of Holocaust survivors, I was welcomed into every home I visited in the camp. In fact, I was embraced. I still have a drawing done for me by the 12-year-old son of a friend of mine who wanted to go to art school in America.<br>\nI don&rsquo;t know if my friends and their families are among those murdered or injured by Israel. But I do know that this is not the first atrocity and it won&rsquo;t be the last if the barbarity continues to be justified by you and others with the power to stop it. You call for a &lsquo;humanitarian pause&rsquo;, which I do not understand. What does a pause mean in the middle of such carnage? Does it mean feeding people so they can survive to be killed the next day? How is that humanitarian? How is that humane? [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lrb.co.uk\/blog\/2023\/november\/can-you-see-the-avocado\">London Review of Books<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. 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