{"id":10681,"date":"2011-09-09T08:28:28","date_gmt":"2011-09-09T06:28:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10681"},"modified":"2011-09-09T08:28:41","modified_gmt":"2011-09-09T06:28:41","slug":"hinweise-des-tages-1465","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10681","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Stephan Schulmeister &ndash; Verm&ouml;genssteuern als Teil eines &ldquo;New Deal&rdquo;; In diesem Jahr 51 Milliarden Euro Mindereinnahmen durch Steuersenkungen; Geldgeschenke an die Finanzindustrie; Banken mit Schw&auml;cheanfall; Friederike Spiecker &ndash; Am Ende gewinnt immer die Bank; Griechenlands Wirtschaft schrumpft rasant; OECD-Konjunkturprognose &ndash; Deutschland wird zum Schlusslicht; F&uuml;r die Zukunft &ndash; Kinderarmut bek&auml;mpfen!; Wenn die Rente zum Hungerlohn verkommt; Norbert Bl&uuml;m &ndash; Meine liebe CDU, jetzt br&auml;uchtest du Mut!; Gaddafis Freunde im Westen; Sch&auml;uble, Bismarck und die deutsche Tea-Party-Bewegung; Sahra Wagenknecht: Wer Leistung, Wettbewerb und Wohlstand will, muss links sein; Die Vermessung der Globalisierung; das Letzte: Peer Steinbr&uuml;ck MdB wird Ehrendoktor der Heinrich-Heine-Universit&auml;t (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10681#h01\">Stephan Schulmeister &ndash; Verm&ouml;genssteuern als Teil eines &ldquo;New Deal&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10681#h02\">In diesem Jahr 51 Milliarden Euro Mindereinnahmen durch Steuersenkungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10681#h03\">Geldgeschenke an die Finanzindustrie <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10681#h04\">Banken mit Schw&auml;cheanfall<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10681#h05\">Friederike Spiecker &ndash; Am Ende gewinnt immer die Bank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10681#h06\">Griechenlands Wirtschaft schrumpft rasant<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10681#h07\">OECD-Konjunkturprognose &ndash; Deutschland wird zum Schlusslicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10681#h08\">F&uuml;r die Zukunft &ndash; Kinderarmut bek&auml;mpfen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10681#h09\">Wenn die Rente zum Hungerlohn verkommt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10681#h10\">Norbert Bl&uuml;m &ndash; Meine liebe CDU, jetzt br&auml;uchtest du Mut!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10681#h11\">Gaddafis Freunde im Westen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10681#h12\">Sch&auml;uble, Bismarck und die deutsche Tea-Party-Bewegung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10681#h13\">Sahra Wagenknecht: Wer Leistung, Wettbewerb und Wohlstand will, muss links sein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10681#h14\">Die Vermessung der Globalisierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10681#h15\">Peer Steinbr&uuml;ck MdB wird Ehrendoktor der Heinrich-Heine-Universit&auml;t<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=10681&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Stephan Schulmeister &ndash; Verm&ouml;genssteuern als Teil eines &ldquo;New Deal&rdquo;<\/strong><br>\nGegen das Rezept &ldquo;strenge Haushaltsdi&auml;t&rdquo; und f&uuml;r eine Verm&ouml;genssteuer als Teil eines &ldquo;New Deal&rdquo;<br>\nReich an Paradoxien ist das Wirtschaftsleben: In der gegenw&auml;rtigen Wirtschaftslage k&ouml;nnten sp&uuml;rbare Konsolidierungsbeitr&auml;ge der Verm&ouml;genden einer massiven Entwertung ihrer Verm&ouml;gen vorbeugen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1315005886242\/Schuldenkrise-Vermoegenssteuern-als-Teil-eines-New-Deal\">Der Standard<\/a>\n<p><strong>dazu: Die Reichen st&auml;rker besteuern, aber wie?<\/strong><br>\nEine Ausweitung des Reichensteuerzuschlags bei der Einkommensteuer trifft meist Manager und Selbst&auml;ndige. Ein Spitzensteuersatz ab 60 000 Euro w&uuml;rde nur gut zwei Milliarden Euro j&auml;hrlich zus&auml;tzlich in die Kassen sp&uuml;len. Setzt man den Spitzensteuersatz auf 49 Prozent hoch, w&auml;ren es gut sechs Milliarden Euro.<br>\nWie kann man die Superreichen wieder st&auml;rker in die Progressionsbesteuerung integrieren? Dazu muss man deren Verm&ouml;gen oder Einkommen genauer veranlagen.<br>\nDas ist m&ouml;glich, wenn man sich auf die wirklich Reichen beschr&auml;nkt. Im DIW Berlin haben wir berechnet, dass ein Verm&ouml;gensteuersatz von 0,5 Prozent reicht, um von den Nettoverm&ouml;gen &uuml;ber eine Million Euro j&auml;hrlich sieben Milliarden Euro zu erzielen. Kleinunternehmen und kleinere Mittelst&auml;ndler blieben durch einen Freibetrag weitgehend verschont. Betroffen w&auml;ren 330 000 Steuerpflichtige.<br>\nAlternativ k&ouml;nnte man diese Million&auml;rssteuer auch mit einem Ertragsteuersatz in H&ouml;he von zehn Prozent erheben, um den &bdquo;Substanzsteuereffekt&ldquo; der Verm&ouml;gensbesteuerung zu vermeiden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/documents\/publikationen\/73\/diw_01.c.378374.de\/11-36-4.pdf\">DIW [PDF &ndash; 123 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>In diesem Jahr 51 Milliarden Euro Mindereinnahmen durch Steuersenkungen<\/strong><br>\nSeit 1998 sind die Steuern in Deutschland kr&auml;ftig gesunken. Mindereinnahmen in zweistelliger Milliardenh&ouml;he sind die Folge &ndash; und ein wesentlicher Grund f&uuml;r das aktuelle Staatsdefizit. Die staatlichen Ausgaben sind hingegen in der vergangenen Dekade real kaum gestiegen. Das zeigen aktuelle Berechnungen des Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung.<br>\n51 Milliarden Euro &ndash; so viel w&uuml;rden Bund, L&auml;nder und Gemeinden 2011 mehr an Steuern einnehmen, wenn noch die Steuergesetze von 1998 g&auml;lten. Das hat der IMK-Steuerexperte Achim Truger ermittelt. &ldquo;Rein rechnerisch h&auml;tte die Bundesrepublik damit aktuell kein Budgetdefizit, sondern einen &Uuml;berschuss &ndash; wenn der Staat nicht in der vergangenen Dekade auf hohe Einnahmen verzichtet h&auml;tte&rdquo;, sagt der Wissenschaftler.<br>\n<img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/small_impuls_grafik.jpg\" alt=\"\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/boeckler.de\/14_37820.htm\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Geldgeschenke an die Finanzindustrie<\/strong><br>\nEuropas Banken leihen sich gegenseitig nur noch z&ouml;gerlich Geld. Banken-Experte Hans-Peter Burghof erkl&auml;rt im Interview, was das hei&szlig;t &ndash; und sagt: Wir retten zu viel. [&hellip;]<br>\nZEIT ONLINE: Wollen Sie Banken pleitegehen lassen?<br>\nBurghof: Nicht vollst&auml;ndig. Irland zum Beispiel hat im Mai die R&uuml;ckgabe von Anleihen seiner verstaatlichten Banken zu einem Preis von nur zehn bis 25 Prozent des Nennwertes erzwungen. Dadurch wurden die privaten Investoren erheblich an den Verlusten beteiligt. Das ist eine viel bessere L&ouml;sung, als zu sagen: Wir retten alles. Wenn ich sehe, wie g&uuml;nstig die Banken derzeit aus ihren Griechenland-Anleihen herauskommen, macht mich das w&uuml;tend. Das sind Geldgeschenke an die Finanzindustrie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2011-09\/interview-burghof\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Banken mit Schw&auml;cheanfall<\/strong><br>\nDer Geldfluss zwischen den Instituten trocknet aus. Kommt es zu einem zweiten Fall Lehman? [&hellip;]<br>\nDie 90 gr&ouml;&szlig;ten Banken Europas haben Anleihen der gef&auml;hrdeten L&auml;nder im Wert von 763 Milliarden Euro in ihren B&uuml;chern. Ein Gro&szlig;teil davon ist noch nicht wertberichtigt, weil die Banken die Kursverluste der Anleihen nicht automatisch nachvollziehen m&uuml;ssen. [&hellip;]<br>\nDie Krisenbanken &uuml;berleben schon jetzt nur, weil sie ihren Finanzbedarf bei der Zentralbank decken. Andere scheuen noch den Gang zur Notenbank, weil das am Markt als Schw&auml;che gewertet wird. So bleibt ihnen nur, die Kreditvergabe an Unternehmen und Verbraucher zu drosseln, um ihren Finanzierungsbedarf so gering wie m&ouml;glich zu halten. F&uuml;r die ohnehin angeschlagene Wirtschaft w&auml;re das fatal.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2011\/37\/Bankenkrise\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Friederike Spiecker &ndash; Am Ende gewinnt immer die Bank<\/strong><br>\nWirtschaftlich gesehen sind Staatsschulden kein Grund f&uuml;r Angst. Problematisch wird es, wenn die Menschen das Vertrauen in die Politik verlieren &ndash; und sich die Politik von den Finanzm&auml;rkten diktieren l&auml;sst, was zu tun sei.<br>\nWo ein Schuldner, da auch ein Gl&auml;ubiger. Diese Logik wird in der Diskussion um Staatsschulden oft missachtet. Ist ein Staat bei seinen B&uuml;rgern hoch verschuldet, hei&szlig;t das, dass die B&uuml;rger hohe Ersparnisse in Form von Staatsanleihen besitzen. Neben dem &ouml;ffentlichen Schuldenberg steht immer ein privater Verm&ouml;gensberg. Insofern ist die Angst vor Staatsschulden unbegr&uuml;ndet. Sind die Reichen die Halter der Staatsanleihen und tragen haupts&auml;chlich sie die Steuerlast des Staates, zahlt diese Gruppe quasi an sich selbst Zinsen.<br>\nSofern Zinsempf&auml;nger und Steuerzahler allerdings personell nicht &uuml;bereinstimmen, findet Einkommensumverteilung statt, die umso gr&ouml;&szlig;er ist, je h&ouml;her der Schuldenberg. Doch das ist nicht der Hauptgrund der Abneigung gegen Staatsschulden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theeuropean.de\/friederike-spiecker\/7915-internationale-schuldenpolitik#7915\">The European<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Griechenlands Wirtschaft schrumpft rasant<\/strong><br>\nDie Wirtschaftsleistung Griechenlands ist im zweiten Quartal abgesackt: Um 7,3 Prozent ging das Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum Vorjahr zur&uuml;ck. Einen Rauswurf aus der Euro-Zone muss das Land jedoch nicht f&uuml;rchten, erkl&auml;rte die EU-Kommission.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,785186,00.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Greece to sack 150,000 public sector workers &lsquo;for the sake of our children&rsquo;<\/strong><br>\nUntil very recently Greece was seen as a successful, catching-up European Union country, albeit with some worrying socio-economic blemishes. It is fast on its way to becoming what used to be called a Third World country. It is certainly being treated as such by the &lsquo;troika&rsquo; of institutions (EU, ECB, IMF) offering it financial support subject to strict conditionality.<br>\nThey have now threatened to withhold further support unless deep cuts are made in public spending. Yesterday the Greek finance minister announced that 150,000 public sector jobs, 20% of the total, would be cut. He said that Greece needed to implement cuts immediately<br>\nnot because it&rsquo;s imposed from abroad but because it has to happen now, as quickly as possible, for the sake of our children.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.social-europe.eu\/2011\/09\/greece-to-sack-150000-public-sector-workers-for-the-sake-of-our-children\/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+SEJAndrew+%28Social+Europe+Journal+%C2%BB+Andrew+Watt%29\">Social Europe Journal<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>OECD-Konjunkturprognose &ndash; Deutschland wird zum Schlusslicht<\/strong><br>\nD&uuml;stere Aussichten f&uuml;r das Schlussquartal: Die OECD rechnet f&uuml;r Deutschland mit einem Einbruch der Wirtschaftsleistung. Die exportabh&auml;ngige Wirtschaft bekommt die Eintr&uuml;bung damit st&auml;rker zu sp&uuml;ren als Frankreich und die USA.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:oecd-konjunkturprognose-deutschland-wird-zum-schlusslicht\/60101582.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=\/politik\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Diese Meldung kann regelm&auml;&szlig;ige NachDenkSeiten-Leser nicht &uuml;berraschen. Es ist vollkommen klar, dass die weltweiten Sparprogramme und Lohnstagnationen ein derart exportorientiertes Land wie Deutschland besonders stark treffen werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>F&uuml;r die Zukunft &ndash; Kinderarmut bek&auml;mpfen!<\/strong><br>\nIn Deutschland leben weit mehr als 2,4 Millionen arme Kinder. Die Folgen sind gravierend: Der Mangel an Einkommen, Ressourcen und Lebensperspektiven f&uuml;r Kinder entwickelt sich zu Bildungs- und Teilhabearmut. Um dem entgegen zu wirken und langfristig allen Kindern ein chancengerechtes Aufwachsen zu erm&ouml;glichen, m&uuml;ssen auf kommunaler, landes- und bundespolitischer Ebene bessere Bedingungen und neue Strukturen geschaffen werden. Dabei darf es nicht zu einem Scheingefecht zwischen Geld und Investitionen in Bildung und Betreuung kommen. Erst beides zusammen st&auml;rkt Kinder und deren Eltern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/11-2011\/++co++15839b18-da06-11e0-4ab8-001ec9b03e44\">DGB Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Wenn die Rente zum Hungerlohn verkommt<\/strong><br>\nMillionen Rentner drohen in die Armut abzurutschen, der Generationenvertrag ist in Gefahr. Ministerin von der Leyen hat das verstanden, doch ihre geplante &ldquo;Zuschuss-Rente&rdquo; ist ein rein kosmetisches Ref&ouml;rmchen, das m&ouml;glichst wenig kosten soll. Selbst&auml;ndige kommen in ihrem Konzept gar nicht erst vor. Dabei liegt eigentlich auf der Hand, was Deutschland jetzt wirklich braucht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/geld\/rentenreform-wenn-die-rente-zum-hungerlohn-verkommt-1.1140739\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Norbert Bl&uuml;m &ndash; Meine liebe CDU, jetzt br&auml;uchtest du Mut!<\/strong><br>\nDas Gebot der Stunde: nicht die Gesellschaft ver&auml;ndern, sondern den Menschen bewahren &ndash; ein Bekenntnis zu meiner Partei und eine Warnung vor ihren neuen Idealen. [&hellip;]<br>\nStandortwettbewerb ist das Synonym f&uuml;r die Abdankung des Staates. Der ideale Standort f&uuml;r das T&uuml;rschild des Konzerns ist eine Steueroase, f&uuml;r die Produktionsst&auml;tte ein Niedriglohnland. Die Ratio der Rendite ruiniert jede Staatsr&auml;son. Die Staaten m&uuml;ssen nach der Pfeife der B&ouml;rse tanzen, wenn sie dabei sein wollen. Und die Staatsoberen spendeten Beifall zu ihrer Entmachtung. Als Hans Tietmeyer, der ehemalige Bundesbankpr&auml;sident, in Davos ank&uuml;ndigte: &ldquo;Die Geldm&auml;rkte werden zunehmend die Rolle von Polizisten spielen. Die Politiker m&uuml;ssen begreifen, dass sie in Zukunft der Kontrolle der Finanzm&auml;rkte und nicht nur den nationalen Debatten unterworfen sind&rdquo;, erntete er einverst&auml;ndliches Nicken. Kein Ordnungspolitiker der CDU murrte auch nur ob solch fiskalischer Anma&szlig;ung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/artikel\/C30703\/Meine-liebe-CDU-jetzt-braeuchtest-du-Mut-30498779.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Gaddafis Freunde im Westen<\/strong><br>\n[&hellip;] Und dabei ging es um mehr als nur &Ouml;l. Laut einem Bericht der Associated Press, der sich auf Statistiken des britischen Au&szlig;enministeriums beruft, erwarb Libyen von Gro&szlig;britannien &bdquo;in den 12 Monaten bis zum 30. September 2010 milit&auml;rische und paramilit&auml;rische Ausr&uuml;stung im Wert von etwa 40 Millionen Pfund&ldquo;. Auf Gaddafis Einkaufsliste standen u.a. &bdquo;Scharfsch&uuml;tzengewehre, kugelsichere Fahrzeuge, Gummigeschosse und Tr&auml;nengas&ldquo;. Man kann davon ausgehen, dass ihm diese milit&auml;rische Hardware in den letzten sechs Monaten nicht ungelegen kam.<br>\nIm selben AP-Bericht hei&szlig;t es: &bdquo;Die Bush-Administration genehmigte 2006 den Verkauf von Material im Wert von 3 Millionen Dollar und 2007 im Wert von 5,3 Millionen Dollar. In 2008 durfte Libyen Waffen im Wert von 46 Millionen Dollar aus den USA importieren. Zu den genehmigten Warenlieferungen geh&ouml;rten fast 400 Ladungen an Spreng- und Z&uuml;ndmaterial, 25.000 Flugzeugersatzteile, 56.000 milit&auml;rische Elektronik-Bauteile und fast 1000 Artikel zur optischen Zielansprache und sonstige Lenkausr&uuml;stung.&ldquo;<br>\nAuch Deutschland lie&szlig; sich in Versuchung f&uuml;hren. Im Jahre 2004 weihte der damalige Bundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der eine &Ouml;lbohranlage ein, die von der Wintershall in der libyschen Maghreb-W&uuml;ste betrieben wurde. Und um dem nicht nachzustehen, eilte der franz&ouml;sische Pr&auml;sident Nicolas Sarkozy 2008 nach Libyen, um Gaddafi Nukleartechnologie zu verkaufen.<br>\nItalien importiert 60% seines &Ouml;ls und 40% seines Erdgases aus Libyen, und schon bald nach der Wiederwahl von Ministerpr&auml;sident Silvio Berlusconi 2008 versprach dieser Gaddafis Regime f&uuml;r einen Zeitraum von 20 Jahren 250 Millionen Euro j&auml;hrlich f&uuml;r seine Zusage, alle nordafrikanischen Fl&uuml;chtlinge, die in Italien um politisches Asyl ersuchten, aufzunehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/cassola5\/German\">Project Syndicate<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Sch&auml;uble, Bismarck und die deutsche Tea-Party-Bewegung<\/strong><br>\nJetzt haben wir sie &ndash; die deutsche Tea-Party-Bewegung: eine B&uuml;rgerwehr, die sich rechts von der (von Gott und von allen guten Geistern verlassenen) CDU in Vereinen, Allianzen, Instituten und zivilgesellschaftlichen Initiativen organisiert und vernetzt. Diese B&uuml;rgerwehr behauptet, der &bdquo;Eurosozialismus&ldquo; werde unsere parlamentarische Demokratie (per Erm&auml;chtigungsgesetz) zerst&ouml;ren, um uns in die ewige Zins-&bdquo;Knechtschaft&ldquo; zu f&uuml;hren. Stimmen die Bundestags-Abgeordneten der &bdquo;Euro-Finanzdiktatur&ldquo; zu, dann &bdquo;Gute Nacht Deutschland&ldquo;. Deshalb: Emp&ouml;rt Euch! Widersteht!!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wolfgangmichal.de\/?p=866\">Wolfgang Michal<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Sahra Wagenknecht: Wer Leistung, Wettbewerb und Wohlstand will, muss links sein<\/strong><br>\nSeit drei Jahren steckt die Weltwirtschaft in der Krise. Dennoch wagen nur wenige, das herrschende System grunds&auml;tzlich infrage zu stellen. Eine der Ausnahmen ist die deutsche Bundestagsabgeordnete Sahra Wagenknecht. Ein Gespr&auml;ch &uuml;ber Ludwig Erhard, die Macht der Monopole und die &Uuml;berwindung des Kapitalismus. Die selbsterkl&auml;rte Kommunistin, die 1969 in Jena geboren wurde, angeblich schon mit zehn Jahren Sigmund Freud las, sp&auml;ter in Berlin Philosophie und Literatur studierte und nach einem EU-Parlamentsmandat 2010 zur stellvertretenden Parteivorsitzenden wurde, sagt im Interview mit der WOZ vor allem Dinge, die jeder Freisinnige sofort unterschreiben k&ouml;nnte. Anfang des Jahres erschien ihr neustes Buch: &laquo;Freiheit statt Kapitalismus&raquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.woz.ch\/artikel\/2011\/nr36\/wirtschaft\/21119.html\">WOZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die Vermessung der Globalisierung<\/strong><br>\nGlobalisierung: Seit das Wort in den 80er Jahren in den allgemeinen Sprachgebrauch &uuml;berging, war es stets sowohl ein zu erkl&auml;rendes Problem als auch seine eigene Erkl&auml;rung &ndash; ein R&auml;tsel und eine Prophezeiung. Die Literatur zum Thema war voller Verwunderung oder Verzweiflung, ja sogar Entsetzen und vermittelte den schwindelerregenden Eindruck des Blicks &uuml;ber den Rand eines Abgrunds ins Ungewisse. Das vertrackte kleine Suffix &bdquo;-isierung&ldquo; deutet auf einen Prozess hin &ndash; noch nicht Geschichte und vielleicht sogar jenseits aller Geschichte.  Das Wort impliziert die Vorstellung eines Ziels &ndash; auf das historische Vorg&auml;nge zusteuerten &ndash; oder aber die triumphale Verk&uuml;ndigung eines post-historischen Zeitalters, in dem Bewegung alles ist, aber nichts sich jemals &auml;ndert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/die-vermessung-der-globalisierung\/4582514.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Ausf&uuml;hrungen der beiden Autoren in diesem Auszug sind etwas abstrakt, aber es ist zu vermuten, dass ihr Buch als Ganzes konkreter ausf&auml;llt. Sympathisch f&auml;llt die Formulierung auf, dass die globalisierte Welt, in der wir heute leben, &ldquo;ein vollst&auml;ndig von Menschenhand geschaffenes Artefakt ist.&rdquo; Seit langem ist es ein Anliegen der NachDenkSeiten aufzuzeigen, dass die heutige Form der Globalisierung nicht vom Himmel gefallen ist und nicht Sachzw&auml;ngen gleich Naturgesetzen gehorcht, sondern Menschenwerk ist, d.h. von interessierten Parteien in&rsquo;s Werk gesetzt wurde. Hinzu kommt, dass die Kapitalfraktionen dem Begriff Globalisierung h&auml;ufig instrumentalisieren, um auf die Arbeitnehmerseite Druck auszu&uuml;ben. Traurig, aber wahr ist es, dass manch ein Politiker willentlich oder auch unwissentlich, solche Scheinargumentation aufgreift. Vor l&auml;ngerer Zeit hat ein bekannter Berliner Politiker in einer Talkshow doch tats&auml;chlich behauptet, dass die L&ouml;hne in Berlin unter dem Druck der L&ouml;hne in Peking st&uuml;nden. Andererseits w&auml;re es verheerend, die besondere Qualit&auml;t der heutigen Form der Globalisierung zu leugnen. Sonst endet der Streit dar&uuml;ber wie in einer Brechtschen Parabel &uuml;ber einen Philosophenstreit im alten China: &ldquo;Bei der Diskussion der Frage &lsquo;Ist der Gelbe Fluss wirklich, oder existiert er nur in den K&ouml;pfen&rsquo; wurde der Kongress der Weisen vom Hochwasser &uuml;berrascht und kam um.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Das Letzte: Peer Steinbr&uuml;ck MdB wird Ehrendoktor der Heinrich-Heine-Universit&auml;t<\/strong><br>\n&bdquo;Die Fakult&auml;t w&uuml;rdigt mit dieser Auszeichnung die au&szlig;erordentlichen Verdienste um die Analyse volkswirtschaftlicher Zusammenh&auml;nge und die Umsetzung wirtschaftswissenschaftlich fundierter Konzeptionen in verantwortliches gesellschaftliches Handeln&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.uni-duesseldorf.de\/home\/startseite\/news-detailansicht\/article\/peer-steinbrueck-mdb-wird-ehrendoktor-der-heinrich-heine-universitaet.html\">Heinrich-Heine-Universit&auml;t<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.R.:<\/strong> Die Begr&uuml;ndung ist zuckers&uuml;&szlig;. Nun ist Steinbr&uuml;ck auch als Kanzler nicht mehr aufzuhalten. Steinbr&uuml;ck ist f&uuml;r das rechte Lager eine elegante M&ouml;glichkeit,Frau Merkel zu entsorgen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Stephan Schulmeister &ndash; Verm&ouml;genssteuern als Teil eines &ldquo;New Deal&rdquo;; In diesem Jahr 51 Milliarden Euro Mindereinnahmen durch Steuersenkungen; Geldgeschenke an die Finanzindustrie; Banken mit Schw&auml;cheanfall; Friederike Spiecker &ndash; Am Ende gewinnt immer die Bank; Griechenlands Wirtschaft schrumpft rasant; OECD-Konjunkturprognose &ndash; Deutschland wird zum Schlusslicht; F&uuml;r die Zukunft &ndash; Kinderarmut<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10681\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-10681","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10681","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10681"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10681\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10685,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10681\/revisions\/10685"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10681"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=10681"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=10681"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}