{"id":10695,"date":"2011-09-09T15:38:52","date_gmt":"2011-09-09T13:38:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10695"},"modified":"2011-09-09T15:38:52","modified_gmt":"2011-09-09T13:38:52","slug":"hinweise-des-tages-ii-27","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10695","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: 10 Jahre 9\/11; Tim Geithner &ndash; What the world must do to boost growth; Paul Krugman &ndash; Setting Their Hair on Fire; Oettinger fordert Beamten-Blauhelmtruppe f&uuml;r Griechenland; The Great Bank Robbery; Durchmarsch der Haush&auml;lter; Schuldenbremse in Spanien sorgt f&uuml;r Emp&ouml;rung; Der Euro und die Demokratie &ndash; Fragen zur Zukunft Europas; Armut in den USA: Hungern im Yuppie-Mekka; Wutmieter und Spekulanten; &ldquo;Lassen uns nicht erpressen&rdquo;: Rossmann schmei&szlig;t Paypal raus; SPD-F&uuml;hrung geht Schuldenabbau &uuml;ber alles; Brennende Autos: Wahlkampf mit Halbwahrheiten; zu guter Letzt: Zocken auf den Tod des Euro (JB)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10695#h01\">10 Jahre 9\/11<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10695#h02\">Tim Geithner &ndash; What the world must do to boost growth<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10695#h03\">Paul Krugman &ndash; Setting Their Hair on Fire<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10695#h04\">Oettinger fordert Beamten-Blauhelmtruppe f&uuml;r Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10695#h05\">The Great Bank Robbery<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10695#h06\">Durchmarsch der Haush&auml;lter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10695#h07\">Schuldenbremse in Spanien sorgt f&uuml;r Emp&ouml;rung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10695#h08\">Der Euro und die Demokratie &ndash; Fragen zur Zukunft Europas<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10695#h09\">Armut in den USA: Hungern im Yuppie-Mekka<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10695#h10\">Wutmieter und Spekulanten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10695#h11\">&ldquo;Lassen uns nicht erpressen&rdquo;: Rossmann schmei&szlig;t Paypal raus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10695#h12\">SPD-F&uuml;hrung geht Schuldenabbau &uuml;ber alles<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10695#h13\">Brennende Autos: Wahlkampf mit Halbwahrheiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10695#h14\">zu guter Letzt: Zocken auf den Tod des Euro<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=10695&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>10 Jahre 9\/11<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Daniele Ganser &ndash; Bundesstaaten k&ouml;nnten Neuuntersuchung einleiten<\/strong><br>\nHistoriker Daniele Ganser &uuml;ber die wissenschaftliche Besch&auml;ftigung mit dem brisanten Thema 9\/11 und Ressourcenkriege<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1315005504773\/911-Bundesstaaten-koennten-Neuuntersuchung-einleiten\">Der Standard<\/a><\/li>\n<li><strong>Macht 9\/11 nicht so wichtig<\/strong><br>\nDer meist wiederholte Kommentatorensatz vor zehn Jahren lautete: Nichts wird mehr so sein wie es war. Man kann diese Worte als Zeichen gro&szlig;er Ersch&uuml;tterung begreifen, aber auch als sich selbst erf&uuml;llende Prophezeiung. War 9\/11 wirklich ein Schicksalsschlag unfassbaren Ausma&szlig;es, ein Angriff auf alles, was uns heilig ist, der Beginn vom Kampf der Kulturen?[&hellip;]<br>\nDer Jubil&auml;umszirkus, der seit Wochen mit akribischer Erinnerungswut organisiert wird, erf&uuml;llt den Herzenswunsch eines jeden Attent&auml;ters nach ewigem Ruhm. Angemessenes Gedenken kann auch eine Spur ruhiger erfolgen. Ob auf dieser Welt tats&auml;chlich nichts mehr so ist wie fr&uuml;her, das d&uuml;rfen nicht die Attent&auml;ter entscheiden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.visdp.de\/magazin\/macht-911-nicht-so-wichtig\/\">V.i.S.d.P.<\/a><\/li>\n<li><strong>Thomas Fricke &ndash; Rache ist teuer<\/strong><br>\nEntgegen allen Legenden haben die Anschl&auml;ge von 2001 der US-Wirtschaft kaum wirklich geschadet. Daf&uuml;r haben erst Bushs Vergeltungskriege gesorgt &ndash; und Banken, die kollabieren. Ganz ohne Terroreinfluss. Rezession und Immobilienblasen wegen Osama Bin Laden? Eher Legende. Keine Legende ist, wie die US-Regierung auf die Anschl&auml;ge reagierte: mit zwei Kriegen, die sich laut der damaligen Regierung fast selbst finanzieren sollten, nach neueren Sch&auml;tzungen von US-Nobelpreistr&auml;ger Joseph Stiglitz aber zwischen 1000 und 5000 Mrd. Dollar gekostet haben. Amerikas Verteidigungsausgaben sind seit Beginn der Kriege von rund 300 auf mittlerweile fast 800 Mrd. Dollar gestiegen; w&auml;ren die USA beim Niveau von 1999 geblieben, h&auml;tten sie in der Summe von 2001 bis 2011 rund 5800 Mrd. Dollar weniger ausgeben m&uuml;ssen. Das hat auch die Margen reduziert, mit denen die Regierung seit 2007 auf die Finanzkrise reagieren konnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:kolumne-thomas-fricke-rache-ist-teuer\/60101764.html\">FTD<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Tim Geithner &ndash; What the world must do to boost growth<\/strong><br>\nThe world economy is in the midst of the second slowdown of this recovery from the financial crisis of 2008 and 2009. The question is not whether we have the economic or financial capacity to act to strengthen growth, but whether we have the political ability to do the right things. [&hellip;]<br>\nBut the imperative remains to strengthen economic growth. Fiscal policy everywhere has to be guided by the imperatives of growth. Where deficits and interest rates are too high, governments have no choice but to consolidate. Where fiscal positions are stronger and interest rates low, some countries have room to take more action to support growth, and others can at least slow the pace of consolidation. Where more fiscal reforms are necessary to achieve long-run sustainability, the emphasis should be on policy changes that take effect over the medium term.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ft.com\/intl\/cms\/s\/0\/b3f31b92-da07-11e0-b199-00144feabdc0.html\">Financial Times<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Geithners Aufsatz in der Finanical Times geht mit keinem einzigen Wort auf die Spekulation als Ursache der fortw&auml;hrenden Finanzkrise ein. Er stellt Faktoren wie die Verschuldung der Haushalte, die Defizite oder auch den &Ouml;lpreis als gegeben dar &ndash; wer die Ursachen ausblendet, wird jedoch auch keine Medizin finden, die mehr als die oberfl&auml;chlichen Symptome heilt. Geithners zweckoptimistische Suche nach einer Wachstumslokomotive ist ebenfalls zum Scheitern verurteilt &ndash; die USA d&uuml;rfen, die Chinesen k&ouml;nnen und die Deutschen wollen diese Rolle nicht einnehmen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Paul Krugman &ndash; Setting Their Hair on Fire<\/strong><br>\nFirst things first: I was favorably surprised by the new Obama jobs plan, which is significantly bolder and better than I expected. It&rsquo;s not nearly as bold as the plan I&rsquo;d want in an ideal world. But if it actually became law, it would probably make a significant dent in unemployment.<br>\nOf course, it isn&rsquo;t likely to become law, thanks to G.O.P. opposition. Nor is anything else likely to happen that will do much to help the 14 million Americans out of work. And that is both a tragedy and an outrage.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2011\/09\/09\/opinion\/setting-their-hair-on-fire.html?_r=1\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Oettinger fordert Beamten-Blauhelmtruppe f&uuml;r Griechenland<\/strong><br>\nDas hoch verschuldete Land ist nicht in der Lage, seine Steuern selbst einzutreiben. Das bringt Energiekommissar G&uuml;nther Oettinger auf eine Idee: Beamte aus anderen L&auml;ndern m&uuml;ssen in Hellas ran.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:schuldenkrise-oettinger-fordert-beamten-blauhelmtruppe-fuer-griechenland\/60101887.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=\/politik\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Stellt sich die Frage, ob es sich dabei um ein robustes Mandat handelt und die Blauhelm-Beamten bewaffnet sind oder nicht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>The Great Bank Robbery<\/strong><br>\nFor the American economy &ndash; and for many other developed economies &ndash; the elephant in the room is the amount of money paid to bankers over the last five years. In the United States, the sum stands at an astounding $2.2 trillion. Extrapolating over the coming decade, the numbers would approach $5 trillion, an amount vastly larger than what both President Barack Obama&rsquo;s administration and his Republican opponents seem willing to cut from further government deficits. [&hellip;]<br>\nThat $5 trillion dollars is not money invested in building roads, schools and other long-term projects, but is directly transferred from the American economy to the personal accounts of bank executives and employees. Such transfers represent as cunning a tax on everyone else as one can imagine. It feels quite iniquitous that bankers, having helped cause today&rsquo;s financial and economic troubles, are the only class that is not suffering from them &ndash; and in many cases are actually benefiting. [&hellip;]<br>\nOne may wonder: If investment managers and their clients don&rsquo;t receive high returns on bank stocks, as they would if they were profiting from bankers&rsquo; externalization of risk onto taxpayers, why do they hold them at all?  The answer is the so-called &ldquo;beta&rdquo;: banks represent a large share of the S&amp;P 500, and managers need to be invested in them.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/taleb1\/English\">Project Syndicate<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Durchmarsch der Haush&auml;lter<\/strong><br>\nGinge es nach der Koalition, soll vor allem der Haushaltsausschuss bei Europa st&auml;rker mitreden. Doch dagegen formiert sich Protest &ndash; sogar in den eigenen Reihen.  Gunther Krichbaum, CDU-Mann und Chef des Europaausschusses, wirbt f&uuml;r eine breitere Beteiligung. &ldquo;Ein Bewilligungsgremium, in dem neben Haush&auml;ltern auch Vertreter aus dem Europa-, Finanz- und Rechtsausschuss sitzen, ist sinnvoll.&rdquo; &Auml;hnlich argumentiert die Opposition. Der europapolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Michael Roth, sagt: &ldquo;Das Verfahren ber&uuml;hrt europapolitische Grunds&auml;tze. Man darf es nicht auf rein haushalt&auml;rische Fragen verengen, sondern muss den Sachverstand des Parlaments aussch&ouml;pfen.&rdquo; Die SPD-Fraktion werde deshalb ein &ldquo;Sondergremium mit einer &uuml;berschaubaren Zahl von Abgeordneten&rdquo; fordern. Auch Gr&uuml;nen-Europaexperte Manuel Sarrazin sieht die St&auml;rkung des Haushaltsausschusses als &ldquo;Mindestvoraussetzung, &uuml;ber die man hinausgehen kann.&rdquo; Vor allem an einem Punkt wird sich der Streit entz&uuml;nden: Der Entwurf l&auml;sst bisher offen, wie das Parlament mitredet, wenn der Rettungsschirm schnell und vertraulich entscheiden muss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2011%2F09%2F09%2Fa0126&amp;cHash=ee9c24460b\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Man muss schon sagen, leider hat &ldquo;das Verfassungsgericht in seinem Urteil zur Parlamentsbeteiligung am Mittwoch explizit auf den Haushaltsausschuss abgehoben&rdquo; und damit der Regierung eine Steilvorlage gegeben. Wenn es schon um Effizienz und Schnelligkeit von Entscheidungen geht, sollte schon das ganze Parlament dar&uuml;ber entscheiden, wie sich ein solches parlamentarisches Gremium zusammensetzt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Schuldenbremse in Spanien sorgt f&uuml;r Emp&ouml;rung<\/strong><br>\nNachdem der Kongress die Verfassungsreform zur Einf&uuml;hrung einer verw&auml;sserten Schuldenbremse schon in der letzten Woche beschlossen hat, fand sie erwartungsgem&auml;&szlig; am sp&auml;ten Mittwoch auch im Senat die n&ouml;tige Mehrheit. In trockenen T&uuml;chern ist das umstrittene Vorhaben damit l&auml;ngst nicht. Die Proteste, zu denen nun auch die gro&szlig;en Gewerkschaften aufgerufen hatten, zeigen Erfolg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/35\/35463\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Der Euro und die Demokratie &ndash; Fragen zur Zukunft Europas<\/strong><br>\nNachdem Banken mit mehreren hundert Milliarden Euro an Steuergeldern gerettet wurden, steckt nun die europ&auml;ische W&auml;hrungsunion in der Krise. Zugleich machen Gro&szlig;banken wieder Milliardengewinne mit den gleichen hochriskanten Spekulationen, die in die Krise gef&uuml;hrt hatten. Die Politik hat der Macht der Finanzm&auml;rkte offenbar wenig entgegenzusetzen, Ratingagenturen scheinen m&auml;chtiger als gew&auml;hlte Regierungen. Rettungschirme und Sparpakete folgen in immer dichterem Rhythmus, doch im Fall von Griechenland ist die Lage ernster denn je. Wir fragen in dieser Sendung nach den Ursachen der Krise, nach den Folgen der rigiden Sparpolitik und nach Alternativen. Dabei werfen wir auch einen kritischen Blick auf neue Gesetzesvorhaben in der EU.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontext-tv.de\/\">Kontext TV<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Armut in den USA: Hungern im Yuppie-Mekka<\/strong><br>\nDie Zahl der US-AmerikanerInnen, die sich nicht gen&uuml;gend zu essen leisten k&ouml;nnen, ist in den letzten Jahren rasant gestiegen. Allein im Grossraum Chicago stehen rund 600 Suppenk&uuml;chen und Lebensmittelverteilstellen im Kampf gegen den Hunger. Ann&auml;hernd f&uuml;nfzig Millionen Menschen in den USA m&uuml;ssen mit fehlender Ern&auml;hrungssicherheit leben, wie das US-Landwirtschaftsministerium in einer Studie von 2010 festh&auml;lt. Siebzehn Millionen davon sind Kinder. Ungen&uuml;gende Ern&auml;hrung beeintr&auml;chtigt deren geistige und k&ouml;rperliche Entwicklung, wie die nichtstaatliche Organisation Feeding America in einer k&uuml;rzlich ver&ouml;ffentlichten Studie schreibt. Arbeitslosigkeit ist gem&auml;ss Feeding America ein zentraler Grund f&uuml;r die fehlende Ern&auml;hrungssicherheit. Die offizielle Arbeitslosenrate hat im vergangenen Monat bei unver&auml;ndert hohen 9,1 Prozent stagniert, trotz eines leichten Wirtschaftswachstums. Die Zahl der tats&auml;chlich Arbeitslosen ist jedoch weit h&ouml;her, da in der Statistik lediglich diejenigen erfasst werden, die Arbeitslosenunterst&uuml;tzung beziehen. Nur 58,2 Prozent aller US-EinwohnerInnen im arbeitsf&auml;higen Alter gehen derzeit einer Lohnarbeit nach. Das ist der tiefste Stand seit 1983.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.woz.ch\/artikel\/2011\/nr36\/international\/21120.html\">WOZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Bob Herbert, Kolumnist der New York Times, hat im August die reale Arbeitsmarktsituation in den USA als &ldquo;Horror Show&rdquo; beschrieben:<\/em><br>\n<em>&ldquo;With 14.6 million people officially jobless, and 5.9 million who have stopped looking but say they want a job, and 8.5 million who are working part time but would like to work full time, you end up with nearly 30 million Americans who cannot find the work they want and desperately need&hellip;. In the last 10 years, we&rsquo;ve seen the worst job creation record since 1928 to 1938.&rdquo;<\/em> <em>Auszug aus <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2010\/08\/10\/opinion\/10herbert.html?ref=bobherbert\">NY-Times<\/a>.<\/em><br>\n<em>Wer meint, das alles ginge uns nichts an und sei sehr weit weg, sollte sich klar machen, dass die globale Wirtschaft sich im Guten wie im Schlechten nicht von der immer noch st&auml;rksten Wirtschaftsmacht l&ouml;sen kann.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wutmieter und Spekulanten<\/strong><br>\nDie Krise in Europa hat viele Gesichter. Die Angst um die Zukunft der Gemeinschaftsw&auml;hrung und das eigene Geld treibt die Anleger nach alternativen Anlagen.<br>\nDie Nachfrage nach Stein und Beton in ausgew&auml;hlten Stadtlagen hat neue H&ouml;chstmarken erreicht. F&uuml;r Immobilienmakler ist die Angst wohlhabender Anleger um ihr Erspartes ein lukratives Gesch&auml;ft. Der Run auf Wohnungen als Wertanlage geht zu Lasten der angestammten Mieterinnen und Mieter. G&uuml;nstiger Wohnraum wird saniert oder gar entmietet, abgerissen und durch Neubauten mit sonnendurchfluteten Glasfassaden und Dachterrasse ersetzt. Schlie&szlig;lich fordern die Investoren richtig Rendite und treffen damit auf zunehmend entnervte &bdquo;Wutmieter&ldquo;. Die Folge: Die Mieten steigen rasant, in Gro&szlig;st&auml;dten wie D&uuml;sseldorf, K&ouml;ln oder Hannover allein im letzten Jahr um &uuml;ber 10 % (s. u.).<br>\nWer in Berlin eine Wohnung neu anmietet, muss im Schnitt 20 % mehr bezahlen als der Mietspiegelwert ausweist. Da m&uuml;ssen einkommensschwache Mieter passen, w&auml;hrend sich die nachr&uuml;ckenden Besserverdienenden &uuml;ber niedrige Standards und Mieten wundern. Die Verdr&auml;ngung der angestammten Quartiersbewohner gewinnt an Dynamik.<br>\nQuelle: <a href=\"\/upload\/pdf\/110909_klartext_wutmieter_und_spekulanten.pdf\">DGB Klartext [PDF &ndash; 124.3 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&ldquo;Lassen uns nicht erpressen&rdquo;: Rossmann schmei&szlig;t Paypal raus<\/strong><br>\n[&hellip;] Paypal forderte Rossmann mit einem ruppigen Schreiben zu einem Delisting der Produkte innerhalb von drei Tagen auf, andernfalls werde die Zusammenarbeit aufgek&uuml;ndigt. Rossmann h&auml;tte die Zigarren komplett aus dem Online-Shop nehmen m&uuml;ssen, eine blo&szlig;e Deaktivierung der Paypal-Zahlungsoption f&uuml;r diese Produkte w&auml;re nicht ausreichend gewesen. &ldquo;Das war eindeutig eine Erpressung gegen Rossmann&rdquo;, bekr&auml;ftigte ein Rossmann-Sprecher im Gespr&auml;ch mit heise online. &ldquo;Wir lassen uns aber nicht erpressen.&rdquo; Die Gesch&auml;ftsleitung habe darum schon am 3. August beschlossen, Paypal als Zahlungsart zu streichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Lassen-uns-nicht-erpressen-Rossmann-schmeisst-Paypal-raus-1340041.html\">Heise<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>SPD-F&uuml;hrung geht Schuldenabbau &uuml;ber alles<\/strong><br>\n[&hellip;] Schuldenabbau hat f&uuml;r die SPD &ldquo;1. Priorit&auml;t&rdquo;. Die Pressemitteilung posaunt: &ldquo;Die Erfahrungen aus der europ&auml;ischen Schuldenkrise zeigten, dass auch in Deutschland die &ouml;ffentlichen Haushalte so schnell wie m&ouml;glich konsolidiert werden m&uuml;ssten, hei&szlig;t es in dem zehnseitigen Papier, das Parteichef Sigmar Gabriel gemeinsam mit dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Frank-Walter Steinmeier im Berliner Willy-Brandt-Haus vorstellte.&rdquo; [&hellip;]<br>\nUnd dann schiebt die SPD noch hinterher:<br>\n&ldquo;Alle Vorschl&auml;ge, die wir machen, sind gegenfinanziert und stehen unter dem Vorbehalt, dass die Einnahmesituation sich nicht wesentlich &auml;ndert. F&uuml;r Sozialdemokraten gilt aber in jedem Fall: Wir machen keine Steuersenkungen und keine Politik auf Pump! Fest steht: Eine gut funktionierende Infrastruktur, gute Schulen und ein hohes Ma&szlig; an &ouml;ffentlicher Sicherheit setzen eine angemessene und solide Einnahmebasis in den &ouml;ffentlichen Haushalten voraus. Daneben ben&ouml;tigen wir eine Ausgabenpolitik, welche Steuermehreinnahmen zum Abbau der Neuverschuldung nutzt.&rdquo;<br>\nDeutlicher kann man doch nicht herumeiern. Es &auml;hnelt alles an den Witz: Das Kleingedruckte hebt das Gro&szlig;gedruckte wieder auf. Nur, dass die SPD das klein zu Druckende schon einmal ganz fett druckt, um ja keine Missverst&auml;ndnisse aufkommen zu lassen, wenn man denn erst einmal gew&auml;hlt ist. Alles Zuk&uuml;nftige ordnet die SPD dem Abbau der Neuverschuldung unter. Radikaler sind CDU\/CSU und FDP auch nicht. Im Gegenteil, die SPD gibt sich in diesem Punkt selbst radikaler als CDU\/CSU und FDP, indem sie festh&auml;lt: &ldquo;Solide Finanzpolitik hei&szlig;t f&uuml;r uns konkret: 1. Wir bauen in wirtschaftlich guten Zeiten konsequent Schulden ab. Im Gegensatz zu CDU\/CSU und FDP werden wir die Schuldenbremse sicher einhalten!&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=176&amp;Itemid=2\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Brennende Autos: Wahlkampf mit Halbwahrheiten<\/strong><br>\nJede Nacht brennen in Deutschland Autos &ndash; die Fernsehbilder von den Flammen verbreiten Angst in deutschen Wohnzimmern.<br>\nF&uuml;r die Berliner CDU offenbar ein dankbares Wahlkampfthema: Gro&szlig;fl&auml;chig plakatiert sie Fotos von ausgebrannten Autos auf Berliner Stra&szlig;en und geht damit auf Stimmenfang f&uuml;r die bevorstehende Landtagswahl. Experten und Polizei halten die Aktion f&uuml;r fatal: In ihren Augen bedient sie nur die Eitelkeit der T&auml;ter und animiert wom&ouml;glich sogar Nachahmer.<br>\nIn Reden und Leitartikeln verbreitet derweil CDU-Spitzenkandidat Frank Henkel eine vermeintliche Gewissheit: &ldquo;Die T&auml;ter kommen haupts&auml;chlich aus der linksextremen Szene&rdquo;.Tats&auml;chlich wei&szlig; aber niemand, wer die T&auml;ter sind: Mehr als 500 Autos haben dieses Jahr in Berlin gebrannt. Nur in acht F&auml;llen gab es Bekennerschreiben. Die Berliner Polizei sch&auml;tzt zwar, dass hinter jedem zweiten brennenden Auto eine politisch motivierte Tat steckt.<br>\nDoch selbst die Ermittler warnen: Ihre Statistik sei nicht ann&auml;hernd genau, die Zahl der linksextremen T&auml;ter m&ouml;glicherweise viel niedriger. In Hamburg etwa werden nur sechs Prozent der Brandstiftungen als politisch motiviert eingeordnet. Dennoch nutzen CDU und FDP die zweifelhaften Berliner Zahlen f&uuml;r ihre Zwecke aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/archiv\/2011\/brennendeautos101.html\">Panorama<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>zu guter Letzt: Zocken auf den Tod des Euro<\/strong><br>\nGeschickte Zocker verstehen es, an jeder Krise zu verdienen, w&auml;hrend Sparer um ihre Notgroschen bangen. Ein Buchmacher bietet nun eine skurrile Wette auch f&uuml;r den &ldquo;kleinen Mann&rdquo; an. [&hellip;]<br>\nZu verdanken hat er das dem findigen Londoner Buchmacher Expekt.Com. Der bietet ab sofort eine Wette darauf an, welches Land als erstes den Euro als W&auml;hrung aufgibt. Top-Favorit ist nat&uuml;rlich Griechenland. Die m&ouml;gliche Gewinnquote betr&auml;gt lediglich 1,65. [&hellip;]<br>\nNoch mehr gewinnen kann derjenige, der darauf setzt, dass tats&auml;chlich Deutschland als erstes Land die Euro-Zone wieder verl&auml;sst: Hier betr&auml;gt die Gewinnquote 17,0. Das w&auml;ren also bei zehn Euro Einsatz 170 Euro Auszahlungssumme oder besser gesagt 332,49 D-Mark.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/krise\/zocken-auf-den-tod-des-euro\/-\/1471908\/10817432\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: 10 Jahre 9\/11; Tim Geithner &ndash; What the world must do to boost growth; Paul Krugman &ndash; Setting Their Hair on Fire; Oettinger fordert Beamten-Blauhelmtruppe f&uuml;r Griechenland; The Great Bank Robbery; Durchmarsch der Haush&auml;lter; Schuldenbremse in Spanien sorgt f&uuml;r Emp&ouml;rung; Der Euro und die Demokratie &ndash; Fragen zur Zukunft<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10695\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-10695","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10695","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10695"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10695\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10698,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10695\/revisions\/10698"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10695"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=10695"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=10695"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}