{"id":106507,"date":"2023-11-12T09:00:37","date_gmt":"2023-11-12T08:00:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106507"},"modified":"2023-11-10T12:58:18","modified_gmt":"2023-11-10T11:58:18","slug":"hinweise-der-woche-333","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106507","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106507#h01\">Eklat im Cum-Ex-Ausschuss &ndash; zwei Laptops mit 700.000 E-Mails verschwunden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106507#h02\">Christian Lindner verteidigt Schuldenbremse auf Kosten der Gesamtwirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106507#h03\">Julian Nida-R&uuml;melin: &bdquo;Dieser westliche Triumphalismus ist ein gro&szlig;er Selbstbetrug&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106507#h04\">Boris Pistorius will &bdquo;kriegst&uuml;chtig&ldquo; werden: Da freut sich die Friedenspartei SPD bestimmt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106507#h05\">Sind Habeck, Pistorius, Baerbock ein &hellip;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106507#h06\">Israel, Pal&auml;stina und die arabische Welt: Katastrophe mit Ansage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106507#h07\">Was m&uuml;ssen die Muslime Robert Habeck beweisen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106507#h08\">Ern&auml;hrung und Armut: Der versteckte Hunger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106507#h09\">Der Intelligenzkiller im Kinderzimmer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106507#h10\">Karriere mit links: Warum die Krise der Linkspartei auch eine Krise des Parteiensystems ist<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Eklat im Cum-Ex-Ausschuss &ndash; zwei Laptops mit 700.000 E-Mails verschwunden<\/strong><br>\nEklat im Hamburger Untersuchungsausschuss zur Cum-Ex-Aff&auml;re von Kanzler Olaf Scholz: Ausgerechnet der von der SPD berufene Chefermittler versteckt nach stern-Informationen zwei Laptops mit heiklen E-Mails. Weshalb?<br>\nDie heikelsten Dokumente rund um die Cum-Ex-Aff&auml;re von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sind gut gesch&uuml;tzt. Mannshoch steht der Tresor in einem fensterlosen Raum, einige Hundert Meter vom Hamburger Rathaus entfernt. Nur ausgew&auml;hlte, sicherheits&uuml;berpr&uuml;fte Personen d&uuml;rfen die schweren T&uuml;ren &ouml;ffnen, bringen die Akten dann in den benachbarten Lesesaal, wo Abgeordnete des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses und Mitarbeiter sie unter strenger Aufsicht einsehen d&uuml;rfen.<br>\nDoch seit vergangener Woche fehlt etwas in dem Tresor: zwei Laptops mit mehr als 700.000 E-Mails, unter anderem von Olaf Scholz&rsquo; B&uuml;roleiterin, von Hamburgs B&uuml;rgermeister Peter Tschentscher, von zahlreichen Topbeamten. Eigentlich sollten sie neue Erkenntnisse zu jener Aff&auml;re bringen, in der es so viele merkw&uuml;rdige Ged&auml;chtnis- und Aktenl&uuml;cken gibt. Jetzt sind die E-Mails weg.<br>\nNach Informationen des stern und der WAZ hat ausgerechnet der Chefaufkl&auml;rer aus den Reihen der SPD die Ger&auml;te aus dem Sicherheitsraum des Untersuchungsausschusses entfernt und versteckt.<br>\nEr habe &ldquo;verf&uuml;gt, dass die Akteneinsicht sowie des Arbeitsstabes mit den Asservaten zun&auml;chst ausgesetzt wird&rdquo;, teilt Chefaufkl&auml;rer Steffen J&auml;nicke den Obleuten im Ausschuss mit. Aber kein Wort dazu, dass er die Laptops aus dem Sicherheitsraum entwendet hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/cum-ex-affaere--neuer-eklat---700-000-e-mails-verschwunden-33965016.html\">stern<\/a>\n<p>dazu: <strong>SPD-Filz in Hamburg: &bdquo;Das sind mafi&ouml;se Strukturen&ldquo;<\/strong><br>\nBrisante Beweismittel, die Bundeskanzler Olaf Scholz in Bedr&auml;ngnis bringen k&ouml;nnten, sind in Hamburg zwischenzeitlich aus einem Tresor verschwunden. Enth&uuml;llungsjournalist Oliver Schr&ouml;m, der seit Jahren im Cum-Ex-Skandal recherchiert, ist fassungslos und sagt: &bdquo;Palermo liegt an der Alster&ldquo;. [&hellip;]<br>\nWer ist dieser Chefermittler?<br>\nDer Mann hei&szlig;t Steffen J&auml;nicke, arbeitet f&uuml;r den Senat in Hamburg, ist wie gesagt langj&auml;hriges SPD-Mitglied und bevor er diesen Job bekommen hat, wurde er vom Verfassungsschutz sicherheits&uuml;berpr&uuml;ft. Der Leiter wie auch seine beiden Stellvertreter der Ermittlungsgruppe, das sind in der Regel Staatsanw&auml;lte, Juristen, mussten sicherheits&uuml;berpr&uuml;ft werden, weil sie mit hochsensiblen, geheimen Dokumenten zu tun haben und auch allein Zugang zu dem Tresor haben. Und ausgerechnet der Chefermittler hat die Sicherheits&uuml;berpr&uuml;fung nicht bestanden. Der Hamburger Verfassungsschutz hat wegen einer privaten Russlandverbindung gro&szlig;e Bedenken gegen J&auml;nicke ge&auml;u&szlig;ert und hat davon abgeraten, dass er diesen Job bekommt. Aber die von der SPD gef&uuml;hrte B&uuml;rgerschaft in Hamburg hat sich &uuml;ber die Empfehlung des Verfassungsschutzes hinweggesetzt und hat den Mann mit geheimen Unterlagen arbeiten lassen. Die SPD hat es nicht mal f&uuml;r n&ouml;tig erachtet, die Opposition zu informieren, dass es Sicherheitsbedenken des Verfassungsschutzes gibt. Das ist erst durch unsere Recherchen aufgeflogen. Und dieser Mann hatte jetzt die Laptops an sich genommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/innenpolitik\/cum-ex-olaf-scholz-spd-hamburg-laptops-emails-oliver-schrom\">Cicero<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Fabio De Masi: Die Regierung vernichtet Akten &ndash; was hat der Bundeskanzler zu verbergen?<\/strong><br>\nIn den USA marschierte k&uuml;rzlich das FBI in die privaten Gem&auml;cher von Ex-US-Pr&auml;sident Donald Trump ein, um staatliche Akten zu beschlagnahmen, die dieser in sein Anwesen verbracht hatte. In Deutschland, dem Land der Gr&uuml;ndlichkeit und B&uuml;rokratie, wurden hingegen k&uuml;rzlich zwei Laptops des Untersuchungsausschusses der Hamburger B&uuml;rgerschaft zur Warburg-Aff&auml;re mit 700.000 E-Mails, darunter die Kommunikation der B&uuml;roleiterin von Olaf Scholz, aus dem Tresor des Parlaments entwendet. Entwendet hat sie ein SPD-Mann, dem laut dem Nachrichtenmagazin Stern zuvor der Zugang zum Tresor entzogen wurde, nachdem bekannt geworden war, dass der Hamburger Verfassungsschutz vor ihm gewarnt hatte.<br>\nDie E-Mails waren von der K&ouml;lner Cum-Ex-Ermittlerin, Anne Brorhilker, bei Razzien beschlagnahmt worden. Sie wurden dem Hamburger Untersuchungsausschuss erst nach einem Machtkampf mit dem gr&uuml;nen Justizminister von Nordrhein-Westfalen, Benjamin Limbach, &uuml;bermittelt. Dieser hatte zuvor versucht, Staatsanw&auml;ltin Brorhilker zu entmachten. Sie sah Hinweise auf eine aktive Einflussnahme von Olaf Scholz auf das Steuerverfahren der Warburg-Bank, durfte die Sachverhalte aufgrund der &bdquo;gehobenen Stellung&ldquo; jedoch nicht ausermitteln. In Deutschland sind Staatsanw&auml;lte politisch weisungsgebunden. Auch in Hamburg, wo die Laptops entwendet wurden, untersteht die Staatsanwaltschaft der gr&uuml;nen Justizsenatorin Anna Gallina.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/fabio-de-masi-zur-cum-ex-affaere-die-regierung-vernichtet-akten-was-hat-olaf-scholz-zu-verbergen-li.2155259?id=92571010f5ae4a2b9523e941f7b8f6f5\">Fabio De Masi in der Berliner Zeitung<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Verschwundene Laptops und die Delegitimierung des Staates<\/strong><br>\nGeniert man sich eigentlich noch f&uuml;r was? Wahrt man noch Anscheine? Wie sehr muss man das Volk, immerhin der Souver&auml;n dieser kleinen Republik, verachten? Man simuliert noch nicht mal mehr Aufarbeitung.<br>\nDer Kanzler erkrankt phasenweise an Demenz &ndash; was viel aussagt &uuml;ber die Verachtung der B&uuml;rger. Nun verschwinden geradezu st&uuml;mperhaft Beweise. Und jetzt? Gibt es einen Aufschrei? Man hat den Eindruck, in diesem Land ist irgendwie immer Emp&ouml;rung, ganze Zeitungsauflagen leben davon, diverse Emp&ouml;rungsorgien loszutreten. Aber wo es wirklich emp&ouml;rende Zust&auml;nde gibt, scheint es still zu sein. Achselzucken eben. Dabei handelt es sich oftmals, so wie im Falle der verlorenen Laptops, um harte Schl&auml;ge ins Gesicht des Souver&auml;ns.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/kommentar\/politik-kommentar\/verschwundene-laptops-und-die-delegitimierung-des-staates\/\">Overton Magazin<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Christian Lindner verteidigt Schuldenbremse auf Kosten der Gesamtwirtschaft<\/strong><br>\nDer Finanzminister &uuml;bersieht Verflechtung der Wirtschaftssektoren. Seine Sparlogik f&uuml;hrt zu Rezessionen. Warum die Schuldenbremse jetzt ein Fehlgriff ist? Eine Analyse.<br>\nIn einem Gastbeitrag f&uuml;r den Spiegel verteidigt Bundesfinanzminister Christian Lindner die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse, die es dem deutschen Staat weitgehend verbietet, neue Schulden aufzunehmen, sofern keine au&szlig;ergew&ouml;hnliche Notsituation oder Naturkatastrophe vorliegt. Bei seiner Argumentation vernachl&auml;ssigt der Bundesfinanzminister die gegenseitige konjunkturelle Abh&auml;ngigkeit der vier volkswirtschaftlichen Sektoren.<br>\nDas beruht vermutlich auf der Auffassung, dass Konjunktur und langfristige Entwicklung einer Volkswirtschaft nicht viel miteinander zu tun h&auml;tten. Diese Fehleinsch&auml;tzung teilt Christian Lindner mit vielen Makro&ouml;konomen. Sie f&uuml;hrt zu einer systematisch schlechteren Wirtschaftspolitik.<br>\nDer Bundesfinanzminister unterschl&auml;gt die Rolle der Fiskalpolitik, die sich allein aus der schieren Gr&ouml;&szlig;e des Staatssektors ergibt. Das Ausgabeverhalten des Staates hat unmittelbare konjunkturelle Wirkung und dadurch mittelbare auf die langfristigen Entwicklungsm&ouml;glichkeiten des Landes. Gerade in einer gesamtwirtschaftlich instabilen Situation wie der aktuellen ist der Impuls, den der Staat durch die Ver&auml;nderung seines Haushaltssaldos setzt, von gro&szlig;er Bedeutung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Christian-Lindner-verteidigt-Schuldenbremse-auf-Kosten-der-Gesamtwirtschaft-9354213.html\">Friederike Spiecker auf Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Julian Nida-R&uuml;melin: &bdquo;Dieser westliche Triumphalismus ist ein gro&szlig;er Selbstbetrug&ldquo;<\/strong><br>\nDer Philosoph und einstige Kulturstaatsminister Julian Nida-R&uuml;melin spricht in der Berliner Zeitung &uuml;ber den Zustand der Demokratie und die Naivit&auml;t des Westens. Ein Interview.<br>\nJulian Nida-R&uuml;melin ist seit 2022 Rektor der Humanistischen Hochschule Berlin, deshalb hat er jetzt eine Zweitwohnung in der Hauptstadt. Wir sprachen mit ihm am Telefon dar&uuml;ber, warum sich die Erwartungen, die der Westen nach dem Zerfall des Ostblocks hatte, nicht erf&uuml;llten, und wie sich die Welt stattdessen entwickelt hat.<br>\nHerr Nida-R&uuml;melin, die Umbr&uuml;che im Ostblock Ende der 80er- und Anfang der 90er-Jahre, die in Deutschland im Fall der Mauer kulminierten, schienen das Ende der Geschichte zu markieren. Jetzt ist die Geschichte mit Macht zur&uuml;ckgekehrt. Haben Sie eine Erkl&auml;rung daf&uuml;r?<br>\nIch war von Anfang an Kritiker dieser These vom Ende der Geschichte. Das war eine &uuml;brigens von Hegel inspirierte Erwartung, dass die Geschichte auf irgendein Endziel zusteuert und dieses Endziel in liberaler Demokratie und weltweitem Kapitalismus zu seiner Erf&uuml;llung findet. Ich habe immer die These vertreten, dass die Geschichte menschengemacht ist. Es gibt keinen Determinismus, der sie irgendwo hintreibt. Da irren Marx und Hegel und alle, die ihnen nacheifern. Aber damals gab es diese Erwartung, dass der American Way Of Life, die westliche Lebens- und Wirtschaftsform sich weltweit durchsetzen w&uuml;rden. Doch tats&auml;chlich begehrte das, was verschwinden sollte, umso heftiger auf. Zum Beispiel der Fundamentalismus in den muslimischen Regionen, der Nationalismus mitten in Europa. Jetzt hei&szlig;t es, wir seien zum ersten Mal mit einem Krieg am Rande Europas konfrontiert, aber es gab bereits in den 1990er-Jahren die Balkankriege. Das war noch n&auml;her am Zentrum Europas. Und wir haben einen sich gegenw&auml;rtig bedrohlich zuspitzenden Konflikt der zwei Superm&auml;chte der Zukunft: USA und China. Dieser Konflikt k&ouml;nnte alle &uuml;brigen in den Schatten stellen. Das hei&szlig;t, die Geschichte war nie weg, und sie ist jetzt mit Macht zur&uuml;ck, in einer sehr bedrohlichen Art.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/kultur-vergnuegen\/debatte\/interview-philosoph-julian-nida-ruemelin-dieser-westliche-triumphalismus-ist-ein-grosser-selbstbetrug-li.2155252\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Boris Pistorius will &bdquo;kriegst&uuml;chtig&ldquo; werden: Da freut sich die Friedenspartei SPD bestimmt<\/strong><br>\nDer Stern des beliebten Bundesverteidigungsministers von der SPD drohte schon wieder zu sinken, doch dann gab Boris Pistorius dem ZDF ein Interview &ndash; und der Applaus der einschl&auml;gig bekannten Milit&auml;r- und Sicherheitsexperten ist sicher<br>\nDas nennt man Vorw&auml;rtsverteidigung! Boris Pistorius, seit seiner Bestallung als Bundesverteidigungsminister der unumschr&auml;nkte Superstar aller Politiker-Beliebtheits-Rankings, war pl&ouml;tzlich und unerwartet in die Kritik geraten. [&hellip;]<br>\nDer hell und steil aufgegangene Stern des Boris Pistorius drohte also schon wieder zu sinken. Zudem schienen die erforderlichen Personalaufstockungen bei der Bundeswehr an der hartn&auml;ckigen Wehrunwilligkeit der jungen Generation zu scheitern und nur wenige Soldaten meldeten sich freiwillig f&uuml;r den &ouml;den Garnisonsdienst in Litauen &ndash; in dieser h&ouml;chsten Not w&auml;hlte der frustrierte Sozialdemokrat Pistorius die Vorw&auml;rtsverteidigung in Form einer Ruck-Rede. Mit durchschlagendem Erfolg. Sein &bdquo;Kriegs&ldquo;-Interview in der ZDF-Sendung Berlin direkt besch&auml;ftigt seither eine ganze Brigade von Interpretationsk&uuml;nstlern, an vorderster Front Leitartikler, Sicherheitsexperten, TalkmasterInnen und Mikrofonhaltungsjournalisten. [&hellip;]<br>\nDas ZDF fragte aber nicht nach, was er mit &bdquo;aufstellen&ldquo; gemeint haben k&ouml;nnte, sondern sekundierte mit einem adjutantenhaften Kommentar seiner Hauptstadtkorrespondentin Ines Trams, der sich wie die Tagesparole der Bundeswehr-Pressestelle liest: &bdquo;Deutschland, seine Politik, seine Gesellschaft und seine Bundeswehr m&uuml;ssen kriegst&uuml;chtig werden? Ja, das m&uuml;ssen sie. Pistorius hat sich getraut, eine unbequeme Wahrheit auszusprechen: Es braucht eine neue Wehrhaftigkeit im Denken und im Handeln.&ldquo; [&hellip;]<br>\nBoris Pistorius hat der abgemagerten Friedenspolitik seiner Partei mit seinen &uuml;berfl&uuml;ssigen Bemerkungen zur Kriegst&uuml;chtigkeit einen B&auml;rendienst erwiesen. Ein zweiter Gustav Noske wird er dadurch sicher nicht, aber vom kommenden &bdquo;Abwehr- oder Verteidigungskrieg&ldquo; redet er schon genauso &uuml;berzeugt wie einst die sozialdemokratische Reichstagsfraktion am Vorabend des Ersten Weltkriegs.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/wolfgang-michal\/boris-pistorius-will-kriegstuechtig-werden-die-spd-basis-freut-sich-bestimmt\">Wolfgang Michal in der Freitag<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Offener Brief an Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius<\/strong><br>\nSehr geehrter Herr Verteidigungsminister Pistorius,<br>\nam 29. Oktober 2023 haben Sie in der ZDF-Sendung &bdquo;Berlin direkt&ldquo; u. a. erkl&auml;rt:<br>\n&bdquo;Wir brauchen einen Mentalit&auml;tswechsel &hellip; Wir brauchen ihn aber auch in der gesamten Gesellschaft &hellip; Wir m&uuml;ssen kriegst&uuml;chtig werden, wir m&uuml;ssen wehrhaft sein und die Bundeswehr und die Gesellschaft daf&uuml;r aufstellen.&ldquo; (1)<br>\nAls erfahrener, bedachter und seine Worte wohl w&auml;hlender Politiker haben Sie von &bdquo;kriegst&uuml;chtig&ldquo; und nicht von &bdquo;verteidigungst&uuml;chtig&ldquo; gesprochen.<br>\nDas hat bei uns Entsetzen, Fassungslosigkeit und Emp&ouml;rung ausgel&ouml;st. So spricht ein ehemaliger Oberb&uuml;rgermeister der Friedensstadt Osnabr&uuml;ck, die in diesem Jahr des Friedensschlusses vor 375 Jahren und eines Krieges, der 30 Jahre lang die Menschen in Elend, Not und Tod gest&uuml;rzt hat, gedenkt!?<br>\nDie Stadt Osnabr&uuml;ck schreibt zu diesem Gedenkjahr: &bdquo;Damals entstand die Idee, Europa als Friedensbund zu sehen. Auch wenn diese Idee fast 400 Jahre alt ist, ist sie so aktuell wie eh und je.&ldquo;<br>\nIn den damaligen Verhandlungen haben sich ehemalige Kriegsgegner die Hand gereicht und einander vertraut. (2)<br>\nAls Bundesverteidigungsminister sind Sie nicht der Kriegslogik verpflichtet, sondern dem Friedensgebot des Grundgesetzes.<br>\nErich Maria Remarque hat in seinem Weltbestseller &bdquo;Im Westen nichts Neues&ldquo; beschrieben, wie in einer Atmosph&auml;re der Kriegsbegeisterung junge Menschen bedr&auml;ngt wurden, freiwillig in den 1. Weltkrieg zu ziehen. Sp&auml;testens nach dieser Lekt&uuml;re sollten Sie wissen, wohin Kriegst&uuml;chtigkeit und Kriegsbegeisterung f&uuml;hren &ndash; damals aber auch heute. Remarque hat zehn Jahre nach dem 1. Weltkrieg das Grauen geschildert und f&uuml;r Friedenst&uuml;chtigkeit pl&auml;diert.<br>\nIn Ihrer Zeit als Oberb&uuml;rgermeister von Osnabr&uuml;ck haben Sie Jahr f&uuml;r Jahr beim traditionellen Steckenpferdreiten am Friedenstag im Oktober den Osnabr&uuml;cker Viertkl&auml;sslern eine Brezel auf der Rathaustreppe &uuml;berreicht. Mit dem Steckenpferdreiten wird &bdquo;einmal im Jahr spielerisch ein Zeichen f&uuml;r Toleranz und ein friedliches Zusammenleben gesetzt.&ldquo; (3)<br>\nIn der Neuen Osnabr&uuml;cker Zeitung (NOZ) vom 26.10.2009 werden Sie zitiert: &bdquo;Was gibt es Sch&ouml;neres, als Brezeln an Kinder zu verteilen, die vom Friedensgedanken beseelt sind?&ldquo; (4)<br>\nMassive Aufr&uuml;stung und Kriegsbereitschaft wie wir sie in Deutschland und anderen L&auml;ndern zur Zeit erleben sowie Aussagen wie &bdquo;Wir m&uuml;ssen kriegst&uuml;chtig werden.&ldquo; sind hingegen wieder eine neue Bedrohung f&uuml;r den Frieden.<br>\nSehr geehrter Herr Pistorius, Ihre &Auml;u&szlig;erungen in der Sendung &bdquo;Berlin direkt&ldquo; vom 29.10.2023 k&ouml;nnen Sie nicht so unkorrigiert stehen lassen &ndash; es sei denn, Sie stellen alles in Frage, was Sie in den Jahren als Oberb&uuml;rgermeister der Friedensstadt Osnabr&uuml;ck verk&ouml;rpert haben.<br>\nIn der Pr&auml;ambel unseres Grundgesetzes hei&szlig;t es: &bdquo; &hellip; von dem Willen beseelt, als gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa dem Frieden der Welt zu dienen, hat sich das Deutsche Volk kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt dieses Grundgesetz gegeben&ldquo;. In Ihrem Amtseid haben Sie gelobt, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes &bdquo;zu wahren und zu verteidigen&ldquo;. Das geschieht nicht dadurch, dass Sie Kriegst&uuml;chtigkeit fordern und ausrufen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.osnabruecker-friedensinitiative.de\/news\/194\/15\/Offener-Brief-an-Bundesverteidigungsminister-Boris-Pistorius\">Osnabr&uuml;cker Friedensinitiative<\/a><\/p>\n<p>und: &bdquo;WikiLeaks beendet Kriege&ldquo;: Deswegen sollte Julian Assange ein freier Mann sein<br>\nDie Zeit vergeht und WikiLeaks-Gr&uuml;nder Julian Assange sitzt seit &uuml;ber vier Jahren in einem Hochsicherheitsgef&auml;ngnis. Ein Skandal.<br>\nDie Berliner Zeitung setzt sich f&uuml;r die Freilassung der Journalisten Julian Assange und Evan Gershkovich ein. Julian Assange sitzt in Gro&szlig;britannien, Evan Gershkovich in Russland in Haft. Beide Journalisten werden zu Unrecht festgehalten. Wir fordern die britische und die russische Regierung dazu auf, die Journalisten unverz&uuml;glich freizulassen.<br>\nVieles wurde bereits &uuml;ber Julian Assange gesagt. Er gilt f&uuml;r viele als Freiheitsheld, der mit seiner Enth&uuml;llungsplattform WikiLeaks Anfang des Jahrzehnts unbequeme Wahrheiten verbreitete und den Journalismus f&uuml;r immer ver&auml;nderte. F&uuml;r andere ist er der Hacker-Ganove, der Spion, der Verbrecher Assange, der mit seinem skrupellosen Verhalten dazu beitrug, die Reputation der Vereinigten Staaten aufs Spiel zu setzen.<br>\nW&auml;hrend die &Ouml;ffentlichkeit dar&uuml;ber streitet, ob Assange ein Held oder ein Krimineller ist, sitzt der 52-J&auml;hrige seit 1675 Tagen im Hochsicherheitstrakt des Londoner Gef&auml;ngnisses Belmarsh. Sein Verbrechen: Die Wahrheit ver&ouml;ffentlicht zu haben. Auch als &bdquo;Guant&aacute;namo Englands&ldquo; bekannt, beherbergt Belmarsh einige der gef&auml;hrlichsten Verbrecher der ganzen Welt. Terroristen und Massenm&ouml;rder sind dort hinter dicken Stahlgittern inhaftiert. Einige von ihnen sind mittlerweile in andere Haftanstalten verlegt oder sogar entlassen worden, Julian Assange jedoch nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/julian-assange-wikileaks-beendet-kriege-deswegen-sollte-er-ein-freier-mann-sein-li.2156769\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Sind Habeck, Pistorius, Baerbock ein &hellip;<\/strong><br>\n&hellip; Trio infernale? Nein, nat&uuml;rlich nicht. Sie wollen stets das Gute schaffen.<br>\nIch komme gerade aus dem Garten, habe dort ein paar V&ouml;gel beobachtet, wie sie sich artistisch in die Str&auml;ucher h&auml;ngend mir meine Himbeeren stiebitzten, gemein, denn diese sp&auml;ten Himbeeren schmecken viel intensiver als die fr&uuml;hen, vielleicht schreibe ich mich mit dieser Einsch&auml;tzung bei den Fr&uuml;hjahrhimbeerfans um Kopf und Kragen, egal, ich komme in die Wohnung und schalte das Radio an, und was h&ouml;re ich?<br>\nKrieg hier, Krieg dort, die Gartenidylle ist pl&ouml;tzlich ganz weit weg, im Ohr stattdessen nun ganz nah S&auml;tze des Verteidigungsministers, der vielleicht bald wieder Kriegsminister hei&szlig;t, aber, stop!, damit schreibe ich mich vielleicht wirklich um Kopf und Kragen, Worte also des Bundesverteidigungsministers Boris Pistorius, SPD: &bdquo;Wir m&uuml;ssen kriegst&uuml;chtig werden. Wir m&uuml;ssen wehrhaft sein. Und die Bundeswehr und die Gesellschaft daf&uuml;r aufstellen&ldquo;. So der SPD-Politiker neulich im Fernsehen.<br>\nKriegst&uuml;chtig? Man d&uuml;rfe, sagt die junge gr&uuml;ne Au&szlig;enministerin, &bdquo;nicht kriegsm&uuml;de&ldquo; werden. Aber ich denke an meine Jugend zur&uuml;ck, an meinen Vater, der mit einer Verletzung aus dem Krieg heimkam. In seinem K&ouml;rper wanderte ein Schrapnell, ein Wort, das ich nicht verstand, doch dieses Eisenst&uuml;ck, irgendwo im K&ouml;rper meines Vaters zwang ihn, bei jedem Wetterumschlag voller Schmerz aufzuschreien. Wenn im Fernsehen ein Schuss fiel, eine Waffe gezeigt wurde, musste er aus dem Zimmer eilen. Wer einmal im Krieg war, tr&auml;gt ihn f&uuml;r immer in sich. Mein Vater &ndash; liebe Annalena Baerbock, er war mehr als kriegsm&uuml;de.<br>\nIn den 50ern, fr&uuml;hen 60ern des vergangenen Jahrhunderts ist noch immer Nachkriegszeit. An Weihnachten sind in vielen H&auml;usern Kerzen in den Fenstern aufgestellt f&uuml;r die Vertriebenen, Verschollenen, Vermissten. Bei uns im Dorf, beim Metzger Vogel, verlangen die Menschen fast gierig nach den besonders fetten St&uuml;cken vom Schwein. In meiner Erinnerung sehe ich nur hagere Menschen, Kriegerwitwen in ihren schwarzen Kleidern, ich sehe auch viele Kr&uuml;ppel, Verletzte, Verst&uuml;mmelte, und in jedem Zugwaggon verlangt ein kleines Schildchen, den Platz darunter f&uuml;r Kriegsversehrte freizumachen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/kommentar\/politik-kommentar\/sind-habeck-pistorius-baerbock-ein\/\">Arno Luik im Overton Magazin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Israel, Pal&auml;stina und die arabische Welt: Katastrophe mit Ansage<\/strong><br>\nAls Staatsminister im Ausw&auml;rtigen Amt war unser Autor 1998 auf Delegationsreise im Nahen Osten. 2004 bereiste er ihn erneut. Was sich damals andeutete. (Teil 1)<br>\n&ldquo;Sie sind Pr&auml;sident, kein Politiker. Davon verstehen Sie nichts. Halten Sie sich da raus!&rdquo; Barsch herrschte Benjamin Netanjahu, Israels Regierungschef, Roman Herzog, den deutschen Bundespr&auml;sidenten, an. Herzog blieb gleichm&uuml;tig, lie&szlig; die Tirade scheinbar unger&uuml;hrt an sich abprallen. Als verst&uuml;nde er kein Englisch. Der Dolmetscher &uuml;bersetzte etwas weichgezeichnet.<br>\nWas hatte Herzog verbrochen, dass er sich eine solche Suada einhandelte? Das Existenzrecht Israels in Frage gestellt? Die besondere deutsche Verantwortung f&uuml;r diesen Staat? Die Hauptstadt Jerusalem? Nichts von alledem. Er hatte schlicht gefragt, wie der Israeli die Lebenssituation der Pal&auml;stinenser im Westjordanland einsch&auml;tze.<br>\nDas reichte, um sein Gegen&uuml;ber explodieren zu lassen. Was dort dr&uuml;ben geschah, war nicht f&uuml;r die Augen der Welt&ouml;ffentlichkeit geeignet, nicht f&uuml;r prominente Beobachter, erst recht nicht f&uuml;r deutsche. Kein Thema!<br>\nAls Vertreter der Bundesregierung begleitete ich im November 1998 den Bundespr&auml;sidenten in den Nahen Osten. Auch Ignaz Bubis (Vorsitzender des Zentralrates der Juden in Deutschland), Michel Friedmann (j&uuml;disch-deutscher Journalist), Hans K&uuml;ng (dissidenter katholischer Theologe) und Friede Springer (Witwe von Axel Springer) geh&ouml;rten der Delegation an.<br>\nZu Beginn der Reise hatten wir &ndash; wie bei jedem offiziellen Besuch in Israel Pflicht und Wunsch &ndash; in Yad Vashem der Opfer des Holocaust gedacht. Ein schlichter und ergreifender Akt. Wir hatten das Grab von Jitzchak Rabin besucht; der ehemalige Ministerpr&auml;sident hatte als Architekt des Friedensprozesses mit den Pal&auml;stinensern 1994 den Nobelpreis erhalten und war 1995 ermordet worden. Wir hatten seine in K&ouml;nigsberg geborene Witwe Leah getroffen, um zu zeigen, dass unsere Sympathie den Friedensfreunden im Nahen Osten geh&ouml;rte.<br>\nUnd nun &ndash; Netanjahu! Es war etwas verst&ouml;rend, was dieser Herr uns auftischte. Anhand der Wandkarte wurden uns die israelischen Gebietsanspr&uuml;che und Sicherheitsinteressen erkl&auml;rt. F&uuml;r die Pal&auml;stinenser blieb da nicht viel Raum.<br>\nEin Flickenteppich zerrissener Gebiete markierte ihr Gel&auml;nde, dazwischen israelische Siedlungen und milit&auml;risch kontrollierte Stra&szlig;en. Ein Volk oben auf H&uuml;geln, ein Volk unten in T&auml;lern. Die Deutschen, nachdr&uuml;cklich an ihre historische Verantwortung erinnert, sollten das Szenario kommentarlos hinnehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Israel-Palaestina-und-die-arabische-Welt-Katastrophe-mit-Ansage-9355614.html\">Telepolis<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Tom Segev im Interview: &ldquo;Was in Gaza passiert, ist eigentlich eine zweite Nakba&rdquo;<\/strong><br>\nDer israelische Historiker Tom Segev beschreibt die israelische Gesellschaft als unter Schock stehend und traumatisiert. Auf den Nahost-Konflikt blickt er mit Skepsis und Pessimismus. &ldquo;Wissen Sie, ich bin so skeptisch, dass ich sogar meinem eigenen Pessimismus gegen&uuml;ber skeptisch bin&rdquo;, sagt Segev im Interview mit ntv.de. Hoffnung macht ihm manchmal die Erinnerung an den Jom-Kippur-Krieg. [&hellip;]<br>\nEs ist leider so im Nahen Osten, dass die Pessimisten meist recht haben. Das liegt in der Natur des Konflikts. Schon vor &uuml;ber hundert Jahren, 1919, hat David Ben Gurion vor einer Versammlung in Jaffa gesagt, dass der Konflikt zwischen Juden und Arabern nicht zu l&ouml;sen sei. &ldquo;Es besteht eine Kluft, und nichts kann diese Kluft auff&uuml;llen&rdquo;, sagte er. &ldquo;Wir wollen Pal&auml;stina f&uuml;r unsere Nation. Die Araber wollen Pal&auml;stina f&uuml;r ihre Nation&rdquo;. In unseren heutigen Begriffen w&uuml;rde man sagen, das ist ein Konflikt zwischen zwei nationalen Identit&auml;ten: Beide Seiten definieren ihre nationale Identit&auml;t durch das Land, deshalb w&uuml;rde jeder Kompromiss bedeuten, dass man etwas von seiner Identit&auml;t aufgeben muss. Es ist, wie Ben Gurion gesagt hat: Das ist ein Konflikt, den man managen kann, aber man kann ihn nicht l&ouml;sen. In den letzten einhundert Jahren hat man versucht, diesen Konflikt zu managen &ndash; manchmal besser, manchmal schlechter. Ich glaube, dass dieser Konflikt noch nie so katastrophal gemanagt worden ist wie unter Netanjahu. Netanjahu dachte, dass man die Pal&auml;stinenser spalten kann &ndash; die einen in Ramallah, die anderen in Gaza, Fatah und Hamas, die hassen sich ohnehin gegenseitig. Netanjahu dachte, das sei gut f&uuml;r Israel. Seine Regierung und auch das Milit&auml;r haben ignoriert, was sie h&auml;tten sehen m&uuml;ssen und sehen k&ouml;nnen: dass die Hamas Raketen anh&auml;uft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Was-in-Gaza-passiert-ist-eigentlich-eine-zweite-Nakba-article24517953.html\">n-tv<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Offener Brief von Oliver Ginsberg: Schluss mit der Anma&szlig;ung f&uuml;r Juden zu sprechen<\/strong><br>\nOliver Ginsberg entgegnete mit seinem Protestschreiben dem uns&auml;glichen &ldquo;Offenen Brief der mehr als 1000 Autoren f&uuml;r Solidarit&auml;t mit den in Deutschland, &Ouml;sterreich und der Schweiz lebenden J&uuml;dinnen und Juden und dem Staat Israel&rdquo;<br>\nAn die Unterzeichnenden des Offenen Briefes,<br>\nals Nachkomme einer j&uuml;dischen Familie, die unter dem Faschismus bis auf eine Person ausgel&ouml;scht wurde melde ich hiermit meinen sch&auml;rfsten Protest an gegen&uuml;ber ihrer Anma&szlig;ung f&uuml;r J&uuml;dinnen und Juden in diesem Land sprechen zu wollen. Noch leben Menschen in diesem Land, die selbst oder deren Eltern und Gro&szlig;eltern Opfer der Shoah wurden. Diese haben eine eigene Stimme und ben&ouml;tigen ihre bevormundende, geschichtsvergessene und eurozentristische F&uuml;rsprache nicht.<br>\nIm &Uuml;brigen hat auch der Staat Israel nicht das Recht f&uuml;r uns zu sprechen. Dieser Staat ist selbst das Ergebnis einer Kolonialisierungsideologie, die in ihrem v&ouml;lkisch-chauvinistischen Gepr&auml;ge den rassistischen Kolonialisierungs- und Missionierungsbem&uuml;hungen fr&uuml;herer Jahrhunderte in nichts nachsteht. Wenn ihnen angesichts der Verbrechen gegen die Menschlichkeit, welche die israelischen Streitkr&auml;fte schon zum wiederholten Mal an der pal&auml;stinensischen Zivilbev&ouml;lkerung ver&uuml;bt haben, angesichts des seit Jahrzehnten andauernden, illegalen und gewaltsamen Siedlerkolonialismus, angesichts der tausendfachen Schikanen, Verhaftungen und Folterungen in israelischen Gef&auml;ngnissen nichts anderes einf&auml;llt als eine apologetische Best&auml;tigung israelischer Selbstverteidigungsdoktrin, die nichts anderes ist als eine Legitimierung von Massenmord, dann w&auml;re es besser ganz zu schweigen.  H&ouml;ren Sie auf in moralischer &Uuml;berheblichkeit zu schwelgen. Sie haben nichts, rein gar nichts aus der Geschichte der Shoah gelernt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.seniora.org\/wunsch-nach-frieden\/der-wunsch-nach-frieden\/offener-brief-von-oliver-ginsberg-schluss-mit-der-anmassung-fuer-juden-zu-sprechen\">Seniora.org<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Was m&uuml;ssen die Muslime Robert Habeck beweisen?<\/strong><br>\nDer Vizekanzler hat eine Rede an hier lebende Muslime gerichtet. Alle sind begeistert. Aber was genau hat er gesagt?<br>\nAn den Anfang der Kolumne stelle ich heute einmal einen l&auml;ngeren Rechtssatz, den ich zum besseren Verst&auml;ndnis, ohne etwas wegzulassen oder hinzuzuf&uuml;gen, in sechs Leits&auml;tze aufgeteilt habe:<br>\n&raquo;(1) Die hier lebenden Muslime haben Anspruch auf Schutz vor rechtsextremer Gewalt,<br>\n(2) zu Recht.<br>\n(3) Wenn sie angegriffen werden, muss dieser Anspruch eingel&ouml;st werden.<br>\n(4) Und das Gleiche m&uuml;ssen sie jetzt einl&ouml;sen, wenn J&uuml;dinnen und Juden angegriffen werden.<br>\n(5) Sie m&uuml;ssen sich klipp und klar vom Antisemitismus distanzieren,<br>\n(6) um nicht ihren eigenen Anspruch auf Toleranz zu unterlaufen.&laquo;<br>\nIm Vergleich f&uuml;ge ich einmal einen selbst ausgedachten, &auml;hnlich klingenden Rechtssatz hinzu:<br>\n&raquo;Die hier lebenden Christen haben Anspruch auf Schutz vor rechtsextremer Gewalt. Wenn sie angegriffen werden, muss dieser Anspruch eingel&ouml;st werden. Das Gleiche m&uuml;ssen sie einl&ouml;sen, wenn Muslime angegriffen werden. Sonst unterlaufen sie ihren eigenen Anspruch auf Toleranz.&laquo;<br>\nDas erste Zitat stammt von dem bekanntesten Philosophen unter den derzeitigen Bundesministern, Wirtschaftsminister Robert Habeck, und wird seit einigen Tagen medial schwer umjubelt. Es sei, so t&ouml;nt es von fern und nah, eine gro&szlig;e Rede gewesen, in welcher der Satz als Quintessenz aufscheint.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/krieg-in-nahost-was-muessen-die-muslime-robert-habeck-beweisen-a-24ad17d6-e5a0-4342-986d-d37c0e52a5dd\">Thomas Fischer in DER SPIEGEL<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Die Kanzlerrede des Wirtschaftsministers: Habecks Hammer<\/strong><br>\nWer die Rede von Klima- und Wirtschaftsminister Habeck gesehen hat und deren Kommentierung in den Medien verfolgte, muss von zwei Versionen der Rede ausgehen. Im Kulturteil des &bdquo;Spiegel&ldquo; stie&szlig; ich auf die Einsch&auml;tzung des ehemaligen Richters des Bundesgerichtshofs Thomas Fischer. Zumindest wir beide scheinen das selbe Video gesehen zu haben. Fischer nimmt sich nur einen Satz aus Habecks Gef&uuml;hlsbombardement vor &ndash; diesen allerdings sehr genau. Kinderbuchautor Habeck betont, dass &bdquo;hier lebende Muslime&ldquo; zu Recht Anspruch auf Schutz vor &bdquo;rechtsextremer Gewalt&ldquo; h&auml;tten. Sehr umst&auml;ndlich erkl&auml;rt er dann auch noch, dass der Staat diese gew&auml;hrleisten muss. Dass der Staat B&uuml;rger in seinem Zust&auml;ndigkeitsgebiet vor jeglicher Gewalt zu sch&uuml;tzen hat ist nicht nur eine Binsenweisheit, sondern auch ein Grundrecht. Jurist Fischer fragt sich weshalb hier etwas, was f&uuml;r alle Menschen in diesem Land gilt, so explizit herausgestellt wird. Seine Antwort: &bdquo;Das Schockierende an der Botschaft des Ministers ist, dass er den Anspruch auf Toleranz mit dem Anspruch auf Schutz vor rechtsradikaler Gewalt auf die Schalen derselben Waage legt.&ldquo; Fischer erkennt als einer der wenigen den Angriff auf das Grundgesetz, der in den kommenden S&auml;tzen mit Verdrehungen und Verk&uuml;rzungen vorgetragen wird. Muslime m&uuml;ssten J&uuml;dinnen und Juden beistehen, wenn sie angegriffen w&uuml;rden. &bdquo;Sie m&uuml;ssen sich klipp und klar vom Antisemitismus distanzieren, um nicht ihren eigenen Anspruch auf Toleranz zu unterlaufen.&ldquo; Muslime sollen also f&uuml;r etwas gerade stehen, was Aufgabe des Staates ist, n&auml;mlich Schutz vor Gewalt. Dann wird in einem Atemzug rechtsextreme Gewalt mit Antisemitismus gleichgesetzt, um im n&auml;chsten Muslimen die Toleranz zu versagen. Habeck will also Muslimen mit einer in seinen Augen falschen Meinung, sprich: Antisemitismus, die Toleranz versagen. Was bedeutet, dass die Freiheit, auch eine falsche, dumme, absurde, zumindest eine andere Meinung als der Vizekanzler zu haben, zu &auml;u&szlig;ern und f&uuml;r sie sogar zu demonstrieren, nicht mehr gestattet ist. Wer es dennoch tut, der verwirkt offenbar auch das Grundrecht auf k&ouml;rperliche Unversehrtheit. Die Versch&auml;rfung der Gesinnungsparagraphen reicht der Ampel nicht mehr. Mit schwerem Ger&auml;t geht es gegen das Grundgesetz. Insofern greift Thomas Fischers Fazit zu kurz. Habecks Rede ist mehr als eine &bdquo;stinknormale Variante des moralverbr&auml;mten Rassismus&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/habecks-hammer-4785384\/\">Bj&ouml;rn Blach in unsere zeit<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Ern&auml;hrung und Armut: Der versteckte Hunger<\/strong><br>\nGesunde Ern&auml;hrung und Armut schlie&szlig;en sich einander aus. Wer keine sechs Euro am Tag hat, dem nutzt es auch nichts, zu wissen, wie man f&uuml;r sechs Euro gesund kochen kann. Eine Tagung der Gesellschaft f&uuml;r Ern&auml;hrung offenbart das ganze Problem<br>\nDie &bdquo;Bonner Ern&auml;hrungstage&ldquo; sind eine Fachtagung der Gesellschaft f&uuml;r Ern&auml;hrung, die Ende August zusammen mit dem Bundeszentrum f&uuml;r Ern&auml;hrung (BzfE) stattfand. Mein Dank geht an Eva Zovko, der Leiterin des BzfE, der das Thema ein so wichtiges Anliegen ist, dass die Fachtagung ein kostenloses Onlinestreaming f&uuml;r alle Interessierten angeboten hat. Somit konnten auch Armutsbetroffene, insofern sie die technische Ausr&uuml;stung dazu hatten, am Bildschirm teilnehmen. Das Motto lautete: &bdquo;Ern&auml;hrungsarmut in Deutschland &ndash; sehen, verstehen, begegnen&ldquo;<br>\nDas Programm bestand aus Fachvortr&auml;gen, der Vorstellung verschiedener sozialer Projekte und einer Diskussionsrunde. Ebenfalls diskutiert wurde, ob es wichtiger sei, die Ern&auml;hrungskompetenz der Betroffenen zu f&ouml;rdern, weil dort ein Defizit vorl&auml;ge oder ob eine Regelsatzerh&ouml;hung das Problem l&ouml;sen k&ouml;nnte.<br>\nWussten Sie, dass in Deutschland der sogenannte versteckte Hunger ein gro&szlig;es Problem ist?<br>\nUnter diesem Begriff versteht man einen Mangel an Mikron&auml;hrstoffen, die der K&ouml;rper dringend ben&ouml;tigt, der aber durch die Ern&auml;hrung nicht gedeckt wird. Neben Senioren sind vor allem Arme betroffen. Es fehlt an ausreichender Versorgung mit Eisen, Jod, Fols&auml;ure, Kalzium, Kalium und den Vitaminen E und D.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/janina-luett\/ernaehrung-und-armut-der-versteckte-hunger\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Der Intelligenzkiller im Kinderzimmer<\/strong><br>\nBabys ausgiebig mit Handys spielen zu lassen kann desastr&ouml;se Auswirkungen auf sp&auml;tere kognitive Leistungen haben. Wissenschaft, Medizin und Beratungsinstitutionen stemmen sich zu wenig dagegen.<br>\nSeit einigen Jahren gibt es immer mehr 5. Kl&auml;ssler, die den 10-er &Uuml;bergang nicht beherrschen, also nicht in einem Atemzug sagen k&ouml;nnen, wie viel 9+5 ergibt. Oder 6.-Kl&auml;ssler, die beim Einmaleins abz&auml;hlen. Meistens handelt sich dabei um Kinder aus bildungsfernen Haushalten. F&uuml;r mich als Primarlehrerin ist eindeutig klar, was dahintersteckt: Das Smartphone. Beziehungsweise all die Prim&auml;rerfahrungen, die es behindert, also B&auml;lle rollen, Steinchen schmeissen, Flaschen aufschrauben. Die Wissenschaft spricht von Vorl&auml;uferkompetenzen, die vorhanden sein m&uuml;ssen, damit sich mathematisches K&ouml;nnen &uuml;berhaupt einstellen kann. Das f&auml;ngt beim Aufschichten von Baukl&ouml;tzchen oder Legosteinen an und geht bis zu den Gesellschaftsspielen. Aber auch Springen, Laufen, Drehen sind Raum- und damit mathematische Erfahrungen. All dies fehlt, wenn Spiele und Bewegung im Smartphone zusammenschmelzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/zeitpunkt.ch\/intelligenzkiller\">Zeitpunkt<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Schweden streicht Bildschirmzwang f&uuml;r Kleinkinder<\/strong><br>\nDie Risiken fr&uuml;her Digitalmediennutzung sind immer besser belegt. Kinder&auml;rztinnen geben deshalb strengere Empfehlungen ab. Obligatorische Tabletnutzung f&uuml;r Einj&auml;hrige in den &ouml;ffentlichen Kitas. Dies sah die Digitalstrategie der schwedischen Schulbeh&ouml;rde Skolverket teilweise noch dieses Jahr vor (Infosperber berichtete). Vor einem Monat nun kam die Kehrtwende: Die Kitas sollen stattdessen frei von Bildschirmnutzung werden. &laquo;Wir h&ouml;ren auf die Wissenschaft und die Lehrpersonen&raquo;, sagte Regierungsvertreter Johan Pehrson, der auch Pr&auml;sident der Partei &laquo;Die Liberalen&raquo; ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/gesellschaft\/technik\/schweden-streicht-bildschirmzwang-fuer-kleinkinder\/\">Infosperber<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Karriere mit links: Warum die Krise der Linkspartei auch eine Krise des Parteiensystems ist<\/strong><br>\nDie Linke will wegen Parteiaustritten ihre Bundestagsfraktion aufl&ouml;sen &ndash; nach Jahren zwischen progressivem Auftreten und Streben nach &ldquo;Regierungsf&auml;higkeit&rdquo;. Was sind die Lehren? [&hellip;]<br>\nDie Rechte punktet vor allem in gesellschaftlichen Fragen, auf die das restliche Parteiensystem kein ausreichendes Angebot an seri&ouml;sen L&ouml;sungskonzepten liefert. &Uuml;berall dort, wo dies geschieht, gewinnen sie aber auch proportional an Kraft, je mehr sich Linke und Mitte gegen sie unter die Arme greifen, inhaltlich angleichen und genau die N&auml;he demonstrieren, an der die Rechten sich abarbeiten.<br>\nDies war beispielsweise nach der gemeinsamen Abstimmung von AfD, Union und FDP im Th&uuml;ringer Landtag die Folge, als diese gemeinsam gegen die &ldquo;rot-rot-gr&uuml;ne&rdquo; Minderheitsregierung eine Absenkung der Grunderwerbssteuer durchgesetzt haben.<br>\nViele Linke stimmten in die gro&szlig;e Emp&ouml;rung ein, die dar&uuml;ber besonders in sozialen Netzwerken ge&auml;u&szlig;ert wurde. Dabei spielte die sachliche Frage keine Rolle, ob die Absenkung dieser Steuer nicht m&ouml;glicherweise auch zum Vorteil f&uuml;r Familien mit geringen Einkommen w&auml;re &ndash; und damit f&uuml;r eine Zielgruppe der Linken. Entscheidender als der Inhalt war offenkundig die Frage, von wem dieser vertreten wird.<br>\nGleiches gilt f&uuml;r Auseinandersetzungen zu den Themen Klimawandel und Migration, aber auch im Fall des Ukraine-Krieges, bei dem diejenigen, die f&uuml;r Diplomatie statt f&uuml;r immer mehr Waffen eintreten, regelm&auml;&szlig;ig als &ldquo;rechtsoffen&rdquo; oder &ldquo;putinfreundlich&rdquo; bezeichnet werden. Im Mainstream werden Meinungsspektren zu vielen Themen in einer moralisierenden Tonlage verengt. [&hellip;]<br>\nKompromissbereitschaft und die F&auml;higkeit, Widerspr&uuml;che auszuhalten, geh&ouml;ren zwar zu einer gewissen Grundprofessionalit&auml;t, die es in der Politik braucht. Aber in den vergangenen Jahren wurde aus dieser Professionalit&auml;t immer h&auml;ufiger eine &ldquo;&Auml;quidistanz&rdquo; besonders in schwierigen Fragen. Es dominierte eine Angst, sich Karrierewege zu verbauen.<br>\nDer Partei Die Linke gelang es daher auch wegen biografischer &Auml;ngste zuletzt immer weniger, die elektorale Leerstelle in traditionellen und einfachen Milieus zu bedienen. Weil dieses Milieu einem karrieretechnisch &ndash; anders als das eigene soziale Milieu &ndash; nicht viel zu bieten hat: Es bietet schlichtweg keine Jobs in den Medien, in der Wissenschaft, bei NGOs, Likes auf Twitter oder das gemeinsame Gef&uuml;hl von &ldquo;Wir sind die Guten&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Karriere-mit-links-Warum-die-Krise-der-Linkspartei-auch-eine-Krise-des-Parteiensystems-ist-9355988.html\">J&ouml;ran Klatt und Constantin Braun auf Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106507\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-106507","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/106507","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=106507"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/106507\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":106510,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/106507\/revisions\/106510"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=106507"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=106507"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=106507"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}