{"id":106888,"date":"2023-11-20T09:00:34","date_gmt":"2023-11-20T08:00:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106888"},"modified":"2023-11-20T16:02:27","modified_gmt":"2023-11-20T15:02:27","slug":"an-der-schwelle-zum-post-werte-westen-zeitalter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106888","title":{"rendered":"An der Schwelle zum \u201ePost-Werte-Westen-Zeitalter\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Jahrhunderte konnte der zivilisierte Westen sich ausgiebig als Alleinunterhalter auf der Weltb&uuml;hne austoben und das Weltgeschehen nach seinem selbstverfassten Theaterst&uuml;ck mit einem blutig-blumigen B&uuml;hnenbild gestalten. Dabei gelang es diesem fantasievollen Selbstdarsteller in seinem Schaffensrausch, die Vielfalt von humanistischen Ans&auml;tzen in den abendl&auml;ndischen Werten auf seine simple Welteroberungsideologie zu reduzieren. Das aufgeschlossene Heimpublikum, vor allem auf den teuren Sitzpl&auml;tzen, war seit Anbeginn von der Werte festlegenden Gesinnung seines Idols angetan und lernte sich schnell als einen au&szlig;erordentlichen Menschenschlag zu sch&auml;tzen. Und wie gerufen f&uuml;hlte man sich berufen, bei der Vollendung des &bdquo;Werte-Westen-Zeitalters&ldquo; mitzuwirken. Von <strong>Pentti Turpeinen<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_1741\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-106888-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/231120-Post-Werte-Westen-Zeitalter-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/231120-Post-Werte-Westen-Zeitalter-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/231120-Post-Werte-Westen-Zeitalter-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/231120-Post-Werte-Westen-Zeitalter-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=106888-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/231120-Post-Werte-Westen-Zeitalter-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"231120-Post-Werte-Westen-Zeitalter-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Von der Professionalit&auml;t der eigenen Darbietung begeistert, war man grade voller Zuversicht dabei, die V&ouml;lker der Erde &uuml;ber die Alternativlosigkeit einer regelbestimmenden Weltordnung zu &uuml;berzeugen. Aber irgendwas hat sich in dem globalen wirtschaftspolitischen Zusammenspiel ge&auml;ndert. Sogar im Westen gelegentlich h&ouml;rbar, macht ein neuer Akteur auf der Weltb&uuml;hne seit einigen Jahren immer lauter von sich reden und wirbt nun im Namen der Mehrheit der Erdenv&ouml;lker f&uuml;r einen neuen Spielplan mit dem St&uuml;ck &bdquo;Post-Werte-Westen-Zeitalter&ldquo;.<\/p><p>Damit meint der Darsteller des Globalen S&uuml;dens keine sozialistisch-kommunistische Weltrevolution, sondern eine Verwandlung des liberal-imperialistischen business as usual und der dazugeh&ouml;rigen milit&auml;rischen Oberaufsicht und F&uuml;rsorge des Westens in einen Win-win-Kapitalismus der souver&auml;nen Staaten.<\/p><p>Sich seiner Rolle als bewunderter Weltstar voll bewusst, l&auml;sst der abgekl&auml;rte Westen sich von dem P&ouml;bel auf den billigen Pl&auml;tzen des Welttheaters nicht aus dem Konzept bringen, bleibt cool und wei&szlig; mit all seiner Erfahrung vor allem das wertetreue Heimpublikum &uuml;ber die Hinterh&auml;ltigkeit dieser multipolaren Verschw&ouml;rungstheorie aufzukl&auml;ren.<\/p><p>Ja, als eine wehrhafte und qualifizierte Minderheit unter den Erdenv&ouml;lkern hat doch die abendl&auml;ndische Zivilisation in ihrer langen Geschichte glaubhaft bewiesen, nicht nur Herr der Lage, sondern der &bdquo;Beloved Master of the World&ldquo; zu sein. Mit ihrem unwiderstehlichen Durchsetzungsverm&ouml;gen heben sich auf der Weltb&uuml;hne-West die US-Amerikaner f&uuml;r die anderen Mitspieler als ein begeisterndes Vorbild hervor. The American Way of Life l&auml;sst sich eben nicht beirren, kennt nur &uuml;berzeugende Wahrheiten des eigenen Weltbildes. Und die westlichen Partner bem&uuml;hen sich sehr, ihrem Titan nachzuahmen. In der aktuellen Krisenzeit wirken sie dabei sehr glaubhaft.<\/p><p>Was sollen also die statistischen Zahlen und Prognosen &uuml;ber die wachsende wirtschaftspolitische Macht des Globalen S&uuml;dens, sei es als BRICS, Asean, Shanghaier Organisation f&uuml;r Zusammenarbeit, Boao Forum f&uuml;r Asia, G77+China, Belt and Road Initiative, EAWU, CICA, GUS, Afrikanische Union, Organisation f&uuml;r Islamische Zusammenarbeit, CELAC oder auch in der UNO usw.<\/p><p>Unsere bestens informierenden medialen Kreise gehen davon aus, dass es nur im Westen was Neues gibt, sind noch nicht darauf gekommen, dass seit Jahrzehnten in den fernen Schwellenl&auml;ndern intensive wirtschaftspolitische Zusammenarbeit praktiziert wird, und dies mit weitreichenden Folgen auch f&uuml;r unsere wertebestimmende Weltgestaltung.<\/p><p>Mit dem Inbegriff der westlichen Werte, mit dem Kapitalismus, war es dem Westen gelungen, den regelbasierten Unternehmergeist rund um den Globus in Gang zu setzen; nach eigenem Verst&auml;ndnis zum Wohle aller, versteht sich. Auch die gegenw&auml;rtige weltweite wirtschaftspolitische Entwicklung will der Westen weiterhin als Unterst&uuml;tzung f&uuml;r seine Agenda erkennen. Es sind ja nur China und Russland, die &Auml;rger machen.<\/p><p>Da der Westen sein Heimpublikum mit dem Weltpublikum gleichzusetzen pflegt, f&uuml;hlt er sich als unumstrittener &bdquo;Global Player&ldquo; best&auml;tigt. Dementsprechend interessiert er sich auf der Weltb&uuml;hne-West nur f&uuml;r die eigenen Monologe. Dialoge mit anderen Kulturen waren in dem Theaterst&uuml;ck des Westens sowieso nie vorgeschrieben. Diplomatie entwickelte sich in eine &Uuml;berzeugungskunst von einer vermeintlich allen n&uuml;tzlichen Akzeptanz der westlichen Interessen. Und diese &bdquo;Depp-lomatie&ldquo; hat sich als eine hervorragende Methode best&auml;tigt, um die internationalen Krisenherde hei&szlig; zu halten. Dabei ergibt sich vor allem f&uuml;r die USA immer wieder ein willkommener Anlass, sich als Retter in Not zu profilieren; wenigstens in den Augen der eigenen Anh&auml;nger.<\/p><p>Obwohl Rivalen, Konkurrenten und Erzfeinde, hatten sich die abendl&auml;ndischen M&auml;chte im Laufe der Jahrhunderte bei ihrer gemeinsamen Welteroberung in einem einheitlichen Weltbild vereint: Wir weisen Wei&szlig;en sind die pr&auml;destinierten Herrscher der Welt! Der kreative, zivilisierte Herrschergeist lie&szlig; daraus das Ideal eines dynamischen, Werte verbreitenden Welteroberers entstehen. Damit wurden sowohl die Weltb&uuml;hne als auch ihr Hauptdarsteller als abendl&auml;ndisches Kulturgut erschaffen. Und die Kreativit&auml;t der westlichen Kultur-Ideologie wurde erfolgreich auf das Verewigen des Westens als alleiniger Superstar des Weltgeschehens gelenkt. Seitdem hei&szlig;t es, frei nach einem Gospel: &bdquo;He&rsquo;s got the whole world in his hands.&ldquo;<\/p><p>Noch heute &uuml;berwiegt der Stolz in der R&uuml;ckschau auf die vergangenen Jahrhunderte der zivilisierten Weltbeherrschung. Ja, es wurden in allen Ecken der Erde zum eigenen Bedarf brauchbare Ressourcen entdeckt, viele erfolgreiche Kriege gef&uuml;hrt und der eigene Reichtum auf Kosten der fremden V&ouml;lker nachhaltig erg&auml;nzt. Wie es in einem Oldie hei&szlig;t: &bdquo;Those were the days, my friend, we thought they&rsquo;d never end&ldquo;.<\/p><p>Dass einige ehemalige Kolonialm&auml;chte sich grade jetzt einf&uuml;hlsam f&uuml;r ihre Gr&auml;ueltaten von damals entschuldigen &ndash; wohlgemerkt bittet man dabei gerne um Verzeihung f&uuml;r einzelne Untaten, aber nicht f&uuml;r die kolonialistische Hegemonie als solche &ndash;, wirkt angesichts der zunehmenden wirtschaftspolitischen Kraft des Globalen S&uuml;dens nachvollziehbar. Man braucht Gesch&auml;ftspartner.<\/p><p>Mit der Weisheit der wei&szlig;en Herrenmenschen hat man zuerst mit physischer Gewalt Respekt f&uuml;r die abendl&auml;ndischen Kulturen erschaffen, um dann die unterentwickelten Armen mit leicht verst&auml;ndlicher Bildung in unsere Zivilisation einzugliedern. Man hatte ja fr&uuml;h erkannt, dass wir den V&ouml;lkern der Welt allseitig hoch &uuml;berlegen sind und von deren Kulturen nichts lernen k&ouml;nnen; na gut, ein paar alte Weisheiten fanden schon immer unter einigen Sonderlingen gro&szlig;es Interesse.<\/p><p>In der Tradition des europ&auml;ischen Nation Building war es nat&uuml;rlich damals sinnvoll, auch die W&uuml;sten- und Dschungelst&auml;mme in eigene Staatsgebilde zusammenzuf&uuml;gen. Mit ein paar graden Linien auf der Weltkarte war das im Nu erledigt. Diese neuen stolzen Nationen konnten dann mit den Werten und Idealen ihrer europ&auml;ischen Herren und Wohlt&auml;ter in die zivilisierten Weltreiche integriert werden. Die Aneignung der Sprache der jeweiligen Kolonialm&auml;chte hat diesen Prozess sehr beschleunigt. Auch die Kunst der kapitalistischen Gesch&auml;ftst&uuml;chtigkeit und das Beleben der lokalen Binnenm&auml;rkte wurde in dem Bildungsauftrag der Abendl&auml;nder sehr ernst genommen.<\/p><p>Um als Weltherrscher zu bestehen, war der Westen bestrebt, seine Werte und Ideale zum Weltstandard zu erheben. Mit dem Kapitalismus ist es ihm am besten gelungen. Bei den anderen Werten, wie z.B. der Menschenw&uuml;rde, gibt es immer noch Uneinigkeit dar&uuml;ber, ob zweierlei Ma&szlig;, wie vom Westen gerne praktiziert, eine internationale Akzeptanz finden sollte. Auf jedem Fall gilt es als eine humanistische Errungenschaft, wie der Westen nach all den brutalen Anfangsschwierigkeiten das Gebot &bdquo;Unser Wille geschehe, damit es euch besser gehe&ldquo; in einen zivilisierten Kapitalismus verwandeln konnte.<\/p><p>Und jetzt, nachdem die L&auml;nder des Globalen S&uuml;dens das kapitalistische Wirtschaften gelernt haben und ihre Volkswirtschaften in unterschiedlichste Institutionen vereinen, mit ihrer wirtschaftspolitischen St&auml;rke ihr kulturelles Selbstbewusstsein entdecken und die eigenen Interessen durchzusetzen lernen, sich dabei sogar gegen westliche Korruption wehren und nicht mehr nur als Standort f&uuml;r billige Arbeitskr&auml;fte und als Rohstofflieferanten dem allgemeinen Wohlstand des Finanzkapitals dienen wollen, ger&auml;t das &bdquo;Werte-Westen-Zeitalter&ldquo; ins Wanken.<\/p><p>Mangels Einsicht in die Bedingtheit des eigenen Erkennens und Handelns will der Westen den globalen wirtschaftspolitischen Verwandlungsprozess nicht wahrhaben. In der Tradition der abendl&auml;ndischen Selbstt&auml;uschung erlebt die westliche Wertegemeinschaft sich als eine eigenst&auml;ndige, selbstgen&uuml;gsame Macht und tr&auml;umt weiterhin von einer werteorientierten Menschheit auf ihrer &bdquo;Insel der Seligen&ldquo;.<\/p><p>Dementsprechend sieht man in der medialen &Ouml;ffentlichkeit wenig Bedarf, &uuml;ber die Verwandlungen der globalen Kr&auml;fteverh&auml;ltnisse zu forschen, geschweige denn dar&uuml;ber &ouml;ffentlich zu diskutieren. Vor allem gibt es kaum Untersuchungen, in denen ein herrschaftsfreier Diskurs &uuml;ber die globalen wirtschaftlichen und kulturellen Verwandlungen jenseits des westlichen Standpunktes angeregt w&uuml;rde. &bdquo;Die Emanzipation des S&uuml;dens&ldquo; von J&ouml;rg Goldberg, 2015 erschienen, ist eine erfrischende Ausnahme.<\/p><p>Es galt mal als ein demokratisches Ideal, dass die Bev&ouml;lkerungen, um bei der L&ouml;sung der gesellschaftlichen Probleme sinnvoll mitwirken zu k&ouml;nnen, in der Lage sein m&uuml;ssen, sich &uuml;ber ihre Lebenswirklichkeit in aller Komplexit&auml;t zu informieren. In der heutigen globalen Welt bedeutet dies, dass die mediale &Ouml;ffentlichkeit samt ihren Forschern und Literaten und K&uuml;nstlern selbstkritisch ihre einstudierte westliche Perspektive &uuml;berwindet und uns auf die Suche nach einem zeitgem&auml;&szlig;en globalen Erkennen und Handeln schickt.<\/p><p>Dass die Bev&ouml;lkerungen sich umfassend informieren und direkt an der Gestaltung ihrer Lebensverh&auml;ltnisse beteiligen, ist als eine Schnapsidee aus der kreativen Geburtsstunde der Demokratie in Erinnerung geblieben, leider. Man hat gelernt, eine &bdquo;Auseinandersetzungen verkneifende demokratische Praxis&ldquo; zu bevorzugen: Das Wahlvolk braucht doch die sozio&ouml;konomischen Zusammenh&auml;nge seiner Lebenswirklichkeit nicht zu kennen, und die Politik soll sich m&ouml;glichst behutsam in zeitraubende Diskussionen mit den ahnungslosen B&uuml;rgern einlassen!<\/p><p>Das Versprechen der medialen Polit-&Ouml;ffentlichkeit, dass wir uns nie mehr &uuml;ber die Spielregeln der eigenen gesamtgesellschaftlichen Dynamik streiten m&uuml;ssen, kommt gut an, klingt in manchen Ohren paradiesisch. Das Umwerten der Werte in eine Kreativit&auml;t der weltweiten kulturellen Vielfalt bleibt tabu, die lokalpatriotische Einheitsmeinung das Ideal.<\/p><p>Mit dieser Geisteshaltung meinen wir immer noch, das Geschehen auf der Weltb&uuml;hne meistern zu k&ouml;nnen. Da wir nicht auf die weltweiten wirtschaftspolitischen Verwandlungen und Kr&auml;fteverschiebungen vorbereitet sind, uns nicht als einen Aspekt des globalen Ganzen akzeptieren wollen, bleiben wir au&szlig;er Stande, realistisch und besonnen auf die gegenw&auml;rtigen Kriege und Krisen zu reagieren und konstruktiv mitzuwirken.<\/p><p>Es ist dem abendl&auml;ndischen Westen gelungen, die Oberfl&auml;chlichkeit der Einheitsmeinung zur Legitimation der eigenen Machtinteressen zu kultivieren. Und diese bewertende Einseitigkeit betrifft nicht nur das weltpolitische Geschehen, sondern in unserem Alltag auch das, was uns wie selbstverst&auml;ndlich als gew&ouml;hnungsbed&uuml;rftig erscheint, seien es andere Ansichten, vor allem aber die Fremden und ihre Kulturen. Die kreativen Leistungen der au&szlig;ereurop&auml;ischen V&ouml;lker und Hochkulturen lernen wir aus dem Standpunkt der eigenen Qualit&auml;tskriterien zu beurteilen. Was und wer diesen nicht entspricht, wirkt primitiv, geistlos, bestenfalls uninteressant.<\/p><p>Indem wir z.B. keinen Zugang zu den wunderbaren Musiktraditionen der fernen V&ouml;lker der Erde finden, zeigt sich, wie fremd es uns geworden ist, die Musik als solche, als Ausdruck von nat&uuml;rlichen Emotionen noch vor den jeweiligen kulturellen Ausdrucksformen zu erleben und zu w&uuml;rdigen.<\/p><p>In den eigenen und fremden kulturellen Gebr&auml;uchen, Werten und Idealen eine allgemein menschliche &Uuml;berlebensstrategie erkennen und dementsprechend miteinander bereichernd kooperieren lernen! Das w&auml;re doch ein zeitgem&auml;&szlig;es Motto f&uuml;r das &bdquo;Post-Werte-Westen Zeitalter&ldquo;. Na also!<\/p><p><small>Titelbild: Shutterstock \/ donskarpo<\/small><\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<strong>Mehr zum Thema:<\/strong>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104203\">Die &bdquo;asoziale Intelligenz&ldquo; der regelbasierten Weltordnung<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101015\">Beratungsresistenz als Kommunikationsideal: Denn sie wollen nicht wissen, was sie tun<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=99166\">In Bombenstimmung in die strahlende Zukunft<\/a>\n<\/p><\/div><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg09.met.vgwort.de\/na\/216a55f360164586952ada30dac9eaab\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jahrhunderte konnte der zivilisierte Westen sich ausgiebig als Alleinunterhalter auf der Weltb&uuml;hne austoben und das Weltgeschehen nach seinem selbstverfassten Theaterst&uuml;ck mit einem blutig-blumigen B&uuml;hnenbild gestalten. 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