{"id":106992,"date":"2023-11-20T10:00:59","date_gmt":"2023-11-20T09:00:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106992"},"modified":"2023-11-24T15:03:54","modified_gmt":"2023-11-24T14:03:54","slug":"die-schuldenbremse-muss-weg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106992","title":{"rendered":"Die Schuldenbremse muss weg"},"content":{"rendered":"<p>&bdquo;Wer auch zuk&uuml;nftig einen handlungsf&auml;higen Staat will, muss die Schulden- und Zinslast reduzieren.&ldquo; Das <a href=\"https:\/\/webarchiv.bundestag.de\/archive\/2010\/0427\/dokumente\/textarchiv\/2009\/24572764_kw22_foedkom_sp\/index.html\">sagte Peer Steinbr&uuml;ck als Bundesfinanzminister 2009 im Bundestag<\/a>.<br>\nDanach beschloss das Parlament die Schuldenbremse mit den Stimmen der Gro&szlig;en Koalition. Der Zeitgeist war pro Schuldenbremse, auch bei den Gr&uuml;nen, die das Gesetz ablehnten. Der damalige Fraktionsvorsitzende Fritz Kuhn hielt eine Rede[<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106992#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>], auf die hier noch einmal eingegangen werden soll. Der Schlusssatz lautete aber: &bdquo;Deswegen werden wir dagegenstimmen, obwohl wir f&uuml;r eine Begrenzung der Schuldenaufnahme durch die &ouml;ffentliche Hand sind.&ldquo; Gr&uuml;n war also nicht gegen eine Schuldenbremse, sondern nur gegen diese Schuldenbremse. Von <strong>Andr&eacute; Tautenhahn<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_3584\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-106992-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/231120-Schuldenbremse-muss-weg-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/231120-Schuldenbremse-muss-weg-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/231120-Schuldenbremse-muss-weg-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/231120-Schuldenbremse-muss-weg-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=106992-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/231120-Schuldenbremse-muss-weg-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"231120-Schuldenbremse-muss-weg-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<strong>Hintergrundartikel zur Schuldenbremse<\/strong>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71805\">Heiner Flassbeck &ndash; Schuldenbremse: Bankrotterkl&auml;rung der Mainstream-&Ouml;konomik<\/a><\/p>\n<p>Jens Berger &ndash; <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67550\">Corona-Schulden &ndash; Wer soll das bezahlen? Und warum?<\/a><\/p>\n<p>Jens Berger &ndash; <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12446\">Fiskalpakt: Selbstmord aus Angst vor dem Tod<\/a><\/p>\n<p>Albrecht M&uuml;ller &ndash; <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11585\">Europas Zukunft liegt in der Schuldenbremse &ndash; bei Gabriel ist Hopfen und Malz verloren<\/a>\n<\/p><\/div><p>Die Schuldenbremse oder die Vorstellung, die Schuldenaufnahme der &ouml;ffentlichen Hand unbedingt begrenzen zu m&uuml;ssen, hatte einen Grund. Die Finanzkrise, in der Regierung wie Parlament eine milliardenschwere Bankenrettung organisierten. Binnen einer Woche standen damals rund 500 Milliarden f&uuml;r HRE und Co bereit. Ein Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) wurde eingerichtet, quasi ein Sonderverm&ouml;gen, wie es heute hei&szlig;t. Der &ouml;ffentliche Eindruck bei allen war, Gewinne w&uuml;rden privatisiert und Verluste sozialisiert. Das lie&szlig; sich nicht von der Hand weisen, aller Rhetorik &uuml;ber Systemrelevanz zum Trotz. Au&szlig;erdem wurde klar, dass das jahrelange Suchen und Ringen nach Haushaltsmitteln f&uuml;r wichtige politische Vorhaben etwa im Bildungs- oder Sozialbereich nur eine Farce sein musste, wenn es dem Staat doch gleichzeitig m&ouml;glich war, finanzielle Hilfen in unbegrenzter H&ouml;he und in k&uuml;rzester Zeit bereitzustellen. Um diesem Eindruck zu begegnen, erfand die Politik die Schuldenbremse. Sie war &uuml;berst&uuml;rzte Symbolpolitik, mit der Absicht, verlorenes Vertrauen beim W&auml;hler zur&uuml;ckzugewinnen.<\/p><p>Da aber klar war, dass es auch k&uuml;nftig Krisen geben w&uuml;rde, baute der Gesetzgeber vorsorglich einen Mechanismus ein, der es erlaubt, von den strengen Vorgaben der Schuldenbremse in Notlagen abzuweichen. Das Bundesverfassungsgericht mit seinem unendlich gro&szlig;en volkswirtschaftlichen Defizit hat nun den einst mit voller Absicht und ebenso gro&szlig;er Dummheit ins Grundgesetz hineingeschriebenen Text beim Wort genommen und klargestellt, dass die H&uuml;tte erst abgebrannt sein muss, bevor Regierung und Parlament eine Notlage feststellen d&uuml;rfen, um von den Vorgaben der Schuldenbremse abzuweichen. Heiner Flassbeck <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Ausgetrickst-nun-heisst-es-in-Sachen-Schulden-Farbe-bekennen-9530415.html\">schreibt dazu treffend<\/a>: &bdquo;Die Regierung ist dann wie eine Feuerwehr, die mit dem L&ouml;schen warten muss, bis das Haus vollst&auml;ndig abgebrannt ist, weil der Schaden sonst nicht gro&szlig; genug sein k&ouml;nnte, um ihr Einschreiten zu rechtfertigen.&ldquo;<\/p><p><strong>In der Schuldenbremsenfalle<\/strong><\/p><p>Mit anderen Worten: Deutschland sitzt in der Schuldenbremsenfalle, was bereits durch die Bildung immer neuer Sonderverm&ouml;gen, also Schattenhaushalte, deutlich geworden ist und jetzt final durch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts amtlich besiegelt wurde. Denn die Richter erkl&auml;ren dem Gesetzgeber, der die Schuldenbremse ja selbst mit allergr&ouml;&szlig;ter Inbrunst verteidigt, dass er diese auch einzuhalten hat, statt sie mit Tricks laufend zu umgehen. Diese sind aber wiederum zwingend n&ouml;tig, weil &ouml;ffentliche Schulden nun mal eine wichtige Funktion erf&uuml;llen, die aber weder damals noch heute verstanden oder verst&auml;ndlich gemacht wird. Stattdessen wird Unsinn &uuml;ber die Belastung k&uuml;nftiger Generationen verbreitet, der sich auch darin ausdr&uuml;ckt, dass eine &ouml;ffentliche Schuldenaufnahme immer zuerst mit einem verbindlichen Tilgungsplan versehen werden muss. Der Staat muss aber keine Schulden tilgen, das w&auml;re volkswirtschaftlich auch katastrophal, sondern sie immer nur bedienen. Das ist ein Unterschied.<\/p><p>Das ist auch logisch, wenn man sich einmal klarmacht, dass neben den Schulden, also Verbindlichkeiten, auch immer die Verm&ouml;gen, also Forderungen, an die k&uuml;nftigen Generationen weitervererbt werden. Jede Generation handelt dieses Verh&auml;ltnis zwischen Verm&ouml;gen und Schulden selbst aus, etwa durch eine angemessene Steuerpolitik. Es ist somit v&ouml;lliger Unsinn zu behaupten, dass die jetzige Generation deshalb sparen muss, damit die k&uuml;nftige keine Belastungen erbt. Umgekehrt ist es viel richtiger. Die Sparanstrengung von heute f&uuml;hren zwangsl&auml;ufig zur Belastung von morgen, weil Stra&szlig;en nicht gebaut, in die Bildung nicht investiert oder die Kindergrundsicherung zusammengestrichen wird. Verzichtet der Staat auf Ausgaben, nimmt er B&uuml;rgern und Unternehmen unmittelbar die Einkommen weg. Alle werden &auml;rmer. Fritz Kuhn sagte damals im Bundestag v&ouml;llig richtig: &bdquo;Das Problem des Kooperationsverbots in Bezug auf die Kommunen &ndash; aber auch im Bereich der Bildung &ndash; ist unzul&auml;nglich gel&ouml;st. Ich will es zuspitzen: Wer etwas f&uuml;r die Gemeinden tun will &ndash; das ist die absurde Logik dessen, was Sie heute beschlie&szlig;en &ndash;, der muss schon auf eine Flut oder eine Finanzkrise hoffen, um helfen zu d&uuml;rfen. Was ist denn das f&uuml;r ein Staat, der nur &uuml;ber eine solche Definition Hilfe erm&ouml;glicht?&ldquo;<\/p><p>Kuhn hat damals im Prinzip das Urteil des Bundesverfassungsgerichts von heute vorweggenommen. Aber diese Erkenntnis f&uuml;hrte bei den Gr&uuml;nen nicht dazu, die Schuldenbremse an sich f&uuml;r ein falsches Instrument zu halten, sondern im Gegenteil eine Art &bdquo;vern&uuml;nftige Schuldenbremse&ldquo; einzufordern. Es ging ihnen ja auch nur um Symbolpolitik gegen die schwindende Glaubw&uuml;rdigkeit. Im Rahmen der Verhandlungen zur F&ouml;deralismusreform II sagte Kuhn, dass sich die Finanzpolitik nicht mehr l&auml;nger am Stabilit&auml;ts- und Wachstumsgesetz von 1967 orientieren d&uuml;rfe[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>]. Dabei sind hier die Grunds&auml;tze der Staatsfinanzen sehr gut beschrieben, als magisches Viereck, wie die Volkswirtin Friederike Spiecker <a href=\"https:\/\/www.fspiecker.de\/2023\/05\/29\/was-ich-noch-sagen-wollte-anmerkungen-zum-23-karlsruher-verfassungsgespraech\/\">schreibt<\/a>: <\/p><blockquote><p>\n<em>Die grundlegende Beschreibung einer verantwortungsvollen Wirtschaftspolitik wurde vor &uuml;ber 50 Jahren im Gesetz zur F&ouml;rderung der Stabilit&auml;t und des Wachstums der Wirtschaft (StabG) mit dem gesamtwirtschaftlichen Gleichgewicht, auch bekannt unter dem Stichwort &bdquo;magisches Viereck&ldquo;, gegeben. Es besteht aus vier Zielen, die alle m&ouml;glichst gleichzeitig erreicht werden sollen: angemessenes Wirtschaftswachstum, Preisstabilit&auml;t, hohes Besch&auml;ftigungsniveau und au&szlig;enwirtschaftliches Gleichgewicht. Als gesamtwirtschaftlich wird es v&ouml;llig zurecht bezeichnet, weil es sich nicht auf einen einzelnen Sektor allein, z.B. den Staatssektor, konzentriert; als magisch gilt es, weil es in der Tat eine Kunst ist, allen vier Zielen zugleich gerecht zu werden.<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Trotzreaktion und Chuzpe<\/strong><\/p><p>Die Schuldenbremse ist nicht praxistauglich, sondern f&uuml;hrt zum Gegenteil dessen, was Peer Steinbr&uuml;ck 2009 ank&uuml;ndigte. Der Staat ist zunehmend handlungsunf&auml;hig, weil es ihm nicht mehr gelingt, seine Aufgaben zu erf&uuml;llen. Der heutige Bundesfinanzminister &uuml;bt sich <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/bundestag-lindner-haushalt-klima-1.6304614\">derweil in Trotz<\/a>. Der Staat habe kein Einnahme-, sondern ein Ausgabeproblem, sagt Lindner, der nat&uuml;rlich darauf vertrauen kann, dass sein 100-Milliarden-Euro-Sonderverm&ouml;gen f&uuml;r die Bundeswehr unangetastet bleibt. Das hat die Ampel mit der Union schlauerweise gleich ins Grundgesetz schreiben lassen. Das hei&szlig;t, dass jetzt beispielsweise Sozialdemokraten und Gr&uuml;ne ihren W&auml;hlern erkl&auml;ren m&uuml;ssen, wieso f&uuml;r Waffen Geld in H&uuml;lle und F&uuml;lle da ist, sogar im Beschaffungswesen unn&uuml;tz <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/innenpolitik\/bundeswehrbeschaffung-100.html\">verballert werden darf<\/a>, f&uuml;r Bildung, Kindergrundsicherung oder die F&ouml;rderung der W&auml;rmepumpe aber nicht. <\/p><p>Der Bundesfinanzminister sagte in seiner Trotzreaktion auch, dass die Staatsausgaben &uuml;ber die Jahre immer weiter gestiegen seien und man jetzt mit weniger Geld halt wirksamere Politik machen m&uuml;sse, also endlich die Priorit&auml;ten zu kl&auml;ren habe, was bislang angeblich noch nie geschah. Das ist schon bemerkenswert, einen Finanzminister zu haben, der immer noch nicht begriffen hat, dass Wirtschaftswachstum und h&ouml;here Steuereinnahmen die Folge steigender Staatsausgaben sind und nicht umgekehrt. Wof&uuml;r sollte man auch sonst so viele Sonderverm&ouml;gen einerseits und das Ausland andererseits brauchen, das die permanenten Bilanz&uuml;bersch&uuml;sse Deutschlands mit Schulden finanziert? Die Chuzpe von Lindner, Scholz und Habeck ist unglaublich. Sie halten einfach weiter an der absurden Erz&auml;hlung fest, wonach gerade die Ampel-Regierung besonders streng auf Ausgabendisziplin und die Einhaltung der Verschuldungsregeln achte oder k&uuml;nftig noch st&auml;rker achten k&ouml;nne, so als ob es die Realit&auml;t und das Urteil des Bundesverfassungsgerichts nicht geben w&uuml;rde. <\/p><p>Die Schuldenbremse muss weg. M&ouml;glicherweise d&auml;mmert das auch der Union, die ja das Erbe der jetzigen Regierung &ndash; Stand heute &ndash; auf jeden Fall im Kanzleramt antreten muss. Einen geschenkten Elfmeter zu verwandeln, ist das eine und auch vollkommen nachvollziehbar, aber so zu tun, als k&ouml;nne man nun unter dem Eindruck des Urteils vern&uuml;nftig regieren, indem man nur ein paar Priorit&auml;ten neu ordnet, ist vollkommen absurd. Auch die Union muss erkl&auml;ren, warum sie dann ein Sonderverm&ouml;gen von 100 Milliarden Euro f&uuml;r die Bundeswehr f&uuml;r richtig h&auml;lt und zur Absicherung zus&auml;tzlich ins Grundgesetz hat schreiben lassen, wenn man doch wei&szlig;, wie solide Haushaltspolitik [sic!] geht. Verteilungskampf bleibt Verteilungskampf und Aufgabenpflicht bleibt Aufgabenpflicht. Das ist &uuml;brigens die Ironie an dem Urteil. Dasselbe Bundesverfassungsgericht, das dem Gesetzgeber die penible Einhaltung einer handlungsunf&auml;hig machenden Schuldenbremse auferlegt, verlangt auch in einer ellenlangen Herleitung (Urteil von 2021), dass der Gesetzgeber besondere Klimaschutzpflichten gem&auml;&szlig; Art. 20a Grundgesetz zu erf&uuml;llen habe. <\/p><p>Was ist da jetzt richtig? Vielleicht ein Sonderverm&ouml;gen, das gegen die Schuldenregel verst&ouml;&szlig;t, aber Ausgaben f&uuml;r den Klima- und Umweltschutz erm&ouml;glicht? Oder einfach das Streichen von Sektorzielen zur Reduktion von CO2, wie bereits geschehen? Das leistet zwar keinen Beitrag zum Klimaschutz, aber immerhin werden auch Ausgaben im laufenden Haushalt eingespart. Welche Kosten sp&auml;ter entstehen, kann dann ja die Union mit einem Kanzler Merz regeln. Man k&ouml;nnte nat&uuml;rlich auch beides verbinden, wie das die Ampel ebenfalls tut, also mit Sonderverm&ouml;gen LNG-Terminals bauen, um Fl&uuml;ssiggas aus den USA zu importieren, das viel klimasch&auml;dlicher <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/58964\/5646729\">als das Verbrennen von Kohle ist<\/a>. Die Sache funktioniert also nicht, weder logisch noch ideologisch. M&ouml;glicherweise sind die neuen Koalitionen auf L&auml;nderebene zwischen Union und SPD in Berlin und Hessen erste Hinweise darauf, dass sich in der Finanzpolitik etwas bewegen wird. Nur ist die Zeit der ganz gro&szlig;en, verfassungs&auml;ndernden Koalition vorbei. Aktuell kommen Union und SPD auf gerade einmal 44 Prozent, das war 2009 noch anders. <\/p><p><em>Leserbriefe zu diesem Beitrag <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107209\">finden Sie hier<\/a>.<\/em><\/p><p><small>Titelbild: CHOKCHAI POOMICHAIYA\/shutterstock.com<\/small><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] Deutscher Bundestag, Stenografischer Bericht, 225. Sitzung Berlin, Freitag, den 29. Mai 2009<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] MARIAN KR&Uuml;GER, Ein Projekt der Entstaatlichung, Einige Anmerkungen zur Debatte um die F&ouml;deralismusreform II<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&bdquo;Wer auch zuk&uuml;nftig einen handlungsf&auml;higen Staat will, muss die Schulden- und Zinslast reduzieren.&ldquo; Das <a href=\"https:\/\/webarchiv.bundestag.de\/archive\/2010\/0427\/dokumente\/textarchiv\/2009\/24572764_kw22_foedkom_sp\/index.html\">sagte Peer Steinbr&uuml;ck als Bundesfinanzminister 2009 im Bundestag<\/a>.<br \/> Danach beschloss das Parlament die Schuldenbremse mit den Stimmen der Gro&szlig;en Koalition. Der Zeitgeist war pro Schuldenbremse, auch bei den Gr&uuml;nen, die das Gesetz ablehnten. Der damalige Fraktionsvorsitzende Fritz Kuhn hielt eine<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106992\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":106995,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,135,205,156,30],"tags":[423,967,675,392,325],"class_list":["post-106992","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-finanzpolitik","category-neoliberalismus-und-monetarismus","category-schulden-sparen","category-wirtschaftspoliik-und-konjunktur","tag-austeritaetspolitik","tag-bundesverfassungsgericht","tag-lindner-christian","tag-schuldenbremse","tag-staatsschulden"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Shutterstock_2182734651.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/106992","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=106992"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/106992\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":107229,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/106992\/revisions\/107229"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/106995"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=106992"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=106992"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=106992"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}