{"id":106291,"date":"2023-11-07T12:02:01","date_gmt":"2023-11-07T11:02:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106291"},"modified":"2023-11-08T07:29:14","modified_gmt":"2023-11-08T06:29:14","slug":"vortrag-von-florian-warweg-auf-der-nuernberger-literaturmesse-zum-nordstream-anschlag-und-seinen-folgen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106291","title":{"rendered":"Vortrag von Florian Warweg auf der N\u00fcrnberger Literaturmesse zum Nordstream-Anschlag und seinen Folgen"},"content":{"rendered":"<p>NachDenkSeiten-Redakteur Florian Warweg war vom <a href=\"https:\/\/mediashop.at\">Promedia-Verlag<\/a> eingeladen worden, auf der &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.linke-literaturmesse.org\">Linken Literaturmesse N&uuml;rnberg<\/a>&ldquo; am 4. November zum Thema mediale und politische Aufbereitung des Nordstream-Anschlags zu sprechen. Hintergrund war die Vorstellung des Sammelbands <a href=\"https:\/\/mediashop.at\/buecher\/kriegsfolgen\/\">&bdquo;Kriegsfolgen &ndash; Wie der Kampf um die Ukraine die Welt ver&auml;ndert&ldquo;<\/a>. Die<strong>&nbsp;<em>NachDenkSeiten<\/em> <\/strong>dokumentieren f&uuml;r ihre Leser den Vortrag in der verschriftlichten Fassung. Von <strong>Redaktion<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_8284\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-106291-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/231107_Vortrag_von_Florian_Warweg_auf_der_Nuernberger_Literaturmesse_zum_Nordstream_Anschlag_und_seinen_Folgen_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/231107_Vortrag_von_Florian_Warweg_auf_der_Nuernberger_Literaturmesse_zum_Nordstream_Anschlag_und_seinen_Folgen_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/231107_Vortrag_von_Florian_Warweg_auf_der_Nuernberger_Literaturmesse_zum_Nordstream_Anschlag_und_seinen_Folgen_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/231107_Vortrag_von_Florian_Warweg_auf_der_Nuernberger_Literaturmesse_zum_Nordstream_Anschlag_und_seinen_Folgen_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=106291-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/231107_Vortrag_von_Florian_Warweg_auf_der_Nuernberger_Literaturmesse_zum_Nordstream_Anschlag_und_seinen_Folgen_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"231107_Vortrag_von_Florian_Warweg_auf_der_Nuernberger_Literaturmesse_zum_Nordstream_Anschlag_und_seinen_Folgen_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Noch vor wenigen Jahren herrschte in der LNG-Branche der USA Katastrophenstimmung. Der Fracking-Boom Ende der 2010er-Jahre hatte f&uuml;r ein massives &Uuml;berangebot von Erdgas gesorgt. Ab Beginn der 2020er-Jahre lag beispielsweise der Spotmarktpreis am US-Knotenpunkt Henry Hub bei nur noch knapp f&uuml;nf Euro pro Megawattstunde. Die mit vielen Milliarden US-Dollar vom Finanzsektor ausgestattete US-Fracking-Branche und in logischer Folge auch signifikante Teile des US-Finanzsystems standen angesichts dieser Preisentwicklung vor dem Bankrott.[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>] Denn die Investitionen waren, wie im Big Business der USA &uuml;blich, mit wenig Eigen-, aber sehr viel Fremdkapital get&auml;tigt worden. Zur Verhinderung des sich anbahnenden Zusammenbruchs gab es eigentlich nur eine M&ouml;glichkeit: Expansion auf den EU-Markt und hier insbesondere auf den mit Abstand gr&ouml;&szlig;ten Erdgasimporteur mit einem j&auml;hrlichen Bedarf von ungef&auml;hr 100&nbsp;Milliarden Kubikmetern: die Bundesrepublik Deutschland.[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>] Doch welches Interesse sollte Deutschland und sein Industriesektor haben, US-amerikanisches LNG-Gas zu importieren, welches (wohlgemerkt vor Kriegs- und Sanktionsbeginn) um den Faktor&nbsp;7 teurer war als das via Pipeline ins Land str&ouml;mende russische Erdgas&#8202;? Auf freiwilliger und rationaler Entscheidungsgrundlage nat&uuml;rlich erst mal gar keins.<\/p><p>Wie unter anderem der auf Energiefragen spezialisierte Journalist Jens Berger (Transparenzhinweis: zugleich mein NachDenkSeiten-Kollege) umfassend darlegte, hat erst seit der Eskalation des Ukrainekrieges und den damit verbundenen EU-Sanktionen gegen Russland der Preis f&uuml;r Fracking-Gas ein Niveau erreicht, das es den US-Energiekonzernen erm&ouml;glicht, Geld zu verdienen und nicht&nbsp;&ndash; wie die Jahre zuvor&nbsp;&ndash; massiv Geld zu verlieren.<\/p><p>Doch selbst diese Entwicklung stand bis zum Sommer 2022 noch auf einer nicht besonders nachhaltigen wirtschaftlichen Grundlage. Erst die Sprengung der Nord-Stream-Pipelines hat letzten Endes den Weg frei gemacht, um die EU und insbesondere Deutschland langfristig zu Abnehmern der US-amerikanischen Erdgas-&Uuml;bersch&uuml;sse zu machen und den Preis auch langfristig auf einem f&uuml;r US-Frackinggas-Produzenten profitablen Niveau zu halten. Die damit verbundene neue Erdgas-Abh&auml;ngigkeit ihres EU-&bdquo;Partners&ldquo; passt den US-Amerikanern fraglos ebenfalls ins globalstrategische Dominanz-Konzept. Nach einer Studie des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universit&auml;t K&ouml;ln (EWI) werden die USA demn&auml;chst nicht nur Russland als wichtigsten Energielieferanten abl&ouml;sen, sondern nehmen dann f&uuml;r den EU-Gasmarkt mit einem antizipierten Importvolumen von rund 40&nbsp;Prozent dieselbe dominante Rolle ein wie Russland vor dem Ukraine-Krieg.[<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>]<\/p><p>So viel zur angeblichen &bdquo;Reduzierung&ldquo; der energiepolitischen Abh&auml;ngigkeit der EU, die Washington ebenso angeblich am Herzen liegt.<\/p><p>Vieles deutet vor diesem Hintergrund auf eine T&auml;terschaft der USA hin. Der renommierte US-amerikanische Investigativjournalist Seymour Hersh, der unter anderem das My-Lai-Massaker der US-Armee in Vietnam aufdeckte, ver&ouml;ffentlichte am 8.&nbsp;Februar 2023 einen aufsehenerregenden Artikel unter dem Titel &bdquo;Wie Amerika die Nord-Stream-Pipeline ausschaltete&ldquo;. Die meisten von Ihnen werden diesen Artikel kennen. Mit Verweis auf einen Whistleblower legt er detailliert dar, wie die USA und Norwegen die Sprengung der Nord-Stream-Pipelines durchf&uuml;hrten.[<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>] Der US-Auslandsgeheimdienst CIA dementierte erwartungsgem&auml;&szlig; und erkl&auml;rte: &bdquo;Diese Behauptung ist v&ouml;llig und vollkommen falsch.&ldquo; Wie unkritisch dieses CIA-Narrativ dann von deutschen Leitmedien wiedergekaut wurde, ist nochmal ein ganz eigenes Thema, auf das ich sp&auml;ter auch noch eingehen werde. <\/p><p>Doch ganz unabh&auml;ngig davon, ob die USA f&uuml;r die Sprengung von Nord Stream verantwortlich zeichnen oder nicht, sie sind nachweislich die gr&ouml;&szlig;ten wirtschaftlichen Profiteure der Tat. Vor diesem Hintergrund erlangt die Bemerkung von US-Au&szlig;enminister Blinken wenige Tage nach dem Anschlag noch mal eine ganz andere Relevanz. Blinken hatte am 30.&nbsp;September 2022 auf einer Pressekonferenz anl&auml;sslich des Besuches seiner kanadischen Amtskollegin M&eacute;lanie Joly die Zerst&ouml;rung der Nord-Stream-Pipelines unumwunden zu einer &bdquo;enormen strategischen Chance&ldquo; f&uuml;r die USA erkl&auml;rt.[<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>]<\/p><p>Ich zitiere: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Wir sind jetzt der f&uuml;hrende Lieferant von Fl&uuml;ssigerdgas f&uuml;r Europa&nbsp;[&hellip;]. Dies ist auch eine enorme Chance. Es ist eine enorme Chance, die Abh&auml;ngigkeit von russischer Energie ein f&uuml;r alle Mal zu beseitigen. Das ist sehr bedeutsam und bietet eine enorme strategische Chance f&uuml;r die kommenden Jahre.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Worin die &bdquo;enormen strategischen Chancen&ldquo; f&uuml;r die USA bestehen, habe ich ja bereits ausgef&uuml;hrt.<\/p><p><strong>Polen, der untersch&auml;tzte Akteur in der Causa Nordstream <\/strong><\/p><p>Der Beschluss zum Bau von Nord Stream&nbsp;1 fiel in den beginnenden polnischen Wahlkampf des Jahres 2005 und wurde insbesondere von der rechtskonservativen Partei &bdquo;Recht und Gerechtigkeit&ldquo; (allgemein als PiS bekannt) entsprechend genutzt. Das regierende katholisch-nationale Lager nannte das deutsch-russische Pipelineprojekt wortw&ouml;rtlich eine &bdquo;Existenzbedrohung&ldquo;. Die Kaczy&#324;ski-Br&uuml;der sprachen in diesem Zusammenhang von einem &bdquo;Schr&ouml;der-Putin-Pakt&ldquo;, in direkter Anspielung auf den &bdquo;Ribbentrop-Molotow-Pakt&ldquo; von 1939.[<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>]<\/p><p>Tats&auml;chlich d&uuml;rfte die polnische Ablehnung des gesamten Nord-Stream-Projektes aber weniger von sicherheitspolitischen &Uuml;berlegungen bestimmt gewesen sein als von handfesten finanziellen Interessen&nbsp;&ndash; getragen von der Sorge, durch die Ostseepipeline perspektivisch die millionenschweren Transitgeb&uuml;hren zu verlieren, die Warschau Jahr f&uuml;r Jahr aus Moskau erhielt. Denn unabh&auml;ngiger will man in Warschau nur von Gas-Importen f&uuml;r den eigenen Verbrauch werden. Beim Transit hat Polen sehr wohl Interesse an m&ouml;glichst hohen Gasmengen, denn diese sorgen f&uuml;r entsprechende Geb&uuml;hreneinnahmen. Damit wird auch klar, weshalb Polen zwar alles in seiner Macht Stehende tat, um die Ostseepipeline zu verhindern, sich aber gleichzeitig nachdr&uuml;cklich f&uuml;r den Ausbau der mit russischem Gas gespeisten landgebundenen Jamal-I-Pipeline mit einem zweiten Strang einsetzte, der nat&uuml;rlich &uuml;ber Polen verlaufen sollte.<\/p><p>Zum anderen und wohl noch relevanter sind die seit Jahren in Warschau gehegten und zum gro&szlig;en Teil schon umgesetzten Pl&auml;ne, wie etwa die <em>taz <\/em>in einem Artikel von Anfang Februar 2022 mit dem Titel &bdquo;<a href=\"https:\/\/taz.de\/Konflikt-zwischen-Russland-und-Ukraine\/!5830831\/\">Polen hofft auf Gesch&auml;ft mit Gas<\/a>&ldquo; ausf&uuml;hrt. Ich zitiere, wohlgemerkt aus der taz: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Polen will gemeinsam mit den USA den zentraleurop&auml;ischen Gasmarkt neu aufrollen und den Deutschen das bisherige Transfergesch&auml;ft abnehmen. Zu diesem Zweck hat Polen in Norwegen ausgedehnte Gasf&ouml;rderfelder gekauft, baut zurzeit die Baltic Pipe durch die Ostsee und errichtete an der Ostseek&uuml;ste bereits gigantische Gaszisternen, in denen das Fl&uuml;ssiggas aus den USA wieder in Gas verwandelt und dann vor allem exportiert werden soll. Das seit vielen Jahren geplante Gesch&auml;ft wird aber nur dann ordentlich Gewinn abwerfen, wenn Nord Stream 2 nicht an den Start geht und so kein g&uuml;nstiges Gas nach ganz Europa liefert.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Diese immensen, von Polen mit expliziter US-Unterst&uuml;tzung seit Jahren get&auml;tigten Investitionen in Gas-Infrastruktur hatten, wie die taz ja auch ausf&uuml;hrt, von Beginn an eigentlich nur wirtschaftliche Erfolgsaussichten, wenn Nord Stream&nbsp;2 nicht an den Start geht. Und wirklich Gewinn abwerfen k&ouml;nnte dieses Projekt nur, wenn auch Nord Stream&nbsp;1 nicht mehr in Betrieb w&auml;re.<\/p><p>Bezeichnenderweise er&ouml;ffneten Regierungsvertreter Polens, D&auml;nemarks und Norwegens die explizit als Alternativ-Pipeline zu russischem Gas konzipierte &bdquo;Baltic Pipe&ldquo; just am 27.&nbsp;September 2022, also nur einen Tag nach dem Sabotageakt gegen Nord Stream. Anl&auml;sslich der Einweihung erkl&auml;rte der polnische Ministerpr&auml;sident Morawiecki: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Diese Gaspipeline bedeutet das Ende der &Auml;ra der Abh&auml;ngigkeit von russischem Gas. Sie ist auch eine Gaspipeline der Sicherheit, Souver&auml;nit&auml;t und Freiheit nicht nur f&uuml;r Polen, sondern in Zukunft auch f&uuml;r viele andere.&ldquo;[<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>]\n<\/p><\/blockquote><p>Damit ist wohl der Kern des massiven polnischen Widerstands gegen das Nord-Stream-Projekt offengelegt.<\/p><p><strong>Lasst mich kurz ein Zwischenfazit ziehen:<\/strong><\/p><p>W&auml;hrend die deutsche und russische Wirtschaft sowie Politik ein nachvollziehbares Interesse hatten, ab Anfang der 2000er-Jahre ihre Energiepartnerschaft zu verst&auml;rken und mit Nord Stream &uuml;ber eine Pipeline zu verf&uuml;gen, die sie unabh&auml;ngig macht von unzuverl&auml;ssigen Transferl&auml;ndern mit ganz eigenen Agenden, sieht es insbesondere im Falle der USA und Polens genau spiegelverkehrt aus. Sowohl in Washington wie in Warschau sah und sieht man eine zunehmende Zusammenarbeit von Berlin und Moskau seit Jahrzehnten mit Argusaugen und versucht alles, um diese zu verhindern.<\/p><p>Wenn Drohungen in der Vergangenheit nicht halfen, wurde auch auf Gewalt zur&uuml;ckgegriffen. Erinnert sei nur an die Explosion der sowjetischen Tscheljabinsk-Pipeline im Sommer 1982 aufgrund einer CIA-Operation mit manipulierter Software. Diese brachte die Einstellungen von Pumpen, Turbinen und Ventilen der Gasversorgung so durcheinander, dass die Leitung explodierte. Die Explosion soll eine Sprengkraft von vier Kilotonnen gehabt haben.[<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>] Zuvor hatten die USA ab Februar 1982 der Bundesrepublik Deutschland massiv mit Konsequenzen gedroht, w&uuml;rde man das im November 1981 mit der Sowjetunion abgeschlossene Industrieabkommen zum Bau von Pipelines und der Lieferung von sibirischem Erdgas im Gesamtvolumen von j&auml;hrlich 16&nbsp;Milliarden Mark nicht aufk&uuml;ndigen. Der Unterschied zu heute? <\/p><p>Der damalige Kanzler Helmut Schmidt lie&szlig; sich nicht einsch&uuml;chtern und erkl&auml;rte an die USA gewandt: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Da k&ouml;nnen andere noch so viel quaken, es bleibt bei dem Gesch&auml;ft.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Jetzt bin ich weit davon entfernt, einen Helmut Schmidt zu idealisieren, aber der Unterschied zur Reaktion des amtierenden Kanzlers ist schon eklatant.<\/p><p>Aufschlussreich ist &uuml;brigens auch die damalige Hauptbegr&uuml;ndung des US-Kongresses f&uuml;r das Missfallen an dem Deal: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Unsere Gesch&auml;ftsleute werden aus dem &ouml;stlichen Markt heraus sein.&ldquo;[<a href=\"#foot_9\" name=\"note_9\">9<\/a>]\n<\/p><\/blockquote><p>Und damit sind wir auch wieder bei einem der Schl&uuml;sselergebnisse der Zerst&ouml;rung von Nord Stream und des Sanktionsregimes gegen Russland. Es f&auml;llt ins Auge, dass sowohl das gesamte Business-Modell f&uuml;r das US-amerikanische Frackinggas als auch die im Verlauf der letzten Jahre get&auml;tigten umfassenden Investitionen auf polnischer Seite in LNG-Infrastruktur mit dem Ziel des weiteren Exports wirtschaftlich eigentlich nur Sinn machen, wenn die entsprechenden Akteure bereits bei der Planung davon ausgingen, dass man zeitnah in der Lage w&auml;re, den deutschen sowie den weiteren EU-Gas-Markt f&uuml;r sich zu gewinnen. Dieses Ziel war aber nur erreichbar, wenn es Washington und Warschau gelingen w&uuml;rde, Russland als zentralen und etablierten Exporteur aus diesem Markt herauszudr&auml;ngen. Was vor Kurzem noch in den Augen vieler Experten als US-amerikanischer und polnischer Wunschtraum galt, ist nach den Ereignissen des 24.&nbsp;Februars und 26.&nbsp;Septembers 2022 zu einer Tatsache geworden.<\/p><p><strong>Kommen wir jetzt zur medialen und politischen Aufbereitung des Vorfalls<\/strong><\/p><p>Zun&auml;chst f&auml;llt auf, dass au&szlig;er der Linkspartei und der AfD keine einzige Bundestagsfraktion Interesse an einer Aufkl&auml;rung zeigt. Entsprechende Anfragen an die Bundesregierung kommen nur von diesen beiden kleineren Oppositionsparteien. Wobei die meisten Fragen, wie etwa auch nach entsprechenden Radaraufnahmen von der BR mit Verweis auf &bdquo;Geheimhaltungsinteressen&ldquo; oder &bdquo;Staatswohlgef&auml;hrdung&ldquo; schlicht nicht beantwortet werden. Die mit Abstand gr&ouml;&szlig;te Oppositionsfraktion im Bundestag, die CDU\/CSU, hat keine einzige Anfrage dazu an die amtierende Bundesregierung formuliert.<\/p><p>Die Gr&uuml;nen zeigen sich, obwohl das von Ihnen gef&uuml;hrte Bundesumweltministerium auf Anfrage erkl&auml;rte, dass das aus den Pipelines entwichene Gas wohl zu Emissionen von 7,5 Millionen Tonnen CO2-&Auml;quivalenten f&uuml;hren wird, ebenso wenig an Aufkl&auml;rung interessiert. <\/p><p>Sinnbildlich f&uuml;r die Haltung der Ampelkoalition ist die Aussage des SPD-Bundestagsabgeordneten Timon Gremmels, der am 28. September 2022 im Namen der Koalition anl&auml;sslich einer einberufenen &bdquo;Aktuellen Stunde&ldquo; wegen der Zerst&ouml;rung der Nord-Stream-Pipelines erkl&auml;rte:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Es ist v&ouml;llig gleichg&uuml;ltig, ob Nord Stream 1 und Nord Stream 2 nun Lecks haben, wie diese Lecks entstanden sind, ob das Anschl&auml;ge waren, wer hinter den Anschl&auml;gen steckt, weil aus der einen Pipeline noch nie Gas gekommen ist und es aus der anderen seit Wochen kein Gas mehr gegeben hat. &ndash; Das ist v&ouml;llig irrelevant.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Das muss man, finde ich, erstmal sacken lassen. Der Vertreter der gr&ouml;&szlig;ten Regierungspartei erkl&auml;rt im Rahmen einer extra einberufenen Aktuellen Stunde im Bundestag wegen eines mutma&szlig;lichen Terroranschlags gegen zivile Infrastruktur wortw&ouml;rtlich:&nbsp;<\/p><blockquote><p>\n<em>&bdquo;Es ist v&ouml;llig gleichg&uuml;ltig, wer hinter den Anschl&auml;gen steckt.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Und an dieser Haltung h&auml;lt man in der Ampel bis heute fest. <\/p><p>Die Justiz verh&auml;lt sich &auml;hnlich indifferent. Hier sei beispielhaft darauf verwiesen, dass im Oktober 2022 die russische Generalstaatsanwaltschaft die BRD um Zusammenarbeit bei der Aufkl&auml;rung des Nord-Stream-Anschlags ersucht hat. In einer diplomatischen Provokation, die ihresgleichen sucht, hat das deutsche Justizministerium zun&auml;chst erstmal drei Monate gar nicht reagiert und dann ein Schreiben aufgesetzt, in welchem eine Zusammenarbeit abgelehnt wird. Begr&uuml;ndung: &bdquo;Beeintr&auml;chtigung wesentlicher Interessen der Bundesrepublik&ldquo;. Den sehr aufschlussreichen Schriftverkehr zwischen deutschen und russischen Beh&ouml;rden bzgl. der #NordStream-Ermittlungen kann man im Dokumentensystem der UN nachlesen. Dar&uuml;ber, dass dieser Schriftverkehr im UN-Dokumentensystem ver&ouml;ffentlicht wurde, zeigte sich das deutsche AA &uuml;brigens sehr emp&ouml;rt. <\/p><p><strong>Medial sieht das Aufkl&auml;rungsinteresse nicht besser aus<\/strong><\/p><p>Monatelang zeigten sich bundesdeutsche &bdquo;Leitmedien&ldquo; komplett desinteressiert an der Aufkl&auml;rung des Terroranschlags gegen eines der teuersten zivilen Infrastrukturprojekte Europas. Das &auml;nderte sich schlagartig, als am 8. Februar 2023, wie bereits erw&auml;hnt, der bekannte Investigativjournalist Seymour Hersh eine&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93548\">Recherche<\/a>&nbsp;ver&ouml;ffentlichte, in welcher er nachzeichnete, wie laut seinen Informationen US-Spezialeinheiten auf direkten Befehl von US-Pr&auml;sident Joe Biden die Sprengung durchf&uuml;hrten. Danach gab es kein Halten mehr. Erst wurde versucht, Hersh und seine Recherche zu&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93624\">diffamieren,<\/a>&nbsp;dann wurde mit eigenen &bdquo;Recherchen&ldquo; nachgelegt. Keine &bdquo;Theorie&ldquo; war zu abwegig, Hauptsache die USA waren nicht mehr als potenzieller T&auml;ter im Fokus. Sie kennen alle die von <em>Tagesschau<\/em> und <em>Zeit<\/em> als &bdquo;investigativ&ldquo; verkaufte Segelschiff-Nummer mit zwei Tauchern, die dann direkt nach Ver&ouml;ffentlichung korrigiert werden musste, weil man &bdquo;pl&ouml;tzlich&ldquo; nach Leserhinweisen u.a. bemerkte, dass die unter Verweis auf angeblich mehrere Quellen angegebene Route &uuml;ber den Bodden am Wieck am Dar&szlig; mit einer maximalen Wassertiefe von 2 Metern bei einem Boot mit einem Tiefgang von 2,3 Meter schlicht unm&ouml;glich war. <\/p><p>Den mit Abstand absurdesten Erkl&auml;rungsansatz pr&auml;sentierte im M&auml;rz 2023 dann die <em>S&uuml;ddeutsche<\/em>, die mit Verweis auf &bdquo;nordische Geheimdienste&ldquo; erkl&auml;rte, ein ukrainischer Oligarch h&auml;tte sich den Terrorakt anl&auml;sslich seines Geburtstages am 26. September geg&ouml;nnt und privat organisiert und finanziert. Der einzige bekannte ukrainische Oligarch, der an diesem Tag Geburtstag hat, ist &uuml;brigens der ehemalige ukrainische Pr&auml;sident Poroschenko. Danach wurde angefangen, ausgehend von <em>t-online<\/em>, mit erneutem Verweis auf nordische Geheimdienste, den Finger wieder ganz direkt auf Moskau zu richten, denn &bdquo;russische Kriegsschiffe&ldquo; h&auml;tten sich in mittelbarer Tatortn&auml;he befunden. Betitelt wird das Ganze dann mit &bdquo;Spuren des Anschlags f&uuml;hren nach Russland&ldquo;. Als Seymour Hersh dann Ende September 2023 wiederum nachlegte und mit Verweis auf CIA-Quellen erkl&auml;rte, dass Kanzler Olaf Scholz &bdquo;voll im Bilde&ldquo; gewesen sei &bdquo;&uuml;ber die geheimen US-Pl&auml;ne zur Zerst&ouml;rung der Pipeline&ldquo;, herrschte wieder mehrheitlich Schweigen im bundesdeutschen Bl&auml;tterwald. Auf meine diesbez&uuml;gliche Frage in der Bundespressekonferenz Ende September, ob die Bundesregierung diese Darstellung von Hersh best&auml;tigen k&ouml;nne, hie&szlig; es lapidar von der Regierungssprecherin Christiane Hoffman, man wolle solche Berichte nicht kommentieren. <\/p><p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"560\" height=\"315\" src=\"\" title=\"YouTube video player\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/_9YbsbNI5Hw?si=cnE_lI0znTLleZR6\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><\/p><p><strong>Fazit: <\/strong><\/p><p>Der Umgang mit dem Nordstream-Terrorakt wirft ein erschreckendes Licht auf den Zustand der deutschen Medienlandschaft. <em>ARD<\/em>, <em>ZDF<\/em>, <em>ZEIT<\/em>, <em>S&uuml;ddeutsche<\/em>, <em>Der SPIEGEL<\/em>, kurz gesagt das gesamte Spektrum der deutschen &bdquo;Leitmedien&ldquo; hat sich im Zuge der Nordstream-Ermittlungen daf&uuml;r instrumentalisieren lassen, von Geheimdiensten und anderen staatlichen Beh&ouml;rden durchgestochene &bdquo;Informationen&ldquo; in die &Ouml;ffentlichkeit zu streuen, ohne dies in irgendeiner Form kritisch zu reflektieren. Im Gegenteil, die genannten Medien haben sogar die Unverfrorenheit, das allem Anschein nach v&ouml;llig unverifizierte Durchreichen von Informationen &bdquo;aus Ermittlerkreisen&ldquo; (siehe das schon erw&auml;hnte Beispiel &bdquo;Wieck am Dar&szlig;&ldquo;) dem Leser als eigene &bdquo;Recherche&ldquo; und &bdquo;exklusiv&ldquo; zu verkaufen.<\/p><p>Dass staatliche Beh&ouml;rden und insbesondere Geheimdienste ihre ganz eigenen Agenden haben und daf&uuml;r auch im Zweifel Journalisten missbrauchen, scheint den sonst so auf ihre Reputation bedachten Redaktionen in Berlin, Hamburg, M&uuml;nchen oder auch hier in N&uuml;rnberg nicht in den Sinn zu kommen. Doch muss man sich mittlerweile fragen, ob das wirklich nur Naivit&auml;t ist oder ob sich hier ein signifikanter Teil der Medienschaffenden bewusst instrumentalisieren l&auml;sst. <\/p><div class=\"imagewrap\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/231107-Vortrag_NordStream.jpeg\" alt=\"\" title=\"\"><\/div><p><small>Foto1: Zuh&ouml;rer warten am 4. November 2023 bei der Literaturmesse N&uuml;rnberg auf den Beginn des Vortrages von Florian Warweg &ndash; Quelle: Florian Warweg<\/small><\/p><p><small>Titelbild: Shutterstock \/ Frame Stock Footage<\/small> <\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<strong>Mehr zum Thema:<\/strong>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96339\">Nord Stream als Kriegsgrund<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104405\">Seymour Hersh: Ein Jahr L&uuml;gen &uuml;ber Nordstream<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104474\">BPK: Laut CIA-Quellen war Kanzler Scholz &uuml;ber Pl&auml;ne zur Zerst&ouml;rung von Nord Stream eingeweiht<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101250\">Vortrag von Florian Warweg bei Attac Dortmund: &bdquo;Medien: Vierte Gewalt oder Meinungsmacher?&ldquo;<\/a>\n<\/p><\/div><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/83e6852e06814f8b849e5135a22d59fc\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] <a href=\"https:\/\/reneweconomy.com.au\/climate-friend-or-carbon-bomb-global-gas-market-faces-1-3trn-stranded-asset-risk-80593\/\">Michael Mazengarb: Climate friend or carbon bomb? Global gas market faces $1.3trn stranded asset risk<\/a>, in: <em>Renew Economy<\/em>, 3.&nbsp;Juli 2019<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] Jens Berger 2022: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90151\">Die USA haben den Gaskrieg gegen Russland gewonnen<\/a>, 9.&nbsp;November 2022<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.ewi.uni-koeln.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/EWI_Endbericht_Zukunft_Gas_Globale_Gasmaerkte_2022-09-21.pdf\">EWI-STUDIE 2022: Entwicklungen der globalen Gasm&auml;rkte bis 2030. Szenarienbetrachtung eines beschr&auml;nkten Handels mit Russland<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] Seymour Hersch: <a href=\"https:\/\/seymourhersh.substack.com\/p\/how-america-took-out-the-nord-stream\">How America Took Out The Nord Stream Pipeline<\/a>, 8.&nbsp;Februar 2023<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.state.gov\/secretary-antony-j-blinken-and-canadian-foreign-minister-melanie-joly-at-a-joint-press-availability\/\">U.&thinsp;S. Department of State<\/a>, 30.&nbsp;September 2022<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] Helmut Fehr: Der Missbrauch der Vergangenheit&nbsp;&ndash; politische Kampagnen und Machtstrategien der nationalen Populisten in Polen, in: <em>Frankfurter<\/em> <em>Rundschau<\/em>, S.&nbsp;5, 22.&nbsp;November 2005.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] <a href=\"https:\/\/biznes.wprost.pl\/gospodarka\/infrastruktura\/10878148\/morawiecki-o-wybuchach-w-nord-stream-w-dniu-otwarcia-baltic-pipe-bardzo-dziwny-zbieg-okolicznosci.html\">Wprost: Morawiecki o&nbsp;wybuchach w&nbsp;Nord Stream w&nbsp;dniu otwarcia Baltic Pipe: Bardzo dziwny zbieg okoliczno&#347;ci<\/a>, 27.&nbsp;September 2022<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>] Peter Welchering: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/hacken-im-kalten-krieg-von-den-anfaengen-des-cyberwars-100.html\">Hacken im Kalten Krieg&nbsp;&ndash; Von den Anf&auml;ngen des Cyberwars<\/a>, in: <em>DLF<\/em>, 13.&nbsp;Februar 2019<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_9\" name=\"foot_9\">&laquo;9<\/a>] Werner Meyer-Larsen: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/der-unverziehene-strang-nach-osten-a-7e646f14-0002-0001-0000-000014337181\">Der unverziehene Strang nach Osten<\/a>, in: <em>Spiegel<\/em>, 21.&nbsp;M&auml;rz 1982\n<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>NachDenkSeiten-Redakteur Florian Warweg war vom <a href=\"https:\/\/mediashop.at\">Promedia-Verlag<\/a> eingeladen worden, auf der &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.linke-literaturmesse.org\">Linken Literaturmesse N&uuml;rnberg<\/a>&ldquo; am 4. November zum Thema mediale und politische Aufbereitung des Nordstream-Anschlags zu sprechen. Hintergrund war die Vorstellung des Sammelbands <a href=\"https:\/\/mediashop.at\/buecher\/kriegsfolgen\/\">&bdquo;Kriegsfolgen &ndash; Wie der Kampf um die Ukraine die Welt ver&auml;ndert&ldquo;<\/a>. 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