{"id":106841,"date":"2023-11-17T08:46:28","date_gmt":"2023-11-17T07:46:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106841"},"modified":"2023-11-17T15:36:43","modified_gmt":"2023-11-17T14:36:43","slug":"hinweise-des-tages-4486","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106841","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106841#h01\">Ausgetrickst &ndash; nun hei&szlig;t es in Sachen Schulden Farbe bekennen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106841#h02\">Jobcenter: Finanzieller Kahlschlag gef&auml;hrdet Perspektiven<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106841#h03\">&ldquo;Ein Drama in Zeitlupe&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106841#h04\">Im Vorwurf des Rassismus &uuml;berlebt der Rassegedanke<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106841#h05\">Deborah Feldman: Deutschland stellt sich an Israels Seite. Und l&auml;sst uns Juden im Stich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106841#h06\">Israelischer Milit&auml;reinsatz im Al-Shifa-Krankenhaus: Patienten und &Auml;rzte verh&ouml;rt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106841#h07\">Zusammenbruch des Gesundheitssystems in Gaza: Verwaltung aktualisiert nicht l&auml;nger die Todeszahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106841#h08\">Gaza-Resolution im UN-Sicherheitsrat: Am Tiefpunkt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106841#h09\">Der Wertewesten kommt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106841#h10\">Neues EU-Sanktionspaket gegen Russland: Das Tamtam bleibt diesmal aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106841#h11\">EU-Kommission k&uuml;ndigt Glyphosat-Zulassung f&uuml;r weitere zehn Jahre an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106841#h12\">Der letzte Gewerkschafter Deutschlands<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106841#h13\">Corona-Ausschuss: Ehefrau von Olaf Scholz kann sich nicht erinnern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106841#h14\">Die Sprache und die ewige Verblendung &ndash; durch die Sprache<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106841#h15\">Rezension: Ein Roman &uuml;ber Arbeit und Gemeinwohl-&Ouml;konomie<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ausgetrickst &ndash; nun hei&szlig;t es in Sachen Schulden Farbe bekennen<\/strong><br>\nNach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts muss es eine Diskussion &uuml;ber die Schuldenbremse geben. Warum Schluss sein muss mit fiskalischen Tricks. Ein Kommentar.<br>\nWenn etwas diese Regierung mindestens so sehr auszeichnet wie ihre vier Vorg&auml;nger unter Angela Merkel, dann ist es der Versuch, bei allen wichtigen und strittigen Themen niemals eine sachlich fundierte Meinung zu vertreten. Man wendet lieber jeden, auch den billigsten Taschenspielertrick an, um diskussionslos &uuml;ber die Runden zu kommen. Blo&szlig; keine inhaltlichen Auseinandersetzungen f&uuml;hren, sondern so tun, als sei immer alles unter Kontrolle. [&hellip;]<br>\nInsofern ist es vielleicht ganz gut, dass das Verfassungsgericht den Haushaltstricksereien einen Riegel vorschiebt. Man wird merken, dass die Schuldenbremse in einer Situation, in der die Wirtschaft in gro&szlig;en Schwierigkeiten steckt, aber noch keine nationale Notlage zu konstatieren ist, den Staat in seiner Handlungsf&auml;higkeit ohne jeden Grund einschr&auml;nkt.<br>\nTritt die Notsituation schlie&szlig;lich ein, weil der Staat eine Wirtschaft, die von der Geldpolitik in eine Rezession gedr&uuml;ckt wird, nicht stabilisieren kann, wird der Schaden gewaltig sein. Der Staat leidet dann nicht nur unter seiner Unf&auml;higkeit, Krisen rechtzeitig zu erkennen, er muss auch noch warten, bis eine wirkliche Notlage eingetreten ist, bevor er &uuml;berhaupt zur Tat schreiten kann.<br>\nDie Regierung ist dann wie eine Feuerwehr, die mit dem L&ouml;schen warten muss, bis das Haus vollst&auml;ndig abgebrannt ist, weil der Schaden sonst nicht gro&szlig; genug sein k&ouml;nnte, um ihr Einschreiten zu rechtfertigen.<br>\nEine Regierung, die intellektuell auf der H&ouml;he der Zeit ist, darf sich von einer inhaltlichen Diskussion auch durch Lobbyisten und neoklassisch ausgerichtete &Ouml;konomen nicht beirren lassen. Es ist abenteuerlich, aber in Deutschland wissen selbst die Arbeitgeber so wenig von Wirtschaft, dass sie den Staat implizit davor warnen, die Gewinne der Unternehmen zu erh&ouml;hen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Ausgetrickst-nun-heisst-es-in-Sachen-Schulden-Farbe-bekennen-9530415.html\">Heiner Flassbeck auf Telepolis<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Die Gewinner sind wir<\/strong><br>\nDas Bundesverfassungsgericht schiebt Tricksereien zur Umgehung der Schuldenbremse einen Riegel vor &ndash; und erinnert an die Grunds&auml;tze einer transparenten Haushaltspolitik. Den B&uuml;rgern hat es damit einen echten Dienst erwiesen.<br>\nParteipolitisch ist die Antwort einfach: Verlierer der Entscheidung aus Karlsruhe ist die Ampel-Koalition, die mit einem ihrer ersten finanzpolitischen Beschl&uuml;sse krachend gescheitert ist. Gewinner des Urteils aber sind wir B&uuml;rger.<br>\nDenn uns allen kann nicht egal sein, wie die Politik mit dem Geld von uns umgeht, mit den Steuern und Abgaben, die &uuml;brigens zuletzt massiv gestiegen sind. Mehr Geld steht der Politik n&auml;mlich auf Dauer nicht zur Verf&uuml;gung &ndash; Schulden von heute sind nichts anderes als Belastungen von morgen.<br>\nInsofern hat das Bundesverfassungsgericht mit seinen Klarstellungen zur Schuldenbremse und zur Haushaltspolitik uns allen einen wertvollen Dienst erwiesen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/kommentar\/urteil-schuldenbremse-102.html\">tagesschau<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers E.:<\/strong> Es ist wirklich faszinierend wie der Tagesschau-Mitarbeiter das Urteil so umdeutet, um den Leser daran zu erinnern, dass die Sozialleistungen und Personalaufstockung (&ldquo;staatliche Personal&rdquo;) die urs&auml;chlichen Probleme w&auml;ren f&uuml;r die Schulden-Tricksereien der derzeitigen Regierung. Es hat nur noch gefehlt, dass er eindeutig das B&uuml;rgergeld und die b&ouml;se Erh&ouml;hung des Regelsatzes erw&auml;hnt h&auml;tte. Aber es ist auch so klar, was er mit &ldquo;Sozialleistungen&rdquo; meint. Der Autor, der ja dank der Geb&uuml;hrenzahler gut versorgt ist, schafft es mit keinem Wort zu erw&auml;hnen, um was es genau ging: Klima- und Transformationsfonds. Auch erw&auml;hnt er mit keinem Wort die Begriffe &ldquo;Krieg&rdquo; und &ldquo;Aufr&uuml;stung&rdquo;. Ja, wenn es um das T&ouml;ten bzw. Kriege und milit&auml;rische Aufr&uuml;stung geht, dann verfliegen die Sorgen bez&uuml;glich Schulden pl&ouml;tzlich. Aber wehe der Regelsatz vom B&uuml;rgergeld wird um paar Euro erh&ouml;ht. Dann sind das b&ouml;se Sozialleistungen, die man nicht finanzieren k&ouml;nne.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Jobcenter: Finanzieller Kahlschlag gef&auml;hrdet Perspektiven<\/strong><br>\nBei den Jobcentern droht ein Spardiktat. Nach dem Regierungsentwurf zum Bundeshaushalt 2024 sollen deren Mittel um 700 Mio. Euro gek&uuml;rzt werden. Das w&auml;re ein herber Schlag bei der Integration von Arbeitslosen und Gefl&uuml;chteten in den Arbeitsmarkt. Die Bundestagsabgeordneten m&uuml;ssen dies verhindern, fordert das #schlaglicht 38\/2023 aus Niedersachsen.<br>\nDer Arbeitsmarkt in Niedersachsen zeigt sich stabil. Im Oktober fiel die Arbeitslosenquote mit 5,6 Prozent geringf&uuml;gig niedriger aus als im Vormonat. Trotzdem gibt es einige Probleme: Weil der &uuml;blichen Herbstbelebung der richtige Schwung fehlt und der Ukrainekrieg sowie die damit einhergehende Energie- und Inflationskrise weiterhin sp&uuml;rbar sind, haben sich die Perspektiven f&uuml;r Arbeitssuchende verschlechtert. Innerhalb eines Jahres hat die Arbeitslosigkeit um 6,5 Prozent zugenommen. Dazu ist die Integration von Gefl&uuml;chteten in Arbeit mit erheblichen Anstrengungen verbunden und daher braucht es einen langen Atem.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/niedersachsen.dgb.de\/schlaglicht\/++co++6a803d92-845d-11ee-8cea-001a4a160123\">DGB Niedersachsen #schlaglicht<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&ldquo;Ein Drama in Zeitlupe&rdquo;<\/strong><br>\nDie Zahl der Bauantr&auml;ge ist bundesweit r&uuml;ckl&auml;ufig, teilweise werden bereits genehmigte Projekte wieder abgesagt. Inflation und gestiegene Zinsen machen Investitionen zu oft unrentabel. Kalkulationen, die vor zwei Jahren noch gut aussahen, sind schlicht hinf&auml;llig. Laut einer Umfrage des ifo-Instituts klagt inzwischen fast jedes zweite Unternehmen &uuml;ber Auftragsr&uuml;ckgang; mehr als jedes F&uuml;nfte sogar &uuml;ber Stornierungen von bereits erteilten Auftr&auml;gen. (&hellip;)<br>\nDie Krise auf dem Bau d&uuml;rfte sich bald auch auf dem Wohnungsmarkt bemerkbar machen &ndash; sowohl f&uuml;r Eigent&uuml;mer als auch f&uuml;r Mieter. Reiner Braun vom Forschungsinstitut empirica sagt, die derzeitige Lage f&uuml;hre gleich reihenweise zu ungewollten Folgeeffekten. Und: Viel dagegen machen k&ouml;nne man nicht. &ldquo;Was zur Zeit passiert, ist ein Drama in Zeitlupe. Es ist v&ouml;llig klar, dass die Neubauzahlen in den n&auml;chsten zwei, drei Jahren immer weiter einbrechen werden &ndash; und im gleichen Ausma&szlig; die Mieten weiter steigen&rdquo;, so Braun. Gerade hat sein Institut den viertelj&auml;hrlich erscheinenden &ldquo;Blasenindex&rdquo; herausgebracht. Ergebnis: Ein Szenario, in dem in einer deutschen Gro&szlig;stadt bald eine Immobilienblase platzt, ist eher unwahrscheinlich. Stattdessen sind gleich mehrere Effekte zu beobachten, die das Wohnungsproblem zementieren d&uuml;rften: Besonders in Gro&szlig;st&auml;dten gibt es bereits jetzt strukturell zu wenige Wohnungen. Die L&uuml;cke zwischen Angebot und Nachfrage droht durch die Bauflaute noch einmal deutlich gr&ouml;&szlig;er zu werden. Das treibt die Mieten, besonders f&uuml;r Neuvermietungen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/konjunktur\/wohnungsbau-krise-102.html\">tagesschau<\/a>\n<p>dazu: <strong>Wohnungskauf deutlich teurer als Miete<\/strong><br>\nTrotz gesunkener Kaufpreise und steigender Mieten rechnet sich der Immobilienerwerb f&uuml;r einen durchschnittlichen Haushalt derzeit nicht. Dieser bleibe &ldquo;deutlich teurer als das Mieten in Deutschland&rdquo;, hei&szlig;t es in der Untersuchung des Kreditversicherers Allianz Trade, die der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. Dies gelte selbst dann, wenn die Mieten auf der Grundlage des Niveaus von 2023 um die gesetzliche H&ouml;chstgrenze von 20 Prozent angehoben w&uuml;rden. Dann w&uuml;rde die Differenz zwischen einer durchschnittlichen monatlichen Kreditbelastung und einer Monatsmiete immer noch 381 Euro betragen. &ldquo;Fakt ist: Trotz gesunkener Preise k&ouml;nnen sich viele Menschen den Hauskauf nicht leisten&rdquo;, sagte Jasmin Gr&ouml;schl, Senior-Volkswirtin bei Allianz Trade. (&hellip;)<br>\n2023 fehlten sch&auml;tzungsweise 700.000 Wohnungen. &ldquo;Bezahlbarer Wohnraum ist schon seit Jahren knapp, die aktuelle Situation d&uuml;rfte dies noch weiter versch&auml;rfen.&rdquo; Insbesondere die Inflation habe den Druck auf den Wohnungsbestand erh&ouml;ht. Die Mieten seien in diesem Jahr in ganz Deutschland in Rekordh&ouml;he gestiegen, bei gleichzeitigen Reallohnverlusten. Zugleich bremsten Inflation und steigende Zinsen die Neubauvorhaben j&auml;h aus, weil der Wohnungsbau dadurch noch teurer geworden ist.  Die Folge: Im August gab es fast ein Drittel weniger Baugenehmigungen f&uuml;r Wohnungen als ein Jahr zuvor. Das bringt immer mehr Unternehmen aus der Bau- und Immobilienwirtschaft in die Bredouille. Beide Branchen sorgten von Januar bis August f&uuml;r rund ein F&uuml;nftel der Insolvenzen in Deutschland. &ldquo;Die Auftragslage trifft viele Projektentwickler und Bauunternehmer hart, da sie seit Monaten praktisch keine neuen Auftr&auml;ge haben&rdquo;, sagte Bogaerts.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/verbraucher\/mieten-kaufen-wohnung-100.html\">tagesschau<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Im Vorwurf des Rassismus &uuml;berlebt der Rassegedanke<\/strong><br>\nJeder wei&szlig; heute, was Antisemitismus bedeutet und ist oft bereit, das Wort zu benutzen. Unsere Autorin fragt: Wei&szlig; auch jeder, was Semitismus bedeutet? Ein Essay.<br>\nDas mittelalterliche Pogrom der Hamas gegen friedlich feiernde, meist pal&auml;stinenserfreundliche Israelis und die sich in vielen L&auml;ndern wie Schallwellen ausbreitenden Feindseligkeiten gegen&uuml;ber Juden haben eine Debatte &uuml;ber Antisemitismus ausgel&ouml;st, die mehr Fragen aufwirft als sie beantwortet. Wenn all die weltweiten Proteste und Appelle gegen Fremdenfeindlichkeit und Hass den Radikalismus seither hier wie dort nur verschlimmert haben, wenn Pr&auml;ventionsprogramme genauso erfolglos waren wie staatliche Antisemitismus-Beauftragte oder harte Gerichtsurteile, sind wir offenbar auf einem falschen Pfad. Deshalb eine &Uuml;berlegung, tastend, unsicher, wie alles derzeit.<br>\nDas zionistische Versprechen von einem Juden sicher besch&uuml;tzenden Israel ist zerplatzt, oft auch normales Alltagsleben in j&uuml;dischen Einrichtungen weltweit. Selbst einst nach S&uuml;dafrika ausgewanderte und wegen der dortigen Apartheid sp&auml;ter in England h&auml;ngengebliebene Verwandte sagen mir jetzt im Zoom-Gespr&auml;ch: Schon vor dem Anschlag f&uuml;rchtete die H&auml;lfte der britischen Juden, keine Zukunft im Land zu haben. Bisher tr&ouml;steten wir uns, dann gehen wir eben zur Mischpoche nach Haifa. Doch der Ausweg ins gelobte Land ist f&uuml;r lange Zeit, wenn nicht f&uuml;r immer, verschlossen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/open-source\/antisemitismus-daniela-dahn-im-vorwurf-des-rassismus-ueberlebt-der-rassegedanke-li.2158560\">Daniela Dahn in der Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Deborah Feldman: Deutschland stellt sich an Israels Seite. Und l&auml;sst uns Juden im Stich<\/strong><br>\nDie Autorin des Weltbestsellers &bdquo;Unorthodox&ldquo; kritisiert, dass f&uuml;r deutsche Politiker die Sicherheit und Zugeh&ouml;rigkeit hier lebender J&uuml;dinnen und Juden offenbar weniger z&auml;hlen als die bedingungslose Parteinahme f&uuml;r Israel<br>\nIch lebe jetzt seit fast einem Jahrzehnt in Deutschland, aber die einzigen Menschen, mit denen ich &uuml;ber den Nahostkonflikt diskutieren kann, sind Israelis und Pal&auml;stinenser. Deutsche neigen dazu, jeden Versuch eines konstruktiven Gespr&auml;chs dar&uuml;ber mit der Floskel zu ersticken, das Thema sei einfach &bdquo;viel zu kompliziert&ldquo;. Deshalb sind die Einsichten, die ich &uuml;ber die geopolitischen Entwicklungen der letzten drei Jahrzehnte gewonnen habe, das Ergebnis privater Gespr&auml;che, versteckt vor den abf&auml;lligen Blicken einer deutschen &Ouml;ffentlichkeit, die uns gerne dar&uuml;ber belehrt, dass jede Kritik Israels antisemitisch sei.<br>\nMir scheint, dass die Repr&auml;sentation von J&uuml;dinnen und Juden in der deutschen &Ouml;ffentlichkeit von einer transaktionalen Beziehung bestimmt wird &ndash; und dass sie zugleich die Meinungen einer unsichtbaren Mehrheit der hier lebenden J&uuml;dinnen und Juden verdeckt, die nicht Mitglieder der Gemeinden sind, welche vom deutschen Staat finanziell unterst&uuml;tzt werden, und die nicht st&auml;ndig die einzigartige Bedeutung der bedingungslosen Loyalit&auml;t gegen&uuml;ber dem Staat Israel betonen.<br>\nAufgrund der Vormachtstellung der offiziellen Institutionen und Gemeinden werden die Stimmen derer, die nur f&uuml;r sich sprechen, oft zum Schweigen gebracht oder diskreditiert und durch die lauteren Stimmen von Deutschen ersetzt, deren aus dem Holocaust her r&uuml;hrende Schuldgef&uuml;hle sie dazu veranlassen, das J&uuml;dischsein zwanghaft zu fetischisieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/the-guardian\/deborah-feldman-habeck-entscheidet-sich-fuer-israel-uns-juden-laesst-er-im-stich\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Israelischer Milit&auml;reinsatz im Al-Shifa-Krankenhaus: Patienten und &Auml;rzte verh&ouml;rt<\/strong><br>\nIsraelische Panzer und Dutzende Soldaten sind seit dem Morgen des 15. November in einen medizinischen Komplex eingedrungen, in dem sich mehr als tausend pal&auml;stinensische Patienten, &Auml;rzte und Vertriebene aufhalten<br>\nEs ist immerhin ein Beamter des Wei&szlig;en Hauses, der den Angriff der israelischen Armee auf das Al-Shifa-Hospital mit der Erkl&auml;rung versieht, er wolle kein Feuergefecht in einem Krankenhaus sehen. Ein Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates, der nicht namentlich genannt werden will, erg&auml;nzt: &bdquo;Wir unterst&uuml;tzen keinen Luftangriff auf eine Klinik und wollen dort keine Schusswechsel erleben, wo unschuldige, hilflose und kranke Menschen leben.&ldquo; Menschen, die versuchten, medizinische Hilfe zu finden, gerieten ins Kreuzfeuer.<br>\nDas Schicksal des Krankenhaus-Komplexes steht nunmehr endg&uuml;ltig im Fokus der internationalen Besorgnis, die schon gro&szlig; war, als sich die Bedingungen f&uuml;r diese letzte, noch halbwegs funktionst&uuml;chtige medizinische Einrichtung in Gaza w&auml;hrend der zur&uuml;ckliegenden Tage permanent verschlechtert haben.<br>\nDie israelischen Truppen geben an, sie w&uuml;rden eine sogenannte pr&auml;zise und gezielte Operation gegen die Hamas &bdquo;in einem bestimmten Bereich&ldquo; des medizinischen Komplexes durchf&uuml;hren. Auf jeden Fall stellt die Entscheidung, Truppen in das Krankenhaus zu schicken, eine weitere Eskalation der israelischen Offensive dar. Dies wird die Rufe nach einem Waffenstillstand befeuern, denen sich Israel bisher widersetzt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/the-guardian\/al-shifa-menschen-die-medizinische-hilfe-suchen-geraten-ins-kreuzfeuer\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Zusammenbruch des Gesundheitssystems in Gaza: Verwaltung aktualisiert nicht l&auml;nger die Todeszahlen<\/strong><br>\nDas Gesundheitsministerium des Gazastreifens hat den dritten Tag in Folge keine aktualisierte Zahl zu den Todesopfern infolge israelischer Bombardements bekanntgegeben. Das Gesundheitssystem der Enklave ist nahezu vollst&auml;ndig zusammengebrochen.<br>\n&bdquo;Nach dem Zusammenbruch der Dienstleistungen und der Kommunikation in den Krankenh&auml;usern im Norden des Landes hat das Gesundheitsministerium in Gaza die Opferzahlen nicht aktualisiert&ldquo;, teilte das B&uuml;ro der Vereinten Nationen f&uuml;r die Koordinierung humanit&auml;rer Angelegenheiten am Sonntag mit.<br>\nAm Freitag, als zum letzten Mal die Zahl der Todesopfer aktualisiert wurde, belief sich diese auf 11.078 Tote, 27.490 Verletzte und 1,6 Millionen Binnenfl&uuml;chtlinge. Im ersten Monat des israelischen Angriffs auf den Gazastreifen starben jeden Tag &uuml;ber 300 Menschen. Dies bedeutet wahrscheinlich, dass die Zahl der Todesopfer mittlerweile 12.000 &uuml;berschritten hat.<br>\nAm Montag wurden in den sozialen Medien Bilder von nicht-bestatteten Leichen verbreitet, die sich in den Krankenh&auml;usern von Gaza h&auml;ufen. Dr. Munir Albursh, der Generaldirektor des Gesundheitsministeriums in Gaza, erkl&auml;rte gegen&uuml;ber Al Jazeera, dass streunende Hunde in das Al-Shifa-Krankenhaus eingedrungen seien und die unbestatteten Leichen angefressen h&auml;tten, die dort liegen. &bdquo;Streunende Hunde fanden die Leichen im Geb&auml;ude und begannen, sie aufzufressen. Wir standen daneben&ldquo;, sagte er.<br>\n&bdquo;Wir haben keinen Strom. Im Krankenhaus gibt es kein Wasser. Es gibt kein Essen&ldquo;, sagte ein Arzt des Al-Shifa-Krankenhauses, dessen Aussage von &Auml;rzte ohne Grenzen (MSF) ver&ouml;ffentlicht wurde. &bdquo;Ohne funktionierende Beatmungsger&auml;te sterben die Menschen in wenigen Stunden. Vor dem Haupttor liegen viele Leichen. Dort gibt es auch verletzte Patienten; wir k&ouml;nnen sie nicht hineinbringen. Als wir einen Krankenwagen hinschickten, um die Patienten zu bergen &ndash; nur ein paar Meter entfernt &ndash; wurde der Krankenwagen angegriffen. Rund um das Krankenhaus gibt es Verletzte, die medizinische Hilfe brauchen. Wir k&ouml;nnen sie nicht hineinbringen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wsws.org\/de\/articles\/2023\/11\/14\/lead-n14.html\">wsws<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Gaza-Resolution im UN-Sicherheitsrat: Am Tiefpunkt<\/strong><br>\nDer Sicherheitsrat hat eine israelkritische Resolution verabschiedet. Das ist bemerkenswert, weil die USA dort Vetorecht haben. Noch nie war das Verh&auml;ltnis so schlecht.<br>\nZum ersten Mal seit dem m&ouml;rderischen Hamas-&Uuml;berfall auf israelische Zivilist*innen am 7. Oktober und der darauf folgenden Gegenoffensive der israelischen Armee im Gazastreifen hat sich der UN-Sicherheitsrat auf eine Resolution zum Thema einigen k&ouml;nnen.<br>\nGefordert wird, die Zivilbev&ouml;lkerung in Gaza nicht von lebenswichtiger Versorgung abzuschneiden, sowie mehrt&auml;gige humanit&auml;re Feuerpausen und die bedingungslose Freilassung aller verschleppten Geiseln. Letzteres f&uuml;hrt gar zur einzigen Erw&auml;hnung der Hamas &ndash; eine Verurteilung des Massakers enth&auml;lt die Resolution nicht.<br>\nAnders als Resolutionen der Generalversammlung sind solche des Sicherheitsrats v&ouml;lkerrechtlich bindend. Das hei&szlig;t allerdings nicht, dass sie auch befolgt werden. Von einer kriminellen Terrororganisation wie der Hamas kann man das ohnehin kaum erwarten, und Israel hat die Forderung nach mehrt&auml;gigen Feuerpausen sofort abgelehnt.<br>\nAuch in der Vergangenheit hat Israel die wenigen Resolutionen des Sicherheitsrats, die nicht per US-Veto gestoppt wurden, konsequent ignoriert. Passiert ist nie etwas, und Sanktionsm&ouml;glichkeiten hat der Sicherheitsrat nicht. Jedenfalls keine, die er auch ergreifen w&uuml;rde.<br>\nDas Brisante an der Resolution ist insofern nicht, dass sie unmittelbare Wirkung entfalten w&uuml;rde. Brisant ist vielmehr die Bereitschaft der USA, Israels engstem Verb&uuml;ndeten, die Resolution &uuml;berhaupt passieren zu lassen und nicht per Veto zu stoppen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Gaza-Resolution-im-UN-Sicherheitsrat\/!5969859\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Der Wertewesten kommt<\/strong><br>\nGo West: Life is Business here. Die Ukraine lernt das gerade. Die USA zerteilen die Restukraine. &Uuml;ber die Fortf&uuml;hrung des Krieges mit wirtschaftlichen Mitteln.<br>\nDas transnationale Kapital und seine Funktionseliten dr&auml;ngen in die Ukraine. Seit etlichen Monaten ist bekannt, dass BlackRock sich Pfr&uuml;nde im ukrainischen Rumpfstaat sichert &ndash; auf diese Weise m&ouml;chte das kriegsgebeutelte Land seine internationalen Schulden tilgen. &Uuml;berraschend war diese Entwicklung nicht, die gute alte Schockstrategie funktioniert nach wie vor zuverl&auml;ssig.<br>\nNun meldet das niederl&auml;ndische Digitalunternehmen VEON AG prominenten Neuzugang. Und zwar f&uuml;r die hundertprozentige ukrainische Tochtergesellschaft von VEON &ndash; namens Kyivstar. Der ehemalige US-Au&szlig;enminister Michael Pompeo wird dort als unabh&auml;ngiger und nicht gesch&auml;ftsf&uuml;hrender Direktor des Verwaltungsrates t&auml;tig werden. Kyivstar ist ein Mobilfunkunternehmen und Marktf&uuml;hrer in der Ukraine.<br>\nOb die Ukraine nun NATO- oder EU-Mitglied wird, scheint v&ouml;llig einerlei zu sein. Das Land geh&ouml;rt schon heute dem Westen und seinen Heuschrecken. Langsam aber sicher zeichnet sich ab, dass die Vereinigten Staaten sich wirtschaftlich in Position bringen, um die Pr&auml;mie f&uuml;r die Unterst&uuml;tzung der Ukraine einzufahren. Umsonst ist nicht mal der Tod, dem man dieses Land aussetzte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/hintergrund\/wirtschaft\/der-wertewesten-kommt\/\">Overton Magazin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Neues EU-Sanktionspaket gegen Russland: Das Tamtam bleibt diesmal aus<\/strong><br>\nReiseverbote, gesperrte Verm&ouml;gen und eine nachjustierte &Ouml;lpreisbremse: Die EU m&ouml;chte Russland mit dem zw&ouml;lften Sanktionspaket wirklich treffen.<br>\nF&uuml;nf Monate nach dem elften Sanktionspaket plant die Europ&auml;ische Union neue wirtschaftliche Strafma&szlig;nahmen gegen Russland. Diese sollen am Freitag in Br&uuml;ssel von den EU-Staaten beschlossen werden und vor allem den Handel mit russische Rohdiamanten sowie die lukrativen &Ouml;lexporte treffen. Allerdings k&ouml;nnte sich der Beschluss verz&ouml;gern &ndash; &uuml;ber die genauen Details wurde bis zuletzt gerungen.<br>\nSo war am Donnerstag noch unklar, ob auch der Sohn des ehemaligen russischen Pr&auml;sidenten Dmitri Medwedew mit Sanktionen belegt werden w&uuml;rde, wie der Guardian berichtete. Die EU-Kommission wollte das ebenso wenig best&auml;tigen wie Berichte, laut denen D&auml;nemark k&uuml;nftig russische &Ouml;ltanker in der Ostsee inspiziert, um den &Ouml;lpreisdeckel durchzusetzen.<br>\nIm Gegensatz zu fr&uuml;her, als EU-Kommissionspr&auml;sidentin Ursula von der Leyen (CDU) die Sanktionen an die gro&szlig;e Glocke h&auml;ngte, bem&uuml;ht sich die Europ&auml;ische Union diesmal um gr&ouml;&szlig;tm&ouml;gliche Diskretion. Von der Leyen hat lediglich die groben Linien des neuen Ma&szlig;nahmenpakets angedeutet &ndash; doch nicht wie &uuml;blich in Br&uuml;ssel, sondern auf ihrem letzten Besuch in Kyjiw.<br>\nDemnach wird die Europ&auml;ische Union bis zu hundert Personen mit Reiseverboten und Verm&ouml;genssperren belegen. Zudem will sie h&auml;rter als bisher gegen jene vorgehen, die diese Strafen umgehen &ndash; und den vor einem Jahr erlassenen &Ouml;lpreisdeckel nachjustieren. Die damals eingezogene Obergrenze von 60 Dollar pro Barrel hat sich als weitgehend wirkungslos erwiesen. Was genau die EU dabei plant, ist aber noch nicht bekannt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Neues-EU-Sanktionspaket-gegen-Russland\/!5973496\/\">Eric Bonse in der taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>EU-Kommission k&uuml;ndigt Glyphosat-Zulassung f&uuml;r weitere zehn Jahre an<\/strong><br>\nDie EU-Staaten konnten sich am Donnerstag erneut nicht auf eine gemeinsame Position zum Vorschlag der EU-Kommission einigen. Nun entschied Br&uuml;ssel im Alleingang.<br>\nDie EU-Kommission hat am Donnerstag die Glyphosat-Zulassung f&uuml;r weitere zehn Jahre angek&uuml;ndigt. Zuvor konnten sich Vertreterinnen und Vertreter der EU-Mitgliedstaaten nach Diplomatenangaben erneut nicht auf eine gemeinsame Position zum Vorschlag der EU-Kommission einigen. Br&uuml;ssel konnte daraufhin im Alleingang &uuml;ber die Zulassung entscheiden.<br>\nDeutschland enthielt sich wie bereits in den vergangenen Verhandlungsrunden seiner Stimme, weil sich die Bundesregierung nicht auf eine gemeinsame Position einigen konnte. Landwirtschaftsminister Cem &Ouml;zdemir (Gr&uuml;ne) will die Zulassung auslaufen lassen, die FDP dagegen hatte den Vorschlag der EU-Kommission begr&uuml;&szlig;t. Diplomatenangaben zufolge enthielten sich sechs weitere EU-Staaten, darunter Frankreich und die Niederlande. &Ouml;sterreich, Luxemburg und Kroatien lehnten demnach eine erneute Zulassung des Unkrautvernichters ab.<br>\nDie EU-Kommission hatte eine Neuzulassung f&uuml;r die n&auml;chsten zehn Jahre vorgeschlagen, der Einsatz von Glyphosat w&auml;re k&uuml;nftig jedoch an Bedingungen gekn&uuml;pft. Die Mitgliedstaaten k&ouml;nnten zudem die Menge und die H&auml;ufigkeit f&uuml;r den Einsatz des Mittels beschr&auml;nken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/eu-kommission-kuendigt-glyphosat-zulassung-fuer-weitere-zehn-jahre-an-li.2159364\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin A.F.:<\/strong> Einfach nur grotesk!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Der letzte Gewerkschafter Deutschlands<\/strong><br>\nDie Republik atmet auf: N&auml;chstes Jahr geht der GDL-Vorsitzende Claus Weselsky in Rente. Dabei ist es schade, der Mann wird diesem Land fehlen.<br>\nDiesen Bahnwarnstreik muss man noch &uuml;berstehen, vielleicht auch noch einen richtigen Streik, aber dann geht Claus Weselsky 2024 endlich in Rente. Man sp&uuml;rt, wie viele im Lande &ndash; angefangen bei den angebotsorientierten Journalisten in den bedeutenden Redaktionen Deutschlands &ndash; tief durchatmen. Nicht mehr lange, dann hat man diesen Querulanten los, der mit einem Fingerschnippen die Republik lahmzulegen vermag.<br>\nDie Wut k&ouml;chelt noch, aber nicht mehr ganz so brutal wie vor einigen Jahren. Damals druckte manches Revolverblatt die Anschrift und Telefonnummer von Claus Weselsky auf ihre Seiten. Man m&ouml;ge ihn anrufen, ausschimpfen, mal ordentlich den Marsch blasen. Dazu verfolgungsbetreute man ihn, seine Angeh&ouml;rigen: Vor einigen Jahren galt der GDL-Vorsitzende als schlimmste Gefahr f&uuml;r den &ouml;ffentlichen Frieden &ndash; kaum eine positive Nachricht gab es zu seiner Person. Bis neulich, als man verk&uuml;nden konnte: Er geht in Rente.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/hintergrund\/wirtschaft\/der-letzte-gewerkschafter-deutschlands\/%20\">Overton Magazin<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Lob des Streiks: Warum Fahrg&auml;ste gut &uuml;berlegen sollten, ob sie auf die GDL schimpfen<\/strong><br>\nDer Bahn-Vorstand schaltet auf stur. Massenmedien sch&auml;umen &uuml;ber den Arbeitskampf der Lokf&uuml;hrer. Wer als Fahrgast mit einstimmt, &uuml;bersieht etwas. Ein Kommentar.<br>\nIgitt, ein Streik mit sp&uuml;rbaren Auswirkungen. K&ouml;nnen diese Lokf&uuml;hrer nicht einfach &ldquo;Bitte&rdquo; sagen und es gut sein lassen, wenn diese Herangehensweise nicht fruchtet? &ndash; Stattdessen f&uuml;hren sie einen Arbeitskampf, wie er im Buche steht: Z&uuml;ge fallen aus; der 20-st&uuml;ndige Warnstreik wird tats&auml;chlich bemerkt und die Springer-Boulevardpresse sch&auml;umt.<br>\n&ldquo;Nur noch unversch&auml;mt&rdquo;, meint dennoch die Bild &ndash; und sekundiert damit Martin Seiler, Vorstand Personal und Recht bei der Deutschen Bahn, der betont, dieser Ausstand sei eine &ldquo;blanke Zumutung f&uuml;r unsere Fahrg&auml;ste&rdquo;.<br>\nIst er das? &ndash; Ich bin Fahrgast und wollte heute am sp&auml;ten Nachmittag los; ab 18 Uhr ginge es theoretisch wieder, aber so kurz nach dem Streik d&uuml;rfte es erfahrungsgem&auml;&szlig; noch chaotisch zugehen, also habe ich die Reise um einen Tag verschoben.<br>\nAuf Opferanw&auml;lte vom Bahn-Vorstand und der Bild verzichte ich gern &ndash; und auf Lokf&uuml;hrer mit Burnout-Symptomen erst recht. Im Kern geht es n&auml;mlich um Arbeitszeitverk&uuml;rzung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Lob-des-Streiks-Warum-Fahrgaeste-gut-ueberlegen-sollten-ob-sie-auf-die-GDL-schimpfen-9531123.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Corona-Ausschuss: Ehefrau von Olaf Scholz kann sich nicht erinnern<\/strong><br>\nEin Untersuchungsausschuss in Brandenburg will die Corona-Politik aufarbeiten. Doch Lothar Wieler und Britta Ernst haben Erinnerungsl&uuml;cken.<br>\n&Uuml;ber die Gattin des Bundeskanzlers ist wenig bekannt. Das liegt wom&ouml;glich daran, dass sie weniger Schlagzeilen-tr&auml;chtig daherkommt als so manche Frau vergleichsweise unbedeutenderer deutscher Politiker. [&hellip;]<br>\nDie einen streben nun mal einfach nicht ins Rampenlicht, die anderen sind so unauff&auml;llig, dass selbst wenn es Schlagzeilen um sie gibt, diese nie wirklich bundesweit Aufmerksamkeit erregen. Dass Britta Ernst im April 2023 &uuml;berraschend als Bildungsministerin Brandenburgs zur&uuml;ckgetreten ist, unter anderem weil in dem Bundesland bald 600 Lehrerstellen nicht besetzt werden k&ouml;nnen, war das niemandem eine &uuml;berregionale Titelseite wert. Viele wussten nicht einmal, dass sie vorher &uuml;berhaupt Bildungsministerin gewesen war. Und auch ihr j&uuml;ngster Auftritt im Potsdamer Landtag wurde medial kaum beachtet.<br>\nDabei hatte der es durchaus in sich, denn Britta Ernst konnte sich Mitte Oktober 2023 im Corona-Untersuchungsausschuss des brandenburgischen Landtages &ndash; ein bisschen wie ihr Ehemann etwa in der Cum-Ex-Aff&auml;re &ndash; an einiges nicht mehr so recht erinnern.<br>\nErnst war 2021, auf dem H&ouml;hepunkt der Corona-Krise, Pr&auml;sidentin der Kultusministerkonferenz gewesen und damit unter anderem auch zust&auml;ndig f&uuml;r die Schlie&szlig;ungen von Schulen. Daran wiederum k&ouml;nnen sich die meisten W&auml;hler wohl nicht erinnern; das Nicht-Erinnern beruht also auf Gegenseitigkeit. [&hellip;]<br>\nSei es drum: Die Unbekanntheit von Britta Ernst kann nicht dar&uuml;ber hinwegt&auml;uschen, dass sie sich vor dem Corona-Ausschuss des Brandenburger Landtages in Widerspr&uuml;che verstrickt haben soll. So berichtete zumindest der Nordkurier im Oktober ausf&uuml;hrlich zu der Causa: Britta Ernst, die zu ihrer Zeit stark f&uuml;r die Impfung gegen Corona geworben und vor allem die Impfung f&uuml;r Kinder vorangetrieben haben soll, wurde nun in Potsdam dazu befragt, ob sie das mit dem heutigen Kenntnisstand &uuml;ber das Risiko von Nebenwirkungen wieder tun w&uuml;rde. Ernst hatte etwa im November 2021 gesagt, dass eine hohe Impfquote &bdquo;f&uuml;r das Wohlergehen der Kinder entscheidend&ldquo; sei.<br>\nAuf die diesbez&uuml;gliche Befragung durch die brandenburgische CDU-Abgeordnete Saskia Ludwig habe Britta Ernst nun in Potsdam zun&auml;chst geantwortet, so der Nordkurier, dass f&uuml;r sie damals die Empfehlung der St&auml;ndigen Impfkommission entscheidend gewesen sei. [&hellip;]<br>\nDoch diese Aussagen passen nicht dazu, dass Britta Ernst 2021 gefordert hatte, Kinder und Jugendliche zu impfen, noch bevor die Stiko das empfohlen hat. Im Gegenteil: Ernst geh&ouml;rte sogar zu denjenigen, die die Stiko damals &ouml;ffentlich unter Druck gesetzt hatte, eine Impfempfehlung f&uuml;r gesunde Kinder und Jugendliche abzugeben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/gesundheit-oekologie\/corona-ausschuss-in-potsdamer-landtag-ehefrau-von-olaf-scholz-britta-ernst-kann-sich-nicht-erinnern-li.2159171\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die Sprache und die ewige Verblendung &ndash; durch die Sprache<\/strong><br>\nNicht alles, was geschrieben wird, ist auch leicht in eine andere Sprache zu &uuml;bersetzen. Das gilt sogar f&uuml;r die &Uuml;bersetzungen aus dem Englischen ins Deutsche. Der Globalbridge.ch-Kolumnist Patrick Lawrence versucht im Folgenden, auf den Missbrauch einzelner Begriffe vor allem auch in den Medien hinzuweisen, nicht zuletzt auch im Sinne von Propaganda. Gerade jetzt wird zum Beispiel das Wort &bdquo;V&ouml;lkermord&ldquo; von beiden Seiten verwendet, von der pro-israelischen als auch von der pro-pal&auml;stinensischen Seite. (Die englische Originalversion des Beitrags findet sich am Ende des Artikels.)<br>\nDas Repr&auml;sentantenhaus, die untere Kammer der US-Legislative, hat unter seinen 435 Mitgliedern auch eine pal&auml;stinensische Amerikanerin. Wie nicht anders zu erwarten, hat sich Rashida Tlaib im vergangenen Monat leidenschaftlich f&uuml;r einen Waffenstillstand im Gazastreifen, f&uuml;r Menschenrechte und humanit&auml;res Recht sowie f&uuml;r einen langfristigen Frieden zwischen dem israelischen Staat und dem pal&auml;stinensischen Volk eingesetzt. Am Dienstagnachmittag, dem 7. November, sprach sie im Plenarsaal des Parlaments &uuml;ber diese Dinge.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/die-sprache-und-die-ewige-verblendung-durch-die-sprache\/\">Globalbridge<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Rezension: Ein Roman &uuml;ber Arbeit und Gemeinwohl-&Ouml;konomie<\/strong><br>\nMit &bdquo;Mallingers Abschied oder Vom Sinn und vom Unsinn der Arbeit&ldquo; veranschaulicht der Autor Sven Hartberger &ouml;konomische Aspekte von Arbeit in Romanform. Ein Psychotherapeut als Ich-Erz&auml;hler reflektiert dabei verschiedene F&auml;lle aus seiner Praxis, die in unterschiedlicher Weise die psychischen Probleme von Klienten durch die neoliberale Ausrichtung der Arbeitswelt auf Gewinnmaximierung dokumentieren. Diese Fallerz&auml;hlungen regen zum kritischen Nachdenken an, und zwar auch &uuml;ber pers&ouml;nliche Narrative. Hier einige Anmerkungen aus &ouml;konomischer Sicht.<br>\nF&uuml;r die politisch-gesellschaftliche Auseinandersetzung zur immer dringlicher werdenden Frage nach generellen und umfassenden Arbeitszeitverk&uuml;rzungen kann f&uuml;r Interessierte die Verbindung von Belletristik und Fachliteratur, also mit den realen wirtschaftswissenschaftlichen Quellen zum Thema &bdquo;Arbeitszeit und Gemeinwohl&ldquo;, faszinierend sein. Hier gelingt es dem Autor, in der romanhaften Erz&auml;hlung &uuml;ber den Tod des &Ouml;konomen Dr. Mallinger die Modelle der konkurrierenden &Ouml;konomielehren (Keynesianismus, Neoklassik, Neoliberalismus) perfekt einzubinden. Dabei werden die Leser auch &uuml;ber die manipulative Verwendung von Zitaten bedeutender &Ouml;konomen aufgekl&auml;rt, z. B. die Metapher &uuml;ber die unsichtbare Hand von Adam Smith (Begr&uuml;nder der National-&Ouml;konomie). Smith verwendete die Metapher f&uuml;r mikro&ouml;konomische Gegebenheiten. Diese wird aktuell aber von nicht wenigen neoklassischen bzw. neoliberalen Wirtschaftswissenschaftlern als fast schon religi&ouml;s verbr&auml;mte Begr&uuml;ndung eines von staatlichen Eingriffen bzw. staatlicher Steuerung freien, sich selbst regulierenden Marktes auf makro&ouml;konomischer Ebene, zum Vorteil der obersten Gesellschaftsschichten missbraucht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2023\/11\/rezension-ein-roman-ueber-arbeit-und-gemeinwohl-oekonomie\/\">G&uuml;nter Grzega auf pressenza<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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