{"id":107312,"date":"2023-11-27T11:00:18","date_gmt":"2023-11-27T10:00:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107312"},"modified":"2023-11-27T13:20:37","modified_gmt":"2023-11-27T12:20:37","slug":"erfolgreiche-berliner-grossdemonstration-fuer-das-ueberleben-der-menschheit-in-frieden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107312","title":{"rendered":"Erfolgreiche Berliner Gro\u00dfdemonstration f\u00fcr das \u00dcberleben der Menschheit in Frieden"},"content":{"rendered":"<p>Der bekannte Journalist der <em>S&uuml;ddeutschen Zeitung<\/em> Heribert Prantl hat in seiner nur f&uuml;r Abonnenten zug&auml;nglichen politischen Wochenschau von diesem Wochenende die diffamierende Propaganda der f&uuml;hrenden Medien unseres Landes kritisiert. Er schrieb zur Berliner Friedensdemonstration der laut Veranstalter &uuml;ber 20.000 an diesem Wochenende im Regierungsviertel: &bdquo;Nach der Friedensdemonstration gestern am Brandenburger Tor wird davon geredet, dass dort &sbquo;die &uuml;blichen Verd&auml;chtigen` aufgetreten seien. Warum sollen sie &sbquo;verd&auml;chtig&lsquo; sein &ndash; im Gegensatz zu denen, die einen Mentalit&auml;tswechsel hin zur Kriegst&uuml;chtigkeit in Deutschland fordern? Wenn die Herstellung von Verteidigungst&uuml;chtigkeit nicht mehr reicht, sondern Kriegst&uuml;chtigkeit hergestellt werden soll &ndash; dann muss wirklich eine neue, gro&szlig;e Friedensbewegung wachsen.&ldquo; Von <strong>Bernhard Trautvetter<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nDiese mutige Wortmeldung steht gegen die breite Manipulation f&uuml;hrender Medien der Meinungsmache. Viele Medien stellen mit Sahra Wagenknecht eine der prominenten Rednerinnen und Redner als Person heraus, um die gesamte Bewegung unter den manipulativen und diffamierenden Berichten von der Demonstration zu diskreditieren. Ein solch abtr&auml;glicher Text befindet sich sogar auch in der <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/meinung\/wagenknecht-friedensdemonstration-russland-ukraine-israel-kommentar-1.6309489?reduced=true\">gleichen <em>S&uuml;ddeutschen Zeitung<\/em> in einem Bericht<\/a> von der Demonstration. Diese Darstellung spitzt sich im Vorwurf zu: &bdquo;Ihr Auftritt zeigt, wie Sahra Wagenknecht mit dem rechten Rand spielt.&ldquo;<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/friedensdemo-mit-wagenknecht-in-berlin-mitte-redner-vergleicht-bombardierung-von-gaza-mit-holocaust-10836820.html\">Passend dazu der Berliner <em>Tagesspiegel<\/em><\/a>: &bdquo;Friedensdemo mit Wagenknecht in Berlin-Mitte: Redner vergleicht Bombardierung von Gaza mit Holocaust&ldquo;. W&ouml;rtlich sagte Pablo Miro: &bdquo;Es gibt keine Stolpersteine vor ganzen Geb&auml;uden, die bombardiert wurden, weil angeblich dort vielleicht ein Jude war. Und das findet in Pal&auml;stina gerade statt.&ldquo; Damit verglich er mitnichten den Krieg in Gaza mit der systematischen Vernichtung von &uuml;ber sechs Millionen Juden. Er kritisierte die Bombardierung ziviler Ziele, bei der der Tod vieler Unschuldiger bewusst in Kauf genommen wird.<\/p><p>Vorw&uuml;rfe gegen die <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/geschichte\/geschichte-newsletter-moskaus-nuetzliche-idioten-a-ab38bffb-d869-4231-9fed-3666a4c839bc\">Friedensbewegung, sie sei Russlands F&uuml;nfte Kolonne<\/a> und im Zusammenhang mit einer ihr unterstellten N&auml;he zu rechten Kr&auml;ften teils antisemitisch, begleiten die Manipulation gegen die Friedensbewegung und verbreiten sich entsprechend auch in der <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/meinung\/wagenknecht-friedensdemonstration-russland-ukraine-israel-kommentar-1.6309489?reduced=true\">Berichterstattung &uuml;ber die Berliner Friedensdemonstration<\/a>.<\/p><p>Wie stark hierbei die Fakten verdreht werden, offenbart der Blick auf den Ablauf der Friedensaktion selbst: Reiner Braun er&ouml;ffnete f&uuml;r die Organisatoren die Demonstration mit einer Kritik an der geistigen Verbreitung einer Stimmung selbst f&uuml;r Krieg durch L&uuml;gen, Verdrehungen und Feindbilder in einflussreichen Teilen der &Ouml;ffentlichkeit und der Medien. Sie flankieren auch einen sozialen Krieg nach innen, der auch in den Haushaltsk&uuml;rzungen in den Bereichen Soziales, Umwelt, Gesundheit, Bildung und Wissenschaft stattfindet, w&auml;hrend die Steigerungen des Milit&auml;rhaushalts als unantastbar behandelt werden.<\/p><p><a href=\"https:\/\/nie-wieder-krieg.org\/\">Sahra Wagenknecht verurteilte<\/a> die &bdquo;furchtbaren Massaker der islamistischen Hamas&ldquo; und zeigte sich &bdquo;genauso entsetzt &uuml;ber die r&uuml;cksichtslosen Bombardements des Gaza-Streifen&ldquo;, <a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/wagenknecht-israel-fuehrt-krieg-ohne-ruecksicht\">Sie betonte<\/a>: &bdquo;Wir haben die Verantwortung, das Existenzrecht Israels zu verteidigen. Aber diese Verantwortung verpflichtet uns nicht, die r&uuml;cksichtslose Kriegsf&uuml;hrung der Regierung Netanjahu als Selbstverteidigung sch&ouml;nzureden.&ldquo; Sie kritisierte die Stimmungsmache des Milit&auml;rministers Pistorius f&uuml;r einen kriegsbejahenden Mentalit&auml;tswechsel. Er habe nicht von &sbquo;verteidigungsf&auml;hig&lsquo; gesprochen, sondern von Kriegstauglichkeit als einer besonderen Form der Tauglichkeit im Sinne von etwas beherrschen zu k&ouml;nnen. Mit dieser brandgef&auml;hrlichen Einstimmung auf Krieg erweist er sich als geschichtsvergessen, insofern er nicht daran erinnert, wozu es gef&uuml;hrt hat, als Deutschland in der Geschichte das Kriegshandwerk zum Einsatz brachte.<\/p><p>Die <a href=\"https:\/\/dahemm.de\/friedensdemo-berlin-25-11-2023\/\">Journalistin und Autorin Gabriele Krone-Schmalz<\/a> kn&uuml;pfte an die Kritik an der Kriegspropaganda an: In diesen Zeiten k&auml;me &bdquo;mir Zur&uuml;ckhaltung so vor, als wolle man sich vor der Verantwortung dr&uuml;cken. Das ungenierte Kriegsgeschrei kann ich so nicht hinnehmen und ich habe den Eindruck, dass sich die Mehrheit in unserer Gesellschaft, schon gar die schweigende, weniger Kriegsrhetorik w&uuml;nscht und daf&uuml;r mehr ernstzunehmende diplomatische Aktivit&auml;ten &hellip;&ldquo; Sie f&uuml;hrte weiter aus, dass unsere Freiheit und Demokratie nicht in der Ukraine verteidigt wird, &bdquo;genauso wenig wie damals am Hindukusch. Das ist nur eine besonders hinterh&auml;ltige Form, Kriegseins&auml;tze zu rechtfertigen und einen moralisch unter Druck zu setzen. Der Kampf um unsere Demokratie findet nicht im Ausland statt, sondern innerhalb unserer Landesgrenzen, und genau deshalb braucht es wieder eine starke Friedensbewegung. Die Menschen sollten sich nicht ins Boxhorn jagen lassen von den Salon-Intellektuellen, die von Lumpenpazifisten reden, und auch nicht davon, als gefallene Engel bezeichnet zu werden. Es gibt in der Geschichte genug Figuren, die bewiesen haben, dass Gewaltfreiheit, intelligentes Selberdenken und Mut, sich dem entgegenzustellen, was man mit dem eigenen Gewissen nicht vereinbaren kann &hellip; Sie m&uuml;ssen so gut wie m&ouml;glich Bescheid wissen, sie m&uuml;ssen Stellung beziehen, also entscheiden, sie m&uuml;ssen die Konsequenzen ihrer Entscheidung &uuml;berblicken und daf&uuml;r dann auch die Verantwortung &uuml;bernehmen.&ldquo; Dieses Pl&auml;doyer f&uuml;r die Benutzung des Verstandes ist das Rezept gegen die geistige Vergiftung der Gehirne durch Kriegsrhetorik.<\/p><p>Passend dazu f&uuml;hrte der Bundesvorsitzende der Naturfreunde, Michael M&uuml;ller, in seiner Rede aus: &bdquo;Wir m&uuml;ssen den Konformismus in der ver&ouml;ffentlichten Meinung kritisieren, d&uuml;rfen ihn nicht hinnehmen, &hellip; was ist das f&uuml;r eine Zeit, in der die Friedensbewegung als F&uuml;nfte Kolonne Moskaus diffamiert wird, aber die in den Medien gefeiert werden, die &raquo;zu den Waffen&laquo; rufen. Egon Bahr w&uuml;rde sagen: eine Krise des Gehirns.&ldquo; Er warnte vor der Eskalationsdynamik der Kriege: &bdquo;Kriege, das kennen wir von Clausewitz, kennen keine Grenzen in sich. &hellip; Mit 2,3 Billionen Dollar erreichen die weltweiten R&uuml;stungsausgaben neue Rekordh&ouml;hen. Was ist das f&uuml;r eine Perversion, dass 75 Prozent davon auf nur zehn L&auml;nder entfallen? Wer will wirklich, dass Deutschland in Europa zum Land mit den h&ouml;chsten Milit&auml;rausgaben wird? Angesichts der ungel&ouml;sten globalen Probleme w&auml;chst die Gefahr neuer Kriege. Deshalb sagen wir auch Nein zum Konzept Nato 2030. &hellip; Bei der Klimakrise l&auml;uft uns die Zeit davon, die globale Erderw&auml;rmung um 1,5 Grad ist schon nicht mehr zu verhindern. Und dann kommen die dramatischen Kipppunkte im Erdsystem, die die Folgen des &ouml;kologischen Kolonialismus beschleunigen und unwiderruflich machen. Die Klimakrise kann nicht ohne China und Russland bew&auml;ltigt werden. Aber die Zeit eilt. Wir brauchen die globale Zusammenarbeit.&ldquo;<\/p><p>Der UNO-Diplomat Michael von der Schulenburg bezog sich entsprechend auf die UNO-Charta und die darin enthaltene gegenseitige Verpflichtung aller Mitgliedsl&auml;nder, Konflikte friedlich zu l&ouml;sen. Dies folgt dem Ziel der UNO, den Weltfrieden, die internationale Sicherheit und die Gerechtigkeit zu f&ouml;rdern und zu sichern.<\/p><p>Die Nato-Strategie der Abschreckung steht diesen Erfordernissen der globalen Zusammenarbeit und der friedlichen Konfliktl&ouml;sung entgegen. Sie erweist sich durch die Politik der Konfrontation, Gewaltdrohung und &ndash;anwendung, durch die Hochr&uuml;stung in der auch &ouml;kologisch gef&auml;hrdeten Welt als Zeitz&uuml;nder an der Existenz der Menschheit auf dem zerbrechlichen Planeten Erde.<\/p><p>Die dringenden Appelle an die Vernunft entsprachen auch den Botschaften der weiteren Redner und Rednerinnen, darunter Iris Hefets von der J&uuml;dischen Stimme, Petra Erler (ehemalige Kabinettchefin in der Europ&auml;ischen Kommission) und Ates G&uuml;rpinar (stellvertretender Vorsitzender der Partei DIE LINKE). Das breite B&uuml;ndnis von Friedensaktivisten, Diplomaten, Sozialdemokraten, bekannten Pers&ouml;nlichkeiten aus der Kultur, verschiedenen gesellschaftlichen Bewegungen, den Medien mit B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern aus verschiedenen sozialen Bez&uuml;gen hielt den Anfeindungen stand, und es erweist sich als notwendiger denn je, um die L&auml;hmung der Politik in der Eskalationsspirale aus Unrecht, Gewalt, Umweltzerst&ouml;rung, immer massiveren Risiken und Kriegen zu &uuml;berwinden, solange das noch geht.<\/p><p>Petra Erler rief die Demonstrierenden zum Ende der Demonstration dazu auf, n&auml;chstes Mal m&ouml;glichst viele weitere Freundinnen und Freunde des Friedens und des &Uuml;berlebens mitzubringen, damit die Stimme der Vernunft mehr Geh&ouml;r findet als bisher.<\/p><p><small>Titelbild: &copy; Heinz Freese, Renate Burkhardt<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der bekannte Journalist der <em>S&uuml;ddeutschen Zeitung<\/em> Heribert Prantl hat in seiner nur f&uuml;r Abonnenten zug&auml;nglichen politischen Wochenschau von diesem Wochenende die diffamierende Propaganda der f&uuml;hrenden Medien unseres Landes kritisiert. Er schrieb zur Berliner Friedensdemonstration der laut Veranstalter &uuml;ber 20.000 an diesem Wochenende im Regierungsviertel: &bdquo;Nach der Friedensdemonstration gestern am Brandenburger Tor wird davon geredet, dass<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107312\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":107313,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[35,170,183],"tags":[2035,282,3293,2017,3058,1120,302,1557,2249,2994,3333,1367,460,239,632],"class_list":["post-107312","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aufbau-gegenoeffentlichkeit","category-friedenspolitik","category-medienkritik","tag-abschreckungsstrategie","tag-buergerproteste","tag-bellizismus","tag-braun-reiner","tag-diffamierung","tag-friedensbewegung","tag-gaza","tag-israel","tag-krone-schmalz-gabriele","tag-mueller-1948-michael","tag-pistorius-boris","tag-ruestungsausgaben","tag-sz","tag-tagesspiegel","tag-wagenknecht-sahra"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/L1240230.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/107312","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=107312"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/107312\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":107323,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/107312\/revisions\/107323"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/107313"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=107312"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=107312"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=107312"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}