{"id":106457,"date":"2023-11-10T08:33:34","date_gmt":"2023-11-10T07:33:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106457"},"modified":"2023-11-10T08:33:34","modified_gmt":"2023-11-10T07:33:34","slug":"hinweise-des-tages-4481","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106457","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106457#h01\">Ampel entlastet Betriebe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106457#h02\">Deutschland verarmt, f&uuml;r den Spiegel ist das kein Problem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106457#h03\">Renten: Das Problem ist nicht die Demografie <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106457#h04\">&ldquo;Es ist ersch&uuml;tternd&rdquo;: Viele K&uuml;rzungen geplant &ndash; ist der Sozialstaat in Gefahr? <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106457#h05\">&bdquo;WikiLeaks beendet Kriege&ldquo;: Deswegen sollte Julian Assange ein freier Mann sein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106457#h06\">Milit&auml;rhistoriker: Westen redet sich Ukraine-Krieg sch&ouml;n<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106457#h07\">M&uuml;de und ausgezehrt &ndash; der Ukraine gehen die Soldaten aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106457#h08\">Das fehlende Assessment: Die Ukraine kann nicht siegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106457#h09\">Kriegst&uuml;chtigkeitstag: Deutsche Milit&auml;rvorhaben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106457#h10\">Offener Brief von Oliver Ginsberg: Schluss mit der Anma&szlig;ung f&uuml;r Juden zu sprechen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106457#h11\">Der Oberlehrer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106457#h12\">Sloweniens B&uuml;rger ohne Rechte: Gel&ouml;schte Existenzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106457#h13\">Meloni will ihre Macht zementieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106457#h14\">Sprich den Kanzler nie mit &raquo;Herrn Bundeskanzler&laquo; an!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ampel entlastet Betriebe<\/strong><br>\nDie Ampel hat sich nach langem Ringen auf Ma&szlig;nahmen geeinigt, um die hohen Stromkosten f&uuml;r produzierende Unternehmen zu d&auml;mpfen. Im kommenden Jahr sind Entlastungen in H&ouml;he von bis zu 12 Milliarden Euro vorgesehen. &bdquo;Wir schaffen mit den Ma&szlig;nahmen jetzt f&uuml;r die n&auml;chsten Jahre eine Strompreisbr&uuml;cke f&uuml;r die besonders energieintensive Industrie und f&uuml;r das produzierende Gewerbe&ldquo;, sagte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Gr&uuml;ne).<br>\nWeil energieintensive Branchen stark unter hohen Kosten leiden, hat Habeck bereits im Mai ein Konzept f&uuml;r einen Industriestrompreis von 6 Cent pro Kilowattstunde vorgelegt. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Finanzminister Christian Lindner (FDP) hatten sich dagegen gesperrt. Die jetzt gefundene L&ouml;sung unterscheidet sich erheblich von Habecks Vorschlag. So gelten die Entlastungen nicht nur f&uuml;r Unternehmen mit internationalem Wettbewerbsdruck, sondern f&uuml;r alle produzierenden. Au&szlig;erdem sind die Entlastungen nicht an Bedingungen wie eine Standortsicherung, Zahlung von Tariflohn oder Investitionen in energiesparende Anlagen gebunden.<br>\nDie Regierung will die Stromsteuer auf das europ&auml;ische Mindestma&szlig; senken. Das wird in den kommenden Wochen f&uuml;r 2024 und 2025 beschlossen. Die Senkung soll f&uuml;r weitere drei Jahre gelten, allerdings ist die Gegenfinanzierung noch offen. Bereits beschlossen ist die Stabilisierung der Netzgeb&uuml;hren. Bestehende Regelungen f&uuml;r die 350 Unternehmen, die am st&auml;rksten im internationalen Wettbewerb stehen, werden f&uuml;r f&uuml;nf Jahre verl&auml;ngert. Die Unternehmen m&uuml;ssen keine Eigenbeteiligung mehr leisten.<br>\nAus Regierungskreisen hei&szlig;t es, dass alle Entlastungsma&szlig;nahmen zusammen zu einem Strompreis von 6 bis 8 Cent pro Kilowattstunde f&uuml;hren w&uuml;rden. Von diesem Preis profitieren von der B&auml;ckerei bis zur Aluminiumh&uuml;tte alle produzierenden Unternehmen sowie die Land- und Forstwirtschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Industriestrompreis\/!5968090\/%20\">taz<\/a>\n<p>dazu: <strong>Steuerrabatt f&uuml;r Unternehmen<\/strong><br>\nMit einem &raquo;Strompreispaket&laquo; will die Bundesregierung Unternehmen des produzierenden Gewerbes ab 2024 f&uuml;r drei Jahre entlasten. Sollte im Bundeshaushalt f&uuml;r die Jahre 2026 bis 2028 &raquo;eine Gegenfinanzierung im Bundeshaushalt dargestellt werden&laquo; k&ouml;nnen, soll insbesondere die im Paket begriffene Absenkung der Stromsteuer f&uuml;r zwei weitere, also insgesamt f&uuml;nf Jahre gelten, teilte die Ampelregierung am Donnerstag mit. Demnach soll das Vorhaben &raquo;so schnell wie m&ouml;glich beschlossen werden&laquo;.<br>\nKonkret sehen die Ma&szlig;nahmen vor, neben dem beschlossenen Zuschuss von 5,5 Milliarden Euro zu den Netzentgelten die Stromsteuer f&uuml;r alle Unternehmen des produzierenden Gewerbes auf das in der EU zul&auml;ssige Minimum zu senken. Der eigentlich bis Ende des Jahres befristete Spitzenausgleich werde dadurch &raquo;verstetigt&laquo;, hie&szlig; es. F&uuml;r die Unternehmen wird die Stromsteuer dadurch von 15,37 Euro auf 50 Cent pro Megawattstunde gesenkt. Zudem soll k&uuml;nftig der Selbstbehalt der im Klima- und Transformationsfonds enthaltenen Strompreiskompensation &ndash; Umlage von Kosten durch den EU-Emissionshandel &ndash; f&uuml;r rund 350 Unternehmen wegfallen, &raquo;die am st&auml;rksten im internationalen Wettbewerb stehen&laquo;.<br>\nDas Konzept hatte Finanzminister Christian Lindner (FDP) vergangene Woche im Gespr&auml;ch mit dem K&ouml;lner Stadtanzeiger im wesentlichen als Gegenentwurf zum unter anderem vom DGB und der IG Metall (IGM) sowie Wirtschaftsminister Robert Habeck (B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen) geforderten &raquo;Br&uuml;cken&laquo;- bzw. Industriestrompreis skizziert. W&auml;hrend Habeck die Ma&szlig;nahmen am Donnerstag als eine &raquo;wettbewerbsf&auml;hige L&ouml;sung&laquo; pr&auml;sentierte, befand die IGM das vorgestellte Paket f&uuml;r unzureichend. Gewerkschaftsvorstand J&uuml;rgen Kerner erkl&auml;rte auf jW-Anfrage, durch den von der Ampel pr&auml;sentierten Beschluss werde &raquo;keine Verbesserung erzielt, aber weitere Verschlechterung verhindert&laquo;. Das Vorhaben sei von einem wirksamen &raquo;Br&uuml;ckenstrompreis&laquo; aber noch weit entfernt. Die geplanten Entlastungen der Regierung seien zudem nicht &raquo;an Bedingungen wie Tarifbindung, Standort- und Besch&auml;ftigungssicherung sowie Investitionen in die Transformation&laquo; gekn&uuml;pft, kritisierte Kerner. Der DGB antwortete bis Redaktionsschluss nicht auf eine jW-Anfrage.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/462828.strompreispaket-steuerrabatt-f%C3%BCr-unternehmen.html\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch Offenbar hat Wirtschaftsminister Habeck <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105771\">einen Goldesel im Stall<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Deutschland verarmt, f&uuml;r den Spiegel ist das kein Problem<\/strong><br>\nIm Spiegel ist ein Artikel &uuml;ber die Gasversorgung in Deutschland erschienen, der vor L&uuml;gen nur so strotzt, weshalb sich ein n&auml;herer Blick darauf lohnt.<br>\nDer Spiegel hat einen Artikel mit der &Uuml;berschrift &bdquo;Heizsaison &ndash; Darum ist Deutschlands Gasversorgung pl&ouml;tzlich so stabil&ldquo; ver&ouml;ffentlicht, der wirklich interessant ist. In dem Artikel freut sich der Spiegel, dass die deutschen Gasspeicher zu Beginn der Heizsaison randvoll sind und der Spiegel ist optimistisch, dass Deutschland gut durch den Winter kommt. Danach sieht es in der Tat aus, wenn der Winter nicht extrem kalt wird.<br>\nDer Spiegel stellt es so dar, als sei die Energiekrise vorbei und schreibt:<br>\n&bdquo;Wie kam es zu der Kehrtwende &ndash; und wie stellt sich die Lage insgesamt dar?&ldquo;<br>\nDas ist ein komplexes Thema, bei dem es aber einen wichtigen Aspekt gibt, den der Spiegel in seinem Artikel nicht erw&auml;hnt. Das Statistische Bundesamt schreibt:<br>\n&bdquo;Im 1. Quartal 2023 wurden in Deutschland 132,8 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt und in das Netz eingespeist. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorl&auml;ufigen Ergebnissen mitteilt, waren das 7,8 % weniger Strom als im 1. Quartal 2022. Gr&uuml;nde f&uuml;r die ungew&ouml;hnlich niedrige Stromeinspeisung waren milde Temperaturen, hohe Strompreise und eine konjunkturelle Abschw&auml;chung.&ldquo;<br>\nIm Klartext: Deutschland verbraucht 2023 deutlich weniger Strom, weil die Strompreise so hoch sind. Und man kann im Wirtschaftsteil des Spiegel st&auml;ndig lesen, dass die hohen Strompreise der Grund f&uuml;r die Wirtschaftskrise in Deutschland sind, was das Statistische Bundesamt als &bdquo;konjunkturelle Abschw&auml;chung&ldquo; bezeichnet. Das bedeutet, dass die hohen Strompreise der Wirtschaft schaden und das wiederum bedeutet, dass die Wirtschaft weniger Strom verbraucht.<br>\nDavon, dass es in Deutschland beim Gas eine &bdquo;Kehrtwende&ldquo; im positiven Sinne gibt, wie der Spiegel seinen Lesern zu Beginn des Artikels suggeriert, kann also keine Rede sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2023\/deutschland-verarmt-fuer-den-spiegel-ist-das-kein-problem\/\">Anti-Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Ohne mediale Unterst&uuml;tzung &ndash; auch und insbesondere vom &bdquo;Spiegel&ldquo; &ndash; k&ouml;nnte die Bundesregierung wohl nicht so eine f&uuml;r zahlreiche B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger sowie kleine und gr&ouml;&szlig;ere Unternehmen katastrophale Politik betreiben. Aussicht auf Besserung besteht jedoch leider kaum &ndash; sowohl bei den Medien als auch bei den bisherigen Parteien.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Renten: Das Problem ist nicht die Demografie<\/strong><br>\nDas herrschende Renten-Narrativ lautet bekanntlich: &ldquo;Die Renten&rdquo; sind gef&auml;hrdet, weil immer mehr Rentnerinnen und Rentner von immer weniger Besch&auml;ftigten finanziert werden m&uuml;ssen. Und mit den Babyboomern, die in den n&auml;chsten Jahren in die Rente gehen, werde es noch dramatischer. Deshalb m&uuml;sse das Arbeitsleben verl&auml;ngert und es m&uuml;sse noch mehr privat etwa mit Aktienanlagen vorgesorgt werden.<br>\nSchauen wir uns den L&uuml;genkomplex rund um die Demografie genauer an.<br>\nEs gibt wichtige Berufsgruppen, die haben &uuml;berhaupt kein Rentenproblem: Im Gegenteil, ihre Renten sind hoch, sie sind gesichert, und sie steigen st&auml;ndig. Und das ist ganz unabh&auml;ngig davon, wie viele Rentner und wie viele Besch&auml;ftigte es in diesen Berufen gibt: Beamte, Abgeordnete, Ressortleiter &ouml;ffentlich-rechtlicher Medien.<br>\nZu dieser Gruppe geh&ouml;ren die 1,38 Millionen Rentner, die vorher Beamte waren. Ihre gesetzlich geregelte Rente h&auml;ngt &uuml;berhaupt nicht davon ab, wie viele Beamte in Rente gehen und wie viele Beamte noch besch&auml;ftigt sind. Und die H&ouml;he ihrer Bez&uuml;ge h&auml;ngt &uuml;berhaupt nicht davon ab, was die Beamten vorher daf&uuml;r eingezahlt haben, denn sie zahlen gar nichts ein.<br>\nDer Staat zahlt aus den &ouml;ffentlichen Haushalten des Bundes, der Bundesl&auml;nder und der Kommunen die Renten. Sie hei&szlig;en Pensionen und ihre durchschnittliche H&ouml;he betrug zuletzt 3.170 Euro (Stand 2022).<br>\nDasselbe gilt f&uuml;r die Kirchenbeamten, &uuml;brigens auch f&uuml;r Priester und Bisch&ouml;fe sowie f&uuml;r die deutschen Milit&auml;rseelsorger christlicher und j&uuml;discher Ausrichtung, die Panzer segnen und in Afghanistan jahrzehntelang die Verw&uuml;stung des Landes und die T&ouml;tung auch von Zivilisten abgesegnet haben. Gleiches gilt auch f&uuml;r die Berufssoldaten, die &uuml;brigens schon ab 55 Jahren in ihre h&ouml;here Rente gehen k&ouml;nnen.<br>\n&Auml;hnliches gilt f&uuml;r die gesetzlich geregelten Renten der Abgeordneten des Deutschen Bundestages, der Landtage und auch des Europ&auml;ischen Parlaments, ebenfalls v&ouml;llig unabh&auml;ngig davon, wie viele oder auch weniger Abgeordnete es gibt. Und auch sie brauchen vorher gar keine Beitr&auml;ge f&uuml;r ihre Abgeordneten-Einkommen einzuzahlen.<br>\nUnd noch viel besser haben es die politischen Vor-Ruhestands-Beamten, die Minister, Regierungschefs und Bundespr&auml;sidenten und auch die Intendanten und Ressortleiter der Medien, die von der Bev&ouml;lkerung zwangsweise durch den Rundfunkbeitrag finanziert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Renten-Das-Problem-ist-nicht-die-Demografie-9346559.html\">Werner R&uuml;gemer auf Telepolis<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>DRV-Chef warnt vor neuen Einsparungen<\/strong><br>\nDie Beitragszahler m&uuml;ssen immer mehr versicherungsfremde Leistungen finanzieren, weil der Bund die Zusch&uuml;sse k&uuml;rzt. Aktuell steht die Rentenversicherung finanziell aber gut da.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/deutsche-rentenversicherung-drv-chef-warnt-vor-neuen-einsparungen\/29489050.html\">Handelsblatt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Dass der Bund versicherungsfremde Leistungen in zunehmendem Ma&szlig;e, wie hier noch mal beschrieben, aus den Beitragszahlungen der Versicherten deckt, statt aus Steuern, ist eine Unversch&auml;mtheit. Die normale Umlagerente aus Beitr&auml;gen w&auml;re mehrere Prozent h&ouml;her, wenn die versicherungsfremden Leistungen komplett von der Allgemeinheit getragen werden w&uuml;rden. Es ist dennoch wichtig, dass noch einmal auf diese Umverteilung zulasten der Versicherten hingewiesen wird. Allerdings rei&szlig;t auch der Vorstandsvorsitzende der DRV gleich wieder den guten Eindruck ein: wieso pl&auml;diert er nicht f&uuml;r vern&uuml;nftige Beitragserh&ouml;hungen, damit ordentliche Renten gezahlt werden k&ouml;nnen, sondern nimmt die weitere Aush&ouml;hlung der Umlagerente zugunsten der angeblichen &ldquo;Kapitaldeckung&rdquo; hin?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&ldquo;Es ist ersch&uuml;tternd&rdquo;: Viele K&uuml;rzungen geplant &ndash; ist der Sozialstaat in Gefahr?<\/strong><br>\nGerade dort, wo den Schw&auml;cheren der Gesellschaft geholfen wird, k&ouml;nnte es bald empfindliche K&uuml;rzungen geben. Verb&auml;nde gehen angesichts dessen auf die Barrikaden und warnen: Was jetzt gek&uuml;rzt wird, k&ouml;nnte eines Tages erst recht Kosten verursachen.<br>\nDie Spitzenverb&auml;nde der Wohlfahrtspflege sehen durch die K&uuml;rzungspl&auml;ne im Bundeshaushalt 2024 den Sozialstaat in Deutschland in Gefahr. Auf einer Kundgebung in Berlin warnten sie vor massiven Einschnitten in eine Vielzahl sozialer Angebote und einer damit einhergehenden nachhaltigen Schw&auml;chung des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Anlass ist die kommende Woche anstehende Bereinigungssitzung des Bundestags-Haushaltsausschusses, in der die Endfassung des Etatplans festgelegt wird.<br>\nAn der Protestaktion beteiligt sind der Arbeiterwohlfahrt Bundesverband (AWO), der Deutsche Caritasverband (DCV), das Deutsche Rote Kreuz (DRK), die Diakonie Deutschland, der Parit&auml;tische Gesamtverband und die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Viele-Kuerzungen-geplant-ist-der-Sozialstaat-in-Gefahr-article24518727.html\">n-tv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&bdquo;WikiLeaks beendet Kriege&ldquo;: Deswegen sollte Julian Assange ein freier Mann sein<\/strong><br>\nDie Zeit vergeht und WikiLeaks-Gr&uuml;nder Julian Assange sitzt seit &uuml;ber vier Jahren in einem Hochsicherheitsgef&auml;ngnis. Ein Skandal.<br>\nDie Berliner Zeitung setzt sich f&uuml;r die Freilassung der Journalisten Julian Assange und Evan Gershkovich ein. Julian Assange sitzt in Gro&szlig;britannien, Evan Gershkovich in Russland in Haft. Beide Journalisten werden zu Unrecht festgehalten. Wir fordern die britische und die russische Regierung dazu auf, die Journalisten unverz&uuml;glich freizulassen.<br>\nVieles wurde bereits &uuml;ber Julian Assange gesagt. Er gilt f&uuml;r viele als Freiheitsheld, der mit seiner Enth&uuml;llungsplattform WikiLeaks Anfang des Jahrzehnts unbequeme Wahrheiten verbreitete und den Journalismus f&uuml;r immer ver&auml;nderte. F&uuml;r andere ist er der Hacker-Ganove, der Spion, der Verbrecher Assange, der mit seinem skrupellosen Verhalten dazu beitrug, die Reputation der Vereinigten Staaten aufs Spiel zu setzen.<br>\nW&auml;hrend die &Ouml;ffentlichkeit dar&uuml;ber streitet, ob Assange ein Held oder ein Krimineller ist, sitzt der 52-J&auml;hrige seit 1675 Tagen im Hochsicherheitstrakt des Londoner Gef&auml;ngnisses Belmarsh. Sein Verbrechen: Die Wahrheit ver&ouml;ffentlicht zu haben. Auch als &bdquo;Guant&aacute;namo Englands&ldquo; bekannt, beherbergt Belmarsh einige der gef&auml;hrlichsten Verbrecher der ganzen Welt. Terroristen und Massenm&ouml;rder sind dort hinter dicken Stahlgittern inhaftiert. Einige von ihnen sind mittlerweile in andere Haftanstalten verlegt oder sogar entlassen worden, Julian Assange jedoch nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/julian-assange-wikileaks-beendet-kriege-deswegen-sollte-er-ein-freier-mann-sein-li.2156769\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Milit&auml;rhistoriker: Westen redet sich Ukraine-Krieg sch&ouml;n<\/strong><br>\nDer Westen ist auf einen Stellungkrieg Russlands gegen die Ukraine nicht vorbereitet, warnt der &ouml;sterreichische Milit&auml;rhistoriker Markus Reisner im DW-Interview. Er sieht zwei M&ouml;glichkeiten. [&hellip;]<br>\nViele haben diese Aussagen von Salunschnyj und Selenskyj als Meinungsdifferenzen wahrgenommen, die vielleicht zum ersten Mal so sichtbar wurden. Wie gef&auml;hrlich ist das f&uuml;r die Unterst&uuml;tzung der Ukraine?<br>\nDas ist ein Dilemma. Die Russen haben sofort den Ball aufgenommen und erkl&auml;rt, dass die ukrainische Offensive gescheitert ist, sich auf General Saluschnyj berufend, der gesagt hat, es werde wohl &ldquo;keinen tiefen und sch&ouml;nen Durchbruch geben&rdquo;. Das Dilemma ist: Die Ukraine hat nicht all die F&auml;higkeiten gehabt, die sie gebraucht h&auml;tte. Das habe ich immer gesagt und man hat damals gemeint, mit der Moral w&uuml;rde man das schaffen. Das ist gegen jede milit&auml;rische Logik. Auch General Saluschnyj hat vor einigen Monaten ganz klar &uuml;ber englische Medien ausgerichtet, wir stehen hier an der Front, ihr braucht uns nicht zu erkl&auml;ren, wie wir diesen Krieg f&uuml;hren m&uuml;ssen. Wir sind dankbar &uuml;ber jede Waffenlieferung, die wir bekommen, aber die Situation ist die, dass wir ohne Luftunterst&uuml;tzung nicht so wie aus dem NATO-Handbuch vorgehen k&ouml;nnen. Deshalb haben wir unsere eigenen Taktiken entwickelt. [&hellip;]<br>\nIst der Westen auf einen Stellungkrieg in der Ukraine vorbereitet?<br>\nDer Westen ist darauf nicht vorbereitet, weil der Westen sich seit 20 Monaten die Situation sch&ouml;nredet, und weil er meint, die Ukraine ist in der Lage, mit der Moral diesen russischen B&auml;ren zu besiegen. Das funktioniert so nicht. Aus meiner Sicht gibt es zwei M&ouml;glichkeiten. Die eine ist, All-in zu gehen. Da m&uuml;ssten aber jede Woche vier bis f&uuml;nf beladene Milit&auml;rz&uuml;ge in die Ukraine fahren. Das andere ist, selbstkritisch einzugestehen, dass es nicht m&ouml;glich ist. Dann muss man das aber den Ukrainern sagen. Man muss dann m&ouml;glicherweise mit Verhandlungen beginnen, aber mit dem Eingest&auml;ndnis, dass die Ukraine als Staat so nicht mehr existieren wird, weil Russland sie zerst&ouml;ren wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/milit%C3%A4rhistoriker-reisner-westen-redet-sich-ukraine-krieg-sch%C3%B6n\/a-67357885\">Deutsche Welle<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>M&uuml;de und ausgezehrt &ndash; der Ukraine gehen die Soldaten aus<\/strong><br>\nAm Anfang herrschte patriotische Euphorie, doch nun wird der brutale Stellungskrieg f&uuml;r die Truppen zum Albtraum. Entsprechend schwer ist die Rekrutierung neuer Soldaten geworden.<br>\nDie Ukraine k&auml;mpft gegen Russland um ihr &Uuml;berleben. Doch der Krieg ist im Land nicht &uuml;berall gleich pr&auml;sent: W&auml;hrend im Hinterland Raketenangriffe die Menschen gelegentlich aus ihrem sonst friedlichen Leben rei&szlig;en, stehen die Orte in Frontn&auml;he unter st&auml;ndigem Artilleriebeschuss. Die B&uuml;rde der Verteidigung schultern Zehntausende von Soldaten, in einfachen Unterst&auml;nden und unter hohen Verlusten. Manche sprechen von parallelen Realit&auml;ten.<br>\nDie schwierigen Bedingungen des Armeedienstes f&uuml;hren dazu, dass der Ukraine nach zwanzig Monaten Abnutzungskrieg zunehmend die Soldaten fehlen. Der gew&ouml;hnlich schweigsame Oberbefehlshaber Waleri Saluschni sprach im &bdquo;Economist&ldquo;<br>\ndie unsicheren Perspektiven seines Landes an. Mit der kontroversen und unpopul&auml;ren Forderung nach einer Ausweitung der Mobilmachung brach der General ein Tabu.<br>\nBisher hatte die Armeef&uuml;hrung stets gesagt, es fehle ihr an Material, nicht an Personal. Zwar stellt der General klar, dass Kiew kurzfristig die Soldaten nicht ausgingen. Aber wegen seiner gr&ouml;&szlig;eren Bev&ouml;lkerung verf&uuml;ge Russland &uuml;ber ein dreimal h&ouml;heres Potenzial. Deshalb m&uuml;sse die Ukraine mehr Reserven bilden.<br>\nLeicht sei dies nicht: &bdquo;Die L&auml;nge des Krieges, beschr&auml;nkte Optionen zur Rotation von Soldaten an der Front und Gesetzesl&uuml;cken, die eine Vermeidung der Mobilisierung erleichtern, verringern die Motivation der B&uuml;rger stark, im Milit&auml;r zu dienen.&ldquo; [&hellip;]<br>\nDie Realit&auml;t ist jedoch gepr&auml;gt von widerspr&uuml;chlichen Regelungen und &Auml;nderungsvorschl&auml;gen: So beschloss das Parlament, die Werchowna Rada, im August ein Gesetz, das die Zahl der medizinischen Gr&uuml;nde f&uuml;r eine Dienstuntauglichkeit verringerte.<br>\nEine Vorlage fordert zudem Bu&szlig;en in H&ouml;he von monatlich umgerechnet 675 Euro f&uuml;r Wehrpflichtige, die im Ausland leben. So soll der Druck auf jene steigen, die sich der Mobilisierung durch Flucht entzogen haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/ukraine-krieg-muede-und-ausgezehrt-der-ukraine-gehen-die-soldaten-aus\/29486514.html\">Handelsblatt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Das fehlende Assessment: Die Ukraine kann nicht siegen<\/strong><br>\nDie EU will Beitrittsgespr&auml;che mit der Ukraine f&uuml;hren &ndash; mitten im Krieg. Daf&uuml;r hat sie alle m&ouml;glichen Kriterien gepr&uuml;ft &ndash; nur nicht die Frage, wie es um den Krieg steht. Dieser Test w&uuml;rde negativ ausgehen.<br>\nKein einziges der zentralen Kopenhagener Kriterien wurde erf&uuml;llt, nur vier von sieben spezifischen L&auml;nder-Vorgaben hat die Ukraine bisher erreicht. Dennoch will die EU-Kommission nun Beitrittsgespr&auml;che f&uuml;hren.<br>\nZur Begr&uuml;ndung f&uuml;hrt Beh&ouml;rdenchefin von der Leyen den &bdquo;russischen Angriffskrieg&ldquo; an. Man d&uuml;rfe das Land nicht allein lassen, sondern m&uuml;sse es durch die EU-Perspektive unterst&uuml;tzen.<br>\nEin hehres Motiv, sogar die Linke hat die nun geplanten Verhandlungen begr&uuml;&szlig;t. Doch wie steht es eigentlich um diesen Krieg? Kann die Ukraine siegen, kann sie alle Gebiete zur&uuml;ckerobern?<br>\nNein, das kann sie nicht. Nicht mit Hilfe der USA, die wichtige Waffen zur&uuml;ckhalten und sich nach und nach zur&uuml;ckziehen. Und erst recht nicht mit der EU, die ihre eigenen Zusagen nicht erf&uuml;llt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/das-fehlende-assessment-die-ukraine-siegt-nicht\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Kriegst&uuml;chtigkeitstag: Deutsche Milit&auml;rvorhaben<\/strong><br>\nNach Jahren des Schrumpfens sei die Bundeswehr seit 2016 &raquo;personell wieder auf Wachstumskurs&laquo;, meldete das Internetportal der Armee Ende September und zugleich eine kleine Wachstumsdelle: Die Zahl der aktiven Soldaten fiel knapp unter die Marke von 181.000 (davon waren 24.100 Frauen), im August waren es noch 181.500. Ursache des R&uuml;ckgangs war laut dem Blog Augengeradeaus.net vom 6. November der R&uuml;ckgang von Freiwilligen, daf&uuml;r habe sich die Zahl der Berufssoldaten erh&ouml;ht. (&hellip;) Sein Minister Boris Pistorius (SPD) hatte ihm am 29. Oktober im ZDF den Marschbefehl &raquo;kriegst&uuml;chtig werden&laquo; erteilt, seitdem geht es so zackig weiter. Wo bisher &raquo;verteidigungsbereit&laquo; draufstand, ist nun auch Angriffskrieg nicht mehr ausgeschlossen. Pistorius macht offiziell, was seit dem NATO-Bombenkrieg gegen Jugoslawien 1999 stillschweigend Gewohnheit ist. (&hellip;) Die neue Ambition innerhalb der NATO ergibt sich daraus: Berlin will milit&auml;risches Schwergewicht nach den USA werden. Eingepreist ist, dass mit einer Figur wie Donald Trump im Wei&szlig;en Haus das deutsch gef&uuml;hrte EU-Europa im Krieg gegen Russland und dem geplanten gegen China selbst&auml;ndig handeln soll und muss &ndash; der Zugriff auf Atomwaffen wird l&auml;ngst er&ouml;rtert. So war es Zufall und zugleich nicht Zufall, dass der 9. November 2023 zum deutschen Kriegst&uuml;chtigkeitstag wurde. Am Morgen verk&uuml;ndeten die R&uuml;stungskonzerne Rheinmetall und Hensoldt satte Quartalsgewinne. Das Armeeministerium schickte am selben Tag &raquo;Eurofighter&laquo; nach Rum&auml;nien, um den Russen in Schach zu halten. Die dauerhafte Entsendung einer 4.000k&ouml;pfigen &raquo;robusten&laquo; Brigade nach Litauen verhie&szlig; schon zuvor: Der wird jetzt in die Zange genommen. Am Nachmittag verk&uuml;ndete Pistorius endlich wieder verteidigungspolitische Richtlinien, die ersten seit 2011. Fehlte nur noch Johann Wadephul (CDU), der bei Welt-TV Armut wegen &Uuml;berfluss kritisierte: Die Zeitenwender h&auml;tten zwar massenhaft Kriegsger&auml;t bestellt, aber nicht an Personal, das es bedient, gedacht. Wer Gro&szlig;es vorhat, l&auml;sst sich von solchen Details und vom Datum nicht st&ouml;ren. Die Aussicht, neue deutsche Selbst&auml;ndigkeit zu erreichen, steht &uuml;ber Kleinkram. Der 9. November erhielt schon mal die passende Bedeutung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/462855.kriegst%C3%BCchtigkeitstag.html\">Arnold Sch&ouml;lzel in junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Offener Brief von Oliver Ginsberg: Schluss mit der Anma&szlig;ung f&uuml;r Juden zu sprechen<\/strong><br>\nOliver Ginsberg entgegnete mit seinem Protestschreiben dem uns&auml;glichen &ldquo;Offenen Brief der mehr als 1000 Autoren f&uuml;r Solidarit&auml;t mit den in Deutschland, &Ouml;sterreich und der Schweiz lebenden J&uuml;dinnen und Juden und dem Staat Israel&rdquo;<br>\nAn die Unterzeichnenden des Offenen Briefes,<br>\nals Nachkomme einer j&uuml;dischen Familie, die unter dem Faschismus bis auf eine Person ausgel&ouml;scht wurde melde ich hiermit meinen sch&auml;rfsten Protest an gegen&uuml;ber ihrer Anma&szlig;ung f&uuml;r J&uuml;dinnen und Juden in diesem Land sprechen zu wollen. Noch leben Menschen in diesem Land, die selbst oder deren Eltern und Gro&szlig;eltern Opfer der Shoah wurden. Diese haben eine eigene Stimme und ben&ouml;tigen ihre bevormundende, geschichtsvergessene und eurozentristische F&uuml;rsprache nicht.<br>\nIm &Uuml;brigen hat auch der Staat Israel nicht das Recht f&uuml;r uns zu sprechen. Dieser Staat ist selbst das Ergebnis einer Kolonialisierungsideologie, die in ihrem v&ouml;lkisch-chauvinistischen Gepr&auml;ge den rassistischen Kolonialisierungs- und Missionierungsbem&uuml;hungen fr&uuml;herer Jahrhunderte in nichts nachsteht. Wenn ihnen angesichts der Verbrechen gegen die Menschlichkeit, welche die israelischen Streitkr&auml;fte schon zum wiederholten Mal an der pal&auml;stinensischen Zivilbev&ouml;lkerung ver&uuml;bt haben, angesichts des seit Jahrzehnten andauernden, illegalen und gewaltsamen Siedlerkolonialismus, angesichts der tausendfachen Schikanen, Verhaftungen und Folterungen in israelischen Gef&auml;ngnissen nichts anderes einf&auml;llt als eine apologetische Best&auml;tigung israelischer Selbstverteidigungsdoktrin, die nichts anderes ist als eine Legitimierung von Massenmord, dann w&auml;re es besser ganz zu schweigen.  H&ouml;ren Sie auf in moralischer &Uuml;berheblichkeit zu schwelgen. Sie haben nichts, rein gar nichts aus der Geschichte der Shoah gelernt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.seniora.org\/wunsch-nach-frieden\/der-wunsch-nach-frieden\/offener-brief-von-oliver-ginsberg-schluss-mit-der-anmassung-fuer-juden-zu-sprechen\">Seniora.org<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Der Oberlehrer<\/strong><br>\nDeutsche Wirtschaftskreise &uuml;ben scharfe Kritik am Scheitern des EU-Freihandelsabkommens mit Australien und an der fortdauernden Verschleppung weiterer EU-Freihandelsgespr&auml;che. Canberra hatte die Verhandlungen mit der EU Anfang vergangener Woche abgebrochen &ndash; f&uuml;r Br&uuml;ssel ein schwerer Schlag: Die EU will mit Hilfe australischer Ressourcen von China unabh&auml;ngiger werden. Auch das Freihandelsabkommen mit dem Mercosur ist vom Scheitern bedroht: Die Mitgliedstaaten des s&uuml;damerikanischen B&uuml;ndnisses sind nicht bereit, sich den klar als Schikane empfundenen Br&uuml;sseler Forderungen zum Schutz des Regenwaldes ohne weiteres zu beugen. Ob eine Ann&auml;herung m&ouml;glich ist, gilt als ungewiss. Die Verhandlungen &uuml;ber Freihandelsabkommen mit Indien und Indonesien stecken ebenfalls fest. Ursache f&uuml;r das Scheitern sind zum einen offenbar un&uuml;berbr&uuml;ckbare Interessensdivergenzen zwischen der deutschen Industrie und der franz&ouml;sischen Landwirtschaft; zum anderen wird das Beharren der EU auf Umweltforderungen, wie Kommentatoren urteilen, als &bdquo;Werteimperialismus&ldquo; wahrgenommen. Die Union, hei&szlig;t es, f&uuml;hre sich gegen&uuml;ber anderen Staaten &bdquo;wie ein Oberlehrer&ldquo; auf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9400\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Sloweniens B&uuml;rger ohne Rechte: Gel&ouml;schte Existenzen<\/strong><br>\nNach dem Zerfall Jugoslawiens wurden Zehntausende Menschen aus allen Registern Sloweniens gestrichen. Viele k&auml;mpfen noch heute um ihren Status.<br>\nZwei Stunden wartet Irfan Be&scaron;irevi&#263; hinter hundert anderen Menschen vor dem Verwaltungsb&uuml;ro in Ljubljana. Es ist November 1991, Be&scaron;irevi&#263; will die Staatsb&uuml;rgerschaft der frisch gegr&uuml;ndeten Republik Slowenien beantragen. Er hat sich hierhergeschleppt, obwohl er Tage zuvor, nach einem schweren Autounfall, erst aus dem Koma erwacht ist. Aber die Zeit rennt, wenn das Land, das man sein Zuhause nennt, einem eine Frist setzt, um B&uuml;rger zu werden.<br>\n&bdquo;Mein Antrag wurde abgelehnt und mein Ausweis zerschnitten. Ab da begannen meine Probleme&ldquo;, erz&auml;hlt Be&scaron;irevi&#263; heute am Kneipentisch in Ljubljana. Um vier Uhr nachmittags bestellt er das dritte Bier und raucht eine Zigarette nach der anderen. Er hat sein Schicksal schon Hunderte Male durch seinen dichten wei&szlig;en Schnurrbart erz&auml;hlt. Seine H&auml;nde sprechen an manchen Stellen immer noch mit, wenn er sich aufregt &uuml;ber diese gro&szlig;e Ungerechtigkeit.<br>\nVor 31 Jahren erfuhr Irfan Be&scaron;irevi&#263;, dass er in Slowenien nicht mehr existierte &ndash; der jugoslawischen Republik, in der er seit seinem ersten Lebensjahr aufgewachsen und zur Schule gegangen war, sp&auml;ter Arbeit fand und eine Familie gr&uuml;ndete.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Sloweniens-Buerger-ohne-Rechte\/!5960077\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Meloni will ihre Macht zementieren<\/strong><br>\nItalien: Gesetzentwurf sieht Direktwahl des Regierungschefs vor.<br>\nNach einem Jahr des Z&ouml;gerns will die faschistische italienische Regierungschefin Georgia Meloni nun ernst machen und ihre Macht zementieren. Ihre urspr&uuml;ngliche Absicht, eine Art Pr&auml;sidialregime zu errichten, in dem nach franz&ouml;sischem Vorbild der Premier dem Staatspr&auml;sidenten unterstellt wird, hat sie aufgegeben, da eine Zustimmung durch den derzeitigen, noch bis 2029 amtierenden Pr&auml;sidenten Sergio Mattarella fraglich w&auml;re. Melonis Kabinett hat daher Ende vergangener Woche einen Gesetzentwurf verabschiedet, demzufolge der Premier unter Ausschlu&szlig; des Parlaments direkt gew&auml;hlt werden soll. Des Weiteren soll die Parteienkoalition, die den direkt gew&auml;hlten Premier unterst&uuml;tzt, automatisch 55 Prozent der Sitze in beiden Parlamentskammern innehaben. Meloni argumentiert, da&szlig; die durchschnittliche Regierungszeit in Italien seit dem Zweiten Weltkrieg nur bei nur 14 Monaten lag. Eine Verfassungsreform, die den Weg zur Direktwahl des Premiers frei macht, w&uuml;rde daher f&uuml;r &raquo;mehr Stabilit&auml;t&laquo; im Palazzo Chigi (Regierungssitz) sorgen. Die Bef&uuml;rchtung, mit der Reform w&uuml;rden die Rechte des Staatspr&auml;sidenten de facto aufgehoben, beschwichtigte sie mit der Erkl&auml;rung, da&szlig; die Befugnisse des Colle, also des Pr&auml;sidenten, &raquo;nicht untergraben&laquo; w&uuml;rden. Die kommunistische Tageszeitung &raquo;Il Manifesto&laquo; bezeichnete dies als pure Heuchelei, denn durch die St&auml;rkung des Ministerpr&auml;sidenten w&uuml;rden die Befugnisse des Staatspr&auml;sidenten drastisch eingeschr&auml;nkt. Zerbricht eine Regierung, kann der Staatspr&auml;sident derzeit nach neuen Mehrheiten im Parlament suchen &ndash; auch unter Einschlu&szlig; der Oppositionsparteien &ndash; oder einen Technokraten einsetzten, der die Regierungsgesch&auml;fte &uuml;bernimmt. Letzteres geschah beispielsweise 2021: Ohne Neuwahlen hat Pr&auml;sident Mattarella damals den Technokraten und fr&uuml;heren EZB-Chef Mario Draghi zum Ministerpr&auml;sidenten ernannt. Nach Melonis Pl&auml;nen k&auml;me daf&uuml;r in Zukunft nur ein Parlamentarier der &ndash; oder besser: ihrer &ndash; Regierungsmehrheit in Frage. Denn durch die Reform h&auml;tte Meloni in beiden Kammern &raquo;eine verfassungsm&auml;&szlig;ig gepanzerte Mehrheit&laquo;, kommentierte &raquo;Il Manifesto&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zlv.lu\/db\/1\/1428334078851\/0\">Zeitung vum L&euml;tzebuerger Vollek<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Sprich den Kanzler nie mit &raquo;Herrn Bundeskanzler&laquo; an!<\/strong><br>\nSo oft wie der Bundeskanzler zu B&uuml;rgerdialogen geht, k&ouml;nnte man glauben: Es ist gut bestellt um die B&uuml;rgern&auml;he. Wahr ist aber: Zwischen Politik und Souver&auml;n lagen noch nicht so weite Welten.<br>\nAm Wochenende ging eine Szene aus dem aktuellen KanzlerGESPR&Auml;CH in Mannheim viral. Ein &auml;lterer Herr nahm sich des Bundeskanzlers an. Er sorge sich um dessen Vergesslichkeit im CumEx-Skandal, erkl&auml;rte er. Und au&szlig;erdem, k&ouml;nne er nicht f&auml;higere Minister einsetzen? Dass Deutschland die d&uuml;mmste Regierung &uuml;berhaupt habe, sei im Ausland l&auml;ngst schon Thema.<br>\nDer Kanzler &raquo;antwortete&laquo; darauf. Er k&ouml;nne sich an das erinnern, an das er sich erinnert. Erfinden k&ouml;nne er nichts. Es g&auml;be ja eine Wahrheitspflicht. Unter uns: Er m&uuml;sste sich gar nicht erinnern, es gibt ja Laptops &ndash; ach ja, wo sind die noch gleich hingekommen? Und zu den Ministern Habeck und Baerbock &auml;u&szlig;erte er sich so: Sie g&auml;ben sich gro&szlig;e M&uuml;he. Sie waren also stets bem&uuml;ht: In einem Arbeitszeugnis steht das f&uuml;r ungen&uuml;gende Arbeitsleistungen. In Deutschland 2023 scheint es aber ein Qualit&auml;tssiegel zu sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/kommentar\/politik-kommentar\/sprich-den-kanzler-nie-mit-herrn-bundeskanzler-an\/\">Overton Magazin<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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