{"id":10709,"date":"2011-09-13T08:36:55","date_gmt":"2011-09-13T06:36:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10709"},"modified":"2011-09-13T09:34:19","modified_gmt":"2011-09-13T07:34:19","slug":"hinweise-des-tages-1467","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10709","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Paul Krugman &ndash; An Impeccable Disaster; Das absurde deutsche Exportmodel; Griechenland; Studie: Finanzwirtschaft &ndash; Zu gro&szlig; ist ungesund; EZB-Personalien; The magical world of voodoo &lsquo;economists&rsquo;; Ungarn schreckt ausl&auml;ndische Banken mit Schulden-Vorschlag; Europas Banken sollen Finanztransaktionen weltweit versteuern; Uno sieht Menschenrechte durch Finanzkrise bedroht; Die Zuschussrente &ndash; Wie Frauen aus Sicht des Staates &raquo;alles richtig machen&laquo;; Norbert Bl&uuml;m zur Pflegeversicherungsreform: &ldquo;Mich st&ouml;rt, dass alle nur auf die Kosten gucken&rdquo;; U-Ausschuss weist Vorwurf gegen Vorsitzenden zur&uuml;ck; Der Hunger in Somalia und die Schuld der Politik; 15. &bdquo;Ausgekocht: Hinter den Kulissen hessischer Machtpolitik&ldquo;; Volker Pispers &ndash; Die Bananenrepublik; zu guter Letzt: Die Experten haben das Wort (JB)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10709#h01\">Paul Krugman &ndash; An Impeccable Disaster<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10709#h02\">Das absurde deutsche Exportmodel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10709#h03\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10709#h04\">Studie: Finanzwirtschaft &ndash; Zu gro&szlig; ist ungesund<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10709#h05\">EZB-Personalien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10709#h06\">The magical world of voodoo &lsquo;economists&rsquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10709#h07\">Ungarn schreckt ausl&auml;ndische Banken mit Schulden-Vorschlag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10709#h08\">Europas Banken sollen Finanztransaktionen weltweit versteuern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10709#h09\">Uno sieht Menschenrechte durch Finanzkrise bedroht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10709#h10\">Die Zuschussrente &ndash; Wie Frauen aus Sicht des Staates &raquo;alles richtig machen&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10709#h11\">Norbert Bl&uuml;m zur Pflegeversicherungsreform<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10709#h12\">U-Ausschuss weist Vorwurf gegen Vorsitzenden zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10709#h13\">Der Hunger in Somalia und die Schuld der Politik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10709#h14\">&bdquo;Ausgekocht: Hinter den Kulissen hessischer Machtpolitik&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10709#h15\">Volker Pispers &ndash; Die Bananenrepublik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10709#h16\">zu guter Letzt: Die Experten haben das Wort<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=10709&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Paul Krugman &ndash; An Impeccable Disaster<\/strong><br>\nOn Thursday Jean-Claude Trichet, the president of the European Central Bank or E.C.B. &mdash; Europe&rsquo;s equivalent to Ben Bernanke &mdash; lost his sang-froid. In response to a question about whether the E.C.B. is becoming a &ldquo;bad bank&rdquo; thanks to its purchases of troubled nations&rsquo; debt, Mr. Trichet, his voice rising, insisted that his institution has performed &ldquo;impeccably, impeccably!&rdquo; as a guardian of price stability.<br>\nIndeed it has. And that&rsquo;s why the euro is now at risk of collapse.<br>\nFinancial turmoil in Europe is no longer a problem of small, peripheral economies like Greece. What&rsquo;s under way right now is a full-scale market run on the much larger economies of Spain and Italy. At this point countries in crisis account for about a third of the euro area&rsquo;s G.D.P., so the common European currency itself is under existential threat. And all indications are that European leaders are unwilling even to acknowledge the nature of that threat, let alone deal with it effectively.<br>\nI&rsquo;ve complained a lot about the &ldquo;fiscalization&rdquo; of economic discourse here in America, the way in which a premature focus on budget deficits turned Washington&rsquo;s attention away from the ongoing jobs disaster. But we&rsquo;re not unique in that respect, and in fact the Europeans have been much, much worse.<br>\nListen to many European leaders &mdash; especially, but by no means only, the Germans &mdash; and you&rsquo;d think that their continent&rsquo;s troubles are a simple morality tale of debt and punishment: Governments borrowed too much, now they&rsquo;re paying the price, and fiscal austerity is the only answer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2011\/09\/12\/opinion\/an-impeccable-disaster.html?_r=1\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Das absurde deutsche Exportmodel<\/strong><br>\nHans-Olaf Henkel, ehemaliger Pr&auml;sident des BDI, war auf dem IMK-Konjunkturforum zur Zukunft des Euroraums im M&auml;rz dieses Jahres fassungslos, als Kritik an Deutschlands massiven &Uuml;bersch&uuml;ssen im Au&szlig;enhandel ge&uuml;bt wurde: &bdquo;Wenn Deutschland diesen Export&uuml;berschuss, an den es sich 30 Jahre lang gew&ouml;hnt hat und den wir durch alle m&ouml;glichen Sozialleistungen verfr&uuml;hst&uuml;ckt haben, wenn wir den nicht halten, dann bricht alles zusammen.&ldquo;<br>\nEindrucksvoller h&auml;tte man die Exportobsession &ndash; genauer: die Export&uuml;berschuss-Obsession &ndash; , die hierzulande weite Teile von Wirtschaft, Politik und Medien beherrscht, nicht auf den Punkt bringen k&ouml;nnen. Deutschland besitzt in den Augen Henkels und vieler anderer offenbar ein Gewohnheitsrecht auf Export&uuml;bersch&uuml;sse, die zwangsl&auml;ufig die Defizite anderer L&auml;nder sind.<br>\nDie Exportbesessenheit macht auch vor den meisten deutschen Volkswirten nicht halt. W&auml;hrend im Ausland eine Mehrheit der &Ouml;konomen eine zentrale Ursache der Euroraumkrise in den Leistungsbilanzungleichgewichten &ndash; folglich auch in den deutschen Handels- und Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;ssen &ndash; sieht, betrachtet der hiesige &ouml;konomische Mainstream die deutschen &Uuml;bersch&uuml;sse immer noch als etwas Vorbildliches, das auch alle anderen L&auml;nder anstreben sollten. Dass dies schlicht unm&ouml;glich ist, da sich Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse und &ndash;defizite immer zu null addieren, wird offenbar nicht zur Kenntnis genommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/3071.nibis.de\/inhalte\/PU\/1_2011\/Grunert.pdf\">Politik unterrichten [PDF &ndash; 363 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Athen vor dem Endspiel<\/strong><br>\nGriechenland kriegt seine Schulden nicht in den Griff. Gleichzeitig bremsen die Sparma&szlig;nahmen die Wirtschaft. Wie das endet, ist absehbar &ndash; und war es eigentlich von Anfang an.<br>\nWerft die Griechen aus dem Euro! Mit einem solchen simplen Schritt wollen manche Beobachter die schwerste Krise der W&auml;hrungsgemeinschaft l&ouml;sen. Doch richtig ist vielmehr: Ein Rauswurf Griechenlands w&auml;re eine Katastrophe &ndash; nicht nur f&uuml;r Athen, sondern auch f&uuml;r Deutschland und den Rest Europas.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/athen-vor-dem-endspiel\/4601760.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Deutschland raus statt Griechenland?<\/strong><br>\nDeutschland kann kein Interesse an einer Pleite Griechenlands haben, bloggt der griechische &Ouml;konom Yanis Varoufakis &ndash; es sei denn, es verl&auml;sst die Euro-Zone selbst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2011-09\/varoufakis-deutschland-eurozone\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><strong>Schlag unter die G&uuml;rtellinie<\/strong><br>\nIn Griechenland pl&auml;dieren alle Parteien f&uuml;r einen Verbleib in der Eurozone. Ein Austritt steht nicht zur Diskussion. Die deutsche Debatte wird mit Skepsis betrachtet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Griechen-sorgen-sich-ueber-deutsche-Debatte\/!77988\/\">taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Studie: Finanzwirtschaft &ndash; Zu gro&szlig; ist ungesund<\/strong><br>\nAb einer gewissen Gr&ouml;&szlig;e ist der Finanzsektor eines Landes eher eine Gefahr f&uuml;r die wirtschaftliche Entwicklung als ein Wachstumstreiber. Nach den Berechnungen der Wissenschaftler ist dieser Grenzwert dann erreicht, wenn die Summe der Kredite an den privaten Sektor rund 100 Prozent des Bruttoinlandsprodukts entspricht. Wenn die Banken also bereits so viel Geld verleihen wie alle Unternehmen zusammen im Jahr einnehmen, tragen weitere Kredite nicht mehr dazu bei, die reale Produktion anzukurbeln. Sie sehen darin sogar eine Gefahr. Denn es habe sich gezeigt, dass &ldquo;die Finanzwirtschaft ein wichtiger Verst&auml;rker der globalen Wirtschaftkrise war, die nach dem Zusammenbruch von Lehman Brothers im September 2008 ausbrach&rdquo;. Die &Ouml;konomen nennen zwei m&ouml;gliche Gr&uuml;nde daf&uuml;r, dass ausgedehnte Finanzsysteme einen negativen Einfluss auf das Wirtschaftswachstum haben k&ouml;nnten. Einer sei die erh&ouml;hte Volatilit&auml;t &ndash; zunehmende Schwankungsanf&auml;lligkeit &ndash; und das damit verbundene h&ouml;here Crash-Risiko. Der zweite sei in sich h&auml;ufenden Fehlinvestitionen zu sehen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/37799_37808.htm\">B&ouml;ckler Impuls<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/graduateinstitute.ch\/webdav\/site\/iheid\/shared\/news\/2011_04_27_news\/toomuchfinance.pdf\">Too Much Finance? (englisch) [PDF &ndash; 486 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>EZB-Personalien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Zweifel an Asmussens Qualifikation<\/strong><br>\nJ&ouml;rg Asmussen gilt als guter Krisenmanager, besitzt aber keine akademischen Meriten &ndash; ganz im Gegensatz zu seinem k&uuml;nftigen Chef Mario Draghi.<br>\nDie Bundesregierung kann sich nicht sicher sein, dass Finanzstaatssekret&auml;r J&ouml;rg Asmussen dem scheidenden EZB-Direktoriumsmitglied J&uuml;rgen Stark in der Europ&auml;ischen Zentralbank auf dem Posten des Chef&ouml;konomen nachfolgen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:ezb-chefvolkswirt-zweifel-an-asmussens-qualifikation\/60103017.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=\/politik\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Der europ&auml;ische Pleitedamm bricht<\/strong><br>\nDer Chefvolkswirt der Europ&auml;ischen Zentralbank geht von Bord. Seine Gr&uuml;nde sollen pers&ouml;nlich sein, doch das, woran er fest glaubte, k&ouml;nnte sich ohnehin &uuml;berlebt haben.<br>\nInstitutionen sind tr&auml;ge Einrichtungen. Sie leben von der Routine eingeschliffener Handlungsabl&auml;ufe. Das produziert Vertrauen in die Ergebnisse ihres Handelns. Sie hassen Ungewissheit und k&ouml;nnen sich nur schwer an ver&auml;nderte Umweltbedingungen anpassen. Zumeist kommt es dann zu Verwerfungen in den Institutionen selbst und zu Debatten &uuml;ber ihren Sinn. Wozu sind wir eigentlich da? Diese Frage hat sich auch J&uuml;rgen Stark gestellt, der am vergangenen Freitag von seinem Amt als Chefvolkswirt der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/artikel\/C30638\/eurokrise-der-europaeische-pleitedamm-bricht-30684701.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Leser T.H.:<\/strong> W&auml;hrend der Wirtschaftsteil der FAZ unbeirrt von einer Staatsschuldenkrise schwadroniert und damit suggeriert, dass jedes Land f&uuml;r sich selbst verantwortlich ist, findet sich im Feuilleton der FAZ ein solides und undogmatisches St&uuml;ck &ouml;konomischer Kreislauftheorie. Aber war es nicht schon immer so, dass der Feuilleton-Teil der FAZ den Wirtschaftsteil positiv &ldquo;aufgehoben&rdquo; hat? Chapeau Herr L&uuml;bberding!<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: J&uuml;rgen Stark und seine Fallstudien<\/strong><br>\nJ&uuml;rgen Stark ist als Chef-Volkswirt der EZB zur&uuml;ckgetreten. Warum ist das wichtig? Weil Stark die deutsche Radikal-Position des ewigen &ldquo;Njet&rdquo; zu allen unorthodoxen Ma&szlig;nahmen zur Eurost&uuml;tzung vertritt wie kein anderer: Die EZB darf blo&szlig; keine Staatspapiere aufkaufen und eine aktive Fiskalpolitik sei des Teufels. So h&ouml;rt man auch viele Politiker in Deutschland, den Niederlanden oder Finnland. Blo&szlig; ist die Konsequenz der Njet-Position bis jetzt gewesen, dass die Krise immer schlimmer, die Zinsaufschl&auml;ge immer h&ouml;her geworden sind. Nun empfiehlt der zur&uuml;ckgetretene Stark, die Krise werde sich schon legen, wenn die Politik in der Eurozone erst richtig spart. Denn so w&uuml;rde sie Vertrauen schaffen. [&hellip;]<br>\nBlo&szlig; auf welche Fallstudien bezieht sich Stark? Wer die Debatte der letzten Jahre etwas genauer verfolgt hat &ndash; Aufgabe des Chefvolkswirts w&auml;re so etwas ja gewesen &ndash; kommt zu ganz anderen Schl&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2011\/09\/12\/jurgen-stark-und-seine-fallstudien_3530\">ZEIT Herdentrieb<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>The magical world of voodoo &lsquo;economists&rsquo;<\/strong><br>\nIf you came up with a bumper sticker that pulls together the platform of this year&rsquo;s crop of Republican presidential candidates, it would have to be: Repeal the 20th century. Vote GOP.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.washingtonpost.com\/the-magical-world-of-voodoo-economists\/2011\/09\/07\/gIQARBiEIK_story.html\">Washington Post<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Steven Pearlstein von der Washington Post zu den Argumenten der Republikaner gegen progressives (und keynesianisches) Wirtschaftsdenken. Er zeigt die Widerspr&uuml;che dieser Argumente (die auch in Deutschland gel&auml;ufig sind) auf.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Ungarn schreckt ausl&auml;ndische Banken mit Schulden-Vorschlag<\/strong><br>\nViele Ungaren haben Hypotheken in Schweizer Franken aufgenommen und k&ouml;nnen die entstehenden Zinsen nun wegen der Frankenst&auml;rke nicht mehr begleichen. Ministerpr&auml;sident Orban hat nun einen teilweisen Schuldenerlass f&uuml;r ungarische Kreditnehmer unterst&uuml;tzt &ndash; dies d&uuml;rfte vor allem &ouml;sterreichische Banken belasten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/finanzen\/nachrichten\/ungarn_schreckt_auslaendische_banken_mit_schulden-vorschlag_1.12461732.html\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> An alle, die es nicht wissen: Freuet Euch, Ungarn geh&ouml;rt nicht zur Eurozone und plant erst im Jahre 2020 die Mitgliedschaft. W&auml;hrend in Polen 35 Prozent aller Privatkredite in Franken vergeben wurden, sind es in Ungarn ann&auml;hernd zwei Drittel. Verleitet von niedrigen Zinsen haben in Ungarn nicht nur Private, sondern auch viele Gemeinden einen betr&auml;chtlichen Franken-Schuldenberg (ca. 3,1 Mrd. Euro) angeh&auml;uft.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Europas Banken sollen Finanztransaktionen weltweit versteuern<\/strong><br>\nDie EU-Kommission will noch im Oktober Vorschl&auml;ge f&uuml;r eine Finanztransaktionssteuer vorlegen. Um den Zahlungsverkehr m&ouml;glichst umfassend zu erfassen, setzt Br&uuml;ssel auf das sogenannte Wohnsitzprinzip, wie ein Kommissionssprecher am Freitag sagte. Das w&uuml;rde bedeuten, dass Banken mit Sitz in Europa Steuern auf s&auml;mtliche Finanztransaktionen im In- und Ausland zahlen m&uuml;ssten. Sollten sich einzelne L&auml;nder dagegen wehren, sei es aber auch denkbar, dass nur ein Teil der EU voranschreite. Dies w&auml;re beispielsweise &uuml;ber den Mechanismus der sogenannten &laquo;verst&auml;rkten Zusammenarbeit&raquo; m&ouml;glich, den es seit Ende 2009 in der europ&auml;ischen Gesetzgebung gibt. Vor allem Grossbritannien, das negative Auswirkungen f&uuml;r seinen Finanzplatz London bef&uuml;rchtet, hatte sich in der Vergangenheit sehr ablehnend gegen&uuml;ber einer derartigen Abgabe gezeigt. Setzt sich die Kommission mit ihrer Idee des Wohnsitzprinzips durch, w&auml;ren aber auch die dort erfolgten Transaktionen davon betroffen &ndash; selbst dann wenn London nicht mitmachen sollte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/europas_banken_sollen_finanztransaktionen_weltweit_versteuern_1.12417942.html\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Uno sieht Menschenrechte durch Finanzkrise bedroht<\/strong><br>\nMit deutlichen Worten kritisiert die Uno den Sparkurs, den viele Staaten nach der Finanzkrise eingeschlagen haben. Erst habe man die Banken mit Milliarden gerettet, jetzt fehle das Geld f&uuml;r Sicherheit, Arbeit und Bildung. Am Ende k&ouml;nnten vor allem junge Menschen als Verlierer dastehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,785759,00.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Die &Uuml;berschrift ist falsch. UN-Hochkommissarin Pillay <a href=\"http:\/\/www.ohchr.org\/EN\/NewsEvents\/Pages\/18thSessionHRC.aspx\">l&auml;sst keinen Zweifel daran<\/a> , dass sie die Menschenrechte nicht &bdquo;durch die Finanzkrise&ldquo;, sondern durch die Sparprogramme, die mit der Finanzkrise begr&uuml;ndet werden, gef&auml;hrdet sieht &ndash; und das zu Recht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die Zuschussrente &ndash; Wie Frauen aus Sicht des Staates &raquo;alles richtig machen&laquo;<\/strong><br>\nAnl&auml;sslich der Auftaktrunde zum &raquo;Regierungsdialog Rente&laquo; stellte Bundesarbeitsministerin von der Leyen (CDU) vergangene Woche ihr Konzept einer aufstockenden und steuerfinanzierten Zuschussrente in H&ouml;he von 850 EUR vor. Diese sei genau &raquo;f&uuml;r meine Generation der Frauen&laquo; gemacht, so die Ministerin. F&uuml;r diejenigen, die in ihrem Leben aus Sicht des Staates &raquo;alles richtig gemacht&laquo; h&auml;tten &ndash; mit Arbeit, Kindererziehung und Pflege. Drei Viertel der Berechtigten w&uuml;rden voraussichtlich Frauen sein. Gleichzeitig erteilte sie der Forderung nach Verl&auml;ngerung bzw. Entfristung der Rente nach Mindestentgeltpunkten (RnMEP) erneut eine Absage.<br>\nDie allerdings wird von Teilen der Opposition, Gewerkschaften, Sozialverb&auml;nden und sogar vom Vorsitzenden der CDU-Sozialaussch&uuml;sse gefordert. Nach Auffassung von der Leyens w&uuml;rden von der Rente nach Mindestentgeltpunkten jedoch vor allem &raquo;die traditionellen m&auml;nnlichen Verdiener&laquo; profitieren. &raquo;Da fallen viele Frauen durch den Rost.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ak-sozialpolitik.de\/dukumente\/2011\/2011-09-12%20Zuschussrente.pdf\">Info-Grafik Sozialpolitik [PDF &ndash; 113 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Norbert Bl&uuml;m zur Pflegeversicherungsreform: &ldquo;Mich st&ouml;rt, dass alle nur auf die Kosten gucken&rdquo;<\/strong><br>\nNorbert Bl&uuml;m gilt als Vater der Pflegeversicherung. Mit dem Tagesspiegel sprach der ehemalige Arbeitsminister &uuml;ber die anstehende Reform, den Sozialstaat und die &ldquo;Aasgeier&rdquo; der FDP.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/mich-stoert-dass-alle-nur-auf-die-kosten-gucken\/4598956.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Streit im Untersuchungsausschuss &ndash; Showdown mit Steuerfahnder<\/strong><br>\nIm Untersuchungsausschuss zur Steuerfahnder-Aff&auml;re hat der geschasste Ex-Beamte Rudolf Schmenger ausgesagt &ndash; und ist sofort mit dem Chef des Ausschusses, Leif Blum, in Streit geraten. Denn Blum wei&szlig; seit den fr&uuml;hen Tagen der Aff&auml;re &uuml;ber deren Interna.<br>\nDie Kontrahenten sitzen sich am Montag direkt gegen&uuml;ber im Untersuchungsausschuss zur Steuerfahnder-Aff&auml;re im Wiesbadener Landtag. Hier Rudolf Schmenger, 50, scharfer Wortf&uuml;hrer der fr&uuml;heren hessischen Steuerfahnder, die mit falschen psychiatrischen Gutachten zwangspensioniert wurden. Dort Leif Blum, 36, smarter Rechtsanwalt mit FDP-Parteibuch, der als Vorsitzender des Ausschusses seine erste gro&szlig;e politische Bew&auml;hrungsprobe zu bestehen hat. Schmenger ist heute Steuerberater und bildet angehende Fachleute aus. Blum ist Partner der Anwaltskanzlei Baumann &amp; Baumann in Ober-Ramstadt, deren Leistungsschwerpunkte laut Eigenwerbung bei der Steuererleichterung f&uuml;r Verm&ouml;gende liegen: &bdquo;Auch bez&uuml;glich Ihres privaten Wohnsitzes beraten wir Sie bei &Uuml;berlegungen zur Wohnsitznahme im Ausland&ldquo;, hei&szlig;t es dort. Auf so etwas reagiert Schmenger empfindlich. Er, der einst im Bankenteam der Frankfurter Steuerfahndung dreistellige Millionenbetr&auml;ge von jenen zur&uuml;ckholte, die Geld an der Steuer vorbei ins Ausland schleusten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/spezials\/steuerfahnder-affaere\/showdown-mit-steuerfahnder\/-\/1477340\/10830726\/-\/view\/printVersion\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><strong>dazu: Liveblogging &ndash; Untersuchungsausschuss zur hessischen Steuerfahnderaff&auml;re<\/strong><br>\nIm Saal 510W des hessischen Landtages steht heute die Vernehmung von zwei Schl&uuml;sselzeugen auf dem Programm des Untersuchungsausschusses zur Steuerfahnderaff&auml;re: der Whistleblowerpreistr&auml;ger Rudolf Schmenger und Frank Wehrheim.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.whistleblower-net.de\/component\/option,com_wrapper\/Itemid,44\/lang,de\/\">Whistleblower-Netzwerk e.V.<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Der Hunger in Somalia und die Schuld der Politik<\/strong><br>\nDie Krise in und um Somalia wird eindimensional als &ldquo;Hungersnot am Horn von Afrika&rdquo; oder &ldquo;schlimmste D&uuml;rre seit 60 Jahren&rdquo; beschrieben. Wer nur nat&uuml;rliche Ursachen f&uuml;r diese Krise verantwortlich macht, ignoriert die komplexen geopolitischen Hintergr&uuml;nde, die die Lage so katastrophal machen. Das Verdr&auml;ngen der von Menschenhand geschaffenen Ursachen f&uuml;r Hunger und Verhungern ist nicht hilfreich f&uuml;r die Krisenbew&auml;ltigung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1315006168596\/Hungersnot-in-Ostafrika-Der-Hunger-in-Somalia-und-die-Schuld-der-Politik\">Der Standard<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&bdquo;Ausgekocht: Hinter den Kulissen hessischer Machtpolitik&ldquo; mit Pitt von Bebenburg, FR-Redakteur und Buchautor<\/strong><br>\nPitt von Bebenburg und Mathias Thieme, zwei Journalisten der Frankfurter Rundschau, haben ein Buch &uuml;ber das &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.eichborn.de\/buecher\/titel\/ausgekocht\/\">System Koch<\/a>&ldquo; geschrieben, &uuml;ber all die Skandale und Absprachen, die in der hessischen CDU seit Jahren &uuml;blich waren. Auch unter dem neuen Ministerpr&auml;sidenten Bouffier wird sich daran wenig &auml;ndern, denn die &ldquo;Freundesclique&ldquo;, der &bdquo;M&auml;nnerbund&ldquo; oder auch &ldquo;Kampfverband&ldquo; ist seit Jahren eingespielt und Abweichler werden nicht geduldet. Die Autoren beschreiben, wie Koch im Wahlkampf auf dem R&uuml;cken von Minderheiten agierte, wie er die Schwarzgeld-Aff&auml;re aussa&szlig;, wie er die Steuerfahndung zerschlug und mitverantwortlich f&uuml;r die in den Sand gesetzten Millionen bei dem Fraport-Abenteuer auf den Philippinen war. Aber auch in einer dem Land nahe stehende Eventagentur verschwanden Gelder und die kritische Presse wurde immer wieder unter Druck gesetzt. Die Medienkampagne gegen Andrea Ypsilanti wird nochmals beschrieben und all die Aff&auml;ren, die der W&auml;hler bei der letzten Wahl schon l&auml;ngst wieder vergessen hatte.<br>\nPitt von Bebenburg, einer der beiden Autoren, stellte bei einer &ouml;ffentlichen Veranstaltung am 11.09.2011 in Frankfurt am Main die Ergebnisse seiner Recherchen und das Buch &bdquo;Ausgekocht &ndash; hinter den Kulissen hessischer Machtpolitik&ldquo; vor. Moderatorin war die ehemalige hr-Redakteurin Ulrike Holler.<br>\nDie <a href=\"http:\/\/businesscrime.de\/?page_id=2\">Veranstalter Business Crime Control e.V.<\/a> und die <a href=\"http:\/\/www.kunstgesellschaft.de\/index.html\">KunstGesellschaft e.V.<\/a>. stellen einen <a href=\"\/upload\/mp3\/ausgekocht_-_hinter_den_kulissen_hessischer_machtpolitik.mp3\">Audio-Mitschnitt im mp3-Format (ca. 1 Stunde und 54 Minuten) [mp3 &ndash; 39.1 MB]<\/a> zur Verf&uuml;gung.<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Volker Pispers &ndash; Die Bananenrepublik<\/strong><br>\n&hellip;.Im Westen nichts Neues? Eigentlich nicht!\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=nwOM8ziANvs&amp;feature=youtu.be\">YouTube<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>zu guter Letzt: Die Experten haben das Wort<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/110913_stuttmann.jpg\" alt=\"Stuttmann - Die Experten haben das Wort\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/stuttmann.de\/karikaturen\/kari_20110912_Expertenmeinung_kol.gif\">Stuttmann Karikaturen<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Paul Krugman &ndash; An Impeccable Disaster; Das absurde deutsche Exportmodel; Griechenland; Studie: Finanzwirtschaft &ndash; Zu gro&szlig; ist ungesund; EZB-Personalien; The magical world of voodoo &lsquo;economists&rsquo;; Ungarn schreckt ausl&auml;ndische Banken mit Schulden-Vorschlag; Europas Banken sollen Finanztransaktionen weltweit versteuern; Uno sieht Menschenrechte durch Finanzkrise bedroht; Die Zuschussrente &ndash; Wie Frauen aus<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10709\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-10709","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10709","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10709"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10709\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10712,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10709\/revisions\/10712"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10709"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=10709"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=10709"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}