{"id":106279,"date":"2023-11-07T08:40:17","date_gmt":"2023-11-07T07:40:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106279"},"modified":"2023-11-07T08:40:17","modified_gmt":"2023-11-07T07:40:17","slug":"hinweise-des-tages-4478","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106279","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106279#h01\">Julian Nida-R&uuml;melin: &bdquo;Dieser westliche Triumphalismus ist ein gro&szlig;er Selbstbetrug&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106279#h02\">Heikle Gespr&auml;che<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106279#h03\">Was m&uuml;ssen die Muslime Robert Habeck beweisen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106279#h04\">&laquo;Kinderf&auml;nger Putin&raquo;: ein Lehrst&uuml;ck &uuml;ber Fakten-Chirurgie   <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106279#h05\">Keine Selbstverteidigung: Krieg gegen Gaza<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106279#h06\">Angriff auf Pressefreiheit: Israelische Soldaten bedrohen ARD-Team mit Waffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106279#h07\">Ern&auml;hrung und Armut: Der versteckte Hunger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106279#h08\">F&uuml;&szlig;chen in der T&uuml;r: Baerbock im Kaukasus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106279#h09\">In Schieflage: Warum Pflegeheime ums &Uuml;berleben k&auml;mpfen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106279#h10\">Pontevedra: So funktioniert die Stadt ohne Autos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106279#h11\">Der Intelligenzkiller im Kinderzimmer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106279#h12\">Umk&auml;mpfte Rohstoffe der Zukunft: Widerstand gegen den Abbau Seltener Erden in Madagaskar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106279#h13\">Zur&uuml;ck in die 90er<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106279#h14\">&raquo;Milit&auml;r wird kein einziges Problem l&ouml;sen&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106279#h15\">Offener Brief an Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Julian Nida-R&uuml;melin: &bdquo;Dieser westliche Triumphalismus ist ein gro&szlig;er Selbstbetrug&ldquo;<\/strong><br>\nDer Philosoph und einstige Kulturstaatsminister Julian Nida-R&uuml;melin spricht in der Berliner Zeitung &uuml;ber den Zustand der Demokratie und die Naivit&auml;t des Westens. Ein Interview.<br>\nJulian Nida-R&uuml;melin ist seit 2022 Rektor der Humanistischen Hochschule Berlin, deshalb hat er jetzt eine Zweitwohnung in der Hauptstadt. Wir sprachen mit ihm am Telefon dar&uuml;ber, warum sich die Erwartungen, die der Westen nach dem Zerfall des Ostblocks hatte, nicht erf&uuml;llten, und wie sich die Welt stattdessen entwickelt hat.<br>\nHerr Nida-R&uuml;melin, die Umbr&uuml;che im Ostblock Ende der 80er- und Anfang der 90er-Jahre, die in Deutschland im Fall der Mauer kulminierten, schienen das Ende der Geschichte zu markieren. Jetzt ist die Geschichte mit Macht zur&uuml;ckgekehrt. Haben Sie eine Erkl&auml;rung daf&uuml;r?<br>\nIch war von Anfang an Kritiker dieser These vom Ende der Geschichte. Das war eine &uuml;brigens von Hegel inspirierte Erwartung, dass die Geschichte auf irgendein Endziel zusteuert und dieses Endziel in liberaler Demokratie und weltweitem Kapitalismus zu seiner Erf&uuml;llung findet. Ich habe immer die These vertreten, dass die Geschichte menschengemacht ist. Es gibt keinen Determinismus, der sie irgendwo hintreibt. Da irren Marx und Hegel und alle, die ihnen nacheifern. Aber damals gab es diese Erwartung, dass der American Way Of Life, die westliche Lebens- und Wirtschaftsform sich weltweit durchsetzen w&uuml;rden. Doch tats&auml;chlich begehrte das, was verschwinden sollte, umso heftiger auf. Zum Beispiel der Fundamentalismus in den muslimischen Regionen, der Nationalismus mitten in Europa. Jetzt hei&szlig;t es, wir seien zum ersten Mal mit einem Krieg am Rande Europas konfrontiert, aber es gab bereits in den 1990er-Jahren die Balkankriege. Das war noch n&auml;her am Zentrum Europas. Und wir haben einen sich gegenw&auml;rtig bedrohlich zuspitzenden Konflikt der zwei Superm&auml;chte der Zukunft: USA und China. Dieser Konflikt k&ouml;nnte alle &uuml;brigen in den Schatten stellen. Das hei&szlig;t, die Geschichte war nie weg, und sie ist jetzt mit Macht zur&uuml;ck, in einer sehr bedrohlichen Art.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/kultur-vergnuegen\/debatte\/interview-philosoph-julian-nida-ruemelin-dieser-westliche-triumphalismus-ist-ein-grosser-selbstbetrug-li.2155252\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Heikle Gespr&auml;che<\/strong><br>\nDer Pr&auml;sident der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj, stellt sich gegen ma&szlig;gebliche Fraktionen seiner westlichen Finanziers und lehnt Verhandlungen mit Russland &uuml;ber einen Waffenstillstand ab. Am Wochenende best&auml;tigte Selenskyj, er werde Gespr&auml;che mit der Regierung in Moskau nur zulassen, wenn diese alle Truppen aus den seit 2014 von Russland besetzten Gebieten abziehe. Da es der Ukraine nicht gelungen ist, seit dem Beginn ihrer Offensive Anfang Juni milit&auml;risch relevante Erfolge zu erzielen, ist die Forderung bedeutungslos. Dabei haben in den vergangenen Wochen Vertreter sowohl der USA als auch europ&auml;ischer Staaten Kiew gedr&auml;ngt, sp&auml;testens zum Jahreswechsel Verhandlungen mit Russland zu starten. Hintergrund ist, dass die Ukraine milit&auml;risch nicht von der Stelle kommt, kaum noch genug Soldaten rekrutieren kann und in den USA wie auch in der EU die Bereitschaft schwindet, hohe Milliardensummen f&uuml;r Kiew zu zahlen, die auf den Schlachtfeldern in der Ost- und der S&uuml;dukraine verpulvert werden. Dass die Ukraine den Krieg nicht gewinnen kann, hat k&uuml;rzlich Generalstabschef Walerij Saluschnyj bekr&auml;ftigt &ndash; und sich damit gegen Selenskyj gestellt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9396\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Was m&uuml;ssen die Muslime Robert Habeck beweisen?<\/strong><br>\nDer Vizekanzler hat eine Rede an hier lebende Muslime gerichtet. Alle sind begeistert. Aber was genau hat er gesagt?<br>\nAn den Anfang der Kolumne stelle ich heute einmal einen l&auml;ngeren Rechtssatz, den ich zum besseren Verst&auml;ndnis, ohne etwas wegzulassen oder hinzuzuf&uuml;gen, in sechs Leits&auml;tze aufgeteilt habe:<br>\n&raquo;(1) Die hier lebenden Muslime haben Anspruch auf Schutz vor rechtsextremer Gewalt,<br>\n(2) zu Recht.<br>\n(3) Wenn sie angegriffen werden, muss dieser Anspruch eingel&ouml;st werden.<br>\n(4) Und das Gleiche m&uuml;ssen sie jetzt einl&ouml;sen, wenn J&uuml;dinnen und Juden angegriffen werden.<br>\n(5) Sie m&uuml;ssen sich klipp und klar vom Antisemitismus distanzieren,<br>\n(6) um nicht ihren eigenen Anspruch auf Toleranz zu unterlaufen.&laquo;<br>\nIm Vergleich f&uuml;ge ich einmal einen selbst ausgedachten, &auml;hnlich klingenden Rechtssatz hinzu:<br>\n&raquo;Die hier lebenden Christen haben Anspruch auf Schutz vor rechtsextremer Gewalt. Wenn sie angegriffen werden, muss dieser Anspruch eingel&ouml;st werden. Das Gleiche m&uuml;ssen sie einl&ouml;sen, wenn Muslime angegriffen werden. Sonst unterlaufen sie ihren eigenen Anspruch auf Toleranz.&laquo;<br>\nDas erste Zitat stammt von dem bekanntesten Philosophen unter den derzeitigen Bundesministern, Wirtschaftsminister Robert Habeck, und wird seit einigen Tagen medial schwer umjubelt. Es sei, so t&ouml;nt es von fern und nah, eine gro&szlig;e Rede gewesen, in welcher der Satz als Quintessenz aufscheint.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/krieg-in-nahost-was-muessen-die-muslime-robert-habeck-beweisen-a-24ad17d6-e5a0-4342-986d-d37c0e52a5dd\">Thomas Fischer in DER SPIEGEL<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&laquo;Kinderf&auml;nger Putin&raquo;: ein Lehrst&uuml;ck &uuml;ber Fakten-Chirurgie   <\/strong><br>\nEin Artikel der &laquo;NZZ am Sonntag&raquo; verf&auml;lscht durch raffiniertes Framing die Aussagen des UN-Sicherheitsrates.<br>\nEs ist seit vielen Monaten ein Dauerbrenner in westlichen Medien: Russland entf&uuml;hrt gewaltsam Kinder aus der Ukraine, unterzieht sie einer Gehirnw&auml;sche in Lagern, die zum Teil in Sibirien liegen, und so weiter. Am Anfang waren es Tausende, dann Zehntausende, jetzt sind es Hunderttausende.<br>\nMykola Kuleba, einer der Repr&auml;sentanten aus Kiew, die die Verbreitung dieser Meldungen betreiben, sagte auf einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates Ende August: &laquo;Mehr als eine Million Kinder sind in den besetzten Gebieten der Krim und des Donbass gestrandet (&bdquo;ended up&ldquo;) und wurden nach Moskau deportiert. Sie wurden gestohlen und zu Waffen gemacht. Tausende von ihnen k&auml;mpfen nun gegen ihr Heimatland.&raquo;<br>\nKuleba betreibt die Kinderrrechtsorganisation &laquo;Save Ukraine&raquo;, die der Regierung Selenskyj nahesteht. In der Sitzung des Sicherheitsrates kam auch die Juristin Kateryna Rashevska zu Wort, auch sie Sprecherin eines Zentrums f&uuml;r Menschenrechte in Kiew mit eindeutiger politischer Stossrichtung.<br>\nDie &laquo;NZZ am Sonntag&raquo; berichtete &uuml;ber besagte UN-Sitzung am 29. Oktober unter dem Titel &laquo;Kinderf&auml;nger Putin&raquo;. Das Wording dockt assoziativ an die Sage vom Rattenf&auml;nger von Hameln an. Dieser soll im Mittelalter die Stadt von einer Rattenplage befreit haben, und dann, weil man ihm seine Bezahlung vorenthielt, die Kinder der Stadt entf&uuml;hrt haben. Sie tauchten dem M&auml;rchen zufolge nie mehr auf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/kinderfaenger-putin-ein-lehrstueck-ueber-fakten-chirurgie\/\">Globalbridge<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Keine Selbstverteidigung: Krieg gegen Gaza<\/strong><br>\nNach vier Wochen israelischer Luftangriffe auf den Gazastreifen wurde am Montag die Marke von 10.000 Toten &uuml;berschritten. Darunter mehr als 4.100 Kinder und 2.640 Frauen. Es handelt sich um aktuelle Angaben des Gesundheitsministeriums der dortigen pal&auml;stinensischen Verwaltung, deren Gr&ouml;&szlig;enordnung aber von mehreren Unterorganisationen der Vereinten Nationen, darunter dem Kinderhilfswerk UNICEF, best&auml;tigt wird. Dieser Krieg wird voraussichtlich noch mehrere Monate dauern. So hat es die Regierung in Jerusalem angek&uuml;ndigt, die aufgrund des Vetorechts der USA mit Sicherheit keinen Einspruch des UN-Sicherheitsrats bef&uuml;rchten muss. Die Ausstattung der israelischen Streitkr&auml;fte mit Winterkleidung hat begonnen. Was die nasskalte Jahreszeit f&uuml;r Hunderttausende obdachlos gebombte Bewohnerinnen und Bewohner des Gebiets, von denen die H&auml;lfte Kinder und Jugendliche sind, bedeuten wird, ist voraussehbar. In keiner fr&uuml;heren Milit&auml;rkampagne in den seit 1967 besetzten Gebieten haben Israels Streitkr&auml;fte auch nur ann&auml;hernd so viele Menschen get&ouml;tet und verletzt wie in den zur&uuml;ckliegenden vier Wochen. W&auml;hrend der bisher heftigsten und langwierigsten Auseinandersetzungen, der zweiten Intifada, die von September 2000 bis Januar 2005 dauerte, gab es auf pal&auml;stinensischer Seite zwischen 2.700 und 3.350 Tote. Westliche Politiker rechtfertigen das gro&szlig;fl&auml;chige T&ouml;ten, das haupts&auml;chlich aus der Luft besorgt wird, im absolut erscheinenden Einklang mit der israelischen Regierung als &raquo;Selbstverteidigung&laquo;. Aber dass es das nicht sein w&uuml;rde, war vom ersten Tag dieses Krieges an offensichtlich, als Premierminister Benjamin Netanjahu verk&uuml;ndete, Israels &raquo;Rache&laquo; f&uuml;r die am 7. Oktober von pal&auml;stinensischen &raquo;Terroristen&laquo; begangenen Verbrechen werde &raquo;f&uuml;r Generationen nachklingen&laquo;. Verteidigungsminister Joaw Gallant assistierte: An die israelische &raquo;Vergeltung&laquo; werde die Welt sich &raquo;in den n&auml;chsten 50 Jahren erinnern&laquo;. Israels &raquo;Reaktionen&laquo; sind schon immer weit &uuml;ber die Grenzen einer legitimen Selbstverteidigung hinausgegangen. Dass die israelischen &raquo;Gegenschl&auml;ge&laquo; krass unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig ausfallen, ist geradezu das dahinterstehende Grundprinzip.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/462637.keine-selbstverteidigung.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Angriff auf Pressefreiheit: Israelische Soldaten bedrohen ARD-Team mit Waffen<\/strong><br>\nNach einem Interview wurden Mitarbeiter der ARD von Mitgliedern der israelischen Armee aufgehalten. Die Soldaten sollen sich &bdquo;&uuml;beraus aggressiv&ldquo; verhalten haben.<br>\nSoldaten des israelischen Milit&auml;rs haben im Westjordanland ein Team der ARD festgehalten und bedroht. Korrespondent Jan-Christoph Kitzler sei mit einem pal&auml;stinensischen Mitarbeiter sowie einer deutschen Mitarbeiterin bereits auf dem R&uuml;ckweg von einem Interview gewesen, als sie von israelischen Soldaten s&uuml;dlich der pal&auml;stinensischen Stadt Hebron gestoppt wurden, berichtete das ARD-Studio Tel Aviv, das vom Bayerischen Rundfunk (BR) betrieben wird.<br>\nDie Soldaten verhielten sich laut Kitzler &bdquo;&uuml;beraus aggressiv&ldquo; gegen&uuml;ber dem ARD-Team, das belegten auch Handyvideos des Teams. Mehrfach seien Waffen in das Fahrzeug der Journalisten gehalten worden, immer wieder h&auml;tten die Soldaten das ARD-Team aus n&auml;chster N&auml;he gefilmt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/israelische-soldaten-bedrohen-ard-team-ueberaus-aggressiv-li.2156182\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Ern&auml;hrung und Armut: Der versteckte Hunger<\/strong><br>\nGesunde Ern&auml;hrung und Armut schlie&szlig;en sich einander aus. Wer keine sechs Euro am Tag hat, dem nutzt es auch nichts, zu wissen, wie man f&uuml;r sechs Euro gesund kochen kann. Eine Tagung der Gesellschaft f&uuml;r Ern&auml;hrung offenbart das ganze Problem<br>\nDie &bdquo;Bonner Ern&auml;hrungstage&ldquo; sind eine Fachtagung der Gesellschaft f&uuml;r Ern&auml;hrung, die Ende August zusammen mit dem Bundeszentrum f&uuml;r Ern&auml;hrung (BzfE) stattfand. Mein Dank geht an Eva Zovko, der Leiterin des BzfE, der das Thema ein so wichtiges Anliegen ist, dass die Fachtagung ein kostenloses Onlinestreaming f&uuml;r alle Interessierten angeboten hat. Somit konnten auch Armutsbetroffene, insofern sie die technische Ausr&uuml;stung dazu hatten, am Bildschirm teilnehmen. Das Motto lautete: &bdquo;Ern&auml;hrungsarmut in Deutschland &ndash; sehen, verstehen, begegnen&ldquo;<br>\nDas Programm bestand aus Fachvortr&auml;gen, der Vorstellung verschiedener sozialer Projekte und einer Diskussionsrunde. Ebenfalls diskutiert wurde, ob es wichtiger sei, die Ern&auml;hrungskompetenz der Betroffenen zu f&ouml;rdern, weil dort ein Defizit vorl&auml;ge oder ob eine Regelsatzerh&ouml;hung das Problem l&ouml;sen k&ouml;nnte.<br>\nWussten Sie, dass in Deutschland der sogenannte versteckte Hunger ein gro&szlig;es Problem ist?<br>\nUnter diesem Begriff versteht man einen Mangel an Mikron&auml;hrstoffen, die der K&ouml;rper dringend ben&ouml;tigt, der aber durch die Ern&auml;hrung nicht gedeckt wird. Neben Senioren sind vor allem Arme betroffen. Es fehlt an ausreichender Versorgung mit Eisen, Jod, Fols&auml;ure, Kalzium, Kalium und den Vitaminen E und D.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/janina-luett\/ernaehrung-und-armut-der-versteckte-hunger\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>F&uuml;&szlig;chen in der T&uuml;r: Baerbock im Kaukasus<\/strong><br>\nUm die Peinlichkeit dieses Besuches gleich vorweg abzuhandeln: Die neun Millionen Euro, die Annalena Baerbock Armenien als Soforthilfe f&uuml;r die dort h&auml;ngengebliebenen Karabach-Fl&uuml;chtlinge dagelassen hat, sind ein Hohn. Neun Millionen, verteilt auf 100.000 Geflohene, sind 90 Euro pro Person. Nach den Hungerleiders&auml;tzen des deutschen Asylbewerberleistungsgesetzes reicht das f&uuml;r ungef&auml;hr eine Woche, bei den mutma&szlig;lich niedrigeren Lebenshaltungskosten in Armenien vielleicht f&uuml;r zwei. Da viele der geflohenen Armenier inzwischen aus der armen &raquo;Heimat&laquo; weitermigriert sind, langt es f&uuml;r die Gebliebenen m&ouml;glicherweise f&uuml;r einen Monat. Danke, Deutschland!<br>\nDer offenkundige Geiz der Bundesregierung gegen&uuml;ber diesem Fl&uuml;chtlingsproblem im winterlichen Hochgebirge hat seinen Grund. Die Wahrscheinlichkeit, dass geflohene Karabach-Armenier irgendwann an der deutschen Grenze auftauchen, ist sehr gering. Die Grenze Armeniens zur T&uuml;rkei ist zu, aus Georgien m&uuml;ssten sie &uuml;ber die Ukraine reisen, &uuml;ber Russland kommen sie auch nicht durch. Und im &raquo;sicheren Herkunftsland&laquo; Armenien werden sie ja ebenfalls nicht politisch verfolgt. Da tat es tats&auml;chlich ein Teddyb&auml;rchen, das Baerbock einem Fl&uuml;chtlingsm&auml;dchen f&uuml;r die Kameras in die Hand dr&uuml;ckte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/462518.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>In Schieflage: Warum Pflegeheime ums &Uuml;berleben k&auml;mpfen<\/strong><br>\nHohe Energiepreise, Fachkr&auml;ftemangel und harte Sparvorgaben machen Pflegeheimen zu schaffen. Dabei schien das Gesch&auml;ft mit der Pflege einst lukrativ. Nun h&auml;ufen sich Insolvenzen, w&auml;hrend auch die Zahl der Pflegebed&uuml;rftigen steigt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/in-schieflage-warum-pflegeheime-ums-ueberleben-kaempfen-dlf-kultur-233c9329-100.html\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Pontevedra: So funktioniert die Stadt ohne Autos<\/strong><br>\nSeit &uuml;ber 20 Jahren lebt es sich in der nordspanischen Stadt Pontevedra fast vollst&auml;ndig ohne Autoverkehr. Und das ist nicht nur gut f&uuml;rs Klima.<br>\nPontevedra ist eine unspektakul&auml;re Stadt im Nordwesten Spaniens, s&uuml;dlich von Santiago de Compostela am Meer gelegen. Es gibt eine h&uuml;bsche Altstadt, prachtvolle Kirchen und Kl&ouml;ster, gut besuchte Bars &ndash; und seit 1999 eine Weltsensation: In Pontevedra d&uuml;rfen keine Autos mehr fahren.<br>\nWer Fotos der Altstadt im Internet sucht, findet einige Vorher-nachher-Fotos, auf denen Stra&szlig;enz&uuml;ge voll mit Autos zu sehen sind, und daneben die gleiche Stra&szlig;e mit riesigen Palmen in der Mitte, kein einziges Auto ist mehr zu sehen. Wie es dazu kam?<br>\nIn den 90er-Jahren, als der Wohlstand in viele spanische St&auml;dte einzog, stieg die Zahl der Autos unaufh&ouml;rlich. In Pontevedra mit seinen rund 80.000 Einwohnern kam fast die gleiche Zahl an Autos hinzu. Und die relativ engen Stra&szlig;en der Altstadt waren Tag f&uuml;r Tag verstopft mit Pkw und Lkw.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/open-source\/mobilitaet-verkehr-spanien-pontevedra-so-funktioniert-die-stadt-ohne-autos-laermfrei-und-lebenswert-li.2154266\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Der Intelligenzkiller im Kinderzimmer<\/strong><br>\nBabys ausgiebig mit Handys spielen zu lassen kann desastr&ouml;se Auswirkungen auf sp&auml;tere kognitive Leistungen haben. Wissenschaft, Medizin und Beratungsinstitutionen stemmen sich zu wenig dagegen.<br>\nSeit einigen Jahren gibt es immer mehr 5. Kl&auml;ssler, die den 10-er &Uuml;bergang nicht beherrschen, also nicht in einem Atemzug sagen k&ouml;nnen, wie viel 9+5 ergibt. Oder 6.-Kl&auml;ssler, die beim Einmaleins abz&auml;hlen. Meistens handelt sich dabei um Kinder aus bildungsfernen Haushalten. F&uuml;r mich als Primarlehrerin ist eindeutig klar, was dahintersteckt: Das Smartphone. Beziehungsweise all die Prim&auml;rerfahrungen, die es behindert, also B&auml;lle rollen, Steinchen schmeissen, Flaschen aufschrauben. Die Wissenschaft spricht von Vorl&auml;uferkompetenzen, die vorhanden sein m&uuml;ssen, damit sich mathematisches K&ouml;nnen &uuml;berhaupt einstellen kann. Das f&auml;ngt beim Aufschichten von Baukl&ouml;tzchen oder Legosteinen an und geht bis zu den Gesellschaftsspielen. Aber auch Springen, Laufen, Drehen sind Raum- und damit mathematische Erfahrungen. All dies fehlt, wenn Spiele und Bewegung im Smartphone zusammenschmelzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/zeitpunkt.ch\/intelligenzkiller\">Zeitpunkt<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Schweden streicht Bildschirmzwang f&uuml;r Kleinkinder<\/strong><br>\nDie Risiken fr&uuml;her Digitalmediennutzung sind immer besser belegt. Kinder&auml;rztinnen geben deshalb strengere Empfehlungen ab. Obligatorische Tabletnutzung f&uuml;r Einj&auml;hrige in den &ouml;ffentlichen Kitas. Dies sah die Digitalstrategie der schwedischen Schulbeh&ouml;rde Skolverket teilweise noch dieses Jahr vor (Infosperber berichtete). Vor einem Monat nun kam die Kehrtwende: Die Kitas sollen stattdessen frei von Bildschirmnutzung werden. &laquo;Wir h&ouml;ren auf die Wissenschaft und die Lehrpersonen&raquo;, sagte Regierungsvertreter Johan Pehrson, der auch Pr&auml;sident der Partei &laquo;Die Liberalen&raquo; ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/gesellschaft\/technik\/schweden-streicht-bildschirmzwang-fuer-kleinkinder\/\">Infosperber<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Umk&auml;mpfte Rohstoffe der Zukunft: Widerstand gegen den Abbau Seltener Erden in Madagaskar<\/strong><br>\nAuf der Halbinsel Ampasindava in Madagaskar lagern Seltene Erden. Die Bev&ouml;lkerung wehrt sich gegen ein Bergbauprojekt, um negative Folgen f&uuml;r Landwirtschaft und &Ouml;kosysteme zu verhindern. Weltweit nehmen derartige Konflikte zu. Regierungen und Industrien des Globalen Nordens m&ouml;chten sich den Zugriff auf &bdquo;kritische&ldquo; Rohstoffe sichern. Sie treiben so den Ausbau von Minen voran. Stattdessen braucht es jedoch eine Wirtschaft, die ein gutes Leben mit geringerem Rohstoffverbrauch und guten Arbeitsbedingungen sowie fortschrittliche Umweltpolitik unter anderem bei Bergbauprojekten gew&auml;hrleistet.<br>\nSeltene Erden begegnen uns allt&auml;glich: im E-Auto, im Windrad, in der Festplatte des Laptops. Von der Elektronikindustrie &uuml;ber Medizin, Verkehr und Energie bis hin zu Milit&auml;rtechnik &ndash; zahlreiche Branchen verlangen nach diesen 17 Elementen: Bis 2050 soll sich die Nachfrage laut EU-Kommission verzehnfachen. Gr&ouml;&szlig;ere Bekanntheit erlangten Seltene Erden in den Diskussionen &uuml;ber Auswege aus der Klimakrise: Sie machen starke Dauermagneten und damit effiziente E-Autos und Windkraftanlagen m&ouml;glich. Damit sind Seltene Erden zentrale Inhaltsstoffe, um Alternativen zu &Ouml;l, Kohle und Gas aufzubauen. So wichtig dieser Umstieg auf erneuerbare Energien und alternative Antriebsformen ist &ndash; nicht vergessen werden darf dabei, dass jede &bdquo;gr&uuml;ne&ldquo; Technologie auch Rohstoffe ben&ouml;tigt: Rohstoffe, die aus der Erde geholt, aufbereitet und &uuml;ber gro&szlig;e Distanzen transportiert werden m&uuml;ssen. Das unterstreicht: Ein &bdquo;Weiter-wie-bisher&ldquo;, nur mit ausgetauschter Technik, wird die Klimakrise nicht l&ouml;sen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/seltene-erden-umkaempfte-rohstoffe-der-zukunft\/\">A&amp;W blog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Zur&uuml;ck in die 90er<\/strong><br>\nDie Linke: Bundestagsfraktion steht vor Aufl&ouml;sung. Wissler: Antrag der Wagenknecht-Gruppe auf Verbleib wird abgelehnt. Austritte von Mandatstr&auml;gern in G&ouml;ttingen.<br>\nAm Dienstag nachmittag trifft sich die Bundestagsfraktion der Partei Die Linke, um &uuml;ber das weitere Vorgehen zu beraten, nachdem vor zwei Wochen zehn Abgeordnete um die ehemalige Fraktionschefin Sahra Wagenknecht aus der Partei ausgetreten sind. Nach allen vorliegenden Information haben sich Partei- und Fraktionsspitze vorab darauf verst&auml;ndigt, das Angebot der Wagenknecht-Gruppe auszuschlagen, noch bis zur Gr&uuml;ndung der neuen Partei in der Fraktion zu verbleiben und deren Existenz damit zumindest bis zum Januar zu sichern. Mit den verbleibenden 28 Abgeordneten kann die Linkspartei im Bundestag keinen Fraktionsstatus mehr beanspruchen; Ressourcen, parlamentarische Rechte und zahlreiche Mitarbeiterstellen gehen im Zuge der Abwicklung der Fraktion verloren. Sowohl die zehn Ausgetretenen als auch die 28 Linke-Abgeordneten k&ouml;nnen dann jeweils eine parlamentarische Gruppe bilden. Das muss beantragt und vom Bundestag bewilligt werden. (&hellip;) Fraktionschef Dietmar Bartsch erkl&auml;rte die Fraktion bereits am Sonntag f&uuml;r &raquo;politisch tot&laquo;. Es werde in &raquo;naher Zukunft&laquo; keine Bundestagsfraktion mehr geben. Ob die zehn Abgeordneten schon am Dienstag aus der Fraktion ausgeschlossen werden und die Fraktion damit aufgel&ouml;st wird, war im Vorfeld noch offen. Die zehn wurden dem Vernehmen nach gebeten, nicht an der Fraktionssitzung teilzunehmen. Koparteichefin Janine Wissler sagte am Montag in Berlin, sie werde dem Antrag der Ausgetretenen auf vorl&auml;ufigen Verbleib in der Fraktion nicht zustimmen. Sie habe zudem nicht den Eindruck, dass es eine Mehrheit f&uuml;r diesen Antrag gebe. Es sei &raquo;vollkommen klar&laquo;, dass es &raquo;nat&uuml;rlich kein haltbarer Zustand&laquo; sei, &raquo;dass wir da in einer Fraktion gemeinsam sind&laquo;. &Uuml;ber den genauen Zeitplan m&uuml;sse man nun beraten; f&uuml;r sie gelte: &raquo;So sorgf&auml;ltig wie n&ouml;tig, aber auch so schnell wie m&ouml;glich muss das jetzt &uuml;ber die B&uuml;hne gehen.&laquo; Dazu bestehe &raquo;gro&szlig;e Einigkeit&laquo; bei den Abgeordneten, die sich weiter zur Partei Die Linke bekennen. Die Verantwortung f&uuml;r das Ende der Fraktion tr&uuml;gen diejenigen, die die Mandate &raquo;jetzt zweckentfremden f&uuml;r ein anderes Projekt&laquo;. Unterdessen ringt die Parteif&uuml;hrung darum, ein paar inhaltliche Akzente zu setzen. Am Sonntag trafen sich Partei- und Fraktionsspitze, die Landesvorsitzenden und die drei direkt gew&auml;hlten Bundestagsabgeordneten in Berlin. Resultat war &ndash; neben demonstrativen Gesten der Geschlossenheit &ndash; ein einstimmig beschlossenes Papier zum sozial gerechten &ouml;kologischen Umbau der Wirtschaft. Gefordert wird darin unter anderem ein monatliches &raquo;Klimageld&laquo; von 200 Euro f&uuml;r alle, die weniger als 4.000 Euro brutto im Monat verdienen. Eine vom Bund finanzierte &raquo;Industriestiftung&laquo; soll &raquo;gezielt Anteile an Unternehmen erwerben, die eine Schl&uuml;sselrolle im Wandel einnehmen&laquo;, und damit &raquo;den klimaneutralen Umbau steuern&laquo;. Gefordert werden au&szlig;erdem Hilfen f&uuml;r energieintensive Unternehmen sowie eine Qualifizierungsinitiative f&uuml;r Besch&auml;ftigte vor dem Hintergrund des Strukturwandels.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/462613.zerfall-der-linkspartei-zur%C3%BCck-in-die-90er.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&raquo;Milit&auml;r wird kein einziges Problem l&ouml;sen&laquo;<\/strong><br>\nAufruf zu Antikriegsdemo in Berlin. Initiative gibt Sonderausgabe von &raquo;Zeitung gegen den Krieg&laquo; heraus. Ein Gespr&auml;ch mit Willi van Ooyen.<br>\nWilli van Ooyen ist Friedensaktivist und Mitglied des Presseteams der Initiative &raquo;Nie wieder Krieg &ndash; Die Waffen nieder&laquo;.<br>\nIhre Initiative &raquo;Nie wieder Krieg &ndash; Die Waffen nieder&laquo; ruft f&uuml;r Sonnabend, den 25. November, zur bundesweiten Demonstration in Berlin auf. Kurz darauf soll im Parlament der neue Bundeshaushalt beschlossen werden. Was wollen Sie erreichen?<br>\nWir wollen die weitere Militarisierung der Bundesrepublik zum Thema machen: die erschreckende Summe von 100 Milliarden f&uuml;r die Bundeswehr sowie die NATO-Verpflichtung, jedes Jahr zwei Prozent vom Bruttoinlandsprodukt f&uuml;r Verteidigung auszugeben. Das wollen wir in Frage stellen. Und das ist dringend erforderlich, da jeder Tag ohne Waffenstillstand in der Ukraine unsinniges Blutvergie&szlig;en in einem f&uuml;r das Land nicht gewinnbaren Krieg fordert. Mit dem Krieg zwischen Israel und der Hamas in Gaza droht ein Fl&auml;chenbrand nicht nur im Nahen Osten. Wir brauchen deshalb eine andere Politik, die f&uuml;r soziale Gerechtigkeit und Ausgleich sorgt. Wir m&uuml;ssen gemeinsam gegen kriegerische Aufr&uuml;stung und Sozialabbau protestieren. (&hellip;)<br>\nAutoren der Sonderausgabe sind unter anderem Gregor Gysi, Die Linke, und Sarah Wagenknecht, ehemals Die Linke. Wollte das Team ausgewogen zwischen der Partei und dem neu gegr&uuml;ndeten B&uuml;ndnis Sarah Wagenknecht, BSW sein?<br>\nNein, wir durchforsten nicht unterschiedliche Programme, sondern stellen unsere eigenen politischen Vorstellungen in den Vordergrund. Davon erwarten wir uns, trotz m&ouml;glicher unterschiedlicher parteipolitischer Organisierung, die konsequenteste Friedenspolitik formulieren zu k&ouml;nnen. Unabh&auml;ngig von unterschiedlichen Formationen bieten wir Pers&ouml;nlichkeiten, die gegen den Krieg, weitere Militarisierung und Aufr&uuml;stungspolitik sind, an, den Kampf dagegen gemeinsam zu gestalten. Das ist unser politisches Signal.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/462603.friedensbewegung-in-der-brd-milit%C3%A4r-wird-kein-einziges-problem-l%C3%B6sen.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Offener Brief an Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius<\/strong><br>\nSehr geehrter Herr Verteidigungsminister Pistorius,<br>\nam 29. Oktober 2023 haben Sie in der ZDF-Sendung &bdquo;Berlin direkt&ldquo; u. a. erkl&auml;rt:<br>\n&bdquo;Wir brauchen einen Mentalit&auml;tswechsel &hellip; Wir brauchen ihn aber auch in der gesamten Gesellschaft &hellip; Wir m&uuml;ssen kriegst&uuml;chtig werden, wir m&uuml;ssen wehrhaft sein und die Bundeswehr und die Gesellschaft daf&uuml;r aufstellen.&ldquo; (1)<br>\nAls erfahrener, bedachter und seine Worte wohl w&auml;hlender Politiker haben Sie von &bdquo;kriegst&uuml;chtig&ldquo; und nicht von &bdquo;verteidigungst&uuml;chtig&ldquo; gesprochen.<br>\nDas hat bei uns Entsetzen, Fassungslosigkeit und Emp&ouml;rung ausgel&ouml;st. So spricht ein ehemaliger Oberb&uuml;rgermeister der Friedensstadt Osnabr&uuml;ck, die in diesem Jahr des Friedensschlusses vor 375 Jahren und eines Krieges, der 30 Jahre lang die Menschen in Elend, Not und Tod gest&uuml;rzt hat, gedenkt!?<br>\nDie Stadt Osnabr&uuml;ck schreibt zu diesem Gedenkjahr: &bdquo;Damals entstand die Idee, Europa als Friedensbund zu sehen. Auch wenn diese Idee fast 400 Jahre alt ist, ist sie so aktuell wie eh und je.&ldquo;<br>\nIn den damaligen Verhandlungen haben sich ehemalige Kriegsgegner die Hand gereicht und einander vertraut. (2)<br>\nAls Bundesverteidigungsminister sind Sie nicht der Kriegslogik verpflichtet, sondern dem Friedensgebot des Grundgesetzes.<br>\nErich Maria Remarque hat in seinem Weltbestseller &bdquo;Im Westen nichts Neues&ldquo; beschrieben, wie in einer Atmosph&auml;re der Kriegsbegeisterung junge Menschen bedr&auml;ngt wurden, freiwillig in den 1. Weltkrieg zu ziehen. Sp&auml;testens nach dieser Lekt&uuml;re sollten Sie wissen, wohin Kriegst&uuml;chtigkeit und Kriegsbegeisterung f&uuml;hren &ndash; damals aber auch heute. Remarque hat zehn Jahre nach dem 1. Weltkrieg das Grauen geschildert und f&uuml;r Friedenst&uuml;chtigkeit pl&auml;diert.<br>\nIn Ihrer Zeit als Oberb&uuml;rgermeister von Osnabr&uuml;ck haben Sie Jahr f&uuml;r Jahr beim traditionellen Steckenpferdreiten am Friedenstag im Oktober den Osnabr&uuml;cker Viertkl&auml;sslern eine Brezel auf der Rathaustreppe &uuml;berreicht. Mit dem Steckenpferdreiten wird &bdquo;einmal im Jahr spielerisch ein Zeichen f&uuml;r Toleranz und ein friedliches Zusammenleben gesetzt.&ldquo; (3)<br>\nIn der Neuen Osnabr&uuml;cker Zeitung (NOZ) vom 26.10.2009 werden Sie zitiert: &bdquo;Was gibt es Sch&ouml;neres, als Brezeln an Kinder zu verteilen, die vom Friedensgedanken beseelt sind?&ldquo; (4)<br>\nMassive Aufr&uuml;stung und Kriegsbereitschaft wie wir sie in Deutschland und anderen L&auml;ndern zur Zeit erleben sowie Aussagen wie &bdquo;Wir m&uuml;ssen kriegst&uuml;chtig werden.&ldquo; sind hingegen wieder eine neue Bedrohung f&uuml;r den Frieden.<br>\nSehr geehrter Herr Pistorius, Ihre &Auml;u&szlig;erungen in der Sendung &bdquo;Berlin direkt&ldquo; vom 29.10.2023 k&ouml;nnen Sie nicht so unkorrigiert stehen lassen &ndash; es sei denn, Sie stellen alles in Frage, was Sie in den Jahren als Oberb&uuml;rgermeister der Friedensstadt Osnabr&uuml;ck verk&ouml;rpert haben.<br>\nIn der Pr&auml;ambel unseres Grundgesetzes hei&szlig;t es: &bdquo; &hellip; von dem Willen beseelt, als gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa dem Frieden der Welt zu dienen, hat sich das Deutsche Volk kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt dieses Grundgesetz gegeben&ldquo;. In Ihrem Amtseid haben Sie gelobt, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes &bdquo;zu wahren und zu verteidigen&ldquo;. Das geschieht nicht dadurch, dass Sie Kriegst&uuml;chtigkeit fordern und ausrufen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.osnabruecker-friedensinitiative.de\/news\/194\/15\/Offener-Brief-an-Bundesverteidigungsminister-Boris-Pistorius\">Osnabr&uuml;cker Friedensinitiative<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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