{"id":106873,"date":"2023-11-19T14:00:03","date_gmt":"2023-11-19T13:00:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106873"},"modified":"2023-11-19T03:29:17","modified_gmt":"2023-11-19T02:29:17","slug":"katastrophen-kapitalismus-filipino-style","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106873","title":{"rendered":"Katastrophen-Kapitalismus Filipino Style"},"content":{"rendered":"<p>Es war der weltweit heftigste jemals registrierte Wirbelsturm, der vor einem Jahrzehnt, am 8. November 2013, als Supertaifun <em>Haiyan<\/em> (lokaler Name: <em>Yolanda<\/em>) mit Windgeschwindigkeiten von 315 Kilometern pro Stunde auf die Visayas, die zentrale Inselgruppe der Philippinen, traf und eine etwa 600 Kilometer breite Schneise der Verw&uuml;stung hinterlie&szlig;. Laut Vereinten Nationen waren 16 Millionen Menschen betroffen. Etwa 6.400 Menschen kamen nach offiziellen Angaben ums Leben, 30.000 wurden verletzt, &uuml;ber 1,2 Millionen H&auml;user zerst&ouml;rt oder schwer besch&auml;digt. Die Zahl der Toten liegt nach Meinung von Experten indes weitaus h&ouml;her. Doch die Regierung in Manila h&ouml;rte Anfang 2014 einfach auf, weitere Opferzahlen bekannt zu geben. Ein R&uuml;ckblick von <strong>Rainer Werning<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_1938\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-106873-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/231117-Katastrophen-Kapitalismus-Filipino-Style-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/231117-Katastrophen-Kapitalismus-Filipino-Style-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/231117-Katastrophen-Kapitalismus-Filipino-Style-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/231117-Katastrophen-Kapitalismus-Filipino-Style-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=106873-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/231117-Katastrophen-Kapitalismus-Filipino-Style-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"231117-Katastrophen-Kapitalismus-Filipino-Style-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>&bdquo;Pr&auml;sidiales Abtauchen&ldquo;<\/strong><\/p><p>Eins musste man dem philippinischen Pr&auml;sidenten Benigno S. Aquino III. (Amtszeit von 2010 bis 2016 &ndash; er verstarb im Sommer 2021) lassen: Seit seinem Regierungsbeginn hatte er es verstanden, sich selbst zu inszenieren und stets vollmundige Versprechungen abzugeben. So war das auch, als Aquino am 7. November 2013, einen Tag vor &bdquo;Haiyan&ldquo;, seine Landsleute mit der Botschaft beruhigte, seine Regierung habe s&auml;mtliche Vorkehrungen getroffen, 30 Flugzeuge und Helikopter der Luftwaffe und 20 Schiffe der Marine bei Bedarf umgehend f&uuml;r Rettungs- und Nothilfema&szlig;nahmen zur Verf&uuml;gung zu stellen. Doch als der Taifun dann am 8. November mit voller Wucht zuerst die &ouml;stliche K&uuml;stenregion der Insel Samar traf und auf den Nachbarinseln Leyte, Bohol, Cebu, Negros und Panay ganze Landstriche zerst&ouml;rte, erwiesen sich alle hehren Versprechungen aus dem Pr&auml;sidentenpalast Malaca&ntilde;ang als Schall und Rauch.<\/p><p>Vor Ort berichtete der CNN-Korrespondent Andrew Stevens, eine Regierungspr&auml;senz sei nirgends zu erkennen. Sein Kollege Anderson Cooper und Kamerateams der Fernsehsender <em>BBC<\/em> und <em>Al Jazeera<\/em> sowie philippinische Medien berichteten &uuml;bereinstimmend, die Betroffenen seien allein auf sich gestellt. Dies ber&uuml;cksichtigte zu der Zeit nicht das Schicksal von Menschen in entlegenen Regionen, die tagelang g&auml;nzlich abgeschottet von der Au&szlig;enwelt ums schiere &Uuml;berleben k&auml;mpften. Auch noch f&uuml;nf Tage nach dem Taifun berichtete Cooper, nirgends sei zu erkennen, wer eigentlich wof&uuml;r verantwortlich sei. Was allein in Tacloban City, der Hauptstadt Leytes, geschehe, gleiche eher &bdquo;einer Zerst&ouml;rung als organisierter Wiederaufbauhilfe&ldquo;. Der BBC-Reporter Don Johnson konstatierte ern&uuml;chtert:<\/p><blockquote><p>\n<em>&bdquo;Es scheint keinerlei effektive Operation zu geben, Hilfe dorthin zu transportieren, wo sie am dringendsten ben&ouml;tigt wird.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Anstelle von Regierungspolitikern aus der Region oder aus Manila, vom Pr&auml;sidenten ganz zu schweigen, tauchten in den verw&uuml;steten Gebieten lediglich Uniformierte auf. Aus Washington kam das Signal, man werde in der Region kreuzende Schiffe der US-Navy in die Katastrophenregion abkommandieren. Schon bald tauchten sechs US-amerikanische Kriegsschiffe inklusive des Zerst&ouml;rers <em>USS George Washington<\/em> mit &uuml;ber 5.000 Mann an Bord im Katastrophengebiet auf, um dort bei Nothilfema&szlig;nahmen zu assistieren. Dabei wurden auch Fertiggerichte verteilt, die ebenfalls von der eigenen Besatzung verzehrt werden. Als die GIs wieder abzogen, wurde ein Gro&szlig;teil dieser Fertiggerichte der philippinischen Armee &uuml;berlassen. Wenig sp&auml;ter tauchten solche Rationen sogar in Manila auf, wo sie auf dem Schwarzmarkt h&ouml;chstbietend verh&ouml;kert wurden. Was in einigen philippinischen Medien als vorweihnachtlicher Gabentisch der einstigen Kolonialmacht gepriesen wurde, diente vorrangig dem Zweck, die bilaterale milit&auml;rische Zusammenarbeit neu zu gestalten.<\/p><p>Im Rahmen der auf die Regionen Asien und Pazifik fokussierten Milit&auml;rstrategie von US-Pr&auml;sident Barack Obama war vorgesehen, die Philippinen wieder dauerhaft als Ankerplatz und Operationsbasis zu nutzen. Anl&auml;sslich des Besuchs einer Delegation hochrangiger US-Kongressabgeordneter in Manila erkl&auml;rte der philippinische Au&szlig;enminister Albert del Rosario auf einer gemeinsamen Pressekonferenz am 25. November 2013, die Pr&auml;senz der US-Navy im von &bdquo;Haiyan&ldquo; betroffenen Gebiet habe gezeigt, dass &bdquo;ein Rahmenabkommen, welches den USA eine verst&auml;rkte Rotationspr&auml;senz erlaubt&ldquo;, notwendig sei. Regierungskritiker &auml;u&szlig;erten bereits die Bef&uuml;rchtung, dass dann auch Drohnen gegen &bdquo;Aufst&auml;ndische&ldquo; eingesetzt werden k&ouml;nnten.<\/p><p>Im fernen Manila erkl&auml;rten derweil Regierungssprecher, Polizei- und Armeeeinheiten seien &bdquo;zum Schutz vor Pl&uuml;nderern&ldquo; aufgeboten worden. Regionalkommandeure der <em>Philippinischen Streitkr&auml;fte (AFP)<\/em> lancierten die bewusste Falschmeldung, Guerilleros der <em>Neuen Volksarmee (NPA),<\/em> des bewaffneten Arms der <em>Kommunistischen Partei der Philippinen (CPP)<\/em>, h&auml;tten Rettungskonvois am Transport dringend ben&ouml;tigter Hilfsg&uuml;ter gehindert. Bewegend schlie&szlig;lich die von Helikoptern aufgenommenen Szenen, als sich ausgemergelte Menschen verzweifelt um abgeworfene Nahrungsmittelpakete rauften.<\/p><p>Sp&auml;testens diese Bilder veranlassten aufgebrachte Medienleute und Kommentatoren im Lande zu ersten geharnischten Kritiken. Vom &bdquo;Abtauchen des Pr&auml;sidenten&ldquo;, einem &bdquo;irrelevanten Pr&auml;sidenten&ldquo; und einem Pr&auml;sidenten, der &bdquo;nun endlich gehen muss&ldquo;, war die Rede. Amando Doronila, ein renommierter Kolumnist des auflagenstarken <em>Philippine Daily Inquirer, <\/em>sprach vom 8. November 2013 als dem Tag, &bdquo;an dem die Regierung verschwand&ldquo;. Rick B. Ramos von der <em>Manila Times <\/em>schrieb &uuml;ber den ersten Mann im Staate: &bdquo;Der Supertaifun offenbarte die Superinkompetenz von &sbquo;Pnoy&lsquo;&ldquo; &ndash; neben &bdquo;Noynoy&ldquo; der gebr&auml;uchliche Kosename des Pr&auml;sidenten. Die CPP forderte in einer Presseerkl&auml;rung vom 15. November, &bdquo;Aquino wegen krimineller Inkompetenz zu verklagen und Gerechtigkeit einzufordern&ldquo;.<\/p><p><strong>Politpossen und mediale Inszenierungen<\/strong><\/p><p>Wenngleich &bdquo;Haiyan&ldquo; zahlreiche St&auml;dte und Orte auf mehreren Inseln dem Erdboden gleichmachte, wurde Leytes Metropole Tacloban mit ihren etwa 250.000 Einwohnern &uuml;ber Nacht zum Inbegriff der Katastrophe. Nicht allein die Gr&ouml;&szlig;e, sondern auch und gerade die politische Besonderheit war daf&uuml;r ausschlaggebend. Anstatt politisch vereint und &uuml;ber kleinkarierte Parteigrenzen hinweg die von der Bev&ouml;lkerung sehnlichst herbeigew&uuml;nschte (Wieder-)Aufbauarbeit zielstrebig und wirksam anzugehen, musste die City als Kulisse herhalten, vor der sich Repr&auml;sentanten m&auml;chtiger Familienclans und politischer Dynastien pfauenhaft spreizten und sich gegenseitig Schwarze Peter zuschoben.<\/p><p>Seit Ende der 1940er-Jahre ist Tacloban City die politische Hochburg der Romualdezes, deren ber&uuml;hmteste Tochter zweifellos die einstige Sch&ouml;nheitsk&ouml;nigin der Stadt und Witwe des Diktators Ferdinand E. Marcos, Imelda Romualdez Marcos, ist. Taclobans B&uuml;rgermeister war zum Zeitpunkt der Katastrophe Alfred Romualdez, ein Neffe der noch immer umtriebigen Imelda, die zur selben Zeit als Kongressabgeordnete des zweiten Distrikts von Ilocos Norte fungierte, der Heimatprovinz ihres im Hawaiier Exil verstorbenen Gatten. Alfreds Ehefrau sa&szlig; im Stadtrat von Tacloban, w&auml;hrend ein anderer Familienspross, Ferdinand Martin Romualdez, Kongressabgeordneter des ersten Distrikts auf Leyte war.<\/p><p>Pr&auml;sident Aquino hingegen war der Sohn des einst gewichtigsten politischen Widersachers von Marcos, Benigno &bdquo;Ninoy&ldquo; Aquino II. Dieser war 1983 nach seiner R&uuml;ckkehr aus US-amerikanischem Exil auf dem Flughafen von Manila erschossen worden &ndash; auf Anweisung von Marcos-Schergen, wie seine bis heute gl&uuml;henden Bewunderer meinen. Romualdez&rsquo; Onkel Marcos soll demnach die Ermordung des Vaters von Aquino III. angeordnet haben. Die Feindschaft zwischen beiden Antagonisten beschrieb der britische <em>Guardian<\/em> als &bdquo;Shakespearehaft in Charakter und Ausma&szlig;&ldquo;.<\/p><p>Die Lokalregierung habe &ndash; ohne Alfred Romualdez namentlich zu nennen &ndash; als Krisenmanager versagt, erkl&auml;rte indes Pr&auml;sident Aquino am 12. November 2013 in einem Exklusivinterview mit <em>CNNs<\/em> internationaler Chefkorrespondentin Christiane Amanpour. Die Lokalregierung, f&uuml;gte der Pr&auml;sident hinzu, sei erstinstanzlich f&uuml;r den Zivilschutz und sofortiges Handeln verantwortlich gewesen &ndash; eine Meinung, die auch der Aquino-Intimus und Parteikollege in der Liberal Party, Innenminister Manuel Roxas II., seinerseits ein Enkel des ersten Pr&auml;sidenten der 1946 gegr&uuml;ndeten Republik der Philippinen, bei jeder sich bietenden Gelegenheit &ouml;ffentlich und offensiv vortrug. Eine Retourkutsche seitens des Romualdez-Lagers lie&szlig; nicht lange auf sich warten. Innenminister Roxas sei zum Zeitpunkt der Katastrophe in Tacloban gewesen und habe sich in Begleitung bulliger Bodyguards, vorbei an hilfeflehenden Hotelg&auml;sten, den Weg gebahnt und schnellstm&ouml;glich selbst in Sicherheit gebracht.<\/p><p>Hatten bereits am 11. November Regierungssprecher Edwin Lacierda und Gesundheitsminister Enrique Ona in Interviews mit Frau Amanpour behauptet, Herr der Lage zu sein und angemessen Hilfe geleistet zu haben, so bekr&auml;ftigte auch ihr Vorgesetzter Aquino einen Tag sp&auml;ter gegen&uuml;ber <em>CNN<\/em> diese Position. Man habe die Situation im Griff, und maximal m&uuml;sse, f&uuml;gte ein k&uuml;hl wirkender Pr&auml;sident hinzu, von 2.500 Todesopfern ausgegangen werden. S&auml;mtliche Regierungsstellen waren offensichtlich bem&uuml;ht, die Zahlen nach unten zu korrigieren, weil in- wie ausl&auml;ndische zivile Hilfsorganisationen mehrfach von m&ouml;glicherweise 10.000 Get&ouml;teten sprachen. Auf die Frage von Frau Amanpour, ob er seiner Verantwortung als oberster Repr&auml;sentant des Staates gerecht w&uuml;rde und sein Krisenmanagement m&ouml;glicherweise seine Amtszeit definiere, ging Aquino nicht ein. Stattdessen insistierte der Pr&auml;sident darauf, dass gem&auml;&szlig; &bdquo;unserem System&ldquo; (w&ouml;rtlich: &bdquo;under our system&ldquo;) zuerst die Lokalregierung als oberster Krisenmanager gefordert ist.<\/p><p><strong>Wiederaufbau! Wiederaufbau?<\/strong><\/p><p>Da hatte der Pr&auml;sident offensichtlich einiges &bdquo;&uuml;bersehen&ldquo;. Verantwortlich f&uuml;r den Katastrophen- und Zivilschutz war zuv&ouml;rderst der <em>Nationale Katastrophenrat (National Disaster Risk Reduction and Management Council, NDRRMC).<\/em> Seit Februar 2010 fungiert dieser als Nachfolger der bis dahin als Nationalrat zur Hilfskoordinierung bei Desastern bekannten Beh&ouml;rde und ist dem Verteidigungsminister unterstellt. Als Exekutivdirektor des NDRRMC hatte Aquino Anfang 2013 mit Eduardo del Rosario einen Generalmajor a. D. ernannt, der fortschrittliche und linke Kr&auml;fte im Lande noch immer schaudern l&auml;sst. F&uuml;r sie war der General, der unter anderem Befehlshaber der ber&uuml;chtigten 2. Infanteriedivision der philippinischen Armee war und sich gern als &bdquo;Aufstandsbek&auml;mpfungsexperte&ldquo; w&auml;hnte, schlichtweg ein &bdquo;berdugo&ldquo; &ndash; &bdquo;Schl&auml;chter&ldquo;. Kurz nach &bdquo;Haiyan&ldquo; hatte dieser Mann die Chuzpe, von einer &bdquo;geringf&uuml;gigen Zerst&ouml;rung&ldquo; (&bdquo;minor devastation&ldquo;) Taclobans und &bdquo;minimalen Opferzahlen&ldquo; zu sprechen.<\/p><p>Aber es sollte noch kn&uuml;ppeldicker kommen. Am Nikolaustag (6. Dezember) 2013 k&uuml;rte der Pr&auml;sident den 66-j&auml;hrigen Panfilo Lacson qua Pr&auml;sidialorder zu seinem Chefmanager bei der Rehabilitierung und dem Wiederaufbau der durch &bdquo;Haiyan&ldquo; zerst&ouml;rten Regionen. Seitdem hatte Lacson, von seinen Freunden kurz &bdquo;Ping&ldquo; genannt, einen neuen &ndash; diesmal h&ouml;chstverantwortlichen &ndash; Job. F&uuml;r die konservativen Kr&auml;fte in Gesellschaft und Politik war &bdquo;Ping&ldquo; ein ebenso verl&auml;sslicher wie knallharter Law-and-Order-Mann, der die Dinge schon richtete. F&uuml;r die fortschrittlichen und linken Kr&auml;fte im Lande war Lacson nachgerade ihr verk&ouml;rpertes Antiideal. Bereits w&auml;hrend der Marcos-Herrschaft (1965 bis 1986) diente der an der Philippinischen Milit&auml;rakademie in Baguio City ausgebildete Lacson im seinerzeit gef&uuml;rchteten <em>Metropolitan Command (Metrocom)<\/em> als Offizier mit dem Schwerpunkt nachrichtendienstliche Aufkl&auml;rung und Sicherheit. Zig Studenten, die damals auf die Barrikaden gegangen waren, wurden auf Anweisung ebendieses Offiziers festgenommen und weggesperrt. Weitere Stationen der Lacson-Karriere: Von 1999 bis 2001 war er Generaldirektor der Philippinischen Nationalpolizei, und seitdem sa&szlig; er bis Ende Juni 2013 im Senat.<\/p><p>Die philippinischen Medien bezeichneten Lacson aufgrund seines neuen Aufgabenbereichs kurz als &bdquo;Rehab Czar&ldquo;, als &bdquo;Zar des Wiederaufbaus&ldquo;. &bdquo;Zar&ldquo; Lacson genoss weitreichende Vollmachten. Als Hauptmanager und -koordinator der Katastrophenhilfe konnte er, gest&uuml;tzt auf die jederzeit abrufbare Hilfe von ihm eingesetzter Experten und s&auml;mtlicher Regierungsbeh&ouml;rden, dar&uuml;ber verf&uuml;gen, welche Mittel in welcher H&ouml;he f&uuml;r welche Zwecke priorit&auml;r verwandt wurden. Das bot einen idealen N&auml;hrboden f&uuml;r Nepotismus und Korruption, zwei Haupt&uuml;bel in der philippinischen Politik.<\/p><p>Tats&auml;chlich verging nicht einmal ein Monat, als sich erste Kritiker zu Wort meldeten. Architekten aus dem In- und Ausland bem&auml;ngelten die minderwertige Qualit&auml;t und &uuml;berteuerten Notunterk&uuml;nfte beziehungsweise Schlafbaracken. Sie seien vielfach schlicht menschenunw&uuml;rdig. Durchschnittlich waren 8,64 Quadratmeter f&uuml;r eine Einheit vorgesehen, wo mindestens f&uuml;nf &ndash; mitunter auch mehr &ndash; Personen &bdquo;leben&ldquo; sollten. Sanit&auml;re Anlagen waren gar nicht oder ebenfalls in minderer Qualit&auml;t vorhanden. Viele Menschen zeigten sich au&szlig;erdem ver&auml;rgert dar&uuml;ber, dass die Beh&ouml;rden bereits eine Art Baustopp verh&auml;ngten. Mindestens 40 Meter von den K&uuml;stenufern entfernt durften Menschen provisorische Unterk&uuml;nfte selbst errichten. Am h&auml;rtesten traf diese Regelung die &Auml;rmsten der Armen und Fischerleute.<\/p><blockquote><p>\n<em>&bdquo;Das Leben ist f&uuml;r die &Uuml;berlebenden noch schlimmer geworden&ldquo;, <\/em>zitierte das philippinische Online-Magazin <em>Bulatlat<\/em> Joel Aba&ntilde;o von der <em>Kalipunan ng Damayang Mahihirap (Vereinigung der Armen in Solidarit&auml;t), &bdquo;weil die Regierung noch immer zu langsam handelte, um dringend ben&ouml;tigte Hilfsg&uuml;ter f&uuml;rs schiere &Uuml;berleben bereitzustellen. Alle waren sie hier in Tacloban City: Neben Pr&auml;sident Aquino lie&szlig;en sich auch mehrere Minister seines Kabinetts blicken. Doch das Ergebnis: reine Show. Allesamt setzten sie sich in Szene. 2016 stehen Wahlen an, und da passte es ihnen gut ins Konzept, schon mal Vorwahlkampf auf Kosten von Katastrophenopfern zu betreiben.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Mitglieder von <em>Pamalakaya<\/em>, einem Zusammenschluss sozialpolitisch engagierter Fischerleute, sahen das genauso wie Aba&ntilde;o. Sie hatten wiederholt gegen diese Verbotspolitik demonstriert. In den vom Taifun zerst&ouml;rten Gebieten Leytes plante die Regierung den Aufbau mehrerer Werkst&auml;tten sowie einer Sonderwirtschaftszone &ndash; mit dem Resultat, dass zumindest in Tacloban mittlerweile Finanz-, Bank- und Investmentgesch&auml;fte get&auml;tigt werden und agroindustrielle Betriebe, Touristenressorts und Einkaufszentren ihre Pforten &ouml;ffneten. Die meisten &Uuml;berlebenden &bdquo;Haiyans&ldquo; mussten sich mit d&uuml;rftigen Unterk&uuml;nften begn&uuml;gen, die 15 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt lagen. Zahlreiche dieser Behausungen rotteten vor sich hin, weil viele Betroffene um des schieren &Uuml;berlebens willen eine Bleibe nahe dem Stadtkern oder in K&uuml;stenn&auml;he vorzogen.<\/p><p><strong>&bdquo;Aufbegehren des Volkes&ldquo;<\/strong><\/p><p>Seit Ende Januar 2014 kam es in und um Tacloban City wiederholt zu Demonstrationen gegen die staatlichen Beh&ouml;rden. Gefordert wurden ausreichende Nahrungsmittel, menschenw&uuml;rdige Unterk&uuml;nfte und medizinische Versorgung. Allein am 25. Januar waren &uuml;ber 13.000 wutentbrannte Menschen aus Leyte und Samar in Tacloban auf die Stra&szlig;e gegangen, um lautstark ihren Unmut hinauszuschreien. Diesmal waren es keine politisierten oder linken Kr&auml;fte, die dazu aufgerufen hatten, sondern Menschen, die sich spontan der Kundgebung einer religi&ouml;sen Bewegung namens <em>&bdquo;People Surge&ldquo; (&bdquo;Aufbegehren des Volkes&ldquo;) <\/em>angeschlossen hatten. Deren Sprecherin, Schwester Edita Eslopor, begr&uuml;ndete den ungewohnten Protestzug mit bitteren Worten:<\/p><blockquote><p>\n<em>&bdquo;Dieser massive Umzug unterstreicht die tiefe Unzufriedenheit der Menschen &uuml;ber die kriminelle Vernachl&auml;ssigung und das kl&auml;gliche Unverm&ouml;gen von Mister Aquino, sich angemessen um das Wohl der Bev&ouml;lkerung zu k&uuml;mmern.&ldquo;<\/em><\/p>\n<p><em>&bdquo;Diese Demonstration ist lediglich der Auftakt weiterer Protestm&auml;rsche in anderen St&auml;dten des Landes. Nur so k&ouml;nnen die Menschen ihre Wut und Verbitterung &uuml;ber die Regierung zum Ausdruck bringen&ldquo;, <\/em>erg&auml;nzte Dr. Efleda Bautista, die Vorsitzende von &bdquo;People Surge&ldquo;.\n<\/p><\/blockquote><p>Im <em>Philippine Daily Inquirer<\/em> schrieb der Kolumnist Amando Doronila:<\/p><blockquote><p>\n<em>&bdquo;Pr&auml;sident Aquino muss Acht geben, dass das Aufbegehren in Tacloban nicht in Metro Manila Feuer f&auml;ngt. Es entspr&auml;che gr&ouml;&szlig;ter Ironie, wenn ausgerechnet Mr. Aquino, ein Nutznie&szlig;er von Edsa 1 (dem Volksaufstand vom 22. bis 25. Februar 1986 auf Manilas Ringstra&szlig;e Epifanio de los Santos, der Marcos ins Hawaiier Exil trieb &ndash; R.W.), das Opfer einer anschwellenden Protestaktion w&uuml;rde, die diesmal nicht von den Mittelschichten ausginge, sondern sich aus der geballten Wut der Armen speiste.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p><strong>&bdquo;Counterinsurgency&ldquo; (&bdquo;Aufruhrbek&auml;mpfung&ldquo;) &amp; Hilfe im Stechschritt<\/strong><\/p><p>Schon bei der Ernennung Lacsons hatte die im Untergrund agierende CPP, deren Neue Volksarmee seit dem Fr&uuml;hjahr 1969 einen Guerillakampf gegen die Regierungstruppen f&uuml;hrt, Breitseiten gegen &bdquo;Aquinos wachsenden Militarismus&ldquo; abgefeuert. In einer Erkl&auml;rung der CPP vom 5. Dezember 2013 hie&szlig; es:<\/p><blockquote><p>\n<em>&bdquo;Durch die Ernennung Lacsons und die ihm erteilte Vollmacht &uuml;ber die Verwendung von Sonderfonds in H&ouml;he von umgerechnet insgesamt 913 Millionen US-Dollar verfolgt das herrschende Aquino-Regime das Ziel, die Anstrengungen des Wiederaufbaus den Interessen der m&auml;chtigen &ndash; insbesondere chinesischst&auml;mmigen &ndash; Kompradorenbourgeoisie unterzuordnen, zu der Lacson seit Langem enge Beziehungen unterh&auml;lt.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Und weiter:<\/p><blockquote><p>\n<em>&bdquo;Die Ernennung Lacsons offenbart zugleich Aquinos militaristische Gesinnung, in den j&uuml;ngst vom Supertaifun verw&uuml;steten Gebieten den Widerstand der dortigen Bev&ouml;lkerung zu unterdr&uuml;cken. Dies geschieht im Rahmen von &sbquo;Oplan Bayanihan&lsquo; (des zu der Zeit g&uuml;ltigen &sbquo;Operationsplans Nachbarschaftshilfe&lsquo; im Rahmen der gegen die radikale Linke entfesselten &sbquo;Aufstandsbek&auml;mpfung&lsquo; &ndash; R.W.) und in der gleichen Weise wie vor genau einem Jahr, als w&auml;hrend des damaligen Supertaifuns &sbquo;Pablo&lsquo; (internationaler Name: &sbquo;Bopha&lsquo;, siehe den unten folgenden Exkurs &ndash; R.W.) die Menschen aus Wut gegen das Aquino-Regime protestierten, weil dieses auf kriminelle Weise den Betroffenen angemessene Hilfen verweigerte.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Lacson pr&auml;sentierte zehn Monate nach dem Taifun einen Masterplan. Das schlie&szlig;lich unter seiner &Auml;gide initiierte Projekt erhielt den wohlklingenden Namen <em>&bdquo;Reconstruction Assistance for Yolanda&ldquo;,<\/em> kurz RAY (wie das englische Wort f&uuml;r &bdquo;Strahl&ldquo;) getauft, konzentrierte sich priorit&auml;r auf die Wiederherstellung der Infrastruktur. W&auml;hrend der gesamten Projektphase und auch in der Zeit danach blieben jedoch die wesentlichen Belange von <em>&bdquo;People Surge&ldquo; <\/em>und anderen sozialengagierten NGO vor Ort unber&uuml;cksichtigt: Es mangelte an Transparenz, was vor allem den Verbleib ausl&auml;ndischer Hilfsleistungen betraf; Sachleistungen wie der H&auml;userbau erfolgten meist in minderwertiger Ausf&uuml;hrung, was Korruption ins Kraut schie&szlig;en lie&szlig;, und letztlich blieb die Einbeziehung der betroffenen Bev&ouml;lkerung in f&uuml;r sie &uuml;berlebenswichtige Belange nur ein Lippenbekenntnis. Bis heute (!) werden Aktivisten verfolgt und hinter Gitter gesperrt, die das &bdquo;Krisenmanagement&ldquo; beziehungsweise das Fehlen eines solchen in Katastrophenf&auml;llen &ouml;ffentlich kritisieren.<\/p><p><strong>Exkurs: Aus der Geschichte nichts gelernt<\/strong><\/p><p>Insgesamt waren laut der Vereinten Nationen und der Europ&auml;ischen Kommission 16 Millionen Menschen, etwa ein Sechstel der damaligen Bev&ouml;lkerung der Philippinen, auf unterschiedliche Weise durch &bdquo;Haiyan&ldquo; in Mitleidenschaft gezogen worden. 16 Millionen Menschen: Das entspricht der Gesamtbev&ouml;lkerung Berlins, Roms, Br&uuml;ssels, Warschaus, Budapests, Paris, Madrids, Prags und Amsterdams. 791 Millionen US-Dollar hatte allein die UNO an Wiederaufbauhilfe zugesagt. Bis Anfang Februar 2014 war davon gerade mal knapp ein Drittel geflossen. Korruption und unterschiedliche Auffassungen in Manila, New York und Br&uuml;ssel &uuml;ber die Verwendung von Geldern waren einerseits daf&uuml;r verantwortlich. Andererseits betonte Steven Rood, Repr&auml;sentant der <em>Asia Foundation<\/em> in Manila,<\/p><blockquote><p>\n<em>&bdquo;bestehen gro&szlig;es Unbehagen und reichlich Zynismus unter philippinischen Communities im Ausland. Die Leute glauben lieber an eigene soziale Netzwerke als an Geldspenden. Spenden werden in ihrer Sicht veruntreut oder gleich gestohlen.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Das war in der Vergangenheit ebenso kalkulierbar wie die etwa 20 Taifune, die j&auml;hrlich im s&uuml;dostasiatischen Inselstaat Not und Leid s&auml;en. Besonders schlimm war es in den beiden Vorjahren. 2011 und 2012 forderten jeweils im Dezember die Taifune &bdquo;Washi&ldquo; (lokaler Name &bdquo;Sendong&ldquo;) und &bdquo;Bopha&ldquo; (lokal &bdquo;Pablo&ldquo; genannt) auf der s&uuml;dlichen Hauptinsel Mindanao etwa 2.500 Todesopfer. Dabei galt diese Region eigentlich als Taifun gesch&uuml;tzt. Die Zahl der Vermissten wurde auf &uuml;ber 840 gesch&auml;tzt. &bdquo;Bopha&ldquo; war der im Jahre 2012 weltweit verheerendste Wirbelsturm. Dieser als Kategorie 5 (die h&ouml;chste Stufe) klassifizierte Sturm war weitaus heftiger als Hurrikan &bdquo;Katrina&ldquo; Ende August 2005 (Kategorie 3) und Hurrikan &bdquo;Sandy&ldquo; (Ende Oktober 2012 &ndash; Kategorie 2), die &uuml;ber mehrere karibische Inseln hinwegfegten und auch Teile der USA verw&uuml;steten.<\/p><p>&bdquo;Bopha&ldquo; zog mehr als 6,2 Millionen Menschen in Mitleidenschaft, und durch ihn verloren &uuml;ber 850.000 Personen ihr Dach &uuml;ber dem Kopf. Bis heute sind die damals verw&uuml;steten Kokosnussplantagen noch immer nicht vollst&auml;ndig wiederaufgebaut worden. Nicht nur Bauern verloren ihre Existenzgrundlage, sondern auch &uuml;ber eine Million Arbeiter. &Uuml;ber 10.000 Menschen mussten lange Zeit in Notunterk&uuml;nften ausharren &ndash; und wurden drangsaliert, wenn sie verzweifelt Hilfe bei den staatlichen Beh&ouml;rden anmahnten!<\/p><p>Taifun &bdquo;Rai&ldquo;, vor Ort bekannt als &bdquo;Odette&ldquo;, traf die Philippinen am 16. Dezember 2021 und fegte durch elf der 17 Provinzen, darunter einige der &auml;rmsten Teile des Landes. Der Sturm brachte sintflutartige Regenf&auml;lle, heftige Winde, &Uuml;berschwemmungen und Sturmfluten mit sich. Insgesamt waren ann&auml;hernd zehn Millionen Menschen von den Sch&auml;den betroffen.<\/p><p>Taifun &bdquo;Rai&ldquo; war der letzte &ndash; und der bei weitem st&auml;rkste &ndash; von insgesamt 15 Taifunen, die die Philippinen im Jahr 2021 heimsuchten. Wissenschaftler warnen seit Langem davor, dass die durch die von Menschen verursachte Klimakrise steigenden globalen Temperaturen dazu f&uuml;hren, dass Taifune immer intensiver und h&auml;ufiger werden.<\/p><p><strong>Milit&auml;rischer Widerstand mit Tradition<\/strong><\/p><p>Der 2010 im AFP-Hauptquartier ausgearbeitete &bdquo;Oplan Bayanihan&ldquo;, der Anfang 2011 in Kraft trat, sah explizit vor, kombinierte zivile und milit&auml;rische Komponenten miteinander zu vereinen, um in bestimmten &bdquo;Rebellengebieten&ldquo; schrittweise Fu&szlig; zu fassen. Das Ziel, wie schon in &auml;hnlichen fr&uuml;heren Pl&auml;nen, war es, dauerhaft &bdquo;Hirne und Herzen&ldquo; der betroffenen Bev&ouml;lkerung zu gewinnen. Ortschaften, die sich dem Einsickern von AFP-Truppen verweigerten, galten als suspekt und wurden als &bdquo;Horte des Terrorismus&ldquo; ins Visier genommen. Pikanterweise waren es die von &bdquo;Haiyan&ldquo; besonders hart getroffenen und von grassierender Armut gezeichneten Inseln Samar, Leyte, Negros und Panay, die zu den Hauptzielgebieten von &bdquo;Oplan Bayanihan&ldquo; z&auml;hlten.<\/p><p>Vor allem Samar kann auf eine lange Tradition von milit&auml;rischem Widerstand und zivilem Protest zur&uuml;ckblicken. Es war der US-General Jacob Hurd Smith, der auf dem H&ouml;hepunkt des Amerikanisch-Philippinischen Krieges 1901 seinem untergebenen Kommandeur, Major Littleton Waller, den Befehl erteilt hatte, die &bdquo;von Rebellen verseuchte Insel&ldquo; zu &bdquo;befrieden&ldquo; und Samar in &bdquo;eine heulende Wildnis zu verwandeln&ldquo;.<\/p><p><em><strong>Der Autor weilte u.a. zur Jahreswende 2013\/14 im Rahmen eines Rechercheaufenthalts in den von &bdquo;Haiyan&ldquo; verw&uuml;steten Gebieten im &ouml;stlichen und zentralen Teil der Philippinen.<\/strong><\/em><\/p><p>Titelbild: ymphotos\/shutterstock.com<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es war der weltweit heftigste jemals registrierte Wirbelsturm, der vor einem Jahrzehnt, am 8. November 2013, als Supertaifun <em>Haiyan<\/em> (lokaler Name: <em>Yolanda<\/em>) mit Windgeschwindigkeiten von 315 Kilometern pro Stunde auf die Visayas, die zentrale Inselgruppe der Philippinen, traf und eine etwa 600 Kilometer breite Schneise der Verw&uuml;stung hinterlie&szlig;. Laut Vereinten Nationen waren 16 Millionen Menschen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106873\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":106874,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,20,127],"tags":[282,2222,3103,893,979,1971,2474],"class_list":["post-106873","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-landerberichte","category-lobbyismus-und-politische-korruption","tag-buergerproteste","tag-humanitaere-hilfe","tag-katastrophenhilfe","tag-militarisierung","tag-naturkatastrophe","tag-philippinen","tag-wiederaufbau"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Shutterstock_598595144.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/106873","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=106873"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/106873\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":106970,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/106873\/revisions\/106970"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/106874"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=106873"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=106873"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=106873"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}