{"id":10634,"date":"2011-09-06T08:30:22","date_gmt":"2011-09-06T06:30:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10634"},"modified":"2011-09-06T11:07:16","modified_gmt":"2011-09-06T09:07:16","slug":"hinweise-des-tages-1462","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10634","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Neue Regelungen zu Hartz-IV-S&auml;tzen: in wesentlichen Punkten verfassungsrechtliche Probleme; Ackermann sieht Anzeichen f&uuml;r neue Finanzkrise; Wolfgang Sch&auml;uble &ndash; Why austerity is only cure for the eurozone; Schwache US-Volkswirtschaft &ndash; Eisiger Herbst; Mangelhafte Hygiene am Uniklinikum? Pflegekraft erhebt schwere Vorw&uuml;rfe; Steigende Geburtenrate: Deutsche Frauen bekommen wieder mehr Kinder; Eine Simulationsstudie zu den Entwicklungen der Beitragss&auml;tze zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung; Berater schleusen Gehalt am Sozialstaat vorbei; Milliardenrisiko: Zinswetten bergen Sprengstoff f&uuml;r Tausende St&auml;dte; Solarbranche zahlt trotz Subventionen Niedrigl&ouml;hne; Berlin dr&auml;ngte angeblich auf Afghanistan-Einsatz; Spekulatius statt Spekulanten; Verlustreichster Monat f&uuml;r US-Truppen; Berlin: &raquo;Rot-rot&laquo; unerw&uuml;nscht; Absetzbarkeit von Ausbildung und Studium soll gedeckelt werden; Die Ergebnisse der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern am 04. September 2011 &ndash; Wahlnachtbericht und erste Analyse; Euro-Bonds &uuml;berfordern uns (aber nur intellektuell); Zu guter Letzt: Die Bundeswehr wird wieder normal (KR\/JB)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10634#h01\">Neue Regelungen zu Hartz-IV-S&auml;tzen: in wesentlichen Punkten verfassungsrechtliche Probleme<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10634#h02\">Ackermann sieht Anzeichen f&uuml;r neue Finanzkrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10634#h03\">Wolfgang Sch&auml;uble &ndash; Why austerity is only cure for the eurozone<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10634#h04\">Schwache US-Volkswirtschaft &ndash; Eisiger Herbst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10634#h05\">Mangelhafte Hygiene am Uniklinikum? Pflegekraft erhebt schwere Vorw&uuml;rfe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10634#h06\">Steigende Geburtenrate: Deutsche Frauen bekommen wieder mehr Kinder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10634#h07\">Eine Simulationsstudie zu den Entwicklungen der Beitragss&auml;tze zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10634#h08\">Berater schleusen Gehalt am Sozialstaat vorbei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10634#h09\">Milliardenrisiko: Zinswetten bergen Sprengstoff f&uuml;r Tausende St&auml;dte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10634#h10\">Solarbranche zahlt trotz Subventionen Niedrigl&ouml;hne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10634#h11\">Berlin dr&auml;ngte angeblich auf Afghanistan-Einsatz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10634#h12\">Spekulatius statt Spekulanten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10634#h13\">Verlustreichster Monat f&uuml;r US-Truppen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10634#h14\">Berlin: &raquo;Rot-rot&laquo; unerw&uuml;nscht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10634#h15\">Absetzbarkeit von Ausbildung und Studium soll gedeckelt werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10634#h16\">Landesregierung fordert F&ouml;rdermittel zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10634#h17\">Euro-Bonds &uuml;berfordern uns (aber nur intellektuell)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10634#h18\">Zu guter Letzt: Die Bundeswehr wird wieder normal<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=10634&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Neue Regelungen zu Hartz-IV-S&auml;tzen: in wesentlichen Punkten verfassungsrechtliche Probleme<\/strong><br>\nDie neuen Regeln zur Bestimmung des Hartz-IV-Satzes versto&szlig;en in wesentlichen Punkten gegen verfassungsrechtliche Vorgaben, so ein neues Rechtsgutachten im Auftrag der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung.<br>\nDas Gesetz &ldquo;zur Ermittlung von Regelbedarfen&rdquo; vom M&auml;rz 2011 justiert das Verfahren neu, mit dem der Hartz-IV-Regelsatz ermittelt wird. Das Prinzip dabei: Die H&ouml;he richtet sich nach den Durchschnittsausgaben einkommensschwacher und nicht von Grundsicherung oder Sozialhilfe lebender Haushalte. Die Daten werden anhand der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) des Statistischen Bundesamtes erhoben.<br>\nIm Grundsatz sei es verfassungsrechtlich legitim, das sozialrechtliche Existenzminimum mithilfe dieser so genannten Statistik-Methode zu ermitteln, schreibt Prof. Dr. Johannes M&uuml;nder, Rechtswissenschaftler an der TU Berlin, in einem aktuellen Gutachten f&uuml;r die Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. Allerdings kollidierten die Regelungen in vielen wesentlichen Einzelpunkten mit dem Grundgesetz. M&uuml;nder bezieht sich in seiner Untersuchung auf eine Studie der Verteilungsforscherin Dr. Irene Becker, die ebenfalls f&uuml;r die Hans-B&ouml;ckler-Stiftung die Methodik der Regelsatzberechnung durchleuchtet hat.<br>\nInsgesamt identifizieren die Wissenschaftler zehn Aspekte, die das neue Verfahren verfassungsrechtlich problematisch machen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/14_37784.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/pm_wsi_2011_09_05.pdf\">Die beiden Gutachten in voller L&auml;nge in der Zeitschrift &bdquo;Soziale Sicherheit&ldquo; [PDF &ndash; 2.6 MB]<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Experten mahnen bessere Betreuung von Hartz-IV-Empf&auml;ngern an<\/strong><br>\nDie Pl&auml;ne der Bundesregierung zur Neugestaltung der F&ouml;rderinstrumente f&uuml;r Arbeitslose sto&szlig;en bei Experten auf ein geteiltes Echo. In einer &ouml;ffentlichen Anh&ouml;rung des Ausschusses f&uuml;r Arbeit und Soziales zum Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Verbesserung der Eingliederungschancen am Arbeitsmarkt (17\/6277) und zu Antr&auml;gen der Fraktionen der SPD, B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen und Die Linke (17\/6454, 17\/6319, 17\/5526) unterst&uuml;tzten die Sachverst&auml;ndigen zwar das Ziel der angestrebten flexibleren Arbeitsvermittlung. Einige lehnten jedoch die Mittelk&uuml;rzungen vor allem bei Hartz-IV-Beziehern ab.<br>\nMit dem Gesetz will die Bundesregierung nicht nur die Integration in Erwerbsarbeit beschleunigen, sondern auch den Bereich der &ouml;ffentlich gef&ouml;rderten Besch&auml;ftigung neu ordnen. Dezentrale Entscheidungskompetenzen sollen gest&auml;rkt, uneffektive F&ouml;rderma&szlig;nahmen abgeschafft und andere so ver&auml;ndert werden, dass eine schnellere Vermittlung von Arbeitslosen in den ersten Arbeitsmarkt m&ouml;glich wird.&ldquo;.<br>\nWilhelm Adamy vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) betonte, dass auch der DGB f&uuml;r ein flexibles Instrumentarium in der Arbeitsmarktpolitik pl&auml;diere. Jedoch w&uuml;rden mit dem Gesetzentwurf Erwartungen geweckt, die in der Praxis schwer erf&uuml;llt werden k&ouml;nnen. So k&ouml;nne mehr Flexibilit&auml;t auch zu neuen Unklarheiten zum Beispiel dar&uuml;ber f&uuml;hren, warum in dem einen Fall ein Existenzgr&uuml;ndungszuschuss gew&auml;hrt werde und in einem anderen Fall nicht. &Auml;hnlich argumentierte Susanne Koch vom Institut f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. &bdquo;Je h&ouml;her die Flexibilit&auml;t, desto h&ouml;her sind die Anforderungen an die Vermittler, und deshalb muss man dar&uuml;ber nachdenken, ob die Betreuungsrelation im SGB II richtig ist&ldquo;, sagte Koch. Auf diesen Punkt verwies auch Markus Keller vom Deutschen Landkreistag. So w&uuml;rden sich mit den Pl&auml;nen der Regierung die F&ouml;rdermittel im Hartz-IV-System viel st&auml;rker reduzieren als es der Zahl der Leistungsempf&auml;nger entspricht. &bdquo;Die Mittelk&uuml;rzungen werden daf&uuml;r sorgen, dass weniger Menschen aus diesem Hartz-IV-Bezug herauskommen&ldquo;, so Keller. Er begr&uuml;&szlig;e zwar &bdquo;uneingeschr&auml;nkt&ldquo; die Reformen im Bereich des SGB III, aber 70 Prozent der Arbeitslosen unterliegen dem Rechtskreis des SGB II, betonte er. Ein &bdquo;mangelndes Qualifizierungssystem&ldquo; f&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;nger kritisierte auch DGB-Vertreter Adamy.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2011_09\/2011_338\/01.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ackermann sieht Anzeichen f&uuml;r neue Finanzkrise<\/strong><br>\n[&hellip;] &ldquo;Es ist offenkundig, um nicht zu sagen eine Binsenweisheit, dass es zahlreiche europ&auml;ische Banken nicht verkraften w&uuml;rden, m&uuml;ssten sie die im Bankbuch gehaltenen Staatsanleihen auf Marktwerte abschreiben.&rdquo;<br>\nDie Glaubw&uuml;rdigkeit der staatlichen St&uuml;tzungsma&szlig;nahmen w&uuml;rde mit solch drastischen Schritten wie einer Zwangkapitalisierung untergraben, sagte Ackermann. Es bestehe die Gefahr, dass sich dadurch die Schuldenlage einzelner L&auml;nder weiter versch&auml;rfe. Angesichts einer drohenden Verw&auml;sserung w&uuml;rden private Investments in Banken noch weniger wahrscheinlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,784414,00.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Auf Deutsch &uuml;bersetzt sagt Ackermann, dass es vollkommen klar sei, dass zahlreiche europ&auml;ische Banken vor dem Bankrott stehen w&uuml;rden, wenn sie in ihren Bilanzen den Wert der Staatsanleihen realistisch beziffern w&uuml;rden. Gleichzeitig droht er den Staaten, dass die Banken die Eurokrise weiter anheizen w&uuml;rden, wenn die Politik sich entschlie&szlig;en sollte, die Banken durch eine Zwangskapitalisierung &ndash; die mit einer Mitsprache verbunden w&auml;re &ndash; abermals vor sich selbst zu retten. Steuergelder akzeptiert man gerne, verbittet sich aber jegliche Mitsprache der Politik. H&auml;tte Francis Ford Coppola seinen &bdquo;Paten&ldquo; im Jahre 2011 gedreht, w&auml;re Josef Ackermann sicher ein hei&szlig;er Kandidat f&uuml;r das Vorbild der Titelrolle im Drehbuch.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Wolfgang Sch&auml;uble &ndash; Why austerity is only cure for the eurozone<\/strong><br>\n[&hellip;] Governments in and beyond the eurozone need not just to commit to fiscal consolidation and improved competitiveness &ndash; they need to start delivering on these now. [&hellip;] The recipe is as simple as it is hard to implement in practice: western democracies and other countries faced with high levels of debt and deficits need to cut expenditures, increase revenues and remove the structural hindrances in their economies, however politically painful. Some progress has already been achieved in this respect, but more needs to be done. Only this course of action can lead to sustainable growth as opposed to short-term volatile bursts or long-term economic decline. [&hellip;] here is some concern that fiscal consolidation, a smaller public sector and more flexible labour markets could undermine demand in these countries in the short term. I am not convinced that this is a foregone conclusion, but even if it were, there is a trade-off between short-term pain and long-term gain. An increase in consumer and investor confidence and a shortening of unemployment lines will in the medium term cancel out any short-term dip in consumption.[&hellip;]<br>\nHence my unease when some politicians and economists call on the eurozone to take a sudden leap into fiscal union and joint liability. Not only would such a step fail to durably solve the crisis by addressing only its most superficial symptoms, but it could make it worse in the medium term by removing a key incentive for the weaker members to forge ahead with much-needed reforms. It would also go against the very nature of European integration.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ft.com\/intl\/cms\/s\/0\/97b826e2-d7ab-11e0-a06b-00144feabdc0.html\">Financial Times<\/a>\n<p><strong>dazu: Paul Krugman &ndash; The Beatings Must Continue<\/strong><br>\n [&hellip;] And when the finance minister of Europe&rsquo;s largest economy thinks and talks like this, at a time when the core euro economies are in a liquidity trap while the peripheral economies are desperately in need of strong external demand to make their austerity programs workable, it&rsquo;s hard to see what hope there is for the euro project.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/krugman.blogs.nytimes.com\/2011\/09\/05\/the-beatings-must-continue\/\">New York Times<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Schwache US-Volkswirtschaft &ndash; Eisiger Herbst<\/strong><br>\nDie USA strahlen derzeit wenig Zuversicht im Kampf gegen die Schuldenkrise aus. Zu dieser kommt noch eine schwache Konjunktur, weil die Menschen wenig einkaufen. Die Arbeitslosenquote verharrt, anders als von vielen Experten erwartet, bei hohen 9,1 Prozent, hie&szlig; es am Freitag. Zudem korrigierte das Land offiziell die Erwartungen f&uuml;r das Jahr 2011 &ndash; und senkte die Wachstumsprognose drastisch um fast einen Punkt auf nur noch 1,7 Prozent. In Folge sausten die Aktienkurse nach unten. F&uuml;r die Weltwirtschaft ist die amerikanische Leistungsschw&auml;che ein herber Ausfall. Noch immer handelt es sich um die gr&ouml;&szlig;te Volkswirtschaft der Welt. Je schneller sie sich berappelt, umso besser f&uuml;r andere L&auml;nder. Woher soll Hoffnung kommen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/schwache-us-volkswirtschaft-eisiger-herbst-1.1138934\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Sie SZ sollte sich schon entscheiden, ob genug Geld vorhanden ist, das allerdings zweckentfremdet der Spekulation dient, oder ob sie weiterhin das neoliberale Mantra wie eine Monstranz vor sich her tr&auml;gt, dass &ldquo;zu viele Staaten, B&uuml;rger und Banken inklusive, zu lange &uuml;ber ihre Verh&auml;ltnisse gelebt&rdquo; h&auml;tten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Mangelhafte Hygiene am Uniklinikum? Pflegekraft erhebt schwere Vorw&uuml;rfe<\/strong><br>\nVerunreinigtes OP-Besteck in Fulda und Kassel haben in diesem Jahr die &Ouml;ffentlichkeit aufgeschreckt. Ein sensibles Thema, denn die Anzahl der t&ouml;dlichen Infektionen mit dem gef&auml;hrlichen Krankenhauskeim MRSA steigen stetig an. Der Grund f&uuml;r diese oft t&ouml;dlichen verlaufenden Infektionen ist mangelhafte Hygiene. Eine Pflegekraft des privatisierten Uniklinikums Marburg und Gie&szlig;en erhebt deshalb schwere Vorw&uuml;rfe: Aus Personalmangel k&ouml;nnten Hygienestandards im Klinikum nicht eingehalten werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hr-online.de\/website\/fernsehen\/sendungen\/index.jsp?rubrik=2390\">hr-Fernsehen<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Steigende Geburtenrate: Deutsche Frauen bekommen wieder mehr Kinder<\/strong><br>\nLiegt es doch am Elterngeld und am Kita-Ausbau? Bei der Familienplanung gibt es in Deutschland eine Trendwende: Zwar bekommen Frauen weiterhin immer sp&auml;ter ihr erstes Kind &ndash; es werden aber wieder mehr Babys geboren.[&hellip;]<br>\nDie Wissenschaftler haben f&uuml;r die Jahre 2001 bis 2008 einen Wert von durchschnittlich 1,6 Kindern pro Frau berechnet. Die amtliche Statistik geht f&uuml;r diesen Zeitraum von 1,4 Kindern pro Frau aus. &ldquo;Das ist ein Sch&auml;tzwert, der dadurch verzerrt wird, dass Frauen jetzt bei der Geburt immer &auml;lter sind&rdquo;, erkl&auml;rte Forscherin Kreyenfeld. Rechne man diese Verzerrung heraus, komme man auf eine h&ouml;here Geburtenrate.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,784473,00.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung des NDS-Lesers J.A.:<\/strong> Die SPIEGEL-Propaganda f&uuml;r die neoliberal-neokonservative Regierung &ndash; und f&uuml;r das asoziale Elterngeld &ndash; wird immer d&uuml;mmer und immer dreister. Das Elterngeld der Ursula von der Leyen und der Kita-Ausbau &ndash; beides *gestartet* erst 2007 &ndash; soll jetzt herhalten f&uuml;r eine (nur statistische) Vermehrung der Kinderzahl &ndash; die allerdings f&uuml;r die Jahre 2001 bis 2008 gemessen wurde, wie der Artikel ebenfalls berichtet. Konnte Ursula von der Leyen r&uuml;ckwirkend die Geburtenzahlen beeinflussen?<\/em><br>\n<em>Im &Uuml;brigen gab es vor dem Elterngeld das Erziehungsgeld &ndash; keine Erfolgsmeldung?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung JB:<\/strong> Wie lange geht eigentlich dieses Hick-Hack rund um die Fertilit&auml;tsrate? Da die Daten offensichtlich so genau sind wie die Wettervorhersage f&uuml;r das n&auml;chste Jahr, sollte man sie geflissentlich ignorieren und sich daf&uuml;r h&uuml;ten, irgendwelche politischen Schl&uuml;sse aus ihnen zu ziehen. Wenn der SPIEGEL eine solche Meldung schon kommentieren muss, h&auml;tte er auch darauf hinweisen k&ouml;nnten, dass die &bdquo;neue&ldquo; Fertilit&auml;tsrate von 1,6 eine <a href=\"\/wp-print.php?p=9322\">ganze Reihe von Gef&auml;lligkeitsstudien<\/a> der Versicherungslobby, in denen der baldige Kollaps der Sozialsysteme prophezeit wird, unbrauchbar macht &ndash; aber diese &bdquo;Studien&ldquo; haben nat&uuml;rlich auch nur den Wert von Wettervorhersagen f&uuml;r das n&auml;chste Jahr, die Dauerregen vorhersagen und von den Herstellern von Regenschirmen bezahlt wurden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Eine Simulationsstudie zu den Entwicklungen der Beitragss&auml;tze zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung<\/strong><br>\nDie Aufgabenstellung der Studie besteht darin zu berechnen, welche Beitragss&auml;tze f&uuml;r die Kranken- und Pflegeversicherung kurz-, mittel- und langfristig zu erwarten w&auml;ren, wenn grunds&auml;tzlich alle in der Bundesrepublik Deutschland lebenden Menschen unter deutlicher Ausweitung der Finanzierungsbasis in eine solidarische B&uuml;rgerinnen- und B&uuml;rgerversicherung (BV) nach der Konzeption der Bundestagsfraktion DIE LINKE gem&auml;&szlig; dem Antrag vom 25.03.2011 (Bundestagsdrucksache 17\/1238) einbezogen w&uuml;rden. Dabei waren ein Zielmodell und eine &Uuml;bergangsl&ouml;sung zu simulieren&hellip;<br>\nDie Ergebnisse der Studie zeigen auf, dass die Einf&uuml;hrung einer solchen B&uuml;rgerinnen- und B&uuml;rgerversicherung dazu f&uuml;hren w&uuml;rde, dass die Beitragss&auml;tze der gesetzlichen Krankenkasse zu Beginn je nach Variante von derzeit 15,5 Prozent kurzfristig um gut 4 bis 5 Prozentpunkte sinken k&ouml;nnen und dar&uuml;ber hinaus weitgehende Beitragsstabilit&auml;t bis 2020 abgesichert werden kann. Gegen&uuml;ber dem Status quo kann der Beitrag bis 2020 um weitere eineinhalb Prozentpunkte abgesenkt werden. Diese Effekte werden erreicht trotz Abschaffung von Praxisgeb&uuml;hr und Zuzahlungen und bei Beibehaltung des einheitlichen Leistungskataloges.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/dokumente.linksfraktion.de\/download\/110826-bu-rgerversicherung-gesamt.pdf\">Linkspartei &ndash; Kurzfassung [PDF &ndash; 607 KB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/dokumente.linksfraktion.de\/download\/die-linke-kb-studie-bv-endversion-final.pdf\">Linkspartei &ndash; Langfassung [PDF &ndash; 648 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Berater schleusen Gehalt am Sozialstaat vorbei<\/strong><br>\nFindige Berater bieten Unternehmern an, Bruttol&ouml;hne durch alternative&acute;Verg&uuml;tungen zu senken. Darunter leiden vor allem die Krankenkassen.<br>\n&hellip; Die Nettolohnoptimierung entzieht der gesetzlichen Krankenversicherung erhebliche Finanzmittel&rdquo;, so auch Florian Lanz, Sprecher des GKV-Spitzenverbands. Allein die Ausf&auml;lle durch die betriebliche Altersvorsorge seien von der Bundesregierung im Jahr 2007 auf 1,3 Milliarden Euro gesch&auml;tzt worden. &ldquo;Solange sich dies in dem gesetzlich vorgesehenen Rahmen bewegt, m&uuml;ssen wir als gesetzliche Krankenversicherung dies jedoch akzeptieren&rdquo;, so Lanz weiter.<br>\nDas Problem f&uuml;r die Sozialsysteme k&ouml;nnte sich in Zukunft weiter versch&auml;rfen, denn die Lohnoptimierungs-Branche erwartet ein massives Wachstum: Allein die praemium, die in Deutschland bereits an 18 Standorten aktiv ist und mehr als 50 Berater besch&auml;ftigt, m&ouml;chte innerhalb der n&auml;chsten f&uuml;nf Jahre rund 40 weitere Standorte er&ouml;ffnen und dann rund 250 Lohn-Berater besch&auml;ftigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/finanzen\/verbraucher\/article13582295\/Berater-schleusen-Gehalt-am-Sozialstaat-vorbei.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung des NDS-Lesers J.A.:<\/strong> Frau von der Leyen &ldquo;will da ganz genau hinschauen&rdquo;, sieht aber &ldquo;derzeit keinen Handlungsbedarf&rdquo;. Die &ldquo;Berater&rdquo; nutzen tats&auml;chlich nur Gesetze, die mit dem Ziel geschaffen wurden, Sozialversicherungsbetrug zu f&ouml;rdern.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Milliardenrisiko: Zinswetten bergen Sprengstoff f&uuml;r Tausende St&auml;dte<\/strong><br>\nDem Steuerzahler droht ein Desaster: Nicht nur die Deutsche Bank hat St&auml;dte und Kommunalunternehmen zu hochriskanten Zinsgesch&auml;ften verf&uuml;hrt.<br>\nEs geht um zweistellige Milliardenbetr&auml;ge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/zinswetten-bergen-sprengstoff-fuer-tausende-staedte\/4534802.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Solarbranche zahlt trotz Subventionen Niedrigl&ouml;hne<\/strong><br>\nDer Staat f&ouml;rdert Solarfirmen mit Milliarden. Dennoch lassen viele ihre<br>\nMitarbeiter in Zw&ouml;lf-Stunden-Schichten schuften und bezahlen schlecht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/energie\/article13582126\/Solarbranche-zahlt-trotz-Subventionen-Niedrigloehne.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung des NDS-Lesers J.A.:<\/strong> Wenn das stimmt, ist es ein Skandal. Es f&auml;llt aber nat&uuml;rlich schon auf, da&szlig; die WELT ausgerechnet in der Photovoltaikbranche (und in keiner anderen) Lohndumping und das Fehlen von Mindestl&ouml;hnen und gewerkschaftlicher Verankerung beklagt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Berlin dr&auml;ngte angeblich auf Afghanistan-Einsatz<\/strong><br>\nDie deutsche Beteiligung am Krieg in Afghanistan nach den Anschl&auml;gen vom 11. September 2001 war einem Medienbericht zufolge zu keinem Zeitpunkt zwingend. Der damalige deutsche EU-Botschafter habe am Tag nach den Anschl&auml;gen den damaligen US-Au&szlig;enminister Colin Powell mit den Worten zitiert, die USA brauchten &ldquo;keine konkrete Hilfe&rdquo;, berichtete das Magazin &ldquo;Spiegel&rdquo; am Sonntag vorab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1315005449667\/Berlin-draengte-angeblich-auf-Afghanistan-Einsatz\">Der Standard<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Spekulatius statt Spekulanten<\/strong><br>\nViele Berliner k&ouml;nnen sich ihre Wohnung nicht mehr leisten. Schuld daran sind die rasant ansteigenden Mietpreise in der Hauptstadt. Jetzt gingen tausende B&uuml;rger auf die Stra&szlig;e, um ihrem Unmut Luft zu machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/panorama\/spekulatius-statt-spekulanten\/-\/1472782\/10794342\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Verlustreichster Monat f&uuml;r US-Truppen<\/strong><br>\nTrotz Ramadan Rekordverluste f&uuml;r US-Truppen. Sprengfallen sind f&uuml;r die H&auml;lfte aller milit&auml;rischen wie zivilen Opfer verantwortlich. In Afghanistan starben in diesem Jahr bisher 306 US-Soldaten, im gleichen Vorjahreszeitraum waren es 321. 2008 fielen im ganzen Jahr nur 155 Soldaten, 317 waren es im Jahr 2009 und 499 in 2010. Bisher starben in Afghanistan insgesamt 1.775 Soldaten aus den USA, 380 aus Gro&szlig;britannien, 157 aus Kanada, 73 aus Frankreich und 53 aus Deutschland. Die hohen Todesraten zeigen, dass der Krieg milit&auml;risch nicht entschieden ist. Die Verluste der afghanischen Polizei, Milit&auml;rs und Zivilbev&ouml;lkerung sind wesentlich h&ouml;her. So starben 2010 allein 1.555 Polizisten, das sind zweimal so viele wie einheimische Soldaten. Laut der UN-Mission in Afghanistan (Unama) starben allein in der ersten H&auml;lfte dieses Jahres 1.462 afghanische Zivilisten &ndash; 15 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. 80 Prozent der Todesf&auml;lle unter Zivilisten gingen auf regierungsfeindliche Kr&auml;fte zur&uuml;ck (plus 28 Prozent gegen&uuml;ber 2010), 14 Prozent auf regierungsfreundliche Kr&auml;fte. Der Rest war nicht zuzuordnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=au&amp;dig=2011%2F09%2F03%2Fa0158&amp;cHash=9db22c7aba\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkungen Orlando Pascheit:<\/strong> Ein erfolgreiches Abzugsszenario sieht anders aus.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Berlin: &raquo;Rot-rot&laquo; unerw&uuml;nscht<\/strong><br>\nKnapp zwei Wochen vor den Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus haben am Samstag Tausende Menschen gegen die Mieten- und Wohnungspolitik des SPD\/Linke-Senates protestiert. Unter dem Motto &raquo;Jetzt reichts &mdash; gegen Mieterh&ouml;hung, Verdr&auml;ngung und Armut!&laquo; gingen nach Angaben der Veranstalter insgesamt rund 6000 Menschen auf die Stra&szlig;e. Die Polizei sprach dagegen von 2500 Personen. Aufgerufen zu der Demonstration hatte ein B&uuml;ndnis aus verschiedenen Mieter- und Stadtteilinitiativen, die sich am Nachmittag auf dem Hermannplatz im Bezirk Neuk&ouml;lln versammelten, um durch Kreuzberg zum Oranienplatz zu ziehen. Zuvor hatten sich von insgesamt 14 Standorten in der Stadt Mietergruppen der Demonstration angeschlossen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/09-05\/037.php\">Junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wenn Rot-Rot unerw&uuml;nscht ist, wer ist dann erw&uuml;nscht? Auch der W&auml;hler sollte sich in dieser Frage ein St&uuml;ck Realpolitik aneignen. Ist denn Rot-Gr&uuml;n, Rot-Schwarz eine w&auml;hlbare Alternative. Wenn es je ein Argument f&uuml;r das geringere &Uuml;bel gab, dann doch f&uuml;r eine rot-rote Regierung in Berlin. Wer jetzt aus Entt&auml;uschung &uuml;ber die Linke die Gr&uuml;nen w&auml;hlt oder den Wahlen fern bleibt, kommt doch vom Regen in die Traufe. Die Gr&uuml;nen machen sich fit, um auf Augenh&ouml;he mit der SPD und der CDU regieren zu k&ouml;nnen. Meint tats&auml;chlich jemand, dass dadurch eine sozialpolitische Wende herauskommt. Was da an politischen Kompromissen auf uns zukommen w&uuml;rde, w&uuml;rde die Kompromisse der Linken bei weitem &uuml;bertreffen. Die Wahl der Linken bleibt trotz des Konsolidierungsbedarfs der Partei, trotz einiger Ungeschicklichkeiten einzelner Politiker eine gute M&ouml;glichkeit, gegen die  etablierten Parteien und die herrschende Ideologie zu protestieren, ein bundesweites Zeichen zu setzen: Solange ihr nicht in Sachen Finanzmarktregulierung, Niedriglohn, Renten, Gesundheitssystem usw. in die G&auml;nge kommt, w&auml;hlen wir euch nicht, sondern links. &ndash; Nat&uuml;rlich ist es gut, wenn eine au&szlig;erparlamentarische Opposition auf ungel&ouml;ste Probleme und M&auml;ngel der jetzigen Regierung hinweist und so &ouml;ffentlichen Druck aufbaut. Noch besser w&auml;re es allerdings, wenn diese 6000 Menschen in die Parteien hineingehen w&uuml;rden und auch dort  f&uuml;r ein sozialeres Gemeinwesen Druck aus&uuml;ben w&uuml;rden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Absetzbarkeit von Ausbildung und Studium soll gedeckelt werden<\/strong><br>\nFinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble will die Steuervorteile f&uuml;r Auszubildende und Studenten begrenzen. Damit soll die Belastung f&uuml;r den Staatshaushalt minimiert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2011-09\/steuer-vorteil-ausbildung\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Die steuerliche Ber&uuml;cksichtigung von Ausbildungskosten war vom Bundesfinanzhof (BFH) erzwungen worden. Ein ZEIT-Leser schrieb zu Sch&auml;ubles Pl&auml;nen(um 18:06 Uhr): &bdquo;Ja, wo k&auml;men wir denn auch hin, wenn Privatmenschen in auch nur ann&auml;hernd &auml;hnlichem Ma&szlig;e ihre Ausgaben von der Steuer absetzen k&ouml;nnten wie Gesch&auml;ftsleute?! Und au&szlig;erdem k&ouml;nnen Privatleute Politikern keine lukrativen Posten f&uuml;r die Zeit nach deren Amt zuschustern. Das h&auml;tte der Bundesfinanzhof doch ber&uuml;cksichtigen m&uuml;ssen! Wo leben die denn?&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die Ergebnisse der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern am 04. September 2011 &ndash; Wahlnachtbericht und erste Analyse<\/strong><br>\nDie NPD gewinnt wie 2006 vor allem bei m&auml;nnlichen Arbeitern und Arbeitslosen, vorwiegend mit Hauptschulabschluss. Die Motive ihrer W&auml;hler\/-innenschaft deuten auf eine Verfestigung in der Anh&auml;ngerschaft hin. NPD zu w&auml;hlen ist in gleichem Ma&szlig;e eine Denkzettel-Wahl f&uuml;r andere Parteien wie eine Folge der konkreten Arbeit der NPD vor Ort. Dabei d&uuml;rften vor allem vormalige &bdquo;Denkzettel&ldquo;-W&auml;hler unter den 18.000 Abwanderern zu den Nichtw&auml;hlern gewesen sein. Als Gr&uuml;nde f&uuml;r die Stimmabgabe zugunsten der NPD ermittelten die Forschungsinstitute die Integrations- bzw. Ausl&auml;nderpolitik und des Erleben von Abwanderung und Niedergang in den l&auml;ndlichen Regionen. Entsprechend hoch ist mit 62% der Anteil derjenigen W&auml;hler\/-innen, die sich als Verlierer der Entwicklung im Land sehen.<br>\nDas regionale Gef&auml;lle unterstreicht den Zusammenhang zwischen &ouml;konomischer Perspektivlosigkeit und NPD-Stimmabgabe&hellip;<br>\nDie h&ouml;chste Kompetenz sprachen die W&auml;hler\/-innen der NPD ihrer Partei dahingehend zu, den Niedergang auf dem Land bzw. die Abwanderung zu stoppen (jeweils 60%), was wiederum als lokales Verankerungsindiz im l&auml;ndlichen Raum bewertet werden k&ouml;nnte&hellip;<br>\nBis auf die Tatsache, dass die SPD in Hamburg die absolute Mehrheit gewinnen und aufgrund der St&auml;rke der Gr&uuml;nen in Baden-W&uuml;rttemberg bei Stimmenverlusten als Juniorpartner mitregieren kann, ist das Wahljahr 2011 f&uuml;r die Sozialdemokratie bei Weitem keine Erfolgsgeschichte.<br>\nIn Rheinland-Pfalz verliert sie knapp zehn Prozent und die absolute Mehrheit, in Sachsen-Anhalt und Bremen stagniert sie, w&auml;hrend die Gr&uuml;nen deutlich zulegen. Allein im Nordosten gelingt neben Hamburg ein sp&uuml;rbarer Zugewinn.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wahlanalysen.files.wordpress.com\/2011\/09\/2011_mv_ltw_wahlnachtbericht2.pdf\">Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff, Horst Kahrs [PDF &ndash; 288 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Euro-Bonds &uuml;berfordern uns (aber nur intellektuell)<\/strong><br>\nIch bin ja nun schon eine Weile im Gesch&auml;ft, aber dennoch immer wieder verbl&uuml;fft, was es da so in die hiesigen Qualit&auml;tszeitungen schafft. Standard &amp; Poor&rsquo;s hat sich also zum Thema Euro-Bonds ge&auml;u&szlig;ert. [&hellip;]<br>\nMit anderen Worten: S &amp; P spricht nicht &uuml;ber einen Eurobonds, wie ihn sich die Bef&uuml;rworter vorstellen, sondern &uuml;ber eine teilschuldnerische Haftung. Daher auch das Urteil.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2011\/09\/04\/eurobonds-uberfordern-uns-aber-nur-intellektuell_3516\">ZEIT Herdentrieb<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Die Bundeswehr wird wieder normal<\/strong><br>\nVerteidigungsminister Thomas de Maizi&egrave;re w&uuml;nscht, da&szlig; die Bundeswehr k&uuml;nftig weniger Entwicklungshilfe leisten mu&szlig; und mehr milit&auml;risch arbeiten kann. Zum Brunnenbohren schicke man keine Soldaten in ein fremdes Land, erkl&auml;rte de Maizi&egrave;re jetzt. Das sei nicht die Aufgabe von Soldaten: &ldquo;Das k&ouml;nnen die zwar auch, grunds&auml;tzlich sind sie aber daf&uuml;r ausgebildet, Dinge kaputtzuschie&szlig;en, nicht aufzubauen.&rdquo;<br>\nDas Argument, wonach sich Deutschland wegen des Zweiten Weltkriegs milit&auml;risch nicht beteiligen k&ouml;nne, &ldquo;wird uns von der V&ouml;lkergemeinschaft nicht mehr zugestanden&rdquo;. Deswegen m&uuml;sse die deutsche &Ouml;ffentlichkeit wieder st&auml;rker an milit&auml;rische Kernaufgaben wie T&ouml;ten, Zerst&ouml;ren und Vernichten gew&ouml;hnt werden und &ldquo;d&uuml;rfe nicht wegen jedem daf&uuml;r notwendigen eigenen Verlust gleich hysterisch losheulen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.titanic-magazin.de\/news.html?&amp;tx_ttnews[tt_news]=4454&amp;cHash=6d02a60dfdc804c444f534506a745ec6\">Titanic<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Neue Regelungen zu Hartz-IV-S&auml;tzen: in wesentlichen Punkten verfassungsrechtliche Probleme; Ackermann sieht Anzeichen f&uuml;r neue Finanzkrise; Wolfgang Sch&auml;uble &ndash; Why austerity is only cure for the eurozone; Schwache US-Volkswirtschaft &ndash; Eisiger Herbst; Mangelhafte Hygiene am Uniklinikum? Pflegekraft erhebt schwere Vorw&uuml;rfe; Steigende Geburtenrate: Deutsche Frauen bekommen wieder mehr Kinder; Eine Simulationsstudie<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10634\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-10634","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10634","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10634"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10634\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10646,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10634\/revisions\/10646"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10634"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=10634"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=10634"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}