{"id":107170,"date":"2023-11-24T08:40:33","date_gmt":"2023-11-24T07:40:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107170"},"modified":"2023-11-24T08:40:33","modified_gmt":"2023-11-24T07:40:33","slug":"hinweise-des-tages-4491","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107170","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107170#h01\">Fabio De Masi zu Schuldenbremse: W&auml;re es nicht ehrlicher, die Lebensl&uuml;ge zu beenden?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107170#h02\">Zum Aushungern des &ouml;ffentlichen Dienstes und dem M&auml;sten der Bundeswehr: Geld nur noch f&uuml;r Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107170#h03\">IWF-Chefin fordert Deutschland zu mehr Investitionen auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107170#h04\">Annalena Baerbock redet f&uuml;r Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107170#h05\">Warum akzeptiert Netanjahu einen Geisel-Deal, den er wochenlang ablehnte?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107170#h06\">Kritik von Juden in Deutschland: &bdquo;Wir verzweifeln an Israels Politik&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107170#h07\">Zeugen unerw&uuml;nscht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107170#h08\">EU will &bdquo;Schl&uuml;sselrolle&ldquo; in Nahost<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107170#h09\">Experten ziehen bitteres Fazit: &bdquo;Die Gegenoffensive ist gescheitert. Die Ukraine verbraucht sich&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107170#h10\">Die Deutschen merken&rsquo;s nicht: Olaf Scholz hat die &bdquo;Postfaschistin&ldquo; Meloni zur Demokratin erkl&auml;rt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107170#h11\">Nachbetrachtung zum Treffen zwischen Joe Biden und Xi Jinping: Die Welt ist gro&szlig; genug f&uuml;r alle &ndash; eigentlich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107170#h12\">Altersvorsorge: Privates Bankgewerbe erm&ouml;glicht Betriebsrenten ohne Garantien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107170#h13\">Effektive Steuern: Wie die ganze Weltbev&ouml;lkerung vor der Klimah&ouml;lle bewahrt werden k&ouml;nnte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107170#h14\">Der Pranger und die Zeitenwende<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Fabio De Masi zu Schuldenbremse: W&auml;re es nicht ehrlicher, die Lebensl&uuml;ge zu beenden?<\/strong><br>\nWir sind die viertgr&ouml;&szlig;te Volkswirtschaft der Erde, doch bei der Investitionsquote, den Investitionen zum Bruttoinlandsprodukt (BIP), sind wir Schlusslicht in Europa. Versp&auml;tete Z&uuml;ge, marode Schulen und fehlender Wohnraum in Deutschland sind das Ergebnis. Wir zehren unseren Kapitalstock auf, der von Generationen vor uns aufgebaut wurde.<br>\nWenn wir in Zukunftstechnologien investieren oder Universit&auml;ten bauen, n&uuml;tzt dies auch unseren Enkelkindern, die sich &uuml;ber Zinsen und Tilgung an der Finanzierung beteiligen. So k&ouml;nnen wir gro&szlig;e Investitionen stemmen. Ein Haus baut man auch auf Raten. Vor dem Ukraine-Krieg und Energiepreisschock waren die Zinsen niedrig. Sie wurden nicht genutzt. Deutschland hat sich zu lange auf den Export und die Nachfrage aus dem Ausland verlassen. Dies r&auml;cht sich in Corona-Krise und Wirtschaftskrieg, die globale Lieferketten zerr&uuml;tteten.<br>\nAuch die aktuelle Teuerung bek&auml;mpft man nicht durch weniger, sondern durch mehr Staatsausgaben wie etwa die USA mit dem &bdquo;Inflation Reduction Act&ldquo;. Wir haben keine Inflation aufgrund &uuml;berhitzter Nachfrage, sondern unzureichende Energie-Kapazit&auml;ten und Profitinflation durch marktbeherrschende Konzerne. Wenn wir etwa nun aufgrund der Schuldenbremse, die Energiepreise nicht durch Preisbremsen drosseln, kann dies die Teuerung erneut versch&auml;rfen.<br>\nWer eine &bdquo;Investitionsbremse&ldquo; ins Grundgesetz hebt, darf sich daher nicht wundern, wenn Verfassungsrichter Finanzpolitik machen. Dies ist nicht nur der Union oder dem st&ouml;rrischen FDP-Finanzminister Christian Lindner anzulasten. Der wurde ohnehin nur Finanzminister, weil die Gr&uuml;nen auch das Au&szlig;enministerium beanspruchten.<br>\nDie SPD hat die Regel selbst im Grundgesetz verankert und Bundeskanzler Olaf Scholz hat sie stets bef&uuml;rwortet. Wesentliche Finanzpolitiker der Gr&uuml;nen wollten sie einst sogar versch&auml;rfen, darunter Robert Habecks Staatssekret&auml;rin Anja Hajduk. Und der Haushalt wird von der Mehrheit im Bundestag beschlossen. SPD und Gr&uuml;ne haben bei Abstimmungen im Bundestag genug Daumenschrauben f&uuml;r Herrn Lindner. Daf&uuml;r reichen schon ein paar Jusos, die aus der Reihe tanzen. Die Ampel-Koalition zofft sich t&auml;glich vor dem ganzen Land wie Oliver und Amira Pocher. Aber beim Haushalt und der fatalen Beendigung der au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Notlage, die das Kreditverbot aussetzt, gab es nicht mal einen Zwergenaufstand.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/kommentar-schuldenbremse-fabio-de-masi-schlaegt-der-bundesregierung-radikale-loesung-vor-li.2161746\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Verfassungsgerichtsurteil: Schuldenbremsen-Reform unvermeidbar<\/strong><br>\nDurch das Urteil vom Bundesverfassungsgericht fehlen Milliarden f&uuml;r Klimaschutz und Transformationsprojekte. Deshalb aber K&uuml;rzungen im Sozialbereich und bei Zukunftsinvestitionen zu fordern, ist unverantwortlich. Stattdessen muss die Schuldenbremse jetzt ausgesetzt werden. An einer grundlegenden Reform f&uuml;hrt dennoch kein Weg vorbei, meint das #schlaglicht 39\/2023 aus Niedersachsen.<br>\nNun ist das Kind endg&uuml;ltig in den Brunnen gefallen. Mit seinem letzte Woche verk&uuml;ndeten Urteil hat das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) den Bundeshaushalt 2021, und damit 60 Mrd. Euro, die aus Coronamitteln in den Klima- und Transformationsfonds (KTF) umgebucht wurden, f&uuml;r null und nichtig erkl&auml;rt. Hierdurch klafft eine riesige L&uuml;cke bei Investitionen, die in den n&auml;chsten Jahren f&uuml;r Klimaschutz und Transformation eingeplant gewesen sind. Und zus&auml;tzlich herrscht gro&szlig;e Unsicherheit dar&uuml;ber, inwieweit auf Bundes- und L&auml;nderebene auch andere Sondert&ouml;pfe von der aktuellen Rechtsprechung betroffen sein k&ouml;nnten.<br>\nDie jubelnde CDU\/CSU-Fraktionen, die die Klage eingereicht hatte, und Teile der FDP wollen als Konsequenz strikte Priorisierungen im Haushalt vornehmen und daf&uuml;r die Axt bei den Sozialleistungen anlegen, um so die L&ouml;cher zu stopfen. Mal abgesehen von der Tatsache, dass der Fehlbetrag die Etats mehrerer Bundesministerien &uuml;bersteigt, zeugen solche Pl&auml;ne von einer sozialen Eisesk&auml;lte, die nicht zu verantworten ist. Statt harte Einschnitte anzudrohen und damit Existenz&auml;ngste zu sch&uuml;ren, ist jetzt mehr denn je finanzielle Sicherheit gefragt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/niedersachsen.dgb.de\/schlaglicht\/++co++cf1bb51a-89e9-11ee-9736-001a4a160123\">DGB Niedersachsen #schlaglicht<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Ampelkoalition will Schuldenbremse doch aussetzen<\/strong><br>\nNach dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts will Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) f&uuml;r dieses Jahr erneut die Schuldenbremse aussetzen. Mit einem Nachtragshaushalt f&uuml;r dieses Jahr werde die Regierung dem Bundestag &ldquo;einen Beschluss f&uuml;r die Feststellung einer au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Notlage f&uuml;r das Jahr 2023 vorschlagen&rdquo;, schrieb Lindner auf der Plattform X. Dies ist die Voraussetzung f&uuml;r eine Aussetzung der im Grundgesetz verankerten Schuldenbremse. Ohne die Absicherung h&auml;tte nach dem Urteil der Karlsruher Richter im Haushalt 2023 ein Verfassungsbruch gedroht. Lindner erkl&auml;rte: &ldquo;Es werden keine neuen Schulden aufgenommen, sondern lediglich die bereits abgeflossenen Mittel zur Krisenbew&auml;ltigung auf eine sichere Rechtsgrundlage gestellt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/innenpolitik\/schuldenbremse-lindner-100.html\">tagesschau<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Zum Aushungern des &ouml;ffentlichen Dienstes und dem M&auml;sten der Bundeswehr: Geld nur noch f&uuml;r Krieg<\/strong><br>\nZwar hat formal die gegenw&auml;rtig laufende Tarifrunde f&uuml;r die Bediensteten der Bundesl&auml;nder mit der Lage des Bundeshaushaltes nichts zu tun. Aber eine ganze Reihe von Ma&szlig;nahmen &ndash; beispielsweise das fr&uuml;here 9-Euro-, jetzige 49-Euro- und in Zukunft wer-wei&szlig;-wie-teure-Ticket &ndash; sind Mischfinanzierungen von Bundes- und Landeskassen. Es ist daher so sicher wie das Amen in der Kirche, dass die neue Ebbe im Bundeshaushalt auch bei den n&auml;chsten Tarifgespr&auml;chen f&uuml;r den &ouml;ffentlichen Dienst in den L&auml;ndern eine Rolle spielen wird. Vor allem die Bereiche Bildung, Soziales und Gesundheit werden weiter ausgehungert werden. Geld wird es auch auf Bundes- wie auf Landesebene am ehesten noch f&uuml;r Uniformtr&auml;ger geben, die immer h&auml;ufiger in Anspruch genommen werden, um jede aufkommende Unruhe im Keim zu ersticken. Zwar regt sich bei der Partei &bdquo;Die Gr&uuml;nen&ldquo; vor ihrem Parteitag an diesem Wochenende Protest. So haben rund 500 Mitglieder per Brief beklagt, die Partei sei zu einer &bdquo;Werbeagentur f&uuml;r schlechte Kompromisse&ldquo; verkommen, und sie konkretisierten, nach den sch&ouml;nen Versprechungen &bdquo;kam L&uuml;tzerath, kamen die 100 Milliarden f&uuml;r die Bundeswehr, kam (&hellip;) eine Kindergrundsicherung, die effektiv keinem Kind aus der Armut helfen wird&ldquo;. Ein Ausstieg aus der Ampel ist von dieser Partei aber ebenso wenig zu erwarten wie von einer ihrer beiden im Niedergang zusammenstehenden Partner. Einig sind sich alle drei: Der R&uuml;stungsetat und die k&uuml;rzlich beschlossenen zus&auml;tzlichen Milliarden f&uuml;r die weitere Befeuerung des Krieges gegen Russland werden bei der jetzt anrollenden K&uuml;rzungsorgie au&szlig;en vor bleiben. Die Bundeswehr wird weiter gem&auml;stet. Dabei g&auml;be es eine M&ouml;glichkeit, zumindest Teile des blumigen Koalitionsvertrages noch zu retten. Denn die jetzt fehlenden 60 Milliarden sollten aus dem KTF zwischen 2024 und 2027 abflie&szlig;en. Die jetzt entstandene L&uuml;cke umfasst also j&auml;hrlich ziemlich genau die 15 Milliarden Euro, die grob gerechnet jedes Jahr aus den verschiedensten T&ouml;pfen in Form von Waffen, Ausbildungskosten, Hilfen f&uuml;r die Aufrechterhaltung des Staatsbetriebes in der Ukraine und andere St&uuml;tzungsma&szlig;nahmen von Berlin (zum Teil &uuml;ber Br&uuml;ssel) nach Kiew flie&szlig;en. Statt den &ouml;ffentlichen Dienst und die k&uuml;mmerlichen Reste des deutschen Sozialstaats auszuhungern, w&auml;re eine Umkehr des Aufr&uuml;stungs- und Kriegskurses der Kern einer L&ouml;sung der finanziellen Notlage, in der manche Kommentatoren den Bundeshaushalt jetzt sehen. Die Hoffnung, dass diese Erkenntnis sich durchsetzen k&ouml;nnte, ruht allerdings weder auf dem Parteitag der &bdquo;Gr&uuml;nen&ldquo; noch auf den Gespr&auml;chen in den Fluren des Berliner Politbetriebes, sondern auf den hoffentlich vielen Tausenden, die sich am 25. November auf den Stra&szlig;en in Berlin versammeln, um eine Abkehr vom verh&auml;ngnisvollen Kriegskurs zu fordern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/geld-nur-noch-fuer-krieg-4785936\/\">Manfred Sohn in unsere zeit<\/a>\n<p>dazu: <strong>Keine Haushaltssperre bei der R&uuml;stung &ndash; und breiter Protest trotz gro&szlig;er Differenzen<\/strong><br>\nAm Samstag geht ein B&uuml;ndnis in Berlin auf die Stra&szlig;e. Motto: &ldquo;Nein zu Kriegen&rdquo;. Warum manche Gruppen den Aufruf nicht unterzeichnen und dennoch dabei sind.<br>\nW&auml;hrend in allen Bereichen gespart werden soll, ist ausgerechnet das Sonderverm&ouml;gen Bundeswehr von den Vorgaben der Haushaltssperre ausgenommen. Das ist nur konsequent f&uuml;r eine Bundesregierung, die Deutschland wieder kriegsf&auml;hig machen will. Dagegen soll am 25. November in Berlin demonstriert werden. Ein breites B&uuml;ndnis hat dazu aufgerufen. Erwartet werden Kriegsgegner aus ganz Deutschland.<br>\nDie Gro&szlig;demonstration f&uuml;r einen Waffenstillstand in der Ukraine hat am 25. Februar f&uuml;r viel Aufmerksamkeit und kontroverse Diskussionen gesorgt. Sie konzentrierten sich damals auf die beiden zentralen Organisatorinnen Alice Schwarzer und Sahra Wagenknecht.<br>\nIm Nachhinein hat sich die Erz&auml;hlung verbreitet, der Vorstand der Partei Die Linke habe die Abspaltung des &ldquo;Wagenknecht-Fl&uuml;gels&rdquo; ma&szlig;geblich provoziert, indem er sich geweigert habe, die Demonstration zu unterst&uuml;tzen.<br>\nNeun Monate sp&auml;ter ist am kommenden Samstag in Berlin erneute eine Gro&szlig;demonstration geplant &ndash; dieses Mal unter dem Motto &ldquo;Nein zu Kriegen &ndash; R&uuml;stungswahnsinn stoppen &ndash; Zukunft friedlich und gerecht gestalten&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Keine-Haushaltssperre-bei-der-Ruestung-und-breiter-Protest-trotz-grosser-Differenzen-9538217.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>IWF-Chefin fordert Deutschland zu mehr Investitionen auf<\/strong><br>\nW&auml;hrend in Deutschland eine Haushaltssperre herrscht, sieht der Internationale W&auml;hrungsfonds dringenden Investitionsbedarf. Bei den EU-Schuldenregeln fordert Kristalina Georgiewa mehr Flexibilit&auml;t.<br>\nVor dem Hintergrund der Haushaltskrise in Deutschland hat die Chefin des Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF), Kristalina Georgiewa, die Bedeutung staatlicher Investitionen f&uuml;r das k&uuml;nftige Wirtschaftswachstum der Bundesrepublik hervorgehoben.<br>\n&bdquo;Um Wachstum sicherzustellen, muss Deutschland in seine Infrastruktur, den gr&uuml;nen Umbau der Wirtschaft sowie in die F&auml;higkeiten seiner Bev&ouml;lkerung investieren&ldquo;, sagte Georgiewa im Interview mit dem Handelsblatt und drei weiteren europ&auml;ischen Zeitungen. &bdquo;Und wir sprechen hier nicht &uuml;ber triviale Investitionen &ndash; vor allem, weil als N&auml;chstes die wirtschaftliche Anpassung an die K&uuml;nstliche Intelligenz ansteht.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/kristalina-georgiewa-iwf-chefin-fordert-deutschland-zu-mehr-investitionen-auf\/29519768.html%20\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Der eher neoliberale orientierte IWF muss die deutsche Bundesregierung zum Investieren aufrufen, damit auch die Wirtschaft wieder w&auml;chst, und auf die schlechte Bau- und Bildungsinfrastruktur hinweisen &ndash; aber leider ist die Ampel-Regierung auf allen Ohren taub.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Annalena Baerbock redet f&uuml;r Deutschland<\/strong><br>\nUnsere Au&szlig;enministerin, Annalena Baerbock (Gr&uuml;ne), hat am 20.11., kurz bevor die israelische Regierung einen Wafenstillstand mit der Hamas vereinbart hat, gewohnt eloquent sozusagen begr&uuml;ndet, warum ein Waffenstillstand falsch w&auml;re. Zum Gl&uuml;ck ist komplett sinnfrei, was sie sagte, sonst k&ouml;nnte Israel sich jetzt nicht mehr verteidigen und die Menschen in Gaza w&uuml;rden keine Hilfe bekommen.<br>\nBaerbock wandte sich im Interview mit der Deutschen Welle (ab 2:35) mit folgenden Worten gegen Forderungen nach einem Waffenstillstand (meine Verschriftlichung, nicht die abweichende der Deutschen Welle):<br>\n&bdquo;Weil, um dieses Leid zu verhindern, um m&ouml;glichst daf&uuml;r zu sorgen, dass insbesondere jetzt in Gaza die Menschen mit dem N&ouml;tigsten versorgt werden k&ouml;nnen, mit Wasser, mit Lebensmitteln, dann hilft es eben nicht einfach aus dem Impuls heraus, die Waffen m&uuml;ssen schweigen zu sagen, weil das ist nicht Aufgabe von Politik, sondern daran mitzuwirken, dass auch wirklich diese humanit&auml;re Hilfe ins Land kommt. Waffenstillstand hie&szlig;e ja, dass Israel mit den Hamas dar&uuml;ber verhandeln m&uuml;ssen, dass man sich jetzt nicht mehr gegenseitig beschie&szlig;t. Und das w&uuml;rde bedeuten, dass Israel sich unter den ungoing Raketenterror nicht mehr verteidigen k&ouml;nnte. Und Hamas macht jeden Tag deutlich, sie wollen Israel von der Landkarte vernichten, d.h. sie wollen Israel ausl&ouml;schen. Und in so einer Situation muss Israel seine Bev&ouml;lkerung sch&uuml;tzen. Zugleich versuche ich, versuchen wir gemeinsam mit unseren internationalen Partnern, mit den Amerikanern, aber vielen arabischen L&auml;ndern, alles daf&uuml;r zu tun, dass in Gaza Menschen sichere Orte haben, wo sie eben nicht ums Leben kommen, wo sie Trinkwasser erreicht, Medikamente&hellip;&ldquo;<br>\nEs ist v&ouml;llig okay, dass die Dame keine zwei S&auml;tze geradeaus reden kann. Die Mehrheit der Menschen, mich eingeschlossen, sind schlechte Redner. Aber es ist nicht okay, dass sie seit zwei Jahren Deutschlands Au&szlig;enministerin ist, uns &uuml;berall zum Gesp&ouml;tt macht und alle Chancen f&uuml;r Diplomatie links und rechts liegen l&auml;sst.<br>\nDie Deutsche Welle hat sich bei ihrer eigenen Verschriftlichung des Interviews gn&auml;dig auf die wenigen halbwegs sinnstiftenden S&auml;tze der Au&szlig;enministerin beschr&auml;nkt und hinter der falschen Ank&uuml;ndigung, die Au&szlig;enministerin &bdquo;sagte w&ouml;rtlich&ldquo;, eingestreutes, falsch ausgesprochenes Englisch ins Deutsche &uuml;bersetzt und unpassende W&ouml;rter durch passende ersetzt. So versucht man offenbar die Peinlichkeit in Grenzen zu halten, zu Lasten der journalistischen Redlichkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/news\/baerbock-redet-fuer-deutschland\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107142\">Auch nach &uuml;ber 5.000 get&ouml;teten Kindern in Gaza: Au&szlig;enministerin Baerbock weiterhin gegen Waffenstillstand<\/a>.<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Auf die Stra&szlig;e gegen den Krieg!<\/strong><br>\nIm am Donnerstag ver&ouml;ffentlichten Aufruf zur Gro&szlig;demonstration f&uuml;r den Frieden am Sonnabend in Berlin hei&szlig;t es:<br>\nEs ist mehr als an der Zeit, den Wahnsinnskurs der Bundesregierung und des Parlaments zu stoppen. Nachdem Boris Pistorius von der Gesellschaft endlich Kriegst&uuml;chtigkeit einfordert, setzt Annalena Baerbock noch einen oben drauf, indem sie in einem Interview mit der Deutschen Welle vor ein paar Tagen verk&uuml;ndet: &raquo;Es hilft nicht, einfach aus dem Impuls heraus zu sagen, die Waffen m&uuml;ssen schweigen, denn es ist nicht Aufgabe der Politik.&laquo; Am Samstag, dem 25.11., werden viele Menschen aus dem Bundesgebiet nach Berlin kommen, um unter der Losung &raquo;Nein zu Kriegen &ndash; R&uuml;stungswahnsinn stoppen &ndash; Zukunft friedlich und gerecht gestalten&laquo; gegen diese Politik zu demonstrieren. Seit dem Verfassen des Aufrufs hat die Bedrohungslage weltweit zugenommen. Die regionalen kriegerischen Auseinandersetzungen sind Teil eines Weltordnungskriegs. Im Ukrainekrieg sterben nach wie vor t&auml;glich Menschen, den Medien mittlerweile kaum noch eine Randnotiz wert, aber immer noch von der deutschen Regierung massiv befeuert, verbal und mit Waffenger&auml;t. Inzwischen befinden sich die Menschen im Gazastreifen seit sieben Wochen in einer humanit&auml;ren Katastrophe. &Uuml;ber 15.000 Tote, wohin die &Uuml;berlebenden auch fliehen, werden sie von Bomben eingeholt, ohne ausreichend Wasser und Lebensmittel, ohne medizinische Versorgung. Und hier wie dort droht die Situation zu eskalieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/463840.auf-die-stra%C3%9Fe-gegen-den-krieg.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Warum akzeptiert Netanjahu einen Geisel-Deal, den er wochenlang ablehnte?<\/strong><br>\n50 Geiseln sollen nach Israel zur&uuml;ckkehren, vier Tage Waffenruhe. Ein richtiger Schritt, aber warum erst jetzt, und was kommt danach? Eine Einordnung.<br>\nGestern stimmte das Kriegskabinett in Israel f&uuml;r das Hamas-Angebot, rund 50 israelische Geiseln freizulassen, die beim &Uuml;berfall am 7. Oktober in den Gazastreifen entf&uuml;hrt wurden. Im Gegenzug verspricht die israelische Regierung eine Waffenpause w&auml;hrend der schrittweisen &Uuml;bergabe.<br>\nDie Pause sollte eigentlich laut Hamas heute um zehn Uhr beginnen, w&auml;hrend sich beide Seiten auf die Freilassung der Geiseln vorbereiten. Doch nun teilt Israel mit, dass man mit der Freilassung nicht vor Freitag beginnen werde.<br>\nDie Einigung wurde international mit Erleichterung aufgenommen. Viele Angeh&ouml;rige warten nun gespannt und &auml;ngstlich, ihre entf&uuml;hrten Familienmitglieder &ndash; es sind Kinder, M&uuml;tter und Frauen &ndash; in Empfang zu nehmen.<br>\nDie &Uuml;bergabe soll phasenweise und in Gruppen &agrave; zw&ouml;lf bis 13 Personen &uuml;ber vier Tage geschehen. Im Gegenzug erkl&auml;rt sich die israelische Regierung bereit, 150 minderj&auml;hrige und weibliche pal&auml;stinensische Gefangene freizulassen. (Man geht von rund 8.000 Pal&auml;stinensern in israelischen Gef&auml;ngnissen aus. Davon werden mindestens 1.000 ohne Anklage oder Prozess, oft schon seit Jahren, festgehalten. Pal&auml;stinenser unterstehen im besetzten Westjordanland dem israelischen Kriegsrecht.)<br>\nDie Frage ist, warum die Netanjahu-Regierung dem Geisel-Deal nun zustimmte, den sie &uuml;ber Wochen zur&uuml;ckwies bzw. nicht ernsthaft verhandelte. Denn ein solches Angebot der Hamas wurde Israel bereits unmittelbar nach der Entf&uuml;hrung und dann immer wieder gemacht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Warum-akzeptiert-Netanjahu-einen-Geisel-Deal-den-er-wochenlang-ablehnte-9536941.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Kritik von Juden in Deutschland: &bdquo;Wir verzweifeln an Israels Politik&ldquo;<\/strong><br>\nDie Berliner Zeitung berichtete &uuml;ber eine Veranstaltung des Vereins J&uuml;dische Stimme in Berlin. Unsere Autorin war dabei &ndash; und &auml;rgerte sich &uuml;ber den Bericht. Eine Entgegnung.<br>\nDer &bdquo;Kosher-Stempel&ldquo;-Artikel dieser Zeitung zur Veranstaltung der &bdquo;J&uuml;dischen Stimme&ldquo; am 4. November in Berlin hinterl&auml;sst mich kopfsch&uuml;ttelnd. Nachdem die Autorin zu 90 Prozent inhaltlich korrekt wiedergibt, was an jenem Abend im Kulturzentrum Oyoun stattgefunden hat, endet der Artikel mit der Vermutung, dass wir &bdquo;eigensinnigen&ldquo; J&uuml;dinnen und Juden wohl genauso massakriert worden w&auml;ren, h&auml;tten wir uns am 7. Oktober zu Besuch in einem der Kibuzzim befunden, in denen Hamas-Terroristen gew&uuml;tet hatten.<br>\nWas will die Autorin den Lesern (oder uns?) sagen? Dass wir so dumm oder zu naiv sind, um zu begreifen, dass unser ganzes Friedensged&ouml;ns sowieso nichts bringt, wenn man es mit Terroristen zu tun hat? Sind wir am Ende doch die &bdquo;falschen&ldquo; Juden, wie sie in Deutschland normalerweise gar nicht geh&ouml;rt werden und auch nicht geh&ouml;rt werden sollen? An dieser Stelle ganz gro&szlig;en Dank an die Berliner Zeitung, die immerhin jemanden schickt und einen Artikel &uuml;ber unsere Veranstaltung abdruckt, w&auml;hrend bis auf Kollegen der &bdquo;junge welt&ldquo; alle anderen eingeladenen Pressevertreter sich lieber durch Abwesenheit positionieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/open-source\/nahostkonflikt-kritik-von-juden-in-deutschland-wir-verzweifeln-an-israels-politik-li.2161344\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Zeugen unerw&uuml;nscht<\/strong><br>\nGazakrieg: Zahl get&ouml;teter Journalisten steigt auf &uuml;ber 50. Drohungen und Angriffe sollen Berichterstattung verhindern.<br>\nDie Zahl der get&ouml;teten Journalisten im Gazakrieg steigt. Das Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) meldete am Mittwoch den Tod von mindestens 53 Journalisten und Medienmitarbeitern in Gaza, Libanon und Israel seit dem 7. Oktober. 46 der Get&ouml;teten sind Pal&auml;stinenser, vier Israelis und drei Libanesen. Die vier israelischen Journalisten wurden am 7. Oktober get&ouml;tet, als die pal&auml;stinensischen Al-Kassam-Brigaden israelische Kibbutzim und Ortschaften &ouml;stlich des Gazastreifens &uuml;berfielen. Alle pal&auml;stinensischen Journalisten wurden bei Luft- und Artillerieangriffen der israelischen Armee im Gazastreifen get&ouml;tet. Die drei libanesischen Journalisten wurden get&ouml;tet, w&auml;hrend sie aus dem S&uuml;dlibanon von der Waffenstillstandslinie berichteten. Direkte Angriffe auf Medienmitarbeiter und ihre Familien haben in den vergangenen Tagen deutlich zugenommen. Am Sonnabend wurden sechs Journalisten verschiedener Medien in Gaza get&ouml;tet. Am Sonntag wurde der Leiter des Press House Palestine get&ouml;tet, eine Einrichtung f&uuml;r junge Medien und Journalisten. Zu den internationalen Unterst&uuml;tzern geh&ouml;ren auch die Rosa-Luxemburg-Stiftung, die Friedrich-Ebert-Stiftung und die Bundesregierung. (&hellip;)<br>\nDie in Kriegs- und Krisengebieten &uuml;bliche Schutzkleidung bietet allerdings vor Angriffen nur dann Schutz, wenn der Angreifer Presse und Journalisten respektiert. CPJ meldet neben den 53 Get&ouml;teten auch elf Verletzte, drei vermisste und 18 verhaftete Journalisten. Zu der Art der Angriffe auf die Berichterstatter geh&ouml;ren neben direkten t&ouml;dlichen Angriffen auch Drohungen, Cyberattacken, Zensur und die Ermordung von Familienangeh&ouml;rigen, um Journalisten einzusch&uuml;chtern. Seit Beginn des j&uuml;ngsten Krieges verf&uuml;gt die israelische Armee damit &uuml;ber die Berichtshoheit &uuml;ber das Geschehen im Gazastreifen. Die Arbeit von Journalisten vor Ort wird behindert durch langanhaltende Strom- und Internetausf&auml;lle. Israel kontrolliert zudem das Telefon- und Funknetz im Gazastreifen, direkte Drohungen und Angriffe machen die journalistische Arbeit lebensgef&auml;hrlich. Ausl&auml;ndische Journalisten k&ouml;nnen derzeit nicht aus dem Gazastreifen berichten. Um dort einzureisen, ben&ouml;tigen sie die Genehmigung der israelischen und\/oder der &auml;gyptischen und pal&auml;stinensischen Beh&ouml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/463755.gazakrieg-zeugen-unerw%C3%BCnscht.html\">Karin Leukefeld in junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>EU will &bdquo;Schl&uuml;sselrolle&ldquo; in Nahost<\/strong><br>\nVor der verz&ouml;gerten Freilassung von Geiseln der Hamas und der damit verbundenen Feuerpause im Gazastreifen dringt die EU auf eine st&auml;rkere Rolle in k&uuml;nftigen Friedensverhandlungen wie auch bei der Neuordnung des Nahen Ostens nach einem Ende des Kriegs. &bdquo;Wir Europ&auml;er&ldquo; m&uuml;ssten schon &bdquo;aus Eigeninteresse&ldquo; k&uuml;nftig eine Schl&uuml;sselrolle im Nahen Osten spielen, fordert der EU-Au&szlig;enbeauftragte Josep Borrell; davon werde &bdquo;ein bedeutender Teil der k&uuml;nftigen globalen Rolle der EU&ldquo; abh&auml;ngen, insbesondere auch die Beziehungen der Union zu den L&auml;ndern des Globalen S&uuml;dens. Dem Streben nach einer st&auml;rkeren Rolle in den Bem&uuml;hungen um die Beendigung des Kriegs steht aktuell insbesondere die Bundesregierung im Weg, die einem dauerhaften Waffenstillstand wiederholt eine Absage erteilt hat. Die Position Berlins wird etwa in der arabischen Welt als noch verh&auml;rteter eingestuft als diejenige Washingtons, das Israels Kriegf&uuml;hrung &ndash; anders als Berlin &ndash; immer wieder kritisiert. Deutschland bringt sich damit in Gegensatz zum Globalen S&uuml;den, der zunehmend gegen die Nahostpolitik des Westens opponiert. Aktuell bringt sich das BRICS-B&uuml;ndnis als sein Sprachrohr in Position.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9415\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Experten ziehen bitteres Fazit: &bdquo;Die Gegenoffensive ist gescheitert. Die Ukraine verbraucht sich&ldquo;<\/strong><br>\nDie ukrainische Gegenoffensive ist strategisch und operativ gescheitert &ndash; zu diesem Schluss kommen zahlreiche westliche Beobachter. Sie glauben, dass der Krieg noch lange andauern wird. Auch, weil sich Russlands Armee angepasst hat.<br>\nSchnell und effektiv. So war die Gegenoffensive der Ukraine, die im Fr&uuml;hjahr startete, eigentlich geplant. Sie sollte einen Wendepunkt im russischen Angriffskrieg markieren. Es ging darum, gegnerische Truppen zu vertreiben und Gebiete zur&uuml;ckzuerobern.<br>\nDoch jetzt, Monate sp&auml;ter, ist Entt&auml;uschung eingekehrt. Die Frontlinie hat sich kaum verschoben, die Fl&auml;che der wiedererlangten Gebiete im S&uuml;den betr&auml;gt gerade einmal 400 Quadratkilometer.<br>\nFranz-Stefan Gady, Analyst beim britischen Institute for International Strategic Studies, reiste f&uuml;r zehn Tage in der Ukraine. Er unterhielt sich mit mehreren Soldaten und sagte der &bdquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&ldquo; : &bdquo;Die Kampfmoral ist immer noch hoch, aber sie sind ersch&ouml;pft&rdquo;.<br>\nDie Gegenoffensive, erkl&auml;rte Gady weiter, habe ihre Ziele im Gro&szlig;en und Ganzen verfehlt. Die Kampfkraft der ukrainischen Armee sei schwach. Gel&auml;ndegewinne k&ouml;nnten kaum mehr erzielt werden.<br>\nGady ist nicht der Einzige, der ern&uuml;chtert auf die Fr&uuml;hjahrsoffensive blickt. Auch Ralph Thiele, Vorsitzender der Politisch-Milit&auml;rischen Gesellschaft in Berlin, sagt im Gespr&auml;ch mit FOCUS online: &bdquo;Die ukrainische Armee ist in den f&uuml;nf Monaten ihrer Gegenoffensive nur 17 Kilometer tief in die russischen Stellungen vorgedrungen.&ldquo;<br>\nEigentlich wollten die Streitkr&auml;fte in wenigen Wochen bis zur Schwarzmeerk&uuml;ste, konkret bis zum Asowschen Meer, vorr&uuml;cken. Ziel war es, die von Russland eroberte Landverbindung zwischen den besetzten Gebieten im Osten und der 2014 annektierten Krim zu trennen. Daf&uuml;r h&auml;tte die Ukraine die russischen Verteidigungsstellungen &uuml;berwinden und anschlie&szlig;end 100 Kilometer weit in den S&uuml;den marschieren m&uuml;ssen.<br>\nEin Plan, der nicht aufging. Die Ukrainer &bdquo;haben sich in den aufgeh&auml;uften Minenfeldern und starken Verteidigungsstellungen der Russen festgelaufen&ldquo;, analysiert Thiele. Dem Verteidigungsexperten zufolge sind rund 100.000 ukrainische Soldaten get&ouml;tet worden, au&szlig;erdem spricht er von einem &bdquo;Vielfachen an k&ouml;rperlich und seelisch Verwundeten seit Beginn des russischen &Uuml;berfalls&ldquo;.<br>\nDoch nicht nur westliche Beobachter betrachten die Gegenoffensive als gescheitert. &Auml;hnliche T&ouml;ne kommen auch aus der Ukraine selbst.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/politik\/ausland\/ukraine-krise\/experten-ziehen-bitteres-fazit-die-gegenoffensive-ist-gescheitert-die-ukraine-verbraucht-sich_id_249865571.html\">Focus Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die Deutschen merken&rsquo;s nicht: Olaf Scholz hat die &bdquo;Postfaschistin&ldquo; Meloni zur Demokratin erkl&auml;rt<\/strong><br>\nAm Mittwoch erhielt Italiens Ministerpr&auml;sidentin Giorgia Meloni genau, was sie wollte: Anerkennung von Deutschland. Ein Geschenk von Olaf Scholz. Ein Kommentar.<br>\n&bdquo;Tempora mutantur, nos et mutamur in illis&ldquo;, sagen die Lateiner. Auf Deutsch kann man diese S&auml;tze in etwa so &uuml;bersetzen: &bdquo;Die Zeiten &auml;ndern sich. Und wir &auml;ndern uns mit ihnen.&ldquo; Wie schnell so ein Wandel heutzutage erfolgen kann, insbesondere in der politischen Szene, kann man mit Blick auf die deutsch-italienischen Beziehungen studieren.<br>\nVor nicht allzu langer Zeit wurde die italienische Ministerpr&auml;sidentin Giorgia Meloni in Europa noch als &bdquo;Postfaschistin&ldquo;, &bdquo;Rechtsextremistin&ldquo; und &bdquo;Mussolini-Nostalgikerin&ldquo; beschrieben. Diese Zeiten scheinen nun endg&uuml;ltig vorbei zu sein, zumindest in Deutschland. [&hellip;]<br>\nAm Mittwoch wimmelte es im Kanzleramt nur so von italienischen Journalisten. Es wirkte fast so, als ob Scholz Meloni in Rom und nicht Meloni Scholz in Berlin besucht h&auml;tte. Die wenigen deutschen Medienvertreter konnte man an einer Hand abz&auml;hlen. Sie konnten sich die massive Pr&auml;senz der italienischen Medien nicht erkl&auml;ren. Ein deutscher Journalist fragte seinen Kollegen: &bdquo;Wieso sind all diese italienischen Journalisten heute hier?&ldquo; Die Deutschen konnten nicht verstehen, was der Grund f&uuml;r die mediale Aufregung der Italiener war. Die Antwort ist jedoch einfacher als gedacht: Sie wollten dem medialen Triumph Melonis beiwohnen.<br>\nBei Melonis Besuch in Berlin ging es nicht darum, eine L&ouml;sung f&uuml;r die Einwanderungs- und Wirtschaftskrise Europas zu finden oder einen Kompromiss mit Blick auf den umstrittenen Stabilit&auml;ts- und Wachstumspakt, den Italien nur ungern ratifizieren m&ouml;chte, obwohl Deutschland seit langem Druck auf die italienische Regierung aus&uuml;bt. An diesem Tag ging es lediglich um mediale Pr&auml;senz f&uuml;r Meloni, die &bdquo;Postfaschistin&ldquo;, vor der sich der sozialdemokratische Kanzler letztendlich verbeugen musste.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/kommentar-olaf-scholz-hat-die-faschistin-giorgia-meloni-zur-demokratin-erklaert-und-die-deutschen-merken-es-nicht-li.2161634\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Nachbetrachtung zum Treffen zwischen Joe Biden und Xi Jinping: Die Welt ist gro&szlig; genug f&uuml;r alle &ndash; eigentlich<\/strong><br>\nDie westlichen Kampfmedien waren auf das schlichte Narrativ eingeschworen worden: Das Treffen Xi-Biden sei ein Erfolg gewesen. Der chinesische Staatschef sei gewisserma&szlig;en eigens nach San Francisco gereist, um Joseph Biden zu treffen. Nun rede man wieder miteinander. Der US-Pr&auml;sident sagte dann auch pflichtgem&auml;&szlig;, die Gespr&auml;che seien &bdquo;einige der konstruktivsten und produktivsten, die wir gehabt haben&ldquo;. Xi Jinping werde in Zukunft auch &bdquo;ans Telefon gehen&ldquo;, wenn er anrufe. Die US-amerikanische Diplomatie, soweit man von so etwas &uuml;berhaupt reden kann, hatte in Peking m&auml;chtig antichambriert, um dieses Treffen zu erm&ouml;glichen und um die entsprechenden Bilder produzieren zu k&ouml;nnen. Angesichts des Desasters in der Ukraine, des drohenden Fl&auml;chenbrands im Nahen Osten und der bevorstehenden Pr&auml;sidentschaftswahlen in den USA ist man in Washington erkennbar wenig an einer Eskalation in Ostasien interessiert &ndash; zumindest nicht derzeit. Seit dem offenen Ausbruch des Ukraine-Konflikts im Februar 2022 hatte sich die Biden-Regierung bem&uuml;ht, Peking ins US-amerikanische Boot zu holen. Das gilt erst recht, wenn sich der zionistische Versuch, die Pal&auml;stinenser aus Gaza zu vertreiben, zu einem Gro&szlig;konflikt bis hin zu einem Krieg gegen Iran ausweiten sollte. Die chinesische Seite hatte sich, insbesondere seit der &raquo;Ballonaff&auml;re&laquo;, ziemlich abweisend gegen&uuml;ber den Avancen der USA gezeigt. Wozu mit jemanden verhandeln, der selbst die absurdesten Geschehnisse zu einer Eskalation nutzt und der in Peking das eine sagt und in Washington so ziemlich das Gegenteil tut? Was vornehmlich f&uuml;r die Ein-China-Politik, konkret die Taiwanfrage, gilt. Au&szlig;erdem wollte man, bei aller taktischen Distanz zum russischen Vorgehen, die strategische Partnerschaft mit Ru&szlig;land nicht besch&auml;digen. Auch diesmal d&uuml;rften die Hoffnungen der Chinesen auf reale Ergebnisse nahe bei null gelegen haben. Aber immerhin bot sich anl&auml;&szlig;lich des Gipfels der Asia-Pacific Economic Cooperation (APEC) die Chance auf einen klaren Punktsieg im Propagandakrieg: Man w&uuml;rde nach Bali die chinesische Position wieder einmal einem breiteren Publikum zug&auml;nglich machen k&ouml;nnen. Vor ziemlich genau einem Jahr hatte sich Xi mit Biden beim G20-Treffen auf der indonesischen Insel zum ersten Mal pers&ouml;nlich getroffen. Schon damals waren viele Hoffnungen mit dieser Begegnung verbunden gewesen, die sich im Folgenden &ndash; ebenso wie vermutlich die von San Francisco &ndash; nicht erf&uuml;llten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zlv.lu\/db\/1\/1469256726505\/0\">Klaus Wagener in Zeitung vum L&euml;tzebuerger Vollek<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Altersvorsorge: Privates Bankgewerbe erm&ouml;glicht Betriebsrenten ohne Garantien<\/strong><br>\nArbeitgeber und Gewerkschaften einigen sich auf ein Sozialpartnermodell f&uuml;r Privatbanken. K&uuml;nftig sind dort Betriebsrenten m&ouml;glich, bei denen keine bestimmte Auszahlungsh&ouml;he garantiert wird.<br>\nPrivate Banken k&ouml;nnen ihren Besch&auml;ftigten k&uuml;nftig auch Betriebsrentenmodelle anbieten, bei denen es keine Garantie f&uuml;r die H&ouml;he der sp&auml;teren Rentenzahlung gibt. Auf einen entsprechenden Tarifvertrag haben sich der Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes (AGV Banken) und die Gewerkschaften Verdi und DBV geeinigt.<br>\n&bdquo;Wir sind uns unserer Verantwortung als Sozialpartner bewusst, eine zukunftsfeste Altersversorgung f&uuml;r m&ouml;glichst viele Besch&auml;ftigte aktiv mitzugestalten&ldquo;, sagte der Vorsitzende des AGV Banken, Thomas A. Lange.<br>\nMit dem Tarifvertrag, der noch von der Bundesanstalt f&uuml;r Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) genehmigt werden muss, wird nun auch im privaten Bankgewerbe das sogenannte Sozialpartnermodell etabliert. Dieses hatte die damalige Gro&szlig;e Koalition im Jahr 2017 mit dem Betriebsrentenst&auml;rkungsgesetz auf den Weg gebracht, um der betrieblichen Altersvorsoge zu gr&ouml;&szlig;erer Verbreitung zu verhelfen.<br>\nDenn nur rund jeder zweite sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigte kann im Alter noch mit Leistungen aus einer Betriebsrente rechnen, in kleinen Unternehmen ist der Anteil deutlich geringer als in gro&szlig;en. Um die Verbreitung auch im Mittelstand zu erh&ouml;hen, k&ouml;nnen Arbeitgeber mit dem Sozialpartnermodell von der Haftung freigestellt werden.<br>\nDas hei&szlig;t, sie garantieren nur noch, regelm&auml;&szlig;ig Beitr&auml;ge in die betriebliche Altersvorsorge einzuzahlen, aber nicht mehr f&uuml;r eine bestimmte Leistungsh&ouml;he in der Auszahlungsphase. Auf diese Weise werden renditetr&auml;chtigere, aber auch risikoreichere Anlageformen m&ouml;glich, beispielsweise in Aktien. Voraussetzung sind aber entsprechende Tarifvertr&auml;ge.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/altersvorsorge-privates-bankgewerbe-ermoeglicht-betriebsrenten-ohne-garantien\/29519280.html%20\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Was f&uuml;r ein Hohn: die Einzahlungen sind garantiert, die Auszahlungen &ldquo;schaun wir mal&rdquo; nach dem Prinzip Hoffnung organisiert&hellip;wie k&ouml;nnen solche &ldquo;Produkte&rdquo; als Altersvorsorge zugelassen werden? Und wieso um Gottes Willen ist Ver.di von allen guten Geistern verlassen, sich auf so einen Murks einzulassen und das Ganze und dem irref&uuml;hrenden Namen &ldquo;Sozialpartnermodell&rdquo; zu adeln? Warum schlie&szlig;t sich ver.di nicht stattdessen der Initiative der IG Metall zur&uuml;ck <a href=\"https:\/\/www.ihre-vorsorge.de\/altersvorsorge\/nachrichten\/betriebsrente-ig-metall-verabschiedet-sich-vom-sozialpartnermodell\">zur St&auml;rkung der gesetzlichen Umlagerente<\/a> an?<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Die T&uuml;cken der betrieblichen Altersvorsorge<\/strong><br>\nArbeitnehmer m&uuml;ssen genau hinschauen, wenn ihnen der Chef eine betriebliche Altersvorsorge anbietet. Nicht immer lohnt sie sich. Manche Klauseln k&ouml;nnen sogar Geld kosten<br>\nDie betriebliche Altersvorsorge (bAV) ist ziemlich bequem, denn der Arbeitgeber k&uuml;mmert sich darum. Sie w&auml;hlt den Vertrag aus, sie verwaltet alles und schie&szlig;t auch noch Geld dazu. Was sich gut anh&ouml;rt, hat f&uuml;r die Arbeitnehmer allerdings manche T&uuml;cken. Wer nicht aufpasst, macht mit der Betriebsrente ein schlechtes Gesch&auml;ft. &bdquo;Die bAV verdient diesen Namen eigentlich nicht, wenn die Besch&auml;ftigten sie selbst bezahlen&ldquo;, kritisiert Theodor Pischke, Experte f&uuml;r Altersvorsorge bei der Stiftung Warentest.<br>\nSeit wenigen Jahren sind Arbeitgeber dazu verpflichtet, mindestens 15 Prozent der Beitr&auml;ge beizusteuern. Den Rest leisten die Mitarbeiter &uuml;ber die sogenannte Entgeltumwandlung selbst. Sie zahlen also aus ihrem Bruttolohn Beitr&auml;ge zur bAV. &bdquo;Die Frage ist, ob das wirklich rentabel ist. Gerade wenn die Firma nur den Mindestanteil beisteuert, kann es bei schlechten Vertr&auml;gen vielleicht nicht ausreichen&ldquo;, sagt Pischke. Hier gilt: Je mehr der Arbeitgeber einzahlt, desto eher lohnt es sich. Am besten ist, wenn er die Beitr&auml;ge voll &uuml;bernimmt. Und es kommt auf Kosten und Rendite des angebotenen Vertrages an. Auf dessen Auswahl haben die Arbeitnehmer allerdings keinen Einfluss.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.capital.de\/geld-versicherungen\/die-tuecken-der-betrieblichen-altersvorsorge-34195252.html%20\">Capital<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Sehr sch&ouml;ner Artikel, der die bAV mal nicht in den sch&ouml;nsten Farben malt, sondern auf die vielen Nachteile hinweist: Schw&auml;chung der Sozialversicherungen und der pers&ouml;nlichen Vorsorge des Arbeitnehmers (Rente, KV, Arbeitslosigkeit), Rendite und Rentabilit&auml;t unklar bis fraglich, der Arbeitgeber stiehlt sich aus der Verantwortung und spart Sozialabgaben, oft nicht zwischen Arbeitgebern &uuml;bertragbar (im Gegensatz zur gesetzlichen Rente), die Anbieter verdienen mit oder sind sogar die einzigen Profiteure&hellip; Im Grunde genommen spricht gar nichts f&uuml;r die bAV und alles f&uuml;r die St&auml;rkung der gesetzlichen Rente, aber das ist ja politisch nicht gewollt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Effektive Steuern: Wie die ganze Weltbev&ouml;lkerung vor der Klimah&ouml;lle bewahrt werden k&ouml;nnte<\/strong><br>\nDer CO&#8322;-Fu&szlig;abdruck der reichsten zehn Prozent der Weltbev&ouml;lkerung ist bis zu 40 Mal h&ouml;her ist als der von armen Menschen. Das zeigt: Pauschale Steuern auf klimasch&auml;digendes Verhalten sind unsinnig. Es gibt bessere Konzepte [&hellip;]<br>\nWenn eine Regierung beispielsweise eine Emissionssteuer f&uuml;r die gesamte Bev&ouml;lkerung erheben w&uuml;rde, anstatt sich auf die Reichen mit hohen Emissionen zu konzentrieren, w&uuml;rde sie einen gro&szlig;en Teil der m&ouml;glichen Emissionssenkungen verpassen. Wenn man im globalen Norden die Ungleichheit bei den Emissionen nicht ber&uuml;cksichtigt, kann es zu Protesten wie denen der &bdquo;Gelbwesten&ldquo; kommen, sagt Chancel. Dabei bezieht er sich auf die Steuererh&ouml;hungen auf Diesel in Frankreich im Jahr 2018, die Massendemonstrationen der Gilets Jaunes ausl&ouml;sten.<br>\n&bdquo;Es gab viele Haushalte, die insgesamt relativ wenig emittierten, aber ihre Verkehrsemissionen waren ziemlich hoch, weil sie in l&auml;ndlichen Gegenden leben und keine andere M&ouml;glichkeit hatten, als das Auto zu benutzen&ldquo;, sagt Chancel. Die Kohlendioxidsteuer bedeutete also nur, dass sie weniger verf&uuml;gbares Einkommen hatten &ndash; ihre Emissionen wurden dadurch nicht verringert. Also gab es eine Gegenreaktion. &bdquo;Die gute Nachricht ist, dass es viele M&ouml;glichkeiten gibt, diese Art von Blockade zu vermeiden&ldquo;, meint Chancel. Er nennt das Beispiel der kanadischen Kohlenstoffsteuer. &bdquo;Dort wird ein gro&szlig;er Teil der Einnahmen verwendet, um potenzielle Verlierer zu entsch&auml;digen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/the-guardian\/effektive-steuern-ganze-weltbevoelkerung-koennte-vor-klimakrise-geschuetzt-werden\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Der Pranger und die Zeitenwende<\/strong><br>\nDeutschlands Marktpl&auml;tze sind Orte des Verweilens, auf denen man heute keine Menschen mehr an den Pranger stellt. Den findet man heute online &ndash; zum Beispiel bei der EPDE.<br>\nWir stecken tief in der kognitiven Kriegsf&uuml;hrung, alle Mittel sind recht, selbst Atavismen wie der Pranger erleben eine Renaissance. Denn Menschen, die den mentalen Burgfrieden unserer kleinen Republik insofern gef&auml;hrden, dass sie sich selbst Gedanken machen oder gar Recherchen einholen, m&uuml;ssen der &Ouml;ffentlichkeit kenntlich gemacht werden. Das gilt dieser Tage offenbar als demokratisch &ndash; in einem Land, in dem &ndash; Gott sei es gedankt! &ndash; jeder M&ouml;rder das Recht genie&szlig;t, der &Ouml;ffentlichkeit nicht ungeniert vorgef&uuml;hrt zu werden.<br>\nDie European Platform for Democratic Elections (EPDE) hat sich auch so einen noblen Pranger geleistet. Und siehe da, den ersten Kopf kennen wir doch &ndash; es ist Patrik Baab. Man sieht ihn in einer illustren Runde; er wird als einer von 44 &raquo;voreingenommenen Beobachtern&laquo; pr&auml;sentiert. Vorwurf: &raquo;Baab behauptet, er sei in den besetzten Gebieten gewesen, um als Journalist zu recherchieren.&laquo; Er behauptet das also nur? Man bezichtigt Baab also der L&uuml;ge?<br>\nAufgef&uuml;hrt werden auch andere K&ouml;pfe, besonders viele Angeprangerte aus der AfD. Die prominentesten Protagonisten dieser Liste sind: Sergey Filbert, Gunnar Linnemann, Alina Lipp, Andreas Maurer, Thomas R&ouml;per und Alexander von Bismarck. Allen ist gemein, dass sie sich nicht mit der Anschauung der Bundesregierung einverstanden erkl&auml;ren, der Ukraine mit allen Mitteln zum Sieg zu verhelfen und damit die Diplomatie auszusetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/hintergrund\/gesellschaft\/der-pranger-und-die-zeitenwende\/\">Overton Magazin<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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